Bauer Willi
Kommentare 76

Ein Skandal von dem niemand redet…

Wer will nicht, dass sein Eigenheim lange schön aussieht. Dazu wird es mit Fassadenfarben gestrichen. Diese enthalten „Biozide“, was sich mit dem Zusatz „Bio“ ja auch irgendwie gut anhört. Was kaum einer weiß: Biozide sind Wirkstoffe, die auch in Pflanzenschutzmitteln vorkommen. Allerdings unterliegen die gleichen Wirkstoffe in Fassadenfarben geringeren Anforderungen an die Zulassung.

Doch der eigentliche Skandal ist ein anderer: Wirkstoffe wie Diuron, Terbutryn und  Carbendazim sind in der Landwirtschaft verboten, und das, je nach Wirkstoff bereits seit vielen Jahren. In Fassadenfarben dürfen sie nach wie vor eingesetzt werden und gelangen so über das Regenwasser oft direkt in das öffentliche Kanalnetz und somit in die Kläranlagen. Wenn es dort gefunden wird, wird als Erklärung oft herangezogen, dass die Landwirte ihre Restbestände aufbrauchen.

Drei Beispiele eines Herstellers: In der technischen Information Nr. 161 des Herstellers Caparol vom August 2016 ist für das Produkt PermaSilan NQG zu lesen: „enthält Carbendazim, Isoproturon, Terbutryn und 2-Octyl-isothiazol-3-on“. Die technische Information Nr. 150 von August 2016 beschreibt das Produkt Duparol, dass neben Diuron auch Carbendazim und andere Wirkstoffe enthält. In der technischen Information Nr. 151 vom Mai 2016 ist zu lesen, dass das Produkt „Fungizid“, dass als Zusatzmittel allen Fassadenfarben beigemischt werden kann, die Wirkstoffe Isoproturon, Terbutryn, Zinkpyrithion und Octylisothiazolinon enthält. Hier wird auch der Hinweis gegeben, dass das Produkt „Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung“ ist. Dies waren vermutlich auch die Gründe, warum diese Wirkstoffe in der Landwirtschaft nicht mehr eingesetzt werden dürfen. So ist Diuron bereits seit 1996, Terbutryn seit 1997 verboten. Nur so viel zum Thema Restbestände in der Landwirtschaft. Das Verbot ist jetzt 20 Jahre her!

In einer Ausarbeitung des Umweltbundesamtes (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3811.pdf)  ist über den Eintrag in die Umwelt folgendes zu lesen: „An der Fassade sind Biozide nur wirksam,wenn sie aus der Fassadenmatrix in die wässrige Phase gelangen und so die Zielorganismen erreichen können. Um eine lang anhaltende Wirksamkeit zu erreichen, sind die Produkte so entwickelt, dass Biozide bei ausreichender Feuchte in der Fassade an die Oberfläche diffundieren(Burkhardt et al. 2009). Somit werden bei jedem abflusswirksamen Regenereignis Biozide abtransportiert. In Laborstudien wurde die Auswaschung von Diuron, Irgarol,Terbutryn und Carbendazim mittels Schlagregenintervallen von verputzten Fassadenpanelen nachgewiesen, wobei unter den Versuchsbedingungen die Konzentrationen im Abfluss mit der Zeit über beinahe 2 Größenordnungen exponentiell abnahmen.“

Übersetzt bedeutet dies, dass in den ersten Jahren besonders viel der Wirkstoffe ausgewaschen werden. So schreibt Caparol dann auch in seiner Technischer Information Nr. 151, dass „ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algenbewuchs nicht möglich ist“.  Dann muss die Farbe erneut aufgetragen werden.

Wenn also dem Umweltbundesamt all diese Zusammenhänge bewusst sind, warum unternimmt Frau Hendricks nichts dagegen? Das ist ein Skandal. Die Medien berichten ab und zu darüber, aber niemand, auch nicht die Umweltschützer, regen sich auf. Und das ist auch ein Skandal…

…meint Euer Bauer Willi

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76 Kommentare

  1. Horst Seifert sagt

    Hallo ich sehe das so.
    Vielen Dank für den umfangreichen Text.
    Deutlicher konnte nicht gezeigt werden, wie leicht man sich eine nicht homogene Zielgruppe heraussucht, um sie mit Gift in Verbindung zu bringen.
    Hier hilft nur der durch und durch reflektierte Blick auf das eigene Tun um eine Souveränität zu erreichen, die einen immun gegen Angriffe aller Art machen kann.
    Freue mich sehr, dass endlich mal ein Sachverhalt sauber erarbeitet wurde.
    LG
    Horst Seifert

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  2. Pippi Langstrumpf sagt

    Grüß Gott Bauer Willi,

    vielen Dank für die Info über die Fassadenfarbe. Werde das Zeugs in Zukunft nicht mehr benutzen. Weiter gibts da NICHTS zu diskutieren.
    Amen!

