Bauer Willi
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Kirche, Kreuze, Landwirtschaft…

Für einen Landwirt ist es manchmal schwer, die Worte der Amtskirche auszuhalten. Da steht auf der Kanzel jemand, der von unserer Kirchensteuer bezahlt wird und erzählt mir, dessen Familie seit Jahrhunderten die Lebensmittel für Gläubige und Ungläubige produziert, etwas vom Bienenschutz und der Bewahrung der Schöpfung.

Um diese Themen  geht es auch im aktuellen Heft von „Perspektiven“ , einer Publikation der evangelischen Kirche in Württemberg, die man sich hier herunterladen kann. Man hatte mir das Heft zugeschickt, weil die grünen Kreuze und meine Person darin erwähnt werden.

So schreibt auf Seite 38 der Leiter des Fachbereiches „Kirche in Freizeit und Tourismus“ über die grünen Kreuze:

„Ich nehme in den grünen Kreuze eine existentielle Angst vor einem ökologischen Umbau wahr. FÜR den Einsatz von Glyphosat, GEGEN eine Reduzierung der Nitratwerte, GEGEN Insektenschutz und GEGEN den Bienenschutz.“

Wer so etwas schreibt, hat sich mit den grünen Kreuzen nicht ernsthaft beschäftigt. Hätte er sich im Vorfeld mit Landwirten unterhalten, wüsste er, warum tausende der grüne Kreuze überall in Deutschland stehen.

Wie oberflächlich und populistisch der Autor arbeitet, erkennt man auch an den Sätzen zu meiner Person: „Hinter dem Pseudonym Bauer Willi verbirgt sich Dr. Willi Kremer-Schillings. Er leitet seit 2007 ein 100-Mio-Euro-Unternehmen“ (Ich bin ehrenamtliches (!) Vorstandsmitglied einer Genossenschaft und Ackerbauer auf 40 ha) um dann im weiteren Verlauf auf die 1.100 t Lagerkapazität der Genossenschaft für Pflanzenschutzmittel abzuheben. Welcher Eindruck damit erweckt werden soll, dürfte jedem klar sein. So folgert er dann auch: „Es liegt nahe, dass die Existenzängste der Bauern durch Personen wie ihn geschürt werden. Der ökologische Umbau der Landwirtschaft soll so letztlich verhindert werden“.

Den theologischen Aspekt der Landwirtschaft beschreibt er so: „Im Schöpfungsauftrag ist uns Menschen das Bebauen und Bewahren zur Aufgabe gegeben. Von Gift in Lebensmitteln ist hier nichts gesagt“. Näher lässt er sich nicht aus, aber man kann den Satz im Gehirn vervollständigen.

Im vergangenen Jahr haben jeweils rund 270.000 Gläubige sowohl der evangelischen als auch der katholischen Kirche den Rücken gekehrt.

Angesichts solcher Artikel und der sich dahinter verbergenden Grundhaltung wundert mich nicht, dass viele Landwirte von ihrer jeweiligen Amtskirche enttäuscht sind.

Das es auch anders geht zeigte eine Veranstaltung im Evangelischen Bauernwerk in Hohebuch: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/hohenloher-agrargespraech-100.html

Nachtrag 1. Juli 16:30 Uhr: Die mißverständliche Aussage zu meiner Person ist mittlerweile (mit ehrlichen Worten des Bedauerns) korrigiert worden. Die neue Fassung ist online einzusehen.

Wie dort zu lesen ist, ist seitens der evangelischen Kirche in Württemberg geplant, zum Thema Kirche und Landwirtschaft eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen.  Eine gute Sache!

 

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95 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Das eigentliche Problem ist der Umstand, dass es den Grünen und NGO´s gelungen ist trotz gegenteiliger Daten, die „Nitratverseuchung des Grundwasses“, das Insektensterben als Solches und die Landwirtschaft als Hauptverursacher fest in den Köpfen der Menschen zu verankern. Diese Fakes sind gesetzt!! Ich hatte gestern eine Tagesveranstaltung (Seminar) zum Thema „Ökologischer Pflanzenschutz, was ist das ?“ mit Praktikern aus der Naturschutz und Galabau (Baumwartausbildung). Da schlagen dir mit voller Wucht die oben genannten „Tatsachen“ als gesetzt entgegen. Im Endeffekt waren alle ob der Komplexität des Themas Pflanzenschutz sehr nachdenklich. Zu mindestens das ist mir gelungen. Aber, wenn die morgen wieder in ihrem Umfeld alltäglich unterwegs sind, ist das alles vergessen und die tauchen im guten Gefühl „auf der richtigen Seite zu sein“ in ihr Leben ein. Der Drops, unsere Auffassungen über Information in die Gesellschaft zu bringen ist definitiv gelutscht. Wir, die Landwirte, sind die Uneinsichtigen, die zur Vernunft gebracht werden müssen !!! Die Kirche spielt hier kein Sonder- oder Führungsrolle, sondern möchte nur Teil des Mainstreams sein. Zumal die einer Religion nicht unähnliche Struktur dieser FfF- Bewegung es den Kirchenleuten leicht macht in diese Bewegung einzuwandern. Predigen von Dogmen ist das Kerngeschäft der Kirchen.

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  2. Ein Privatier sagt

    OT
    Köchin Sarah Wiener: «Es gibt kein Recht auf Fleisch»

    https://www.nzz.ch/panorama/starkoechin-sarah-wiener-es-gibt-kein-recht-auf-fleisch-ld.1564011

    „(…) In der Beschreibung steckt eigentlich schon Wieners ganzes Ideal: Sie will nicht bloss Landwirtschaft betreiben, sondern die bestmögliche Landwirtschaft.

    Wieners Augen sind voller Leben und ihre Haut so braun, als ob schon monatelang Sommer wäre. Sie trägt ein orange-weiss-blau gemustertes Kleid, und ihre Oberarme zeugen davon, dass sie gerne selbst anpackt. (…)“

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    • Reinhard Seevers sagt

      Fettgedruckte Aussage aus dem Text: “
      «Es gibt kein Thema, bei dem sich in den vergangenen Jahrzehnten so wenig bewegt hat wie in der Landwirtschaft.»

