Bauer Willi, Video
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Schafe scheren (Video)

Bevor es heiß wird, werden die Schafe geschoren. Richtige Knochenarbeit für den Schafscherer. Aber rentabel ist die Sache eher nicht…

Warum Schafe geschoren werden müssen? Das habe ich mich gefragt und eine Antwort bei PETAkids gefunden.

Wolle ist unnötiges Tierleid für Schafe

(Aufrufe 827 gesamt, 1 heute)

14 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Ich bin gegen so ziemlich nichts allergisch, nur beim Ausrüster für Textilien hat es mich echt getroffen. Die Läden, wo die Ware direkt vom Schiff kommt, unerträglich. Ne Kik-Filiale „rieche“ ich, bevor ich sie sehe. Aber man kann das Zeug ja durch Waschen los werden…. nur bei Wolle, die kann man halt nicht einfach bei 40 Grad kräftig durchwaschen und wenn, dann ist es Superwash, also eine mit Kunstharz ummantelte Wolle. Diese Wolle verliert allerdings durch Behandlung viele ihrer natürlichen und wertvollen Eigenschaften.
    Jahrelang hab ich also um Wolle einen weiten Bogen gemacht und meine Mutter um ihre tollen, selbstgestrickten, warmen Strickjacken beneidet.
    Irgendwann hab ich dann im Urlaub jemanden getroffen, der Spinnen konnte. Super, das wollte ich auch können. Und so schwer ist das gar nicht. Kann man, wenn man es kann, auch nebenbei beim Fernsehen.
    Also hab ich mir über Ebay ein gebrauchtes Spinnrad besorgt. Das war schon nicht so einfach und auch ziemlich teuer.
    Während man für ein Deko-Möchte-Gerne-Spinnrad im Netz keine 30 Euro ausgibt, ist ein echtes Spinnrad für Wolle selten unter 200 Euro zu bekommen. Dann brauchte ich Wolle. Da gibt es nur sehr, sehr wenige Anbieter und da ist selbst die „Teppich-Schaf-Wolle“ seltenst unter 1 Euro pro 100g zu bekommen. Aber egal, ich wollte unbedingt eine Strickjacke. Besonders schön ist meine erste Jacke nicht geworden, aber so toll warm und sie „atmet“ ganz toll. Am Anfang wollte ich sie nie wieder ausziehen.
    Es gibt eine Art Woll-Szene. Eine winzige Nische in einem riesigen Markt. Nachdem ich mich da etwas mehr eingefuchst hatte, lernte ich auch, dass es noch alte Wollspinnereien gab, die ohne dicken Chemie-Hammer Handstrickgarne verarbeiten. Allerdings sitzen die im Ausland und lassen sich ihre oft sehr mühsame Arbeit entsprechend bezahlen.
    Ich hab viel gelernt. Nicht nur, dass jede Rasse eine andere Wolle produziert, sondern auch, dass jede Region, ja jede Herde, der Wolle einen eigenen Character verleihen kann. Wie und wo die Tiere gehalten werden, was sie fressen, ob sie krank waren, all das kann man an der rohen Wolle ablesen. Und nein, das Kronjuwel der Wolleszene kommt nicht aus Australien und nicht vom Merino. Das absolute Highlight und die ultimative Herausvorderung in Sachen Stricktechnik für die Wollfanatiker bleibt das kleine, bunte Shetland-Schaf und seine feingekräuselte Wolle, die es oft am Ende des Winters noch selber abstößt. Einmal einen echten Fair-Isle-Pullover an hatte, weiß, was ich meine.
    Es ist, wie fast immer bei landwirtschaftlichen Produkten, pure Unwissenheit beim Verbraucher, die den vielen tollen Rassen und ihren Haltern das Leben schwer macht. Wie man Qualitäten unterscheidet, die richtige Wolle und das richtige Garn für ein Kleidungsstück aussucht, das weiß hier niemand mehr. Auch nicht, dass so ein Kleidungsstück einen höheren Tragekomfort und eine längere Lebensdauer wie jede hoch gepriesene Chemiefaser hat. Das Interesse den Käufer über solche Unterschiede aufzuklären, hat im großen Markt niemand. Da will man nämlich, dass wir übernächsten Monat wieder ein anderes super-billiges Teil kaufen, denn dann ist die modische Massenware eh reif für den Reißwolf.

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    • Brötchen sagt

      Sabine richtig gute wolldecken habe ich mir aus madeira mitgebracht und aus Lissabon. die halten schön warm und stinken nicht. ich habe lange gesucht, es gibt die nur noch da. ich habe auch eine strickjacke bei den bergfreunden gekauft. es gibt da auch wieder mehr Bedarf, weil die wärmer halten. die kommen meist aus Schweden und sind sehr teuer. aus Island die wolle ist sehr leicht und weich, da habe ich ne Mütze von, mit Schäfchen drauf.:)

