Bauer Willi
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Tag der Einheit – Kampf der Ideologien

Die Stimmung in der Landwirtschaft ist zurzeit nicht gut. Milchpreise unten, Schweinepreise decken nicht die Produktionskosten und auch die Getreide- und Rapspreise sind nicht zum Hurra-Schreien. Warum?

Es ist zu viel von allem da und ein hohes Angebot drückt auf die Preise. Nachzulesen bei Matif, EEX, Liffe und CBoT. Folglich kein deutsches Problem, sondern europa- und weltweit. Russland-Embargo und China-Krise verstärken die Situation noch, sind aber nicht deren alleiniger Auslöser. Auslöser sind die Zahlen des USDA oder anderer Marktberichte, die die nackten Produktionszahlen auf den Tisch legen, die belegen, dass, entgegen aller Erwartungen, die Erträge von Weizen, Mais, Soja, Raps und vieler anderer Kulturen doch höher waren als ursprünglich erwartet. Dazu kommt noch der niedrige Preis für Rohöl.

In den landwirtschaftlichen Betrieben treffen die niedrigen Preise auf Nachforderungen der Finanzämter aus den Vorjahren, die, wenn wir ehrlich sind, so schlecht nicht waren. Da war der ein oder andere dann doch versucht, eine alte durch eine neue Maschine zu ersetzen, weil „man ja dem Finanzamt nichts schenken will“ und sich die Abschreibung steuermindernd auswirkt. Und wenn in der Nachbarschaft ein paar Hektar zur Pachtung anstanden, hat man vielleicht doch noch mal 100 € draufgelegt, bevor der Nachbar die Fläche bekam. Bei dem damaligen Milchpreis von 40 Cent und eine Schweinepreis von um die 1,70 € ließ sich auch eine Stallerweiterung irgendwie rechtfertigen. Das alles sind einzelbetriebliche Entscheidungen. Klar kann man einen Berater fragen, beim Verband eine Meinung einholen. Aber: entscheiden muss der Betriebsleiter alleine, welches Risiko er eingehen will. Denn er alleine muss auch mit den Folgen leben. Er hätte das Geld ja auch in die Rücklagen stecken können.

Wenn diese Analyse halbwegs stimmt, verstehe ich die derzeitigen Diskussionen um den „richtigen“ Weg aus der Krise, vor allem bei Milch und Schweinefleisch nicht. Und: wo war der allgemeine Aufschrei, als im letzten Jahr die Kartoffeln für Cent-Beträge in die Biogasanlage oder den Futtertrog wanderten? Da wurde kein Hilfsfonds für Ackerbauer gegründet, da kam keine Meldung in den Medien und es ist auch niemand deswegen nach Brüssel gefahren.

Ich frage mich, welcher Verband, auf welcher Seite er auch stehen möge, einen so hohen Einfluss hat, dass er langfristig die Gesetze des Marktes aushebeln kann? Der Markt funktioniert recht einfach: bei großer Menge sinkt der Preis, bei kleiner Menge steigt er. Siehe Kartoffeln. Warum sollte der Handel freiwillig mehr zahlen, wenn er von jemand anderem die gleiche oder ähnliche Leistung billiger bekommen kann? Das machen wir Landwirte beim Maschinenkauf oder anderen Produkten doch auch nicht anders! Oder nutzen wir gesunkene Preise für Diesel und günstigere Einkaufsbedingungen für Dünger etwa nicht?

Wir Landwirte müssen uns darüber klar sein, dass wir, wenn wir Massenprodukte herstellen, als Rohstoff-Lieferant austauschbar sind. Klingt nicht schön, ist aber so. Nur wer ein Produkt herstellt, das knapp ist und/oder das jeder haben will, bestimmt, welchen Preis er dafür nehmen kann. Siehe Apple mit seinem Smartphone. Doch es gibt dazu auch Beispiele aus der Landwirtschaft: Bio-Milch ist gefragt, der Preis liegt deutlich höher als bei konventioneller Milch und Klagen von Biomilch-Bauern sind relativ selten. Selbstvermarktung ist eine Nische, mit viel Arbeit verbunden, aber nicht erfolglos. Und das Vertrauen der Kunden haben Bio-Betriebe und Selbstvermarkter auch.

