Bauer Willi
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Frohe Ostern – MISEREOR

Rechtzeitig vor Ostern hat meine 98-jährige Mutter Post von MISEREOR in Aachen bekommen. Absender ist Pirmin Spiegel, der Hauptgeschäftsführer. Er bittet meine Mutter, seiner Organisation Geld anzuvertrauen, um die Kleinbauern (hier: Luisa und Pedro in Bolivien) „beim Kampf um ihre Landrechte zu unterstützen“. (So steht es im Anschreiben)

Ob das die Aufgabe einer kirchlichen Organisation ist, kann man diskutieren. Warum MISEREOR aber gegen die konventionelle Landwirtschaft wettern muss?

Zitat: „Die industrielle Landwirtschaft ….laugt die Böden aus, vergiftet oftmals das Trinkwasser mit Kunstdüngern und Pestiziden …treibt den Klimawandel voran, vor allem durch Waldrodung, Kunstdünger und die Art der Viehhaltung“.

Ich bin rheinischer Kleinbauer und mich ärgern solche Formulierungen, denn ich setze Kunstdünger und Pestizide ein.

Hier die Ansprache von Pirmin Spiegel zur Fastenaktion 2021:

https://www.misereor.de/mitmachen/fastenaktion

Auf der Homepage finden Sie auch die Telefonnummer und Mailadresse von MISEREOR. Falls Sie einen Kommentar abgeben wollen. Mein Kommentar deckt sich mit dem von Herrn Spiegel „Es geht (auch) anders“. Und falls Sie zu den wenigen Kirchgängern gehören: Vielleicht sprechen Sie ja mal ihren Pfarrer/Pastor an.

Nachtrag:  9-misereor-fastenaktion-2019-pressemappe-fastenbier(1)

Nachtrag:

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105 Kommentare

  1. Knuffel sagt

    Also mal zur Richtigstellung, Kunstdünger gibt es nicht. Denn der enthaltene Stickstoff ist der Luft entzogen..78 % der Atemluft sind Stickstoff. Die Mineralien/Salze werden im Berbau gewonnen und die benötigten Inhaltsstoffe extrahiert. Das Maß der Dinge ist das entscheidende. Heute wird bei den größeren Betrieben nach Bodenproben gedüngt. Denn extra Dünger kostet Bares. Im Bereich der Kleingärten und privat Haushalten wird einfach draufgeschmissen nach Gefühl und Wellenschlag. Die Grundwasserprobleme kommen durch die übermäßige Entnahme durch die Wasserwerke, damit Industrie und Privathaushalte immer aus dem vollen schöpfen können. Der Grundwasserpegel sinkt beständig dadurch. Dann ist es doch kein Wunder wenn Gülle, Mist und Jauche ausgebracht werden, das dies soft ins Grundwasser gelangt, zwischen Ackerland und Grundwasser ist ja nichts was den Dünger aufhält. Übrings wird selbst in Brandenburg, was ein sehr trockenes Gebiet ist, nur 8% des Wasserverbrauchs der Landwirtschaft zuzuordnen.
    Jeder Betrieb der Industrie sollte verpflichtet werden eine eigene Wasserkreislaufwirtschaft einzurichten. Da dies die wenigsten Betriebe sowas machen muss man den Rückschluss machen, das Wasser ist zu billig im Verbrauch. Die technischen Möglichkeiten sind jedenfalls vorhanden.
    Ich hoffe immer noch, es findet ein Umdenken in der Industrie und den privaten Haushalten statt. Die Landwirtschaft kann durch ansähen von Zwischen Frucht ein austrocknen der Böden reduzieren.
    Viele kleine Dinge sind dann etwas ganz Großes.

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    • Inga sagt

      Aus ALLES WISSEN im hr:

      Pflanzenkohle als Klimaretter?
      https://www.ardmediathek.de/video/alles-wissen/pflanzenkohle-als-klimaretter/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMzI0Nzk/

      Bei scobel wird auch darüber erzählt:
      https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/210408-boedenburnout-wido-100.html

      Böden im Burnout – wie Chemie Bienen und Äcker bedroht

      Sind die Bauern die Klimaretter?
      Denn die müssen ja unser Land bewirtschaften!
      und dafür auf eine Art belohnt werden!

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      • Bauer Willi sagt

        Die Sendung „Burnout der Böden“ habe ich mir gerade in voller Länge angesehen. Die anschließende Diskussion auch. Und mir danach eine Handvoll blutdrucksenkende Medikamente eingeworfen.
        Selten eine Sendung gesehen, die so miserabel recherchiert hat. Das Scolbel keine Ahnung hatte, war auch nicht so gut.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wir sollten mal den Volksentscheid in der Schweiz abwarten, bin mich sicher, dass er abgelehnt wird.
          Andererseits würde ich mir Wünschen, dass das Pestizidverbot in der Schweiz kommen würde. das würde den Menschen die Augen öffnen, wenn die die neuen Lebensmittelpreise sehen. Die Geschäfte im deutschen Grenzland werden wohl die Verkaufsflächen stark erweitern müssen.

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          • Inga sagt

            Wie kann denn das Volk über den Pflanzenschutzeinsatz in der Landwirtschaft entschieden?
            Will es wieder selber Kartoffelkäfer ablesen?

            Frau Best verlangt eine Entschuldigung von Volk, Politikern und landw. Beratern an die Bauern, weil sie auf diese gehört haben und es dadurch so weit hat kommen können!
            und wie die ldw. Maschinen digital arbeiten und die Schadflächen finden, oder andere Alternativen wissen sie ja nicht!
            Wieso darf das Volk mit entschieden und schon gar nicht es noch Plastik in die Biotonne schmeißt und so eventuell auf unserer Äcker kommt!?!

            Und Volkswirtschaftlich arbeiten wir für die Chemie- und Futtermittelindustrie , meint Frau Beste.
            Vielleicht auch die Lebensmittelindustrie ???

            Die Beziehung zum Boden sollen die Leute ändern und respektieren!

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    • Inga sagt

      “ Der Grundwasserpegel sinkt beständig dadurch. Dann ist es doch kein Wunder wenn Gülle, Mist und Jauche ausgebracht werden, das dies soft ins Grundwasser gelangt, zwischen Ackerland und Grundwasser ist ja nichts was den Dünger aufhält. “

      Das ist aber rein interessanter Zusammenhang,
      Dann ist die Erhöhung von N im Grundwasser nicht der Überdüngung zu zuschreiben, sondern dem geringeren Grundwasser!?!

      Das müßte mal genauer untersucht werden!

      Im Ackerbau braucht man gar kein Wasser, sondern nur Regen außer auf Sandböden und in sehr trockenen Sommer, wie es die letzten waren!

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  2. Klemens Minn sagt

    Ich frage mich, ob diejenigen, die erwarten, dass Menschen gerne händig ohne effiziente Unterstützung in der Landwirtschaft arbeiten, jemals für längere Zeit selbst Hand angelegt haben. Ich selbst erinnere mich noch gut an meine Kindheit, als die ersten Rübenherbizide eingesetzt wurden.

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    • Edakteur sagt

      @Klemens Minn: ich erinnere mich noch an die Kartoffelkäfer-Sammlungen in meiner Jugend, ging auch…

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      • Klemens Minn sagt

        davon hat meine Mutter auch erzählt. Sie sagte aber auch, dass nach dem Einsammeln der Käfer in einigen Feldern die Pflanzen so zertrampelt waren, dass es fast keine Rolle spielte ob gesammelt oder nicht. Und es gibt heute ja auch modernere Mittel als Gesarol.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Spinnosat ist im ökologischen Landbau nach EG-Verordnung 889/2008 zur Regulierung des Kartoffelkäfers zugelassen.

          Obwohl Spinnosat auch ein Insektizid ist, gehört man bei der Anwendung dieses Mittels zu den Guten.😉

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          • Klemens Minn sagt

            Ich stelle mir allerdings die Frage, warum Spinnosat anders bewertet / betrachtet wird (werden sollte) als andere synthetische Insektizide.

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            • Inga sagt

              Bestimmt weil es andere ökologische Vorteile hat!

              In den USA wurde es sogar gegen Kopfläuse bei Kindern zuggelassen und verwendet!

              Tötet Kopflaus und ‚Kartoffelkäfer, aber ist auch Bienengefährlich, also nur abends spritzen!

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              • Thomas Apfel sagt

                Spinosad wirs aus einer Strahlenpilzart (Actinomyceten) gewonnen und hat auf Insekten eine Wirkung ähnlich der der Neonicotinoide.
                Es wirkt über die Nerven und lähmt die Tiere („Nervengift“).
                Es ist nicht chemisch synthetisch sondern halt biotechnisch synthetisch (also natürlich auch chemisch im Wortsinn). Chemie ist Leben und das Leben ist Chemie. „Chemisch“ ist wie so viele eigentlich neutrale Wörter zum Kampfbegriff umgebaut worden.

