Bauer Willi
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Die Revolution findet nicht statt – Teil 1

Es werden am 4. September fünf Jahre, als die Große Koalition das “Agrarpaket” bekanntmachte. Der DBV kommentierte das damals mit den Worten “Das wird wieder vielen Betrieben die Existenz kosten”. Angesichts dieser banalen Erkenntnis (ohne jegliche Ankündigung von Konsequenzen) habe ich mich damals entschlossen, auf meinem Acker zwei grüne Kreuze aufzustellen. Es war mein stiller Protest gegen die Agrarpolitik von CDU und SPD. Wenige Tage später waren es Tausende in ganz Deutschland (später auch im Ausland) die so ihre persönliche Sorge um ihren Betrieb ausdrückten. (Mir brachte es übrigens eine “Einladung” zu Julia Klöckner ein, die mich damals fragte, “ob ich wüsste, was ich da getan habe”.)

Die Bauernverbände waren ob dieser Vielzahl von Grünen Kreuzen irritiert. Während sich der Bayrische Bauernverband spontan der Aktion anschloss, hielten sich andere zurück und äußerten sich überhaupt nicht. So auch der Vorstand des DBV in Berlin, der erkannte, dass er dabei war, die Meinungshoheit zu verlieren. Als sich dann LsV gründete, wurde es noch stiller, denn die Wucht, mit der diese Organisation sich zu Wort meldete und Proteste organisierte, überraschte viele. Mich übrigens auch. Der Höhepunkt der Demonstrationen war die Fahrt von tausenden Traktoren nach Berlin im Nobember 2019. Insgesamt sollen 40.000 Demonstranten dort gewesen sein. So viel Bauern hatte meines Wissens vorher noch keine Organisation mobilisieren können. Dementsprechend euphorisch waren alle Bauern und Bäuerinnen. Jetzt sollte alles anders und besser werden.

Es wurde anders. Ohne jede Not, nur wegen persönlicher Animositäten und dem Geltungsdrang einer Person,  spaltete sich LsV in zwei Gruppierungen auf, von der nur LsV Deutschland  noch eine Bedeutung behalten sollte. Ihr Sprecher war zunächst Dirk Andresen, der für LsV Deutschland auch in der Zukunftskommission Landwirtschaft saß, bis er diesen Posten vor wenigen Wochen niederlegte. Er wurde von Anthony Lee benachfolgt. Dieser sprach eine sehr klare und deutliche Sprache und engagierte sich durch zahlreiche Videos und mediale Auftritte in diversen Formaten. Auch in Formaten, die bestimmte Kreise als Alternative Medien bezeichnen.

Wie immer, wenn sich Personen deutlich und klar äußern, haben sie auch Gegner und sind umstritten. Wer sich anpasst, fällt nicht auf, erreicht aber auch nichts. Für die Älteren unter uns erinnere ich an Franz-Josef Strauß und Herbert Wehner.

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Anthony Lee auf der Mitgliederversammlung Anfang Juni als Sprecher nicht mehr wiedergewählt wurde. Einen Tag später, nach einem Bericht am 24.6. in top agrar, stellte Anthony Lee in einem Video klar, dass er sich nicht weiter für LsV engagieren wird. Er ist nun der dritte Sprecher von LsV, der sein Amt verlässt. Die neu gewählten Sprecher sind in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt, ebenso die Mitglieder des Vorstandes.  Mit Anthony Lee verliert diese Organisation, die sich einmal als Alternative zum DBV verstanden hat, eine illustre Person mit Kanten und Ecken. LsV ist auf dem Weg in die mediale und politische Bedeutungslosigkeit und  lässt viele enttäuschte und frustrierte Anhänger zurück. Es hätte eine Revolution werden können…

 

 

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79 Kommentare

  1. Polymesos sagt

    Warum erwarten nur alle die Lösung von der Politik?
    Politik hat noch nie Probleme gelöst.
    Politik ist mit den eigenen beschäftigt und
    schafft daher nur zusätzliche.

    Die Bauern sollten nicht demonstrieren.
    Sie sollten aufklären.
    Am besten direkt vor den Supermärkten,
    also dort, wo die Entscheidungen tatsächlich getroffen werden.

    Heute ist ein Großteil der Nahrung traurig verwässert, verdünnt und geschmacklos geworden.
    Vieles wird importiert aus Zonen mit Sklaven ähnlicher Produktionsweise.
    Wissen über Lebensmittelkategorien geht verloren.
    Wo es noch existiert, werden die Kategorien durch die Macht des Geldes abgeschafft.
    Pseudo Qualität, bspw. Bio soll den kritischen Kunden befriedigen.

    Der Verbraucher wird für dumm verkauft.
    Da gäbe es eine Menge aufzuklären.
    Vielleicht mit einer Initiative: Landwirtschaft für Genuss!
    Bestimmt würden sich noch andere Lebensmittelhandwerker anschließen.

    Ok, natürlich wären die Aufklärer erstmal von den Parkplätzen verbannt,
    und müssten im öffentlichen Raum weitermachen.
    Mal angenommen, diese Initiative ließe sich nicht einschüchtern.
    Mal angenommen, die Aufklärer blieben vollständig bei der Wahrheit.

    Kein sich permanent selbst beweihräucherndes Marketing System kann auf Dauer wollen,
    dass direkt vor seinen Toren die nie gehaltenen Werbeversprechen tatsächlich eingefordert werden.
    Am Ende wäre es eine Katastrophe, wenn nur ein Prozent der Kunden unzufrieden wird.

    In so einer Situation könnte es besser sein,
    in die Aufklärung mit einzusteigen,
    sich mit den Produzenten zu verbinden
    und wieder echte und faire Lebensmittel anzubieten.

    Eigentlich könnten Produzenten, Vermarkter und Verbraucher nur profitieren.
    Wenn es dahin käme, entstünde eine win-win-win Situation für alle.

    Ok, vielleicht nicht für alle Lebensmittel Zusatzstoff Hersteller.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “In so einer Situation könnte es besser sein,
      in die Aufklärung mit einzusteigen,
      sich mit den Produzenten zu verbinden
      und wieder echte und faire Lebensmittel anzubieten.”

      Das bedeutet dann im Umkehrschluss, dass die derzeit angebotenen Produkte nicht echt sind? Ich glaube nicht, dass man gegen sich selber aufklâren kann und sollte. Genuss ist auch kein Einkaufskriterium, es geht um Kohle und Sicherheit, der Rest ist individuelles Entscheiden, was durch Auslösung von Emotionen mit Hilfe von Werbung gesteuert wird.

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    • evo.... sagt

      Polymesos hat geschrieben:

      Heute ist ein Großteil der Nahrung traurig verwässert, verdünnt und geschmacklos geworden.

      Diese Aussage gefällt mir momentan ganz besonders in dem auch ansonsten guten Ansatz. Hintergrund ist, dass ich für einen Gast Gurken von mir vorbereitet hatte. Der Gast hat mir später gestanden, dass er seit Jahren keine Gurken mehr isst weil er sie nicht verträgt und nur aus Gefälligkeit – und mit Angst- meine probiert hat. Dann stellt er fest, dass er meine Gurken verträgt.

