Bauer Willi
Kommentare 71

Brief eines Schweinehalters an Robert Habeck

Diesen erschütternden Hilferuf eines Schweinehalters erhielt ich am Sonntag. Bitte weiterleiten an politische Entscheidungsträger. Die Zeit läuft bald ab. 

Sehr geehrter Herr Habeck,                             25.02.2022

ich möchte Ihnen nun mitteilen, dass wir ab nächster Woche keine liquiden Mittel mehr haben um Futter zu kaufen. Der Futtermittellieferant ist nicht mehr bereit weitere Rechnungen ausstehen zu lassen. Das vorhandene Futter reicht noch für 2 Wochen.

Fazit: Wenn wir bis dahin kein Geld aus der Überbrückungshilfe III (zumindest eine Abschlagszahlung) haben, können die Zuchtsauen nicht mehr gefüttert werden!
Kleine Ferkel und trächtige Tiere dürfen gesetzlich nicht geschlachtet werden! Dies bedeutet, dass wir die Tiere nottöten (was nicht gestattet ist) oder verhungern lassen – was grausam, aber die unvermeidliche Konsequenz wäre. Am 16. Oktober 2021 hatten wir ordnungsgemäß einen Antrag auf Überbrückungshilfe III gestellt (Überbrückungshilfe III UBH3R – 851236 ) und seitdem nur bürokratische Entschuldigungen gehört – für jede weitere Entwicklung auf unseren Betrieb tragen Sie und ihre Mitarbeiter alleinig die Verantwortung! Wenn wir seit Monaten darüber streiten, ob der ASP-bedingte Anteil nun 4, 5 oder 8 Prozent ist, und damit über 90 % der Hilfen blockieren, dann ist das Verenden der Tiere, die nun verhungern, Ihr alleiniges Verschulden! Bei einem so europäisch vernetzten Markt wie in der Schweinehaltung, ist eine exakte Aussage über den genauen Umsatzrückgang durch ASP alleine in Deutschland schlichtweg unmöglich. Jeder der eine exakte Zahl festlegt und unterschreibt, macht dies wider besseren Wissens. Dadurch aber die ganze Überbrückungshilfe zu blockieren ist schlichtweg lebensverachtend gegenüber den Tieren und uns Tierhaltern!

Ich werde diese Email beim Eintreten des Szenario dann an die Staatsanwaltschaft und Medien weiterleiten – ich habe meine Möglichkeiten vollends ausgeschöpft.

Hochachtungsvoll

Für Vertreter der Medien: Name und Kontaktdaten sind mir bekannt und können bei Bedarf weitergegeben werden.

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71 Kommentare

  1. michel sagt

    wann zum teufel, werden endlich die forken und fackeln in die hand genommen?
    ALLES andere bringt exakt NICHTS!
    der macht geht es ausschliesslich um machterhalt, ist wie bei jedem lebewesen, es will weiter existieren, um JEDEN preis!

  2. Bauer Claus sagt

    Ende 2012 ist die Wildschweinepest von Russland aus nach Polen gekommen.
    2016 im November gingen die letzten Schweine aus meinem Betrieb.
    Im Januar 2017 wurde von den Medien die Bevölkerung vor der Schweinepest gewarnt.
    Der Erzeugerpreis war vor der Warnung bei
    1,65 Euro nach 14 Tagen Dauerwarnung wurde 7% weniger Schweinefleisch gegessen.
    Jetzt konnte man den Preis auf 1,30Euro herunterprügeln.
    Dieser Preis erholte sich schnell auf 1,35 Euro auf dem er dauerhaft blieb.
    2020 kam die Wildschweinepest von Polen nach Deutschland.
    Der Scweinepreis fiel von 1.45Euro auf 1.27Euro.
    Merke:Eine nicht vorhandene Schweinepest die aber medial herbeigeredet wird senkt den Preis mehr als eine echte Schweinepest, die in den Medien nicht so propagiert wurde, bei gleichzeitigem Lockdaun und Schweinestau in den Schlachthöfen.
    Die Macht der Medien!