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  2. Friedrich sagt

    Ja, hier können wir sehen wie weit weg PETA von der Realität ist. Kann nur hoffen , daß denen ganz schnell die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt entzogen w ird. Das ist weltfremd was die da sagen. Schafe hatten schon immer Wolle , sonst hätten die die Jahrtausende nicht überlebt. Auch die Zucht der Merinoschafe richtete sich mehr auf die Feinheit , als auf die Masse der Wolle. Ich habe 4 Nolanas-Schafe. Das ist eine Rückzüchtung . Die dürfen nicht geschoren werden. Die scheuern im Frühjahr , wie zu Urzeiten , die Wolle weg. Darüber freuen sich unsere nestbauenden Vögel. — Früher hatten wir 20 Schafe und die Wolle wurde nach Paderborn zur Dt. Wollverwertung gebracht. Das endete dann irgendwann als es nur noch 20 DM dafür gab. Danach hatten wir Heidschnucken. Die Lämmer wurden geschlachtet und das Fleisch an Liebhaber verkauft . Die Haut mit Wolle wurde zu Bettvorlegern verarbeitet und auch verkauft. Das läuft alles nicht mehr und so kamen wir zu den Nolanas. Die haben wir als Lämmer gekauft , halten unseren Grasgarten kurz und bleiben so lange sie leben bei uns. Unsere türkischen Nachbarn würden gerne mal eins Schlachten, aber die Schafe haben Familienanschluß.

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    • Brötchen sagt

      Friedrich meine Jungs werden auch nicht geschlachtet. Du die ursprünglichen Schafe hatten kein so dichtes und wachsendes vlies. es wurde immer auch auf menge gezüchtet. aber nicht so bei den schnucken und skudden u.ä. die skudden haben nicht viel wolle und teilweise sehr grobe. die gemeinnützigkeit abzuerkennen wird wohl schwierig. meinetwegen können, die die behalten. die müssen die Maske runtergerissen bekommen, damit kriegt man die. siehe Berichte bei Schweine.net. die haben gute Arbeit geleistet.

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    • Stadtmensch sagt

      @Friedrich: ist die Stiftung Wissenschaft Politik e.V. deiner Meinung nach gemeinnützig?

      Zitat:
      „Das Forum ist der Freundeskreis der Stiftung Wissenschaft und Politik e.V. Ein Verein, der sich den strategischen Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum Ziel gesetzt hat. Wie zufällig heißt der Vorstandsvorsitzende Eckart von Klaeden (Cheflobbyist des Daimler-Konzerns, ehemals enger Vertrauter von Angela Merkel, Staatsminister und CDU-Abgeordneter). …
      „An der Dieselfront hat der Staat frech die Tarnung der Wohlfahrt aufgegeben: Scheiß auf die Gesundheit der Bevölkerung, Scheiß auf Verantwortung gegenüber den Verbrauchern.“

      http://www.rationalgalerie.de/home/ein-staat-gibt-seine-tarnung-auf.html

      VW: knapp 12 Millarden Gewinn im letzten Jahr

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Mein lieber Stadtmensch,
        auf dem Lande hat nicht jeder eine U-Bahnstation vor der Haustüre, deshalb ist man auf ein Auto angewiesen.

        Wenn ich dem aktuellen Mainstream folgen würde und meinen Diesel gegen einen Benziner austauschen würde, längstens in 2 Jahren würde man feststellen, dass der Benziner mehr CO2 erzeugt als der Diesel.

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        • Stadtmensch sagt

          Wollte nur nochmal drauf hinweisen, dass es ein Unterschied ist, ob ein sog. gemeinnütziger Verein einen riesen Bohei um die Abschaffung der Nutztierhaltung macht und damit exakt nichts erreicht außer unsere Aufmerksamkeit und unsere Konzentrationsfähigkeit zu fragmentieren, oder ob eine NGO wie die SWP und ihr Freundeskreis wirksam dafür sorgt, dass sich an der NOx Emmission (und damit an der Überdüngung der Landschaft) nix ändert. Klaeden! Was kann der außer Netzwerken?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Woher weiß ein Stadtmensch ob eine Überdünung vorherrscht?
            Ach ja, ich habe auch davon gelesen. 🙁

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  3. Brötchen sagt

    hat sich bald erledigt….meldung im bauernblatt Sachsen Anhalt: mehr Wölfe als Schäfer. und die haben kaum Wald. ich muss meine drei Jungs auch noch frisieren, mit der Handschere.

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  4. Farming04 sagt

    Typisch peta, grüne und co. Auf der einen seite regionale Naturprodukte und dann emphielt man polytex und Baumwolle also Chemie oder weite wegstrecken. Das dilemma der Schäfer könnte sich mittels „selbstscherender“ Schafe lösen lassen aber die sehen ja „unsauber“ aus… Der Fleischansatz müsste durch kreuzung nicht auf der Strecke bleiben.

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    • Brötchen sagt

      Farming peta hat offen auf der Agenda: Abschaffung der Tierhaltung und damit der lw. ich habe das vor einem Jahr noch lockerer gesehen. es gibt Zeiten, da muss man wissen, wo man steht.

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      • Farming04 sagt

        Das die peta dies Favorisiert ist mir auch bekannt allerdings gibt es auch bei peta einen grünen flügel, dem Umweltschutz sehr wichtig ist! Man kann nicht alle über einen kamm scheren.

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        • Brötchen sagt

          Farming das habe ich auch mal so gesehen, bzw. habe so wie du argumentiert. dann müssen die auch Farbe bekennen, bzw. man sollte sie dazu zwingen.

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      • Inga sagt

        Ja,
        so ist es Brötchen

        und man sollte sehen, welche Ökonischen man damit beseitigt!

        Seitens der ökologischen wertvollen Textilien
        udn seitens der Weidewirtschaft,
        die die Landschaft in Odnung hält.

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