Bauer Willi
Kommentare 24

Der “Faktencheck” des BUND e.V.

Das im Vorfeld der möglichen und wahrscheinlichen Wiederzulassung von Glyphosat von Befürwortern und Gegnern mit harten Bandagen “gekämpft” wird, war zu erwarten. Allerdings sollte man dabei fair und sachlich bleiben.

https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/glyphosat-bayer-wirbt-mit-petition-fuer-verlaengerung-der-zulassung/

Hier ein Auszug aus dem “Faktencheck” des BUND e.V.:

  • Behauptung von Bayer: „Da durch Glyphosatanwendungen vielfach auf das Pflügen verzichtet werden kann, wird die Wasseraufnahme im Boden erhöht, kann Humus aufgebaut werden, wird Erosion vorgebeugt und die biologische Vielfalt im Boden geschützt. Zudem haben chemische Alternativen oft ein schlechteres Umweltprofil.“
     
  • BUND-Faktencheck: Bei der Bodenbearbeitungmethode „Mulchsaat“ wird der Boden flach bearbeitet und nicht gewendet (wie beim Pflügen). Viele Ökolandwirt*innen und konventionelle Bäuer*innen haben sich bereits dafür entschieden. Die Mulchsaat ist guter Erosionsschutz, spart Wasser und sorgt für mehr Bodenleben. Wenn der Boden überhaupt nicht bearbeitet wird, wie bei der Glyphosatanwendung der Fall ist, besitzt der Boden eine hohe Anzahl an vertikalen Grobporen. Dadurch dringt Sickerwasser schneller ins Grundwasser ein. So wird das Wasser weder gereinigt noch für spätere Dürreperioden gespeichert. Mit Blick auf Dürreperioden und Starkregen, verursacht durch die Klimakrise, schadet die verdichtete Bodenstruktur der Widerstandsfähigkeit und der Erntesicherheit.

Jeder, der auch nur ansatzweise etwas von Bodenkunde versteht, weiß, dass die Aussage des BUND e.V. (Fettdruck) fachlich nicht halbbar ist. Aber auch andere “Fakten” sind konstruiert.

Wer der Meinung ist, dass die Zulassung von Glyphosat verlängert werden soll, solllte die nachfolgende Petition unterzeichnen.

Hier der Link zur Petition “Kein Verbot ohne Alternative”

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24 Kommentare

  1. Ferkelhebamme sagt

    So, lieber BUND, wir hatten heute innerhalb von 2 Std. 100mm Starkregen. Wir machen Direktsaat wann immer möglich, der Nachbar ackert herkömmlich und fährt zigmal über seine Fläche. Das dürft ihr euch jetzt mal anschauen und euren “Faktencheck” einem Faktencheck unterziehen.
    Wer diesen Schreibtischbauern noch Glauben (und Spenden) schenkt, ist selber schuld.

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  2. Bauer Fritz sagt

    Lügen daß sich die Balken biegen und jede Kuhhaut zu klein wird ist ja nichts Neues bei den Uralt-NGOs (gültige Übersetzung seit Graichen: Nepotismus-Groups-Overrepresented = Überrepräsentierte Vetternwirtschafts-Gruppen).

    Akutelles Beispiel von heute zum Thema Gylphosat: https://www.agrarheute.com/politik/neues-glyphosat-steckt-wirklich-studie-610854

    Ich hab mir diese Studie selbst (https://www.pan-europe.info/sites/pan-europe.info/files/public/resources/reports/Glyphosate%20is%20polluting%20our%20waters%20all%20across%20Europe.pdf) auch angesehen.
    Bild 3; Seite 20 bzw. Annex 2; Seite 36
    The highest concentrations recorded:
    1) Poland, Rykolanka River: AMPA 3.9 μg/L
    2) Spain, Agua superficial Rambla del Albujón: AMPA 3.4 μg/L
    3) Portugal, Idanha-a-Nova: AMPA 3.0 μg/L
    4) Austria, River Mühlbach in Deutsch Wagram: AMPA 1.9 μg/

    ergänzend stelle ich die Liste mit den höchsten Glyphosat Konzentrationen dazu:
    1) Portugal, Idanha-a-Nova: Glyphosate 3.0 μg/L
    2) Spain, Agua superficial Rambla del Albujón: Glyphosate 0.4 μg/L
    3) Austria, River Mühlbach in Deutsch Wagram: Glyphosate 0,3 μg/L
    4) Poland, Rykolanka River und 3 weitere Standorte mit Glyphosate 0,2 μg/L

    19 Standorte mit Glyphosate unter 0,2 μg/L (darunter alle deutschen Standorte)

    Ergänzende Hinweise:
    a) Die WHO schätzt AMPA als ungefährlich für die menschliche Gesundheit ein.
    b) Der WHO-Grenzwert liegt für Glyphosat bei 300 Mikrogramm (also beim 100fachen des “Studien”-Höchstwertes.
    c) In Deutsch Wagram befindet sich eine Kläranlage.

    Man kann nur wieder mal auf den Satz des BfR-Chefs Henschel hinweisen (https://www.bauerwilli.com/niemand-hat-sich-in-deutschland-durch-lebensmittel-mit-pflanzenschutzmitteln-vergiftet/).
    Auch wenn man an der Lernfähigkeit von angeblichen Qualitätsmedien immer mehr zu Zweifeln und zu Verzweifeln beginnt. Bei den Öffentlich-Rechtlichen ist weitestgehend ohnehin Hopfen und Malz verloren, weil die Ideologie (sogar die Idiotie) über die Realität gestellt wird.

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  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    Hans,
    Du auch Fliege nach Ballermann, habe immer glaubt, Du Gegner von Malle?🤷‍♂️

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Muss man sich das wirklich antun? Es handelt sich doch lediglich um eine Kampagne aufgrund der EU-Zulassung. Sich jetzt zu bemühen, lediglich partielle Argumente einem Faktencheck zu unterziehen und zu diskutieren, ist in meinen Augen vergeudete Lebenszeit. Es ergibt sich daraus auch keine Konsequenz in irgendeiner Richtung. Die Behauptung, dass Glyphosat das Artensterben forciert ist das Zugpferd, keiner interessiert sich für Pflügen oder Mulchen, das sind nur zus. Blasen, die das Papier füllen sollen….meine Meinung.

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    • Genau,
      aber interessierte Mitleser hier wollen doch mehr erfahren,
      Bei den anderen, wo es um Rechthaben geht, denen ist es egal!

      • Reinhard Seevers sagt

        Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass der textliche Teil der Petition so schwach formuliert ist, weil der Geschäftsführer der von Bayer beauftragten Lobby-Firma -Rud Pedersen public affairs- Hendrik Hagemann 5 Jahre Referent eines SPD Abgeordneten war (2004 bis 2009)…..aber das sind nur Spekulationen.😉

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        …Erfahren sie doch auch, Inga. – Sie müssen nur ihre Äuglein öffnen und vernunftbegabt lesen und verarbeiten.

        Dann folgt irgendwann einmal der große KLICK, …hoffentlich.

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    • Limes sagt

      “Sich jetzt zu bemühen, lediglich partielle Argumente einem Faktencheck zu unterziehen und zu diskutieren, ist in meinen Augen vergeudete Lebenszeit.” “Die Behauptung, dass Glyphosat das Artensterben forciert ist das Zugpferd, keiner interessiert sich für Pflügen oder Mulchen, das sind nur zus. Blasen,”
      Da haben sie Artensterben aber stark eingekürzt. Im und auf dem Boden leben viele Arten, denke nur an Bodenbrüter die Fe Massnahmen zum Opfer fallen.
      Die Aussagen vom BUND sind schlichtweg falsch und entsprechen nicht den Erfahrungen einer Vielzahl von Praktikern (Landwirten, Beratern, Wissenschaftlern…). Wenn nicht in diesem Forum wo dann müßen solche “alternativen Fakten” angesprochen und entlarvt werden damit Menschen ein realistisches und nicht von Ideologie geprägtes Bild von der Landwirtschaft erhalten.
      Ist mühsam aber anders geht es wohl nicht.
      P.S Um eine Blase aufzulösen ist es hilfreich hineinzustechen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Wir befinden uns hier in einer Blase, die anderen befinden sich in einer anderen Blase.
        Die Politik wird sich nicht plötzlich aufgrund einer Lobby-Aktion umorientieren. Die haben ein fest gezurrtes Weltbild. Natürlich können wir das alles diskutieren, tun wir ja gerade….es wird aber auf unsere Politiker keinen Einfluss haben, da kann man nur auf die anderen EU- Länder hoffen, die mehrheitlich noch bei Verstand scheinen. Und darauf hoffe ich!
        Falls die EU anders entscheidet, als unsere nationale Politiker, dann wird evtl. viel mehr Menschen deutlich, dass nicht WIR die EU- Politik bestimmen, sondern die demokratische Mehrheit…könnte ja ein Lehrstück in Sachen Demokratie für unsere Verterter werden. Ich glaube die NGOs haben richtig Panik, weil die größten Spendengeber, die deutschen Bürger, langfristig abspringen könnten. DAS ist der Grund für die Kampagnien von Greenpeace und BUND, nichts anderes.
        Warte noch auf einen Aufruf von Frau Lemke…die ist so furchtbar leise….

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  5. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Über die Reform GLÖZ 1 bis „unendlich“ erliegt der konventionelle Bauer einem massiven Drangsal. Interessant dabei ist, dass der ÖKO-Landbau von eben selbigen Auflagen komplett befreit ist. Dessen Pflichten sind ausgesetzt.

    Veröffentlicht doch bitte einmal die Daten, Fakten und Zahlen, wieviel Diesel + AdBlue die Biobauern jährlich verfahren. Nach 30jährigen Erfahrungswerten mit der Minimalbodenbearbeitung auf unserem Marktfruchtbaubetrieb ist der Unterfertigte mittlerweile imstande, den Dieseleinsatz auf etwa 30 Liter/Hektar effizient zu begrenzen, +/- je nach Witterungsverlauf.

    Nachdem nunmehr eine Umstellung auf die Post-Glyphosat-Ära greift, ist dieser Dieselverbrauch pro Hektar zwischenzeitlich auf 60-70 Liter angestiegen.

    Bei der Dieselrückvergütung wird ein Hektarverbrauch von 100-120 l noch nicht einmal hinterfragt… WAHNSINN, kein Rechtfertigungszwang!!!

    Die Biobauern fahren in mechanischen Bodenbearbeitungsmaßnahmen vielfach über ihre Flächen (8-10 Mal nach meinen Beobachtungen…) und dennoch nimmt der Distelbesatz auf deren Flächen, und damit auch ganz automatisch beim konventionellen Nachbarn, kontinuierlich zu.

    Darüber muss(!) man diskutieren, schlussendlich konterkariert das sämtliche Maßnahmen wider den Klimawandel. – Wer diesbezüglich sich darin versteigt, starrköpfig das Gegenteil zu behaupten, lügt.

    Der Bund-Faktencheck liefert den irrlichternen Widerspruch in sich:

    – Welche Fachlichkeit will man damit auf dem medialen Präsentierteller abbilden!?
    – Wie soll man da in eine befruchtende Diskussion eintreten, wenn es absolut an Grundlagenwissen in großem Stile prinzipiell mangelt!?
    – Nicht bearbeitete Böden sollen demnach grobporiger sein, der Boden eine hohe Anzahl an vertikalen Groporen aufweisen!? – So ein Schwachsinn!!!

    Das GPV (Gesamtporenvolumen) wird bei der Bodenbearbeitung erhöht, parallel dazu verdunstet bei jeder Bodenbearbeitungsmaßnahme wertvolles Wasser.

    – Wie kann man generalisierend im Hinblick auf die Filtrationsleistung eines Bodens vorstehende Aussage treffen!? – Das entbehrt jedwedem Fachwissen!!!

    Produzierten wir in Ausschließlichkeit nach den Vorgaben von BUND & Co., schnellten unser Erzeugerpreise mit Sicherheit rasant in die Höhe – es gäbe dann schlichtweg weitaus weniger, weil innerhalb kürzester Zeitverläufe weit weniger, bisweilen überhaupt nix mehr wächst.

    Ein dadurch erheblich verknapptes Erntegut kostet Geld, viel mehr Geld. – Wer hielte dafür am Ende des Tages wiederum seinen Kopf hin!? Natür der vollkommen „unfähige Bauernstand“. Wer sonst, es gibt um bäuerlichen Umfeld einen sehr kleinen Personenkreis mit Rückgrat, dafür in Vielzahl Duckmäuser NN.

    Beim zweijährigen Klee als Reinkultur zum Stickstoffsammeln mit nachfolgendem Getreideanbau, ist in Jahren wie heuer eben genau dieses Getreide infolge der unkontrollierten Stickstofffreisetzung sehr früh ins Lager gegangen, kaum mehr beerntbar hernach spricht man landläufig nur noch von Mist auf dem Acker. Die hohe Unkrautbelastung hätte man ansatzweise noch einigermaßen tolerieren können, nicht aber die grandiose Schwärzepilzeansammlungen, die eben solche Erzeugnisse für die menschliche und tierische Ernährung vollkommen unbrauchbar macht.

    Der BUND toleriert vielleicht solche Qualitäten auf dem eigenen Teller ganz nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!?“…

    Stundenlang müsste man über eben diese Sachverhalte debattieren, die Zeit dafür ist aber viel zu schade, wenn diese Tatsachen an einer Wand drastischer Widerstände sofort ungehört abprallen.

    Ideologien regieren aktuell Deutschland. – Damit neigt sich die Zeit der komfortablen Überflüsse sukzessive wohl dem Ende entgegen, obgleich auf den Bildschirmen das genaue Gegenteil behauptet wird. Ein sicheres Indiz dafür, dass unsere bäuerlichen Erzeugerpreise fortwährend ins Nirwana fallen dürfen.

    Gestern erst mir persönlich vor Augen geführt bekommen ein krasses Beispiel: Gestreifte Sonnenblumen als Vogelfutter kosten um die 40,00 €/dt, schwarze Sonnenblumen, die für die menschliche Ernährung dienen, sage und schreibe ein Drittel weniger, demnach 30,00 €/dt. – Ja, Özdemir ist ein Vogelfreund und Bauernhasser!? Beeindruckend in Zahlen, Daten und Faken untermauert!!!

    Hierzu noch eine sehr interessante Zahl: Sonnenblumen enthalten ca. 40-44% Ölanteil, d.h. eine Dezitonne liefert 30-40 Liter Öl. – Aufgemerkt: An der Tankstelle muss der Verbraucher Stand heute knapp 2,00 €/Liter latzen. Wer die eigenen Sonnenblumen, den eigenen Raps, in einem direkten Wertschöpfungskreislauf auf seinem Hof wieder verfährt, tut nur Gutes!!!

    Verbietet Glyphosat, damit das Höfesterben rasant an Dynamik zulegt. Ein weiteres wertvolles Werkzeug, um fachlich sinnvoll Ackerbau betreiben zu können, einhergehend mit einer nochmal gesteigerten physischen, infolgedessen zunehmend auch psychischen Belastung!!!

    BUND e.V. & Co., unser INSEKTEN- u. VOGELFREUND Özdemir, unsere berufsständichen Verbände in Dornröschen-Stillschweigen, machen die deutschen Bauern systematisch kaputt, einfach kaputt!!!…

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  6. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Gerade Biobauern hier in meiner Gegend pflügen ihre Flächen und grubbern einige Male vor der Saat,es muss aber trocken sein.Das Striegeln bringt nur was,wenns auch nach der Saat trocken bleibt! Hacken der Hackfrüchte,maschinell oder per Hand, ist unbedingt notwendig.

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  7. Volker Lichti sagt

    Ich war dieses Jahr in Kanada und habe Verwandtschaft besucht, 2000 Hektar Ackerbau im Nebenerwerb mit Weizen,Raps Gerste und Grassamen. Bodenbearbeitung wäre mit der Fläche zu aufwändig. Ohne Totalherbizid undenkbar. Humusaufbau und Resourcenschonen geht nur so.

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  8. Frikadellen piet 44 sagt

    da sind sehr gute Argumente ich werde später das Dokument ausdrucken und unterschreiben leider nur glaube ich verstehen sehr wenig Landwirte was von guter Bodenbearbeitung und Flügen immer oder verdichten immer aber das ist ein anderes Problem

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