Bauer Willi, Video
Kommentare 38

Pressekonferenz Klöckner zur GAP (Video) – und was aus der Praxis

Hab ich mir nebenher angehört. Für einen Samstag trotzdem eine gute Wahl.

https://www.bmel.de/SharedDocs/Videos/DE/Presse/statement-kloeckner-gap-kabinett.html

Und hier die dazu passende Pressemitteilung

https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/058-gap.html

Wer wissen will, was ich am Freitag (gestern) gemacht habe, hier ein Bericht aus der Praxis:

(Aufrufe 1.442 gesamt, 1 heute)
+2

38 Kommentare

  1. Ferkelhebamme sagt

    Habe gerade erfahren, dass ein befreundeter Landwirt, gleichaltrig, mit Nervenzusammenbruch eingeliefert wurde, nachdem er drei Tage heulend im Bett gelegen und an die Decke gestarrt hat. Ein Kerl wie ein Baum,innovativ, zielstrebig. Nicht einer von diesen Mimosen, die wir in den Bauämtern geschafft haben, weil das Telefon zu oft klingelte.

    Deutschland, was tust du?!?

    +4
    • Stadtmensch sagt

      Einzeln stehende Bäume sind aber auch ziemlich exponiert würde ich sagen.

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die Darstellung , warum und wieso ist von der Ferkelhebamme etwas mager ausgefallen, möchte mal erleben, was Stadtmenschen dazu sagen würden, wenn Landwirte das derzeitige herumheulen anderer Berufsgruppen genau so beurteilen würden.
        Sage es ja immer, wenn die Menschen in die Stadt ziehen, oder dort dauernd leben, meinen. einer höheren Kaste anzugehören.

        +1
  2. Inga sagt

    Gut,

    Wenn Ackerland in Bauernhand gehört, wie sie sagt,

    Aber dann auch bitte die Verwaltung und Vorgehenweisen nach besten Wissen und Gewissen.

    +1
  3. Paulus sagt

    Reinhard Seevers, ist ja alles gut und schön was du hier so zum Besten gibst. Mit dem was
    du unter „Hoffentlich wird kein m² Fläche mehr …“ aufführst, bin ich einverstanden, und
    Neubaugebiete für EFH sind sowieso das Grauen an sich.
    Das sage ich jetzt mal als einer, der in einem älteren und umgebauten EFH auf einem großem Grundstück in ruhiger Lage am Ortsrand wohnt.
    Du merkst schon worauf ich hinaus will … Ist halt immer eine Frage der Perspektive.
    Ach so, einen gut sortierten Tante Emma-Laden, einen Metzger, einen Bäcker, ein Café in dem ich in aller Ruhe die Lokalzeitung lesen und ein wenig palavern kann, einen ordentlichen Schuster und was sonst noch so dazu gehört wünsche ich mir auch noch.
    Ich kann dir sagen was wir in unserem Kaff, zwischen Neuss/Düsseldorf und Köln noch haben. Hoyerswerda kann so erbärmlich gar nicht sein.

    Eines muss ich einräumen, an den paar Hofläden würde selbst eine Frau Dr. Ertl ihre Freude haben.

    +2
  4. Wilhelm Harms sagt

    Extensive Weide hat ähnliche Probleme,
    Gibt reichlich Untersuchungen dazu.

    0
    • Elisabeth Ertl sagt

      Es braucht halt entsprechendes Wissen und Erfahrung, wie man das macht, und bezahlte Arbeit. Aber dass man da maximale Biodiversität mit Lebensmittelproduktion und landschaftlicher Schönheit verbinden kann, das finde ich schon überzeugend.

      0
  5. Elisabeth Ertl sagt

    3% Wildnis wird lustig. Was da heraus kommt, sieht man im Böhmerwald. Der Borkenkäfer zerstört auch auf den forstlich genutzten Flächen enorme Mengen nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energie. https://ooe.orf.at/stories/3046699/
    Extensive Weide finde ich schon viel besser.

    +1
    • Ostbauer sagt

      „Extensive Weidehaltung“ ist auch sehr komplex und differenziert zu betrachten.
      Wir bewirtschaften unser Grünland auf einem Niedermoorstandort. Einer unserer Nachbarn betreibt „extensive“ Extensivweidehaltung mit Mutterkühen.(Öko-Betrieb)
      Keine Grunddüngerversorgung, Boden ausgelaugt, Moor degeneriert. Was da noch wächst, fressen nicht einmal mehr die Robustrassen. Bei Wind ist das halbe Moor unterwegs; aber alles „Bio“-konform. Das kann es doch auch nicht sein?!

