Bauer Willi
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Brief an die Menschheit

Der Brief passt ganz gut zum heutigen Tag….(ist aber nicht von mir). An so einem Tag darf man ja auch mal was zum Nachdenken bringen. Aber Achtung, der Brief ist lang,

Liebe Menschheit,

zugegeben, es kommt mir ein bisschen komisch vor, einen Brief an dich zu schreiben. Briefe schreibt man normalerweise an einzelne Personen oder zumindest an eine überschaubare Gruppe von Personen. Nicht gleich an alle Personen auf diesem Planeten auf einmal. Ich bin mir nicht einmal sicher, welche Anschrift ich auf den Umschlag schreiben soll. Und ich rechne irgendwie auch nicht mit einem Antwortbrief. Nichtsdestotrotz: Es ist an der Zeit, dir zu schreiben.

Mir ist schon klar, dass ich kaum hoffen kann, dich mit diesem Brief überhaupt als Ganzes zu erreichen – vor allem, wenn man bedenkt, dass zur Menschheit ja nicht nur alle jetzt gerade lebenden Menschen zählen sondern eigentlich alle Menschen aller Zeiten. Alleine rückblickend sind das schon gut 107 Milliarden! Hinzu kommen die Menschen, die erst noch auf die Welt kommen. Hoffentlich werden das noch viele sein! Aber zu dem Punkt komme ich weiter unten nochmals. Erst möchte ich einen Blick zurück werfen.

Liebe Menschheit: Wir haben schon eine ganz schöne Strecke hingelegt!

Wohl kein anderes Wesen auf diesem Planeten hat seine Umwelt so stark geformt wie du. Angefangen hat das vor zirka 200.000 Jahren. Damals gab es noch keinen Nobel-Preis für die geniale Idee, sich mit den Fellen anderer Tiere vor der Kälte zu schützen, oder dafür, herauszukriegen, wie man Feuer macht. Auch die Erfindungen des Speers und der ersten Sandalen blieben in dieser Hinsicht weitgehend unbeachtet, obwohl das alles echte Meilensteine waren, mit denen du dich gegen die Elemente behaupten und den ganzen Planeten besiedeln konntest!

Du warst nicht schon immer so auf Zack. Lange, lange Zeit warst du bloß eine kaum bemerkenswerte Spezies in ihrer kleinen Nische in der Mitte der Nahrungskette, die kaum mehr in der Lage war, ihre Umwelt zu formen, als es Gorillas, Schmetterlingen oder Tiefseequallen möglich ist. Damals hieltest du dich leidlich mit dem Sammeln von Beeren und dem Erlegen von Insekten und Kleingetier über Wasser. Vielleicht fandest du auch mal einen Kadaver, den jene deutlich stärkeren Jäger übrig gelassen hatten, vor denen du sonst allzu oft um dein eigenes Leben rennen musstest.

Wusstest du eigentlich, dass eine einzelne Bande Schimpansen eine größere genetische Diversität aufweist als die Gesamtheit aller 7 Milliarden Menschen, die heute auf der Erde leben? Die Wissenschaftler nehmen an, dass dies daher kommt, dass du an einem Punkt in deiner Geschichte beinahe ausgestorben wärst, sodass die heutigen Menschen alle von einer sehr kleinen Gruppe Überlebender abstammen. Diese Tatsache sollte dich zur Bescheidenheit anhalten. Es ist sozusagen fast schon ein Wunder, dass es dich überhaupt noch gibt auf der Welt!

Rein von der Physis her sind die Vertreter deiner Spezies im Vergleich zu vielen anderen Tieren recht schwächliche Kreaturen. Welches andere Tier kommt unter solchen Komplikationen und derart hilflos zur Welt und bleibt dann auch noch über Jahre hinweg so hilflos? Ein neugeborenes Lamm macht in wenigen Minuten nach seiner Geburt seine ersten Freudensprünge. Ein Menschenkind hingegen kriecht ein ganzes Jahr lang hilflos umher. Andere Tiere weisen spezielle Sinne, Reflexe und körperliche Anpassungen auf, mittels derer sie in ihren Habitaten sportliche Weltrekorde aufstellen. Doch die Vertreter deiner Spezies machen in keiner Umgebung eine wirklich glückliche Figur. Und doch verbirgt sich in dieser vordergründigen Schwäche auch deine Stärke, die es dir erlaubt hat, dich von der afrikanischen Savanne bis an die Pole auszubreiten, Gipfel zu erklimmen, den Grund des Meeres zu erforschen, ja, sogar den Mond zu betreten! Eine beachtenswerte Leistung.

Manche Menschen meinen, du solltest dich weiter ausbreiten, das Sonnensystem, ja, das ganze Universum besiedeln! An sich keine schlechte Idee – und wenn schon bloß, um deiner Auslöschung zu entgehen, falls eines Tages mal wieder ein massiver Meteor auf den Planeten plumpsen sollte. Das wäre ja schon ein bisschen schade. Aber ehrlich gesagt, bin ich doch der Meinung, dass es noch ein bisschen früh für dich ist, die Flucht auf andere Planeten anzutreten. Zunächst einmal solltest du vielleicht mal probieren, ein paar deiner Probleme auf deinem aktuellen Heimatplaneten in den Griff zu bekommen? Denn man kommt doch nicht umhin zu konstatieren, dass deine Anwesenheit hier für einige Probleme gesorgt hat: globaler Klimawandel, Schrumpfen der Regenwälder, Plastik in den Meeren, Radioaktivität, Artensterben. Das kann schnell auf die Stimmung drücken, wenn man sich das so anschaut. Manchmal scheint es fast so, als würdest du mehr Schaden als Nutzen bringen!

Oft begegne ich sogar Vertetern deiner eigenen Spezies, die der Meinung sind, es wäre besser für den Planeten, wenn es dich gar nicht gäbe! Ich hoffe, ich kränke dich nicht, wenn ich dir offen sage, liebe Menschheit, dass es Menschen gibt, die dir nicht über den Weg trauen, die auf dich verächtlich herabschauen, und die dich nicht leiden mögen, weil sie meinen, du versaust den Planeten nur. Ich möchte eilig hinzufügen, dass ich mich selbst nicht zu denjenigen zähle, die das meinen! Misanthropie lag mir schon immer fern, denn im Grunde ist das ja eine Form der Selbstverachtung.

Wo aber rührt dieser Argwohn dir gegenüber her, liebe Menschheit? Bei genauerer Untersuchung habe ich festgestellt, dass diejenigen, die diesen Argwohn gegen dich hegen, ein gewisses Menschenbild mit sich herum tragen, das aus meiner Sicht falscher kaum sein könnte: Sie sehen die Menschheit als eine widernatürliche Erscheinung an, die den Widerpart zu einer romantisch verklärten, idyllischen Natur bildet. Das halte ich für eine naïve, wenig konstruktive Sichtweise, von der wir uns so rasch wie möglich verabschieden sollten. Um diese Sichtweise jedoch erst einmal zu verstehen, müssen wir ganz am Anfang beginnen.

Die Erde entstand vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren. Zunächst war sie nicht viel mehr als ein einsamer Klumpen heißen Gesteins im Weltall. Es sollte noch über eine Milliarde Jahre dauern, ehe sich das Leben darauf auszubreiten begann. Ab da brauchte es wiederum zwei weitere Milliarden Jahre, bis die ersten mehrzelligen Pflanzen das Licht der Sonne erblickten. Dann, eine weitere Milliarde Jahre später, kam es zur sog. „Kambrischen Explosion“, bei der eine völlig neue Art von Lebewesen die Weltbühne betrat: das Tier.

Das war nun vor etwa 500 Millionen Jahren. Wir wissen nicht, wie das Auftauchen der ersten Tiere von der Pflanzenwelt aufgenommen wurde. Aber wenn man bedenkt, dass Pflanzen im Allgemeinen ja eher einem ruhigen Lebenswandel frönen, meist mehr oder weniger an einer Stelle verharrend, das Grün der Sonne entgegengestreckt, die Wurzeln ins Erdreich getrieben… dann erscheint es doch nicht allzu weit hergeholt, dass die Pflanzen das plötzliche Gewusel um sie herum gewissermaßen als Stress und Hektik empfunden haben könnten. Aus Pflanzensicht – so lässt sich wohl vermuten – war das Auftreten der Tiere gleich dem Einfallen der Barbarenhorden. Barbaren, die nichts von der guten Sitte hielten, ihre Wurzeln im Boden zu lassen, und die stattdessen wild polternd umherzogen, mal hier, mal da. Und was sicherlich das Barbarischste an ihnen war: Sie fraßen Pflanzen!

So gesehen, war das Auftreten der Tiere für die Pflanzenwelt also wohl alles andere als ein Grund zum Frohlocken. Die Evolution macht jedoch keine Pause. Zweifellos wurde das Leben auf der Erde durch das Auftreten der Tiere spannender – so, wie die Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt. Eine Welt nur mit Pflanzen darauf ist vielleicht ganz nett anzuschauen – aber auch ein bisschen langweilig. Und als der Planet nur ein schnöder Gesteinsklumpen war… naja, von denen gibt es im Universum ja ohnehin schon mehr als genug, oder?

Nun aber zurück zu dir, liebe Menschheit. So, wie das Auftreten der Tiere die Pflanzenwelt durchrüttelte, so brachtest auch du durch dein Auftreten das bereits eingesessene Leben auf der Erde zum Erzittern. Denke daran: Du bist ja praktisch eben erst hier angekommen! Tiere gab es vor dir schon 2.000 mal länger als deine gesamte bisherige Existenz. Pflanzen 7.000 mal länger. Aber mir geht es bei alledem nicht darum, Demut in dir hervorzurufen. Denn ein Phänomen bist du allemal. Das nimmt dir keiner!

Obwohl auch du im Grunde eine Tierspezies bist, so bist du doch anders als all die anderen. Wie schon gesagt, tust du dich ja nun nicht durch deine physischen Eigenschaften hervor, die tatsächlich eher ein Grund zur Demut sind. Das, was dich hervorhebt, ist dein Verhalten. Speziell: dein ausgeprägter Hang zur Technik. Zwar gibt es freilich durchaus andere Tiere, die „künstlich“ in ihre unmittelbare Umwelt eingreifen – man denke an Biberdämme und Termitenbauten. Aber im Vergleich zu dir sind das alles Dilettanten. Das Wort „Technik“ verwende ich hier im weitesten Sinne: Es soll all jene Verhaltensweisen umfassen, die das Verhältnis einer Art zu den Naturgewalten beeinflussen: Werkzeuge, Hausbau, Kleidung, Kommunikation, Schrift, Transportmittel, Computernetze, Weltkonzerne, Geldsysteme usw.

Seitdem du den Boden dieses Planeten betreten hast, bist du ein wahrer Weltmeister darin, technische Systeme zu kreieren, mit denen du dich über die Naturgewalten hinwegsetzt. Angefangen hat das mit den ersten Hüttchen, mit denen du dich vor Wind und Wetter geschützt hast. Inzwischen schneidest du deine Artgenossen auf und nähst sie wieder zu, und schlägst so selbst dem Tod ein Schnippchen! Die Technik ist deine Natur. Doch so, wie ein Fisch nicht weiß, dass er im Wasser schwimmt, so unterschätzt auch du, wie sehr du von der Technik abhängig bist, und wie massiv ihre Auswirkungen sind. Nimm beispielsweise deine durschnittliche Lebenserwartung. In deinen ersten Tagen wurde kaum ein Vertreter deiner Art älter als 30. Ein Großteil starb bereits im Kindesalter. Glücklich, wer alt genug wurde, um selbst Kinder zu bekommen! In der Wildnis, dicht am Busen von Mutter Natur, ist das die normale Härte: Von der „glücklichen“ Entenfamilie mit ihrem Dutzend Küken, die munter hinter der Entenmutter her schwimmen, bleibt bis zum Winteranfang vielleicht gerade einmal die Hälfte übrig!

Die Technik ist ein Teil von dir, liebe Menschheit. Dein Verhältnis zu ihr weist Parallelen zum Verhältnis der Bienen zu den Blumen auf: Die Bienen sammeln den Blütennektar und verbreiten dabei den Pollen der Pflanzen. Die Menschen ziehen ihren Nutzen aus der Technik – und umgekehrt kann sich die Technik nur mit Hilfe der Menschheit verbreiten und vermehren! Und wie du ihr geholfen hast, liebe Menschheit! Die Technik ist inzwischen so omnipräsent auf der Oberfläche dieses Planeten, dass mit ihr eine völlig neue Biosphäre entstanden ist, welche die Anpassungsfähigkeit des Lebens auf der Erde herausfordert – eine Technosphäre! Eine Ökologie der interagierenden Technologien, deren Evolution mit deinem Erscheinen ihren Anfang genommen hat. Ihre Auswirkungen auf das irdische Leben sind kaum zu ermessen, und sie stehen in ihrer Tragweite dem Auftreten der ersten Tiere vor 500 Millionen Jahren in nichts nach. Aus der Perspektive der biologischen Evolution ist auch das alles „Business as usual“. Die Natur baut immerzu auf dem bereits erreichten Komplexitätsniveau auf: Die Biologie baut auf der Chemie auf, das Bewusstsein auf der Biologie, die Ratio auf dem Bewusstsein, die Technologie auf der Ratio. Aus der Perspektive des Lebens auf der Erde hingegen ist das alles eine Ungeheuerlichkeit! Mir fällt keine andere Spezies auf diesem Planeten ein, der es gelungen wäre, einen neuen Zweig der Evolution zu schaffen. Einen evolutionären Zweig außerhalb der kohlenstoffbasierten DNA-Träger. Eine nicht-genetische Evolution auf Siliziumbasis! Und auch wenn du es wohl nie bewusst darauf angelegt hast, so lässt sich doch nichts Geringeres feststellen. Deine Anwesenheit hat das Antlitz der Erde fundamental verändert. Die Auswirkungen daraus werden noch Jahrmillionen spürbar sein. Das ist dein Tun, liebe Menschheit. Und doch scheinst du dir dessen weiterhin kaum bewusst zu sein. Wie gedenkst du, damit umzugehen?

Ja, ich verstehe schon: Das alles ist leichter gesagt als getan. Nicht zuletzt, weil du, liebe Menschheit, kein einzelnes, denkendes Subjekt bist, sondern ein Kollektiv aus mehreren Milliarden relativ lose organisierten Individuen, von denen jedes einzelne seine eigenen Vorstellungen, Gedanken, Wünsche und Interessen hegt. Du bist biologisch schlicht nicht darauf ausgelegt, auf einer planetaren Stufe zu denken. Nichtsdestotrotz erscheint mir genau das als das dringlichste Problem dieser Zeit. Du stehst am Scheideweg. Darum schreibe ich dir diesen Brief.

Was deine Zukunft betrifft, so sehe ich zwei unterschiedliche Pfade voraus, die du von hier aus beschreiten kannst, um dein koevolutionäres Verhältnis zur Technik fortzuschreiben: eine Utopie – und eine Dystopie. Fangen wir mit Letzterem an. Jede koevolutionäre Beziehung – ob diejenige zwischen Bienen und Blumen oder diejenige zwischen dir und der Technik – läuft Gefahr, ins Parasitäre umzukippen. Im Unterschied zu symbiotischen Verhältnissen ist bei parasitären Verhältnissen die Balance zwischen Geben und Nehmen massiv gestört. Eine Zecke, ein Bandwurm, ein Kuckucksküken: Sie alle nehmen nur, aber geben nichts zurück. Könnte das latente Unbehagen, das viele Vertreter deiner Spezies im Umgang mit der um sich greifenden Technisierung verspüren, etwas damit zu tun haben? Trotz der Tatsache, dass du seit prähistorischen Zeiten die Technik dazu genutzt hast, um dir Überlebensvorteile zu sichern, bist du nicht gefeit vor der Gefahr, zum Wirt einer ins Parasitäre gekippten Technologie zu werden – der Mensch als das Mittel zu eines Anderen Zweck! Ein Vorbote dieses Umkippens der Verhältnisse zeichnet sich beispielsweise im pharmazeutischen Bereich ab: Einerseits ist die moderne Medizin zweifellos in vielen Fällen ein Lebensretter. Andererseits aber, wenn Pharmakonzerne nur noch auf ihre Gewinnmaximierung aus sind und emsig die Pathologisierung jeder noch so kleinen Normabweichung vorantreiben, um den so eingeschüchterten und zu Patienten erklärten Menschen dann das passende Mittelchen dagegen anzudrehen, dann ist die Frage angemessen, ob die Medizin an diesem Punkt noch dem Menschen dient – oder ob nicht umgekehrt der Mensch den Interessen der Konzerne und ihres wuchernden technischen Apparats dient.

Wo genau verläuft die Grenze zwischen einer Technik, die dir, liebe Menschheit, zu Diensten ist, und einer Technik, die dich vor ihren Karren spannt? Der ultimative Albtraum ist wohl, dass du dich letztlich als nichts weiter als das Geschlechtsteil eines gigantischen Techno-Orgasnismus entpuppst, das alleine zu dessen Fortpflanzung dient. Spezies, die so ein Sklavendasein führen, sind ja beileibe keine Rarität in der Natur. Man denke nur an unsere Darmbakterien, die nützliche Dienste für uns verrichten. Bist du, liebe Menschheit, am Ende nur das Darmbakterienkollektiv in den Eingeweiden jenes Techno-Leviathans? Ein Rädchen im Getriebe? An diesem Punkt wäre die Menschenwürde nur noch ein Lippenbekenntnis, eine liebgewonnene Illusion. Ich glaube nicht, dass du das willst. Und ich bin mir da ziemlich sicher, denn ich bin ein Teil von dir. Ich bin in deinem Team, liebe Menschheit!

Nun zur Utopie.

Der Wunschtraum ist, dass du eines Morgens aufwachst und feststellst, dass das Menschsein kein Endpunkt sondern ein Prozess ist. Die Technik verändert nicht nur deine Umwelt. Sie verändert auch dich. Diese Veränderungen – so die Hoffnung – werden dich eine neue Stufe des Menschseins erklimmen lassen! Sie werden uns gestatten, unsere positiven Qualitäten zu verstärken und unsere Schwächen und Gebrechen abzumildern.

Mangels einer treffenderen Bezeichnung könnte man eine Technologie dieser Wesensart als „humane Technologie“ bezeichnen. Eine humane Technologie hat die Erfüllung deiner Bedürfnisse zum Ziel, liebe Menschheit. Sie würde die Vertreter deiner Art erheben statt sie überflüssig zu machen. Sie würde die Sinne der Menschen schärfen und erweitern statt sie zu vernebeln. Sie würde sich unseren Instinkten und Intuitionen anpassen statt uns zu entfremden. Eine humane Technologie würde nicht nur einzelnen Subjekten einen Vorteil verschaffen sondern dir, liebe Menschheit, im Ganzen. Mit ihrer Hilfe, schließlich, würden Träume wahr werden. Unsere Träume. Deine Träume.

Wie sehen deine Träume aus? Fliegen wie ein Vogel? Ein Wintergarten auf dem Mond? Schwimmen wie die Delfine? Kommunikation per Sonar? Telepathischer Kontakt zu den Liebsten? Harmonie zwischen allen Völkern? Empathie als sechster Sinn? Ein Haus, das mit der Familie wächst? Länger leben? Vielleicht… für immer?

Hör mir zu, liebe Menschheit: Früher einmal warst du nur eine unbedeutende kleine Spezies in einer kleinen evolutionären Nische. Aber die Tage dieser deiner Kindheit sind vorbei. Dank deines Erfindungsreichtums und deiner Kreativität hast du dich am eigenen Zopfe aus dem Schlamm gezogen. Jetzt bist du ein Evolutionskatalysator, der den gesamten Planeten umwandelt. Dieser Vorgang ist längst nicht abgeschlossen. Du bist das Verbindungsstück zwischen der Biosphäre, aus der du stammst, und der Technosphäre, die mit dir zusammen die Welt erobert hat. Dein Verhalten bestimmt von nun an wesentlich das Schicksal dieses Planeten und aller seiner Bewohner. Stelle dich dieser Verantwortung!

Tust du das nicht, dann hättest du vielleicht tatsächlich lieber in der Savanne bleiben sollen. Aber das ist natürlich nicht deine Art. Ein „Zurück zur Natur“ ist wohl die illusorischste aller Utopien für die Menschheit. Nicht nur wäre es feige – du würdest dein Menschsein verleugnen müssen! Die Zukunft der Menschheit lässt sich nicht ohne die Zukunft der Technik denken. Für dich gibt es nur ein Vorwärts.Du bist jetzt in deiner Adoleszenz. Du musst erwachsen werden. Die Technik ist dein Selbstportrait, liebe Menschheit. Sie ist die Manifestation deines Wesens in der physischen Welt. Lass uns ein Kunstwerk schaffen, auf das wir stolz sein dürfen! Lass uns die Technik nutzen, um einen Weg in eine Zukunft zu bahnen, in der nicht nur einzelne von uns einen Platz haben sondern die ganze Erde und alle, die auf ihr leben, sowie alle anderen zahlreichen Welten im Universum, die wir noch besiedeln mögen!

Abschließend möchte ich eine Bitte an dich richten, liebe Menschheit. Ich möchte jeden einzelnen deiner jetzt und in Zukunft, auf der Erde oder anderswo lebenden Vertreter dazu einladen, einer jeglichen technologischen Veränderung mit der folgenden Frage zu begegnen: „Hilft mir das, ein Mensch zu sein?“

Die Antwort darauf wird meistens weder schwarz noch weiß sein. Kein klares „Ja“. Kein klares „Nein“. Und nicht jeder wird dieselbe Antwort auf diese Frage vernehmen. Es wird Diskussionen geben. Aber das ist gut so. Solange sich jeder ernsthaft diese Frage stellt und sie nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet, wirst du das Ding schon schaukeln, liebe Menschheit. Wie genau, das ist dann nur noch eine Detailfrage. Niemand weiß, wie der Mensch in einer Million Jahren aussehen wird, oder ob es dann überhaupt noch Menschen geben wird, und falls ja, ob wir sie wiedererkennen würden. Werden wir Cyborgs sein? Werden wir uns genetisch reprogrammieren? Werden wir unser Gehirnvolumen verdoppeln? Uns telepathisch verständigen? Flügel haben? Alles ist denkbar. Meine Hoffnung ist, dass, was auch immer der Mensch dann sein wird, dass er diesen Namen verdienen wird: „Mensch“. Denn nur dann wird es auch dich weiterhin geben, liebe Menschheit.

Aus dem tiefsten, demutsvollen Herzen meines eigenen, fehlbaren Menschseins wünsche ich dir Glück, Zufriedenheit und eine gute Reise auf deinem Weg in die Zukunft!

In freudiger Erwartung auf die nächsten trillionen Menschen, die das Licht der Existenz erblicken, verbleibt

mit herzlichen Grüßen

Dein Koert van Mensvoort

P.s. – Hinweis an den einzelnen Leser: Nachdem Sie diesen Brief gelesen haben, leiten Sie ihn doch bitte an Ihren nächsten Artgenossen weiter. Falls Sie mehr tun möchten, dann kopieren, übersetzen und veröffentlichen Sie diesen Brief wo immer und so oft Sie können. Denn die Menschheit – das sind wir alle.

Genau das habe ich gerade gemacht

Bauer Willi

 

 

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43 Kommentare

  1. Der Brief entstammt der Seite http://www.nextnature.net, ein Projekt, welches postuliert, dass Alles, was nicht von Menschen beherrschbar ist, im Grunde natürlich ist – also auch Atomunfälle, Börsencrashs, Kriege, …

    Passt zur Selbstbelügung EINER Spezies, als natürlich anzusehen, was wir verbocken. Aber wir sind ja Vorreiter von Selbstbelügung und schicken so EINEN Kettenbrief, um uns im Glauben zu wähnen, dass EIN selbstverstricktes Kettenhemd umso leichter wird, je weiter wir als Vorreiter fortschreiten:

    https://guidovobig.com/2018/04/02/der-dreisatz-menschlicher-andersartigkeit/

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  2. Stadtmensch sagt

    Vielen Dank fürs Weiterleiten dieses Briefs. Vielleicht ist es ja noch schlimmer als der Autor vermutet und wir (die angesprochenen Menschheit) sind durchaus
    fähig zur planetarischen und kosmischen Sicht. Diese Erkenntnis hilft uns leider kaum dabei, die evolutionäre Sackgasse zu verlassen, die wir genötigt sind zu beschreiten.
    Denn wir haben uns im Zustand geistiger Umnachtung (keine Fähigkeit zur planetarischen Sicht) eine Technosphäre (bzw. kompetitives Wirtschaftssystem) geschaffen,
    das im Sinne des Gefangen-Dilemmas funktioniert (individuell rationale Strategien können zu kollektiv irrationalen Ergebnissen führen).
    Wer gerne googelt: Nash Gleichgewicht oder Spieltheorie. Da werden von Maschinen politische und wirtschaftliche Entscheidungen ausgerechnet. Die Daten liefern wir
    als Darmbakterien eine Rohstoffe-zu-Müll verarbeitenden, völlig irrationalen Beschäftigungssicherung. Habs auch weiter geleitet: in meine Spinner-Kreise…

    3+
    • fred huber sagt

      hey Stadtmensch!
      schön dass du auch noch mitliest!

      beim lesen dieses briefs kam mir auch spontan unser wirtschaft/Finanzwesen in den sinn.. 🙂 mfg

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      • Inga sagt

        Es baut sich alles aufeinander auf
        eben von Natur zur Kultur

        und da sind auch dir Stadtmenschen mit drin eingebettet.

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    • fingerphilosoph sagt

      Das Beschreiten der evolutionären Sackgasse ist weniger dem individuellen, als vielmehr dem kollektiven Anteil unseres Bewusstseins anzulasten. Das Dilemma des Menschen begann, als der Mensch den im Gemeinschaftskreis erzählten Geschichten mehr glaubte als seinen individuellen Wahrnehmungen.

      Solange der Mensch seinen individuellen Wahrnehmungen mehr traute als den Mythen, war der Anführer zwangsläufig einer, von dem alle in der Gruppe profitierten. Der Anführer war derjenige mit dem größten Überschuss an Fähigkeiten, der Anderen davon abgeben konnte.

      Als der Mensch jedoch anfing, den Mythen mehr zu glauben als seinen persönlichen Wahrnehmungen, konnten solche Anführer werden, die auf Kosten der Gruppe lebten, indem sie einfach die Mythen manipulierten. Nun sind Mythen ja nichts Anderes als die in Geschichten gepackten Ängste und Hoffnungen des Menschen. Ängste und Hoffnungen verhindern, die Realität so zu sehen, wie sie ist.

      Der individuell durchaus rationalen Strategie des Mythenerzählers steht also eine Gruppe individuell irrational Handelnder gegenüber, die sich vom kollektiven Erzählgut blenden lassen. Wo einer rational zu seinem Vorteil handelt, handeln gleichzeitig viele irrational zu ihrem Nachteil, weil auf der Klaviatur ihrer Ängste und Hoffnungen geklimpert wird.

      Das ist ja heute nicht anders. Konzerne, Staaten, Banken, Geld: das sind alles Mythen. Lässt man den kollektiv erzählten Mythos weg, sieht man bloß ein paar Gebäude.

      Einer dieser Mythen ist übrigens die Technik-Heilsgeschichte: die Erzählung, dass technische Errungenschaften eines Tages all unsere Ängste beseitigen und unsere Hoffnungen erfüllen werden. Was man indessen realiter beobachten kann, ist das Gegenteil.

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    • Mark Gork sagt

      Selbst Tierarten neigen dazu ein „Wirtschaftssystem“ zu schaffen und mit unterschiedlichen Arten oder Völkern zu handeln.
      Dazu müsste ein Stadtmensch nur etwas mehr in die Naturwissenschaften eintauchen, um das zu erlernen.

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  3. fingerphilosoph sagt

    „Seit meiner Jugend nehme ich bewusst wahr, wie wir mit der Erde umgehen. Ich bin Ingenieur geworden, um zu lernen, wie man die Technologie einsetzt und die Beziehung zwischen Mensch und Natur verbessert. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass das Ganze nur ein Bluff ist und dass alles, was ich gemacht habe, mehr Kapital und mehr Energie, die dem System zugeführt wird, erzeugte, mehr Geld und damit eben auch mehr Zerstörung. … die Menschen, die ich kenne, meine Freunde, meine Familie, reden unermüdlich auf mich ein: „Du als Forscher, du als Ingenieur bist es dir schuldig, für uns alle eine Lösung zu finden!“ Aber dabei vergessen sie zu ergänzen, dass sie alle genau wie bisher weiterleben und konsumieren wollen. Sie stellen sich vor, dass die Wissenschaftler neue Konsumgüter erfinden werden, die es ihnen erlauben, nachhaltig und ökologisch
    verträglich zu leben. Das ist unmöglich.“

    „Man kann keine Industrieanlagen ohne massive Umweltschäden betreiben. Man kann ohne Zerstörung keine Stollen vorantreiben. Ein Sonnenkollektor ist nicht so grün und ökologisch, wie man es gerne hätte. Die Energie- und Umweltkosten seiner Herstellung sind sehr hoch. Trotzdem könnte man meinen, dass es nicht schlecht wäre, wenn alle Menschen Solaranlagen hätten statt Atomkraftwerke oder Kohlekraftwerke. Aber das ist genauso, als würde man ein Auto, das acht Liter pro hundert Kilometer braucht, gegen eins eintauschen, das nur sieben braucht, oder als würde man sagen, Pol Pot ist besser als Hitler. Auf die eine oder andere Art sind alle diese Technologien entsetzlich destruktiv.“

    aus: Eric Valli: „Leben in der Wildnis. Begegnungen mit Aussteigern.“ Der, der hier spricht machte seinen Bachelor in Elektrotechnik, setzte sein Studium an der University of California im Fachbereich für saubere und erneuerbare Energien fort. Er spezialisierte sich auf die Entwicklung von Batterien für Hybrid-Motoren mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb. Diese Kombination ließ ihn einen eklatanten Widerspruch erkennen: während er im Labor eine neue Generation von möglichst umweltfreundlichen und effizienten Batterien entwickelte, hantierte er selber ständig in Schutzanzug und Brille mit höchst gefährlichen Chemikalien. Es passte für ihn nicht zusammen: mit schädlichen Chemikalien eine reinere Welt zu schaffen, die Natur retten zu wollen, indem er selber permanent für mehr Verschmutzung sorgte.

    Fazit:
    Die Utopie und Dystopie gehören zusammen als die beiden Seiten derselben Medaille. Das Eine ist nicht ohne das Andere zu haben.

    1+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      >> Ein Sonnenkollektor ist nicht so grün und ökologisch, wie man es gerne hätte. Die Energie- und Umweltkosten seiner Herstellung sind sehr hoch. Im Laufe der Jahre verbesserte sich die Energiebilanz von Photovoltaikanlagen zunehmend.<<

      Während in den letzten Jahren sich die Solarzellen einer Photovoltaikanlage erst nach 2.8 bis 3,6 Jahren energietisch amortisierten, sollen die energetischen Amortisationszeit für 2020 beziehungsweise 2030 bei einem beziehungsweise bei einem halben Jahr für Mitteleuropa liegen.
      Die Energiebilanz von Photovoltaikanlagen fällt in sonnenreichen Gegenden wie der Sahara sogar doppelt so gut aus wie die Energiebilanz in Mitteleuropa.

      Die Ökobilanz von Photovoltaikanlagen fällt für die unterschiedlichen Solarzellen unterschiedlich aus. Mit monokristallinen beziehungsweise amorphen Solarzellen einer Photovoltaikanlage können in 30 Jahren 120 beziehungsweise 150 Tonnen CO2 eingespart werden, wenn durch den Solarstrom konventioneller Strom in Deutschland ersetzt wird.

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    • Inga sagt

      Klar ist doch logisch, um das Naturnahe zu bekommen, muß erst einmal Natur-schädliches, wenigstens in der Entwicklung für hoch technischen Sachen verwandt werden, man muß nur schauen, ob sich das lohnt, wie effektiv es ist und ob es nachhaltig ist.

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  4. Paulus sagt

    Der Autor lässt nach meiner Auffassung die, wahrscheinlich evolutionsbedingte geistige Entwicklung außer Betracht. Wenn ich Darwin richtig verstanden habe, sind alle Lebewesen auf der Erde absolut hilflos der Evolution ausgeliefert. Diesmal hat es halt die Menschheit erwischt bzw. begünstigt und diese Spezies mit einer gewissen Intelligenz ausgestattet, die eben nicht nur dem reinen Überleben dient, sondern auch vielfältig Anderes zulässt. Damit meine ich jetzt nicht das soziale Verhalten, das gibt es in der Tierwelt auch und darauf sollten wir uns angesichts so mancher gesellschaftlicher Verwerfungen nichts einbilden.
    Evolutionsbedingte menschliche Intelligenz führte in der Folge zwangsläufig zu künstlerischen, geistigen und technologischen Errungenschaften von Anfang an, also sozusagen seit Lucy.
    Für das reine und einfache Menschsein waren und sind weder Technologien noch Religionen oder sonst was erforderlich. Vielleicht könnte man die Überlebensstrategie sogar auf den Fortpflanzungstrieb reduzieren. Sollte Lucy sich u.a. schon von Honig aus Waben ernährt haben, gehe ich sogar so weit, zu vermuten, dass Bienen rein mathematisch einen geistigen Vorsprung hatten. Damals!
    In der Technik verhält man sich ebenso. Wenn ein Weg keinen Erfolg verspricht verlässt man ihn und versucht zukunftsträchtige Lösungen zu finden. Dabei kommt genau wie in der Evolution, das ein oder andere schon mal unter die Räder.
    Koert van Mensvoort versucht auf subtile Art und Weise die menschliche Intelligenz in Frage zu stellen. Wer darauf hereinfällt, bitteschön.

    1+
    • Bauer Willi sagt

      Ich habe den Text anders verstanden. Was macht denn Deiner Meinung nach das Menschsein aus?
      Bauer Willi

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    • Inga sagt

      Wenn wir die kulturell erschaffene Technologie nicht berücksichtigen, dann wären wir niemals so viel Individuen auf dieser Erde geworden. Wenn wir heute noch mit Lucys Technik leben würden, dann wäre die Geschichtete der Menschheit anders verlaufen.

      Dann wären wir noch im Paradies

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      • Johann Meyer sagt

        Liebe Inga ,alle Frauen tragen das sog. Ur -Eva Gen weiter.
        Wenn wir den Schöpfungsauftragt ursächlicher verstehen würden, hätten wir bessere Technik und ökologisches Verantwortungsgefühl in Verbindung mit einem Gewissen.
        Aber einige Teile der Menschheit (Männer) scheinen tatsächlich von der im Text beschriebenen Affenhorde abzustammen .
        Da jetzt immer mehr Frauen in der Politik Verantwortung übernehmen, besteht ja Hoffnung.

        2+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Eva hat doch vom verbotenen Baum einen Apfel gepflückt und Adam zum Essen verführt. Beide wurden nach dem ersten Sündenfall aus dem Garten Eden vertrieben. Eva muss fortan Kinder unter Schmerzen gebären, Adam wird der harte und mühselige Ackerbau auferlegt. Die klassischen Worte aus Gen 3,19 EU.

          https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose3

          Und jetzt meinen sie, mit mehr Frauen in der Politik wird alles besser?

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          • Inga sagt

            Paulus hat doch geschrieben:
            “ Der Mensch als Spezies ist mit einer gewissen Intelligenz ausgestattet“

            die dann auch den Egoismnus stark berücksichtigt.

            Und der ist schädlich für die ökologische Entwicklung.

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          • Inga sagt

            Ja Ehemaliger,
            wenn die männlichen Wesen nach Johann Meyer mehr Gene aus der Affenhorde haben!?!

            Dann müssen die Frauen dran!
            🙂

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  5. Altbauer Jochen sagt

    Liebe Inga,
    Sicher bin ich mir mittlerweile bei Garnichts mehr.
    In Memoriam Norbert Blüm: “ Die Rente……………“

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  6. AdT sagt

    Ein Text, in dem sich jeder wiederfinden kann, durch offene Formulierungen nach dem Prinzip Sonntagsrede. Aber ein interessantes Institut hat Koert van Mensvoort da gegründet:

    „We are getting fatter and fatter. In Europe one in four people is overweight. In the United States diabetes has almost turned into a lifestyle.

    Intensive meat production has a disastrous effect on the environment. Livestock, responsible for 18% of CO2 emission, uses up a disproportionate amount of our food and water supplies. Enormous amounts of antibiotics and chemicals find their way into the environment, not to speak of manure surplus and acidification. The cultivation of soy for chicken and cattle feed destroys the tropical rain forest.“

    Konsequenz: Urban Farming und Laborfleisch! Yeah! 🙂

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    • Thomas Müller sagt

      Hab ich den nicht neulich zusammen mit Richard David Precht in Amsterdam gesehen? Könnte er gewesen sein…

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        • Mark sagt

          Die Zugehörigkeit zum intellektuellen Pöbel manifestiert sich in keiner Eigenschaft deutlicher als in der Unfähigkeit, die literarische Qualität eines Textes zu würdigen, dessen inhaltliche Tendenz einem zuwider ist. :-;

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Laborfleisch!

      Bekommt man beim Kauf dieses Zeugs gleich den Strick beigelegt?

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      • Inga sagt

        KLar,
        wenn man aus einer Fleischzelle im Brutschrank eines Labors ein Fleischstück, auch ein Steak machen kann,

        dann brauchst du kein Stick um es zu verspeisen, sondern Besteck, Ehemaliger Landwirt, eben Messer und Gabel.

        Kartoffel und Gemüse kannst du auch dazu essen.

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  7. Friedrich sagt

    Mit diesem Brief eines Gutmenschen weiß ich nicht ganz viel anzufangen. Was ich für mich daraus für Schlüße ziehe ist , daß wir Menschen nicht zu sehr auf Substanz der Erde leben sollten. Das versuche ich , in dem ich mir mal meine private und betrieblich Klimabilanz errechnet habe und danach versuche ein wenig zu Leben und zu Wirtschaften. Das beginnt mit dem Ernergieeinsatz überall und einer ständigen Steigerung der betrieblichen Effizienz.
    Auf jeden Fall meine ich erkannt zu haben , daß die Extensivierung nicht der richtige Weg ist.

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  8. bauerhans sagt

    lieber Koert van Mensvoort,
    menschen sind emotional,egoistisch und aggressiv!
    ob dein von hoffnung, nächstenliebe und glaube an die vernunft geprägter brief etwas erreichen wird,bezweifel ich.

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Hans
      das sehe ich anders. Schau mal nach, wie viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren. Das würden sie nicht tun, wenn Deine Beschreibung stimmen würde….
      Bauer Willi

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      • Peter sagt

        Lieber Bauer Willi,
        das „Ehrenamt“ ist der größte Betrug der vermeintlich modernen Gesellschaft!

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  9. Altbauer Jochen sagt

    Bei dieser Entwicklung des „Menschwerdens“ ist das
    positivste das geistige Entwicklung soweit mitgegangen ist,
    um unsere Chancen und Risiken einschätzen zu können.
    Unsere Intelligenz kann uns sagen was zu tun ist
    „um Mensch zu bleiben“.
    Die Einsicht muss einkehren und der Wille muss da sein.
    Ist sicher nicht einfach bei 7 Milliarden Individuen.

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