Bauer Willi
Kommentare 102

Etwas zum Nachdenken…

Heute mal zwei Posts gleichzeitig. Bin gespannt, welcher mehr interessiert

Ich mache es auch ganz kurz: denkt mal über die Definition im Bild nach. Mich erinnert das an was. An was erinnert es euch?

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102 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Nochmal zur Ergänzung zu Herrn Thomas Sanmann.
    Das Ptolemäische Weltbild mit Erde im Mittelpunkt des Universums, zwar als Kugel, aber trotzdem mit falsche Erkenntnis, war Stand der Wissenschaft, die gut zur christlichen Religion passte und von Selbiger auch mit massiver Gewalt gegen „Leugner“ oder „Ketzer“ verteidigt wurde. Im Moment spielen die Medien und Gruppen, die von entsprechenden Weltuntergangs – Aussagen „der Wissenschaft“ profitieren – eine ähnliche Rolle wie die Dominikaner und Jesuiten zur Zeit der Inquisition. Glücklicherweise nicht mehr mit den Machtmitteln Leib und Leben Andersdenkender derart zu bedrohen wie damals.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Es ist in den Medien eindeutig eine vorgefasste Botschaft zu erkennen. Gestern zwei Beispiele aus dem TV:

      1. Kartoffelbetrieb aus Niedersachsen sitzt auf seinen Pommeskartoffeln (nebenbei war der Beitrag aus Mitte Juli, also hochaktuell). Niemand will diese Massenware haben, sie werden wohl in die Entsorgung der Biogasanlage oder gar als Viehfutter enden.
      Im gleichen Beitrag das Gegenstück, ein Biobetrieb mit Hofladen aus dem Norden Berlins….er hat durch die hohe Diversifikation, die Kundennähe und seiner Qualitäten wenig Probleme, seine Kartoffeln abzusetzen….Fazit: Bio und Hofladen gut, Konventionell und Masse schlecht!
      2. Beispiel: Beitrag zur GAP. Illchmann als Beispielbetrieb des kleinen benachteiligten aber ökologisch vorbildlichen Milchviehhalters und Opfer des Pachtsystem, weil er seine Grünlandflächen an einen Schweinebauern verliert, der wahrscheinlich (Anmerkung der Redaktion) darauf Gülle entsorgen werde. Illchmann bekommt aufgrund der geringen Fläche weiterhin nur wenig Direktzahlungen, obwohl er doch die gute Seite repräsentiert.
      Als Gegenpart zeigt man einen 5000ha Betrieb mit 2000Kühen und verknüpft das dann mit der Direktzahlung von über 1 Million…Botschaft: die Großen bekommen fürs Nichtstun mehr Kohle, als der kleine, der die Welt retten könnte…

      Das geht tagein tagaus so….Kommentar zur GAP auf Tagesschau setzt das fort….

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  2. Smarti sagt

    Die Grünen-Wähler denken noch immer, sie würden mit ihrer Stimme die kleinen, schnuckeligen Betriebe vor der bösen „Landwirtschaftsindustrie“ retten. Wenn es so kommt wie ich befürchte wird die EU-Landwirtschaft dahingemetzelt und Deutschland macht glücklich den grossen Vorreiter. Wenn aber in Sachen Landwirtschaft ganze Arbeit geleistet wurde und natürlich in Folge auch die Biobetriebe krepiert sind, dann müsste eigentlich die Transportlogistik dran glauben um das „Fieber der Erde“ zu senken. Ist Krieg ökologisch ?

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  3. kritischer_Leser sagt

    Nachtrag: Der Halbsatz „…, denkt mal drüber nach!“ ist übrigens auch super beliebt bei den ganzen (anderen) Verschwörungstheoretikern. Suggeriert er doch dass derjenige, der nicht zur gleichen Erkenntnis kommt wie man selbst, entweder zu doof/faul ist (Schlafschafe) oder womöglich aus Absicht etwas anderes sagt, obwohl er genau weiß, dass es so ist (weil es ist ja auf jeden Fall zu 100% richtig was man selber denkt)!

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  4. Christian Bothe sagt

    Auch etwas zum Nachdenken. Würde das noch etwas erweitern in diesen Zeiten! Totalitäre Ideologie = totalitäre Regime und sozialistische Demokratie?
    zur Bekämpfung von Corona nicht verkehrt wie uns China heute zeigt. Haben momentan das Geschehen in Griff, anders wie der „Vielvölkerstaat“ Deutschland mit seinen förderal arbeitenden Landesfürsten. Selbst unser „Möchtergernkanzler“ Söder findet das nicht so gut in Pandemiezeiten…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wir haben ein Coronaproblem? Was hat dann der Rest Europas? Und chinesischen Angaben zu glauben, ist mehr als naiv…..find ich.

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      • Christian Bothe sagt

        Mit dem Glauben ist das immer so eine Sache ob bei uns, England, in China oder den USA. Bin da bei allen Angaben vorsichtig und die Medien sollten das auch sein…Das habe ich vorhin bei T-online gelesen, was die Situation in China betrifft R.Seevers. Ich denke die Angaben vom RKI und der J. Hopkins Uni sind zu gebrauchen.

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  5. Reinhard Seevers sagt

    „Landwirte handeln häufig aus wirtschaftlichen Zwängen heraus. Sie haben keine andere Wahl, als das Land geradezu industriell zu nutzen.“

    Katrin Böhning-Gaese, Direktorin Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum

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    • Mark Rössler sagt

      Bauen die Bauern da industrielle Institute und Gewerbegebiete?
      Wo lebt diese Dame? In Deutschland offensichtlich nicht, denn wir sind eine Industrienation zwischen VW und Siemens.

      Die Landwirtschaft ist aber eher Kleibäuerlich angesiedelt.

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    • Arnold Krämer sagt

      Einige haben immer noch nicht kapiert, dass Landwirtschaft „Wirtschaft“ ist.
      Mit der Bildung wird es in D aber ja auch immer schlechter.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Eine sehr gute/s Er-/Bekenntnis – und warum macht man aus dieser „Wirtschaft“ solche unfreie Subventionsabhängige auf unseren Höfen? Ist dort die Bildung so viel schlechter geworden?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ohne Subventionen gäbe es nicht einmal eine einigermaßen ausreichende Altersrente für Bauern.