      In der Folge hat er mir dann meine Argumente von der Denaturierung geglaubt:

      1. Meine Gurken bekommen natürliches Licht.
      2. Meine Gurken wachsen in Erde und nicht in einer Nährlösung.
      3. Die Sorten in den Gewächshäusern der Gemüsebauern sind züchterisch denaturiert.
      4. Dieses Argument behalte ich mal für mich.

      Thema Aufklären:

      Wer gut aufklären will braucht Wissen. Wer hat das nötige Wissen? Wer wagt es sich gegen den Mainstream zu stellen? In der Spitze des BV (u. a. Organisationen) sitzen immer die größten Bauern und denen geht es noch gut. Die Politik wird so gesteuert , dass diesen Betrieben noch gut geht. Diese Betriebe profitieren auch vom Höfesterben, weil es ihre Chancen verbessert.

      Das Sterben der Höfe ist eine Folge der Technisierung. Als Vergleich ist mir vorhin der Übergang von der Pferdekutsche zum Automobil eingefallen. Das ist halt so und sich dagegen zu stellen ist im allgemeinen sinnlos. Nur einzelne Betriebe werden sich mit Masse, Nischen Innovationen,…. halten können.

      Die Folge wird ein Abstieg des ländlichen Raumes zum noch weiter ausgepressten Rohstofflieferanten sein. Dagegen halten können wir nur mit Wissen, Innovationen und Unternehmergeist.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Evo, ich mach auch mal so ein Beispiel. Ich habe es dreimal erlebt, in Nauen, in Dresden und in Quedlinburg. Wir haben Gerichte mit Kartoffeln in Restaurants gegessen. Diese Kartoffeln waren aus meiner Sicht ungenießbar. Sie waren weiß, mehlig und Geschmacksneutral. Nun frag ich mich, ist das eine ostdeutsche Geschmackskonditionierung, Zufall, oder gibt es im Osten keine vernünftigen Kartoffeln?
        Wenn es eine Konditionierung ist, ist es traurig, aber anscheinend nicht umkehrbar. 🥳
        Mit Wissen kann es ja nicht zu tun haben, denn der Markt ermöglicht allen den Zugang zu allen Produkten.

        • evo.... sagt

          Der Vergleich ist Käse. Der Seevers sucht immer irgendwie halbseidene Argumente um sich zu profilieren. Es könnte bei den Kartoffeln z.B. auch sein, dass der Handel die schlechteren Partien in den Osten liefert weil dort nur ein niedrigerer Preis zu erzielen ist. Oder Gastronomen kaufen wegen Preisdruck nur billigste Ware.

          • Reinhard Seevers sagt

            DAS ist die Antwort auf meine Ernst gemeinte Frage?
            Bei meinem Bruder kauft ein Mitarbeiter einer ortsansässigen Firma, der aus dem Ostharz kommt immer seine Kartoffeln, wenn er zum Wochende nach Hause fährt. Letzte Woche hat er 40Sack a 12,5kg mitgenommen, um seine Bekanntschaft mit guten Kartoffeln zu versorgen….Evo warum diese persönliche Anmache?

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            • evo.... sagt

              Ich mache mir Gedanken zur Qualität von Gewächshaus-Gemüse und der Hr. Seevers argumentiert mit überdüngten Kartoffeln dagegen. Oder Kartoffeln mit sonstigen Anbau- oder Qualitätsproblemen. Ich finde den Vergleich einfach unpassend. Aber wahrscheinlich steckt Hr. Seevers nicht so tief in der Thematik wie ich. Jemand (Johann?) hat in einem anderen Thread geschrieben, dass in Gewächshäusern mit bis zur 4 – fachen CO2-Konzentration gezüchtet wird. Ein natürliches Produkt wird man so-mMn- nicht erzeugen.

              Ist mir halt schon paar mal so ergangen.

            • evo.... sagt

              Noch was:

              Ich habe dem Gast eine Gurke mit gegeben. Da hat er ne halbe pur gegessen und keine gesundheitlichen Probleme bekommen. Der war echt erstaunt.

              In der Summe fühle ich mich wieder einmal in der Meinung bestätigt, dass wir die Ernährung der Leuts naturalisieren müssen. Das wäre eine Chance für die Bauern, denn wir haben die Lebensmittel in der gesündesten Form.

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          • Sonnenblume sagt

            Diese “weißen” Kartoffeln kann man auch im Westen in den Läden finden. Eigene Erfahrung. Sie sind wirklich schlimm.
            Bei Eiern hat man z.B. festgestellt, dass sich im Norden und Süden die Vorlieben der Verbraucher beim Eigelb unterscheiden. Lieber ganz blaß oder kräftig in der Farbe.
            Bei den Kartoffeln bleiben demnach alle Möglichkeiten offen.

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  2. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war sagt

    “Es hätte eine Revolution werden können…”
    Da bitte ich aber doch ehrlich zu bleiben. Die heutigen Revolutionäre werden als AFD’ler, Rechtsextreme, Klimawandelleugner oder Coronaleugner bezeichnet. Auch die meisten Landwirte wollen nicht zu diesen Revolutionären gehören. Nur es gibt wenig Mittelweg sondern nur den von oben aufgezwungenen sogenannten Mainstream. Anthony Lee hat in seinem Video gesagt (sinngemäß): “In Filmen sind die Zuschauer immer geneigt auf der Seite der Revolutionäre (Querdenker) zu sein, im wahren Leben nicht”. Ein Phänomen?

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  3. Ludwig sagt

    Die Bauern brauchen so einen Kämpfer wie A.Lee! Sonst heist es wieder , wie in den letzten fünfzig Jahren ; es hätte ja viel schlimmer kommen können” . Das bringt uns nicht weiter , sondern zum Zurückfallen in den alten Zustand. Ich war jedenfalls sechs Mal für den LSV, Freie Bauern und DBV auf zur Demo. Jeder sollte wissen , daß wir ohne die DEMOS die Pflanzenschutzreduktionsgesetze bekommen hätten. Gerne hätte ich noch Großdemos vor der EU-Wahl gesehen und mit gemacht. Jetzt ist erst einmal bis November Demopause , weil uns die Arbeit auf den Höfen ruft. Unser Atem ist lang und der der Politiker kurz. Hoffe , daß die nächsten Wahlen denen Angst und Schrecken einjagen und das wird nicht aufhören, denn alle Altparteien haben versagt. Ob Rente , Wirtschaft , Migration,Energie , usw. ist eine Problemlösung nicht zu erkennen. All diese Punkte aus bäuerlicher Sicht hat A. Lee für uns angepackt. Für uns ist das ein großer Verlust in der medialen Welt. Kann nur hoffen , daß A. Lee für sich und uns weiter macht . Auf jeden Fall gebührt ihm ein sehr großer Dank, denn ohne ihn wäre nicht ganz viel passiert. Auch im Ahrtal wurden von anderen Bauern und Lee die ganzen Politikversagensprobleme aufgeführt. Bitte weitermachen A. Lee !!!

