Bauer Willi
Kommentare 156

Klare Ansage von Frau Künast

Diese aktuellen Aussagen von Renate Künast sind deutlich: „Die gesellschaftliche Betriebserlaubnis für diese Art der Tierhaltung ist abgelaufen“.

VWLZ7800[1]

Sie redet dann noch von Fairness und Aufrichtigkeit gegenüber den Bauern.

Mein persönliches Fazit: Es muss die Frage gestellt werden, ob die Tierhaltung in Deutschland noch eine Zukunft hat.

Die Bildqualität ist nicht gut. Aber es kommt auch mehr darauf an, was sie sagt.

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156 Kommentare

  1. Heinrich Steggemann sagt

    Meine Schlachtsauenlieferung an Westphal ist heute ausgefallen. Die aktuelle Ferkelpartie für den freien Markt wartet seit letzter Woche auch auf ihre Vermarktung.

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  2. Thomas Apfel sagt

    Herr, verzeih ihnen nicht, denn sie wissen genau was sie tun! Keiner von den Anhängern der Ernährungswende und dem „Ablaufen der Betriebserlaubnis“ hat die Möglichkeit Binnengrenzen einzuziehen und so den Markt abzugrenzen (außer vielleicht die Schweiz, die das zum Teil ja auch macht). Die Aktionen werden also letztlich nicht umsetzbar sein. Die werden es auch nicht schaffen die Landwirtschaft als solche völlig gegen die Wand zu fahren. Das Ziel ist ja letztlich auch nur eine „Pro Bio Gesamtstimmung“ zu erzeugen um die Absatzschwierigkeiten für teures Bio-Fleisch zu verbessern.
    Aber, die haben bei vielen Menschen ein Gefühl erzeugt, dass die moderne Landwirtschaft starr, uneinsichtig und schädlich für die Zukunft ist. Das ist zwar ein bisschen, als würde ich Küche, Vorratskammer und Garten zerschlagen würde, weil ich den Gärtner und den Koch nicht leiden kann, aber ohne die Konsequenzen zu beachten, fest in den Köpfen sehr Vieler verankert. Eine „Wahlentscheidung“ wird daran nichts ändern. Es ist nämlich kein spezielles Anliegen der Grünen, sondern über „Du bist was Du isst“ speziell in den Politikerkreisen Konsens über alle Parteien, bei einigen mehr im Hintergrund bei anderen ganz offen zu Schau getragen. Die Vergiftung der Atmosphäre haben die Grünen angefangen, aber schon lange nicht mehr allein zu verantworten.

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    • Stadtmensch sagt

      Die zentralen Strukturen sind Mist! Die Strukturen zur Produktion und Verarbeitung lw. Produkte sollten nicht so zentralisiert sein, dass sie dadurch „systemrelevant“ werden
      https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/juli/das-grosse-schlachten

      „Der Kontrast der Bilder, auf denen Farmer Getreide vernichten und Milch auskippen, zu anderen, die leere Supermarktregale zeigen oder hungrige, stundenlang an Tafeln anstehende Amerikaner, illustriert eine irrsinnig gewordene Effizienz. Heute gibt es in den USA de facto zwei separate Nahrungsmittelketten, die jeweils ungefähr die Hälfte des Marktes bedienen.“

      „Der Präsident und Amerikas Fleischesser – von den Beschäftigten der Fleischindustrie gar nicht zu reden – wären niemals derart in die Bredouille geraten, hätte nicht die Konzentration dieser Branche uns Lieferketten beschert, die so anfällig sind, dass die Schließung eines einzelnen Betriebs die Versorgung auf jeder Stufe, von der Farm bis zum Supermarkt, ins Chaos stürzen kann. “

      Die Politik sollte die Begehren der Kaufleute künftig viel besser prüfen und mal weiter denken! Das Moralisieren ist Clickbaiting der Medien, weil wir so darauf abfahren – leider.

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  3. Elisabeth Ertl sagt

    Auch wir in Österreich hatten kürzlich einen Tierhaltungsskandal, auch bei uns gibt es jetzt Corona in Schlachthöfen, und es gibt ein Tierschutzvolksbegehren. Das Thema hat Gewicht. Aber so aggressiv wie in diesem Beitrag aus Deutschland geht es hier nicht zu. Eine recht interessante und sachliche Diskussion zwischen einem Fleischproduzenten und einem Tierschützer: https://www.derstandard.at/story/2000118287783/schnitzel-vom-misshandelten-schwein-einzelfall-oder-system-in-oesterreich

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  4. Ferkelhebamme sagt

    In Gütersloh wird derweil aus politischer Profilierungssucht der Neustart von Tönnies verzögert, auf Kosten der Tiere. Die wissen garnicht, was sie da anrichten.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Die Frage ist halt, ob man noch ohne irgendeinen Schaden aus diesem System aussteigen kann. Was bei Tönnies passiert, ist skandalös, und die Tierhaltung zu großen Teilen auch – diese Feststellung muss erlaubt sein ohne Schuldzuweisungen an bestimmte Beteiligte, es sei denn an jene, die abkassieren ohne gearbeitet zu haben. (Dieser Verzicht auf gegenseitige Schuldzuweisung Produzent/Konsument gefällt mir übrigens an der oben verlinkten österreichischen Diskussion, denn wo sich zwei streiten, freut sich der Dritte, nämlich das Kapitalsammelbecken). Dort wo abgecasht wird, lässt sich ohne massiven Druck und ohne Kollateralschaden wohl nichts mehr ändern.

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      • Arnold Krämer sagt

        Frau Ertl, wie kommen Sie dazu, das was bei Tönnies passiert ist, als skandalös zu bezeichnen und dasselbe auch noch einmal für einen Großteil der Tierhaltung?
        Ferkelproduktion ist etwas anderes als Schweinemast.
        Schweinemast ist etwas anderes als Schlachtung und Zerlegung.
        Schlachtung und Zerlegung ist wiederum etwas anderes als die Unterbringung/die Wohnverhältnisse der Arbeitnehmer. Die Wohnverhältnisse sind etwas anderes als der soziale Umgang der Menschen. Die Verantwortlichen sind jeweils andere.

        Die kapitalistisch organisierte Nahrungsmittelerzeugung ist hochgradig spezialisiert und arbeitsteilig unterwegs, auch in Österreich. Deshalb war sie auch in der Lage, für Lebensmittelpreise zu sorgen, die es möglich machen, dass nur rund 10-15 % des Einkommens für LM ausgegeben werden. Die Marktmacht des Handels kommt ergänzend als Ursache hinzu.

        Übrigens gab es beim Tönnies- Schlachthof im emsländischen Sögel nur einige sehr wenige positiv getestete Mitarbeiter über den gesamten Zeitraum seit März 2020. Auch die anderen Schlachthöfe in Weser- Ems hatten bis auf sehr wenige Ausnahmen keine Probleme

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      • fingerphilosoph sagt

        Man kann für oder gegen Tönnies sein, keine Frage, aber eines muss man doch klar stellen: Die Fleischbetriebe galten in der Corona-Krise als systemrelevant, ebenso wie die Krankenhäuser und Altenheime. Ergo gab es bei Tönnies keinen Lockdown. Nachdem nicht-systemrelevante Einrichtungen wie päpstliche Ostermesse, Fußballstadien, Konzerthäuser, Buch- und Klamottenläden geschlossen hatten, hat sich das Corona-Virus die Wege gesucht, die ihm noch geblieben sind, und das waren neben Krankenhäusern, Altenheimen und Supermärkten eben auch die Tönnies-Betriebe.

        Anfänglich gab es noch zahlreiche Berichte über Corona-Infektionen in Krankenhäusern, das hat dann aber im Lauf der Krise aufgehört, vielleicht, weil niemand mehr in die Krankenhäuser gegangen und die Zahl der Herzinfarkte wundersamerweise um 30% zurückgegangen ist?

        Wenn man den Tönnies-Betrieben wohlwollend gegenüber stünde, hätte man argumentieren können, dass die Angestellten zum Wohle der Bürger erhöhte Risiken eingegangen sind und Prämien verteilen können, wie man das beim Pflegepersonal gemacht hat. Umgekehrt hätte man auch darauf hinweisen können, dass die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern das Pflegepersonal überlasten und dort mehr Gehalt, bessere Verträge und bessere Arbeitsbedingungen einfordern können. Ohne das Pflegepersonal aus dem Ausland würden die Krankenhäuser ebensowenig funktionieren wie die Spargelernte.

        Da man der Fleischindustrie in den Medien aber grundsätzlich ablehnend gegenübersteht, sind nun die Unterbringung der Arbeiter, die Werkverträge, überhaupt die Praxis, Tiere zu töten, an den Infektionen schuld. Im Falle von Tönnies wurde das Corona-Virus im Rahmen der allgemeinen Kampagne gegen den Fleischkonsum benutzt.

        Vermutlich gibt es genug Gründe, um die Großschlachtereien zu kritisieren, aber das kann man auch auf faire Weise tun.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat Filosof: „Im Falle von Tönnies wurde das Corona-Virus im Rahmen der allgemeinen Kampagne gegen den Fleischkonsum benutzt.“

          Und genau DAS ist doch das perfide an Medien, Politik und Tierschützer etc. Wenn solche Korrelationen in anderen Bereichen gemacht würden, oder gamacht worden wären, dann müsste man Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Religionsfreiheit ins Feld führen. Warum die Landwirtschaft sich nicht vehement gegen eine Verknüpfung der Problemfelder eingebracht hat, hab ich vom ersten Tag der Verunglimpfung an nicht verstanden.
          Auch wenn die Arbeiter eine faire Bezahlung und beste Unterkünfte bekämen, würden die gleichen Arbeiter am gleichen Band die gleiche Tätigkeit verrichten….es sei denn, man verteufelt den Fleischkonsum und diffamiert gleich die ganze Erzeugerkette und versucht so einen Systemwechsel zu erzwingen. Die Bauern halten still, weil man Tönnies den Tritt in den Hintern gönnt, merkt aber nicht, dass man selbst getreten wird? OmG

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          • firedragon sagt

            Herr Seevers,
            wenn ich jemanden einen Tritt in den Hintern gönne, dann halte ich doch nicht still. Das entbehrt jeglicher Logik.
            Muss Ihnen allerdings zustimmen, ich verstehe nicht, dass Unterkünfte von Menschen mit Tierhaltung so einfach in einen Topf geworfen werden können, alles durchgerührt wird und dagegen irgendwie keiner was sagt.
            Man stelle sich vor bei einem Autobauer werden die Bandarbeiter positiv auf eine Krankheit getestet. Die Politik stellt sich hin und beklagt die „ganze Kette“, wie schlecht doch alles ist. Jeder Zulieferer würde in die Mangel genommen, Werksverträge verboten etc….

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          • Ferkelhebamme sagt

            Ich bin absolut kein Freund von Mr. Hauspreis, aber die Hetze gg. Tönnies und die Machtspielchen die in Gütersloh jetzt gespielt werden müssen aufhören. Die Aussagen der Landräte von GT und WAF folgen gerade dem (vermeintlichen) Mainstream, und ich vermute, dass die sich im Nachgang noch warm anziehen können.
            Darunter leiden müssen aber jetzt die Schweine und die Bauern. C.T. kann das locker aussitzen (wenn auch mit Blessuren), denn das Fleisch in den Discountern wird knapp.

            https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/bauerndemo-guetersloh-toennies-schliessung-102.html

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            • Reinhard Seevers sagt

              „Zudem löste er bei den Bauern vor dem Kreishaus großen Widerspruch aus, als er sagte, er erwarte strukturelle Veränderungen in der Fleischindustrie. „Ich bin davon überzeugt, dass es diese Riesen-Betriebe mit 6000 oder 7000 Mitarbeitern in Zukunft nicht mehr geben wird, wenn der Arbeitsschutz eingehalten werden muss, wenn die Abstände eingehalten werden müssen. Das wird kleiner werden müssen, das wird weniger werden müssen“, so Adenauer.“

              Welches Wissen um die Fleischerzeugung und Schlachtung hat der Vollpfosten? Wieso sollte es solche Schlachthöfe in Zukunft nicht mehr geben? Blödsinn. Wenn Abstände am Arbeitsplatz in Zukunft branchenübergreifend in Frage stehen sollten, dann gute Nacht Herr Adenauer…..denn nur auf eine Branche bezogen, wird das Grundgesetzlich wohl kaum gehen.

