Bauer Willi
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Strukturwandel…

Die DZ-Bank hat eine Branchenanalyse durchgeführt und daraus Zahlen generiert, wie sich die Struktur der Landwirtschaft bis 2040 entwickeln wird. Die DLG hat dies kommentiert.

https://www.dlg.org/de/mitgliedschaft/newsletter-archiv/2024/13/zum-wachstum-gezwungen

Im Ergebnis kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Deutschland im Jahr 2040 noch über 100.000 landwirtschaftliche Betriebe verfügt (Aktuell rund 265.000). Die durchschnittliche Betriebsgröße steigt von heute rund 65 ha auf dann 160 ha. Das Modell des bäuerlichen Familienbetriebes wird sich dann überlebt haben.

Branchenanalysen_Landwirtschaft im Umbruch

Wie schon in der Vergangenheit, so werden sich die Landwirte den Gegebenheiten anpassen. Das Gesetz von Wachsen oder Weichen hat zu allen Zeiten und unter allen politischen Konstellationen gegolten. Es gibt keinen logischen Grund, warum sich daran etwas ändern sollte.

 

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102 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt

    Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main AG (RWZ) transformiert sich gerade von einer Genossenschaft zur Aktiengesellschaft.
    Wer den Beitrag liest muss endlich erkennen, dass die Weltrettung auch im Landhandel angekommen ist und der Bauer da nicht mehr rauskommt, egal, ob es bezahlt wird oder nicht. Die ESG-Ziele sind fix, da “kommt man nicht mehr raus” sagt der CEO der RWZ. Die Investment-Banker haben alles im Griff und es wird alles mit Weltrettung gerechtfertigt. Aus, Ende, over…..
    https://www.dlg.org/de/dlg-interview-rwz-ceo-christoph-kempkes
    Man muss den ganzen Beitrag lesen, dann wird so vieles deutlich.

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    • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

      Die brauchen einfach Geld. Und dieses gibt es an den Börsen über Aktien eben leichter als über Anteileerhöhung bei den Mitgliedern. Dass durch diese Kapitalerhöhungen aber die Anteile verwässert werden müsste den Genossenschaftern schon klar sein.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Egal was auf EU-Ebene oder Nationaler Ebene zurückgedreht wird, die Forderungen werden den Landwirtschaftsbetrieben auf direktem Weg über die vertikale “arbeitsteilige” Struktur von oben nach ganz unten übergeholfen. Bist du nicht zertifiziert, bist du als letzter Restgeldempfänger in dieser Kette allen über dir ausgeliefert.
      In der Zertifizierung fallen jedes Jahr auch Handelsfilialen durch. Ich habe noch nie gesehen, dass eine davon 4 bis 6 Wochen deshalb schließen musste.
      In unserem Absatzverbund wurde allerdings ein großer Betrieb in der Hauptsaison für 6 Wochen ausgelistet. Der Grund war im wesentlichen ein fehlendes Papier zu möglichem Glasbruchrisiko … also keineswegs ein “gefährdender Vorfall”.
      Alle Forderungen zum Greenwashing der über dir stehenden Verarbeitungs- und Handelsstrukturen werden letztendlich unendgeltlich auf unseren Rücken aufgebürdet.
      Im Grundsatz hat sich da seit dem Mittelalter nicht viel geändert (Stichwort “Bauernlegen”). Allerdings haben die Bauernkinder heute die Möglichkeit dieser Belastung auszuweichen … und tun das ja auch. Der Grund und Boden wird mittelfristig in großen Teilen auf die Kapitalseite … sprich zu den Fonds und Banken … wechseln.

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  2. Limes sagt

    Anzahl und Betriebsgröße ist nur bedingt aussagefähig da es sich um einen Durchschnittswert aller Betriebe handelt. Ackerbau- oder Grünlandbetriebe als Haupterwerb werden mit 160 ha in 2040 wohl Schwierigkeiten haben während Weinbaubetriebe mit 160 ha anders zu sehen sind.
    Wo die Reise hingeht zeigt der „Landgrabber des Jahres 2024“ der Bio-Händler Denns. Dennree hat die Agrargenossenschaft Großzöbern gekauft und hat diesen mit dem ebenfalls zur Dennree-Gruppe gehörenden Hofgut Eichigt fusioniert. Daraus entstanden ist ein XXL-Ökobetrieb von rund 6.000 ha Agrarfläche.

    https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/schmaehpreis-bio-haendler-denns-landgrabber-jahres-2024-618639

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  3. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Das Kernproblem von unseren Grünen sind die Halbtagsbeschäftigten, die mit eben diesem Arbeitsauftrag vollständig ausgefüllt sind, mit gerade einmal 50 Lenzen überreif für das Rentenkäutschle.

    Ein messbarer Leistungswille ist die schlechteste Voraussetzung für genau diesen Beruf, mithin für solche Bürgerschichten kaum nachvollziehbar, wie man den ganzen Tag freiwillig mit Arbeit ausfüllen mag, zu buckeln ohne Unterlass. Wer soll das bezahlen – niemand(!), so der übergreifend gedankliche Grundtenor.

    Die Grünen hätten für meine Begriffe im aktuellen Zeitgeschehen durchaus Ihre Daseinsberechtigung, entwickelten sie sich bewusst weg von einer innovationszerstörenden Besserwisser-Verbotspartei, die sämtliche Konzepte jenseits des eigenen irrlichternen Gedankendschungels massiv zu torpedieren weiß. Fachkompetente Überzeugungsarbeit sollte an Position 1 gestellt werden – hierzu ist die aktuelle Führungsclique in Reihen dieser Partei mehr als ungeeignet. Darum wird für die Ampel nach einem viel zu langen politischen Projektversuch in nicht allzu ferner Zukunft das Licht ausgeknipst werden.

