Bauer Willi
Kommentare 75

Der WWF, die Bauern und der Konsument…

Eine aktuelle Recherche von Bauer Fritz aus Ober-Österreich

Immer öfter kommen Meldungen, daß Erzeugnisse von Bauern, die sie nach den Anforderungen und Vorstellungen diverser NGO´s und unter deren Schutz und Schirm herstellen, nach eher überschaubaren Zeiträumen eingestellt werden (müssen).

Selten aus Unzulänglichkeiten von Bauernseite, die sich immer mit ebensoviel Verve und Engagement wie mit finanziellen oder baulichen Vorleistung in solche Projekte begeben, sondern vorwiegend  aus den betriebswirtschaftlich nicht mehr darstellbaren Ungleichgewichten zwischen Einnahmen und Ausgaben oder Angebot und Nachfrage.

Jüngstes Beispiel:

Das war im Oktober 2017 zu lesen: https://www.wwf.at/de/reine-lungau/

Voller Begeisterung lobt der WWF die Zusammenarbeit mit der Salzburg-Milch und die Schaffung einer neuen Marke.

Das war im Juni 2019 zu lesen: https://www.genuss-magazin.eu/produktion/2019/06/reine-lungau.html

Nun lobt eine Genuss-Zeitung die Initiative der Biospären-Milch, für die die Bauern immerhin 70 Cent pro Liter bekommen. Bei einer Milchleistung pro Kuh von 4.800 kg. Und der Chef der Molkerei meint: „Eine Milch dieser Art, aufgeladen mit den ehrlichsten und besten Werten, von Experten entwickelt und überprüft, die dem Bauern für seine tägliche Arbeit auch eine entsprechende Wertschöpfung beziehungsweise Abgeltung ermöglicht – das ist etwas Einzigartiges. Es wird bei den Konsumentinnen und Konsumenten für Anerkennung, Akzeptanz und reinen Geschmack sorgen. Man ist sicher, dass das Preis- Leistungsverhältnis passt und kann mit gutem Gewissen den reinen, ehrlichen Schluck Milch genießen.“

Das war im Oktober 2020 zu lesen:  https://www.topagrar.at/rind/news/aus-fuer-die-reine-lungau-12375774.html  

oder auch hier: https://www.milch.com/de/philosophie-ursprung/unsere-milchsorten/reine-lungau-biosphaerenmilch/

Zitat: „Dennoch gibt es auch eine wirtschaftliche Seite des Projekts, die eine Fortführung nun nicht mehr ermöglicht.“

Vom WWF gab es dazu bisher keine Meldung…

Wieder zeigt sich, daß die Vorstellungen von NGO´s (als angebliche Vertreter und Sprecher “der Gesellschaft”) mit dem was “die Gesellschaft” sich wirklich vorstellte nix zu tun haben. Auf der Strecke bleiben aber ausschließlich die Bauern, die sich auf sie eingelassen haben.

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75 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Ökologische Landwirtschaft war noch nie ein Ziel des WWF. Das wird nur als Marketing-Gag vorgegeben. Das Ziel des WWF ist es stets, Bauern vom Land zu vertreiben, um dort dann irgendwelche Nationalparks für Ökotouristen und Safariparks für Jagdtouristen zu errichten und damit Geld zu machen. Der Wolf dient doch auch ausschließlich diesem Ziel. Die Bauern sollen gehen und eine Wildnis hinterlassen, die dann vom WWF touristisch bewirtschaftet wird.
    Es ist so, wie es Laurent Garde bereits vor 2 Jahren für die französischen Alpen formuliert hat: „Es findet eine Art Machtkampf statt darüber, wer die Kontrolle über die Bergregionen übernehmen wird, wer diesbezüglich Entscheidungen trifft. Und die Frage, die sich für die Zukunft stellt, ist: wie werden sich diese Machtverhältnisse entwickeln? Das kann dazu führen, dass wie in den Abruzzen die Weidetierhaltung in der freien Natur verschwinden wird. Das steht zur Debatte, was wir uns selbstverständlich nicht wünschen.“ https://www.youtube.com/watch?v=3qUm5FcDIVI

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  2. Warum?
    Na ja, hast Recht andere tun es auch.

    Na ja, dann müssen eben Steuergelder zur
    Pflege unserer Kulturlandschaft genutzt werden, was ökologisch sinnvoller ist, weiss ich nicht, Paulus.

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  3. Obstbäuerin sagt

    In einem Blog unserer Stadt Frankfurt Oder gab es einen Beitrag zu Äpfeln, die eine Bloggerin bei Aldi in unserer Stadt gekauft hat und auf dem Etikett stand als Herkunft unsere Genossenschaft in Frankfurt Oder – Markendorf. Die Zustimmung war enorm und alle finden es toll, dass es bei Aldi unsere regionalen Äpfel gibt. Einerseits freut es mich auch aber eigentlich kann jeder Frankfurter Markendorfer Äpfel an mehreren Ständen oder auf Höfen direkt kaufen. Es ist wohl doch einfach so, dass viele ihren Einkauf zeitsparend erledigen und wegen der paar Äpfel nicht extra woanders hin fahren (ich setze zur Zeit auf die Ausnahmen).

