Bauer Willi
Kommentare 83

#Zukunftsbauer

Das Vorstandsmitglied des Deutschen Bauernverbandes, Frau Susanne Schulze Bockeloh hat in den DLG-Mitteilungen einen Artikel geschrieben, in dem Sie eine mögliche neue Ausrichtung der Kommunikation der Landwirtschaft mit der Gesellschaft beschreibt. Mich interessiert eure Meinung zu dem Text.

https://www.dlg.org/de/mitgliedschaft/newsletter-archiv/2023/25/zurueck-in-die-mitte-der-gesellschaft

Am 28. und 29.6. ist der Deutsche Bauerntag in Münster. Hier das Programm und die Möglichkeit des Livestreams:

https://www.bauernverband.de/topartikel/deutscher-bauerntag

Ich werde nicht dort sein, weil ich kein Delegierter bin.

 

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83 Kommentare

  1. Markus sagt

    Hallo, bei uns im Westerwald hat sich die Landwirtschaft komplett verändert. Viele Rinderbetriebe mit Weidehaltung haben die Tiere abgeschafft, aus vielerlei Gründen. In diese Bresche sind die Grünen gesprungen mit Öko und Vertragsnaturschutzflächen. Nach mittlerweile 30 Jahren der Extensivierung werden bei uns auf mehreren tausend ha nur noch Umweltprogramme gelebt, genau so, wie es Ideologie unserer Grünen und der selbsternannten Naturschützern gerne will. Grünland ohne Tiere, ohne Dünger, mergelt aus. Auf vielen Flächen können Rehe, Hasen und Bodenbrüter keine Nachzucht mehr aufziehen, weil die Gräser sich so ausgedünnt haben, daß die Deckung fehlt. Desweiteren ist die Hälfte der Flächen so mit Jkk verseucht, daß wir mit dem Umweltministerium in Mainz in Gesprächen sind, den kompletten Aufwuchs zu entsorgen in einer Verbrennung, um dafür die Kosten von staatlicher Seite ersetzt zu bekommen. In Zeiten mit knapper werdenden Lebensmitteln sollten sich hier die Grünen mal Gedanken machen. Auch bzgl Wolf, denn der sorgt dafür, daß der Rest auch noch aufhört.

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  2. Arnold Krämer sagt

    @ Weishaupt:
    “Die Ursachen für das Höfesterben sehe ich aber nicht in den jetzt anderthalb Jahren einer Ampelregierung auf Bundesebene. Sie sind über Jahrzehnte entstanden und lassen sich effektiv nur über eine langfristig angelegte Umstrukturierung der landwirtschaftlichen Produktionsweise schrittweise verringern.”

    Das Problem der Landwirte ist nicht so sehr die Tatsache, dass Betriebe die Hoftore schließen und ihre Berufskollegen die Flächen und oft auch die Stallkapazitäten übernehmen. Das hat es immer gegeben, das wird es auch zukünftig unabhängig von der “landwirtschaftlichen Produktionsweise” geben. Auch Bio-Betriebe werden geschlossen und zwar aus den grundsätzlich selben Gründen wie bei ihren konventionell wirtschaftenden Kollegen.
    Das Problem ist die starke Beschleunigung des als Strukturwandel beschriebenen Höfesterbens, und dafür gibt es klare Gründe, die über die üblichen Faktoren “Markt”, “Betrieb” und “Mensch” hinausgehen.

    1. politische Aktivitäten, die nicht mehr einen notwendigen sinnvollen Rahmen fixieren, sondern in immer kürzeren Zeitabständen Klein-Klein-Regelungen, ideologisch überfrachtet, zunehmend fachfremd und den Standorten nicht gerecht werdend, oft noch im nationalen Alleingang, verordnen.
    2. Das mediale Trommelfeuer, dem weder politische noch verbandliche Gegenreden (wenn sie denn überhaupt da sind, eher ist das Gegenteil der Fall, siehe Artikel S.B.) Einhalte gebieten (können), was mürbe und mutlos macht, je nach individueller Belastbarkeit sicher etwas unterschiedlich.
    3. zunehmend sinnlose Bürokratie, die scheinbare Sicherheit für die Produktion und Gerechtigkeit “produzieren” soll, aber nur bullshit-Jobs und “Mitesser”generiert und die Landwirte von ihren Kernaufgaben abhält.

    Während Linke und Grüne noch nie einen marktwirtschaftlichen Kompass hatten, ist dieser schon seit geraumer Zeit auch nicht mehr bei CDU und FDP wirksam. Alle Parteien wollen ihr Klientel “glücklich” machen, was aber mit immer mehr Unfreiheit nicht gelingt. Das Gegenteil ist der Fall, auch wenn man es zunächst nicht erkennt. Die “Ampel” setzt nur beschleunigt das fort, was die CDU-geführten Regierungen unter Merkel und Rot-Grün unter Schröder auf den Weg gebracht hatten.

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    • Stadtmensch sagt

      “Während Linke und Grüne noch nie einen marktwirtschaftlichen Kompass hatten”

      Also Agrargenossenschaften funktionieren bis heute und wer hats erfunden?

      https://www.wochenblatt.com/landwirtschaft/nachrichten/zukunftsmodell-agrargenossenschaft-11528682.html

      Ich meine, wenn in Zeiten sinkender Erträge (Klimawandel?) und sinkender Margen (hemmungsloser Freihandel – Schwefelpartei) schon Agrargenossenschaften zu rudern haben, wirds bei den Einzelkämpfern sicher nicht leichter sein. Letztere können wohl kaum im gleichen Umfang Synergien verschiedener Standbeine nutzen.

      Aus Verbrauchersicht finde ich es schade, dass im Zuge des Strukturwandels regionale landwirtschaftliche Nutzfläche für Nahrungsmittel in Erholungs- Versiegelungs- und Ausgleichsfläche gewandelt wird. Das ist meist unumkehrbar und entspricht laut Friedrich Kuhlmann einem täglichen Verlust von 120 ha bzw. Nahrunsmittelgrundlage für 330 Menschen. Aber ok, das ist eine unzeitgemäße Öko-Denke. Nur Algenfarmen, PV, Golfplätze sind der neue heiße Scheiß, mit dem man Kapital verwerten kann. Da ist er wieder, der schlecht ausgeprägte linke Sinn fürs Geschäft…

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      • Brötchen sagt

        Stadtmensch. LPG haben die große Herausforderung, du musst zwangsweise mit viel Personal arbeiten! Und auch alles buchhalterisch entsprechend machen.
        Ein Familienbetrieb hat da viel mehr “Freiheiten”, zudem haben die Motivation…..das is alles meins, was ich da mache.

        Da du im Ackerbau extrem flexibel nach dem Wetter arbeiten und dich in der Tierhaltung nach den Tieren richten musst, macht es das ganze sehr sehr schwierig!
        Fachlich ist das ganze eigentlich pille palle, das Problem ist die Leute bei Laune zu halten und dafür zu sorgen, das die machen, was sollen und keinen Schaden! 😉

        Zu Ostzeiten spielte der Personalaufwand keine Rolle! Ist aber heute entscheidend.

        Selbst in Ländern, die das Image haben, alles super organisiert zu machen ( kollegial usw.)
        Selbst bei denen habe ich Tageslisten an der Wand gesehen…..wo ich dachte gucke an, habt ihr damit auch so eure Probleme….