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              • Stadtmensch sagt

                „Wieso sollte es solche Schlachthöfe in Zukunft nicht mehr geben?“

                Leider hat es sich durchgesetzt, dass die Tierhaltung in D in wenigen Landesteilen konzentriert ist. Daraus folgen diese riesigen Verarbeitungszentren. Daraus folgen die Probleme mit den Stoffströmen uswusf. Dem Osten fehlt der organische Dünger aus der Tierhaltung im Westen fällt zu viel davon an.

                Verfahrene Kiste. Ist logisch, dass alle, die ihr Glück an diese unharmonische Struktur gehängt und entsprechend investiert haben, nun sauer sind.

                Aber keine Angst, es wird sich exakt nichts ändern. Wie Bauer Willi schon sagt: In ein paar Monaten kräht kein Hahn mehr danach.

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                • Obstbäuerin sagt

                  Stadtmensch, wieviele kennst Du in Deinem Umfeld, die gern einen regionalen kleinen Schlachthof betreiben möchten. Das Investitionskapital liegt vielleicht bei 10 Millionen € – inclusive privatem Risiko, weil ein kleiner Schlachtbetrieb betriebswirtschaftlich ineffektiv ist.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Die Landwirtschaft arbeitet täglich an Lösungen der Stoffströme, hier z.B.:
                  https://www.ibbk-biogas.de/termine/gaerrest-2020/

                  Man kann die Lage als Außenstehender immer als Unheilbringend betrachten. Dennoch gibt es Unzählige, dies es als Chance begreifen….erstere bringen uns nicht weiter.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wenn ich eine Beratungsempfehlung abgeben dürfte: Es werden zukünftig Bundesweit „mobile“ Schlachter und Schlachtanlagen benötigt! Es fehlt an kleinsten Einheiten, die flexibel die Betriebe anfahren können, welche eine eigene Vermarktung mit Streichelschweinen aufbauen möchten….es gibt aber keine Schlachter und keine Schlachträume.

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                • Stadtmensch sagt

                  Es ist wie in der Gastronomie: Keiner will mehr Koch werden, weil man eh nur noch Fertigprodukte aufwärmen muss. Was mich stört ist, dass alle den Kapitalismus (bzw die Idee dahinter) und sein „alles über einen Kamm scheren“, wollen (müssen). Nicht mal ideell hast du noch Möglichkeiten für Alternativen. Siehe Starbucks: ein paar Hipster wollten mal köstliche Kaffee trinken und dann kam ein studierter Ökonom zu der kleinen Runde dazu. Das Ende vom Lied kennen wir: Die Idee ist zur Farce geworden und nicht mehr schön. Keine Chance. Man muss warten bis Energie und Rohstoffe Mangelware sind…

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Stadtmensch, die kleinen Schlachthöfe mussten wegen überbordender Bürokratie, Unwirtschaftlichkeit und fehlender Fachkräfte, bzw. Nachfolger dicht machen. Genau wie die kleinen Höfe. Jetzt mit Volldampf zurück? Wie soll das gehen? Wer soll es machen? Wer soll es finanzieren?

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                • Stadtmensch sagt

                  @Ferkelhebamme, nein. Never change a running System. 😉
                  Den Dampfer hält niemand auf. Vierzig Jahre ist die Zeitkonstante. Wer wagt darüber hinaus eine Prognose, um jetzt die richtigen Weichen zu stellen?

                  Beim Stallbau sehe ich irgendwie viel Optimierungspotential bei der Energieeinsparung und Abluftbehandlung. Aber ok – glattes Eis…

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                • fingerphilosoph sagt

                  @ Stadtmensch
                  Der Kapitalismus ist die Antwort auf die ersten Hochkulturen, die samt und sonders an der staatlich verordneten Planwirtschaft gescheitert sind: Sumer, Akkad, Ägypten und wie sie alle heißen. Die gesellschaftliche Ordnung, die Du gerne durchsetzen möchtest, hat damals nicht funktioniert, genausowenig wie sie im letzten Jahrhundert als staatlich verordneter Kommunismus funktioniert hat. Sie funktioniert bei China derzeit nur deshalb, weil China den Kapitalismus gerade in sein System integriert. Ich möchte trotzdem nicht im chinesischen System leben. Die Alternative wäre die Anarchie mit Abschaffung des Staates, aber das hast Du auch schon mal negativ angekreidet. Was für ein Modell bleibt dann noch? Mir fällt nur die Ökodiktatur ein, in der eine durch Weltuntergangsfantasien in Panik geratene „Elite“ nicht nur jedes CO2-Molekül, jeden Virus und die Flugkurve eines jeden Insekts kontrollieren will, sondern auch noch jeden Furz, jeden Gedanken und jedes Gefühl ihrer Mitmenschen.

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                • Stadtmensch sagt

                  @Fingerphilosoph, die Bergbäuerin hatte doch eben erst verlinkt, dass Ägypten und viele andere Großreiche hauptsächlich an Klimaveränderung mit einhergehender Ressourcenknappheit und durch Übernutzung der Ökosysteme kaputt gegangen sind-
                  Wenn du der Meinung bist, dass wir kein Problem mit einer offensichtlichen Klimaveränderung haben, bin ich ja beruhigt. Hier im Forum gibts sogar Leute, die können in einem mittleren weltweiten Temperaturanstieg von 3 K kein Problem erkennen…
                  Kapitalismus hin oder her – das ist nur Kopfsache. Real sind für Menschen langfristig funktionierende Stoffkreisläufe (also länger als 200 Jahre). Dafür muss ein Bewusstsein in die Köpfe! Nicht für billige Currywurst auf dem Pappteller. Zur Not wie bisher üblich mit Gewalt (in sublimierter Form). Duck-und-wech

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Stadtmensch, unsere PV Anlage auf den Ställen produziert so viel Strom, wie wir im Jahr verbrauchen, Wärme aus der Biogasanlage vom Nachbarn, alle Lüfter sind Hightech-Stromsparvarianten. Sollten wir zubauen, sind wir zu energiefressenden Abluftwäschern gezwungen. Wenn du noch Ideen hast, her damit! Durch kostenintensive staatliche Verordnungen (Bisher u.a. Spaltenbodentausch in der Mast, weil Schlitze 1 mm zu breit, feste Flächen unter der Sau im Abferkelstall (die Sauen finden‘s sch…), Dach für Güllebehälter, eigentlich Narkosegerät, solange wie möglich machen wir aber Ebermast, Mindestlohn, und, und, und) stehen wir ständig kurz vor der Pleite. Mach mal Vorschläge, wie wir aus dem System aussteigen sollen. Und wenn du glaubst, die Händler schreien Hurra, wenn du ihnen darlegst, wie toll regional du bist, muss ich dich leider enttäuschen. Und komm mir jetzt bloß nicht mit Hofladen

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                • fingerphilosoph sagt

                  @ Stadtmensch
                  Die Ressourcenknappheit und Übernutzung der Ökosysteme war das Ergebnis von staatlicher Planwirtschaft, die die noch aus der Jäger- und Sammlerzeit stammenden vielfältigen Nahrungsnetze der frühen Ackerbauern/Nomaden zerstört hat. Die Planwirtschaft sah überwiegend den Anbau von Getreide vor, weil mit Getreide am besten kalkuliert werden konnte. Sowohl was die zu erwartenden Erträge, als auch als Bezahlung der Arbeiter anging, bspw. in Form von Bier. Und bei diesem tollen „Plan“ genügte dann in der Tat schon eine an sich unbedeutende Klimaveränderung, die nicht mal der in der Kleinen Eiszeit entsprach, und die Staaten zerfielen.

                  Bei diesen Klimawandel-Diskussionen fallen mir die Maya ein. Die steigerten sich in den Wahn hinein, jeden Tag mindestens einem Menschen das Herz rausreißen und der Sonne entgegenhalten zu müssen, weil sie glaubten, ohne diese Handlung würde die Sonne nicht mehr aufgehen. Und natürlich ging die Sonne jeden Tag auf. So ähnlich verhalten sich die Klimawandel-Adepten. Sie glauben, Opfer bringen bzw. Opfer von anderen verlangen zu müssen, damit das Klima sich gemäß ihren Wünschen verhält. Statt eines blutigen Herzens sind heute Fleischverzicht und CO2-Zertifikate der Fetisch. Wissenschaftlich verkleidetes magisches Denken löst jedoch nur Probleme, wenn sie keine sind, siehe Maya.

                  Die Vorstellung langfristig funktionierender Stoffkreisläufe entstammt dem technischen Denken, wobei technische Abläufe auf die Natur übertragen werden. Die Natur funktioniert jedoch nicht nach den ihr unterstellten, aus der Technik abgeleiteten Algorithmen. Alles, was Du denkst, was in Zukunft in Sachen Klima eintreten wird, gehört in den Bereich des Glaubens, nicht des Wissens. Also überlege Dir gut, was Du notfalls auch mit Gewalt durchsetzen willst.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ferkelhebamme, zum Beitrag des Stadtmenschen in Bezug auf die Optimierung von Stallbauten wollte ich zuerst auch was schreiben….dann habe ich Abstand genommen, ich denke so ein Stadtmensch muss es besser wissen, als jemand, der seit 30 Jahren das Gebiet beackert und dazu noch ein Studium und eine handwerkliche Ausbildung nutzen konnte….neee, Stadtmenschen sind einfach so viel klüger. Wir sollten sie endlich ans Ruder lassen….wir sind einfach zu blöd.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Volle Zustimmung. Ich weigere mich, bei meinen Schafen in Richtung Inzucht zu gehen, damit die Lämmer nachher in irgendeine Schlachtstraße passen. Im Umkreis von ein paar Kilometern gibt es drei kleine Lohnschlachtereien, über die ich meine Tiere vermarkten kann, und sie werden mir aus der Hand gerissen, speziell jetzt nach Corona, wo regional plötzlich einen Riesenaufschwung erlebt. Für mich ist die Fleischvitrine des Supermarkts schon lang tabu, ich kauf auch nur Fleisch bei Bauern, deren Tierhaltung ich kenne. Und ich verstehe jeden Konsumenten, der das gerne so halten würde und sich ärgert, dass er als Städter da einen erschwerten Zugang hat.

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                • Stadtmensch sagt

                  @fingerphilosoph:

                  „war das Ergebnis von staatlicher Planwirtschaft“

                  Du hast recht. Es irrt der Mensch so lang er strebt.
                  Nur ist es keine staatliche Planwirtschaft, sondern mindestens seit Erfindung des Merkantilismus
                  eine Mischung aus staatlichen und privaten Interessen. Die Akteure sind auf den maßgeblichen Seiten teilweise identisch. Gerade in der Landwirtschaft.

                  „Wissenschaftlich verkleidetes magisches Denken“
                  Das fällt schnell auf.

                  „Die Natur funktioniert jedoch nicht nach den ihr unterstellten, aus der Technik abgeleiteten Algorithmen“
                  Umgekehrt wird ein Schuh draus!

                  @Reinhard:
                  Ein Architekt ist kein Verfahrenstechniker, ein Verfahrenstechniker ist kein Chemiker, ein Chemiker ist kein Biologe.

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                • Mark sagt

                  @f…ph
                  „Bei diesen Klimawandel-Diskussionen fallen mir die Maya ein. Die steigerten sich in den Wahn hinein, jeden Tag mindestens einem Menschen das Herz rausreißen und der Sonne entgegenhalten zu müssen, weil sie glaubten, ohne diese Handlung würde die Sonne nicht mehr aufgehen. Und natürlich ging die Sonne jeden Tag auf. So ähnlich verhalten sich die Klimawandel-Adepten. Sie glauben, Opfer bringen bzw. Opfer von anderen verlangen zu müssen, damit das Klima sich gemäß ihren Wünschen verhält. Statt eines blutigen Herzens sind heute Fleischverzicht und CO2-Zertifikate der Fetisch. Wissenschaftlich verkleidetes magisches Denken löst jedoch nur Probleme, wenn sie keine sind, siehe Maya.“

                  Erstklassig analysiert und formuliert!!!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch, die Stallbauplanungen basieren auf den Erkenntnissen von Verfahrenstechnikern, Biologen, Chemikern, Landwirten, Tierärzten, Tierverhaltensforschern, Ökonomen, Maschinenbauern,
                  Umweltschutzfachleuten usw…..nur gar nicht auf denen von Stadtmenschen, das wird sich ja zunehmend ändern, wie es scheint.

