Bauer Willi
Kommentare 60

Würden Sie Laborfleisch essen?

In Österreich hat die Boku Wien eine repräsentative Umfrage unter Verbrauchern durchgeführt, wie sie zum Verzehr von Laborfleisch stehen.

https://boku.ac.at/universitaetsleitung/rektorat/stabsstellen/oeffentlichkeitsarbeit/themen/presseaussendungen/presseaussendungen-2021/28102021-boku-studie-sind-wir-bereit-fuer-fleisch-aus-dem-labor

Das Fazit

“Zusammenfassend zeigt die Studie unter Fleischesser*innen einen mehrheitlich offenen und probierfreudigen Blick auf Fleisch aus tierischen Stammzellen. Wobei der Konsument*innen nicht bereit wären, mehr für In-Vitro-Fleisch zu zahlen.”

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60 Kommentare

  1. Christoph aus der Stadt sagt

    Künstliches Fleisch? OK, gibts dann auch: Köstlichen künstlichen Tafelspitz mit einem künstlichen Markknochen in der Brühe. Künstliche Rouladen mit künstlichem geräucherten Bauchspeck im Inneren. Künstliche Hühnerbrühe mit dem typischen Geschmack und den aromatischen Fettaugen. Künstlichen Schinken in bester Handwerksqualität mit Fettrand und dünner Schwarte. Künstliche badische Schäufele. Künstliche gepökelte Zunge. Leckere künstliche Leber- und Blutwürste nebst künstlichem rotem und weißen Schwartenmagen oder Pfälzer Saumagen. Künstliche Lammkoteletts oder Lammbraten. Von Wildgerichten und Wildgeflügel gar nicht zu reden etc. etc.

  2. Jürgen Donhauser sagt

    Ich finde das super! Vielleicht gelingt es dann bald nicht nur Muskelfleisch im Labor künstlich wachsen zu lassen, sondern vielleicht auch Gehirnmasse – denn da bräuchten einige dringender etwas davon. (Ironie off)

  3. Günter sagt

    Warum sollte ich Laborfleisch essen?
    Auch nicht ansatzweise würde ich mein Essverhalten ändern. Ich bin in unserer Kultur aufgewachsen,
    Das Essenszubereitung wurde über Generationen weitergegeben und meine Familie macht es heute genauso noch wie die Großmutter. Und dazu gehört auch Fleisch nur an einem Tag der Woche und was gekauft werden muss kommt aus der Nachbarschaft.
    Ich war vor 12 Jahren das letzte Mal bei einem Discounter, es geht gut, interessiert aber niemand.

  4. Ludwig sagt

    Als Schweinebauer werde ich doch die Konkurrenz nicht fördern. Es liegt der Verdacht nahe , daß Großkonzerne dahinter stecken und mit Hilfe der Politik die bäuerliche Produktion mit dem Klimahysterieargument zerstören und so dicke Geschäfte machen wollen. Solch eine Produktion wäre aber “Zentral ” gegenüber dem Ökoziel Dezentral zu erstellen. Wie past das eigentlich zum Verbot der Gentechnik oder auch zum zukünftigen Gyphosatverbot zusammen ? Auch ist die Gefahr bei einem zukünftigen Blackout bei wenigen Herstellern mit der Versorgung der Bevölkerung zu betrachten ? Leider provoziert die jetzige Politik diese Richtung und wird dann merken , daß uns die Tierproduktion wegbricht , vor und nachgelagerte Nahrungsmittelbetriebe schließen und dann eine Versorgungskrise ausbricht. Leider hat unsere Politik keine Strategie für garnichts und führt uns so in eine fürchterliche Sackgasse.

