Die EU schließt immer wieder Handelsabkommen ab um den Marktzugang für heimische Unternehmen zu verbessern und gleichzeitig die Versorgung mit Rohstoffen und Lebensmitteln zu sichern. In den letzten zwei Jahren (2024 bis Anfang 2026) gab es zahlreiche Abkommen bei denen ich den Bereich Landwirtschaft besonders beleuchtet habe, weil sie oft das sensibelste Thema der Verhandlungen darstellte.
Hier eine Übersicht der wichtigsten Abkommen und deren Auswirkungen auf den Agrar- und Lebensmittelsektor:
EU-Neuseeland:
Das am 1. Mai 2024 in Kraft getretene Freihandelsabkommen gilt als das „grünste“ Abkommen der EU.
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Deutsche Exporteure profitieren vom Wegfall der Zölle auf hochwertige verarbeitete Lebensmittel wie Schokolade, Zuckerwaren, Wein und Schweinefleisch.
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Um den heimischen Markt vor Billigimporten zu schützen, wurden für sensible Produkte wie Rindfleisch, Butter und Käse Zollkontingente festgelegt. Das bedeutet, nur begrenzte Mengen dürfen zollfrei oder vergünstigt eingeführt werden.
Neuseeland ist einer der weltweit effizientesten Milchproduzenten. Um die deutschen Molkereien nicht zu überrollen, wurden die Quoten über einen Zeitraum von 7 Jahren gestaffelt eingeführt:
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Butter: Die Quote steigt schrittweise auf 15.000 Tonnen (bei einem reduzierten Zollsatz von 5%).
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Käse: Hier dürfen am Ende der Übergangsphase 25.000 Tonnen zollfrei eingeführt werden.
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Milchpulver: Ein Kontingent von 15.000 Tonnen wurde festgelegt.
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Der Schutzmechanismus: Sollten die Importe aus Neuseeland den EU-Marktpreis für Butter oder Käse um mehr als einen bestimmten Prozentsatz drücken, kann die EU die Zollvergünstigungen vorübergehend aussetzen.
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EU-Chile:
Das modernisierte Abkommen (Interims-Handelsabkommen) trat am 1. Februar 2025 in Kraft.
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Fokus Lebensmittel: Chile liberalisiert den Handel mit EU-Milchprodukten und Lebensmittelzubereitungen. Im Gegenzug erhält Chile einen besseren Zugang für Agrarprodukte, wobei auch hier Quoten für Fleisch (Geflügel, Schwein, Rind) gelten, um Marktverwerfungen in Europa zu verhindern.
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Bio-Produkte: Ein besonderer Aspekt ist die gegenseitige Anerkennung von Bio-Standards, was den Handel mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln erheblich vereinfacht.
EU-Kenia:
Seit dem 1. Juli 2024 ist das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) in Kraft.
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Asymmetrischer Handel: Kenia erhält dauerhaft zollfreien Zugang zum EU-Markt (wichtig für Blumen, Tee und Gemüse). Deutschland kann im Gegenzug langfristig mehr verarbeitete Produkte exportieren.
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Schutz lokaler Märkte: Zum Schutz der kenianischen Landwirtschaft bleiben Zölle auf sensible Importe aus der EU (z. B. bestimmte Grundnahrungsmittel) bestehen, um die dortige Ernährungssicherheit nicht zu gefährden.
EU-Indonesien:
- Zollabbau: Mehr als 98 % aller Zölle zwischen der EU und Indonesien sollen abgeschafft werden, was jährliche Einsparungen von etwa 600 Millionen Euro bei Zöllen für europäische Exporteure ermöglichen könnte.
- Marktzugang: Der Zugang zum indonesischen Markt für EU-Waren (besonders Autos, Maschinen, chemische Produkte) wird verbessert.
- Rohstoffe: Der Deal sichert der EU einen besseren Zugriff auf wichtige Rohstoffe wie Nickel und Bauxit, die für die Stahl- und grüne Technologieindustrie von Bedeutung sind.
- Nachhaltigkeit & Regeln: Das Abkommen enthält Klauseln zu Umwelt- und Arbeitsstandards.
- Investitionsschutz: Neben dem Handelsabkommen wurde ein Investitionsschutzabkommen (Investment Protection Agreement) vereinbart
EU-Mercosur:
Nach jahrelangen Verhandlungen wurde am 17. Januar 2026 ein umfassendes Assoziierungsabkommen unterzeichnet. Es ist das wirtschaftlich bedeutendste, aber auch umstrittenste Abkommen.