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    • Brötchen sagt

      Obstbäuerin ist so, mache ich auch nicht anders.
      Teilweise schreckt der Verkehr ganz einfach ab und man sucht sich seine Quelle nach der Tour aus, zumal wenn Baustellen sind. Oder man muss noch zum Baumarkt usw…

      „Es ist wohl doch einfach so, dass viele ihren Einkauf zeitsparend erledigen“

      Die Lage ist was Geschäfte betrifft mind. 3/4 des Umsatzes und gute Parkmöglichkeit.

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    • Reinhard Seevers sagt

      …..die Leute kaufen sogar griechischen Spargel bei Rewe, obwohl vor der Tür der Bauer aus dem Nachbardorf steht…..🥴

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      • Brötchen sagt

        Reinhard manchmal steht das so klein drauf oder so versteckt und wenn omi die Brille vergessen hat und die Griechen woll’n ja auch leben und jetzt muss ich noch wieder das Geld rauskramen und jetzt dauert das ewig, ehe der das Zeug abgewogen hat ………der Gründe und Motivationen gibt es viele…..
        und was geht mich fremdes Elend an und essen kann man den auch…

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      • Volkmar sagt

        Die Verbraucher könnten bei uns direkt beim Landwirt kaufen, der in der Vorkassenzone im Supermarkt anbietet.
        Tun aber die Wenigsten. Die Masse der Gesellschaft kauft anonyme Industrieware aus dem Hause Tönnies u.co.

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        • Kenne ich von Kirschen in diesem Sommer, wenn die aus der Nachbarstadt 6,90€ kosten und die aus der Türkei nur 1,99€

          Bildungsferne Schichten, die den Grund für den Preisunterschied (Regionalförderung und Qualität) nicht kennen, kaufen nach dem Geldbeutel?

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          • Paulus sagt

            Oh Inga, mit der Aussage von wegen bildungsferne Schichten solltest du dich doch eher zurückhalten. Ich habe jetzt ausdrücklich nicht gesagt „an deiner Stelle.“

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        • Arnold Krämer sagt

          Hinter der „Tönniesware“ („Industrieware“) stecken auch viele landw. Familienbetriebe mit Sauen und Mastschweinen, die von 1, 2 oder 3 Familienmitgliedern aufgezogen, versorgt und zur Schlachtreife gebracht werden.
          „Massentierhaltung“ ist selbstverständlich auch dabei, denn sonst wären die Verbraucherpreise nicht so günstig und in Vor-Corona-Zeiten noch 2 bis 3 Urlaube auf Malle und Co drin gewesen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Man kann eben Menschen in einer Demokratie nicht zwingen ideologisch Einzukaufen….evtl. geht es bei einigen wenigen, an das schlechte Gewissen zu kratzen, aber das bleibt eine Randerscheinung.

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      • Paulus sagt

        @ Seevers
        Ich kenne das anders. Der Spargel aus Griechenland oder Peru vertrocknet im Rewe und wird wohl entsorgt. Während sich beim Spargelbauern die Leute auf die Füße treten.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich hab ja nicht gesagt, dass der Spargel einen hohen Absatz hätte, ich hab nur den von mir wahrgenommenen Widerspruch dargestellt.
          Ich hatte einen Bauherrn, der als Landwirt und Marktbeschicker tätig war, der behauptete immer, dass es keinen besseren Spargel gäbe, als den peruanischen….insofern….der eine sagt so, der andere so.

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        • Das passiert auch,
          oder nur beim Spargel in der Saison?

          Bei dem ist doch Erntefrische was besonderes, oder?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Kunden kaufen auch zweimal pro Woche 2,5kg Kartoffeln direkt beim Erzeuger und fahren dafür 10km…..ist irgendwie gaga oder?

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      • Brötchen sagt

        Ja klar was ist schon nicht gaga…..Du ich fahre auch 20 km zum Hofladen und hole Kartoffeln für die Hühners, Kükenfutter, Büffelmilsch und Büffermozardella 😉 und Grauburgunder von irgend so„n Weingut und Kartoffeln zum Essen und Sonnenblumen für Hühner und Möhrrüben, Auto muss auch bewegt werden 😉

        Die Rentner gehen entweder zum Arzt, wenn sie bespasst werden wollen oder in der absoluten Stosszeit und legen sich in den Gang, damit man nicht durchkommt 😉

        Wenn alles leer ist, dann macht es ja keinen Spaß 😉

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        • sonnenblume sagt

          Da kommt doch die Umwelt und das Auto ins Spiel. Entweder ich kaufe Umweltfreundlich alles an einem Ort und Per Pedes ,oder mit dem Rad, oder ich fahre die vielen Km von einem Hofladen zum nächsten, unter Umständen auch mit dem Auto. Was denn jetzt? Will ich größere Abstände bei den Einkaufsfahrten, z.B. nur jede zweite Woche, muss ich gelegentlich auch folierte Ware einkaufen. Alles hat zwei Seiten.

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      • Ob manche denken, dass Kartoffel täglich geerntet werden und deshalb täglich frisch zu haben ist.

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    • bauerhans sagt

      unser obstbauer ist dauernd in der zeitung,beliefert Edeka und hat einen hofladen,märkte beschickt er wohl nur zu weihnachten mit apfelpunsch und gefrorenen champignons,weil da die rendite sehr hoch ist.

