Bauer Willi
Kommentare 81

Umfrage: Kompost in der Landwirtschaft

Die Technische Universität Hamburg will von Landwirten wissen, ob sie Kompost einsetzen und welche Überlegungen sie dazu haben. Und wenn sie keinen einsetzen, welche Gründe sie dafür haben.

Hier geht es zur Umfrage:

https://poll4.tuhh.de/index.php?r=survey/index&sid=859763&lang=de

Helfen wir der Wissenschaft.

 

 

 

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81 Kommentare

  1. fingerphilosoph sagt

    Würde man es ernst meinen mit der Nachhaltigkeit, dem Recycling und den Wertstoffen, würde ein Smartphone 200 Jahre lang benutzt und nicht 20 Monate, bevor es auf dem stetig wachsenden Haufen an Elektronikschrott landet, von dem nur ein Bruchteil recyclet wird.

    Stattdessen das Gedöns mit der Bio-Tonne. Doch wenn in der Kompostieranlage sowieso noch einmal sortiert wird, ist der Bioabfall, den Otto in die Bio-Tonne wirft, doch nur eine Vorsortierung. Das lässt den Schluss zu, dass es gar nicht um den Kompost geht, sondern um das Einsparen weiterer mit dem Sortieren beschäftigter Arbeitskräfte.

    Bei der Bio-Tonne geht es auch gar nicht um den Kompost und auch nicht darum, ob der wirklich auf Felder aufgebracht wird. Die Empörung gilt dem Umstand, dass sich offenbar nicht alle Menschen solidarisch am gemeinsamen Projekt der Weltrettung beteiligen wollen (oder können).

    Das große Projekt heißt derzeit: Wir ziehen ausnahmslos alle am selben Strang.
    Ganz egal, was das für ein Strang ist. Ganz egal, wie sinnvoll das Ziehen ist. Ganz egal,
    was passiert. Es geht auch nicht wirklich um die Weltrettung, sondern darum, solidarisch zu sein. Deshalb kaufen wir jedes Jahr das neueste Smartphone und es ist egal, ob der Elektronikschrott die Welt vergiftet, denn das neueste Smartphone braucht man, um solidarisch zu sein.

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  2. Frank sagt

    Hallo Lisa!
    Ja Bokashi-Eimer bin ich natürlich auch schon drauf gestoßen, aber das ist devinitiv keine Massentaugliche Alternative! Und mir persönlich ist das auch devinitiv zu aufwändig! Jeder Handgriff muss vermieden werden lautet die Devise! Für die, die es machen wollen: gerne! Ist ne super Sache! Und im Garten könnte das Zeug auch gut gebraucht werden! Der liegt allerdings einige Fahrradkilometer weit weg und aufm Fahrrad das Zeug transportieren geht mal garnicht… Dann kommt dazu das das ja auch wieder irgendwann da raus muss… Wer macht das wenn man selbst das nicht mehr schafft? Und was passiert wenn man den Deckel offen lässt? Ich habe keine Zeit Deckel zu schließen… Die meisten Stadtmenschen haben ja leider in der heutigen Zeit einfach keine Nerven mehr für so eine Spielerrei! Allein mal mein beispiel: Koch von Beruf, Single, krank auch noch (Fibomyalgie, Chronisches Erschöpungssyndrom) komm Abends zwischen 23 uhr und 1 uhr nach Hause und Morgens um 8 Uhr klingelt wieder der Wecker…. Da muss das einfachte her das es gibt! Sofort ohne umstände weg! Und nur wegen einem Esslöffel Katzenfutterreste am Tag lohnt sich das erst mal garnicht! Wer weiß auch schon was das dann für ein Gebräu wird!?

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  3. Christian Bothe sagt

    @Timme,das hatte nichts mit fehlenden Ressourcen zu tun, sondern war effektive Futterverwertung. Diese Futtermittel wurden im Labor analysiert und nach dem Futterbewertungssystem eingesetzt! Die Grünen würden sich sicher über diese Form der „Abfallbeseitigung“freuen…Übrigens war der Strohaufschluss mit NaOH auch patentiert(Prof.Bergner) und an Rinder verfüttert.Also lieber Timme, Sie können zum Einsatz von Futterreservestoffen in der DDR einiges bei Prof.Hennig Jena nachlesen.

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    • Karl Timme sagt

      @Bothe, der Holzvergasermotor der 1942 einzug in der Landwirtschaft hielt war eine hohe technische Erungenschaft und für einen Betrieb weit nach dem Krieg ausgelegt. Er war, so würde mann heute sagen im höchsten Maße Nachhaltig und CO² neutral.
      Auch hier gab es unzählige Abhandlungen und Patente.
      Warum taucht er eigentlich nicht in der Diskusion um die neue Mobilität auf?

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      • Karl Timme sagt

        Nachtrag, wäre auch eine Entlastung für den Holzmarkt vom Kalamitätenholz.

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      • bauerhans sagt

        wer will morgens anheizen?
        auch der Lanz mit seiner lötlampe war zu seiner zeit genial!