        Ansonsten Genossenschaft alles supi, aber nicht ganz einfach

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    • firedragon sagt

      “… . zunehmend sinnlose Bürokratie, die scheinbare Sicherheit für die Produktion und Gerechtigkeit “produzieren” soll, aber nur bullshit-Jobs und “Mitesser”generiert und die Landwirte von ihren Kernaufgaben abhält. …”

      Stimmt, Herr Krämer. Als Ergänzung – LW oder Winzer werden durch solche Sinnlosigkeiten nicht nur von ihrer Kernaufgabe abgehalten, es entstehen Zusatzkosten, die zum Einen nicht auf das Produkt draufgeschlagen werden können und zum Anderen mit der Qualität des Produkts nichts zu tun haben.

      Es bringt nur dem Kontrollsystem was, da wieder etwas kontrolliert werden kann und sanktioniert werden kann.

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  3. Thomas Gensch sagt

    Also irgendwie erinnert mich die Rede von Frau Schulze Bockeloh an einen Herrn Habeck. Etwas dünn aber am Thema vorbei.

    Off topic: ich bin am Sonntag (24.06.22) mal wieder eine Runde Feld-, Forst- und Bahn(Rotten)Wege gefahren.
    Traurig:
    -98% der Windräder standen still
    -die PV-Flächen haben sich selbst hier in der Magdeburger Börde noch mehr vergrößert. Oben Hitzeflirren und ‘drunter, seit die Schäfer weg sind, vergammeltes Kraut. Selbst die letzten Vögel sind weggezogen
    -Windbruch bleibt liegen
    -sobald nur noch die Wasserverbände und nicht mehr LW, WB, DB~ zuständig sind gibt es Staunässe und Seen. Bei den Straßen sieht’s ähnlich aus.

    Auch lustig, es waren ja grade mal 29 Grad, kein Radfahrer unterwegs…

    Mfg Thomas

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  4. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Ja, unsere Verbände. Das ganze riecht nicht nach Interessenvertretung, sondern nach Anbiederung. Wer das schon länger praktiziert sind die Kirchen und die Mitgliederzahl sinkt trotzdem. Als Erfüllungsgehilfe des Staates bleibt man dann aber im Rennen. Die Qualität des Bauerntages erkennt man daran das die Hauptredner Cem Özdemir und Hendrik Wüst sind, einer der Obertransformatoren der CDU. Vielleicht hat aber Frau Schulze-Bockeloh recht, oder vielleicht das Zitat aus der heutigen Ausgabe unserer Tageszeitung von Vince Ebert (Diplom-Physiker, Autor und Kabarettist):
    “Das Problem ist, dass sich die große Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als Verrückt bezeichnet werden wollen”.

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  5. Rudolf Weishaupt sagt

    Ich kommentiere hier als einfacher Verbraucher, der Wert auf gesunde, ordentlich produzierte und möglichst regional vermarktete Lebensmittel legt. Ich lese hier mit, weil ich meinen Horizont erweitern, über den Tellerrand schauen, mir eine eigene Meinung bilden, in den Dialog treten und nach Lösungen suchen will. – Das alles nur, damit niemand kommt und sagt, ich sei ja gar kein richtiger Verbraucher und hätte daher kein Recht, hier mitzureden.

    Den Text von Frau Susanne Schulze Bockeloh finde ich besonnen und gut. Die Nöte vieler, vor allem kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe sind mir bekannt, ich kann die Verzweiflung verstehen, schließlich geht es nicht um die Frage, ob man irgendeinen Job aufgibt und sich einen neuen sucht, sondern um ein Lebenswerk, mit dem die Betroffenen tief verbunden sind.

    Die Ursachen für das Höfesterben sehe ich aber nicht in den jetzt anderthalb Jahren einer Ampelregierung auf Bundesebene. Sie sind über Jahrzehnte entstanden und lassen sich effektiv nur über eine langfristig angelegte Umstrukturierung der landwirtschaftlichen Produktionsweise schrittweise verringern. Einige Ursachen, wie ich sie sehe:

    – Probleme bei der Hofnachfolge, damit verbunden …
    – der Druck, Hof und Land zu verkaufen, um im Alter abgesichert zu sein
    – internationale Billigkonkurrenz
    – Rückgang der Exporte
    – bäuerlich wirtschaftende Betriebe unter zunehmendem Druck landwirtschaftlicher Großbetriebe
    – ja, auch zunehmende Bürokratie.

    Das alles jetzt aber der gegenwärtigen Bundesregierung, vor allem aber der Partei der Grünen zuzurechnen, ist schlicht unredlich. Vor allem fehlen mir in der Diskussion hier oft Perspektiven, was denn genau, in welche Richtung und wie Landwirtschaftspolitik geändert werden müsste. Welche Partei hat denn eurer Meinung nach die richtigen Lösungen?

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Das alles jetzt aber der gegenwärtigen Bundesregierung, vor allem aber der Partei der Grünen zuzurechnen, ist schlicht unredlich. Vor allem fehlen mir in der Diskussion hier oft Perspektiven, was denn genau, in welche Richtung und wie Landwirtschaftspolitik geändert werden müsste. Welche Partei hat denn eurer Meinung nach die richtigen Lösungen?”

      Es geht meiner Meinung nach nicht um die Frage nach der richtigen Partei, sondern nach dem richtigen Handeln.
      1. Forderung: Stopp aller Auflagen und Kontrollinstrumente ohne ausreichende finanzielle Gegenleistung
      2. Rücknahme unsinniger Umweltmaßnahmen, die nur bürokratischen Müll erezugen und keinen Einfluss auf die Umwelt haben.
      3. Zahlung der “wahren” Kosten für die Erzeugung der Rohstoffe für die Erzeuger
      4. Rücknahme der Einschränkung des freien Unternehmertums durch überbordende Bürokratie.
      …..

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      • Thorens sagt

        Hat diesmal schon einer über die Grünen etwas gesagt beim aktuellen Thema? Habe ich das überlesen?

        Wie Herr Seevers schon ausführt, geht es nicht darum, aus Orientierungslosigkeit ausschließlich die Probleme ausschweifend zu bewundern und zu beschreiben, sondern darum, faktenbasiert zu handeln, um noch größeren Schaden abzuwenden.

        Mit Partei- bzw. Klientelpolitik hat das ziemlich wenig zu tun, denn Landwirtschaft hat inzwischen zu wenig Gewicht, als dass ein Mehrheitensuchender sich damit noch befassen will. Da macht sich der karrierebewusste Politiker lieber ganz glatt und redet dem Mainstream das Wort.

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        • Thomas Gensch sagt

          @thorens

          Heute von Statista: LW hat in Deutschland nur noch 0,9 % Anteil am BiP

          :-((

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          • Thorens sagt

            Traurig, ja.

            Es ist halt eine Sache der Zuordnung. Und je niedriger die Preise für den Erzeuger, umso geringer der Anteil am BIP. Alles an Wertschöpfung, das nach der Erzeugung der Lebensmittel generiert wird, findet eben beim verarbeitenden Gewerbe oder dem Handel statt und wird diesen zugeschlagen. Damit haben die eben mit ihren Gewinnen die Nase vorn, statistisch gesehen. Nicht abbilden kann das BIP die wichtige Funktion einer inländischen Nahrungsmittelproduktion.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Nicht abbilden kann das BIP die wichtige Funktion einer inländischen Nahrungsmittelproduktion.”