  5. Smarti sagt

    Eine paar Gramm Zucker, Hafer und knapp einen Liter Wasser – ergibt Labormilch und kostet etwa das dreifache von Kuhmilch. Trotzdem wird dieser eigenartig schmeckende “Fusel” rege gekauft. Dies, obwohl man den Milchersatz auch für ein paar Cent ( z.B. im Thermomix ) selber machen könnte und das ganz ohne Plastik.
    Um richtige Muskelfasern wachsen zu lassen braucht es doch tierische Eiweisse in der Nährlösung ? und sehr viel Energie.
    Ich halte es nicht für abwegig, dass die jetzigen Vegetarier und Veganer Laborfleisch konsumieren und für die nachfolgenden Generationen Laborfleisch ganz “normal” wird.
    Das Essen kommt dann aus riesigen Treibhäusern und Reaktoren. Aus Ländern, die es mit dem Umweltschutz nicht ganz so genau nehmen, bzw. die keine so klagefreudigen “Nachbarn” haben.
    Die Energie wird bereitgestellt von wenigen grossen Konzernen und die Lieferung übernimmt Amazon.
    Da kann man sich ja auch etwas gefasst machen – mit der Logistik/ Lieferung klappt gerade gar nichts mehr ( und Corona ist nicht immer daran Schuld, auch wenn das behauptet wird ).
    Die Energie wird gerade knapp und immer teurer.
    Amazon reisst Alles an sich…
    Vielleicht demonstrieren bald alle Beamten Seite an Seite mit den Bauern ? 🙂
    Denn Baubewilligungen braucht es dann fast keine mehr und die Steuererklärung macht Amazon.

    • Reinhard Seevers sagt

      Es wird im Moment noch nicht erkannt, dass die vielgepriesene Digitalisierung das Gegenteil von Rettung und Wohlstandserhaltung sein wird.
      Jeder Klick, jede Internethandlung nutzt allein den Distributoren der 5 five, alle anderen sind deren Handlanger. Wir stellen ihnen sogar noch die Infrastruktur kostenlos zur Verfügung, damit die die Daten abgreifen, handeln, speichern und weitergeben können. Am Ende zahlt der Nutzer noch Geld dafür, dass er seine eigenen Daten sichern lassen muss und ohne sie nicht handlungsfähig ist.
      Und mit der Kohle bauen sie dann Reaktoren für Invitro-Fleisch, und verkaufen sie wieder über das gleiche online-netz, dass ihnen geschenkt wurde, an den Kunden, der ihm seine Daten überlassen hat….wenn das nicht clever ist.

      • Smarti sagt

        Würde in der Natur etwas so schnell wachsen wie die 5 five, das könnte nur ein Krebsgeschwür sein. Aber “wir Konsumenten füttern und feiern das Ding” – ich finde das erschreckend.
        Warum fürchtet die Menschheit die Terroristen/ kriminellen Hacker nicht ?
        Schon jetzt könnte ein längerer Stromausfall recht gruselig werden – aber hungern würde in Deutschland noch niemand.
        Aber was wird geschehen, wenn auch fast die gesamte Lebensmittelproduktion und -Bereitstellung nicht mehr ohne Hochleistungsrechner und riesige Energiemengen funktionieren ?
        Bildlich gesprochen: aus geradezu fadenscheinigen Gründen vernichten wir gerade alle Schweinebetriebe. Aber:
        “Wir” Menschen bemerken alle irgendwie nicht, dass Amazon und Co für uns gerade einen riesigen Wohlfühl-Menschen-Stall baut. Mit leckerstem Futter rund um die Uhr, bester digitaler Infrastruktur, ja wir betteln geradezu nach Kontrolle und Zerstreuung/ Verdummung …. sauschöne neue Welt…

  6. sonnenblume sagt

    Meldung in agrarheute, Danone kündigt 200 Milchviehhaltern wegen Umstellung einer Betriebsstätte auf Haferdrink und der Fleischkonzern JBS investiert in Spanien 36 Mill. in die Produktion von Laborfleisch.

    • Ferkelhebamme sagt

      Und Beyond Meat- und Oatly Hafermilch- Aktien stürzen gerade ab, angeblich Corona bedingt. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der Erfolg nur der Hype des hippen Neuen war. Einmal probiert, dann nicht wieder gekauft. Ich kenn da so einen, der macht jeden Hype mit, ist auch immer ganz begeistert, kauft es dann auf Dauer aber nicht mehr. Deshalb bin ich da recht gelassen.
      Allerdings müssen wir dringend das Image unserer Waren verbessern, sonst verlieren wir doch einen Großteil schlicht verängstigter Konsumenten an die Fake-Hersteller. Der Fernsehspot ist da ein guter Anfang.

      • Reinhard Seevers sagt

        Vielleicht ist der Niedergang der Innenstädte eine Chance für genossenschaftliche “Märkte” für regionale Agrarprodukte? Ich sehe sie jedenfalls.