Doch zurück zum „richtigen“ Weg aus der Krise. Mir haben die verschiedenen Verbände, sei es nun DBV, AbL oder BDM, bei der Ausrichtung meines Betriebes noch nie weitergeholfen. Für spezielle steuerliche oder juristische Fragen nehme ich die gerne in Anspruch, das ist mir der Beitrag schon wert. Ein Verband, egal welcher Couleur, hat meiner Meinung nach die Aufgabe, als Lobbyist meine Interessen politisch zu vertreten. Dazu gehören unter anderem die rechtlichen Rahmenbedingungen unter denen ich produziere wie z.B. Tier- und Umweltschutz, Fördermaßnahmen, Fragen der Besteuerung oder des Sozial- und Erbrechtes. Verbände sollten dafür sorgen, dass die Politik berechenbarer wird und dass nicht bei jedem Windhauch der öffentlichen Meinung neue Bestimmungen, Gesetze und Regelungen folgen. So schnell kann kein landwirtschaftlicher Betrieb reagieren.

Ob ich für den Weltmarkt produziere (Agrarfabriken) oder mich in einer Nische wohlfühle (Bio), ist allein meine Entscheidung. Ob ich pro-aktiv reagiere und rechtzeitig meinen Betrieb umstrukturiere oder abwarte, bis die „Maus in der Falle“ sitzt, liegt an mir. Ob ich gute oder schlechte Preise erlöse liegt an mir selbst, meinen Produkten, meinem Fleiß, meinem Verhandlungsgeschick und meiner Risikobereitschaft.

Von daher würde ich mir wünschen, dass sich die unterschiedlichen Lager innerhalb der Landwirtschaft wieder aufeinander zubewegen würden. Polemik bringt keinen weiter, sie schadet nur. Wer dabei den ersten Schritt macht, interessiert mich wenig. Und ohne einen gewissen „Gesichtsverlust“ wird es wohl auch nicht gehen. Die Zeit dafür wäre reif. Nicht nur an einem Tag der Einheit.

Euer Bauer Willi

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47 Kommentare

  1. Schweinebauer Piet sagt

    Tja Willi, bei der Marktlage gibt es ja auch wenige, die man als Schuldige findet, die man anklagen kann als Bauer, warum der Gewinn nicht so gut ist, wie im Vorjahr.

    Bin gespannt, ob noch die Zuckermarktreform kommt und das hier in meiner Antwort ist auch sehr interessant:

  2. Uli49 sagt

    Mensch Willi, daß ich das noch erleben durfte!
    Diesmal nicht der übliche Furor mit dem typischen Auskeilen nach allen Seiten (“ich hab die Schnauze voll”), sondern eine rationale, logisch aufgebaute Analyse, getragen von unternehmerischem und volkswirtschaftlichem Wissen.
    Na bitte, es geht doch :-).
    Hoffentlich bekommst Du damit genau so viele Klicks, wie mit deinen emotionalen Artikeln.
    Das wünscht Dir Uli.

    • Bauer Willi sagt

      Tja Uli,
      so kann man sich täuschen 🙂 . Wusste ich doch, dass das einem Inschenör gefällt. Nur blöd, dass Sachlichkeit wenig Menschen interessiert. Aber wir sind ja auch keine “Klick-Huren” wie uns ein Kommentator mal bezeichnet hat.
      Doch im Ernst: das ironisch-emotionale liegt mir mehr, zumindest macht es mir mehr Spaß und erreicht tatsächlich mehr Menschen. Schau mal auf unsere Facebook-Seite, wo wir ab und an mal kleine Dinge bringen, die auch witzig sein können. Die werden wie verrückt geteilt. Es muss halt einfach und verständlich sein.
      Aber ich habe noch einen Artikel “auf der Pfanne” in dem ich wieder meinem Herzen Luft mache. Trau mich aber nicht, den zu bringen….Und nach Deinem jetzigen Kommentar schon mal erst recht nicht…
      Bauer Willi

  3. Kirsten Wosnitza sagt

    Hallo Willi

    ob Ihnen irgendein Verband weiter geholfen hat oder nicht müssen Sie selbst wissen. Aber vielleicht wäre Ihre Haltung verständlicher, wenn Sie öfters klarstellen würden, dass Sie über sehr lange Jahre Ihr Gehalt von außerhalb der Landwirtschaft bezogen haben und somit nicht wie wir von unserem Betrieb leben mussten.