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  4. Frank sagt

    Meiner meinung nach ist das Plastik in dem Fall nicht das Problem! Biomüll STINKT! Das ist ein Problem! Wenn man nicht will das Biomüll im Restmüll landet oder das Biomüll mit Plastik entsorgt wird dann muss man ein System schaffen das es dem Menschen einfach „Einfach“ macht, bzw. das der Mensch es garnicht „Falsch“ machen kann! Die allerbeste Möglichkeit hierzu, wäre den Biomüll ohne Umwege direkt entsorgen zu können ohne ihn „lagern“ zu müssen! Ich z.B. müsste jeden Tag wegen einem Esslöffel voll Biomüll zig Stockwerke runter laufen und wieder hoch. Nur kann ich schlecht laufen… Und ein halbes Jahr stinkenden Biomüll in der Wohnung bis das Eimerchen mal halb/dreiviertel voll ist? Nein danke! Da hat man dann schon grob geschätzt 150 Generationen an Mücken gezüchtet! Also bleibt ja nur der Restmüll der wenigstens 1x in der Woche weg kommt!
    Müllschlucker wäre meiner meinung nach die einzig sinnvollste möglichkeit! Direkt in der Küche in ein Loch mit Häcksler und bissl Wasser hinterher, Fertig! Nur wie was wo? Eigenes Kanalsystem? Wasserverbrauch? Und wie weiter damit? Kosten? Das soll sich lieber mal ein Anderer ausdenken… Aber ich bin der meinung es wäre eine, wenn nicht sogar die einzigste Möglichkeit!

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    • Lisa sagt

      Lieber Herr Frank,
      Für Ihr Anliegen gibt es bereits eine nicht stinkende Lösung:
      Den Bokashi Eimer.

      Sie können Ihre Bio Abfälle direkt im Eimer in der Küche sammeln. Der Deckel verschließt den Eimer zuverlässig und mit entsprechender Zugabe von TriaTerra Streu oder einem ähnlichen Präparat können Sie sich sogar selbst Kompost für den Balkon produzieren.
      Oder falls kein Bedarf daran besteht, einfach den vollen Eimer (ja, der kann auch ein halbes Jahr stehen bis er voll ist) im Kompostmüll (zur Not auch im Restmüll) entsorgen.
      Aber vielleicht freut sich auch der Nachbar über diese Nährstoffreiche Kompostgabe?
      Gruß

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  5. Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

    Ich haber vor 2 Jahren mehere Tonnen Kompost von unseren Kreiseigenen Kompostwerk zur Düngung, unserer neu gestalteten Garten geholt.

    Anschließend waren wir mehere Stunden damit beschäftigt die Kunstoffreste aus unserem Garten zu entfernen.
    Mein Vorschlag:
    unser Landkreis soll den Kompost lieber als Brennstoff in „Biomassekraftwerken“ „verwerten“ ( ENTSORGEN), den in ein paar Jahren sitzen wir Landwirte mit den Mikroplastik auf unserem Acker, aber keiner ist dan Haftbar, außer der Grundstückseigentümer.

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  6. Martin Dörhage sagt

    Es ist schlichtweg falsch, wenn Mark behauptet, die Gütesicherung würde Kunststoff nicht berücksichtigen.
    Und dem Kompostwerk die Schuld für Fremdstoffe im Produkt in die Schuhe schieben ist unfair. Wenn es nicht gelingt, die im Bioabfall enthaltenen Nährstoffe- ohne Fremdstoffe – im Kreislauf zu halten, dann müssen unsere Enkel eben Pflanzen züchten, die ohne Nährstoffe wachsen.

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    • Thomas Apfel sagt

      Na klar gibt es Mindestvorgaben und in den Zertifikaten sind die auch eingehalten. Trotzdem akkumuliert sich das Zeug auf dem Acker. Die Kompostwerke können zwar grundsätzlich nichts für Plastik im Bio-Abfall-Kompost, trotzdem gehts hier nicht um irgendwelche „Schuldschuhe“ sondern um echte Schäden, vor allem mit dem Blick auf die Unsicherheiten in der Beurteilung in der Zukunft. Ich bringe jedenfalls nur selbst hergestellten oder Grünschnittkompost vom „Werk meines Vertrauens“ auf meinen Acker.

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    • Mark sagt

      @ Dörhage
      Ich habe leider bis 2017 flüssige Gärprodukte aus einer Biomüllvergärungsanlage eingesetzt. Die RAL-Gütesicherung nach BGK weist die Nährstoffgehalte, physikalische und biologische Parameter und Schwermetalle aus. Von Kunststoffanteilen und Mikroplastikanteilen ist nirgendwo etwas zu sehen. Wenn sie solche Werte aus der Güt3esicherung haben dann her damit.

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      • Martin Dörhage sagt

        Um verlässliche Info zum Thema Fremdstoffe in Kompost (das ist die Ausgangsbasis der hiesigen Diskussionen) und gerne auch Gärprodukt aus Bioabfall zu bekommen, empfehle ich
        http://WWW.Kompost.de
        zu kontaktieren.

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        • Mark sagt

          Es geht hier um die Verwertung von Biomüll in der Landwirtschaft, ob als Kompost oder Gärsubstrat ist egal. Sie sind ein echter Witzbold, verlinken Sie doch genau dorthin worauf ich mich beziehe (RAL/BGK). Von wegen Kunstoff bzw. Mikroplastik ist in den Gütezeichen nichts zu finden, deshalb ist ihr Vorwurf ich hätte was falsches behauptet hinfällig, ziehen Sie diesen bitte zurück!

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          • Martin Dörhage sagt

            Vielen Dank erst einmal für den Witzbold. Habe ich als Kompliment aufgefasst.
            Ich bin hier ausnahmsweise einmal bereit, für Sie im Internet zu blättern. Dies kam dabei heraus:

            http://www.kompost.de/themen/rechtsbestimmungen/duengerecht.
            Dort ist u. A. auf die Düngemittelverordnung verwiesen. Die bestimmt, was geht und was nicht geht.

            http://Www.gesetze-im-internet

            Dort die „Düngemittelverordnung“ aufrufen, darin §4, (1) 4b und 4c.
            Jetzt zufrieden?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Zitat Dörhage: „Dort die „Düngemittelverordnung“ aufrufen, darin §4, (1) 4b und 4c.
              Jetzt zufrieden?“

              Hier die Daten aus der DÜVO:
              4.
              als Fremdbestandteil nach Anlage 2 Tabelle 8.3
              a)
              Steine über 10 Millimeter Siebdurchgang nicht über einen Anteil von 5 vom Hundert/TM,
              b)
              Altpapier, Karton, Glas, Metalle und plastisch nicht verformbare Kunststoffe über 1 mm Siebdurchgang nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabelle 8 Nummer 8.3.9 und zusammen nicht über einen Anteil von 0,4 vom Hundert/TM und
              c)
              sonstige nicht abgebaute Kunststoffe über 1 mm Siebdurchgang nicht über einen Anteil von 0,1 vom Hundert/TM
              enthalten sind.

              So alle Bestandteile unter 0,1mm (Mikroplastik) vergessen wir dann mal eben…..

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  7. Stadtmensch sagt

    Der freie „mündige“ Bürger in der Dienstleistungsgesellschaft empfindet exakte Mülltrennung als Zumutung. Ökodiktatur! Grüne Khmer wollen ihn zwingen, seine Hinterlassenschaften in den Kreislauf einzuspeisen. Das geht gar nicht!

    Ina Körner – Wissenschaftlerin im Bereich Bioprozesstechnik – hat mal rausbekommen, dass über 80% des organischen Haushaltsabfalls in Hamburg, in den Restmüll wandern.
    Warum sollte es im Rest der Republik anders sein? Was für ein Verlust!

    Das bisschen, das in die Biotonne geht, wird prinzipiell als „Verpackungseinheit“ mit Folietüte „entsorgt“. Aus meinen Beobachtungen hier weiß ich, dass der Inhalt der Biotonnen teilweise fast schon Restmüll-Charakter hat. Wir hatten hier mal den Versuch gestartet, Biomüll aus der Nachbarschaft vor Ort zu kompostieren (unmöglich).

    Die Massenmenschhaltung muss besser organisiert werden. Nur ganz wenige kommen auf die Idee, in ihr Wohnzimmer zu pinkeln, aber ihren Müll lassen sie dort, wo ihre Nahrung wächst.

    Bei dem, was ständig als Müll vom Menschen „abfällt“ brauchen wir noch mehr Technisierung. Absaugung oder so ähnlich! Es muss ganz bequem sein, sonst schafft es Homo-Bräsig nicht.

    So, wiedermal sinnlos Vorwürfe in alle Richtungen gestreut.

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    • firedragon sagt

      Stadtmensch,
      es bedarf keiner zusätzlichen Technisierung.
      Es gehr auch ganz einfach – keinen Müll kaufen !

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      • fingerphilosoph sagt

        Dumm, wenn im Supermarkt dann ausgerechnet die Bio-Ware schön in Plastik eingeschweißt verkauft wird. Wenn man keinen Müll mehr kaufen darf, dann darf man auch keine Bio-Ware kaufen.

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        • firedragon sagt

          fingerfilosoph,
          auch das ist vom Prinzip her ganz einfach.
          Nach der Bezahlung am Kassenband das Produkt (so lange es keine Körner oder so sind) einfach auspacken und den Müll im Laden lassen.
          Bio in Plastik ist eigentlich Quatsch.

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          • fingerphilosoph sagt

            Wenn Bio mit in Plastik eingeschweißter Ware die eigenen Prinzipien konterkariert, sehe ich wirklich nicht ein, warum ausgerechnet ich frommer sein soll, das Zeug trotzdem kaufen und an der Theke auspacken soll, zumal ich damit die Leute behindere, die hinter mir an der Kasse stehen. Bio in Plastik ist tatsächlich Quatsch, und Quatsch muss man nicht kaufen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Das Problem lösen wir mit dem online- Handel. Die Ökobranche schickt dir das Papierpäckchen auf nachhaltigem Wege direkt an die Haustür! Dann ist da wenigstens kein Plastik mehr drin, dafür hat der Transport aber seinen Teil zur Ressourcenverschwendung beigetragen….alles wird gut! 🙂

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            • firedragon sagt

              fingerphilosoph,
              Du willst nicht frommer als andere sein, machst Dir aber Gedanken, ob Du hinter Dir stehende Menschen behinderst?
              Ich bin nicht fromm und die Menschen sind mir mittlerweile egal.
              Es wäre egal, ob Bio oder anderes Zeug von Plastik entledigt würde. Wenn es jeder an der Kasse macht, was glaubst Du, wie lange die Läden das „aushalten“, bis die den Zulieferern andere Verpackungsmaterialien aufbrummen?

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich glaube nicht, dass das Problem die paar eingeschweißten Gemüseteile sind. Interessant wird es, wenn die Leute ihre Süßigkeitentüten entpacken…..Storckriesen einzeln rausfummeln und dann in Tupper umpacken? 🙂

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              • Brigitte Neveling sagt

                firedragon,
                wie meinen Sie Ihren letzten Satz?
                Meinen Sie, das wäre denen egal, oder die würden wegen des Staus an der Kasse etwas ändern ?
                Ich habe vor einigen Jahren noch Bio-Obst als unverpackte Einzelstücke bei einem Hit-Markt in Daun ( laut eines eifeler Schlachtermeisters der Dohle-Gruppe, einer der größten Lebensmittelhändler der Welt, zugehörigen Kette ) gekauft und bei Hit angerufen, ob sie nicht wenigstens bei Bio-Obst diese verdammten Plastik-beschichteten Aluaufkleber weglassen könnten; sie wollten sich darum kümmern. Natürlich geschah nichts.
                Ich kauf bei denen jetzt nur noch Kaffeebohnen und Frosch-Waschpulver.
                Vor 20 Jahren habe ich mir bei Mac Donalds in Velbert ( bei Essen ) den Filialleiter geben lassen und ihn gebeten, endlich mal Pfand auf die Burgerverpackungen und Styroporkisten zu nehmen, weil alle Strassenränder und umliegenden Felder voller dieser aus dem Autofenster geworfenen braunen Tüten zugemüllt waren. Der Typ war ca. 25 und mich glotzten 2 Augen mit Fragezeichen drin an. Er war der deutschen Sprache nicht so sehr mächtig, sagte aber freundlich lächelnd: Jaja, Jaja.
                Heute weiss ich: Jaja heisst auf arabisch/ägyptisch: EGAL.
                Ich würde Pfand auf ALLE Verpackungen erheben, dann würden wenigstens unsere Rentner überleben, wenn schon die heutige Generation es nicht für nötig befindet, seinen Müll in die Container zu sortieren und ihn einfach aus dem Autofenster wirft.
                Ich habe von den verendeten Kühen wegen Blechdosen im Heu gelesen, ich könnte platzen – deswegen: Pfand auf alles !
                Und nicht zu knapp !

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                • firedragon sagt

                  Guten Morgen Frau Neveling,
                  würde jeder seine Plastikumverpackung im Laden lassen, gäbe es dort einen erheblichen Müllberg, den jeder Laden entsorgen müsste.
                  Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das nicht gerne von den Ladenbetreibern übernommen werden würde.
                  Eine mögliche Reaktion wäre, unnötige Umverpackung würde weggelassen oder Papier /Karton würde verwendet werden.
                  Ob Anfragen von Einzelpersonen, wie die Ihre, zu Änderungen beitragen, wage ich zu bezweifeln.
                  Zuhause reden wir oft darüber, dass bspw Getränke und Joghurt/Quark usw nicht in Plastik gehören.
                  Produkte in Plastik müssen schmerzhaft teurer werden, dann erst greift der Kunde wieder zur Mehrwegverpackung – Glas.
                  Ihren Gedanken bzgl Pfand auf Plastik haben wir ebenfalls. Die Tonne soundsoviel €uro (ähnlich Schrott), dann läge nichts in der Umwelt rum und das Einsammeln wäre für den Sammler lukrativ.

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            • Inga sagt

              Kann man diese Mülltrennung nicht zu Hause machen?
              Von den Bauern wird das verlangt, von Verbraucher nicht?
              Warum ist der dazu nicht im Stunde?

              Und wenn die überflüssige Plastikverpackung einfach nur unnötig ist und dazu noch der Umwelt schadet, dann einfach nicht kaufen!

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              • Reinhard Seevers sagt

                Inga, 82 Millionen zwingen etwas zu tun? Wie soll das gehen?
                Da muss dann der Gesetzgeber Rocher zwingen seine Kügelchen unverpackt im Schuber anzubieten….
                Oder den Joghurt aus dem Kübel in die mitgebrachte Tupperschale? Dann kann man kein MHD mehr aufdrucken und der Kunde muss mit seinen Sinnen selber entscheiden, ob etwas noch gut ist. Und die Inhaltstofffe und all die Informationen zur Weltrettung, wo sollen die aufgedruckt werden, auf den Kassenbons?

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                • Lieschen Müller sagt

                  Nein, das Ziel ist: kein Joghurt, oder nur im Pfandglas. Das Ziel ist, keine Dauermedikamentation, sondern Prävention. Es gab ein Leben vor Plaste, und es wird auch wieder eins danach geben.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Lieschen, dann musst du ein neues Volk kreiren!
                  Das Leben vor Plaste und Elaste war einfach, weil die Arbeitsteilung noch nicht so ausgeprägt und die Anzahl der Menschen nur 20% der derzeitigen Menge betrug.

                  Die Lebensmittel kommen nicht ohne Plaste und Elaste in den 25. Stock der Hochäuser in Berlin – Marzahn.

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                • Lieschen Müller sagt

                  Wenn die Leute eh nicht zuhause kochen, sondern was beim Döner holen, was ja irgendwie nach Berlin-Mahrzahn klingt, könnten sie tatsächlich eine Tupperdose oder eine Glasschüssel mitnehmen. Die, die immer die ganzen Plastesachen beim Lidl einkaufen, scheinen mir eher einem Lebensstil verhaftet, der nicht so recht weiß, was er will. Bequemlichkeit versus moralischer Überlegenheit…..

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                • Inga sagt

                  Und wer zwingt sie beim sch…
                  die Knie krumm zu machen?

                  Das müssen die nämlich wegen dem Naturphänomen,

                  Es gibt noch mehre Naturgesetze wo die sich dran halten müssen
                  und wenn diese in unserer modernen Gesellschaft alles auf Kosten der Ökologie wegrationalisiert wurden, dann müssen die wieder bei allen Erdbewohnern, auch den dummen durch pauken in das Bewusstsein gerufen werden,
                  damit es der Ökologie zu Gute kommt, denn die hat es ja nötig!

                  Ich glaube mein Onkel würde jetzt sagen

                  jetzt sind die „verwöhnten Dinger erwachsen“!

                  Viele ältere Leute früher haben gemeint, dass wir nachkriegsgeborenen viel zu sehr verwöhnt wurden.

                  Kommt das daher?

                  Hatten die Recht?

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                • Inga sagt

                  „Wenn die Leute eh nicht zuhause kochen, sondern was beim Döner holen, “

                  Dann müßte man diese Dönerrestaurants dazu bringen, gesund und energiesparend zu kochen, Lieschen.

                  Auf Porzellanteller zu servieren und in eine große Spülmaschine zu stecken.

                  Das wäre insgesamt ökologisch.

                  Eignen Döner gibt es doch auch „to go“ auf einem Essbaren Teller, oder?
                  na ja das Papier drumrum!?!

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          • Paulus sagt

            @firedragon, ich war neulich in einem Elektronikmarkt. Eine SD-Card für die Kamera, ein Pack Batterien und sonstigen Kleinkram, was man halt manchmal so braucht. Um die Verpackungen zu entfernen hätte ich neben einem Schweizer Messer noch ein Leatherman-Tool und wahrscheinlich auch noch ein Verbandsset benötigt. Allein das Schweizer Messer hätte den Wachmann wahrscheinlich dazu veranlasst einzugreifen. Von wegen den Müll im Laden lassen.
            Im SB-Markt kaufe ich ausschließlich verpacktes Obst und Gemüse. Wenn ich beobachte wie die Leute erst mal 10 Tomaten, Paprika oder sonstiges in die Hand nehmen und wieder zurück legen oder wie irgendwelche Frauen mit ihren Schnuttnasen an jedem Kräutertopf riechen müssen kann ich mir gar nichts anderes vorstellen. Eine Ausnahme sind die mir bekannten Hofläden, da hat keiner was anzufassen.

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            • firedragon sagt

              Paulus,
              Schweizer Messer und Leatherman Tool sind doch für Dich kein Problem. Dass Du den Verbandskasten erwähnt hast – sehr vorausschauend, hätte ich jetzt nicht dran gedacht.
              Kennst Du die Frischfischtheken in manchen Läden? Der Fisch steht teilweise hinter dem Bedienpersonal, so dass der Kunde da nicht ran kommt, fern gehalten mittels Absperrung. So könnte doch auch der Obst/Gemüse-Bereich gestaltet sein. Ich wundere mich über diesen sorglosen Umgang mit verderblicher und empfindlicher Frischware. Wenn ich sonst sehe, wie anderer Kram unter Schutzfolie verschwindet. Und gerade zu C-Zeiten unverständlich, jedenfalls für mich. Ich kann Dich verstehen, wenn Du nur Folienobst und – gemüse dort kaufst.
              Trotzdem finde ich, es muss nicht alles in Plastik verpackt sein. Ah, was mir gerade einfällt, im DM haben die sogar Trennmülleimer, da kann Verpackungsmüll im Laden bleiben. Dort kann man aber nicht so viel kaufen, was später auf den Kompost soll.

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              • Obstbäuerin sagt

                Da kann ich Dir nur zustimmen, firedragon. Unsere Konkurrenz gegenüber hat Ware gekennzeichnet mit Deutschland und Polen aber das meiste kommt aus Marokko und die Kirschen lose aus der Türkei. Die stehen vor dem Verkaufstisch und jeder kann mit bloßen Händen in die Ware greifen und sich die Kirschen aussuchen. Was nicht gefällt fliegt zurück. Hauptsache mit Maske – alles andere ist egal.

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                • firedragon sagt

                  Obstbäuerin,
                  vor noch etwa 30 Jahren gab es bei mir einen Tante Emma Laden. Die Dame ist mit der Kundschaft durch den kleinen Laden gelaufen und hat beraten und eigenhändig den Korb befüllt. Obst und Gemüse gab es im Kassenbereich, dass da auch ja niemand dran ging, verpackt wurde in Zeitungen oder Butterbrotpapier.

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            • Gephard sagt

              Das ist doch albern. Deine verpackte Ware wurde doch auch angefasst, angehustet oder beniest. Waschen musst du das Zeug also sowieso. Wenn du Belege hast für die These, dass man sich mit gewaschenem, lose gekauften Gemüse Krankheiten einholen kann, nur her damit. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Keine in der Verpackung länger überleben. Zudem musst man ja penibel dafür sorgen, das Gemüse nicht mit den Verpackungsfingern anzufassen. Im Zweifel kannst du das Gemüse übrigens kurz in milder Natronlauge baden.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Alles korrekt Stadtmensch! Ich sehe auch keine Lösung deiner Beschreibung. Jedenfalls ist die Verklappung auf Ackerland nicht die Lösung.
      Die öffentliche Hand sollte den organischen Anteil ruhig in den Restmüll geben lassen, dann ist der Energetische Aufwand von Transport und Aufbereitung wenigstens nicht auch noch Teil der Umweltzerstörung. Im großen Haufen der Mülldeponien sind organische Abfälle eher das geringste Problem.

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      • Stadtmensch sagt

        Restmüll wird verbrannt soweit ich weiß und da ist es prozesstechnisch unnötiger Mehraufwand, wenn so viel Feuchtigkeit drin ist.
        Es gibt eine Vielzahl technischer Verfahren (im Experimentierstadium), die organische Siedlungsabfälle (Fäkalien, Grauwasser, Küchenabfälle) vor Ort erfassen und zu Biogas machen. Kostet insgesamt auch nicht mehr Material und Wartungsaufwand. Man muss diese Entwicklungen nur bissel propagieren. Wir wollen doch jetzt Weltmeister in Umwelttechnologie werden und was ist daran schlecht?
        Schöne sinnvolle Arbeitsplätzchen…

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      • fingerphilosoph sagt

        Hier an der Küste in F stehen haufenweise Fisch und Meeresfrüchte auf dem Speiseplan. Im Sommer stinken die Abfälle ordentlich vor sich hin, zumal von zwei Mülltonnen – eine für Plastik, Papier und Metall, die andere für sonstige Abfälle inklusive Küchenabfälle – wöchentlich im Wechsel nur eine abgeholt wird. Muschelschalen und Fischköpfe zwei Wochen uneingepackt in der Biotonne – welch grässliche Vorstellung und olfaktorische Beleidigung. Wir haben hier keine Biotonne. Möge es so bleiben.

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        • Stadtmensch sagt

          Haut mich immer wieder um, mit welcher Gleichgültigkeit Otto-Normal diese wertvollen Rohstoffe mischt und damit dem Recycling entzieht.
          Stinken sollte es natürlich nicht. Deswegen ist das „Sammeln“ organischer Abfälle eigentlich überholt. Wie gesagt, es gibt technsiche Lösungen für das Problem. Und ich kann keine neuen Probleme erkennen, die aus der Lösung dieses Problems entstehen könnten.

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          • fingerphilosoph sagt

            Mancher Otto-Normal ist halt nicht so durch und durch vom Mangeldenken geprägt wie der Gläubige der geschlossenen Stoffkreisläufe. Mancher Otto-Normal hat aus der Zeit, als er noch Altweltaffe war, eine vage Erinnerung daran behalten, wie es war im verschwenderischen Überfluss offener Natursysteme zu leben. Das Problem, das aus der Lösung dieses Problems entsteht, ist, dass Weltuntergangsängste inklusive Mangeldenken den Sieg über das Lebendige davontragen, der Kontrollwahn absolut wird und der Mensch die Welt noch hässlicher macht als in der Vergangenheit. Recycling ist ein totgeborenes Kind. Damit ist die Welt eh nicht zu retten.

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            • Stadtmensch sagt

              „verschwenderischen Überfluss offener Natursysteme“

              Unsinn. Wir bauen jetzt diesen Todesstern und die Altwelt-Menschen müssen sich mal bissel bewegen!

              Wer Technik nutzt, muss sich auch an die Technik anpassen. Koevolution ist kein Euphemismus sondern eine Tatsache. Was mit den nicht Angepassten passiert wissen wir ja aus dem Studium des verschwenderischen Überflusses offener „Natursysteme“
              😉

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              • fingerphilosoph sagt

                Mit jeder neuen Technologie entfernen wir uns weiter von der Natur, indem wir uns an die jeweils neueste Technologie anpassen. Klar ist Koevolution eine Tatsache. Und in einem technischen Umfeld koevoluiert Mensch mit Technik, nicht mit Natur. Und selbstverständlich bauen wir uns damit unseren Todesstern in dem Sinne, dass in ein paar Jahrhunderten nur noch Roboter auf diesem Planeten herumgurken.

                Erbärmlich an der Geschichte ist nur, dass sich die überwiegende Mehrzahl der Menschen dabei offenbar ständig gegenseitig versichern muss, dass wir dabei sind, die Natur zu retten.

                Wobei ich in letzter Zeit wohlwollend vermerke, dass sich Dein Tonfall allmählich in angemessenen Zynismus verwandelt. Chapeau!

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        • Paulus sagt

          Fi-phil, ich spreche jetzt mal nur für Deutschland. Nachdem wir ein gravierendes, nahezu lebensbedrohliches Problem mit dem Rückgang der Insekten haben und sich gleich drei Bundesministerien intensiv damit beschäftigen, plädiere ich dafür, dass Biotonnen keine Deckel mehr haben dürfen. Dann hätte auch dieser Fliegenprof. von der HHU in D‘-dorf, der hier schon mal vorgestellt wurde, endlich seine rumänischen Verhältnisse.
          Nein, im Ernst, es gibt hier hier in Nähe eine große Kompostierungsanlage der Fa. Remondis. Ein großes Problem sind wohl diese angeblich kompostierbaren Mülltüten die im guten Glauben gekauft werden. Die zersetzen sich aber trotz Idealbedingungen nicht während der vorgesehenen Zeit der Kompostreife und können aufgrund der angelieferten Menge angeblich auch nicht aussortiert werden. Ähnlich ist es wohl mit Papieren und Papiertüten die entweder imprägniert oder in Wahrheit Verbundstoffe sind.
          Hinzukommt, dass den Kompostierwerken wohl in erster Linie die Abnahmemenge vergütet wird, während das Produkt in der Kalkulation eher eine untergeordnete Rolle spielt. Ist aber nicht meine Weisheit, sondern die Aussage einer Fachfrau im Bereich Abfallwirtschaft.

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          • fingerphilosoph sagt

            Ich unterstütze Deinen Antrag und plädiere zusätzlich dafür, die Bio-Tonnen in Deutschland nur noch alle acht Wochen zu leeren, bis sich die niedlichen kleinen weißen Krabbelwürmchen gebildet haben. Bis zum Eintritt dieses Ereignisses sollte man den Biomüll wahlweise auch in der eigenen Küche zur Reife bringen können. Im Kampf gegen das Insektensterben ist der aktive Einsatz das Gebot der Stunde. 🙂

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Werden aus den Krabbelwürmchen Insekten?

              Dann müsste schleunigst ein Gesetz her, dass jeden verbietet Fleischreste in Zeitungspapier zu wickeln und dass der Deckel immer offen bleiben muss.
              Man muss dringend was für Insekten tun. 😉

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              • firedragon sagt

                Schätze mal, die „weißen Krabbelwürmchen“ sind Fliegenlarven.
                Bin mir nicht sicher, ob diese schön schillernden und auf allem Möglichen rumkrabbelnden und melodisch brummenden Flugkünstler zu den Insekten gehören, die geschützt werden sollen.
                Wenn ich mir so die ganzen Regalmeter in den Läden anschaue, die eine riesen Auswahl an Fliegenvernichtern anbieten… kann ich da keinen Insektenschutz erkennen.
                Ist der Klebestreifen eigentlich biologisch abbaubar? Wie darf der entsorgt werden, hängt doch Biomasse dran, müssen die Fliegen abgezupft werden – Mülltrennung?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Ich denke schon, dass es Fliegen gibt, die Bevölkerung schreit danach, deshalb müssen die gefördert werden. 😉

                  Vor kurzem flatterte ein Prospekt ins Haus, ich glaube es war von Netto. Da gab es Fliegengitter für Fenster und Türen und was ich noch schlimmer fand, dreierlei elektrische Insektenvernichter. Ich weiß immer noch nicht, was dieser Unsinn soll, wo es doch kaum mehr Insekten geben soll?

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          • Bauer Willi sagt

            Kleine Ergänzung: die kompostierbaren Tüten (und auch Becher etc) brauchen bis zu drei Monaten zur Zersetzung. Gehen tut das also, aber die Zeit hat kein Kompostwerk.

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      • Stefan L. sagt

        Na, Deponien für Restmüll haben wir in Deutschland nun schon seit 15 Jahren nicht mehr! Landet dann alles im Ofen, hoffentlich mit guter Energieauskopplung….

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    • Christian Bothe sagt

      @Stadtmensch,ich erwähnte es schon einmal.In der DDR hatten wir „Specki“Tonnen. Küchen – und Gemüsesbfälle wurden von der Stadtwirtschaft gesammelt, sortiert, in meinem Fall waren es 7500 to/a gekauft, sterilisiert und im Mix mit Kraftfutter an Mastschweine verfüttert.Leider ist es nach EU-Regularien nicht mehr möglich diese Futterreserve zu veredeln!

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      • Karl Timme sagt

        Christian Bothe
        Sie können sich freuen das in diesem Forum nicht die radikalen Tierschützer unterwegs sind.
        Abfall an Tiere verfüttern? Tierschutz steht im Grundgesetz.
        Wenn aus Ressourcen Mangel in der ehemaligen DDR solche und ähnliche Vorgänge (Stroh mit Harnstoff mischen) Praxis waren, so waren sie doch nicht allgemein bekannt.

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    • Inga sagt

      Dafür hat ja Peter Lustig in seiner Sendung Pusteblume schon vor Jahren für die Kinder in der Massenmenschhaltung einen Kuhfladen (da fühlen sich Käfer besonders wohl) analysiert:

      Von Pillendrehern und Totengräbern – Peter geht alles, aber auch alles schief. Merkwürdigerweise fing das genau an dem Tag an, als er einen käferförmigen Stein geschenkt bekam. Peter muss der Sache auf den Grund gehen. Neugierig begibt er sich erst einmal zu einem Käferforscher. Peter erfährt Erstaunliches über das Leben und „Arbeiten“ von Mistkäfern und Pillendrehern.
       
       

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  8. Schorsch Summerer sagt

    Finger weg davon. Grundsätzlich wäre Kompost für Betriebe ohne Tierhaltung ein guter Dünger. Aber leider ist trotz aller Beteuerungen und Zertifizierungen immer wieder Fremdmaterial enthalten. Wie wir unsere Umweltbehörden kennengelernt haben kommen die irgendwann daher und fordern Einschränkung oder gar Einstellung der Bewirtschaftung weil zuviel Müll enthalten ist, bzw. Entfernung der Verunreinigungen. Eine Behörde die einen mehrmals bescheisst kann nun mal nicht erwarten dass man ihr vertraut!

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  9. Stefan L. sagt

    Spannendes Thema! In den 50ern ging der ganze Müllkompost mit Bergen von Glas in die Weinberge, jetzt gehen große Teile des zum Glück deutlich saubereren Bioabfallkompostes auf den Acker. Die Entsorgungswirtschaft steht doch hier vor einem Problem. Sie ist gesetzlich verpflichtet, die Bioabfälle getrennt zu sammeln und als Kompost in die Verwertung zu bringen. Wenn der Bürger aber nicht sauber trennt, ist der Kompost – auch bei bester Technik – mit feinen Splittern oder Mikroplastik belastet. Dann lehnen die Landwirte die Abnahme grundweg ab oder wollen Zuzahlungen haben. Schade, dass die Bürger nicht gut genug trennen, genauso schade, wenn manche Landwirte den Kompost nur als willkommene Möglichkeit sehen Einkommen zu generieren und nicht die ökologischen Möglichkeiten nutzen wollen.

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  10. Für mich käme nur zertifizierter Kompost aus Grün- und Heckenschnitt in Frage, der frei von Nanoplastik und Kreuzkraut ist. Abnahme nur gegen Geldzahlung.

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  11. Lieber Bauer Willi,
    Komposteinsatz in der Landwirtschaft ist ein sehr spannendes Thema. Die Vorteilswirkungen von Kompost sind hinlänglich bekannt (Humusaufbau, Verbesserung der Bodenstruktur, CO2-Festlegung, Erossionsschutz, Förderung des Bodenlebens usw.).
    Bei der Sammlung von Bioabfall besteht allerdings das Problem von Fremdstoffeintträgen, die interessanterweise von denjenigen verursacht werden, die dann meist Fremdstoffe im Kompost kritisieren, nämlich uns Bürgern.
    Wir haben deshalb kürzlich einen Infofilm produziert, der Bürgern den Zusammenhang zwischen Bioabfallsammlung und Kompostanwendung aufzeigen soll, vielleicht kann dieser Film ein wenig zur Aufklärung beitragen. Zu finden ist der Film unter :

    http://www.sauberer-bioabfall.de

    Viele Grüße
    GKRS Gütegemeinschaft Kompost Region Süd e.V.

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    • Bauer Willi sagt

      Das Video ist gut gemacht. Das muss jetzt 2 Minuten vor den Abendnachrichten laufen. 4 Wochen lang… 🙂

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    • Mark sagt

      Es gibt ganz tolle Gütezeichen für Biokompost und Gärsubstrat aus Biomüllvergärungsanlagen. Leider taugen die allesammt nichts, weil z.B. Kunststoffanteile garnicht Gegenstand der Gütezertifizierung ist. Da helfen auch nette Infofilmchen nichts. Die Betreiber der Biomüllanlagen berufen sich auf die sinnlos „geprüfte“ Qualität ihres abzugebenden Endproduktes und lehnen daher jegliche darüber hinausgehende Haftung ab. Damit sind solche Komposte und Gärsubstrate, so sinnvoll dies in der Theorie auch sein mag, für die Landwirtschaft nicht verwertbar. Ich kann nur jeden Landwirt eindringlich davor warnen!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Man wird es nicht schaffen, das Plastik aus dem Kompost herauszuhalten. Die intellektuelle Fähigkeit der Trennung oder des Trennungswillens ist bei mind. 30% der Bürger nicht vorhanden. Ich empfehle einfach Mal in die sozialen Brennpunkte dieser Republik zu schauen.
      Sollte es irgendwann Mal kein Plastik mehr geben, dann kann man darüber neu nachdenken. Bis dahin, Finger weg.

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      • Brigitte Neveling sagt

        30 ? Ich biete 50 !
        Kein Plastik mehr ? Hoffnungslos !
        Ist Ihnen schonmal aufgefallen, dass seit Elektroautos und Wasserstoffautos in Sprache sind, die Plastikverpackungen immer dicker und schwerer werden ?
        Grund: die erdölfördernden Länder und Industrien sehen ihre Felle schwimmen gehen, wenn die Welt mal keine Treib- und Schmierstoffe mehr aus Erdöl braucht und bereiten jetzt schon mal das Terrain für zukünftige Absatzmärkte vor..:(

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        • Karl Timme sagt

          Kaufen Sie auch die, jeweils in fünfer Scheiben und dann verschweisten Wurstscheiben verpackten aufgeschnittenen Wurstangebote?
          Ich habe meine Frau einmalgefragt ob das Plastik mehr gewicht hat als die Wurst?
          War kurz vor der Scheidung, nach über 45 Jahren!

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      • Bauer Willi sagt

        Ist ja schon irgendwie witzig: ein Leitfaden von 46 Seiten für das richtige Befüllen einer Bio-Tonne….

        Wo auf der Welt wird es etwas ähnliches geben? Ukraine, Nigeria, Bolivien???

        By the way: wir haben unsere Bio-Tonne seit Jahren in der Ecke stehen. Bei uns geht alles in den eigenen Kompost. Garantiert frei von Kunststoff.

        Nur die Eierschalen wollen nicht so richtig verrotten. Hat da einer eine Idee? Eventuell mit einer leichten Säure vorbereiten?

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        • Stadtmensch sagt

          Ich zermahle die und mische das heimlich ins Hühnerfutter 😉
          Hartes Gefäß, klassischer Quirl, erst Stielseite dann Quirlseite…
          Eierschalen müssen trocken sein
          Geht natürlich auch ohne Hühner: einfach auf den Kompost danach

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        • Inga sagt

          Sie verrotten dann eben langsamer,

          man kann sie auch als Dünger für Blumen nehmen oder besser

          den Hühnern zugeben, ist eine gute kalkhaltige Ernährung, die sie ja dringend brauchen!

          Das sollte ihnen aber nur gekochte Eierschale geben, damit sie nicht lernen die eigenen frischgelegten Eier zu picken!

          Man kann auch den Kompost mit unverrotteter Eierschale im Garten weiter einarbeiten, oder?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das mit dem Leitfaden ist mir auch gleich ins Auge gefallen….kann nur einem Verwaltungsfachmann eingefallen sein.
          Witzig ist auch die Aussage, dass sich der Anteil Fremdstoffe verringert habe….interessiert doch keine Sau, wenn es nicht Null ist. Was nützt es dem Bauern, wenn anstatt 10kg pro ha nur noch 5kg Plastik ausgebracht werden….Finger weg von dem Zeug!
          Deutschland ist überall Weltmeister, eben auch im Mülltrennen.
          https://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Wissen/Plastikatlas-2019-Recycling-Deutschlands-Weltmeister-Titel-ist-fuer-die-Tonne

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  12. Reinhard Seevers sagt

    Aaaaah, nach dem Klärschlamm wollen die Bürger ihren Plastik-verseuchten Kompost loswerden ? Und wer soll den Kopf dafür hinhalten? Klar, die bereits als Umweltsäue identifizierten Bauern.
    Weniger wegwerfen! Ist doch gesellschaftlich vereinbartes Ziel, oder etwa nicht?

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    • Karl Timme sagt

      Danke Reinhard Seevers,
      Klärschlamm ist die Schablone für Kommpost.
      Die ersten die auf Ihren Flächen die Klärschlammausbringung in Ihren Pachtverträgen untersagt habe waren die Kirchen und die Komunnen.
      Dann zogen Mälzer, Zuckerfabriken und Co. nach, und haben in Ihren Verträgen die Ausbringung ausgeschlossen.
      Heute werden Klärschlammverbrennungs Anlagen im Land gebaut.
      Früher habe ich auch die Kleinkläranlagen (Dreikammer Anlagen) meiner Nachbarn entsorgt.
      Das war dann Verboten weil Kanäle und Kläranlagen gebaut wurden, Anschlußpflicht!

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    • Karl Timme sagt

      Legasteniker! Ich!
      Nicht desto Trotz, hier Wikepedia:
      In Deutschland hatte die Verfütterung erhitzter Speisereste in der Schweinemast eine lange Tradition. Seit dem 1. November 2006 ist diese Verfütterung EU-weit verboten. Daher musste ein anderer Verwertungsweg für die eingesammelten Lebensmittelreste gefunden werden, den Unternehmen wie die ReFood GmbH mit einem Einsammlungs-, Transport-, Umschlags- und Verwertungskonzept entwickelt haben.

      Ein Unternehmen der Rethmann Familie.

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