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Export-Vorteile: Deutsche Landwirte erhalten verbesserten Zugang für Schweinefleisch und Milchprodukte. Zudem werden zahlreiche Herkunftsbezeichnungen geschützt.
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Kritik und Schutzmaßnahmen: Da die Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) Agrar-Giganten sind, fürchtet die deutsche Landwirtschaft eine Schwemme von billigem Rindfleisch und Zucker. Die EU hat daher strikte Quoten und eine „Schutzklausel Landwirtschaft“ eingebaut, die bei Marktstörungen sofortige Zollanpassungen ermöglichen soll.
Das Mercosur-Abkommen (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay) war jahrelang wegen des Rindfleischs blockiert. Die nun unterzeichnete Fassung (Januar 2026) sieht folgende Regelung vor:
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Die Quote: Es wurde eine Menge von 99.000 Tonnen Schlachtgewicht pro Jahr vereinbart.
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Zollsatz: Für diese Menge gilt ein reduzierter Zollsatz von 7,5%.
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Splitting: Die Quote wird in „gefrorenes“ und „frisches“ Fleisch unterteilt. Das schützt deutsche Erzeuger, da frisches Qualitätsfleisch (Steaks) direkt mit heimischer Ware konkurriert, während gefrorenes Fleisch eher in die Industrie geht.
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Für die deutsche Zuckerwirtschaft (Landwirte, Zuckerfabriken) sind diese Zahlen entscheidend:
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Zucker: Eine zollfreie Quote von 180.000 Tonnen für die industrielle Weiterverarbeitung wurde für die Mercosur-Staaten (v.a. Brasilien) reserviert.
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Ethanol: Für die Verwendung als Biokraftstoff gibt es eine Quote von 450.000 Tonnen (zollfrei) sowie 200.000 Tonnen für andere industrielle Zwecke.
EU-Indien:
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- Zollsenkungen: Zölle auf über 90 % bis 96,6 % der EU-Warenausfuhren nach Indien werden schrittweise abgeschafft oder gesenkt.
- Kfz-Sektor: Indische Importzölle für Autos aus der EU sinken schrittweise von bis zu 110 % auf 10 %
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- Weitere Sektoren: Zölle auf Maschinen (bis zu 44 %), Chemikalien (bis zu 22 %) und Arzneimittel (bis zu 11 %) werden ebenfalls stark reduziert.
- Dienstleistungen & Investitionen: Neben dem Warenhandel umfasst das Abkommen Erleichterungen bei Dienstleistungen, digitalem Handel, Investitionen und geistigem Eigentum.
- Nachhaltigkeit: Es beinhaltet Regelungen zur Umsetzung des Pariser Klimabkommens, zum Schutz von Arbeitnehmerrechten und zur Förderung der Teilhabe von Frauen.
- Mobilität: Ein Mobilitätspakt soll indischen Fachkräften die Einreise in die EU erleichtern.
Der Bereich Landwirtschaft und Lebensmittel wurde nicht genannt. Vermutlich hat man diesen Teil aufgrund der Kritik am Mercosur-Abkommen aus den Verhandlungen herausgelassen.
Wie verhält es sich mit den Quoten?
Wichtig zu wissen: Quoten regeln nur die Menge, nicht die Qualität. Alle Lebensmittel, die im Rahmen dieser Abkommen nach Deutschland kommen, müssen zwingend die EU-Lebensmittelsicherheitshilfen erfüllen (z. B. Verbot von Hormonfleisch). Unterschiede gibt es jedoch oft bei den Haltungsbedingungen oder dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die in den Exportländern erlaubt, in der EU aber verboten sind.
Interessanter Fakt: Das Mercosur-Abkommen enthält erstmals eine „Reziprozitäts-Klausel“. Das bedeutet, man arbeitet darauf hin, dass Importe langfristig dieselben ökologischen Standards erfüllen müssen wie europäische Produkte.
Zusammenfassung der Auswirkungen auf Lebensmittel & Landwirtschaft
In den letzten zwei Jahren wurden vermehrt Abkommen mit anderen Ländern abgeschlossen, Nutznießer dieser Abkommen sind vor allem die Branchen Maschinenbau, Automobile (Mobilität) und Chemie, die nun leichter in die oben genannten Märkte verkaufen können.
Als Gegenleistung wurde den Handelspartnern ein vereinfachter Zugang ihrer Agrargüter auf unsere Märkten gestattet.
