Bauer Willi
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Nahrungsmittel teurer, Erzeugerpreise niedriger – wo bleibt die Differenz?

In den Nachrichten hören wir allenthalben, dass die Inflation zwar zurückgeht, die Lebensmittelpreise aber immer noch steigen. So schreibt die FAZ in dem verlinkten Artikel:  “Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent, gegenüber dem Vormonat September um 0,1 Prozent. Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren stiegen auf Jahressicht 13,4 Prozent im Preis. Brot wurde 10,9 Prozent teurer, Obst 9,6 Prozent, Fisch 8,6 Prozent.”

https://zeitung.faz.net/faz/finanzen/2023-11-09/die-neuen-tuecken-der-inflation/957981.html

Dass auch Brot um knapp 11% teurer geworden sein soll, hat mich als Landwirt doch sehr gewundert. Schaut man auf die Erzeugerpreise für Weizen, so zeigen die Preise nur eine Richtung: nach unten. Wurde der Weizen am 14.11.2022 mit rund 302 €/t notiert, so waren es ein Jahr später, am 10.11.2023 lediglich 232 €/t.

https://www.kaack-terminhandel.de/euronext/weizen

Für Obst wird eine ähnlich hohe Preissteigerung angegeben, die sich aus der Statistik aber nur bedingt ableiten lässt.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/579298/umfrage/monatliche-verbraucherpreise-fuer-aepfel-in-deutschland/

Besonders stark gestiegen ist mit 38% der Preis für Olivenöl. Allerdings verbrauchen wir in unserem Haushalt relativ gesehen nur wenig Olivenöl.

Ich habe mich einmal sachkundig gemacht, mit welchen Anteilen, welcher Gewichtung denn überhaupt die verschiedenen Nahrungsmittel in den Warenkorb “Lebensmittel” eingehen. Der Verbraucherpreisindex liegt dabei bei 1.000, der für “Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke” bei 119. Brot geht von diesen 119 mit 18,5 ein, Fleisch und Fleischwaren mit 22,16, Molkereiprodukte und Eier mit 17,64. Obst macht 11,6 aus, Gemüse 13,7.

Verbraucherpreisindex_Waegungsschema-2020

Das sehr stark im Preis angestiegene Olivenöl macht 0,46 aus, was bezogen auf den Nahrungsmittelindex von 119 exakt 0,38% entspricht. Die Preissteigerung erscheint mir verkraftbar. Andere Haushalte verhalten sich also ähnlich wie wir.

Doch noch mal zurück zum Brotpreis und den Getreideerlösen. Wenn, wie oben belegt, der Preis für Brotweizen innerhalb der letzten 12 Monate an der Börse um 23% gefallen ist, warum ist dann der Brotpreis in den letzten 12 Monaten um 11% gestiegen? Von meinen Kollegen aus dem Obstbau höre ich ähnliches.

Könnte es etwa sein, dass sich der Lebensmitteleinzelhandel im Schutze der Dunkelheit die Taschen voll macht? Den Verdacht haben auch andere

Wie Henkel, Pepsico oder Nestlé mit höheren Preisen ihr Wachstum treiben

Was ich mit diesem Artikel sagen will: von den gestiegenen Nahrungsmittelpreisen profitieren die Erzeuger nicht.

Es wäre doch mal eine schöne Aufgabe des Kartellamtes, mal nachzuschauen, welches Spiel Aldi, Lidl, Rewe und Edeka da spielen… Ich sage nur: Oligopol…

Hier noch mal einer meiner ersten Artikel (Januar 2015). Im Großen und Ganzen passt der immer noch.

Das Brötchen im Wandel der Zeit

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65 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    Oligopol kann auch mit besonders scharfem Wettbewerb untereinander einhergehen:

    Bundeszentrale für politische Bildung – Das Lexikon der Wirtschaft —
    Oligopol: —–
    Marktform, bei der wenige Anbieter vielen, relativ kleinen Nachfragern gegenüberstehen. Stehen wenige Anbieter nur wenigen, relativ großen Nachfragern gegenüber, liegt ein bilaterales (zweiseitiges) Oligopol vor.
    Das Oligopol ist eine in der Realität häufig anzutreffende Marktform (z. B. Automobilhersteller, Mineralölindustrie, Computerindustrie oder Flugzeugbau). Oligopole entstehen durch den zunehmenden Interner Link: Konzentrationsprozess (siehe dort)
    in der Wirtschaft und decken in bestimmten Wirtschaftsbereichen bereits den Bedarf an Gütern komplett ab. Die verschiedenen Formen der Oligopole sind sehr unterschiedlich, sodass kein generelles Modell zur Beschreibung der Preisbildung bei dieser Marktform besteht. Oligopole gibt es auf nahezu vollkommenen Märkten wie auf dem Mineralöl- oder Benzinmarkt, auf denen weitgehend gleichartige (homogene) Güter gehandelt werden, und auf unvollkommenen Märkten, auf denen Konsumgüter wie Waschmittel, Tabakwaren oder Computer verkauft werden.
    Typisch für das Oligopol ist, dass die Marktmacht bei wenigen Anbietern liegt, die bei der Festlegung ihrer Preise, Produktionsmengen und Güterqualitäten nicht nur die Reaktion der Nachfrager berücksichtigen müssen, sondern auch die Reaktion ihrer Konkurrenten. Da jeder Wettbewerber einen hohen Marktanteil besitzt, zwingen Maßnahmen eines Oligopolisten, z. B. Preisänderungen oder neue Pkw-Modelle eines Autoherstellers, alle anderen Anbieter von Automobilen zu einer Gegenreaktion. Daraus kann sich ein scharfer Wettbewerb und Preiskampf unter den Oligopolisten um Marktanteile bis hin zum Interner Link: Verdrängungswettbewerb (siehe dort)
    entwickeln. Andererseits besteht die Gefahr, dass die wenigen großen Anbieter einen Waffenstillstand schließen und ihr Marktverhalten untereinander abstimmen, um durch Link hat Vorschau-PopupInterner Link: abgestimmte Verhaltensweisen (siehe dort),
    z. B. durch Aufteilung der Märkte oder Preisabsprachen, einen Verdrängungswettbewerb zu verhindern. Vertraglich festgelegte Absprachen unter Oligopolisten verstoßen jedoch gegen das im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen festgelegte Kartellverbot.
    Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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  2. Frank sagt

    Leider fragen kaum Medienleute nach, wenn die Meldung Erzeugerpreise sinken um 15-10 % sich mit weiter steigenden Verbraucherpreisen trifft.
    Es wohl so, dass die Erklärung zu komplex für heutige Medien ist.

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  3. Arnold Krämer sagt

    Die Endverbraucherpreise kann ein Landwirt mit dem Ziel der Kostenüberwälzung oder der Gewinnsteigerung nur dann erfolgreich bestimmen, wenn er
    1) konsumfähige, also in der Regel verarbeitete Ware anbieten kann
    2) in einer Nische produziert und/oder
    3) eine besondere Markstellung hat
    Alles das ist für die allerwenigsten Landwirte insbesondere in Westdeutschland gegeben.

    Die Möglichkeiten der Kostenüberwälzung besteht für den Verarbeiter (Schlachthof, Molkerei, Mühle, Kartoffelverarbeiter u.a. ) landw. Rohstoffe immer nur dann, wenn seine Marktstellung gegenüber dem LEH relativ stark ist und wenig oder keine weiteren “Mitesser” in der Wertschöpfungskette vorhanden sind.
    Weitere Voraussetzungen: 1. EU-weit knappes Angebot an Rohware
    2. keine oder geringe Einkaufsalternativen für den LEH.

    Je nach landw. Erzeugnis gibt es ein anderes Bild, so dass die landwirtschaftlichen Betriebe aktuell auch sehr unterschiedliche wirtschaftliche Ergebnisse “produzieren”.

    Es spricht aber sehr viel dafür, dass auf der Endverbraucherstufe richtig abkassiert wird.

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  4. Limes sagt

    “Im April ’22 gab es für Weizen Ernte ’23 über 300,-€/t+ und die Ware wird natürlich auch erst die letzte Zeit zu Mehl verarbeitet.”
    Interssant wäre in diesem Zusammenhang auch zu welchem Preis wurden Vorkontrakte im April 2021 für Ernte 22 abgeschlossen. Lagen die nicht 2021 sehr deutlich unter 300 €/to 2022 gab es einen Anstieg der Mehl Preise trotz der niedrigen Preise 2021.

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  5. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Per Verordnung ist festgeschrieben, was als Regelbrennstoff gesetzlich anerkannt ist.

    WEIZEN ist kein Regelbrennstoff – und damit läuft doch alles forthin in geordneten Bahnen.

    Was bedarf es der Worte noch mehr…!?