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  3. Michael Neve sagt

    Corona Beihilfe an Schweinehalter?
    Sicherlich geht es den Schweinehaltern schlecht ,aber ist das nicht Markt?
    Zumindest uns Milchviehhalter wurde in Tiefpreisphasen erklärt wie Markt funktioniert!
    Sicherlich kann man diskutieren ob eine Hilfe oder nicht .Für Unternehmer die durch eigener Kraft Krisen bewältigen mussten allerdings ein Schlag ins Gesicht ( Milchpreiskrise 2009 2016 BSE )
    Der Beschiss der möglich ist schlägt dem Fass den Boden aus.
    Schweinemäster die im Referenzjahr 2019 monatliche Umsatze gemacht haben ,bündeln diese jetzt durch geplante Einstallungen der Ferkel so das 2 Monate keine Schweine verkauft werden und so 100% Corona Beihilfe beantragt werden. Im dritten Monat werden Schweine verkauft und es wird keine Corona Beihilfe beantragt. Selbst bei Schweinepreisen von 2 Euro ist es möglich ein Schwein ohne variable Kosten zu mästen. Reparaturen fallen nur in Monaten ohne Umsätze an. Die kleine Bullenmast läuft ebenfalls mit ohne Kosten bevor die Tiere für 5 Euro zum Schlachter gehen! Die Beihilfen werden leider nicht verjubelt sondern in den Betrieben investiert und so Wettbewerbsfähig gemacht! Der grausame Krieg in der Ukraine trägt dazu bei das die Politik anderweitig beschäftig ist und die wenigen Milliarden durchgewunken werden. Laut Aussage meines Steuerberaters kommen nach und nach die Bewilligungen ein und werden auch Zeitnah ausgezahlt. Stand Mitte Febr 220 Mio Euro !Wie sollen Betriebe ohne diesen Geldsegen diesen Wettbewerb Standhalten? Der Ländliche Raum wird sich verändern nicht der Tüchtige gehört die Zukunft sondernder Schweinemast!!!! Herr Öcedemir weiß nicht wie Krisenfest diese Betriebe im Moment gemacht werden und eine Tierwohlinitiative schwer umsetzbar!!!!

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    • Arnold Krämer sagt

      Was Sie beschreiben, Herr Neve ist leider Wirtschafts- und Subventionswirklichkeit in D. Die Politik und ihre Verwaltungen sind nicht in der Lage, die Komplexität des Wirtschaftsgeschehens einigermaßen zu erfassen und finanzielle Hilfen im Sinne der gewünschten Richtung einigermaßen “gerecht” zu vrerteilen. Das was wir sehen, ist nicht auf die Landwirtschaft beschränkt sondern überall in allen Wirtschaftssektoren festzustellen. Die Konsequenz daraus wäre, sich seitens der Politik wieder auf den Kern von Marktwirtschaft zu besinnen, gute Gesetze zu den Rahmenbedingungen des Wirtschaftens zu formulieren und den Versuch der “Welten- und Menschenrettung” zu unterlassen. Aber das ist Illusion.

      Da m. W. sämtliche Förderbescheide unter Vorbehalt einer weiteren Prüfung ergangen sind, besteht die Möglichkeit, das Geld zurückzufordern. Es ist zu hoffen, dass es in den zuständigen Banken und Ministerien noch genug Sachverstand gibt, die groben, mißbräuchlichen Gestaltungen zur Erlangung der Corona-Hilfen aufzudecken und das Geld zurückzufordern. Vereinzelt ist dies auch bereits passiert.

      Ein anderer Aspekt: Die Antragstellung für die Corona-Hilfen bindet Personal und kostet Energie bei den Buchstellen, Steuerberatern und den Landwirten in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Das fällt zusammen mit notwendigen betrieblichen Umstrukturierungen aufgrund der Neuregelungen zur Umsatzsteuer ab 1.1.22 und der EU- Förderung ab 2023. Noch nie sind die Buchabschlüsse so spät erstellt worden. Noch nie konnten so spät darauf aufbauende betriebliche Entscheidungen getroffen werden.