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                • Inga sagt

                  Besten Dank für die Aufklärung!
                  Vielleicht wird es anders bewertet, weil es aus einer natürlichen Quelle kommt.
                  Gilt hier,
                  die Dosis macht das Gift?

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  3. Mark sagt

    An alle ebenfalls frohe Ostern, verbunden mit einem Dank an Willi für diesen Blog.

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  4. Obstbäuerin sagt

    Auch wenn das Wetter zu wünschen übrig lässt, können wir es uns ja drinnen gemütlich machen. Für alle ein schönes Osterfest je nachdem, welche Beschränkungen gerade wo gelten – mit einer weiteren Person oder zwei und vielen Kindern unter 14. Lasst es Euch gut gehen – das haben wir verdient. 🐑🐷🐇🍓🍏

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  5. Paulus sagt

    Jetzt mal ganz was Anderes liebe Leute. Nachdem uns Bauer Willi das Alter seiner Frau Mutter mitgeteilt hat, fiel mir auf wie lange ich auf diesem Blog schon schon dabei bin.
    Leider auch um wie viele Jahre ich seit der ersten Teilnahme selbst gealtert bin.
    Herzliche Ostergrüße an die etwas ältere Dame, wenn ich das mal vorsichtig so ausdrücken darf.
    Einen halbwegs brauchbaren Sohn hat sie auch noch hinbekommen – hätte jetzt ich fast gesagt. 😉

    +6
  6. Inga sagt

    Bei diesem Beispiel:
    Zitat: „Die industrielle Landwirtschaft ….laugt die Böden aus, vergiftet oftmals das Trinkwasser mit Kunstdüngern und Pestiziden …treibt den Klimawandel voran, vor allem durch Waldrodung, Kunstdünger und die Art der Viehhaltung“.

    merkt man, dass die „Untaten“ der Landwirtschaft der ganzen Welt in
    einen Topf geworfen wird.

    DAsd kann man dann Bauern der ganzen Welt zum vorwurf machen, egal wo sie sohnen.

    Denn die Städter kennen ja keinen klimartischen Untershcied!
    Die kennen nur

    Wasser Sand Meer!

    und Berge

    Das andere ist doch alles gleich, so gleich wie irgendein ein Industrieprodukt dem anderen,

    ‚und die wollen Ahnung haben?

    +3
    • Inga sagt

      Da müßte man mal Misereor ansprechen und fragen,
      welche Landwirtschaft gemeint ist!
      Die südamerikanische oder die, die ihnen für einen vollen Teller, eventuell mit Fleisch heute Abends sorgt?

      Und wenn Geld dafür gesammelt wird, dann muß doch auch gesagt werden, wie und wofür das verwendet wird.
      Vielleicht will ja Misereor auch diesen Regenwald wo die Kleinbauern ihr Feld bewirtschaften kaufen, damit es keine Bauern mehr kaufen können.

      VW und Goodyear haben das auch gemacht!

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  7. Klemens Minn sagt

    Die Schöpfung zu bewahren, sehe ich durchaus als eine Aufgabe der Kirche.
    Ebenso gehören Überlegungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen zu den Kernaufgaben von sozialen Gemeinschaften.
    Leider kann ich aber bei Misereor keine wirklich über die einseitigen, populistischen Statements gewisser NGO’s hinausgehende Ideen erkennen. Was mich besonders stört ist der Punkt, dass nicht alle Facetten landwirtschaftlicher Praxis berücksichtigt werden. Die einseitige Positionierung grenzt viele verantwortungsbewusst handelnde Menschen in der Landwirtschaft aus.

    +13
    • Bauer Willi sagt

      Eine gute Bekannte war viele Jahre in der Mission tätig. Über MISEREOR weiß sie nicht viel Gutes zu erzählen.

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    • Thomas Apfel sagt

      Das ist genau das Problem. Die transportieren das bei uns entwickelte Programm zur Extensivierung der Landwirtschaft und Konservierung der Subsistenzwirtschaft. Nicht, dass man Kleinbauern nicht unterstützen sollte, aber die tatsächliche Weiterentwicklung bäuerlicher Strukturen (auch durch Wachsen und Weichen) könnte den Landgrabbern und Neo-kolonialen Bestrebungen entgegenwirken.
      Dazu gehört auch die Nutzung des wissenschaftlich technischen Fortschrittes.
      Z.B. „Brot für die Welt“ versagt Staaten, die Gentechnik in der LW nicht verbieten, die Hilfe.
      Brief eines kenianischen Bauern an das EU Parlament: „Lassen Sie Afrika in Ruhe“:

      „Das Letzte was wir brauchen, ist eine Bande reicher Staaten, die unseren Fortschritt missbilligen, ohne unsere schwierige Situation zu verstehen. Wenn es Afrka nicht gelingt, moderne Anbaumethoden einzusetzen, erwartet meinen Kontinent ein Desaster. Wir werden weder das Potential der grünen Revolution, noch das der gentechnischen Revolution ausschöpfen können. Die Landwirte werden mehr und mehr Pestizide verwenden müssen und dabei unsere Einnahmen senken und die Biodiversität gefährden.
      Die Kosten für die Pflanzenproduktion werden steigen und damit auch die Lebensmittelpreise. Mehr Menschen werden hungern.“

      +7
      • Elisabeth Ertl sagt

        Nein, man soll sich nicht einmischen, aber auch nicht Dinge zum eigenen Vorteil erzwingen, was in Lateinamerika indirekt sehr wohl geschieht. Lateinamerika könnte sich locker mit Lebensmitteln selbst versorgen, wenn nicht so viel exportiert würde; und Europa auch.
        Wirkt das Wachsen und Weichen denn hierzulande den großen Landgrabbern entgegen, dass man es anderen empfehlen sollte?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Der Chinese fragt uns nicht nach unserer Meinung! Und Kaffee und Kakao wachsen nun Mal nicht in Europa…..

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        • Thomas Apfel sagt

          Beides ist ungünstig: zuviel unproduktive Subsistenzwirtschaft auf der einen und zuviel Zugriff auf Flächen durch Finanzhaie auf der anderen Seite. Die Frage ist, wo die Grenzen nach oben und unten anzusiedeln sind. Ein Genossenschaftssystem aus bäuerlichem Eigentum als Großbetriebist allemal partizipativer als 200.000 ha bei Bill Gates oder Sonstwem. Das Problem ist immer das teilweise Abhandenkommen unternehmerischen Denkens in solchen Strukturen. Bei uns hat sich das Bäuerliche Eigentum in Kombination mit gemeinsamen Einrichtungen, wie Absatzgenossenschaften, Handels- und Verarbeitungsgenossenschaften und Maschinenringen am besten bewährt. Dazu gehören Mindestgrößen, die eben durch Wachsen und Weichen entstehen. Zum Problem wir, wie bei den Pflanzenschutzmitteln aus notwendigen Vorgängen Kampfbegriffe werden.

          Nur ein Beispiel: Die Flächengröße in den Grundbüchern der DDR blieb auf dem Stand von vor der Kollektivierung bis zur Wende 1989 unverändert bestehen.
          Die vielen kleinen Eigentümer (durchschnittlich 6 ha) haben in Berlinnähe jeglichen Erhalt produktiver Strukturen im Obstanbau verhindert. Einerseits, weil sie in großen Teilen nicht mehr aktive Bauern waren, andererseits weil keiner verpachten wollte (könnte ja Bauland werden). So war es unmöglich irgendwie sinnvoll zusammenhängende Flächen zu pachten. Aus diesem Grunde ist bei Berlin das Havelländische Obstbaugebiet mit 200 Jahren Tradition fast vollständig verschwunden (1950 vor der Kollektivierung noch 4.500 ha) heute unter 800 ha.

          +2
          • Reinhard Seevers sagt

            Wenn die BayWa bereits ihre Vertragsbauern auf die Sorten für den chinesischen Markt vorbereitet, weil bei uns kein Geld mehr mit Äpfeln zu verdienen ist, da muss man sich nicht mit ideologischen Grabenkämpfe aufhalten. Der Markt bestimmt das Tempo.