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    • Paulus sagt

      @Obstbäuerin, vielleicht reicht es nicht mehr nur Äpfel und Erdbeeren als solches zu verkaufen. Ich durfte den Betriebsleiter eines größeren Spargel- und Erdbeerhofes im Umland von Köln kennen lernen. Die machen tatsächlich einen wesentlichen Teil des Umsatzes im Hofladen mit der Weiterverarbeitung. Die können gar nicht so viel Erdbeermarmelade usw. kochen wie nachgefragt wird. Nach der Saison wird der Hofladen geschlossen. Ab November verkaufen sie dann Weihnachtsbäume und gleichzeitig hausgemachtes Apfelkraut, Pflaumenmus und ähnliches Zeugs in großen Mengen. Dabei haben sie selbst weder Äpfel, Birnen noch Pflaumen und schon gar keine Datteln.

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  4. Bauer Willi sagt

    Ich war neulich auf einem Betrieb, der an einen Bäcker „ungespritztes Getreide“ verkauft. Der Bäcker hat viele Filialen und hat daraus eine Marke gemacht. Der Bauer bekommt 26 €/dt. Finde ich gut.
    Auf die Frage, wieviel er darüber verkauft: zwischen 400 und 500 t. Das ist die Menge, die mein Nachbar und ich pro Jahr erzeugen.
    DIE Lösung für die Welt ist das nicht. Nett für den, bei dem es, zumindest für ein paar Jahre klappt.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Willi, die „Lösung für die Welt“ wird derzeit über den Großgrundbesitz von Konzernen verwirklicht. Da kannst du als kleiner Bauer sowieso einpacken – sorry für diese drastische Ausdrucksweise.
      Es geht darum zu analysieren, warum die Reine Lungau gescheitert ist. Der Fehler war die Vermarktung über Molkerei und LEH, und dass man dem WWF auf den Leim gegangen ist. Eine „Lösung für die Welt“ gibt es in den ganzen Alpen nicht mehr. In der Gegend anschließend an den Lungau ist gerade wieder ein Bauer pleite gegangen und musste seine 1000 ha Alm verkaufen. Gegangen ist sie an einen reichen deutschen Jagdtouristen.
      Erfolgreich – mit vielen Widerständen – sind ausschließlich jene, die mit den Mächtigen dieser Erde keine Kompromisse mehr suchen.
      Ich war letzte Woche bei Christian Bachler zu Gast. Der tut das, was er für die Landwirtschaft der Zukunft hält: ein Bauernhof wieder mit allen Tierarten, die dort möglich sind: robuste schwarze Alpenschweine und Mangalitzaschweine, Ennstaler Bergschecken-Rinder, Yaks, ein Araberpferd und eine steirische Scheckenziege, Altsteirer Hühner, Gänse, Puten, ein Australien Cattle Dog, eine Katze. So stellt der Städter sich den Bauernhof vor. https://www.bergerhof-krakauebene.at/
      Dem üblichen Konnex mit Bioverbänden und Umwelt-NGOs verweigert Christian sich aber entschieden. Er betreibt eine Facebook-Seite: dort vermittelt er einerseits die Schönheit der Arbeit mit der Natur, ebenso aber die Härte des Kampfs gegen die lebensfeindliche Natur und ihre schnöden NGO – Vertreter: https://www.facebook.com/124324697710933/videos/300450264578294
      Christian vermarktet direkt, teils auch über http://www.markta.at. Er tut das seit 6 Jahren und ist regelmäßig ausverkauft, ich hatte Mühe, beim Heimfahren noch etwas Speck zu ergattern.
      Er arbeitet am Rande für die Webseite http://www.bauertothepeople.at. Dort wird jetzt so etwas wie ein Schlachtkurs für Städter angedacht: https://www.facebook.com/hashtag/durchsschlachtenkommendieleutzam

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  5. Arnold Krämer sagt

    Zur „Erdung“ empfehle ich allen zu dem hier diskutierten Thema einen Film, der kürzlich auf 3 SAT gesendet wurde und sehr anschaulich verdeutlicht, dass
    1. sich die Verbraucher in ihrer Gesamtheit ökonomisch rational verhalten
    2. die ökonomischen Gesetze auch für Biobetriebe gelten.
    3. die Landwirte nur ein kleiner/schwacher Teil der Wertschöpfungskette sind (Ohne Verarbeitung Handel, Distribution sind die meisten landw. Erzeugnisse wertlos)
    4. ……..
    5. ……..
    https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/das-bio-dilemma-102.html

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    • Es gibt nur einen kleimen Teil, der sich nicht ökonomisch rational verhält, und das sind diejenige Idealisten, die ihre Idealen nicht an die Welt anpassen können ( ich z.B. Ich leiste mir kein Auto, gebe aber €200 pro Person pro Monat an Lebensmittel aus) 😉

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    • Bauer Fritz sagt

      Das sind ja dann schon mal eine Menge Ansatzpunkte.
      Jetzt stellen wir uns noch vor, die diversen NGO´s fordern nicht nur dieses und jenes von den Bauern allgemein und von ihren Vorzeigebauern im Besonderen und kontrollieren diese nicht nur am besten täglich – damit die Bauern auch ja nichts falsch machen.