      Abschließend: Schweinemast ist nicht Ferkelerzeugung. Bei den Sauenhaltern ist die Not grundsätzlich größer als bei Schweinemästern. Aber: Im Einzelfall ist auch alles ganz anders. Und von Geflügelhaltern, Rinderhaltern (Milch und/oder Mast), Kartoffel- und Getreidebauern war noch garnicht die Rede.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @ Michael Neve, sie haben aber schon den Brief ganz gelesen, oder? Es handelt sich um einen Ferkelerzeuger!!!! Da ist nichts mit temporär nicht Einstallen! Also wenn Sie schon aus Neidkomplex einen Kollegen schlecht reden möchten, dann sollten sie ehrlich dabei bleiben und die Grundlage der Diskussion kennen oder aus dem Brief zur Kenntnis nehmen.

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      • Michael Neve sagt

        Ich habe ganz deutlich die Corona Beihilfe bzw die Möglichkeiten angesprochen die durch das verschieben des Einstallens möglich ist. Der Ferkelerzeuger sowie derjenige im geschlossenen System hat diese Möglichkeiten nicht, das ist mir bewusst!
        Das Vergleichsjahr mit 2019 wo extrem gute Preise waren ist ja ebenso nicht richtig! Wenn die Milch damals 45 cent gekostet hätte, wäre Corona Beihilfe dann für uns auch möglich gewesen?
        Hier von Neidkomplex zu sprechen ist falsch. Ich habe Lediglich Die Möglichkeiten aufgezählt wie Schweinemäster richtig abkassieren können aufgezählt! Die Umsatze auf das Jahr zu sehen wäre Fair hier müsste die Berufsvertretung sich für Stark machen!!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Nee, das Beispiel zeigt lediglich die Problematik der Bedingungen für die Coronazahlungen.
          Die Unterstellung ist wohl kaum zu verallgemeinern. In freien Berufen und in der Industrie ist es ebenso schwierig darstellbar. Man kann sich drüber echauffieren, man kann es aber auch lassen.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          In diesem Land werden seitens der Wirtschaft immer die Möglichkeiten ausgelotet, um an alle Subventionen zu kommen, nach der Moral wird da auch nicht gefragt.

          Wenn Berufskollegen diese legalen Möglichkeiten anprangern, ist das eine unglaubliche Nestbeschmutzung, auf NEID bassierend.
          Sie sollten sich schämen, denn sie wirken am Untergang der Bauern mit.

          Zur Infarmation, hatte noch nie Viehaltung.

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          • Smarti sagt

            Ehemaliger Landwirt, das waren auch genau meine Gedanken… was soll dieser Neid ? – möchte er gerade mit einem Schweinehalter tauschen ? Dann soll er doch ! Gut, dass Du dies “ausgesprochen” hast.

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          • Michael Neve sagt

            Geht ja gut zur Sache hier!
            Ich würde auch um mich schlagen wenn ich Empfänger wäre, aber gut ich denke jeder hat eine Meinung und darf diese auch vertreten! Wir reden hier von mehreren Milliarden ! Der Steuerzahler mit der Pommes Bude die Corona bedingt Pleite gemacht hat denkt vielleicht anders !
            Interessant wird es im Herbst!!
            Sollte das Getreide wirklich auf über 40 Euro steigen wird es für den Schweinehalter eng, Ihm werden die Futterkosten weglaufen! Eine Unterstützung kann er nicht erwarten da es keinen Grund gibt. Ist schließlich Markt . Biogasanlagen werden mit der derzeitigen Einspeisevergütung keinen Mais für 3-4000Euro ha vergären können, aber noch nie war die Energie so wichtig wie im Moment Die Politik muss und wird die Einspeisevergütung anheben. Die Lobby der Biogaser ist groß. Martin Häusling fragte gestern bereits ob wir es uns noch leisten können 70% des Getreides im Tiermagen zu veredeln. Vielleicht denken dann Schweinehalter plötzlich anders wenn sie fest stellen das die Politik einseitig Betriebe fördern!

            • Jürgen Donhauser sagt

              Können wir es uns noch leisten unsere Feldfrüchte zur Stromerzeugung zu verwenden, wäre hier die Gegenfrage.

