Alois
Kommentare 211

Konsequent vegan

Deutschland hat vier Städte mit mehr als einer Million Einwohnern: Berlin, Hamburg, München und Köln. Berlin ist mit 3,5 Millionen Einwohnern mit Abstand die größte davon.
Berlin ist auch die Stadt, wo die meisten Veganer leben und es gleich drei vegane Supermärkte gibt: in Friedrichshain, Kreuzberg und am Prenzlauer Berg.

Zwischen Bevölkerungsdichte und fleischloser Ernährung gibt es einen Zusammenhang:
Auf einer Fläche von 633.000 km² leben in Frankreich 67 Millionen Menschen, also 103 EW/km². In Deutschland leben auf 357.000 km² 82 Millionen, das sind 230 EW/km². In Deutschland ist die Bevölkerungsdichte mehr als doppelt so hoch. In Frankreich sind 2% der Bevölkerung Vegetarier oder Veganer. In Deutschland sind es 4%, der Vegetarierbund geht sogar von 9% aus.

Wenn man Indien, wo der Vegetarismus religiös verankert ist, mal außen vorlässt, gibt es, weltweit betrachtet, die meisten Vegetarier in Taiwan, wo auf 1 km² 639 Menschen leben, gefolgt von Israel mit 374 EW pro km².

Anders ausgedrückt: Die eigentliche Dynamik, die dazu führt, dass Menschen Vegetarier oder gar Veganer werden, ist die Bevölkerungsdichte. Sie erst bringt den Wunsch hervor, etwas gegen reales oder angebliches Tierleid zu tun.

Millionenstädte und Menschenmassen

Wo Menschen dicht gedrängt zusammenleben, gerät plötzlich die Massentierhaltung ins Visier. Was in der eigenen Lebensweise nicht thematisiert wird, nämlich die Vermassung, wird beim Nutztier auf einmal zum Problem. Denn es ist ja vor allem die Intensivtierhaltung, die dem Veganer ein Dorn im Auge ist. Das ist eigentlich seltsam, da die meisten Stadtbewohner ja gerne geballt auf einem Haufen zusammenleben.

Dann frage ich mich: Kann eine Millionenstadt denn anders als mit industrieller Landwirtschaft ernährt werden? Bedingen die Millionenstädte auf der einen Seite auf der anderen nicht genau die Landwirtschaft, die wir haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine kleinbäuerliche Struktur aus Bio-Musterhöfen solche Kolosse wie Berlin, Hamburg oder München tatsächlich ernähren kann. Wie soll das gehen?

Wie soll der Kleinbauer, der Hunderte von Kilometern von der Stadt entfernt lebt, seine Produkte denn in die Stadt bringen, wenn nicht durch Handelsketten, die den Transport und die Verteilung übernehmen? Erzwingt eine Gigamaschine wie eine Millionenstadt nicht förmlich die Handelsketten, die den Bauern unter Druck setzen, was wiederum dazu führt, dass kleinere und mittlere Bauernbetriebe irgendwann aufgeben müssen und die Großen das Rennen machen?

Protest gegen das eigene Spiegelbild

Die industrialisierte Landwirtschaft samt Massentierhaltung hält den Bewohnern der Millionenstädte doch nur einen Spiegel vor. Und nun setzt hier auf einmal, im Herzland der Urbanität, eine Bewegung ein, die gegen die Landwirtschaft protestiert, den Verzicht auf Fleisch fordert und zur veganen oder vegetarischen Ernährungsweise aufruft.

Seit den Tagen, als sich unser Gehirnvolumen dank überwiegend fleischlastiger Ernährung verdreifacht hat, ist viel Zeit vergangen. Unsere Lebensweise – und vor allem die des urbanen Menschen –, hat sich seitdem kolossal verändert. Wir haben uns in den letzten zweihundert Jahren mit einem technischen Korsett umgeben, das uns fast alle körperlich anstrengenden Arbeiten abnimmt oder wenigstens erleichtert. Das gilt insbesondere für den Stadtbewohner, der deshalb sehr viel weniger Energie als früher braucht. Mag sein, dass sich deshalb für manche Städter zumindest die vegetarische Ernährung besser eignet als die fleischlastige. Darüber kann man schon mal nachdenken.

Ein fundamentaler Irrtum

Der Schlussfolgerung, mit dem Verzicht auf Fleisch könnte man Tiere und Natur schützen, liegt jedoch ein fundamentaler Irrtum zugrunde. Natur wird nicht geschützt, indem man sie meidet, sondern mit ihr arbeitet und von ihr lebt. Dasselbe gilt auch für Tiere.

Nicht die Yanomami, die im Amazonas leben, zerstören den Regenwald, sondern wir: die zivilisierten Menschen, die ziemlich weit abseits und immer mehr in Großstädten leben. Ebensowenig wie von der Intensiv-Landwirtschaft kann sich der Stadtbewohner von der weltweit stattfindenden Naturzerstörung distanzieren. Wenn er den Schwarzen Peter dem Rancher in Brasilien zuschiebt, ist doch er es, der diese Karte durch seine urbane Lebensweise zuerst ins Spiel gebracht hat. Das Problem mit der industriellen Landwirtschaft ist entstanden, weil viele Leute sich aus der Landwirtschaft herausgenommen haben, lieber in Städten wohnen und dort was anderes machen. Der Grund für die massive Naturzerstörung ist die Abwendung von der Natur durch die zunehmende Verstädterung.

Sag mir, wo Du wohnst, und ich sag Dir, wer Du bist

Man kann davon ausgehen, dass jeder Mensch, wenn er die Möglichkeit dazu hat, sich das Umfeld wählt, wo er sich am wohlsten fühlt. Deshalb kann man den Schluss ziehen, dass der Stadtbewohner Steinwüsten und Glasbauten einem Acker, einer Wiese oder einem Wald vorzieht. Natur liebt er als kümmerlichen Alleebaum in einer Einkaufsstraße, als Blumen in Pötten, als hübsch begrenzten Park mit ein paar Springbrunnen drin. Er liebt die Natur nicht um ihrer selbst willen, sondern als Kulisse, um darin spazierenzugehen oder Fahrrad zu fahren. Und wahrscheinlich liebt er Natur am meisten als Dokumentarfilm im Fernsehen.

Dasselbe wie für den Wohnort gilt auch für den Beruf. Der Büromensch liebt antistatische Filzböden, Bildschirme und Tastaturen mehr als Erde, Traktor oder Schweinestall. Würde er die Erde, den Traktor und die Schweine lieben, hätte er versucht, sich eine Existenz als Bauer oder doch wenigstens als Gärtner aufzubauen. Das ist nämlich möglich, wenn man wirklich will.

Wer sein Geld mit einem Computer verdient, gießt weder absichtlich Kaffee über die Tastatur noch wirft er den Bildschirm gegen die Wand. Ebensowenig verseucht der Bauer absichtlich seine Äcker oder quält seine Tiere. Wer seinen Beruf liebt, zerstört nicht seine Grundlagen. Genau das unterstellt der Veganer jedoch dem Bauern. Und das ist unfair. Mit demselben Recht könnte der Bauer umgekehrt die ausgebleichten Filzböden in Stadtbüros anprangern und vom Büromenschen verlangen, dass er von nun an nur noch barfuß läuft.

Die Kehrseite der Natur

Wer einmal in der Wildnis war, der weiß, dass Natur nicht nur aus faszinierenden Tierwelten, farbenprächtigen Blütenkelchen und grandiosen Sonnenuntergängen besteht. Daneben gibt es seit jeher den Schlamm, den Gestank, die Verwesung, die Massaker und auch sonst allerlei ekliges Zeug. Natur erschöpft sich nicht darin, dem Menschen Freude zu bereiten. Sie will auch ausgehalten werden, und mit all den großen und kleinen Tragödien, die sich da abspielen, ist das gewiss nicht immer einfach. Für die Inder ist der Lotus, der im Schlamm der Verwesung wurzelt, das Sinnbild für diese Einheit aus dem Schönen und dem Hässlichen. Beides gehört untrennbar zusammen.

Wenn Menschen aufhören, in und mit der Natur zu leben, verkommt die Natur zur bloßen Kulisse. Nur noch das Schöne wird zugelassen. Das, was als hässlich oder grausam empfunden wird, wird entweder ignoriert oder bekämpft. Dabei lohnt es sich, genauer hinzugucken. Denn in der Natur hat auch das scheinbar Hässliche seinen Sinn und seinen Wert.

Konsequent zu Ende gedacht

Der Veganer verzichtet also nicht um der Natur willen auf tierische Produkte, sondern weil er in der Stadt wohnt und der Natur entfremdet ist. Es ist die technisch-urbane Lebensweise, die diesen Verzicht einfordert. Es ist die Bevölkerungsdichte, die Perfektion von Glasbauten, die Abwesenheit von Natur, die Veganismus plötzlich als attraktive Lebensform erscheinen lässt. Mit seinem Veganismus distanziert sich der Stadtbewohner nicht nur durch den Wohnort,
sondern zusätzlich auch durch seine Ernährungsweise von der Natur. Es ist ein weiterer Schritt in die Entfremdung und eben gerade nicht in die Versöhnung mit der Natur.

Wäre der Veganer wirklich konsequent, dürfte er übrigens kein Getreide und keine Feldfrüchte essen. Jedesmal, wenn hinter meinem Haus der Acker gepflügt wird, kommen Dutzende von Möwen und Rabenvögeln, die sich an den zerschredderten Mäusen gütlich tun. Wiegt eine zerschredderte Maus tierleidtechnisch denn nicht mehr als eine beklaute Biene?

Wie man es auch dreht und wendet: Essen erzeugt Leid, zumindest vom veganen Standpunkt aus. Konsequent zu Ende gedacht, würde der Weg des Veganers schließlich zum Verzicht auf jede Nahrung aus der Natur führen. Leidfrei ernähren kann er sich nur mit Nahrung aus dem Labor. Das braucht viel Energie. Sollte sich die vegane Ernährungsweise konsequent durchsetzen, werden auf allen Feldern, auf denen sich jetzt noch Getreidehalme wiegen, Windräder und Sonnenkollektoren stehen. Die Frage ist, wer in einer solchen Welt noch leben will.

Marian E. Finger

 

Dieser Text stammt von Marian, dem fingerphilosoph, der keinesfalls damit Veganer brüskieren möchte. Sondern er möchte einladen zur inspirativen Diskussion.

http://www.fingerphilosoph.net

(Aufrufe 7.365 gesamt, 1 heute)
+1

211 Kommentare

  1. Stephan Wieser sagt

    interessanter Artikel und in manchen Fällen wohl auch ein guter Punkt nur leider tanze ich völlig aus der reihe. Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof „Egglhof in Straußdorf“ Mit Kühen, Schafen, Katzen, einem Forst und alles was so dazu gehörtt. Jetzt wohne ich in München und verdiene mein Geld „an der Tastatur“ und JA, ich bin Vegetarier und ab und zu auch gern nur Vegan. Städte exestieren, ich würd es mal dem Kapitalismus in die Schuhe schieben, weil dort nun mal das mordne mittel zum überleben liegt: Geld.

    Hier ein wichtiger Punkt: Es geht nicht darum NIE wieder Fleisch zu essen. Es geht um das richtige maß. Ein Sonntagsbraten. Ein zwei mal die Woche Fleisch und davon nicht nur das Filet sondern auch die Haxe und auch die Ohren und die Leber. Die Massentierhaltung ist das Problem, nicht der Bio Bauer.

    Ich will nicht daher „wettern“ und Populismus betreiben. Fleisch, und das zeigen Studien, vor allem rotes Fleisch ist nun mal in Mengen nicht Gesund für den Menschen. Krebs, Blutdruck… Rotes Fleisch ist ausserdem teuer, und zwar nicht für den Geldbeutel, sondern für die Natur. Es gibt dazu viele Schätzungen aber wenn man mal den Schnitt von 3000lieter/500g und 15000/500g nimmt dann ist das doch immer noch sehr viel Wasser was für ein Steak drauf gehen muss. Dabei noch nicht behandelt die Thematik dass durch die extrem hohen Ausscheidungen von Rindern die Nitratwerte im Wasser so hoch sind dass wir auch wieder Mensen Aufwand betreiben diesen wieder zu sänken. Um jetzt dann auch noch irgendwie die kurve zum Insektensterben zu kriegen: Ich bin mir sicher ich brauch dir das nicht sagen aber: weniger Käfer heißt weniger Zersetzung von Gülle was wiederum zur weiteren Ausdunstung von Methan führt was wiederum schlimmer ist als jedes Flugzeug oder Auto dieser Welt. (aktuell 3x schlimmer als der komplette Verkehrsektor)

    Irgendwie zum Schluss kommen:
    Fühl dich von einem urbanen veganer nicht angegriffen! Ein Umdenken ist wichtig! Wir müssen unsere Landwirtschaft nun mal umstellen denn wieder Artikel schon sagt, Eine Großstadt muss nun mal von massen ernährt werden. Massen an Gemüse und Obst ist leichter zu Produzierten als Tier.