      Sondern diese allwissenden und daher weltrettenden NGO´s zeigen auch mal, daß sie nicht nur große Klappe sondern auch wenigstens halb so große Cojones haben, indem sie genau diesen Vorzeigebauern auch beim Risiko an der Seite stehen statt nur wenn Fernsehbilder gemachte werden. Sie könnten dabei etwa für mindestens 5 Jahre dem Bauern eine Verwertungs- oder Absatzgarantie geben, sie könnten bei Investitionen in Anlagen oder Gebäude ein Ausfallhaftung für die Dauer der Afa übernehmen.

      Und sollten die Unfehlbaren sich gar dazu herablassen in die Projekte mit mindestens 25% Eigenkapital einzusteigen, dann kommen wir in die Gegend, wo man sagen kann, jetzt können die NGO´s auf Augenhöhe mit den Bauern mitreden.

      Solche Statements können sich dann öffentlichkeitswirksam sehen lassen und hätten noch dazu den Charakter von Grundlagenbildung zumindest in Marktlehre und Realwirtschaft. Und es könnte den angenehmen Nebeneffekt zeitigen, daß die unsägliche Vollmundigkeit zu Lasten anderer sich erheblich einschränkt.

      Am Geld der NGO´s kann´s ja nicht mangeln,
      eher an den Cojones ….

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      • thomas sanmann sagt

        nennt sich solidarische landwirtschaft und findet statt.
        einfach mal die scheuklappen beiseite legen ist schon hilfreich.
        ich verstehe auch wieder nicht, wie hier -mal wieder- das eigentliche thema verlassen wird um ngo-bashing zu betreiben.
        lsv ist auch ne ngo, nur mal so nebenbei…
        was wollen sie eigentlich? sie verurteilen nahezu alles, was aus dem landwirtschaftsministerium kommt und immerhin demokratisch legitimiert ist.
        den bauernverband mögen sie auch nicht, der immerhin ziemlich viele mitglieder hat.
        ngo´s sowieso nicht und die grünen schon garnicht.
        das ist jetzt nicht mein erster beitrag hier und ich wünsche mir nach wie vor, ins gespräch zu kommen, aber die sprache hier und die völlige ablehnung von anderen standpunkten ist schon abschreckend.
        ratlos aber dennoch mit freundlichen grüßen

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        • Obstbäuerin sagt

          Da sind Sie wohl etwas zart besaitet, Herr Sanmann. Schauen sie mal in einen beliebigen Artikel der taz zur konventionellen Landwirtschaft und dann in die Kommentarfunktion. Dort trifft Ihre Einschätzung eher zu „….die sprache hier und die völlige ablehnung von anderen standpunkten ist schon abschreckend….“

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich habe 1993 das erste Mal vor über 200 Landwirtschafts-Bessermacher gestanden und hab mir die Kommunikation mit den Menschen angetan, das prägt. Und es hat sich seitdem wenig in Bezug auf Verständnis oder Kenntnisse auf der Gegenseite getan. Es sind die immer gleichen Anschuldigungen und Verbesserungsvorschläge….Solawi gibt es seit den 70er Jahren, hat sich weder in diesem Land, noch weltweit durchgesetzt. Man sollte irgendwann auch Mal vom Pferd absteigen, wenn man merkt, dass es gestorben ist.

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        • firedragon sagt

          Herr sandmann, ich wüsste gar nicht, wie man Ihrem Wunsch nach einem Gespräch, nach diesem Kommentar, entgegen kommen könnte.
          Vielleicht versuchen Sie“s mit einer Frage und warten auf eine Antwort. Vielleicht entwickelt sich dann ein Gespräch.

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        • Brötchen sagt

          Brauchen sie nur jemand der sie lieb hat, oder wie muss ich das verstehen?
          Den Konv. Bauer hat auch so gut wie niemand lieb, nur so am Rande bemerkt.

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  6. fingerphilosoph sagt

    Wenn ich „Biosphären-Milch“ höre, ist meine erste Assoziation „Engel“, „Ambrosia“, Nektar“. Klar steht noch „Bio“ vor der „Sphäre“, aber das kommt irgendwie nicht so richtig bei mir an. Mit „Engel“ verbinde ich, dass diese, da immaterielle Geschöpfe, sowieso nichts essen, die Lust am Genuss nicht kennen. Das erzeugt bei mir gegenüber allein durch die Namensgebung schon eine negative Grundhaltung. Und dann weiter: bei „Reine Lungau“ denke ich, banaler Geist der ich bin, automatisch an Lunge und von da ist es bis lungenkrank und Tuberkulose nicht mehr weit. Also mit Milch für tuberkulosekranke Engel kann man mich nicht kriegen. Und dann auch noch diese blassen, pastellfarbenen Töne auf der Verpackung. Meiner Ansicht nach ist das Projekt weder an der Solidarität noch am bösen LEH gescheitert, sondern an der Art der Vermarktung.

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    • bauerhans sagt

      soviel komplizierte gedanken hat nur ein filosof,dem verbraucher ist die milch einfach nur zu teuer.

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  7. Moin,

    für mich liest sich das anders:
    Jemand hat mal solidarisch versucht, da was zu verändern.
    NGOs wollen es besser machen. Bauern können es besser machen mit ihrem „Verve“.
    Aber gescheitert ist’s am Markt. Und jetzt wird „Bätschi“ gerufen gewissermaßen?!