Durch diesen Marktzugang, bei dem die Produktionsbedingungen der Agrargüter weitestgehend unberücksichtigt bleiben, ergibt sich eine deutliche Wettbewerbsverzerrung zu ungunsten der europäischen und deutschen Landwirtschaft
Internationale Handelsbeziehungen sind wichtig. Es muss jedoch fair dabei zugehen.
Redaktioneller Hinweis: Teile des Textes wurden durch die KI Gemini zusammengestellt.


„Gibt es ein Gegenbeweis?“
Einen, Herr Seevers. Aber wogegen soll man denn beweisen?
„Die ukrainische Armee ist die stärkste Armee Europas. Ich halte es für unklug, diese Armee außerhalb der NATO zu halten.
Falls dennoch, dann sollte das eure Entscheidung sein, Freunde, nicht die von Putin.“
….sagte Wolodomir S. am 14.2…..wenn das kein Beweis ist!☝️
Er droht schon mal damit, glaubst du ihm etwa nicht?🤗
Ja ja, und guck dir mal die Leute an, die mit Selenski Handelsabkommen schließen. Jetzt werden sie von Analysten international auch noch „Epstein-Koalition“ genannt, sehr peinlich.
Die Welt ist schon extrem aus den Fugen geraten, hier mal der Versuch einer Erklärung und Einordnung abseits von Tagesschau und Talkshows:
https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20251/chaos-chaos-chaos/
Glauben Sie im Ernst, dass es uns unter Putin besser gehen wird als unter Trump?
Sorry, war schon weiter unten gepostet
Trump ist jetzt ja nicht für Alles, was gerade in der Welt geschieht verantwortlich. Aber dass die Freihandelsabkommen jetzt „plötzlich“ so abgeschlossen wurden, hat meiner Meinung schon mit seinem „Zollkrieg“ zu tun. Die Welt wird neu verhandelt und dabei rumst es ganz schön. Als Ablenkung vor den steigenden Lebenshaltungskosten gibt es gerade den Wal. Oder ist der jetzt tot ? Und jetzt der bissige Wolfswelpe – oder ist der auch schon tot ? Aber bald kommen die steigenden Lebensmittelpreise und Panikkäufe in die Medien… und dagegen wären dann eigentlich die Importe ganz nützlich.
Ich mag keine Kriege, ich mag keine brennenden Ölförderanlagen und Häfen. Aber es ist doch gut, dass dies jetzt passiert, so lange es in Europa noch eine funktionierende Lebensmittelproduktion gibt. Stellt Euch vor, die Landwirte wären schon alle weg und dann würde die Welt in Flammen aufgehen !
Positiv denken 🙂 .
0,765% ist die entscheidende Zahl. So groß ist der Anteil der deutschen Landwirtschaft am BIP. Damit dürfte wohl klar sein, welchen Stellenwert unsere Landwirtschaft im Ranking der politischen Interessen hat; nämlich keine. Eine florierende deutsche exportorientierte Wirtschaft könnte die deutsche Landwirtschaft alimentieren und den deutschen Volkskörper, allein über Lebensmittelimporte, wie man unweit meiner ehemaligen Heimat etwas drastisch ausdrückt, „am Kac en halten“. Werte Kollegen, werdet euch eurer Bedeutung bewusst. Ihr seid Landschaftspfleger mit Zusatznutzen Lebensmittelerzeugung und nicht mehr.
@Kemetbauer… im Nordwesten auch nicht unbedeutender Steuerzahler und der Rohstofflieferant für den zweitwichtigsten Wirtschaftssektor in Niedersachsen.
Wenn es mit der Automobilindustrie weiter bergab geht, kann sich auch das noch ändern. Nur mit Bio ist aber gar kein Blumentopf zu gewinnen. Also bitte den verbalen Ball flach halten.
Wenn eine Gesellschaft seinen Wert über einen BIP definiert, welcher sich aus reinem Konsumismus speist, dann ist es mit einer Gesellschaft nicht weit her. Diese Betrachtung der Realität wird sich spätestens bei einer Verknappung „BIP-unwichtiger“ Güter schnell zeigen. BIP kann man nicht essen….und BIO-BIP macht noch weniger satt.😎
@RS
Dann macht es doch Sinn, das BIP ganz aus der Bewertung der Wirtschaft zu entfernen und Wertmaßstäbe nur noch nach dem Sattmachmaßstab zu entwickeln. Warum dann derzeit überhaupt das Geplärre, wir würden wirtschaftlich absteigen. Ist doch einerlei, wo wir im internationalen Ranking stehen. Hauptsache wir sind satt.
btw: Geld kann man auch nicht essen und trotzdem ist es wichtiger als gute Nahrungsmittel.
