Bauer Willi
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Schönes Gewimmel!

Ich habe mich mal erkundigt, wie es zu dem Kinderbuch “Wimmel-Max und Wimmel-Biene entdecken Deutschlands Bauernhöfe” gekommen ist. Ich habe dazu mit Günter (Raafkes) telefoniert, dem Geschäftsführer des Wimmel-Max-Verlages.

Bildquellen: © Wimmel-Max Verlag GmbH

Die Tatsache, dass er in seiner Agentur einen sehr guten Zeichner hat und gleichzeitig seine guten Kontakte zu seinen landwirtschaftlichen Nachbarn in der Grafschaft Bentheim, brachte ihn und die Landwirte dort auf die Idee, ein Kinderbuch zu machen. Schnell wurde ein WhatsApp-Gruppe gegründet und überlegt, was alles dargestellt werden sollte. Und das ist unglaublich viel und kann in seiner Fülle hier unmöglich dargestellt werden. Es wurde kaum etwas vergessen, sogar ein grünes Kreuz habe ich gefunden. Für jedes Bundesland wurde eine Seite gezeichnet. So findet man zum Beispiel in Bayern den Hopfen, in Rheinland-Pfalz den Wein und in NRW das Bocholter Landschwein. Viele Landwirte und Landwirtinnen haben an dem Buch mitgewirkt, es wird sowohl Pflanzenschutzspritze und Düngerstreuer, Kastenstand und Kastration gezeigt.

Die Erstellung eines solchen Kinderbuches ist nicht einfach und so wurden verschiedene Firmen angesprochen, die Unterstützung geleistet haben. Deren Produkte sind dann auch in den Zeichnungen zu sehen, was ja auch der Realität entspricht: auf dem Ladewagen steht auch in der Realität “Pöttinger” und auf dem Güllewagen “Fliegl”. (und weitere Beispiele)

Neben den Bilder gibt es per QR-Code auch ein Hörbuch für Kinder und eines für Erwachsene. Ich bin ehrlich: ich hab noch nicht reingehört, finde es aber eine tolle Idee.

Und dann ist da noch der SPIEGEL: “Bauernlobby im Comic-Gewand” oder “Wer steckt hinter LIDL´s Kinderbuch-Aktion” Geschrieben wurde der Artikel von Maria Marquart, mitgeholfen bei der Recherche hat Nils Klawitter, der immer wieder durch kritische Artikel zur Landwirtschaft aufgefallen ist.

Meine Meinung dazu: wie immer beim Spiegel besteht der Text aus schlecht recherchierten Bausteinen, die zu einem wackeligen Gebäude zusammengezimmert wurden.  So stimmt es beispielsweise nicht, dass das Buch von Lidl stammt. Lidl ist nur einer der Vertriebswege, weitere Unternehmen werden folgen. Ich verlinke den Artikel bewusst nicht: er ist schnoddrig geschrieben (erinnert an Klawitter) und befindet sich hinter der Bezahlsperre. Ich finde, da ist er gut aufgehoben.

Bald ist Weihnachten. Das Buch ist ab sofort erhältlich bei allen teilnehmenden Lebenmitteleinzelhändlern, im Buchhandel oder online auf www.wimmel-max.de

Hier noch ein Bericht aus top agrar:

https://www.topagrar.com/panorama/news/kinderbuch-ueber-die-moderne-landwirtschaft-jetzt-bei-lidl-12743383.html

 

 

 

 

 

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22 Kommentare

  1. Michael sagt

    Gute Materialien für gibt es auch bei ima. Da bekommt man als Hefte, Malbücher und Broschüren für Kindergarten- und Schulbesuche. Für Lehrer gibt es auch Unterrichtshilfen, etc. Einfach mal reinschnuppern und bei Gelegenheit LehrerInnen und ErzieherInnen drauf aufmerksam machen;)

    https://www.ima-agrar.de/

  2. Obstbäuerin sagt

    Mich interessiert natürlich, was über Brandenburg drin steht und wenn ich es irgendwo sehe, werde ich es kaufen. Die Idee ist sehr gut. Das müsste es auch für andere Altersgruppen geben.

  3. Jürgen Donhauser sagt

    Die Initiatoren des Buches sollten sich ernsthaft Gedanken machen, ob sie nicht auch ein Buch für Erwachsene machen. Angesichts der großen Wissenslücken bei Politikern und Journalisten aber auch innerhalb der NGO-Blase würde ich hier auch ein paar Buch“Patenschaften“ übernehmen!