      So viel Dämlichkeit ist nicht auszuhalten…

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        • Paulus sagt

          Dann setze ich halt noch einen drauf. Als Mann stelle man sich vor auch nur einen einzigen Tag mit dieser Frau Wiener aushalten zu müssen …
          Selbst ich als Atheist würde zu irgendeinem lieben Gott beten, dass es schnell an mir vorüber ginge.
          Nur zur Kenntnis, diese Frau ist Abgeordnete im EU-Parlament. Noch Fragen?

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          • firedragon sagt

            Paulus,
            zumindest soll sie kochen können. Da könnte der Tag nicht allzu schlimm werden.

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            • Paulus sagt

              dann sprech mal einen ernstzunehmenen Koch auf diese Dame an.
              Aus allen möglichen Kochbüchern irgendetwas zusammenklauben und das als Rezepte von Starkoch Paulus verkaufen kann ich übrigens auch.

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              • firedragon sagt

                Paulus, wenn ich mich mit einem Koch unterhalte, dann nur über dessen Küche und Können – niemals über andere… („keine Götter neben mir“)
                Deine Variationen von Kartoffelsuppe findet bestimmt reißenden Absatz, probier’s doch mal aus.
                (zum Glück hat Kochen irgendwie mit LW zu tun, sonst wären wir mal wieder vom Thema ab ☺)

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          • Ein Privatier sagt

            Nicht so voreilig!
            Vielleicht ist sie ja eine Köchin in der Küche, eine Dame in Gesellschaft und im Bett eine … … eine … … Akrobatin?

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    • sonnenblume sagt

      NZZ bei Frau Wiener. “ Sie muss nochmals bei den Tieren nach dem Rechten sehen, bevor das Gespräch beginnen kann.“ Hoffentlich bekommt die Ferkelhebamme bei dem Satz keinen Herzinfarkt.
      Selbstdarstellung ist blanke Münze. Zu dumm, dass wir das nicht gelernt haben, bzw. uns die nötigen Beziehungen fehlen. Leider kann man dadurch heute seinen Marktwert eher steigern, wie durch Wissen und Können.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Den hab ich bei ihrem Satz über die Schweine bekommen. Ich schließe mich Reinhards Meinung an…

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  3. Ingeborg Krausbauer sagt

    Würde gerne mal wissen, mit welchen Ernst die Erntedankfest feiern. Und was die für Vorstellungen darunter haben.

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  4. Reinhard Seevers sagt
    • Ferkelhebamme sagt

      Bildungsfernsehen deluxe. Glückliche Schweine stehen über dem Gesetz: die brauchen keine Ohrmarken. Ob die wohl gemeldet sind? Stromdraht innen in der Bucht ist perfide Tierquälerei: wer Schweine ein bisschen kennt, weiß, dass sie sich gerne an Wänden ablegen. Wie oft die wohl einen durch die Socken bekommen haben, ohne zu wissen warum?

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  5. Friedrich sagt

    Was die Kirchen sich erlauben geht auf keine Kuhhaut. Sex mit Minderjährigen, Schlepperschiff auf dem Mittelmeer , Ausgrenzung von Minderheiten, Mainstreamverhalten
    und Linksgrüne Politik betreiben. An sich alles Gründe , um aus der Kirche auszutreten, aber man ist ja ein „Gäubiger Christ“ und hofft , daß dieses Treiben endlich mal aufhört. Die Kirchen werden die Austrittswellen nur stoppen können , wenn sie sich wieder auf ihre eigentliche Aufgaben besinnen , sich nämlich um die Gläubigen zu kümmern !! Punkt !! Dies findet ja nur noch bedingt statt und auch nur dort , wo einsatzbereite Pastoren das auch „leben“. Bei mir im Dorf hat die Kirchenleitung auf fiese Art und Weise unsere Kapellengemeinde aufgelöst. Darauf hin bin ich aus Protest erst einmal ein Jahr nicht mehr in die Kirche gegangen und ich war nicht der Einzige. Uns Gläubigen nutzt es nichts , wenn der Superindendent uns große Teilnahme an den Frydays for Future Demos im Gottesdienst rumpalabert , aber die Pastoren hier sich mehr blicken lassen.

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  6. Bauer Willi sagt

    Nachtrag 1. Juli 16:30 Uhr: Die mißverständliche Aussage zu meiner Person ist mittlerweile (mit ehrlichen Worten des Bedauerns) korrigiert worden. Die neue Fassung ist online einzusehen.

    Wie dort zu lesen ist, ist seitens der evangelischen Kirche in Württemberg geplant, zum Thema Kirche und Landwirtschaft eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen.  Eine gute Sache! Wenn es zeitlich passt, werde ich gerne dabei sein.

    Analoge Diskussionen sind oft zielführender als digitale… 🙂

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    • Mark sagt

      Vielleicht haben die „scharfen Kommentare“ hier im Blog auch mit dazu beigetragen. Wichtig ist dass man solchen Ausfälligkeiten wie diesen sofort massiv widerspricht. Dies muss nicht nur für kirchliche, sondern auch für NGO`s und Parteien gelten.

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    • Obstbäuerin sagt

      Ich fürchte, die Veranstaltung wird den Schaden, den die Propaganda davor angerichtet hat, nicht wettmachen. Gerade in den Betriebszweigen der Kirche, wie Weltläden oder Behindertenbetreuung mit angeschlossenen landwirtschaftlichen Unternehmen (bei uns Gut Gronenfelde) stehen die Themen „ökologischer Umbau“ der Landwirtschaft und Bewahrung der Schöpfung (Abschaffung der Pflanzenschutzmittel) hoch im Kurs. Da braucht man sich nur die Unterstützer von whs anzuschauen – da sind die Kirchen voll dabei.

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    • Bauer Fritz sagt

      Tröste dich mit dem Spruch:

      Ist der Ruf erst ruiniert,
      lebt sich´s völlig ungeniert. 🙂
      (Albert Einstein ??? oder doch
      Wilhelm Busch)

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    • fingerphilosoph sagt

      Die Aussage des Autors zu Bauer Willis Person ist vielleicht oberflächlich und populistisch, auch beleidigend, aber sie ist nicht missverständlich. Das sind schon klare Worte, die da gesprochen worden sind. Sich nun mit einer „missverständlichen Aussage“ herauszureden, ist genau genommen, eine weitere Beleidigung. So geht man mit Leuten um, die man nicht wirklich ernst nimmt.

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      • Mark sagt

        Ja,, Du hast recht. Zumal der wichtige Satz, dass „diese Person“ die Existenzängste der Bauern schürt, um den ökologischen Umbau der LW zu verhindern, nicht zurückgenommen wurde!

