Bauer Willi
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Diese „Krisenhilfe“ will ich nicht

Seit einigen Monaten ist klar, dass die EU wegen der gestiegenen Düngemittelpreise jedem Mitgliedsland Geld zur Verfügung stellt, dass die gestiegenen Kosten etwas mildern sollen. Für Deutschland ist dies ein Betrag von 60 Mio.

https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/60-millionen-euro-eu-krisenhilfe-eilverordnung-landwirten-geld-ohne-antrag-brin-586800

Jedes Land kann diesen Betrag aus eigenen Mittel aufstocken, wovon einige Ländern auch Gebrauch gemacht haben. So zahlt Spanien rund 500 Mio. € aus, Frankreich hat ein noch umfangreicheres Hilfsprogramm auch als Ausgleich für die Dürre aufgestellt und zahlt 1,1 Milliarden €. Deutschland stockt den Betrag von 60 Mio. € nicht auf. Ausgezahlt werden soll das Geld ohne Antrag. Das Ministerium bezieht sich auf  Aussagen des Thünen-Institutes und so soll das Geld nur pro Hektar Weizen, Gerste, Roggen, Raps und Grünland ausbezahlt werden.

https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/60-millionen-euro-eu-krisenhilfe-eilverordnung-landwirten-geld-ohne-antrag-brin-586800

Auch Bio-Betriebe werden berücksichtigt.

Deutschland hat rund 16 Mio Hektar Ackerbau und Grünland. Weizen, Gerste, Roggen und Raps werden auf rund 5 Mio. Hektar angebaut, Dauergrünland etwas weniger als 5 Mio Hektar. Der Einfachheit halber rechnen wir mit 10 Mio. Hektar auf die die 60 Mio € aufgeteilt werden. Man muss kein Genie sein, um auszurechnen, dass dies pro Hektar 6 € ausmacht. Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse, Obst- und Weinbau und alle andere Kulturen würden nach meiner Information nicht berücksichtigt.

Mein Vorschlag an das Ministerium: Zahlen Sie das Geld nicht aus sondern zahlen Sie das Geld in einen Nothilfe-Fonds ein, über den ein Gremium (z.B. von Landwirten und Mitarbeitern des BMLEH) entscheidet und das Betrieben zugute kommen soll, die ohne eigenes Verschulden in Not gekommen sind. Ich will das Geld nicht.

(Aufrufe 99 gesamt, 99 heute)

2 Kommentare

  1. Georg Model sagt

    Ich finde Deine Idee mit dem Nothilfe-fonds sehr gut.
    Ein Gießßkanneprinzip bringt hier nicht sehr viel, es ist eben nur ein Tropfen auf einen heißen Stein.
    Letztes mal zahlte die SVLFG die Gelder au. Der Vorteil war, sie hat ja die Flächendaten von tatsächlich allen, im Gegenzug sind in der INVESKOS nur diejenigen gemeldet welche ,einen
    Agrarantrag stellen und welche keinen stellen wären außen vor ? , oder gibt es für die einen extra Antrag ?
    Können die Zahlungen bei Sanktionen auch gekürzt werden ?.
    Da wäre die SVLFG wohl sicherer, wenn nur die Provision dazu nicht so hoch wäre und sie nicht überlastet wäre bzw. kurz vor dem Kollaps steht.
    Kommunen oder NGGo´s ect. welche ebenfalls Grünland betreiben zum Naturschutz oder ähnliches würden ja auch davon profitieren und unsere Auszahlungsleistung verringern.
    Das ganze EU-Projekt ist zwar gut gemeint aber wiedermal schlecht gemacht und führt zu weiteren Ungerechtigkeiten und Wettbewerbsverzerrungen, wenn nicht alle betroffenen Kulturen berrücksichtig werden und viele Betriebe dadurch von vornerein
    ausgeschlossen werden. Man könnte gar von einer Spaltung sprechen wie hier diese
    Kiulturbrandmauer gesetzt wurde.

    • Bauer Willi sagt

      @Georg Model
      Nach meiner Kenntnis soll Invekos genutzt werden. Wer keinen Antrag gestellt hat, bekommt nichts.
      Warum man nur für bestimmte Kulturen auszahlt kann ich auch nicht nachvollziehen. Aber: hätte man alle 16 Mio. Hektar Ackerbau und Grünland genommen, würde der Betrag noch geringfügiger…

      1

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