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                • Stadtmensch sagt

                  @Reinhard: ich weiß doch 😉

                  Was ist mit Holzkohle? Habe aufgeschnappt,dass man damit Güllebehandlung machen kann, damit nicht so viel Ammonjak entsteht. Also muss man dann doch auch nicht mehr so viel rauswaschen, filtern etc.?

                  Was ist mit Wärmetauschern, die eine mit Ammonjak gesättigte Stallluft kondensieren lassen. Kältequelle Erdreich?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch, Wärmetauscher sind seit über 30 Jahren im Einsatz, mal mehr, mal weniger, je nach Energiekosten. Wenn ein Betrieb eine Biogasanlage hat, wird er keinen Wärmetauscher einsetzen.
                  Güllezusätze und Ansätze zur Ammoniakreduzierung gibt es seit noch mehr Jahren. Es gibt wissenschaftliche Arbeiten dazu jede Menge.
                  Die neuste Idee ist die Trennung von Harn und Kot, damit erst gar keine Reaktion zur Entstehung von Ammoniak entsteht. Dieses Verfahren hatten die Niederlande vor 20 Jahren bei Rindern bereits probiert, hat sich aber nicht durchgesetzt und wurde bei uns auch nicht anerkannt….usw. usw.

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                • Stadtmensch sagt

                  @Reinhard,

                  „damit erst gar keine Reaktion zur Entstehung von Ammoniak entsteht“

                  Warum wird dann immer fleißig mit dem Schlauch gespritzt. Das vermischt sich doch alles mit der Gülle und dann gehts ab. Oder warum tut man sich so schwer mit der Abdeckung der Güllebehälter?

                  Ammoniak wird zu Dünger und landet irgendwo im nächsten Waldstück oder sonstwo und dann ist es wieder keiner gewesen.

                  Sorry für die Flapsigkeit, ich nehme hier jede(n) ernst 😉

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Obstbäuerin.

                  In Offenburg wurde den Betreibern des Schlachthofes gekündigt, von der Stadt der das Gebeute gehörte.
                  Ein angedachter Neubau wurde nicht realisiert, weil keine Investoren sich bereit erklärten. Edeka, die den größten Teil der Schlachtungen durchführen ließen, lässt jetzt in Crailsheim schlachten, in 230 Km Entfernung.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt
                • Ferkelhebamme sagt

                  Möchte sich jemand eine Schlacht-Sau in den Garten stellen? Ich brauche Platz!!

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            • sonnenblume sagt

              Corona war für die Bevölkerung nicht greifbar, genau so wie eine Grippewelle. Jetzt hat Corona aber einen Namen und ein Gesicht bekommen und das gilt es zu bekämpfen. Ob die ganzen Umstände im Betrieb für die Bevölkerung der alleinige Auslöser für die Protesste sind kann man anzweifeln. Auf jeden Fall werden alle Unannehmlichkeiten die Corona mit sich gebracht hat und auch allgemeine Unzufriedenheiten mit der eigenen Situation in diese Proteste einfließen. Die Benennung der Produkte von Tönnies unterstüzt das alles. Wenn Tönnies beseitigt ist, dann ist Corona beseitigt und allen Menschen geht es blendent, oder wie?

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            • Arnold Krämer sagt

              „……..stehen wir ständig kurz vor der Pleite. Mach mal Vorschläge, wie wir aus dem System aussteigen sollen“. (Frage an Stadtmensch gerichtet)

              Was läuft falsch bei Ihnen im Betrieb. Die Einkommenspotentiale sind doch da, wenn ich Ihre Beiträge über die Monate so verfolge.
              Von außen kann man das schlecht beurteilen. Warum sollten Sie aussteigen? Was für Alternativen gibt es? Wie können die Potentiale genutzt werden? Buchabschlüsse auf den Tisch, Vollkostenrechnung für die Betriebszweige erstellen. Knallharte Analyse und dann Gewohnheiten ändern. Es muss anders werden, damit es besser wird!

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              • Ferkelhebamme sagt

                Eben diese beständige Änderung verhindert die Konsolidierung. Und der Mut, sich mit Behörden anzulegen, ist ganz schön teuer: ein hoher fünfstelliger Betrag für Gutachten ist in den letzten Jahren draufgegangen. Schönen Gruß an den Metzger, der an die Politiker glaubt, die sein Konzept doch eigentlich so haben wollen…
                Teilerfolg haben wir errungen, liegt in der Schublade, doch die neuen Verordnungen lassen die Wirtschaftlichkeit der Sauenhaltung in Zukunft stark bezweifeln.
                Ausstieg 1. weil wirtschaftlich nicht machbar ( erstmal abwarten, was jetzt passiert), 2. der gesellschaftliche Druck. Wie man am Beispiel des schleswig-holsteinischen Kuhbetriebes sieht, kann man vermeintlich alles richtig machen, um dann wegen einer Kleinigkeit öffentlich gesteinigt zu werden. Hab keine Lust, für einen gehirnamputierten Mob meine Familie aufs Spiel zu setzen. Wenn die Justiz da nicht bald einschreitet, ist das ein sehr ernstzunehmender Punkt. Wir sind auch nur Menschen.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Wenn Sie eine permanenten Kampf mit Behörden etc. führen (müssen), kostet das nicht nur Geld, sondern Konzentration und Energie, die für das Kerngeschäft (produzieren, einkaufen, verkaufen) fehlen. Das halten Sie dann aber tatsächlich nicht lange durch.
                  Am besten kommen im Moment nach meiner Erfahrung alle die Landwirte zurecht, die ihren Betrieb in den letzten Jahren auf Vordermann gebracht und ökonomisch „rund“ gemacht haben, sich jetzt auch ein wenig „abschotten“ und nicht zuviel an sich heran kommen lassen. Hoffentlich sind Sie nicht allzu weit von einer solchen Position entfernt.

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    • bauerhans sagt

      Clemens wird sich zu helfen wissen.
      der hat die besten anwälte und gute beziehungen zu Putin.

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      • fireblader sagt

        Tönnies wird die Konsequenzen aus dem Umgang mit ihm und seinem „Laden“ ziehen. Und das wird heissen : keine weiteren Investitionen mehr an diesem Standort,, und evtl. auch den anderen in unserem Land. Im Osten ist vieles einfacher für ihn.
        Wir Schweinehalter werden dafür noch bezahlen.

        Ich stelle mir vor, dass das in der Schweinehaltung ähnlich abläuft, wie bei Legehennen. Die Produktion wird grösstenteils abwandern. Es wird eine „andere“ Art Produktion entstehen, vergleichbar den Mobilstäällen bei Hühnern. Mit ähnlichen Folgen für den Produktpreis. Eier aus Hühnermobilen kosten etwa das 3-4 fache dessen, was man vorher für Käfigeier aussgeben musste. Dasselbe Preisgefüge könnte sich auch bei Schweinen einstellen. Für Harz4ler wird die Currywurst dann unerschwinglich.

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    • Reinhard Seevers sagt

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article211119005/Nordrhein-Westfalen-Gericht-hebt-Corona-Einschraenkungen-im-Kreis-Guetersloh-auf.html

      So, jetzt muss sich der Laschet noch einmal rechtfertigen für seine Panikmache….Hauptsache Tönnies ist Schuld!
      Erst die Kirchenbesuche freigeben, dann Tönnies als Ursache allen Übels bezeichnen, dann merken, dass durch Kirchenbesuch Infektion ausgelöst wurde, dann aber den Kreis noch einmal eine Woche dicht machen und den Hass auf Tönnies verstärken und nun ein Gerichtsurteil, das diese Handlung als falsch bezeichnet…..als hätte die SPD nicht genug Probleme.

      1
  5. Elisabeth Ertl sagt

    So wie der Aufstieg der Städte an die Produktivität der Landwirtschaft geknüpft war, so lief auch ihr Niedergang parallel mit landwirtschaftlichen Problemen: Klimaveränderungen mit ausbleibenden Nilhochwassern trugen zum Niedergang des Alten Reiches Ägyptens bei. https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Alten_%C3%84gypten#Aufstieg_regionaler_Zentren,_Niedergang_der_Zentralherrschaft
    Das Neue Reich zerbrach an einer Vorsorgungskrise mit Nahrungsmitteln: Unter Ramses VII. stiegen die Getreidepreise drastisch, wie Dokumente aus der Arbeitersiedlung von Deir el-Medina zeigen. Infolge der Teuerung kam es zu Plünderungen der Nekropole, die unter Mitwirkung der lokalen Autoritäten stattfanden …Panehsi, der Vizekönig von Nubien setzte sich in den Besitz der Kornspeicher von Theben, was ihn in offenen Konflikt mit dem Hohepriester des Amun brachte.

    In die Spätzeit Roms fielen seit dem 4. Jahrhundert verstärkt Kolonate (also die Bindung der Bauern an das Land, wobei die Kolonen auch in ihrer Amts- und Heiratsfähigkeit eingeschränkt waren). Die Ressourcen- und „Energie“versorgung des Reichs insgesamt, vor allem Nahrungsmittel und Futtermittel (in erster Linie für die Armee), aber auch menschliche Energie, also die Versorgung mit Sklaven war nicht mehr gesichert. Der unter steigenden Ressourcenproblemen leidende expansive Staat „löste“ lange Zeit erfolgreich diese Versorgungsprobleme durch die Eroberung immer neuer agrarischer Nachbarregionen. Um die Naturalsteuern aus entfernten Regionen noch eintreiben und Sklaven beschaffen zu können, mussten die Provinzialverwaltungen und das Steuererhebungssystem stark ausgebaut werden. Die Grenzerträge dieser enormen Aufwendungen sanken jedoch. Daran haben Klimawandel und Pandemien mitgewirkt. Während der 300 Jahre bis 200 n. Chr. sei das Klima relativ stabil feucht-warm gewesen und habe ertragreiche Ernten begünstigt. In der Endphase des Römischen Reiches hingegen sei das Klima instabil geworden, wie die paläoklimatische Forschung zeige. https://de.wikipedia.org/wiki/Untergang_des_R%C3%B6mischen_Reiches#Neuere_Forschungspositionen

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  6. Reinhard Seevers sagt

    Wie soll das gehen?
    Baugenehmigung zur Erweiterung und Legalisierung von 240 prod. Sauen, Genehmigung 2016, Umbau und Neubau mit viel Eigenleistung in 2019 fertig geworden. Außenbereichslage, beengte Hoflage Ecklage an Straße,
    Nun muss der Betrieb nicht nur ein neues Deckzentrum andenken, sondern auch noch zusätzliche größere Abferkelställe….. und ohne Filter geht es gar nicht……dabei hat er schon bei der Initiative Tierwohl mitgemacht und höhere Flächensprüche erfüllt…….wie soll das gehen? Ok, dann muss er wohl wieder Ställe anpachten und weite Strecken zurücklegen….

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    • Ferkelhebamme sagt

      Sauenhaltung ist sehr betreungsintensiv, mehrere Standorte sind da sehr kontraproduktiv. Wir haben Jahre für eine Baugenehmigung zur Erweiterung unseres Sauenbestandes gekämpft, ist wegen der Rumeierei der Regierung aber wohlweislich in der Schublade gelandet. Mit der ursprünglich geplanten Verdoppelung des Bestandes könnten wir mit den geplanten Neubauten nun etwa den Ist-Bestand halten. Keine Bank finanziert das.
      Und selbst die Sauenhalter, die in vorauseilendem Gehorsam schon Bewegungs-Abferkelbuchten gebaut haben, sind gekniffen, weil zu klein gebaut.

