Bauer Willi
Kommentare 24

So ein Käse…

Als neues Format für die Verbraucherkommunikation hat die Initiative „Heimische Landwirtschaft“ das Magazin Heimisch genießen in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Direktvermarktung entwickelt. In der ersten Ausgabe dreht sich  alles um heimischen Käse. Abrufbar ist Heimisch genießen zunächst nur digital. Zum Verteilen bei Veranstaltungen oder in Hofläden ist der Druck geplant. Abhängig ist dies von der Entwicklung der Corona-Lage. Sollten Veranstaltungen absehbar sein, auf denen das Magazin verteilt werden kann, wird eine kleine Auflage auch als gedruckte Version verfügbar sein.

Heimisch genießen soll zunächst zwei Mal pro Jahr erscheinen und will Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigen, dass es nicht schwer ist, sich regional und saisonal zu ernähren. Hier könnt ihr euch das Magazin ansehen, das ich sehr gelungen finde:

https://www.yumpu.com/de/document/read/65385446/heimisch-geniessen-kasevielfalt-von-hier

Wer also in Verbraucherkommunikation etwas tun will, hier hat er einen sehr guten Link.

(Aufrufe 1.100 gesamt, 1 heute)
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24 Kommentare

  1. Smarti sagt

    Die Initiative „Heimische Landwirtschaft“ gibt es seit zehn Jahren und die Homepage ist sehr ansprechend gemacht, informativ und für alle Betriebe, ob gross oder klein, bio oder konvi.

    Bei den Schweizern bedeutet bei den Jüngeren das Schimpfwort „Kompetenzzentrum“ das genaue Gegenteil… 🙂 – also eine Firma oder Person die von einem Thema zwar keine Ahnung hat, es aber selber nicht merkt. Upsi.

    Die Frage ist eher, ob so viel Information in einer Broschüre überhaupt gelesen wird ? Das eher ältere Publikum, dass jetzt schon in den Hofladen geht, kennt den Inhalt. Die Personen, die mit diesen Heftchen angesprochen werden sollten, lesen den vielen Text nicht. Da braucht es meiner Meinung nach eher zweiseitig bedruckte Flugblätter mit schönen Fotos, markigen Stichworten und den Link auf die HP – direkt zum Käse, am Besten noch mit Infofilm.

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    • Paulus sagt

      Smarti, ich fürchte du hast Recht. Als ü60er kenne ich das alles und die junge Generation springt eher auf eine andere Art des Marketings an.
      Abgesehen davon: ich bin nun mal ein großer Freund bäuerlicherlicher Manufakturen und kleiner Direktvermarkter. Diejenigen, die erstklassige Produkte erstellen benötigen erstaunlicherweise weder ein Kompetenzzentrum noch großartige Reklame, sondern liefern ganz einfach nur hervorragende Produkte, allerdings nicht für den Massenmarkt sondern für einen eher eng begrenzten Kundenkreis.
      Ein kleines Beispiel nur: kauf mal einen Camembert von Rotkäppchen oder einen Rügener Badejungen und einen ebensolchen Käse von einem kleinen Bauern in der Normandie.
      Könnte ich mit anderen Produkten so fortsetzen …

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    • Stadtmensch sagt

      „Das eher ältere Publikum, dass jetzt schon in den Hofladen geht, kennt den Inhalt.“

      Hm. Meine Schwiegermutter kommt aus einer Landwirtsfamilie und hat auch bis zur Wende einen Schweinemastbetrieb geführt. Sie kauft immer, wenn was im Angebot ist. D.h., sie liest diese Werbeblättchen, die täglich im Briefkasten landen.
      Das steckt irgendwie so drin in den Leuten: gut Wirtschaften oder so….

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  2. Obstbäuerin sagt

    Das Design erinnert mich an die Werbung der HO (modernere Version des Konsum in der DDR) aus den 60gern. Wenn es an die Ü60 gerichtet ist, kann der nostalgische Effekt vielleicht wirksam sein – bei mir hat das nicht geklappt. Inhaltlich für einen Hofladen mit überwiegend Milchprodukten sicher geeignet.

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  3. Brötchen sagt

    Anmerkung:

    die recht helle Schrift auf dem hellem Untergrund ist online rel. schlecht zu lesen.