    Ich find’s ja immer spannend, wie LEH und Co. aus der Nummer so oft rauskommen. Der Verbraucher kann nur kaufen, was angeboten wird, so nebenbei, und was er an Kaufkraft hat. So lange es auch parallel billig gibt und selbst Bauernvertreter meinen, Qualität beschränke sich auf Sensorik und Nährstoffe, nicht auf faire Erzeugerpreise, Tierwohl und kurze Lieferketten, wird’s immer so weitergehen.

    Und daß man allgemein seitens Bio und Co. etwas naiv war, in die Supermärkte und Discounter zu gehen, grenzt schon an öknomischem Selbstmord bei einer Regierung, die lieber wegschaut (von wegen kein Verkauf unter Einstandspreis u.ä.). ABer immer, wenn das dicke Geld wedelt … Wie der Einkäufer zum Bauern: Vergrößer Deinen Betrieb, dann nehmen wir Dir Dein Produkt zu guten Preisen ab … (aber nächstes Jahr wird nachverhandelt, wenn Du ’nen Kredit im Nacken hast).

    Der Wille allein zählt nicht, denn Artikel von wegen Markt für Biomilch wäre gesättigt gab es schon vor einem Jahr, wenn nicht länger.

    Zitat zum LEH, ALDI in Australien von wegen wer den Verbraucher erzieht:
    Aldi wird in Australien für immer mehr Verbraucher zum Teil ihres Alltags. Mit seinem Konzept, gute Ware billig anzubieten, verändert das Unternehmen das Kaufverhalten der Kunden. Die Konkurrenz muss nachziehen.
    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/discounter-in-australien-wie-aldi-einen-kontinent-umkrempelt/12880730.html

    Fazit:
    Es scheint ja zu klappen mit dem solidarischen Miteinander. Warum nimmt man das nicht als Vorbild, vielleicht scheitert es ein paarmal, aber Flinte es Korn werfen?! Nun ja, auch der konventionelle Weg scheint ja sehr … vielversprechend zu sein mit Blick aufs Höfesterben. Läuft!

    Der eine ist am Ar*** und zeigt mit Finger auf den anderen, der am Ar*** ist … super!

    Wer von beiden ist jetzt der strahlende Sieger?

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    • Thomas Apfel sagt

      Herr Suhr, antworten Sie doch nicht mit den ewig gleichen Phrasen auf differenzierte Themen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten die notwendigen höheren Erlöse für die Erzeuger zu erreichen.
      Entweder man schafft es, das Bewußtsein für Regionalität und Vorteile von definierten Produktionsverfahren außerhalb der Sensorik ( da seid ihr „Gutmenschen den mitschwätzenden Köchen zu sehr auf den Leim gegangen) in Aufschläge umzumünzen, die in voller Höhe beim Erzeugen ankommen (Verwaltungsaufwand im Handel ?). Das wäre die „positiv belohnen“ Variante.
      Oder aber es werden die Produkte madig gemacht und mit Steuer-Aufschlägen versehen, die dann nach Gusto der „Bewerter“ an spezielle „hoffähige“ Erzeuger durchgereicht werden. Das wäre die „negativ bestrafende“ Variante.
      Die reine Preisbildung über den Markt preist im Handel alles was zusätzlich beim Erzeuger ankommt direkt ein und steckt es in die eigene Tasche.

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    • firedragon sagt

      Herr Suhr, ich grinse ja schon , wenn ich Ihren Namen lese und denke mir – mal schauen, was er wieder shreibt … (ist nicht negativ gemeint). Man kann ja durchaus von Ihrer Denkweise lernen.
      Es ruft keiner „Bätschi“ – was meinen Sie, wie viele Betriebe wir kennen, die sich tolle Konzepte für Ihre Betriebe ausarbeiten, Kunden an die Höfe holen usw. Es sind allerdings nicht nur landwirtschaftliche Betriebe. Da wird Herzblut geingesteckt und dann erlebt man mit, wie die nach einigen Jahren untergehen. Gauben Sie also ernsthaft, da käme ein „Bätschi“ über unsere Lippen …
      Und das mit der Qualität und wo die beginnt oder was diese alles mit einschließen sollte – nur so viel: Manche Produkte wären eigentlich unbezahlbar, selbst für sie Herr Suhr !

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich finde es immer wieder interessant, dass der LINKE alles bei anderen verortet, nur nie beim Individuum. Der LINKE braucht ein Feindbild, dass den Einzelnen aus dem System ausklammert. Das Proletariat gibt es aber nunmal nicht mehr, es gibt nur Bürger in einer Demokratie, die sich im System zurechtruckeln…..
      Ihr Beispiel Aldi und Australien: Das nennt sich Kapitalismus. Als das Kaufhaus Schocken in den dreißiger Jahren des letzten Jahrtausends in Chemnitz eröffnete, war es eine Revolution der Kaufhausgeschichte. Endlich konnten auch die unteren Schichten Massenware zu günstigen Preisen erstehen. Das gefiel den Nationalsozialisten nicht so wirklich….die deutsche Mentalität Konsum dem kleinen Mann nicht zu gönnen, sondern es der Oberschicht zuzugestehen hat historische Dimensionen…..deshalb ist es auch so verpönt der Fleischfressenden Unterschicht anzugehören. Die intellektuelle neue Mittelschicht will sich abheben, absetzen, nicht gewöhnlich sein. Deshalb ist das Produkt auch aufgeladen mit allerlei Attributen, nur nicht mit nahrhaft und geschmackvoll…..aber mit allem anderen, was den neuen Mittelschichtler abhebt von der dumpfen Masse.