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        • firedragon sagt

          Mark,
          es ist nicht „diese Person“, sonder „…Personen wie …“. Kleiner aber feiner Unterschied in der Wortwahl.

          Desweiteren stellt die LW auch in der Kirche eher eine Minderheit dar, wie überall.
          Also, warum wundert Ihr Euch – Euch will man nicht „fischen“.
          Jeder landwirtschaftliche Betrieb, der von der Kirche Land gepachtet hat, ist sowieso „gefangen“.
          Zielgruppe dürften die vielen FfF-Menschen sein.
          Da ist es doch nur logisch, daß Kirche deren Ansichten verwendet, um von diesen Kreisen Zuspruch und „Zuwanderung“ erhält – nennt sich Taktik.
          Ob das Langfristig die Kirche als solche rettet, weiß ich nicht, ist mir auch egal.

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          • Mark sagt

            f..n,
            es ist nicht „Personen wie..“, sondern „…Personen wie ihn…“ und damit ist exact diese Person gemeint. Kleiner, aber feiner Unterschied in der kompletten Wortwahl.

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            • firedragon sagt

              (f..n?) Mark, das ist nicht exakt diese Person, aber lassen wir das… ist mir jetzt nicht wirklich wichtig… gucke gerade die Empfehlung von Herrn Seevers.
              Dir noch einen schönen Abend. Gruß.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wenn die Kirche meint, bei den Freitagsdemonstranten fischen zu müssen, dann haben sie diese bereits vorher verloren.

            Statt den bäuerlichen Kirchgängern vor den Kopf zustoßen, sollten die mal im eigenen Laden aufräumen.

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            • Ingeborg Krausbauer sagt

              Würde gerne mal wissen, mit welchen Ernst die Erntedankfest feiern. Und was die für Vorstellungen darunter haben.

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            • firedragon sagt

              Ehemaliger Landwirt, irgendjemanden wird man mit Entscheidungen und Forderungen immer „vor den Kopf stoßen“. Ist halt „gefahrloser“ für den Fordernden, wenn’s der Köpfe nicht so viele sind.
              Ob und wie die Kirche ihren Laden aufräumt ist deren Sache, müssen die Obrigkeiten selbst wissen.

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            • Inga sagt

              Haben nicht die Bauern in Dorf die Tradition der Kirche hochgehalten, gegenüber den Industri4earbetern in der Stadt?
              Von diesen industriell geprägten Leute in der Stadt, die keinen Zugang zum Glauben mehr haben
              verwechseln doch viele das Diktat der Ökologie (Maßnahmen zum Naturschutz) und dem Diktat der Kirche mit einem Diktat der Politik,
              ich denke da an die früher modernen 68iger, die die restlichen Nazis entmachten wollten! Oder unbedeutend, bzw. beseitigen wollten. Na ja, da waren ja noch viel Leute untern den Erwachsen, die von HJ usw. geprägt waren, das kann man nicht so einfach ausschalten. (Habe ich erst viel später begriffen!)

              Deshalb …

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              • Inga sagt

                „Wie dort zu lesen ist, ist seitens der evangelischen Kirche in Württemberg geplant, zum Thema Kirche und Landwirtschaft eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen. Eine gute Sache!“

                Das müsste jedes Jahr geschehen,

                denn damit verbindet sie sich dem natürlichen und ursprünglichem Leben und Lebensführung
                und nicht einem Leben im künstlichen Konstrukt der Industrialisierung, oder?

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      • sonnenblume sagt

        fingerphilosoph und Mark, kann euch leider keinen Daumen hoch geben, funktioniert grad nicht. So ist es, man wird ganz bewußt für Dumm verkauft. Aber sich dann hinstellen und uns die neun mal klugen Sonntagsreden halten. Selbst da drischt man noch auf die LW ein. Einfach nur erbärmlich. Aber sich beklagen, das die jungen Leute weg bleiben. Welcher junge Betriebsleiter will sich das denn antun?
        Hier müssen sie langsam aufpassen, das ihnen die alten Bauern nicht auch noch ausbleiben. Die sind mit den Ansichten der Kirche auch nicht mehr einverstanden.

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    • bauerhans sagt

      digitale diskussionen sind brutaler,weil anonym und führen nie zum kompromiss oder ergebnis.

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      • Ein Privatier sagt

        Das srimmt sehr oft, aber nicht immer!

        Wenn Sie mir jetzt zustimmen, dann …

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    • Ostbauer sagt

      Tja; hätte sich der gute Herr mal vorher an das 8. Gebot erinnert; müsste ihm ja bekannt sein.

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  7. Ein Privatier sagt

    Die Fische, die Köpfe, der Gestank

    Wenn man wissen will, wes Geistes Kinder diese deutschen Hirten der beiden Amtskirchen sind, dann muss man nur deren Rechtfertigung zu ihren Unterwerfungsgesten unter die Religion des Friedens betrachten.

    „Warum haben EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm und Kardinal Marx in Jerusalem zum Teil ihr Kreuz nicht getragen? Weil sie darum gebeten wurden und ihre Aufgabe vor allem sei, Frieden zu stiften, erklärte Bedford-Strohm in Magdeburg.“

    „Er kritisierte auch die mediale Berichtererstattung, in der nicht erwähnt wurde, dass er das Kreuz auch an der Klagemauer nicht getragen hatte. „Man inszeniert einen Kulturkampf mit dieser Sache, um zu zeigen, der Islam sei intolerant. Warum wird nicht gleichzeitig darauf hingewiesen, dass wir bei beiden Religionen, die wir besucht haben, von den Betreuenden gebeten wurden, das Kreuz nicht zu tragen, um nicht zu provozieren?“ kritisierte Bedford-Strohm.“

    „… um nicht zu provozieren“!

    Diese geistlichen Führer sind geistig unfähig, den logischen Widerspruch in ihrer Rechtfertigung zu erkennen.

    https://www.evangelisch.de/inhalte/140018/06-11-2016/bedford-strohm-kreuz-jerusalem-reinhard-marx

    Vom toxischen Verfasser der Hundertmillionenlüge sollte man wenigstens eine Berichtigung erzwingen!

