Bauer Willi
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Bericht vom Acker: Getreideernte hat begonnen

Am Mittwoch, also heute, werden wir Weizen mähen. Deshalb habe ich den Text gestern geschrieben.

Wie ist der aktuelle Stand?

Mit Dienstag Abend werden in dem Bereich, über den ich berichten kann (Teile der Köln-Aachener Bucht), etwa 25% des Weizens vom Feld sein. Die bisherigen Ertragsergebnisse sind überraschend gut, die große Katastrophe, die manche, (ich auch) erwartet haben, scheint es nicht zu sein. Die Rede ist von 8 bis 10 t/ha, manche auch darüber, und das ist ein durchschnittliches Ergebnis für unsere Region. Da derzeit frühreifende Sorten (meist französischer Abstammung) als Erste gemäht werden, kann sich das natürlich noch ändern.

Protein (Eiweiß) liegt zwischen 10 und 12%. Das ist nicht so toll, wir sind da etwas verwöhnt. Hektolitergewichte liegen zwischen 74 und knapp über 80, das ist ordentlich. Fallzahlen werden nicht gemessen, weil dies alle weit über der geforderten Norm liegen. Die Kornfeuchte dürfte nirgends ein Problem sein. Wer jetzt keine trockene Ware liefert, der hatte keine Geduld.

Vereinzelt wird auch Raps gedroschen. Hier sind die Erträge nicht berauschend, von 3,2 t/ha bis 4,5 t/ha hört man alles. Die Ölgehalte liegen derzeit zwischen 40 und 44%. Aber wie gesagt, es wird nur vereinzelt gemäht, da der Raps noch nicht so richtig reif und die Stängel grün sind.

Wenn es am Mittwoch mit dem Freischalten nicht klappt, liegt es daran, dass ich auf dem Trecker sitze. Bis Einbruch Dunkelheit wird sicher gemäht, vielleicht auch länger. Aber bei der derzeitigen Wetterlage besteht kein Erntedruck.

Und jetzt drückt uns die Daumen, das alles klappt.

Bauer Willi

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11 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Hier in Südhannover wird auch schon hier und da gemäht. Wie zu hören ist , hat der spät gesäte Rübenweizen Kümmerkörner , ein schlechtes Hektolitergewicht so bei 72 und der Ertrag enttäuscht mit 7 – 8 to/ha. Wir haben noch nicht gemäht . Soll morgen losgehen. Die Erträge schwanken je nachdem wie der Regen in den Dörfern gefallen ist. Im Nachbardorf sind fast 100 mm weniger Regen seit dem Jahresbeginn gekommen .

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Meiner Meinung nach sollte sich das ganze deutsche Volk nicht den Muslimen unterordnern.
      Wenn bei denen das Lebensglück nur ohne Schweinefleisch möglich ist, dann sollen die Kinder ihr Essen mitbringen, das kann man schnell in der Mikro erwärmen.

      Eine Nichte ist mit einem Hindu verheiratet, das Rindfleischverbot nimmt der auch nicht mehr so genau, um nicht zu sagen, es interessiert ihn nicht mehr.

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      • ottmarWelker sagt

        Als ich von Münster aus mit einer Besuchergruppe Monheim von Bayer AG besichtigte 1979, hatten sie für jeden Teinehmer, der von mir angemeldeten Gesamteilnehmerzahl schon teure Prospekte und Bücher auf englisch und französisch geschickt, auch Lehrbücher- für mich nicht -aber für beide deutsche Damen auf deutsch, die eine, welche ich auch meldete und mitging mit mir als Organisator, was Leute bei Bayer nicht begreifen konnten.
        Sie fragten mich nicht nach weiterem, wie Länder, Essgewohnheiten.

        Die JICA Entwicklungshilfe Zentralein Japan hatte eine Kantine mit Essen für die Mägen aller Heren und Damen Länder. Das war mein Lieblingsbekanntschaftsplatz und Essenplatz, als ich motorisiert war mit einem Superwagen, der nur ein Jahr Restlaufzeit hatte, und den ich der Asistentin meines mich betreuenden Chefs in Tsukuba, abkauften musste, der meinem Garanten, einem ängstlichen japanischen Christen alles abnahm und Vizechef des Institutes für Agarbiologische Reserven aus belebter und unbelebter Natur wurde, da er aus einer Samureifamilie abstammet.
        Am Ende ärgerte sich nur der Garagenbesitzer einer Werkstatt, dem ich den Wagewn schenkte und nicht wußte, dass die Beseitigung einer Autoruine in Tokyo am meisten kostete, in Tsukuba vielleicht nurdie Hälfte, die neuen Reifen waren auch etwas wert und in 50 Jahren ein Oldtimer ihm ein Vermögen einbringen können würde, vielleicht.

        Als das Protestieren mit dem Essen losging, das sie mir auch gewährten, beschimpften mich nur die Bayer Leute mit ihren guten Tischmanieren, meine „Betrogenen“ nicht. Konnten sie doch selbst in der Kantine einkaufen.
        So dumm waren sie, dass sie, die Mitarbeiter einer „Weltfirma“, nicht nach der Religion fragten.
        Als sie Schweinefleisch auftischten, machte die Dame einen „Faux pas“ und behauptete, sich schützend vor die Herren von Bayer stellend, es wäre kein Schweinefleisch.
        Nie mals mehr hatte sie es danach bei den Moslems aus Indonesien und dem Sudan( sie verdünnten ihren Brei mit Schnaps, auch während der Fastenzeit) oder Nigeria auf eine grünen Zweig gebracht, das ganze halbe Jahr nicht, bis zur Reise nach Berlin.
        Da liessen die beiden Damen aus Hessen und NRW mich, ihren Beschützer, im Stich und Christen wie den aus Ghana, der sogar eine oder beide für sich zum essen kochen kostenlos tagtäglich für sich beanspruchte (was sie ablehnten) war unpässlich.
        Andere begleiteten sie durch Berlin zum Deutschen Entwicklungsdienst, die aber am Wochenende frei hatte und sie nicht empfing. Nur der Mr.Hamadu aus Tunesien und andere, den eine Zimmerbedienstete des Hotels bei mir anzeigte, wegen eines Mißbrauchs, gingen mit ihnen.
        Die DDR hinter der Mauer besichtigten wir ohne Probleme, Mittagessen (ohne Schweinfleisch vor dem Restaurant unter dem Fernsehturm -das einzige überhaupt- war so billig) und eingeladen von mir auch noch zum Afrikafestival „Horizonte“ in Westberlin sparten sie ihre Spesen, die sie bekamen, aber ich nicht ich.
        Ich bekam zum üblichen Gehalt ( als Asistent des Dr. Knott in Münster, und seine Frau Hildebrand, hieß sie damals) einmal im Monat die Heimreise per Bahn bezahlt von der Zentralstelle in Bonn für Ernährung oder wurde kostenlos mitgenommen von Referenten, namentlich Prof. Hurle bis nach Stuttgart vor die Haustür.

        In dem Businessteil der Parteizeitung Global Times fehle gestern die Neuigkeit von Bayer“ Bayer unterstützt China zum Umsteigen auf besseren Kartoffeln“. Shanghai Daily bringt sie auf S. 9. Saatbehandlungsmittel von Ihen sei schon ab dem nächsten Jahr verfügbar, auch ein biologisches Mittel sowie nichtbiolgisches Fungizd. Alles sehr gesund für den Weltlisten Ersten beim Kartoffelanbau. Seit neuestem fällt Indien beim Süßkartoffenanbau tritz Bayer Unterstützung auf den zweiten rang zurück. Aber China hat Bayers Traum Garten Projekte schon und die kritischeren Inder wohl nicht.
        Chinesen geben zu, dass die Niederlande, Frankreich überlegen wären bei Hektarerträgen, ebenso USA, auch noch
        Neuseeland, dieser Zwerge im Kartoffelanbau. Ihre niederländischen Sorten benutzt China schon lange, weil sie schöner aussahen wie ihre eigenen und nun brauchen sie keine von dort, was Bayer auch egal ist.
        Sollte jemand nicht dies Firma wählen, die vor Jahren alle Mitarbeiter vom Jahrgan 54 an in Vorruhestsnd schichte, zwangsweise und bald wieder soweit ist dank Monsanto. Nein Danke auch bei vormals deutscher firma Höchst. Bei der Bewrbung verlangten sie von mir Reium alle 12 Monate auf dev Versuchsbetrieb in Kanada in der Einsamkeit unbezahlten Urlaub zu machen. Alles Knicker und Knausser.

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  2. Thomas H sagt

    Den ersten Weizen haben wir in Sachsen Anhalt vor etwa 2 Wochen gedroschen. Hektoliter zwischen 73 und 76kg. xP teilweise über 16% im A-Weizen. Naja bei 45 dt und einem gedüngten Ertragsziel von 75-80 dt musste das so kommen. Gibt nächstes Jahr dann tolle N-min Werte.
    Teilweise sehr hohe Schmachtkornanteile, weil die Hälfte der Ähre wegen Wassermangel kein vollständiges Korn ausprägen konnte. Gibt dann zur schlechten Ernte auch noch Preisabzüge. Viele fahren den Weizen deshalb lieber gleich in die Biogasanlage.

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  3. bauerhans sagt

    „Die Kornfeuchte dürfte nirgends ein Problem sein.“

    wir hatten gestern triticale zuende gedroschen und am anfang 16% feuchtigkeit,weil hinter einer hecke die 15mm regen vom 20.juli noch nicht abgetrocknet waren.
    den „kolchosendrescher“ schickt man nicht einfach wieder weg,wenn man an der reihe ist!
    der macht 300ha in unserem kleinstrukturierten ackerbau,das funktioniert nur mit disziplin.
    ertrag liegt wohl zwischen 7,5 und 8to.

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      • bauerhans sagt

        einer für alle!alle für einen!
        ein landwirt aus der betriebsgemeinschaft betreibt den drescher und rechnet mit den anderen ab.

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        • Inga sagt

          Ohne Maschinenring dazwischen?
          Eben nur so in der Gemeinschaft, können dann alle verfügbaren Wagen auch ausgetauscht werden?

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    • Bauer Willi sagt

      Wir haben auch einen „Kolchosenmähdrescher“! Der macht bei uns 350 ha Mähdruschfrüchte. Montag und Dienstag war er bei einem Teilhaber, der selber trocknen kann. Heute soll er zu uns kommen. Wenn der den ganzen Tag gelaufen ist, dürfte nicht mehr viel stehen. Zum Schluß kommt in diesem Jahr der Raps dran. Bis dahin sollte es trocken bleiben. Bin gespannt, wie bei uns die Erträge sind…

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  4. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin Willi. Ich drücke Euch die Daumen das alles klappt. Aber was soll da noch schief gehen.
    Das Wetter ist optimal für den Drusch, aber nur für den. Ein größerer Schaden am Drescher,
    ist glaube ich das einzige was Eure Arbeit aufhalten könnte.
    Bei uns liegt die Ernte in den letzten Zügen. Am meißten hat der Weizen enttäusch,
    sowohl qualitativ wie auch ertraglich. Die Hitze vor ca 2 Wochen ,mit bis zu 39 Grad,
    das sind ja Schattentemperaturen, da möchte ich nicht wissen wie heiß es da in den Beständen war.

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