              Und auch nicht die sog. “wahren” Leistungen wie Kulturlandschaftspfleger, Freizeitermöglicher, Naturpfleger, Spaßermöglicher durch Rohstofflieferant aller Alkoholika für die Grillparty, ……

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        • Reinhard Seevers sagt

          Interessant mal zurück zu schauen, was 2019 im Vorfeld der EU-Agrarreform diskutiert wurde und welche Dinge heute greifen. Da sind auch vielleicht Antworten auf Herrn Weishaupts Fragen zu finden.

          https://youtu.be/Gso0ld50z10

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    • firedragon sagt

      Herr Weishaupt,

      das “… der Wert auf gesunde, ordentlich produzierte und möglichst regional vermarktete Lebensmittel legt. …” ist sehr schön von Ihnrn gedacht.
      Darum geht es aber gar nicht in dem Schreiben der Frau Schulze Bockeloh.

      Wenn man genau liest, geht es in dem Schreiben nicht um die LW, die Grundnahrungsmittel herstellt.
      Ich lese da was komplett anderes raus.
      – Solarenergiewirtschaft
      – Freizeitvolkbespassung

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      • Thomas Gensch sagt

        -Großspargelbau
        -Moortourismus
        -Wasserwandern
        -Ponyhof
        -unverpackt Bioladen mit Dinkelbräu und E-Radladestation
        -W-Lan gratis
        -und für Abenteurer: Treckerfahren

        Mfg Thomas

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      • firedragon sagt

        Zur Verdeutlichung

        Pkt. 1 raus aus der Agrarblase

        Zitat ” … Die „AG Zukunftsbauer“ hat ihre Empfehlungen auf dem Deutschen Bauerntag 2022 in Lübeck zur Diskussion gestellt. Sie plädiert im Kern für einen radikalen Wandel und empfiehlt den Bauernfamilien und ihrer Interessenvertretung einen echten Paradigmenwechsel hin zu einem neuen Selbstverständnis (Veränderung in den Köpfen), einem neuen Rollenverständnis (Veränderung im Handeln) und einer neuen Kommunikation (mit neuen Konzepten und sicherer Finanzierung). Inhaltlich geht es um das Verlassen der „Agrarblase“, Kooperationen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, …”

        Bedeutung: zbspl. Solarenergie

        Pkt. 2
        Zitat: “… Die AG schlägt weiter vor, dass sich die Landwirtschaft künftig auch als Dienstleister für den Natur- und Klimaschutz unternehmerisch betätigt, als Teil der Lösung für viele gesellschaftliche Probleme auftritt und den gesellschaftlichen Wandel grundsätzlich als Chance für neue Geschäftsmodelle begreift. …”

        Hier liegt der Augenmerk auf den “gesellschaftlichen Problemen”
        Bedeutung: zbpl Freizeitvolkbespassung oder auch Therapieplatzangebote

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Hier liegt der Augenmerk auf den “gesellschaftlichen Problemen”

          Vielleicht kann der Bauer die Therapierung von Clanmitgliedern unterstützen indem er ihnen Arbeitsangebote mit dem Ziel des Aggressionsabbaus offeriert.
          Oder er gibt Kurse im Rübenhacken ohne digitale Unterstützung, beidhändig, ohne das Smartphone halten und bedienen zu können.
          Oder er bietet freie sexuelle Phantasien an, z.B. Zoophilie mit Nutztieren, die vorher nach freiwilliger Teilnahme befragt und aufgeklärt wurden.
          Oder er bietet Wettbewerbe im Körnerzählen an…wer die dt zuerst ausgezählt hat wird bei facebook gepostet und bewertet.
          Es gibt so viele Möglichkeiten neben der reinen Ernährung dieses Volkes.

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          • firedragon sagt

            Hm … der Möglichkeiten gibt es viele.

            Die Frage ist nur, will ich das Produkt dieser Gesellschaft auf meinem Hof haben.

            Ich finde es schon ein starkes Stück, dass LW für die gesellschaftlichen Probleme herhalten soll, bzw das wieder gerade biegen soll.

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    • Inga sagt

      Richtig,

      Meine Enttäuschung der Grünen gegenüber ist, dass sie nicht mit den Bauern unsere Ökologie erhalten wollen.
      Sonst hätten sie in den letzten Jahren vieles Aufhalten können
      Und jetzt geht der Vorwurf zurecht an die Grünen, am Bauernsterben die Schuld zu sein, weil sie ihnen zu viele Auflagen machen.
      Weil sie den NGOs mehr vertrauen als den praktischen Bauern und der wissenschaftlichen Landwirtschaft.
      Ein Bißchen mehr Praxis sollten die Grünen zu den Grünen Themen an den Tag legen.

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    • Wolsfeind sagt

      doch das ist Redlich bei unserem Ldw Minister gibt es nur Bio und Vegetarisch in der Kantine.
      Ich schließe daraus das er in keinster Weise meinen Betrieb vertreten will.
      Er ist der schlechteste Ldw Minister den ich erlebt habe sagen sie mir eine gute Entscheidung von ihm in seiner Funktion als Minister.
      …bei ihrer Aufzählung was nicht gut für die Landwirtschaft ist haben sie die Discounter übersehen.

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      • Rudolf Weishaupt sagt

        Discounter (LEH) übersehen … Ja, das stimmt! Danke für die Ergänzung.

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  6. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Nach der “Pleite” mit C.Schulte Föcking sollte wieder eine Frau ins Präsidium des WLV,die Wahl fiel auf Schulze Bockeloh.Dass der WLV mal wirklich Stellung bezieht,hab ich noch nie erlebt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      NRW hat nach Bayern die meisten Golfplätze…damit das so bleibt bzw. gesteigert werden kann, braucht man Fläche! Woher nehmen, wenn nicht stehlen.😎

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  7. Marian E. Finger sagt

    Frau Schulze-Bockeloh schreibt: “Haltungsbedingungen und Produktionsverfahren auf unseren landwirtschaftlichen Betrieben werden von führenden Medien, politischen Parteien und Nichtregierungsorganisationen als nicht mehr legitim abgelehnt.”

    Sie tut so, als würde es Haltungsbedingungen und Produktionsverfahren geben, die von führenden Medien, politischen Parteien und NGOs als legitim angesehen werden.

    Führende Medien und NGOs vertreten heute aber Positionen, die stark von der aktuellen Tierethik-Debatte beeinflusst sind, und da geht es nicht lediglich um Tierschutz, also darum, dass Haltungsbedingungen für Tiere verbessert werden, sondern es geht um solche Grundsatzfragen, ob Tiere überhaupt gehalten bzw. genutzt werden dürfen oder ob Lebewesen überhaupt produziert werden dürfen. Die Haltung/Nutzung von Tieren wird in diesen Debatten automatisch mit Tierleid gleichgesetzt und jeder Landwirt ist per se ein Tierquäler. Tiere sollen Rechte bekommen wie körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Leben. Das macht die Haltung/Nutzung von Tieren unmöglich. Die reden davon, dass man ein Tier nicht mehr halten, aber stattdessen eine Vormundschaft für das Tier übernehmen darf, also dass der Mensch dem Tier gegenüber Pflichten hat, aber keine Rechte. Die Gurus der Tierethik-Debatte sind Peter Singer und Tom Regan, und was die sagen, wird heute im Abitur abgefragt. Es ist absolut kein Wunder, dass vor allem junge gebildete Leute Veganer werden, weil sie in der Schule lernen, dass Veganismus eigentlich alternativlos ist.