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              • Michael Neve sagt

                Die Antwort der Wissenschaft lautet weniger Schweine mehr Brot dann kann genügend Energie geerntet werden! Ich halte diese Diskussion im Moment für sehr gefährlich zu Argumentieren das Wir die Intensität erhöhen wollen um die Welt zu Ernähren.
                Das kann der Verbraucher in den falschen Hals bekommen! Wir kommen aber vom Thema ab! Wie würden Schweinehalter reagierten wenn die Einspeisevergütung erhöht würde?

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                • Jürgen Donhauser sagt

                  Nach ihrer Denkweise dürfte es überhaupt keine festgeschriebene Einspeisevergütung geben – nur den Markt. Bei den Schweinen gibt es auch keine dauerhaften Subventionen!

                • Thorens sagt

                  Es ist dieselbe Diskussion wie “Tank oder Teller”.
                  Leider ist es so, dass wir beim Schweinefleisch, das ich auch gerne verzehre, einen Überschuss haben wohingegen ein enormer Zubau an regenerativer Energieproduktion gebraucht wird. Um das Investoren, privat oder institutionell, schmackhaft zu machen, gibt es die Einspeisevergütung. Ansonsten käme die Energieerzeugung wohl kaum von der Stelle.

                  Das hilft dem Dilemma in der Schweinefleischproduktion jedoch nicht weiter.

                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Die Einspeisevergütung sollte so bemessen sien, dass es sich Wirtschaftlich trägt, nicht mehr, auch nicht weniger.
                  Meine erste Anlage habe ich 2002 installiert, der Verkauf des Stromes auf dem freien Markt, hätte mich 50.000 Euro gekostet.

  4. Michael Neve sagt

    Corona Beihilfe an Schweinehalter!
    In Nrw gehen ständig Bescheide raus und die Auszahlung erfolgt zeitnah, so die Aussage meines Steuerberaters!!!!
    Den Schweinehalter geht es schlecht?
    Nun das ist Markt so hat man jedenfalls zu uns Milchviehhalter argumentiert als die Milch 20 Cent gekostet hat!
    Die Beihilfen für Schweinehalter ist sicherlich ein Streitpunkt und ein Schlag ins Gesicht für alle anderen Unternehmer die Krisen bewältigen mussten und ich als Milchviehhalter weiß wovon ich Rede!!!
    Der Systematische Beschiss der Mäster schlägt aber dem Fass den Boden aus!
    wer im Referenzjahr 2019 als Mäster monatliche Umsätze gemacht hat, bündelt diese durch geplante Aufstallung so das er nun alle 3 Monate Schweine verkauft und damit 2 Monate zu 100 % Kosten erstattet bekommt, natürlich wird zum Ende des Monats sämtliche Silos noch einmal voll gemacht !
    Natürlich sind auch im Oktober wenn Pachten fällig sind keine Schweine gut. logisch!!
    In den Umsatzfreien Monaten sind dummerweise viele Reparaturen zb neue Schare am Pflug.
    Als Schweinemäster würde ich genauso vorgehen ,aber wie sollen die anderen Betriebe dem Stand halten da diese Betriebe die Beihilfen nicht verjubeln sondern ihre Betriebe wettbewerbsfähig machen können. Keiner wirklich keiner ob BDM LSV und geschweige WLV bzw DBV werden dieses Thema anfassen, Schnautze halten und mitnehmen!!!!!!!
    Der Fürchterliche Krieg wird dafür sorgen das es keine nachfragen gibt, man hat derzeit anderer Probleme.
    Die Betriebe die 2019 gut verdient haben und nun mehrere Hundert Tausend Euro in 5 Corona Runden abkassieren werden den ländlichen Raum prägen und alle werden sich die nächsten Jahre die Augen reiben wieso diese Betriebe derzeit so abgehen,aber dann ist es zu Spät!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Öffentliche Gelder sind immer gerne gesehen und immer auch Teil eines Mitnahmeeffekts.
      https://www.derstandard.de/story/2000133669586/rechnungshof-zerpflueckt-corona-kurzarbeitsmodell

      Mein Steuerberater hat mich mehrfach angeschrieben und gefragt, ob er nicht prüfen solle, ob es für mich in Frage käme.
      OK, sagte ich, prüfen kann man ja mal. Und siehe da, ich konnte 3200,-€ unter Vorbehalt der Rückforderung bekommen. 1600,-€ stehen davon dem Steuerberater zu. Die Drohung der Rückforderung steht ganz vorne im Bescheid, der Steuerberater hat dieses Risiko natürlich nicht, seine Leistung sind als obligatorische staatliche Leistung fixiert und werden auf jeden Fall erstattet, auch wenn er falsch gerechnet haben sollte…..na sowas….

