Bauer Willi
Kommentare 32

Ganz ohne Pflanzenschutz…

Im Juni wird in der Schweiz darüber abgestimmt, ob Pflanzenschutzmittel in der Schweiz komplett verboten werden und auch nur noch Importe zulässig sind, die ohne „Pestizide“ erzeugt wurden.

Kleinbauern: «10 Gründe für die Pestizid-Verbots-Initiative»

Die Kleinbauern-Vereinigung unterstützt die Kampagne und begründet dies wie folgt:

1. Den Betrieb für die kommende Generation bewahren: Dank pestizidfreier Produktion können wir einen Hof mit gesundem Boden und einer intakten Umwelt an die nachfolgende Generation übergeben.

2Marktmacht des Grosshandels aufbrechen: Ein Systemwechsel hin zu einer pestizidfreien Schweiz betrifft die gesamte Wertschöpfungskette. Endlich werden auch die Verarbeiter, Händler, Grossverteiler und die Endkonsumentinnen in die Pflicht genommen. Davon profitieren alle Bäuerinnen und Bauern. Unsinnige Qualitätsanforderungen oder eine intransparente Margenpolitik werden so zwangsläufig in Frage gestellt. Das bietet die Chance, ein für alle faireres System zu schaffen.

3. Eine lokale Landwirtschaft stärken: Der Systemwechsel hin zu einer pestizidfreien Schweiz schafft gleich lange Spiesse und Chancen für uns Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz und weltweit. Der Druck, ständig effizienter und wettbewerbsfähig zu werden und mit einer umweltschädlichen globalen Massenproduktion mitzuhalten, fällt weg, da für alle in der Schweiz verkauften Produkte die gleichen Anforderungen (pestizidfrei!) gelten.

4. Die Abhängigkeit von Agrar- und Chemiekonzernen reduzieren: Pestizidfreie Produktion verschafft uns mehr Unabhängigkeit und spart Kosten bei der Beschaffung von Gütern der Agrochemiekonzerne. Wir holen die Wertschöpfung wieder zurück auf den Hof.

5. Versorgungssicherheit gewährleisten: Eine pestizidfreie Produktion schützt unsere natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden und Biodiversität und ermöglicht uns, auch in Zukunft genügend Lebensmittel zu produzieren.

6. Auf Bewährtes zurückgreifen und Innovatives fördern: Bei der Umsetzung von pestizidfreier Produktion können wir wieder stark mit unserem eigenen Wissen und der bäuerlichen Innovationskraft arbeiten und gleichzeitig die Erfahrung der Bäuerinnen und Bauern nutzen, die bereits pestizidfrei produzieren. Wir werden Teil einer selbstbestimmten und zukunftsfähigen Landwirtschaft, die auf der Basis der natürlichen Grundlagen und mit einem regen fachlichen Austausch wertvolle Lebensmittel produziert.

7. Die eigene Gesundheit und die der Familienangehörigen und Mitarbeitenden schützen: Pestizidfreie Produktion ermöglicht uns, die Arbeit im eigenen Betrieb ohne gesundheitliche Risiken auszuführen.

8. Wissenschaft und Forschung für eine nachhaltige Landwirtschaft nutzen: Mit der Annahme der Initiative schaffen wir die Voraussetzungen für mehr Wissenschaft und Forschung zuhanden einer nachhaltigen und trotzdem ertragreichen Land- und Ernährungswirtschaft. Wenn die Praxis und die Forschung am gleichen Strick ziehen, schaffen wir einen Pestizidausstieg in 10 Jahren.

9. Die Lebensgrundlage aller schützen: Mit pestizidfreier Produktion und damit einer gesunden Umwelt schützen wir die Lebensgrundlage für alle Menschen hierzulande und weltweit.

10. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen: Pestizidfreie Produktion hilft uns beim Wandel des Ernährungssystems hin zu einer natur- und menschenverträglichen Landwirtschaft und der Produktion gesunder Lebensmittel vom Hof auf den Tisch.

