Bauer Willi
Kommentare 27

Der Hype ist vorbei

Es ist noch nicht lange her, da war die Erzeugung von essbaren Insekten ein viel diskutiertes Thema. Es galt für viele (meist Theoretiker) als ein mögliches Standbein für landwirtschaftliche Betriebe. Jetzt ist  es still geworden. Wie ist der Stand in der Praxis heute?

Die Branche der essbaren Insekten in Europa befindet sich aktuell (Stand 2026) in einer massiven Konsolidierungsphase. Während der Sektor lange Zeit als „Hype-Thema“ galt, zeigt die Realität, dass echte „Profitabilität“ ( früher nannte man das Gewinn) bei reinen Lebensmittel-Insekten (Food) bisher die Ausnahme ist. Die erfolgreichen Unternehmen haben ihr Geschäftsmodell daher meist auf Tierfutter verlagert, da dort die Abnahmemengen groß genug sind, um die hohen Produktionskosten zu decken.

Hier ist eine Analyse der wichtigsten europäischen Akteure und ihres wirtschaftlichen Status:

1. Protix (Niederlande)
Protix gilt derzeit als das wirtschaftlich stabilste Unternehmen der Branche.
Profitabilität: Protix strebt für 2025/2026 einen Umsatz von ca. 80–100 Mio. € an. Das Unternehmen arbeitet operativ hocheffizient. Es erzielt Gewinne nicht nur durch den Verkauf von Insektenprotein, sondern zunehmend durch Technologie-Lizenzierung (geschätzte Einnahmen hieraus: 12–15 Mio. € in 2025) und spezialisierte Dienstleistungen.
Fokus: liegt auf der  Schwarzen Soldatenfliege für Tierfutter, aber auch Komponenten für den Lebensmittelbereich.

2. Innovafeed (Frankreich)
Innovafeed setzt auf massive Skalierung und strategische Partnerschaften (z. B. mit ADM und Cargill).

Status: Hat bis 2025 über 200 Mio. € an Kapital eingesammelt.
Profitabilität: Ob das Unternehmen bereits einen Netto-Gewinn ausweist, ist bei privaten Firmen schwer zu sagen; es wird jedoch als „Future Unicorn“ eingestuft und verfügt über eine sehr starke Bilanz (Rating 98.4/100 für finanzielle Stärke in 2025).
Fokus: Industrielle Produktion von Protein, Öl und Dünger in großem Stil.

3. Spezialisierte Nischenplayer (Lebensmittel)
Im Bereich der „direkt essbaren Insekten“ (Snacks, Riegel, Mehl) ist es für Firmen deutlich schwerer, Gewinne zu machen, da die Konsumentennachfrage in Europa stagniert. Viele probieren einmal, kaufen dann aber nicht weiter.

Essento (Schweiz): Einer der Pioniere, der sich durch eine starke Präsenz im Einzelhandel (Coop) und Gastronomie behauptet. Sie gelten als eines der wenigen Unternehmen, die im Food-Sektor nachhaltig wirtschaften, oft jedoch durch eine schlanke Struktur statt durch riesige Fabriken.

NextProtein (Frankreich/Tunesien): Nutzt einen interessanten Ansatz, indem sie in Tunesien (niedrigere Kosten) produzieren und nach Europa importieren, was die Gewinnmargen im Vergleich zu rein europäischen Standorten verbessert.

  • Wer ist gescheitert?

Es wird nicht gerne darüber geredet, aber um zu verstehen wer gewinnt, muss man sehen, wer aktuell scheitert. Die hohen Energiekosten und der enorme Kapitalbedarf für Automatisierung haben 2025 zu einer Insolvenzwelle geführt:

– Ÿnsect (Frankreich): Einst das Aushängeschild der Branche (mit über 500 Mio. € Investment), musste im Dezember 2025 Insolvenz anmelden, da die Kosten für die riesigen Vertikalfarmen nicht durch Erträge gedeckt werden konnten.

