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Mehr Milchmänner braucht das Land…

Vielleicht wird diese Krise noch mehr “Milchmänner” hervorbringen? Jedenfalls macht sich der Milchbauer ein Stück weit unabhängig. Oder ist der dann wieder vom “Milchmann” abhängig?

Wenn Mhamed Benchaib an der Haustür klingelt, weiß jeder im Vogelsberg: die Milch ist da! Benchaib ist Milchmann. Ein Beruf, der schon fast in Vergessenheit geraten ist. Und da sein Biobetrieb eine eigene Molkerei hat, schafft er es mit viel Eigeninitiative trotz niedriger Milchpreise zu bestehen.

Gepostet von hessenschau am Dienstag, 17. Mai 2016

 

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6 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Bei uns macht das auch ein Betrieb, der fährt auch viele Gaststätten an. Dadurch lohnen sich die Touren wohl. Viele Barista bzw. ihre Kunden wünschen sich stark schäumende Vollmilch, das ist mit der Milch aus dem Supermarkt nicht einfach zu machen. Ein Cafe, was für einen Mlichkaffee mehr als zwei Euro berechnet, hat wohl auch keine Probleme einen Euro für den Liter Milch zu zahlen.
    Bei uns kam der Milchmann bis Ende der 70iger. Dann lange nichts. Der örtliche Milchmann hat sich inzwischen zu einem Gourmet-Supermarkt mit Catering-Service und eigenem Restaurant weiter entwickelt. Im Angebot geblieben ist frische Milch Dickmilch, Joghurt, Sahne und Butter aus der Region.
    Seit letztem Jahr steht bei uns auch eine Milchtankstelle, die auch Eier, Kartoffeln, Brötchen, Müsli und Honig anbietet. Ich denke, die wird ganz gut angenommen. Quasi eine Frühstückstankstelle,
    Der Hof liegt quasi in der Stadt, eine Lage, die bisher nicht besonder günstig für den Familienbetrieb war, aber klasse für den Direktvertrieb ist. Neben der Milchtankstelle gibt es auch einen Bauernladen. Das Sortiment wird ständig erweitert, zur Zeit kann man da auch Hähnchen aus eigener Aufzucht bestellen.
    Das ist sicher wahnsinnig viel Arbeit, aber wenn der Nachbar sein Sonntagsfrühstück bei einem holen kann, wird er sich nicht so schnell beschweren, wenn es mal nach Land riecht oder der Heuwender noch abends spät über die Wiese neben der Wohnsiedlung fährt.

    • Rebecca sagt

      @ bauerhans Kostendeckende Preise sind mit einem entsprechenden Gegenwert und einer passenden Vermarktungsstrategie problemlos zu erzielen.

      • bauerhans sagt

        110 kunden mal 0,85€ lieferkosten=93,50€
        das ist sehr knapp für fahrerlohn und autokosten.

        • Sabine sagt

          Siehs mal so. auf der Seite der Domäne sind ca. 40 Lebensmittel Märkte aufgeführt, die eh beliefert werden müssen. Die Lieferpauschale wird also nur den “Umweg” abdecken, den die Fahrer machen müssen, um die Privathaushalte anzufahren.
          Mit 1,35 bzw. 1,23 für den Liter Milch werden an reinem “Milchgeld” für den Hof mehr als die 45 Cent übrig bleiben, den sich hier viele Milchbauern wünschen.
          Das Zusatzgeschäft mit Joghurt, Dickmilch, Sahne und Butter sollte man auch nicht übersehen. 2,09 € für ein halbes Pfund Butter ist für den Verbraucher nicht viel, aber sehr viel mehr wie die 85 Cent, für die deutsche Markenbutter inzwischen im Discounter gibt. Und wieso sollten die Kunden die Butter beim Aldi kaufen, wenn der Milchmann eh kommt?

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