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Ok, ich wage es mal den ersten Beitrag.
    Für mich ist das Format nicht ansprechend. Es wirkt wie eine Kombination aus CMA-Werbung in Kombination mit Landvolk-Infobroschüre und etwas Landlust am Ende.
    Und irritierend für den Leser ist dann: 2000 Kühe, 4800ha und der Begriff „Hofladen“. OK, das ist eine regionale Ausgabe, aber es zeigt schön den Widerspruch von Anspruch und Wirklichkeit.
    Ist ja nur mein Gefühl….erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit…nicht gleich wieder zuschlagen bitte! 😣

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    • Ostbauer sagt

      Also ich finde es gut. Alle Informationen drin, welche ein Verbraucher so benötigt. Es muss ja nicht immer „Bullerbü“ sein und an der Grössenordnung stört sich da auch kaum jemand. Im Osten sind die Leute noch etwas anders gestrickt.
      Wichtig ist doch, dass überhaubt regional angeboten wird.

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      • Inga sagt

        Ja,
        hier kommt die Frage zum Vorschein, Obstbauer,

        Was ist die richtige Betriebsgröße für Mensch, Tier und Umwelt in der Landwirtschaft!

        Was zu Zuviel ist, ist ungesund
        was industriell ist ist ungesund

        Wie wichtig ist für die 3 ein Gemischtbetreib?

        Also wenn der Verbraucher sich keine teuren Produkte aus einem ökologisch sinnvollen Gemischtbetrieb leisten will, muß er eben als Steuerzahler ran und die Differenz in Form von landw. Subventionen bezahlen!

        Dann hat er aber das Mitspracherecht verwirkt (Das hat er eigentlich jetzt schon)
        und der Ökologie geht es besser?

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        • Ostbauer sagt

          Inga, willst Du das Fass mit der richtigen Betriebsgröße wirklich aufmachen???

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        • Paulus sagt

          Ach Inga, wenn ich als Steuerzahler ran muss habe ich definitiv ein Mitspracherecht.
          Nur gut, dass niemand gewisse Landpommeranzen ernst nimmt. 😉
          Nichts für Ungut, gnädige Frau.

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          • Inga sagt

            Dann bevorzugst du billiges Zeug, Paulus

            Und gibst die Verantwortung an der Ladenkasse ab.

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          • Inga sagt

            Von wegen Landpomeranze

            Vorsicht!!!

            Ich bin Stadtbäuerin

            Wir haben fast den gleichen Hof wie Bauer Willi
            arrondierte Fläche und fast die gleiche Bodenpunktzahl!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Inga,
              wie definierst Du eine Stadtbäuerin?
              Bist Du in einer Stadt aufgewachsen, oder liegt euer Hof im Ortsetter einer Stadt, oder in einer einem eingemeindetem Stadtteil.

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              • Inga sagt

                Ich bin Einwohnerin einer Ackerbürgerstadt!

                https://de.wikipedia.org/wiki/Ackerb%C3%BCrger

                Mit Stadtmauer und Stadtkirche
                Sogar innerhalb der Stadtmauer ist die jahrhundertalte Architektur der Wohnhäuser landw. ausgerichtet zu bewundern.
                Gebildete Leute können das einschätzen!

                Aber mit einer riesengroßen Gemarkung
                mit vielen Gutshöfen und Domänen ringsherum!

                Aufgewachsen bin ich auf deinem Dorf, nach dem 4. Schuljahr in die Stadt zur Schule gegangen, auf einer Uni meine Berufsausbildung gemacht, meinen Mann, den Ackerbürger aus der Stadt dort kennengelernt und mit ihm in die Ackerbürgerstadt hin gezogen, um seinen Hof zu bewirtschaften, der liegt natürlich außerhalb!

                und wer heute noch die Leute vom Dorf als Landpomeranzen bezeichnet, der ist wohl ein bisschen zurückgeblieben,
                weil das können sie ja nicht sein, oder?

                Die Dorfbewohner von heute haben alle ihre Schulzeit in Gesamt- oder Mittelpunktpunktschulen, wenn nicht sogar in höheren Schulen verbracht, anschließend wie die Städter auch Berufe in Industrie und Verwaltung gelernt und ausgeübt, das bisschen Landwirtschaft von den Großeltern einen anderen Bauern, der in Landwirtschaft auch besser ausgebildet ist, verpachtet oder verkauft.

