Bauer Willi
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Preisexplosion…

Im vergangenen August habe ich für unsere Heizung Holzpellets eingekauft.  Für 199 €/t netto. Jetzt müssen wir nachordern. Ich habe wieder bei unserer Genossenschaft angerufen, weil die die besten Preise hat. Der Verkäufer hat mich gebeten, mich erst zu setzen, bevor er mir den Preis nennt. Das war richtig. Der aktuelle Preis beträgt 386 €/t. Man muss nicht Mathematik studiert haben um schnell festzustellen, dass das fast der doppelte Preis ist. Es hilft aber nichts, denn wir können ja nicht im Kalten sitzen.

Jeder weiß, dass der Diesel an der Tankstelle je nach Uhrzeit zwischen 1,55 und 1,65 €/l kostet. Auch das ist deutlich mehr als noch im Sommer. Im Sommer werden Benzin und Diesel aufgrund der CO2-Bepreisung nochmals teurer.

Noch haben wir einen Stromliefervertrag. Ich habe mal in einem Portal nach den aktuellen Preisen für einen neuen Vertrag geschaut. Die Preise für 1 kWh: zwischen 0,44 und 0,60 €, für Kunden, die von ihrem (Billig)-Anbieter die Kündigung bekommen haben, sogar bis zu 0,70 €.

Über die Situation bei Düngemittel hatte ich schon berichtet. Ein Anstieg der Preise bei Pflanzenschutzmittel ist zu erwarten, die Höhe noch nicht bekannt.

Noch sind Lebensmittel nicht wirklich wesentlich im Preis gestiegen. Ich habe ja schon mehrfach berichtet, wie die Preise für gängige Agrarrohstoffe im Preis gestiegen sind. Allerdings sind diese Preise im (Super-)Markt noch nicht angekommen. Das wird wohl erst im Verlauf des Frühjahrs passieren.  Es gibt Stimmen, die uns erklären, dass die Inflation im Laufe des Jahres wieder auf 2% zurückgeht. Ich halte das für unrealistisch. Ich kann mir vorstellen, dass sie in der zweiten Jahreshälfte Richtung 10% steuert.

Wer soll das bezahlen? Und wie wird die Bevölkerung reagieren? Nicht nur hier in Deutschland, sondern besonders in den Ländern, in denen die Menschen einen deutlich höheren Anteil ihres Lohns für Lebensmittel ausgeben müssen? In Deutschland soll es jetzt zum Wohngeld einen Heizkostenzuschuss von 135 € für den Single-Haushalt geben. Einmalig. Ist ein Zuschuss auf Lebensmittel auch vorstellbar? Einmalig?

Und wie ist das alles mit den Aussagen von Cem Özdemir vereinbar, der in der jetzigen Situation fordert, dass Lebensmittel teurer werden müssen? Was sie ja schon werden, allerdings ohne dass die Erzeuger wesentlich davon profitieren.

Hoffentlich bleibt es friedlich. Ich mache mir Sorgen…

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117 Kommentare

  1. Aloys sagt

    Gut das jetzt hier mal erkannt wird welche dramatische Entwicklung uns bevorsteht.
    Und ganz unbeabsichtigt ist das nicht. Wir werden dann wahrscheinlich in einer Art Sozialismus wieder wach. Aber es gibt Quellen wo man dies auch früher schon hätte nachlesen können, nur diese Leute sitzen nicht in Deutschland, sondern in Ungarn oder Russland. Aber man kann sich ja seine Meinung bilden:
    1. http://www.michael-mannheimer.net
    2. http://www.anti-spiegel.ru

    Apropos Sorgen machen: Das schlimmste ist, das Die Politiker und Funktionäre sich “Sorgen” um die Bevölkerung und die Lage im Land machen, aber: DIE MEINEN ES NICHT ERNST !!

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    • Inga sagt

      Also lieber in ehrliche Preise für Naturprodukte,
      als für überflüssiges unökologischen Ramsch, den man nicht braucht (wegen Menschen die man nicht leiden mag), zu investieren. Das ist aktiver Naturschutz.
      Der Mensch muss sich entscheiden.
      Will er tierische Nahrungsmittel mit diesem Ramsch vergleichen?
      Das geht ans Tierwohl, weil ohne Massentierhaltung bekommt man das nicht hin.
      Was ist ihm die Natur und seine Gesundheit wert?

      Teureres Fleisch mit Tierwohl, dafür weniger?

      Wenn das aber die Politik regeln soll, dann muss sie den Hartz4lern dann eben einen höheren Satz geben.

      Wenn das der Chem Ö. hinbekommt dann ist er ein echter Grüner und kein Schwätzer!

      Und dann, dann erst kann sich der Staat brüsten und als ökologisch gelten.

      Aber nicht wie ALDI verlangt auf die Bauern schieben, denn die Bauern sind nicht das Sozialamt.

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    • Thomas Bröcker sagt

      egal, was erzählt wird, zu Schluss kommt immer wieder die gleiche Sülze und der Ruf nach dem Ordnungsrecht gegenüber den bösen Bauern. Der Ausweg wird wohl bei den Agrarwendern vom Umweltministerium in Regionalität und Direktvermarktung gesehen. Die Argumentation der Aldi-Kommunikationsabteilung, sie würden nicht genug Bio-Fleisch und Bio-Milch bekommen, steht im klaren Widerspruch zu den Absatzrealitäten der Bio-Erzeuger. Ich bin jedenfalls gespannt, auf wieviel Preisdruck sich die Bio-Branche einstellen muss (und kann), wenn sich auch dort (was sich abzeichnet) mehr Absatz nur durch Zugeständnisse an die abnehmende Hand generieren lässt. Wird noch spannend. Wenn die Zusammenhänge so einfach wären wie:” Bio gleich Alles gut”, hätte auch ich gegen meine Überzeugung aus wirtschaftlichen Gründen längst umgestellt. Es ist in vielen Segmenten auch bei Bio, längst Marktsättigung erreicht und teilweise schon zu viel Ware am Markt. Außerdem: wer garantiert denn, dass die Ketten in Zukunft tatsächlich Bio- Ware inländisch einkaufen. Die Rumänen, Bulgaren, Ukrainer und auch Russland und China können das auch und das wird auf dem Markt durchschlagen.

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  2. Meyer sagt

    @Seevers. Rechtsaußen ? Bedenken sie , daß der Vahrenhold SPD-Umweltsenator in Hamburg war ! So einfach ist die Sache nicht . Lesen sie das Buch , anstatt pauschal zu verurteilen . Um zu meiner Aussage zu kommen , habe ich mir vorher auch Wetterdaten seit 1950 bis heute vom Wetteramt besorgt. Leider folgen sie damit dem Mainstream , statt selber einmal den Hintergrund zu bearbeiten . Seit wieviel Jahren erfassen sie Wetterdaten, Saattermine von z. B. Zuckerrüben , Erträge von Getreide usw. , Vulkanausbrüche usw. ? All das ist zur Beurteilung nötig und vieles mehr um zu einer Meinung zu kommen.

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  3. Meyer sagt

    @Weersmann. Mit unserer Rechtssprechung ist das so eine Sache. Ich habe das Buch
    “Unantastbar” von den Prof. Vahrenhold und Lüring gelesen. Hier geht es um das Klimaurteil im Frühjahr 2021 vom Bundesverfassungsgericht. Die beiden Verfasser haben Punkt für Punkt untersucht und analysiert. Ich habe auch nicht alles verstanden . Bin ja kein Jurist , aber dieses Urteil höhlt unser Grundgesetz aus und stellt alles bisherige auf den Kopf. Für mich ein reines von der Politik vorgegebenes Urteil. Teilweise sind komplette Sätze von Grünen und NGOs übernommen worden. Von den beiden Verfassern ist auch das Buch
    “Unerlaubte Wahrheiten” geschrieben . Sehr lesenswert. In diesem Buch konnte ich vieles wiedererkennen anhand meiner langjährigen eigenen Wetteraufzeichnungen. Auch meine mit der LK Niedersachsen erstellte betriebliche Klimabilanz unterstützt die Inhalte in diesem Buch. Seitdem sehe ich die politisch betriebene Klimahysterie sehr kritisch , weil nicht nachvollziehbar.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Der Klimawandelleugner Vahrenholt hat sich schon früher blamiert, Vahrenholt blamiert sich erneut, und – das sagen wir mal voraus – Vahrenholt wird sich wieder blamieren, wenn er weiter den wissenschaftlichen Konsens des Klimawandels leugnet. Leider wird er von Rechtsaußen-Desinformationsmedien eine Plattform dafür bekommen. Er redet schlicht gegen die Realität an. Teile diesen Artikel, um deine Freunde davor zu schützen, nicht auf die gezielten und plumpen Versuche hereinzufallen, die sehr reale und bedrohliche Klimakrise wegzuleugnen.”
      https://www.volksverpetzer.de/klima/vahrenholt-fails/?gclid=EAIaIQobChMI7vDhzfyw9QIVU_hRCh3n2AliEAAYASAAEgLOhvD_BwE

      Die Einen sagen so, die anderen so…wir sollten uns nicht in Spaziergänger und Daheimgebliebene spalten lassen.😎

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  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Etwas aus Willis Spezialfachgebiet:

    Zucker lässt sich ganz simpel in den Energieträger Alkohol umwandeln, ähnlich wie andere stärkehaltige Erzeugnisse (z.B. Weizen, Kartoffeln etc.pp.).

    Speziell innerhalb des Zuckerproduktionsprozesses fällt extrem viel Wärme an. Das Problem sind die Hefen, die eingesetzt werden, um den Zucker zu verstoffwechseln. Deren Temperaturoptimum ist weit unterhalb von 30 Grad anzusiedeln; es soll aber Hefen geben, die ihr Optimum bei 40 Grad und gar noch höher entwickeln. Beim anschließenden Destillieren sparte man bei letzteren wenigstens ein Drittel Wärmeenergie ein.