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            • Paulus sagt

              Die BayWa hat übrigens auch die Entwicklung des bis zu zehnarmigen Banditen, das ist ein Roboter zum Äppelpflücken, massiv gefördert. Entwickelt wurde das Ding in den USA, erstmalig getestet in Neuseeland und ist mittlerweile auf beiden Kontinenten im Einsatz. Begleitet wird der Robo von selbstfahrenden Units, früher nannte man die mal Wägelchen.
              Nicht genug damit, der legt sie nach bestimmten Kriterien geordnet auch noch in den richtigen Wägelchen ab. Ist selbstverständlich nur möglich mit techn. Sensorik made in NRW, sonst wüsste ich gar nichts davon. 😉
              Und jetzt komme ich mal zu dem eigentlichen Problem, jedenfalls aus meiner laienhaften Sicht. Im Prinzip ist es bei einem Robo egal ob er auf 5 oder 5.000 ha irgend etwas verrichtet. Die kleineren Betriebe werden sich das schlicht nicht leisten können. Dem mit der Anwendung verbundenen Zwang, kollektiv größere Einheiten zu bilden und sich somit zwingend in außerbetriebliche Abhängigkeiten, einschl. der Datenhoheit zu begeben, widerspricht dem bäuerlichen Selbstverständnis. Solange sich genügend billige Helfer finden lassen funktioniert das auch.
              Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

              +2
              • Ehemaliger Landwirt sagt

                In absehbarer Zeit werden die Erntehelfer so viel Geld kosten, dass es sich mit diesen Arbeitskräften nicht mehr lohnt. Deshalb werden die Roboter auch bei uns eingesetzt werden und dazu braucht es – wie Du auch schreibst – größere zusammenhängende Flächen. Was der einzelne Bauer sich vorstellt, ist nicht relevant, die Wirtschaftlichkeit verlangt es.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Bleibt die Frage nach der optimalen Betriebsgröße. Bei uns sind die Betriebe durchwegs kleiner als in Deutschland. Das sind Traditionsbetriebe mit Leuten, die durchaus etwas von Landwirtschaft verstehen, weniger flächenproduktiv sind die Betriebe also deshalb nicht. Unwirtschaftlicher sind sie halt im finanziellen Sinn. Aber auch bei uns gibt es Absatzstrukturen und Maschinenringe, das ist ja auch sinnvoll.
            Die Frage ist halt, wie viele Menschen will man im Landwirtschaftssektor halten? Wenn es um die Lebensmittelpreise geht, möglichst wenige. Wenn es um Versorgungssicherheit geht, auch in internationalen Krisen, dann ist es von Vorteil, ein Mindestmaß an Menschen zu haben, die wissen, wie man eine Bevölkerung versorgt. Urs Niggli hat das Thema angeschnitten, aber er muss die Frage weitergeben: Das muss die Gesellschaft als Ganze entscheiden. Derzeit scheinen wir zu wenige kundige Menschen zu haben, zu viel Landwirtschafts-Entscheidungen durch Unkundige, daher Aufklärungs-Blogs wie den hiesigen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              „Bleibt die Frage nach der optimalen Betriebsgröße.“
              Das ist eine theoretische, eine idealisierte Sicht. Wirtschaft ist dynamisch, nicht statisch. Die Menschen versuchen die Welt immer in einen Idealzustand zu versetzen, den sie mit einer emotionalen Wunschvorstellung aufladen. Der ideale Mensch, die ideale Natur, die ideale Stadt….alles verquirrlte Theorie. Hat nie funktioniert und wird nie funktionieren.

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            • Bauer Willi sagt

              Schauen wir in die Schweiz: Dort ist die Frage, wie viel Landwirte sich ein Land leisten will. Hört sich böse an, ist aber auch in Österreich und Deutschland die Frage.

              Ich habe den Eindruck, dass die Österreicher mehr für ihre Landwirte übrig haben als in Deutschland. Und das meine ich nicht nur finanziell…

              +2
              • Reinhard Seevers sagt

                Willi, das ist nur theoretisch möglich. Es gibt keine Steuerung über die Anzahl der Betriebe, lediglich Rahmenbedingungen, zu denen sich eine bestimmte Menge betrieblich einstellt oder eben nicht.
                Gefühlt mag man eine Steuerung empfinden, in Wahrheit ist es eine Anpassung der im System Willigen und Fähigen.

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                • Brötchen sagt

                  Darf es eigentlich auch nicht geben, weil es das in keinem Wirtschaftszweig gibt.

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                • Brötchen sagt

                  Wer nimmt denn jetzt Rücksicht auf kleine Innenstadtläden, kleine Gaststätten. Oder wen haben denn kleine Drogerien oder Tante Emma Läden interessiert, oder kleine Schreinereien , kleine Schlossereien oder Schmieden.

                  +3
                • Inga sagt

                  Brötchen,
                  Die Innhaber der kleineren Betriebe in der Stadt haben einem erlernten Beruf,wie ihrer Mitarbeiter auch,
                  Und
                  Können je sie in der Industrie oder anderen Handwerksbetrieb eine Anstellung finden.

                  Wo kann man den Bauern in der Industrie einsetzen?
                  Unser Schmiedemeister im Dorf und sein ausgelernter Sohn fanden in der Werkzeugmacherfirma in der Nachbarstadt eine Stelle, jeder eine.
                  Im selben Zeitpunkt gingen Bauern auch dahin.

                  Wer bekam eine bessere Stelle, wer verdiente mehr?

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  8. Obstbäuerin sagt

    Misereor will das Geld der Gläubigen aus dem Laufenden und der Bund möchte gern zusätzlich alle beerben, die ihren Nachlass für einen angeblich guten Zweck eingesetzt sehen wollen. Corona-lockdown scheint die perfekte Gelegenheit für Abzocke aller Art. Da tummeln sich Stimmenfänger, Geldeintreiber und Hetzer gegen die Landwirtschaft im Netz und haben es bis in die öffentlich Rechtlichen geschafft.

    +10
  9. Ludwig sagt

    Wenn man das so alles liest , dann kümmern sich unsere Kirchen mehr um die kleinen Leute im Ausland , als hier bei uns . Wir hier sollen nur noch die Kirchensteuer bezahlen und gut.
    Kein Wunder , das deshalb hier so viele Gläubige aus den Kirchen austreten. Die Kirchenfürsten unserer großen Kirchen verhalten sich genauso wie die politischen Traumtänzer. Minderheiten oder Andersdenkende werden in den Kirchen ausgegrenzt. Dafür werden aber Schlepperschiffe im Mittelmeer betrieben. Vor Ort , für die Gläubigen ist immer weniger einer zuständig , aber es wird Rot-Grüne Politik betrieben. Unser Reformationsland wird so wieder zum Missionsland, aber das merken unsere Kirchfürsten nicht mehr. Die verfolgen weiter ihre moralischideologische Weltrettungslinie , mehr aber nicht , daß ihnen so die Leute davon laufen und so das Geld ausgeht. Wahrscheinlich muß es erst einen Niedergang geben , daß sich Kirche wieder zu sich selber und den Gläubigen findet. Unsere Kirchenvorsteherin sagte neulich auch zu mir , daß man jetzt in der Coronakrise nichts mehr von Kirche sieht und hört. Gerade in dieser Lage versagt die Kirche mal wieder , genauso wie die Politik , aber so ist das wenn man sich mit der Politik gemein macht.
    Allen hier frohe und gesunde Ostertage.

    +16
    • Inga sagt

      Die Kirche denkt halt an die Christen weltweit, denke ich!

      Wir wohnen in einem gelobten Land, wo Milch und Honig fließt!

      Also müssen wir für die 3.Welt im Rahmen der Entwicklungshilfe was opfern, eben spenden.

      Das kann sein, dass die ein zu trockenes Klima haben und kein Wasser haben,
      dass Problem wird abgestellt, in dem man (mit unserer Spende) Brunnen bohrt!

      Oder sich eine Krankheit dort ausbreitet.
      Mediziner machen auch Entwicklungshilfe (mit unserer Spende)!

      Oder wenn die Wilden oder Kleinbauern aus dem Urwald vertrieben werden.
      Was kann man da machen?
      Wo doch die Kleinbauern den ökologischen Wald be- und erhalten wollen und auf ihren Feldern in Bioqualität gesunde Nahrung anbauen wollen.

      Vielleicht auch Kaffee und Kakao für Fair Trade!

      Also müssen wir sie 2 Gründen schützen.
      Nicht nur aus humanen Gründen sondern auch au ökologischen Gründen.

      Ja nicht nur die Bauern vor Ort sind Schuld, dass sie dort
      Wald roden wollen und auf der Fläche Intensivanbau von Soja oder ähnlichem machen wollen. Ist ja auch wirtschaftlicher, ökonomischer auch für deren Politik oder Volkswirtschaft!
      Davon fühle ich mich als europäischer Bauer aber nicht beleidigt!