@AK
Der ldw. Anteil am BIP wird nicht durch seine Steigerung, sondern nur durch den Abstieg der gewerblichen Wirtschaft möglich sein. Das ist so ähnlich wie der Ausbau der Ökolandwirtschaft. Wir müssen gar nicht selbst wachsen; es reicht, wenn die konv. Betriebe weniger werden. So wie es derzeit verstärkt ist.
Ich wollte lediglich verdeutlichen, dass der BIP-Anteil der Landwirtschaft kein Maßstab für eine Bewertung irgendeiner Art ist. Es dient nur für Diskussionen, die eine „ökonomische Wichtigkeit“ suggerieren soll. Das ist schlicht Unsinn.
Wenn irgendwann gar keine Industrieproduktion mehr stattfinden sollte, steigt automatisch der BIP-Anteil. so what?
@R.S.
Schade, Sie sind mir zuvorgekommen. Wir müssen nur Maschinenbau, Automobilindustrie und die Chemiebranche außer Landes jagen und schon steigt der prozentuale Anteil der Landwirtschaft am BIP ins Unermessliche.
Ob das wünschenswert ist? Eher nicht…
Erwerbstätige D insgesamt ca 46 Mio
laut Gewerkschaft war der letzte Tarifabschluss für 500000 Beschäftigte in der Landwirtschaft. Dazu kommen noch selbstständige Landwirte habe irgendwo ca 300000 gelesen.
In der Autoindustrie (Produktion+Zulieferer) sind aktuell ca 720000 Menschen beschäftigt.
Beide Branchen produzieren physische Produkte die einen Nutzen für Menschen haben bze unentbehrlich sind, generieren Wertschöpfung zum Anfassen odet Essen.
die KI so:
„Die Lebensmittelwirtschaft Deutschlands ist ein bedeutender Arbeitgeber, in dem insgesamt über fünf Millionen Menschen beschäftigt sind, wobei die Landwirtschaft als primärer Sektor 875.900 Arbeitskräfte umfasst und die nachgelagerten Bereiche – von der Verarbeitung über den Handel bis zur Gastronomie – mit zusätzlich etwa 4,2 Millionen Beschäftigten einen wesentlich größeren Teil des Beschäftigungsvolumens ausmachen“
Folgt man den Links (BMEL, Lebensmittelverband) und kontrolliert nach, scheinen die Zahlen so ungefähr zu stimmen.
Das politische Thema Nummer 1 sind derzeit die angeblich zu hohen Lebensmittelpreise. Ökonomen befürworten diese Handelsabkommen genau aus diesem Grund: Druck auf die europäische Landwirtschaft ausüben, dass die Lebensmittel billiger werden. Das ist die Stunde der Balmanns: Klein strukturierte Landwirtschaft abwürgen zu Gunsten von 100.000 ha-Betrieben. Es fragt sich nur, ob die mit den Preisen unzufriedenen Konsumenten sich die Zukunft der Landwirtschaft so vorstellen: wenn dann Bullerbü überhaupt nicht mehr existiert. Was für einen Aufstand das dann wieder nach sich zieht?
Guten Morgen
Maggi hatte vor etwa 35 Jahren in unserer Nachbarschaft einen Milchviehbetrieb mit 300 Holstein Kühen und Melkkarusell.
Als es für diese Firma nicht mehr lohnte wurde der Betrieb verkauft.
Heute ist es in den Händen von Herrn Frey ( Generalimporteur für Fahrzeuge in der Schweiz).
Deshalb glaube ich nicht, daß große Betriebe die mit viel Fremdarbeitskräften, viel verdienen. Der Staat der verdient bei solchen Unternehmen aber sehr gut.
Zum Ankommen mit Neuseeland.
Durch den Brexit, fiel für Neuseeland auch der Zugang zum europäischen Markt weg.
Als britische Kolonie haben diese zollfrei nach England geliefert und somit auch nach Europa.
Deshalb benötigte hier die EU und Neuseeland ein Abkommen, damit weiterhin die Waren gehandelt werden konnten.
Vielleicht war zu den Zeiten der EWG alles besser? Ich erinnere mich, dass wir, die Besatzung eines Container-Feederschiffs, mit demselben H-Milch und Fertigkakao einer münsterländer Molkerei containerweise nach Trinidad in die Karibik transportiert haben. Daneben gab es in Kühlcontainer Kartoffeln und Zwiebeln. Ich vermute, dass Exportsubventionen der EWG nicht unerheblich daran beteiligt waren.