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  5. Arnold Krämer sagt

    6 mal “Daumen hoch” für den Kommentar von “Bohne” sind ein Hinweis darauf, dass viele Veganer und Tierrechtler hier bei Bauer Willi mitlesen. Umso wichtiger ist es, dass die Qualität der Beiträge und Kommentare hoch bleibt und persönliche Angriffe unterlassen werden, auch wenn es manchmal in den Fingern, die die Tastatur bedienen, “juckt”.

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    • Lady sagt

      So verkehrt war die Zeit ohne Bewertungsdaumen nicht.
      So wurde wenigstens verhindert, dass solch unsachliche Beiträge noch aufgewertet werden.

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    • Inga sagt

      Vegane Tierrechtler wissen hoffentlich, dass man einen Stall voll mit vielen Lebewesen nicht so schnell schließen kann
      wie eine Fabrikhalle mit toter Materie!

      Subventionen hin oder her.

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  6. Eine Frage hab ich noch, bevor ich mir eine Meinung bilden kann.
    Selbst wenn die Schweine weiterhin gefüttert werden können, aber durch die ASP der Absatz limitiert ist, was passiert dann in ein paar Wochen mit den Ferkeln, wenn diese größer geworden sind und der Platz nicht mehr reicht? Droht dann nicht dennoch die Nottötung?

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Absatz der Ferkel ist nicht das Problem wenn sie das Gewicht erreicht haben. Der katastrophale Preis ist seit Beginn der Pandemie das Problem. Der mangelnde Absatz durch schlecht laufende Gastronomie und Events haben zu einen Rückstau geführt. Aber die Sauen sind ja trächtig und bringen in ein paar Wochen weiter Ferkel auf die Welt. Dadurch stehen die Ferkelerzeuger ständig im Defizit. Deshalb wurden Sie ja auch in die Corona-Überbrückungshilfe mit einbezogen. Die Auszahlung scheitert aber an der Frage, ob der Ausbruch der ASP in Deutschland eine gravierende Auswirkung auf den Preis hatte, dann müsste diese Auswirkung von der Coronhilfe abgezogen werden – nur keiner kann wirklich feststellen ob und wie hoch der Umsatzrückgang durch ASP sein soll. Und dies nehmen die Genehmigungsbehörden als Grund die ganze Coronahilfe zu blockieren.

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  7. Wolfgang sagt

    Nutzen Sie doch bitte Ihren Kopf mal zum Denken bevor Sie solche hirnlosen Kommentare versenden. Aber okay … denken setzt ja immer etwas Hirn voraus …

    • Thorens sagt

      Es wird nicht so recht detulich, auf was Sie sich beziehen. Doch, hätten Sie auch etwas Konstruktives hier beizutragen?

      Ein wenig Respekt und Anstand – heute leider nicht mehr so en vogue – kommt viel besser an als so ein Gerotze, Wolfgang.

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  8. Smarti sagt

    Eine Idee hätte ich noch. Tiere aufladen und zu den städtischen Tierheimen bringen ?
    Mit Ansage, dass das Futter nicht mehr bezahlt werden kann, weil….

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  9. Smarti sagt

    D will 100 Mia. zusätzlich für Militär ausgeben. D nennt eigene erneuerbare Energien jetzt Friedensenergie. Aber die Landwirtschaft ( das sind die mit dem Essen… ) wird mit voller Absicht zerstört. Das passt einfach nicht zusammen.
    Es ist ja auch nicht so, dass nur einzelne Betriebszweige betroffen wären – nein, es betrifft alle, reihum und immer und immer wieder.

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    • Thorens sagt

      Meine unmaßgebliche Prognose:

      So, wie aktuell beim Energiethema, wird man auch die Ernährungsfrage im Zuge der aktuellen Ereignisse neu beleuchten. Sie brauchen noch ein bisschen, weil Gas/Energie wohl grad noch dringlicher ist. Schade, dass es erst einer Extremsituation bedarf, bevor man sich besinnt.