      • sonnenblume sagt

        Ja, das habe ich auch gesehen. Die Firmen versprechen sich dennoch etwas davon. Nur auf Grund von Vermutungen setzten die auch keine Mill. ein.
        Jetzt kommt es wirklich darauf an den Konsumenten an sich zu binden.

      • Thomas Apfel sagt

        Das sehe ich inzwischen genauso, ich wollte das immer nicht wahrhaben, aber generische Werbung für die einheimische Landwirtschaft ist enorm wichtig in der Welt der bunten Bilder. Als die jüngeren Leute im Verband das vor ein paar Jahren forderten, schlug ihnen viel Abwehr entgegen, weil es einen Beitrag/ha kosten sollte um so etwas zu verstetigen. Zwei Euronen pro ha an das “Forum moderne Landwirtschaft” für diesen Zweck, wären in Summe schon mal 30 mio € für diesen Zweck. Das wäre mal das Gegenteil von jammern und die Aktivität von Anderen fordern !

        • Reinhard Seevers sagt

          Ich glaube nicht an Werbung für das ganz “Normale”. Imagewerbung ja, aber keine Produktwerbung. Agrarprodukte sind in der Regel Rohstoffe. Dafür braucht man keine Werbung. Imagewerbung ist allerdings schwierig weil die Branche eben so differenziert und regional besonders ist. Das muss man dann schon KÖNNEN, sonst wirkt das gewollt und altbacken und kann komplett in die Hose gehen.
          In Österreich wird die Werbung für den “guten Bauern, die heile Umwelt und die schöne Landschaft” komplett vom Einzelhandel übernommen…..

          • Genau,

            das würde ich auch vorschlagen, das können die auch so ehrlichen Discounter übernehmen!
            Und Werbung damit machen!

            Oder Cafe´s mit regionalen Backzutaten, bzw. Rohstoffen von unseren heimischen Bauern von unseren heimischen Ackerböden!

            • Die brauchen ja nicht nur Mehl, die brauchen auch
              Schmalz von Schweinen, ich glaube für Stollen und Berliner

              Eier

              Milch und Milchprodukte. nicht nur Sahne

              Obst, Nüsse, Rosinen Mandeln und Mandelmilch

        • Arnold Krämer sagt

          Die alterwürdige CMA wurde von Bauern selbst wegen der Zwangsgebühren “kaputtgeklagt”. Jetzt hätte man sie gern wieder.

          • Thomas Apfel sagt

            Das stimmt soweit, aber wenn man das Geld hätte, den aktuellen Spot vom Forum Moderne Landwirtschaft, z.B. an dem Platz von Bauhaus für einige Zeit zu platzieren, hätte das schon einige Wirkung. Auch die Milka-Kuh, die es gar nicht gibt, hat sich ins kollektive Gedächtnis “eingefressen”.

      • Hebamme schreibt:
        “Und Beyond Meat- und Oatly Hafermilch- Aktien stürzen gerade ab, angeblich Corona bedingt. ”
        Mit Oatly habe ich mich nie näher befasst, Beyond Meat ist einfach total überbewertet. Trotz eines Kursrückgangs von mehr als 40 % innerhalb von 12 Monaten. Das liegt ganz sicher nicht nur an Corona. Da stimmt durchaus dein Bauchgefühl. So groß ist jetzt offensichtlich die Bereitschaft nicht, auf “Fleischersatzprodukte” umzusteigen. Vor allem nicht bei den Omnivoren. Den Fleischkonsum eventuell ein wenig zu reduzieren, ist die eine Seite. Aber dann steige ich doch nicht unbedingt auf “Erbsenpüree ” um. Und esse einen veganen Burger. Sondern dann mache ich mir eine “Gemüsefrikadelle” , die meistens eher vegetarisch ist aber dafür ohne Dinge auskommt, die ich noch nie essen wollte.
        Beim Laborfleisch sehe ich durchaus mehr Potential, wenn es tatsächlich schmecken sollte. Und ansprechend aussieht. Und natürlich die Story stimmt und der Preis.
        Vermutlich wird sich da in den nächsten Jahren noch viel tun.
        Ob ich es essen würde? Vermutlich aus Neugier habe ich bei der Umfrage angegeben. Blöd allerdings , dass vorher noch Haferdrink und Veggie-Burger probiert werden wollen. 😉 Bisher ist es da auch bei der Absicht geblieben, kann ich auch gut mit leben.
        Möglicherweise wird das Fleisch vom “echten” Tier wirklich wieder ein Luxusprodukt, ich sehe eher eine Entwicklung in diese Richtung.