      P.S. Wie muss man sich denn hermetisch abgeriegelte Ausläufe vorstellen?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Zitat: „P.S. Wie muss man sich denn hermetisch abgeriegelte Ausläufe vorstellen?“

        Aufgrund der Tatsache, dass die Anlage gem. BimmschV einen Biofilter haben muss, muss der Auslauf mit angeschlossen werden, d.h., dass keine Abluft über Öffnungen entweichen darf. So ist der Auslauf zu einem Stall mutiert……interessant wird es werden, wenn ihm der Schlachter die Tiere nicht mehr als Schweine mit Freilauf abnimmt, weil die Werbeversprechen nicht mehr gehalten werden können:

        ….“Dazu gehört neben Aufzucht und Haltung an der frischen Luft eine doppelt so große Fläche, Stroh in den Ställen und keine Antibiotika- oder Hormonbehandlung. Das Futter baut B. großteils selbst an. Dass Ringelschwänze in diesem Umfeld nicht kupiert werden, versteht sich fast von selbst…..“

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        • firedragon sagt

          Herr Seevers,
          hatte der Schweinehalter vorher auch schon einen Auslauf, weil der Metzger damit wirbt oder sollte das ein neues Geschäftskonzept der beiden werden?
          Dann habe ich noch blöde Fragen – ich habe „Weideschweine“ gesehen, wenn man das so nennt, warum ist es dort möglich, dass diese Tiere draußen sind und nicht an einen Biofilter angeschlossen werden müssen?
          Und warum nennt sich das „Bio“filter – ist der aus biologisch abbaubaren Materialien oder warum wird der (ich nehme an Luftfilter) so genannt?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Biofilter ist ein Umgangssprachlicher Begriff für Abluftreinigung.
            Weideschweine-Haltung kommt ohne bauliche Anlagen aus, deshalb fällt sie nicht unter das Bundesimmissionsschutzgesetz……
            Und ja, der Betrieb hatte die Haltung bereits vorher…..

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            • sonnenblume sagt

              allgemeine Frage, kann jemand etwas zur Weidehaltung sagen?
              Habe das einige Jahre hier beobachtet, ist aber mittlerweile wieder aufgegeben worden. Die Flächen sahen dabei nicht sehr gut aus. Ich denke, dass unter den Umständen auch die Tiergesundheit leidet.

              0
            • firedragon sagt

              Herr Seevers,
              warum wurde die Haltung, wie sie war, nicht beibehalten?
              Wegen Weidehaltung, wäre so etwas nicht möglich gewesen – Kombination (stundenweise)?

              0
              • Reinhard Seevers sagt

                Die Frage stellte sich nicht. Der Betrieb hat ein geschlossenes System (Sauen und Mastschweine).
                Die Mastställe waren vorhanden, die Ausläufe kamen dazu, weil der Schlachter einen Lieferanten suchte….. Weidehaltung für 1300Mastschwrine geht nicht.

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers, ich werde aus Ihren Antworten nicht schlau. Ich hatte zuerst gefragt, ob der Betrieb schon Auslauf hat, haben Sie bejaht. Jetzt hatte ich gefragt, ob diese Haltungsform nicht beibehalten werden konnte und Sie schreiben, dass die Ausläufe dazu kamen – kann es sein, dass wir aneinander „vorbeireden“?
                  Gut und die „Weidehaltung“ hat sich erübrigt bei der Anzahl Tiere, ich wusste nicht, um welche Größe es hier geht.

                  0
                • Ferkelhebamme sagt

                  Ausläufe die keine sind, weil der Gesetzgeber es nicht erlaubt. Vllt. sollte er es Wintergarten nennen? Die Aussage „ohne Antibiotika und Hormone“ ist ja schon fast Tierschutz-relevant.

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Feuerdrache, es ist schwierig etwas zu erklären, wenn es unterschiedliche Termini bei der Benennung gibt und diese unterschiedlich verstanden werden.
                  Nochmal chronologisch:
                  1 Phase: Betrieb betreibt geschlossenes System und hat eine Genehmigung nach dem BImmsch, ganz konventionell.
                  2. Phase: Schlachter schlägt ihm Teilnahme an Qualitätsfleisch-Programm vor. Dafür muss der Betrieb eingestreute Ausläufe bauen (Ausläufe sind in dem Fall teil-offene eingestreute Flächen parallel zum Stall.
                  3. Phase: Die eingestreuten Ausläufe stellen eine wesentliche Änderung gem. §16 4. BimmSchV dar.
                  4. Phase: Genehmigung der wesentlichen Änderung unter der Auflage die Ausläufe an die erforderliche Abluftreinigung anzuschließen = offene Ausläufe werden zu geschlossenem Stall

                  So jetzt sollte es deutlich sein oder?

                  1
  7. Ehemaliger Landwirt sagt

    Hier wird einem die völlige Realitätsferne vor die Augen geführt.
    Politiker halten nur noch die Fähnnchen in den Wind, deshalb wird sich politisch was ändern.
    Die Betriebe werden die neuen Anforderungen, zumindest die Kleineren finanziell nicht stemmen können und Baugenehmigungen werden, wenn überhaupt nur nach teuren Gutachten und Gerichtsentscheidungen positiv entscheiden.
    Die Vereinigung der Nutztierärzte hat eindeutig erklärt, dass ihrer Meinung nach, die Nutztierhaltung in Deutschland verschwinden wird.

    11
    • Ein Privatier sagt

      Politiker machen den Wind, in den sie ihre Fähnchen halten.

      Oder wie soll man sich sonst erklären, dass die Massenmedien (fast) geschlossen auf Linie der UN-EU-Brüsselberlin-Politik sind?

      4
      • Reinhard Seevers sagt

        EU ist ja grundsätzlich gut, schlecht ist nur, dass der Deutsche immerzu die Mindestanforderungen bestimmen möchte und sie dann auch noch um etliches überschreiten muss, damit man sich gegenüber dem „Mindestmaß“ abheben und gut fühlen kann.
        Und wenn man sich dann noch die speziellen Anforderungen z.B. in den Bundesländern anschaut( Tierschutzleitlinie Milchkuhhaltung und Mastrinderhaltung- Niedersachsen) dann wird das Schimpfen auf die EU eigentlich zur Farce.
        Es sind selbstgemachte deutsche Leiden, die nur in diesem Land geheilt werden können….

        Deutsche Interessen und Prioritäten in der europäischen
        Umweltpolitik
        Helge Jörgens / Barbara Saerbeck (Auszug)
        …..“
        HELFERINTERESSEN
        Helferinteressen in der Umweltpolitik bestehen nach Prittwitz darin, „möglichst großen
        Nutzen aus dem Vorgang der umweltpolitischen Problembewältigung an sich zu ziehen,
        also von der Rolle als Helfer (…) zu ‚profitieren‘”.
        31 Die wichtigsten umweltpolitischen
        Helferinteressen in Deutschland sind die der Umweltschutzindustrie. Die Branche weist
        seit den 1970er Jahren große Wachstumsraten auf und ist inzwischen zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands geworden. So lag der Anteil von Produkten,
        Verfahren und Dienstleistungen des Bereichs Umwelttechnik und Ressourceneffizienz am
        gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2013 bei 13 Prozent. Bis zum
        Jahr 2025 wird mit einem Anstieg auf über 20 Prozent des BIP gerechnet. Auch die
        Beschäftigungseffekte des Umweltschutzsektors sind erheblich. Im Jahr 2013 waren etwa
        1,5 Mio. Arbeitnehmer in Unternehmen der Umwelttechnik beschäftigt.32
        Die hohe Regelungsdichte und der Technikfokus der deutschen Umweltpolitik haben
        die Entstehung dieses Sektors begünstigt. Von besonderer Bedeutung für sein Wachstum
        sind jedoch inzwischen die Exporte. Einer aktuellen Studie zufolge beruhte das Wachstum
        der Branche in Deutschland zwischen 1995 und 2005 „nahezu allein auf Exporterfolgen”.
        33
        Zwischen 2002 und 2011 war Deutschland mit einem durchschnittlichen Anteil am gesamten Welthandel von etwa 15 Prozent noch vor den USA und China die weltweit führende
        Exportnation für Umweltschutzgüter und Ressourceneffizienztechnologien.34
        Vor diesem Hintergrund liegt ein zentrales Interesse Deutschlands in der europäischen
        Umweltpolitik darin, die Absatzmärkte für deutsche Umweltschutzgüter, -verfahren und
        -dienstleistungen auszuweiten. Dieses Ziel kann am besten durch eine europaweite Anhebung von Umweltstandards erreicht werden. Insbesondere in den Bereichen Klimaschutz
        und Erneuerbare Energien,35 aber auch in den klassischen Bereichen des Gewässerschutzes
        und des Abfallmanagements sind weiterhin große Potentiale vorhanden. Nicht zuletzt im
        Hinblick auf die potentiellen Exportmärkte für Umweltschutzgüter setzt sich Deutschland
        deshalb in der Europäischen Union und auch international für emissionsbezogene und
        technikbasierte Maßnahmen und Programme ein. So hat sich Deutschland beispielsweise
        bei der Aushandlung der klimapolitischen Position Europas lange Zeit gegen die Anwendung der sogenannten flexiblen Mechanismen Emissionshandel, Clean Development
        Mechanism und Joint Implementation, ausgesprochen.36

        3
  8. Friedrich sagt

    Jetzt krabbeln alle linksgrünen Homeofficeleute wieder nach draußen und reden uns die Zukunft vor. Kleinere Ställe , kleinere Schlachthöfe, weniger CO2. usw. . Was fehlt ist ein Gesamtkonzept . Das gibt es bei denen nicht, denn dann müßten sie erklären , wie das mit dem EU-Markt klappen soll. Auch die CO2 -Aussage ist ahnungslos dahergesprochen, denn seit 1990 hat sich die Klimabilanz per Kilogramm Schweinefleisch um rd. 50% verbessert. Das hat mir die LK Niedersachsen schon ausgerechnet. Damit haben wir die Klimaziele von 2050 schon erreicht. Wenn man schon eine CO2-Steuer einführen will , dann müßten die Co2-Erzeuger zahlen und die CO2-Speicherer Geld bekommen. Das wird aber nicht passieren , weil das mal wieder eine Steuererhöhung ist. Was zur Zeit an Wirtschafts-und Währungspolitik abläuft ist ein Wahnsinn. Die Rechnung werden wir dann im nächsten Jahr präsentiert bekommen und dann ist schluß mit lustig. Statt die Bürger mit immer mehr Steuern zu belasten , ist eine realistische Politik angesagt. Mit der Politik der Moderation und Ideologie ist das aber nicht zu machen. Was wir jetzt mit Corona erlebt haben , ist nur ein laues Lüftchen . Leute , wie Frau Künast , Greta und Co sind dann abgemeldet und das wissen die genau . Deshalb holen die jetzt auch die „Große Keule“ raus, um noch schnell etwas durch zu setzen.

    7
  9. Christian Bothe sagt

    Was soll man zu so einem Statement einer abgehalfterten Landwirtschaftsministerin noch sagen…Argumente jedweder Art fehlen,Populismus pur und 2021 entscheiden die Gerichte?
    Klimaziele fehlen natürlich auch noch nach Künast,obwohl die LW als einziger Volkswirtschaftszweig CO2 in Mengen verbraucht. Umbau der LW, Agrarwende,(Borchert Kommission) und weitere Schlagworte der Grünen und ihrer Helfershelfer bringen die deutsche Landwirtschaft keinen Schritt weiter,da in den letzten Jahren enorm viel Geld in die Hand genommen wurde,um das Tierwohl bei allen Nutztierarten zu verbessern. Künast soll sich mal aus ihrem Schaukasten heraustrauen und sich die heutige LW draußen anschauen…Es ist wie mit der angedachten Energiewende,die (außer)europäischen Staaten reiben sich schon die Hände über das „fortschrittliche Deutschland“ u.a. in Sachen Tierproduktion. Man kann nur hoffen, das die Bundestagswahlen 2021 die LW wieder in die richtige Spur bringen und Ökodiktatur nur ein Schlagwort bleibt…

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    • Ein Privatier sagt

      „Man kann nur hoffen, das die Bundestagswahlen 2021 die LW wieder in die richtige Spur bringen und Ökodiktatur nur ein Schlagwort bleibt…“

      Entwerfen Sie doch mal das Wahlszenario, das Sie im Rahmen der Möglichkeiten bevorzugen würden.


      Ich bin davon überzeugt, dass sich nach den Wahlen 2021 nichts ändern wird – im Gegenteil! Wie auch? Politische Opposition wird auf allen Ebenen mit allen Mitteln massiv unterdrückt.
      Die Bestätigung der Politik im Jahre 2021 nach den Wahlen wird zu einer Beschleunigung der EU-Brüsselberlin-Politik führen.

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      • sonnenblume sagt

        Nachtrag: Der allgemeine Verbraucher hat doch schon enorme Kosten durch die Energiewende, die E-Mobilität wird ihm angetragen, Wasser soll durch die Verunreinigungen der LW teurer werden usw. Und wie soll er überhaupt die komplexen Zusammenhänge begreifen. Von ihm können wir keine positive Unterstützung erwarten.

