Bauer Willi
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Brücken bauen (Teil 1)

Brücken bauen ist nicht einfach. Sowohl als Bauwerk als auch im übertragenen Sinn. Doch dazu mehr in “Brücken bauen (Teil 2)” später.

Seit dem Sommer wird bei uns auf der Weide gegenüber vom Hof eine neue Brücke gegossen. Am vergangenen Sonntag wurde diese in nur 7 Stunden eingebaut. Das sieht man im Video. Bewundernswert, wie da Hand in Hand gearbeitet wird. Auch der Zeitplan wird mit großer Sicherheit eingehalten, vermutlich ist man noch früher fertig.

Wenn die Bauleiter hier den Berliner Flughafen gebaut hätten… 🙂

Was vorher passierte, seht ihr hier: https://www.facebook.com/derbauerwilli/videos/466982461278292

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27 Kommentare

    • Das ist die Antwort an den Ehemaligen,
      Dass unsere studierten Nachkommen keine Nägel mehr in die Wand klopfen können und somit die Geschicklichkeit für die Handarbeit und Handwerksarbeiten verlieren.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Selbstverständlich können auch Studierte noch Nägel einschlagen,
        bin aber der Meinung, dass man mit einem entsprechendem IQ besser bedient ist, einen akademischen Weg einzuschlagen.
        Das Problem ist, dass Eltern mit einem durchschnittlichem Hauptschulabschluss meinen, der Filius ist ein kleiner Einstein.

    • Da habe ich schon lange drauf gewahrtet,
      wie kann man denn eine Rückerstattung Subvention nennen?

      Die Rückerstattung bekommt man nur für Landmaschinen die den Diesel auf dem Acker beim arbeiten verbrauchen,
      deswegen braucht man von den Steuern dieses Diesels keine Straßen und Autobahnen zu erneuern, denn die Landmaschinen fahren ja auch keine kaputt.

      Dass muß auch das Umweltbundesamt lernen.
      Die großen Landmaschinen heute arbeiten diesbezüglich doch auch viel günstiger, als früher die vielen kleinen, oder.
      Ich denke deren Motoren sind auch ziemlich sparsam eingestellt!
      Oder sollen die Bauernfamilien alle wieder mit den Pferden und Ochsen das Land bewirtschaften und die Ernte rein holen?

    • Da muss man dringend raten: bloss an keinen Feldhamsterprojekten mitmachen, wenn die erfolgreich sind, enteignet man sich selbst! (Dieser Rat ist besonders an Willi gerichtet)

      • Bauer Willi sagt

        Ich habe viele Jahre bei einem Feldhamsterprojekt mitgemacht. So wie meine Berufskollegen auch. Und ich würde es morgen wieder tun, aber die Feldhamster sind vor einem Jahr erst wieder aus einem Zuchtprojekt in den Niederlanden hier wieder angesiedelt worden.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Beim Streuobsanbau ist es das selbe, am Tag nach der Pflanzung stehen die NGOs auf der Wiese und stellen die Bäume unter “Denkmalschutz”.

    • Sind die Feldhamster denn so bedroht?

      also keine Lagerstätte mehr für REWE, Lidl usw. ins freie Feld bauen
      Lieber beim Bauern direkt kaufen.

  1. Thorens sagt

    Wenn die dort fertig sind, schickt ihr sie am besten mal nach Wiesbaden. Seit Mitte Juni ist mit der A 66 zwischen Wiesbaden und Frankfurt eine der meistbefahrenen Autobahnen in diesem Land voll gesperrt sowie auch die direkte Bahnverbindung zwischen den beiden Städten unpassierbar. Lange schon steht fest, dass die Brücke gesprengt werden muss. Passiert ist das bisher nicht.

    Nicht weit davon entfernt ist die Schiersteiner Brücke über den Rhein. Seit 2006 stand fest, dass die alte Brücke nicht sanierungsfähig war, nachdem kaum 6 Jahre vorher noch über 20 Mio DM reingesteckt worden waren. Seither wurde parallel eine neue Brücke gebaut, die allerdings bis heute noch nicht fertiggestellt ist. So gesehen war der Flugplatzbau in Berlin in Windeseile erledigt.