– Enorm Biofactory (Dänemark):  Meldete im Oktober 2025 Insolvenz an, trotz eines 50-Millionen-Euro-Investments kurz zuvor.

– FarmInsekt (Deutschland) Das Münchner Startup, das auf die Zucht der Schwarzen Soldatenfliege spezialisiert ist, hat im April 2026 ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Der Betrieb läuft trotz des Verfahrens weiter, während ein Insolvenzverwalter nach neuen Investoren sucht. Als Gründe wurden ein schwieriges Marktumfeld, hohe Kosten und niedrige Preise für Soja und Fischmehl genannt.

– Agronutris (Frankreich) kämpft ebenfalls mit schwerwiegenden finanziellen Problemen

  • Fazit: Wer macht wirklich Gewinn?

Wenn Sie nach Firmen suchen, die „schwarze Zahlen“ schreiben, ist es nicht die Produktion von „Insekten-Snacks“.   Echte Gewinne werden aktuell primär mit der der Technologie und B2B-Produkten gemacht.

Der Endkundenmarkt für „Essbare Insekten“ bleibt weiterhin eine sehr kleine, kaum profitable Nische.

Der Hype ist vorbei. Auf der Messe ANUGA hat mir ein Mitarbeiter eines sehr großen deutschen Nahrungsmittel-Unternehmens, dass sich vor einigen Jahren mit mehreren Millionen Euro in zwei StartUps engagiert hat, hinter vorgehaltener Hand gesagt, dass sie das Geld abgeschrieben haben.

(Bei der Recherche hat mir Gemini AI geholfen) 

(Aufrufe 1.880 gesamt, 1 heute)

27 Kommentare

  1. Dr. Udo Junghans sagt

    Nun, also Imker ist das Thema ja recht einfach: Die Drohnenbrut (das sind die Jungens) muss im Mai-Juli eh raus (bioteshnisches Verfahren, um den Milbenbefall zu senken). Die tollen Bienen legen diese Brut praktischerweise gleich Flächenweise an, kann man toll rausschneiden. Die Waben auspressen -> super Proteintrunk, auch noch naturwarm 😉 . Der Geschmack ist so naja: nach gequirltem Ei. Aber mit frischem Honig aus der Wabe kann man das machen.
    Ist auch wirklich dezentral, bio, regional, CO2-neutral (+ weiterer Buzzwords).
    Die „Verpackung“ lässt sich prima zu Cremes oder Kerzen verarbeiten
    Zweitverwendung: Hühner
    Drittverwendung: Angelköder
    Nur: da gibt es eigentlich auch keinen Markt

  2. Martin Krinn sagt

    Was würde PETA zu so einerMassentierhaltung sagen? Was anderes ist das nicht. Kulturkreise die Insekten essen. jagen bzw sammeln diese in der freien Natur

    2
  3. Sonja Dengler sagt

    Ja, der Hype ist vorbei, auch wenn die tauben und blinden Ideologen einfach so weitermachen als gäbe es die Wirklichkeit nicht.
    Heute war in unserer Kleinstadt ein Naturmarkt mit Anbietern von Essbarem aus der nahen Umgebung: Der Stand mit den leckeren Wildschwein-Angeboten war umringt von Kunden, während am ach so gesunden Soja-Stand kein Mensch war… Kuchen und Torten aus Weißmehl waren blitzschnell ausverkauft – die Karotten- und Vollkornkuchen lagen alle noch in den Auslagen.So auch beim Kaffee und so.g.Bio-Kaffee. Aber: die machen trotzdem alle so weiter wie bisher. Irgendwie irre 🙂

    10
    • Bauer Willi sagt

      @Sonja Dengler
      Ich sehe das nüchtern. Es gibt einen Markt für alles. Für Veganer, für Bio, für „frei von“ (Lactose, Gluten …) und halt auch für essbare Insekten.
      Das sind Nischenmärkte, können aber für den Erzeuger durchaus lukrativ sein.
      Es soll jeder nach seiner Facon selig werden

      4
      • Sonja Dengler sagt

        ich habe gar nichts dagegen gesagt, dass jeder „nach seiner Macon“ glücklich leben soll, sondern es ging doch darum, dass SIE schrieben, „der Hype ist vorbei“ das habe ich aus eigener Anschauung bestätigt, mehr nicht. Merkwürdig, Ihre Antwort also. Aber wir leben ja in irren Zeiten….