  7. evo.... sagt

    Glaube nicht, dass das natürliche Lebensmittel vollwertig ersetzen kann. Ich nehme mal das Vit. B 12:

    https://www.vitamin-b12-ratgeber.com/vitamin-b12-aufnahme-in-den-koerper.html

    Tagesbedarf soll so 4 mg sein. Und dann heißt es:

    “Vit. B 12 ist in Lebensmitteln an Proteine gebunden!” Diese müssen dann im Verdauungstrakt erst aufgespalten werden.

    Es macht schon mal einen Unterschied ob B12 in Fleisch oder als “Ergängsfuttermittel ” in einer Tofu-Umgebung aufgenommen wird, weil sich dann im Verdauungstrakt andere Stoffe bilden werden. Der menschliche Körper ist daran gewohnt B12 im Zusammenhang mit Fleisch oder Käse oder Nüssen…. aufzunehmen. Das alles vollwertig nach zu bilden wird schon nur für B 12 kompliziert und teuer werden. Und wenn man dann noch an die Vielzahl der Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Eiweiße,…… denkt wird es unheimlich kompliziert und teuer werden. Was noch dazu kommt ist, dass die Leute auch noch verschiedene Gene haben.

    Man kann ja momentan schon beobachten, wie sich bei Veggies die Gesichter verändern.

  8. Franz Müller sagt

    Ich glaube dass „In-vitro-Fleisch“ eine Revolution in der Ernährung auslöst.
    Umwelt-, Tierleid- aber auch Welternährungsaspekte werden in der Argumentform unschlagbar werden. Ebenso wird In-vitro-Fleisch die Richtung koscher als auch als halal bedienen können.

    NGO´s und Regierungen werden mit Zuwendungen aus der Branche – zu „brennenden Befürwortern“ erzogen.

    Die Akzeptanz wird durch Werbung und Beeinflussung gesteuert werden. Hier sammelt man ja gerade genügend Erfahrungen, wie beeinflussbar und lenkbar der Mensch ist.

    Für den Tierhaltendenden Landwirt brechen also schlechte Zeiten an. Das Tier als Landschaftspfleger/Öko-Rasenmäher mit Gnadenhofpass…
    Schöne Neue Welt !

  9. Karl Timme sagt

    Ist doch eine sehr schöne Idee. Endlich bekommen die Tierkörperbeseitigungsanlagen ein weiteres Geschäftsmodell, aus alt macht neu. Die Krematorien versenden Kaminasche und liefern Nährstoffe für die Fermenter. Es bildet sich eine Bürgerinitiative, die verhindern will das weiterhin wertvolle Nährstoffe unsinnig im Boden verbudellt werden und dort, zusammen mit dem Holzbehältnis vermodern.
    Ja Soylent Green SiFi läst grüßen. Ein oder wenige Produzenten ernähren die ganze Welt, keine Lebensmittel- und Nährstoffverschwendung mehr!——- Satire off— oder doch on?

  10. fingerphilosoph sagt

    Es scheint logisch, dass sich der Mensch im industriellen Zeitalter nicht mehr von den Früchten des Ackers ernährt, sondern von Produkten, die von A bis Z industriell gefertigt sind. Die Nahrungsmittelverarbeitung ist schon lange vollständig industrialisiert, die Nahrungsmittelproduktion wird entsprechend folgen. Dieser Prozess ist übrigens schon lange im Gange, genau genommen ist auch die Landwirtschaft schon Entfremdung von der Natur.

    Ich denke, es ist nicht nur der Preis, der dem Laborfleisch letztendlich zum Erfolg verhelfen wird, sondern der Reinheitsgedanke. Dieses Fleisch wird bereits jetzt als “clean meat” beworben: nicht nur “verschmutzt” man damit nicht die Natur, sondern auch nicht den eigenen Körper, der mit “clean meat” nur genau die Nährstoffe bekommt, die er braucht. Dass die Methode funktioniert, können wir bereits jetzt in Gewächshäusern sehen: den Pflanzen bekommt es ja offensichtlich auch, wenn sie nur genau das erhalten, was sie brauchen.