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    • „Qualität beschränke sich auf Sensorik und Nährstoffe, nicht auf faire Erzeugerpreise, …“

      Herr Suhr, bitte verschonen Sie uns mit solchem Unsinn. Was bitte ist ein fairer Preis? In keinem bekannten Preisbildungsprozess ist die subjektive Einschätzung fair darstellbar. Auch die LINKE wird das nicht ändern . Das hat auch nichts mit Marktwirtschaft oder Kapitalismus zu tun.

      Und genau an solchen elementaren Dingen scheitern eben auch irgendwie sicher gut gemeinte Aktionen wie sie oben beschrieben worden sind. Es macht keinen Sinn, sich irgendeine Welt zusammen zu basteln, die weit von der Realität entfernt ist. Aber gerade die Umwelt -NGOs sind darin ganz stark. Und irgendwer glaubt das auch noch… Was ist jetzt schlimmer?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Sie vergessen, dass der Kunde dem Supermarkt prinzipiell einmal misstraut, wenn der irgendein Öko- oder Tierschutzlabel irgendwo draufpickt, und das dann teurer anbietet. Der Kunde mutmaßt tendenziell immer, dass das reine Abzocke des Konzerns ist, und der Bauer eh nichts dafür bekommt – was bis zu einem gewissen Grad ja auch oft so ist. Eigentlich wäre es besser, den Supermärkten zu verbieten, „Ökoware“ im weitesten Sinn zu verkaufen, dann würde klarer, was man als Kunde dort zu erwarten hat. Dann weiß jeder, dass er zum Direktvermarkter gehen muss, wenn er kritisch einkaufen will und sein Geld dort ankommen soll, wo es hin gehört.

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  8. Diatryma sagt

    …bei Werbeschwall wie „…reiner ehrlicher Schluck Milch“ geht bei mir schon der Bullshit-Alarm an. In irgendeiner Biozeitung stand mal etwas wie „Die ehrliche Gemüsebrühe“. Tut mir (nicht) leid, dabei krieg ich die Krise. Auch und besonders als Nichtahnunghaberin von Land-/Milch- und sonst einer Wirtschaft. Kauf ich nicht.

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    • Ja,
      wer verändert die Milch denn so, dass so unnatürlich wie die künstliche Fleischbrühe?

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    • Thomas Apfel sagt

      Aus meiner Sicht sind es genau die Werbekonzepte über angeblich bessere Qualitäten und höhere gesundheitliche Wertigkeit dieser Nischen-Lebensmittel, die solche (an sich sehr sinnvollen) Konzepte sterben lassen. Nichts kann der Verbraucher besser überprüfen, als angebliche Geschmacksunterschiede und Konsistenzen. Wenn Milch und Fleisch, aus egal welcher Produktion, relativ gleich in der sensorischen Qualität sind, greift man automatisch zum „günstigsten Guten“, zumal es wirklich „Schlechtes“ kaum gibt !
      Ich vermute zu mindestens, dass das Publikum eher einen exakt bezeichneten Aufschlag, der auch extra für den jeweiligen Zweck ausgewiesen wird, akzeptiert, als irgendwelche eingepreisten „angeblichen inneren Qualitäten“. Die inneren Qualitäten von Lebensmitteln aus intensiver Erzeugung sind nämlich keineswegs schlechter, als die solcher aus extensiver Erzeugung. Tierwohl und Umweltschutz sind ethische Kriterien
      und können nur schwer sinnvoll eingepreist werden. Sie müssen über extern ausgewiesene Teilbeträge (Ethik-Aufschläge) sichtbar gemacht werden.
      Daran hat aber zuallererst der Handel keinerlei Interesse.

      4+
  9. Brötchen sagt

    Sonnenblume ich denke in gewissen Grenzen geht das schon.
    Sonst gebe es ja keine Werbung oder Marketing. Vielleicht nicht ganz
    exakt formuliert und durchdacht, die These.

    Ein Großteil der Leute weiß doch nicht wirklich, wie bestimmte Dinge in der LW. funktionieren. Manche Zweige sind so spezialisiert und konzentriert, das weiß das nicht mal jeder Landwirt!
    Das gibt viel Raum für Manipulationen.
    letztens hatte ja mal jemand einen alten Artikel von Tichys zum Waldsterben verlinkt, das wird das analysiert.

    1+
    • sonnenblume sagt

      Man sollte einfach die Grenzen des Machbaren zum derzeitigen Zeitpunkt, sehen und anerkennen. Es kann gut sein, dass sie sich über einen langen Zeitraum verändern. Aber diese Hauruckverordnung, so wie es jetzt läuft, wird viele Verlierer produzieren.

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      • Brötchen sagt

        Ist so, zudem wird die Kaufkraft extrem durch Corona beeinflusst werden und ist es schon.

        Mir ist unergründlich, warum die jetzt so aufs Gas drücken, es geht teilweise nur noch um das Überleben, irgend jemand hat da den Schuss noch nicht gehört.

