Bauer Willi
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Quinoa aus dem Rheinland

Das ist bei mir um die Ecke. Und weil es aus der Nähe von Köln kommt, heißt es hier „Kinoa“.

Die alten Wege verlassen, Neues ausprobieren. Unternehmer sein heißt: etwas unternehmen.

 

 

Hier ein Beitrag des WDR, der über die jungen Leute berichtet, der im Betrieb auch noch Rollrasen anbaut.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-lokalzeit-aus-koeln—668.html             (nach unten scrollen)

Hier die Homepage: https://www.kinoa-rheinland.de/

Das schreibt top agrar: https://www.topagrar.com/acker/news/die-rheinlaendischen-quinoa-pioniere-12101653.html?utm_medium=email

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20 Kommentare

  1. Lady sagt

    Interessante Produktpalette, viel Erfolg!
    Sowohl Quinoa als auch Rollrasen werden mit steigenden Einkommen stärker nachgefragt. Bei vielen landwirtschaftlichen Produkten ist das eher nicht so, und das ist auch Teil eurer Probleme.
    Und auf die Hüfte geht Rollrasen auch nicht 😃

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  2. Reinhard Seevers sagt

    Inga, bist du so naiv, oder sollte das ein zynischer Beitrag sein? Lies mal den link über teff, bitte, dann weißt du, wie und wo die Hasen langlaufen.

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  3. Obstbäuerin sagt

    Ich finde es gut, wenn einzelne Bauern eine Nische finden, um zu überleben. Schlecht finde ich, dass diese einzelnen Bauern in den Medien gehypt werden, als ob das die Lösung für alle wäre. Solidarische Landwirtschaft, alte Rassen, alte Sorten, exotische Sorten – alles nett, wenn es beim Überleben hilft aber eine Strategie ist das nicht – eine Nische ist ein Nische, weil nicht viele reinpassen. Wir brauchen jedoch Überlebensstrategien für die breite Masse an kleinen und mittleren Betrieben und die gibt es nicht.

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    • Reinhard Seevers sagt

      So sehe ich es auch Obstbäuerin. Jede Nische von gestern ist heute schon keine mehr…..hat man beim Spargel gesehen, oder bei den Erdbeeren.

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    • Arnold Krämer sagt

      In unserem Wirtschaftssystem sorgt die Transparenz dafür, dass Gewinne wegkonkurriert werden. Deshalb versuchen die meisten Akteure auch Intransparenz zu erzeugen oder besonderen Zusatznutzen für ihre Produkte zu behaupten. Was ich nicht verstehe (oder doch, es ist die menschliche Eitelkeit), dass Menschen, die sich eine Nische erarbeitet haben, diese in landwirtschaftlichen Fachzeitschriften schnell bekannt machen und sich damit schneller als nötig Konkurrenz an den Hals holen.

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      • firedragon sagt

        Herr Krämer,
        es ist natürlich immer interessant, zu lesen, was andere Betriebe auf die Beine stellen, ohne Frage.
        Es ist abzuwarten, wie viele oder ob Betriebe auf Quinoa „anspringen“ und das Ganze in Massen angebaut wird. Ausserdem braucht man einen Abnehmer und entsprechende Qualität.
        Wenn ich einen Abnehmer habe und mit dem Vereinbarungen getroffen habe, das Ganze für beide Seiten ein fairer Handel ist, sich beide aufeinander verlassen können, dann ist es schon schwerer für andere, da zwischen rein zu funken.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das sehe ich auch so! Und noch schlimmer ist es, wenn Außenstehende kommen und meinen, dass sei jetzt die Lösung und die Rettung für den Bauernstand: alle sollen Hofläden und Cafes machen, Direktvermarktung und online-Handel……

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        • firedragon sagt

          Herr Seevers,
          jeder Betriebsleiter kennt seine Stärken, kennt sein Umfeld und sollte vorher seine Absatzwege realistisch beurteilen, bevor er/sie/div Vollgas gibt.
          Meinung von außen kann man sich anhören, sollte man auch, nur so entwickelt man sich weiter – in dem man sich Gedanken macht.
          Wie die Entwicklung aussieht, entscheidet man immer noch weitestgehend selbst.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ja, das ist die Theorie…..wenn der Metzger, den ich gestern erwähnte, seine Planung auf die Verlautbarungen der Politik aufbaut, obwohl sie offensichtlich nicht umsetzbar sind, dann merkt man, dass nicht immer die Vernunft der Motor von Entscheidungen ist.
            Gilt im Übrigen auch für etliche Bio-Umsteller- Prämienoptimierer….
            Ist aber selbst entschieden, insofern!

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            • firedragon sagt

              Herr Seevers,
              wieso plant der Metzger mit/oder aufgrund Verlautbarungen von Politik?
              Der Landwirt muss sich doch danach richten und muss seinen Kopf hinhalten, er muss doch im Rahmen der Gesetzgebung und Richtlinien bauen.
              Kann es sein, dass der Metzger ein wenig voreilig war mit seinen Versprechungen gegenüber seiner Kunden?
              (wieso wird überhaupt mit etwas geworben, über was man noch gar nicht verfügt??)

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          • Arnold Krämer sagt

            „Wie die Entwicklung aussieht, entscheidet man immer noch weitestgehend selbst“.
            Das ist absolut richtig. Landwirte sind bezüglich ihrer Entscheidungen frei. Dabei können sie mutlos, mutig oder übermütig sein. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Rahmenbedingungen (Politik, Markt, Recht) nehmen aber seit geraumer Zeit deutlich zu. Wer bisher unternehmerisch stark war, wird die Stürme der nächsten Jahre überstehen. Dazu gehören aber gute Nerven und Frustrationstoleranz, was leider auch gute Landwirte nicht immer vorweisen können.

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    • Lieschen Müller sagt

      Das habe ich auch schon oft gedacht. Gerade bei den ganzen Früchten, wie Beeren. Früher konnte man z.B. Johannisbeeren nicht im Supermarkt kaufen, vielleicht mal auf dem Markt. Gibt es jetzt ständig. Regionalität ist schon eine Lösung, nur bedeutet es dann, dass es nicht immer alles überall gibt. Also hier gäbe es dann keine Avocados. Und nur selten Zitronen und dergleichen. Nun werden diese Produkte aber überall beworben, weil man sie billig überall hin transportieren kann. Selbst im innerdeutschen Handel sind die Transportwege enorm. Seit es Heidelbeeren aus Peru im Supermarkt gibt, werden die auch gekauft.

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    • Inga sagt

      Och, da gibt es schon noch ein paar. Es müssen sich nur Verarbeitungsbetriebe finden, denke ich. Wie wird das gedroschen?

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    • Gephard sagt

      Doch. Man nehme sich eine:n Influencer:in und lasse sie die Ware mit besonderen suggestiven Werten an ihre Fans vermarkten. So macht es Bibi mit ihrem Billigtee, den sie für 20 Euro anpreist. Der schmeckt intensiv und ist hydrierend, sagt sie und andere Youtube:rinnen mit kaufwilliger Gefolgschaft. Richtig gemacht, bekommt man auch eine schnöde Rübe mit viel Gewinn verkauft. Problem ist nur, die Landwirte sind meist nur Zulieferer und bekommen nichts von dem Gewinn. Also müssen sie die Lebensmittelindustrie überspringen und selbst ran. Also wenn’s Christfluencer gibt, muss es doch auch Foodfluencer geben, die direkt von der „Quelle“ schwärmen.

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Den Beitrag hatte ich am Wochenende auch entdeckt….ich suche mal die Makel:

    Quinoa ist ein Mode- Superfood für junge, hippe und urbane Menschen. Der Anbau hier nimmt den Anbauern in den Anden die neu gewonnene Einkommensquelle wieder weg….

    Rollrasenherstellung ist ökologisch eine Katatsrophe, die Flächen sind Artenarm und die Bodenbilanz negativ….

    …duck und wech….

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Quinoa war in den Anden ein Hauptnahrungsmittel. Seit es die Europäer entdeckt haben, wird es dorthin exportiert und ist für die einheimische Bevölkerung nicht mehr erschwinglich.

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      • Inga sagt

        Echt, weil wir Europäer es von dort abnehmen wird es für die einheimische Bevölkerung knapp und teuer?
        Was haben die denn für eine Regierung? Ich glaube das würde bei uns nie passieren, oder?

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        • Ein Privatier sagt

          Die Magie Afrikas: Sie verdienen mehr Geld, werden dadurch aber ärmer!

          Dass die meisten Afrikaner nicht davon profitieren, dass sie für ihre Ware(n) von den Europäern bedeutend mehr Geld erhalten, als wenn sie es auf ihrem heimischen Markt verkaufen, zeigt uns, was in Afrika los ist.

          Und die dekandenten, wohlstandsverwahrlosten Europäer geben sich die Schuld für die Fehlleistungen der Afrikaner, was für die Afrikaner wiederum zu einem lukrativen Geschäftszweig geworden ist: Global jammernd Spenden einfordern.

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