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      • Richtig, Thorens.
        Mit vorausschauender Planung hat das so gar nichts zu tun. Und das ist zu wenig für gewählte Volksvertreter.

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  10. Bohne sagt

    Vielleicht liegt das Problem auch darin, dass wir immer noch Tiere halten und das nicht schon längst beendet haben.
    Die Politik kann nicht weiter klimaschädliche Geschäfte finanzieren. Wenn sich Tierhaltung nicht lohnt ist das halt so. Und der Tod der Tiere geht auf die Kappe von uns allen, weil wir als Gesellschaft Tierhaltung immer noch hinnehmen.
    Wie viele Stalldefekte gab es schon, die tausende Tiere das Leben gekostet haben?
    We need to stop it.

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    • Bauer Willi sagt

      Soll das Satire werden? Haben Sie Ihren Kommentar mal zu Ende gedacht? Ganz konsequent?
      Vermutlich nicht…

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    • Christian Bothe sagt

      @Bohne.Soviel Schwachsinn habe ich von einem Blogger hier noch nicht gelesen! Hoffentlich hat B.Willi recht, das es sich um Satire handelt…

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    • Arnold Krämer sagt

      Mit ihrer Aussage zur staatl. Finanzierung klimaschädlicher Geschäfte stellen sie praktisch die gesamten Corona-Hilfen in Frage. Oder geht Ihnen das zu weit, weil sie als vermutlicher Veganer “nur” was gegen Nutztierhaltung haben?
      Die Landwirte sind nicht “scharf” auf Staatknete, auch nicht auf Corona-Hilfen. Sie merken nur, dass das Wirtschaftssystem immer weiter ausgehöhlt wird. Immer mehr Staatseingriffe welcher Art auch immer sind zunehmend ungerecht, verzerrend und wirken sich bereits jetzt spürbar auf die Motivation und den Leistungswillen arbeitender Menschen (die mit der Realwirtschaft den “Staatszirkus” finanzieren) aus.

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    • evo.... sagt

      Ich denke Leute wie “Bohne” sind im Grunde recht liebe Menschen. Aber leider auch ziemlich fern von der Realität.
      Das wichtigste Argument dagegen sind für mich die Gene der Leute. Unsere Vorfahren haben über Millionen von Jahren Gene für den Verzehr tierischen Eiweißes entwickelt. Jetzt zu meinen, man könne die tierischen Eiweiße jetzt durch Soja ober Kunst-Essen ersetzen grenzt an fahrlässige Körperverletzung . Oder schon Totschlag?

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  11. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    „Ich bin der oberste Anwalt der Bäuerinnen und Bauern bei uns im Land aber gleichzeitig auch der oberste Tierschützer“, sagte er (Cem Özdemir) am Montag (dem 6.12.21) bei der Verkündung des Urwahlergebnisses der Grünen zum Ampel-Koalitionsvertrag.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Cem trägt zwar auch seinen Beitrag dazu bei, aber der eigentliche verantwortliche Minister ist Habeck (Wirtschaftsministerium). Er ist auch für die Überbrückungshilfe zuständig. Derzeit wird aber munter zwischen den Landesministerien und dem Bundesministerium die letztendliche Verantwortung hin und her geschoben. Keiner hat den Ar…. in der Hose ein Machtwort zu sprechen und zu sagen: “In NRW hat sich das Ministerium mit der Kammer geeinigt, den ASP-bedingten Umsatzrückgang auf 5 % festzulegen. Das übernehmen wir jetzt bundesweit!” Jeden ist klar, dass wie im Brief geschrieben, eine genau Festlegung gar nicht möglich ist – aber dann braucht man auch nicht so einen Schwachsinn vom Antragssteller als Bestätigung verlangen. In der Anschluss-Überbrückungshilfe III Plus soll angeblich dieser ASP Abzug nicht mehr verlangt werden, da man festgestellt hat, dass der europäische Schlachtschweinemarkt so von einander abhängig und angeglichen ist, dass die ASP in Deutschland eben eine absolut untergeordnete Rolle für den Umsatzrückgang spielt. Das hindert aber die Bürokraten nicht, weiterhin 90 % der Hilfen zurück zu halten!