  2. Jürgen Donhauser sagt

    Um den Artikel eine sozialkritische Note zu geben: „Gibt es noch deutsche Bauarbeiter?“ – Unsere Kinder sind doch alle zu höheren berufen! 😉 Können aber leider keinen Nagel mehr in die Wand schlagen.

    • Smarti sagt

      Herr Donhauser, ich persönlich möchte gar nicht mehr, dass meine Kinder direkt nach der Schule einen Beruf erlernen und dann gleich Steuern bezahlen. Es ist meine kleine persönliche Rache für alle Unannehmlichkeiten gegen die Landwirte, dass alle unsere Kids so lange wie möglich studieren :). Sonst ist misten angesagt… noch wirkt die Drohung.
      Zum Glück haben auch die Berufsschullehrer dazu geraten und ( jedenfalls im Moment) den Kindern gefällts.
      Es will mir nicht in den Kopf, warum wir “Arbeiter” immer mehr Beamte – die mir noch dazu das Leben unnötig schwer machen – mit durchfüttern sollen.
      In Portugal gibt es das Himbeervisum, da können Ausländer nach 6 Jahren ununterbrochener sozielpflichtiger Arbeit den portugiesischen Pass kriegen. Das wird hier auch kommen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Donhauser,
      ich kann noch einen Nagel in die Wand schlagen, unserer Kinder, die ihr Geld außerlandwirtschaftlich verdienen, können sich leisten, einen anzustellen, der für sie die Nägel in die Wand schlägt.

      • Wir müssen ihnen Nägel in die Wand schlagen lernen und ihnen eine lebenswerte Umwelt zurücklassen,
        Und auch wie beides geht müssen sie lernen.
        Wenn das alle machen, gibt es bald keine Handwerker mehr die das machen können. Ich glaube es ist schon so weit, da nützt auch kein Geld.

        Sonst werden sie mal so wenig Verständnis dafür(Ökologie) haben wie für Landwirtschaft, beides gehört zur Allgemeinbildung.

        • Reinhard Seevers sagt

          Inga, wenn ALLE sagen, die Zukunft ist Digital und nur wer die beste Bildung erhält, hat die besten Chancen, dem kann man nicht verdenken, wenn er diesem Aufruf folgt.
          Das Handwerk hat schon längst verloren, und hat es zukünftig noch schwerer.
          Es werden alle merken, wenn man niemanden mehr findet, der einem etwas repariert.
          Die Wertschätzung des Handwerks ist gut vergleichbar mit der der Landwirtschaft.

          • Thomas Apfel sagt

            Genauso ist es ! Du findest bei uns kaum noch eine kleine Firma, die auch mal ne Reparatur macht. Ich wollte mein Heizsystem für den Hof komplett umbauen. Sollte für so eine Heizungsfirma eigentlich ein lukratives Geschäft sein: Termin nicht vor Mitte nächsten Jahres. In unmittelbarer Nachbarschaft haben in den letzten 6 Monaten 4 kleinere Landmaschinen- und Baumaschinenschlossereien zugemacht. Die nächste brauchbare Werkstatt ist jetzt 25 km entfernt und auch das sind nur noch “Baugruppenschlosser”, unter 2.000,- € gibts da keine Rechnung mehr.

            • Brötchen sagt

              Man muss natürlich seine Handwerker pflegen.
              Es gibt schon Installateure die das machen…..ist eben immer die Frage, was für ein Aufwand ist und dann gibt es eben auch unangenehme Kunden.

              Lukrativ ist relativ!

              Wenn ich meine Leute gut auslasten will, dürfen die keinen Leerlauf haben.

              Wir haben als Betrieb in allen Gewerken gute Beziehungen und das läuft.

              Ich sage das ja immer, das hängt alles zusammen, wo viel Tierhaltung z.B. ist hat man auch bei den Elektrikern und Heizungsmonteuren eine entsprechendes Auftragsvolumen und da stellen sich da schon drauf ein.
              Mit Leuten die bloss streiten wollen und jede Kleinigkeit bemängeln, die würde ich auch wegtreten lassen.
              Die Zeiten, wo der Kunde König ist und sich alles erlauben kann (auch unverhältnismäßige Forderungen) sind lange vorbei.