Damals, Anfang der 80er Jahre, gab es laut Mitarbeitern des Deutschen Entwicklungsdienstes eine Kuh auf Trinidad, dies war sicherlich stark überzeichnet, aber die Nicht-Zuckerrohr Landwirtschaft war wohl rudimentär entwickelt. Mit dem Zuckerrohr ging es auch rapide bergab.
Für die Freunde des Schweröls, selbstverständlich fuhren die Containerschiffe mit Schweröl, wir bunkerten bei Port of Spain Schweröl aus venezolanischen Rohöl, welches ja jetzt als besonders dreckig gebrandmarkt wird. Allerdings war der Preisunterschied signifikant.
Momentan wird die Welt aufgeteilt.
Die Amis und China wollen ihr Auskommen sichern (Rohstoffe). Die Russen haben schon genug.
Nun versuchen die „Mittelmächte“ über Handelsabkommen und Zusammenarbeit mithalten zu können.
Ich befürchte, dass da zu viele Köche den Brei verderben.
Dem Chrupalla gefällt ja , dass Trump droht seine Truppen abzuziehen. Der Putin hat gesagt-was ich eh erwartet habe- dass er mit den Europäern wieder zusammen finden könnte. Deshalb :
Die Ukraine fallen lassen, damit sie in die Hände der Russen kommt und dann mit den Russen zusammen arbeiten. Die Amis aus Europa vertreiben.
Glauben Sie im Ernst, dass es uns unter Putin besser gehen wird als unter Trump?
Ich glaube nicht, dass wir „unter“ Putin wären. Das gäbe eher eine Partnerschaft als mit den Amis, die uns doch nur ausbeuten.
Und außerdem haben doch alle deutschen Politiker mit Putin geflirtet. Auch Merkel, die trotz Warnung durch die Amis die Northstream Pipe bauen hat lassen.
Dann haben die Amis (plus Ukrainer) uns gezüchtigt und Pipes gesprengt. Wir sind zu schlecht geworden und werden übernommen.
Die Bauern können am Wiederaufbau mitarbeiten, indem sie gesundes Essen produzieren.
Vielleicht wird sich Europa noch wundern, wenn irgendwann der Krieg vorbei und die Ukraine in der EU sein sollte. Die Ukraine hat dann die stärkste und kampferfahrenste Armee in Europa und ob diese dann für oder gegen Europa sich einsetzen sollte, ist niemals sicher. Wer das Gute nur auf einer Seite zu sehen glaubt, könnte wieder einer Naivität verfallen. Inzwischen sind die Ukrainer jedenfalls Experten für viele Armeen dieser Welt geworden…..ich mein ja nur.🙄
@RS: „Die Ukraine hat dann die stärkste und kampferfahrenste Armee in Europa“
Das sind ja wieder Geschichten aus dem Lazarett.
Gibt es ein Gegenbeweis? Oder soll das nur adhominem werden.
eine Delegation ukrainischerMilitärexperten ist in den persischen Golf entsendet worden un den Saudis, Kawaitern , Israelis, Oman ect. ihre
Erfahrungen bei der iranischen Drohnenabwehr mitzuteilen bzw. anderen Streitkräfte darin zu schulen, obwohl sie genug „Arbeit“ in eigenen Land haben. Sie wurden ausdrücklich zur Hilfe gebeten.
Bein einer kürzlichen Natoübung haben wenige Ukraineische Soldaten mit Drohnensimulation 2 Divisionen Natotruppen an einem Tag ausgeschaltet. Die haben aktuell echtam meisten Erfahrung auf dem Gebiet. da Kann selbst Reinmetall einpacken auch wenn diese behaupten die Ukrainischen Frauen würden nur Legodrohnen aus dem 3 D Drucker bauen. Sie haben jenfalls Erfolg damit und sie sind wesentlich schneller und kostengünstiger gebaut.
Unser gelieferten Panzer agieren nur noch getarnt am festen Ort als Artillerei weil diese auch keine Chance gegnen die russischen selbstgebauten Drohnen haben.
ich hoffe Pistorius hat dies auch erkannt und bestellt nicht nur Panzer und LKW sondern auch Drohnen z.b von Deutz.
Dazu gelernt haben nicht nur die Ukrainer. Die Russen und die Iraner auch. Der Wanner von Welt hat erzählt, dass die Russen die vom Iran gelieferten Drohnen ,nach den im Krieg gemachten Erfahrungen, modifiziert haben. Jetzt setzen die Iraner die von den Russen modifizierten Drohnen im Krieg gegen Israel und die USA ein.