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  4. Ertl Elisabeth sagt

    Jetzt geht es weiter mit dem von unserer Umweltministerin durchgesetzten Renaturierungsgesetz.

    Hier ein Interview von Hannes Royer von “Land schafft Leben” mit Dr. Helmut Gaugitsch, dem fachliche Leiter für biologische Vielfalt im Umweltbundesamt, das federführend an der Umsetzung der Verordnung in Österreich beteiligt sein wird.
    Das österreichische Umweltbundesamt hat bereits 2021 alle Karten und Pläne erstellt, aus denen hervorgeht, was auf welchen Flächen zu geschehen hat.

    Das Interview ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass es möglich ist, eine halbe Stunde lang keine einzige Frage zu beantworten.
    Dass die Antworten mit den Fragen nichts zu tun haben, demonstriert in drastischer Weise, dass Umweltschützer und Bauern bereits auf so verschiedenen Planeten leben, dass ein fruchtbarer Austausch gar nicht mehr möglich ist.
    Es ist offensichtlich so, dass man im Umweltbundesamt überhaupt keinen blassen Schimmer davon hat, wie Landwirte das Gesetz umsetzen sollen, sondern hier einfach selbstherrlich über die Betroffenen drübergefahren ist.
    Und diese Betroffenen werden jetzt jovial eingeladen zum Dialog, bei dem sie den Proponenten des Gesetzes erklären sollen, wie es geht.

    Frage: Worum geht es bei der Renaturierungsverordnung?
    Antwort: 80% der Ökosysteme Europas sind in einem schlechten Zustand. In Österreich sind es nur 50%. 30% der heimischen Arten sind gefährdet. Bis 2030 müssen 30% der betroffenen Ökosysteme wiederhergestellt sein, bis 2040 60% und 2050 90 – 100%.

    Frage: Bauern wissen jetzt überhaupt nicht genau, was passieren wird. Wir haben keine Planungssicherheit mehr.
    Antwort: Es ist gut, dass die EU einen Rahmen vorgegeben hat und die Ausgestaltung den Mitgliedsstaaten obliegt, weil ja jedes Land andere Ökosysteme hat. Die Verordnung sieht vor, dass das im Ausgleich mit der erneuerbaren Energieproduktion, der Schifffahrt, der Land- und Forstwirtschaft etc. geschieht.

    Frage: Wir Bauern sind jetzt schon mit Bürokratie stark belastet. Was kommt da auf uns zu?
    Antwort: Bis 2030 liegt der Fokus auf den Naturschutzgebieten, erst in weiterer Folge kommen andere Bereiche dran. Es sind Kriterien für die Durchführung festgelegt worden. Es gibt keine Enteignung und keine Bewirtschaftungsverbote, durch Anreize werden Landwirte bewegt, mitzumachen.

    Frage: Wir Bauern arbeiten zeitlich bereits am Limit. Wir bekommen schon jetzt keine Arbeitskräfte mehr. Wer soll die viele Arbeit machen?
    Antwort: Es gibt nun einmal einen Handlungsbedarf, es muss mehr getan werden als bisher. Das Wichtigste in diesem Sinn ist der Dialog zwischen Gemeinden, Bundesländern, Bund, Ministerien, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Landnutzer_innen, der festlegt, was wann wie und wo konkret passieren soll.

    Frage: Mittlerweile werden wieder vor allem Billigstlebensmittel nachgefragt. Weniger und arbeitsaufwändigere Produktion kostet aber mehr. Wir können wir Bauern da wirtschaftlich bleiben?
    Antwort: Wir gehen den Weg nicht auf dem Rücken der Bauern.
    Herausforderungen für die Landwirtschaft sind natürlich vorhanden.
    Es geht um Ernährungsgewohnheiten, das Maß tierischer Lebensmittel, die Lebensmittelverschwendung, Abfälle im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion, um die Preise, die Qualität (Bio, regional) etc. Die Herausforderungen sind zu bewältigen auf auf solider fachlicher und wissenschaftlicher Basis. Es braucht die Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften … und natürlich die Politik. Viele Beispiele zeigen, dass Dialogprozesse, wo alle einbezogen werden, zu einer nachhaltigen Lösung führen: Dialog zur Entwicklung einer Biodiversitätsstrategie, zur Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft, zur nachhaltigen Angelfischerei und Aquakultur.

    Frage: Du sprichst über Freiwilligkeit, aber letztendlich sind ja Ziele da. Wenn keiner mitmacht, dann müssen wir es ja machen.
    Antwort: Die Pläne müssen in den nächsten zwei Jahren mit Ziel 2030 erstellt werden, also welche Maßnahmen zu setzen sind. Es steht im 1. Artikel der Verordnung, dass das Gesetz zur Ernährungssicherheit beitragen wird.

    Frage: Wir importieren jetzt schon sehr viel Eiweiß aus Südamerika. Machen wir uns nicht noch mehr abhängig? Renaturieren wir hier und importieren aus Gegenden, die das nicht tun?
    Antwort: Es gibt bereits Ansätze, dieses importierte Eiweiß durch heimische Produktion zu ersetzen, z.B. Donausoja, eine Stickstoff fixierende Pflanze, wo man weniger Dünger braucht. Die grundsätzlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit nachhaltiger Landwirtschaft bleiben weiterhin bestehen und sind gesamtgesellschaftlich zu lösen.

    Frage: Was ist das Fazit?
    Antwort: Wir vom Bundesumweltamt begrüßen das neue Gesetz. Wir sind bereit, an den nächsten Schritten mitzuarbeiten, nämlich fachliche Beiträge zu den nationalen Wiederherstellungsplänen zu setzen, damit die Umsetzung gut funktioniert.

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  5. Paul Werner sagt

    Sorry, wenn ich hier einen Beitrag völlig am Thema vorbei loswerden möchte, aber mir schwillt gerade gehörig der Kamm. Ich lese gerade die “Welt am Sonntag” und stoße auf ein Inserat des BMEL. Darin wird in unzulässiger Weise für Bioprodukte geworben. In jedem anderen Wirtschaftszweig wäre dies ein Fall, nicht nur für die Wettbewerbsbehöhrden. Für Cem Özdemir gilt dies scheinbar nicht. Wenn die konventionell wirtschaftenden Bauern hier nicht auf die Barrikaden gehen ist ihnen nicht mehr zu helfen. Man stelle sich vor, Christian Lindner würde Werbung für Porsche machen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die Anzeige, die Sie meinen, ist offensichtlich aktuell in vielen Mainstreammedien erschienen.
      Das ist
      a) Subventionierung/Unterstützung eines dahinschwindenden Sektors (Printmedien)
      b) Gemeinschaftswerbung, die man vor Jahrzehnten dem Berufsstand mit seiner CMA höchstrichterlich verboten hat
      c) der untaugliche Versuch, den wachsenden Zweifeln an der vollkommenen “Unschuld” landwirtschaftlicher Produktionsprozesse der Bio-Schiene zu begegnen
      d) der Versuch, den selbstformulierten Zielen auf EU- und Bundesebene (bis zu 30% Bio) etwas Schub zu geben.