    Evolution der Menschlichen Ernährung. So würde ich es nennen. Anpassung an die Gegebenheiten.

    +5
    • Ja, Stefan
      du hast es erfasst,
      in der Stadt bekommt man nur verarbeitete Lebensmittel und die kosten, denn Verarbeitungsschritt (oftmals auch landw. Rohstofe versauen,bzw. ungesund machen durch zu viel Zucker und Fett in Fertiggerichten) aber auch die Herstellung von massenweise veganer und vegetarischen Fertiggerichten, die dann leicht verfügbar sind) macht einen Mehrwert aus und kostet im Gegensatz zur Selbstherstellung eines Gerichtes aus den Rohstoffen, eben und das funktioniert nur im Kapitalismus!

      Haxe Ohren und Leber werden auch in Wurst verarbeitet.

      +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Massentierhaltung gibt es,
      weil Fleisch von Massen von Menschen gegessen wird
      und Massen keine Tiere mehr halten. Punkt!

      Dass Gemüse und Obst leichter zu Produzieren ist, meinen nur sie.
      Der Selbstversorgungsgrad bei Gemüse lag 2013 bei 39 %
      bei Obst bei 13%

      +1
      • Obst und Gemüse ist ja leichter zu produzieren, die Gerste und das Soja für Schweine muß auch erst ein Jahr lang wachsen.

        Nur viele die einer Erwerbsarbeit nachgehen haben keine Zeit mehr, sich darum zu kümmern, sie haben andere Freizeitinteressen.
        Essen lieber gespritztes Obst aus dem Ausland!
        Wir haben ja ein Verbraucherschützer-, Gesundheits- und Veterinäramt, die das kontrollieren, denn alles wird ja kontrolliert!
        Also die Massen bauen nichts mehr an!
        Das selbe gilt für Schlachtvieh in eigenen Stall!

        Dann müssen die Bauern eben Massentierhaltung machen, um das Fleisch dann billig, qualitätsvoll und gesund auf den Markt zu bringen.

        Ob denen etwas fehlt, die das aus ihrer eigenen Hand gegeben haben und deswegen diese Massentierhaltung anklagen?
        Neulich war in der ARD ein Aufklärungsfilm von HARIBO, dort ging es fast nur um Schweine von deren Haut die Gelatine für die Gummibärchen gemacht wird.

        Was ist noch interessanter als die Herstellung von Gummibärchen?

        Eben, die Herziehung über die Massentierhaltung
        es wurden bestimmt von Einbruch Fotos von kranken und schmutzigen Schweinen gezeigt, die allein in der Bucht dahinvegetierten!
        Von echter Massentierhaltung nicht zu sehen und auch keine Erwähnung dass die meisten in der Massentierhaltung gehaltene Tiere modernen artgerechten Ställen stehen!

        Und dabei wurde gefragt , wollen wir von diesen Schweinen die Haut in den Gummibärchen?

        Ich wollte mehr von HARIBO erfahren, aber nicht das!

        +2
    • deswegen richtig:

      2Die menschliche Ernährung muss an die Gegebenheiten und Ökologie angepasst“ werden.

      Früher haben wir auch die tierische Ernährung an unsere Gegebenheiten angepasst, wie haben nicht nur durch züchterische sondern auch durch ernährungstechnische Manipulation dem Schwein mehr Muskelfleisch (rotes Fleisch, ?warum soll das ungesund sein?) an gezüchtet!

      Also haben wir die Kartoffel in der Schweineernährung weggelassen und die 20% Soja (inzwischen eventuell genverändert) dafür reingemacht!

      Also wird ökologisch wertvoller Regenwald verdrängt für unseres beliebtes aber ungesundes „rotes Fleisch“!?!

      Was kann man dagegen tun?

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Inga,
        vor kurzem hast Du nachgefragt, wer noch blühende Bohnen hat.
        Heute habe ich ca 2 Kg grüne Bohnen geerntet und ca 10 Kg Tomaten, 10 Chayote, Paprika und Inkagurken.

        0
        • Ja, weil für mich unvorstellbar ist, dass jetzt im Herbst noch Bohnen blühen, hast du sie im Gewächshaus?

          0
          • bauerhans sagt

            bei uns blühen erbsen,die ich nach der ernte im august in eine blumenschale mit rankgerüst gesäet hatte.
            sind reichlich schoten dran, einige sind gefüllt.

            +1
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ein paar Blüten sind noch daran, die werden nicht mehr tragen, die jungen bis zu 10 cm großen können noch was werden bei entsprechender Witterung. Habe auch schon Anfang November geerntet.
            Muss aber dazu sagen, dass wir im Oberrheingraben ein wärmeres Klima haben, als im Rest der Republik.
            Natürlich stehen die im Freien, den Luxus eines Gewächshauses leiste ich mir nicht. 🙂

            0
    • Konsequent vegan, als Gesellschaft, liefe ethisch, wenn man nur das Tierwohl betrachtet, auf ein Nullsummenspiel hinaus – oder auf komplizierte Verrenkungen zur Verrechnung von Tierleid.

      Wenn Äcker und Weiden stillgelegt werden, dann verbuschen und verwalden sie. In dem Fall greift Wildnis Platz mit ihrem Fressen und Gefressenwerden. Es gäbe mehr Rehe und diese fressende Füchse und/oder Wölfe. Eine Offenhaltung der Landschaft durch extensive Weidewirtschaft hilft, die Wildnis kurz zu halten, und könnte Schafen und Rindern ein gutes Leben geben und noch dazu ein längeres Leben als es etwa freilebende Rehe haben. Eine Tötung per Kopfschuss ginge schnell und wäre zuverlässig. Ganz im Gegensatz zur Schlachtungspraxis, das Tier zunächst zu betäuben, um es mittels schlagendem Herz zu entbluten. Da sind Fehlbetäubungen und Quälerei programmiert. Die Zahlen des BMEL sind erschreckend.

      Ich weiß nicht, ob Wildnis oder eine Wildnis verdrängende Haltung von Schafen, Rindern –
      mit großzügigem Freilauf, Muttertierhaltung und zuverlässiger Tötungstechnik – besser ist. Die Frage stellt sich praktisch nicht.

      Ich halte aber Tierhaltung „in Massen“, in der heutigen Besatzzahl, für falsch, schon wegen des großflächigen intensiven Futteranbaus mit all seinem Düngemittel- und Pestizideinsatz. Das von „überzeugten Fleischessern“ und ihren Lieferanten gern angeführte Grünlandargument ist unzutreffend. Es ist auf hier gehaltene Wiederkäuer schlicht nicht anwendbar. Denn diese werden mindestend zur Hälfte auf Ackerbasis (Kraftfutter) ernährt, und selbst das Raufutter kommt vom Acker (Ackergras). Auch für die Wiederkäuerhaltung werden Tröge statt Teller mit Ackerfrüchten gefüllt.

      Das kaum vorhandene Fleisch aus Weideschlachtung sollen diejenigen essen, die meinen, Fleisch zu benötigen. Entsprechendes gilt für Weide- und Mutterkuhhaltungs-Milch. Ich brauche es nicht.

      Deswegen versuche ich, konsequent vegan zu sein.

      +1
      • „Konsequent vegan, als Gesellschaft, liefe ethisch, wenn man nur das Tierwohl betrachtet, auf ein Nullsummenspiel hinaus – oder auf komplizierte Verrenkungen zur Verrechnung von Tierleid. “

        Ja, das wäre am besten, aber ob es Ernährungsphysiologisch bei jedem funktioniert?
        Und dann muß man auch die Tradition überarbeiten und dann noch die vielen Menschentypen, denn die mögen kein Fleisch und die anderen brauchen es auch, manche behaupten das kann man an den Blutgruppen festmache???

        Wie willst du extensive Weidehaltung machen wenn wir keine Schlachttiere mehr brauchen?
        ach so, die paar Kühe für Mich, sie könnten ja ohne Kraftfutter auskommen, aber trotzdem müßten sie jedes Jahr ein Kälbchen bekommen.

        Und diese dann ohnen derne Fleishc zu benutzen könnte man mit Schuß töten, wenn es dir nich tleiber wäre sie auf einem Gnadenhof bis an ihr LEbnesende zu halten.

        Wenn man aber ihr Fleisch haben will, dann muß man sie mit Hilfe des Herzschlages ausbluten lassen.
        Deswegen werden sie vorher betäubt!

        Auch bei der schonenden Weideschlachtung muß vorher betäubt werden, das geht aber individuell und funktioniert meistens, wenn nicht wird so schnell wie möglich nachgeschossen.
        Ja wen jedes Tier individuell getötet werden würde, dann gäbe es keine Fehlbetäubungen, wie du aufgeführt hast.

        Leider geht es bei uns nicht mehr ohne Massentierhaltung, wie so viele Massen von Menschen in unseren Großstädten leben.

        Schau dir doch die vielen Wohnblocks an.

        Wenn die Tierbestände pro Stall kleiner wären, dann müßte es auch mehr Bauern geben,

        aber wer will denn das noch machen und dann noch nebenberuflich, weil für den jetzigen Erlös pro kg Fleisch oder Liter Milch ist die mühe nach der Berufstätigkeit zu hoch, die man sich dafür machen muß!

        Kannst ja anfangen, hast bestimmt ein großes Grundstück, da kannst du einen Stall für 3 Kühe und 10 Schweinen und einer Muttersau hin bauen.

        für die Kühe pachtest du dir eine Wiese, denn sie brauchen ja kein Kraftfutter, das auf dem Acker wächst,

        aber für die Schweine braucht du schon einen Acker für Kartoffel und Getreide, weil sie ja keine Soja haben sollen.
        Das bestellen des Ackers macht bestimmt ein Vollerwerbslandwirt für dich gegen Rechnung mit!
        Der Maschinenring weiß schon was das kostet!
        Denn für so einen kleinen Bauernhof, wie du dann hättest, gäbe es keine Maschinen, denn die werden auch in der Massenproduktion hergestellt und so kleine Maschinen werden gar nicht mehr nachgefragt und auch nicht mehr hergestellt! Außer es machen noch viele mehr so wie du dann und die kleinen Maschinen werden nachgefragt, dann könnte es sein, dass sich nochmal hergestellt werden.
        Ach, für die Schweine brauchst du auch eine Schrotmühle, vielleicht gibt es eine gute Gebrauchte noch zu haben.

        Und dann geht es los!

        +1
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Eine extensiver Weidehaltung ist erstens finanziell nicht darstellbar,
        zweitens fehlen die Weiden bei den meisten Betrieben.
        Man kann zwar hundert mal sagen, wenn alle kaum mehr Fleisch essen ist das machbar, aber durchführbar wäre es genau so wenig wie eine Forderung das Autofahren um 80% zu reduzieren.

        +1
  2. Thomas Müller sagt

    Ein paar andere Erklärungen, „Warum in Israel die meisten Veganer der ganzen Welt leben“, von KERSTEN AUGUSTIN, TEL AVIV, FAZ v. 30.09.2015:

    „Wer mit Gilboa und Schrier nach den Gründen sucht, bekommt Schwerverdauliches serviert: den Holocaust, die Regeln des Judentums, die Besatzung der Palästinenser.“

    „Ein anderes Mal brannten sich die Aktivisten die Nummer eines Kalbs ins Fleisch – in Israel haben Nummerntattoos eine besondere Bedeutung. All das klingt radikal und unversöhnlich, im Gespräch ist Gilboa jedoch lustig und entspannt. Sie weiß, dass sie gerade dabei ist, einen Kampf zu gewinnen.“

    „Die mittlerweile fast fünfzigjährige Besatzung, bei der es immer wieder neue Kriege und Terror, aber keine Lösung gibt, führe dazu, dass viele Israelis zumindest in ihrer Ernährung moralisch einwandfrei sein wollten. Und dafür müssten eben die Tiere herhalten. Übrigens: Die israelische Armee bietet jetzt vegane Stiefel als Alternative zu Leder an.“

    +2
  3. Paulus sagt

    Sorry, aber diese Debatte zwischen einem selbsternannten Philosophen und einem selbskasteienden Veganer hat mich doch etwas ermüdet. Ich geh jetzt mit dem Hund raus.
    Und weil ich eh noch nach Rommerskirchen zum Einkaufen geschickt werde, schaue ich mit meinem Vieräugl mal nach ob Willi auf seinem Acker auch alles richtig gemacht hat. Habe selbstredend Tüten für den Hundekot dabei und werde diese auch ordnungsgemäß entsorgen. Währenddessen gehen mir so manche Gedanken durch den Kopf …
    Ach so, der Wachtel (vermute ich) im Video von Alois scheint wirklich ein glücklicher Hund zu sein. Die Welt könnte so einfach sein und ich strebe täglich danach.