      +8
      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich habe mich mit extensiver Weide in den Alpen intensiv beschäftigt. Auch diese „arkadische Landschaft“ (Nickel) hat jahrhundertelang nur mit intensiven Pflegemaßnahmen funktioniert. Da hat es auf den Almen eine Reihe an Verantwortlichkeiten gegeben: Behirtung zur regelmäßigen Bestoßung, wie das ja in der Schweiz längst wieder staatlich finanziert wird – erst Rinder (wo es das Gelände halt zulässt), dann Schafe, dann Ziegen zur vollständigen Verwertung der Pflanzen; die sauren Wiesen waren immer den Pferden vorbehalten – die Rinder und Schafe kriegen ja dort den Leberegel und die Moderhinke (darf man natürlich heute alles mit Chemie behandeln – auch im Ökolandbau – was aber die Biodiversität nicht fördert); Dann gab es die Almputzer, die haben im Frühjahr Steine aufgelesen und zu Haufen und Mauern geschichtet, aufkommende Zwergsträucher und Jungbäume geschwendet – bis man ihnen später die Alpenrosen unter strengen Schutz gestellt hat, weil sie halt so schön sind … Dabei haben die früher sowieso nie alles entfernt, das wäre in diesem komplexen Gelände auch unvernünftig. Wo die Bodenkrume sehr dünn ist und das Gelände steil, musst du sie stehen lassen, sonst hast du nackten Fels. Christian Bachler hat mir ein interessantes Buch gezeigt, wo abgedruckt ist, wie die Agrargemeinschaften vor den Weltkriegen die Landschaftsgestaltung vorgeschrieben haben: wo Schattenbäume fürs Vieh stehen bleiben müssen, und wo Jungwuchs gegen Lawinengefahr geschwendet wird; dass in den steilen Tobeln Gehölze wachsen müssen gegen die Erosion etc. Diese Landschaft ist durchaus nicht nur von den Tieren herbei gefressen worden, wie Nickel meint, auch wenn es alles andere als eine Präzisionslandwirtschaft war, sondern sich Vieles an Biodiversität trotzdem spontan ergibt. Im Sommer hat man abgetretene Rasenziegel wieder angebracht und auf kahlen Stellen Heublumen gesät, lokal auch bewässert. Im Herbst hat man die Kuhfladen zerrieben für eine gleichmäßige Düngung. Heute hat man das Personal nicht mehr und alles verludert. Mit den negativen Auswirkungen habe ich mich eben in den 80er Jahren beschäftigt. Aber jetzt gibt es Projekte mit Freiwilligen aus der Umgebung und auch aus der Stadt. Diese Projekte werden mehr https://tirol.orf.at/v2/news/stories/2941114/
        Thomas Apfel hat schon recht, da tun sich Tourismusgebiete leichter.
        Die Wolfsschützer haben ja recht, dass die von ihnen geforderte Behirtung auch andere ökologische Vorteile hätte – nur dass der Wolf keine Hirten anzieht, sondern sie im Gegenteil wieder vertreibt, wie die Schweiz leidvoll erfahren muss.

        Ich weiß nicht, wie man ein Moor beweidet, aber dass es dort auch nicht reicht, einfach Viecher hinzustellen und zu warten, das glaub ich schon.

        Die Ökologie müsste dringend von den Biologie-Instituten auf die Geographie-Institute wechseln. Dort muss man Landschaften komplex erklären und alle Wissenschaften einfließen lassen: Geomorphologie, Klimakunde, Geobotanik, Geozoologie, Siedlungsgeschichte, Wirtschaft und eben auch Wirtschaftsgeschichte.
        Es reicht nicht, wenn ein Biologe irgendwelche alten Landschaftsmalereien ausgräbt und dazu Fantasiegeschichten schreibt.

        +1
    • Schorsch Summerer sagt

      Was einen jetzt besonders nachdenklich macht, in den nächsten Jahren werden genau jene Fichten benötigt die im Böhmerwald von den Borkenkäfern vernichtet wurden. Deshalb kommt das Bauholz in Zukunft wenn es blöd läuft aus hochsensiblen Gebieten im Europäischen Osten.

      +2
      • Paulus sagt

        @Schorsch Summerer, die Fichte hat wahrscheinlich ausgedient, zumindest die großen Reinbestände, also die Monokulturen, und das zu Recht. Da muss man nun wirklich nichts schönreden.
        Wir haben nach Kyrill gemeinschaftlich u.a. mit Douglasien, Küstentannen, Roteichen und weiteren „Exoten“ wieder aufgeforstet, neben überwiegend Rotbuchen und Eichen. Die Fichten dienen sozusagen als Opferpflanzen um die anderen während des Aufwuchses zu beschatten und werden auch dem Verbiss preisgegeben.
        Und promt meldete sich der BUND ungefragt bei der Presse und geißelte die nicht heimischen Gehölze als invasive Arten.

