Monate: Januar 2018

Deutschland blüht auf!

Das ist das Ziel der Initiatoren, die möglichst viele Menschen auffordern, im kommenden Frühjahr Blühstreifen im Acker oder Blumenwiesen im Garten anzulegen. https://www.wir-machen-euch-satt.de/presseinformation/ Damit soll ein Zeichen für die Bemühungen der Landwirte in ganz Deutschland für die Artenvielfalt gesetzt werden. Um auf diese Naturschutzmaßnahmen hinzuweisen, sollen im Januar Blühmischungen in den Städten und Gemeinden verteilt werden mit dem Versprechen, das Landwirte das ganze Jahr über für eine reichhaltige Blütenvielfalt auf ihren Feldern sorgen werden. Möglicherweise entstehen so im Dialog auch gemeinsame Aktionen mit Kommunen oder Privatpersonen, die sich ebenfalls an der Aktion mit einer Blüh-Ecke in ihrem Garten beteiligen können. Darüber freuen sich nicht nur die Insekten! E ist eine „Karte der Teilnehmer“ freigeschaltet, in der sich jeder gerne eintragen darf. Dauert weniger als eine Minute. Ich bin schon dabei, aber auf der Karte ist noch Platz 🙂 Also macht mit! Dialog ist konstruktiver als Protest! Euer Bauer Willi  

Was war, was wird – eine Wende?

Wo wird die Landwirtschaft in 10 oder 15 Jahren stehen? Eine nüchterne Betrachtung. Und meine ganz persönliche Meinung. Ich fange damit in unserer Gemeinde an. Schon heute weiß ich von mindestens einer Handvoll Betriebe, die in den nächsten 5 Jahren ihre Tore zumachen werden. In allen Fällen fehlt der Hofnachfolger, obwohl meist Kinder da sind. Doch keines von ihnen will den Betrieb übernehmen. Und das hat viele Gründe, doch dazu später. Weniger und größere Betriebe Folglich werden die Flächen an die wenigen, großen Betriebe verpachtet. Die Hofgebäude werden, wo es möglich ist, für diverse Zwecke an Nicht-Landwirte vermietet, damit die Instandhaltung daraus finanziert werden kann und auch noch für eine kleine Aufstockung des Altersgeldes reicht. Wenn es ganz eng wird, werden auch ein oder zwei Hektar verkauft. Land ist knapp und teuer. Aus Begegnungen mit anderen Landwirten weiß ich, dass es anderswo nicht anders aussieht. Aber man redet nicht gerne darüber. Oft haben Generationen vorher den Hof schon bewirtschaftet und die Aufgabe der Landwirtschaft wird als Verrat an den Vorgängern empfunden. Oft auch als eigene Schwäche und Versagen. Also lieber schweigen, versuchen, es …

Neujahr

Ich habe an Silvester über WhatsApp, Messenger und SMS viele Karten, „lustige“ Videos von rutschenden Elefanten, sektschlürfenden Gänsen oder Zeichentrick-Feuerwerken geschickt bekommen. Da wollte ich doch mit einer sinnentleerten Bauern-Weisheit auf dem gleichen Niveau mitspielen. Was besseres ist mir nicht eingefallen. Gut, vielleicht noch ein Katzen-Video. Das geht immer. 😉 Der Sinn Ohne dass wir etwas dazu tun legt die Erde auch  im Jahr 2018 rund 240 Millionen Kilometer auf ihrem Weg um die Sonne zurück.  Mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit. Und wir merken nichts davon. Genau so wenig merken wir davon, dass sich die Tageslänge ständig verändert. Es sind eben nicht exakt 86.400 Sekunden, die einen Tag ausmachen. Wir haben es uns nur so zurechtgelegt. Wir brauchen Ordnung. Wir werden 365 mal erleben, dass Sonne und Mond auf- und untergeht. Wir tun nichts dazu. Unser persönliches Verfallsdatum ist schon programmiert, wir wissen aber nicht, wann es eintritt. Und wir werden es nicht beeinflussen. Das Wetter werden wir so annehmen, wie es kommt. Wir können und werden es nicht ändern.  Das Wetter ist chaotisch, unordentlich. Es hält sich …