              Ich habe ne Heizungsbaufirma auch in der Lausitz, die machen die Betreuung für ein Objekt für mich, das klappt bis jetzt wunderbar…

              Wichtig ist, das man ehrlich sagt was man wirklich gemacht haben will und der Handwerker sagt einem ehrlich, ob das sinnvoll ist usw….

              • Brötchen sagt

                Wir haben bei uns im Betrieb auch das ganze Heizungssystem umstricken lassen, ist alles fertig und bringt echt Einsparungen.
                Heizkessel neu und alle Leitungen entflochten und draußen neu verlegt. Ehe das alles funktioniert, wie gedacht dauert auch noch was….mind. 3 Monate…

                Sowas muss man natürlich langfristig absprechen und im Sommer und Frühjahr machen. Im Winter/Herbst haben die genug mit Reparaturen zu tun…

                • Reinhard Seevers sagt

                  Brötchen, ich habe nun täglich mit dem Handwerk zu tun. Ein Freund leitet einen Elektrobetrieb. Wenn er Aufträge haben will, die lukrativ = wirtschaftlich sein sollen, dann muss er mitbieten z.B. bei kommunalen Aufträgen, Bauträgern oder großen Bauunternehmen. Wenn dann der Auftrag abgewickelt werden muss, dann sind 90% seiner Leute nur auf diese Projekte fixiert. Jetzt ruft Oma Emma an, ihr Fernseher geht nicht mehr, die Waschmaschine leckt, die Außenbeleuchtung funktioniert nicht. Die Frau wartet mind 6 Monate, wenn sie Glück hat, wenn sie Pech hat, kommt niemand.
                  Das geht durch alle Branchen. Die Wirtschaftlichkeit für das Handwerk liegt wie in allen Bereichen in der Skalierung.
                  Die Aufgaben werden größer, komplexer und werden mit Strafen belegt, wenn Termine nicht eingehalten werden. …es ist wie immer wieder und wieder das selbe, das System zwingt alle dazu, sich ihm unterzuordnen. Und die Digitalisierung wird das noch einmal potenzieren.

                • Brötchen sagt

                  Bei uns kommt der schon, wenn man den Kontakt pflegt!
                  Zusammenhalt ist hier schon noch da….

                  Teilweise sind die Aufträge auch überhaupt nicht mehr lukrativ, weil das auch alles Haken hat.

                  Z.B. Organisiert die Chefin das so, das die wenn sie vom Großauftrag zurück kommen, bei Omi vorbei kommen.

                  Oder vor dem Grossauftrag bei uns….

                  Grossaufträge haben immer die Haken, das da ein Teil Geld nicht kommt, oder Material geklaut wird….

                  Im Groben stimmt das was Du sagst……

      • Smarti sagt

        “unsere” Enkel kennen keine Nägel mehr – es gibt nur noch Akku-Schrauber unddas Erklärvideo kann man sich bei Meta runterladen.

        • Brötchen sagt

          Die drei Sachen, die man beim Nageln wissen muss, sind nun nicht so kompliziert.
          Schrauben ist unendlich effektiver, aber teurer.

          Wenn genagelt wird, dann sowieso mit Druckluftnagler o.ä. kann man sich alles ansehen, wie schnell das gehen kann Tiktok usw…

          Ich seh das nicht so pessimistisch.

          Heute kann man sich ne CNC Maschine im Handwerksbetrieb hinstellen, man kann alle möglichen Materialien schweißen, man kann Plasma schneiden, man kann Biegemaschinen nutzen usw….. das war früher unendlich schwieriger und geschützt durch rechtliche Mauern…

          Ich finde das gut, was heute so möglich ist..

          Wichtig ist die feinmotorische Schulung im Kleinkindalter, die Motivation und alles weitere kann man lernen.

          Auch was Selbstlernen angeht, hat man heute fantastische Möglichkeiten….das war früher unendlich aufwändiger. Bibliothek gehen, Buch ausleihen usw…

          Ich habe noch mit meiner Oma, Karnickelställe gebaut und da hat sie mir Tricks beim Nageln gezeigt.

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