Hier noch ein Video dazu, ebenfalls von der Kleinbauern-Vereinigung:

https://www.youtube.com/watch?v=XwhxSg3mljw

Und hier die Homepage: https://www.kleinbauern.ch/pestizidfrei-ja/

 

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32 Kommentare

    • Reinhard Seevers sagt

      Haste die Kommentare gelesen….man, da geht die Gusti ab!
      Es ist doch wirklich immer wieder seltsam zu erleben, wie sich Menschen emotional so aufladen können, dass sie als Landsleute, sich fast die Köppe einschlagen möchten.
      Da ist doch viel mehr drin in der Landwirtschaft, als in allen anderen Bereichen des Wirtschaftens und alle wollen angeblich etwas bewahren, auch die, die nie eine Kuh gemolken oder ein Korn gesät haben….ist das nicht komisch.
      Eine Angst vor Knappheit gibt es bei denen überhaupt nicht…..das muss irgendwie eine völlig andere Warnehmung der Erzeugung von Nahrung sein.

      +5
      • Elisabeth Ertl sagt

        Die rechnen als eines der reichsten Länder halt damit, dass sie notfalls gegen entsprechendes Entgelt immer woanders einkaufen können. Und für Otto Normalverbraucher ist es auch schon egal, ob 58% oder 42% Selbstversorgungsgrad.
        Ich glaube aber nicht, dass diese Initiativen eine Chance haben. Selbst der geldschwere WWF hat mit seinen Medienkampagnen das Rennen um den Wolf nur knapp gewonnen, die Hornkuhinitiative ist abgeblitzt.

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    • Ferkelhebamme sagt

      In der Schweinehaltung sind die Schweizer schon längst da, wo die deutsche Regierung hin will in puncto besondere Tierwohlställe mit Platz, Einstreu und Auslauf, die Betriebsgrößen sind auf bestimmte Tierhöchstzahlen gedeckelt. Dafür werden die einheimischen Produzenten durch hohe Importzölle geschützt und das Schweinefleisch ist viermal so teuer wie hier. Könnten wir auch so machen, hätte ich nichts dagegen 🙂
      Haben inzwischen allerdings auch festgestellt, dass die offenen Ställe emmissionstechnisch fragwürdig sind und die Tierschützern geben natürlich auch keine Ruhe und feuern munter weiter.

      +7
  1. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Bioaktion sich selbst ad absurdum führen wird. Aber, wenn die Schweizer dieses Experiment machen wollen, bitte!
    Am Ende wird der Beweis, dass es nicht geht auch dem letzten Verbraucher die Augen öffnen.
    Manchmal ist es auch für etwas gut, ein Exempel zu statuieren.
    Der normale Bürger hat sich bisher nicht von den Argumenten der kompetenten Landwirte überzeugen lassen. Also darf er gerne die Folgen dieser Aktion am eigenen Leib spüren.
    Erst, wenn unsere Ideologen merken, dass sie sich selbst ins „Aus“ geschossen haben, kommt deren Erkenntnis. Es geht nicht anders. Der Krug geht nur so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und ein gebranntes Kind scheut das Feuer.

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  2. Meyer sagt

    Keine Antibiotika, keine Pflanzenschutzmittel, eine Horrorvorstellung ! Was würde so etwas für Deutschland bedeuten ? Komplette Tierhaltung , auch Bio am Ende. Rapsanbau nahe Null. Rübenanbau 80% reduziert. Getreidemengen um 60% weniger. Gesamtes Ernährungsgewerbe stark reduziert. Arbeitlosigkeit. Wenn 25 Mill. Tonnen weniger auf dem Markt wären , dann würde es den gesamten Weltmarkt in Turbulenzen versetzen. Hunger und Verarmung würde zunehmen. Die kleine Schweiz könnte das mit Importen kompensieren , aber für Deutschland nicht machbar. Dann könnten wir auch aus der EU austreten. Das wäre dann mal wieder ein „Deutscher Sonderweg“. Auch für die Schweiz würden sich nicht absehbare wirtschaftliche Folgen ergeben.

    +9
    • Reinhard Seevers sagt

      Einfach §1 des Landwirtschaftsgesetzes vor dem Verfassungsgericht in Vollem Umfang einklagen:

      Um der Landwirtschaft die Teilnahme an der fortschreitenden Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft und um der Bevölkerung die bestmögliche Versorgung mit Ernährungsgütern zu sichern, ist die Landwirtschaft mit den Mitteln der allgemeinen Wirtschafts- und Agrarpolitik – insbesondere der Handels-, Steuer-, Kredit- und Preispolitik – in den Stand zu setzen, die für sie bestehenden naturbedingten und wirtschaftlichen Nachteile gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen auszugleichen und ihre Produktivität zu steigern. Damit soll gleichzeitig die soziale Lage der in der Landwirtschaft tätigen Menschen an die vergleichbarer Berufsgruppen angeglichen werden.

      😎

      +3
    • Mark sagt

      Beim Antbiotikaeinsatz kommt die ganze Verlogenheit der Bios zu Tage. In der Rinderhaltung ist nämlich auch bei Bio der Einsatz von Antibiotika zulässig und lt. Tierschutzgesetz sogar zwingend, wenn eine Erkrankung den Einsatz von Antibiotika notwendig macht, wie z.b. bei einer Mastitis oder Metritis etc.. Der prophylaktische Einsatz von Antibiotika (z.B. mit Trockenstellern) wird auch in der konv. LW auslaufen, ob dies immer sinnvoll ist, darüber kann man trefflich streiten).

      +1
      • Andi sagt

        @Mark
        Bei Bio-Schweinen ist der Antibiotikaeinsatz ebenfalls erlaubt bzw. zwingend. Nur das im Schweinebereich der prophylaktische Einsatz bei bio. und konv. verboten ist.

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    • Was glaubt Ihr, was los wäre, wenn jemand die Apotheken(Humanpestiziddealer) dicht machen würde.

      Man fordert eine völlig unsinnige pflanzenschutzmittelfreie Landwirtschaft, und anschließend gibt man sich die Kante mit allerlei Medikamenten.

      Ich erlaube mir mal, das als totalen Schwachsinn zu bezeichnen.

      +3
      • Ferkelhebamme sagt

        Zurück ins Mittelalter soll aber nur die Landwirtschaft. Das ist so schön romantisch.

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        • Inga sagt

          ‚Ja klar,

          den reichen Bauern wollen wir es mal zeigen!
          Die sollen etwas tun!
          (das ist der Grundhass oder -neid)

          andere wollen wirklich echte natürliche Nahrungsmittel ohne Rückstände!

          Und weil den chemischen PSM nicht vertraut wird und man nicht weiß was drin ist, verteufelt man sie!
          Nennt sie Pestizide
          alles aus Unsicherheit!

          Dennoch soll so viel wie möglich hergestellt werden, das geht ohne PSM nicht dass
          Nestle, Ferrero und co. genügend haben!

          https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/zdfzeit-die-tricks-von-ferrero-100.html

          Die analysieren die gesunden Lebensmittel, bauen sie auseinander und bauen sie wieder verkaufs- und geschmacksgerecht zusammen!

          Was hat das mit Naturbelassenheit zu tun?

          Und die vergewaltigen jungfräuliche Kirschen aus dem Schwarzwald. 👩‍🦰
          und nennen sie Mon chéri

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          • Inga sagt

            Sollten diese Leute, die den PSM nicht vertrauen
            hier mal anfangen zu kritisieren und Mißtrauen entgegen bringen!

            Oder dünner säen, dadurch weniger Fungizide und weniger Ernten,

            aber für die obengenannten Firmen ist nichts mehr übrig!

            Deren Produkte sind wo wie so ungesund!

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  3. Mark sagt

    Ich schätze die schweizer Bürger für so intelligent ein, dass sie auf diesen Schwachsinn nicht hereinfallen und die Initiative krachend scheitert. Die Greenis in D, A und auch in CH sind mittlerweile dabei, den Bogen zu überspannen, übrigens nicht nur im Agrar – und Umweltbereich. Es ist schon fast lustig, wenn man auf deren homepage vom dem Button „Fakten“ nur Unterstellungen, Vermutungen, Emotionen und schlicht Fakes präsentiert bekommt. Weniger lustig ist, dass diese dämliche Initiative von kleinBauern ausgeht, also wieder mal aus „eigenen“ Reihen…

    +15
  4. werner locher sagt

    Zur Info: Es liegen uns 2 Vorlagen vor, über welche die Schweiz am 16 Juni abstimmt: 1. Die sogenannte Trinkwasserinitiative. Diese zielt ausschliesslich auf die Landwirtschaft. Sie will, dass nur noch diejenigen Bauern staatliche Gelder erhalten, welche auf Pestizide verzichten. Das heisst, auch z.B. auf Schwefel- und Kupferpräparate wie sie im Biolandbau verwendet werden.
    Und 2. Die Pestizidverbotsinitiative. Mit dieser wird die gesamte Gesellschaft in die Pflicht genommen. Auch die Kleingärtner und Privathaushalte. Keine Insektenvernichter mehr, keine Flohhalsbänder für den Hund, keine Desinfektionsmittel.

    Die Debatte ist sehr emotional geladen. Ich bin gespannt auf den Ausgang der Abstimmung…..

    +7
  5. Wilhelm Harms sagt

    Integrierter Pflanzenbau – wurde vor 40 Jahren schon erfunden und praktiziert.
    Schöne glorreiche Idee !
    Aber die Schweizer werden wg Inzucht zugrunde gehen denn Geimpfte, Medikamentenabhängige, anderweitig medizinisch behandelte Menschen werden dann als weitergeführt Folge irgendwann nicht mehr mit schweizer Menschen vereinigen dürfen.
    Aber die Schweitzer werden dem zustimmen denn die Menschen – auch wir – sind trotz allen Wissens das uns frei zur Verfügung steht so verblödet das sie nicht wissen was sie tun !
    Der große Vorteil wird sein das Nahrung ein knappes und teures Gut ist was in der Schweiz ohnehin schon der Fall ist.
    Nicht die Hoffnung sondern die Dummheit stirbt zuletzt:
    https://youtu.be/xoZsthIXaF0
    Ab Minute 24 betrifft es uns . . . .
    aber alles andere ist leider auch wahr !

    Wenn wie bei uns Satire mathematische Logik und Wahrheit ist kann man (Frau auch ) ermessen wie weit wir heruntergekommen sind !

    +2
  6. Es handelt sich um 2 Initiativen. Die Trinkwasserinitiative will keine Direktzahlungen an Betriebe geben, wenn diese Pestizide einsetzen, antibiotika vorbeugend geben oder betriebsfremdes futter zukaufen.
    Beide Initiativen sind abzulehnen da sie Foodwaste auf dem Feld fördern. Die lokale Produktion von Lebensmittel wird um 20 bis 60 % sinken, und das bei einem selbstversorgungsgrad von gerade mal 55%. Dh. Der weltweite Flächenbedarf wird nur noch mehr belastet. Unsere guten Böden mit in der Regel ausreichend Niederschlag werden nicht mehr ressourceneffizient Bewirtschaftet und die Forderung nach dem gleichen Importstandard kann meines Erachtens sowieso nicht umgesetzt werden. Aus diesen Gründen an alle schweizer Stimmbürger bitte 2x Nein stimmen am 13.Juni 2021. Danke.
    http://Www.bauern-unternehmen.ch

    +3
  7. Den Schweizern traue ich das zu.
    Die Frage ist nur: Funktioniert das auch wirklich mit aller Konsequenz?
    Jedenfalls ist das ein sehr guter Ansatz zur „Nagelprobe für das Volk“.

    Wir sollten diese „Nagelprobe“ auch bei uns in Deutschland machen…………….

    +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der Marktanteil der Bio-Lebensmittel in der Schweiz beträgt 10,8 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Die höchsten Marktanteile weisen Eier mit 28,9 Prozent sowie Brot (26,2%) und Gemüse (23,9%) auf. Während im Detailhandel Bio seinen festen Platz hat, ist es in der Gastronomie spärlich vertreten. Bio Suisse will die Thematik angehen und sich dabei auf die Gemeinschaftsgastronomie konzentrieren, in welcher der Bio-Anteil gesteigert werden soll.

      Wer an den Punkt 3. glaubt, dass die Schweizer dem zustimmen, glaubt auch noch an den Storch.

      +2
  8. Thomas Apfel sagt

    Interessanter Versuch , wenn ein so reiches Land wie die Schweiz das macht. Es ist ja (wenn ich mir die Unterstützer aus der Landwirtschaft ansehe, ein Zwangsbio-Konzept, so wie wir es befürchten.

    Die Unterstützer sind die Bio-Bauern, die damit ihre konventionellen Kollegen ins gleiche System zwingen. Es geht ja ausdrücklich um Verbot „chemisch synthetischer“ Pflanzenschutzmittel. Bei Kupferpräparaten muss der Grundsatz zwar schon mal verbogen werden, weil die nicht so in der Natur vorkommen oder an Bäumen wachsen und durchaus „synthetisiert“ werden müssen.

    Pflanzen-, Viren-, Bakterien und Hefepräparate sind insbesondere in ihrer Wirkung auf die Umwelt und Artenvielfalt ebenso kritisch zu sehen wie die synthetisch erzeugten Parallelwirkstoffe. Sie werden nur in den Pflanzen (i.d.R. in den Cellulosestrukturen) unsichtbarer verbaut, machen also kein sichtbaren Rückstandsprobleme. Wenn im Gegensatz zu synt. PSM Mineraldünger in Grenzen erlaubt bleiben, ist das schon ein interessantes Experiment.

    Mit der Importsteuerung hat die Schweiz ja jahrelange Erfahrungen bei Erbeeren und Süsskirschen. Bei voller Versorgungsfähigkeit aus heimischen Anbau werden Importe ja tatsächlich gesperrt. Sonderkulturen mit hohem Schutzbedarf (Obst und Gemüse) müssen dann halt komplett eingehaust werden, das geht schon !!
    Plaste versus PSM : aber die Schweiz mit einem geordneten Entsorgungssystem wird die Plasteflut schon bewältigen. Interessant wird die vorgesehene Übergangszeit von 10 Jahren bis zum völligen Verbot. Da wird der Rest Europa wohl ein interessiertes Äugli drauf werfen.

    +3
  9. Jochen Böhrer sagt

    Das gilt dann wohl auch für Kupfer, Spinosad und die anderen „ökologischen“ Pestizide. Lasst sie mal machen, die Schweizer.. Sie sind ja seit 2002 in der UN und werden wohl Nahrungsmittelhilfen bekommen, bevor sie verhungern.

    +6
      • Jochen Böhrer sagt

        Ok. Dann haben sie aus den Fehlern deutscher Bienen-Volksbegehrler gelernt.

        +1
      • Es handelt sich um 2 Initiativen. Die Trinkwasserinitiative will keine Direktzahlungen an Betriebe geben, wenn diese Pestizide einsetzen, antibiotika vorbeugend geben oder betriebsfremdes futter zukaufen.
        Beide Initiativen sind abzulehnen da sie Foodwaste auf dem Feld fördern. Die lokale Produktion von Lebensmittel wird um 20 bis 60 % sinken, und das bei einem selbstversorgungsgrad von gerade mal 55%. Dh. Der weltweite Flächenbedarf wird nur noch mehr belastet. Unsere guten Böden mit in der Regel ausreichend Niederschlag werden nicht mehr ressourceneffizient Bewirtschaftet und die Forderung nach dem gleichen Importstandard kann meines Erachtens sowieso nicht umgesetzt werden. Aus diesen Gründen an alle schweizer Stimmbürger bitte 2x Nein stimmen am 13.Juni 2021. Danke.
        http://Www.bauern-unternehmen.ch

        +1
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Als „Allemannen“ habt ihr bestimmt die Initiative „Rettet die Bienen“ mitbekommen und den Volksantrag. Ich war überrascht wie offen Bürger beim Pflanzenschutz waren, als man den Menschen gezeigt hat, wie sachgemäßer Pflanzenschutz aussieht. Eine Frau viel aus allen Wolken, als ich ihr erzählte, dass auch bei BIO gespitzt werde, wenn auch nicht synthetisch.

          In ihrer Geldgier berichten die Medien nur noch Horrorgeschichten und teile der Politik machen dieses Spiel mit.
          Die Saat ernten wir derzeit, dass man der Politik und der Wissenschaft nicht mehr glaubt, wie derzeit bei der Pandemie.
          Meine Meinung war immer, das schlimmste für ein Volk wäre, wenn man der politischen Führung nicht mehr glaubt, ich glaube derzeit ist es so.

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      • Obstbäuerin sagt

        Dann müsste aber auch die Frage geklärt werden, ob die nichtsynthetischen Pestizide auf den Äckern in Afrika mit synthetischen Pestiziden produziert werden dürfen. Die Schweiz ist klein, da wird nicht so viel zusätzliches Ackerland für diese europäische Luxusproduktion in Afrika verloren gehen. Für ganz Europa würde es dann aber zum Problem.

        +4
  10. Reinhard Seevers sagt

    „Pflanzliche Lebensmittel wiesen 40% SVG auf, während bei den tierischen Lebensmitteln die Selbstversorgung zu 100% gewährleistet ist.“

    Von wegen Versorgungssicherheit….wenn dann noch Zwangsveganismus folgen sollte, dann gute Nacht ihr Schweizer.

    +4
  11. Martin sagt

    Stehen verarbeitete Agrarprodukte auch in der Einfuhrbeschränkung? Und es gilt zu beachten, dass nicht plötzlich im Gesetzgebungsverfahren Zeilen oder ganze Blöcke aus der Vorlage verschwinden und der Import doch unbeschränkt erfolgen darf.

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    • Bauer Willi sagt

      Hier mal nachlesen. Ich interpretiere es so, dass es auch für verarbeitete Produkte gilt, die nicht importiert werden dürfen. Im Video wird es auch klar angesprochen.
      https://lebenstattgift.ch/

      Meines Erachtens würde es zu einem völligen Einfuhrverbot aller Lebensmittel führen, die nicht Bio sind.

      +3
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Zum Nachlesen:

        https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2020/1997/de

        Man lässt sich 10 Jahre Zeit und eine Hintertür offen.

        Art. 197 Ziff. 12412. Übergangsbestimmung zu Art. 74 Abs. 2bis1Die Ausführungsgesetzgebung zu Artikel 74 Absatz 2bistritt spätestens zehn Jahre nach dessen Annahme durch Volk und Stände in Kraft.2Der Bundesrat erlässt vorübergehend auf dem Verordnungsweg die notwendigen Ausführungsbestimmungen und achtet dabei auf eine schrittweise Umsetzung von Artikel 74 Absatz 2bis.3Solange Artikel 74 Absatz 2bisnicht vollständig umgesetzt ist, darf der Bundesrat vorübergehend unverarbeitete Lebensmittel, die synthetische Pestizide enthalten oder mithilfe solcher hergestellt worden sind, nur dann bewilligen, wenn sie zur Abwehr einer gravierenden Bedrohung von Mensch oder Natur unverzichtbar sind, namentlich einer schweren Mangellage oder einer ausserordentlichen Bedrohung von Landwirtschaft, Natur oder Mensch.

        +1

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