    Ansonsten möchte ich Sie bitten zur Kenntnis zu nehmen, dass die Milcherzeuger keineswegs am Markt teilnehmen, dass der Markt für sie – aber für viele andere – nicht funktioniert. Lesen Sie es einfach im Bericht des Bundeskartellamtes zur Milch oder im neuen Gutachten der MEG Milch Board zur Wertschöpfung der Molkereien nach. Der Wettbewerb um unsere Rohmilch funktioniert nicht. Hier müssen dringend Strukturen verändert werden. Das von Ihnen angesprochene Risiko liegt allein bei den Milcherzeugern, alles Marktrisiko wird bis nach unten an sie durchgereicht.

    Ich finde Ihre Dakannmannichtsmachen Haltung alles andere als unternehmerisch. Das Rumgejammere über Verbraucher und LEH, die sich im übrigen marktwirtschaftlich verhalten, wird ebenfalls immer unerträglicher.

    Ihre Art der Demoralisierung der Milchbauern, in dem sie ihnen einreden, wie böse die Welt, die Verbraucher, der LEH und vor allem die grüne Politik ist, das ist unerträglich und nimmt den Bauern jedes Rückgrat, indem sie zu Jammerlappen gemacht und in die Ecke der Gesellschaft gestellt werden.

    Wir haben einen Grund stolz auf unsere Produkte und auf unser Handeln zu sein. Wir haben berechtigte Interessen, die wir vertreten dürfen. Zum Beispiel das Interesse, einen angemessenen Teil von der Wertschöpfungskette zu bekommen. In einem Markt, der auch für uns funktioniert und der andere Rahmenbedingungen braucht. Wir wollen keine Bittsteller bei Aldi und Co sein und mit “Ein Herz für Bauern” Almosen abgespeist werden. Das ist weder bäuerlich noch unternehmerisch.

    • Bauer Willi sagt

      Sehr geehrte Frau Wosnitza,
      ich kann gerne jedem Artikel voranstellen, dass ich Nebenerwerbslandwirt war, wobei ich dies schon oft genug gemacht habe. Diesen Vorwurf habe ich auch schon sehr oft gehört, wobei ich nicht verstehe, warum mich das disqualifiziert.

      Was die Grünen angeht, so habe ich mich am vergangenen Mittwoch sehr intensiv und angeregt mit Herrn Remmel und Frau Künast unterhalten und von Herrn Ostendorff sogar ein großes Lob für meine kritische Stimme gegenüber dem LEH erhalten. Das war auf einer Veranstaltung der REWE Group, zu der ich als Redner eingeladen war und obige Personen getroffen habe. Ich jammere also nicht nur, sondern bringe mich aktiv ein, in dem ich den Dialog mit allen an der Wertschöpfung Beteiligten suche.

      Über das Stadium der Verbraucherbeschimpfung bin ich schon seit einer geraumen Weile hinaus und falls Sie wollen dürfen Sie die mittlerweile 140 Beiträge auf diesem Blog gerne daruf hin überprüfen.

      Genau wie Sie bin ich der Meinung, dass dem Landwirt ein angemessener Teil an der Wertschöpfungskette zusteht. Aber: “ob ich für den Weltmarkt produziere (Agrarfabriken) oder mich in einer Nische wohlfühle (Bio), ist allein meine Entscheidung. Ob ich pro-aktiv reagiere und rechtzeitig meinen Betrieb umstrukturiere oder abwarte, bis die „Maus in der Falle“ sitzt, liegt an mir. Ob ich gute oder schlechte Preise erlöse liegt an mir selbst, meinen Produkten, meinem Fleiß, meinem Verhandlungsgeschick und meiner Risikobereitschaft.” Das soll zum Ausdruck bringen, dass ich mich nicht auf die Verbände verlasse, sondern selbst unternehmerisch handele und mir meinen Platz in der Wertschöpfungskette selbst gestalte.