    0
    • bauerhans sagt

      „Die Welt könnte so einfach sein…“

      die welt ist einfach!!
      bin heute durch mein getreide gelaufen,um böse pilze (rost,mehltau,septoria) zu finden
      und endlich die mittelchen einzusetzen,die ich geordert hatte,aber nix da,alles gesund.

      +1
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Schrecklich mit diesen Bauern, da müssen die Aktionäre bald am Hungertuch nagen. 🙂

        0
        • Das auch noch! Ob AdT auch ein paar Aktion da hat, er muß ja na die Altersversorgung denken, oder?
          Als Selbstständiger muss man das ja!

          0
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Paulus, Du hast Recht: Mein Hund Quirin ist eine „Deutsche Wachtel“. Und glücklich ist er auch. Vor allem wenn er stöbern und jagen kann. Er weiss wohl eher nicht, was Veganismus bedeuted und dass er sich zur Rettung der Welt gefälligst umstellen sollte. Und ich sag es ihm auch nicht. Sonst wär‘ er am Ende noch traurig. 🙁
      Alois

      +2
  4. AdT sagt

    Man kann über alles kontrovers diskutieren. Dass man als Vegetarier/Veganer mit inakzeptablem Verhalten auffälliger und militanter (angeblicher) Vegetarier/Veganer in einen Topf geworfen wird, mag begrifflicher Unschärfe geschuldet sein. Die Grenze sehe ich aber dann überschritten, wenn man, ohne zurechenbar hierzu Anlass gegeben zu haben, mit Adolf Hitler und – wie sogar vom Autor des obigen Beitrags geschehen – mit Naziunrecht in Verbindung gebracht wird.

    0
    • Der Begriff „Unwerturteil“ als juristischer Fachbegriff war mir nicht bekannt und da Sie ihn auf die Person bezogen haben, entstand bei mir die Assoziation „unwerte Person.“ Und „unwerte Person“ entstammt dem Nazi-Umfeld. Ich war ziemlich geschockt, das von Ihnen zu lesen, den nach unseren Diskussionen schätze ich Sie eigentlich nicht so ein.
      Ich sehe ein, dass durch begriffliche Unschärfe eine falsche Assoziation entstanden ist, die ich gerne zurücknehme.

      Andererseits habe ich nun gelesen, dass mit einem „Unwerturteil“ eine rechtswidrige und schuldhafte, also kriminelle Tat verbunden wird.

      Die Grenze sehe ich allerdings ebenfalls überschritten, wenn ein Mischkostler mit einem Kriminellen gleichgesetzt wird.

      +1
      • AdT sagt

        Unterstellen Sie mir, dass ich einen Mischköstler mit einem Kriminellen gleichgesetzt habe? Woher nehmen Sie das? Nur aus dem Gebrauch des Wortes „Unwerturteil“? Das finde ich unfair.

        Ich fordere Sie heraus: Belegen Sie mir, dass „Unwerturteil“ ein juristischer Fachausdruck ist, der eine rechtswidrige und schuldhafte Tat beschreibt. Zitierfähig. Wenn Sie das schaffen, nehme ich Ihnen Ihre Wortklauberei nicht mehr übel. 😉

        0
        • also manche Veganer auf der Straße oder Ausstellung machen das so, die führen sich wie ein Diktator oder gar Tyrann auf.

          Das habe ich auch schon 2 mal erlebt!

          Die Frau hatte mich nicht zu Wort kommen lassen, sie fragte mich allzu ob ich einer Kuh schon mal in die Augen gesehen habe,
          und bevor ich antworten konnte, behauptete sie
          sicher nicht!

          Dan habe ich ihr das Argument mit den Babys gebracht und da meinte sie, na ja so eine paar Kühe könnte es ja geben aber die darf man dann nicht schlachten, und da fragte ich wohin mit denen
          in den Wald jagen?
          Zum Beispiel war da ihre Antwort da,
          dann bin ich gegangen, denn ich fand es zu anstrengend, ihr zu erklären, dass ein von Menschhand gezüchtetes Tier sich im Wald nicht zu recht findet.

          Aber rechthaberisch sein oder nur wirken,

          zeugt das nicht von großer Dummheit?

          +1
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Die plappern alles nach,
            weil sie jeden Bezug zur Realität verloren haben.

            Im Fernsehen gab es mal ein Bericht, wo 3 Spendenbüchsen aufgestellt wurden, eine für Obdachlose, eine für vernachlässigte Kinder und eine für Tiere.
            Jetzt darfst du 3 x raten, wohin die meisten Spenden gingen.

            0
      • Ich habe den Begriff „Unwerturteil“ in meine Suchmaschine (duckduckgo) eingegeben. Die ersten Treffer verorteten den Begriff in den juristischen Kontext einer Strafe für eine schuldhafte, rechtswidrige und kriminelle Handlung.

        Kriminologie-Lexikon online: „Bei der staatlichen Strafe i.S. des Strafrechts handelt es sich um ein Übel, welches dem Menschen (dem Täter) wegen einer von ihm begangenen tatbestandsmäßigen, rechtwidrigen und schuldhaften Tat auferlegt wird und das ein sozialethisches Unwerturteil über die Handlung ausdrückt.“

        0
        • AdT sagt

          Ist also genau umgekehrt und umschreibt einen juristischen Fachausdruck (Strafe) mit nichtjuristischen Begriffen (sozialethisches Unwerturteil). Das strafrechtliche oder OWi-rechtliche Unwerturteil ist nämlich die Schuld bzw. das Verschulden. Bezeichnend ist, dass Sie den Begriff erst googlen mussten. Das spricht ja nicht dafür, dass ich Assoziationen mit Kriminellen erzeugen wollte. Sozialethische Unwerturteile über bestimmte Verhaltensweisen kann man dem Straf- und Ordnungwidrigkeitenrecht überantworten oder aber der sozialen Kontrolle und sozialen Normsetzung überlassen. Dann ist es gerade keine Straftat! Und nicht jedes Unwerturteil ist ein sozialethisches. Es gibt somit auch persönliche und individuelle Unwerturteile, die wir jeden Tag treffen, von leicht bis schwer.

          0
          • Das heißt, dass Fleischverzehr in Ihren Augen (ob nun sozialethisch, persönlich oder individuell) mit einem schuldhaften Verhalten in Verbindung gebracht wird, wobei nicht jedes schuldhafte Verhalten eine Straftat ist.

            Und das ist der Punkt, der mich als Mischköstler aufbringt und den ich nicht gewillt bin zu akzeptieren. Fleischverzehr ist kein schuldhaftes Verhalten.

            Ich finde unsere Diskussion trotz allem bereichernd, weil sie uns jetzt doch zur eigentlichen Kernfrage hingeführt hat: Ist Fleischverzehr eine Schuld oder nicht? Geht es dabei um den Fleischverzehr oder die Nutztierhaltung?

            Jetzt würde die Diskussion ja eigentlich erst beginnen 🙂

            +4
            • AdT sagt

              „Schuld“ ist mir zu schwülstig. „Unwerturteil“ ist offenbar missverständlich. Man sollte nicht päpstlicher sein als der Papst, Konflikte sind unvermeidbar. Das Leben besteht nun mal zum großen Teil aus anderen Menschen. Vegane Ernährung ist für mich pragmatisch und nicht ideologisch, denn sie maximiert die Vorteile pflanzlicher Nahrungsmittel (gesundheitlich, ressourcen- und klimamäßig) und minimiert die Nachteile tierischer Nahrungsmittel (z.B. Tierleid, das zumindest möglich ist; habe genug Missmanagement in Betrieben anderer Branchen gesehen, dass ich nicht davon ausgehe, dass in Tierhaltungsbetrieben alles top läuft; und Jäger sind auch nicht immer die besten Schützen). Daher ist eine (möglichst) vegane Ernährung für mich die bessere Wahl. Mit Philosophie habe ich es nicht so.

              0
        • Inga sagt

          „Mit Unwerturteil wird das ethische Urteil über den Unwertgehalt einer Straftat bezeichnet. Mit jeder Kriminalstrafe ist daher ein negatives ethisches Urteil über das Verhalten des Täters verbunden.“

          Das verstehe ich besser.
          Ja, der Unwertgehalt der Straftat.

          0
    • Mark sagt

      „Man kann über alles kontrovers diskutieren.“ Aber bitte nur innerhalb der Grenzen, die der Herr Veganer vorgibt. Was gut und schlecht ist, wird durch Ihn definiert, das scheint ein Wesensmuster der Veganer zu sein, Ihre (Moral-)- vorstellungen sind bindend für den Rest der „Unwerten“, während es scheinbar keine Grenzen des Anstandes für Sie selbst gibt. Wissen Sie was, es ist mir Wurst, wenn Sie sich mit der von Ihnen genannten Person in Verbindung gebracht fühlen.

      +1
      • AdT sagt

        Es gibt auch noch andere meinungsstarke Personen. Ist ja nicht verboten.

        Beschäftigt Sie das immer noch? Sie können mir ja sagen, wen Sie meinten, als Sie sagten, „damals waren Vegetarier ganz vorne mit dabei.“ Ich habe längst zu Ihren Gunsten angenommen haben, dass Sie lediglich den Reichsvollkornbrotausschuss gemeint haben können. 🙂 Dessen Gründung wurde zwar von oben angeordnet, aber die Idee stammte sicherlich von anderen – wobei natürlich auch damit zweifelhafte Personen in Verbindung stehen.

        +1
  5. Thomas Reichert sagt

    Bravo guter Text- rhetorisch, wie dialektisch- und schon sehr nahe an der Wissenschaft…nur wen interessiert die…Noch interessanter ist die Diskussion, bzw. die Kommentare. Böswillig könnte man ergänzen, dass schon Bert Brecht hierzu die passenden Worte gefunden hat. Grundsätzlich gilt: Essen kennt keine Moral. Moral ist immer durch die Gesellschaft definiert. Essen durch die Natur…beides geht nicht zusammen.

    +1
  6. Bäuerin sagt

    Ich habe noch nie einen Veganer beleidigt, warum auch. Jeder Mensch kann im Rahmen unserer Gesetze so leben wie er es für richtig hält. Leider werden ich und meine Berufskollegen von Veganer immer wieder als gefühllose Tierquäler diffamiert. Wenn Fairness eingefordert wird gilt das für beide Seiten.

    +10
    • Michael sagt

      Seit wann sind Menschen die Fleisch essen fair? Ach fair gilt nur in Bezug auf einen selbst, andere Lebewesen gegenüber darf man ja unfair sein, sind ja nur „Tiere“. Wenn ein veganer „unfair“ in ihren Augen ist, dann tut er das weil anderen großes Unrecht und Leid zugefügt wird. Wenn ein Fleisch essender Mensch unfair ist/wäre, welche moralische Gründe gäbe es dafür den, ihrer Meinung nach?

      +2
      • Inga sagt

        Wenn ein Veganer „unfair“ gegenüber Leuten in der Fleischindustrie ist, aber selber keine Ahnung daovn hat, dann beleidigt er diesen Berufstand!

        Wir Bauern können viehlos wirtschaften oder unser Familieneinkommen wo anders verdienen. Ist sogar angenehmere Arbeit!

        Aber die vielen Meschen die in der Verarbetung und Verauf von Fleisch tätig sind?
        und dann gibt es noch welche, die mehr Fleisch brauchen als andere!

        und wo sollen die vielen Kälbchen hin, die geboren werdne müssen, damit die Kühe Milch geben, die für Milchrodukte wie Käse verarbeitet werden.

        Kleine Kinder brauchen auf alle fälle Milch, die kann man für nicht sythetisch herstellen.
        Was meinst du dazu, Michael?

        0
    • Inga sagt

      Ja, Bäuerin du hast Recht,

      dass ist eine Beleidigung eines ganzen Berufsstandes,
      das ist unethisch von den Veganern!

      Und gerade die haben sehr viel Ethik!

      Oder irre ich mich da?

      0
  7. Paulus sagt

    Sorry, lieber Fingerphilosoph, mit deinem Vortrag begibst Du dich bis auf ganz wenige Einzelheiten leider ins pseudowissenschaftliche Nirwana. Bitte nimm es mir nicht übel wenn ich bezweifele, dass Du jemals mit der Natur wirtschaften musstest und schon gar nicht mal für ein paar Wochen in einer wirklichen Wildnis gelebt hast. Ich meine jetzt mal so richtig! Ist aber egal.