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  3. Harmut Keller sagt

    Ich habe von den Fungiziden in den Fassadenfarben und Fertigputzen das erste mal vor ca. 2 Jahren von der Landwirtschaftskammer gehört. Auch, dass einige Personenkreise uns Landwirten den schwarzen Peter zuschieben wollen. Das Problem ist aber ganz sicher in allen betroffenen Ämtern bekannt.
    Für mich liegt der eigentliche Skandal darin, dass gewisse Politiker aus wesentlich harmloseren Dingen Skandale in der Landwirtschaft herbeireden, die uns Landwirten etliche Millionen € kosten und uns zu immer absurderen Bürokratie zwingen. Man denke nur mal an den Dioxinskandal von 2010/2011.
    Das ist sicher auch mal ein Thema für diesen Blog.

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  4. Andreas Schmid sagt

    Dieser Skandal ist mir schon lange bekannt. Man hört nur nichts davon, weil ja gedämmt werden soll.

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  5. Ich seh das so sagt

    Lieber Bauer Willi:
    Hier in Ergänzung Infos aus einem Artikel vom 31.1.2013
    WAZ Rechercheblog » Blog Archive » Biozid-Alarm: Das Gift, das aus gedämmten Hauswänden kommt (derwesten-recherche.org)
    Der Energieeffizienz-Boom spült nun eine bisher unbekannte Biozidwelle heran. Millionen von Häusern in ganz Deutschland werden gedämmt. Das ist politisch so gewollt, dafür gibt es Geld vom Staat. Doch mit der Dämmung kommen giftige Schutzanstriche auf die Fassaden. Der Regen wäscht das Gift aus; es fließt auch ins Wasser der Trinkwasserflüsse. Dort trifft es auf noch mehr Gift: auf Pestizide aus der Landwirtschaft, aus Haushalten und Arzneimitteln. Eine Folge: In ganz NRW werden Grenzwerte für krebserregende Stoffe reihenweise überschritten.

    Eine Studie aus der Schweiz verdeutlicht den Zusammenhang. Bei Messungen lagen die ausgewaschenen Biozidmengen eines frisch gestrichenen Hauses 1000-fach über den Werten eines vier Jahre alten Gebäudes.
    „Die Biozide versickern im Boden und gelangen in Gewässer“, sagt die Umweltbiologin Irene Wittmer. Die Stoffe durchlaufen marode Abwasserkanäle und gelangen in Kläranlagen, die das Gift nicht herausgefiltert bekommen. Letztlich fließen die Biozide in die Gewässer. Das Umweltbundesamt kennt diesen Gift-Fluss und warnt davor. „Bei einzelnen Substanzen“ im Oberflächenwasser sieht Irene Wittmer „Konzentrationen in einem sehr bedenklichen Bereich“.

    Bei Feldversuchen in der Schweiz wurden pro Jahr und Geschoss 0,2 Kilo Terbutryn je Hektar ausgewaschen. Rund 900 Millionen Quadratmeter Wärmedämmverbundsysteme klebten Ende 2012 auf deutschen Fassaden, schätzt der Fachverband WDVS. Das sind 900 Quadratkilometer – eine Fläche, die größer ist als das Bundesland Berlin. Und jährlich wächst die Dämmungsrepublik Deutschland um weitere 40 Millionen Quadratmeter.
    Grenzwertüberschreitungen gibt es auch in der Ruhr.
    Die Forschungsergebnisse aus der Schweiz und die Wärmedämmungsbilanz aus Deutschland schlagen sich in den Gewässern von NRW nieder. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) räumt „einige Überschreitungen“ von Grenzwerten für Biozide ein.

    Eine Lanuv-Statistik, die der WAZ vorliegt, zeigt: Allein im letzten Überwachungs-zeitraum von 2008 bis 2012 wurden 660 Grenzwertüberschreitungen amtlich registriert. In 147 Gewässern lagen dabei 48 verschiedene Biozide über der zulässigen Höchstmarke. Betroffen waren Wasserläufe im ganzen Land. Die toxischen Verbindungen schwammen in kleinen Bächen, mittelgroßen Flüssen und Strömen wie Rhein, Ruhr, Weser, Ems und Sieg. Unter den Bioziden, die die rote Linie überschritten, tauchen einige auf, die in Fassaden üblich sind. Auch Terbutryn und Isoproturon. 51 Mal sprengten allein diese beiden Stoffe zwischen 2008 und 2012 den Grenzwert.

    Bisher galt die Landwirtschaft als Hauptbelastungsquelle. Bauern nutzen Biozide – wie Pestizide – zur Schädlingsbekämpfung und für den Pflanzenschutz. Auf der Suche nach den Ursachen für hohe Giftwerte zeigen Behörden gerne und rasch auf Landwirte. Auch das Lanuv. Etwa als Erklärung für den Isoproturon-Anstieg. Der gesundheitsschädliche, umweltgefährliche Stoff tauchte zuletzt vermehrt in NRW-Gewässern auf. 2011 wurde der gesetzliche Grenzwert mehrfach überschritten, in der Spitze um das 20-fache. „Die Erhöhung ist saisonal bedingt. Das Biozid wird im Anbau des Wintergetreides eingesetzt“, kommentiert das Lanuv.

    Solche Hinweise bringen Bauern auf den Baum. „Wir werden engmaschig und nachhaltig kontrolliert“, sagt Petra Drees-Hagen. Sie spricht für 42 000 Mitglieder im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. Die wüssten, was sie dürften und was nicht. Ein Generalverdacht verbiete sich. „Beim Pflanzenschutz arbeitet die moderne Spritze millimetergenau. Anderswo wird über den Daumen gepeilt.“

    Biozide steckten nicht nur in Bauernschränken, sondern auch „in Rattengift, in Anti-Pilzmitteln und in den ganzen Farben, die heute irgendwo draufgepatscht werden“. Weil die Chemikalien auch häufig „in Gebieten auftauchen, wo es gar keine Landwirtschaft gibt“, empfehle sich ein Blick auf die Gebäudefassaden.
    Die Schweizer Studie stützt diesen Rat. Isoproturon kommt in ungezählten Putzen, Farben und Baustoffen vor, die Mauerwerk schützen sollen. Die Forscher fanden heraus, dass Isoproturon-Konzentrationen in Fassaden „pro Flächeneinheit rund 10 bis 20 mal höher liegen“ als in der landwirtschaftlichen Praxis. Auf acht bis zwölf Jahre gerechnet, könne aus einer mehrgeschossigen Siedlung „die doppelte bis zehnfache Menge Wirkstoff“ pro Hektar Fläche in die Gewässer gelangen als aus der Landwirtschaft, sagen die Wissenschaftler. Das könnte die hohen Biozidwerte im Wasser des dicht besiedelten Ruhrgebiets erklären.

    Jetzt belegen Untersuchungen, dass vor allem nachträglich gedämmte Fassaden die Belastung durch Biozide verschärfen. „Sie sind besonders anfällig für Bewuchs“, sagt Prof. Christoph Mäckler, Lehrstuhlinhaber für Architektur an der Universität Dortmund.

    Das Problem steckt im System: im Funktionsprinzip der gängigen Wärmedämmverbundsysteme (WDVS). Sie bestehen aus Polystorolplatten, Wer ein altes Haus neu einpackt, hält es drinnen warm. Weil die Innenwände kaum Wärme nach draußen lassen, kühlt die äußere Oberfläche der Fassade nachts rapide ab. Feuchtigkeit kondensiert und bildet Tauwasser: ein idealer Nährboden für Algen, Pilze und Bakterien. „Diese Wärmedämmverbundsysteme atmen nicht wie normales Mauerwerk. Deshalb bildet sich zwangsläufig Schimmelpilz“, sagt Architekt Mäckler.

    „Die Industrie begegnet dem Bewuchs fast immer mit massivem Einsatz von Bioziden“, sagt Uwe Erfurth, Bausachverständiger und Gründer des Instituts für Bautenschutz (IfB). Biozide stecken in Kunstharzputzen und Dispersionsfarben, mit denen der sogenannte Egalisationsanstrich erfolgt, eine Art Versiegelung für gedämmte Fassaden. Die Baubranche spricht von „Filmkonservierung“ – ein Reizwort für Diplom-Chemiker Erfurth: „Begriffe wie Konservierung oder technischer Schutz sind schlicht irreführend. Die Filmkonservierung läuft nach dem Motto: In einem giftigen Sumpf wächst nichts mehr.“

    Das giftige Terbutryn in NRW-Gewässern schreibt der Umweltchemiker Prof. Kai Bester „vollständig dem Bautenschutz“ zu. Nur dort werde der Wirkstoff noch verwendet. Tatsächlich ist der Einsatz von Terbutryn als Pestizid in der Landwirtschaft seit 1997 verboten. Europaweit geächtet wurde das Nervengift 2002.

    „Doch Pestizide werden gesetzlich anders geregelt als Biozide“, sagt Bester.

    Im Falle von Terbutryn heiße das: „Wenn ich 150 Mikrogramm davon als Pestizid im Wasser habe, ist das nicht legal. Wenn ich 150 Mikrogramm als Biozid im Wasser habe, ist das nicht geregelt – und deshalb kein Problem.“
    Bester kam Bioziden aus Gebäudefassaden 2006 auf die Spur, damals noch in Diensten der Uni Essen-Duisburg. Heute forscht er an der Universität Aarhus/Dänemark und hält „nicht nur gedämmte Fassaden“ für potentielle Giftquellen, sondern „alles, was angestrichen ist, alles, was modernen Putz trägt“.
    Der Umweltmediziner und Toxikologe Herbert Lichtnecker hält gravierende Folgen der Gewässerbelastung auf Dauer für unvermeidlich. „Die giftige Wirkung von Bioziden auf die Gewässer ist unbestritten“, sagt er. Aus immer mehr und immer neuen Wirkstoffen entstünden Zwischenprodukte, sogenannte Metabolite. Viele davon seien bis heute nicht einmal bekannt, folglich auch technisch nicht nachweisbar. Vor diesem Hintergrund sieht Lichtnecker die Gefahr, dass sich Biozidbelastungen addieren und verselbstständigen; schleichend, unbemerkt.
    Eine solche Entwicklung treffe zuerst Mikroorganismen, die Fauna und Flora unter Wasser. Doch dabei bleibe es nicht. „Es kommt der Tag, an dem wir eine Wirkung am Menschen sehen“, sagt Lichtnecker.

    Der Umweltmediziner Albrecht zum Winkel schließt nicht aus, „dass ausgewaschene Biozide in den Rasen gelangen, dort trocknen und eine Staubschicht bilden“. Das wäre nicht die Spielwiese, die Geske Houtrouw ums Haus haben möchte. Sie blickt auf den Sandkasten und die Schaukelwippe. „Das dürfte es nicht geben, dass niemand über die Risiken der Wärmedämmung aufklärt“, sagt sie.

    H I N T E R G R U N D

    Der Biozidmarkt ist groß und schwer durchschaubar. Über 36 000 Biozidprodukte sind in Deutschland gemeldet, rund 50 000 gibt es in der EU. Tendenz: steigend.
    Über Zulassung oder Verbot von Bioziden entscheidet ein langwieriges EU-Verfahren. Seit 2006 läuft die Prüfung der sogenannten Altwirkstoffe. Dabei werden 654 Substanzen aus 23 unterschiedlichen Produktarten bewertet – auf der Basis von Herstellerdossiers. Über diese befinden die Mitgliedsstaaten. Jeder einzelne bekommt ein Stoff-Portfolio zugewiesen.
    Nach dem Landesvotum kommt die Kommission ins Spiel. Letztlich entscheidet die Mehrheit der EU-Mitglieder über die Zukunft des Wirkstoffes.
    Das dauert. In sieben Jahren wurden erst 71 Verfahren abgeschlossen: 66 Stoffe durchgewunken, fünf verboten. 583 sind noch offen. Sie dürfen weiter verwendet werden. Die Frist für die Biozidbewertung wurde schon von 2010 auf 2014 verlängert. Jetzt wird ein weiterer Aufschub diskutiert, bis 2024. Insider rechnen weit über 2030 hinaus.

    SEHENSWERT folgender Film: Wärmedämmung – Der Wahnsinn geht weiter (https://www.youtube.com/watch?v=yctmCsOLohA und https://www.youtube.com/watch?v=G8V9gbP6M1A )

    Eine wichtige Hauptaussage: Es gibt kein Konzept für die Entsorgung von Polystyrol = Sondermüll
    HBCD (Dioxin) in Polystyrolplatten ist nicht abbaubar, wird dennoch verwendet, mit Billigung des Umweltbundesamtes

    Die Schattenseiten einer grünen Idee:
    mit Milliarden Euro staatlich geförderter Pestizideinsatz in Baustoffen; der dann Landwirten zur Last gelegt und in die Schuhe geschoben wird.

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  6. Lobbywoman sagt

    Bauer Willi schreibt, wie viele Landwirte denken, weil er einer ist. Ist das schon Lobby? Eine eigene Meinung haben, die sich nicht nach dem Mainstream richtet?

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  7. Andreas Müller sagt

    Ich werde mich bessern : )

    Haben Sie denn Ihre Behauptung mit Zitaten bewiesen: „Wenn es dort gefunden wird, wird als Erklärung oft herangezogen, dass die Landwirte ihre Restbestände aufbrauchen.“

    Bauer Willi – wer behauptet das bitte uneingeschränkt und wie steht es um die Bioakkumulation dieser Stoffe aus den letzten Jahrzehnten?

    Wie gesagt ich bleibe dabei: Giftstoffe im Abwasser – schlimm, Giftstoffe auf dem Acker und in Nahrungsmittel schlimmer….

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  8. Schweinebauer Piet sagt

    Moin Willi, da möchte man gerne mal wissen, wie viele ähnliche Beispiele es gibt! Ja der böse Bauer! !!

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    • jochen böhrer sagt

      Ein weiteres Beispiel wäre AMPA.. ein Abbauprodukt nicht nur von Glyphosat. Trotzdem werden Funde in Gewässern ausschließlich auf Glyphosat geschoben.

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  9. Friedrich sagt

    Wer hätte das gewusst , außer den Malern. Es ist gut , daß wir diese Plattform haben , u m uns auszutauschen. Wer hätte als Landwirt denn gewußt , was uns die Tierärzte alles für unsere Tiere alles verkauft haben. Manch einen Wirkstoff hat man doch nicht als Antibiotika eingestuft. Jetzt haben alle Landwirte rd. 50% eingespart. Scheint ja zu gehen. Mal abwarten.
    Manch einer weiß auch gar nicht was er damit anrichtet , wenn er Medikamente in die Toilette wirft. Das Klärwerk bekommt nicht alles rausgereinigt. Aufklärung ist sicherlich besser als gleich mit Gesetzen und Strafen zu kommen. Nur was man lebt hilft auch weiter.
    Das müssen unsere“ Grünen Politiker“ aber noch lernen. Die vielen Gesetze und Vorschriften der letzten Jahre für die Landwirtschaft sind erst auf lange Sicht zu Leben. Hier gibt es einen hohen Anspruch der Politiker , der beim Wähler erst einmal ankommen muß. Dann wundert sich unser Establischment über Politikverdrossenheit , Pegida und AFD. Leute paßt auf , daß es nicht so wie in Polen, GB,Frankreich, Österreich,
    Niederlande und USA kommt. Dann ist auch die EU Tod !! Aber dann waren es ja die Anderen !!

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  10. Anwalt der Tiere sagt

    Überwiegend werden Industrie und der Verkehr für alle schädlichen Emissionen verantwortlich gemacht. Dass die Agrarwirtschaft einen großen Anteil hat, ist vielen gar nicht bewusst.

    Gibt es konkrete Beispiele dafür, dass die Landwirtschaft für die Giftstoffe in der (städtischen) Kanalisation verantwortlich gemacht wird?

    Erinnert mich etwas an die „Argumentation“ zu Antibiotika: „In der Humanmedizin werden auch zu viele Antibiotika verschrieben, dumme Ärzte und unkritisch Patienten.“

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    • Schmeckt gut sagt

      Jetzt bin ich aber sauer. Zum Fleischverbrauch beim vorhergehenden Post sauber argumentiert und auf diesen Skandal – und nichts anderes ist es (Danke Willi) – so zu reagieren. Peinlich ist schon sehr untertrieben. Übrigens: Die Schweizer haben schon vor etlichen Jahren eine Studie in Neubaugebieten gemacht (bitte googeln) mit einem erschreckenden Ergebnis. In der Schweiz ist es angekommen, dass Altwirkstoffe aus Fassadenfarben kommen.

      +7
      • Anwalt der Tiere sagt

        Der Text skandalisiert und funktioniert nach dem Muster, wie die Grünen mit dem Glyphosat-Thema umgegangen sind. Die Grünen haben mit der Studie zu Glyphosat geschwungen, wonach dieses „wahrscheinlich krebserregend“ ist. Nach anwendungsbezogenen Studien ist Glyphosat, in zulässigem Maß als Herbizd verwendet, aber nicht krebserregend bzw. Kanzerogenität nicht nachgewiesen. Es kommt also immer auf die Menge an, die eingetragen oder vom Körper aufgenommen wird, Stichwort Grenzwerte.

        Die Frage ist daher, ob bei der Bewitterung des Fassadenanstrichs relevante Mengen in die Kanalisation gelangen bzw. im aufbereiteten Trinkwasser verbleiben. Die Ausbringmenge und -häufigkeit dürfte beim Einsatz als landwirtschaftliches Biozid wohl höher sein.

        Ich bin gerne bereit, auch Skandale außerhalb der Landwirtschaft zur Kenntnis zu nehmen. Ich giere nach Skandalen. 😉

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        • Bauer Willi sagt

          Nein, nicht der Text skandalisiert, sondern die Tatsachen! Hier wird mit zweierlei Maß gemessen! Es geht darum, Wirkstoffe, deren Toxizität nachgewiesen wurde, generell zu verbieten. Das ist meine Kritik. Wohin „verschwinden“ denn diese Wirkstoffe? Es ist eigentlich irrelevant, ob sie in die Kanalisation oder in den Boden gelangen.
          Es gibt zahlreiche Studien dazu, die suche ich jetzt aber nicht alle raus. Dazu bin ich schlicht zu faul. Da müssen Sie schon selber recherchieren, ich habe mir die Mühe schon vorher gemacht.
          Bauer Willi

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          • Andreas Müller sagt

            oder der Wirkstoff kommt durch Nahrung in den Körper von Futterpflanzen oder Tieren… so etwas Verrücktes soll es auch geben ; )

            oder knabbert hier jemand an der Fassade?

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        • Hans-J. HEINRICH sagt

          Laut einem französischen Filmbericht erkranken viele frz. Landwirte, die Glyphosat einsetzen am NonHodgkinLymphom, zu deutsch Lymphknotenkrebs.Das ist von den dortigen Krankenkassen anerkannt als Folge von Glyphosat.Es IST also krebserregend! Und das sicher nicht nur in F. Nur hier wird geleugnet, damit keiner zahlen muß.

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  11. Matthias Garvert sagt

    Frau Hendricks hat doch null Ahnung von solchen Dingen und ich behaupte das interessiert sie auch nicht. Das Sagen im Umweltbundesamt hat der Nabu in Person von Herrn Jochen Flasbarth. Und für den wird es wohl ein willkommener Nebeneffekt sein.

    +4
  12. Martin Grube sagt

    Heisst der Stadtmensch eigentlich auch Andreas? Die Bauer Willi Kritiker heissen anscheinend überwiegend so…

    Bauer Willi stellt nur fest das in der Landwirtschaft verbotene Stoffe noch in die Aussenwelt gelangen. Im Sinne des Vorsorgeprinzip müssten die dann doch auch verboten werden. Aber es wird anscheinend mit zweierlei Mass gemessen.

    Neben Willi ist Alois auch noch am Blog beteiligt. Abgesehen davon ist die Arbeit auf einem Ackerbaubetrieb ab November schon überschaubarer als bei einem Tierhalter.
    Tierhalter.

    Wenn Willi im UnRuhestand ? viel unterwegs ist, so liegt das eher daran das Bauern selten in der Stube grimmig auf die Rauhfasertapete starren…

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    • Andreas Müller sagt

      Aber PSM auf und in Nahrungsmittel sind doch etwas anderes als PSM im Abwasser – oder liege ich da falsch?

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          • Schmeckt gut sagt

            Nochmal zum Mitschreiben. Außer IPU sind diese Stoffe schon lange in der Nahrungsmittelproduktion verboten.Das Verbot von IPU wird kommen. Was gibt es hier nicht zu verstehen.

            +1
            • bauerhans sagt

              „Gift direkt auf dem Teller schlimmer (das essen wir direkt)“

              meistens nur einmal,denn dann ists für „ewig“ gegessen.

              glauben sie wirklich,dass unser essen vergiftet ist??

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          • Andreas Schmid sagt

            Wenn sie von der Hauswand kommen sind sie erst mal weniger schlimm, als wenn sie als PSM auf bewachsenen Boden ausgebracht werden und ins Wasser abgeschwemmt werden. Habe ich das richtig verstanden?

            Ich finde, wenn man das eine zulässt, muss man auch das andere zulassen, oder beides verbieten. Alles andere, finde ich, ist „Scheiße“.

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            • Andreas Müller sagt

              nee, ich meine Gift am Haus ist schlimm (kommt verdünnt ins Grundwasser und noch verdünnter ins Grundwasser, was wir noch verdünnter trinken), Gift direkt auf dem Teller schlimmer (das essen wir direkt) – warum ist das so schwer zu verstehen?

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    • Andreas Müller sagt

      Giftstoffe in Fassadenfarben müssen angegangen werden – aber der Vergleich zur Nahrungsmittelproduktion und LWS hinkt meiner Meinung nach. Der Artikel strotzt voller kleiner Seitenhiebe auf Frau Hendricks, das UBA und den Biobegriff – wer ist den hier der Agitator?

      +2
      • Mark Rössler sagt

        Bitte?
        Allein in Berlin landen mehr KG Wirkstoffe in Oberflächengewässern wie im Rest der Republik auf der gesamten Ackerfläche abgeschwemmt wir.

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        • Andreas Müller sagt

          wie gesagt: PSM im Oberflächenwasser sind sehr bedenkenswert und zu reduzieren/vermeiden

          hochgiftige PSM-Rückstände auf Nahrungsmittel sind m.E. nach fatal!

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          • Ich seh das so sagt

            @ Andreas Müller
            Sie sollten ihre Fatalitätsliste wirklich mal überdenken:
            Chemie Pflanzenschutzmittel sind fatal, Chemie in allen anderen zwar bedenkenswert oder reduzierungswürdig (wenn geht), aber sonst egal, weil es ja doch so schöne Dinge sind die man da kaufen kann oder die einem des Leben so schön machen.
            Wie etwa:
            * Chemie in Waschmitteln (wo anscheinend immer die Chemikalie am besten wirkt, die man nicht ins Produkte gegeben hat oder
            * Chemie in Kosmetika (wo die Spritzung des weltweit stärksten Nervengiftes Botox sich ja zunehmender Beliebtheit erfreut; ganz abgesehen von Cremen mit Antibiotika oder Deos mit Silber….). Übrigens: die Sicherheitsschwellen für Schädlichkeit und Giftigkeit sind bei diesen Produkten um einen Faktor 100 schlechter als bei PSM
            * Chemie in der Medizin oder in Arzneimitteln (wo es zwar Beipacktexte und Gefahrenhinweise gibt, die aber jedem so was von sch***egal sind, weil man das Ding jetzt einfach einwerfen will und weil sie so schön billig sind doch am besten gleich aus dem Internet holt, von Psychopharmaka bis zu Viagra). Wechselwirkungen unbekannt und bei Bedarf halt wieder so was von sch***egal). Oder auch Rote Gentechnik hui – grüne Gentechnik pfui.
            * Chemie in Baustoffen, Farbstoffen (siehe Artikel)
            * Chemie in Kinderspielzeug (sch***egal, kommt halt aus dem Ausland und ist so schön bunt und billig)
            * Chemie in der Bekleidungsindustrie (sch***egal, kommt halt aus dem Ausland und ist so schön billig. Kauf mir ja in 2 Monaten wieder was Neues. Siehe mal dazu: https://genvideos.org/watch?v=The_True_Cost_2015#video=0hiXtG7I_0W3ZCvx8m_EJLSdfJrfUPm-AON9Sfk6sGc
            * Chemie zur Herstellung von Unterhaltungsprodukten (ist halt so weit weg die 3. Welt – kann man nichts machen; aber ich muß jährlich das neues i-Phone haben (Hinweis: Verkaufspreise zw. 800-1000€; Produktkosten all inklusiv (150-250 €))
            * Chemie in Genußmitteln (Nikotin mit 100% Sicherheit krebserregend – aber was soll´s: Schockbilder in eine andere Hülle geben und schon reitet Marlboroman wieder.
            Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Sollte aber mal reichen zum Nachdenken

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            • Stadtmensch sagt

              Danke für den Link auf „The True Cost“. Es ist immer wieder „berauschend“ zu sehen, wie unsere zeitgenössische Prädestinationslehre, in der das Marktgeschehen um Angebot und Nachfrage mit dem evolutionären Selektionsdruck unter Pflanzen und Tieren verglichen wird, seine Wohlstand bringende Wirkung entfaltet: ab 1:00:50
              Die Landwirtschaft ist auch ein Thema im Film…

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  13. Andreas Müller sagt

    Bauer Willi, wer versorgt Sie eigentlich mit all den Rohtexten und Themen und Lobbymaterial? Das ist doch nicht alles auf Ihrem „Mist gewachsen“; )

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    • Mark Rössler sagt

      Dazu reicht das Lesen in Fachforen,
      in der Zeitung ließt man davon selten etwas, ist wie mit den defekten Abwasserkanälen.
      Studien zu dem Thema stammen eigentlich auch nur von Schweizer Forschern, in Deutschland hat man ja schon Milliarden für die Biozide in Form von Fassadendämmung investiert, da kann man doch die Folgen dieses Unsinns nicht noch untersuchen.