      Ich bin aber sehr interessiert daran, von Ihnen zu erfahren, wie ein Systemwechsel in Gang gesetzt werden kann, wobei Sie sich ja nur auf die Milch beziehen. Wenn Sie die Vermarktungswege bei Getreide, Raps, Kartoffeln oder anderen Kulturen betrachten, so müssen wir Landwirte (oder sollte ich als Nebenerwerbslandwirt besser schreiben “ihre Kulturen”) auch dort mit schwankenden Märkten zurechtkommen. Darüber redet (und jammert) aber niemand.

      Also nochmal: statt sich kritisch mit der Person “Bauer Willi” auseinanderzusetzen bitte ich um fachliche Aufklärung, wie der Markt (in Ihrem Falle für Milch) aus Ihrer Sicht reformiert werden sollte. Auf eine Antwort freut sich
      Bauer Willi

      • Andreas Fendt sagt

        ich weiss nicht, was Kirsten heute hat, sonst ist sie sogar zu Rebellen wir mir recht handzahm… Ihre Position, bzw. Vorschläge, da sie im Landesvorstand des BDM ist, dürften demnach kaum von denen abweichen. Wenn ich es recht verstanden habe, irgendeine Mengenbegrenzung. Auf die Idee mal nicht auf den Weltmarkt zu setzen und Milcherzeugung zu reduzieren kommt anscheinend keiner, noch nicht mal Bio, da setzt Arla ja auf grosses Wachstum. Und ausserdem hat Willi doch nicht Unrecht, wo sind denn die lauten Demos von z.B, Gemüsebauern (die an Aldi und Co. liefern)? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die, wie der BDM die Agrarministerkonferenz stürmen und den Ministern die Häppchen wegfuttern…

    • Schweinebauer Piet sagt

      Die Milchpreisfindung findet sehr wohl am Markt statt!! Die Datengrundlage ist nur nicht so einfach zu finden. Dem BDM sollte man in der ganzen Angelegenheit nur Bedingt folgen. Nach meiner Berechnung braucht ein guter Betrieb nur 22 Cent zur Kostensenkung und hatte vor 2 Jahren ca. 1000 € Gewinn je Kuh.

      Genaue Zahlen zur Schweinemast des letzten WJ habe ich noch nicht, aber das dürften ca. 15 € je Schwein sein und 25 sind gut. Den Sauenhaltern fehlt es definitiv und sie dürften schreien!

  4. Sandra Harms sagt

    Hallo willi,
    ich denke auch das die beiden lager garnicht so weit von einander liegen. es gibt unzählige beispiele wenn man googelt oder persönliche erfahrungen hat.
    klar, jeder ist von dem überzeugt ,was er selbst tut, du bist das, Andreas Fendt ganz besondes, und ich natürlich auch. mir wäre wichtig für die zukunft, das wir ALLE an uns selber arbeiten, vorurteile beiseite stellen und gemeinsam an einem Strang ziehen egal welcher fraktion oder welchem verband wir nun angehören.
    LASST UNS MITEINANDER REDEN , STATT ÜBEREINANDER !!!
    Ich plane für 2016 ein Öffentliches Hoffest, ich bin am überlegen ob und wie man das nutzen kann, einen dialog zwischen Verbrauchern,Landwirten, unseren verbänden, und der Politik zu führen oder zu stärken…. Vll mit einer podiums diskussion, oder vorträgen… (wer ideen hat, immer her damit)
    in diesem sinne, wünche ich allen einen schönen Tag.

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Sandra
      war am Dienstag in Brandenburg zu einer Podiumsdiskussion in die Runde eingeladen. Dort werden Unterschriften gegen Massentierhaltung gesammelt. Die Initiatoren waren – zugegebenermaßen gegen meine Erwartung – sehr moderat und nach der einstündigen Diskussion haben wir noch bis Mitternacht weiter diskutiert. Ja, es geht, miteinander zu reden. Man muss sich nur persönlich aufmachen und den Mut zum Dialog haben. Und so nebenbei habe ich noch einen sympathischen Demeter-Landwirt mit 800 ha und 600 Stück Rindvieh kennengelernt. 🙂
      Bauer Willi

      • Sandra Harms sagt

        Dann fass ich das mal so zusammen, du hattest einen interessanten abend in brandenburg. 🙂
        Mann muss ja auch nicht immer über die extreme sprechen wie zb Glyphosat,oder Massentierhaltung, man kann aber auch andere themen mal hervorholen, so wie du es auch immer wieder tust ! auch das ist sicher auch sehr interessant nicht nur für uns.