    Was die Stadtbewohner betrifft garantiere ich, dass es eine Vielzahl derer gibt die hart körperlich arbeiten. Ich selbst habe vor etlichen Jahren mal an verschiedenen Stationen eines Fließbandes gearbeitet, eigentlich nur um Prozesse zu durchschauen.
    Das war nicht nur monoton sondern wirklich harte Knochenarbeit die zu der Zeit noch Mio. Städter betraf.
    Und wenn ich mal so an die Vielzahl der sogen. Müllmänner oder an Bauhandwerker, Landschaftsgärtner etc. denke, da ist nichts mit weniger Energieverbrauch. Die brauchen ordentlich was in die Pinne.

    Nicht alle arbeiten in Glaspalästen. Dein selbstgemaltes Gesellschaftsbild entspricht nach meiner Wahrnehmung nicht annähernd der Realität. Ich finde es aber gut, dass Willi es zur Diskussion stellt.

    Nur noch ganz am Rande und etwas außerhalb der Diskussion: Als Studenten sind wir mal mit einem uralten Landi durch die Sahara gefahren, von Algier bis nach Tamanrasset im Hoggar. In Algerien hatten wir zwei Hühner und irgendwelche Körner gekauft. Als wir uns hoffnungslos verfahren und kaum noch was zu essen hatten, blieb die Wahl ein Huhn zu schlachten oder auf Eier zu hoffen. Mit Wasser war da übrigens auch mehr viel. Wie hättest Du dich als Philosoph entschieden?
    Wenn Du merkst worauf ich hinaus will sind wir ganz schnell wieder bei der Landwirtschaft.

    0
    • Natürlich gibt es in der Stadt hart arbeitende Menschen, für die eine energiereduzierte Ernährung nicht in Frage kommt. Das ist schon richtig. Ich vermute aber mal, dass der Großteil der Veganer nicht zu dieser Bevölkerungsschicht gehört. Zumal 3/4 der Veganer sowieso Frauen sind.

      Der Artikel ist nicht als wissenschaftliche Arbeit zu verstehen. Mir ging es lediglich darum, aufzuzeigen, dass der Veganismus eine weitere Entfremdung von der Natur bedeutet, und nicht auf eine Versöhnung mit der Natur abzielt, wie von den Veganern gerne behauptet wird. Wenn die Veganer ihre Naturverbundenheit und ihre Tierliebe als Argument für ihren Veganismus benutzen, ist das meiner Meinung nach ein Etikettenschwindel. Ich verorte den Veganismus eher in Richtung Transhumanismus, was so ziemlich das Gegenteil von Naturverbundenheit ist.

      Ich war mit Einheimischen in British Columbia auf Wildnistour, und da habe ich sehr rasch gemerkt, dass ich auf mich selbst gestellt, nicht überleben könnte, sondern auf die Vorräte im Pickup angewiesen war.

      Ich vermute mal, ihr habt die Hühner von vornherein nicht wegen der Eier gekauft, sondern als Lebendvorräte.

      +3
      • AdT sagt

        Vegan hat nichts mit energiereduziert zu tun. Habe ich bereits ausgeführt. Wie oft wollen Sie Ihre Fehler noch wiederholen?
        Ihren „philosophischen“ Quark kommentiere ich ja gar nicht, aber die Prämissen sollten schon stimmen.

        +1
  8. Eckehard Niemann AbL Niedersachsen/Bremen sagt

    Obiges Zitat: „Die eigentliche Dynamik, die dazu führt, dass Menschen Vegetarier oder gar Veganer werden, ist die Bevölkerungsdichte. Sie erst bringt den Wunsch hervor, etwas gegen reales oder angebliches Tierleid zu tun.“ Die Präsentation dieser Pseudo-„Untersuchung“ anhand einiger weniger Zahlen und unter Ausblendung religiöser Prägungen (die aus einer Zeit ohne Mehastädte und hoher Bevlkerungsdichte stammen) ist Deiner unwürdig, lieber Bauer Willi…

    +7
    • Martin Gork sagt

      Beitrag nicht gelesen?
      Der Autor ist nicht Willi. Weniger Hatz beim Kommentieren und ein wenig mehr Ruhe, dann verstehen auch Sie vielleicht den Artikel.

      +6
      • Eckehard Niemann sagt

        Die Präsentation (!) dieser Pseudo-„Untersuchung“….

        +2
    • Bauer Willi sagt

      Vielen Dank für Ihre Bewertung. Es handelt sich um einen Gastbeitrag. Die hohe Zahl der Kommentare zeigt ja, dass er durchaus kontrovers diskutiert wird. Das ist erwünscht.
      Bauer Willi

      +4
  9. Astrid sagt

    Tierausbeutung beenden, Mäuse fangen und rausbringen aus der Wohnung …

    Pro Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft!
    Eva-Maria:
    Die Aufgabe der Bauern ist es, die Menschen mit Nahrung zu versorgen – genau: mit Nahrung und nicht mit Tierausbeutung bzw. Gewalt gegen andere Tiere!

    Immer mehr Menschen leiden unter der Misshandlung der Tiere durch die Bauern und allen die Tiere ausbeuten.

    Es gibt viele Möglichkeiten zu Geld zu kommen …
    Misshandlung von Tieren muss es nicht sein!

    Fleisch essen bedeutet Leichen essen, bedeutet anderen aus Gewohnheit, Mitgefühllosigkeit, Dummheit mit Gewalt das Leben nehmen.

    +4
    • Sabine sagt

      Sicher Astrid, sicher! Die Mäuse finden ja auch nicht mehr ins Haus zurück. Für wie doof hälst Du die Viecher eigentlich? Sowas kann echt nur jemand schreiben, der es noch nie den Mini-Abrissbirnen und bio-zertifizierten Stinkbomben zu tun hatte, die alle unter dem Namen Maus firmieren.

      +6
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Tierausbeutung beenden, Mäuse fangen und rausbringen aus der Wohnung …“

      Sie haben Mäuse in der Wohnung?

      Da müssen sie mal ihre Haushygiene überprüfen.

      >>>Immer mehr Menschen leiden unter der Misshandlung der Tiere durch die Bauern und allen die Tiere ausbeuten.<<<

      Letztes Jahr sind die Behörden in einer privaten Tierhaltung eingeschritten, die alleinstehende Frau hielt 28 Hunde und Katzen unter widrigen Umständen in ihrer Wohnung.

      Also ich kann sagen, dass ich nicht unter der vermutlichen Misshandlung der Tiere gelitten habe, die Tiere vermutlich schon.

      Liebe Astrid,
      können sie sich nicht vorstellen, dass man mit Tieren nur Geld verdienen kann, wenn man sie ordentlich hält. Sie sollten sich mal hinterfragen, ob ihre Einstellung zur Tierhaltung nicht von dieser Welt ist.

      +5
      • Inga sagt

        Ja, Kümmertiere bringen keine Fleischqualität.

        Die wird ja im Schlachthaus von Vet. untersucht und danach wird bezahlt!
        Der Preis ist je nach Fleischqualiät gestaffel!

        +1
    • Aber Astrid. Mäuse leben im Haus. Sie sind Kulturfolger. Der Garten ist nicht ihr Lebensraum. Ich war mal im Urlaub in einer Ferienwohnung in Italien. Da krochen so kleine Käfer rum. Meine friedliebende Mitbewohnerin hat sie gesammelt und in den Garten getragen, weil sie glaubte, sie hätten sich verlaufen. Ich habe sie darüber aufgeklärt, dass das Kakerlaken sind. Gewöhnliche Hausschaben. Und dass die so schnell wie möglich und Haus und ihre Vorräte zurückkrabbeln.

      0
      • Sabine sagt

        Es gibt auch Hasel- und Spitzmäuse, die ich gerne in meinem Garten als Untermieter habe und es gibt die, die den Titel Schadnager sich redlich jeden Tag aufs neue verdienen.
        Ich denke, was bei diesen ganzen Debatten um Tierhaltung irgendwie immer wieder auffällt sind einige grundlegende Missverständnisse.
        Eines ist, dass ordentlich gehaltene Tiere niemals krank werden und daher niemals Medikamente brauchen. Und ich denke diesen Irrtum muss man aufklären. Sicher kann man bei Tieren wie auch beim Menschen die Gesundheit durch optimierte Lebensumstände stärken bzw. erhalten, aber ganz ausschließen kann man Erkrankungen nie. Wenn ein Tier krank wird, ist es die Pflicht jedes Tierhalters diesem Tier die nötige Pflege und Behandlung zukommen zu lassen. Und ich erlebe mit meinen Zwergen immer wieder wie sehr man da in seinem Handeln eingeschränkt ist, nur weil Nutz vor dem Tier steht. Das was man Nutztieren verabreichen darf ist oft ein Bruchteil von dem, was man einem Haustier mit der selben Erkrankung geben dürfte. Ich hab auch schon Tiere verloren, weil es halt Hennen waren und das beste auf dem Markt verfügbare Medikament nur für Tauben und Ziervögel zugelassen war. Dieser Umstand ist bestimmt nicht nur für mich bitter, sondern auch für Landwirte, die wissen, dass im Ausland oder im Haustierbereich wirksame Medikamente zugelassen sind, sie aber ihrem Tier nur noch mit nem schnellen Tod helfen können.
        Der nächste große Brocken ist wohl, dass viele Leute nicht den Hauch einer Ahnung haben, wie sich Erkrankungen bei den verschiedenen Nutztieren äußern, sie aber an jedem Weidezaun zu Experten in Sachen Tiergesundheit werden. Da werden im Herbst X-Meldungen beim Amt gemacht und der etwas angesäuerte Amts-Vet stellt ne fiese Mauser fest oder da gehen Anrufe ein, weil die Schafe kaum noch stehen können und ganz traurig gucken und der leicht angenervte Halter muss dann erklären, dass die es sich im Schatten gemütlich gemacht haben und wiederkäuen und der etwas leere Blick dabei vollkommen normal ist. …. und man doch bitte weitere Versuche, die Tiere aufzuscheuchen unterlassen möge. Ich kann mir solche Merkwürdigkeiten nur erklären, weil es halt eine Flut von Videos und Berichten über angebliche oder tatsächliche Misstände in der Tierhaltung gibt. Da ist auch echt total viel Schwachsinn dabei, gerade von Lebenshöfen, die dringend Spenden sammeln müssen. Da werden ausgefranzte Hühner Mitten in der Mauser gezeigt und mit keinem Wort erwähnt, dass selbst das glücklichste Huhn einmal im Jahr ziemlich erbärmlich ausschaut. Da wird einer Kuh ein tiefgehendes Trauma attestiert, weil sie ihr Kälbchen vor den Menschen versteckt, als würde nicht jede Kuh ihr Kalb im hohen Gras ablegen und fressen gehen, wenn sie denn mit ihrem frischen Kalb auf die Weide gelassen würde. Nein, die Rettungskuh macht das, weil sie Angst hat, dass die bösen Menschen ihr wieder ihr Kalb stehlen. Die werden noch nicht mals rot, wenn sie sonnen Quatsch in die Kamera seuseln. Alter Verwalter, müssen die es nötig haben!
        Es gibt gruselige Haltungen, keine Frage, aber die gibt es auch – da hat der Ehemalige Recht- bei Hundehaltern, trotzdem mach ich nicht jeden rund, trotzdem unterstelle ich nicht jedem Hundehalter, dass er ein Hobby-Tierquäler ist und zeig nicht jeden Hundehalter an, weil sein Hund traurig guckt.

        +3
    • Eva-Maria sagt

      Hallo Astrid!

      Die Bauern misshandeln die Tiere nicht!
      Mit veganen Aktivisten zu diskutieren ist aber vergeudete Energie.
      Sie sind vergleichbar mit Zeugen Jehowas…

      +1
    • Chr.A. sagt


      Fleisch essen bedeutet Leichen essen, bedeutet anderen aus Gewohnheit, Mitgefühllosigkeit, Dummheit mit Gewalt das Leben nehmen.“

      Dann pflanz‘ doch mal den Kohlkopf, den Du im Vegie-supermarkt gekauft hast wieder ein – ist genauso tot, oder wenigstens auf dem Weg zum Vertrocknen. Und wenn Verdursten keine Quälerei ist, na ich weiß ja nicht.

      0
  10. Da habe ich eben noch ein schönes Zitat gefunden:

    „Vegane Ersatzprodukte sind ein Tor für die Nahrungsmittelindustrie, um noch mehr künstliche, stark verarbeitete Lebensmittel minderer Qualität auf den Markt zu werfen. Kochen und drücken Sie Sojabohnen einmal aus – die Brühe ist kaum trinkbar. Die Sojamilch, die heute in jedem Supermarkt angepriesen wird, ist ein hochverarbeitetes Industrie-Produkt – und in etwa so künstlich wie eine Cola.“
    Sarah Wiener, TV-Köchin

    +13
    • Inga sagt

      Da hat die Sarah Wiener so was von Recht!

