Statement
Kommentare 24

Kommunikationsfähig…??

Eine Aussage, die zum Nachdenken anregt und auch auf den Agrarbereich zutreffen könnte. Angefangen beim eigenen Betrieb bis hin zu Firmen und Organisationen. Größe allein ist halt doch nicht alles…

Gepostet von Sabine Asgodom am Donnerstag, 7. Juli 2016

(Aufrufe 469 gesamt, 1 heute)

24 Kommentare

  1. Der Brandenburgbauer sagt

    Hallo Willi, deinem Werbespot von Frau Asgodom muss ich deutlich wieder sprechen.
    Es werden die Erfolg haben, die die Situation intelligente meistern. Und die unter Ihren Bedingungen die Situation den Gegebenheiten anpassen.
    Und unter diesen Bedingungen, der Gesellschaft das Gefühl geben mit Ihr kommunizieren bereit sind.

  2. Friedrich sagt

    Schw.-Piet + Anwalt der Tiere. Hatte immer 0,79 m2/Mastschwein. Heute 0.89 m2/M-Schwein. Gesetz ist 0,75 m2/Mastschwein. Bei mir ist zwar die Schwanzbeißerei mit mehr Platz nicht besser geworden , aber die Qualität (Magerfleisch) und die Futterverwertung ist erheblich besser geworden. Das hat fast 10 Euro/Mastschwein gebracht.
    Und das , obwohl ich auch schon vorher über 900 gramm Tageszunahmen hatte. Bei sehr hohen Schweinepreisen mag das anders aussehen ,aber bei den Preisen der letzten zwei Jahre
    ist eine andere Rechnung angesagt.

  3. Anwalt der Tiere sagt

    Kleine Tierhaltungsbetriebe können kommunizieren, dass
    – bei Vogelgrippe oder Schweinepest in ihrem Bestand weniger Tiere gekeult werden müssen,
    – geringere Mengen Antibiotika “metaphylaktisch” zum Einsatz kommen,
    – die Bildung multiresistenter Keime und
    – der Ausbruch einer neuen Spanischen Grippe unwahrscheinlicher sind.

    Das ist nicht nichts.

  4. Schweinebauer Piet sagt

    Die Aussage würde ich so nicht unterschreiben, denn wenn mein nachbar kommunizieŕt und die Schweinebuchten nur halb voll macht und der andere Nachbar überbelegt und 50 % mehr Gewinn macht, wird er eher überleben! !!

    • Anwalt der Tiere sagt

      50 % überbelegen = 0,5 qm pro Schwein.

      Aber der Bauer hat doch ein Interesse daran, dass es seinen Tieren gut geht. Sonst merkt das der Verbraucher doch sofort am Fleisch.

    • Alois Wohlfahrt sagt

      wenn aber der “Mehrkommunizierer” damit eine Eigenmarke aufbaut und dabei Kundenorientierung lernt und so zu mehr Selbstbewusstsein und Unternehmertum kommt, dann wird er glücklicher sein, mehr Geld haben und der Betrieb wird eine Zukunft haben. Überleben werden beide.

  5. Friedrich sagt

    Silke Augst. Genauso sehe ich das auch. Die Landwirte arbeiten zuviel und denken zu wenig.
    Ich habe mir zu Beginn meiner Wirtschaftszeit vorgenommen nur soviel zu arbeiten , daß ich noch genug Zeit zum Denken habe. Im Büro habe ich immer mehr verdient , als mit der Hände Arbeit. Man muß nur auf das richtige Verhältnis achten. Ich habe immer mehrere Berater gehabt die uns auf dem Laufenden gehalten haben , aber die Teilnahme in Arbeitskreisen ( Unternehmensführung,Ackerbau, Schweinehaltung) haben uns am meisten vorangebracht. Leider habe ich sehr viel Geld verdient durch Kontrolle von Betrügereien.
    Unsere Betriebslieferanten, aber auch Berufskollegen sind da leider nicht zimperlich. Von falschen Abr echnungen ,über Gewichtsdifferenzen,Inhaltstoffe und einfach Diebstahl habe ich alles erlebt. Da wird der Kreis der wirklich ehrlichen Mitmenschen schnell klein. Deshalb ist es wirklich gut , wenn man auch überregionale Gesprächspartner hat und sich so ein Netzwerk über die Jahre aufbaut. Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht , dann ist die Betriebseinheitgröße nicht mehr ganz so wichtig. Auch spielt dann das Vertrauen in den Geschäftspartner die größere Rolle , als der letzte Cent an Vorteil bei Anderen nicht so vertrauenserweckenden Leuten. Da gilt es immer abzuwägen.