    Ganz so krass wie Peter Singer, Tom Regan oder Friederike Schmitz drücken sich die Teilnehmer bei ZKL und anderen politischen Diskussionen natürlich nicht aus. Sie können nicht sagen, worum es bei dem sog. “Paradigmenwechsels” oder “Umbaus der Landwirtschaft” wirklich geht, vielleicht ist ihnen das selber auch nicht klar. Deshalb kommt da auch nichts anderes als inhaltsleeres Geschwätz rüber.

    Allerdings glaube ich schon, dass heute in den Schulen eine Generation herangezogen wird, die die Landwirtschaft als solche radikal zur Disposition stellt, ohne sich überhaupt zu überlegen, was denn die Alternative sein soll. Oder für die die Alternative im Hobbygärtnern und Vertical Farming besteht. Das kann dem kritischen Beobachter durchaus Angst machen.

    Und wenn ihr jetzt sagt, “so schlimm wird es schon nicht kommen” oder “so blöd können die Menschen nicht sein”, dann schaut mal in die Geschichte zurück, was sich die Menschheit schon so alles geleistet hat.

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    • Brötchen sagt

      Doch Marian, das kommt so!

      Deswegen ist Wurzelwichts Bsp. mit den Schweinehaltern egal.
      Es geht um die Abschaffung der Tierhaltung oder wenigstens der wesentlichen Reduzierung.
      In Schweden gab es eine Reduktion um 50 % und das war da auch egal.
      Nur haben die geografisch einen rel. geschlossenen Markt und haben sowieso nie was groß exportiert, worauf ja der Wohlstand in Dt. beruht.

      Das wird hier ganz grausame Verteilungskämpfe geben, es ist nur die Frage wann.
      Im Prinzip gehen die auch schon mit der Rente langsam los.
      Da die Boomer jetzt die Segel streichen und die Jungen ranmüssen, die aber auf Work-Lifeblance bestehen.

      Das Schreiben ist auch nur als Anschreiben gedacht und etwas verunglückt.

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    • Smarti sagt

      Herr Finger, zum Thema Tierhaltung haben Sie Alles gesagt, da braucht es keine Ergänzung – ist so, leider. Das wären dann die Haltungsbedingungen.
      Zum Thema Produktionsverfahren könnte man aber auch die Produktion von sämtlichen Produkten die auf dem Acker, im Wald oder in der Obstanlage etc. zählen. Wahrscheinlich ist die Produktion mittels Gentechnik in Deutschland unerwünscht. Natürlich will der aufgeklärte “neue Verbraucher” auch keinerlei Spuren von gesundheitsschädlichen Düngern und Spritzmitteln mehr sehen. Auch der Einsatz von grossen Maschinen und überhaupt die Anpflanzung von “toten = sauberen” Äckern soll nicht mehr erlaubt werden. Es lebe die Biodiversität auf dem Acker.
      Es soll ja auch schon überlegt werden, den Landwirten die Agrardieselsteuervergütung zu streichen, denn Landwirte sind Dreckschleudern, die absichtlich die Umwelt mit CO2 verpesten.
      Zum Verteilen an den LEH bleibt da nicht mehr viel.

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  8. Elisabeth Ertl sagt

    Das Menetekel erscheint eh bereits schemenhaft an der Wand:
    Penny bereitet Preissteigerungen vor – ein sicheres Zeichen, dass mit Lebensmittelknappheit gerechnet wird, denn anders würde in Shareholders` Zeiten so etwas gar nicht realistisch sein.
    Und der Rechnungshof in Österreich kritisiert bereits fehlendes Engagement der Regierung hinsichtlich Versorgungssicherheit:
    https://orf.at/stories/3321285/
    Da ist Kommunikation schon allein deshalb wichtig, damit den Bauern schließlich nicht auch der Nahrungsmangel angelastet wird. und die Höfe gestürmt werden.
    Direktvermarkter mit zufriedenen Kunden haben dann jemanden an der Seite, die anderen nicht, so ungerecht das auch sein mag.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Die Direktvermarktung und die Wochenmarktbeschickung stagnieren bzw. es sinkt der Umsatz (in Deutschland). Direktvermarktung ist auch so eine Illusion, die für den einzelnen Betrieb durchaus eine Lösung sein kann. Grundsätzlich arbeiten LEH, Politik und Werbebranche aber sehr erfolgreich am Ausbau der Marktanteile für die 4 Großen. Dazu kommt, dass die Wochenmarkthändler oft keine kleinen Produzenten mehr finden. Wenn dann möglichst preiswert und mit Umetikettierung im Großmarkt eingekauft wird, oder der LKW vom TERRA Bio-Großhandels direkt auf dem Markt aufschlägt, geht die Glaubwürdigkeit auch ganz schnell den Bach runter.

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      • Brötchen sagt

        “dass die Wochenmarkthändler oft keine kleinen Produzenten mehr finden. ”

        tja wer konnte das ahnen…..alle wollen nur noch handeln und keiner mehr arbeiten

        aber die Kinesen haben Temu shop

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    • Smarti sagt

      Frau Ertl, was ich so in den Nachrichten mit kriege, steigen bei Euch in Ö die Preise gerade stark, so dass der Preisdurchschnitt sich den schweizer Preisen angleicht. Wenn deshalb auch die LEH-Preise so hoch sind, ist es wohl nicht mehr ein so grosser Unterschied zum Markt oder Direktvermarkter.
      In Deutschland werden die Preise vom LEH künstlich herunter geprügelt, so dass sich die Differenz zwischen LEH und Direktvermarkter immer mehr auseinanderdividieren. Einige Käufer gehen noch als Alibi in den Hofladen oder holen sich ein paar Spezialitäten. Aber die “richtigen Einkäufe” kann sich niemand mehr direkt im Hofladen leisten.
      Vor Jahren wollte ich mal auf unserem Hof eine Abholstation für Produkte unserer Molkerei aufmachen. Ohne Handelsspanne, einfach als Gefallen für unser Dorf. Dies wurde nicht angenommen, denn Aldi-Endpreise sind niedriger als die Laden-Einkaufspreise unsere Markenmolkerei.

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  9. evo.... sagt

    Ich verkehre regelmäßig in der Stadt und habe die folgende private Erfahrung gemacht:

    Niemand von den Städtern in meiner Altersgruppe ist körperlich so fit wie ich. Aber ein Rechtsanwalt, ein Steuerberater, ein Uni-Dozent,….. sind in der Regel kommunikativer als ich, der ich hier tagelang alleine werkel.

    Wir müssten die Fitness der Bauern mit den kommunikativen Stärken, die sich aus solchen Berufen ergeben, kombinieren. Ich hätte da auch eine Empfehlung für unseren Chef Willi:

    Beim nächsten Buch würde ich meinen Text von jemandem an urbanes Deutsch anpassen lassen. Mir kommt nämlich die Ausdrucksweise im aktuellen Buch schon bisschen bäuerlich-provinziell vor.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Evo – warum solche Minderwertigkeitskomplexe!?

      Die sind wirklich vollkommen fehl am Platze. Niemand muss sich für seine grundehrlich harte Arbeit, die man zu leisten bereit ist, schämen!!!

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  10. feizelmeier sagt

    Dieser Aufsatz der Vizepräsidentin des DBV besteht nur aus Worthülsen, nur ohnehin bekanntem Bla Bla und der Artikel ist nichts weiter als Anbiederung an den Teil der Gesellschaft, die die Landwirtschaft ohnehin abschaffen will. Mit solchen Leuten an der Spitze, die sich immer an die anderen anbiedern und eigene Standpunkte nicht nachhaltig vertreten, wird die Situation für die Landwirtschaft in der Gesellschaft nicht besser werden. Viel besser wäre es, klar Kante zu zeigen und einmal diesen Teil der Gesellschaft offensiv herauszufordern.