      So wird mit dem Steuergeld auch der nennenswert Einkommensteuer zahlenden Landwirte umgegangen.

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    • Aen Cooper sagt

      Herr Özdemir hat gerade einen anderen Fokus: Er will Ministerpräsident von BaWü werden. Da können so kleine Bauerndebakel nicht wirklich interessieren.
      Was Lindner betrifft, er betreibt schon seit Jahren direkt Werbung für Porsche und merkt es nicht einmal.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Als dann winziges grünes Männlein unter der Fuchtel des großen schwarzen Bruders…!?

        Sind die Zustimmungswerte aktuell nicht auch in BaWü kastastrophal!?

        (Es ist ihm zu wünschen, dass er es so richtig “vergeigt”; ich glaube nicht nur mein innigster Wunsch bei all den Hinterlassenschaften in Özdemirs Funktion an Anwalt der Bäuerinnen und Bauern!)

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  6. Bauer Fritz sagt

    Wenn ich mir nur den You-Tube Kanal ansehe von Anthony Lee (https://www.youtube.com/@AnthonyRobertLee) mit 29 MILLIONEN Aufrufen seiner rund 400 Videos und dann auch noch fast 200.000 Aufrufe (!!!!) seines Rücktritt-Videos, dann kann man doch gar nicht so blind sein, was dieser Mann leistet. Für die Bauern !!! Nicht für sich.

    Der Mann ist fachlich kompetent, er ist eloquent, er ist schlagfertig (wie die Videos von TV-Sendungen oder Talkrunden zeigen). Das alleine sind schon Eigenschaften die 90% der Alltagspolitiker nicht haben und 100% der Grünen nie haben werden.

    Und er ist bei den Berufskollegen beliebt. Auch eine Eigenschaft mit Seltenheitswert der selbst unter Agrarpolitikern nur zu 50% gegeben ist.

    Eine Organisation wie LsV die so einen Eitelkeits-Querulanten-Index aufweist, wird nie mehr zu “Land schafft Verbindung” sondern nur noch zu “Lasst sie verschwinden”.

    Man kann Leute wie Lee oder Andresen oder Lohmeyer und auch Willi etc. nur ersuchen, ihre Fähigkeiten weiter als vernünftige und kompetente Sprachrohre für und von Bauernanliegen weiterzuführen. Und im Idealfall die Anhängerschaft aufzurufen, mit unegoistischen Engagierten im Lande was Neues aufzubauen.

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  7. Thomas Wörle sagt

    Jeder muß sich selbst helfen. Auf Verbände jeglicher Art zu verlassen das die für uns was erreichen vergiss es Wenn sie der Politik gefährlich werden .Dann werden die Personen die klare Worte sprechen von Politik und Medien platt gemacht . Wenn Wahlen was ändern würden wären sie angeschafft.

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  8. Ferkelhebamme sagt

    Ohne Anthony wird der LSV wohl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Mit seiner undiplomatischen und emotionalen Art eckt er an, in Berlin war er mir auch schon etwas zu sehr „drüber“, aber das braucht es inzwischen für Aufmerksamkeit. Viele Nichtlandwirte hat er erreicht. Einen zweiten Bauernverband, der für den Laien nicht verständlich kommunizieren kann und die Politik mit Samthandschuhen anfasst, brauchen wir nicht.
    Ich habe das Gefühl, dass bei vielen die Luft raus ist. Gesetzte Zeichen und Warnungen, dass es so nicht geht, gab es genug. Getan hat sich: Nichts.
    Es wird viel gefaselt und versprochen, doch das Gegenteil erreicht, Stichwort Bürokratieabbau oder Lieferketten.
    Aktuell: Cem verkündet großspurig bürokratische Erleichterung und dass die Produzenten gestärkt werden. In der Praxis wird jedoch die Tierschutznovelle durchgewunken, die ein riesiges Bürokratiemonster darstellt und den Tieren nichts bringt. Außerdem will der Handel z.B. kein Eberfleisch mehr. In der Folge haben die Schlachter die Ebermaske jetzt so angepasst, dass Ebermast nicht mehr wirtschaftlich ist und die Mäster spontan keine Eberferkel mehr abnehmen. Herzlichen Dank. Dass kastrierte Ferkel aus dem Ausland nicht dem deutschen Tierschutzgesetz entsprechend kastriert wurden, interessiert keine Sau. Die haben sogar QS, ein Unding.
    Ich hätte jetzt wieder ein paar Ferkelpartien frei. Falls jemand Interesse hat…
    Der Frust ist inzwischen so groß, dass die Landwirte, wie die Industrie, nach Alternativen suchen, bzw die Arbeit einstellen. Die letzten Insolvenzzahlen waren unerwartet (?) hoch, in der LW sind Betriebe und Tierzahlen rückläufig, trotz relativ guter Preise. Alarmstufe rot. Aber offensichtlich hilft nur noch Lernen durch Schmerz

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    • Arnold Krämer sagt

      Ich kann Ihre Einschätzungen und Beobachtungen, Ferkelhebamme, nur bestätigen.
      Rot-Grün lässt einfach nicht locker, bis alles am Boden liegt. Die CDU/CSU hat in 16 Jahren vorher mit dem Schielen auf Umfragen und mediale Dauerkritik die Saat bereitet.

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    • Bauer Fritz sagt

      Wirtshaussterben, Bäckereisterben, Fleischereisterben etc. am Land wird Vielen erst bewußt werden, wenn es zu spät ist. Und es wird ihnen erst bewußt, wenn sie es nicht nur in der Zeitung lesen, sondern es am “eigene Leib” spüren.

      Ein (wie ich finde) lesenswerter Beitrag zu diesem Themenkreis:
      Es geht um mehr als die „Leberkässemmel für zwischendurch“
      (https://gmeiner-meint.blogspot.com/2024/06/es-geht-um-mehr-als-die-leberkassemmel.html)
      “Wenn so ein Fleischhauer sein Geschäft für immer schließt, geht nicht nur ein Partner für die örtliche Landwirtschaft verloren. Da geht ein Nahversorger verloren, auf den man immer zählen konnte. Einer, bei dem man wusste, was man in die Taschen packte. Einer auf den man sich verlassen konnte, einer der bei Vereinsfesten auch noch am Samstag in der Nacht Bratwürstel lieferte, wenn‘s knapp wurde. Einer, der seine Wurzeln in der Region und der auch deren Geschmack geprägt hat. Der von und für die Region lebte, Arbeitsplätze schuf und Produkte, die dort erzeugt wurden zu wertvollen Nahrungsmitteln weiterverarbeitete und damit das schuf, was man regionale Wertschöpfung nennt. Kurzum mit so einem Metzger verschwindet ein Teil einer Kultur, die von regionalen Kreisläufen geprägt war.”

      P.S. Und da ist das Auslaufen oder Sterben von Arztpraxen, Buchhandlungen, Blumenläden etc. noch gar nicht erwähnt …

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    “Ich bin Berufspessimist und helfe Optimisten ihren Weg zu gehen. Da ich ja nicht das Risiko des Kapitalverbrennens habe, fällt das leicht.😎”

    Mit eben dieser Aussage scheint sich ja auch ihr Bruder im Geiste identifizieren zu können…

    Was mich von einem solchen Personenkreis wie dem Ihrigen ganz wesentlich unterscheidet, lässt sich mit einem Satz skizzieren.