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    • Ferkelhebamme sagt

      In dem Buch ist ein Hörbuch für Kinder und eins für Erwachsene integriert, die man per QR Scan aktiviert. Sehr gut gedacht! Wer bitte kauft denn ein Buch über die LW für Erwachsene? Ich bin mir sicher, dass dieses hier auch von Mama, Papa, Opa… neugierigerweise ausprobiert wird. Werd es mal an meinem Neffen und dessen Papa, der nichts mit LW zu tun hat, testen. Ich find das Konzept genial.
      Hier im Lidl lag es noch nicht aus. Als ich danach fragte, war die Verkäuferin ganz begeistert von dem Buch, mit dem die hiesige LW unterstützt wird und wartet auch dringend drauf. Fand ich sehr herzerwärmend 🙂

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    • Stadtmensch sagt

      “ein Buch für Erwachsene”

      Gibt es doch!

      Zitat daraus:

      “Die Lebensmittelproduktion mit kranken Tieren ist betriebswirtschaftlich sinnvoll; Aufwand und Maßnahmen, die auf die Vermeidung von Krankheit und Leid abzielen, sind häufig schlicht und ergreifend: unwirtschaftlich. Das heutige System der Erzeugung tierischer Lebensmittel ist daher nichts anderes als eine Tierqual-Ökonomie.

      Wolfschmidt, Matthias. Das Schweinesystem: Wie Tiere gequält, Bauern in den Ruin getrieben und Verbraucher getäuscht werden (German Edition) .

      Achso, die Schwarz Gruppe hat 2021 ihren Umsatz auf 125 Milliarden Euronen gesteigert. Läuft!

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      • Ferkelhebamme sagt

        Lass doch die Schmuddelhefte und dir lieber dieses Bilderbuch vorlesen. Das ist sinnvoll investiertes Geld, kannst direkt beim Verlag bestellen.

        “hat 2021 ihren Umsatz auf 125 Milliarden Euronen gesteigert”, das sind 10%, den Überschuss konnten die um 30% steigern…

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        • Stadtmensch sagt

          Was da noch drin steht sinngemäß: Tiergesundheit hat immer was mit den Haltenden zu tun und nicht mit der Haltungsform. Kleiner Diss für Herrn Donhauser.
          Ansonsten ist mir Bauerwilli-Bloglektüre lieber als Wimmel-Hörbuch.
          (Mein Audioeingang ist ständig belegt).
          Außerdem will ich heute den Rekord für Daumen runter knacken!

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          • Jürgen Donhauser sagt

            Wie viel Erfahrung hast Du Stadtmensch mit der Haltung von Nutztieren in nennenswerten Umfang (dass man davon leben kann)? Oder beruhen deine “Erfahrungen” mit Tiergesundheit, Tierwohl usw. auf Lektüren der NGO. Und jetzt fange mir nicht mit deinem Hamster, Katze oder Hund in einer Stadtwohnung an…….

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            • Stadtmensch sagt

              Hühner und Kaninchen und Doktor Google. Die Geschäftsbilanz ist defizitär. Und was ihr nur immer an meiner Bude zu mäkeln habt….
              Mein Spruch dazu: Alles was du hast, hat dich.
              😉

          • Arnold Krämer sagt

            Ist doch gut, dass Sie solche Quellen zitieren. Die sind den meisten hier garnicht bekannt. Und Ihre Zitierung bedeutet ja auch nicht Ihre Zustimmung zur zitierten Aussage. Deshalb von mir einen erhobenen Daumen.

            Fachlich ist die Aussage völlig falsch!
            Ich weiß aus meinen eigenen Buchführungs- und Betriebszweigauswertungen und den Einblicken in die produktionstechnischen Daten der Betriebe, (habe zusätzlich z. B. rund 30 Jahre die Emslandauswertung für die Schweinemast koordiniert und mit den Fachberatern der Region erstellt) dass ein Landwirt mit systematisch kranken oder nur kränkelnden Tieren überhaupt nicht zurecht kommt. Die Landwirte unternehmen sehr viel (vergleichsweise mehr als die übrigen Menschen für ihr eigenes langfristiges Wohlergehen), damit die Ferkel, die Küken, die Kälber garnicht erst krank werden. Denn das kostet erst recht Geld.