          „70 Prozent des Agrarhaushalts fließen ins bäuerliche Sozialsystem
          Kein Wunder, dass bei diesem Missverhältnis die Zahlen der Sozialversicherung völlig aus dem Ruder laufen. Nur durch massive Subventionierung mit Steuergeldern kann das System aufrecht erhalten werden: Von den 5,2 Milliarden Euro im Agrarhaushalt des Bundes gehen 2,4 Milliarden Euro an die Rentenkasse, 1,1 Milliarden Euro an die Krankenversicherung und weitere 200 Millionen Euro an die Berufsgenossenschaften. Das sind 71 Prozent des gesamten Budgets – und bietet einen Vorgeschmack auf die Auswirkungen des ge- Effiziente Kundenberatung bei der AOK: Während bei Deutschlands größter Kasse ein Mitarbeiter 420 Mitglieder betreut, schafft die Landwirtschaftliche Sozialversicherung nur 273 Kunden – ausgleichen muss das der Steuerzahler. planten staatlichen Gesundheitsfonds. Diese insgesamt 3,7 Milliarden Euro Subventionen machen wiederum 60 Prozent des Budgets der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung aus. Die massive Unterstützung mit Steuergeldern begründet das Landwirtschaftsministerium mit der Sozialstruktur der Mitglieder: „Es gibt viel mehr Rentner als Einzahler, weil die Berufe heute seltener ausgeübt werden, die zahlreichen früheren Landwirte aber jetzt Rente beziehen. Das kann sich nicht von allein tragen“, erklärt Ursula Huber vom Bundeslandwirtschaftsministerium. Nach ihrer Aussage werde man nichts Grundsätzliches an dem System ändern. Dass eine deutsche Berufsgruppe in ein Zwangssystem einzahlen muss, und alle anderen nicht, werde nicht als Problem angesehen. Genauso wenig problembewusst gibt man sich auch im Bundeswirtschaftsministerium – ein Ort, an dem man vermuten könnte, dass man sich um unternehmerische Freiheiten und geringe Belastungen für die Wirtschaft kümmern würde.

          Quelle: Bund der Selbstständigen Baden- Württemberg

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Eine Bauern-Altersrente auf Hartz-IV-Niveau, in Summe vielleicht nicht einmal das, nachdem man über eine Lebensarbeitsleistung hinweg dort eingezahlt hat…

            Wo sehen Sie denn aktuell die wirklichen Bildungs- und Wissenslücken, welche Pfründesicherung wird hier denn betrieben!?

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          • Karl Timme sagt

            Herr Seevers,

            im Jahr der Wiedervereinigung habe ich den Vorschlag gemacht,
            wenn schon Zwangsversicherung, diese der gesetzlichen Versicherung, besser noch der Angestelltenversicherung (da hier immer noch ein „Zahlerzuwachs“ ist, Pyramide steht noch nicht auf dem Kopf) einzugliedern.
            Die Granden waren nicht bereit „Ihre“ eigene Versicherung aufzugeben. Der von Ihnen geschilderte Zustand war damals absehbar. Aber diese Chance wurde vertan.

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            • Ostbauer sagt

              Jeder selbständige Landwirt in den NBL hatte in den neunzigern die Wahlmöglichkeit.
              Ich bin in der Gesetzlichen geblieben.Die Beiträge waren und sind zwar ganz schön happig, aber je näher es an die Rente geht kommt das Lächeln zurück.

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              • Karl Timme sagt

                Ostbauer,
                meine Frau war im öffentlichen Dienst (45Jahre), ich kannte Ihre Beiträge (einschließlich Arbeitgeberanteil und VbL) und ich kenne ihre heutige Rente. Waren die Beiträge nicht weitweg von den meinen, so ist aber Ihre Rente mit meiner nicht vergleichbar (das über fünffache).

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        • Arnold Krämer sagt

          Der organisierte Berufsstand hat immer nach dem Staat gerufen. Das gehört in gewisser Weise zur DNA des Bauernverbandes. Und der Staat kümmert sich. Aus dieser „Nummer“ kommt man nicht mehr raus, es sei denn, dem Staat geht wirklich das Geld aus und es gibt nichts mehr zu verteilen. Aber bevor das passiert……, siehe aktuelle Corona-Hilfen über Schulden, Schulden, Schulden.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Das Problem wird auch bei der Privaten Krankenversicherung zum Drama führen, wenn die Geburtenstarken Jahrgänge zur Rente anstehen. Die Wenigsten Freischaffenden und Selbstständigen werden sich die hohen Kosten dann noch leisten können. ….Früh sterben wäre eine Lösung….:-(
            Oder es gibt doch noch eine Bürgerversicherung für alle?

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  6. firedragon sagt

    Emanzipation von der Wirklichkeit… ? ….
    Hab‘ lange über diese Wörter im Zusammenhang nachgedacht.
    Heißt doch, es wird eine Suggestion, also Täuschung, aufgebaut … wem sollte das auf Dauer dienlich sein … gerade im Agrarsektor … ?

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    • Es wurde oder wird noch eine Täuschung aufgebaut,
      z.B. Glutenfrei Quark für teuer Geld verkauft!
      oder die Bauern sind an der Umweltverschmutzung allein Schuld und andere Schuldzuweisungen.
      In der Situation ist die Täuschung ein Selbstläufer!

      Wenn die Wirklichkeit emanzipiert wird, also mehr auf Ökologie, Humanismus und Forschungsergebnisse, vertraut wird,
      ist sie ein Selbstläufer!

      Und die Ökologie wird menschlicher?

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    • brouss sagt

      Ein Beispiel für Emanzipation von der Wirklichkeit:

      In Bayern ist die Zahl der Bienenvölker von 2008……2017 von 152 000 auf 180 000 gestiegen. In 2018 hingen die Bäume so voller Obst, dass vereinzelt Äste heruntergebrochen sind.
      Aber man beginnt in 2018 mit einem Volksbegehren Bienensterben.

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    • Wird die Wirklichkeit, bzw, Wahrheit von der Täuschung emanzipiert, dann bekommt sie Oberhand und wird zum Selbstläufer.