      Höchstens weil wir da mitmachen und dieses Soja für unsere Schlachtschweine brauchen.

      Warum brauchen wir das?
      Damit es entsprechend bezahlt wird, damit es sich rentiert und der neue Stall damit abgezahlt werden kann,
      hat der Bauer etwas davon oder die Stalleinrichtungsindustrie?
      und das gute rote Fleisch in Massen für den Verbraucher angeboten werden kann.

      Wer hat mehr davon, der Bauer oder die Volkswirtschaft?
      Der Bauer, LEH oder Verbraucher?

      Also haben wir alle etwas davon.

      Ich weiß ja nicht genau, ob wir Schweinemäster die selbe Fleischqualität hinbekommen, wenn wir selbst angebaute Ackerbohnen und Erbsen füttern?

      Wenn ja, dann sind wir EU-Bauern schon mal da raus.

      Dann muß man das anderes angehen, damit der Regenwald da gerettet wird.

      Und wenn wir mit den Ackerbohnen nicht die gleiche Fleischqualität hergestellt werden kann wie mit Soja,
      dann müssen wir auf Soja verzichten, Handelsboykott,
      aber dann muß der Verbraucher auf die Fleischqualität verzichten bei vollen Preisausglich für den Bauern, damit der Regenwald da geschont wird.

      Wo ist die Beleidigung für uns Bauern hier?

      +1
      • Elisabeth Ertl sagt

        Richtig Inga!
        Ich frage mich, ob genau dieses Thema die willkommene Gelegenheit sein sollte, Pestizide zu verteidigen, die zwar bis auf weiteres für die Welternährung notwendig, aber ja doch nicht unproblematisch sind.
        Dass man Indigenen das Land wegnimmt, um dort Rindfleisch zu produzieren für den Export nach Europa und für Devisen zum Kauf europäischer Autos; um dort Soja zu produzieren für europäisches Schweine- und Rinder-Kraftfutter, damit in Europa dann 900 Schlachtrinder übers Mittelmeer irren, die offenbar niemand braucht?
        Schlägt man so die Brücke zur nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung – MISEREOR hin und her? Sorry, mein Weltbild ist das nicht.
        Trotzdem allen noch zwei schöne Feiertage!

        0
        • Bauer Willi sagt

          @Elisabeth
          Ich habe gestern spontan einen österreichischen Bip-Bauern angerufen, der auf Facebook auch argumentierte, dass ich die „Pestizide verteidige“. Die Realität ist doch, dass 98% der Bauern konventionelle Bauern sind.
          Doch das ist nicht der Punkt. Ich kann ja die kleinbäuerliche Landwirtschaft in den höchsten Tönen loben. Warum muss ich die 98% kritisieren? Warum polarisiert Misereor?
          Natürlich findet es jeder, auch ich, schlimm, wenn man den Indigenen das Land wegnimmt.

          +1
          • Elisabeth Ertl sagt

            In Österreich gibt es 23% Biobauern, aber das ist auch nicht der Punkt.
            Du hast ja auf Deinem Blog schon oft sehr sachliche Beiträge zum Thema Pestizide gebracht, und das finde ich auch wichtig.
            Aber hier in diesem Zusammenhang kommt es irgendwie wehleidig herüber. Die Vorstellung der Vertreibung von Indigenen, der brutalen Rodung des Regenwaldes und der Anwendung von allerlei Gift, das den Indigenen dann das Trinkwasser schädigt, finde ich einfach nicht schön.

            0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Bei der Vertreibung von Indigenen, der Rodung des Regenwaldes, da bin ich bei ihnen, aber die Bevölkerung lebt nicht nur im Urwald und die muss auch versorgt werden. Was nicht anderes heißt, dass auch Dünger und PSM verwendet werden muss, es sie denn, man lässt noch mehr verhungern. Man kann sich nicht wie der Prediger Zugang zu mehr Gesundheitsvorsorge fordern und moderne Landwirtschaft im Eigentum der dortigen Bauern ablehnen.
              Was mich ärgert, dass die Kirche sich in die obligatorischen Beschimpfungen deutscher Bauern einreiht und nicht einmal das Verhalten, inzwischen mehrerer Würdenträger im Griff hat.

              +1
              • Inga sagt

                Aber Feldfrüchte mit der neusten Technik angebaut, das duldet sie schon an Erntedank auf dem Altar, oder?

                Die Urwaldbevölkerung ernährt sich aus dem Urwald, sie leiden ja auch nicht an Überbevölkerung, wenn ich mich nicht irre!

                Die haben auch ihre eigene Anbautechnik!

                Die wollen auch nicht dass wir sie zivilisieren!
                Es sind aber andere, die für uns Kakao, usw. anbauen, und wir oder unsere großen Verarbeitungsfirmen ihnen als billigen Rohstoff abknüpfen..
                Sie sollen reale und faire Preise bekommen, damit die Familie von ihrer Arbeit auf ihrem Boden leben können.

                Geht es den hiesigen Bauern nicht auch so?
                Deswegen eben wachsen oder weichen.

                Alles wegen der Industrie!

                +1
              • Elisabeth Ertl sagt

                Man nennt das ein Dilemma: Ohne moderne Betriebsmittel kann man die Weltbevölkerung nicht ernähren. Und zugleich schädigen sie ja tatsächlich die Artenvielfalt und gefährden das Wasser.
                Einen Ausweg kann nur die Forschung bringen, indem sie für eine weitere Reduktion der schädlichen Nebenwirkungen sorgt.
                Urs Niggli, den Bauer Willi ja angeblich schätzt, ist der Ansicht, dass Biolandwirtschaft effizienter werden muss, ja. aber auch, dass konventionelle Landwirtschaft ökologischer werden muss.
                Pestizide reflexhaft verteidigen, wenn von Lateinamerika die Rede ist, finde ich genauso unangebracht, wie als NGO ein Totalverbot von Pestiziden fordern.

                +1
                • Thomas Apfel sagt

                  Die Pflanzenschutzmittel als Ganzes zu betrachten ist der falsche Ansatz. Herbizide (wie Glyphosat) übernehmen die Funktion der arbeitsaufwändigen Maschinen und Handhackearbeiten. Sie schädigen die Biodiversität auf den reinen PRODUKTIONSFLÄCHEN in der gleichen Weise wie Pflug und Hacke, denn in der Beschränkung der Biodiversität auf eine oder wenige Arten in den Produktionsflächen definiert sich Landwirtschaft seit tausenden Jahren.
                  Schwieriger wird es bei den Insektiziden. Sie sind vor allem dort wichtig, wo die Flächen klein, und die Kulturen divers sind. Moderne Verfahren zum Beispiel in der Apfelwicklerbekämpfung (Obstmade) wie die Verwirrung der Männchen ohne Insektizideinsatz, funktionieren nur in großen zusammenhängenden Flächen. Wir hier mit 12 Betieben auf 300 ha kriegen das nicht hin, weil nicht Alle mitmachen.
                  Ein anderer moderner Betrieb mit Höchsterträgen in der Nähe macht das schon seit Jahren. Der hat aber auch 200 ha am Stück ohne Nachbarn mit Obstanbau in Bewirtschaftung.
                  Ich will damit nur sagen, Alles hängt mit Allem zusammen und oft ist eine gewisse Größe sogar erst die Vorausetzung für ökologisch bessere Konvi-Landwirtschaft. Kleinere Felder mit verschiedenen Kulturen ohne ausreichende Saumstrukturen sind kein Garant für Artenvielfalt.
                  Im Obstbau werden kleine Flächen in vielen Gebieten über gute Beratung in den Pflanzenschutzbehandlungen synchronisiert. Auch Beratung ist ein Weg Saumstruktur und Produktion in Einklang zu bringen ohne die gesamten Produktionsverfahren in Frage zu stellen.

                  +2
                • Reinhard Seevers sagt

                  Immer im Blick behalten, dass WIR nicht der Retter der Welt sein werden. Auch wenn uns das immer wieder suggeriert wird. Ist schon mathematisch nicht möglich. Wenn 2,5 Milliarden Inder und Chinesen erst richtig zuschlagen, können wir uns recken wie wir wollen. Wir verstricken und verwickeln uns in ideologischen Grabenkämpfen, ohne zu merken und beinflussen zu können, was der Rest der Welt macht.