        +2
          • Inga sagt

            Ist an wirklich mit Fichte so viel verbaut worden?

            Ich dachte immer, wenn ein Haus 50 bis 100 Jahre oder für immer halten soll, müsste man Eiche nehmen.

            Aber hätte denn die Eiche gereicht, wenn die in die Häuser von 1960 bis jetzt verbaut worden wäre?

            Und was verbaut man in Zukunft?
            Wenn keine Fichtenpplantagen mehr angepflanzt werden?
            Buche und Eiche wachsen ja langsamer.

            +1
            • Reinhard Seevers sagt

              Eiche konnten sich nur wenige leisten. In der Regel waren es Nadelbäume jeder Art. Es wurden Tannen aus den Mittelgebirgen und Skandinavien hin und her geflözt.
              Für die Wiederherstellung für Notre Dame werden gerade 1000 uralte Eichen gefällt……Halleluja!

              +3
              • Elisabeth Ertl sagt

                Für witterungsexponierte Bauteile nimmt man bei uns Lärche – früher für Dachschindeln, jetzt für Fenster und Verkleidungen, Carports, Pergolas etc.
                Aber der Baum wächst halt auch langsam.
                Robinie ist auch sehr witterungsbeständig.

                +3
              • sonnenblume sagt

                Denkmalsschutz finde ich auch sehr gut und wichtig. Aber um die vielen alten Bäume ist es schon schade. Ob das jetzt sein musste, darüber könnte man streiten. Andere Möglichkeiten hätten nach meiner Meinung den Wert des Gebäudes keines falls geschmälert.

                +1
          • Paulus sagt

            Ehemaliger, ich wurde rein zufällig Zeuge wie ein Nabu-Naturführer Lärchen im Winter als Beispiel für das Baumsterben heranzog. Klar kann so ein Schwachkopf bei ebensolchen Schwachköpfen damit Eindruck schinden.

            +6
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Vor vielen Jahren hat ein Winzer ein Grundstück, bepflanzt mit alten Zwetschgenbäumen gepachtet um Wein anzubauen, Der zuständige Umweltbeaftragte (Förster) hat felsenfest behauptet, die Schosser der wurzelechten Bühler Zwetsche wären Erlen. Um die Maßnahme nicht zu verzögern, hat der Winzer 4 Streuostbäume als Ausgleichsmaßnahme gepflanzt.

              0
        • Elisabeth Ertl sagt

          Die Fichtenmonokulturen haben definitiv ausgedient. Interessant ist aber, was man auf den Fotos sieht: Der natürliche Jungwuchs, der da oben im Nationalpark aufkommt, besteht wieder aus lauter Nadelbäumen.

          0
  6. Wilhelm Harms sagt

    Das Positive ?
    Sprechen und vortragen kann sie super und ne Dumme oder Häßliche ist sie sicher nicht.
    Ok, anfangs rutscht der Rock nach oben, in der Mitte zwickt die Bluse – aber das sind eher kleine Highlights von denen man(n) sich nicht blenden lassen sollte.
    Dafür ist jetzt eine breite Schleimspur gelegt auf der vernünftiges wirtschaften in den Abgrund führt und in weitere gesellschaftliche Enteignung.
    Hört sich ja toll an aber:
    Auf jedem Trecker, in jedem Stall wird dann zukünftig ein Grüner, ein Verwaltungsfachangestellter, ein Unbedarfter, ein Korrupter (muß, sonst geht in Mafia-D nix mehr) mitfahren / dabeisein.
    Da ist dann kein Platz mehr für Den oder Die welche den Job können !
    Das bisschen mehr Geld für bis 40 oder 60 ha reicht nicht mal um die geforderten Maßnahmen zur Erlangung einer vollumfänglichen Förderung ohne weiteren Verlust für den Arbeitsaufwand umzusetzen.

    An unserer Kreisstraße zwischen Oldenburg und Heiligenhafen (11 km) gab es vor knapp 40 Jahren 26 ldw. Betriebe.
    Heute sind noch 6 übrig von denen 2 in den nächsten 5 Jahren ausscheiden werden – und die Geier kreisen . . . .

    Wir sind mal mit sozialer Marktwirtschaft gestartet . . . .

    +7
    • Inga sagt

      Klar,
      Und unsere Sozialkundelehrer in der Schule inden 60igern waren so stolz darauf haben uns vor jeglicher Diktatur gewarnt.
      Warum holten damals die Bauern in der DDR weniger vom ha?