    Im Vergleich mit der Nahrung von sog. Naturvölkern erscheint uns die Nahrung aus landwirtschaftlicher Produktion deutlich “reiner”. Die meisten Menschen würden sich ekeln, wenn sie essen müssten, was Naturvölker essen. Doch der moderne Mensch will inzwischen noch “reinere” Nahrung. Teils sucht er sie in Bio, teils in Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten.

    Es zeichnet sich ab, dass der Mensch sich wohler und sicherer fühlt, wenn er in einer zunehmend sterileren Welt leben darf. Die Intensivstation ist dafür das Symbol überhaupt: umgeben von steriler Technologie wird das Überleben (fast) garantiert. An der Intensivstation können wir bereits heute ablesen, wie wir in Zukunft leben werden: in möglichst steriler Umgebung mit möglichst vielen Maschinen, die für unser Überleben sorgen. Intelligent ist in dieser Welt derjenige, der weiß, wann er welche Knöpfchen des immer komplizierter werdenden Maschinenparks drücken muss.

    In einer Umwelt, die sich zunehmend einer Intensivstation annähert, sind landwirtschaftlich erzeugte Nahrungsmittel nicht mehr adäquat. Da gibt es dann synthetisch gefertigte Astronautennahrung.

    • evo.... sagt

      Gefällt mir was der fi..phi… da schreibt. Das zu verhindern wäre eine Aufgabe bäuerlicher Institutionen. Kapitalisten werden versuchen die Verbraucher zu überzeugen und unsre Demokraten sind zu populistisch um das Maul auf zu machen. Die kaufen in ihrer Gier eher noch Aktien solcher Firmen.

    • Limes sagt

      @fp “Ich denke, es ist nicht nur der Preis, der dem Laborfleisch letztendlich zum Erfolg verhelfen wird, sondern der Reinheitsgedanke. Dieses Fleisch wird bereits jetzt als “clean meat” beworben: nicht nur “verschmutzt” man damit nicht die Natur, sondern auch nicht den eigenen Körper, der mit “clean meat” nur genau die Nährstoffe bekommt, die er braucht.”
      Unsere heutige Gesellschaft ist voller Widersprüche einerseits wünschen sich einige “clean meat” aber gleichzeitig fordern Aktuere mit höchster Priorität gebt das “Hanf frei”. Passt doch irgendwie nicht wirklich zusammen, Maximum an dekandentem Verhalten oder habe ich etwas übersehen?

      • Reinhard Seevers sagt

        Es ist ja nicht die ganze Gesellschaft, es ist ein Teil der vielfältigen und bunten Gesellschaft. Die Differenzierung der Gesellschaft in individuelle Interessengruppen nimmt zu, damit auch die Komplexität, die Schwierigkeit von Mehrheitsentscheidungen oder Mehrheitsmeinungen, die suggeriert werden. Es wird einfach komplizierter. Damit ist auch ein Verlust an historischen Werten und bekannten Narrativen verbunden. Alles ist in Bewegung, alles geht, die Basis des gesellschaftlichen Zusammenhalts wird nicht stabiler, eher beliebig und schwankend.

        • Limes sagt

          ja die Gesellschaft differenziert sich. Interessant wird es wie die Teilgruppe der Kiffer die aus ethischen Gründen kein Fleisch essen und/oder Biotechnologientechniken ablehnen sich stattdessen aber lieber mit clean meat ernähren argumentieren werden.

            • Limes sagt

              @thorens “Das sind tatsächlich alles Kiffer? uiuiui…”
              natürlich nicht, deshalb habe ich geschrieben: die Teilgruppe der Kiffer die aus ethischen Gründen kein Fleisch essen…
              Alles andere wäre zu einfach wir leben in einer heterogenen Gesellschaft und verallgemeinern hilft nicht weiter aber es ist doch offensichtlich wenn jemand clean meat als Fleischersatz fordert aber gleichzeitig eine Mischung Chemikalien inhaliert dass dies ein Widerspruch ist.
              Die Auflösung warum beides zusammen passen sollte habe ich noch nicht gefunden.