                  +2
                • Elisabeth Ertl sagt

                  Ich bin sehr klein und hatte mit den Pheromonfallen letztes Jahr einen durchschlagenden Erfolg – obwohl die Nachbarn NICHTS gemacht haben. Aber in Intensivgebieten wird es wohl anders sein.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Frau Ertl,

                  reflexartiges Verteitigen kann nur von Menschen kommen, welche die Zeit vor Herbiziden und wenig Fungiziden und Insektiziden nicht kennen, oder schlicht und einfach keine Ahnung haben.
                  Um es mal einfach zu sagen, Bauern sind die Profis und nicht diejenige wo ein paar Schafe auf dem Eigentum rumlaufen haben.
                  Wir müssen das Obst so auf den Markt bringen, wie der Markt es verlangt und die verlangte äußerliche Qualität bringt die Natur nicht von sich aus.

                  Dann kommen wir noch zu den Herbiziden, schon als Kind bin ich mit meinen Eltern beim Rübenhacken auf dem Feld mitarbeiten, bei über 30 Grad im Schatten und über 90 % Luftfeuchtigkeit war das nicht Vergnügungssteuerpflichtig.
                  Dieselben wo Handarbeit verlangen, wären die selben, die bei Erntehelfern, wenn sie diese Arbeit verrichten, von Arbeitssklaven schreiben würden.

                  Frau Ertl,
                  ich betreibe seit fast 60 Jahren Obst und Weinbau und bereits im Alter von 18 Jahren trug ich die volle Verantwortung für Düngung und Pflanzenschutz, deshalb bilde ich mir ein, ein bisschen mehr davon verstehen, als die neuen Landbewohner.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  „Ich bin sehr klein und hatte mit den Pheromonfallen letztes Jahr einen durchschlagenden Erfolg – obwohl die Nachbarn NICHTS gemacht haben. Aber in Intensivgebieten wird es wohl anders sein.“

                  Jede Parzelle muss am Randbereich stärker abgehangen werden, was sich finanziell für Kleinparzellen nicht lohnt.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @Thomas Apfel

                  In unserer Gemeinde wird der Traubenwickler bei allen Flächen, seit 1992 angewandt weil die bestockten Flächen zusammenhängend sind.
                  Apfelanlagen muss man in unserer Gemeinde mit der Lupe suchen, weil der Pflanzenschutz durch die kleinen Flächen problematisch wäre.

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                • Karl Timme sagt

                  Elisabeth Ertl,
                  warum muß die „alte“ Welt immer die Weltbevölkerung mit ihrer Ideologie beglücken.
                  Waren es in der Vorindustialiesierung die Spanier, Portugiesen (die mit am weitesten verbreiteten Umgangssprachen) und die Engländer die alle „Missionieren“ wollten, so waren es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts die Deutschen und Österreicher die, die Welt mit ihrer Ideologie Missionieren wollten.

                  Jetzt haben diese schon wieder eine neue Mission ihre Ideologie ist nur eine andere!

                  Und die Kirche stellt ihr Fähnlein in den Wind.

                  0
            • Inga sagt

              Unser Pflanzenschutz ist doch integriert, oder?
              https://de.wikipedia.org/wiki/Integrierter_Pflanzenschutz

              Der südamerikanische auch?

              Ich denke bei weitem nicht, oder?
              Und der wird mit der Anbautechnik der dortigen Kleinbauern verglichen!
              Und der ist eben auch industrielle Landwirtschaft!

              Deshalb will Misereor angeblich den Kleinbauern helfen!
              Aber es darf von denen nicht alles in einen Topf geworfen werden!
              Eine Weltorganisation muss da schon unterschieden, sonst kann man sie nicht für voll nehmen!

              0
        • Reinhard Seevers sagt

          Elisabeth, 8 große Konzerne beherrschen die westliche Ernährungsbranche. Wer das ignoriert und ständig den Erzeuger von Agrarrohstoffen und dessen Handeln im Focus hat, der macht sich mitschuldig.
          Am Donnerstag vor Ostern wollen alle Eier haben und wenn jeder seinen Anspruch erfüllt wissen soll, dann reichen 10 Hühner vom Streichelbauernhof eben nicht.
          Entweder Etliche verzichten, oder die Erzeuger müssen in der Lage sein, den Wunsch zu erfüllen. Verzicht wäre ein Weg, wer bringt es dem Bürger bei? Wird er das akzeptieren oder wird er rebellieren, wie beim Impfstoff?
          Das ganze Bild zu sehen ist schwierig, es so zu ändern, dass alle zufrieden sind noch schwieriger…..aber wir haben eine Hoffnung auf Vergebung unserer Sünden, deshalb lasst uns Ostern feiern. Frohes Osterfest.

          +2
          • Elisabeth Ertl sagt

            Herr Apfel, das sind halt jetzt eine Menge Themen, die über das Pestizidthema weit hinaus gehen.

            0
          • Paulus sagt

            Tja, werter Genosse Seevers, (ich spreche dich so an weil du dich als SPD-Wähler geoutet hast) mit der Vergebung unserer Sünden ist das so eine Sache. Für die von mir begangenen Sünden, ich bezeichne es lieber als Verfehlungen, hätte weder die von einem Pfaffen erteilte Absolution, noch die auferlegten drei Vaterunser gereicht um sie ungeschehen zu machen. Zum Glück komme ich weder in einen Himmel noch in eine Hölle. Wenn es gutgeht werde ich schlicht und ergreifend zu Asche. Für mich hat das etwas sehr Beruhigendes.

            Man stelle sich vor das ewige Leben mit Engeln verbringen zu müssen. Noch schlimmer ist die Vorstellung mancher Muslime. Also, 70 Jungfrauen für die Ewigkeit wären mir entschieden zu wenig.

            +2
            • Reinhard Seevers sagt

              Wann soll ich mich als SPD -Wähler geoutet haben?😳
              Ich hab 18 Jahre lang sogar Grün gewählt, und FDP und CDU ….je nachdem ob Bund, Land oder Kommune…..

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Verfehlungen?

              Habe Gesündigt, bei mir waren es Unterlassungssünden,
              aber 70 und mehr Jungfrauen auszubilden, das wäre mir jetzt doch zu viel Arbeit, inzwischen muss ich auch an meine Gesundheit denken.😊

              0
            • Andi sagt

              Bei uns in Bayern würde man sie als „Sprichmacha“, also in etwa Sprücheklopfer bezeichnen.

              0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Andi,
                  der Paulus war Jahrelang in einem Internat, das der Kirche gehörte. Der hat noch einiges nachzuholen.

                  Ich glaube ihm das, war auch mal 63 Jahre alt.😉

                  0
          • Inga sagt

            Dann werden eben paar weniger in Tetrapacks für die Industieverarbeitung (Backstrassen) verpackt.

            Diese Tetrapacks werden auch in Hotelküchen und handwerklichen Backstuben verbraucht.

            Ich glaube die werden auch pasteurisiert und sooo laaange haltbar!
            Eipulver gibt es bestimmt auch, oder?

            Da kann man schon das ganze Jahr über für Ostern kalkulieren!

            Industrielle Verarbeitung macht es möglich!

            Früher hatte man ja so viel Eier für Ostern übrig, weil man vorher gefastet hatte!
            Man hat sie in Zwiebelschale oder Spinat gekocht, und zur Haltbarmachung diente das Fett der Speckschwarte, womit man die gekochten und noch warmen Eier einrieb!

            0
        • Thomas Apfel sagt

          Liebe Frau Ertl,
          wir müssen den „Wilden“ keinen „Bio-Weg“ vorschreiben, den sie gehen sollten. Schon garnicht in der Landwirtschaft wo der Schädlingsdruck in den Tropen sehr viel höher ist als bei uns.

          Das Problem ist, dass die Kirchen den Kolonialismus begleitet haben und auch jetzt die ausbeuterischen Welthandelsstrukturen stärken und verteidigen. Denn auch bei „Fair“-trade bestimmen wir den Preis des Kakao´s auf der einen und den der Autos auf der anderen Seite. Das „Spendenfeigenblättchen“ hat in 100 Jahren NICHTS verändert, außer den Konzern Kirche reicher gemacht. Viele Milliarden von Spenden sind verpufft, weil die Veränderung der grundsätzlich ungerechten Strukturen des Welthandels nie angegangen wurde. Unser „Wohlstand“ beruht darauf ! Da ist eine Spende wohlfeile Gewissensberuhigung, sonst nichts !
          Wirkliche Hilfe hätte ein rechtsicheres Besitzsystem für Grund und Boden für die Einheimischen in den ehem. Kolonien etabliert und befördert. Im Grunde gibt es das ja, aber nur für die neuen und ehemaligen Kolonialherren und Neureichen.

