Greenwashing: REWE und die Eiweißstrategie
Vor ein paar Jahren durfte ich bei einer REWE-Veranstaltung auftreten. Eingeladen wurde ich von Alain Caparros, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden von REWE International. Der Sitz der REWE ist in Köln. Die Veranstaltung fand in Berlin statt. Eingeladen waren alle „Stakeholder“, von Wettbewerbern über NGO bis hin zu Politik. Auch Renate Künast war anwesend. Ich habe mich mit dem Nachhaltigkeitsbeauftragten von REWE über deren Verhalten gegenüber den Lieferanten, insbesondere der Landwirtschaft unterhalten. Ein Thema war auch damals die „Eiweißstrategie“ von REWE. Ich habe mich an dieses Gespräch erinnert, als ich durch Zufall von der „Proteinstrategie“ von REWE erfahren habe. Wie man sieht, wurde aus „Eiweiß“ nun „Protein“, ansonsten hat sich nicht viel verändert. https://www.rewe-group.com/content/uploads/2025/08/proteinstrategie-positionspapier.pdf Es lohnt sich, die vier Seiten zu lesen. Es findet sich einiges über „kultiviertes Fleisch“ (Laborfleisch), eine Absenkung der Mehrwertsteuer für Pflanzendrinks, und weitere Forderungen an die Politik. Ausser ein paar nichtssagenden Phrasen ist über den Bereich Landwirtschaft nicht viel zu lesen. Bei der Veranstaltung musste der Nachhaltigkeitsbeauftrage schließlich auch zugeben, dass es für REWE unerheblich ist, ob die Erbsen oder Bohnen aus …