      Alle neue nützliche Erfindugen sind wissenschaftlich auf Ökologie gesichert , …

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  7. Moin,

    ich nenne es eher Fanatismus (oder Sturheit 😀 ) in Kombi mit Populismus.

    Und das gibt es auf allen Seiten.

    Bedauerlich dabei: Kompromißfindung und Brückenbauen werden so immer wieder torpediert. Oft indem nur eine Seite der Medaille gezeigt wird, verkürzte Darstellung von Problemen. hinkende Vergleiche, Theorisieren von wegen was wäre wenn (also Probleme herbeibeschwören) oder Angst vor Veränderung allgemein (gilt für Verbraucher und Erzeuger gleichermaßen).

    Das hier könnte interessant sein:
    Robbers-Cave Experiment

    Siehe hier zur Gruppendynamik und Feindbildern (und es gibt immer jemanden, der uns spalten will, weil darin ein politisches und monetäres Interesse begründet liegt):
    https://youtu.be/YkgPxK66l5g?t=1852

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    • Reinhard Seevers sagt

      Andreas Reckwitz hat ja in seinem Buch „Die Gesellschaft der Singularitäten“ dieses Experiment von Ash auch thematisiert. Das Individuum der heutigen Gesellschaft will sich einer Gruppe zugehörig fühlen und gleichzeitig eine Individualität ausüben. Deshalb gibt es ja auch eine Uniformität der Gruppen, oder auch eine gleiche Art des Lebensstils. Das ist u.a. der Grund für lifestyle in Verbindung mit Körperkult, Jugendwahn ud Weltrettung…hängt alles zusammen. Leider ist die Gruppe der Landwirtschaft auserkoren, alle Bereiche der Singularismen auszufüllen und zu erfüllen: Nahrung, Landschaftsbildung, Artenschutz, Wasserschutz, Lebensgefühl, …..sie soll alle emotionalen Bedürfnisse erfüllen und jeder Gruppe ihre individuelle Erscheinung geben: Der Hofladeneinkäufer, der Baumumarmer, der durch die Landschaft Radelnde, der regional Einkaufende, der gesund sich Ernährende (bio-regional), der Weltrettende Bienenfreund. usw. usw…..
      Alle diese Wunschbilder hat der Landwirt zu erfüllen….ob er das kann oder nicht, interessiert erstmal nicht, die Forderungen stehen im Raum…Punkt!

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        • Brötchen sagt

          mal ne Frage:

          das ist doch irreführend….das wird jemand dann weggenommen. Also wie eine Reise nach Jerusalem..
          „Dem Kompromiss der EU-Staaten zufolge müssen die EU-Staaten künftig mindestens 20 Prozent der Direktzahlungen für diese Öko-Regelungen reservieren. Erfüllt ein Landwirt sie, bekommt er zusätzliches Geld.“

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        • Reinhard Seevers sagt

          Man scheint auch die Demokratie nicht wahrzunehmen…die EU besteht ja nicht nur aus Deutschland und seinen Ökojüngern…die anderen muss man mitnhemen. Wenn die das nicht wollen, kann man schlecht Frau Klöckner verantwortlich machen, es sei denn man will Ökodiktatur gegen alle anderen durchsetzen. Das geht eben nicht. DAS zu erkennen bedarf es etwas Gehirnmasse….

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        • Obstbäuerin sagt

          Sehr interessant finde ich auch im Artikel erwähnt: „…. Neu soll auch sein, dass die Hauptstädte künftig nationale Strategiepläne erstellen müssen, die von der EU-Kommission genehmigt werden müssten. Darin sollen sie darstellen, wie sie eine Reihe vorgegebener Ziele erreichen wollen, etwa die Erhaltung der Natur, den Klimaschutz und die Sicherung der Lebensmittelqualität…..“ Wer prüft dann aber, ob die Ziele erreicht wurden und wer legt die Ausgangsbasis fest. Ich ahne nichts Gutes.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Das ist eine typisch deutsche Idee…Bürokratie ohne Ende und keine Chance der Evaluation…Nicht mal die Gelder können die ordentlich verbuchen, wie sonst hätte Orban ein privates Fussballstadion mit eigenem Bahnanschluss bauen können. Unglaublich, wie naiv diese Menschen agieren.

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            • Der Orban kennt seine Tricks, wenn Sport gefördet wird.
              Und es egal ist, wer der Eigentürmer des Fossballstadion ist.

              Bei ihm kommt bestimmt noch Bestechung dazu..

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      • fingerphilosoph sagt

        Gewöhnt euch lieber beizeiten an den Gedanken, dass wir nächstes Jahr eine Grün-Schwarze oder Schwarz-Grüne oder womöglich gar eine Grün-Rot-Rote Regierung bekommen. Dann erst werden Nägel mit Köpfen gemacht, und für die Konvis dürften das Sargnägel sein.

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        • Brötchen sagt

          FP äh…..die wissen auch das Steuergeld gebraucht wird! und nächstes Jahr wird das Geld richtig knapp.

          Öko will nur Geld konsumieren. da bleibt nix über.

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        • Paulus sagt

          So wie es z.Zt. aussieht wird es ja mit einiger Wahrscheinlichkeit grün/schwarz oder schwarz/grün sein. Was grün/rot/rot betrifft setze ich immer noch auf einen gewissen Restverstand in den Reihen der Grünen, der dies hoffentlich verhindern wird. Wenn die Grünen im Sinne des Fortbestehens ihrer Partei strategisch denken, bleibt ihnen gar nichts anderes übrig als in manchen Dingen die Wege der Vernunft zu beschreiten.
          Ich gebe zu betont optimistisch zu sein.

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          • Wenn die GrünInnen wirklich der Realität in die Augen sehen wollen und das müssen sie, um etwas Nützliches zu bewegen,

            Dann müßten sie auch mehr die Sorgen der Bauern, die an der Basis der Ökologie arbeiten und anderen Unternehmer ins Auge fassen!

            Die Großindustrie ist da zu oberflächlich und deswegen eher unrealistisch!

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        • brouss sagt

          So schwarz sehe ich da nicht. Immer wenn Grüne Landwirtschaftsminister wurde , gab es sofort einen Skandal. Und dann war schnell Ruhe. Den mit der Zeit sehen sie dann die Realität.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Dann stellen wir ALLE auf Bio-Landbau um und fordern auch diese BIO-PRÄMIEN – unisono.