        1
  4. Ferkelhebamme sagt

    In der Schweinefütterung wäre Insektenprotein eine sehr gute Alternative zu Sojaextraktionsschrot und würde uns unabhängig von Importen machen. Ist in der Herstellung aber noch zu teuer. Sinn würde eine Kombination aus Insekten-und Schweinefarm machen.
    Insekten direkt für die menschliche Ernährung sehe ich in diesem Kulturkreis nicht.
    Unser Raiffeisen hat veganes Hunde-und Katzenfutter mit Insektenprotein (sind das keine Lebewesen?) im Angebot

    5
    • Christian Bothe sagt

      Ferkelhebeamme: Da ziehe ich aber SES vor! Gibt’s auch als Donausoja zu verkaufen, sogar genfrei…

      2
      • Ferkelhebamme sagt

        Qualitativ sind Soldatenfliegenlarven vergleichbar mit SES, und den Schweinen würds gefallen, denke ich, kommt ihrem ursprünglichen Fressverhalten entgegen. Soja haben wir auch schon selber angebaut, braucht aber viel Glück mit dem Wetter, einen fleißigen Tauben-Jäger und eine abschließende thermische Behandlung der Ernte, da muss man erstmal jemanden haben. Letztendlich ist Zukauf günstiger. Unsres war übrigens mit Genen 😉

        3
        • Bauer Willi sagt

          @Ferkelhebamme
          In „meiner Genossenschaft“ wurden in Spitzenzeiten rund 100 ha Soja angebaut. Heute sind wir bei rund 30 ha gelandet. Das Einzugsgebiet umfasst rund 200.000 ha.

          Südlich des Mains sind die Bedingungen wohl besser. Österreich ist bei Soja meines Wissens bei rund 90.000 ha.

          1
  5. Arnold Krämer sagt

    Warum ist der Hype vorbei?
    Man kann es relativ leicht ableiten oder herleiten aus den Antworten auf Grundmotive menschlichen Handels oder „anderen Handelns“.
    1. Ich möchte etwas haben!
    2. Ich möchte etwas tun!
    3. Ich möchte etwas sein!

    zu 1) Insekten hat man nicht, man besitzt sie nicht, sie haben keinen besonderen materiellen Wert. Sie werden verzehrt, ohne wirklich Besseres für die eigene Ernährung zu sein als das bekannte herkömmliche Protein aus Milch, Ei, Fisch oder Fleisch. Es bliebe nur der mögliche Vorteil eines sehr niedrigen Preises.

    zu 2) Der Verzehr von Insekten vermittelt keinen besonderen Lustgewinn wie z. B. Tiefschneefahren, Hochseesegeln, Ballonfahren usw. (gerne auch andere Beispiele benennen)

    zu 3) Die Zahl der Weltretter, und „Tierwohlfreunde“ (Insekten sind übrigens auch Tiere) nimmt nicht zu, sondern eher ab. Ein „höheres moralisches Niveau“ durch Verzehr von Insekten streben immer weniger Menschen an. Da wird ihnen der eigene Geldbeutel zunehmend wichtiger.

    8
    • Rathje Clasen sagt

      4. Ich möchte das Andere was tun.

      Diese Gruppe ist ziemlich präsent und laut organisiert, fordert über Politik und Ngo’s von anderen , sich in ihrem Sinne zu verändern .

      16
      • Arnold Krämer sagt

        Ja, das ist in der Tat ein Riesenproblem, Wirtschaftliche Ziele werden verfolgt, indem man durch intensive Lobbyarbeit die Politik bewegt, über das Ordnungsrecht Umerziehung zu betreiben. Dafür gibt es mittlerweile viele “ erfolgreiche “ Beispiele.