    Ich bin noch immer Berufsoptimist und überlege tiefgründig, wäge sehr genau ab, denn im Unterschied zu Ihnen muss ich einen solchen Zweckoptimismus auch aus der eigenen Tasche finanzieren können und wollen. Daher komme ich nicht ganz so salopp wie Sie daher!!!

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Der größte Vermögensverwalter seines Zeichens in der EU hat mit einem offenen Immobilienfond unschön tief ins Klosett gegriffen.

        Von heute auf morgen musste er eine Wertberichtigung von zwischen 13-14 Prozent vollziehen. Bei tausenden von Beratern sind spätestens ab Donnerstag vergangener Woche die Drähte heiß gelaufen.

        Ist diese Gegebenheit in der landwirtschaftlichen Allrounder-Wissenszentrale noch nicht angekommen!?

        Ein armer Tropf, der hier fett Kohle scheffeln wollte, um an anderer Stelle clever „geschäftstüchtig“ seine Kredite zu bedienen. Läuft nicht eben immer rund, wenn man auf beiden Seiten Federn lassen muss. Keine Null-Risiko-Strategie! – Aber dahingehend bin ich ein sehr kleines unbedeutendes Leuchtlein, das vornehmlich Geld ausgibt, welches sein Eigen zu nennen ist.

        Ja, Herr Krämer, in einer solchen scharfen Abwägung würde ich aktuell auch kein Invest für einen Stall in die Hand nehmen, wenn auch viele Superschlaue powern, der Erfolgreichere müsse sich antizyklisch positionieren….

        Vom Renter-Chaiselongue aus lässt sich „herzensgut“ soeben weit aufgeschlossener beraten…

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        • Arnold Krämer sagt

          So wie Sie halten sich auch alle Schweinehalter im Nordwesten mit Investitionen zurück. Aus gutem Grund: schrumpfender Markt!, sehr unsichere politische Rahmenbedingungen!
          Der Markt für Eier und Hähnchenfleisch stellt sich anders dar. Deshalb werden hier weiterhin Hühnerställe und Hähnchenmastställe gebaut, sofern der Standort das baurechtlich zulässt.

          Ansonsten lassen Sie doch einfach Ihre Sticheleien sein.

          Sie wissen doch gar nicht, was ich noch mit welcher Intensität beruflich mache, und welche Einblicke in das agrarische Wirtschaftsleben ich habe.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Ja, Herr Krämer, in einer solchen scharfen Abwägung würde ich aktuell auch kein Invest für einen Stall in die Hand nehmen, wenn auch viele Superschlaue powern, der Erfolgreichere müsse sich antizyklisch positionieren….”

          Es gibt doch gar keinen Zyklus mehr. Wer heute noch investiert, tut dies mit Kenntnis der Lage und dem Mut, sich der Destruktivitätit mit der Wette auf Erfolg, entgegenzustellen. Ich finde das mutig.

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Bisweilen, werter Herr Seevers, kommt ein solcher Mut, sofern er nicht sehr gut durchdacht ist, einem Selbstmordkommando gleich.

            Oder irre ich da etwa…!?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Keine Ahnung, etliche Kunden betreue ich schon seit mehr als 15Jahren, und die investieren immer noch…also ich erkenne bei denen keine suizidalen Absichten. Aber ich kenne ja nicht alle Investierenden im Reich. 🤗

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            • Arnold Krämer sagt

              Auch wenn ich nicht angesprochen war…..

              “Bisweilen” ist richtig! Weil der Grat zwischen Mut und Übermut machmal schmal ist und überschritten wird.
              Die entscheidende Frage immer wieder: Was traue ich mir/trauen wir uns zu, was darf ich mir/dürfen wir uns zutrauen? Was trauen andere mir/uns zu?
              (Selbst-) Vertrauen ist ein ganz entscheidender Faktor im wirtschaftlichen Handeln.

              Kommen Sie mir jetzt aber nicht damit, ich hätte behauptet, Sie hätten kein Selbstvertrauen.

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              • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                …Vielleicht nehmen Sie sich einmal nicht ganz so wichtig, auch wenn’s schwer fällt!?

                Für mich ist ein Arnold Krämer nicht der Nabel unserer Bauernwelten, muss sie da jetzt sicherlich sehr enttäuschen.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Gilt das, was Sie schreiben, in besonderem Maße nicht auch für sie?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wie kann ein Mensch… (Rest gelöscht: Keine persönlichen Beleidigungen)

                  Hier noch mal die “Spielregeln” (Siehe oben im Blog)

                  Ich dulde keine Beschimpfungen und Beleidigungen von Personen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Mitkommentatoren oder Personen außerhalb des Blogs handelt. Ich behalte mir das Recht vor, Kommentare zu löschen und Nutzer zu sperren, wenn sich jemand nicht an die Spielregeln hält.

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                • Bauer Willi sagt

                  @ukWW
                  Was soll das? Können wir bitte auf persönliche Anmerkungen verzichten? Gilt natürlich auch für @R.Seevers

                  3
    • Bauer Willi sagt

      Oha, jetzt wird es ernst! Ich bin auch Optimist, gehe aber erst einmal vom schlechteren Fall aus. Von daher sind beide Positionen richtig und logisch.

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  10. Arnold Krämer sagt

    Der Agrarsektor in D und in der EU ist völlig überreguliert und überkomplex, auch durch zusätzliche Spielregeln aus dem allgemeinen Umwelt- und Wirtschaftsrecht. Auch deshalb ist das Regelwerk kaum reformierbar im klassischen demokratischen Sinne. Ein Beispiel liefern die aktuellen Personalentscheidungen zu den EU- Spitzenämtern nach der Europawahl. Die Beharrungskräfte sind gewaltig.
    Für eine Revolution reichen die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch längst nicht aus. Man sollte auch nie vergessen, dass der tägliche Kampf des Einzelnen und der landwirtschaftlichen Verbände, sich im aktuellen rechtlichen Umfeld zu behaupten, sehr viel Kraft und Energie kostet.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Für eine Revolution reichen die Waffen gar nicht. Die alten Bestände der Rollator-Gang sind konfiziert, Luftgewehre sind eingeschlossen
      …nur die Neubürger verfügen über umfangreiche Messer-Mengen.
      Das wird nix….🤗

      13
      • Paul Werner sagt

        Können sie sich auch mal ohne diese infantilen Fratzen und ohne überhebliche Polemik artikulieren?

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        • Arnold Krämer sagt

          Was ist gegen ein wenig zugespitzte, aber unpersönliche, dennoch gesellschaftliche Zustände zutreffend beschreibende Verbalakrobatik einzuwenden, Herr Werner?