      +1
    • Arnold Krämer sagt

      Die 26 Betriebe vor 40 Jahren waren nicht zu halten. OK.
      Aber mit der Politik , die seit ein paar Jahren (2 Jahrzehnten) betrieben wird (getrieben von veröffentlichter Meinung) macht man jetzt (ohne Not, praktisch nur mit Schielen auf Umfragen) auch noch die 6 verbliebenen Betriebe kaputt. Übrig bleiben Großbetriebsstrukturen, von denen man vorgibt, dass sie nicht das Leitbild der Politik seien. Die Politiker aller Couleur wissen nicht, was sie anrichten, oder wenn sie es wissen oder ahnen, sind sie unehrlich und verlogen. Es ist zum K…..

      „Auf jedem Trecker, in jedem Stall wird dann zukünftig ein Grüner, ein Verwaltungsfachangestellter, ein Unbedarfter, ein Korrupter (muß, sonst geht in Mafia-D nix mehr) mitfahren / dabeisein.“
      Das ist teilweise auch heute schon der Fall. Die Erfolgsgeschichte einer produktiven , kapitalistischen Landwirtschaft endet mit der weitgehend abgeschlossenen Freisetzung vieler Arbeitskräfte und der sinnlosen Beschäftignung in meist urbanen „Bullshitjobs.“

      +7
      • Reinhard Seevers sagt

        Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie die Entwicklung der jetzt bereits kapitalintensiven Betriebe zukünftig aussehen wird, wenn die Produktionsstätten abgeschrieben sind und Folgeinvestitionen anknüpfen müssen…..
        Die letzten 30 Jahre hat man eigentlich immer eine Anpassung oder Weiterentwicklung hinbekommen, für die Zukunft sehe ich schwarz.
        Es wird wohl auf Investoren-gesteuerte Landwirtschaft zulaufen.

        +5
        • Arnold Krämer sagt

          Das sehe ich genauso. Die westdeutschen Betriebe sind meistens dann stark, wenn sie eine leistungsstarke Veredelungswirtschaft haben. Viele dieser Betriebe werden ab 2022/23 relativ viel Geld verlieren durch die Neuregelung bei der Umsatzsteuer und auch durch die neuen „GAP-Spielregeln“. Bei 80 oder 100 ha hat man nicht viele Möglichkeiten, Stillegung oder anderen „Schnickschnack“ zu betreiben. Bei 800 oder 1000 ha finden sich immer genug Flächen, um das EU-Geld weitgehend „abzugreifen“.

          +4
          • Thomas Apfel sagt

            Da muss einfach ein Gemeinschaftsmodell greifen, ähnlich wie in Holland.
            Zehn Betriebe mit 100 ha, die „auf Kante“ aneinandergepflügt sind, sind letztlich auch nichts anderes als ein 1000 ha Betrieb mit wenig Stuktur in der Landschaft, der dann 30 ha stilllegen muß. Was von Seiten der Landwirtschaft völlig versäumt wurde, ist die tatsächliche Landschaftsstruktur vor Ort mit in Anrechnung zu bringen (Sölle, Bauernwäldchen, Obstalleen und Streuobstwiesen, Hecken und Knicks usw.). Da wird ja von den „Feldblockpflegern“ an den Luftbildprogrammen der Ämter jedes Zipfelchen rausgerechnet und bei der Stillegungsverpflichtung die Feldblockfläche angesetzt. Vielleicht ist das im Westen nicht so, bei uns sind das schon mal 7 % Differenz zwischen Feldblockflächensumme und Grundstücksfläche.

            +5
            • Arnold Krämer sagt

              Wir haben hier im südlichen Weser-Ems-Gebiet und im südlich angrenzenden Münsterland duraus eine parkähnliche Landschaft, (auch über Google-Maps gut erkennbar) nicht vergleichbar mit den typischen Börderegionen oder den vielen zwangkultivierten Gebieten im Osten. Die Frage ist doch bei allem, ob D eine Agrar- und Regionalpoltik betrieben will, die mit kreativen Ansätzen den Betrieben hilft oder nicht. Die Erfahrung zeigt, dass Letzteres eher nicht gewollt ist.
              Und dann gibt es noch in etlichen Gemeinden ein objektives Problem, beschrieben mit dem Hut, unter den nur drei Bauern passen, wenn man vorher zwei totschlägt.
              Aber sonst haben Sie recht, auch mit den Flächendifferenzen.