          +2
          • fingerphilosoph sagt

            Der Weg der Landwirtschaft bestand durch die Jahrhunderte hindurch darin, die ehemaligen Wildgräser a) nährstoffreicher zu machen, was sie nicht nur für den Menschen, sondern für eine ganze Reihe von Fressfeinden attraktiver machte. Außerdem wurden b) die ursprünglichen Abwehrmechanismen gegen Fressfeinde weggezüchtet, damit wurden die Pflanzen bekömmlicher, nicht nur für den Menschen, sondern eben auch für besagte Fressfeinde. Das heißt, durch die Eingriffe in Form von Züchtung und Selektion sind Nutzpflanzen der Natur entfremdet. Deshalb kann die Natur sie auch nicht schützen. Das muss der Mensch tun.

            Einer der fatalsten Irrtümer der Öko-Bio-Gläubigen liegt darin, den Unterschied zwischen Wildgräsern und Nutzpflanzen zu verwischen und so zu tun, als wären Getreide- und Gemüsefelder etwas Natürliches und würden von selbst so wachsen, wenn man die Natur nur machen lässt bzw. „mit“ statt „gegen“ die Natur wirtschaftet. Das ist vollkommener Quatsch. Überlasst man ein Getreide- oder Gemüsefeld sich selbst, verwandelt es sich innerhalb von wenigen Jahren in eine Unkrautfläche, von der Mensch nichts mehr ernten kann.

            Der Mensch hat mehrere Möglichkeiten, die der Natur entfremdeten Nutzpflanzen zu schützen, mechanische und chemische, wobei bei den chemischen zwischen natürlichen und synthetischen PSM unterschieden werden kann. Es wird nicht eine Lösung für alle Ackerflächen der Welt geben, sondern sich je nach Standort, Bodenbeschaffenheit, Klima, verschiedene Kombinationen aus mechanischen und chemischen Maßnahmen anbieten.
            Es leuchtet jedoch unmittelbar ein, dass der Mensch seine Nutzpflanzen, egal, wo die nun wachsen, schützen muss, wenn er weiter Brot und Nudeln, Reis oder Hirsebrei essen will.

            Es leuchtet allerdings nicht ein, dass mehr Naturnähe oder was auch immer entstehen soll , wenn 100 Kleinbauern je 5 Hektar Land mit obigen Maßnahmen bewirtschaften oder 1 Großbauer 500Hektar. Die Maßnahmen sind dieselben bzw. davon abhängig, was der Bauer sich finanziell leisten kann. In Bezug auf Artenvielfalt, Insekten, Humus, Naturnähe macht es doch keinen Unterschied, ob die 500 Hektar von einer oder 100 Personen bewirtschaftet werden. Der Unterschied ist doch lediglich ein ästhetischer, also sehr von der Mentalität und den örtlichen Bedingungen abhängig. Den Kanadiern, Amerikanern und Russen mögen riesige Felder gefallen, der Deutsche will es offenbar lieber kleinteilig „kuschelig“. Aus einem weitgehend ästhetischen Unterschied eine Ideologie zu machen oder gar den Weltuntergang daraus abzuleiten, ist doch etwas übertrieben.

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            • Inga sagt

              Danke,
              wunderbar beschrieben, Fingerphilosoph
              👍

              aber:
              „Es leuchtet allerdings nicht ein, dass mehr Naturnähe oder was auch immer entstehen soll , wenn
              100 Kleinbauern je 5 Hektar Land mit obigen Maßnahmen bewirtschaften oder 1 Großbauer 500Hektar.

              “ Die Maßnahmen sind dieselben bzw. davon abhängig, was der Bauer sich finanziell leisten kann. In Bezug auf Artenvielfalt, Insekten, Humus, Naturnähe macht es doch keinen Unterschied, “

              Doch es macht einen Unterschied, ob 100 Äcker auf 5 ha unterschiedlich bewirtschaftet werden oder ob
              Wenig Äcker auf 500ha bewirtschaftet werden.

              Bei welchen entsteht mehr Biodiversität?
              Abgesehen von Hecken und Grenzen dazwischen, wo sich Insekten und Vögel wohl fühlen und Rehe Schutz finden!!

              Was hat unsere Hig-Tech Landwirtschaft vertreiben? Gegenüber früher, wo es weniger Maschinen und andere Hilfsmittel gab, wo noch mehr mit der Hand gearbeitet werden mußte!

              Und wie arbeitet die Urbevölkerung im Regenwald?

              „ob die 500 Hektar von einer oder 100 Personen bewirtschaftet werden. Der Unterschied ist doch lediglich ein ästhetischer, also sehr von der Mentalität und den örtlichen Bedingungen abhängig.“
              Eben nicht,
              das wissen sogar die Profs an der Uni!

              “ Den Kanadiern, Amerikanern und Russen mögen riesige Felder gefallen, “

              gefallen Notwendiges Übel ist das für den!
              Auf welchem Acker würdest du als Kind lieber Rüben vereinzeln?
              Auf einem 150 m langen oder auf einem 300m langen?

              Für große Maschinen ist das toll, denn da gibt es weniger Hindernisse!
              Vielleicht sind das die großen Äcker wegen der natürlichen Landschaft da so gewachsen?
              Das kommt dem Maschineneinsatz zu Gute!
              Man denke an die großen Prärien und Steppen oder so.
              Willst du die mit unserem Bergischen Land oder Sauerland oder gar Alpen vergleichen?

              Es ist also natürlich gewachsen!
              Von der Natur zur Kultur!

              „der Deutsche will es offenbar lieber kleinteilig „kuschelig“.

              Ja, der stammt wahrscheinlich aus dem Sauerland!

              „Aus einem weitgehend ästhetischen Unterschied eine Ideologie zu machen oder gar den Weltuntergang daraus abzuleiten, ist doch etwas übertrieben.“

              Ja hast Recht
              aus dem kleine ‚Unterschied machen wir Ferienregionen!

              Aber ob der ästhetisch ist?
              Ja, empfinden wir so, weil wir Abwechslung mögen, ist so genetisch bei uns festgelegt.

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                @Inga:“Doch es macht einen Unterschied, ob 100 Äcker auf 5 ha unterschiedlich bewirtschaftet werden oder ob
                Wenig Äcker auf 500ha bewirtschaftet werden.

                Bei welchen entsteht mehr Biodiversität?
                Abgesehen von Hecken und Grenzen dazwischen, wo sich Insekten und Vögel wohl fühlen und Rehe Schutz finden!!“

                Also ich habe einen Kunden, ein Demeter-Betrieb, der bewirtschaftet 240ha…..das ist Hardcore – Bio…..auf Kleinflächen mit sämtlichen Formen ökologischer Auflagen und Förderungen. Der bewirtschaftet ja nicht einen einzigen 500ha-Schlag.😳

                0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          ……………………um dort Soja zu produzieren für europäisches Schweine- und Rinder-Kraftfutter, damit in Europa dann 900 Schlachtrinder übers Mittelmeer irren, die offenbar niemand braucht?“

          Frau Ertl,
          die Schlachtrinder sind Kühe, die zur deutschen Milchgewinnung nicht mehr zu gebrauchen sind.
          Wie kommen sie auf die Idee, dass die jenseits des Mittelmeeres nicht gebraucht werden?

          https://www.kanarenmarkt.de/169835/gran-canaria-schiff-mit-16-000-rindern-vor-las-palmas.html

          Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits im September und im Jahr 2015 mit dem Frachter Almawashi in Las Palmas. Damals wurden die Bewohner der Hauptstadt sogar von einer intensiven Duftwolke aus dem Schlaf gerissen. Das Transportschiff hatte in der Nacht mit insgesamt 18.238 lebenden Rindern im Hafen angelegt, um für die Weiterfahrt nach Ägypten Treibstoff und Verpflegung zu laden sowie die Tiere mit frischem Wasser zu versorgen.

          Werden diese Rinder auch nicht gebraucht, oder nur die deutschen Rinder nicht.
          Man kann schon die Transportmetoden kritisieren, aber nicht die Augen für die Realität verlieren.

          0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Hier in diesem Forum darf jeder seine Meinung schreiben, wenn ein Monat zuvor ein Frachtschiff aus Montevideo mit 16.000 Rindern die Türkei anläuft, dann ist die Begründung mit der Blauzungenkrankheit schlüssig.

              Wir können immer weiterweinen, es nützt nichts, wenn wir den Moslems nicht beibringen können, dass man Rinder im Erzeugerland auch Schlachten kann und das Fleisch zu den Menschen liefern kann. Aber bei dieser Forderung triftet man in Deutschland an den rechten Rand ab.

              0
              • Inga sagt

                Das muß dann aufhören!
                Das sind unsere Rinder und deren Schlachtung bestimmen wir selbst und den Verkauf des Fleisches auch.
                Sonst mästet euch selber Rindfleisch!