            • Stadtmensch sagt

              Sicher, der Blick von Innen auf das System und durch die ökonomische Brille, ist eine andere als z.B. die von Tierärzten. Von letzteren kommen in dem Buch einige zu Wort und dabei gehts nicht um Fehler bei der Tierhaltung. Wenn man das so liest, hofft man dann doch irgendwie auf Fleischersatz. Es wird recht anschaulich erklärt, was die hohen Produktionszahlen z.B. für den Stoffwechsel bedeutetn. Also so 2000 bis 3000l Blut muss das Kuhherz für einen Liter milch pumpen und was das für Konsequenzen hat. Sehr informativ.
              Ich rede hier natürlich als Blinder von der Farbe. Was ich nicht glaube ist, dass Leute wie der Autor Wolfschmidt Bock drauf haben, ihren Lebensunterhalt mit der Verbreitung unbrauchbarer Wahrheiten zu verbringen

              • Arnold Krämer sagt

                Die Züchtung verlangt Tier und Mensch schon einiges (zuviel?!?) ab. Da ist vielleicht auch zu einseitig gezüchtet worden. Und nicht alle (Mensch wie Tier) sind den hohen Anforderungen gewachsen. Das gilt aber auch für die Ökobauern, die bewußt auf bestimmtes Material und bestimmte Methoden verzichten müssen. Vieles ist deshalb noch anspruchsvoller und schwieriger zu steuern. Die Mißstände in einzelnen Betrieben der Ökotierhaltung sind vermutlich nicht geringer als bei den konventionellen Kollegen. Das dürfte erst nach und nach thematisiert werden. Die Behörden halten sich bisher zurück.

                Wir sind hier bei dem Thema von vor einigen Tagen. Welche Informationen sind wo vorhanden, werden wie verfügbar gemacht, wie thematisiert, wie und von wem gewertet? Und welche Konsequenzen können/sollen/müssen daraus gezogen werden?

                • Stadtmensch sagt

                  Volle Zustimmung zu Absatz eins. Ansonsten ja – Informationen gibts zuhauf und geredet wird auch sehr viel.
                  Es ist wie es ist: uns Verbrauchern gehts zu gut und wenn wir dann erfahren, dass “schön Hühnchen, schön Hähnchen und buntgescheckte Kuh” so viel auszuhalten haben dafür, dann sollte man eine gefühlte Erklärungsnot nicht mit Wimmelbüchern beantworten. Meine Meinung. Aber vielleicht muss das ja heutzutage so sein…weiß nicht

          • Arnold Krämer sagt

            Das Ergebnis eines (auch landw.) Produktionsprozesses entsteht immer aus dem Zusammenspiel der 5 M’s (nach Ishikawa,Qualitätsmanagement). Maschine, Material, Milieu, Methode und Mensch. Und der Mensch ist in der Tierproduktion in der Tat mit Abstand der wichtigste Faktor. Er ist der Einzige, der verantwortlich (vom Einkauf bis zum Verkauf) eingreifen und steuern kann. Die Schweine z. B. können doch nichts dafür, wenn z.B. die Lüftung nicht richtig eingestellt ist.
            So einfach zu erklären, aber teilweise auch so schwer in der biologiebasierten Praxis umzusetzen. Deshalb gibt es ja auch immer wieder Auffälligkeiten, die von bestimmten Personenkreisen “genüßlich” ausgeschlachtet und skandalisiert werden. Die Probleme sind aber m.E. nicht systemischer Art.

  4. Jürgen Donhauser sagt

    Wir haben in unserem Umfeld für das Buch (um ein realistischeres Bild in Kinderbücher zu unterstützen) geworben. Daraus ist der Gedanke einer „Patenschaft“ für Kitas und Grippen entstanden. 110 Bücher sind alleine dadurch von uns bestellt worden und werden an die Einrichtungen übergeben.

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  5. Bauherr sagt

    Guten Morgen, kann sein , dass ich noch nicht richtig wach bin, aber was ist die Intention dieses Beitrages?
    Ein schlechtes Buch obwohl oder weil das Bocholter Landschwein mitgewirkt hat und womöglich mitverdient?

    Ich denke, dass grundsätzlich Landwirtschaft in Kinderbüchern sinnvoll ist. Damit der beengt lebende Stadtmensch nicht völlig den Faden verliert.

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      • Bauherr sagt

        Kommt vor. Kommunikationsprobleme.

        Mich beschäftigt die FDP und die Demo in Brüssel. Die FDP hat vor der Wahl große Erwartungen geweckt bei Bauern und nun hat sie für 9,5% MWST gestimmt.

        In Brüssel geht es wohl gegen Farm to Fork. Aber wenn der Bürger nicht weiss was das ist, macht eine Demo dagegen nicht viel Sinn?!?

        Vielleicht kann man hier mal aufklären.
        Weil mir diese Sachen im Kopf schwirren, bin ich nicht so aufnahmefähig, sorry.

        • Als Bauer, Vater und Opa
          darf man sich wohl mal Gedanken darüber machen,
          ob die Landwirtschaft in diesen Büchern richtig dargestellt worden ist,
          gerade wo die Gesellschaft sich so von der Landwirtschaft so entfernt hat,

          2. Möchte man ja auch wissen, ob diese Bücher pädagogisch wertvoll sind !

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