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    • Thorens sagt

      Die Vizepräsidentin des DBV stellt sich selbst und ihrer Organisation mit diesem Artikel ein zwar realistisches, doch verheerendes Zeugnis zur eigenen Tätigkeit aus. Das Sprachrohr der Landwirtschaft fordert von dieser ein, was Aufgabe des DBV wäre und führt sich und ihre Organisation damit ad absurdum.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die Anbiederung ist angstgetrieben, Angst noch weniger “geliebt” zu werden, noch mehr, auch finanzielle Unterstützung des Staates zu verlieren. Dabei hat man alle steuerlichen “Bevorzugungen” bäuerlicher Betriebe schon längst verloren.

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  11. Thorens sagt

    Blubb, blubb

    “Die Studie zeigte jedoch auch, dass es aktuell die Chance gibt, einen Image-Wandel hin zu einem positiven Bild der Landwirtschaft einzuleiten – indem die Branche das Bild des „Zukunfts-Bauern“ mit Leben füllt und aktiv kommuniziert.”

    Na, dann mal los, Frau Schulze Bockeloh. Wer oder was ist noch mal schnell die berufsständische Vertretung der Landwirtschaft?

    “…einen ehrlicheren Umgang mit Zielkonflikten…”
    Ist diese Forderung tatsächlich an die Landwirtschaft gerichtet? Sollte dafür nicht eher Berlin oder Brüssel angesprochen werden?

    “Die AG schlägt weiter vor, dass sich die Landwirtschaft künftig auch als Dienstleister für den Natur- und Klimaschutz unternehmerisch betätigt…”
    Tolle Idee!
    Ein Dienstleister lebt davon, Aufträge gegen Vergütung zu übernehmen. Wo sind die Auftraggeber dafür? Die Landwirtschaft ist bestens ausgerüstet, um derlei erledigen zu können und sicher auch Willens, wenn die Bereitschaft besteht, das angemessenen zu honorieren.

    Tut mir leid, ich lese in dem Beitrag nicht mehr als weitgehend substanzloses Geblubbere, das sich nicht unterscheidet von den Sprechblasen, die man aus der Politik gewohnt ist.

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  12. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Diese Arbeitsgruppe ist augenscheinlich besetzt mit absolut demütig WILLIGEN, die in Ausschließlichkeit „Lebens”mittel produzieren wollen, nur(!) das ganz offensichtlich können. Leben definiert sich schlechthin aber nicht in Ausschließlichkeit als fortwährend dekadentes „Sauf- und Fressgelage“. Vor allen Dingen hat jedes Leben ein unumstößliches Ablaufdatum. Genau deshalb räumen aktuell sehr viele Bauern auf, bevor sie an eben jenem Morgen aufwachen in der urplötzlichen Selbsterkenntnis, dass all das, was man sich erträumte noch tun zu wollen, nicht mehr umsetzbar ist, weil das Ührchen einfach abgelaufen ist.

    Gerne hätten wir Menschlein alles unter Kontrolle, Faszination liegt allerdings vornehmlich in den Dingen, die wir nicht kontrollieren können. Welche Fazination strahlen die Worte von Frau Schulz Bockeloh aus, illustrierte Herausforderungen, die wir Bauern aktiv suchen, uns selbigen stellen sollten…!?

    Es gelingt dem DBV wieder einmal nicht, einen tanzenden Stern gebären zu wollen. Alles für lau – lustlose Aktivitäten, die keinerlei Affirmationen zu transportieren wissen, den Funken einfach nicht überspringen lassen, …wieder einmal!!!

    ….

    Das hier thematisierte Ergebnis der ZKL: Abhaken! Unnütz verbranntes Steuergeld, Unsummen an Bürgergeld. – Das eingeforderte „WEITER SO“ in der Nahrungsmittelüberschussproduktion, wo fast jeder Bauer heute unaufhaltsam auf den Klippenrand zustürzt. Viele Höfe sind in Gefahr.

    Kompromisslinien, Verständigungen zwischen NGOs und Landwirtschaft!? – Was habe ich bislang da ganz offensichtlich verpasst!? Der Dauerbeschuss ist heute doch schlimmer denn je!!!
    Warum, so frage ich mich, sollen wir einen Kotau vor den NGOs vollziehen, wo zumeist Ideologien jedwedes Grundlagenwissen komplett überlagern!?

    Ich lese aus den Zeilen des DBV wahrlich nichts konkretes, könnte meinerseits allerdings aus dem Stehgreif sofort ein Beispiel zur Konkretisierung anbieten: Sorgt endlich dafür, dass Getreide der thermischen Verwertung zugeführt werden darf, dieses als Regelbrennstoff anerkannt, gesetzlich legitimiert wird. Es gibt Unmengen, die nicht für die menschliche Ernährung, den Futtertrog, taugen. Daher muss diese Form der direkten Nutzung für unsere stylischen Wohnhöhlen jetzt her, in denselbem Umfeld, wo man heute energetisch schon an fatale Grenzen stösst.

    Sollte die AfD diese Chance wittern, droht euch allen in erster Linie sehr viel Ungemach innerhalb unserer ländlichen Räume. Kommt endlich in die Pötte, ansonsten betätigt ihr euch nicht nur als Totengräber für unsere Höfe, sondern auch als jene unserer freiheitlichen Demokratie im generellen. – Diese Aussage stellt tatsächlich eine grandiose Anklage dar; was aber nutzt es, verschlafen abgehoben sich eben diesen Wahrheiten vollkommen zu verschließen!? Sie stehen doch bereits unmissverständlich auf unserer Tagesordnung heute!!!

    Übrigens: Hinter vorgehaltener Hand raunt man sich zu, dass in Reihen des LEH ein TOP-Gigant neue Höhen erklimmen will. Bislang hatte die Schwarz-Gruppe diese Führerschaft inne, ALDI in nur 4 großen Lettern wird diese wohl in Bälde ablösen.

    Was verheißt DAS(!) für uns Bauern!? – Nun, ganz sicher nur Gutes!!! (Achtung! – IRONIE)

    Es gibt so viele Großbaustellen – aber leider keine versierte Baustellenleitung, die hier endlich Ordnung schaffen könnte…, noch nicht einmal mit der Baustelleneinrichtung hat man begonnen.

    Ich habe nun also die Einlassungen der Vizepräsidentin des DBV gelissentlich zur Kenntnis genommen, sehr viele Worte, mehrheitlich Bla-Bla-Blub, ausser sehr viel „heißer Luft“ weiß man jetzt nix genaueres, durchhalten sollen wir alle mit langem Atem, solange zumindest bis das letzte Bisschen unseres Generationenvermögens sozialisiert werden konnte.

    Mir ist ein sprichwörtlich „stiller Bauernverband“ heute tatsächlich viel lieber!!! – Man/wir Bauern können nur noch Wuttränen vergießen wollen, muss man doch wieder einmal zur Kenntnis nehmen, dass unsere berufsständische Vertretung „KRISE NICHT SCHAFFT“.

    Eine Bemerkung noch zu den “ZKL-Erfolgen”:

    2020 waren noch um die 20.000 Schweinehalter aktiv.
    Innerhalb von nicht einmal 3 Jahren ist diese Zahl unter 16.000 gesunken. – Ein STRUKTURBRUCH! Und das ist wohl erst der Anfang.