    Money makes the world go round!!! – Man muss nur den Grundriss einer solchen Soziologie verstehen.

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    • Smarti sagt

      Der “neueste Scheiss” bei der Pferdeeinstreu ist : Brennholzpellets ! 30 Säcke a 15 kg in eine Box leeren und dann Wasser drauf – es löst sich auf, gibt eine saubere Matte und sei angeblich einfacher zu misten als die normalen Späne – und erst noch günstiger.
      Dieses Jahr wo Heu und Stroh wetterbedingt teilweise recht schlechte Qualität haben und deshalb die Pferde anfangen zu husten könnte sich das schnell verbreiten.

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  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Die Bauern jammern, doch das wird seit Jahren schon medial geflissentlich einfach ignoriert.
    (Hier bei Bauer Willi auch schon seit 2015 immerhin!)

    Was hat sich realiter geändert!? Wir diskutieren auch hier diese Thematik immer wieder rauf und runter; und dennoch, es geschieht nix!?

    Daher muss der gemeine Bauernstand endlich selbst dazu erstarken wollen, dass das, was auf den von uns bewirtschafteten Flächen wächst, auch von Erfolg gekrönt an einem hungrig aufnahmefähigen Weltmarkt platziert werden kann, damit schlussendlich in positiven Zahlen auch auf unseren Bauernkonten ankommt; …und das nicht nur als durchlaufende Posten.

    Der absolut dramatische Überwachungsschub, ein exorbitanter Kontrollwahn, der über jeden deutschen Bauernhof -in Niedersachsen und Bayern in schon vorauseilendem Gehorsam- zwischenzeitlich hereingebrochen ist, bald schon die allumfassende Hinterleuchtung von oben , selbst wenn die Bäuerinnen sich „ihre Nase pudern gehen“, die Herren den intimsten Bereich ihres Bauernhauses aufsuchen müssen. Wie lange noch halten wir treudoof geduldig stets unsere Füßchen brav still!?

    Aufstehen – verändern – sich aus der eigenen Lethargie befreien.

    Ja, es funktionierte, wenn wir es denn selbst zuließen, wenn wir DAS(!) tatsächlich nur selbst auch wollten!!!

    Die krass grüne Diktatur derzeit verordnet per Gesetz den Verbrauchern, 65% grüne Energie einsetzen zu müssen. Nur noch EIN DRITTEL FOSSILE ENERGIE darf künftig genutzt werden.

    – Was macht die Landwirtschaft daraus!?
    – Erkennt sie diese Chance für den eigenen Betrieb und setzt hier zügig um, nicht nur im Geiste bisweilen, sondern auch in Praxis!?

    Die Zahlen, Daten und Fakten liegen -wie vor- glasklar auf der Hand. JA(!), spüren die Knute, die hierbei unsere krummen Rücken schmerzhaft zeichnet, und dennoch, was leiten wir aus eben selbiger Handlungsnot heute ab!?

    Wir produzieren auch forthin in Ausschießlichkeit Nahrungsmittel, wie es uns von oben hemmungslos aufoktroyiert wird, um unseren Youngstern ihr Überleben -für wie lange?- zu ermöglichen, ackern viele Alte auf den Höfen bis der Bestatter kommt, belacht von all denjenigen, die es noch rechtzeitig auf‘s heimelige Ruhekäutschle geschafft haben, den Wechsel zu jener Fraktion hin erfolgreich vollzogen haben, die jetzt nur noch Ihre Hände aufhalten/ausstrecken muss, ohne dass diese noch schmutzig werden.

    Extrem dreckig aber ist diese Verlogenheit in der Sache allemal, wie man den gemeinen Bauern allseits in einer geradezu perversen Willkür nackig machen darf – alle jene Protagonisten, die AN DER LW nach wie vor ungeachtet aller möglichen Katastrophenszenarien überreich abzugreifen wissen, in alle erdenklichen Richtungen und man diese dabei jeden Tag geruhsam entspannt zu Bette gehen lässt.

    Etwas vulgär auf den Punkt gebracht (ich entschuldige mich an dieser Stelle):

    Es fehlt jetzt nur noch, dass unsere neuzeitlichen Feudalherren den gemeinen Bauernstand auch noch zum Geldscheißen auffordern…!