                Aber die Handelsbeziehungen gehen ja vor????

                Sind die nicht mit Moses

                Goldenen Kalb

                zu vergleichen?

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Schächten ist durchaus auch tierschutzgerecht möglich, wenn es jemand entsprechend gelernt hat. Es gibt ja auch bei uns bereits legale Halal – Schlachthäuser, aber noch nicht im großen Stil. Die bräuchte man dann eben, und da stößt man auf den Widerstand der Bevölkerung. Ich finde, dass man über Schlachtmethoden viel mehr dikutieren sollte. Viele erfahrene einheimische Fleischer gestehen hinter vorgehaltener Hand, dass sie Schafe auch schächten, wenn niemand hinsieht, weil es für diese Tierart tatsächlich schonender ist. Bei Rindern, die lange zum Ausbluten brauchen, wäre ich da nicht so sicher. Aber ich weiß da zu wenig.

                0
          • Inga sagt

            Welche Rinder bekommen bei uns Soja, Ehemaliger?

            Die Mastschweine für ihr gutes Fleisch, ja
            aber die Rinder? Die machen doch aus Pflanzen (Gras) ihr gutes Steak, oder?

            Die Milchkühe vielleicht, für Milchleistung insbesondere für Eiweiß für Joghurt, Quark und Käse!!!

            Muß ja immer alles in Hülle und Fülle billig im Supermarkt liegen!

            0
              • Inga sagt

                ich dachte Rinder machen durch ihr Verdaungsssystem aus Gras Fleisch und Milch!
                Schweine dagegen nicht, die brauchen Soja!

                Dann hat die komische Firma eben Bauernfängerei gemacht!

                Egal,
                jedenfalls damit hat unsere Europäische Landwirtschaft nichts zu tun.
                Misereor vergleicht dann nur die Südamerikanische moderne Landwirtschaft mit der der Kleinbauern die da vertrieben werden sollen!
                Das brauchen wir uns nicht anzunehmen.

                War doch beim Thema Glyphosat genau so,
                da wurden wir einfach mit in einen Topf mit den Amerikanern geworfen, die mit Hubschraubern das Zeug ausgebracht haben.
                und noch den BT Mais dazu anbauten.

                0
        • Inga sagt

          Wer verteidigt Pestizide?
          Was hat dass alles mit Pestiziden zu tun?

          Der Sojaanbau vielleicht?

          0
    • Altbauer Jochen sagt

      Ich will nichts gegen die Menschen sagen die in Ihrem Glauben
      ihre Verbindung zu Gott (Zu welchem auch immer)suchen.
      Ich kann mich allerdings hinter keine Glaubensrichtung
      VORBEHALTLOS stellen.
      Zu den fernöstlichen Religionen kann ich nicht viel sagen,
      ich denke aber das wir alle nicht im Ganges baden und unsere
      Witwen auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollen.
      Oder jene gutheißen die an Ihren Kindern, an Jungen wie Mädchen, „herumschnippeln“
      Der Islam ist weitgehend im Mittelalter stecken geblieben,
      die Kath. Kirche ist in so manchem auch nicht viel weiter
      gekommen, die Ev. Kirche will sich „modern“ geben,- könnte
      aber,- ideologisch nach links abgekippt mittlerweile mit
      Greenpeace und ähnlichen Gruppen fusionieren.
      Und zu guter Letzt die „Sekten“ besonders in den USA
      die eine derart verknöcherte Lebenseinstellung an den Tag legen.
      Da bleibt mir in vielem nichts als Distanzierung.

      +4
  10. Jochen Böhrer sagt

    Die Intention solcher Spendenbettelvereinigungen ist es, der Dritten Welt fortschrittliche Landbewirtschaftungssysteme zu verwehren und somit das Elend zu wahren. Wenn sie wirklich helfen würden, würden sie sich ja ihr eigenes Geschäftsmodell zerstören. Ab und zu werden sinnvolle Projekte wei der Bau von Schulen, Krankenhäusern, Brunnen usw unterstützt, um spendenwirksame Erfolge vorweisen zu können.

    +5
  11. fingerphilosoph sagt

    Wie Corona zeigt, vertraut doch sogar der Papst lieber auf die Wissenschaft als auf den lieben Gott. Was hat uns die Kirche dann überhaupt noch zu sagen? Nichts, es sei denn, sie hängt sich an die neue quasi-wissenschaftlich begründete Öko-Religion dran.
    Die Ostermesse in dem fast leeren Petersdom war schon im vergangenen Jahr nichts anderes als ein Requiem. Wozu Ostern feiern?

    +1
    • Inga sagt

      Was gehört auf den Erntedankaltar?

      Nicht nur landwirtl. und gärtnerische Produkte, oder?
      Vielleicht auch Medikamente oder neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft?

      Wieviel Wissenschaft hat es gebraucht, um die heutige Menge (für jeden vollen Kühlschrank in den Hochhäusern der Stadt) zu ernten?
      Ohne den Boden auszulaugen!
      Wieviel Technik und Wissenschaft gehört dazu?

      +1
    • Inga sagt

      Das Ferkelgequieke stört mich!

      Das passt irgendiwe nicht dazu.

      Ein entspanntes Grunzen von dem beobachtetem Ferkel wäre normal!

      Oder hat der Enkelsohn es am Schwanz gezogen?

      0
  12. Ehemaliger Landwirt sagt

    MISEREOR bettelt seit Jahren für arme Menschen in dieser Welt,
    dass sie den Landwirten in Deutschland mit ihren Kampanien an das Hosenbein pinkelt, ist kalkuliert.

    Das sein Bischöfliches Hilfswerk um Spenden sammelt, in dem sie deutsche Landwirte auf das übelste negativ darstellt, spricht Bände. Es wäre zu Wünschen, dass sie mal im eigenen Laden aufräumt, da gibt es noch viel zu tun.

    Jochen Böhrer hat recht, morgen werde ich denen auch ein Cent für Bauernbashing überweisen.

    +4
  13. Sabine Norbisrath sagt

    Stell Euch mal vor durch eine der vielen Verwicklungen, die die Liebe ins Leben bringt, werdet ihr plötzlich König von Irgendwo. Ihr habt da keine wirkliche politische Macht, aber die Leute in Irgendwo sind traditionell eingestellt und halten Könige für eine gute Sache und hören auf die Ratschläge, die von ihrem König kommen. Stell Dir vor 70% der Leute da leben von der Landwirtschaft, wo bei nur gut ein Drittel des Landes wirklich nach unseren Maßstäben bewirtschaftet werden könnte, alles andere ist zu trocken, zu kalt, hat zu schlechte Böden. Der Durchschnittliche Bürger dort hat ungefähr einen US-Dollar am Tag zur Verfügung, Lebensmittel sind aber ungefähr so teuer wie hier. Es gibt ein handvoll Städte, die aber durch Landflucht und ein Bevölkerungswachstum von 1,5% drohen zu Molochen anzuschwellen. Der vorherige König hatte das Land ohne jede moderne Verkehrs-Infrastruktur und ohne funktionierendes Gesundheitssystem vorgefunden und mit einer Analphabeten-Rate von über 40%. Er hatte daher sein Augenmerk auf Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und das Schulwesen, vor allem im dünn besiedelten Hinterland gelegt. Um diese Kampagnen zu finanzieren, hat er den Politikern dort geraten Schürfrechte an die USA und Holzeinschlagsrechte an Europa verkauft. Diese Verträge laufen mindestens noch 20 Jahre und die Projekte entwickelten sich oft nicht so, wie dein Vorgänger es sich gewünscht hat. Viele Schäden, die durch diese Verträge an der Umwelt enstehen, müssen die Bürger deines neuen Landes selber und aus eigenen Finanzen beheben. Der fruchtbarste Boden in deinem Land gehört 50 Großfamilien, die meist nicht Lebensmittel für das Inland produzieren, sondern fast ausschließlich Sonderkulturen für den Export. Großen Farm-Familien sind reich und einflussreich und gegen ihren Willen geht nichts im Land, auch weil viele ihrer Sprösslinge im Militär hohe Ränge bekleiden. Trotz der Einnahmen aus den Schürfrechten und dem Holz ist der Staatshaushalt nah an der Überschuldung, nun fragt man dich, wie Du das leben der Leute dort verbessern willst. Lebensmittel, die auch fürs Inland taugen werden fast ausschließlich auf kleinst Farmen erzeugt, die weniger wie fünf Hektar haben. Oft wird da noch mit der Hacke gearbeitet, die Farmer sind schlecht ausgebildet und haben oft kein Geld für Maschinen und PSM, meist müssen sie noch während der Anbauperiode tageweise auf den Plantagen der großen Landeigentümer sich Geld dazu verdienen. Viele der im Land benötigten Grundnahrungsmittel müssen daher teuer importiert werden. Viehzucht wird bisher nur von den großen Landeigentümern betrieben. Die Schulen und Unis sind glücklicherweise hervorragend, nur macht es im Moment für viele junge Leute keinen Sinn diese zu besuchen, weil es keine entsprechend qualifizierten Arbeitsplätze im Land gibt. Wer also einen Abschluss- den das Land finanziert macht- wandert ins Ausland ab. Wer will schon als Ingenieur auf irgendeiner Plantage Unkraut hacken?
    Was räts Du nun deine Ministern? Wie was soll sich in den nächsten 20 Jahren in Irgendwo ändern? Wäre es nicht vllt. sinnvoll die vielen kleinen Farmen zusammen zu legen? Wäre es nicht vllt. sinnvoll mit modernen Landwirtschaftsmethoden mehr Lebensmittel für das Land zu erzeugen und mit den freiwerdenen Arbeitskräften und der so eingesparten Gelder für den Lebensmittel-Import einen nachgelagerten Bereich in der Verarbeitung aber auch in der Landmaschinentechnik, Telekommunikation etc. voran zu treiben. Wäre es nicht sinnvoller z.B. die Erzeugnisse der großen Plantagen, des Holzsektors und usw. vor Ort weiter zu verarbeiten und dann statt nur den Rohstoff ins Ausland zu transportieren? Wäre eine eigene mittelständische, aber hochmoderne Industrie nicht ein gute Ziel?