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  8. Elisabeth Ertl sagt

    Mich hat Landwirtschaft von Kind an interessiert, obwohl ich auf keinem Bauernhof mehr aufgewachsen bin. Die österreichischen Bergbauern mit ihrem enormen Wissen über Zusammenhänge in dieser diversen Natur waren meine Helden. Es konnte nicht anders kommen, als dass ich meine Dissertation über ökologische Probleme extensivierter Almbewirtschaftung schreibe mit der schlussendlichen Einsicht, dass dem nur mit öffentlichem Geld begegnet werden kann, weil jetzt jene MitarbeiterInnen fehlen, die stets nur für Kost und Logis gearbeitet haben. Das war vor 40 Jahren.

    Mangels eigener Landwirtschaft habe ich dann meine Freizeit am liebsten wandernd, teilweise auch mithelfend in diesen Höhen verbracht, gemeinsam mit Städtern, denen ich dort Vieles erklärt habe. Vor 12 Jahren war ich dann endgültig so weit, dass ich das bloße erbauliche Drüberlatschen über die Landschaft nur noch frustrierend fand: viel zu wenig Bezug, viel zu wenig Verantwortung. Gottlob hatte ich endlich die Gelegenheit, wirklicher Teil der Landschaft zu sein: wie alle anderen Lebewesen übers Vernichten von Leben noch mehr Leben zu ermöglichen als zuvor. Und dieses Vernichten, diese Endlichkeit, damit etwas Neues leben kann, die wird ausgerechnet von einer Kirche ausgeblendet, deren Herrgott vernichtet wurde und auferstand.
    Diese Leute nämlich wollen nur sitzen und schauen, Gott bei der Arbeit zuschauen, von der Natur gestaltet werden und ihr dafür wollüstig um den Hals fallen (weil man das dank Corona jetzt bei Menschen nicht tun darf), inspiriert werden, nordic walken, dem Hund sein Freund sein und sich vom Lama den Rucksack tragen lassen – kurzum, dem Natur-Konsumismus frönen, denn dann ist das Leben als Christ cool. Bei uns gibt es jetzt jede Menge Staus auf den Bergwegen, weil die Leute dank Corona sonst nichts zu tun haben.

    Wenn all diese unzähligen Leute sich auf eine landwirtschaftliche Auseinandersetzung mit der Natur einlassen würden, zu der auch Kampf gehört, Verzicht und Abschiednehmen, dann könnten sie genau die Landwirtschaft haben, von der sie träumen.
    Das aber verhindert ihre Ideologie: dass der Mensch die Natur so weit wie möglich allein werken lassen soll – weil sie den Menschen angeblich nicht braucht, er aber sie. Normalerweise nennt man so eine Haltung blanken Egoismus und schamlose Ausbeutung. Sie ist in Wahrheit nur eine andere Ausprägung des inneren Schweinehundes, der auch zum Billigfleisch greifen lässt.
    Warum die Natur einen Menschen hätte hervorbringen sollen, wenn sie ihn nicht braucht, diese Frage wollen sie nicht beantworten. Die Natur braucht aber den Menschen zum Arbeiten, weil nur in einer Kulturlandschaft eine maximale Biodiversität herrschen kann, und dort auch nur, wenn ein sehr großer Teil der Menschen dafür abgestellt ist. Aber dann hätte man ja keine Zeit und kein Geld mehr, um „Perspektiven“ zu verfassen und unbeschwert waldbaden zu gehen.

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    • Klemens Minn sagt

      den Gedanken: Hätte die Natur Menschen hervorgebracht, die sie nicht braucht, finde ich überlegenswert. Dies dann verbunden mit der Frage: Was würde passieren, wenn die Natur das feststellt.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Ich halte es für nicht ausgeschlossen, dass die Natur bei den Menschen irgendwann die Spreu vom Weizen trennt. Aber dass die Natur den Menschen völlig verwerfen wird, widerspricht dem Prinzip der Evolution. Es könnte sein, dass sie aus dem Menschen eine noch höhere Seinsform entstehen lässt, und der jetzige Mensch so überlebt, wie Geckos, Eidechsen etc. nach dem Untergang der Dinosaurier überlebt haben neben den Säugetieren, die sich aus ihnen entwickelt haben. Aber den Menschen ersatzlos streichen, das wird sie gewiss nicht tun. Dazu ist er zu wertvoll.

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        • Ein Privatier sagt

          Welche Technik wenden Sie an, um von der Natur nicht als Spreu identifiziert zu werden?

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Die Natur in diesem Sinn steht über mir, ich habe keinen Einblick und keinen Einfluss darauf, welche Kriterien sie anlegen würde, wenn es denn überhaupt einmal darum ginge, die Spreu vom Weizen zu sondern. Ich kann mich nur an meine eigenen Prinzipien halten bei dem, was ich tue. Und ich glaube halt, dass das Geld weniger wichtig ist als das, was es repräsentieren sollte.

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            • Ein Privatier sagt

              Glauben Sie denn, dass es jemanden gibt oder gab, der „Einblick“ in und vielleicht sogar „Einfluss“ auf die Natur hinsichtlich des Trennens von Menschenspreu und Menschenweizen hat?

              Ich meine, irgendwie muss dieses Konzept ja auf uns Menschen gekommen sein.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Es hat Menschen gegeben, der sich angemaßt haben, ihresgleichen in Spreu und Weizen zu trennen, und mit denen will ich nichts zu tun haben.
                Das Konzept, das auf uns Menschen gekommen ist, nennt sich Evolutionstheorie: dass Lurche sich aus Fischen entwickelt haben, Affen und Menschen gemeinsame Vorfahren haben etc.

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                • Ein Privatier sagt

                  Dann ist Darwins Theorie also eine christliche?

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Wieso? Ich habe ja meine Fantasie von – möglicherweise – höheren Wesen nicht aus dem Christentum abgeleitet, sondern aus der Evolutionstheorie. Einfach um auszudrücken, dass ich nicht mit einer kompletten Auslöschung der Menschheit rechne. Das mit einer eventuellen Trennung in Spreu und Weizen war ein Zugeständnis an Klemens Minn, der damit rechnet, dass die Natur erkennen könnte, dass sie den Menschen überhaupt nicht braucht.
                  Das Christentum lehrt, dass man sich als Mensch eben nicht anmaßen soll, über den Wert anderer zu urteilen. Das schließt aber nicht aus, dass auf anderen Ebenen darüber gerichtet wird, ohne dass wir die Kriterien dafür kennen können. Am Versuch, diese Kriterien zu durchschauen, haben sich Menschen schon oft genug die Zähne ausgebissen, zum Beispiel, als beim Erdbeben von Lissabon 1755 alle Kirchen eingestürzt sind, und nur das Rotlichtviertel verschont wurde. Haben die Dinosaurier ahnen können, dass es das gleichwarme Blut ist, welches für das Weiterleben entscheidend werden wird, und nicht ihre Größe und Stärke, nach der sie selber ihre Auslese zelebriert haben? Jedenfalls war immer etwas Neues, bis dahin Unscheinbares entscheidend, was vorher noch nicht da war, und nicht das Altbewährte. Die Evolution verläuft nicht rückwärts. Die Natur hat sich beim Menschen nicht einfach geirrt.