      +5
    • Bauer Willi sagt

      Es mag Sie verwundern: Die Themen suche ich mir alle selbst heraus, dann recherchiere ich, ob die gemachten Behauptungen haltbar sind. Falls ich zu dem Schluss komme, mache ich daraus einen Artikel. Sie können sich gerne mein Büro ansehen, das sieht es recht wild aus, weil ich eben niemand habe, der mir „zuarbeitet“.
      Ihre Unterstellungen sind mir aber nicht neu! Es gibt genügend Mitmenschen, die mir nachsagen, ich wäre der verlängerte Arm von irgendwem. Das stört mich wenig, denn es ist nicht so. Ich erlaube mir den Luxus einer eigenen Meinung. Die kann man teilen oder auch nicht.
      Ich frage mich aber schon manchmal, ob ich eigentlich bekloppt bin, mir das hier anzutun. Noch macht mir der Dialog Spaß, denn nur mit Offenheit kommen wir weiter. So viel zu dem „Mist“.
      Bauer Willi

      +13
    • Anwalt der Tiere sagt

      Bitte nicht die Lobby-Karte. Dass Bauer Willi für diesen Blog oder sein Buch Anreize aus der Agrarwirtschaft bekommt, ist denkbar. Dafür muss man kein Verschwörungstheoretiker sein. Es gibt aber keinen Nachweis, mir jedenfalls nicht bekannt. Wenn eine Verbindung besteht, aber nicht offengelegt werden soll, wird Bauer Willi es auch nicht auf Ihre Nachfrage tun, Herr Müller. Daher kann man sich solche Vorhalte gleich sparen.

      Außerdem wäre solcherart Lobbyarbeit vollkommen legal und legitim. Solche Vorhalte sind genau so geistreich, wie wenn jeder ökologische oder ethische Gesichtspunkt als „Ideologie“ abgeblockt wird.

      Zudem wird eine Argumentation ja nicht falsch, wenn sie von Lobbyisten kommt, im Übrigen auch nicht, wenn sie von den Grünen, NABU oder PETA kommt.

      +1
      • Bauer Willi sagt

        Wow! Unterstützung vom Anwalt! Damit hatte ich ja nicht gerechnet…

        Wer den Blog aufmerksam liest, wird feststellen, dass ich mich auch mit Felix zu Löwenstein (Öko-Landbau-Präsident) , Tanja Busse („Wegwerfkuh“), Wolfgang Leyk (Theologe und Tierethiker) oder Herrn Ilchmann (AbL) unterhalte. Nur ein paar Beispiele zum Thema Lobby. Ich bin vor nix fies (sagt der Rheinländer) und antworte sogar auf die nicht sonderlich tiefgründigen Kommentare von Andreas Müller…
        Bauer Willi

        +4
      • Andreas Müller sagt

        okay, ich stelle die Nachfragen ein. Ich habe schon viel in diesem Blog gelernt und freue mich über eine Beiträge von Bauer Willi – aber Gentechnikbefürworter werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr werden

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        • Schmeckt gut sagt

          Finde ich gut. Bin auch kein Gentechnikbefürworter. Setze mich allerdings unvoreingenommen mit ihren Argumenten auseinander, aber das ist ein anderes Faß, was wir zu diesem Thema nicht aufmachen sollten 😉

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          • Andreas Müller sagt

            wie soll man bei Überschriften wie „zum Kotzen“ „Skandal“ und Plagiatsunterstellungen an Grüne obwohl Bauer Willi selber fremde Idee als seine Verkauft (siehe Textvergleich-Artikel von gestern) sachlich bleiben…?

            Ich versuche es, aber es wird schwer : )

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            • Schmeckt gut sagt

              Fühlt sich nicht gut an – stimmts. Vielleicht können sie so nachvollziehen,wie sich die meisten von uns (Bauern) im Moment fühlen. Es werden immer wieder Kübel voll „Scheiße“ (muss mal so deutlich sein) über uns ausgekippt, obwohl wir uns den Arsch aufreißen um:a) alle Anforderungen zu erfüllen und b) trotzdem noch Spaß an der Arbeit zu empfinden. Ja, es gibt Probleme, die verbessert werden müssen, aber immer nur indem ständig neue Säue durchs Dorf getrieben werden? Es geht nur mit uns zusammen oder Höfe werden aufgegeben, weil es sich nicht mehr rechnet oder die Perspektiven (gefühlt) schlecht sind. Habe gerade gehört, dass ein ehemaliger Klassenkamerad seinen Hof verpachtet – war mal ein Vorzeigebetrieb. Ist diese Entwicklung wirklich erwünscht. Ich hoffe, dass es bald mehr Mitbürger gibt, die unsere Zerrissenheit verstehen.

              +6
  14. Andreas Müller sagt

    Skandal, Skandal, Skandal… was möchte Bauer Willi uns damit sagen?
    Landwirtschaft ist gleichzusetzen mit Bauwirtschaft?
    Nahrungsmittel und Baustoffe im Außenbereich sollten gleiche Aufmerksamkeit bekommen?
    Frau Hendricks ist auf einem Auge blind und traktiert nur Bauern?
    Biozide und Bio sind alle Natürlich und somit „gut“?
    Carbendazim sollte wieder in der LWS zugelassen werden?

