Inspiriert durch einen Mail von Bauer Fritz, der hier auch schon geschrieben hat, habe ich mir jetzt ein paar eher philosophische Gedanken dazu gemacht, wie es um die Wahrheit bestellt ist. Hat jetzt nicht nur was mit Landwirtschaft zu tun, aber irgendwie doch auch. Wer es mit geistiger Arbeit nicht so hat, kann ja gleich wieder wegklicken. Unsere Welt ist komplex. Viele, zu viele Informationen stürmen auf uns ein, ob wir es wollen oder nicht. Überschrift lesen und die Meinung steht. Komplexität ist eher unerwünscht, weil es uns zwingt, in Zusammenhängen zu denken, den Grund dahinter herauszufinden. Viele suchen einfache und schnelle Erklärungen für Dinge, die man weder schnell noch einfach erklären kann. In der Landwirtschaft gibt es dazu viele Beispiele: Monokulturen, Nitrat, Gentechnik, Subventionen. Alles keine Themen, die man in fünf Minuten umfassend darstellen kann. Von verständlich machen erst gar nicht zu reden. Das gilt auch für Flüchtlingskrise, Brexit und das Phänomen Trump, Erdogan oder Victor Orban. Mir geht das jedenfalls so. Wir lesen, hören oder schauen oft nur noch, was unsere bereits vorhandene Meinung …