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        • sonnenblume sagt

          Was politisch derzeit abläuft, erscheint mir losgelöst vom realen Leben. Die sitzen in ihrer Blase und kämpfen um Stimmen, Meinungshoheit, Ämter, Ansehen bei den europäischen Kollegen und sonstiges. Was passiert, oder werden sie unternehmen, wenn diese Rechnungen nicht aufgehen?

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      • Brötchen sagt

        gerade was schönes gelesen, etwas hochtrabend formuliert:

        “ die offene Verneinung einer Realität und die Behauptung, dass „Wirklichkeit im Diskurs erschaffen wird“, führt mit gesetzmäßiger Konsequenz zum Kollaps der Gesellschaft.“ Käptain Notaras

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        • sonnenblume sagt

          Das einrahmen und entsprechenden Personen über den Schreibtisch hängen. Ob sie den Satz überhaupt verstehen? Wenn ja, dann frage ich mich, warum wir heute das Chaos haben?

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          • Brötchen sagt

            Sonnenblume, die werden Dich als Faktenleugner bezeichnen.

            Oder eben in der undurchsichtigen Gemengelage geht das wie das Hornberger Schießen aus.

            Manche wissen das auch und im persönlichen Gespräch ist man da voll gleicher Meinung.

            Heute hat der die Macht, welcher die Diskurshoheit an sich gerissen hat und an den wichtigsten Hebeln sitzt, wirtschaftl. und militärisch.

            Das vergessen viele manchmal sehr schnell.

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  10. Ludwig Wreesmann sagt

    Passt doch in das Bild vom besseren Bio, welches in den letzten Tagen kursierte.
    Der Verbraucher ist nicht bereit für irgendwelchen Marketing Schmu zu bezahlen und am Ende lässt er sich auch nicht veräppeln.
    Die Zertifizierungsstellen verdienen sich eine goldene Nase und der Bauer geht am Stock.

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      • bauerhans sagt

        in unserer wasserkooperation wird seit über 25 jahren der vorbeugende wasserschutz betrieben und von den wasserwerken finanziert,mittlerweile werden nur noch teure zwischenfrucht,der güllegrubber und das einschlitzen bezuschusst,alles andere ist gesetzlich vorgeschrieben und wird nicht bezuschusst.

        3+
        • Reinhard Seevers sagt

          Tja Hans, der Verursacher wird mit Ordnungsrecht gezwungen und der freie Bürger darf weiterhin seine Toilettenspülung mit hochwertigem Trinkwasser nutzen….und sein „Trinkwasser“ ressourcenschonend und nachhaltig mit Wasser in PET-Flaschen aus den Vogesen trinken…..so geht nachhaltige verantwortungsbewusste Politik!

          1+
          • Smarti sagt

            Wasserspulung ist angesicht der vielen Menschen, die kein sauberes Trinkwasser haben schon sehr dekadent. Aber was ist mit all den WC-Steinen, Entkalkern und Rohr-frei-Dingern ? Oft hochgiftig und Fischschädigend. Anders als Pflanzenschutmittel kann man auf dieses WC-Zeugs leicht verzichten.

            2+
            • bauerhans sagt

              unsere wasserspülung hilft aber denen nicht,die kein sauberes trinkwasser haben!
              da hilft nur, Korruption zu bekämpfen und eine Produktion aufzubauen,aber diese auch zu begleiten!

              1+
          • sonnenblume sagt

            Man kann, zumindest im Eigenheim, dafür auch Brauchwasser benutzen. Es wundert mich, dass diese Möglichkeit nicht viel mehr angesprochen und genutzt wird. Bin aber auch nicht so viel im Bausektor unterwegs.

            1+
  11. Oberländer sagt

    Tja die Sonnenblumenwedler taugen sehr oft
    nur für das Pressefoto am Anfang.
    Wenn es ans Eingemachte geht zeigen sie ihren
    wahren Charakter .
    Solche Geschäfte sollte man nur gegen mind. 120%
    Vorkasse machen.
    Auch die ganzen Tierwohl Umbauten müssen nach
    meiner Meinung vollständig vom Staat bezahlt werden,
    ohne Wenn und Aber.

    3+
    • Brötchen sagt

      Oberländer, das schwierigste ist die Bewirtschaftung!

      Platzbedarf + Aufwand

      Die Invest allein ist es nicht!

      Also das nie ausblenden!

      Viele denken, wenn sie einen neuen „Ökostall“ bauen, sie hätten weniger Arbeit, sie haben mehr! Der Stall sieht nur schöner aus und man hat 5 ne halbe Million Schulden.

      3+
      • sonnenblume sagt

        So ist es Brötchen. Und was macht die Bank? Aber soweit denkt die Obrigkeit nicht mehr. Sie läuft ihren Träumen hinterher und hat den Bezug zur Wirklichkeit verloren. Leider kann die Basis dem nichts mehr entgegen setzten, wenn die Ideen in Verordnungen und Gesetzen gegossen sind.

        1+
        • Brötchen sagt

          Sonnenblume, die Berater wissen das.
          Über die Förderung bekommt man das nicht rein. Das ist der Grund.
          Deshalb sage ich das ja, das muss immer wieder dazu kommuniziert werden!

          Die Invest ist das „wenigste“! das schwierigste ist die Bewirtschaftung !

