111 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Also, ich finde es total okay, wenn jemand kein Fleisch, keine Milch oder keine Eier mag. Ich zwinge auch niemanden dazu Dicke Bohnen oder Kürbissuppe zu essen, wenn er das nicht mag.
    Wenn ich mir mein Gebiss, meinen Verdauungstrakt und meinen Stoffwechsel angucke, weiß ich, dass Mutter Natur mich als Allesfresser will und ich widerspreche ihr da nur sehr ungerne.
    Wer es noch nicht bemerkt haben sollte, PETA möchte nur vordergründig Tieren helfen, die haben im Grunde eine ganz andere Agenda. Wer sich deren Weltbild in aller Tiefe und mit allen Konsequenzen anschaut, darf sich gruseln, denke ich. Allerdings sind die PR-Leute von denen ziemlich gut, und dass die selbst gefährlichen Unsinn unbehelligt verbreiten können, hat auch etwas damit zu tun, dass Bauern eben nicht auf die Barrikaden gehen und vor den Geschäftsräumen dieser Orga regelmäßig demonstrieren.
    Ich denke, aber gerade in dem Bereich Ernährung gibt es Arbeit für Myth-Buster.
    Es gibt nämlich, gegen alle Behauptungen, kein Volk und keine Gesellschaft auf dieser Erde, die sich seit jeher vegan ernährt. Dass der Mensch ursprünglich Veganer war, gehört ins Reich der Mythen und wurde von religiösen Extremisten erfunden.
    Es gibt jedoch sehr wohl Völker, die sich traditionell lakto-vegetarisch ernähren, wie z.B. die Bishnoi in der Wüste Thar in Indien. Die 29 recht einleuchtende spirituell-ökologische Gebote befolgen und damit in ihrem sehr empfindlichen Ökosystem erstaunlich gut zurecht kommen. Diese Lebensweise wurde aber erst vor gut 500 Jahren etabliert. Wenn man sich ältere Völker anguckt, stellt man fest, dass, was extreme Ernährungsweisen angeht, häufig eine Diät mit sehr hohem Fleisch und vor allem Milchanteil, aber sehr niedrigen Anteil an Getreide vorherrscht. Inuit, egal ob man sie jetzt genau geschichtlich eingruppiert, wie auch viele nord- und südamerikanische Völker sind einheitliche Jägerkulturen. Viele alte asiatische Völker ebenso wie viele afrikanische sind spezialisierte Hirtenkulturen. Ob man nun Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen oder Trampeltiere melkt, zur Ader lässt oder schlachtet, gibt das jeweilige Ökosystem vor und nicht irgendwelche gesundheitlichen oder ethischen Einsichten der jeweiligen Völker. So kann man wohl auch annehmen, dass die traditionell geringe Akzeptanz von Schweinefleisch im Mittleren Osten, eher was mit den sozio-ökologischen Gegebenheiten zu tun hatte und erst sehr viel später religiös untermauert wurde. Schweine sind, wie wir, Allesfresser und damit ein direkter Nahrungskonkurrent. Nahrungskonkurrenten schalten wir halt lieber aus, als uns mit ihnen zu arrangieren. Besonders da wo das Ökosystem recht wenig an natürliche Futterquellen für Allesfresser bereit hält. Mit der, wie auch immer entstandenen, Versteppung des fruchtbaren Halbmondes, wurden es dann auch eine Frage der sozialen Verantwortung und der ökonomischen Machbarkeit eine Herde Schweine zu füttern. Eine Frage der Sauberkeit oder Lebensmittelhygiene war es, wie früher häufig behauptet, wohl kaum. In der feucht-heißen Südsee sind Schweine jedenfalls aus diesen Gründen nie gemieden worden, im Gegenteil was wäre Hawaii ohne sein Lu’au?
    Man kann sich über die Aufzucht, Haltung und Schlachtung von Nutztieren gerne streiten. Wichtiger fände ich es allerdings, wenn man Erkenntnisse zusammenträgt, unabhängige Forschung betreibt und auch mal tolerant gegen Leute ist, die eine andere Tierhaltungsformen ausprobieren möchten. Damit meine ich, selber in die Nutztierhaltung einsteigen, nicht nur darüber philosophieren.
    Wenn jemand will, kann er gerne mal versuchen sich komplett vegan aus dem eigenen Garten zu ernähren, hier in unserem Klima und ohne hochveredelte Sojaprodukte und Vitamin/Mineralpülverchen der Pharmaindustrie. Denn wie alle anderen Versuche, wird auch dieser klug machen. Wer mir sagt, dass meine Hühnchen jeden Tag Geburtswehen leiden, weil sie ja – nur weil ich ihnen das Befehle- Eier legen müssen, dem werde ich auch weiterhin wegen seiner Erfahrungsarmut bedauern.

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  2. Altbauer Jochen sagt

    Toleranz und Gelassenheit sind für mich wie Geschwister.
    Ich gönne jedem sein Salatblatt,
    solange er mir meine Bratwurst nicht missgönnt !!
    Im Übrigen: Jesus war auch kein Vegetarier.

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  3. Friedrich sagt

    Wenn ich Peta höre , geht mir der Hut hoch. Das ist wieder eine NGO mit dem Aufruf zur
    Spende. Die verbreiten einen Robin Hoodruf. Sind aber aggressiv und ohne Kompromisse.
    Wer in Ställe einbricht oder bei Tierhaltern , deren Ställe brennen auch noch anzeigt, wegen
    unterlassener Hilfeleistung, ist für mich außerhalb der Gesellschaft. Schlimm ist auch , daß
    die Medien , speziell die „Öffentlich Rechtlichen“ diese Dinge auch noch verbreiten. Selbst
    die veröffentlichen Filme sind so bearbeitet, daß man meint die Tiere liegen übereinander
    in den Ställen. Es fällt immer wieder auf , daß man sich eine Gruppe aussucht , die sich nicht
    wehrt, auch weil die rechtliche Lage ungeklärt ist. Diese NGO„s würden nie gegen Hunde-oder Katzenhalter vorgehen , weil man hier ja die Spenden reinholen will. Dabei
    ist mal zu fragen , ob die vielen Heimtiere überhaupt „Tiergerecht“ gehalten werden ?
    Was sagt da eingentlich Peta und Co dazu ? Tiere in warmen Wohnungen , ohne Auslauf
    ist das ok ? Oder 8 – 10 Stunden allein , wenn Herrchen oder Frauchen bei der Arbeit sind ?

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  4. Sandra Harms sagt

    Das ist mir persönlich sowas von egal, was die veganer an ostern treiben, ob sie eier suchen oder nicht… als liberaler mensch geht mich das nichts an was andere privat machen.
    ich könnte mir aber denken das die kinder von veganern keine ostereier aus schokolade bekommen, da milch mit drin ist, ich könnte mir auch vorstellen das den armen kindern auch schaudermärchen über den osterhasen erzählt werden, damit die eltern weiter in ihrer welt leben können…
    mich würde es nicht wundern wenn bei den schon bekannten schaudermärchen und der alleseits abnehmenden allgemein bilung, mich eines tages ein veganer oder tierrechtler verbal nieder macht, weil für meine neue unterwäsche ja Polyester sterben mussten und von den armen nylos die ihre haut hergeben mussten damit ich Strümpfe tragen kann, will ich erst garnicht anfangen…
    Frohe Ostern !

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