    Was aber tut sich dahingehend „innovativ“ bei der Zuckerindustrie!? – Bei technischen Alkoholen spielt die Qualität im eigentlichen welche Rolle!? Gerade auch bei einer Nutzung in Verbrennungsmotoren.

    Die genialen Motoren, die optimal mit Alkohol betrieben werden können u. diesen Nachweis schon eindrucksvoll erbrachten, stammen aus deutschen Quellen und haben sich bereits millionenfach bewährt. Wie aber könnte Vater Staat dann noch seine CO2-Abgabe glaubhaft begründen!? Gigantische Summen werden aktuell in die Wasserstofftechnologie investiert, demgegenüber lässt man diese überaus primitive Technik lässt man komplett außen vor, lässt sie einfach ignorant verkümmern. PURER dekadenter SCHWACHSINN!

    Ihr Spezialfach, lieber Willi, schreiten Sie zur Tat… 😉

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Hält geistig fit 🙂 – ich selbst war übrigens einmal in Mannheim mit einem überaus ambitionierten Top-Manager ins Gespräch gekommen; den gibt es aber schon nicht mehr…, und damit sind auch jedwede innovativen Ansätze abhanden gekommen.

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  5. Eckehard Niemann sagt

    Wer bisher damit argumentiert hat, dass die Erzeugerpreise und -erlöse nur einen (zu) geringen Anteil an den Verbraucherpreisen und -ausgaben haben, der kann jetzt leider nur schwer damit argumentieren, dass höhere Kosten auf Erzeugungsebene für die Verbraucher zu hohen Verteuerungen führen… Einfach mal die bisherige Argumentation überdenken?

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    • Schmeckt gut sagt

      Herr Niemann, sie wollen oder können die Zusammenhänge nicht verstehen, oder interpretieren sie bewusst in ihrem Sinne. Diese geringen Anteile der Wertschöpfung treffen zu Beispiel bei Brot und Brötchen zu. Bei Erzeugnissen, die nah an der Urproduktion sind (O&G, Säfte, Konfitüren, Konserven…) entstehen zwar außerlandwirtschaftliche Kosten, aber in deutlich geringeren Anteilen als beim Brot. Entscheidend bei der Preisfindung auf Verbraucherebene sind weniger die Erzeugungskosten/Produktionskostenstruktur, sondern, dass die nachgelagerten Handelsstufen massiv die Margen hochgefahren haben und dies eben auch mit den Kostensteigerungen durch Lohn, Energie… begründen. Nur wir Bauern dürfen nicht “aufmucken”? Herr Niemann, sie sollten ihre Argumentationsweise überdenken.

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        “Nur wir Bauern dürfen nicht “aufmucken”? ”

        Wir Bauern sind nicht nur in der Produktion unflexibel und unelastisch,sondern traditionell zurückhaltend und überhaupt nicht erfahren in Öffentlichkeisarbeit,ausserdem überlassen wir das dem Bauernverband.
        Besser wäre,wir würden das profesionell erledigen lassen,würde aber was kosten.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Haben Sie schon einmal Mostobst verkauft von Streuobstwiesen!?

        Im eigentlichen können Sie dieses quasi sofort verschenken, die händische Arbeit wird jedenfalls nicht entlohnt – ist ja auch zumeist unseren Alten auf den Höfen vorbehalten zwecks Freizeitgestaltung u. alternatives Fitnessprogramm, wo man die Gebühren für’s Fitnessstudio einsparen kann.

        Zu dieser Erntezeit ist oftmals die Technik einfach weg…

        Heiß begehrte Mundraubobjekte sind übrigens unsere Walnüsse und Quitten, in sehr begrenztem Umfang gerade noch für den Eigenbedarf vorhanden. Unvorstellbar viele freiwillige Erntehelfer sind Jahr um Jahr on tour…

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    • Bauer Willi sagt

      Ich verstehe nicht, was Sie damit sagen wollen? Es ist doch logisch, dass der Anteil des Einkommens den man für Lebensmittel ausgeben muss, steigt, wenn Lebensmittel teurer werden. Zumindest, wenn das Einkommen nicht auch steigt.

      Die höheren Kosten auf Erzeugungsebene werden zumindest im Schweinebereich ja nicht weitergegeben. Das Futter wird teurer, der Erlös stagniert.

      Im Ackerbau sieht es – zumindest derzeit – danach aus, dass trotz der gestiegenen Kosten für Diesel, Dünger, PSM etc. noch ein Plus für den Betrieb übrigbleibt.

      Was ich mit dem Artikel ausdrücken will: steigende Lebensmittelpreise waren auch in der Historie schon oft Auslöser für Unruhen.

      Gestern Özdemir im NDR: “die Schweinebauern sollen mehr verdienen, aber natürlich darf Fleisch kein Luxusgut werden.”
      Schwierig…

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      • Peter sagt

        „Es ist doch logisch, dass der Anteil des Einkommens den man für Lebensmittel ausgeben muss, steigt, wenn Lebensmittel teurer werden. …“ Das halte ich für einen Irrtum. Im Gegensatz zur öffentlichen (klebrigen) Hand gibt der Konsument sein Geld im „Tagesgeschäft“ nur 1x aus. Der familläre Chefeinkäufer wird in Würdigung des allgemeinen Preisexplosions – Wahnsinn genau auf die „Noten“ schauen. Wenn das Geld für alle staatlichen Zwangsbeglückungen ausgegeben ist, bleibt immer weniger übrig. D. h. neue Beschaffungswege für (auch) Nahrungsmittel…Die Möglichkeiten sind vielfältig: Rückgriff auf die billigeren Angebote, Einschränkung, Mundraub, manchmal leider auch die Tafel. Wir sollten dies nutzen und viel mehr auf Direktvermarktung setzen. Allerdings darf das nicht in Richtung Super-Premium, Öko – oder sonstiger Gefühlskäufe gehen. Vielmehr muss wieder ins Bewusstsein rücken, dass landwirtschaftliche Produkte auch (wieder) zu Hause zu allerlei nahrhaften Leckereien verarbeitet werden können. Ein Schlachttier besteht eben nicht nur aus den „besten Teilen“, sondern ist kpl. zu verarbeiten und zu geniesen. Die Preise müssten nur unterhalb der Supermarktpreise und über den Abgabepreisen an diverse „Mitverdiener“ liegen.

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        • Smarti sagt

          Hallo Peter, wenn man z.B. ein Schwein oder ein Rind schlachten lässt, dann sind die Kosten von Tier, Tierarztkontrolle und Schlachter mit Material ( Gewürze, Dosen, Vacuumbeutel…) höher als der KG-Preis im Supermarkt.
          Inserate und Zeit kommen noch hinzu, ausserdem können viele Leute mit Fleischpaketen nichts mehr anfangen…d.h. die eigene Gefriertruhe füllt sich.

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        • Bauer Willi sagt

          Peter, der Grundgedanke ist richtig.

          Wir leben am Rande des Ruhrgebietes. Ein Potential von rund 10 Mio. Konsumenten. Die Stadt Köln alleine 1 Million. Die kommen aber nicht aufs Land. Also müssen wir zu ihnen.
          Jetzt würde ich Dich bitten, mal eine Kalkulation zu machen, welche Produkte mit welcher Marge Du an einem Tag schaffst. Dann die Kosten für den Kühlraum, den Transporter und den Sprit abziehen. Incl. Abschreibung für Neuanschaffung. Was übrig bleibt ist Dein Stundenlohn. Das geht aber nicht mit 8 Stunden, sondern 12 Stunden müssen schon drin sein, sonst dreht es sich nicht.

          Gut, Sonntag ist frei, da ist Zeit für die Büroarbeit.

          Aber: der Grundgedanke ist richtig.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich frage mich immer, wieso die Autohersteller ihre Autos nicht direkt vermarkten. Die Kunden könnten sicher auch viel Geld sparen, wenn sie ihr Auto direkt beim Hersteller abholen….anstatt für jeden Sack Kartoffeln, zum Hofladen zu fahren. 😎
            Und den Autohändler braucht’s eigentlich gar nicht. 👍

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            • Thomas Bröcker sagt

              Genau, und alle Landmaschinen und Transportmittel müssen per Ordnungsrecht wieder in Dorfschmieden dezentral hergestellt werden.!

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            • Inga sagt

              Dann müsste man ja von Sylt nach Stuttgart fahren, um sich einen BMW zu holen.
              Der Handel hat sich eben in unserer Volkswirtschaft erfolgreich etabliert.

              Er übernimmt dann auch durch die Firmierung und Handelsketten die Verteilung der Ware.
              Ungesund ist es, wenn der Handel von einem Produkt mehr kostet als das Produkt selbst wert ist.

            • Karl Timme sagt

              Hier noch einmal von einer Erklärseite:

              Wo & wie kann ich einen Tesla bestellen?

              Da Tesla keine richtigen Autohäuser unterhält ist die Bestellung etwas anders. In einigen Städten, z.B. Hamburg, gibt es Tesla Stores in Einkaufspassagen oder -centern. In den Tesla Stores könnt ihr zusammen mit einem Tesla Berater den Tesla konfigurieren und bestellen. Wenn ihr euch aber schon recht sicher fühlt, könnt ihr die Bestellung auch selbstständig über das Internet machen. Denkt jedoch an das Referral Programm (Empfehlungsprogramm) von Tesla. Darauf gehen wir in der nächsten Frage ein.
              >https://www.shop4tesla.com/pages/tesla-ratgeber-wie-kaufe-ich-einen-tesla<

  6. Meyer sagt

    Ja , die Inflation wird bleiben und ist aus meiner Sicht höher als die immer genannten rd. 5%.
    Der neue Bundesbankpräsident hat das auch bestätigt. Der Inflationstreiber ist mit der verbotenen Staatsfinanzierung die EZB. Bei der Inflation und Geldruckerei dürften bei 5% Inflation nur 550 Mrd/Jahr Euro Geld gedruckt werden. Man druckt aber rd. 300 Mrd./Monat , also 1,8 Bill. Euro/Jahr , also das dreifache und sitzt damit in der Falle . Wenn man die Gelddruckerei aufgibt , steigen die Zinsen und die Eurosüdländer sind sofort Pleite.
    Wenn jetzt , wie geplant die USA die Geldruckerei langsam einstellen und dann die Zinsen dort steigen , fliest aus dem Euroraum der Euro ab und das Ende des Euro ist programmiert. Deshalb überall der Run hier in die Sachwerte. Also ein Teufelskreis , weil man sich hier im Euroraum über die von allen unterzeichneten Verträge hinweggesetzt hat. Stirbt der Euro , stirbt Europa . Soweit haben es unsere tollen Politiker getrieben. Statt jetzt überall die Politik wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen , machen die einfach mit einer Fehlentscheidung nach der anderen weiter.Noch ein “Schwarzer Schwan” nach Corona und wir sind fertig. Mit dem abstellen von 10 Kohlekraftwerken und drei AKWs im letzten Jahr sieht es fast so aus das der großflächige Stromausfall dieser “Schwarze Schwan” sein könnte , wenn uns nicht vorher der Euro um die Ohren fliegt. Man hat unsere Wettbewerbsfähigkeit durch unseren teuer gemachten Standort Deutschland kaputtgemacht und das kostet Wohlstand und Arbeitsplätze. Auch zus. 40.000 Privatinsolvenzen sprechen eine alarmierdende Sprache. Dazu noch das Abwandern von Energieintensiven Industriearbeitsplätzen , sowie per Saldo 200.000 /Jahr Spitzenarbeitskräften. Dazu unsere vernachlässigte Infrastruktur. Überall kaputte Brücken usw. z. B. Sperrung auf der Sauerlandlinie wegen Einsturzgefahr. Unsere Eliten haben auf ganzer Linie versagt.

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    • Albert Weersmann sagt

      Stimmt ! Genau auch meine Meinung – bereits seit Anfang letzten Jahres ! Man sollte eine Klage vor dem EU Gerichtshof anstreben , gegen die unverantwortliche Politik der EZB – strikte Missachtung des Zieles der Preis-/ Geldwertstabilität – die dies alles angeblich nicht hat kommen sehen und scheinbar immer noch nicht kommen sieht !! Dann sind die Damen u Herren völlig fehl am Platz !!

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    • Lady sagt

      “Wenn jetzt , wie geplant die USA die Geldruckerei langsam einstellen und dann die Zinsen dort steigen , fliest aus dem Euroraum der Euro ab und das Ende des Euro ist programmiert. ”
      Aha. Gerade ist der Euro in unserem Portemonnaie doch 20 Jahre alt geworden. Ihr wisst sicher alle noch, wie er damals zum Doller notierte ? Falls nicht, es waren etwa Eur/$ 0,90 . Heute 1,14, also der Euro hat an Wert gewonnen, nicht umgekehrt!
      Er lebt nicht nur, der Euro hat sogar zeitweise den Dollar als Leitwährung “überholt “. So gab es Monate , in denen der Euro im sog . Swift-Netzwerk häufiger genutzt worden ist als der USD. Insgesamt ist und bleibt der Euro die international zweitstärkst genutzte Währung. Und dieses Vertrauen bekommt man nicht geschenkt, man muss es sich verdienen.
      Und da jammern ausgerechnet die Deutschen???
      Worüber ? Dass USA viel höher verschuldet ist als Euroland? Die Inflation deutlich höher?Merkwürdiger Ansatz…

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  7. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, Nachtrag zum Blog ” Pause ” Der Ball ist zwar noch nicht richtig im Spiel, aber er truddelt langsam Richtung Anstoßpunkt. Das ist meine Meinung zu den Kommentaren die ich heute hier verfolge. Wenn wir uns alle etwas zurückhalten, was Schärfe und Unmutsäuserungen betrifft, mich eingeschlossen, sind wir wieder da wo wir waren.
    Willis Blog, ist doch für die meisten von uns, ich übertreibe mal etwas, “LEBENSNOTWENDIG”

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    • Bauer Willi sagt

      Nun übertreib mal nicht.
      Freut mich aber trotzdem.
      Was ich mich noch freut: einige neue Namen unter den Kommentatoren. Und die Viel-Schreiber halten sich zurück 🙂

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      • Eckehard Niemann sagt

        Wirklich als gutgemeinter Tipp: “Bauer Willi”, überlegen Sie doch mal, inwieweit Sie sich diese “Viel-Schreiber” herangelockt und gepflegt haben… Wobei “Viel Schreiben” ja alles andere als negativ ist – wohl aber die “Päppelung” von populistisch-oberflächlichen Kommentaren…

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        • Reinhard Seevers sagt

          Was macht Ihr Blog denn so, Herr Niemann?
          Ach Sie haben keinen,…,. “Whes” fällt dieses Jahr aus, da haben viele ganz viel lange Weile oder?

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  8. Smarti sagt

    Holzspäne und Strohpellets als Pferdeeinstreu haben monatelange Lieferfristen, wir kriegen immer wieder Anfragen nach Stroh, weil in den in den Reitställen die Einstreu ausgeht. Das habe ich so noch nie erlebt. Bei uns selbst ist wegen des verregneten Sommers im letzten Jahr das Heu und die Grassilage sehr energiearm. Wir “müssten” Kraftfutter zukaufen, doch das rentiert mit dem Milchpreis nicht. In unserer Molkerei wird dieses Jahr 7 % weniger Milch abgegeben wie letztes Jahr um diese Zeit – und weit mehr als die Hälfte der Landwirte haben Anbindehaltung… ja, ich mache mir auch Sorgen.
    Zumal ich das Gefühl habe, dass es immer mehr Egoisten gibt, die wirklich auch über Leichen gehen… oder werde ich nur alt ?

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    • Thorens sagt

      Die Frage, ob ich wohl schon zu alt bin für den Sch…., stelle ich mir auch immer wieder.

      Als Ackerbauer würde ich kein Stroh mehr verkaufen. Was nicht selbst gebraucht wird, auf den Flächen belassen. Mittel- bis langfristig hat es dort den höheren Wert.

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  9. Thomas Bröcker sagt

    Das Thema “zu hohe Lebensmittelpreise” versus “zu geringe Erzeugererlöse” zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der letzten 250 Jahre.
    Die Versorgung der schnell wachsenden Städte generierte das System der Groß- und Zwischenhändler und damit immer wieder Konflikte in der Verteilung der Handelsspannen und der Höhe der Lebensmittelpreise für den Endverbraucher. Schon Mitte bis Ende des 19. Jhd. war der direkte Verkauf durch die Erzeuger auf Märkten an Endkunden nicht mehr die dominante Form der Lebensmittelversorgung.
    Es entwickelte sich z.B. für Obst und Gemüse das System der “Vorhökerei”. Das heißt Zwischen- oder Endverkäufer (“Grünhöker”) kauften bei den Bauern (meist an zentralen Hafenplätzen) die Ware en gros auf. Für die Bauer hieß dies niedrigere Preise, aber größere Mengen im Absatz. Von daher kommt die Redewendung vom “verhökern” wenn das Geschäft nicht so gut war, das man gerade gemacht hatte, oder man eine grenzwertige Ware noch losbekommen hatte.
    So verbot der Hamburger Senat 1830 die “Vorhökerei”, also die “Aufkauferei der Waren durch Fremde mit dem Ziel des Weiterverkaufs im Kleinen” mit der Begründung – dass dadurch die Preise stiegen und “der Bürger in seiner Nahrung gestört werde”. Die Regelung muste kurz darauf aufgehoben werden, da die Versorgung sich stark verschlechterte.

    In Berlin entlud sich der Zorn der Bevölkerung nach den europaweiten Missernten 1844 – 1847, wegen der Steigerung der Lebensmittelpreise, an den Marktbeschickern und Lebensmittelhändlern. Um die Ladeninhaber vor der wütenden Menge zu schützen, wurde Militär eingesetzt und so die “Kartoffelrevolution” niedergeschlagen.

    Zur “Befriedung” des Konfliktes um “zu hohe Spannen” beim Groß und Zwischenhandel zu Ungunsten der Erzeuger und der Endkunden wurden zwischen 1933 und 1939 die zulässigen Handelsspannen festgelegt:
    “Ist ein Aufkäufer eingeschaltet, so darf der Aufkäufer im Höchstfalle eine Verdienstspanne
    von 5 % und der Versandverteiler eine solche von 7 % berechnen.”
    Kauft der Versandverteiler direkt beim Erzeuger, so darf die die Verdienstspanne bei Obst höchsten 9 % und bei Gemüse höchstens 10 % betragen”
    Dies legte die Grundlage für die spätere Zwangswirtschaft.
    (entnommen aus “Obstland im Norden” Wolfgang Kaiser 2009)

    1983 (“Agrarpreisreform”) wurden in der DDR die Erzeugerpreise stark erhöht (gestützt), um eine bessere Versorgung zu generieren. Da die Preise in keinster Weise an die Endkunden weitergegeben wurden, führte das Ganze zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen.

    Also an Versuchen das Marktgeschehen politisch zu regulieren hat es in der Vergangenheit nicht gemangelt. Der “Goldene Wurf” ist bei diesen Regulierungen bislang nicht gelungen.
    Mal sehen, wieweit unsere neue Regierung in dieser Beziehung bereit ist , Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      ” wurden zwischen 1933 und 1939 die zulässigen Handelsspannen festgelegt”

      Davon hatte mir meine Mutter mit Begeisterung erzählt,die zur Heirat 1938 eine 50ha Hof von fremden reichen Leuten geschenkt bekam,der leider vollkommen verwirtschaftet wurde.

    • Lieschen Müller sagt

      Danke, sehr interessant. Zum Verkaufen braucht man ja auch Zeit. Nicht jeder Landwirt kann jemanden abstellen, der den Tag lang Äpfel oder Eier en detail verkauft.

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  10. Marian E. Finger sagt

    Man muss allerdings berücksichtigen, dass es bei Brennstoffen, gerade auch Pellets, abhängig von der Jahreszeit deutliche Preisunterschiede gibt. Am besten kauft man im Mai. Viele Leute füllen ihr Heizlager für den Winter, wenn sie aus dem Sommerurlaub zurückkommen, da muss man im August schon mit etwas höheren Preisen rechnen. Und wer im Januar kauft, hat den schlechtesten Zeitpunkt gewählt. Damit bin ich aber jetzt kein Preisexplosions-Leugner. Die Preise machen es wie die Inzidenzen.

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    • Bauer Willi sagt

      Wir heizen seit 10 Jahren mit Pellets und natürlich nutzen wir immer den Sommerpreis. Im August wurde geliefert, bestellt schon früher. Allerdings müssen wir im Winter nachtanken, um bis zum Sommer zu kommen. Als Begründung wurde übrigens genannt: weniger Holzverarbeitung, also weniger Holzabfälle für die Pelletproduktion. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt.

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      • Smarti sagt

        Ist es sehr umständlich, von Pellets auf Hackschnitzel umzurüsten ? Da wären wahrscheinlich wesentlich mehr Anbieter auf dem Markt. Wir heizen mit Scheitholz, aber ohne Strom wäre das Haus auch kalt.

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        • Bauer Willi sagt

          Wir haben eine KWB Multifire aus 2012, die mit einfachen Mitteln auf Hackschnitzel umgebaut werden kann. Wir haben auch schon einen Winter lang mit selbstgemachten Hackschnitzeln gearbeitet. Wollte unser Sohn so, ist dann aber mit seiner Freundin auf eine Weltreise gegangen, als die Hackschnitzel verfeuert wurden.
          1. Nachteil für mich: ich musste alle 10 Tage Hackschnitzel in den Bunker schippen, weil das Volumen etwa das 10 fache von Pellets ist. Macht warm… 🙂
          2. Nachteil: da hoher Rindenanteil und auch etwas Erde am selbstgeworbenen Holz war, war der Aschebehälter auch alle 10 Tage voll. Normal schau ich da alle 2 Monate mal rein, dann ist er etwas über halbvoll.

          Mit gekauften, gesiebten Hackschnitzel aus Stammholz sieht das natürlich anders aus. Das Problem des Volumens bleibt und wir können die Befüllung des Bunkers nicht automatisieren.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Derzeit bauen die Heizungsbauer fast nur noch Pelletkessel ein. Das wird sich immer beim Preis auswirken.

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    • Lieschen Müller sagt

      Wenn alle im Mai kaufen, wird es eben da teurer. All die Cleveren, denen der preiswerte Anbieter für Strom gekündigt hat, müssen jetzt Strom kaufen, egal zu welchem Preis.

  11. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Lieber Willi, gerade Sie haben doch gleich mehrere Alternativen: Hinreichend Wärmepotential von Ihren eigenen Flächen zu nutzen, dürfte doch überhaupt kein Problem darstellen…

    Wie oft habe ich schon kritisiert, was allenthalben so alles schief läuft, wenn das Abfallprodukt Sägemehl heute mehr kostet als unser qualitativ hochwertiger Weizen!?

    Wie lange schon interveniere ich als Bauer, dass das eine Drittel Nahrungsmittel für die Tonne einer sinnvolleren Nutzung zugeführt werden sollte; mithin immerhin ca. 5 Mio. Hektar hierzulande, die zur Verfügung stünden, um (Zukunfts-)Märkte zu bedienen, die heißhungrig extrem aufnahmefähig sind, wie auch Sie, lieber Kollege, sehr anschaulich in vorstehenden Zahlen verdeutlichen. – Und nein, damit bin ich nicht von jedweder Ethik und Moral befreit, im Gegenteil, unsere Altvorderen haben dieses eine Drittel in früheren Zeiten schon für Energiezwecke erzeugt. Diesen mehr als fraglich erhobenen Zeigefinger erlauben sich vornehmlich eben jene Protagonisten, um die lemminghaften Bauerntore fortwährend auf Spur zu halten. (Funktioniert immer noch!)

    Wo sind denn die ganzen Preissteigerungen dato für die Erzeugnisse in der Urproduktion angekommen!? – Auf den allermeisten Bauernkonten sicherlich nicht!!!

    Unser bäuerlicher Prämienmoloch mit seinem schon abartigen Bürokratiemonster wäre bei einer dringend notwendigen Diversifizierung der Produktionen auf unseren Höfen somit von heute auf morgen verzichtbar, ohne dass die Bauern am Hungertuch nagen mussten. Die Gretchenfrage: Geht es uns aktuell denn zu gut, dass wir uns kurz- bis mittelfristig keine ernsthafteren Gedanken darüber machen müssen!?

    …Im Bauernumfeld selbst renne ich aber in dieser Thematik (noch) keine Türen ein, obwohl mittlerweile über sehr vielen Höfen ein äußerst bedrohliches Damoklesschwert schwebt.

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    • Bauer Willi sagt

      Berufskollegen haben Erfahrung mit der Verbrennung von Weizen gesammelt. Es waren keine guten, weil es definitiv technische Beschränkungen dafür gibt (u.a. Chlorgehalt des Weizens)

      Rapsöl in Motoren ist tatsächlich eine echte Alternative. Aber bei 75 €/dt?? Und sicher haben Sie diesen Preis im Januar 2021 schon vorhergesehen… Ich nicht…

      Die Diskussionen um eine Wertschöpfung zu führen, die auch bei uns Landwirten ankommt, ist richtig. Sie ist aber auch nicht wirklich neu, nur in den letzten Jahren in den Hintergrund getreten. Also: machen Sie konkrete Vorschläge und setzen Sie diese mit der Politik (und dem DBV 🙂 ) durch.

      Eventuell mache ich sogar mit…

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Chlor im Weizen: Etwas Kalk u. Holz bzw. Pellethackschnitzel beigemengt, stellt die Asche kein wirkliches Problem mehr dar. Diese 5% Getreideasche können problemlos wieder auf dem Acker als Mineralnährstoffe ausgebracht werden. Ich sehe da kein Problem…

        Wenn man Ihre Offerten für Sägemehl liest, tut’s richtig richtig weh. 🙁 Weizen im übrigen gibt derzeit nach aufgrund des neuesten Wasdeberichts bei gemutmaßt gigantischen Flächen, die in den USA ausgesät, aber noch nicht geerntet sind!!! – The same procedure as every year….!!!

        In unseren Wäldern schaut es gegenwärtig nicht allzu berauschend aus – jeder, der in eine Pelletheizung investiert hat (befeuert mit Holz) muss damit jetzt leben.

        Gerade unser Bauernverband weiß wirklich jeden Riegel vorzuschieben, um eine thermische Nutzung generell zu unterbinden mittels unzähliger Verordnungen. Welcher Getreideerzeuger hat nicht jedes Jahr irgendwelche Problempartien (Fallzahlprobleme, Fusarien, Auswuchs, Käfergetreide bei unsachgemäßer Lagerung, Mutterkorn). Im Ofen verfeuert, bleibt dieses Getreide teuer und sorgt sogar noch für die gewünschte wohlige Wärme. 🙂

        Solange dieser Kanal aber absolut dicht bleibt, geißeln die “Einheitsbedingungen des Deutschen Getreidehandels” in grandioser Perfektion. Es verdienen alle – nur kein Bauer selbst.

        Probenahme, Abzüge f. Staubentsorgung – der blanke Hohn… Abzockermodelle!

        Im übrigen: Bei der Getreideverbrennung spielt es überhaupt keine Rolle, ob Mischgetreide im Ofen landet oder Monokulturanbau, wofür man bei letzterem kaum mehr finanzierbaren Aufwand betreiben muss derzeit. Da Sie selbst, lieber Wille, nicht dreschen, ist Ihnen vielleicht nicht so wirklich bewusst, wie scharf/verlustreich man den Mähdrescher einstellen muss, um der aufnehmenden Hand Freude zu bereiten. Welche Schimpftiraden muss man sich an der Gosse anhören, wenn das Erntegut dieses anspruchsvolle Wunschkonzert nicht erfüllt!? – Das entfällt bei der thermischen Verwertung komplett, der Ofen frisst wirklich alles. Im übrigen entfielen viele langen, kostenintensive Transportwege, Folienschläuche könnte man direkt am Acker platzieren, um das Umfeld mit “Wärme” zu versorgen. – Übrigens, wenn Windhalm, Fuchsschwanz und Co. durch’s Feuer gehen, reduziert sich dieses Samenpotential gewaltig, Problemunkräuter, die kaum mehr zu handhaben sind; bei der angedachten PSM-Einsparung von 50% ein enormes Problem, wir Bauern stehen da wohl vor einer Wand. – 5 Mio. Hektar u.a. für thermische Verwertung in Deutschland stellen wahrlich kein Problem dar.

        Kommt die SWIFT-Blockade für Russland, wieviel Suppenküchen-Wärme benötigen wir sodann über Nacht!?

        Wäre jetzt ein Modell von vielen, über die man sich ernsthaft Gedanken machen muss.

        Das Problem ist leider, je mehr Verbandsfunktionäre hier mitlesen, umso effizienter werden neue Verhinderungsmechanismen aus dem Hut gezaubert; man ist den gemeinen Bauern nicht unbedingt wohlgesonnen, schließlich sichern die fetten Pfründe ganz andere… – Die bäuerliche Herdenintelligenz gibt einen solchen Ideenreichtum dato schlussendlich (noch) nicht her, es geht uns wohl nicht schlecht genug!?

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        • Bauer Willi sagt

          @Wurzelwicht
          Ich habe den Kessel eines Berufskollegen gesehen, der mit reinem Getreide geheizt hat. Und es danach wieder hat sein lassen.

          Kalk, Chlor, CCC, weiß ich alles. Unsere Genossenschaft hat keinen Fusarium-Weizen. In der Absiebung ist mehr Dreck als Körner, also auch keine Alternative. Aber ich kümmere mich noch mal drum…Du lässt ja sonst keine Ruhe… 🙂

          Noch was: Strohpellets sind eigentlich zu schade für eine Verbrennung. Wegen Humusbildung und so…

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          • Inga sagt

            Danke für die Auskunft, Bauer Willi

            habe ich mir gedacht,
            das mit den Strohpellets
            Ich habe mal was von Passat Öfen , wo man HD Ballen reinschiebt, dann von Rundballen, die kann man mit Frontaler in den Ofen setzen und dann von den Strohpellets, danach von Holzpellets und Getreide.
            Auf jeder Austellung waren bestimmte Öfen zu sehen.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Hab’ ich ganz vergessen:

        Wird weniger CCC eingesetzt, nimmt der Chlorgehalt im Weizen enorm ab, sät man alternativ Stützfrüchte mit aus, fällt das Getreide nicht um.

        …Dänische Untersuchungen brachten übrigens die negativen Auswirkungen beim Einsatz von CCC in der Ferkeleinstreu hervor, ein weiterer Aspekt.

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        • Inga sagt

          Aber mit Stützfrucht ist das Getreide bestimmt schwieriger zu ernten und hat einen geringeren Ertrag.
          Wer bezahlt den Mehraufwand?

          Naturnah kostet eben…
          Muss das der Bauer allein tragen oder wollen noch mehr Mitmenschen die Verantwortung dafür Übernehmen und sich wenigstens finanziell daran beteiligen

          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            NEEIN, Inga, so verhält es sich mit den Stützfrüchten eben nicht!!!

            Das eigentliche Hauptproblem tritt erst nach der Beerntung zutage. Die heutige Verarbeitungstechnik -supermodern und hochpräzise- weiß damit nicht umzugehen, hust hust!? WARUM!? – Bloße Verweigerungshaltung, um direktere Wege zu verhindern, ohne dass man sich partizipieren kann.

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        • Smarti sagt

          Sali Wurzelwicht, seit zwei Jahren säen wir versuchsweise zusammen mit dem Hafer auch Erbsen aus, zu Futterzwecken. Das Resultat ist gut, der Hafer “stützt” ja die Erbse. Jetzt meine Frage: welche Pflanzen stützen denn “Getreide” ?

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Unterschiedliche Getreidearten, von unterschiedlicher Wuchshöhe bei etwa gleichem Abreifezeitpunkt.

            In früheren Zeiten war “Gemengegetreide” zu Futterzwecken Standard, z.B. Weizen und Gerste.

            Wicke in Gerste funktioniert übrigens ebenfalls hervorragend…

            Bei der Vermarktung selbiger Mischkulturen stösst man allerdings auf ungeahnte Probleme, die nach meinem Dafürhalten nicht mehr nachvollziehbar sind.

            Seit ein paar Jahren experimentieren wir mit Sojabohnen-/Leindottergemisch. Auf dem Acker grandiose Ergebnisse, am Ackerrand angekommen, gehen die Probleme los, leider!

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            • Inga sagt

              Aber davon bekommt man nicht genügend Stroh für Strohpellets.
              Also müssten diese kletternde Hülsenfrüchte das CCC ersetzen.

              Nebenher sollte ja auch noch der Körnerertrag stimmen.

            • Inga sagt

              Ich kenne Stangenbohnen am Mais.

              Aber das ist eine Extrageschichte.
              In den 70iger und 80iger hätte man eben zu viel Stroh, man konnte es ja auch nicht jährlich einarbeiten, wegen der Strohmatraze, die sich dann bei Viehlosen Betrieben bildete. Bestimmt auch, weil man es nicht so fein hächseln könnte, wie es heutzutage die Mähdrescher können.
              Dann war es dann gut wenn man es das als Heizmaterial nutzen könnte.
              In den 80igern war das Heizöl ja auch viel teurer als in den 70igern.
              Man hat auch an seine Endlichkeit und die Umweltverschmutzung wie CO2-Ausstoß gedacht.

  12. Friedhelm Hamhuis sagt

    Inflation zu erwarten?
    Wir sind doch schon mittendrin und die Kurve wird nicht abflachen sondern steigen!

    Wovon unsere Politik die ganzen Wunschträume bezahlen will ist mir ein Rätsel.
    Die werden sich für 2022 und 2023 auf richtige Bremsspuren in vielen Steuer- und Abgabenbereichen einstellen müssen, was da alleine an Umsätzen weg brechen wird ist denen offensichtlich nicht bewusst.
    Wir haben Lieferanten da können wir keine Maschinen bestellen zur Zeit. Die können uns zur Zeit keine Preise machen, da die Vorlieferanten denen keine Preise machen.
    Lieferzeiten sind schon länger nur grobe Schätzungen.
    Preise in Angeboten haben 7 Tage Gültigkeit wenn’s gut läuft….
    Stückzahlen die verkauft werden können dies Jahr werden zugeteilt vom Werk, aber ohne Preissicherung.
    Werke sind für dies Jahr ausverkauft und zwar nicht unbedingt weil soviel bestellt wurde, sondern weil so wenig Material erhältlich ist.
    Lieferzeiten von 1 Jahr oder länger sind eher Standard
    Ersatzteile nicht teilweise nicht lieferbar und zwar auch stinknormale Standardreifendecken schon.
    Wann die Teile kommen gibt es auch keine Aussagen zu.

    LKW, KFZ,…… überall dasselbe…..
    Was machen die Werke wenn noch weniger Material kommt?
    Was machen dann die Menschen die Ihren Job verloren haben?
    Wovon sollen die diese steigenden Kosten bezahlen?

    In der Politik und den Medien geht es gefühlt nur noch um Corona, Klima, CO2 , Stickstoff und erneuerbare Energien…………. Corona ok, aber den ganzen anderen Quatsch können die sich bald sparen, weil irgendwann werden nicht nur die Spaziergänger mehr , sondern auch Menschen die mit dem Rücken zur Wand stehen werden andere Auswege suchen…..

    DAS ist das Problem das wir haben und es bringt nichts noch zusätzliche Probleme dazu zu regieren, sondern dies muss gelöst werden, ansonsten fehlt uns hinten das Kapital und die Bevölkerung die das Ganze tragen müssen.

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    • Ostbauer sagt

      “Bezahlen” werden sie ihre Wunschträume schon, mit neuen Schulden.
      Ich habe mir am Wochenende ein Interview mit Hans Werner Sinn angeschaut zum Thema Inflation. Er hat es sehr verständlich erklärt. Zu viel neu gedrucktes Geld trifft auf eine Angebotsknappheit.Wenn man sich anguckt, welche Parameter zur Berechnung der Inflation herangezogen werden und welche wichtigen fehlen, dürfte die reelle Inflation deutlich höher liegen.
      Eigendlich befeuert momentan jeglicher Investitionsschub (aus welchen Gründen auch immer) die Inflation, da das Angebot nicht nachziehen kann. (so hab ich es zumindestens verstanden)
      Aber die Ökonomen hier im Forum werden das sicher besser erklären können!

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      • Friedhelm Hamhuis sagt

        SO wird das wohl müssen, aber dem steht doch die Schuldenbremse eigentlich entgegen……

        Aber da habe ich auch zu wenig Ahnung von….

      • Lady sagt

        Hans Werner Sinn hält den Euro für einen historischen Fehler und kann sich immer weniger daraus lösen, dass er da bisher falsch lag. Und so sind auch seine Inflationserklärungen sehr einseitig.
        Bei der Inflation müssen wir schon zwischen temporären , durch die Pandemie bedingten Effekten und wirklich langfristig wirkenden strukturellen Effekten unterscheiden, Und hier dürften sich die Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage im Jahresverlauf deutlich abschwächen. Auf der Angebotsseite sollten die Lieferprobleme sich langsam verringern, ob nun fehlende Halbleiter oder was auch immer, eine Normalisierung ist wahrscheinlich. Damit können dann auch die Kapazitäten ausgebaut werden. Wir sehen aktuell einen Nachfragedruck, die Verbraucher haben die Ersparnisse zunächst erhöht, und nach jeder Pandemiewelle kam es zu kräftigen Nachholaktionen. Gleichzeitig hat sich dabei der Konsumschwerpunkt von Dienstleistungen zu Gütern verschoben. Was sich sehr deutlich in den Inflationszahlen zeigt /gezeigt hat.. Dazu kommen Basiseffekte , CO2 Abgabe oder die Energiepreise. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Energiepreise weiter so steigen. Daher ist es durchaus realistisch, dass sich die Inflationsdynamik sehr deutlich abschwächen wird.
        Es gibt aber auch Effekte, die eher langfristig auf die Inflation wirken. Lohn-Preis-Spirale, weil Arbeitskräfte knapp werden. Auch die Klima-Transformation wird sicher mit bis zu 0,5 % jährlich zunächst zu Buche schlagen.
        Fazit: Aktuell ist es eher eine Überersparnis, die den Ökonomen Sorgen macht.
        Das Wort EZB kam jetzt bei mir nicht vor. 😉 Aber als Volkswirtin habe ich davon ja auch keine Ahnung. Huhu, lieber Mark. 😀 Ich schick dir als mal wieder zwei Lehrerinnen vorbei , die dir den Ackerbau erklären. 😛

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        • Thorens sagt

          Sehr schön. Das könnte Zuversicht aufkommen lassen, wenn das Fazit nicht wäre. Denn wie schmelzt man noch mal schnell und effektiv Privatvermögen ab?

          • Lady sagt

            “. Denn wie schmelzt man noch mal schnell und effektiv Privatvermögen ab?”
            Landwirtschaft betreiben?

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            • Thorens sagt

              Ja, die soll es auch geben, habe ich gehört.

              Selbst habe ich von Geldpolitik keine Ahnung und muss mir, wie die allermeisten meiner Mitmenschen auch, meinen Reim finden auf das, was mir die Nachrichten auf allerlei Kanälen ins Haus liefern. Ich habe ihn mir auch zum angesprochenen Thema gemacht und weiß aber noch nicht so recht, wie reagieren. Immerhin hängt davon ab, wie kaufkräftig ich in späteren Jahren sein kann.

        • Mark sagt

          Huhu liebe Lady,
          ich schicke Dir dann einen druckfrischen 100000.-€ Schein im Gegenzug, für den DU Dir dann morgens noch eine Brezel kaufen kannst, nachmittags musst Du dann noch zwei solche Scheine von Dir dazulegen ….. 😉

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        • Ostbauer sagt

          Sicherlich ist es im Moment eine temporäre Inflation, die sich jedoch,wenn China bei seiner Null-Covid- Strategie bleibt, länger hinauszögern wird.
          Jetzt noch die ganzen Transformationen oben drauf (am besten sofort); da kann sich schon mal was aufbauen.
          Nach dem ersten WK wollte mit Sicherheit keiner eine Inflation; es haben sich eben Dinge überlagert und gegenseitig verstärkt. Also ich bin da nicht so optimistisch.
          Man kann nur hoffen, dass sich das schnellstens normalisiert.

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        • Friedhelm Hamhuis sagt

          Ich hoffe Sie haben recht……..
          Was den Punkt: das die Lieferfähigkeit sich wieder normalisiert, sind die Signale die wir Tag täglich bekommen vollkommen andere. Hier sind unisono die Prognosen das im Jahr 2022 noch nicht mit großen Verbesserungen zu rechnen ist, eher das sich das Ganze noch verschärfen wird im 1.bis 3. Quartal und man hoffe das sich im 4. quartal und in 2023 das Ganze wieder etwas beruhigen wird. Es gibt zu wenig oder nichts und selbst wenn man was bekommen kann, kriegt man es nicht transportiert….. Container kosten heute 20.000,-€….. im Frühjahr 2021 waren es irgendwo 1500,- bis 2000,-€…….. Aber Sie kriegen trotzdem nur schwer einen und wie der Kram vom Hafen zum Werk kommt wird auch immer mehr ein Problem. Speditionen kämpfen um Fahrer, LKW und darum AdBlue zu bekommen, der ist knapp weil aufgrund der hohen Energiepreise kein Dünger hergestellt wird (Adblue ist davon ein Abfallprodukt wie die Kohlensäure). Vom Preis reden wir lieber nicht, aber das haut nochmal zusätzlich zu den gestiegenen Energiekosten rein. Da geht meiner Meinung nach keine Kalkulation mehr auf, das die outgesourcte Fertigung im Ausland kostengünstiger sei wie selber oder regional fertigen zu lassen….. wir merken gerade genau welche Werke ein hohe Fertigungstiefe haben und welche nicht.
          Beispiel:
          Wenn wir Getrieberechner von unserem Et-Lager als Händler zum Werk schicken müssen damit eine Maschine an uns ausgeliefert werden kann……
          Entschuldigung, aber ich fürchte den Punkt unterschätzen Sie als Volkswirtin und leider auch sehr viele in der Politik massiv.
          Ich hoffe sehr das ich unrecht habe und Sie recht, aber in der Praxis sieht das gerade eher nicht danach aus.

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          • Thorens sagt

            Ich beschäftige mich gerade mit den neuen Preislisten für die komplett inländisch erzeugten Produkte. Es sind energieintensive Produkte dabei. Gestiegene Material-, Energie- und CO2-Kosten sowie die Unsicherheit, wie es weitergeht, machen es erforderlich, im Schnitt ca. 30 % über den Vorjahrespreisen liegen zu müssen. Die anschließenden Frachten dieser auch transportintensiven Güter zur Kundschaft liegen, je nachdem, bei 10 – 15 % über Vorjahresniveau. Das steuern wir aus dem von mir betreuten Bereich zu der annoncierten Inflationsrate von etwa 5 % bei. Wenn es bei dieser Rate bleiben soll, müssten andere runter mit den Preisen. Bin gespannt, wer das wohl sein wird.

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    • Bauer Willi sagt

      Das meine ich mit den letzten Sätzen: Wie lange machen die Menschen das noch mit. Und das macht mir Sorgen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Wenn man die zunehmenden Insolvenzen im “Spaßbereich” (Gastro- und Hotelerie, Kreuzfahrtbranche etc.) wahrnimmt, dann ist der “Spaß” evtl. bald vorbei….

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          …hier sind nicht nur die “Spassbereiche” involviert, werter Herr Seevers.

          Es wird allen richtig weh tun.

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        • Inga sagt

          Wenn die Nahrungsmittel einen größeren Teil des Monatseinkommen verbrauchen, ist so wie so nicht mehr so viel für den “Spassbereich” übrig, damit müssen wir uns alle einig sein!!!

          Und wenn das jeder beherzigt, wird es auch keinen Unfrieden deswegen geben!

          Da sind wohl die Soziologen gefragt!

      • Friedhelm Hamhuis sagt

        Da stimmen wir völlig überein.
        Wenn dort nicht gegen gesteuert wird fliegt uns das hier um die Ohren und es wird Zustände geben die KEINER will.
        Es fehlt IMO ganz simpel daran das die ganzen schönen Theorien nicht auf Praxistauglichkeit überprüft werden, oder zumindest eine realistische Abschätzung der Folgen und Auswirkungen insgesamt dazu statt findet.

  13. Obstbäuerin sagt

    Ab Februar kostet das Benzin in unserer Nachbarstadt Slubice, kurz mal über die Brücke, nur noch 1,10€. Und auf Lebensmittel, Dünger und anderes wird die Umsatzsteuer wegfallen (23%). Schon jetzt ist Frankfurt zu einer Durchfahrtsstadt (Tor zum Osten) geworden und der große Run steht noch bevor. Wie geht das? Hier wird alles teurer und kaum noch bezahlbar und da kann man sich z.B. die Rente für Frauen mit 60 leisten und Preise für Lebensmittel und andere wichtige Waren erheblich zu stützen. Wir brauchen demnächst einen Ersatz für unsere Holzheizung und rätseln, was die beste und in Zukunft am wenigsten preisintensivste Variante (Öl, Gas, Pellets, Wärmepumpe, Solar????) ist. Da braucht man wohl eine Glaskugel.

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    • Inga sagt

      Solar
      Mal erkundigen!
      Die Technik ist empfindlicher geworden und kann auch Heizungswasser aufwärmen.
      Fördergelder gibt es auch dazu.
      Für den tiefsten und dunkelsten Winter braucht man noch Holz- oder Strohpellets oder mal fragen, wie es mit Energie aus dem Boden (Bodenthermie oder wie das heißt) ist.
      Einfach beim Fachbereich Maschinenbau an der Uni mal nachfragen,
      Die kennen auch Unternehmen, die das umsetzen.

      • Bauer Willi sagt

        Ziemlich viel Blödsinn, den Sie da schreiben.
        – Aktuell gibt es auf eine Holzpelletheizung einen verlorenen Zuschuss von 45%.
        – Strohpellets haben das Problem Chlor.
        – Solarthermie haben wir überlegt, ohne große Speicher aber ein Glücksspiel.
        – Geothermie bedeutet bei uns eine Bohrtiefe von 110 m, Vorlauftemperatur von um die 30 Grad C geht nur mit Fussboden- oder Wandheizung. Also nicht im Altbau

        Bitte mit Sachverstand schreiben oder es sein lassen.

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        • firedragon sagt

          Die “Begrüßung” – ” … Ziemlich viel Blödsinn, den Sie da schreiben. …” ist geglückt.
          Und die “Verabschiedung” – ” … Bitte mit Sachverstand schreiben oder es sein lassen. …” ist aufmunternd.

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          • Bauer Willi sagt

            Das ist mit vollem Bewusstsein geschehen.
            Bitte noch mal den Text von gestern lesen.
            Nur was zu schreiben, um was geschrieben zu haben…Ne, danke.

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        • Thorens sagt

          Das Thema neue Heizung habe ich gerade hinter mich gebracht im Altbau..
          Die genannten 45 % gibt es meines Wissens nach nur bei Umstellung von Heizöl auf regenerative Energiequellen. Ansonsten sind es 35 %. Hier kann man sich über die Fördergeschichten informieren: https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html

          Solarthermie halte ich persönlich für nicht ganz glücklich. Hoher Wartungsaufwand und vergleichsweise teure Komponenten. Es sei denn, man kauft die Dachmodule z.B. in Griechenland. Dort liegen die Kosten bei einem Bruchteil der hiesigen Preise.

          Geothermie mit Tiefenbohrung: Tolle Sache. Allerdings gab mein Grundstück keinen Platz dafür her. Die Bohrung allein kostet mehr, als für die neue Heiztechnik aufgewendet werden muss. Es sind heute auch höhere Vorlauftemperaturen mit Wärmepumpen zu realisieren als 30°. Mit jedem Grad zusätzlich sinkt aber wieder die Effizienz. Alternative: Ringgrabenkollektor, wenn das Grundstück groß genug ist. Das macht aber die Sache mit der nötigen Vorlauftemperatur nicht besser.

          Obwohl man überall lesen konnte, dass eine Wärmepumpe im (un- oder schlecht gedämmten) Altbau mit wandhängenden Radiatoren lediglich ein Stromfresser ist, habe ich mich dann trotzdem für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden, nachdem ich jemanden getroffen hatte, der in vergleichbarem Wohngebäude genau das seit etwa 5 Jahren betreibt. Mit Erflog und vergleichsweise günstigen Heizkosten.

          Hier habe ich, nachdem die WP nun seit gut 3 Monaten läuft, festgestellt, dass ich in ein oder zwei Räumen nachrüsten muss: Das wird vermutlich über eine zusätzlich Wandheizung erfolgen. Dann noch Kellerdecke dämmen. Incl. PV-Anlage, die auch im vergangenen Jahr installiert wurde sowie den Stromspeichern, die noch angeschlossen werden müssen, habe ich dann brutto fast 60.000 € investiert. Für ein EFH mit ca. 120 qm beheizter Fläche. Ob es sich rechnet, werden die kommenden Stromtarife entscheiden. Immerhin werde ich dadurch den Primärenergiebedarf von ca. 180 kWh/qm*a auf etwa 60 – 70 kWh/qm*a senken können. Da liegt aber jeder Fall anders.

          Ich habe aber selbst im Vorfeld viel im Netz recherchiert, um einen Weg für meinen individuellen Fall zu finden. Handwerksbetriebe waren mir dabei nicht wirklich eine Hilfe. Ebensowenig all die Energieberater, mit denen ich es in der Planungsphase zu tun hatte. Gehlfen hat mir u.a. dieses Forum: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/46/Haustechnikforum?showOverview=true

          Eine neue Heizung anschaffen ist in diesen Zeiten alles andere als trivial.

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          • Bauer Willi sagt

            Vielen lieben Dank. Unsere Tochter steht gerade vor der Entscheidung zu einer Ölheizung vom 1988. Der Kommentar ist eine echte Hilfestellung.

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        • Inga sagt

          Danke für die Antwort, mehr wollte ich doch gar nicht wissen.
          Mein Wissen und Sachverstand sind eben 10 bis 30 Jahre alt.

          Was noch wichtig für mich ist, dass man bei Solarthermie einen zu großen Speicher braucht.
          Das muss ich bei der Neuplanung auch beachten.
          Dieses Problem hatten wir vor 10 Jahren bei einer anderen Anlage auch schon.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Ein Blockheizkraftwerk – wärmegesteuert. – Kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Sie da Wirkungsgrade von über 90 Prozent erzielen. Gut für die Umwelt und gut für den eigenen Geldbeutel; forciert man aber nur ungerne, weil sich daran Dritte nicht ganz so problemlos eine goldene Nase verdienen können, wenn man die Wertschöpfung optimiert.

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        • Obstbäuerin sagt

          Ja genau, das haben wir uns auch gefragt. Im Moment (das kann sich täglich ändern) haben wir uns auf einen einfachen Gussholzofen und Öl geeinigt. Solar für Warmwasser haben wir eh. Vielleicht kommt ja in den nächsten drei Monaten die große Heizungsrevolution. Ich liebäugele ja schon lange mit einem individuellen Windrad, wenn es nicht so teuer wäre aber das hätte uns letztes Jahr keine Freude gemacht.

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            • Inga sagt

              Ich glaube bis 2025,

              Aber würde ich nicht machen.
              Bei Neuinvestitionen würde ich nur noch auf autark setzen,
              Also nur Solar oder Geothermie.
              Wenn man am Anfang mit Holz oder Öl noch aushelfen muss, aber auf längere Sicht?
              Vielleicht ergänzen sich ja Solar und Geothermie auch.
              Bleibt viel zu überlegen.

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              • Thorens sagt

                Es dürfen auch nach 2025 noch Ölheizungen verbaut werden. Voraussetzung: Eine zumutbare Alternative mit regenerativen (oder nachhaltigen?) ist nicht realisierbar. Auf dem Land leichter umzusetzen als in der Stadt, wenn Gas jetzt auch “nachhaltig” ist.

                Nach Einführung der annoncierten Sanierungspflicht und Umsetzung derselben, vermutlich mit ganz viel Styropor – der Markt wird boomen – dürfte es aber mit den Ausnahmeregelungen für Ölheizungen vorbei sein. Bei dem Tempo, mit dem alles “Klimarelevante” derzeit auf uns zufliegt, würde ich persönlich heute nicht mehr in eine neue Ölheizung investieren.

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                • Obstbäuerin sagt

                  Es gibt ja schon Modelle, die einfach auf Gas umgerüstet werden können. Eine Wärmepumpenheizung hatten wir vor 25 Jahren mal angedacht aber sehr schnell beiseite gelegt. Zu teuer und nicht effektiv. Wahrscheinlich ist es egal, wofür wir uns entscheiden – es wird falsch sein.

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                • Thorens sagt

                  Es kommt halt auf die individuellen Gegebenheiten an und darauf, was an weiteren Energiesparmaßnahmen in Angriff genommen werden kann oder soll. In diesen 25 Jahren hat sich aber sehr viel getan bei den Wärmepumpen hinsichtlich ihrer Effizienz.

        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Wir betreiben unser BHKW mit einem Selbstzünderverbrennungsmotor, durch seine spezielle Modifikation, die nicht aufwendig ist, verdaut er im Grunde genommen alles. Wir fahren das BHKW mit kaltgepresstem Rapsöl. Mittlerweile habe ich mir eine Ölpresse zugelegt, der finanzieller Aufwand dafür hält sich absolut in Grenzen. Die Administration ist aber nach wie vor ein “Kreuz”.

          Die Abwärme, die dieses Gerät erzeugt, muss mit aller Gewalt einer staatlichen Beteiligung zugeführt werden. So nebenbei, wenn man diese einfach in die Luft blasen würde, wie das die AKWs und sonstige Großkraftwerke tun, jedes Auto vollzieht diese Wärmevernichtung auf unseren Straßen, juckt das niemanden.

          Wenn Sie, lieber Willi, mit einer solchen Abwärme Getreide u. Mais trocknen, Hackschnitzel etc.pp., steht sofort das Finanzamt mit ausgestreckten Händen vor der Tür.

          Manche Dinge sind einfach nur schwer nachvollziehbar, zumal gerade eine solche Effizienz von über 90% Wirkungsgraden ausdrücklich gewünscht ist…

          Noch eine Besonderheit: Ein AKW kann man nicht haftpflichtversichern, wir haben dafür eine spezielle Haftpflicht abgeschlossen. Von einer komplett autarken Lösung haben wir nach eingehenden Abwägungen bewusst Abstand genommen vor 20 Jahren, da ein Stromspeicher zum damaligen Zeitpunkt astronomische Summen verschlungen hätte. Das verhält ist heute ggf. wohl etwas anders. Im speziellen denke ich da auch an eine 2-Wege-Nutzung unserer E-Mobilität, die bald millionenfach auf unseren Straßen unterwegs ist.

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          • Bauer Willi sagt

            “Ein AKW kann man nicht haftpflichtversichern…” Haben Sie jetzt ein AKW oder ein BHKW? (ne, schon klar, war ein Tippfehler, aber das musste jetzt einfach sein 🙂 )

            Jetzt wieder ernsthaft: Der administrative Aufwand und die Unsicherheiten, wie schnell sich Gesetze ändern, halten wohl auch einige davon ab, sich so zu engagieren. Die Offizialberatung ist auch nicht auf dem neuesten Stand. Damit bleiben es Nischen.

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              “…Damit bleiben es Nischen.”

              Nur eiserner Wille und zähes Durchhaltevermögen schaffens vereinzelt nach vorne!? – Ja, das passt zu der deutschen irrwitzigen Gründlichkeit.

              Das Volk der deutschen Dichter und Denker wurde zu einem Verwalterstaat degradiert. Mit diesem Status quo arrangiert sich wohl leider die Masse unserer Bevölkerung.

              Nun, schon immer reichten etwa 1% der Bevölkerung aus, um die Zukunft so zu gestalten, dass die Existenzen der großen Masse gesichert blieben.

              Für dieses 1% wird noch Nachschub gesucht; nun, wie schaut’s aus lieber Willi!? 😉 Packen wir’s an!?

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              • Bauer Willi sagt

                Logisch. Und ich rede mal mit unserem Sohn (32).
                Der ist etwas mutiger als sein “Alter”…

                Ok, dafür habe ich heute zweimal mit dem BMEL telefoniert. Ich gebe mich nicht mehr mit der Galerie ab. Mit 67 hab ich für so was keine Zeit mehr.

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Vielleicht etwas erweiterter, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

              Man findet weltweit keinen Versicherungskonzern, der AKWs haftpflichtversichern würde, ich habe für mein BHKW eine spezielle Haftpflicht abgeschlossen… – Kein Tippversehen, lieber Willi.

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        • johannes sagt

          kann über ein Erdgas BHKW berichten. In der Anschaffung seeeehr teuer . Lohnt bei ausreichender Jahreslaufzeit, was aber einen ganzjährigen Wärmebedarf voraussetzt. Wenn das Teil die hälfte des Jahres steht, lässt man besser die Finger davon.

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  14. Inga sagt

    Wenn der Wald geschützt werden muss,
    Dann muss Holz und Papier knapp werden.

    Wer hat denn wieder aus Holzpellets eine Industrie gemacht?
    Wer verdient da alle dran?
    Es sollte doch nur was führ Sägewerksbesitzer und eventuell ihre Nachbarn sein, weil diese Pellets doch aus Rest- und Abfallholz wie Späne hergestellt werden , aber nicht aus extra dafür gefällten Bäumen.
    Seit dem ist das Holz auch klimaneutral, das war es vorher nicht.
    Stroh ist klimaneutral, daraus kann man auch Pellets herstellen.

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    • Christian Bothe sagt

      Kann man sogar als Strohpellets alternativ,aufgeschlossen und mit Getreide gepresst, verfüttern! Haben wir in der DDR mit großem Erfolg gemacht( Kaltpelletierung, Trockenwerk ).

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      • Inga sagt

        Ja, zur Verfütterung ist ja gut,
        Zur Verbesserung der Bodenqualität auch.

        Aber ich dachte zur Energiegewinnung.
        Damit man von den Fossilen unabhängig wird.
        Zusammen mit Solar, ist wohl noch nicht ausgereift.
        Mein Onkel hat ja eine Elektroheizung aus den 60igern, Nachtspeicheröfen oder so.
        Diese Technik da mit PV-Anlage wäre bestimmt auch noch kostengünstiger!?!

  15. Ferkelhebamme sagt

    Gerade eine Mail bekommen, dass Futter 0,79-0,95 €/dt wieder teurer wird, während die Schlachter Hauspreise auf den eh schon verlustreichen Schweine-Kilopreis machen und der Handel sich damit rühmt, die Verkaufspreise niedrig zu halten. Gleichzeitig werden die Banken aufgrund der aktuellen Marktprognosen extrem nervös.
    Özdemir hat als erster ehrlich kommuniziert, dass Tierwohl und Umweltschutz die Lebensmittel teurer machen wird. Das Ergebnis: ein Shitstorm. Aber Tierwohl wollen sie trotzdem. Frag mich, wer das demnächst noch umsetzen soll. Wir können nicht mehr

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    • Smarti sagt

      Ferkelhebamme, auf ein “wir können nicht mehr” schaffe ich es nicht, ein Daumen hoch zu setzen. “Die” Läden rühmen sich, 5xD verkaufen zu wollen – gleichzeitig schmettert aber das Verwaltungsgericht den Bau eines ( den neuesten gewünschen Anforderungen entsprechenden) Sauenstalles mit 1200 Plätzen ab. Die Medien bringen es dauernd, und jubeln…. bei uns im Regierungsbezirk Freiburg.
      Was ich jetzt mache: Tagebuch schreiben – mit Zahlen -… dann mal probeweise in der Verwandtschaft und bei Freunden verteilen -bringt zwar dem Betrieb kurzfristig auch nichts, aber viele Leute werden entsetzt sein ob dem Unterschied zwischen reden und machen…

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    • Arnold Krämer sagt

      Das Schlimme für alle Schweineproduzenten ist die Tatsache, dass selbst für die aktuellen Haltungsformen und die aktuellen Kostenverhältnisse der Auszahlungspreis für Schweine und Ferkel bei Weitem nicht ausreicht. Wir bräuchten aktuell ca. 1,80-2,00 kg Erlös je kg Schlachtgewicht Schwein. Mit 1,20 Euro sind wir weit davon entfernt. Wenn Tierwohl und ähnliches noch kostenmäßig “oben drauf” gepackt wird, sind wir schnell bei 2,50 €/kg SG.

      Alles was in den letzten Monaten vom Handel bereits auf den Verbraucher abgewälzt wurde, bleibt im Zwischenhandel und auf den Schlchthöfen hängen, weil dort vor allem die massiven Kostensteigerungen für Personal aufgefangen werden. Bei den Urproduzenten kommt nichts an.

      Die meisten Politiker und sonstigen “Schlaumeier” in den NGO’s wissen nicht, wovon sie reden.
      Die brauchen zumindest eine DENK-PAUSE und keinen weiteren Aktionismus in den “alten Gleisen”. Aber selbst das käme für viele Betriebe jetzt schon zu spät.

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      • Thorens sagt

        Ja, das stimmt wohl.

        Das Problem beim Schwein: Es ist Nahrungskonkurrent zum Menschen, wenn es, wie heute üblicherweise praktiziert, überwiegend mit Getreide ernährt wird. In meiner Kindheit hatten wir meist 2 Schweine für den Eigenbedarf, die überwiegend mit Garten- und Tischabfällen gemästet wurden. Das kann ein professioneller Schweinemäster natürlich nicht.

        Das Rind hingegen kann ausschließlich mit Gras ernährt werden, wenn Leistung nicht zuoberst steht, und ist damit nicht Nahrungsmittelkonkurrent zum Menschen.

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        • Smarti sagt

          Sali Thorens, in einem Land wie Deutschland, wo wegen dem guten Klima Getreide “soviel man will” anbauen kann zählt dieses Argument nicht. Niemals könnten Sie soviel Bier trinken und Brot esssen, wie Deutsche Ackerbauern Ihnen – und 83 Mio Einwohnern – Getreide liefern könnten – wenn Sie es fair bezahlen.
          Ausserdem: wenn ein Schweinebauer seine Tiere mit seinem Getreide füttert, dann geht die Gülle wieder auf den Acker zurück – wenn Sie das Getreide essen, dann sind die Nährstoffe ( Gülle ) für den Acker verloren. Aehnlich sehe ich das bei Biogas.
          Etwas anderes ist es, wenn Schweine im Hafen mit Importfutter gefüttert werden, doch das ist wohl eher selten, zumal ja der Preis immer mehr steigt.
          Es ist eine sehr gefährliche Rechnung:
          1. Tierhaltung wird halbiert ( habe auch schon von vierteln gehört )
          2. die ganze Infrastruktur vom Schlachthof, Tier-und Futterhandel bis zum Tierarzt geht flöten
          3. die Tierhalter geben genervt oder Pleite “ganz auf”.
          4. Auch Ackerbauern bringen jetzt ihr Getreide kaum mehr verkauft, da Tierhalter fehlen
          5. wenn der Ackerbauer ( der ja jetzt schon nicht viel an Getreide verdient….) zwei,drei Jahre umsonst gearbeitet hat, weil die Partie unverkäuflich war oder verramscht werden musste… hört der auch auf und macht auf Blümchen.
          6. Auf dem ganzen wunderschönen Ackerland ( ohne organischem Dünger, denn die Kuhgülle brauchen wir fürs Gras…) bauen die glücklichen Bauern dann glückliches Freilandgemüse an…?
          7. Nein. Ganz bestimmt nicht. “Gute Flächen” gehen vielleicht an Investoren und werden weiter von Angestellten bewirtschaftet. Kleinteilig eher nicht… der Rest verwildert…
          8. Das Abschaffen von Schweinen als “Nahrungskonkurrent” hat keinen einzigen hungernden Menschen gerettet – im Gegenteil wird jetzt noch mehr Nahrung aus seinem Land gestohlen.
          9. Man unterschätzt auch gerne, wieviel Gemüse, Getreide und Obst ein Veganer essen muss, um (gesund) satt zu werden. Regional ist das recht schwierig.

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          • Thorens sagt

            Salut Smarti,
            national betrachtet magst du in Teilen Recht haben. Global sieht es anders aus. Die angesprochenen Nährstoffe, die das Tier verwertet, kommen anschließend auch nicht mehr auf den Acker zurück. Über Sinn oder Unsinn von landw. Klärschlammverwertung (menschliche Ausscheidungen) müssen wir in dem Zusammenhang wohl nicht sprechen.

            Sämtliche angesprochenen Punkt sind mir geläufig, bis auf Nr. 8. Über eine kurze Erläuterung würde ich mich freuen.

            Ferkelhebamme: Genau das meinte ich. Was der menschlichen Ernährung nicht dient, an die Schweine verfüttern. Das ist Veredlung.

            Christian Bothe: (s. Ferkelhebamme) – es gab bestimmt nicht viele weitere Betriebe in der Nähe, die es ganauso machen konnten. Oder für wie viele Betriebe der angesprochenen Größenordnung hätten die (regionalen?) Küchenabfälle sonst noch ausgereicht?

            Ich habe doch gar nichts gegen Schweine. Ich esse sie sogar ganz gern. Aber das, was ich vorher schrieb, ist, wie es mancherorts gesehen wird.

        • Ferkelhebamme sagt

          Das sehe ich etwas anders: wir zaubern aus minderwertigen Feldfrüchten, wie nicht backfähigem Getreide, Mais, Ackerbohnen ernährungsphysiologisch hochwertigste Lebensmittel.
          Gemüsebau geht auf unseren Flächen nicht.

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        • Christian Bothe sagt

          „Das kann ein professioneller Schweinemäster natürlich nicht…“
          Falsch H.Thorens! Habe meine 10000MS mit ca. 7000to/a Küchenabfälle im Mix mit Kraftfuttermitteln.

          • Inga sagt

            Stroh mit Küchenabfälle an Mastschweine?
            Wie war die Ernergiebilanz?

            Es gab ja auch Zeiten, da würde Rübenschnitzel in die Endmast empfohlen, damit das Fleisch roter werden sollte…

  16. Franz sagt

    Eigentlich haben wir in (D) nur 3 Probleme.
    Und die sind gleichzeitig für das ganze Dilemma verantwortlich:
    Juristen und Banker in der Politik, und die “Grünen” mit ihren hirnrissigen demagogischen Ideen…

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  17. Mark sagt

    Dem “gemeinen Volk” dämmert schon lange, dass wir auf eine Inflation zusteuern. Und täglich wird dies offensichtlicher. DIe sog. Experten aus Politik und Wissenschaft wissen es aber wie immer besser. Die Wirtschaftsweisen in ihren stets falschen Herbst- und Frühjahrsgutachten genauso wird die mittlerweile unübersehbar gewordene Schar der Wirtschaftswissenschaftler und Profiökonomen erzählen die Mär von einer kleinen, vorübergehenden Preisanstiegswelle und fahren ihren Kurs unbelehrbar weiter. Dass dies das Vertrauen in Politik und Wissenschaft ein weiteres mal schwer belastet, sei nur am Rande bemerkt. Und dass die Landwirtschaft als Inflationsbremse herhalten soll sieht man mehr als deutlich bei den neusten Trinkmilchabschlüssen mit dem Handel. Gerade mal 3 cent/l Erhöhung ist ein Witz. Özdemirs Gerede vom Wert der Lebensmittel sind nicht mehr als leere Worthülsen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Wir haben nicht nur eine deutliche Inflation zu erwarten, sondern auch für den Einzelnen spürbare, schmerzhafte Verwerfungen in der gesamten Volkswirtschaft unseres Landes. Leider wird man nicht erkennen können, welche Verantwortung dafür die Politik der alten Bundesregierung, die anvisierte Politik der Ampelkoalition oder die coronabedingten Störungen der weltweiten Handelströme / Arbeitsteilungen hat bzw. haben wird. Insofern sind auch die Reaktionen der Menschen an den Wahlurnen des Landes oder auf den Straßen jetzt nicht vorhersehbar.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Hinz kommt auch noch die Weltrettung in Form von Forcierung des Ausbaus der Erneuerbaren, der Zwang zur Sanierung alter Wohnungen, etc.

        Ich glaube die Größe der Spaziergängergruppen wird zunehmen….

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  18. Reinhard Seevers sagt

    Klingt als sei der Versorger von der deutschen Verbraucherschutzberatung beraten worden….😄

    • Smarti sagt

      Frau Merkel hatte doch auch mal so was gesagt wie: in die Hände klatschen und auf-und-ab springen …. konnte Sie hellsehen ?

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