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      • Erhard Franke sagt

        Was soll man von solchen Nieten halten. Nie gearbeitet, keine Ahnung, aber zum Politiker reicht es. Wenn der Alte Fritz wusste was in seinem Land passiert. Das Schlimmste ist die Dummheit der schreienden verzogene. Meute auf der Straße. Auch fuer vernünftige Renten reicht es nicht, da wird auch nur getrixt. Meinen Soehnen graut es schon.

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  12. Meyer sagt

    Ich habe in Niedersachsen im Oktober den Antrag gestellt und außer einer Nachfrage seit zwei Monaten auch nichts mehr gehört. – gestern im Bundestag haben fast alle in stehenden Ovationen den Aufbau der Bundeswehr und sich selbst gefeiert und das von Leuten , die in den letzten 20 Jahren den Abriß bejubelt haben. Also eine 180 Graddrehung vollzogen , weil denen jetzt “der Arsch” brennt . Rückrat ist nicht vorhanden , sondern nur das Dollarzeichen in den Augen um die monatlichen Gelder im Bundestag zu erhalten. Diese Leute haben ihre Nullfähigkeit und Niederträchtigkeit gestern zur Schau gestellt. Für jeden Bürger den man in den letzten Jahren alles abgesprochen hat ist das eine schallende Ohrfeige und es ist zu hoffen , daß bei der nächsten Wahl auch das Dankeschön vom Wähler erteilt wird.

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  13. Smarti sagt

    “Hilf Dir selbst, dann hilft die Gott” – wie wäre es mit einer von Landwirten gestarteten Initiative ? So wie Willi gefragt hat, ob es uns wichtig ist, dass die Seite weiter finanziert werden kann, so kann man doch auch fragen, ob es wichtig ist, dass die Schweine weiter die Futter – Strom – und Wasserrechnung bezahlt kriegen.
    Wer behauptet, dass ihm regionale Lebensmittel wichtig sind, dem sollte dies auch eine gewisse Summe wert sein um diese Landwirte aus einer unverschuldeten ! Notlage zu helfen.
    Vielleicht kann man das so organisieren, dass viele Leute auf ein Konto einzahlen, und mit diesem Konto kann dann eine Futterrechnung direkt bezahlt werden – entweder als Darlehen, dann kommt das Geld ohne Zinsen irgendwann zurück oder als Geschenk.

    Bei “uns” gibt es die Regel, dass das erhaltene Geldgeschenk, oder ein Teil davon, später einmal an jemandem in Not weiter gegeben wird…. so nützt es mehr als auf dem Konto.

    Ich wäre für den Anfang mit dem Gegenwert von zwei Haustieren dabei, 3000.- Euro ab sofort.

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    • Hans-Stephan Hilprecht sagt

      Dieser Gedanke ist aus meiner Sicht und meinen persönlichen Erfahrungen in der Landwirtschaft (mit Schweinemast, Milchtierhaltung und Rindermast) ein gangbare, möglicher und vor allem hilfreicher Weg. Nicht nur vielleicht, finden sich 3- 5, können gern auch mehr sein, Landwirte im Ruhestand, die es sich zu trauen, solch einen Fond, zb gemeinnützig zu führen, zu leiten und wenn möglich auch die Interessen dieser Landwirte mit zu vertreten. Die Bauernverbände, die Bio-Verbände sind dazu nicht in der Lage und/oder nicht wollens. Bin gerne bereit mit wirklich ehrlichen Interessenten ergebnisoritiert zu diskutieren und mich auch selbst einzubringen, die Idee, der Gedanken ist es wert.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Smarti, das ehrt dich sehr!
      Doch wir sprechen hier von sechsstelligen Beträgen: pro durchschnittlichem Familienbetrieb

      • Danke Hebamme für die größenmäßige Einordnung.
        Wenn wir vielleicht trotzdem helfen können, bin ich gerne dabei.