              • Thorens sagt

                …aha, danke.
                Aber vielleicht passt das ja genauso gut zusammen, wie durch die Weltgeschichte jettende FFF-Aktivisten:innen oder der Betroffenheitsjournalismus eines Dirk Steffens mit seinen ungezählten Reisen zu den entlegendsten Punkten der Erde nur um dem Zuschauer zu zeigen, wie weit es schon gekommen ist mit Klimaerwärmung, Umweltzerstörung, Artenrückgang usw.

  11. Obstbäuerin sagt

    Vor knapp 50 Jahren hatten die Menschen schon eine ähnliche Vorstellung von “Essen” und Umweltzerstörung in der Zukunft, wie heute unsere fff-Kinder. In dem Film “Die Erde stirbt” (https://de.wikipedia.org/wiki/Geburten_verboten 1972), der nicht gerade ein künstlerisches Meisterwerk ist, gibt es Szenen, in denen es ums Essen geht und die sind interessant. Die Hauptfiguren arbeiten in einem “So war es früher mal” Museum und haben dadurch Zugang zu echtem Salat und richtigen Nahrungsmitteln. Alle anderen essen aus der Tube mit Geschmack. Ich glaube für diese Form des Essens gibt es noch weniger Anhänger als für veganes Essen. Aber vielleicht irre ich mich da auch. Ich hätte jedenfalls keinen großen Appetit auf künstliches Fleisch.

  12. Christian Bothe sagt

    Der Mensch ist eben ein Allesfresser! Mehr kann man zu diesen“Lebensmittelkonstruktionen“ einfach nicht sagen!!!!

  13. Schorsch Summerer sagt

    Schon seltsam. Man will zurück zur Natur und isst dann ein Produkt aus dem Labor?
    Wo waren die meisten Lebensmittelsakndale gleich wieder? Auf den Bauernhöfen oder in der Nahrungsmittelindustrie?

  14. Thorens sagt

    Eine Abschaffung der Landwirtschaft wird auch dann nicht stattfinden, wenn sich In-Vitro-Fleisch durchsetzen sollte. Denn woher sollten die Nährstoffe ansonsten stammen, die die Kulturen im Glas wachsen lassen? Etwa von “Kunstdünger”?

    Persönlich würde ich es probieren wollen, um mir dann ein Urteil bilden zu können. Insgesamt ist mir aber nicht recht wohl bei dem Gedanken, wo ich doch bereits Formfleisch verabscheue.

    Dennoch könnte ich mir vorstellen, ohne aber Genaueres über Kosten und Effizienz der Erzeugung im Vergleich zu konventionell zu kennen, dass es ein Weg sein könnte. Es erschließt sich mir aber nicht so recht, warum man diesen Weg beschreiten sollte. Aus Gründen des Klimaschutzes wohl eher nicht. Denn die Annahme, die Kuh als maßgeblichen Emittenten von Treibhausgasen identifiziert zu haben, lässt sich nicht halten. Bleibt der sogenannte Tierschutz. Dabei stellt sich mir die Frage, ob man überhaupt von Tierschutz sprechen kann, wenn man beabsichtigt, das zu schützende Individuum abzuschaffen. Ganz abgesehen davon, dass ganz ohne tierischen Mist auch die Bio-Landwirtschaft vor einem Problem stünde.

    • Bauer Willi sagt

      Nehmen wir einmal an, dass die Fa. Amazon weltweit solche Fleischfermenter aufstellt. Es gibt Aussagen, dass man bis 2030 ca. 25% des Fleisches so ersetzen will. Weltweit!!!

      Das notwendige Kapital zur Skalierung auf industriellen Maßstab soll zwischen 1 und 2 Mrd. Dollar liegen. Das finanziert Amazon oder Apple oder Google aus der Portokasse.

      Wir sollten uns mal neben unsere landwirtschaftliche Blase stellen….
      Ich versuche das ab und zu hier.

      • Reinhard Seevers sagt

        “Das notwendige Kapital zur Skalierung auf industriellen Maßstab soll zwischen 1 und 2 Mrd. Dollar liegen. Das finanziert Amazon oder Apple oder Google aus der Portokasse.”