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                • Klemens Minn sagt

                  leider kann ich auf Ihre letzte Antwort nicht mehr antworten, daher an dieser Stelle:
                  Wenn ich Sie richtig verstehe, vertreten Sie die Position, dass die Evolution nicht über Versuch und Irrtum sondern gerichtet erfolgt. Daraus folgern Sie, dass die Natur die Spezies Mensch braucht und es ausgehend vom heutigen Stand eine Weiterentwicklung geben wird.
                  Daraus ergibt sich für mich die Frage: Welchen Regeln gelten? Die Regeln des freien Wettbewerbs? der Fitness? minimierter Energieverbrauch? noch nicht bekannte Kriterien?
                  by the way: Ich teile Ihren Optimismus – gehe aber egoistisch davon aus, das es mich (65) nicht mehr (be)trift.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Offenbar war die Evolution gerichtet auf zunehmende Komplexität. Was das in Zukunft genau heißen wird, ist schwer festzumachen, und es ist auch faszinierender, dass da Überraschungen üblich sind. So ist man auf seine ganz persönlichen Werte zurückgeworfen in seinen Handlungen.
                  Wenn ich jetzt auf diese Kirchenpolitik zurückgreife, dann interessiert auch mich weniger, welche Evolution mich persönlich überhaupt noch treffen kann, sondern warum ich diesen Aufforderungen folgen will oder nicht. Und ich finde diese Kirchenpolitik ausgesprochen selbstbezogen und konsumistisch. Ich finde es respektlos gegenüber den Bauern, von deren Arbeit man tagtäglich lebt, sich über ihre „Naturzerstörung“ zu erheben, indem man sitzt, schaut und waldbadet. Das haben die Herrscher mit ihren Leibeigenen auch schon so gemacht. Mit dem Argument der Absicht hinter der Schöpfung wollte ich sie eigentlich nur mit ihren eigenen Waffen schlagen.

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        • firedragon sagt

          Frau Ertl, bezüglich Spreu /Weizentrennung.
          Ich zitiere
          „… G4 stamme vom H1N1 – Virus ab, das 2009 eine Pandemie auslöste. Das Virus sei hochinfektiös, vermehre sich in menschlichen Zellen und verursache in Tierversuchen schwerwiegendere Symptome als andere Viren. Tests zeigten auch, dass jegliche Immunität, die Menschen durch die saisonale Grippe gewinnen, keinen Schutz vor G4 bietet. Hauptsorge der Wissenschaftler ist, dass das Virus, wie das neuartige Coronavirus, von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. “
          Na denn – auf ein Neues, mit besten Grüßen aus China.

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    • Stadtmensch sagt

      @Bergbäuerin: Wasn das für ne Predigt heute?

      „Herrgott, höhere Seinsform, zu wertvoll zum tilgen, Evolution, innerer Schweinehund“?

      Wenn es zu warm wird auf dem Planeten, kann sich der Mensch auch nicht an die Pole oder unter die Erde verkriechen. Selbst wenn er sich umzüchtet, sind irgendwo Grenzen gesetzt (Eiweißgerinnung)

      So vielleicht:

      Zitat aus https://www.bauerwilli.com/brief-an-die-menschheit/

      „Mir fällt keine andere Spezies auf diesem Planeten ein, der es gelungen wäre, einen neuen Zweig der Evolution zu schaffen. Einen evolutionären Zweig außerhalb der kohlenstoffbasierten DNA-Träger. Eine nicht-genetische Evolution auf Siliziumbasis! Und auch wenn du es wohl nie bewusst darauf angelegt hast, so lässt sich doch nichts Geringeres feststellen.“

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Man kann sich auch für die Überzeugung entscheiden, dass es nicht weitergeht.

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      • Brötchen sagt

        @Stadtmensch ich denke Du bist Maschinenbauer

        was soll der Unfug

        „Wenn es zu warm wird auf dem Planeten, kann sich der Mensch auch nicht an die Pole oder unter die Erde verkriechen. Selbst wenn er sich umzüchtet, sind irgendwo Grenzen gesetzt (Eiweißgerinnung)“

        Es geht um Durchschnittstemp., die um 2-3 ° steigen sollen also von 15 auf 17°C im Durchschnitt!

        Deshalb ist es im Winter immer noch sehr kalt und im Sommer manchmal warm.

        Es ist heute schon so, das es wärmer als 40°C ist sogar über 50°C teilweise in Ausläufen, selbst im Schatten.

        Mit den Durchschnitten ist das immer so eine Sache.

        übrigens Neuigkeiten von den bösen Lobbyisten…

        https://www.rind-schwein.de/brs-news/neuseeland-klimaforscher-plaedieren-fuer-eine-neue.html

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        • Ein Privatier sagt

          Dass er Todesangst vor dem Saunieren hat, ist die versteckte Botschaft seines Kommentars.

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          • Brötchen sagt

            Privatier langsam bekomme ich die inneren Ängste herausgekitzelt 😉

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        • Stadtmensch sagt

          Ist kein Unfug. Eine bestimmte Zeit kann der Körper höhere oder tiefere Temperaturen ausgleichen. Jenseits dieser Schranken ist ist es recht schnell vorbei.

          „Die Zahl der Hitzetoten stieg ab einer Wochenmitteltemperatur von circa 23° C exponentiell an“

          Hat nichts mit Maschinenbau zu tun. Ich muss hier aus eigener Erfahrung berichten. Schöne warme Nächte in der Betonwüste – das jetzt schon kaum auszuhalten.