  6. Brötchen sagt

    Macht spielt auch eine große Rolle. Ab einer gewissen größe, kann der Kunde auf und nieder springen. Es gibt nur Verpackungen mit 4 Koteletts. Postfaktische zeit ist schon richtig. Die Botschaft ist wichtig und sie muss auf fruchtbaren Boden fallen, fast wie lw

  7. Anwalt der Tiere sagt

    Entscheidend ist, ob ein Produkt überzeugend vermarktet werden kann. Wenn das Produkt selbst überzeugt und sein Produktionsprozess mit den Werten der Menschen übereinstimmt, kann es auch sehr gut kommuniziert werden. Dann kann es sich selbst gegen die medial dauerangepriesenen Produkte der großen Player durchsetzen, die es schließlich auch anbieten wollen.

    • bauerhans sagt

      leider sind alle landw. produkte im überfluss am markt und voll austauschfähig,gut sind sie sowieso!
      natürlich kann man sich eine nische suchen und etwas anbieten,was den geschmack der leute tifft,aber ich beobachte bei betrieben hier,dass der arbeitseinsatz dafür so immens ist,dass es direkt zu körperlicher ausbeutung führt.

      • Anwalt der Tiere sagt

        Wegen “austauschfähig”: War gerade im Kaufland. Bis vor Kurzem kostete der Liter Milch, glaub ich, um die 50 Ct. und Sojamilch 1,90 €. Heute sah ich eine neue Eigenmarke Sojamilch für 85 Ct., Milch kostete nun 60 Ct. Sojamilch geht bestimmt noch viel preiswerter. Und das Soja kommt aus Süd- und Südosteuropa, gilt als bodenverbessernd (stickstoffbindend), nicht das genveränderte aus einstigen Regenwaldgebieten.

        Bei entsprechender Werbung und Imagekampagnen kann Milch ganz schnell zurückgedrängt werden. Die Molkereien und der LEH haben es in der Hand und können sich dazu “grün waschen”. Ähnlich ist es beim Fleisch. Wenn die Bauern selbst nicht kommunizieren wollen, tun es die großen Molkereien und Tönnies & Co. Die haben sowieso einen Riesenwerbeetat.

        • Walter Parthon sagt

          In der Süddeutschen Zeitung vom 15.1.2016 findet sich auf Seite 15 in einem Kommentar von Markus Balser der Satz: „Der Ruf der Agrar- und Fleischindustrie ist schlecht. Weil sich im Grundwasser rekordverdächtige Düngemittelrückstände finden. Weil in Eiern Dioxin und in Obst und Gemüse Pestizide auftauchen.“

          Dass diese Probleme immer größer werden würden („auftauchen“), diesen Eindruck wollen Ökopopulisten erzeugen. Die Dioxinbelastung der Eier ist viel geringer als früher, die Gefahren aus Pestizidrückständen auch und das Trinkwasser der Deutschen hat sich gegenüber „früher“, in den Zeiten von „Klo hinterm Haus und Pumpe im Hof“ (Walter Kempowski‘s Traum vom Dorfschullehrer mit Lehrerwohnung in Niedersachsen, in Nartum) himmelweit verbessert. Jammern auf hohem Niveau. Es wird so der Eindruck erzeugt, es bedürfe einer Öko-Rettung aus dieser zunehmenden Gefahr. Über die Rolle der Klimaretter und ihrer Biogasanlagen beim regionalen Anstieg der Nitratwerte im Grundwasser wird sehr laut geschwiegen. Wenn man sich erinnert, welche Kampagne die Grünen zu Dioxinen 2010 und 2011 gefahren haben, so blieb davon eine Dioxin-Angst. Heute ist die Kampagne abgeklungen, da vor allem Bio-Produkte von Freilandtieren mal etwas höhere Dioxinwerte haben können. Auch recht auffällig war der Gegensatz zwischen der Mega-Dioxinkampagne 2011, wo wirklich niemand auch nur den Hauch eines gesundheitlichen Schadens hatte, mit der merkwürdigen Stille beim anschließenden EHEC-Ausbruches, als man entdeckte, das muss vom Gemüse herkommen. An dem Bio-EHEC aus einem Bio-Veganen Betrieb sind 53 Leute elend gestorben und viele haben gelitten. Wären die EHEC-Keime im konvi-Fleisch oder Milch gewesen, die Grünen und die Bioverbände hätten sich überschlagen mit Angriffen auf die konvi
          Landwirtschaft (BUND: „Güllewirtschaft – ein Privileg zum Töten“14 – da vermutete man noch KonviProdukte als Auslöser). Wenn man als Lehre wenigsten den Leuten sagen würde, es macht Sinn als Salatdressing zuerst Essig zu nehmen (tötet Keime) statt die Zucker-Fettpampen, die heute als Dressing firmieren. Keimfreie Rohkost gibt es nicht. Salat darf nie Deko sein. Salat sollte stets angemacht serviert werden, die Leute mischen den nicht richtig durch und lassen den Essig nicht wirken.

  8. bauerhans sagt

    stimmt absolut!
    derjenige,der in der lage ist,seine mitmenschen besonders emotional zu beeindrucken,kommt zum ziel.
    siehe TRUMP,der einen ganz besonderen emotionalen wahlkampf geführt hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert