Bauer Willi
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Schweiz: Ernährungsinitiative abgelehnt

Die Schweiz ist für ihre Volksabstimmungen bekannt. Am 27.9.2026 ging es um eine Initiative, deren Ziel es unter anderem war, die Ernährung auf mehr pflanzliche Kost auszurichten. Desweiteren ging es um Ernährungssouveränität und Trinkwasserschutz. Die Initiative wurden mit 72,5 % der Stimmen abgelehnt. In keinem Kanton konnte eine Mehrheit dafür erreicht werden und von den 23 Ständestimmen stimmten 23 dagegen.

https://www.srf.ch/news/schweiz/abstimmung-vom-27-september-ernaehrungsinitiative-scheitert-mit-72-5-prozent-nein-stimmen

Die Bundeshausredaktorin Mirjam Spreiter kommentiert das so:

„Mit Cervelat, Fondue und der Warnung vor einem «Vegan-Zwang» wurde die Ernährungsinitiative politisch zerlegt. Die Gegner trafen den Nerv vieler Stimmberechtigter, während es Initiantin Franziska Herren nicht schaffte, Umweltverbände und politische Verbündete hinter ihrer Vorlage zu vereinen. So blieb eine breite Debatte über die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft weitgehend aus.“

Etwas ausgewogener und realistischer kommentiert es die Tagesschau:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweiz-ernaehrungsinitiative-selbstversorgung-100.html

„Die Schweizer Regierung, der Bundesrat und das gesamte Parlament lehnen in seltener Einigkeit die Initiative ab. Immer wieder hört man, die Idee sei ja in Ansätzen vielleicht nicht verkehrt, schieße aber komplett übers Ziel hinaus, greife in den Menüplan der Bürgerinnen und Bürger und in die unternehmerische Freiheit der landwirtschaftlichen Betriebe ein.

Martin Ruffer vom Schweizer Bauernverband sagt, dass die Schweiz in erster Linie ein Bergland ist. „70 Prozent der von der Landwirtschaft genutzten Fläche ist Grasland, Grünland. Diese Fläche kann man nur für die tierische Produktion brauchen“, sagt er. „Das zeigt schon auf, dass wir eben auch eine starke tierische Produktion haben müssen.“

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12 Kommentare

  1. Christian Bothe sagt

    Eine sehr vernünftige Entscheidung der Schweizer! Jeder weiß doch, das der Mensch ein Allesfresser ( Omnivore) ist! Deshalb veredeln wir über den Tiermagen Pflanzen und deren Verarbeitungsprodukte zu Fleisch! Dieser Unfug vegan und vegetarisch ( mit Abstrichen) hat mit gesunder ausgewogener Ernährung nichts zu tun! Nicht umsonst haben unsere Altvorderen mit der Jagd begonnen und Tiere domestiziert ( erwähnte das schon mal an anderer Stelle)! Sehe es auch wie BW, wenn man in der BRD eine solche Abstimmung machen würde, gebe es ein ähnliches Ergebnis! Die Vitamin-Pillenindustrie würde in Grund und Boden versinken…

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  2. Limes sagt

    „Die Initiative wurden mit 72,5 % der Stimmen abgelehnt.“
    sollten die 27,5% die für mehr pflanzliche Kost aus inländischer (Schweizer) Produktion gestimmt haben alle entsprechendem ihrem Abstimmungsverhalten einkaufen und Essen könnte dies doch das Anbauverhalten der Landwirte ändern oder?
    Vor allem könnten sich bei knappem Angebot die Abgabepreise für die Schweizer Landwirte und damit auch die finanzielle Situation der Betriebe verbessern. Im Nebeneffekt entstehen evtl sogar zusätzliche Arbeitsplätze in verarbeitenden Werken. Ob die 27,5% allerdings bereit sind eigene finanzielle Vorleistungen zu erbringen lass ich mal offen da ich es für die Schweiz nicht einschätzen kann.
    Die Erfahrung zeigt allerdings das Weltverbesserer meist anders agieren sobald es an ihr eigenes Portemonnaie geht. Selbst kleine Beiträge werden abgelehnt und sofort nach staatlicher Unterstützung gerufen so zumindest ist es hier in der hiesigen deutschen Aktivisten community die Regel. Aber vielleicht sind die Schweizer da anders aufgestellt.

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  3. evonik sagt

    Das ist ein sehr komplexes Thema. Wahrscheinlich gibt es nicht mal EINEN Wissenschaftler, der das Thema vollständig versteht.
    Für Außenstehend ist es noch schwieriger.
    Ich versuche in solchen Fällen eine empirische Erklärung zu finden. Bei dem Thema denke ich beispielsweise:

    Die Schweiz bringt für ihre Größe relativ gute Sportler heraus. Deshalb wird das meiste beim Thema Ernährung gut laufen. Da jetzt größere Änderungen zu fordern ist höggschd gefährlich.

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  4. Guten Morgen
    Ernährungssouveränität und Ernährung aus reiner pflanzlicher Kost ist für die Schweiz ein totaler Widerspruch.
    Solange die Landwirte ihre Grassilagen und Heu nicht an den Leh für den menschlichen Verzehr verkaufen können, weil diese nicht nachgefragt wird, wird eine solche Initiative hoffentlich immer abgelehnt.
    Wünsche allen eine schöne Rest Woche.

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  5. Werner Knödler sagt

    Manchmal siegt die Vernunft über die tschänderwoke Gutmenschen Planwirtschaft

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    • Bauer Willi sagt

      Ich denke, in Deutschland würde es ähnlich ausgehen, weil in einer Volksabstimmung die schweigende Mehrheit über die laute Minderheit siegen würde .

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      • Werner Knödler sagt

        Da könntest Du Recht haben , aber nur in ganz wenigen Fällen entscheidet „Das Volk“ ,
        In vielen Fällen ist es eine Koalition aus Verlierern .

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      • Martin Aupperle sagt

        Oder es geht aus wie in GB mit der Wahl über EU oder aussteigen, wenn viele denken das wird nie geschehen. Und hatten nun und haben sie den Salat der für sehr viele so richtig bitter ist… Im Osten sind alle AFDler zur Wahl gegangen und so zu 80% Wahlbeteiligung gekommen und wir sehen deshalb das Ergebnis.
        Denken wir darüber nach, wenn die fehlenden 10% der Wähler (100% werden niemals erreicht werden) abgestimmt hätten sehe es auch wieder anders aus.

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