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  11. Andreas sagt

    Es ist mit uns Bauern immer das Selbe, bei jeden der großen Bauernaufstände sind alle überrascht, wie viele Bauern und Bäuerinnen sich der Bewegung anschließen und welch beeindruckende Macht sie erreichen. Dies war 1525 beim Bauernkrieg, beim großen Milchstreik im Jahr 2008 und bei den Schlepperdemos in den letzte Jahren immer sehr beindruckend und hat die Gegenseite immer zu großen mündlichen Versprechen gezwungen. Leider haben sich die Bauern immer mit unverbindlichen Zusagen abspeisen lassen und nie wirklich was erreicht. Im Gegenteil, nach dem zum Beispiel der Milchstreik durch Romuald Schaber beendet wurde, wurden alle Zusagen und Versprechungen der Politik gebrochen und die Lage der Milchbauern wurde noch aussichtsloser.
    https://kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2009/Jasper_1.pdf
    Im Prinzip kam es dazu, dass viele aktive BDM-Milchbauern ihre Höfe aufgeben mussten, weil sich die Molkereien weigerten, weiter ihre Milch abzuholen.

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    • Peter Guhl sagt

      Weil die Molkereien sich weigerten, die Milch abzuholen? Dazu gab es viele Gruselgeschichten, aber ein konkretes Beispiel ist mir bis heute nicht zur Kenntnis gelangt.
      Aber das Beispiel ist gut, da es viele Parallelen gibt. Damals war es Gerd Sonnleitner, der den Bauern das Messer in den Rücken rammte

      3
  12. Wundrlich Werner sagt

    Ohne Lee ist der LsV auf den Weg in die Bedeutungslosigkeit. Sehe ich wie Willi.
    Ich hoffe ich behalte unrecht.

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  13. Thomas Bröcker sagt

    LsV vertritt nach eigenen Angaben einen Anteil etwas mehr als 8 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen über seine Mitglieder. Das ist ungefähr die Größe der Bio-Flächen. Nur haben es deren Vertreter (Bio-Verbände BÖLW usw.) durch die positive mediale Begleitung sehr viel einfacher Sympathien zu gewinnen.
    LsV hat es nicht geschafft, dem Bauernverband wirklich Konkurrenz zu machen und mehr Mitglieder desselben für ihre Struktur zu gewinnen. Sie vertreten einen höheren Anteil Produktion als z.B. die ABL, werden aber politisch nicht mehr wahrgenommen.
    Es ist das alte Problem aller Revolutionen: wenn nicht nach spätestens 3 Jahren gravierende Verbesserungen eingetreten sind, kehrt der “gemeine Mann” zu seinem Tagwerk und zu seinen gewohnten etablierten Verbindungen zurück..
    Wenn man im politischen Tagesgeschäft ankommt wird es für Protestler langweilig.
    Das Aushandeln von hilfreichen Kompromissen zwischen den engen Bandagen der grünen Weltuntergangserzählungen und der täglichen realen Konfrontation der Betriebe mit den politischen Realitäten, mit den Markt- und Wetterkapriolen lässt jeden Anschein von Revolution untergehen.
    Vielleicht wäre es besser LsV wäre ein Verein mit kantigen Persönlichkeiten (die aber auch nicht zu Selbstdarstellern mutieren dürfen) und klaren Forderungen zur ABSCHAFFUNG vieler unsinniger Regelungen geblieben, statt sich in den Reigen des “Ringens” um faule Kompromisse einordnen zu wollen Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Thomas, die gewaltigen Überschussproduktionen in vollkommen übersättigte Märkte sind unsere irrsinnige Dauerproblembaustelle.

      Beneidenswert unsere Vorfahren, die seinerzeit auf 30% ihrer Flächen Energie produzierten und damit energetisch unabhängig waren. Auch diese Ansicht kann man jetzt selbstredend in einem von vielen präferierten Schwarz-Weiß-Denken nach Strich und Faden zerlegen.

      Die monumentale Bedrohung, die wie eine große Welle auf uns zurollt, haben die wenigsten von uns überhaupt schon auf dem Schirm:

      Unser neues EU-Mitglied… / Liebe Kollegen, zieht euch warm an.

      Jede schlechte Nachricht beinhaltet allerdings auch Gutes: Erst dann werden wir zwangsweise unsere irrlichtern eingefahrenen Strukturen ganz automatisch verlassen müssen.

      Beim wagemutigen Blick schon heute aus einem kleinen Guckloch dürfen wir wohl erahnen können, dass die heutigen maßgeblichen Entscheider nach dem Vollzug eines “goldenen Handschlages” sich vornehmlich als Unschuldslämmer auf dem heimischen Käutschle dereinst zu räkeln wissen. Heroische Lichtgestalten, die man heute wie euphorisch zu beklatschen weiß!?

      „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (also sprach Zarathustra/Nietzsche)

      …Wo bleibt dieses Chaos heute!?

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          ….politisch SO(!) gewollt!

          Nahwärmekonzepte innerhalb unserer ländlichen Räume braucht niemand.

          Wehe, wehe, es gelingt die Zukunft der “Salzspeicher”, die milliardenschweren Mammutleitungen, die aktuell zu Grabe getragen werden, sind sodann sofort verzichtbar.

          Milliarden, die einfach verpuffen. Es gibt Königshäuser hier in Europa, die sich eine goldene Nase in diesem Sektor verdienen wollten, davon ist man allerdings abgekommen, man weigert sich in solche “Milliardengräber” zu investieren.

          Einer Demokratisierung unserer Energieversorgung stehen ganz offensichtlich viele kleine Geister entgegen.

          Was muss noch passieren, bis man endlich aufwacht hier in Zentraleuropa!?

          Hier in diesem Forum gibt es allerdings Stand heute mehr Gegner denn Befürworter, das ist nicht neu. Als Enttäuschung empfinde ich es trotzdem…

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Hier in diesem Forum gibt es allerdings Stand heute mehr Gegner denn Befürworter, das ist nicht neu.”

            Gegner oder Befürworter von WAS? Verständnisproblem!

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          • Thomas Bröcker sagt

            Ich gehe mal davon aus, dass sie auf die Salzwasser-Speichertechnologie der Fa. Aquion abheben. Diese bietet allerdings die Möglichkeit preiswert und mit mit preiswerten (teils heimischen) Rohstoffen die Energiespeicherung zu revolutionieren. Ganz banal ist die technische Lösung allerdings auch nicht und in der Kathode ist nach wie vor Lithium verbaut. Diese Technologie wird sich durchsetzen und Agrophotovoltaik theoretisch sehr effektiv machen.
            das würde sicher auch eine Direktvermarktung von Strom durch von Landwirten betriebene AgriPV- Anlagen möglich machen. Auch BiogasAnlagen könnten so besser von den Spitzen-Verbrauchszeiten profitieren.
            Dem stehen nur 2 Probleme gegenüber: Netzagenturen und Netzausbau und das fehlende Interesse der neu entstehenden großen EEG Konzerne (die ja teils die alten sind).
            Dazu kommt, dass China die Erfinder- und Patentinhaberfirma Aquion inzwischen aufgekauft hat. Das könnte eine Produktion in Europa erheblich verteuern.
            Outdoor Energiespeicher dieser Bauart bietet BlueSkyEnergie an … die sin aber kein Schnäppchen.