    Die päpstliche Infallibilität wird in Reihen der Grünen sogar übertroffen, man agiert in der eigenen Blase in extrem abgeschotteten Welten. Ein solche narzisstische Überheblichkeit könnte bisweilen brandgefährlich werden für diejenigen, die hier in einer extrem wehrlosen Abhängigkeit stehen…

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    • Thomas Bröcker sagt

      Nichts scheitert schneller, als von Unfehlbarkeitsannahmen geprägte politische Ansichten … außer, sie sind durch Wahlen für eine Legislaturperiode ermächtigt, ihre Märchen aus den inneren und äußeren Erzählerkreisen umzusetzen.
      Allerdings muss der Leidensdruck des Wahlvolkes schon sehr groß sein um der “Unfehlbarkeit” auch die politische Macht zu nehmen. Die Proteste der Bauern und Handwerker waren die erste Reaktion. Trotzdem sehe ich noch nicht, dass diese Regierungclique vorzeitig abgelöst werden wird, einfach weil die Opposition sich in ihren Positionen nur marginal von denen unterscheidet. Zudem einigt alle das Kriegsgeschrei, was die Bevölkerung wiederum spaltet … aber an anderen Bruchkanten als die Klima-, Energie- und Landwirtschaftspolitik.
      Die Korrekturen im politischen System müssen aus Brüssel kommen (sieht ja auch ein wenig danach aus). Die aufgeblähte Kontroll- und Denkbetreuungsindustrie in Deutschland wird sich aber schwer tun “zurückzurudern”. Die würden ja in großen Teilen ihre selbstgebastelten Arbeitsfelder in Frage stellen müssen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Würde die elende “Brandmauer-Diskussion” enden, würde der Druck auf die Regierung erheblich zunehmen. Die CDU, in Person von Herrn Bosbach hat gestern bei Lanz ja noch einmal seine ganze Eloquenz in den Ring geworfen, um nicht den Hauch einer Verbandelung zu signalisieren.
        Alle Parteien müssen die Verteufelung der AFD aufrechterhalten, sonst fliegt ihnen der Laden um die Ohren. Es wird in meinen Augen gerade Demokratie geheuchelt und gleichzeitig die Opposition mit undemokratischen Mitteln bekämpft. Der Bürger ist nicht so blöd, dass er das nicht merkt.
        Es wurde gestern Sachpolitik gefordert (Neumann, FDP) und am Ende aber ausschließlich vor den bösen, bösen, ganz bösen Rechten gewarnt….Bürger, pass auf, mach das Kreuz an der richtigen Stelle!

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        • Ehemaliger Forenteilnehmer sagt

          Leider hat die AfD Leute am Werk, die ihrer Sache schaden. Eine gute Alternative zur CDU/CSU wären die Freien Wähler. Friedrich Merz will unbedingt Kanzler werden, darum ist er so zahm zu den Grünen, die zu einer Koalition ja braucht. Von der CDU/CSU braucht sich ein Landwirt nichts erwarten.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ehemaliger, in den anderen Parteien gibt es auch “Leute” die der Sache schaden…die werden aber geflissendlich ausgeblendet. Wer eine wirkliche Wende will, der muss auch den Mut haben Wege zu gehen, die evtl. falsch sind…schließlich laufen wir seit Jahren eben diesen Weg und dennoch will/soll man nicht abweichen? No risk, no fun.

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        • Christian Bothe sagt

          R.S.Glaube es war bei Illner…Bosbach, den ich eigentlich sehr schätze, liegt da vollkommen daneben, was diese dumme Diskussion um eine “Brandmauer” betrifft!Schon Ulbricht sagte einmal: “kein Mensch hat die Absicht eine Mauer zu bauen.” Will damit sagen, das auch diese Brandmauer nicht mehr lange hält! Und das ist richtig! Bosbach als Wessi versteht den Osten eben nicht wie viele andere auch!Die CDU sollte und muss mit der AFD oder BSW koalieren, um gegen “Ampelgestaltungen” in den BL und im Bund regieren zu können! Also CDU/CSU als Regierungspartei und die o.g. als Juniorpartner wie es in Kommunen schon praktiziert wird! So wird‘s kommen müssen oder ähnlich! Die AFD außen vor zu lassen, ist einfach falsch!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Stimmt Christian, hatte gestern beide angeschaut, es war bei Illner.
            Ich finde der Herr Neumann von der FDP hat es gut auf den Punkt gebracht, nämlich, dass die Etablierten bereits “lost” sind, da die AFD sich über die kommunalen Ebenen bereits ziemlich manifestieren, und weder Ampel noch CDU dies wieder zurückdrehen werden. Ist wie mit der Hamas oder den Taliban, die kommen auch von der helfenden Seite vor Ort und gewinnen die Menschen durch aktives Handeln….Grinsssss.

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        • Wolf Lützen sagt

          Ja sind denn die Rechten brav? Hat Herr Seevers mal Geschichtsunterricht genossen oder selbst mal etwas gelesen ? Haben er und seine Zustimmungsclique die Geschichte vergessen? Ist der Nationalsozialismus ein “Vogelschiß”?

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          • Thomas Bröcker sagt

            Herr Lützen, wenn Sie die NSDAP mit der AFD verwechseln, sollten Sie mal Geschichtsunterricht nehmen. Die AFD ist eine rechtspopulistische Partei auf dem Niveau der CSU in den 60-ziger und 70-ziger Jahren … nicht mehr und nicht weniger. Ihren Zulauf bekommt sie durch die Politik, die nicht die Interessen Europas, sondern gegen diese die Interessen der USA vertreten.
            Wenn sich die an der Macht befindlichen Personen und Parteien daran erinnern würden, dass bisher bei keinem der letzten großen Kriege in Amerika auch nur eine Fensterscheibe geklirrt hat, aber mit dem Leiden Anderer sehr viel Geld verdient wurde, sollte sie sich auf die Interessen der europäischen Völker besinnen. Dann gäbe es keine AFD und nicht den Zulauf dorthin !!! Im Übrigen ist die NSDAP NUR durch die Verbindung zur Schwerindustrie zu der verheerenden Machtfülle gelangt. Das waren die Vorgänger von Krauss-Maffei und Rheinmetall … schon vergessen welche Rolle die bei der Tragödie 2. Weltkrieg gespielt haben. Von dort und von den willfährigen Dienern dieser und der amerikanischen Rüstungsindustrie geht die Gefahr für Europa und jedwede Demokratie aus !!!