        DAS ist der Kern des Problems. Die GAFAM besitzen so viel Kapital, welches arbeiten muss, dass sie gerade in diesen Bereich, der “Zukunft” verspricht (wichtig, da eine neue Erzählung) ihr Vermögen einsetzen werden. Und dagegen ist kein Kraut gewachsen! Sie werden unsere Gesellschaft damit überschwemmen…..

      • Limes sagt

        Dieses Angebot wird wohl kommen. 1-2 Mrd Kapitaleinsatz zur Skalierung sind nicht viel bei einem ausgesprochen hohen Gewinn in einem wachsenden Markt (Bevölkerungswachstum = höhere Nahrungsmittelbedarf). Argumente wie Tierwohl etc sind für mich eher nur vorgeschoben um eine möglichst schnelle Akzeptanz im main stream zu schaffen denn dies erleichtert den Zuganng zu einer möglichst breiten Käuferschicht. In den Anfängen hatte man auch Zweifel an der Produktion von Gemüse etc auf Basis Steinwolle und Nährlösung im Gewächshaus in unseren Breiten.

  15. Unsere Ernährung respektive Nahrungsmittel wird sich in den nächsten 10 Jahren stärker verändern in den letzten 100 Jahren. “In vitro” Nahrungsmittel werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Das Ganze ist zentraler Bestandteil der Transformation der Landwirtschaft, die natürlich am Ende des Tages auf deren Abschaffung hinausläuft.

    Was man für die tagesaktuelle Diskussion daraus lernen kann, ist, dass der “Preis” letztlich das entscheidende Kriterium für den Verbraucher darstellt. Darum sind Diskussionen über Tierwohlprogamme etc. letzten Endes jenseits der Nische völlig sinnbefreit.

    • sonnenblume sagt

      Denken wir das Thema Ernährung doch mal weiter, so wie das Thema Chip unter der Haut.
      Nahrung gibt es in Form von Flüssignahrung, mit unterschiedlichen Kalorienstufen, Vitamingehalten, Geschmacksvarianten usw.
      Jeder trägt einen Fitness Tracker und der zeigt den Bedarf an, wann und wieviel man von welchem Präparat trinken soll und muss.
      Ernährungsbedingte Krankheiten können verringert werden.
      Man braucht keine Küchen und Geräte mehr.
      Landwirtschaftliche Flächen können überwiegend Naturschutzgebiete werden.
      Tiere nur noch in der freien Wildbahn zum anschauen.
      Menschen leiden keinen Hunger mehr, weil die Produktion angepasst werden kann.
      Keine Lebensmittelverschwendung.

      • Thorens sagt

        …die Gastronomie wird begeistert sein. Der Gourmet ebenso.

        Und auch hierbei stellt sich die Frage, woher die enthaltenen Nährstoffe in den neuen Superfoods stammen sollen.

      • Reinhard Seevers sagt

        Tja Sonnenblume, ich bin bereits ein Opfer des “Längerlebens”, meine Krankenkasse erhöht jedes Jahr, in diesem Jahr von 435€ auf 471€/Monat.
        Begründung, u.a.:….
        “Die Menschen werden erfreulicherweise immer älter. Ein Ansteigen der Lebenserwartung führt zwangsläufig zu einem höheren Vorsorgebedarf für die Krankheitskosten im Alter….”

        • Klar,

          Danke unserer guten Lebensmittel von unserem Land!

          Die von unseren Landwirten

          verantwortungsvoll mit erforschten High-tech geerntet werden!

    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      In den kommenden 10 Jahren werden wir viele wirkliche Probleme lösen müssen,die sich aus den sehr unterschiedlichen Lebensweisen auf unserem Planeten ergeben.
      Die einen leben in “Saus und Braus”,die anderen überleben gerade so.
      Das wichtigste wird der Preis für Lebensmittel und ihre Verfügbarkeit sein.
      Alles andere,wie z.B. unsere dekadente Vorstellung der Weltenrettung,wird nebensächlich werden.

      • Bauer Willi sagt

        Das geht mir jeden Tag durch den Kopf. Wenn der Weizen 250 €/t kostet und das die 100 Mio. Menschen in Ägypten nicht mehr bezahlen können, steigen die in ein Boot…Das dauert nicht mehr lang.
        Wir haben derzeit noch Luxusprobleme.

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