    DBV / DRV / COPA / COGECA etc.pp. sind verfangen in ihrer eigenen Blase, beklatschen sich gegenseitig, klopfen sich euphorisch auf die Schultern in dem Ansinnen, sich selbst in erster Linie an den eigenen Erfolgen zu bereichern.

    Und genau das, hoch verehrte Frau Schulz Bockeloh haben wir Bauern alle mehr als übersatt.
    Ihr Projekt „ZUKUNFTS-BAUER“ widerspiegelt eine Aneinanderreihung von bloßen Worthülsen, inhaltsleer ein grausames Spiel auf Zeit. Wenn die Bauern heute aber eines nachweislich nicht mehr haben, dann ist das Zeit, vertane Zeit, sich mit diesen Partner der Landwirtschaft in einer solchen Art und Weise noch auseinandersetzen zu wollen, damit AN DER LANDWIRTSCHAFT ohne Ende Geld gescheffelt werden darf, die Bauern selbst dabei sprichwörtlich am langen Arm verhungern müssen. ONLY RISK – NO FUN!!!

    Nicht alle Bauern vermag man als Steigbügelhalter der unheiligen Allianzen parken zu können, die Mehrzahl Ihres Elektorates ist dazu verdonnert, die Zuschauer auf den billigen Rängen zu bespassen. Solange bis der Bestatter auf unsere Höfe kommt…!?

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Ein befreundeter Kollege hat per Mail gefragt, warum er mir seine Zustimmung nicht mit einem Däumchen signalisieren kann. Ich konnte ihm diese Frage nicht beantworten.

      Du, Willi!?

      Fand’s aber sehr schön von ihm, dass er dies auf anderem Wege getan hat…. 🙂 – Kollegiale Wertschätzung tut jedem gut!

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  13. Mark sagt

    Ich durfte Frau Schulze Bockeloh schon mit einem Vortrag zu diesem Thema erleben. Das war nicht mehr als eine Aneinandereihung inhaltsloser Phrasen und stupider Narrative, ein sich Anbiedern an alle möglichen und unmöglichen gesellschaftlichen Strömungen ohne eigenen Standpunkt, ein sich Festkrallen an der total misslungenen Agenda dieser unsäglichen ZKL, von der sich andere Beteiligte schon längst verabschiedet haben, schlicht eine vernichtende Kapitulation berufständischer Interessenvertretung, Wenn der Quark von S.B. zur Leitlinie der berufständischen Interessenvertretung wird, dann Gute Nacht. Eine alte Weisheit besagt: wer von jedem geliebt werden will wird von niemandem ernst genommen. Genau dies trifft hier zu. Vielleicht sollte Frau S.B sich mal das Buch: “Wenn jeder Dich mag nimmt Dich keiner ernst” (Martin Wehrle) zur Brust nehemen.

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  14. Elisabeth Ertl sagt

    “Danach leben die deutschen Landwirte und Landwirtinnen und die nicht-landwirtschaftliche Bevölkerung in getrennten Parallelwelten. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, überholte Bilder voneinander zu haben, wobei eigenes Fehlverhalten nur selten eingestanden wird … Sie plädiert im Kern für einen radikalen Wandel und empfiehlt den Bauernfamilien und ihrer Interessenvertretung einen echten Paradigmenwechsel hin zu einem neuen Selbstverständnis (Veränderung in den Köpfen), einem neuen Rollenverständnis (Veränderung im Handeln) und einer neuen Kommunikation (mit neuen Konzepten und sicherer Finanzierung). Inhaltlich geht es um das Verlassen der „Agrarblase“, Kooperationen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, einen ehrlicheren Umgang mit Zielkonflikten und vor allem den Ausstieg aus der weit verbreiteten „Opferrolle“, in der sich viele Landwirte und Landwirtinnen – bewusst oder unbewusst – befinden.”
    Ich finde, das trifft den Nagel auf den Kopf!

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    • Brötchen sagt

      Frau Ertl das ist nur noch phrasendreschender Unsinn…….erzählen sie das mal den leuten im stall, die zeigen ihnen einen Vogel und schmeißen Ihnen die Gabel vor die Füsse.
      Es ist Finito, Ende, aus die Maus….!

      Mein Schwiegervater hat immer gesagt, mach mal die Augen zu und dann siehste was Deins ist….nämlich nix

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    • Thomas Bröcker sagt

      Frau Ertl, hier gehen die kleinen Betriebe gerade reihenweise den Bach runter … im Grunde auf Grund der falschen Kommunikation der Verbände … und der Realpolitik. Die Wertschöpfung wird aus den ländlichen Räumen gezogen.
      Da finde ich es schon etwas ungehörig, wenn Jemand, der NICHT von SEINER landwirtschaftlichen TÄTIGKEIT leben muss, solche Kommentare abgibt.
      Ihre Auffassungen bewegen sich auf der selben Ebene, wie TopAgrar, die den Banker und Spiellandwirt Bendikt Bösel zum Landwirt des Jahres machen.

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    • Bergamasca sagt

      Ich finde, allein schon die Verwendung der Ausdrücke “Agrarblase” und “Opferrolle” verrät, wessen Sprache hier gesprochen wird…

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      • Wolfsfeind sagt

        ich weiß nicht wie viel % Landwirte der Bauernverband noch hat.
        war nie Mitglied und sehe auch keine Vertretung meiner.

  15. Jochen Böhrer sagt

    Mit der Unterschrift unter das ZKL-Dokument hat man sich jede Möglichkeit der Akzeptanz und Wertschätzung vergeigt. Sich Asche übers Haupt zu schütten und den Blödsinn einzugestehen, dass man pro bewirtschaftetem Hektar jedes Jahr 5000€ gesellschaftliche Kosten verursacht, war der größte Sündenfall des Bauernverbands, des LSV und aller anderen beteiligten landwirtschaftlichen Organisationen.

    Zitat: “Sie plädiert im Kern für einen radikalen Wandel und empfiehlt den Bauernfamilien und ihrer Interessenvertretung einen echten Paradigmenwechsel hin zu einem neuen Selbstverständnis (Veränderung in den Köpfen), einem neuen Rollenverständnis (Veränderung im Handeln) und einer neuen Kommunikation (mit neuen Konzepten und sicherer Finanzierung)”.

    “Veränderung in den Köpfen” = Einsicht, dass sein Tun schändlich ist.

    Daraus erfolgt

    “Veränderung im Handeln” = grünideologisch NGO-konform handeln.

    Nein.. gehe ich nicht mit.

    Mein Selbstverständnis erfordert keine Wende.

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  16. Obstbäuerin sagt

    Die gute Frau verwechselt, wie in den Medien propagandiert, die Wünsche der NGO und großen Teilen der Politik mit den Wünschen der Mehrheit der Bevölkerung. Ich sehe sehr wohl, dass immer mehr den Erzählungen glauben aber es ist nicht die “Gesellschaft”. Die Landwirte der modernen Landwirtschaft waren immer (mit Ausnahmen) Bauern der Zukunft, weil sie ständig Probleme meistern mussten und müssen, um eine effektive, ausreichende und naturschonende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu sichern. Es erinnert doch sehr an die “Zukunftskommission”. Wir haben eine Landwirtschaft, die auch für die Zukunft ausgerichtet wäre, wenn nicht von selbsternannten “Rettern der Natur” Auflagen, Verbote und sinnfreie Forderungen gestellt würden. Das was von ihr gefordert wird ist: seid demütig und geht hoffnungsvoll in den Untergang.