        10
  6. Frikadellen piet sagt

    moin zusammen die Kunst mit irgendetwas viel Geld zu verdienen dich glaube ich daran als erster eine mische zu entdecken und früh genug wieder aufzuhören! diese Kunst Bärchen leider nur weniger oder es ist gut dass nur wenige Sekunden Pärchen. schönen Sonntag

    1
  7. Limes sagt

    eine Studie von Spherical Insights & Consulting schätzt den globalen Insekten Protein Markt 2024 auf 1,45 Mrd $ und sieht ein Wachstumspotential von 27,5% jährlich auf 17,95 Mrd $ bis 2035.
    Höchste Nachfrage in Nordamerika und schnellstes Wachstum in Asien. Warten wir mal auf die ersten Insekten Burger von global Playern wie z.B Burger King oder McDonalds. Wird bei uns wohl noch etwas länge dauern bis die kommen aber dann gibt es einen breiten Markt. Bei Rindfleisch lief es ja ähnlich erst durch die Burger dann Steakhäuser wurde es erschwinglich und fand Kunden die es regelmässig kauften bzw kaufen konnten.
    Ähnlich lief es bei Puten die kamen auch aus Nordamerika zu uns.
    Nur die Hühner kamen aus Europa mit dem Slogan „Heute bleibt die Küche kalt heute gehen wir zum Wienerwald“
    https://www.sphericalinsights.com/blogs/top-30-companies-in-insect-protein-market-2025-strategic-overview-and-future-trends-2024-2035
    P.S evtl kommen Hund und Katze etwas früher in den Genuss von Insekten Protein frei nach der Devise nur das Beste für unsere besten Freunde

    • Bauer Willi sagt

      @Limes
      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/gefluegelproduzent-wiesenhof-investiert-in-veganen-fleischersatz-15745784.html

      Diese Meldung ist aus 2018. Aussage aktuell: Europa ist kein Markt für essbare Insekten.

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass Mc Donalds nicht in diesem Segment aktiv werden wird. Der Grund: eine grundsätzliche Ablehnung des Verbrauchers. Ausserdem schmecken die Produkte, die ich probiert habe, langweilig.
      Wie oben beschrieben: der Markt ist kurz angesprungen, jeder hat mal probiert, dann aber nicht weiter gekauft.
      Anders mag es bei Insektenprotein als Tierfutter aussehen. Aber da sind die Margen sehr sehr sehr viel niedriger als für die menschliche Ernährung.

      5
      • Limes sagt

        „Europa ist kein Markt für essbare Insekten.“
        @BW Sehe ich genauso wenn sich ein Markt entwickeln sollte dann auf anderen Kontinenten.
        Die 1,45 Mrd weltweit zeigen ist derzeit kein nennenswerter Markt. Provokativ wir reden über Peanuts. Auch die Prognose von 17,95 Mrd $ bis 2035 weltweit ist mehr als bescheiden und signalisiert es wird wohl ein kleiner Markt bleiben, evtl so groß wie der heutige globale Entenfleischmarktes von etwa 15 Milliarden $ hat.
        Nur global player mit Marktdurchdringung und entsprechendem Werbebudget können einen Markt wie diesen entwickeln. Ob die das wollen, ob es Sinn macht ist alleine eine Frage der Wirtschaftlichkeit und es dauert sehr lange bis es nach D kommt.

  8. Ludwig sagt

    Der Verbraucher ist sehr konservativ und muß Geld sparen. Im allgemeinen sind diese neuen Produkte teurer und sind mit viel Energie produziert worden. Je mehr ein Produkt von der Natur abweicht , mit Geschmackverstärkern und Konservierungsmittel behaftet ist , desto mehr sind Allergien am kommen. Bisher haben sich nicht viele Produkte durchsetzen können und bei einem Blick in die Bilanzen tritt stark die Ernüchterung auf. Vielfach wird eingesammeltes Geld verbrannt und danach dicht gemacht.