    „Ich KANN,
    weil ich WILL,
    WAS ich MUSS.
    (Immanuel Kant)

    Müssen wir wirklich alles wollen, was uns aufoktroyiert wird!?
    Sterben müssen wir, das wohl, es aber anders zu machen, muss aus unserem eigenen Mut, einem unbändigen Willen entspringen. Das kostet natürlich sehr viel Kraft; …ich denke aber, wir kommen niemals zur Quelle, solange wir nicht unter Aufbietung all unserer noch zu mobilisierenden Kräfte gegen den Strom anzuschwimmen wissen…

    Das von den Bauern „genährte“ allgemeine Anspruchsdenken spielt alle Rechte nur den anderen zu, während man selbst sich immer mehr in Verzicht zu üben weiß, in einer Demut, die sehr vielen Betriebsleitern mehr und mehr ihre Würde nimmt.

    Wie viele Bauern fahren auf ihre Äcker, gehen jeden Tag in ihre Ställe!?
    Wie viele Menschlein verdienen ihr tägliches Brot demgegenüber in unserer Lebensmittelbranche, in den der Lebensmittelproduktion nahestehenden Industriesektoren!?

    Genau letztere brauchen ihn, den willig lemminghaften Büßer auf der gesellschaftlichen Anklagebank – da sitzen ganz plötzlich alle Bauern sogleich einsam und alleine vornedran!!!

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    • Bauern meckern immer

      denkt der Städter und macht sich lustig darüber,

      nur weil er sich nicht im geringsten vorstellen kann,
      mit wieviel schwierigen Komponenten, von Wetter und anderen Umwelteinflüssen bis Politik er zu kämpfen hat.

      Ein Büro- und Industriearbeiter kümmert sich um eine Sache!
      Der kann sich nicht vorstellen, wie vielfältig des Bauern Sorgen sind und deswegen auch mal was im Einzelnen darüber zu meckern hat.

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  7. Jochen Böhrer sagt

    Und wieder zeigt sich: Der Ladenpreis.. ob teuer oder Sonderangebot.. wirkt sich nicht oder nur ganz marginal auf den Erzeugerpreis aus. Was für einen Ansatzpunkt haben jetzt all die Bauern, die meinten aufgrund niederer Ladenpreise Auslieferungslager blockieren zu müssen, in der jetztigen Situation für weitere Proteste?

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    • “Der Ladenpreis.. ob teuer oder Sonderangebot.. wirkt sich nicht oder nur ganz marginal auf den Erzeugerpreis aus.” Was ist denn das für eine komische Verschwörungstheorie???

      • Jochen Böhrer sagt

        Das musst Du bei der Matif nachfragen, wie es sich auf den Weizenpreis auswirkt, wenn der Mildenberger 5 cent mehr für die Brezel verlangt oder der Backshop beim Aldi ein Sonderangebot 5 cent billiger macht. Oder Du fragst die Franzosen, die immer für ihre “hohe Wertschätzung” der Lebensmittel (teure Ladenpreise) gelobt wurden, wieso die dortigen Bauern für international gehandelte Rohstoffe maximal das Gleiche bekommen wie wir und für Milch und Schlachttiere meist weniger bekamen.

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      • Jochen Böhrer sagt

        Ich habe die Verbraucherpreise für Milch vom NETTO im Jahr 2019.
        Berchtesgadener 42 cent teurer als die Hausmarke (von der Hohenloher Molkerei) . Auszahlungspreis an die Landwirte bei den Berchtesgadener 2,4 cent mehr. Mit Glyphosatverbot.
        In der Hochpreisphase letztes Jahr hatten die Berchtesgadener bundesweit den schlechtesten Auszahlungspreis, waren im Laden aber immer noch die teuersten.

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        • Die Berchtesgadener Molkerei eignet sich schon mal gar nicht zur Bestätigung Deiner Thesen, sie ist ein absoluter Sonderfall, der Pointner hat sich in seiner Geschäftspolitik in letzter Zeit total vergallopiert1

          • Jochen Böhrer sagt

            Um es kurz zusammenzufassen.
            Zitat Willi:
            “Was ich mit diesem Artikel sagen will: von den gestiegenen Nahrungsmittelpreisen profitieren die Erzeuger nicht.”
            Zitat Jochen (der das auch so sieht):
            “Der Ladenpreis.. ob teuer oder Sonderangebot.. wirkt sich nicht oder nur ganz marginal auf den Erzeugerpreis aus.”
            Zitat Mark:
            “Was ist denn das für eine komische Verschwörungstheorie???”