@evonik
Russenfreunde und Putinversteher unter sich. Ich bin da nicht dabei.
Ich war einige Male in Russland und habe mit einflussreichen Oligarchen und einfachen Menschen auf der Strasse gesprochen.
Ich kann nicht verstehen, wie Sie dieses politische System gut finden können.
Man muss ja nicht das System gut finden,um eine hundertjährige kulturelle und wirtschaftliche Zusammengehörigkeit, die Vernichtung von Millionen von Russen, die Zustimmung zur Wiedervereinigung, und vieles, dass uns eher mit diesem Land verbindet, als mit den USA, gut zu heißen. Schon merkwürdig, dass die Welt den größten Unheilbringern Vertrauen für eine Zukunft gaben. Man sollte vielleicht die Menschen sehen und nicht den Einen oder DAS System.
Lass ihn. Er ist vollkommen verblendet. Oder er will seinen Blog „sauber“ halten und keinen Ärger bekommen. Vielleicht liest er auch nur FAZ und die Börsennachrichten…
Also wo sollen da irgendwelche brauchbaren Informationen herkommen, die einen „Systemvergleich“ zulassen?
Was soll eigentlich verglichen werden? Rechtsstaatlickeit? Ernsthaft?
@Stadtmensch
“ Er ist vollkommen verblendet“. Sie haben eine Grenze überschritten. Von Anstand will ich erst gar nicht reden.
Es reicht!
@R.S.
Wir haben Meinungsfreiheit. Ich nehme Ihre zur Kenntnis, habe aber eine andere Meinung.
Ich bin es aber langsam leid, dass nahezu jegliches Thema dazu missbraucht wird, daraus eine politische Diskussion zu entwickeln.
Wie das dann endet, sieht man am Kommentar vom Stadtmensch. Finden Sie es in Ordnung, wenn er mich als „verblendet“ bezeichnet?
Ich bin nicht für Stadtmenschs Aussagen verantwortlich, noch kann man mir eine Reaktion darauf abverlangen. Fast jedes Thema wird zu einem politischen, weil es auch fast immer mit dieser verknüpft ist, erst Recht das Thema Freihandel.
Ich habe doch nicht geschrieben, dass ich das russische System gut finde. Ich denke nur, dass eine Partnerschaft mit Russland Europa zukunftsfähiger machen würde, als uns dauerhaft dem jüdisch-amerikanischen Finanzsystem zu unterwerfen.
Wenn man gute Schlüsse ziehen will, dann sollte man sich bemühen beide Seiten zu verstehen.
„…als uns dauerhaft dem jüdisch-amerikanischen Finanzsystem zu unterwerfen. Wenn man gute Schlüsse ziehen will, dann sollte man sich bemühen beide Seiten zu verstehen.“
@evonik Nur damit sie es verstehen, die Bezeichnung „jüdisch-amerikanischen Finanzsystem“ ordne ich als antisemitischen Begriff ein!
Nehmen sie zur Kenntnis einige der heutigen Milliadäre die mit Geschäftsideen weltweit präsente Unternehmen gegründet haben sind deutschen Ursprungs. z.B Mark Zuckerberg Meta Konzern hat deutsche, polnische, österreichische Vorfahren und ja er hat jüdische Vorfahren, Peter Thiel paypal/Palantir geb in Frankfurt/Main als Sohn eines deutschen Chemikers, Konfession mir nicht bekannt, die Vorfahren von Donald Trump sind Deutsche aus der Pfalz soweit mir bekannt waren diese keine Juden. Übrigens von dort stammen auch die Vorfahren der Familie Heinz bekannt durch ihr Ketchup Imperium welches nach der Fusion mit der Firma Kraft einem Unternehmen das von James Kraft dem Enkel deutscher Auswanderer jetzt als Kraft Heinz Company fungiert.
Ich könnte die Liste jetzt sicher beliebig um weitere „Deutsche“ ergänzen aber das würde den Rahmen sprengen. Also haben wir es dann evtl eigentlich mit einem „deutsch geprägten Finanzsystem“ zu tun?
Das ist eine schöne Auflistung , an der man erkennen kann, dass in Europa auch Vieles gehen könnte. Man bräuchte halt eine gesunde Ernährung, die nötigen psychischen Einstellungen, die Finanzkraft und die politischen Rahmenbedingungen.
Was Praktisches zum Finanzsystem:
Einer, der mit mir zur Schule ging, hat sein Geldvermögen bei Templeton. Die Anlage mag für ihn durchaus lukrativ sein. Andererseits arbeitet Templeton aber mit dem Geld an der Ausbeutung von Arbeitskräften weltweit.