      Das kommt von Geschäftstüchtigkeit der Firmen!
      Die Nachfrage gibt ihnen Recht!

      Das machen alle lebensmittelverarbeitende Betriebe, auch Molkereien!

      +2
    • Susanne Müller sagt

      … eben. Das Zeug schmeckt nicht, deswegen meide ich Sojaprodukte.
      Darüberhinaus bin ich Veganerin aus Überzeugung und Leidenschaft an gutem und gesundem Essen.

      +1
    • bauerhans sagt

      „Kochen und drücken Sie Sojabohnen einmal aus – die Brühe ist kaum trinkbar.“

      mit sojaöl lässt sich gut kochen und der rest,sojaschrot,schmeckt nutztieren,aber nur getoastet.

      +1
    • bauerhans sagt

      laut westfalenblatt von heute ist der absatz von veggie-fleischersatzprodukten seit 2016 sehr stark eingebrochen „die leute probieren,schmeckt ihnen nicht und kaufen nicht mehr“.

      +2
    • Ich seh das so sagt

      Wir erinnern uns an den „Schummel-Lebensmittel-Skandal“ (vor ca. 5-6 Jahren) bezüglich Analog-Käse.
      Heute ist das das Standardprodukt der Veganeria.
      Schon komisch, oder ?

      +3
    • Carmen sagt

      Zumal man mit dem Verzehr von Soja auch das Zerstören von Regenwald und das Ausbeuten der 3. Welt befürwortet. Und selbst, wenn man nur Bio- Sojaprodukte kauft, irgendwann zuvor wurde dafür Wald gerodet. Etliche Tiere wurden dafür getötet.
      Nachhaltigkeit wird oder wurde bis vor kurzem in diesen Ländern nicht groß geschrieben. Aber das ist ja egal betrifft uns ja nicht direkt. Bestimmen wir ja nur durch unseren Konsum. Ziemlich scheinheilig!

      +2
      • Ich seh das so sagt

        Ein sehr bezeichnender Spruch dazu:

        „Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.“
        Helmut Qualtinger (1928-1986); österreichischer Schauspieler, Schriftsteller und Kabarettist

        +1
  11. Sonnenblume sagt

    Eine allgemeine Frage zur veganen Ernährung der gesamten Bevölkerung in Deutschland. Wie, oder wo sollen die Menschen das Wissen vermittelt bekommen? Wir haben doch auch heute, trotz aller zur Verfügung stehenden Mittel, häufig das Problem einer einseitigen oder falschen Ernährung. Sei es aus Bequemlichkeit, oder weil das Wissen fehlt. Würden bei einer ausschließlich veganen Ernährung die Risiken einer Erkrankung, oder Mangelernährung nicht enorm steigen? Hier muss man sich doch noch intensiver mit der Thematik befassen.

    +1
    • AdT sagt

      Ich empfehle, um am Anfang ein Gespür für die Ausgewogenheit des Essens zu bekommen, die (Nutrition) Guidelines for Americans des US Department of Agriculture.

      Eine pflanzliche oder pflanzenbetonte Kost ist gesundheitlich vorteilhaft.

      Mangel- und Fehlernährung gibt es trotz oder wohl eher wegen (umfangreichem) Fleisch- und Milchverzehr. Vegetarier und Veganer leben gesünder und länger und länger gesund – ob es nun am Essen liegt oder am gesundheitsbewussten Lebensstil insgesamt, beides bedingt sich wohl einander.

      +1
      • bauerhans sagt

        veggies leben bewusster,andere schaufeln fertigprodukte in sich hinein und bewegen sich wenig.
        eigentlich reicht ausgewogen zu essen.
        das längere leben ist durch die gene bedingt.

        0
        • AdT sagt

          Okay, den Schnitt unter Mischköstlern ziehen die nur Junk-Food essenden, viel trinkenden und rauchenden Couch Potatoes runter.

          Aber Tatsache ist auch, dass der Durschnittsdeutsche (-einwohner) doppelt so viel Fleisch isst, als es noch gesund ist (nach DGE, WHO usw.). Das soll jetzt aber kein Vorwurf an die Bauern sein, dass sie zu viel Fleisch produzieren.

          0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ist sicherlich für die Bauern schön, einmal zu hören, dass der Fleischverbrauch vom Konsumenten bestimmt wird, und nicht vom Bauern.
            Für den Wurf der Lebensmittel in die Mülltonne, ist auch nicht der Bauer schuld, egal wie viel der Bauer produziert.

            +1
  12. Roswitha sagt

    „Anders ausgedrückt: Die eigentliche Dynamik, die dazu führt, dass Menschen Vegetarier oder gar Veganer werden, ist die Bevölkerungsdichte. Sie erst bringt den Wunsch hervor, etwas gegen reales oder angebliches Tierleid zu tun.“ Ist wohl eher eigene Theorie, als statistisch erwiesen. Denn dafür müsste erfragt werden, ob der „Veganer “ nach Berlin zog,weil es dort die Szene gibt, oder ob er in Berlin vegan wurde. Das nur als Anregung, denn der restliche Text ist ebenso gespickt mit nicht beweisbaren Vermutungen. …

    +5
    • Inga sagt

      Ich denke Roswitha,

      dass in der Großstadt Berlin so viel Veganer leben, weil sie kein richtiges Verhältnis zu Tieren mehr haben und es für sie eine Unvorstellbare Grausamkeit finden, solche Kreaturen zu töten. So stelle ihc mir das vor!?!

      Und weil dort so viele Veganer leben, ist die Nachfrage nach veganen Produkten so hoch, dass sich dort Supermärkte für Veganer etablieren konnten.
      Oder?

      0
  13. Berthold Lauer sagt

    Jeder sollte das Recht haben, sein Leben nach seinen Wertvorstellungen zu leben. Deshalb ist ist es auch nicht angebracht auf Veganern herumzuprügeln, nur weil sie eine andere Lebensphilosophie haben. Was aber gar nicht geht, ist der Absolutheitsanspruch, den sie erheben und die Art und Weise, insbesondere die Rhetorik, mit der sie andere zur Durchsetzung ihrer fundamentalistischen Ideologie diskreditieren. Hier von Friedensbewegung zu sprechen halte ich für höchst unangemessen.
    Ich muss mich widerholen: Wenn man das unendliche Leid von Lebewesen durch menschliches Handeln so hoch bewertet, wie kann man dann das Leid anderer Lebewesen vollkommen ignorieren. Hier wird doch willkürlich ein Strich zwischen Fauna und Flora gezogen. Vielleicht sind Planzen die wesentlich „wertvolleren“ Mitgeschöpfe. Wer weiß das schon. Bei logischer Betrachtung (wobei bei diesem Thema Logik wohl keine Rolle zu spielen hat) dürfte man sich vielleicht noch von Erde und Steinen ernähren.

    +4
    • D. Thrum sagt

      Auch als eingefleischter (hah) Pflanzenrechtaktivist sollte man auf eine Vegane ernährung umsteigen. So gehn nämlich weitaus weniger Pflanzen drauf.

      Es geht ja nicht darum, nie mehr wieder ein Tier zu töten, sondern halt um wieder ein bisschen zur Besinnung zu kommen und halt Leid so sehr zu mindern, wie es halt praktikabel ist. Weniger ist manchmal mehr. Klar gehört der Tod zum Leben, aber nur weil Leute durch Autounfälle sterben, heisst es ja nicht, dass ich deswegen mit dem Auto durch die Fussgängerzone fahren soll.
      Ich kann sehr gut und gesund vegan leben. Wozu also zusätzlich jährlich 800 000 Rinder, 1,5 Millionen Schweine (die man praktisch nirgends sieht), 110 Millionen Hühner (sieht man auch selten) und unzählige Fische über mehrere Wochen/Monate grossziehen und töten, was 70% der gesamten Anbaufläche (alle Zahlen aus der Schweiz) plus zig tausend Tonnen Soya aus Südamerika etc benötigt, was eine immense Umweltbelastung ist (und auch ein immenses Tierleid verursacht) – wenn es nicht nötig ist? Und hier wird von Feldmäusen, Pflanzen und von ahnungslosen Stadtveganern geredet um diese ganze Problematik irgendwie abzuwiegeln. So dass man auch ja nichts ändern, oder irgendwie an die Zukunft denken muss. Irgendwie traurig.

      +4
  14. Flora sagt

    Liebe Astrid,
    ich möchte nur kurz auf deine Argumente bezüglich Enthornung, Kastration, etc… eingehen.
    Ich, selbst ein “Stadtmensch“, habe da ich einen Tierarzt als Vater habe und auf eine landwirtschaftliche Schule gegangen bin, die von dir erwähnten Szenarien live miterlebt und kann dir vielleicht ein paar Einblicke hinter die Kulissen geben.
    Weil du das Thema Narkosen angeschnitten hast.
    Ja, Narkosen sind nicht billig. Abgesehen davon ist es auch noch ein sehr umstrittenes Thema unter Landtierärzten, ob es nicht Stressfreier für zb. Ferkel ist, sie ohne Betäubung durchzuführen, weil die Einschlaf-und Aufwachphase eine sehr ruhige Umgebung braucht, die es im Stall meistens nicht gibt. Mein Vater hat mir auch erzählt, dass die Kastration bei Frischlingen ein sehr kurzer Vorgang ist, die Ferkel kurz quieken und sofort wieder zu ihren Geschwistern dürfen, was sie beruhigt.
    Noch dazu ist eine Narkose in diesem Alter physisch sehr belastend.
    Die Enthornungen, die ich erlebt habe, wurden nicht mit Säure gemacht, die zu aggressiv für das umliegende Gewebe sein könnte, sondern mit Hitze, um eine Infektionsgefahr der Hornansätze zu vermeiden.
    Warum wird das überhaupt gemacht? Weil Tiere, die im Stall leben (sei es auch nur in der Nacht, nach dem tägl. Weidegang) sich oft unabsichtlich gegenseitig verletzen und das ihnen Schmerzen bereiten könnte und sie eventuell Antibiotika bräuchten, was der Konsument und der Bauer nicht wollen. Das selbe gilt für Schnäbel und Schwänze.
    Solche Szenarien könnte man vermeiden, wenn die Ställe größer wären und die Tiere ständigen Auslauf hätten. Ich denke jeder Bauer, der könnte würde seinen Tieren das ermöglichen wollen. Die “bösen“ Bauern haben auch keinen 9 to 5 Job sondern sind den ganzen Tag für ihren Betrieb, ihre Tiere da und arbeiten hart.
    Für diese harte Arbeit bekommen sie so gut wie kein Geld, weil der Konsument nur einen Spottpreis für die harte Arbeit von Landwirt und Tieren zahlen will/kann.
    Die Förderungen, die vom Staat/Land kommen reichen gerade für das Notwendigste. Das heißt diese Verbesserungen für Stall/Auslauf etc. sind nicht nur Gewinn-minimierend, sondern können auch Existenzgefährdend sein. Wenn dir wirklich was an den Tieren liegt solltest du nicht die Bauern beschuldigen und für neue Regelungen petitieren, sondern dich dafür einsetzen, dass die Bauern für diese Erneuerungen mehr Förderungen bekommen und dich für eine Anhebung der Milch-/Fleisch-/Eier-/etc…Preise einsetzen und dass wirklich die Bauern von dieser Erhöhung profitieren und nicht die Vermarkter.
    Den Konsum landwirtschaftlicher Produkte werden Veganer nicht nicht stoppen, also sollte man gemeinsam MIT Landwirten und nicht GEGEN sie in eine Richtung arbeiten. Landwirte sind keine Sadisten, sondern Menschen, die ihr Leben ihren Beruf widmen. Wenn sie dann ihre “Mitarbeiter“, die Tiere glücklich sehen, macht ihnen das auch Freude.
    Wir als Konsumenten haben es in der Hand dieses Idealbild zu ermöglichen!

    +26
  15. AdT sagt

    „Anders ausgedrückt: Die eigentliche Dynamik, die dazu führt, dass Menschen Vegetarier oder gar Veganer werden, ist die Bevölkerungsdichte. Sie erst bringt den Wunsch hervor, etwas gegen reales oder angebliches Tierleid zu tun.“

    Koinzidenz beweist Kausalität? Aha. Leben auf dem Land wirklich weniger Veganer? Vielleicht.

    Generell entwickeln sich kulturelle Impulse hauptsächlich in kulturellen Zentren, großen Städten, und strahlen von dort aus. Das ist auch am Veganismus zu beobachten. Die großen „Veganhauptstädte“ der westlichen Welt sind Berlin, New York, London. Mein Geheimtipp: Lissabon. Darüber hinaus verfügen auch (kleinere) Studentenstädte über erstklassige Angebote.