        2
    • sonnenblume sagt

      Auf die Bundestagswahl zu setzen gleicht wohl eher einer Illusion hinterher zu laufen.
      Welcher Partei würden Sie denn eine Veränderung zutrauen? Jede kämpft um Stimmen und die erhoffen sie sich durch Umweltthemen die der Bevölkerung zunächst mal nicht weh tun.
      Da die Ernährung in jedem Fall gesichert ist, die Regale werden immer zum alten Preis voll sein, ist die LW doch ein ideales Opfer.

      4
    • Lady sagt

      „Was soll man zu so einem Statement einer abgehalfterten Landwirtschaftsministerin noch sagen… “

      Ich muss gestehen, als sie von einer abgelaufenen gesellschaftlichen Betriebserlaubnis sprach, kam mir etwas anderes in den Sinn als die Tierhaltung…

      Auffällig fand ich, dass der Konsument , oder besser der Wähler, von ihr kaum angesprochen worden ist. Also das Thema Ernährungswende * Augen roll* blieb außen vor. Dabei ist das aus meiner Sicht eine zwingende Voraussetzung , wenn die Tierhaltung reduziert werden soll.
      Wenn zukünftig fröhlich mehr Fleisch importiert wird, bringt das nichts fürs Klima und noch weniger für das Tierwohl. Merkwürdig dann von Aufrichtigkeit oder Fairness zu sprechen.
      Aufrichtig wäre dem Wähler zu sagen, dass er bitte seinen Fleischkonsum drastisch einschränken soll. Und sie hat das auch schon so formuliert. Aber ganz offensichtlich nimmt sie jetzt doch lieber Rücksicht auf ihre Partei, die so klar dann doch dem Wähler nicht sagen möchte, was er gefälligst tun bzw. lassen soll.
      Ich glaube zwar auch, dass die Tierproduktion in unserem Land weiter sinken wird. Aber ändern sich tatsächlich die Ernährungsgewohnheiten der Menschen in diesem Punkt? Welches Argument, das bisher nicht da gewesen ist, käme plötzlich dazu? Und es muss ja irgendetwas „neu“ hinzukommen , sondern bleibt das Verhalten wie es ist.

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      • firedragon sagt

        Lady, was „lernen“ wir denn gerade weltweit?
        Wir „lernen“ auf unsere Gesundheit zu achten und ganz besonders auf die Gesundheit unsere Mitmenschen.
        Wie war/ist es mit dem Rauchen? Auch hier wird an die eigene, besonders aber an die Gesundheit der anderen plädiert.
        Also, wie wird wohl die Richtung beim Fleisch eingeschlagen werden? Mit der Zuckerdebatte läuft es doch auch gerade (eher im Hintergrund).
        Es braucht nichts Neues, das Alte ist immer noch das Zugpferd schlechthin – das eigene, lange und vor allem gesunde Leben und das der Mitmenschen, denn wir wollen ja sozial und rücksichtsvoll sein, das sind die Eigenschaften, die uns vom Tier unterscheiden (so glaubt der Mensch).

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  10. firedragon sagt

    Okay… Tierhalter können das Gesagte jetzt auch positiv sehen – sie wissen woran sie sind.
    Spruch gefällig (nicht von mir)? – Wenn man etwas an den Kopf geworfen bekommt, hat man die Möglichkeit darüber nachzudenken.

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    • Inga sagt

      na ja,
      dann steigen wir auf die bequemere Insektenzucht und -mast ein!

      Wenn der Gewinn stimmt?

      Gut gewürzt schmeckt doch alles, oder?

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      • firedragon sagt

        Heimchenzucht ist machbar. Sehr platzsparend und können mit Zeitung/Karton gefüttert werden.
        Schneckenzucht genauso, brauchen allerdings Pflanzen als Nahrung.

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        • Ein Privatier sagt

          Mehlwürmer! Vergessen Sie nicht die Mehlwürmer!

          Happy Worm to Fork – Wie nehmen Wurmrechte ernst!
          Wer biologisch-dynamisch gezüchtete Mehlwürmer genießt, muss kein schlechtes Gewissen haben. Denn bei der Zucht wird auf Umwelt- und Klimaverträglichkeit und auch auf das Tierwohl geachtet.

          SPEISE-MEHLWÜRMER

          Energie: 510 Kcal/ 2135 KJ
          Fette: 29,4g
          davon gesättigte Fettsäuren: 7,1g
          Kohlenhydrate: 5,9g
          davon Zucker: 0,9g
          Ballaststoffe: 5,0g
          Eiweiß: 54,1g
          Salz: 0,5g

          Mehlwürmer – der Klassiker. Ob in Schokolade getaucht, in der Pfanne geröstet oder kurz frittiert.
          Mehlwürmer sind reich an Protein und ungesättigten Fettsäuren und ähneln geschmacklich
          (je nach Zubereitungsart) gerösteten Nüssen oder Mandeln.

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          • firedragon sagt

            Oh, wie konnte ich die nur vergessen.
            Dann hätten wir nun schon drei potentielle (neue) Nutztiere bzw Proteinlieferanten – ist noch zu klären, ob Engerlinge ebenfalls genießbar sind.
            Würde mal sagen, für die Tierhalter unter uns besteht ein gewisses Potenzial in diesem Sektor. Über eine Tierartumstellung sollte nachgedacht werden.

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          • Arnold Krämer sagt

            Mehlwürmer sind doch auch Tiere und somit durch Art. 20a GG geschützt. Das Grundproblem für die Ldw. bleibt die GG-Änderung vor rund 10 Jahren.
            Viele politische Beschlüsse der Vergangenheit wurden in ihren Konsequenzen nicht hinreichend bedacht. Überforderung auf allen Ebenen mit Selbstlähmung von Wirtschaft und Gesellschaft. Wo soll das hinführen?

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            • firedragon sagt

              Herr Krämer, werden Insekten tatsächlich als Tiere gesehen? Doch wohl eher als Nützlinge und Schädlinge – die aufgezählten Arten sind von der Betrachtung her Schädlinge, würden demnach nicht sinnlos vernichtet, sondern sinnvoll der menschlichen Ernährung dienen.

              0
              • Ein Privatier sagt

                @firedragon

                Insekten sind Tiere

                https://de.wikipedia.org/wiki/Tier

                „Tiere sind Lebewesen mit Zellkern (Eukaryoten), die ihre Stoffwechselenergie nicht wie Pflanzen aus Sonnenlicht beziehen, Sauerstoff zur Atmung benötigen, aber keine Pilze sind. Zur Energie- und Stoffgewinnung ernähren sich Tiere von anderen Lebewesen (Heterotrophie). Die meisten Tiere können sich aktiv bewegen und besitzen Sinnesorgane. Die Wissenschaft von den Tieren ist die Zoologie, die Tierwelt wird mit Fauna umschrieben, die Pflanzenwelt mit Flora. Taxonomisch bilden die Tiere das Reich der Animalia (hergeleitet von lateinisch animus die Seele im Sinne von beseelte Wesen, biologisch heterotrophe Lebewesen mit Nerven-Sinnes-Funktionen).

                „Tiere“ sind in der biologischen Systematik keine phylogenetische Einheit. Meistens wird in der Taxonomie mit dem „Reich der Tiere“ die Gruppe der vielzelligen Tiere (Metazoa) bezeichnet. Trotz der großen äußeren Unterschiede zwischen Wirbeltieren, Insekten, Seesternen, Quallen und all den anderen vielzelligen Tieren bilden diese nach heutigem Kenntnisstand tatsächlich eine einheitliche systematische Gruppe mit einem gemeinsamen Vorfahren. Der Begriff Metazoa wurde ursprünglich als Gegensatz zu den Protozoa, den einzelligen Tieren, geprägt. Letztere sind aber, wie heute bekannt ist, keine stammesgeschichtlich einheitliche Gruppe. Beispielsweise sind die Wimpertierchen nach heutigem Kenntnisstand näher mit den Pflanzen verwandt (beide Gruppen gehören zu den Diaphoretickes) als mit den mehrzelligen Tieren.

                Obwohl auch der Mensch biologisch gesehen ein Tier ist, wird er im nichtbiologischen Sprachgebrauch, darunter auch in juristischen Kontexten, nicht zu den Tieren gezählt.“

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                • firedragon sagt

                  Privatier,
                  danke für den Link und den Auszug daraus – ich weiß, dass Insekten zu den Tieren zählen.
                  Was meinst Du, warum ich mir mit dem ganzen Veganmist so schwer tue und die „Praktiker“, die angeblich danach leben, nicht ernst nehmen kann.
                  (okay – was meinen Sie… gebe zu, ein bisschen mag ich Sie schon ärgern. War das letzte mal.)

                  0
              • Ein Privatier sagt

                Wenn es einmal Kleinsttierfarmen gibt, in denen wöchentlich 500 Millionen Proteinlieferanten produziert werden, dann wird es auch Massenproteste geben und natürlich wird es Politiker geben, die für die Rechte der Insekten, Würmer, Milben, Nematoden, Protozoen und Prionen kämpfen werden.

                Den Wahnsinn, den wir gedeihen ließen, werden wir nicht mehr so schnell los!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Wenn ich das so lese, dann bleib ich doch lieber Bei Rind und Schwein, na ja ein paar Hühner noch. 😉

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            • Ein Privatier sagt

              @Arnold Krämer
              „(…) Viele politische Beschlüsse der Vergangenheit wurden in ihren Konsequenzen nicht hinreichend bedacht. Überforderung auf allen Ebenen mit Selbstlähmung von Wirtschaft und Gesellschaft. Wo soll das hinführen?“

              Wie sähe es aus, wenn man versuchsweise davon ausgeht, dass die Beschlüsse durchdacht und deren Konsequenzen hinreichend bedacht wurden?

              Ist es nicht so, dass das passieren wird, was die Grünen Khmer von Merkels Gnaden schon seit Jahrzehnten fordern?

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              • Arnold Krämer sagt

                „Wie sähe es aus, wenn man versuchsweise davon ausgeht, dass die Beschlüsse durchdacht und deren Konsequenzen hinreichend bedacht wurden?“

                1. Haben wir genügend intelligente Politiker?
                2. Haben diese ausreichend Zeit, die zu beschließenden Sachverhalte zu durchdenken?
                3. Sind die Politiker ausreichend unabhängig, um die vorgegebenen Fraktionsmeinungen infrage zu stellen und zu zeigen, dass „sie einen Ar….. in der Hose“ haben?
                Man kann alle 3 Fragen durchaus guten Gewissens mit „Nein“ beantworten.

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                • Ein Privatier sagt

                  @A. Krämer

                  Meine Perspektive:
                  1. Die Politiker sind intelligent
                  2. Sie mehr als ausreichend Zeit, die zu beschließenden Sachverhalte durchzudenken.
                  3. Die Politiker sind sich innerhalb ihrer Fraktion meistens einig.
                  4. Das was durch die Politik der etablierten Parteien geschiehr, ist geplant und gewollt.
                  Das gilt für die Politik in Berlin und in Brüssel – inklusive aller Konsequenzen.

                  Die von der UN vorgegebene Agenda 2030 wird in und mit Brüsselberlin durchgesetzt, „da komme was wolle“.

                  Noch ein Wort zur Psychologie:
                  Den Politikern allgemein chronische Dummheit zu unterstellen, kann sich als ein fataler Fehler herausstellen.
                  Gehen Sie versuchsweise davon aus, dass die wissen was sie wollen und wie sie ihre Ziele erreichen.
                  Und wenn es zur Erreichung des Ziels dienlich ist, vom Volk für dumm gehalten zu werden, dann ist das eben eine anzuwende Taktik.

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                • Ein Privatier sagt

                  Nachtrag zur „Psychologie“:

                  Die Politiker für dumm zu halten, kann einem ein gutes Gefühl der Überlegenheit bescheren, welches gleichzeitig das Problem kognitiver Dissonanz löst.

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                • Arnold Krämer sagt

                  @Privatier
                  1. Politiker sind hinsichtlich ihrer Intelligenz vermutlich ein Spiegelbild der Gesellschaft.
                  2. Ihre beruflichen Hintergründe und das Verhältniswahlrecht (Parteienlisten) führen allerdings dazu, dass sie die Mehrheitsmeinungen ihrer Fraktionsführungen (die wird von Personen bestimmt, die sehr genau wissen, wohin sie steuern wollen) selten ernsthaft infrage stellen können. Sie wollen ja wiedergewählt werden, was bei kleineren Parteien nur über die Liste möglich ist.
                  3. Der Politikbetrieb ist sehr hektisch, nicht nur in Coronazeiten, und das liegt auch daran, dass mit der Computerisierung wesentlich mehr und schneller Papier/Inhalte (oft auch nur kopiert) produziert wird/werden. Die Zeit zum Lesen und Durchdenken ist aber nicht mehr geworden.
                  4. Die gesetzestechnischen Fehler häufen sich. „Reparaturverordnungen“ nehmen zu.
                  5. Ich behaupte, dass die weitläufigen Konsequenzen, die sich langfristig z.B. aus dem Tierschutz im Grundgesetz ergeben, damals von vielen nicht bedacht worden sind.