      • Alexis Zsipras sagt

        Hallo Willi!

        Müßte Brodowin gewesen sein, die sind echt entspannt die Demeterleute. Rohmilch von Demeter gibt es im Biomarkt unter dem Ladentisch, nur mal so angemerkt. Der älteste Hof ist bei Bad Saarow, den gibt es fast noch so, wie nach Gründung. In Potsdam ist eine sehr schöne Ausstellung zur Lebensreformbewegung. Ein ähnlicher Auslöser hat zur Gründungswelle geführt, wie heute. Starke Entfremdung und Verunsicherung der Leute.
        Es gibt da draußen eine unheimliche Vielfalt an Betrieben, die alle schon auf “neuen Wegen” sind. Selbst Fachleute kennen nicht alle. Viele werden nicht wahrgenommen, bzw. haben mit Arbeit zu tun.

        Viele Grüße!

    • Andreas Fendt sagt

      Liebe Sandra, es wäre eher schlecht, wenn ich von allem was ich mache vollkommen überzeugt wäre, denn das käme Stillstand / Stagnation gleich.
      Gerade wenn denkt, dass man erfolgreich ist, sollte man sich permanent fragen, ob das was man tut richtig ist: für einen selbst (“Burn-out” ?) für die Menschen im Umkreis und für alle Menschen, die Natur, die Umwelt und auch für die Tiere, ob im eigenen Stall oder auf den Feldern.
      Zweifel sind sehr positiv, wenn die nicht das eigenen Handeln lähmen, sondern dazu führen, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen.

      Wer sich, wie ich, bisweilen mit stark von der Mehrheit abweichenden Positionen, weit aus dem Fenster lehnt, bekommt viel Gegenwind und das ist gut so. Wenn alle auf dem Wochenmarkt mein Superbrot loben, freut mich das zwar, bringt mich aber nicht weiter. Kommt aber ein Einziger, der sagt, mach das doch mal ganz anders, dann muss ich mein Handeln hinterfragen.
      Und genau darin sehe ich den Sinn meiner Kommentare hier, die Leser (egal ob Verbraucher oder Bauernkollegen) sollen sich selbst mehr kritisch hinterfragen. Wer sich denkt, lass den Spinner doch, der wird sich nicht weiterentwickeln und irgendwann scheitern.
      Schade, dass Du Sandra so weit weg bist (räumlich und meinungstechnisch..) sonst würde ich glatt zu Deinem Hoffest kommen und einen kritischen aber aus selbstironischen Vortrag halten. Aber ich befürchte, man wird mich “da oben” nicht verstehen, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich 🙂

      • Sandra Harms sagt

        Ja andreas, wie hieß es über euch da unten mal im fernsehen, ” Wir können alles ausser Hochdeutsch.”
        Andreas auch wenns manchmal den schein hat, so weit liegen wir denn nun doch nicht auseinander mit unseren meinung, letzlich wollen wir doch beide das selbe, nämlich dem verbraucher ein vernünfiges produkt anbieten. das tun wir beide auf unteschiedliche art, und das ist auch ganz gut so, denn so hat der verbraucher eine große auswahl.
        ich geb dir auch vollkommen recht, wenn man zu zufrieden ist, kommt es zum stillstand, und genauso hast du auch recht, das man sich immer wider selbst hinterfragen muss…
        aber warum nicht, so verwegen sein und sich im rahmen so eines festes mal kennen zulernen, zu reden und ideen auszutauschen… auch wenns einmal quer durch die republik geht, mann kanns ja auch mit anderen dingen verbinden, zb ein paar tagen urlaub…..