    Jeder ist gegen Intensivtierhaltung, aber einige ziehen die Konsequenzen daraus. Das fällt in der Stadt leichter als auf dem Dorf, wo es beim Fest der freiwilligen Feuerwehr nicht einmal Pommes gibt und vielleicht auch das Konformitätsbedürfnis ein anderes ist.

    Besuchen Sie ein veganes Restaurant, probieren Sie das Essen aus und sprechen mit Leuten dort (sind aber nicht unbedingt alle Veganer dort). Dann können Sie sich immer noch an irgendwelchen Thesen versuchen, die dann aber kaum abfällig ausfallen werden.

    Auch ich hatte übrigens Vorurteile gegen Veganer als ich mich schon längst der veganen Ernährung aus eigenen Überlegungen zugewandt hatte. Ich erfuhr später aber, dass ich nicht der einzige ach so unverkrampfte Veganer bin, der seine Lebenseinstellung niemals einem Inuit aufzwingen würde. 😉

    +7
    • Mark sagt

      „Jeder ist gegen Intensivtierhaltung …“ das ist eine unbewiesene Hypothese, Ihre gesamte Agrumentationskette ist auf Sand gebaut.

      +6
    • Veganes Restaurant besuchen habe ich schon gemacht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass vegane Ernährung eine neue Form der mittelalterlichen Selbstkasteiungs- und Busspraktik sein muss.

      Nein, im Ernst: es gibt natürlich vegane Gerichte, die lecker schmecken. Ratatouille mit frischem Baguette beispielsweise. Oder Mangold-Curry mit roten Linsen.

      Es ist meiner Ansicht nach nur keine Ernährung für jeden Tag. Ab und zu kann man schon mal vegan essen. So wie man ab und zu auch mal Fleisch essen kann. 🙂

      +4
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ein Fest der Feuerwehr ohne Pommes?

      Sollen die Kids verhungern?

      Das einzige vegane Restaurant ist insolvent, deshalb habe ich heute zuhause vegan gegessen, einen Salat mit Pommes und Schnitzel. 😉

      +4
  16. Stadtmensch sagt

    Erstens:
    Die „Massen“ sind vor 250 Jahren nicht freiwillig in die Städte gegangen, weil das Leben dort so viel angenehmer war. Die Industrialisierung, die mit der Nutzung fossiler Energie einsetzte, trieb die Menschen quasi in die Städte, weil ihnen das Land weggenommen wurde (vgl. Karl Polanyi, „Great Transformation“) und weil die Herrschenden ihre Fabriken mit Personal bestücken mussten. Ich will die Vorzüge, die mit dieser neuen Lebensweise für die „Wirkmächtigkeit“ des Menschen entstanden sind, nicht in Abrede stellen, aber es ist meiner Meinung nach kein Modell für den gesamten Planeten. Seit 3 Jahrzehnten findet weltweit eine „Verslumung“ basierend auf den gleichen Prinzipen wie hier damals bei uns statt.

    Zweitens:
    Wir nutzen die Tiere bis über die Grenzen ihrer physiologischen Leistungsfähigkeit aus.
    Spätfolgen dieser Haltungsbedingungen spielen keine Rolle, da das Tier eh nicht alt wird.
    Das ist ethisch betrachtet seit sehr langer Zeit verwerflich: „Lieber ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochs mit Hass“.
    Das Leben macht einfach mehr Spaß, wenn man seine Prinzipien hat. Nur der „stumpfe“ Utilitarist treibt die Nützlichkeit bis in ihr Gegenteil (praktische Entsprechung: Labmagenverdrehung)
    Über den Vergleich der Energiebilanz von intensiver vs. extensiver Tierhaltung müssen wir wahrscheinlich noch lange diskutieren.

    Drittens:
    Medizinische Erkenntnisse legen für den gemeinen Büromenschen eine energiereduzierte Ernährung auf Pflanzenbasis nahe (s. Michael Greger u.v.a.).

    Viertens:
    Wer von seinem Fenster auf einen Acker schauen kann und kein Bauer ist, hat höchstwahrscheinlich dazu beigetragen, gutes Ackerland zu zerstören.
    Wenn hier kein Ausgleich durch intensives Engagement bei der „Weltrettung“ erfolgt,…
    ist das alles so hohl, selbstgerecht, unperfekt… menschlich eben.

    +3
    • Erstens:
      „Die Massen sind vor 250 Jahren nicht freiwillig in die Städte gegangen …“
      Das ist richtig! Es geht hier auch nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, die Dynamik sichtbar zu machen, die uns an den Punkt gebracht hat, wo wir heute stehen. Im Zentrum unserer menschlichen Entwicklung steht seit der Bronzezeit ein Mechanismus, den man als „militärisch-industrieller Komplex“ bezeichnen kann (hierzu Scheidler: Das Ende der Megamaschine). Scheidler greift meiner Ansicht nach jedoch zu kurz. Das Kernproblem besteht darin, dass wir als Menschen eine Symbiose mit dem Feuer und den daraus entstehenden Techniken eingegangen sind. Vor 250 Jahren sind wir da nur in eine neue Phase eingetreten, die mit der Entwicklung des Verbrennungsmotors eskaliert ist.

      Zweitens:
      „Wir nutzen die Tiere bis weit über die Grenzen ihrer physiologischen Leistungsfähigkeit aus …“
      Über diesen Punkt mit Tierhaltern eine offene Diskussion zu führen, ist sinnvoll. Es wäre m.E. wichtig, Vorstellungen von Nicht-Tierhaltern und Tierhaltern miteinander abzugleichen und sich hier auszutauschen, konkret zu werden und nicht nur im abstrakten Raum hängenzubleiben.

      Aber er ist auch notwendig, darüber zu diskutieren, in welcher Weise wachsende Menschenmassen und Verstädterung Druck auf die Lebensmittelerzeuger ausüben.

      Drittens:
      Dass bei unserer heutigen Lebensweise für die meisten eine energiereduzierte Ernährung angebracht ist, habe ich erwähnt. Dieses Thema überschneidet sich mit Punkt zwei, dahingehend, dass die Produktion nicht weiter gesteigert werden muss, dafür aber zu entsprechenden Preisen qualitativ bessere Lebensmittel erzeugt werden. Neulich habe ich bspw. gelesen, dass mit Milch von Kühen, die ausschließlich mit Gras und Heu ernährt werden, qualitativ höherwertiger Käse gemacht werden kann.

      Viertens:
      Gegen intensives Engagement ist ja nichts zu sagen. Aber es kommt doch wesentlich drauf an, in welcher Weise man sich engagiert. Und da helfen eben offene Diskussionen weiter.

      +4
      • Stadtmensch sagt

        Fabian Scheidler – DAS ENDE DER MEGAMASCHINE, Geschichte einer scheiternden Zivilisation, ISBN 978-3-85371-384-6, br., 272 Seiten

        …steht schon ewig auf meiner Leseliste 😉
        Die Rezensionsecke hier bei Bauer Willi wird kommen…
        Momentan „muss“ ich mich aber noch durch die Geschichte der deutschen LW wühlen (das war nicht „geplant“)

        +2
    • AdT sagt

      Zu 3.
      Achtung, vegane Ernährung ist in der Regel sehr kohlenhydratreich, da die Basis Getreideprodukte sind, die aber auch einen beachtlichen Proteingehalt haben. Betätigen Sie sich körperlich viel und essen entsprechend mehr, brauchen Sie sich als Veganer keine Gedanken mehr um (weiteres) Protein zu machen, konkret um den Verzehr von Hülsenfrüchten. Denn der Proteinbedarf wächst zum Energiebedarf unterproportional. Hier liegt häufig ein Denkfehler bzw. eine Wissenslücke. 🙂
      So umgesetzt, liefert veganes Essen richtig Power. Also so viel Kohlenhydrate (im Rahmen des Bedarfs) wie möglich und so viel Protein wie nötig. Daher essen Leistungssportler aus sportlichen Gründen nicht so viel Fleisch wie viele annehmen. Immer mehr werden auch vegan.

      +2
      • Es geht nicht um die Proteine, sondern um die essenziellen Aminosäuren, also die Bausteine von Proteinen. Es ist richtig, dass alle für uns notwendigen Aminosäuren in pflanzlicher Nahrung vorkommen, aber man muss wissen, wie man die Lebensmittel dann jeweils miteinander kombinieren muss, und das ist alles andere als einfach.

        Das schwächste Glied in der Kette entscheidet darüber, ob die ganze Kette funktioniert. Wenn auch nur eine Aminosäure ungenügend aufgebaut wird, kann der Körper seine Proteine nicht synthetisieren. Da die Natur große Puffer einbaut, kann eine Fehlernährung durchaus auch ein paar Jahre lang funktionieren, bevor sich der Mangel zeigt.

        +3
        • AdT sagt

          Vollkommen richtig. Es zählen die essentiellen Aminosäuren, und es gilt das Gesetz des Minimums. Die empfohlenen Proteinmenge (nach DGE, USDA, WHO) beträgt 0,8 g/kg Körpergewicht. Da wird nicht nach einzelnen Aminosäuren unterschieden, weil Sicherheitszuschläge für Proteine mit geringerer biologischer Wertigkeit bereits enthalten sind. Sobald man die Gefahren kennt, sind sie auch schon gebannt. Vegan ist im Grunde sehr einfach. Krasse Fälle, über die gelegentlich berichtet wird, haben mit Problemen der Lebensführung und psychischen oder kognitiven Defiziten zu tun. Man kann sich auch mit Hack fehlernähren.

          +3
          • Schon im Vegetarismus müssen bei derselben Mahlzeit Hülsenfrüchte mit Getreide oder Reis kombiniert werden. In Indien, wo man mit dem Vegetarismus am meisten Erfahrung hat, hat sich eine Küche herausgebildet, bei der als Hauptmahlzeit viele kleine Gerichte gereicht werden. Man bekommt ein großes Tablett mit lauter kleinen Schüsselchen drauf oder, wenn alle am Tisch essen, wird der Tisch mit einer erstaunlich großen Zahl von Töpfen bestückt. Und das ist richtig aufwändig. Es gibt eine Art Frischkäse, und es wird mit Sahne und dem unerlässlichen Ghee gekocht. Als Getränk Lassi, ein Joghurt-Drink und Chai, mit Milch aufgekochter Schwarztee.

            In den Städten hat sich ein ulkiges Kuriersystem herausgebildet, wo ein Netz von Kurieren die von den Frauen frisch gekochten Mahlzeiten zu den Männern ins Büro bringt.

            Nein, ganz so einfach ist das nicht, wie Sie behaupten.

            +2
            • AdT sagt

              Wie kommen Sie denn darauf? In derselben Mahlzeit kombinieren. Das ist einfach falsch. Dann ginge auch das „Konzept Sonntagsbraten“ nicht auf.

              0
            • Wenn man Fleisch isst, muss man nicht kombinieren. Es reicht schon, wenn man ein- oder zweimal Fleisch oder Fisch in der Woche isst.

              Bei vegetarischer Ernährung muss man kombinieren, weil die essenziellen Aminosäuren auf verschiedene pflanzliche Produkte verteilt sind. Was man beim Fleisch in einem Haps bekommt, muss man bei pflanzlicher Ernährung gezielt zusammensetzen.
              So ist zumindest meine Information.

              +2
            • Mark sagt

              „Dann ginge auch das „Konzept Sonntagsbraten“ nicht auf.“ Welche Vorstellung haben Sie eigentlich vom „Konzept Sonntagsbraten“? Er ist der Welt entrückt …

              0
            • AdT sagt

              Herr Finger, Sie müssen „Fakten“ nicht aus indischen Esstraditionen ableiten. Dazu sind auch deutsche Essgewohnheiten kein taugliches Mittel.

              Im Folgenden die biologische Wertigkeit einiger pflazlicher Erzeugnisse, die bei keinem = 0 (unvollständiges Protein) ist, sondern mindestens über 50. Die Ernährungswissenschaft geht mit Sicherheitsbeiwerten von einem Bedarf an Proteinen mit biologischer Wertigkeit = 100 von 0,4 g/kg Körpergewicht aus. Aufgrund geringerer biologischer Wertigkeit pflanzlicher Proteine wird daher der doppelte Wert als Empfehlung ausgegeben: 0,8 g/kg Körpergewicht. Seien Sie doch bitte zumindest offen für anerkannte wissenschaftliche Befunde.

              84–86 Soja
              81 Reis
              76 Kartoffeln
              76-83 Roggenmehl (82 % Ausmahlung) 76–83
              72 Bohnen
              72 Mais
              60 Hafer
              56-59 Weizenmehl (83 % Ausmahlung).