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                • Ein Privatier sagt

                  @A. Krämer

                  Ich stimme Ihren ersten 4 Punkten weitestgehend zu.

                  Es ist mein Versuch, eine Perspektive einzunehmen, die erklärt bzw. beschreibt, wie es passieren konnte, dass seit vielen Jahren immer stärker und immer mehr rot-grüne Ziele, die seit Jahrzehnten propagiert werden, umgesetzt werden, während gleichzeitig politische Opposition immer mehr an Bedeutung und Stoßkraft verloren hat.

                  Zum 5. Punkt:
                  Weil die von Ihnen monierten Konsequenzen gut in die Grüne Agenda passen, glaube ich, dass es so geplant war.

                  Die anderen 4 Punkte widersprechen meinen Annahmen nicht. Sie erscheinen mir als mögliche Beschreibungen der Kontexte.

                  Noch ein Zusatz zu Punkt 4:
                  Soweit ich weiß, werden in Brüssel schon seit vielen Jahren deutsche Gesetze an EU-Recht angepasst.
                  Es gibt Stimmen, die davor warnen, dass Deutschland als Nation mit jeder Anpassung mehr und mehr Souveränität verliert.

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                • Arnold Krämer sagt

                  @ Ein Privatier
                  Wir haben den politischen Einheitsbrei in D, weil die CDU, wenn möglich immer regieren will, das geht außer in Bayern nie ohne Koalitionspartner, was wegen der Schwäche der FDP dann meist die SPD ist. Aber sie ist sich auch nicht zu schade, z.B. in BW als Juniorpartner mit den Grünen und in Nds mit der SPD zu regieren. Die SPD koaliert selbst am liebsten im Bund und in den Ländern mit den Grünen. Damit hat Rot-Grün über die Länderkammer, die meistens mitentscheiden darf/muss, einen starken Einfluss auf praktisch alle Inhalte. In der „großen“ Koalition spielt die SPD oft auch Opposition und die CDU macht zähneknirschend mit, weil sie wie gesagt, ja immer regieren will und keine wirklichen Standpunkte mehr hat.
                  So ist über unser Wahlsystem, den Föderalismus und die Tabuisierung bestimmter Themen (siehe MP-Wahl in Thüringen) eine Situation entstanden, in der die kleinste Oppositionspartei (im Bund), die Grünen mit etwa 10-15% der Wähler, nicht der Wahlberechtigten, die übrigen Parteien mit ihren Minderheiten-Themen und Unterstützung weiter kreise der Hauptmedien vor sich her treibt. Die SPD hat schon ihre Strafe für ihr Anbiedern an alle grünen Themen bekommen. Ihre (wertkonservativen) Stammwähler haben vielfach die „Schnauze voll“. Der CDU steht dies noch bevor. Aktuelle Umfragen besagen da nichts.

                  EU-Recht muss, sofern es nicht sogar unmittelbar in den Mitgliedsstaaten wirksam wird, immer in nationales Recht überführt werden. Es gibt einzelne Rechtsbereiche, die allerdings auch erst wirksam werden können, wenn alle nationalen Parlamente zugestimmt haben. Die Mitgliedsstaaten haben in vielen Bereichen berets ihre nationale Souveränität aufgegeben. Dass war auch ein wesentlicher Grund für den Brexit, dem m.E. bald auch andere Austritte folgen werden.

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                • firedragon sagt

                  Herr Krämer, Privatier,
                  ich kenne mich politisch nicht sonderlich aus, möchte Ihnen zu Pkt. 1 aber folgendes „sagen“, was ich hier bei unserer letzten Wahl beobachtet habe und mich sehr nachdenklich gemacht hat.
                  Dabei geht es um eine nette Person (die ist tatsächlich nett, spricht nicht viel und ist sehr zurückhaltend). Stand für die SPD auf der Liste. Diese Person, die sehr sehr selten spricht und auch schon mal bei Ratssitzungen schläft, ist im Gemeinderat, im Verbandsgemeinderat und in den Kreis gewählt worden.
                  Jetzt frage ich Sie beide, was ist davon zu halten? Solche Personen gibt es wahrscheinlich überall, das hat mit Intelligenz solcher Personen nichts zu tun. Ich denke vielmehr, dass es sich dabei um „Platzhalter“ handelt, also jemand, der seine Hand für die Partei hebt, egal für was.
                  Das ist jetzt nur ein Bsp der Regionalpolitik, was, wenn es in der großen Politik auch so läuft? Es gibt welche die tatsächlich intelligent sind und die Richtung vorgegeben und der Rest besteht nur aus Marionetten(?).

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                • Ein Privatier sagt

                  @Firedragon @Krämer

                  Ich nutze Herrn Krämers Satz, um Ihnen zu antworten:
                  „1. Politiker sind hinsichtlich ihrer Intelligenz vermutlich ein Spiegelbild der Gesellschaft.“

                  Es gibt also nicht nur Wahlschafe, sondern auch Politikschafe!


                  Herr Krämer,
                  ich stimme wieder großenteils überein, mit dem, was Sie geschrieben haben.
                  Mein Haupteinwand:
                  „(…) In der „großen“ Koalition spielt die SPD oft auch Opposition und die CDU macht zähneknirschend mit, weil sie wie gesagt, ja immer regieren will und keine wirklichen Standpunkte mehr hat.“

                  Doch! Die CDU hat wirkliche Standpunkte. Es sind Grüne und Linke Standpunkte.
                  Und genau deswegen gibt es keine echte, wirksame Opposition mehr.
                  Man stelle sich die möglichen Koalitionskonstellationen vor und frage sich, ob sich Grundlegendes im Falle einer Wahl irgendeiner Konstellation ändern würde.

                  Ich würde an dieser Stelle sogar von Schienwahlen sprechen, weil es – solange die „Altparteien“ gewählt werden – keine fundamentalen Veränderungen geben wird.

                  Ich beneide die Engländer!
                  Und ich hatte denen beide Daumen gedrückt und damals Glückwünsche verteilt.

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                • Ein Privatier sagt

                  @Krämer

                  „(…) Die Mitgliedsstaaten haben in vielen Bereichen berets ihre nationale Souveränität aufgegeben. Dass war auch ein wesentlicher Grund für den Brexit, dem m.E. bald auch andere Austritte folgen werden.“

                  Diese Austritte werden erfolgen, wenn kein Geld mehr fließt.
                  Dann wird Deutschland sehen, dass den Ländern plötzlich wieder der 2. Weltkrieg einfällt, in dem „die Deutschen“ so viel Schaden angerichtet haben.
                  Diese Länder werden ruckzuck ihre alten Gesetze aus den 90ern hervorkramen und wieder souveräne Nationen werden.
                  Nur wir dummen Michels werden weiter von den MSM belogen werden … und wir werden es treudoof glauben.

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                • Arnold Krämer sagt

                  @ Ein Privatier
                  Die CDU vertritt keine Standpunkte, die die bisher treuen (oft auch schon zähneknirschenden ) Wähler aus dem konservativen bäuerlichen Lager von ihr erwarten. Die Führung der CDU glaubt, dieses Klientel vernachlässigen zu können, vergisst dabei aber, dass das bäuerliche Umfeld im ländlichen Raum zahlenmäßig deutlich größer ist als der statistische Wert von rund 300.000 Landwirten in D. Die CDU ist keine konservative und keine liberale Partei mehr (auch wenn es noch einzelne aufrechte Vertreter gibt), und die vielfach wahrnehmbare Anbiederung an die Grünen führt tatsächlich zu einer Situation, die sie mit „Scheinwahlen“ bezeichnen.

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                • Ein Privatier sagt

                  @Krämer

                  Arnold Krämer

                  7. Juli 2020

                  @ Ein Privatier
                  Die CDU vertritt keine Standpunkte, die die bisher treuen (oft auch schon zähneknirschenden ) Wähler aus dem konservativen bäuerlichen Lager von ihr erwarten. Die Führung der CDU glaubt, dieses Klientel vernachlässigen zu können, vergisst dabei aber, dass das bäuerliche Umfeld im ländlichen Raum zahlenmäßig deutlich größer ist als der statistische Wert von rund 300.000 Landwirten in D. Die CDU ist keine konservative und keine liberale Partei mehr (auch wenn es noch einzelne aufrechte Vertreter gibt), und die vielfach wahrnehmbare Anbiederung an die Grünen führt tatsächlich zu einer Situation, die sie mit „Scheinwahlen“ bezeichnen.


                  Das sehe ich komplett genauso.
                  Was aber kann man machen?
                  Was kann ein Wähler, der konservativ im Sinne der Ära vor Merkel ist, machen?
                  Irgendetwas muss geschehen, denn sonst waten wir immer tiefer in einen rotgrünen Sumpf …

                  Was ich sehe, ist, dass auf Irreversibiltät hingearbeitet wird.
                  Eigentlich sollte jedem Konservativen angst und bange werden.

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        • Bauer Willi sagt

          Unser Sohn hat heute 1.000 selbst gezüchtete Heuschrecken zur Post gebracht…
          Einige weitere Tausend hat er in eine Kältestarre versetzt.
          Mehr darf ich nicht verraten…. 😉

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          • Thomas Apfel sagt

            Auweia, die Bauern schlagen zurück! Haben wir demnächst eine Heuschreckenplage zu erwarten, und wenn ja, wo ?

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  11. Ein Privatier sagt

    Denken und Auftrag der Grünen Permanenzrevolutionäre von Merkels Gnaden

    „Heute würden Permanenzrevolutionäre, nicht Wortschwätzer (die Revolutionsdiskussion ist inzwischen von uns als Ersatz für die praktische Arbeit entlarvt worden), die in den Fabriken, in den landwirtschaftlichen Großbetrieben, in der Bundeswehr, in der staatlichen Bürokratie systematisch den Laden durcheinanderbringen, von allen Lohnabhängigen vollkommen akzeptiert werden… Den ,Laden in Unordnung bringen’ heißt nur, die Lohnabhängigen und andere mehr unterstützen, bei ihnen lernen, neue revolutionäre Fraktionen herauszubrechen. Die Permanenzrevolutionäre können immer wieder hinausgeworfen werden, immer wieder in neue Institutionen eindringen: Das ist der lange Marsch durch die Institutionen.“

    – Rudi Dutschke: Briefe an Rudi D. mit einem Vorwort von Rudi Dutschke, Voltaire Verlag, Berlin, Zitat dem Vorwort entnommen. Nach: Ulrike Marie Meinhof (1980/1992): Die Würde des Menschen ist antastbar. Aufsätze und Polemiken. Berlin: Verlag Klaus Wagenbach

    1
  12. Ein Privatier sagt

    Diese autoritäre, kompromisslose Tierfreundin/Bauernfeindin/Freiheitsfeindin/Menschenfeindin/Deutschenfeindin/Deutschlandfeindin/EU-Freundin nutzt Artikel 20a des GG:

    Art. 20a

    Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

    Was die Grünen Khmer von Merkels Gnaden hassen, steht im Artikel 20 des Grundgesetzes:

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.


    Wenn jemand wissen will, wie es passieren konnte, dass Deutschland von Politikern zerstört wird, der sollte sich kurz mit dem „Marsch durch die Institutionen“ auseinandersetzen.
    „Es geht also beim Marsch durch die Institutionen eher um eine Zerstörung der Institutionen von innen (Anti-Institutionalismus) als um eine Machtergreifung einer „Linken“.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Marsch_durch_die_Institutionen

    5
  13. oberländer sagt

    Diese von „besonderer Schönheit“ und “ besonderer Intelligenz“ geprägten
    Dame ist viel zu fett gefressen. 3 Wochen Nulldiät für sie und ihre Brut wäre
    angebracht.