          Mal schauen, wer dann gehörig ins Schwitzen kommt…

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      • Paulus sagt

        Leute, ihr neigt zu Übertreibungen. Besonders an @Bauer Willi gerichtet: Bedürfnisse wie (nach Seevers) z.B. Nahrung, Landschaftsbildung, Artenschutz, Wasserschutz, Lebensgefühl usw. erfüllt ihr doch schon. Ich lebe im Rheinland und kann mir kaum eine spannendere Landschaft vorstellen. Gerade wegen der Vielfalt was die LW, Energieindustrie, Kultur usw. betrifft. Der Charme erschließt sich nur nicht jedem, zumindest nicht auf den ersten Blick. Versucht doch mal die Einwohner von Rommerskirchen oder Delhoven nach Köln oder D‘-dorf zu kriegen. Keine Chance! Wohlgemerkt, wir sind Zugezogene und meine Gattin ist nun wirklich eine Großstadtpflanze.
        Ich kenne auch manch andere Gegenden der Erde und behaupte nach wie vor, hier sozusagen im Garten Eden zu leben. Wer das nicht glaubt sollte nur mal die Fichten-Monokulturen und Weihnachtsbaumplantagen im Sauerland besuchen. Und dann versucht mal dort einen Hofladen mit knackfrischen Produkten zu finden.

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  8. Wolfgang sagt

    Also, ich entscheide mich für die Sämaschine. Ihr könnt sie ja gleich mal bei mir vorführen. Ein klitzekleines Problem: Uunterstellen könnt ihr sie bei mir (trotz Aussiedlerhof) nicht, und meine Schlaggrößen reichen nicht mal fürs Vorgewende bei fast so vielen Schlägen wie Hektaren. (Franken, Flurbereinigung war in den 1960ern.)

    Ne, im Ernst, uns wirft man eine Ausräumung der Landschaft und Monokulturen vor. Wenn ich dieses Video sehe, weiß ich, dass wir uns da (zumindest im Westen der Republik) kein schlechtes Gewissen einreden lassen müssen.

    Und höre ich im Morgenprogramm des Fernsehens, dass die EU-Agrarminister über Nacht beschlossen hätten, 30 % der Ausgleichszahlungen „umzuschichten“ für Ziele, die man nur mit zusätzlichen Kosten und weiteren Ertragseinschränkungen erreichen kann. Europa hat es ja scheinbar nicht nötig, dass es sich mit den Produkten, die es aufgrund der natürlichen Voraussetzungen erzeugen könnte, selbst versorgt, und denen auch abgibt, die diese Voraussetzungen nicht haben. Das überlässt man den Russen, Nord- und Südamerikanern, vielleicht auch Chinesen?

    Die Details zu der Agrarreform wird man ja im Laufe des Tages in den Fachmedien erfahren. Oder heißt es dann vielleicht wieder „bis zu 30 %“, sodass jedes Land machen kann, was es will? Damit die Franzosen, Polen, Ungarn, … ihre Landwirtschaft erhalten können, während Deutschland seine wirtschaftlich endlich zugrunderichten darf? Wie ja schon bei den Ausnahmen zur Beizung der Rüben und vielem Anderen mehr?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Jan van Aken hat doch schon vom „übelsten greenwashing aller Zeiten“ gesprochen….es geht den Grünen nicht weit genug, …..der Spiegel hat auch schon von einer Lüge Klöckners getitelt. Es scheint ja bestimmten Kreisen gar nicht weit genug zu gehen. Alles ist aus deren Sicht sogar noch schlimmer geworden, als es war. Tja, jetzt geht das Lesen und Interpretieren, das Transportieren von Fakten, Lügen und Wünschen wieder los….und die Komplexität wird wieder dazu führen, das die jetzt bereits wieder leuten Ökos die Oberhand gewinnen werden. Wer zuerst am lautesten einen raushaut, hat gewonnen.

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      • Brötchen sagt

        Reinhard hast Du die Vorschläge der Grünen auf Agrarheute gelesen, da kann einem schlecht werden.

        Das wird hier ein besseres Rumänien, wenn das so kommt.

        Das Interview mit Frau Klöckner auf DLF naja..kam gerade.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Aauszug aus den Forderungen: „Flächengebundene Tierhaltung mit maximal 2 Großvieheinheiten pro Hektar auf betrieblicher und regionaler Ebene“

            Geil, dass würde theoretisch eine Erhöhung der Tierzahlen bundesweit bedeuten…..denn die Mehrzahl der Betriebe, als auch der Regionen kommen gar nicht an die 2-GV Grenze heran. Wie blöd kann man sein?
            Die Dummheit ist wirklich allumfassend.

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            • Brötchen sagt

              Reinhard ja das schreiben die für die Unwissenden rein.

              Wie die das regional auslegen, ist dann die Frage.
              Weil heute ist ja die Tierhaltung vor allem punktuell konzentriert ist und nicht mehr gleichmäßig über die Fläche verteilt.
              Das wird man auch nie wieder erreichen.
              Die Bsp, die in den Medien gezeigt werden, wo das so ist, das ist alles Hobbylandwirtschaft. Davon kann keine Region leben.

              Es ist auch so ein Wust, das man da tagelang drüber diskutieren könnte.

              Diese Umschichtungssummen müßte man mal bsphaft kalkulieren, was das bedeutet.

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              • Thomas Apfel sagt

                Beispielhaft kalkulieren kann man folgendes: Die Kappungsgrenze bei 100.000,- € je Betrieb (Wunsch der Grünen) würde im Osten die zusätzlichen Gelder für 25 % Bio freisetzen (rd. 1,2 Mrd €). Im Gegenzug würden 80 % der ostdeutschen Betriebe nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können, es sei denn, die Tierzahlen werden insgesamt in Deutschland annähernd verdoppelt um die 2 GVE/ha zu erreichen. Wie wahrscheinlich das ist, kann sich Jeder an 10 Fingern abzählen. Es geht im Rahmen der Erkenntnis, dass die Gelder insgesamt nicht mehr werden, nur darum die konventionellen Betriebe zu Gunsten Bio zu bescheissen ! Die gesellschaftlichen Folgen für ganze Regionen sind den Öko-Protogonisten völlig schnuppe. Verlogener gehts kaum.

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                • Brötchen sagt

                  THomas das verstehe ich nicht….

                  „es sei denn, die Tierzahlen werden insgesamt in Deutschland annähernd verdoppelt um die 2 GVE/ha zu erreichen.“ denkst Du die werden das abziehen, wenn das nicht erreicht wird?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Immer schön aufpassen…GVE ist etwas anderes als GV….Das eine ist steuerrechtlich relevant, das andere eigentlich gar nicht mehr, da die Düngeverordnung die Düngung, und den Entzug in Verbindung mit der Tierart berücksichtigt. Evtl. noch für eine Agrarförderung, wo die 2GV- Grenze gilt.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Hallo @Brötchen, bringe mich doch mal auf Linie !
                  Ich bin bislang immer davon ausgegangen, dass wir in Deutschland auf die LN bezogen derzeit einen Durchschnittsbesatz von kurz unter einer GVE = GROßVIEHEINHEIT je ha haben. Bei dem Link, den Du eingestellt hast, reden die Grünen von „Flächenbindung bei maximal 2 GVE (Großvieheinheiten) je ha“. Das wäre nach meiner Rechnung, wenn alle das ausschöpfen würden (mal so theoretisch gesponnen) eine Verdopplung, oder nicht ?
                  Das hat mich etwas erstaunt, weil ja lediglich Demeter auf 2 GVE/ha zielt. Ich hatte die GVE-Berechnung bislang immer für eine Krücke zur Vergleichbarkeit des Tierbesatzes (Umrechnung auf 500 kg Einheiten) gesehen. Liege ich da falsch ? Jetzt bin ich etwas verwirrt .

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                • Brötchen sagt

                  Thomas GV ist gedacht zur groben futterkalkulation und für org. Dünger heute.
                  bin mir nicht sicher, ob die Grünen eine Erhöhung wollen.
                  in bb müssten wir die Bestände mehr als verdoppeln.
                  für regionaler Betrachtung je nach dem wie man die Grenzen zieht, gibt es bestimmt Probleme, weil das ja immer eine punktverteilung ist. in bb ist das auch so. wir haben recht wenige Haltungen. die sind gross.
                  z.b. Sachsen Anhalt hat einige riesige Anlagen mit Grössen Beständen, ein lk in Weser-Ems hat ein Vielfaches! Sauen.

                  bei Geflügel sicher ähnlich. wahrscheinlich milchkühen auch.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Der GV-Schlüssel basiert auf dem Lebendgewicht der Nutztiere (500 kg/GV). Er wird verwendet in der Agrarstatistik und für Förderungszwecke.
                  Der VE-Schlüssel (Vieheinheiten-S.) wurde im 3. Reich auf der Grundlage des Futterbedarfs der Nutztiere entwickelt. Er weicht geringfügig vom GV-Schlüssel ab. Er wird verwendet im Steuerrecht zur Abgrenzung von landw. Tierhaltung zu „gewerblicher“ Tierhaltung. Maßgeblich ist dann die VE-Staffelung, die ab 100 ha LF linear einheitlich 1,5 VE/ha zuläßt, darunter aber z. B. bis 20 ha auch 10 VE/ha. Die steuerlichen Begünstigungen bei landw. Tierhaltung haben dazu geführt, dass in vielen Gemeinden Nordwestdeutschland oft mehr als 3 oder 4 VE/ha (ungefähr dem GV-Besatz entsprechend) anzutreffen sind .
                  Der Kampf der NGO’s, der Grünen, etc. ist deshalb auch ein Kampf gegen die Veredelungsregionen im Nordwesten, die bekanntermaßen mehrheitlich „schwarz“ wählen, aber volkswirtschaftlich zu den Boomregionen in D gehören.

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            • Wolfgang sagt

              Da steht „maximal“. Und dass keiner auf die Idee kommt, GVs aus der reinen Ackerbauregion zu übertragen noch „regional“. Sonst wäre die betriebliche Ebene ja Beschränkung genug.
              Und dass die Bauern bei der Einhaltung solcher Grenzen kreativ sind, kennt man ja von den Tierhaltungs-KGs, deren einziger Hintergrund die Vermeidung einer Gewerblichkeit im steuerrechtlichen Sinn ist.

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            • Christian Bothe sagt

              Eine Ergänzung dazu, gerade gelesen: „Allerdings sind in Deutschland die Tierbesatzdichten extrem unterschiedlich. Während im Osten
              Deutschlands und in Hessen die Besatzdichten verbreitet unter 0,5 GV/ha liegen, gibt es insbesondere
              in Nordwest- und Süddeutschland Regionen, in denen die regionale Tierbesatzdichte über 2,5 GV/ha
              und die betriebliche in der Spitze über 4 GV/ha liegt.“

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              • Reinhard Seevers sagt

                Die GV-Zahlen sind ein Maßstab für nichts. Der, der zu wenig organischen Dünger hat, muss sich welchen zukaufen, und der, der zu viel hat kann ihn abgeben….nennt sich Handel.
                Die Kosten entscheiden über den Nutzen.

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                • Das wäre schön, wenn sich die Kosten durch den Nutzen benennen lassen würden.

                  Hoffentlich funkt da die Politik nicht zwischen mit Ökosteuern oder so…

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                • Thomas Apfel sagt

                  Genau das Problem haben Die überhaupt nicht auf dem Schirm !

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            • Arnold Krämer sagt

              Bei max. 2 GV/ha einzelbetrieblich wären die leistungsfähigen Betriebe im Nordwesten, (die bekanntermaßen auch Einkommensteuer zahlen) auf erhebliche Pachtflächen angewiesen, die ja dann nur von aufgebenden Betrieben stammen könnten. Der Strukturwandel, das Weichen würde sich noch einmal massiv beschleunigen gegenüber der jetzigen Situation. Die Grünen erkennen nicht die massiven Widersprüche ihrer agrar- und umweltpolitischen Forderungen.

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              • Arnold Krämer sagt

                Ergänzung zu meinen Hinweisen VE und GV weiter oben:
                Bei den GV-Einheiten werden Jahresdurchschnittsbestände zugrundegelegt, bei den Vieh-Einheiten teilweise (z. B. Ferkel, Mastschweine, Hähnchen) die Jahresproduktion.

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          • Wie sich das anhört:
            „Bloßer Flächenbesitz werde „vergoldet“, unabhängig davon, wie viele Leistungen für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz erbracht würden. “

            Soll da nur der Neid auf Besitz geschürt werden?
            Muß man nun schlechtes Gewissen haben, weil man Land besitzt?
            Es wird ja auch darauf gearbeitet (es wird in Schuß (nicht verwildern lassen) gehalten), genau wie auf dem Pachtland, oder?

            Manche Höfe haben mehr Pachtland als Eigentum.

            Soll das nicht belohnt werden?
            Die Erlöse, die man von den Feldfrüchten, die man darauf erntet bekommt, reichen ja noch nicht mal für den Unterhalt und Neuanschaffungen der Maschinen, die man dafür einsetzen muß!
            Ich dachte dafür sollte diese Subventionen sein, denn die Landmaschinenindustrie bietet ja auch sehr viele Arbeitsplätze.

            Wenn nun diese Subventionen an ökologischeres Wirtschaften geknüpft werden soll, dann ist das sinnvoll, aber nicht mit solchen Neiddebatten.

            Es ist richtig, dass man mit großen Maschinen auf großen arrondierten Flächen weniger für die Ökologie tut als in kleinen gebirgigen Wald- und Heckenreichen Gegenden!

            Die haben ja pro Fläche mehr Mühe und Arbeit mit kleineren Maschinen und die müßten dann auch mehr für ihr Fläche bekommen!

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          • firedragon sagt

            Wenn es nach den Grünen ginge und deren Vorstellungen von europäischer LW, dann gibt es ab 2032 keine LW in Europa. Gnädigerweise dürfte ja noch produziert werden, aber eigentlich soll die Gemeinwohlprämie sowas wie das H4 der LW werden.
            Kann mir mal jemand verraten, was die sich so während ihren Sitzungen einwerfen…
            Das ist alles voll der Stuss, wie soll bitteschön zusammenhängendes Biotop geschaffen werden, wenn das Pachtflächen sind ? Denkt in dem Laden überhaupt jemand?

            3+
            • Thomas Apfel sagt

              Das ist der „linke Ansatz“ auch bei den Grünen. Die tun so, als seien sie Eigentümer des Landes und könnten darauf agieren wie König, Kaiser oder Generalissimus. Vielleicht wird der Boden ja irgendwann verstaatlicht und wir sind dann alle Staatsbedienstete. Das haben allerdings noch nicht einmal die Kommunisten zu DDR Zeiten durchgezogen. Aus meiner Erfahrung gibt es dann schnell Versorgungsengpässe. Aber damit kann man es ja wie Marie-Antoinette´halten : „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen“ . Dabei sollten man nicht ganz vergessen, dass zu viel Unwissen ganz schnell lebensgefährlich werden kann .

              2+
              • firedragon sagt

                Herr Apfel, ich hab‘ das ja schonmal geschrieben – staatliche Ländereien können von mir aus gerne für so was herangezogen werden – Privateigentum unter Auflagen zu stellen geht (in meinen Augen) überhaupt nicht, ausser das Land wird vom Staat käuflich erworben. Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter …

                1+
                • sonnenblume sagt

                  Da kommt dann schnell das Argument, Eigentum verpflichtet. Also müssen wir mit Grund und Boden für das Wohl der Bevölkerung und der Umwelt sorgen. Wenn nicht freiwillig, dann staatlich verordnet.

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                • firedragon sagt

                  Nö – dann komm‘ ich mit dem gleichen Argument daher, nur eben anders herum: jeder der um sein Haus ein paar qm hat ist verpflichtet … auf die Aufschreie bin ich dann gespannt.

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          • Arnold Krämer sagt

            Gut so, …..dann muss man den Politikern aber auch das gesamte Geld (was sie sowie schon nicht mehr haben in Corona- und Nach-Corona-Zeiten) wegnehmen. Wie geht das?

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      • Jan van Aken ist ein Linker nebenbei 😉

        Um es sachlich zu halten. Jede einzelne Partei hat Anträge zur Landwirtschaft in den Bundestag eingebracht. Die EU ist von Konservativen geführt, CDU, CSU, ÖVP und Co. in der EVP-Fraktion. Da gibt es nur so viel Öko, daß Otto-Normal glücklich ist, aber ohne wirklich die Bäuerinnen und Bauern mitzunehmen. Bio als Selektionsfaktor, so daß nur Fremdkapital diese Reise bestehen kann (siehe Günther Fielmann mit seinem Biohof in Lütjensee).

        Hier das Antragsarchiv vom Bundestag:
        https://pdok.bundestag.de/index.php?qsafe=&aload=off&q=landwirtschaft&x=0&y=0&df=07.09.1949&dt=21.10.2020

        Denn was man sagt und was man tut, sind zwei Paar Schuhe (Stichwort Mercosur oder TTIP Chlorhühnchen).

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        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat Suhr: „Da gibt es nur so viel Öko, daß Otto-Normal glücklich ist, aber ohne wirklich die Bäuerinnen und Bauern mitzunehmen.“

          Otto-Normal ist also nicht der Maßstab für die elitäre Kaste der Politiker, insbesondere der LINKENund der GRÜNEN?
          Oder wie soll man das verstehen?
          Wie sollen denn BäuerInnen von wem mitgenommen werden?

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      • brouss sagt

        Die Grünen wollen halt den totalen K…. ääähhh totale Ökologisierung.
        Bei den Grünen hatten wir in den Anfängen das gleiche Problem, wie damals bei den Nazis:
        Es waren junge Leute, die nix gelernt hatten, aber die Welt verändern wollten.
        Es gibt doch einen Psychospruch:
        Wenn den Leuten ein bestimmtes Verhalten Probleme bereitet, dann will man seine Probleme durch immer mehr davon lösen, statt was anderes zu probieren.
        In dem Sinne sehe ich das Verhalten der Grünen.

        1+
  9. Reinhard Seevers sagt

    Das eine scheint der Versuch einer Art Weltverschwörung – Theorie zu formulieren, das andere ist der feuchte Träume eines Ackerbauern….hhhmmmm🤔

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    • Wolfgang sagt

      Wobei der „feuchte Traum“ aber keine Phantasie ist, sondern nur für uns nicht erreichbar.

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    • Bauer Willi sagt

      Den Kommentar verstehe ich nicht. Mir ist bei der Beschreibung „Monopol auf Wahrheit und Erkenntnis“ gleich etwas eingefallen.

      Das Video soll zeigen, womit sich andere beschäftigen, während wir hier Lerchenfenster anlegen und den Feldhamster aussiedeln.

      3+
      • kritischer_Leser sagt

        Mir auch!
        Monokausale Ausgangsidee: Wenn ich weniger Dünge/Spritze stirbt die Menschheit aus
        Messianisches Selbstverständnis: Grüne Kreuze!!!!1111
        Bipolares Freund-Feind-Schema: Die „Grünen“/NGOs vs. die geknechteten Bauern
        Monopol auf Wahrheit und Erkenntnis: 60 Jahre Biodiversitätsforschung sind quatsch, Werbezettel des IVA sind die heilige Schrift
        Einheit und Gleichförmigkeit: „Die Bauern“, „Die Gesellschaft“, „Die NGOs“, „Die Politiker“
        Fundamentale Verwerfung: Bauern an die Macht!

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        • Schmeckt gut sagt

          Na, kritischer Leser, wieder auf „Kreuzzug“? Schlüssige Argumentation Fehlanzeige?

          1+
        • Wie sind sie denn drauf, kritischer Leser?
          Wenn alle die Regeln der Natur kennen würden, so wie es früher war, als noch mehr in der Landwirtschaft gearbeitet haben,
          dann wüßten alle, dass ohne Dünger und Spritze die Discounter nu halb voll wären.

          Es gäbe dann nicht so überflüssig viel Milch und Sahne für die Eisdielen, die wären dann auch nicht mehr so frequentiert.

          Kennen sie den Sinn der Grünen Kreuze?
          Was haben sie gegen das Biopolare freund-Feind-Schema von den Grünen und HGOs gegen die Bauern? Die leben doch davon!
          Deswegen bemühen sie sich auch nicht um das Hintergrundwissen der Landwirtschaft! Denn dann müßten sie ihr doch Recht geben!

          Die Bauern wollen nicht an die Macht, die wollen die Macht in ihrem Bereich nur nicht verlieren!

          Was sind sie von Beruf, kritischer _Leser?
          Weiß ich da auch so viel Beschied wie sie von meinem Beruf?

          .

          1+
        • Ostbauer sagt

          @ kL
          Was ist das denn für ein Stuss?
          Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit allen möglichen „NGO`s“ auf der unteren Ebene vor Ort zusammen; ausgleichend ,kompromissbereit und ohne Ordnungsrecht.Und das klappt sogar sehr gut. Wer ist eigendlich so bekloppt und denkt wir würden uns hier die eigene Umwelt versauen?
          Es gibt auch sowas wie Selbstverwaltung. Wir brauchen hier keine „Welterklärbären“ aus „Wolkenkuckucksheim“, die meinen Sie wüssten was für uns gut ist!
          Stichwort „Biodiversität“- 60 Jahre Forschung- „Hm“; wir leben hier vor Ort und erleben dies 365 Tage im Jahr und wir reagieren auch auf die Auswirkungen.
          So kann das manchmal mit der Wissenschaft sein wenn sie Erkenntnisse regional runter zubrechen verucht. Irgendwann hat die „Wissenschaft“ auch mal behauptet; die Erde sei eine Scheibe.
          Eigendlich will ich damit nur sagen,; vertraut doch den Leuten vor Ort mehr.
          Dieses Vertrauen hab ich bei kaum einem Vertreter unserer heutigen Politik, das schmerzt, nervt und entmutigt!

          2+
          • thomas sanmann sagt

            die wissenschaft hat nie behauptet, die Erde sei eine scheibe, ich verstehe auch nicht die anführungszeichen. wissenschaft forscht, zweifelt und schaut weiter nach.
            eigentlich ging es hier doch um das, was willi oben zitiert hat: mündige kritik an
            -monokausalen erklärungsmythen
            -freund-feind denken
            usw.
            und was findet hier statt?
            allein das wort ngo reicht aus, sich der diskussion – und nichts anders findet statt – zu entziehen.
            es geht nicht um versorgungsssicherheit in der der deutschen LW, ein grosser teil der produktion wird exportiert. ist ja auch ok, aber argumentieren Sie doch bitte nicht so. stimmt einfach nicht…
            es geht doch eigentlich uns allen darum, wie wir unser leben und wirtschaften die nächsten jahre gestalten. und als konsument – ich hab das hier schon mal gesagt – rede ich selbstverständlich mit, wenn es um die produktion meiner lebensmittel geht, genauso, wie bei autos, wohnungen oder sonst was, tun Sie doch auch und zwar mit recht.
            also: bitte kein schwarz/weiß
            andere meinungen haben auch ihr recht
            meinung ist nicht gleichbedeutend mit wahrheit

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            • Thomas Apfel sagt

              Na ja, Herr Sanmann,
              es gibt schon eine Übermacht der (Spendenbereitschaft generierenden) Negativmeldungen und in dem Zusammenhang so gut wie keine Bereitschaft ehrlich mit uns Landwirten umzugehen. Die ganze Diskussion ist so mit Gift und Galle „veredelt“, dass weder nach tatsächlichen Zusammenhängen gesucht und untersucht wird, noch irgendein Ergebnis, dass nicht dem beschworenen Weltuntergangsszenario entspricht, in die „Diskussion einfließt. Und wer den Glaubensätzen der „Weltuntergängler“ nicht bedingungslos folgt ist in der folgenden Reihenfolge der Mengenlehre: “ Artensterbenleugner — Klimaleugner —- Verschwörungstheoretiker — Faschist“.