              Durch Kombination sind Werte bis oder über 100 möglich. Herrscht also Nahrungsknappheit, ist eine Kombination sehr klug. Dann kann die Proteinmenge halbiert werden (0,4 g/kg Körpergewicht).

              +1
            • Erfahrungswissen toppt theoretisches Wissen. Und es ist nun mal so, dass die Inder mit vegetarischer Ernährung seit Jahrtausenden die meiste Erfahrung haben.

              +1
    • Sergej sagt

      Zitat: „Was für ein unsinniges Geschwurbel.“

      Darf ich tippen, rebecca ist eine sog. „tolerante“ Veganerin?

      +1
      • rebecca sagt

        Sergej , nein mit Veganern und Vegetariern hab ich nicht viel zu tun.

        Darum gehts auch nicht, sondern um den Unsinn und die Gräben die durch solches sinnloses Geschreibsel gezogen werden.

        Beispiel?

        1. Zitat: “ Zwischen Bevölkerungsdichte und fleischloser Ernährung gibt es einen Zusammenhang:
        Auf einer Fläche von 633.000 km² leben in Frankreich 67 Millionen Menschen, also 103 EW/km². In Deutschland leben auf 357.000 km² 82 Millionen, das sind 230 EW/km². In Deutschland ist die Bevölkerungsdichte mehr als doppelt so hoch. In Frankreich sind 2% der Bevölkerung Vegetarier oder Veganer. In Deutschland sind es 4%, der Vegetarierbund geht sogar von 9% aus.“
        #####

        Die Flächen und Einwohnerzahlen mögen stimmen. Aber das war es auch schon. In Frankreich gibt es eine ganz andere Ess und Lebenskultur als in Deutschland. Da haben es vegane Ersatzprodukte schwer, bzw veganes Leben erfordert wesentlich mehr Verzicht. Auch gesellschaftlich haben es Veganer schwer weil gemeinsames Essen, speziell das Abendesse in Frankreich einen ganz anderen Stellenwert hat als in Deutschland.

        2 Zitat „Wo Menschen dicht gedrängt zusammenleben, gerät plötzlich die Massentierhaltung ins Visier. Was in der eigenen Lebensweise nicht thematisiert wird, nämlich die Vermassung, wird beim Nutztier auf einmal zum Problem. Denn es ist ja vor allem die Intensivtierhaltung, die dem Veganer ein Dorn im Auge ist. Das ist eigentlich seltsam, da die meisten Stadtbewohner ja gerne geballt auf einem Haufen zusammenleben.“

        Ebenfalls völliger Unsinn. Wie bekloppt muss jemand sein um Intensivtierhaltung mit dem zusammenleben in Großstädten zu vergleichen?
        Mal davon ab das es schwer würde einen Stadtbewohner zu finden der es geil findet das viele auf engem Raum wohnen. Es sind eher die Annehmlichkeiten die Ballungsgebiete bieten. Das beginnt beim Takt des ÖPNV und hört noch lange nicht mit Arbeitsmöglichkeiten, Kultur und Unterhaltungsangeboten auf. Was haben diese Gründe mit Massentierhaltung zu tun?
        #####

        3.Zitat „Sag mir, wo Du wohnst, und ich sag Dir, wer Du bist

        Man kann davon ausgehen, dass jeder Mensch, wenn er die Möglichkeit dazu hat, sich das Umfeld wählt, wo er sich am wohlsten fühlt. Deshalb kann man den Schluss ziehen, dass der Stadtbewohner Steinwüsten und Glasbauten einem Acker, einer Wiese oder einem Wald vorzieht. Natur liebt er als kümmerlichen Alleebaum in einer Einkaufsstraße, als Blumen in Pötten, als hübsch begrenzten Park mit ein paar Springbrunnen drin. Er liebt die Natur nicht um ihrer selbst willen, sondern als Kulisse, um darin spazierenzugehen oder Fahrrad zu fahren. Und wahrscheinlich liebt er Natur am meisten als Dokumentarfilm im Fernsehen.

        Dasselbe wie für den Wohnort gilt auch für den Beruf. Der Büromensch liebt antistatische Filzböden, Bildschirme und Tastaturen mehr als Erde, Traktor oder Schweinestall. Würde er die Erde, den Traktor und die Schweine lieben, hätte er versucht, sich eine Existenz als Bauer oder doch wenigstens als Gärtner aufzubauen. Das ist nämlich möglich, wenn man wirklich will.“

        ####
        Gehts noch platter? Noch vorurteilsbehafteter und dämlicher?
        Ich hab erst gedacht das ist als verunglückte Satire gedacht. Aber nee, der meint das ernst.
        Ich staune nur das die vielen Landwirte deren Kinder auf Grund der miesen Arbeitsbedingungen und Zukunftsaussichten in anderen Berufen arbeiten hier nicht massiv Einspruch einlegen.

        4.Zitat: „Dann frage ich mich: Kann eine Millionenstadt denn anders als mit industrieller Landwirtschaft ernährt werden? Bedingen die Millionenstädte auf der einen Seite auf der anderen nicht genau die Landwirtschaft, die wir haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine kleinbäuerliche Struktur aus Bio-Musterhöfen solche Kolosse wie Berlin, Hamburg oder München tatsächlich ernähren kann. Wie soll das gehen?“
        ######

        Wer so etwas fragt, ist offenbar nicht in der Lage über den eigenen (beschränkten) Horizont zu sehen. Es gibt alleine hierzulande so viele Inititativen und engagierte Projekte. Und im Ausland noch viel mehr.

        https://www.bzfe.de/inhalt/urbane-lebensmittelerzeugung-2079.html
        http://www.miufi.org/

        Besonders spannend ist die Entwicklung in Detroit. Da haben sich die angeblich unumgänglichen Handelsketten im Zug der Krise zurückgezogen und die Bewohner mussten neue Wege finden. https://munchies.vice.com/en_us/article/turning-derelict-buildings-into-an-urban-farm-in-detroit

        Reicht das als Begründung weshalb ich auch als nicht-Veganerin das ganze Geschreibsel als völligen Unsinn betrachte?

        +2
  17. Ibo83 sagt

    Wie schon einst Mahatma Gandhi sagte:
    „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
    Nach diesem Prinzip gehen mittlerweile Antiveganer zu Werken aber seid euch das Gewiss: jede(r) VeganerIn (VegetarierIn) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Welt ein bisschen besser zu machen und das Leid von Tieren zu minimieren bzw. zu bekämpfen.

    +8
  18. Astrid sagt

    Vegan lebende Menschen müssen sterben, weil sie ja kein Leid erzeugen wollen …
    Es gibt Unterschiede: auch als Veganerin muss ich mich nicht umbringen lassen, wenn ich es verhindern kann … Es geht um vermeidbares Leid …
    Wir brauchen heute nicht mehr töten und misshandeln und abschlachten, schreddern, um gut zu leben …
    Wir können es lassen … wir töten nur noch aus Geldgier und Bquemlichkeit und Mitgefühllosigkeit …

    +6
    • Warum eine geschredderte Maus auf dem Acker weniger Leid als ein geschreddertes Küken bedeutet, müssen Sie mir aber mal erklären. Sowohl die Maus wie das Küken sterben gewaltsam, ohne dass sie im menschlichen Nahrungskreislauf Verwendung finden.
      Mäuse-Schreddern gehört meiner Ansicht nach in dieselbe Kategorie wie Küken-Schreddern. Und darüber kann man schon diskutieren.

      Wieso nehmen Sie die geschredderten Mäuse ungerührt in Kauf, die dann von uns Menschen noch nicht mal gegessen werden, während Sie die Tötung von Tieren, die dann uns Menschen am Leben erhalten, konsequent verdammen? Getötete Tiere erhalten uns Menschen am Leben, und Schnitzel, Wurst und Hühnersuppe bereiten zudem noch Genuss: so ist das Tier wenigstens nicht umsonst gestorben, wie das bei den Mäusen der Fall ist.

      Warum eine geschredderte Maus auf dem Acker weniger Leid erzeugt als eine beklaute Biene oder eine gemolkene Kuh, verstehe ich schon zweimal nicht. Das müssen Sie mir ebenfalls erklären.

      Finden Sie nicht, dass Ihre Definition von Leid etwas sehr willkürlich ist?

      Und nein, es sind nicht nur ein paar Mäuse. Es sind sehr, sehr viele. Häufig sogar Mäusenester mit Jungen drin.

      +7
      • bauerhans sagt

        wenn ich aufem acker grubbere d.h. etwa den boden 15 bis 20cm durchreisse und mische,sind sämtliche bussarde,störche (ok,wir haben nur 2 hier) krähen aus meinem dicht besiedelten umkreis direkt auf 5m distanz neben und hinter dem gerät und halten mahlzeit!
        die mäuse rennen dann um ihr leben,also nix mit schreddern,die störche sind schneller!

        +2
        • Bauer Willi sagt

          Wie, sind die Bussarde und Störche etwa nicht vegan? Bei uns kommen noch Möwen und Krähen dazu. Die haben dann Kirmes. Aber solche Wahrheiten sind nix für Astrid…
          Bauer Willi

          +3
      • D. Thrum sagt

        Wieso muss man das eigentlich erklären? Auch in einen Gericht fällt ein vorsätzlicher Mord schlimmer aus, als einer durch Unfall. Der Tod der Feldmaus ist tragisch, aber passiert halt. Das Kükenschreddern dagegen ist einkalkuliert und pure Absicht. Hier gehts ja vor allem ums Geld. Zumal ja auch absolut unnötig (wir müssen ja keine Eier essen – schon gar nicht in dem Masse, wie wir es heute tun).

        Mal davon abgesehen, dass die ganzen Tiere, die wir essen und benutzen ja ebenfalls essen müssen. Für den Veganer gehen unterm Strich weitaus weniger Feldmäuse drauf, als für den Fleischesser, denn ein Veganer benötigt eine 8-16 mal kleinere Fläche zum leben als ein Fleischesser. Darum gehts doch. Ich finde es irgendwie komisch, dass das so schwierig zu verstehen ist, wenn Leute dieses ’nach mir die Sintflut‘ Gehabe nicht mehr so akzeptabel finden. Klar, tierische Produkte sind lecker, aber sie haben auch immense Kosten, die nun halt mehr Menschen bewusst werden.

        Dass Veganer häufiger in Städten zu finden sind, ist doch auch irgendwie logisch, oder nicht? Ideen verbreiten sich da durch die höhere Bevölkerungsdichte halt auch schneller. Nicht, dass der Veganismus jetzt so eine wahnsinnig neue Idee ist (Pythagoras anyone?), aber mit der ganzen Umweltschutzthematik/Klimawandel wurde er nun halt populärer.

        Das menschliche Gehirn ist übrigens auch nicht durch Fleischkonsum gewachsen (sonst wären ja alle Karnivoren richtige Einsteins), sondern durch die Entdeckung des Feuers (bzw. dem Kochen). Aber das nur so nebenbei. 😉

        +11
        • Es wird Zeit, dass wir uns mal über den Begriff „Leid“ unterhalten. Sind Sie damit einverstanden, wenn ich sage, dass Leid mit Eintritt des Todes aufhört?

          In der freien Wildbahn lebt ein Tier im Durchschnitt etwa 1/4 seiner Lebenszeit aus. Das heißt, in der Natur gibt es kaum kranke, sieche, altersschwache, verletzte, also „leidende“
          Tiere. Wenn ein Tier gejagt wird, steht es unter Adrenalin. Wenn es getötet wird, werden zudem Endorphine ausgeschüttet.

          Dass ein Tier zur Beute (Nahrung) eines anderen wird, ist also ein Mechanismus, der sehr viel Leid VERHINDERT. Ich will das Töten nicht schön reden, aber die damit verbundenen Vorstellungen sind weitgehend schlichtweg falsch.

          In der Tierhaltung wird der natürliche Tod, so gut es geht, simuliert. Nutztiere leben ebenfalls nicht ihre volle Lebenszeit aus. Die Tiere werden nicht gejagt, dafür werden sie, um den Schmerz und die Angst zu mindern, betäubt.

          Leid entsteht durch Krankheit, Siechtum, Alterschwäche, Verletzung, Angst, Entsetzen, Hunger und Durst.

          Wir Menschen gehen soweit, dass wir die normale Lebenszeit mit Hilfe der Medizin sogar verlängern. Das heißt, wir Menschen erzeugen sehr viel Leid. Jeder alte Mensch hat in der Tat einen Leidensweg hinter sich. Trotzdem will jeder Mensch leben, solange es nur irgendwie geht. Das heißt, der Mensch zieht ein leidvolles Leben einem leidfreiem Leben vor.