          Die Leute werden überall Klimaanlagen nachrüsten. Die verwendeten Kältemittel sind in über 95 Prozent der Klimaanlagen äußerst klimaschädlich und entweichen über die Nutzungsdauer)

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          • Brötchen sagt

            Baue Dir doch mal ein richtiges Haus, ich habe poroton plus Betondecke, wenn die Rollläden runter sind, ist es bei uns recht angenehm, selbst im Schweinestall ist es kühl. 😉

            Lass Dich mal vom Stallbauer beraten 😉

            Die sogenannten aufwändig gebauten “ Zelte“ ohne Baumassendämpfung und schönen großen Fenstern sind meines Erachtens sowieso Mist.

            Wir haben bei uns auch noch große Bäume, die schatten im Sommer etwas ab und das dämpft auch noch etwas.

            von einem Wochenmittel von 23° Wochenmittel sind wir zur Zeit noch weit entfernt, da die Nächte sehr kühl sind.

            Denke, das wird dieses Jahr nicht erreicht werden.

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            • Brötchen sagt

              Ich war noch der Letzte der ohne den ganzen Styropormist bauen durfte, ich habe nur Poroton plus Wärmedämmputz, kein Plaste und Elaste aus Schkopau.

              Aber ich weiß, was Du meinst habe auch mal ganz oben im Block unter dem Dach gewohnt, das war es auch schön warm.
              In meiner Erinnerung waren das die wärmsten Sommer von 90 – 99.

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          • firedragon sagt

            Stadtmensch, um etwas beim Thema zu bleiben : in Kirchen soll es kühl sein, darf’s halt nicht bei großer Hitze raus, sonst erleidest Du einen Kreislaufkollaps.
            Hab‘ mal gehört, dass man entweihte Kirchen erwerben kann, wäre das nichts für Dich?

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            • Stadtmensch sagt

              Ich wohne bereits in so einem uralten Steinhaufen. Was will ich da noch in entweihte Grüfte hinab steigen 😉
              Ich fürchte mich ja so schon vor allem und jedem – wie es die geschätzten Foristen an der zittrigen Zeichensetzung sofort profund deduziert haben. Aber wartet nur, wenn erst ein paar Erdsonden gebohrt habe, kann ich im Sommer mit dem Kondenswasser die Kohlrabis bewässern 😉

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  9. Ferkelhebamme sagt

    Sollten die sich nicht eher um die Rettung der Schäfchen kümmern als um die Rettung der Bienen? Wie schlechte Satire kommt die Reaktion der katholischen Kirche auf den Corona-Ausbruch bei Tönnies daher: So prangert Weihbischof Ansgar Puff aus Köln an, dass Osteuropäer „als billige Arbeitskräfte missbraucht“ werden. das hat einen ganz schön schalen Beigeschmack wenn gerade die Kirche von Mißbraucht tönt.
    Wenn ich sehe, mit welch ärmlichem Hausstand indische Pater hier in die Gemeinde eingezogen sind, während sich ein Bischof Tebartz von Elst eine millionenschwere Residenz gebaut hat, untermauert das meine Meinung zur Verlogenheit der Kirche.
    Außerdem kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der Corona-Ausbruch seinen Ursprung in einem Gottesdienst hatte. Ich weiss nicht, wie es woanders ist, aber die Einhaltung der Hygieneregeln lässt bei den katholischen Gottesdiensten hier sehr zu wünschen übrig. Zwar markieren zur Abstandswahrung Aufkleber die Bänke, beachtet werden die gerade von älteren Leuten allerdings wenig und Maskenpflicht besteht auch nicht. Dafür wird fleißig gesungen und die Aerosole in der kühlen Kirchenluft verteilt. Auch während des aktuellen Lockdowns durften Gottesdienste stattfinden. Mit welcher Berechtigung? Die Minister überschlagen sich mit Versprechungen, dass die Verursacher zur Verantwortung gezogen werden. Ich hoffe, das bezieht sich nicht nur auf einen Großindustriellen.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Da gefällt mir die Definition Rudolf Steiners zum Christentum: „Der Christus ist kein Volksgott, ist kein Rassegott, der Christus ist überhaupt nicht der Gott irgendeiner Menschengruppe. Der Christus ist der Gott des einzelnen Menschen, insofern diese einzelne Mensch nur ein Angehöriger der ganzen Menschheit ist.“ Die Kirchen wünschen sich aber immer noch vor allem ein möglichst zahlreiches Zusammenrotten gegen die Ungläubigen. Und dieses Handwerk wird ihnen jetzt vom Virus gelegt.

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  10. fingerphilosoph sagt

    @ Willi
    Und welche Konsequenzen ziehst Du jetzt daraus, außer Dich nicht zu wundern, dass viele Landwirte von ihren Amtskirchen enttäuscht sind?

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    • Bauer Willi sagt

      Ich persönlich ziehe daraus überhaupt keine Konsequenzen. Habe gestern und heute wegen dieser Sache viele interessante Telefonate und Mails gehabt.
      Ich denke, die Botschaft ist angekommen. Wenn es eine Veranstaltung geben sollte, werde ich dort die passenden Worte sagen.

      Wenn ich bei jedem, der versucht mir ans Bein pinkelt, ins Kopfkissen weine, komme ich ja nicht mehr dazu, Artikel zu schreiben…. 🙂

      Aber Richtigstellung von falschen Behauptungen musste sein.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Kritik üben und nicht mal fähig richtig zu recherchieren, wie Armselig sich die ev. Kirche Württembergs darstellt.

        Weiter ab Seite 40 kommen die Jubelgesänge über den Nationalpark Nordschwarzwald. Obwohl das Besucherzentrum für 50 Millionen noch nicht fertig ist, wällst sich eine Blechkaravane in diese Richtung um irgendwie ein Plätzchen zu finden, für die Abstellung desselben. Dazu kommen noch Hunderte von Motorrädern, die sich durch die Orte quälen. An den Zufahrtstraßen, hat man mitbekommen, dass die alle in das Höhengebiet fahren, den Lärm eben in diesen Orten lassen.
        Meine persönliche Meinung dazu, bei dem Rummel wird das letzte Auerhuhn die Flucht ergreifen, aber das begreifen viele nicht, auch nicht die Kirche.

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  11. Klemens Minn sagt

    ich habe den Eindruck, dass es in den Kirchen Leute gibt, die meinen sie, könnten mit Populistischem die NGO-Spendenbereiten erreichen

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  12. firedragon sagt

    Nö, ich lade mir „Perspektiven“ nicht runter, habe ich kein Interesse dran.
    „Im Schöpfungsauftrag ist uns Menschen das Bebauen und Bewahren zur Aufgabe gegeben. Von Gift in Lebensmitteln ist hier nichts gesagt.“
    Ich schreibe das mal geschwind um:
    Im „Ernährungsauftrag“ ist uns Landwirten das Anbauen und Bewahren zur Aufgabe gegeben. Von pflanzlichen Toxinen in Lebensmitteln ist hier nichts gesagt.
    Vor einigen Jahren kam mal ein wissenschaftlich aufbereiteter Bericht über die Mosesplagen im TV – sehr sehenswert!

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    • Inga sagt

      Was besagt dieser Bericht?

      Dass die, die diese Plagen bekämpfen, um gesunde Lebensmittel herzustellen dafür ausreichend entlohnt werden müssen?

      Dass die, die für die Erhaltung der Schöpfung (Ökologie) verantwortlich sind, dafür genau so bezahlt werden werden müssen, wie für die Herstellung der Lebensmittel, in dem sie es als Betriebszweig anbieten?

      Wer bestellt bezahlt!
      Oder hört die Ethik beim Geldbeutel auf?

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      • firedragon sagt

        Nein, das wurde darin nicht thematisiert.
        Sondern ganz nüchtern betrachtet: der Mensch sirbt, wenn er durch Pilze oder deren Toxine verseutechtes Getreide in einer bestimmen Menge isst.

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  13. Berthold Lauer sagt

    Einfach mal bei dir nachfragen hätte vieles klarstellen können! aber genau das will man offensichtlich nicht! Das eigene Weltbild könnte ins wanken geraten! das ist im übrigen kein Alleinstellungsmerkmal kirchlicher Autoren, sondern auch vieler Anderen! Mehr als bedauerlich!!!

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  14. Lieschen Müller sagt

    Die Kirchen als Arbeitgeber sind schon lange unten durch bei mir. Wenn sie schon nicht zahlen, könnten sie doch wenigstens für ein freundliches Arbeitsklima sorgen. Tun sie aber nicht. Ökonomie ist alles. Und solange die Kirche sagt, „ihr Kinderlein kommet“ und nichts, aber auch gar nichts zur verantwortungsvollen Familienplanung beiträgt, haben sie gar nichts zur „Bewahrung der Schöpfung“ zu sagen.

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    • Inga sagt

      Sie unterhalten doch Kindergärten, Altersheime und andere Soziale Einrichtungen, oder nicht?

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      • Lieschen Müller sagt

        Bezahlen tut die aber die Kommune. Wenn in meiner Stadt die Caritas einen Kindergarten betreibt, bekommt sie von der Kommune die ganz normalen Sätze pro angebotenen Platz. Diese sind gleich, egal ob die Caritas, die AWO, die Diakonie oder ein Waldorf-Verein die Einrichtung bezahlt, solange die Einrichtung im Bedarfsplan der Kommune gelistet ist. Und das ist bei den Pflegeinrichtungen dasselbe. Die werden von der Pflegeversicherung und den Beiträgen der Bewohner bezahlt, nie und nimmer von der Kirche. Die verdienen daran. Und verbieten ihren Angestellten die Gewerkschaft!

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        • Berthold Lauer sagt

          Und als Ergänzung: die Beschäftigten werden nach Kirchentarif bezahlt, nicht nach öffentlichem Tarif und der ist niedriger!

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          • Stadtmensch sagt

            Google: „kirche träger gottes lohn“

            Oder Buchtipp: „Gottes Werk und unser Beitrag“

            Ein sehr teurer „Lebenshilfeverein“. Wers braucht…

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          • Nein, das ist er nicht – jedenfalls nicht im Bereich von ev. KiTas in Württemberg. Der Tarif ist an den TvöD SuE angelehnt.
            Eine Kommune kann zur Fachkräftegewinnung eine Zulage zum TvöD im Gemeinderat beschließen. Der Kirchengemeindrat einer Kirchengemeinde kann dasselbe für seine kirchliche KiTa nicht so einfach tun. Er muss einen Antrag bei einem Ausschuss einreichen, der aus Mitgliedern der Kirchenleitung und der landeskirchlichen Mitarbeitervertretung besetzt ist. So kann es sein, dass vor Ort eine kommunale Einrichtung etwas mehr zahlt bzw. Boni an ihre Mitarbeiter ausgibt als die kirchliche, weil die Zulage von dem zuständigen Aussschuss auf landeskirchlicher Ebene abgelehnt wurde.
            Die ev. Kirche in Württemberg zahlt ihren Erzieherinnen in der Regel also dasselbe wie kommunale Einrichtungen. Leitungskräfte erhalten wegen einer anderen Gewichtung der KiTa-Plätze sogar oft mehr als ihre kommunalen Kollegen.

            Und noch etwas anderes zur Klarstellung: Die Refinanzierung einer kirchlichen KiTa besteht immer zum größten Teil aus Steuermitteln. Es sind mindestens „einpaarundsechzig“ Prozent. Die Rate kann auch über 90 Prozent sein, wenn entsprechend verhandelt wurde. Dennoch fließen in jede KiTa Kirchensteuermittel. KiTas sind also immer ein Zuschussgeschäft für die Kirche; nie verdient die Kirche mit einer KiTa Geld.

            Die Mitarbeitervertretung ist übrigens eine Art Gewerkschaft und setzt sich sehr für die Rechte ihrer Mitarbeiter ein.

            @Bauer Willi: Vielen Dank für Ihre wichtige Arbeit und Ihren Widerspruch bei einseitigen kirchlichen Verlautbarungen.

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  15. Mark sagt

    Selten habe ich einen solch schwachen Kommentar gelesen wie den dieses „Freizeitleiters“. Wenn völlige Ahnungslosigkeit gepaart mit unverschämten Unterstellungen als Qualitfikation ausreichen um in dem (…) Heft einen Kommentar zu verfassen, dann wirft die ein Licht sowohl auf die Stossrichtung des Heftes und die gesamte ev. Kirche. Und in der Tat, blättert man den Schmöker durch, so wird klar, die Transformation der christlichen Kirche hin zur günen Ökoreligion mit den entsprechenden Naturgottheiten ist in vollem Gange!

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Nirgendwo kannst du so unqualifiziert etwas werden wie in der Kirche. Schau dir den selbstgebastelten Festtagsschmuck an vor dem Hintergrund echter Kunstwerke aus früherer geistvollerer Zeit. Hör dir das Gitarrengeschrummel bei den Kindergottesdiensten an oder diese neuen Lieder, wo jeder was schreiben kann und veröffentlicht wird.

