Alois
Kommentare 7

“Du sollst Dich ändern…!”

Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir ganz genau, wer der einzige Mensch ist, den wir wirklich ändern können…

 

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7 Kommentare

  1. Zahn sagt

    Gandhi war keineswegs gegen Kampf, Kampf mit Worten, Worte sind stark und können Herzen entflammen…sonst gäbe es ja nicht das neue Maasgesetz gegen freie Meinungsäusserung.

  2. “….Du musst Dein Leben ändern.” lautet auch die letzte Zeile in einem bekannten Gedicht von Rilke (“Archaischer Torso Apollos”) Derselbe Dichter schrieb im “Stundenbuch” vor genau hundert Jahren:

    “…Sie nennen Fortschritt ihre Schneckenspuren,
    Und fahren schneller, wo sie langsam fuhren,
    Und fühlen sich und funkeln wie die Huren,
    Und lärmen lauter mit Metall und Glas.

    Es ist, als ob ein Trug sie täglich äffte,
    Sie können gar nicht mehr sie selber sein.
    Das Geld wächst an, hat alle ihre Kräfte,
    Und ist wie Ostwind groß und sie sind klein…”

    • Stadtmensch sagt

      Jetzt bloß nicht sentimental werden! Die feinen Geister hatten schon immer Probleme mit dem bewusstlosen Streben nach Irgendwas. Der 2D-Raum zwischen Neugier, Spieltrieb und Grübelei braucht einen neuen Schwerpunkt (mehr Richtung Grübelei natürlich)
      😉

      “Von allen Werkzeugen, die der Mensch besitzt, ist das erstaunlichste zweifellos das Buch. Die anderen sind nur verlängerte Werkzeuge seines Körpers: Mikroskope, Teleskope sind eine Verlängerung seiner Sicht; das Telefon ist die Verlängerung seiner Stimme; dann gibt es da noch den Pflug und die Waffen, die nur Verlängerungen seines Armes sind. Aber das Buch ist etwas anderes: Das Buch ist eine Verlängerung des Gedächtnisses und der Vorstellung.”

      – Jorge Luis Borges –

  3. AdT sagt

    Ein großer Nachfrager von “Veredelungs”-Produkten war Gandhi jedenfalls nicht. Gandhi sorgte auch für Veränderungen in Dingen, die andere im Angesicht des Leids auf der Welt für geringfügig und vernachlässigbar halten. Gandhi war auch ethischer Vegetarier.

  4. Lieber Willi, danke für die Erinnerung an einen weisen Menschen, der tatsächlich viele Menschen und damit die Welt verändert hat.

    Man beklagt seine ach so schwere Lage, dabei ist es doch eine geradezu leichte Welt im Vergleich zur damaligen des Zitierten. Er hat uns gezeigt, dass nicht alles immer ausweglos und unveränderlich ist. „Sachzwänge“ sind meist menschengemacht, wenn es nicht gerade Naturkatastrophen sind.

    Er hat uns auch gezeigt, dass nicht die anonyme Aggressivität, sondern menschliche friedliche Zuwendung und der faire Streit die stärkere Wahl ist. Es war die Suche und das Festhalten an der Wahrheit, die, wie wir alle wissen, nicht immer leicht oder gar vollständig zu finden ist.

    Wenn wir aus der Geschichte lernend hinschauen, erkennen wir, dass viele Bedingungen, welche heute für uns so selbstverständlich sind, von genau solchen Menschen unter dem Einsatz ihres Lebens für unser heutiges Wohl verändert wurden.

    Bauern sind in der Geschichte nicht immer mit dem Anspruch auf politische Unterstützung oder Fördergelder auf die Welt gekommen. Im Mittelalter mussten sie von dem wenigen, was sie hatten so viel abgeben, dass sie selbst furchtbar hungerten.

    Erst in den Zeiten der humanistische Zuwendung änderte sich das. Diese Zeit war immer mit der Suche nach der Wahrheit verbunden. Es war die Zeit der Aufklärung.

    Heute in einer Zeit, in der Maschinen immer mehr für uns das Denken abnehmen, kehren wir immer mehr in das Zeitalter zurück, in denen wir Menschen an unseren leichtfertigen Unwahrheiten festhielten.

    Der Selbstbetrug ist so einfach. Wir schließen uns Mehrheiten an und erklären es zur Wahrheit.

    Ich mag nicht auf den Tag warten, an dem die Erde wieder eine Scheibe ist und Menschen anderer Meinung auf dem Scheiterhaufen enden. Deshalb habe ich das geschrieben.

    Nein – Du sollst Dich nicht ändern, aber Du kannst und Du darfst umdenken. Jeder kann sich auf die Suche nach der Wahrheit machen und die leichtfertige Mehrheit erst einmal bei Seite lassen.

    Wir werden am Ende die Welt bekommen, die wir mit „unseren Wahrheiten“ geschaffen haben.

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