          1+
          • Brötchen sagt

            was auch immer nicht dazu gesagt wird, wenn man Förderung in Anspruch nimmt und sind es nur 1 €, sitzt der Fördermittelgeber mit im Boot und bestimmt mit, wie die 499999 € auszugeben sind.

            2+
          • Brötchen sagt

            Wollte noch ergänzen:

            Normalerweise hat man nach einer Invest. eine Verbesserung der Bedingungen, was sich auf die Leistungen der Tiere auswirkt, die Kosten sinken und die Erlöse sollten steigen. Arbeitsbedingungen verbessert usw. Das ist ja des Ziel dieser Investition.

            Bei den Tierwohlmaßnahmen, kann es sein, dass alles das nicht eintritt, sondern die Kostenseite steigt!

            Eventuell!!!!!! gibt es Erlössteigerungen, eventuell!!!

            1+
            • firedragon sagt

              Eine finanzielle Investition per Bank oder durch staatl. Förderung läuft in allen Bereichen nur so !
              Anders bekommt keiner Geld !
              Und dann liest oder hört man Sprüche wie, weniger ist mehr und so…
              Normalerweise müsste man ja, wenn man den angeblichen Forderungen nachkommen möchte, die Kundschaft zur Bank mitschleifen, die ebenfalls unterschreiben lassen, weil die ja gerne so viel mehr für weniger zahlen möchte … dann würden die Betriebe jedenfalls nicht alleine in der Luft hängen, wenn’s dann doch nicht läuft, wie’s auf’m Papier kalkuliert wurde.

              1+
              • sonnenblume sagt

                Die Kundschaft? Eher die Gruppe, die behauptet das es so ist. Wenn die Haftung dazu kommt, dann sieht so manches anders aus.

                0
                • firedragon sagt

                  Sonnenblume, es ist „die Kundschaft“. Bei Umfragen werden Kunden (Verbraucher) befragt.
                  Jetzt lies mal, was Herr Suhr so immer schreibt, wo für ihn Qualität beginnt.
                  Der Landwirt soll das ja alles erfüllen, weil er der Rohstoffproduzent ist.
                  Ich weiß, das ist schwierig für „den Landwirt“, der tatsächlich nur an ein Großlager abliefert und mit „dem Verbraucher“ nicht im direkten Kontakt steht, aber „der Kunde“ meint eben genau diese Landwirte auch, nicht die mit Direktvermarktung. Zu den direktvermarktenden Betrieben kommen schon Kunden mit entsprechendem Vertrauen.

                  1+
                • sonnenblume sagt

                  @firedragon, in einer Umfrage kann „die Kundschaft“ sich ungehemmt ihren exclusiven Wünschen hin geben. Das kostet ja nichts. Anders sieht es dann beim realen Einkauf aus. Ich kann auch total exclusiv produzieren. Aber für wie viele und wie lange? Die Kundschaft hält das Wünschen in jedem Fall länger aus. Das Kaufen ihren Wünschen entsprechend würden viele auch nicht lange aushalten.

                  1+
    • sonnenblume sagt

      Selbst wenn der Staat die ganzen Umbauten bezahlen würde, was nützt es letztendlich dem Bauern, wenn er danach auf seinen Produkten sitzen bleibt. Die laufenden Produktionskosten bleiben in ihrer Höhe, können am Markt aber nicht eingefordert werden. Die Milch der Teilnehmer von dem Projekt wird jetzt sicher auch wieder zum normalen Preis abgegeben. Hohe Kosten und draufzahlen, oder alles wieder zurück fahren? Das Risiko dieser Geschichte trägt letztendlich ganz alleine der Landwirt und niemand fühlt sich beim Scheitern für die Folgen in den Betrieben verantwortlich.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Man kann menschliches Verhalten und Konsum = Kapitalismus nicht steuernd verordnen….das ist sozialistisches Denken. Erst den Menschen ändern und ihn dann zwingen zu wollen, zu konsumieren, was man meint, dass er konsumieren müsse….schlichtweg dumm.

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          • sonnenblume sagt

            Und weil der Kosument weiter seinen Weg gehen will und wird, versucht man die Produzenten, die konvi. LW, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, dieser Idee unter zu ordnen. Dabei blenden sie die Warenströme an den Märkten total aus. Soviel Dummheit ist doch nicht mehr zu ertragen.

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      • Brötchen sagt

        Sonnenblume 70 cent sind schon kühn!

        Biomilch kostet im Verkauf ca. etwas über einen Euro, glaube 1,20 bis 1,40 €.

        Da muss das in der Vermarktung und Veredelung schon super laufen.

        Ich würde nun nicht alles auf die Käufer schieben, das ist ganz einfach vom Konzept (Buisnessplan, wie es heute heißt) her Märchenwald!

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        • sonnenblume sagt

          Der Käufer zeigt doch jeden Tag an der Ladenkasse was er möchte und das können wir gut bedienen. Für uns ist es nur dumm, das Staat und Organisationen nicht einsehen wollen, das der Käufer nicht ihrer Meinung ist. Sie haben keine Chance ihn direkt umzuerziehen. Also muss jetzt zuerst der Produzent dran glauben. Der läufft nicht weg. Aber insgesamt wird am Markt alles so bleiben wie es ist. Importe werden die Lücken füllen, die durch diese rigorose Politik zwangsläufig kommen.

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