    1
      • Arnold Krämer sagt

        Gottseidank sind solche Kommentare hier bei Bauer Willi die absolute Ausnahme.
        Sonst wären viele der Diskutanten auch schon lange nicht mehr dabei.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Herr Krämer
          der Beitrag vom Oberländer ist sicherlich nicht die feine englische Art,
          andererseits geht die Frau Künast auch nicht besonders einfühlsam mit Bauern um, die Dame verpackt es einfach besser.
          Man sollte hier auch kein Kaffeekränzchen veranstalten, meint der EL, der auch schon in Ungnade gefallen ist.

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      • Ein Privatier sagt

        Finden Sie denn nicht, dass Frau Künast besonders schön und besonders intelligent ist?

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  14. Wir Landwirte dürfen uns der aktuellen politischen Entwicklung und den Wünschen der Konsumenten nicht verschliessen. Es geht eindeutig in Richtung Reduzierung der Viehbestände zum Wohl des Klimas und des Grundwassers. Und es geht auch in Richtung vegetarische Ernährung. Blicken wir doch nach vorne und machen uns Gedanken, wie wir die deutsche Bevölkerung mit innovativen Lebensmitteln versorgen können. Wir Bauern sind doch helle Köpfe!
    Beim Ackerbau dürften sich viele Möglichkeiten bieten. Was allerdings mit dem Grünland passiert, wie man Gras ohne Milch- und Mastvieh verwertet, dafür hab ich noch keine Lösung. Die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen ist bekanntlich auch in Frage gestellt. Für mich völlig unverständlich. Genau hier müsste die Politik angesichts des Atom- und Kohleausstiegs ansetzen und die Biogaserzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen ( kein Mais) forcieren.
    Die Tierhaltung in Deutschland wird auf eine Qualitäts- Tierhaltung hinauslaufen mit hohen Auflagen und Kontrollen. Voraussetzung dafür wird aber eine umfassende, hohe Investitionsförderung sein, um die Stallumbaumaßnahmen zu ermöglichen. Dazu gehört auch eine Garantie, dass die Modernisierungsmaßnahme für eine fest geschriebene Zeit den Anforderungen genügt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat Kinker: „Blicken wir doch nach vorne und machen uns Gedanken, wie wir die deutsche Bevölkerung mit innovativen Lebensmitteln versorgen können. Wir Bauern sind doch helle Köpfe!“

      DAS ist für mich ein Weiterso der opportunistischen Wirtschaftsweise der letzten 50 Jahre….immer dem Wunsch der Verbaucher und der ihm wohl gesonnen Politik folgend. DAS ist doch gerade der Grund, warum wir sind, wo wir sind.
      Heute kommt leider dazu noch der paternalistische Drang einer Minderheit, eine Mehrheit umzuerziehen, und dies mit dem Niedergang der Welt aufgrund des Fehlverhaltens der Landwirtschaft zu rechtfertigen. Ich weiß nicht wie, aber man muss sich gegen derartigen Diarrhöe doch wehren können, verdammt noch eins.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Ich möchte, dass endlich klargestellt wird, was das jeden einzelnen von uns kosten wird. Und dass das nicht auf Freiwilligkeit basiert, sondern von der Allgemeinheit getragen werden MUSS. Das Beispiel Dänemark zeigt, dass Freiwilligkeit (staatlich. Tierwohlsiegel) nicht funktioniert. Vielleicht rührt sich die schweigende Mehrheit dann ja mal und ist kompromissbereiter.
        Wobei ich nicht sage, dass ich nicht bereit wäre, die Forderungen umzusetzen. Aber nicht auf meine Kosten!

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        • sonnenblume sagt

          Die Allgemeinheit wird es nicht tragen. Dessen bin ich mir sicher. Ob das Siegel freiwillig ist oder staatlich verordnet wird, dass ist gleichgültig. Die Haltungsverordnungen sind umzusetzen und wer das nicht kann oder will, der ist draußen. Diese wenigen Euro aus dem Paket bringen doch niemanden weiter und der Handel hat auch keine Not Material zum gewünschten Preis zubekommen.

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      • @Reinhard Seevers
        Mit meiner Aussage möchte ich deutlich machen, dass wir Bauern das produzieren sollten, was unsere Kunden wünschen. Nicht das, was die meisten Prämien erzielt oder das, was im Überschuss vorhanden ist. Bei der Milch liegen wir bei einem Selbstversorgungsgrad von 120 %. Ist doch kein Wunder, dass wir Milchbauern von allen Abnehmern verschaukelt werden. Erst wenn der Selbstversorgungsgrad unter 100 % sinkt, haben wir eine Verhandlungsposition.
        Dem Konsumenten muss deutlich klar gemacht werden, dass seine Wünsche nach Tierwohl, Gewässerschutz, Artenschutz usw. Geld kostet, das er an der Ladenkasse zu bezahlen hat.

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        • Ein Privatier sagt

          „Ist doch kein Wunder, dass wir Milchbauern von allen Abnehmern verschaukelt werden. (…) Dem Konsumenten muss deutlich klar gemacht werden, dass seine Wünsche nach Tierwohl, Gewässerschutz, Artenschutz usw. Geld kostet, das er an der Ladenkasse zu bezahlen hat.“

          So, so … Sie möchten also Ihren Ärger, den die „Abnehmer“ bei Ihnen verursachen, am „Konsumenten“ auslassen …

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        • Reinhard Seevers sagt

          Der Selbstversorgungsgrad ist kein Maßstab für nichts. Das wird nur immer von der einen oder der anderen Seite angeführt, wenn man Eindruck schinden möchte. Die Dänen haben bei Schweinen einen SVG von?? 400%????
          Wen interessiert das, die erzeugen hochwertiges Material und exportieren weltweit.

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        • Obstbäuerin sagt

          Es wird das gleiche passieren, wie mit der Käfighaltung bei Hühnern, Franz Kinker. Sie ist aus Deutschland verschwunden aber die Käfig-Eier kommen munter zurück nach Deutschland. Die größere Menge der Eier wird nicht im LEH verkauft sondern geht in die Verarbeitung und da sind Käfigeier sehr begehrt, weil der Befall mit Salmonellen geringer ist. Wir schaffen uns hier ein Wolkenkuckucksheim und verlagern alles Unangenehme in andere Länder. Offene Grenzen haben einfach viele Vorteile.

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      • Brigitte Neveling sagt

        Ich denke eher, dass zwischen Verbraucher eine Struktur geschaltet war, die dem Verbraucher Billigpreise vorgaukelte, aber die Hintergründe ( Massentierhaltung und dadurch vermehrte Krankheiten und Einsatz von Pharma und auf der anderen Seite Bauern, die nicht genug für ihre Erzeugnisse bekamen und nur durch größere und größere Mengen kompensieren konnten ) natürlich nicht darlegten.
        Ich erinnere mich vor ca 50 Jahren kam zu uns in die Wohnsiedlung der Eiermann mit seinem Taunus Kombi und brachte ca 100 Familien je eine Palette.
        Einige Jahre später kaufte meine Mutter die Eier im Konsum, weil der Eiermann nicht mehr kam. Damals wusst ich nicht, wo er geblieben war, heute kann ichs mir vorstellen.
        Glücklicherweise können „bewusste“ Verbraucher wieder bei Bauers einkaufen und wir sind z.B. mit Kartoffeln und Eiern ( zu leicht erhöhten Preisen, aber dann landet beim Erzeuger wenigstens auch was ) schon länger feste Kunden und ich beobachte, dass es immer mehr werden; die Umstellung auf so etwas grundsätzlich „Einfaches“ dauert leider oft eine bis zwei Generationen, weil die Börsenspekulanten der Verbrauchermärkte das zu verhindern suchen durch z.B. Lobbyismus in der Politik.
        Es ist eine Umkehrwalze in Gang gekommen, liebe Bauern, und es dauert auch, aber
        die Walze ist nicht mehr aufzuhalten, das erkenne ich an den Gesinnungen der jungen Menschen im Gespräch und an den Enkeln der Bauern meiner Jugend, die fest daran arbeiten, den Hof weiterzubetreiben.
        Eine Gefahr besteht noch; ich beobachte, wie Immobilien-Hedge-Fonds auf Bauern einwirken, ihr Land zu verkaufen nach dem Motto:
        „Wedel nur mit den Scheinen, dann wird der Bauer schon zuschlagen“
        Evt. blauäugig von mir – trotzdem:
        Das braucht Ihr nicht, Bauern, das Volk schlägt sich immer mehr auf Eure Seite und ist dankbar für Eure Arbeit, das Bewusstsein ist schon lange da und wächst !
        Schönes Schild auf einem Getreidefeld bei uns im Oberbergischen:
        „Eines sollt Ihr nicht vergessen-
        der Bauer sorgt fürs Essen !“
        Danke !

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Naja, vorerst wirds schon hart werden für den Otto Normalverbraucher. Aber es gibt keine Alternative zu diesem Lernprozess, daher begrüße ich die Initiative von Frau Künast. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser oberflächliche Naturkonsum-Wahnsinn, der jetzt bei uns in den Alpen abläuft, (siehe https://www.bauerwilli.com/kirche-kreuze-landwirtschaft/) noch lang eine Zukunft hat. Irgendwann werden die Leute spüren, welche innere Leere das in Wahrheit hinterlässt. Und dann werden sie nur noch wünschen, selber an der Produktion ihrer Nahrung mitzuwirken.

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          • firedragon sagt

            Hüstel (verschluckt) Frau Ertl,
            Ihr letzter Satz, glauben Sie das in echt??
            Kurzgeschichte von mir gewünscht? – haben unsere Kühe auf ’ner Wiese hinter den Gärten der Häuser. Die Wasserversorgung der Tiere funktioniert mittels großem Wasserfass. Wir wurden „gebeten“ (nein, eher angeschnautzt) das Fass nicht vor das „Gesichtsfeld“ eines Anwohners zu stellen.
            Frau Ertl, träumen Sie weiter – vielleicht funktioniert das ja in Österreich, nicht aber in Deutschland, da muss schon Gravierendes passieren.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Vor ein par Jahren, hat sich ein Anwohner mittels eines Leserbriefes beklagt, auf dem Nachbarfeld wäre der Mais 3 Meter hoch und versperrt ihm die Sicht auf die Berge.

              In 10 Jahren steht dort ein neues Krankenhaus,, ob dies von der Sicht her, besser ist?

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              • firedragon sagt

                Keine Ahnung, wie alt der Anwohner ist, vielleicht ist er in 10 Jahren öfter „Besucher“ in eben diesem KrHs, dann kann er sich in die oberste Etage legen lassen, dann könnte er die Aussicht genießen oder er befindet sich in den Kellerräumen, dann kann ihm der Bau egal sein.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Dieser Mann wohnt nicht mehr in diesem Haus und die Anwohner hatten keine Tränen in den Augen, als er weg zog.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Ich prophezeie einmal, in 10 Jahren werden Sie mir Recht geben. Wie ungemütlich es in der Zwischenzeit werden könnte, da will ich lieber nicht zu optimistisch sein.

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    • bauerhans sagt

      wir in den wohlhabenden ländern müssten weniger autos,lkw,schiffe und flugzeuge betreiben,keine billigklamotten kaufen und unsere häuser weniger heizen.
      das würde was fürs klima bringen.

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      • Inga sagt

        Ja,
        ob jetzt mir Maskenpflicht beim Durchstöbern von Kaufhäusern weniger Überfluß gekauft wird?

        Das bringt doch dahinsichtlich schon mal was, oder?

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        • Einfacher Bürger sagt

          Halt Stopp Politik hilft mit Mehrwertsteuersenkung , Lufthansarettung. Man sind wir Bürger bescheuert. Der Soziale Tönies Berater hält schützend äh, fordernd die Hand darüber nee auf.
          Hab einen Denkfehler bei der Spd . Ob die eine Gleichstellung von Sozial und korr… sehen.

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      • Ein Privatier sagt

        Wer an das Märchen vom anthropogenen Klimawandel glaubt, ist jemand, der glaubt, dass Politiker niemals Lügen.