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Wie vorzüglich unsere aktuelle Regierungsclique mit ihrem in den tiefroten Farbtopf abgetauchten „Chef“ an der Spitze abschneidet im international medialen Ranking, hat die New York Times jüngst erst kommuniziert: Olaf Scholz belegt von hinten die Spitzenposition mit einer roten Laterne geadelt.

        Ihn zeichnet in persona beispielhaft aus, dass er innerhalb schon preiskrönungswürdiger kürzester zeitlicher Verläufe es auf diese armselige Position geschafft hat. Chapeau, er ist eben ein Siegertyp, der die Reihen von hinten aufzurollen vermag.

        Übrigens: Ein Gipfel der Perversion in Reihen der Landwirtschaft, dass es unsere Verbraucher augenscheinlich davor förmlich ängstigt, dass die Bauern in Bälde ihren Preis für einen Liter Milch zugestanden bekommen könnten, der einen realen Marktwert abbildete.

        Den Wert seiner Milch zum Zeitpunkt der Übergabe als Abrechnungsgrundlage zu manifestieren, stößt sogar beim Bauernverband auf vehementen Widerstand, …unfassbar solch eine Interessenvertretung!?

        Man stelle sich einmal vor, ich fahre an die Tankstelle, betanke meine Blechkarosse und lasse den Tankstellenbetreiber vier Wochen danach wissen, wieviel ich dafür bezahle. – So funktioniert der Milchmarkt aktuell u. alle arrangieren sich bereitwillig damit!?

        Nur so kann allerdings sichergestellt werden, dass im Milchsektor richtig fett Kohle verdient wird allseits, nur nicht bei den Erzeugern u. ihren friedliebend pupsenden Vierbeinern selbst.

        Das lässt sich analog doch ebenda auf andere Bereiche eins zu eins übertragen: DU, Bauer, musst…!!! – Wirklich, Thomas, das fragen wir beide uns doch schon sehr lange, oder!?

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        • Smarti sagt

          Wurzelwicht, bei unserer Molkerei wissen wir den Milchpreis zwei Monate im Voraus, mit einer transparenten Begründung dabei. Der Preis ist das Eine, die Andienungspflicht, d.h. dass sämtliche Milch dieser einen Molkerei auch geliefert werden muss – dass ist das eigentlich freche. Also mit einem ab-Hof-verkauf bezahle ich einige Cent Strafe und Teillieferungen an andere Molkereien sind verboten. Dies gehört abgeschafft. Klar wäre es unpraktisch, mehrere Abholer zu haben… aber theoretisch sollte es erlaubt sein.

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          • Ostbauer sagt

            Also ich weiß auch schon Ende März, welchen Milchpreis ich im April bekomme.
            Begründung ist auch dabei, aber meistens auch BlaBla.
            Hofverkaufmenge ist prozentual im Vertrag geregelt, nutze ich nicht, könnte es aber.
            Das mit dem Liefern an andere Molkereien ist ein zweischneidiges Schwert.
            Da wir in Deutschland Vertragsfreiheit haben, musst du auch erstmal jemanden finden, der sich auf sowas einlässt.

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      • Stadtmensch sagt

        Strukturwandel gibts auch hier im Mikrokosmos Kiez. Diese Woche hat die letzte Fleischerei hier dichtgemacht. Der Laden lief eigentlich gut, aber sie hatten keine Leute. Zudem geht die Umstellung des Wohngebietes auf Fernwärme ins dritte Jahr (keine Leute) und die Kundschaft kam nicht hin mit dem Auto. Leider kann sich der Wohlstandsbürger nur noch mit Auto von A nach B bewegen. So kam was kommen musste.

        Beim Bäcker siehts ähnlich trüb aus. Die einzige Verkäuferin, die sie für diese Filliale haben, ist sicher bald am Ende. Zwei Erzgebirger auf der Durchreise auf dem Parkplatz vorm Bäcker beschwerten sich laut und vernehmlich über ihre Wahrnehmung vom Umfeld und sahen das Land auf einem steilen Weg nach unten.
        Wollte mich nicht einmischen, denn nur mit Mühe kann man sich das schön reden.

        Also werden wir bald alle unser Geld zu den Kapitalsammelstellen der Schwarz-Gruppe tragen und von dort wird es in die Digitalisierung und in irgendwas mit Produktivitätssteigerung fließen und man ist als Einzelner auch mit den besten Absichten nur Spielball im großen Theater der Wohlstands- und Profitmaschine.

        Die politisch- mediale Klasse lebt in einer anderen Welt meiner Meinung nach. Die schauen auf ihre Zahlen und auf ein paar gefakte Berichte über die Auswirkungen der sozialen Spaltung und überlegen, wie sie noch mehr Regierungsarbeit an Lobbyorganisationen oder am besten gleich KI outsourcen. Abwink…

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        • Reinhard Seevers sagt

          Stadtmensch, ich habe Hoffnung, dass die Medien langsam wach werden und wenigstens die Probleme im eigenen Lager erkennen und damit evtl. etwas mehr Realität Einzug hält.
          https://meinungsvielfalt.jetzt/manifest.html
          Dann würde die Berichterstattung evtl. mal etwas ausgewogener und demokratischer.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        „Wenn die Wahrheit zu teuer wird, wird der Betrug zur Ökonomie.“ Hölscher

        https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/landleben/emotionen-gift-fuer-zero-waste_article1712268159.html

        Vielleicht möchten Sie, Herr Bröcker, bzw. der eine oder andere hier mal reinlesen.

        Begleiten wir nun dieses Trauerspiel, indem wir selbst uns die letzten Sargnägel auf unsere Höfe liefern lassen oder gehen wir in die Offensive und verweigern uns eben ein solchem hinterlistigen Diktat, unter dem der gemeine Bauernstand heute allenfalls als Verlierer hervorgehen kann. Insbesondere die kleinen und mittleren Familienbauernhöfe, die Özdemir zu schützen vorgibt, stehen zur Disposition. – Wohl eine einzige Lachplatte… 🙁

        Die Bauerndemonstrationen waren ein guter Anfang, der Weg aber ist das Ziel, …und letzteres ist noch lange nicht erreicht!!!

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  4. LW-Pneuma sagt

    Ich warte auf den Shitstorm, wie damals beim Mansholt-Plan…….
    Die Landwirte würden ja gerne expandieren und sich auf die realen Anforderungen und Nachfrage des Marktes einstellen – tatsächlich gezwungen werden sie aber die “ideologischen Luftschlösser” der NGO und GRÜNEN zu erfüllen – bis zum bitteren Ende, bis zur Betriebsaufgabe.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die EU ist gerade dabei, ihre hochfliegenden Green Deal Pläne zu revidieren. Ich werde berichten. Bin gerade auf der Rückreise von Brüssel.
      Die Frage ist, was D letztlich im nationalen Alleingang macht. Vermutlich müssen die Landwirte in D weiter auf die Straße gehen und zusammen mit anderen Bevölkerungsgruppen klare Signale bei den anstehenden Wahlen aussenden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Man sollte sich den Nico Semsrott von der “Partei” anschauen….köstlich. Dann bekommt man einen noch dickeren Hals gegenüber den EU-Fritzen.😎
        https://www.youtube.com/watch?v=S0DNSOJ89Vg
        …es gibt auch einen zweiten Teil über private Urlaubsreisen, die einfach so bezahlt werden. Und wir alle bezahlen die Damen und Herren, ungeprüft.

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        • Arnold Krämer sagt

          Das EU-Bashing ist mir jetzt zu einfach. Vermutlich führt aber nur drastische und überzogene Kritik zu Selbstkritik, Zurückhaltung und Demut (ein altmodisches Wort,ich weiß).

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          • Frank sagt

            “Das EU-Bashing ist mir jetzt zu einfach.”

            Dass ein Bericht über reale Zu- und Mißstände bashing ist, hat was von den permanenten Hass&Hetze-Anwürfen die das links-grüne Spektrum dauernd anstimmt, sobald ihnen jemand widerspricht oder auf die moralisierende (aber räudige) Pelle rückt.

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            • Smarti sagt

              Heute habe ich im Radio gehört, dass gegen 500 Polizeibeamte ermittelt wird wegen Rechtsextremismus und (nicht oder !) Verbreitung von Verschwörungstheorien. Ein Topf für Alle, die mit der EU-Politik nicht einverstanden sind und den Mund aufmachen.

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                • Wolf Lützen sagt

                  Heiko Teggatz ist bei der “Welt” ein Dauerinterview Partner. Warum wohl? Klar taucht er auch bei “nius” auf, wohin der bei Springer geschasste Reichelt hin verschwunden ist. Alles eine Soße.

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              • Wolf Lützen sagt

                Was für eine kuriose Verkürzung, was hat EU- Kritik mit Verschwörungstheorien zu tun ?

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            • Arnold Krämer sagt

              Herr Seevers hat klugerweise den Begriff EU-Fritzen mit 😎 entschärft. Er kennt mich, Sie mich aber offensichtlich noch nicht.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Nico Semsrott und Martin Sonneborn sind die Einzigen, die den ganzen EU- Wahn immer wieder öffentlich machen. Wir sind viel zu naiv und ängstlich, weil immer davor gewarnt wird, die EU in Frage zu stellen. Hier reden aber keine Rechten, sondern eher extrem Linke.

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            • Arnold Krämer sagt

              Die EU ist als Friedensprojekt gestartet und sollte auch deshalb grundsätzlich nicht infrage gestellt werden. Die EU ist tatsächlich aber übermütig geworden. “Übermut tut selten gut”.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Herr Krämer, wenn die EU nicht demokratischer wird, ihre überbordende Bürokratie und ihre ungeprüften Geldverschwendungen nicht zügig überdenkt ,dann ist alles Heroische dahin.
                Frau v.d. Leyen wird inzwischen von der EPPO, der europäischen Staatsanwaltschaft, ins Visier genommen….Ungarn wurde erpresst, dem Ukrainedeal zuzustimmen, sonst gibt es kein Geld mehr…..Erpressung in einer Gemeinschaft ist kaum förderlich. u.v.m.

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                • Mark sagt

                  “.Ungarn wurde erpresst, dem Ukrainedeal zuzustimmen, sonst gibt es kein Geld mehr…..Erpressung in einer Gemeinschaft ist kaum förderlich. u.v.m.” In den Mainstreammedien wurde erzählt, das Ungarn die EU erpresst hat, was stimmt denn nun??

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              • Christian Bothe sagt

                Ich halte von der EU in ihrer jetzigen Form überhaupt nichts! Immerhin sollten man die Nationalität der Mitgliedsstaaten beachten und nichts verfahren wie zu RGW-Zeiten, wo die Selbstbestimmung fehl am Platze war! Im Übrigens wäre es besser man täte sich auf die Gründungsväter der EWG besinnen,und was der Grund der Zusammenarbeit war! Eine ständige Erweiterung wie diese momentan läuft, war da nie ein Thema( unabhängig vom Fall des eisernen Vorhangs)! Und jetzt noch die korrupte ( Aussage von Junckers)Ukraine dazu, von der H.Schmidt mal sagte:“ was haben die in der EU verloren?“

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      • Bauer Willi sagt

        Bei den Europawahlen wird es meiner Meinung nach deutliche Verschiebungen geben. Weg von den Etablierten, hin zu neuen Angeboten.
        CDU und FDP werden in der Agrarbranche Stimmen verlieren.

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  5. Christian Bothe sagt

    Mal etwas anderes! Bin heute mal in Ostthüringen über Land gefahren! Der Raps fängt schon an zu blühen… Wie sieht‘s in anderen BL aus?

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  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Survival of the fittest, eben… 🤩

    Aber nicht als oft missverstandenes Konzept.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Der jeweilige Flächeneigentümer bestimmt die Zukunft der Landwirtschaft, …und sonst niemand.

      Alles andere als nur Kindergarten – Hände weg von fremdem Eigentum!

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  7. Georg Johann Brand sagt

    Vielleicht sollte man Strukturwandel und Höfesterben unterscheiden, Der Strukturwandel wird weitergehen, dafür wird schon der weitere technische Fortschritt sorgen, der möglich macht mehr Fläche und größere Ställe mit weniger Personal zu bewirtschaften. Aber, dass für diese wachsenden Betriebe das Instrument de Kostendegression nicht funktioniert, weil es durch spontane Entscheidungen, wie beim Agardiesel oder den Anforderungen bei der Tierhaltung, quasi auf den Kopf gestellt wird, ist nochmal ein anderes Thema. Es gibt Regionen da spricht man von den 3 S: Stallbau, Scheidung, Selbstmord.
    Wo die Analyse falsch liegt, ist die Aussage, dass die Agrarfläche gleichbleibt. Sie nimmt tatsächlich ab und diese Abnahme wird sich noch verstärken, durch
    • den weiteren Bedarf für Siedlung und Verkehr (aktuell 54 Hektar/Tag in Deutschland)
    • das Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz, geschätzt rd. 0,4 Mio. ha
    • Freiflächen PV-Anlagen, lt. Studien 280 Tsd. ha bis 2040
    • die nationale Moorschutzstrategie (500 Tsd. bis zu 1 Mio. ha)
    Die Fläche die für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung steht (aktuell in D etwa 2000m²/Person, davon 1/4 Grünland), wird also weiter sinken. Dazu trägt auch das Wachstum der Bevölkerung bei, das gibt es nicht nur global sondern auch in D. In den letzten 100 Jahren wurde das ausgeglichen durch steigende Erträge. Bei Weizen, durchschnittlich 0,6 dt pro Jahr, davon etwa 60% durch die Erfolge der Pflanzenzüchtung (bessere Sorten). Diese Entwicklung wurde jedoch mit Beginn der 2000er Jahre beendet, die Erträge steigen nicht mehr.

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        • Thomas Bröcker sagt

          Öko hat zu viele rein dogmatische Flaschenhälse im selbstgestrickten Regelportfolio. So wird das nix Frau Ertl.

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        • Christian Bothe sagt

          So wirtschaftet ein Landwirt schon immer, wenn er sich der guten landwirtschaftlichen Praxis bedient!!!

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    • Reinhard Seevers sagt

      Georg Johann, das ist doch gut so. Dadurch wird weniger “Überproduktion” erzeugt, weniger Nahrung für Tiere, weniger Co2, mehr Naturschutz, mehr Platz für den Wolf…läuft doch.😎
      Manche wollen es aber auch nicht verstehen….

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      • Schorsch Summerer sagt

        Jetzt müssen wir nur noch die 20.000 Elefanten unterbringen mit sammt deren erwartbaren Nachwuchs.

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          • Smarti sagt

            Nein, Elefanten sind bestimmt zäh. Aber als Lastwagenersatz in Städten oder als Herdenhundersatz gegen Wölfe. So eine kleine Herde durch Berlin gejagt und das Parkplatzproblem ist erledigt.

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            • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war sagt

              Und anschließend Bundeswehrlogo draufkleben und ab damit in die Ukraine, als Kriegselefant!

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    • Christian Bothe sagt

      Großbetriebe mit unterschiedlicher Eigentümerstruktur wie bei uns im Osten schon immer,werden die zukünftige LW gestalten! Eine Intensivierung der Produktion im Pflanzenbau und der Tierhaltung unter Nutzung des WTF sichern die Nahrungsmittelversorgung der wachsenden Bevölkerung, ergänzt durch Kleinbetriebe und Importe! Flächenverluste durch PV auf LN und diese Moorstrategie( Milliarden wurden für Melioration ausgegeben, um LN zu schaffen) sind absoluter Schwachsinn!

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    • Limes sagt

      “die nationale Moorschutzstrategie (500 Tsd. bis zu 1 Mio. ha)”
      wieviel ha es schliesslich werden oder das ganze nur ein Traum ist hängt wohl auch von der Akzeptanz der örtlichen Bevölkerung ab.
      Viele die in Orten mit Namensbestandteilen wie fehn, moor, bruch, dyck, ried, moos, filz… wohnen oder gebaut haben wissen evtl nicht dass sie in einem ehemaligen Moor oder Sumpfgebiet leben. Merken sie wenn das Wasser regelmässig im Keller steht und/oder die Wände feucht werden. Nicht umsonst haben unsere Vorfahren einen enormen Aufwand für die Entwässerung von Flächen betrieben und diese Anlagen auch achtsam gepflegt.

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    • Frank sagt

      “Der Strukturwandel wird weitergehen, dafür wird schon der weitere technische Fortschritt sorgen, der möglich macht mehr Fläche und größere Ställe mit weniger Personal zu bewirtschaften.”

      Und damit sinkt mit diesem Strukturwandel die Zahl der Höfe. Wobei man für die Realisierung von Skaleneffekten nicht einmal zwingend technischen Fortschritt braucht.

  8. Smarti sagt

    Wenn Analysten der DZ-Bank schreiben, dass Landwirtschaftliche Betriebe mit durchschnittlich 160 ha wettbewerbsfähiger sind als solche Betriebe mit 60 ha, dann verstehen sie nichts, überhaupt nichts von Landwirtschaft.
    Ich habe am eigenen Leib ( Hof ) erfahren, wie es ist, schnell zu wachsen mit Kuhzahl von 27 auf 110 in drei Schritten, mehr Pachtfläche weil zwei Nachbarn die Landwirtschaft eingestellt haben und Neubau. Gefühlt war der Stall schon vor 15 Jahren teuer genug – heute kostet die gleiche Ausstattung das doppelte. Auch die Pachten sind nochmals gestiegen, Strom, Wasser, Werkstatt und Tierarzt dito.
    Also ist der einzige Nutzniesser die Bank… aber die Hoffnung, dass auch 2040 die Landwirte noch etwa gleich viel Produzieren zu den gleichen Bedingungen wie jetzt… die könnt Ihr knicken.
    Es hat sich unter den Landwirten und Selbständigen herum gesprochen, dass sie die Dummen der Nation sind… die nächste Generation wird sich dies nicht mehr bieten lassen… schon die jetzige Generation fängt an zu “verwalten” und mal “abzuwarten” – anderes bleibt einem ja auch kaum mehr übrig.
    Wir sind übrigens im letzten Moment der Gesundheit zuliebe wieder zurück auf 45 Kühe und weniger Pachtland – Gott sei Dank.

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    • Frank sagt

      Schauen sie, nicht böse sein, aber so ein Kraddler schafft das natürlich (in jeder Branche) nur schwer, dahin zu wachsen, wo es lohnt.
      Das Problem hat, jenseits dieses Tellerandes, der letztlich hier erwähnte Herr mit seinen 3.000 ha in der Altadelsfamilie und Fördermitteln für die schöne Modellprojekt- und Zukunftsvision mitsamt seinem Troß an Projektfuzzis und Marketingmanagern natürlich nicht.

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    • Eifelbauer sagt

      Smarti:
      Der Aufbau eines Milchviehbetriebes war ja zu der Zeit (Stallbau vor 15 Jahren) neben den auch für andere
      Produktionsverfahren wichtigen Faktoren (Fläche,Maschinen,Gebäude bei Ackerbau. Bei Tierhaltung zusätzlich der Tierbestand, bei Milchvieh zusätzlich Milchkontingente) nur mit so hohen Investitionen
      zu erreichen, dass es im Nachhinein vollkommener Schwachsinn war einen kleinen Milchviehbetrieb auf eine existenzfähige Grösse hieven zu wollen.(wobei hier ja keine Grenze nach oben zu existieren scheint).
      Habe dass selbst leider zu spät erkannt,wobei ich noch von Glück sagen kann ,keinen neuen Stall gebaut
      und teure Betonruinen (Stall,Siloanlagen,Güllelager) zum Dahinrotten finanziert zu haben.
      Beispiele kann man hier in der Milchviehregion bei der Fahrt über Land zuhauf beobachten.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Survival of the fittest, eben… 🤩

      Aber nicht als oft missverstandenes Konzept.

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wenn aus dem Blickwinkel Außenstehender “grundsolide” aufgestellte Hausbanken aktuell Kontokorrentzinsen von um die 15%(!), Überziehungszinsen angesiedelt bei um die 20%, abzugreifen wissen, um die Daseinsberechtigung der eigenen Mitarbeiter sichern zu wollen, was lässt uns alle das kurz- bis mittelfristig folgenschwer erahnen!?

    Wohlstand ist kein Selbstläufer, auch wenn all diejenigen, die es sich dato äußerst bequem auf dem eigenen Ast eingerichtet haben, das ganze erheblich denkfaul in Stein gemeißelt sehen möchten.

    Was bringt ein fulminanter Flächenzuwachs für den Meistbietenden, wenn er selbst von der damit sofort einhergehenden exorbitant steigenden Kostenlast förmlichst erdrückt wird!?

    Da existiere ich doch lieber weit entspannter ohne kastastrophalen Schuldenberg und dem damit verstetigten Damoklesschwert unserer Bangster über meinem Haupte. Wenn’s ganz hart kommt sage ich dann eben einfach “tschüss, das war’s…, war schön mit euch.” 🙂

    “Aber erlebt, erliebt! – So soll ein Wiedersehn sein.” (Joachim Ringelnatz)

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    • Smarti sagt

      Hausbank 🙂 . Ein halbes Jahr vor Baubeginn den Kredit zugesagt… dann angeblich Mitarbeiterwechsel, Krankheit, Corona, Burn-Out, sie hätten die Buchhaltungsunterlagen zu spät gekriegt… schlussendlich haben wir 18´000.- Kontokorrentzinsen bezahlt – ich sage das war volle Absicht.
      Aber was willst Du machen ? Unter Lehrgeld abgebucht.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Smarti, die Volksbanken und Sparkassen stehen vor ähnlichen Problemen. Fachkräftemangel durch demographischen Wandel. Sie schließen sich hier zunehmend zusammen. Sie werden zukünftig auch Leistungen von externen “Experten” wie z.B. Mc Kinsey, Roland Berger, pwc oder bcg einkaufen. Damit schließt sich dann der Kreis des Geldes und US-amerikanischer Wirtschaftsbeeinflussung. Die haben wirklich einen Plan….im Gegensatz zu unseren Kindergärtnern.

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        • Frank sagt

          Mal zur Illustration: In meiner Anfangszeit 1990 bei der Bank konnte ich meine damals noch arg überschaubare Kreditkompetenz (sechstellig DM) nach Klärung einiger Fragen / Plausibilitäten (was man alles allein erledigte) ziemlich frei ausüben. Für das, was damals, insbesondere in “Osten”, im Grunde nach “Gutsherrenart” alles gelaufen ist, hätte man uns 15 Jahre später sofort auf die Straße gesetzt. Die Orgaanweisung Kredit war ein Leitzordner und der war, incl. diverser Muster für zum Teil selbstformulierbare Verträge, nichteinmal voll.
          Etliche Kollegen haben es incl. der allfälligen Fusionen gut überstanden und Karriere gemacht, oft in der Fachverantwortung und nicht so sehr in der Personalführung.
          Bevor ich mich da rauskaufen lassen hab, durfte ich als “Senior Specialist” zweistellige Mio. € Kredite in den höchsten Risikoklassen freizeichnen, das war aber gefühlt weniger Kompetenzausübung als früher, weil ein Sack voll Leitplanken, Regelwerk, rating, scoring usw. im Grunde die Entscheidung weitgehend erledigt. Was da nicht durchkommt, kommt nicht durch, da hilft auch kein guter Direktorenbekannter vor Ort mehr, zumindest im Bereich der Normalos.
          Die letzte Orgaanweistung Kredit in Papierform hatte 7 Bände und die Nachlieferungen kamen schneller als man sie einsortieren konnten, bis das dann online ging und dort weiterwuchert.

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  10. Reinhard Seevers sagt

    DLG Buch-Bewerbung aus 2011:
    “Diese „Agrarwelt im Umbruch“ ist das zentrale Thema des aktuellen Tagungsbandes zur DLG Wintertagung im Januar 2011. Führende Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Beratung und Praxis sind die Autoren. Sie bieten mit ihren Fragestellungen und Beiträgen wertvolle Orientierungshilfen in einer Zeit intensiven Wandels:
    Was bedeuten die globalen Veränderungen der letzten zehn Jahre für die heimische
    Agrarwirtschaft und für das europäische Agrarmodell? Wer sind die neu hinzukommenden Impulsgeber der Weltwirtschaft? Wie kann sich die Agrarbranche zukünftig diesem wandelnden Wettbewerb und seinen Herausforderungen stellen? Wie muss sie ihre Positionierung auf den Märkten und in der Gesellschaft neu definieren? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die europäische und nationale Agrarpolitik? Welche eigenen Gestaltungsspielräume haben die
    landwirtschaftlichen Unternehmer für eine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit in diesem neuen Umfeld?”

    Laber, laber, laber, laber…….solche Beiträge kann man bis in die 70er Jahre zurück verfolgen.

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  11. Ludwig sagt

    Es geht nicht immer nur in eine Richtung. Zwischen Real- und Nominalentwicklung liegt inzwischen ein Unterschied von rd. 150% . Die Weltbevölkerung wächst und die Weltvorräte sinken von Jahr zu Jahr. Bisher hat es die westliche Politik geschafft zu gunsten des Konsums die ldw. Produktpreise klein zu halten, doch der Tag naht wo sich die Marktkräfte durchsetzen werden und das Defizit wieder ausgleichen. Die Analysten gehen von einer Trendlinie aus , doch inzwischen haben sich immer mehr Betriebe ein zweites Standbein aufgebaut und so kommt das Einkommen nicht mehr nur aus der Landwirtschaft , sondern sind möglich weil sich mit dem ldw. Betrieb Möglichkeiten ergeben, wie Kommunalarbeiten, Gebäudevermietung weil keine Tiere mehr da sind, Walddienstleistungen, usw. . Außerdem sollten wir politische Rahmenbedingungen betrachten und die sind am Ende in Deutschland und EU. Fast alle EU- und EZB-verträge wurden gebrochen , Ideologiepolitik wird betrieben,
    Industrie- und Mittelstandspolitik führt zum Kaos. Es muß jetzt erst noch schlimmer werden , bis es besser wird. In zwei Jahren hat diese Politklicke alles zu Boden gebracht und dann wird es eine neue Politik geben , denn Gewinne der Unternehmen , Reallohnverluste der Arbeitnehmer sind schon jetzt so hoch , daß es an ein Wunder grenzt , daß hier noch kein großer Aufstand zu sehen ist. Nur wir Bauern und einige andere sind auf der Straße. Mit dem Kampf gegen Rechts läst sich das wirtschaftliche und soziale Desaster jedenfalls nicht kaschieren und der Knall wird kommen. Anhand des Goldpreises und des DAX kann jeder die Währungsentwertung erkennen. Mit Gelddrucken , wie zur Zeit , läst sich das Problem jedenfalls nicht lösen. Wir Bauern müßen die nächsten Jahre irgendwie überstehen, keine großen Investitionen machen , alles schlank halten , improvisieren und abwarten., denn mit Getreiepreisen von unter 20 Euro/dt geht es nicht anders.

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  12. Thomas Bröcker sagt

    Der DLG Artikel ist ja komplett witzlos und in großen teilen nur abgepinselt,
    An der DZ Analyse ist mir nur aufgefallen, dass in den USA die durchschnittliche Betriebsgröße seit 10 Jahren bei ca. 180 ha stagniert.
    Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass das bei uns ähnlich laufen könnte. Der Trend zur größeren Betrieben hat nämlich irgendwann ein Optimum erreicht. Schiere Größe verspricht keinesfalls immer mehr wirtschaftlichen Erfolg. Es ist wohl eher der Kapitalbedarf, der notwendig ist um die Stückkosten an den Druck der Weltmarktpreise heranzuführen, der eine gewisse Basisgröße erfordert. Das muss ja nicht zwingend NUR die Flächenausstattung sein.
    Es ist eigentlich im wesentlichen der politisch – moralisch aufgeladene Druck auf die Tierhaltung, der die bäuerlichen Familienbetriebe killt.
    Eine Landwirtschaft mit weniger Tierhaltung generiert sehr viel weniger Wertschöpfung je Flächeneinheit (was im Osten schon zu sehen ist) und braucht aber auch sehr viel weniger Arbeitskräfte .. oder “ernährt” viel weniger Bauern. Auch das ist ein Aspekt der Beschleunigung des “Höfesterbens”.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sehe ich ähnlich Thomas. Die Grenzertragsstandorte, Mittelgebirgslagen, Stadtrandlagen….all diese Teilflächen werden irgendwann nicht mehr bewirtschaftet, weil es sich einfach nicht rechnet, oder der logistische Aufwand zu hoch und der Stress mit den Anwohner zu groß wird. Die Nachfolgefrage ist aber der größte Hebel, denke ich.

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      • Bauer Willi sagt

        Bei einem Vortrag in Westerwald habe ich gefragt, wie die Pachtpreise sind. Für absolutes Grünland wird 1 €/ha pro Jahr gefragt. Man ist froh, wenn man einen Bewirtschafter findet.
        Ein Problem ist auch, dass die schlechte Infrastruktur junge Leute davon abhält, nach der Ausbildung wieder zurück aufs Land zu kommen. Das Geld ist anderswo leichter verdient.

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  13. Reinhard Seevers sagt

    “Die DZ-Bank sieht im Strukturwandel eine Chance.”

    Was für ein Satz. Solche Sätze werden auch dann verlautet, wenn es nur noch drei Betriebe geben wird. Ich werde auch Analyst.
    Ich habe es immer gesagt, die ganzen politischen Parolen, die weltfremden Ökoforderungen, die Romantisierungen…alles bullshit. “It’s the economie, stupid.”
    Wenn die Versorgung digitalisiert und KI- gesteuert ist, dann bin ich beruhigt, dann ist das Ziel der Komplettabhängigkeit erreicht. Man muss dann lediglich den Stecker ziehen oder einen Virus ins System einschleusen, und ein ganzes Volk verhungert. Wie gut, dass ich das nicht mehr erleben muss.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Chance für wen? Für die Banken. Denn der Kapitalbedarf der wachsenden Betriebe ist groß…

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    • Bauer Willi sagt

      Wir haben in Brasilien eine Betrieb besichtigt, der 330.000 ha Ackerbau betreibt. Er gehört drei Brüdern, folglich also ein Familienbetrieb.
      Wenn man 11 Mio ha Ackerland in Deutschland durch 330.000 ha teilt, brauchen wir genau 33 Landwirte, um das Ackerland in Deutschland zu bewirtschaften. Von wegen 100.000, da irrt die DZ-Bank… 🙂

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  14. Frank sagt

    Na also, zügig weniger Problembären … äh Bauern.

    Wenn die Grünen gleichlaufend bis 2040 das Reisen in die Ferne verunmöglichen, mögen einige der 165.000 “Anzupassenden” im Betreiben eines pittoresk bestückten Resthofes mit Fremdenzimmern und Unterhaltung der urbanen Freunde des Landlebens oder als Hanfclubstandort finden.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Genau Frank, die Spaßgesellschaft wird immer gewinnen.
      https://karls.de/loxstedt/
      Der “Erdbeerhof-Karls”….schöner Suggestiv-Name gelle, schafft neuen Freizeitpark. Man rechnet bis zu 1000 Autos pro Tag. 4ha Marschland werden nicht mehr gebraucht, da kann man dann Spaßhaben.

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      • Bauer Willi sagt

        Es beweist, dass es lukrative Nischen gibt. Für “Spaß” ist immer Geld da. Das gilt auch für das Hobby. Was Menschen bereit sind, für Hobby (inkl. Haustierhaltung) ist unvorstellbar. Bei uns im Dorf wird gerade ein Supermarkt für Haustiernahrung gebaut…

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        • Smarti sagt

          Andererseits haben es gerade die richtig hochpreisigen Pensionsställe schwer und schliessen hier reihenweise. Die gehören Industriellen, die aufhören, bevor sie noch mehr in die roten Zahlen rutschen. Dafür werden wir “mittleren” von super geizigen aber mega anspruchsvollen Tussis überrannt.
          Die wollen die gleiche Leistung zum halben Preis, denn wir sind ja Bauern und haben die Ställe und das Heu gratis…

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    • Bauer Willi sagt

      Das mit dem Social-Hanf-Club ist zu überlegen… gibt im Moment sicher viele, die daran interessiert wären.
      Vom Kölner Hauptbahnhof bis zu uns vor die Tür sind es 25 Minuten. Köln hat 1. Mio Einwohner, wenn 1 Promille davon kifft….reicht!

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      • Smarti sagt

        Bauer Willi, vielleicht erst noch ein paar gute Rechtsanwälte einstellen, das soll nicht ganz einfach sein in Sachen Bewilligungen und so…

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  15. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen Ich finde schon dass dort eine Logik zu erkennen ist wenn die kleinen Betriebe nicht genug Gewinn machen hören sie auf und ein großer der genug Gewinn macht für diesen Betrieb übernehmen und wächst dadurch

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    • Frikadellen piet 45 sagt

      die große Frage ist ja nur warum machen Sie nicht genug Gewinn ist da vielleicht die Politik mit dem Spiel da sie das produzieren für die Landwirte immer schwerer macht oder ist das nur der Markt der ja die Preise bestimmt und verändert hat ich bin gespannt ob da jemand eine Antwort hat

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      • Reinhard Seevers sagt

        Frikadelle, es ist der simple Kapitalismus in Kombination mit der Globalisierung und den nationalen Fesseln (Bürokratie, Gesetze, Oligopole etc.).
        Landwirtschaft wird niemals als Bestandteil des kapitalistischen Marktsystems überleben können, dafür sind die Voraussetzungen nicht gegeben. Agrarrohstoffe sind zu volatil, unterliegen Klima- und Wetterrisiken, werden als Druckmittel gegen Bevölkerungen genutzt, oder als Spekulationsware usw. Wären es nur Stecknadeln, wäre es simpler.

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        • Frank sagt

          Die Landwirtschaft geht damit auch nur den Weg des Handwerks. Man passt sich der Produktionsweise an und wächst aus dem Ursprung (Meister, Altgeselle, Geselle, Lehrbuben und Frau Meisterin) heraus. Der historische Handwerksbetrieb ist (außer durchs eigentliche Gewerk) auch kaum noch wiederzufinden, z.B. in einer Dachdecker GmbH & Co. KG mit 150 Mitarbeitern.
          Genauso wird aus Landwirtschaft Agrarindustrie.
          Aber Bestandteil des kapitalistischen Marktsystems bleibt das trotzdem. Nur nicht an dem Ende wo man den Markt bestimmt.

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