        • Ferkelhebamme sagt

          Wir verlieren Vermögen, was wir uns in 25 Jahren und Generationen davor mühsam erarbeitet haben, in Lichtgeschwindigkeit. Aber nicht unsere Familien und unsere Heimat. Helft den flüchtenden Frauen und Kindern, die alles zurücklassen müssen.

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      • Stefan,Milchviehhalter sagt

        Das sieht der Staat nicht gerne,wenn sich sich die Bevölkerung selbst hilft. Die werden als erstes auf das Spendenkonto Steuern verlangen und danach von den Landwirten auf die Spenden(außerordentliche Einnahme), da bleibt nicht mehr viel übrig. Die Regierung ist skrupellos und der Bürokratenwahnsinn nimmt kein Ende.

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  14. Ferkelhebamme sagt

    Niemand bekommt mit, welche Dramen sich da gerade abspielen.
    Die Behörden schieben sämtliche Verantwortung auf den Sauenhalter ab und lassen ihn komplett allein. Egal was er macht, er steht mit einem Bein im Knast.
    Und wer jetzt sagt, er hätte seine Herde ja schon längst nach und nach abschlachten lassen können: die Schlachter haben keine Sauen mehr angenommen.
    Was fällt den Ämtern dazu ein? Kontrollieren, ob das organische Beschäftigungmaterial aus der letzten Verordnung angeschafft wurde

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  15. Brigitta sagt

    Ich glaube nicht, daß Habeck da irgendetwas tut, das werden die Kollegen rausreißen müssen.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Hallo Brigitta, ich verstehe nicht ganz : “das werden die Kollegen rausreißen müssen?

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      • Brigitta sagt

        Es gibt 260.000 Bauern in D. Jeder einen Euro, dann wird es wohl für ein paar Wochen reichen.
        So ein Notfall-Fond wäre schön lange überfällig.

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    • Arnold Krämer sagt

      Für die Corona-Hilfen ist Habeck zuständig. Deshalb haben die Wirtschaftsminister aus BY, NRW und NDS auch Habeck schon vor Wochen um wichtige und notwendige Entscheidungen gebeten.

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  16. Arnold Krämer sagt

    Das Thema ist volkswirtschaftlich, betriebswirtschaftlich, menschlich, politisch zu vielschichtig, um es hier im Blog angemessen zu diskutieren. Meine Frage in diesem Zusammenhang lautet deshalb lediglich: Wofür haben wir eigentlich einen Landwirtschaftsminister, der nur durch „dröhnendes Schweigen“ auffällt?

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      • Jürgen Donhauser sagt

        Cem fühlt sich “eingesperrt” im falschen Ministerium. Wenn ich einen “Job” nur mache, weil meine eigentliche “Berufung” nicht möglich ist, dann mache ich das mit Desinteresse. Ein Hund den ich zum Jagen tragen muss…….

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Die GRÜNEN haben im Wahlkampf offen eine 30 %’ige Reduzierung des Tierbestandes in Deutschland aus Klimaschutzgründen gefordert. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass durch verschleppte Bearbeitung und Ignorieren eine bewusste Aufgabenwelle provoziert wird.

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    • Hartmut Keller sagt

      Ja, man kann es nicht angemessen diskutieren. Richtig, daß Willi auch einige Kommentare bei Facebook gelöscht hat.

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  17. Und Audi schüttet an die Beschäftigten hohe Bonuszahlungen aus, weil man ja kräftig verdient hat. Man konnte ja ganz unbürokratisch Kurzarbeit anmelden, wenn Zulieferteile ausblieben und man nicht arbeiten konnte. Geht doch.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Gleiche Aussagen bekomme ich von Mitarbeitern eines größeren Betriebes in unserer Region. Offiziell sind sie in Kurzarbeit und greifen die Staatshilfen ab, und in Wirklichkeit sind die Auftragsbücher voll und sie schieben Überstunden ohne Ende. Manche sind eben gleicher in diesem Staat……

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      • Arnold Krämer sagt

        Der Staat betrügt/belügt die Bürger und der Bürger betrügt/belügt den Staat. Und es wird immer schlimmer. Wer oder was durchbricht den Teufelskreis?

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Erwarten wir überhaupt eine Antwort? Aber nichts tun ist auch keine Option……

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