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      • Inga sagt

        Es sind doch alle gleichgeschaltet,
        kreatives Denken ist altmodisch

        Warum nur?

        Können das nur die,
        die Not in ihrer Kindheit erlebt haben, denke ich.

        Die Not

        3
    • Mark sagt

      Die Tragik der LsV besteht darin, dass sie der Strategie der Politprofis auf den Leim gegangen ist und sich in die dämliche Zukunftskommission einbinden lies. Derartige Kommissionen sind in erster Linie dazu da, Protestbewegungen zum Erliegen zu bringen. Das hat die ZKL brilliant geschafft, im Abschlussbericht der ZKL findet sich keine einzige der ursprüglichen Forderungen der LsV wieder. Wichtig wäre, daraus zu lernen. Klare Forderungen zu stellen und sich nicht einlullen lassen von politischen Akteuren. Wenn dies klar durchgezogen wird, dann stehen die Bauern auch dahinter. Dass es einen bäuerlichen Zusammenhalt gibt, konnte man vergangenen Winter sehen! Es gilt diesen Schatz zu heben, mit kluger Strategie und mit starken Persönlichkeiten, die ziehen. Lee und Lohmeyer sind dazu geeignet!!

      13
  14. Wilfried Dannheim sagt

    Ich frage mich, wie man einen Mann wie Anthony Lee ziehen lassen kann. Er ist intelligent, hat eine Vita und ist Eloquent. Klar tritt er mit seiner klaren Meinung vielen auf den Schlips. Das macht aber auch nichts, Leisetreter hatten wir in der Vergangenheit, und aktuell, in Reihen des DBV genug.
    Medial hat Anthony Lee sich von einem reinen Agrarblogger zu einem veritablen Politikblogger weiter entwickelt. Das Video mit dem Vater eines der bei einer Messerattacke getöteten Jugendlichen von Brokstedt war einfühlsam, und das habe ich so beim ÖRR nie gesehen.
    Gerade seine Videos auf YouTube mit Christian Lohmeyer und Markus Wipperfürth sind informativ und werden auch technisch immer besser.
    Ich wünsche ihm, dass er weiterhin, auch ohne dieses Amt, seine Stimme erhebt, dass er neben seinem eigentlichen Beruf als Landwirt die Zeit und Kraft hat, Informationen zu sammeln und sie weiterhin unter das Volk zu bringen.
    Er hat doch einen überraschend hohen Bekanntheitsgrad. Gerade jetzt auf seiner vergangenen Wahlkampftour, aber auch auf seinen Veranstaltungen sind nicht nur Landwirte unters Publikum.
    Er hat eine konservative, einige würden sogar sagen rechte Überzeugung (Rechts gehört aber zum vom Grundgesetz gedeckten Meinungsspektrum wie Links oder Mitte), sie ist aber mitnichten Rechtspopulistisch oder gar Rechtsextrem. Sie deckt einfach das Meinungsspektrum der „Vor Merkel“ CDU ab.
    Seine Überzeugung deckt sich ein zu eins mit der meinigen, deshalb verfolge ich gerne seine Sendungen und hoffe, er macht diese noch eine lange Zeit, zudem er doch so manche Anfeindung über sich ergehen lassen muss.

    28
  15. Volker Lichti sagt

    Solange mit Herzblut, Freude, und Hingabe die sinnhafte Tätigkeit Landwirtschaft betrieben wird, und das wird es in Ewigkeit, werden Landwirte auch bei geringer Achtung ihre Arbeit machen. Folglich bleiben wir in der Rolle der benutzten belächelten Bauern.

    3
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Ihre Resignation, sich in die Rolle des Unterdrückten fügen zu wollen, ist nicht gut! Sind wir dazu bis in alle Ewigkeit tatsächlich verdammt!?

      Kopf hoch! – Nicht jammern – machen!

      Wer aufhört zu kämpfen, hat schon verloren.

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  16. Reinhard Seevers sagt

    WW, was ist denn dein Vorschlag zur Problemlösung?
    Analysten gibt es ja anscheinend ausreichend.

    4
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Sie als Oberanalyst der handverlesenen “Intelligenzbestien” fragen das mich!?

      14
      • Reinhard Seevers sagt

        Das war nur eine einfache Frage…aber wenn das schon reicht für eine Aufregung.😙

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          ?

          Ihre Definition von Aufregung – jetzt ist aber auch gut…

          Ihr standardisiert “letztes Wort” wird unbeantwortet bleiben.

          14
  17. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Die Strukturen von COPA-COGECA sind übermächtig tief verwurzelt in unserem System. Das müssen wir geflissentlich so zur Kenntnis nehmen, leider.

    Bauern sind im generellen extrem konservativ, daher ist ein bäuerliches “Parallel-Universum” nur schwerlich von Bestand.

    Religion ist Opium für’s gemeine Volk – WISSEN wäre Opium für unseren Bauernverband; man ist in selbigen Reihen bis zum heutigen Tage allerdings derart archaisch narzisstisch positioniert, dass man selbst Zeiten des absoluten Stillstandes problemlos übersteht.

    Die dieser Tage erst wieder initiierte “demokratische Wahl” des Bauernpräsidenten skizziert welches Bild des gemeinen Bauernstandes in seiner Gesamtheit!?

    Nicht gönnen wollen, nicht gönnen können, ist der maßgebliche Missstand, warum sich Organisationen wie LsV schlussendlich selbst zerlegen.

    An diesen Verhältnissen wird sich kaum etwas verändern, solange wir ohne Maß und Ziel in vollkommen übersättigte Märkte hinein produzieren. Liegt es mithin nicht an den Bauern selbst, eine Trendumkehr endlich zu vollziehen. Neue Konzepte, die wie Pilze aus dem Boden schießen müssen, heißrungige Märkte zu bedienen wissen.

    WARNUNG! – Bereits noch in den Kinderschuhen steckend bekommen wir selbstredend die Beißwut all derjenigen zu spüren, die sich bedroht sehen, dass man ihnen die Wurscht vom Brot rauben könnte. Ist ein solches Verhalten wahrnehmbar, darf man wohl positiv von der Entdeckung einer neuen “Erfolgsstory” träumen dürfen.

    Leider sind viel zu wenige Bauern Träumer – bevorzugt allenthalben Hamsterradbetreiber im Dauersprint auf ihren festgefahrenen Gleisen…

    15
    • Thomas Bröcker sagt

      Ich will aus Sicht des Obstbaus einfach mal dagegenhalten:
      Wir können uns Nationale Schienen ausdenken und mit unseren schmalen Mitteln bewerben soviel wir möchten. Solange die nationalen Wohlstands- und Kostengrenzen es ermöglichen international billiger einzukaufen, wird der Handel das tun. Der heimische Obstbau ist dabei in kleinen Schritten von der Bildfläche zu verschwinden. Das gibt gelegentlich mal eine bedauernde Sequenz in den Medien … wird aber sonst klaglos von der billig versorgten Gesellschaft hingenommen. Das ist mit der großen LW nicht anders !!
      Ich sehe keine Möglichkeit im Geschäft zu bleiben, als begrenzt über Nischen oder eben Mithalten in der Kostenführerschaft am Ball zu bleiben.
      Trotz aller Ermahnungen zur “sicheren Selbstversorgung im Krisenfall” wird nur in engen Grenzen national eingekauft werden, solange es mit anderem Material billiger geht.
      Es gibt sicher eine Marktmacht der LW als Ganzes (Generalstreik) aber die Strukturen sind in dieser Hinsicht viel zu sehr von der Macht der Banken, Gläubiger und der Gesetzgebung gefesselt. Ein totaler Zusammenbruch der Finanzmärkte wie Ende der Zwanziger Jahre bis Anfang der Dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts könnte so einen Generalstreik ermöglichen. … Ausgang ungewiss bis tödlich wie uns die Geschichte lehrt. Nichts was man sich wünschen sollte.
      Nur diese dauernde Erzählung, dass die Bauern selbst Schuld an ihrer Lage sind halte ich für beliebig und an den tatsächlichen Rahmenbedingungen völlig vorbei irrlichtend.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Am Ende geht es doch immer nur um die Verteilung der Ressource Kapital.
        Der Neokapitalismus funktioniert genauso wenig, wie der Sozialismus. Das wäre meine erste Erkenntnis. Daraus könnte man nun eine gesteuerte Marktwirtschaft entwickeln, die den Produzierenden so viel Freiheit wie möglich gibt, Produktivität zu steigern und gute Löhne zu zahlen. Wenn man aber gesellschaftlich nicht bereit ist die Hürden hierzu abzubauen, weil man propagiert, dies wäre ein Rückfall in alten Zeiten, dann wird das nicht funktionieren. Es braucht also einen politischen Willen und eine politische Mehrheit, die es schafft, die Fesseln abzulegen, die das Land binden. Das genaue Gegenteil passiert aber, deshalb habe ich KEINE Hoffnung bis das land ganz am Boden liegt. Ich bin Berufspessimist und helfe Optimisten ihren Weg zu gehen. Da ich ja nicht das Risiko des Kapitalverbrennens habe, fällt das leicht.😎

        7
        • Arnold Krämer sagt

          👍👍👍! So war (und ist auch heute noch) mein berufliches Selbstverständnis.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        …da rekapitulieren Sie, lieber Thomas, jetzt die Realitäten alleinig im Nahrungsmittelumfeld.

        Wir müssen über den eigenen Tellerrand hinausdenken und dabei auch die Grenzen Deutschlands verlassen, um zukunftsfähige Märkte als solches überhaupt realisieren zu können.

        Die Hemmschuhe, die der landwirtschaftlichen Urproduktion übergestreift werden, beschränken sich doch beileibe nicht nur auf uns heimische Landwirte. Dahingehend müssen Sie mich wirklich nicht erst überzeugen, ich bin ganz bei Ihnen.

        Wovon spreche ich aber wieder und immer wieder, ohne irgendein Sendebewusstsein erlangen zu können. Das ist schade, leider – offenbart aber auch Macht und Stärke unserer Verbände, ihrem Marionettenauftrag vollumfänglich nachkommen zu können bis zum heutigen Tage und wohl noch weit darüber hinaus.

        So kommt es, dass der Schwanz eben mit dem Hund wedeln darf…!!!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Noch einmal, was soll das bedeuten? Ich check es nicht. 🙄

          “Wir müssen über den eigenen Tellerrand hinausdenken und dabei auch die Grenzen Deutschlands verlassen, um zukunftsfähige Märkte als solches überhaupt realisieren zu können.”

          5
          • Frank sagt

            Der Herr schwätzt halt gern in solchen bedeutsam daherkommenden Leerblasen.
            Sendungsbewusstsein hat er schon.

            1
            • Peter sagt

              Du musst das vielleicht anders einordnen: genau wie B.W. oder A.K. ergibt sich das aus einer Position: „Ich habe Alles richtig gemacht, mir kann keiner was, mein Einkommen ist für „dieses System“ bis zum unvermeidlichen Ende gesichert. Da kann man alles mögliche senden…Dieses trifft auf die Anderen: „Sch. …ich muss noch eine ganze Weile in dem „System“ mitspielen, bin auf Einkommen angewiesen (besser wäre natürlich, wenn mein Kapital so ganz ohne weitere Leistung für mich arbeitet…) und wenn das Ganze, insbesondere in der LW, nicht aufgeht, habe ich ein echtes Problem…”

              5
              • Reinhard Seevers sagt

                Ich hab deinen Text nun dreimal gelesen. So richtig schlau werde ich daraus nicht.

                1
                • Peter sagt

                  nach der heutigen Debatte klar… oder?😂🐄

                  1
        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Ich lausche vollkommen entzückt den nachstehenden Interpretationen; …was es so alles zu erzählen gibt.

          Selbstredend entschuldige ich mich an dieser Stelle tunlichst, dass ich raus auf den Acker fahre, um Geld zu verdienen. (Sorry, nicht wirklich – kleines Scherzerchen 😉 )

          In den Augen so einiger” Anderer” aus moralischer Sicht mit das Schlimmste Vergehen, das ich mir antun könnte!? – Wirklich!?

          Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa!?

          …Und nein, zum wiederholten Male, es tut mir NICHT in der Seele leid, dass ich, sofern ich an irgendeinem Punkt, zu einem Zeitpunkt X ankommen werde, die Schnauze endgültig gestrichen voll habe, ich erhobenen Hauptes selbstbestimmt die Entscheidung treffen kann, ob ich mich diesem Wahnsinn noch stellen möchte oder auch nicht. Das lässt mich jetzt doch etwas ruhiger schlafen, um am nächsten Morgen wieder voller Elan auf einen meiner Schlepper sitzen zu können, ….noch, meine Herren, noch!

          Ja, ich bin beratungsresistent, habe meine eigenbetrieblichen Entscheidungen ein ganzes Arbeitsleben lang noch nie von Dritten abhängig gemacht, weil es mir gelungen ist, universitäres Wissen ohne das Zutun eben solcher Dritter vom Acker wegfahren zu können. Klingt natürlich unheimlich elitär, meine Bilanzen in Summe widerspiegeln aber genau eben diese Tatsachen.

          Keiner hindert Sie ALLE daran -und mit Verlaub auch mich nicht- als Freigeist den eigenen Intellekt zu nutzen. – Oder sehen Sie da etwa maßgebliche unüberwindbare Barrieren!?

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Ja, ich bin beratungsresistent, habe meine eigenbetrieblichen Entscheidungen ein ganzes Arbeitsleben lang noch nie von Dritten abhängig gemacht, weil es mir gelungen ist, universitäres Wissen ohne das Zutun eben solcher Dritter vom Acker wegfahren zu können. ”

            Respekt, niemand würde das als negativ beurteilen, denke ich. Die Einstellung hatte mein Vater auch immer. …und auch ohne Abitur, erfolgreich, “Studierte” waren für ihn sowieso ein rotes Tuch.🤗
            Beratung ist eine freiwillige Leistung, niemand wird gezwungen.
            😉

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