          Weiter unten steht in einem Kommentar, dass Nutztiere lieber ein kurzes Leben als gar kein Leben bevorzugen. Und das tun sie in der Tat, denn sonst würde Tierhaltung überhaupt nicht funktionieren, sondern die Tiere würden eingehen. Leben will sein, und alles, was irgend möglich ist, will leben.

          Und jetzt frage ich Sie: Wo ist das Leid angesiedelt, das beim Schlachten entsteht?

          Antwort: Das Leid ist in der angeborenen Tötungshemmung im Menschen angesiedelt. Und das macht durchaus Sinn, weil auf diese Weise verhindert wird oder zumindest verhindert werden sollte, dass Tiere einfach so getötet werden, ohne dass sie als Nahrung dem Leben dienen.

          Das Leid, von dem Sie reden, ist also in Ihnen angesiedelt, nicht im Tier. Es sind Sie, der das Leid nicht aushält. Damit aber stellen Sie sich gegen den natürlichen Ablauf. Sie halten nicht aus, was Ihnen von der Natur aus zugemutet wird. Und deshalb lehnen Sie sich als Veganer gegen die Natur auf.
          Und eben gerad nicht der Landwirt, dem Sie das unterstellen.

          Wie ich weiter unten schon mal gesagt habe: Die Schmerzen, die die Natur bei der Geburt zumutet, sind wesentlich größer und dauern entschieden länger. Und trotzdem freuen sich die Menschen sogar über ein Baby.

          Es ist an der Zeit, dass die Etiketten mal richtig verteilt werden. Die Veganer sind nicht FÜR die Natur, sie sind GEGEN die Natur. Das können Sie gerne sein, aber dann stehen Sie bitte auch dazu und segeln nicht unter „falscher Flagge“ als Naturfreund und Tierliebhaber. Die sind nämlich woanders zu finden, beispielsweise im Schweinestall oder auf der Weide. Was sich unter anderem auch daran zeigt, dass die wenigsten Tiere Angst vor dem Bauern haben.

          PS: Unsere Vorfahren haben vor allem Fleisch gekocht und gebraten. Das hat die Energie bereitsgestellt, die für die Vergrößerung des Gehirnvolumens benötigt wurde. Mit der Nutzung des Feuers wurden sie zu Jägern, die auch große Wildtiere jagten. Gebratenes Fleisch hält länger. 🙂

          +9
          • Pauli sagt

            Respekt! Da nenne ich mal gut formuliert – der Inhalt allerdings wirkt so nach, dass ich mich übergeben könnte! Soviel selbstgerechter Mensch widert mich an!

            0
      • AdT sagt

        Herr Finger, zu Ihrer Schreddermaus-These: Wie viel Getreide, Kartoffeln und Soja entfallen denn auf ein Schnitzel? Merken Sie was? (Lösungshinweis: auch Masttiere brauchen Nahrung).

        +5
        • Andreas Schmid sagt

          Mit 2.5 kg Getreide macht man ein kg Schwein. Wieviel Getreide muss der Mensch essen um ein kg Schwein zu ersetzen?

          0
          • Peter Schmidt sagt

            Sicher sehr viel mehr um täglich 800 Gramm zuzunehmen.

            Wenn es aber darum geht, wieviel Getreide benötigt wird um die Energie eines kgs Schweinefleisch ( ca 2.400 kcal/kg ) durch Getreide ( 3.600 kcal/kg ) zu ersetzen, benötigt man 0,66 kg.
            Hierbei habe ich berücksichtigt, dass bei der Futterverwertung nicht vom Schlachtgewicht ( ca 80 % ) ausgegangen wird.

            In den sog. entwickelten Ländern haben wir bei Fleischreduzierung genügende Ernährungsreserven und könnten es ermöglichen den Nutztieren eine bessere Lebensqualität zu gewährleisten.

            +1
            • Sergej sagt

              Das ist aber eine Milchmädchenrechnung. Man darf sich nicht nur auf die pure Energie konzentrieren, wenn man Lebensmittel A gegen B vergleicht sondern u.a. auf den Anteil und die Zusammensetzung der Proteine und der Mikronährstoffe und Spurenelemente. Zudem darf man nicht vergessen, dass Getreide, wie viele Pflanzen auch, sog. Anti-Nährstoffe beinhalten:

              http://www.urgeschmack.de/was-sind-anti-naehrstoffe/
              http://www.pflanzenforschung.de/de/themen/lexikon/antinaehrstoffe-1484

              Und nicht zu vergessen folgendes:
              „Durch den gleichzeitigen Verzehr von Fleisch und pflanzlichen Lebensmitteln lässt sich die Resorptionsrate des Eisens pflanzlichen Ursprungs verdoppeln [3, 20, 22]. Das liegt an den im Fleisch enthaltenen niedermolekularen Komplexbildnern, darunter die tierischen Proteine, welche qualitativ hochwertiger sind, aufgrund der hohen Zahl wertvoller Aminosäuren, als pflanzliche Eiweiße. Sulfhydrylgruppen-enthaltende Aminosäuren – Methionin, Cystein – begünstigen die Reduktion des dreiwertigen Eisens in die zweiwertige Form, die besser löslich und resorbierbar ist [19, 20, 22]. “

              http://www.vitalstoff-lexikon.de/Spurenelemente/Eisen/

              +1
      • Fred sagt

        … auch Veganer sind direkt oder indirekt auf tierische Produktion angewiesen…
        ohne Bodenlebewesen würde ganz und gar nichts wachsen… ausser ein paar Horsol Kulturen die 100% mit künstlicher Ernährung am leben erhalten werden

        +1
  19. Astrid sagt

    Der Veganismus ist eine weltweite Friedensbewegung. Wenn wir keine Gewalt wollen, müssen -wir- aufhören gewalttätig zu sein, egal gegen wen und egal wie viel Geld dafür wir kriegen oder wie viel es kostet.

    +5
    • Mark sagt

      Zu Ende gedacht ist aus Sicht des Veganismus der Mensch die Wurzel allen Übels auf der Erde. Eigentlich hat der Mensch auf dem Planeten nur Unheil angerichtet und gehört deshalb nicht hier her, er gehört verachtet. Menschenverachtung ist deshalb die Friedensbewegung des Veganismus.

      +9
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Ich glaube Dir ja, dass Veganer friedvoll sind und Frieden wollen. Die Analyse zeigt aber, woher dieser Wunsch-Veganismus kommt und welche Konsequenzen der Wunsch hat. Stell Dir doch mal vor, was alles geschehen würde, wenn tatsächlich der Wunsch-Veganismus zur geltenden Staatsform würde. Wenn es ein generelles Tierhaltungs- und Tiernutzungsverbot gäbe. Tolerierst Du Mäuse und anderes Ungeziefer in Deiner Wohnung?

      +7
      • rebecca sagt

        Was hat ein Tierhaltungs und Tiernutzungsverbot mit dem tolerieren von Mäusen und Ungeziefer in der Wohnung zu tun?

        0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Veganer friedvoll ?

        Vor Jahren, als die BSE Krise so richtig hochgekocht wurde, drohten sie in einem Forum eines bekannten Magazines einem Allgäuer Landwirt, einem hier schreibendem User und mir an, unsere Ställe leerzuräumen. Na ja, bei mir wären die nicht fündig geworden, den anderen zwei war es nicht Wohl zu mute.

        +2
    • Inga sagt

      Aber Hunger und Nahrungsmittelknappheit führt auch zu Gewalt.

      Die muß ganz schön verwaltet und verteilt werden.
      Und,
      der Erzeuger darf nicht der „Buhmann“ sein, wenn alles friedlich abgehen soll!

      Es darf nicht auf ihn geschimpft werden, nur weil die Masse keine Bezeihung und Ahnung mehr von der Herstellung hat, und deswegen misstrauisch wird und unmögliche Sachen glaubt und behauptet!.

      Sie soll sich lieber mal die Mühe machen und erforschen, wieviel Energie, Mühe und Umweltbelastungen in den weggeschmissen Lebensmittelstreckt!!!

      0
    • Ein interessanter Ansatz, Frieden zu schaffen, indem man anderen Leuten erstmal Geldgier, Brutalität, Mitleidlosigkeit und Abgestumpftheit vorwirft. 🙂

      +8
    • Max Lehmann sagt

      Die Veganer sind also die aggressiven und nicht die Menschen, die Tieren ihr Leben nehmen? Interessante Logik.

      +6
      • Peter sagt

        Du hast einen Denkfehler, bevor man einem Nutztier das Leben nehmen kann muss man es ihm erst mal geben und auch anschließend erhalten, was mit Kosten und sehr viel Arbeit verbunden ist.
        Und glaub mir wenn du das Tier fragen könntest ob es lieber ein kurzes oder gar kein Leben haben möchte würde es sich mit Sicherheit für das erste entscheiden.

        +1
    • Sergej sagt

      Wenn man sich einige der Kommentare hier so durchliest, dann ist diese Feststellung durchaus richtig.

      +2
    • sorry, gibt es überall in allen *-ismen.
      Ich bewzeichene eine überwiegende Mehrheit der Veganer als friedvolle Menschen, die natürlich ob der Tiermetzelei auch mal zornig werden, aber eben nicht agressiv.

      +1
  20. Astrid sagt

    Die Masse ist nicht das Problem.
    Das Problem ist:
    Nutztierhaltung bedeutet: Kühen die Kälber wegnehmen, betäugungslos kastrieren, Schwänze und Schnäbel abschneiden, die Hörner wegätzen, verstümmeln, nach Möglichkeit betäubungslos, weils billiger ist, einsperren, auch in Ketten, in ihren eigenen Exkrementen, abschlachten, schreddern … Töten bringt Geld … Bauern sind Unternehmer die dieses Geld wollen … und wir leben in einer Gesellschaft die das bezahlt … aber so langsam aufwacht und das zu Recht nicht will, weil es nicht zu ertragen ist, wenn mensch nicht blind und taub ist … oder sich weigert hinzugucken … oder völlig abgestumpft ist …

    +9
    • Eine Geburt bedeutet: entsetzliche Qualen, die sich über Stunden, manchmal sogar Tage hinziehen … Blut … Schleim … Das Ungeborene wird mit Gewalt durch einen viel zu engen Kanal gepresst … die Nabelschnur wird grausam durchgeschnitten und die Verbindung zur Mutter für immer getrennt …. der Damm der Mutter zerreißt und muss genäht werden … danach die blutige Nachgeburt … die Brustentzündungen …. in der Windel liegt das Baby im eigenen Urin und in den eigenen Exkrementen … man pult mit Wattestäbchen in seinen Ohren herum und schneidet seine Fingernägel kurz.

      Und wir leben in einer Gesellschaft, die das auch noch gut findet. Dabei ist eine Geburt nicht zu ertragen, wenn man nicht völlig abgestumpft ist ….

      Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie auch gegen die Geburt sind und diese wegen unzumutbarer Schmerzen abschaffen wollen?

      Wenn man nur sieht, was man sehen will, verzerrt das den Blick. Es ist alles eine Frage der Perspektive.

      +27
      • AdT sagt

        Ich verstehe den Vergleich nicht, bzw. es ist ja gar kein Vergleich. Denn wo ist die Parallele auch nur zu einem der von Astrid genannten Beispiele?

        0
    • bauerhans sagt

      „… aber so langsam aufwacht und das zu Recht nicht will…“

      niemand wacht auf und schon gar nicht,weil er/sie das zu recht nicht will,sondern einige wenige lassen ihren emotionen freien lauf und beschimpfen die landwirtschaft,die bauern,auch gerade jetzt zu wahlkampfszeiten!

      +4
    • Steffen Simmig sagt

      Das sind genau die Kommentare die zeigen mit welchen Unwahrheiten sich Menschen wie du einer populistische Minderheit anschließen die sich weder mit der Wahrheit noch mit dem nötigen Respekt den Leuten die Tag für Tag hart arbeiten um euch zu ernähren auseinander setzt armselig und blind vor selbst Verliebtheit

      +4
    • Gabi G sagt

      Nutztierhaltung ist Natur. Der Mensch ist teil der Natur.
      In der Natur wird von allen Lebewesen untereinander genutzt, geklaut, getötet.
      Tiere, Menschen, Bäume, Pflanzen alle eingeschlossen! Nur Steine sind sehr friedlich 😀

      0
    • Eva-Maria sagt

      Hallo Astrid!
      Die Aufgabe der Bauern ist es, die Menschen mit Nahrung zu versorgen, natürlich will er für diese Arbeit Geld haben.
      Wofür bekommst du das Geld, das du zum Leben brauchst, bzw. von wem bekommst du es?

      Der Beitrag von Marian E. Finger regt zum Nachdenken an!
      Außerdem der Ausspruch: Wir haben Massentierhaltung, seit die Massen keine Tiere halten….

      Veganismus ist eine selbst gefährdende Ernährungsmethode.

      +5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.