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    • Berthold Lauer sagt

      Bei allem Respekt, Herr Kinker, das sehe ich so wie Herr Seevers das komentiert hat! Ich kann auch nicht erkennen, dass wir und den Wünschen der Politik und schon gar nicht denen der Konsumenten verschließen! Die Frage ist doch, von welchen Konsumenten sprechen wir und was wünschen die sich wirklich? Von den 95%, die mit ihrem Einkaufsverhalten, und das nicht nur im Nahrungsbereich, tagtäglich dokumentieren, was ihnen wichtig ist, oder von den 5 %, die lauthals bei jeder Gelegenheit die Moralkeule schwingen und ihre Ideologie den anderen überstülpen wollen??
      Genau die Situation beim Atom- und Kohleausstieg sollte Ihnen in Sachen Politik und Konsumenten zu denken geben! Da werden Ausstiegstermine festgelegt wohlwissend dass man noch lange keine vollständige Kompensation haben wird! Und da werden großzügig Milliarden an wenige Konzerne verteilt, die ihre Anlagen bis dahin eh schon lange abgeschrieben haben. Und die Konsumenten, die sich doch kaum etwas sehnlicher wünschen, als diese Ausstiege, blockieren mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln jedes Windrad, jede Trassenführung und jede Biogasanlage. Warum man als Bauer dann den Mais für Biogas tabuisiert, kann ich auch nicht nachvollziehen. Mais kommt wie kaum eine andere Kulturpflanze mit hohen Temperaturen und wenig Wasser zurecht und kann Dünger effizient nutzen.
      Wir haben in Deutschland bereits jetzt in weiten Teilen ein hohe Qualität in der Tierhaltung, die niemand honoriert. Investitionsförderung hat unserer vorgelagerter Bereich meistens schon eingepreist, bevor sie beschlossen ist. Teurere Produktion muss aber jeden Tag erwirtschaftet werden und vom Konsumenten entsprechend bezahlt werden! Davon sind wir meilenweit entfernt.
      Und Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Ihnen Politik eine Bestandsgarantie geben kann?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Eigentlch gibt es gar keine öffentliche Mehrheit für das Eine wie das Andere. Es werden Umfragen ohne Ende generiert, daraus eine Debatte geformt und im Plenum als Mehrheitsforderung in Gesetze gegossen…..vielleicht sollte man mal eine politische Rechtfertigung für derartige Forderungen einfordern. NGOs, Vereine und Initiativen sind nicht die Mehrheit eines Plebs.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ach Umfragen, da kannst gleich in die Glaskugel gucken.
          Mach das auch mit, wenn nach der Sexhäufigkeit gefragt wird. Gebe immer 3 x am Tag an. Ihr habt recht, stimmt nicht ganz, ist nur einmal. 😉 🙂

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      • Ein Privatier sagt

        Solange modernste Kernkraftwerke nicht in die zukünftigen Überlegungen zur Lösung von echten und künstlichen Energie- und Umweltproblemen einbezogen werden, werden wir im Westen uns auch durch Ineffizienz zerfleischen.

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        • Paulus sagt

          @Privatier, das Thema Kernkraft betrachte ich zumindest für Deutschland als abgehakt. Es wurden und werden von völlig Unwissenden zu viele Ängste geschürt. Ich durfte im Studium an einem dieser Experimentalreaktoren von Siemens lernen. Die Dinger, mit einer Wärmeleistung von sagenhaften 3 Watt gab es an jeder techn. Uni. Es ging darum den Umgang mit bzw. die Beherrschung von Neutronenquellen zu vermitteln. Das war das Lernziel.
          Heute hat jede radiologische medizinische Praxis in Sachen Neutronenquelle deutlich mehr zu bieten. Erstaunlicherweise kommt man da mit Arzthelferinnen, statt Physikern und Ingenieuren zurecht.

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          • Ein Privatier sagt

            Ich stimme Ihnen zu.

            Genderwissenschaften haben klimarettend die teuflischen Atome eingefangen und ich bin über eine Nebelkammer nie hinausgekommen.

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  15. Ferkelhebamme sagt

    Mit ihrem Beschluss von 5m2/Sau im Deckstall haben sie sogar die Ökohaltungen (derzeit 4,4m2) ins Aus geschossen. Ups

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    • Arnold Krämer sagt

      Auch die Ministerialbeamten sind mittlerweile überfordert. Da blickt keiner mehr wirklich durch. Getriebene von Politikern und Medien, die Minderheitenmeinungen zu angeblichen Mehrheitsmeinungen „aufblasen“. Und was soll man dann von den Landwirten und den Beratern vor Ort verlangen.

      Immer mehr auch formale Fehler in den Gesetzgebungsverfahren, aktuell bei Fahrverboten wg. Geschwindigkeitsüberschrteitungen.

      Halbiert die Parlamente! Mindestens!

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      • sonnenblume sagt

        Hier könnte man auch fragen, hat Herr Ostendorf gepennt, oder weiß der schon mehr?

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        • Ostendorf ( Em Ende mit nur einem "F" ) sagt

          Der Herr den Sie meinen heißt Ostendorff, mit zwei FF am Ende
          An dem Namensende mit doppel „FF“ , erkennen Sie oft ehemalige klein-Adelige.

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  16. Berthold Lauer sagt

    Solange wir Bauern selbst unsere eigenen Aussagen durch unser Handeln immer wieder konterkarieren, wird dieses Rad sich immer weiterdrehen! Mit Geld hat man uns abhängig und gefügig gemacht! Wir beklagen zu hohe Auflagen, Vorschriften, Kosten und prophezeihen das Ende der Landwirtschaft! Diese Klage begleitet mich schon seit Studienzeiten vor 40 Jahren! Damals ging es um Quote, später um Prämien Ausgleichszahlungen, GAP und deren Reformen, irgendwann Quotenende, heute Insekten, Biodiversivität und Tierwohl! Alles nicht machbar , nicht finanzierbar oder nicht umsetzbar!
    Trotzdem ist es immer weitergegangen. Wir haben Kosten minimiert. Wir haben funktioniert und geliefert! Das weiß Politik!

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    • sonnenblume sagt

      Die LW wird auch in Zukunft weiter funktionieren. Aber nicht mehr als Versorger der gesamten Bevölkerung, sondern nur für Teile mit entsprechendem Einkommen.
      Es werden wenige Betriebe überleben, die dann Bio und Regional anbieten.
      Die große Masse wird vom Import leben.
      Bei den zuerwartenden Auflagen kann man nicht so preiswert produzieren, wie unsere Kollegen in den Nachbarländern, oder weltweit. Und das wird für alle Bereiche in der LW zutreffen.

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  17. bauerhans sagt

    das ist ja mal eine richtig freundliche aussage von R.Künast,wo sie neulich doch sehr aggressiv behauptet hatte: Corona wär eine folge der Massentierhaltung!

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  18. Sandra Harms sagt

    Es ist vollkommen egal, wie und was man heute im BT auf den weg bringt, Es kommt immer wieder einer ums eck, dem das nicht reicht, ganz egal ob tierhaltung,ackerbau,wohnbau,steuern,energie usw usw usw… Deutschland schafft sich ab, mehr worte bedarf es dazu nicht.
    Es wird der Tag kommen, an dem viele unserer Landsleute schmerzlich merken, das ihr eigenes verhalten ( an der kasse, an der Wahlurne) zum Boomerang wird. Hoffentlich kommt dieser Tag schnell, und nicht erst in Jahrzehnten, dann ist es für vieles mänlich zu spät.

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  19. Bauer Mäx sagt

    Wenn die Tierhaltung in Deutschland zurückgeht, dann wird auf lange Sicht im Ausland produziert- was dann im Supermarkt landet? – who knows…
    In einem Punkt denke ich ähnlich, wenn ich das im Video richtig verstanden habe. Es ist aktuell eine Änderung des Baugesetzes angesprochen. Frau Künast spricht das Klima an, was man weitgefasst zu Immissionen und Emissionen zählen kann (oder umgekehrt?). Es ist ja wunderbar, wenn das Baugesetz geändert wird und Bauanträge vereinfacht werden sollen etc. Aber das schafft noch lange nicht die Probleme aus dem Land, die bisher durch BImSchG, TA-Luft, GIRL und co geschaffen werden. Ein weiteres Problem ist, dass wir bei der immissionsschutzrechtlichen Bewertung von Auslaufställen oder auch Offenställen von Schweinen komplett hinterherrennen, da haben die Regierung/Politik wohl auch gepennt. Ja klar gibt es da bereits einige (ganz tolle und vorzeigbare!!), die genehmigt worden sind, aber auf welcher Grundlage? Das ist nicht einheitlich geregelt. Das wird ja nicht verständlicher und einfacher.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Mäx, wenn der vernünftige Bürger endlich erkennt, wie schädlich das Fleisch ist, dann reichen wenige hoch qualitative Streichelschweine aus, um das Regal zu füllen. Nur wenn der unerzogene Verbaucher doch mehr haben will, dann muss er zukünftig auf das weißrussische „Gulag-Fliesch“ zurück greifen…..so what?

      Die Emissionen von Freilaufhaltungen können nur begrenzt verifiziert werden, sie sind ja als frei angeströmte bauliche Anlagen nicht oder nur ganz schlecht berechenbar. Da kommt es dann schon mal zu einer Olfaktometrischen Begehung, die das Maß der Wirtschaftlichkeit dann in die Tonne kloppen lässt.
      Habe gerade einen Schweinemaststall mit Ausläufen genehmigt bekommen….die Ausläufe müssen (BimSCHV) mit einem Biofilter versehen werden und sind damit hermetisch abgeriegelt…..so viel zu den Ausläufen. Ok, der Betrieb übersteigt als Kombibetrieb die BImmsch- Grenze…..hätte er kleiner gebaut, wärs gegangen….Profitgier ist hier wohl die Triebfeder des Bauern oder? 🙂

      (Achtung, Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten)

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  20. Reinhard Seevers sagt

    Der Tierschutz im GG ist das Kernproblem. Damit kann sie immer und immer wieder trumpfen. Und die Tierhaltung kann immer nur hinterher hinken und versuchen den Spagat zwischen einem verlauteten gesellschaftlichen Anspruch und der Ökonomie hinzubekommen……
    Ich habe einen Kunden, der ist Metzger und möchte selber im Außenbereich einen 800er Maststall (auf Stroh natürlich) bauen, inkl. Schlachthaus. Ich sehe keine Chance aufgrund fehlender Privilegierung, Abständen zur Wohnbebauung, Abständen zu Biotopen etc.
    Er ist aber der festen Überzeugung, dass die Politik ihn unterstützen wird, weil es ja so von der Politik gewollt ist. Auch er wird von der Politik verarsc.t werden……

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  21. Bauer Leo sagt

    Die Export Orientierung. Ja gut die will sie Weghaben. Und dafür ne Herkunftskennzeichnung. OK. Ist traurig dass jedes Kalb tagesgenau an der ohrmarke verfolgt werden kann aber in der Theke weiss man nicht mehr das Herkunftsland..
    Aber : der Verbraucher stürmt jede Woche 4100 Aldifilialen in Deutschland. Und rewe, Lidl, penny, netto in etwa gleicher Anzahl.
    Will der Verbraucher wirklich was anderes?

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    • sonnenblume sagt

      Was der Verbraucher möchte steht doch gar nicht zur Diskussion. Die Tierhaltung muss für die Klimaziele reduziert werden, bzw dem Grundgesetz angepasst werden. Das hat R. Seevers doch gut vermerkt. Zudem verweist Frau Künast auf Veggiprodukte.
      Die deutsche LW wird sich den Wünschen der Politiker und NgOs anpassen müssen.
      Der Verbraucher wird weiterhin vom Markt das bekommen was er möchte, aber als Importware. Und ganz sicher fragen nur die Wenigsten, woher was kommt. Zumal man nach dem Umbau der LW auch nicht mehr über Regional und anderes öffentlich diskutieren wird. Die Diskussion wird einfach aus den Köpfen der Verbraucher verschwinden und alle sind zufrieden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Renate spekuliert auch auf ein BGH- Urteil in 2021, das der Schweinehaltung den Garaus machen wird….schaun mer mal, ob die Richter ihrem Wunsch folgen werden, oder ob sie die Verantwortung zurück deligieren an die Wisssenschaftler, die Tierethiker und die Politik….und so den gesellschaftlichen Streit weiter am Lodern halten mit Vorverurteilung und Videomaterial.
        Wenn die Schweine abgefrühstückt sind, dann kommen die Anbinde-Kühe dran! Wie gesagt, es wird kein Ende geben, bis es zu Ende geht.

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        • sonnenblume sagt

          So sehe ich das auch. Und ich bin der Meinung, dass das ein erklärtes Ziel der Regierung ist. Alle anderen Aktivitäten dienen nur dazu, uns und den Verbrauchern Sand in die Augen zu streuen. Welcher Politiker stellt sich schon hin und gibt öffentlich die Abschaffung der LW bekannt. Dann besser alles durch die Hintertür.

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