Die Überschrift ist natürlich irreführend. Auf Neudeutsch heißt das wohl „RageBait“, dem Jugendwort des Jahres 2026.
In diesem Falle stimmt es aber tatsächlich: Es geht nämlich um die Asiatische Hornisse, einem invasiven Insekt, dass sich immer weiter in Deutschland ausbreitet. Es gibt finanzielle Fördermittel, wenn man dafür sorgt, dass dieses Insekt möglichst wieder verschwindet, zumindest zurückgedrängt wird.
Wir haben auf einer hofnahen Weide die Bienen-Völker eines befreundeten Imkers stehen, der diese Hornisse auch schon bei seinen Völker gefunden hat. Sie ist deshalb für Bienenvölker gefährlich, weil sich die Asiatische Hornisse – im Gegensatz zur europäischen Hornisse – von Honigbienen ernährt. Sollten sie sich weiter unkontrolliert ausbreiten, könnte die Existenz unserer Honigbienen auf dem Spiel stehen. Von daher ist es verständlich, wenn alles unternommen wird, diese invasive Art so weit wie möglich zurückzudrängen. Sie völlig auszurotten dürfte unrealistisch sein. Im nachfolgenden Artikel werden beide Hornissen-Arten verglichen.
https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/biene_natur_06-2018_asiatische-hornisse.pdf
Was bemerkenswert ist (Zitat)
„Seit das Bundesumweltministerium die Asiatische Hornisse als „weit verbreitet“ eingestuft hat, sind Behörden nicht mehr verpflichtet, jedes Nest zu beseitigen. Die Verantwortung liegt bei den Grundstückseigentümern. Städte wie Bottrop und Münster appellieren an Bürgerinnen und Bürger, Sichtungen und Nester zu melden – per E-Mail an die jeweilige Naturschutzbehörde. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch geschultes Fachpersonal erfolgen.“
Die europäische Hornisse, deren Nester wir auch schon auf unserem Hof hatten, sind nützlich, weil sie sich unter anderem auch von Raupen, aber auch von Mücken und Fliegen ernähren. Sie sind friedlich, interessieren sich nicht – wie Wespen – für Kuchen und ergreifen bei Störung die Flucht. Sie sind streng geschützt.
Wenn wir von „nützlichen“ Insekten reden, ist dies eine Wertung, die wir Menschen gemacht haben. Beim Thema „Hornissen-Herkunft“ zeigt sich, dass es schon Sinn macht in „nützlich“ und „schädlich“ zu unterscheiden. Auch wenn es manchem nicht gefallen mag.


„Invasion der Asiatischen Hornisse“ – diesen Bericht habe ich 2014 im Deutschlandfunk veröffentlicht:
https://koepfchenmedien.eu/emff/hornissedlf.mp3
Damals hatte das Viech Frankreich schon fest im Griff, in Deutschland gab es nur einige erste Nachweise. Der französische Imkerverband warnte: Wenn wir hierzulande nicht sofort konsequent gegen diese invasive Art vorgehen, würden wir in einigen Jahren große Probleme haben, allen voran die Imker. Hat damals niemanden bei uns interessiert, auch nicht den Imkerverband.
Ich weiß, dass ich mit meinem Beitrag keinen Befall erwarten darf.
Ich finde die asiatische Hornisse gut, zumindest für die Landwirtschaft. Die Imker und die Presse haben ein Thema, das die Bienen betrifft, und diesmal gibt man nicht dem Bauern die Schuld. 😉
Und deswegen ist sie für Bauern gut?
Sie ist doch eine invasive Art, das ist doch bedenklich daran.
Mich als italienischen Landwirt interessieren auch Blattläuse, der *Lixus junci* usw. – sie sind schließlich genauso invasiv. Doch mir wird gesagt: Wenn ich sie bekämpfe, töte ich Bienen. Die Asiatische Hornisse hingegen – die Bienen tötet, genau wie man es mir vorwirft – soll vernichtet werden, und da sind sich alle einig… Ob man wohl auch fordern könnte, dass derjenige, der Bienen tötet – egal ob Mensch oder Hornisse –, beseitigt werden muss? Verstehen Sie das bitte als ein paradoxes Gedankenspiel!
Inga,
erinnerst du dich noch an die Aktion „Rettet die Bienen“?
Damals wurde rücksichtslos gegen die Landwirtschaft vorgegangen, auch von Imkern, obwohl Imker ihre Bienen von bis zu über 60 km entfernt während der Obstblüte bei uns aufstellten, womit sie gestärkt in das neue Jahr gingen.
Jetzt haben die Imker ein anderes Thema, die Asiatische Hornisse.
Keine eingewanderte Art wird sich ausrotten lassen.
Und es sind diese eingewanderten Arten,
die das Insektensterben verursachen,
zusammen mit den eingewanderten Krankheiten.
Früher gab es viele voneinander getrennte Lebensräume.
Heute weltweit zunehmend nur noch einen
per Jetset verbundenen.
Verhindern könnte man das nur
mit einer sofortigen unbegrenzten
weltweiten Ausgangssperre.
Das Artenspektrum wird sich langfristig
auf die unausrottbarsten Arten reduzieren,
und die gibt es dann weltweit,
ob man sie schädlich nennt oder nicht.
Der Mensch wird dazugehören.
Fasse mal zusammen was ich dort gelesen habe.
Die Asiatische Hornisse ein lt FR Schlagzeile „gefährliches“ Insekt welches zu uns eingewandert ist bedroht die Honigbiene, ein Insekt ursprünglich aus Asien kommend. Bekanntlich sind Honigbienen hochgezüchtete Insekten welche in „Massentierhaltung“ mit mehreren zehntausenden Tieren vom Menschen ausgenutzt werden um hochkonzentrierten Zucker zu produzieren.
Im Beitrag wird ein Politiker wie folgt zitiert: „Wenn uns daran gelegen ist, dieses Problem zu lösen, müssen wir da massiver drangehen. (…)“ Bezug genommen wird auf Naturschutzverbände, Umweltministerium, sonstige Verbände…
…massiver drangehen… Bei anderen ähnlichen Problemen die z.B Landwirte direkt betreffen wird sich nach meinem Eindruck von diesen genannten Akturen massiv weggeduckt, relativiert. mit Verboten kombiniert mit rigorosen Strafmassnahmen reagiert! Warum eigentlich wird mit zweierlei Mass gemessen?
Alles lässt sich ausrotten. Es muss nur lukrativ sein.
dann würden wir uns aber
ins eigene Fleisch schneiden,
Wenn wir das tun würden.
…dass es schon Sinn macht in „nützlich“ und „schädlich“ zu unterscheiden…
Oh ja…
Wer in der Landwirtschaft groß geworden ist, weiß das.
Nützlich ist nur in unserem Interesse,
na ja und im Sinne der Biodiversität.
Bienen sind nützlich, weil sie Obstbäume und Raps bestäuben
Wespen sind schädlich, weil sie uns stechen, an unseren Kuchen gehen und Nester in unsere Balkonkösten oder sonst wo hin bauen.
„… Es gibt finanzielle Fördermittel, wenn man dafür sorgt, dass dieses Insekt möglichst wieder verschwindet, zumindest zurückgedrängt wird. …“
Ich hab‘ jetzt mal so richtig gelacht (kopfschüttel) … ich habe bis jetzt jede Asiatische Hornisse getötet, dazu brauche ich keine Fördermittel.
Das darf doch alles nicht wahr sein 🙄
Da ist die Pharmaindustrie gefragt.
Wenn es sich noch nicht lohnt, mit der chemischen Keule dran zu gehen …
aber wenn sie zu übermächtig werden, dann soll bitteschön ein Mittel da sein.
Die Entwicklung bis Zulassung dauert 10 Jahre.
Guten Morgen
Wenn das Bundesumweltministerium die asiatische Hornisse als weit verbreitet einstuft, wird die Förderung für ein zurücktrenen nicht all zu lange Bestand haben.
Nun haben unsere Bienenzüchter nicht nur ein Problem mit der Varoamilbe sondern auch gleich noch mit der asiatischen Hornisse und sie werden wie alle Landwirte mit ihren Problemen allein gelassen.
Eher bekommen sie noch Auflagen die sie erfüllen müssen.
Wünsche allen einen schönen Tag.
Jek, das größte Problem ist die Zuckerpampe, die überall als Fake-Honig verkauft wird und die Preise unwirtschaftlich macht. Immerhin wird nach Veröffentlichungen von Imkerverbänden dagegen vorgegangen.