              +4
              • sonnenblume sagt

                Abseits vom Thema – das Problem mit den drei Bauern und dem Hut ist doch nicht nur für unseren Berufsstand erkennbar. Siehe aktuell den politischen Bereich. Liegt wohl in der Natur unseres Volkes.
                Bei der jungen Generation der Landwirte ist eine konstruktive Zusammenarbeit schon sehr häufig gegeben.

                +1
              • Elisabeth Ertl sagt

                Wiederum: Die Landwirtschaft ist beileibe nicht der einzige Sektor, wo diese Beckmesserei jegliche Kreativität abtötet. Die Demokratie bringt auf ihrer Schattenseite den Populismus hervor, und der erzeugt wiederum das ideologische Denken, welches mittlerweile bereits an den Universitäten den unbefangenen Blick auf die Wirklichkeit und die Grundlagenforschung zerstört. Man verwechselt die Gleichheit vor dem Gesetz mit Gleichheit der Expertise. Jeder Patient darf dem Arzt vorschreiben, wie er ihn zu therapieren hat; jeder Schülervater, jede Schülermutter dürfen dem Lehrer vorschreiben, wie er zu unterrichten hat etc. Warum soll es den Bauern besser gehen?

                0
                • Reinhard Seevers sagt

                  In der Landwirtschaft hat das leider Auswirkungen auf alle Betriebe und deren Existenz. Das ist weder bei Ärzten noch bei Lehrern der Fall….

                  +2
                • Arnold Krämer sagt

                  Zum Streben nach Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit gesellt sich ein immer extremer werdendes Sicherheitsdenken. Die Gesellschaft wird bei der Verfolgung dieser Ziele an kollektiver Erschöpfung zugrunde gehen.

                  Das Arzt- oder Lehrerbeispiel passt nicht im Zusammenhang mit der Landwirtschaft, weil NGO’s und Medien nur sehr vereinzelt diese studierten Berufsstände angreifen. Im Bereich der Landwirtschaft meint man es offensichtlich mit dummen Menschen zu tun zu haben. Die Arroganz und Dummheit der Widersacher der klassischen Landwirtschaft ist unausstehlich.

                  +1
                • Elisabeth Ertl sagt

                  Bei uns herrschte vor allem in den Nullerjahren ein derart exzessives Lehrerbashing, an welchem sich sogar die Politik beteiligte, dass viele wegen Burnout in Frühpension gegangen sind und mittlerweile ein Lehrermangel herrscht. Das ist nur vergessen worden. Der Grund damals war, dass es für Jugendliche keine Arbeitsplätze gab und man aus der Schule ein Jugendghetto machen wollte, wo es zu keinen frühen Abschlüssen kommen sollte. Man hat die Lehrpläne in Richtung Infotainment umgestaltet und jegliche Verbindlichkeit daraus entfernt. An den Folgen leiden wir immer noch.

                  0
        • Inga sagt

          Auf chinesische Investoren?

          Weil unsere Leute lieber in Urlaub und Freizeit investieren?

          +2
  7. Schorsch Summerer sagt

    Bei uns und unseren Nachbargemeinden sollen demnächst 100 ha für den Brennernordzulauf zubetoniert werden. Da ist es dann offensichtlich wieder wurscht dass da Natur, eine Filze, ein Wasserschutzgebiet, ein Flussgebiet, Anwohner mit zukünftigem Bahnblick und landwirtschaftliche Flächen mit einer Schnellbahntrasse „beglückt“ werden.
    Aber eigentlich ist es ja eh schon egal. Die Autobahnverbreiterung braucht auch 400 Hektar. Wer wird dann so kleinlich sein. Macht man halt ein paar Ausgleichsflächen und importiert die Lebensmittel.
    Bolsonaro wird wieder das Zündholzschächtelchen für uns schütteln.

    +7
  8. Reinhard Seevers sagt

    Na dann Jungs und Deerns, Stifte und Taschenrechner raus, Formulare ausfüllen, Berater und Ämter anrufen und Anträge, Anträge, Anträge stellen.
    Hoffentlich wissen alle, was wie und wann in welcher Form umgesetzt werden muss.
    Hoffentlich wird kein m² Fläche mehr an Kommunen oder Industrielle verkauft, hoffentlich wird kein m² Fläche mehr für Infrastruktur mehr versiegelt, hoffentlich hört das Bauen von Einfamilienhäuser auf…..wers glaubt wird seelig.
    3% Fläche raus aus der Bewirtschaftung zzgl. Biodiversitätsmaßnahmen und Extensivierungen, zus. Ökologisierung….die verbleibende Fläche wird dann überdacht mit Gewächshäusern für regionale vegane Gemüse, Windkraft, Fotovoltaik usw.?

    +5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.