              2+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Auch wenn ein Teil der deutschen Lebensmittelproduktion exportiert wird, liegt der Selbsversorgungsgrad unter 90%.

              https://www.topagrar.com/mediathek/fotos/verschiedenes/lebensmittel-selbstversorgungsgrad-in-deutschland-12028967.html

              Deutschland ist das einzige Land, wo die Verbraucher meinen, man kann alle Lebensmittel weit billiger auf dem Weltmarkt kaufen, eine fatale Einstellung, wenn tatsächlich einen Engpass bei der Lebensmittelversorgung käme.

              2+
              • Erstmal das
                und
                der Umweltaspekt, also die Regionalität.

                Uns das Aussnutzen der Region wo es herkommt, da kann man ja die Menschen aber auch die Umwelt belasten.
                Und das wollen wir doch nicht auf unser Gewissen laden, oder?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Export Herr Sanmann ist also nur gut für diejenigen, die Kaffee, Bananen, Tee und co. importieren. Der deutsche Bauer darf und soll nur das erzeugen, was der Verbraucher ihm nach dem Import übriglässt? Hoffentlich ändert sich das Klima schnell, damit wir unsere Bananen selbst erzeugen können……Mann, Mann, Mann

              1+
              • Wozu brauchen wir Bananen? Wir können doch auch einheimische Äpfel und Birnen nehmen, oder? Vielleicht schätzt der Verbraucher dann auch die verschiedene Sorten mehr, so dass wieder ältere und mehrere zum Anbau kommen, denn das unterstützt unsere Biodiversität, oder?

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              • thomas sanmann sagt

                natürlich ist export auch für den deutschen bauern ok, hat aber nix zu tun mit der von ihnen immer hochgehaltenen versorgungssicherheit

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Das ist erklärungsbedürftig, Herr Sanmann.
                  Großbritannien z.B. hat einen Selbstversorgungsgrad von 49%. Wenn man diese Abhängigkeit auch hier gerne möchte, dann bitte schön….erpressbar zu sein gibt wenig Handlungsspielraum.

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          • Thomas Apfel sagt

            Hallo Ostbauer, ich kann Dir gerade keinen Punkt geben, weil da wegen „Rotfinger“ ein Dislike draus wird.
            Das was Du beschreibst, ist Praxis in den meisten Betrieben. Wir arbeiten vor Ort mit NABU, Imkern und Pflegeverband gut zusammen. Wir sehen, genau wie Du es sagst, jeden Tag was draußen kreucht und fleucht. Wir sind sogar weiter gegangen und haben mit NABU Leuten erfasst was genau da ist. Da sind ja begeisterte Beobchter dabei, die auch viel finden (wollen). Wenn du als beteiligter Landwirt aber dann die Zahlen haben willst, ist „Ende Gelände“.
            Wir haben Erfassungen zu Vögeln mit positivem Trend, wir haben botanische Erfassungen, eine mehrjährige Beobachtung von Wildbienen über Experten. Alle Ergebnisse, vor allem wenn sie positiv sind (und das sind sie fast durchgehend), verschwinden und ich als Beteiligter muß bitten und betteln Einsicht zu bekommen. Ich hab das sowas von satt, dass ich auch die eigentlich gute Zusammenarbeit vor Ort beenden werde, wenn nicht auch die positiven Zahlen verfügbar gemacht werden. Die NABU-Regionalgruppe hier vor Ort hat jedenfalls von den Oberstrukturen mächtig eins auf den Deckel bekommen, weil wir vor zwei Jahren die positiven Zahlen in Veröffentlichungen genutzt haben. Seitdem bekommen wir nur noch allgemeine Einschätzungen und keine konkreten Zahlen, weil wir nicht in der Lage sind die Zahlen,( die ja auch Eigentum des NABU sind, wie betont wird!)
            überhaupt richtig zu bewerten.

            3+
            • thomas sanmann sagt

              moin herr apfel, ich kann das kaum glauben, was sie da schildern, aber im gegensatz zu den meisten beiträgen hier hören sie sich sachlich an. können sie mir weitere infos zukommen lassen?
              ich selber bin großstadt-mensch und werd das auch bleiben, allerdings werd ich mich auch weiter einmischen, wenn ich das für richtig halte.
              eigentlich war es doch mal anspruch dieser seite und von lsv, mit stadtmenschen/konsumenten ins gespräch zu kommen…
              lieber herr apfel, sie sind hier eine ausnahme, der tonfall ansonsten ist nicht hilfreich, wenn man es denn ernst meint.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                In der Tat,
                Thomas Apfel hat ein hervorragendes Fachwissen, das er auch hervorragend zu Papier zu bringen tut.
                Aber die meisten anderen Beiträge als mehr oder weniger als unsachlich darzustellen und das von einem Stadtmensch ohne Fachkenntnis in Sachen Landwirtschaft ist schon ein starkes Stück.
                Denken sie auch mal an den Tonfall, den sie selbst einfordern.

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                • thomas sanmann sagt

                  naja, das ist genau der ton, den ich meinte…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Das ist normal, in Diskussionen mit Fachfremden und nicht Betroffenen werden lediglich rethorisch Gleichwertige als Gesprächspartner akzeptiert. Ist eine Art dem anderen seine intellektuelle Überlegenheit zu demonstrieren, und die Gruppe versuchen zu spalten. Hab ich Dutzendfach erlebt.. ..das ist auch der Grund, warum es keine wirkliche Kommunikation geben wird.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ thomas sanmann

                  Genau der Tonfall, den hauptsächlich die Vertreter der NGOs gegenüber den Bauern anschlagen.
                  Beim Volksbegehren in BW gingen die soweit, dass sie den Bauern unterstellten, dass sie das geschriebene nicht mal lesen könnten.
                  Um es drastisch zu sagen, ich bin nicht bereit den Depp zu spielen.

                  1+
          • Reinhard Seevers sagt

            Inga, den Beitrag haben wir doch bereits diskutiert…..das ist der größte Unsinn ever.

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            • Ja schon von der einen Seite,
              aber ich wollte doch dem krtischen_Leser nur deutlich machen, dass er für seine so billigen Lebensmitel die Kosten, die deswegen in der Ökologie entstehen wieder durch mit Steuergelder bezahlt!

              Naturprodukte wie Lebensmittel können keine billige Ramschware sein,
              denn ihr intensiver Anbau ist nun mal ein Einschnitt in die Ökologie!

              So kommt man dem Widerspiegeln des wahren Preis etwas näher!

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