    9
  9. Kemetbauer sagt

    Es ist nun mal leider so, dass von Intensität und Umfang der Berichterstattung nicht auf den Umfang der geschäftlichen Tätigkeit und schon mal gar nicht auf die Gewinnträchtigkeit der beschriebenen Branche geschlossen werden kann. Unsere Medien schießen bisweilen über das Ziel hinaus, wenn es um „Innovationen“ geht. An einem an Innovationen darbenden Standort, sind solche Meldungen ja auch immer einen Klick, eine Bewertung bzw. sogar einen Kommentar wert. Das kaum etwas Fundiertes hinter der Meldung steckte, erfährt man erst später.
    Dass die ldw. Branche immer sehr schnell ablehnend auf Berichte über „alternative“ Lebensmittel reagiert, ist nun mal auch Fakt. Etwas mehr Gelassenheit wäre angebracht.

    3
    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer
      „Dass die ldw. Branche immer sehr schnell ablehnend auf Berichte über „alternative“ Lebensmittel reagiert, ist nun mal auch Fakt.“
      Wie an obiger Berichterstattung mit Zahlen, Fakten und Links hoffentlich zu erkennen, ist die Zurückhaltung der landwirtschaftlichen Branche berechtigt.

      9
    • Christian Bothe sagt

      Kemetbauer: …ablehnend auf Alternativprodukte…
      Was soll diese Aussage? Die LW ist seit Jahrhunderten für die Ernährung des Volkes zuständig und das mittels landwirtschaftlicher Urproduktion wie Tierproduktion und Pflanzenbau! Moderne Züchtungen, grüne Genetik,Nachhaltigkeit u.a.zeichnen moderne Betriebe aus, um auch in Zukunft noch LW betreiben zu können. Auswüchse wie Insektenproduktion, Fleischalternativen, veganes oder vegetarisches “Futter” werden auch zukünftig nicht die Entwicklung bestimmen! Da bin ich mir ziemlich sicher, das dieser Hype sich überholt(Nische)!

      6
      • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

        Recherchiere einmal bei REPLOID AG und wirst staunen welche Namen du finden wirst. Die bezahlen für eine Anleihe 9,5% Zinsen. Auch Herr van der Raad arbeitet bei dieser österreichischen Firma, die sich als Start-up bezeichnet und von der Bayerischen Regierung 880.000,Euro Förderung für des ersten Betrieb in Burghausen erhielt.

        • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

          Ich selber würde keinen Euro für diese Firma als Investment geben. Zufällig habe ich seit Monaten über diese Firma recherchiert, weil sie in meiner Heimatsadt gemeldet ist und ich habe den Eindruck, dass nicht alles was da versprochen wird als bare Münze zu nehmen ist. Eine Anlage kostet etwa 5,5Millionen Euro. Der Wärmebedarf für die Madenzucht ist wegen der erforderlichen 60-70 Grad gigantisch. Das Risiko hier zu investieren ist beträchtlich. Als wahrscheinliche Lockvögel dienen einige bekannte Leute in verschiedenen Gremien der Firma.

          4
          • Bauer Willi sagt

            @Forenteilnehmer
            Ich war vor einigen Jahren im Rahmen einer Diskussionrunde zu „Alternativen in der Landwirtschaft“ zu einer Besichtigung einer Insektenfarm in den Niederlanden. Alle Hallen waren leer. Begründung: wir reinigen gerade alles.
            Auf Nachfrage unter vier Augen kam dann die ehrliche Antwort: „bei den derzeitigen Energiepreisen ist das Geschäft unrentabel“ Genutzt wurden alte Schweineställe, die sich relativ einfach umbauen lassen.
            Eine grundsätzliche Wahrheit in der Landwirtschaft: produzieren ist einfach, verkaufen ist schwer.. Wie Rathje schon sagt: an der Kette ziehen…

            8
      • Rathje Clasen sagt

        Willy, da wollten Start ups eine Kette schieben,
        sowas klappt ja besser , wenn einer die Kette zieht. Der Verbraucher , mit der Nachfrage, die es anscheinend in Europa nicht gibt.

        6

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert