79 Suchergebnisse für: Spende

Keine Spenden für Misereor

Ein Gastbeitrag von Jürgen Donhauser Als Ständiger Diakon mit Zivilberuf Landwirt in der katholischen Kirche hat mich diese Nachricht in den letzten Tagen erreicht – aber ehrlich gesagt nicht besonders überrascht. Der Schweinehalter Johannes Scharl rief dazu auf, kein Geld mehr an Misereor zu spenden. Warum? Die katholische Hilfsorganisation Misereor hat derzeit – zusammen mit Greenpeace – eine Petition mit den Namen: „Kein Essen in Trog und Tank“ veröffentlicht und ruft zum Unterschreiben auf. https://www.misereor.de/petition-kein-essen-in-trog-und-tank Landwirt Scharl ist schon leidgeprüft, denn er befindet sich mit seinem Betrieb in der Diözese Eichstätt, die sich in der Vergangenheit schon mehrmals mit Unkenntnis und pauschalen Verunglimpfungen gegen die konventionelle Landwirtschaft hervortat. Dass aber nun eine katholische Hilfsorganisation gemeinsame Sache mit der Kampagnen-Organisation Greenpeace macht, hat eine neue Qualität. Es sind zwar beide professionelle Spendensammler, aber zumindest bei Misereor unterstellt man als Katholik noch hehre Ziele, von denen man bei Greenpeace definitiv nicht ausgehen kann. Die jetzt von Misereor vorgebrachten Argumente in der Petition negieren die Fakten und basieren auf Populismus. Hier die offensichtlichsten Widersprüche: 1. In der Vergangenheit …

Spendenaktion vorgeschlagen…

Hatte eben einen Anruf von der DEVK. Sie haben wohl gemerkt, dass sie mit der Spendenaktion für fragwürdige Tierrechtler ins Klo gegriffen haben. Hab der DEVK vorgeschlagen, jetzt mal was für Landwirte zu tun und heimischelandwirtschaft.de zu unterstützen. Und gegen das Waldsterben könnten sie auch was tun. Die Lärchen verlieren nämlich massenhaft die Nadeln…und keiner spendet…

Spendensammelverein

Heute wollen wir uns einmal ganz herzlich bedanken. Und zwar bei den vielen Menschen, die unseren Artikel “Bauer Willi – die Organisation” richtig verstanden und uns mit Geld zugeworfen haben. Ihnen ist offensichtlich unsere Zeit und unsere Arbeit etwas wert. Nochmals DANKE! Gespendet haben zwei “normale” Menschen und ein Bauer (aus Westfalen!) So konnte der stolze  Betrag von 210 €  “eingesammelt” werden.  Den werden wir jetzt in einer Steueroase in der Karibik bunkern.  Werden aber vorher noch mal mit Ronaldo reden… 😉 Willi und Alois  

Landwirt sucht Hoffnung

Ein Gastbeitrag von Jürgen Donhauser Ich wurde schon öfter gefragt: warum lasst ihr Bauern euch das gefallen? Warum steht ihr nicht auf und demonstriert wie November 2019 in Berlin mit 40.000 Leuten. Ich antworte jetzt persönlich, aus meiner Perspektive: „Weil ich keine Kraft mehr habe und resigniert habe. Weil ich von vielen Seiten enttäuscht bin“. Enttäuscht von: der Politik, die nur noch nach Mainstream regiert, ohne langfristige Perspektive und Planungssicherheit für die Landwirte. Wer heute noch in einen „Tierwohlstall“ investiert mit ständig veränderten Vorgaben, der könnte genauso sein Geld beim Glückspiel verzocken. Wer sich die veränderten Anforderungen im Schweinebereich der letzten 10 Jahre ansieht, der muss bitterlich erkennen, dass die Halbwertszeit von Vorgaben inzwischen bei 5 Jahren liegt. Wie will man mit dieser mangelnden Verlässlichkeit einen Finanzierungsplan über 20 Jahren für einen Tierwohlstall aufstellen? den Medien/Journalisten, die uns Landwirte noch vor zwei Jahren aufforderten, uns zu verändern um durch mehr Bio und mehr Tierwohl den Wunsch der Verbraucher nachzukommen. Ihre damalige Aussage: „Der Verbraucher ist sehr wohl bereit, mehr für Lebensmittel zu zahlen“ ist verlogen, …

Sprechen Bauern und Naturschützer unterschiedliche Sprachen?

Ich bin aktuell auf der Rückreise von einem Workshop des BfN. Hier ein kleiner Auszug des Vortrages, den ich dort gehalten habe. “Sprechen Sie chinesisch? Können Sie die Zeichen lesen? Vermutlich nicht und so geht es mir auch. Ich weiß wohl, dass die Zeichen etwas bedeuten, aber da sie so grundlegend anders sind als die westlichen Zeichen und Sprachen kann ich nicht einmal vermuten, worum es geht. Ganz so schlimm ist es mit Bauern und Naturschützern nicht. Da ist es eher wie mit deutsch und niederländisch: die Sprachen sind sehr verwandt, manche Wörter sind sogar die gleichen, man kann beim Zuhören vermuten, worum es geht, aber wirklich einem Gespräch folgen kann ich auch nicht. Soweit zur unterschiedlichen Sprache. Aber das Problem in der Kommunikation zwischen Bauern und Naturschützern fängt nach meiner Erfahrung schon viel früher an. Es gibt kaum Orte und Gelegenheiten, an denen sich Bauern und Naturschützer treffen. Ich will das mal an mir als Beispiel beschreiben. Wir haben einen Ackerbaubetrieb in der Köln-Aachener Bucht. Wir haben beste Lößböden, auf denen wirklich alles wächst. …

REWE, NABU und das Moor…

Dieser Gastartikel stammt von Heiner Husmann, der sich Gedanken zu den Zielen der Bundesregierung zur Moorvernässung gemacht hat und dabei auf eine interessante Allianz gestossen ist. REWE, NABU und das Moor oder „Mit meinem Einkauf das Moor wiederbeleben“ https://umdenkbar.rewe.de/klimafonds/ Wachsendes Moor zu erschaffen, scheint für REWE und NABU kinderleicht zu sein. Eine Art „Memory-Spiel“ suggeriert eine kinderleichte Umsetzung des Moorschutzes: Einige Klicks genügen und schon erscheint das Bild einer „romantischen“ Moorlandschaft, die so auch vor 100 Jahren in der Künstlerkolonie Worpswede entstanden sein könnte. Es ist für mich oberdeutlich: es soll der Eindruck erweckt werden, wachsendes Moor „wiederzubeleben“ ist ganz einfach. Es benötigt nur ein wenig Interesse und kaum Einsatz. Zunächst war ich schon irritiert und ein wenig sauer über die „Macher“ dieser „naiven“ Werbe-Kampagne. Die Parole „Moorschutz ist doch ganz einfach“ zeigt deutlich die gedanklichen Fehler und die Gedankenwelt der Strategen von NABU und REWE. Moorschutz ist äußerst komplex und das Gegenteil von einfach. „Memory“ und „Wiederbelebung“ des Moores passen als Aussage nicht zusammen und verhöhnt die vielen Generationen Moorbauern, die mit Blut und …

Es läuft nicht gut…

Der russische Krieg in der Ukraine hat viele Folgen. Die gestiegenen Preise für viele Dinge des täglichen Lebens betrifft auch den Einkauf von Lebensmittel. Das macht sich auch auf dem Bio-Markt bemerkbar, wie dieser Bericht aus Österreich zeigt: https://tirol.orf.at/stories/3157669/ Gilt aber auch für Deutschland: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/wie-die-inflation-den-biotrend-ausbremst-18063410.html? Zitat: „Die während der Pandemie hohe Nachfrage nach Bioprodukten hat sich deutlich abgeschwächt (…) Demgegenüber werden günstige Produkte deutlich stärker nachgefragt als noch vor einigen Monaten“ Zusammen mit gestiegenen Kosten stellt der Absatzrückgang für viele Bio-Bauern ein ernsthaftes Problem dar. Für mediale Aufmerksamkeit hat das Mulchen von reifen Erdbeeren in Westfalen gesorgt: https://www1.wdr.de/nachrichten/erdbeeren-vernichten-preis-100.html Ein Kommentator bei Twitter meint: Wow… Vorsätzliches vernichten von Lebensmitteln. Ich würde diese Bauern mit ihren Ländereien zwangsenteignen. Es wird auch vorgeschlagen “die Erdbeeren an Bedürftige zu spenden”. Das wirft zwei Fragen auf: 1. wer pflückt die Erdbeeren?  2. wer sind die Bedürftigen (bei Erdbeeren)?  Es läuft aber auch nicht gut für Spargel: https://www.hessenschau.de/wirtschaft/viel-auf-lager-weniger-umsatz-spargel-wird-billiger,spargel-zwischenbilanz-100.html https://www.hessenschau.de/wirtschaft/spargel-verkauf-stockt-erste-bauern-wollen-lieber-sonnenblumen-anbauen,wendepunkt-fuer-spargelbauern-100.html https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/spargel-bilanz-absatzprobleme-100.html Fazit: Wenn alles teurer wird, wird beim Essen gespart. Aber auch beim Handy. https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2022-05/56156233-kreise-apple-erwartet-2022-stagnation-des-iphone-absatzes-016.htm  

Bedingte Ernährungssicherheit – die Sorgen werden größer

Ich habe in der vergangenen Woche viel telefoniert. Vor allem mit Menschen, die in Bereichen arbeiten, die der Landwirtschaft Produkte liefern oder deren Produkte kaufen. Vieles von dem, was man mir erzählt hat und über das ich hier berichte ist nirgendwo nachzulesen. Ich kann es nicht überprüfen sondern muss mich bei diesen Informationen darauf verlassen, dass man mir die Wahrheit erzählt. Für alles andere gibt es eine Quellenangabe. Nicht nur Getreide Allgemein bekannt dürfte inzwischen sein, dass die fehlenden Exporte der Ukraine von Weizen und Sonnenblumen weltweit zu Versorgungsengpässen führen wird. Weniger berichtet wird über die Versorgung mit Mais, die in großen Mengen in die EU exportiert wurde. Zwar liegen noch große Mengen in der Ukraine in den Lägern, aber zum einen sind  Silo-Anlagen zerstört oder geschädigt, zum anderen ist ein Export  über die Häfen nicht möglich, über die Schiene erschwert. Die Prognose für die Maisernte 2022 beläuft sich auf etwa 50% einer normalen Ernte. Die andere Hälfte der Erntemenge fehlt!! Was man immer wieder deutlich machen muss: selbst mit viel Geld ist ein physischer …

100 Millionen Hungernde mehr

Das Manager-Magazin hat ein Interview mit Prof. Qaim zur aktuellen und zukünftigen Ernährungssituation geführt. Er ist Direktor des ZEF in Bonn. https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/explodierende-weizenpreise-im-schlimmsten-fall-bis-zu-100-millionen-mehr-hungernde-a-d28f6d66-0184-4f72-8fd3-2bd94b486a25 Die wesentlichen Aussagen: Der russische Exportstopp trifft schon jetzt die Länder des Nahen Ostens Die fehlenden Mengen aus Russland und Ukraine lassen sich nicht ohne weiteres ersetzen, zumal weltweit Düngemittel fehlen China und Indien haben Getreidevorräte, die jetzt abgebaut werden könnten Warenterminbörsen sind für das Funktonieren der Märkte wichtig, allerdings sollten reine Finanzspekulationen unterbunden werden kurzfristig kann die Verfütterung von Getreide nicht gestoppt werden, mittelfristig würde ein geringerer Fleischverzehr mehr Futter für die menschliche Ernährung freisetzen Keine Bioenergie (Biogas, Bio-Ethanol, Bio-Diesel) mehr produzieren. Weltweit ist das ein großer Hebel. kein Ausbau von Öko-Landwirtschaft, da ineffizient und unwirksam beim Klimaschutz Genom-Editierung kann helfen, den züchterischen Erfolg zu beschleunigen   Wer etwas für die Menschen in der Ukraine tun will, hier die Spendenaktion der top agrar: https://www.topagrar.com/gemeinsam-fuer-die-ukraine-12971691.html?

Ziviler Ungehorsam – Essen machen – Leben retten

Ziviler Ungehorsam – Essen machen – Leben retten Die EU-Kommission hat beschlossen, dass ab dem Anbaujahr 2023 in ganz Europa auf mindestens 4% der Ackerfläche nichts mehr wachsen soll. Wir Landwirte sollen diese Flächen ab dem Herbst 2022 einfach nicht mehr beackern und besäen. Das ist angesichts der kommenden vorhersehbaren Hungerkrise in vielen armen Ländern der Welt ein nicht erklärbarer Wahnsinn. Ungehorsam und Widerstand Wir Landwirte kündigen hiermit öffentlich den zivilen Ungehorsam an, indem wir uns an diese Vorschrift nicht halten werden. Wir werden gegen das Gesetz auf all unseren Ackerflächen somit illegal Lebensmittel anbauen. So lange, bis sich die Ernährungssituation wieder normalisiert hat. Wir Landwirte haben Lösungen Wir Landwirte nehmen unsere Verantwortung wahr, die aufziehende Hungersnot, die vor allem die Ärmsten betrifft, so weit wie möglich abzumildern. Verhindern werden wir es wohl nicht können. Wir werden für jeden Hektar, den wir vorsätzlich und ungesetzlich für Lebensmittel und Nahrung bearbeiten, den Betrag der zukünftigen EU-„Einkommensgrundstützung“ von 150 € an das Konto des UN World Food Programme spenden. https://donatenow.wfp.org/mae/~spenden Das Symbol – #grueneVier Die teilnehmenden Landwirte …