Mit Vollgas vor die Wand
Zuckerrüben-Anbauer haben es zur Zeit nicht leicht. Die Quote existiert nicht mehr und so ist der Zucker dem scharfen Wind des Weltmarktes ausgesetzt. Die Preise sind weit unter die Referenzschwelle von 404 €/t gefallen. https://ec.europa.eu/agriculture/sites/agriculture/files/market-observatory/sugar/doc/price-reporting_en.pdf Die Idee bei der Festlegung der Referenzschwelle war damals, dass die EU diese Schwelle als ein Warnsignal für ein mögliches Eingreifen in den Markt ansieht. Aktuell liegt der Preis für Weißzucker in der Region 2 (Benelux, Frankreich, Deutschland, UK) bei 307 €/t, aber die Kommission sieht keine Notwendigkeit, einzugreifen. Da fragt man sich dann, was eine solche Schwelle überhaupt soll. Einen Sinn hat sie ja offensichtlich nicht. Mit schlechten Preisen kennen wir Bauern uns ja aus. Man kann auch ein oder zwei Jahre eines Preistiefs „mit Schrammen“ überstehen, wenn denn die anderen Rahmenbedingungen stabil bleiben. Aber auch das ist nicht der Fall. Ab dem nächsten Jahr sind die insektiziden Beizen verboten, die als Wirkstoff Neonicotinoide enthalten. Die wirksame Bekämpfung von Bodenschädlingen ist damit faktisch ausgeschlossen, Blattläuse und Rübenfliege können mehr schlecht als recht nur noch mit Flächenspritzungen erfasst werden, was nicht nur …