        • Andreas Fendt sagt

          Danke für das Urlaubsangebot, ich mach aber doch schon Ganzjahresurlaub auf dem Bauernhof und weil hier kein “vernünftiger” Bauer ist, bleibt alles an mir Urlauber hängen, auch das tägliche Melken, insofern kann ich hier nicht so ohne weiteres mal eben quer durch die Republik weg. Aber frag doch mal Tanja Busse, die hat es aus Hamburg nicht so weit…
          Gruss
          Andreas
          der jetzt die 3 ha gesäten Dinkel anwalzen muss

          • Sandra Harms sagt

            Jetzt Hab ich dich durchschaut andreas…. du willst blos dem streit mit Bauer Willi aus dem weg gehen, wer von euch mit mir den Ehrentanz machen darf , wenn abends unsere dorfkapelle spielt….. 😉
            daher pfeift also der hase….

            • Andreas Fendt sagt

              geklaut von unserem Ländlemotto gilt für mich: Ich kann alles, ausser tanzen 🙂 Da wird sich schon ein fescher Vollgasbauer finden…

            • Bauer Willi sagt

              Hallo Sandra,
              Spielen die auch Tango? Oder nur Wiener Walzer? Und wo jetzt der Andreas nicht kommt….
              hab übrigens noch nie, nicht tanzen zu müssen, als Ausrede “ich muss jetzt Dinkel walzen” benutzt… 🙂
              Bauer Willi

            • Sandra Harms sagt

              Hallo Willi,
              Ein Tango ist kein problem, und auch die ein oder andere tanzbare Polka wird dabei sein,für den fortgeschrittenen wäre jazz im angebot zb mit dem “Tigerrag (siehe video)”natürlich gibts auch walzer und foxtrott… und für die aktiven nichttänzer solls an nem “ThekenWalzer” natürlich nicht scheitern, also braucht auch andreas keine angst zu haben, das ich ihn auf die tanzfläche zerre.
              was das dinkel walzen betrifft, nun ja, ob man das unbedingt auf einem feiertag machen muss, oder ob es nur ne ausrede ist, weis nur andreas, aber ich werd noch weiter an ihm bohren, er wird auch sicher jemand seines vertrauens haben der ihn mal 2-3 tage vertreten kann bei seinem “urlaub auf dem Bauernhof. ”

              https://www.youtube.com/watch?v=1HhUNYmaHCQ

            • Sandra Harms sagt

              Willi, aber ich hab da noch zwei dinge in der hinter hand, die Andreas sicher von seinem hof locken werden…

    • bauerhans sagt

      “Ich plane für 2016 ein Öffentliches Hoffest, ich bin am überlegen ob und wie man das nutzen kann, einen dialog zwischen Verbrauchern,Landwirten, unseren verbänden, und der Politik zu führen oder zu stärken….”

      aus meiner betrachtung von hoffesten(keine eigene erfahrung)kann ich dir sagen,dass diese mit sehr sehr viel arbeit verbunden sind,auch eine gewisse werbefunktion haben,wenn du direktvermarkter bist,aber sich eigentlich nur rechnen,wenn du ne menge aussteller gegen standgebühren verpflichtest.
      um einen dialog,mit wem auch immer,zu führen,ist ein hoffest nicht geeignet.

  5. Ehemaliger Landwirt sagt

    Hallo Willi,

    in einem Ort in meiner Nähe ist der örtliche Vorsitzende des Bauernverbandes ein Bio-Landwirt, offensichtlich sind beide Lager nicht soweit entfernt wie wir alle meinen.

    Habe selbst schon eingekauft in Hofläden von Biobetrieben, kann jedoch den Mehrwert nicht erkennen.

    Kenne auch einen Betrieb, da sind die Schweine den ganzen Sommer auf der Weide, auf die Biozertifizierung wird verzichtet, obwohl auf Bio-Niveau, der Aufwand lohnt sich nicht.

    Naja, das Fleisch ist halt etwas teuer als beim Discounter, das Kotelett kostet 42 Euro, das Filet 50 Euro.

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Ehemaliger !
      Die Landwirte der verschiedenen “Glaubensrichtungen” können in der Regel gut miteinander. Mir geht es bei dem Artikel auch mehr um die Funktionäre, die sich doch oft sehr unversöhnlich gegenüberstehen.
      Bauer Willi

    • bauerhans sagt

      als vorsitzender wird i.d.r.der gewählt,ders kann,allerdings kanns auch vorkommen,dass es keiner machen will und dann wird halt derjenige gewählt,ders gerne machen möchte.

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