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  17. Smarti sagt

    Frau Schulze Bakeloh hat das Problem, das die Landwirtschaft in D ( und in vielen weiteren Ländern der EU sowie der Schweiz ) hat, klar und deutlich benannt. Wäre “Landwirtschaft” nun eine Fabrik, die würde geschlossen und gut ist. Wo die Bevölkerung so viel Widerstand gegen eine Fabrik hat, so viel Umbau fordert und Gleichzeitig seit Jahren nichts bezahlen will/ jetzt bald auch nicht mehr kann… da ist es Schade, noch mehr Lebenszeit, Geld und Schweiss in ein “sterbendes Pferd” zu stecken. Wenn Du siehst, der Gaul ist tot, steig ab… krass, dass dies nun Frau Schulze Bakeloh so klar umschrieben hat.
    Das Zeug mit dem Zukunftsbauer wie neue Beschäftigungsfelder ( Zusammenarbeit Naturschutz etc. gibt es ja bereits, da ist viel leeres Geschwafel drin.
    Motivierend für mich fand ich den Text jetzt nicht.
    Wir Landwirte sind eine Schafherde, umringt von Wölfen… und der DLG möchte, dass die Schäfchen eine gewisse Mitschuld am gefressen werden zugeben und gleichzeitig nett, schlau und “zukünftig” fragen, was wir für die Wölfe noch besser machen dürfen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Die Studie zeigte jedoch auch, dass es aktuell die Chance gibt, einen Image-Wandel hin zu einem positiven Bild der Landwirtschaft einzuleiten – indem die Branche das Bild des „Zukunfts-Bauern“ mit Leben füllt und aktiv kommuniziert.”

      Das ist doch eine Frechheit, da muss der Betroffene einfach besser kommunizieren? Was denn, dass er gerne geschasst werden möchte?

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      • Arnold Krämer sagt

        Die Verbandsfunktionäre insbesondere aus dem Westfälischen irrlichtern nur noch herum, weil Sie “ihrem” Ex-Landwirtschaftminister Borchert mit seinem volkwirtschaftlich unausgegorenen und nicht zuende gedachten Plan nicht “in den Rücken fallen” wollen.

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        • Brötchen sagt

          Herr Krämer Ihre Beschreibung trifft es wohl am besten! Man hat so den Eindruck, als ob die ganze obere Schicht orientierungslos herum irrlichtert.

          Frau Schulze der Drops ist geluscht.

          Gerade gestern auf DLF Nova gehört….irgendein Thinktank für Klimafolgenforschung

          fordert eine CO2 bepreiste Landnutzung.

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        • Markus Kempen sagt

          Der “Borchert Plan” würde funktionieren, wenn die Politik ihn konsequent in allen Punkten umsetzen würde. Ohne eine staatlich geregelte Finanzierung wird eine Transformation nicht gelingen. Es sieht nicht so aus, als ob die Politik gewillt ist diese Finanzierung zu implementieren.

          • Arnold Krämer sagt

            Ist unser Staat in der Lage, in der grundsätzlich noch marktwirtschaftlichen Ordnung unseres Landes planwirtschaftlich konsequent und ERFOLGREICH im Sinne der angestrebten (welcher?) Transformation zu handeln? Und das bei offenen Grenzen? Nicht nur ich habe da so meine Zweifel.

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            • Brötchen sagt

              Der Borchert Plan hätte nie funktioniert. Nicht unter den Bedingungen in Dt. in Mittellage und mit der Wirtschaftsstruktur.
              Jetzt ist das sowieso obsolet, da niemand weiß, wie sich der Markt entwickeln wird.

              Wenn alles wie geplant verlaufen sollte, werden die ganzen Energiesparmaßnahmen alles Einkommen aufsaugen, da bleibt für Nahrungsmittel nicht mehr soviel übrig.
              Und die ganzen anderen Baustellen die Geld aufsaugen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Transformation” dieses Wort kann ich nicht mehr hören….
              Wohin will man denn wen transformieren? Warum soll die Landwirtschaft transformiert werden und wohin? Hin zu weniger Beitrag zur Ernährung der wachsenden Menschheit? Ok, das wäre dann ein Ziel, weniger ist hier mehr!
              Das Ziel ist in meine Augen völlig klar: Abschaffung des Eigentümer geführten bäuerlichen Betriebes, Einführung einer künstlich erzeugten Ernährungsform und deren Scalierung auf globalem Niveau durch global agierende kapitalstarke Stakeholder. Die absolute Abhängigkeit von KI, Digitalisierung UND Ernährung durch Mega-Konzerne.

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              • Arnold Krämer sagt

                In diese Richtung wird es gehen, ohne dass dafür ein politischer Plan (ein formuliertes Ziel) besteht, weil die Akteure ja nicht übersehen, was ihr Aktionismus bewirkt.

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                • Brötchen sagt

                  meines Erachtens sind die Akteure in der Kommunikation gut ( weil viele Frauen), in der Erringung der Deutungshoheit….die “Schlacht” ist verloren. Es mangelt extrem an Vorstellungen der praktischen Umsetzbarkeit…bzw. die Vorstellungen sind da, aber diese sind nicht umsetzbar.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Genau, es gibt keinen Masterplan. Den braucht es auch nicht, weil die “Transformation” das Signal für das Kapital ist, sich auf den Weg zu machen. Wohin und welche Folgen die eine oder andere Entscheidung haben kann oder wird, wird der Risikobereitschaft, der Ideologie oder der Traumwelt des Geldgebers überlassen…
                  Ot:
                  Ich habe am Freitag ein Gespräch mit der Bremen Immobilie, die eine Ausschreibung für ein Gebäudeensemble in einem Bremer Stadtteil ausgelobt hat. Eine Gruppe junger Bürger mit Weltrettungs Anspruch ist Feuer und Flamme dieses Ensembel zweier alter Schulgebäude aus dem 19.Jahrhundert umzugestalten und mit “gemeinschaftlichem” Leben zu füllen.
                  Das Ganze hat die Stadt mit einem 20 seitigen Vertragswerk bzw. Bedingungskatalog versehen. Angefangen von Erbbaurecht über Denkmalschutz, Naturschutz, soziale Bindungen, Grenzbebauung, Ökozielen, Energieoptimierungen etc. etc. und dem Kaufpreis muss alles der neue Nutzer zahlen. Die Stadt sichert sich alle Rechte, der neue Nutzer darf 99 Jahre alles blechen und muss alle Risiken tragen. Die jungen Leute sind heiß wie Frittenfett, wollen sie doch die gesellschaftlich verordneten Ziele auch umsetzen…..Ich werde sagen: Lasst euch doch nicht verarschen!

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              • Arnold Krämer sagt

                Alle reden und faseln von Transformation, das Feuilleton ist voll davon, ganz aktuell auch im Zusammenhang mit der Wahl in Sonneberg. Ich zitiere z.B. Claudius Seidl aus der FAZ:
                “Tancredis Worte („Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.“) müssten heute der zentrale Glaubenssatz aller Konservativen sein. Wirtschaft, Ackerbau und Viehzucht müssen umgebaut, Städte- und Wohnungsbau neu geplant, die Essgewohnheiten überdacht werden: nicht, damit die bürgerliche Lebensform endlich untergehe. Sondern damit sie überlebe. Menschen müssen eingeladen werden und sich willkommen fühlen in Deutschland”,…

                Hier der Zugang zum gesamten Text (Bezahlschranke) : https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/waehlerverachtung-wer-ist-schuld-am-umfragehoch-der-afd-18991358.html

                • Reinhard Seevers sagt

                  Sie gehört zur Blase, die auch nicht merkt, was abgeht bei den Prolls dieser Republik, denn sie ist in der oberen “richtigen” Hälfte der Bevölkerung und kann von oben auf die da unten herabschauen und weiß, was richtig und was falsch zu sein hat.
                  Zwecklos!