    Bei all den berechtigten Fragen und by the way? Wer ist eigentlich bei bis zu 3 Blogbeiträgen pro Tag der Ghostwriter von Bauer Willi? Gibt es nichts zu tun auf dem Bauernhof von Bauer Willi?

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    • jochen böhrer sagt

      Sie finden es also gut, dass die Schuld an Funden in den Gewässern den Bauern zugeschoben wird? Besser konnten Sie Ihre bauernfeindliche Gesinnung nicht offenbaren.

      +10
      • Andreas Müller sagt

        „Wenn es dort gefunden wird, wird als Erklärung oft herangezogen, dass die Landwirte ihre Restbestände aufbrauchen.“

        Wer in Person schiebt denn den Bauern die Schuld zu?

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        • jochen böhrer sagt

          Aktuell wurde den Landwirten der auch in Fassadenfarben enthaltene Wirkstoff Isoproturon verboten. Nicht zuletzt wegen Funden im Wasser. Was denken Sie, wer der Sündenbock wird, wenn der Wirkstoff weiterhin gefunden wird?

          +13
        • Lars Henken sagt

          Herr Müller, Ihnen sollte klar sein, dass nach dem Auslaufen der Zulassung für PSM eine Aufbrauchfrist (meist ein Jahr) festgelegt wird. Nach dem Ende dieser Frist, darf der Wirkstoff nicht mehr aus gebracht werden. Wenn nach dem Ende dieser Frist dann verbotene Wirkstoffe in den Gewässern auftauche, die aber nicht aus der Landwirtschaft, sondern von Fassaden stammen, so ist die Berichterstattung meist rufschädigend gegen die konventionelle Landwirtschaft.

          Wie sind solche Meldungen den meist gestaltet? Hier ein von mir subjektiv gestaltetes Beispiel:

          Das Umweltbundesamt hat im Zuge von Routineuntersuchungen im Bereich des Flusses „Große Wumse“ die Stoffe „Machwegkolin“ und „Vollaufdiezwölf“ festgestellt. „Machwegkolin“ und „Vollaufdiezwölf“ kamen bis zu ihrem Verbot vor 12 Jahren in verschiedenen Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz. Von den Stoffen geht eine erhebliche Gefahr für die Umwelt aus.

          Wenn nun „Machwegkolin“ und „Vollaufdiezwölf“ aber in Fassadenfarbe enthalten ist und direkt mit dem Oberflächenwasser ein getragen wird, dann kann sich die Landwirtschaft tun und machen was sie will, man wird sie trotzdem immer verdächtigen. Selbst Bio-Bauern geht es dann an den Kragen, man wird sie dann verdächtigen Nachts zu spritzen.

          +8
            • Mark Rössler sagt

              Quellen?
              Sie stellen hier doch laufend Behauptungen auf, ohne Quelle oder Sie verlinken die Netzfrauen…
              Sie sollten Ihre Behauptungen vielleicht des öfteren mal selbst hinterfragen und sich erst mit dem Thema (zB Gesetze) auseinander setzen.

              +2
    • Gerhard Langreiter sagt

      Woher nehmen Sie die Zeit, alle Artikel zu lesen und zu kommentieren? Keine Arbeit? Oder auch Rentner?

      +5
    • Bauer Willi sagt

      Wenn einem die Argumente ausgehen, diskreditiert man eben die Person. Schwache Leistung, Herr Müller…
      Bauer Willi

      +8
      • Andreas Müller sagt

        Ich werde mich bessern : )

        Haben Sie denn Ihre Behauptung mit Zitaten bewiesen: „Wenn es dort gefunden wird, wird als Erklärung oft herangezogen, dass die Landwirte ihre Restbestände aufbrauchen.“

        Bauer Willi – wer behauptet das die LWS uneingeschränkt verantwortlich ist und wie steht es um die Bioakkumulation dieser Stoffe aus den letzten Jahrzehnten und deren Ausschwemmung?

        und wie gesagt ich bleibe dabei: Giftstoffe im Abwasser – schlimm, Giftstoffe auf dem Acker und in Nahrungsmittel schlimmer….

        +1
        • Bauer Willi sagt

          Ach, Herr Müller
          erst fragen Sie, ob ich in meinem Betrieb nicht genug Arbeit habe, dann fragen Sie, ob das alles auf meinem Mist gewachsen ist und wer mir zuarbeitet und dann soll ich Ihnen „mir Zitaten beweisen“. Dafür ist mir jetzt wirklich die Zeit zu schade.
          Wenn Sie keine Giftstoffe in Nahrungsmitteln haben wollen, sollten Sie ganz konsequent Bio kaufen. Da könnten zwar Mykotoxine drin sein, aber das ist ja was biologisches…
          Übrigens können wir Bauern auch Bio. Muss nur jemand kaufen und bezahlen. Und da hakt es bei vielen.
          Bauer Willi

          +6
          • Andreas Müller sagt

            Danke für die Tipps Bauer Willi… kaufe schon Bio und habe gerade meine Haus mit Lärche (ohne Holzschutz) verkleidet. Halte mich ab heute an das Sachlichkeitsgebot und biete Quellen an – Sie auch? oder bleibt es bei zum Kotzen und Skandal und Plagiatsvorwürfen?

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