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    • Bauer Fritz sagt

      Der Herr Missionar nimmt ja Bibelzitat sehr gerne als „schlagendes“ Argument und dürfte daher auch eines als Maß, Ziel und Zweck seiner missionarischen Tätigkeit gewählt haben: „Seelig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.“
      Wenn man sich die meisten Ergüsse in diesem Schriftwerk anschaut, meint man anscheinend bei den missionarischen Evangelen, das ohnehin nur ein biblische Paradies wo Adam und Eva herumhopsen, das einzig mögliche Ideal für diese Welt sein kann.
      Und Missionare bringen diese Paradies zu all denen die das nicht kapieren wollen – hat ja historisch belegt alles wirklich super geklappt.

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  16. Elisabeth Ertl sagt

    Ich betreibe hier ein finanzielles Verlustgeschäft, bewirtschafte 5 ha Biodiversität mit Schafen und Obstbäumen – ohne Förderung, damit ich nicht für ein paar hundert Euro im Jahr bei jeder Baumsetzung und -fällung fragen gehen muss, und damit ich mein Heu bei Bedarf auch vor dem 15. Juni mähen kann etc. Das nennt man Idealismus. Der Großteil der Bauern arbeitet nicht so wie ich, sondern für Geld, und das ist gut so, sonst hätte die Bevölkerung wohl zu wenig zu essen. Aber warum erwartet man sich dann vom Großteil der KonsumentInnen Idealismus, dass sie nämlich mehr zahlen, wenn etwas billiger auch zu haben ist? Die haben ja auch keinen Geldscheißer, die meisten jedenfalls nicht, manche schon. Auf dieser Seite gibt es eben genauso wenige Idealisten wie auf Bauernseite. Das ist so, Punkt. Und deshalb gab es bei uns vor dem EU – Beitritt 1995 garantierte Mindestpreise für die Bauern. Alle hatten genug zu essen. Und deshalb haben sich unsere Bauern mit Recht vor dem EU – Beitritt gefürchtet. Die große Masse wird NIE freiwillig mehr zahlen, Appelle in diese Richtung kann man sich sparen. Gegen den inneren Schweinehund gibt es auf der politischen Ebene Gesetze. Die sind genau dafür da, und auf dem Feld der Nahrungsmittel wird man ohne auch nicht auskommen.

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  17. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Ja, grundsolide ökologisch und extrem sozial bis zu eben jenem Zeitpunkt, wenn es um die Neuverpachtung des kirchlichen Eigentums geht – unabhängig von welcher Konvention wir hier sprechen:

    Es gibt sodann nur einen einzigen Maßstab – Kirchenökonomie knallhart!!!

    Wenn man einen konfessionellen Landüberlassungsvertrag analysiert, so springt förmlichst wohl welcher Inhalt eines solchen Knebelvertrages sofort ins Auge!?
    Wo bleibt derzeit die Wertschätzung vor unserer Schöpfung bei z.B. 2,20 Euro für das Kilo Hähnchenfleisch (nur die Sahnestückchen f. den heimischen Markt), wenn der Bauer im Gegenwert für sein Kuhkalb sich allenfalls 4 kg solchen Fleisches kaufen kann!? – Das ist einfach nur noch Perversion in ihrer ekelhaftesten Dimension; fehlt es an der christlichen Nächstenliebe, hier einmal schmerzhaft den Finger in diese Wunde zu legen!?

    Entlang von Bachläufen u. Fließgewässern muss der Bewirtschafter auch solcher kirchlicher Flächen übrigens die neuen Auflagen einhalten; die Kirche setzt bei der Berechnung ihres Nutzungsentgeltes unumstößlich die im Grundbuch stehenden Flächengrößen um.

    Ja, seit eh und je hat die Kirche sehr viel für die Bauern „übrig gehabt“ – man wusste immer schon die bäuerliche Arbeitskraft in die Kirche systematisch im Eigeninteresse zu optimieren, nicht wenige Bauersleute hat das in der Vergangenheit sogar Kopf und Kragen gekostet.

    Unsere himmlischen Dienstleister degradieren sich selbst förmlichst zum Auslaufmodell!
    Glaube – Liebe – Hoffnung: Hier werden die Bauern als Suchende augenscheinlich von unseren Amtskirchen schwer enttäuscht, finden keine Unterstützung in ihrem ganz profanen Ansinnen, von ihrer eigenen Hände Arbeit wieder den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

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  18. sonnenblume sagt

    Viele Landwirte verhalten sich bezüglich einem Austritt ruhig, weil sie geschäftlich mit der Kirche verbandelt sind. Immerhin ist sie einer der größten Grundstücksbesitzer. Diese Macht kann sie jetzt natürlich voll ausspielen und das wird sie auch tun. Seit Jahren schon wird versucht, über Klauseln in den Pachtverträgen, die LW in die passende Richtung zu drehen.
    Die Kirchen sind schon lange keine moralische Instanz mehr, oder waren es vielleicht auch nie. Bei ihnen war nehmen immer besser als geben. Gibst du mir dein Geld, dein Erbe, deinen Besitz, dann bist du ein wahrer Gläubiger. Oder woher kommt das ganze Kirchenvermögen, wenn man allem weltlichen abgeschworen hat?
    Durch die Ausführungen bezüglich der Aktivitäten von Bauer Willi enttarnt sie sich nun selbst. Die RKK trommelt in die gleiche Richtung.

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  19. Reinhard Seevers sagt

    Ich bin schon seit langem wütend auf die Kirchen und ihre Anbiederung an den mainstream, ihr ständige Rechtfertigung, sie hätten die Verpflichtung solche Missstände im Namen der Schöpfung anzusprechen.
    Chrismon, das Sprachrohr der ev. Kirche ist da seit einigen Jahren zunehmend aktiv.
    In der aktuellen Ausgabe wieder: https://chrismon.evangelisch.de/themen/fleisch-essen
    Kirche sitzt in allen Gremien gesellschaftlicher Relevanz. Die Kirchen sind zugleich die letzte unabhängige moralische Instanz…..meinen sie jedenfalls.
    Ich habe bereits mehrmals direkte Briefe zu Artikeln geschrieben….erst einmal hat man eine Gegendarstellung gebracht, die dann ganz klein irgendwo in einer Ecke abgedruckt wurde……Kirche ist für mich inzwischen die größte Heuchelei.

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