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                • Mark sagt

                  “Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.” Dieses ist ein Dogma und braucht weder bewiesen noch erklärt werden, wer es hinterfragt oder gar bezweifelt ist ein ewig Gestriger oder gar ein Leugner. Genau gleich verhält es sich mit dem Geschwurbel von S.B. Hier werden schlicht Dogmen in die Welt gesetzt, die für die Bauern verbindlich sind. Wer sich weigert ist ein e.G. und gehört nicht mehr zur Gemeinschaft. Zweifel sind unerwünscht und werden weder gehört noch diskutiert. Frau S.B. hätte hier die Möglichkeit, sich der Diskussion zu stellen, hält sie aber sicherlich für nicht nötig.

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            • Markus Kempen sagt

              “Borchert” funktioniert auch in (ansonsten) freien Märkten. Es gibt auch ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirates, der 2015 etwas sehr ähnliches vorgestellt hat. Die Finanzierung muss (unabhängig von Herkunft und Haltungsstufe) beim LEH eingesammelt werden. und dann über einen Fond (am eigentlichen Markt vorbei) zu den Produzenten geleitet werden. So war auch die Phase der ITW angelegt. Ab der zweiten Phase ITW wurden die “Aufschläge” dann entlang der Lieferkette weiter gegeben. Seitdem wird mehr oder weniger der Aufschlag beim Grundpreis “abgezogen”. (Jedenfalls ist es relativ wahrscheinlich dass es so passiert.) Deswegen nutzt ITW allenfalls den Betreiben, die “Tierwohl” quasi zum Nulltarif anbieten können, kann aber keinen “Umbau” verlässlich finanzieren.

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              • Arnold Krämer sagt

                Warum wurde das System ITW denn umgestellt? Weil man billige Agrarrohstoffe/Lebensmittel haben möchte! Alle staatlichen Subventionen werden eingepreist. War immer so, bleibt auch so. Das Problem ist der nationale Sonderweg mit idiotischen, wettbewerbsverzerrenden Kosten.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Herr Krämer, sind Sie nicht auch langsam müde, ständig und immer die gleichen Argumente und Gegenargumente zu wälzen? Ich sehe keine Ansatzpunkte mehr für eine Abwendung des Desasters.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Ich seh’s ein bisschen “sportlich”. In meinem Alter und bei meiner Kundschaft muss ich sehen, noch “fit in der Birne” zu bleiben.

                  Es wird Betriebe und Familien geben, die das Ganze “überleben”, aber die Gesellschaft und eben auch einzelne Familien zahlen einen unnötig hohen Preis.

                  Ich muss mich auch oft bremsen, um nicht zum Zyniker zu werden.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Das äusserst peinliche Bild das wir heute abgeben sollen ganz offensichtlich:

        Nur ein toter Bauer ist ein guter Bauer!

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      • Thomas Gensch sagt

        … sich selbst den Apfel ins Maul stecken und das Osterlammschleifchen um Inden…

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  18. Thomas Bröcker sagt

    Die Katastrophe war das Anerkennen der Erzählungen der Parallelwelt Stadt im Rahmen der “Zukunftskommission”. Mit Lügen und ausgedachten Geschichten, die an den Naturgesetzen und denen der Märkte komplett vorbeigehen, kann man keine Zukunft für die Betriebe sichern.
    Ganz sicher wird die Landwirtschaft sich ändern und nicht verschwinden … aber nur in der Auseinandersetzung mit den falschen Marktabgrenzungserzählungen der Bio -Branche. Ebenso in der mit den falschen Erzählungen im Umfeld der Biodiversität.
    Man kann sich nicht in die Richtung der Märchenerzähler bewegen … die Wirklichkeit ignoriert diese Erzählungen gnadenlos.

    Dazu kommt, dass die Versprechungen, die Naturschutz- und Umweltleistungen zu bezahlen in der Regel nicht eingehalten werden. Und das wird nicht besser werden.

    Die so “umgenutzten” Grundstücksteile werden irgendwann wie selbstverständlich zur Verfügung gestellt angesehen und für deren Pflege nichts oder fast nichts mehr bezahlt.
    Im Grunde lässt sich jeder, der Fläche für solche Maßnahmen zur Verfügung stellt, auf die “Chance ” der späteren Enteignung ein.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “Im Grunde lässt sich jeder, der Fläche für solche Maßnahmen zur Verfügung stellt, auf die “Chance ” der späteren Enteignung ein.”

      Beim Streuobstanbau ist dies bereits der Fall,
      Nach dem Pflanzen der Bäume wird alles unter Schutz gestellt, um die Bäume zu schützen vor demjenigen, der die Bäume ein halbes Jahr vorher gepflanzte hat. Zumindest in BW ist das so.

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      • Smarti sagt

        Ehemaliger, und beim gemeinsamen Antrag gibt man jeden Baum schön brav jährlich an, denn man bekommt ja 2.- Euro pro Baum. Wir haben die Baumzahl beim Antrag herunter gesetzt und mussten uns prompt dafür rechtfertigen. ( Pachtland mit Streuobst fiel weg ). Wir sind ja auch in BW.

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    • evo.... sagt

      Thomas Bröcker hat geschrieben:

      Ganz sicher wird die Landwirtschaft sich ändern und nicht verschwinden … aber nur in der Auseinandersetzung mit den falschen Marktabgrenzungserzählungen der Bio -Branche.

      Das trifft genau meine Meinung. Z.B. : Bei uns schreibt man überall “Wir arbeiten ohne Gentechnik”, oder gentechnikfrei,…. drauf!
      Nach dem Gastbeitrag von Prof. Noellen hier, bin ich nun aber der Meinung, dass, wie wir züchten (Mutagenese) viel gefährlicher ist. Wir züchten künstliche Gene und setzen sie ziemlich ungeprüft in die Umwelt frei.

      Um das Image der Lw zu bessern, würde ich auf Ernährungswissenschaft setzen. Da denke ich z. B. an Ernährung nach Verdaungs-/ Stoffwechselgenen.

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  19. Reinhard Seevers sagt

    “Man spielt das bekannte „Schwarzer-Peter-Spiel“, Bereitschaft zu Selbstkritik ist kaum vorhanden.”

    Die angegebene Studie kommt ja zum gleichen Ergebnis, wie der Häusling. Das Framing ist anscheinend konsensfähig. Lets fuck all of them.

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  20. Frikadellen piet 44 sagt

    moin ich habe es nicht ganz durchgelesen ich warte noch darauf wann wir Landwirte dafür schuldig gemacht werden was der Putin für Blödsinn anrichtet
    ich warte auf eine vernünftige Erklärung von vielen Dingen der Politik das wird aber wahrscheinlich niemals stattfinden

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    • Thomas Gensch sagt

      @frikadellen piet

      Passiert doch schon, Widerstand gegen Getreidelieferungen aus der UA ist doch Unterstützung für Putin.

      Mfg Thomas

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