Was die Semiten betrifft, sind die Täter ja wohl alle gestorben, oder senil.
Die nachfolgenden Generationen haben sich nicht schuldig gemacht und bräuchten nicht mehr zu büßen. Wenn wir uns nicht wehren werden die Semiten uns in 1000 Jahren noch erpressen.
Für mich sind die Israelis ein Volk wie jedes andere. Deswegen bewerte ich deren Aktivitäten genau so, wie ich es bei anderen Völkern tun würde.
Der Kampf gegen Rechts ging eh in die falsche Richtung, weil die Braunen Linke waren.
Frau Ertl, am 25.9.2001 hat Präsident Putin im und vor dem deutschen Bundestag auf Deutsch eine Rede gehalten, die anschließend von den Volksvertretern wohl aller Fraktionen mit stehenden Ovationen bedacht wurde. Hier die Abschlussszene: https://youtu.be/GCrrTfBF42k?t=1522
Irgendwas muss sich seitdem geändert haben. – Lasst uns gemeinsam herausfinden, was.
Also: Denk´t mal drüber nach, schreibtś unten in die Kommentare und lasst ein Líke dar, wenn nicht schon geschehen!
Gegen Handelsabkommen kann man garnicht sein, aber die Schlupflöcher sind mir doch zu groß z. B. die Importe von leicht verarbeiteten Zucker . So sind fast eine Mill. Tonnen Zucker zollfrei in den EU-Markt gekommen und zusätzlich große Zuckermengen aus der Ukraine. Auch mit Wachstumsmitteln verseuchtes Rindfleisch. Dazu wird ohne rechtsfesten Vertrag schon jetzt vor dem EUGH-Richterspruch das Mercosurabkommen in Kraft gesetzt. Zu einem Handelsabkommen gehört natürlich auch den Schutz der eigenen Erzeuger zu bedenken , aber man hat den Eindruck , daß unsere Politik in Brüssel und Berlin einen richtigen Feldzug gegen die eigene Wirtschaft verfolgt. Es geht nicht hier die Erstellungskosten in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft hoch zu treiben und dann zu meinen hier alles mit Weltmarktpreisen zu wettbewerbsfähigen Preisen zu erstellen. Doch von Ökonomie und Wirtschaft haben unsere Politvertreter keine Ahnung und von Strategie und vorausschauenden Denken und Handeln eh nicht. Die Dummheit regiert hier und jetzt bekommen wir mit der verfahrenen Energiepolitik die Quittung für diese religiösideologische Politik. Bedenke das Ende , aber davon wissen die nichts . Schach spielen können die wohl alle nicht , denn sonst wäre diese Mausfalle nicht entstanden.
Irgendwie fehlen die Verwerfungen um das (Agrar-) Thema Ukraine:
https://www.facebook.com/landschafftverbindung/posts/es-wird-immer-skurrilerw%C3%A4hrend-hier-in-deutschland-die-milcherzeuger-in-schwieri/1231400432512013/
Peter: Genau! Wurde mir heute auch schon von Berufskollegen gesendet( Thema Milchbauern)…
Die Betriebe sind schon in der Hand westlicher Investoren und die werden ihre Investition nicht verlieren wollen.
Das „wir“ mal einer Meinung sind, ist schon erstaunlich. Könnte daran liegen, dass „Bad F.“ eine Teil der Schnittmenge sein könnte😉😑
Ein interessantes Kaleidoskop der Absurditäten. Mein Favorit: Chile und die EU beliefern sich gegenseitig mit Bio-Lebensmitteln. Wie viel Öko bleibt eigentlich noch übrig, wenn man alles zum anderen Ende der Welt verfrachtet?
„Interessanter Fakt: Das Mercosur-Abkommen enthält erstmals eine „Reziprozitäts-Klausel“. Das bedeutet, man arbeitet darauf hin, dass Importe langfristig dieselben ökologischen Standards erfüllen müssen wie europäische Produkte.“
Da ist sie wieder, die Naivität oder gar die Verarsche der Erzeuger durch ein Versprechen, was zum Einen eine zeitliche Komponente enthält, die nicht definiert wird und zum Anderen ein Kontrollversprechen, was nicht einmal innerhalb der EU funktioniert. Lasst euch nicht verarschen, es geht ausschließlich um Industriegüter-Exporte und Agrargüter-Importe. Es geht aber definitiv nicht um den Erhalt oder die Sicherung der nationalen Agrarbranche.