    +6
    • Reinhard Seevers sagt

      Sabine, wäre es nicht sinnvoller, die hiesige Bevölkerung nicht für blöd zu verkaufen, und ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden, Spenden einzusammeln, um das Ausbeuten dennoch weiter laufen zu lassen?
      So läuft es doch überall auf der Welt, wo die westlichen Industriegesellschaften ihre Finger im Spiel haben. Wenn China der Ausbeuter sein sollte, sollen wir auch für die noch einen Ablass geben?
      Ich finde das von dir gemachte Märchen sehr lesenswert, aber eben auch sehr naiv. Der Bürger (wir) bezahlt dafür, dass die Grundstoffe für sein Handy oder seine Batterie gesichert sind, anstatt den ehrlichen Preis zu zahlen, der dann von Staatswegen an die Bürger des Rohstofflandes verteilt wird….man könnte es auch Heuchelei nennen.

      +3
  14. Jochen Böhrer sagt

    Spenden per Überweisung: IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10 BIC GENODED1PAX Pax-Bank Aachen

    Ich werde 1 cent überweisen. Verwendungszweck: „Bauernbashing.“

    +8
    • Reinhard Seevers sagt

      Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.“

      Margot Käßmann:
      ….
      Und wer freigiebig ist, lebt in der Tat glücklicher. Dann musst du nicht zwanghaft festhalten, sondern stehst in einer Art Segenskreis, in dem du wieder Freude empfängst von denen, denen du gibst. Denn das wissen wir doch auch: Jemandem etwas geben, schenken können, ist ja nicht nur ein Abgeben, sondern immer auch ein Empfangen. Es bereitet mir doch Freude, die Freude der anderen zu sehen. Wir können geradezu dankbar sein, wenn wir geben können. Es ist manchmal wesentlich schwerer, zu nehmen, Zuwendung anzunehmen, weil das oft mit Scham verbunden ist, mit dem Wissen, ich bin auf andere angewiesen, muss dankbar sein. Wem fällt es leicht, um Hilfe zu bitten?….

      Leute, spendet Freude, gebt ihnen den Ablass….es ist Ostern!! Halleluja!

      0
      • Paulus sagt

        @Genosse Seevers, als Ex-Kathole, der seit frühester Kindheit nun wirklich die volle Dröhnung abbekommen hat, bin ich nicht nur ein Verächter der RKK sondern auch noch Atheist.
        Vor der luther’schen Frau Käßmann nehme ich im Gegensatz zu all den katholischen, Weihwasser pinkelnden Kirchenfürsten den Hut ab!
        Im Übrigen halte ich auch den Vortrag von Sabine Nobisrath für gar nicht so unklug.
        Anstatt mit Mitleid heischendem Tralala und fadenscheinigen Fairtrade-Geschäften angeblich die Kleinstbauern zu stützen, sollte man ihnen eher beibringen wie man
        Strukturen schafft um aus diesem Dilemma herauszukommen. Hat aber leider was mit Kapitalismus zu tun und manche Hilfsdienste wären somit obsolet.
        Ich bin jetzt geneigt mich in Sachen Misereor und Konsorten mal so richtig auszulassen, dann sperrt mich leider Bauer Willi.

        +2
        • Stadtmensch sagt

          Die Strukturen sind so, dass die Plantagenbesitzer für Agrarexporte (80% der Fläche) und die Importeure von Lebensmitteln kein Dilemma erkennen können. Die übrige Bevölkerung möge in die Stadt oder in die Berge flüchten. Müssen nur mal ordentlich in die Puschen kommen (Flaschen sammeln, Teller waschen), da kann es jeder schaffen. Man muss nur wollen.

          0
          • Thomas Apfel sagt

            In Afrika sind die kleinbäuerlichen Strukturen keineswegs die Versorger der Städte. Sie sind Wunschbild der rückwärtsgewandten „Enwicklungverhinderungspolitik“ vor allem der religiös geprägten Organisationen wie „Miserior“ und „Brot für die Welt“. Nach dem Motto: Viele arme abhängige Schäfchen sind besser als selbsbewusste erfolgreiche Staatsbürger (mit Trend zum Atheismus).
            Lösungen wären Genossenschaftsbildungen gewesen. Damit lief aber Afrika nach der Unabhängigkeitserlangung der meisten Staaten Gefahr einem sozialistischen Gesellschaftsmodell zu folgen. Das meiste Geld ist (vor allem zu Zeiten des „Kalten Krieges) eingesetzt worden um das zu verhindern. Söldner, Waffen und Despoten von des Westens Gnaden wurden gnadenlos installiert und zeitweise ein ganzer Kontinent paralysiert und mit Mord und Totschalg überzogen. Die „alte Welt“ hat keine Verdienste an irgendeiner Entwicklung in Afrika, aber jede Menge Schuld auf sich geladen. Mal die Schuld bezahlen und die dreckigen Finger rausnehmen wäre eine Option !!!

            +2
            • Stadtmensch sagt

              “ Das meiste Geld ist (vor allem zu Zeiten des „Kalten Krieges) eingesetzt worden um das zu verhindern. Söldner, Waffen und Despoten von des Westens Gnaden wurden gnadenlos installiert und zeitweise ein ganzer Kontinent paralysiert und mit Mord und Totschalg überzogen.“

              Ich weiß. Und jetzt den Chinesen was von Menschenrechten erzählen. Oder den Russen. Oder den Türken….

              +2
        • Reinhard Seevers sagt
        • Reinhard Seevers sagt

          „Anstatt mit Mitleid heischendem Tralala und fadenscheinigen Fairtrade-Geschäften angeblich die Kleinstbauern zu stützen, sollte man ihnen eher beibringen wie man
          Strukturen schafft um aus diesem Dilemma herauszukommen“

          Der Senegal versucht es seit einigen Jahren. Sie verknüpfen Fernseh-dailysoaps mit Agrarhoffnung:
          https://www.arte.tv/de/videos/096046-000-A/senegal-vom-fernsehen-auf-den-bauernhof/
          Miserior könnte helfen!
          Es ist Ostern, also lasst uns hoffen! 😎

          0
  15. Wilhelm Harms sagt

    Es ist immer das Geschäft mit der Angst / dem Gewissen.
    Versicherungsmakler haben es perfektioniert und alle anderen Abzocker haben es übernommen – egal ob pekunäre oder ideologische Forderungen dahinter stehen !

    Schöne und entspannte Ostern wünsche ich euch !

    +1
  16. Smarti sagt

    Wünsche allen Lesern und Schreibern frohe Ostern, und den Kleinen ein tolles Osterhasenjagen.

    Misereor und Co. können mich heute mal.

    +3
  17. Einfacher Bürger sagt

    Das Geschäft mit der Not und dem Mitleid anderer. Tränendrüse! Willi du bist ja gut drauf und deshalb gibt es keinen Zusammenhang von der Bewirtschaftung hier und der Dort. Die Menschen sollten verunsichert werden. Manipuliert.
    Einfach wieder eine Sauerei.

    Schöne Ostern Allen.

    +2

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