                Es gibt nicht nur im Dorf ewig gestrige, sondern auch in der Stadt!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Inga,
                  dem Paulus musst Du das nachsehen, der haut immer was raus. Soweit mir bekannt, wohnt der Paulus nicht in einer Stadt.
                  Es ist immer die Frage, wo die Blödheit sich konzentriert, das ist in der Stadt, sonst würden sich nicht zu eine höheren Kaste gehörig fühlen.

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    • Inga sagt

      Tja Reinhard,
      unsere Höfe hier im Westen sind ja kleiner und überschaubarer,
      auch inden Bilderbüchern!

      Aber wir verstehen auch, dass
      wer als Familienbetrieb so viel Land bewirtschaftet in der oben beschirebenen Größenordnung und evetnuell den Käse noch selbst macht, der hat keine Zeit einen Hoflanden noch nebenher zu betreiben!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Nee, das stimmt. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich bei Deutschlands größtem Spargelanbauer vorbeifahre und „Hofladen“ lese……in der Spitze arbeiteten bei dem 5000 Erntehelfer.
          Ich glaube, dass es für die Direktvermarktung in der Größenordnung eine neue Bezeichnung geben sollte, sonst gibt es das nächste Einordnungsproblem in Streitgesprächen. 😉
          Dann kommt die Diskussion auf, ob der am Sonntag seinen Laden öffnen darf, weil er als Landw. Direktvermarktung firmiert…ich weiß nicht, ich weiß nicht.

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          • Inga sagt

            Dann ist das eben ein Hofladen von einem Grossbetrieb, da kann man frisch geerntetes kaufen.

            Bei den Spargelbetrieben eben nur Spargel. Diese Betriebe haben aber in der Stadt auch Verkaufsstände während der Saison.

            Andere Hofläden haben alles, was es auf dem Hof gibt.
            Manche noch mit eier, Wurst oder Käse dabei, neben Obst und Gemüse. Und zwar das ganze Jahr über.

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            • Paulus sagt

              „Und zwar das ganze Jahr über.“
              Klar, die fahren in der Früh zum Großmarkt und anschließend noch mal kurz in die Metro. Und schon gibt es bei denen Spargel zu Weihnachten, selbstverständlich ab Hof.

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              • Inga sagt

                Die Hofläden, die ich kenne, verkaufen über Weihnachten keinen Spargel.
                Die holen sich auf dem Großmarkt höchstens Apfelsinen.
                ‚Die werden nachgefragt, weil die Städter nicht wissen, dass die da auf dem Hof gar nicht wachsen.

                Und Erdbeeren und Spargel liefern sich 2 Höfe auch zu,
                Die einen sind auf Erdbeeren spezialisiert, bzw. bauen sie an und die anderen eben Spargel.
                Vom Nachbarn gibt es Eier!

                Aber die haben keine Wurst und kein Käse!
                Das haben wieder andere!

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              • Inga sagt

                Man kann auch Obst und Gemüse, wie es unsere Vorfahren haltbar gehalten haben, in Kellern und Kühlhäusern bewahren.
                Wo soll es denn der Großmarkt her haben.

                Schau mal in das Alte Land, dem Apfelanbaugebiet, wo die ihre Äpfel haltbar halten.
                Wie das geht, weiß jedes Bauernkind.

                und wer Direktvermarkten im eigenen Hofladen machen will, der kauft sich schon so ein Kühlhaus für 40.000 € oder mehr!

                Ich kenne einen mit Hoflanden, der Schlachtet seine Schweine selbst, macht Dauerwurst davon
                und
                so bewahrt er sie auf?

                In den Lehmkammern seines alten Bauernhauses.
                Bringt ihm mehr ein wie Miete.

                Ein Bauer hat schon als Kind viel von Haltbarmachung für den Winter gelernt.
                oder Wurst für den Sommer!

                Großmarkt ist wie eine Steckdose, wo Strom raus kommt,
                aber wie und von was der Strom produziert wird, weiß sie nicht!

                .

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