Wirklich „spooky“ wird es final, wenn der Chef von Rheinmetall sich über die Qualität der ukrainischen Drohnen lustig macht und sie als aus dem Legobaukasten bezeichnet. Erstens: Die Ukraine trotzt Putin mit eigenen, effektiven Mitteln und zeigt, dass nicht Material, sondern „Grips“ die Lösung vieler Probleme ist; Zweitens: eine solche Äußerung ist ob der apokalyptischen Ausmaße des Krieges nicht nur unangemessen, sondern arrogant und abartig; Drittens zeigt diese Äußerung ganz deutlich das „deutsche“ Problem: solche stakeholder sind nicht an Lösungen orientiert, sondern nur an „money“. Dazu kommt eine vollkommene Selbstüberschätzung. Solche Leute gehören nicht auf diese Posten (s.a. NGOs, VW, DB, Wohnungsbau, Energiewirtschaft, auch LW)
Frau Dr. Kersten ( agrarpolitische Sprecherin der SPD) verteidigt auch dieses Abkommen mit der Begründung, daß die Audits im Produktionsland erhöht werden. Das kommt aber dann ganz darauf an, wer diese Audits durchführt und wie spontan sie durchgeführt werden. Oder handelt es sich sogar um Selbstaudits? Das soll es ja auch geben.
Frau Dr. Kersten war früher hier bei mir als Amtstierärztin tätig und sollte ohnehin wissen, dass Papier sehr geduldig ist und Plausibilität nicht unbedingt etwas mit der Wahrheit zu tun hat.
Komisch das die deutsche Wirtschaft trotz EU und Handelsabkommen so auf Talfahrt ist, oder?…
Das ist nicht komisch, sondern logisch:
1. Unsere Arbeitskosten sind sehr hoch und es gibt kaum noch Produktivitätsfortschritte, die das kompensieren können
2. Die Anderen können auch gute oder sogar teilweise bessere Qualität liefern
das liegt nicht nur an Handelsbeziehungen, sondern auch besseren an HighTec.
oder?
Ach du meine Güte, was für ein Auftakt der Woche 🙂
Apropo Vorteile für den Verbraucher: ich war am Freitag bei Aldi und da ist mir aufgefallen, dass es im Kühlregal nur 2 Sorten Butter gab: eine irische und eine Sorte Bio-Butter. Vergebens suchte ich deutsche Butter…. Ich habe dann halt lieber gar keine gekauft.
Meine Enkelinnen haben dann auf dem Weg zur Kasse laut immer wieder ‚gesungen ‚ Es gibt keine deutsche Butte mehr’…. zur Belohnung habe ich sie zum Eis-Essen eingeladen, wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen.
Dann war das wohl ein Markt-spezifischer Zustand des „Zur Zeit nicht da“-Effektes. Aldi-Nord, wie auch Aldi – Süd vertreiben mind. 2 Deutsche Buttersorten (Milsani – Eigenmarke Aldi, und Meggle).
und wo lässt Milsani herstellen, oder in ihr Papier einpacken?
Bei welcher Molgerei?
welche Molkerei wurde da im Preis gedrückt oder erpresst?
Je nach Region unterschiedlich…wieso kommst du da drauf, dass Aldi die Erzeuger drückt. Aldi ist als harter aber fairer Handelspartner bekannt. Kann es sein, dass du Vorurteile hast? 😉
Da hat Aldi wohl frech die 99-Cent-Butter aus dem Sortiment genommen. – Preisbrecher, buh! – Ich hab ja ein Kilo gebunkert und eingefroren, denn zu dem Preis finde ich Butter richtig gut.
Butter ist doch schon lange kein Indikator für Nichts. Nur Boomer und Ältere orientieren sich daran oder echauffieren sich darüber. Schau mal aktuell auf Eier, da wird dir eher schwindelig.🦄🤡
In welchem Betrieb die Butter hergestellt wird , kann man im ovalen Siegel auf jeder Packung feststellen . Ob das dann auch aus deutscher Milch ist, das steht auf einem anderen Blatt
Es gibt keine deutsche Milch! Es gibt Rinder mit unterschiedlicher Zuchtrichtung: Milch, Fleisch, Doppelnutzung. Wenn „wir“ den nächsten Blödsinn eröffnen: „3xD + vom Deutschen Melker (mit deutscher Maschine…) ermolken, geht das ganz schnell nach hinten los. 🙄
richtig,
hautpscher der Kunde kauft
Ja, das ist immerhin so halb-transparent.
Gibt dann auch schon mal Nordsee-Lachs mit „PL“ im Siegel… 😉