            • Richtig ist, dass von den gestiegenen Nahrungsmittelpreisen in erster Linie der Handel profitiert hat und die Erzeuger und Verarbeiter eher nicht, dort kam es meist nur zu einem Ausgleich der gestiegenen Kosten, also nicht zu einem “Profit”. (Theorie Willi)
              Falsch ist, “Der Ladenpreis.. ob teuer oder Sonderangebot.. wirkt sich nicht oder nur ganz marginal auf den Erzeugerpreis aus.” Theorie Böhrer) Fakt ist, dass innerhalb der Wertschöpfungsketter eines Produktesnur das anteilig verteilt werden kann, was am Ende erlöst werden kann. Sinken die Ladenpreise, so wirkt sich dies sogar meistens überproportional stark auf die Erzeugerpreise aus, da diese am Anfang der Kette stehen und meist sich in einer schwachen Marktposition befindet. Steigen die “Ladenpreise” z.B aufgrund sich ändernder Knappheitsverhältnisse steigen auch die Erzeugerpreise, diese können sogar auch mal überproportional stark steigen.

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              • Jochen Böhrer sagt

                Ursache für “billige” Preise (Verbraucher und Erzeuger)?
                Zuerst Henne oder zuerst Ei?
                “Steigen die “Ladenpreise” z.B aufgrund sich ändernder Knappheitsverhältnisse “.. ja. das gibts.
                Und genau gibt es, dass sie aufgrund sich ändernder Überschussverhältnisse sinken. Für diese Überschüsse ist aber nicht der LEH verantwortlich.

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                • “Für diese Überschüsse ist aber nicht der LEH verantwortlich”
                  Hat dies irgend jemand behauptet??
                  Tipp: Vielleicht liest Du Dir den obigen Beitrag von Arnold Krämer durch, er hat den Sachverhalt sehr gut dargestellt.

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  8. Reinhard Seevers sagt

    Das Fatale ist für die Zukunft: Je effizienter und energiesparender die Rohstofferzeugung erfolgt, umso weniger wird beim Erzeuger hängen bleiben. Da die Löhne weiter steigen, wird die Verarbeitung und Vermarktung teurer, der Rohstoff aber wiederum nicht…..es geht weiter wie immer.
    Die arbeitsteilige Gesellschaft hat sich ihren Ernährer gut erzogen, und sie hat auch die richtigen Handlungsoptionen in den eigenen Händen.

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  9. Marian E. Finger sagt

    “Arbeit, rechtschaffene Arbeit war die Quelle allen Reichtums. Das heißt, ob es sich nun um einen Sack Kartoffeln, ein Klavier oder einen siebensitzigen Tourenwagen handelte, alles entstand durch geleistete Arbeit. Der Betrug setzte erst bei der Verteilung dieser Dinge ein, nachdem Arbeit sie geschaffen hatte. Er (Burning Daylight, Held der Geschichte) hatte nie erlebt, dass sich die schwielengewohnten Söhne der Arbeit am Klavierspiel vergnügten oder in Automobilen spazierenfuhren. Weshalb das so war, erklärte sich aus dem Betrug. Zu Zehntausenden und Hunderttausenden wachten Männer nächtelang und schmiedeten Plöne, wie sie sich zwischen die Arbeiter und die Dinge schieben könnten, die von den Arbeitern produziert wurden. Diese Pläneschmiede waren die Geschäftemacher. Wenn sie sich zwischen den Arbeiter und sein Produkt drängten, dann schnitten sie sich davon ein Stück ab. Die Größe dieses Stücks wurde nicht von irgendwelchen Gerechtigkeitserwägungen, sondern einzig und allein von ihrer eigenen Kraft und Gemeinheit bestimmt. Sie nahmen sich immer das Äußerste, “was das Geschäft zuließ”. Er sah, dass es alle Männer beim Geschäftespiel so machten.”

    Auszug aus:
    Jack London: Lockendes Gold, geschrieben 1909

    Seit damals hat sich nichts, aber auch gar nichts geändert. Jeder weiß es, wusste es schon immer. Und trotzdem ändert sich nichts.

    Warum also den Empörten spielen und so tun, als wäre das mit den 11% Preissteigerung beim Brot nun ganz was Neues? Es ist doch immer dasselbe uralte Spiel.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Es ist nunmal das Leben, das die Ungerechtigkeit zu Tage fördert. Während sich die GdL hinstellt und unmittelbar Druck ausübt in dem es den Bahnverkehr einschränkt, damit ihr Portemonnaie besser gefüllt wird, wird den Bauern noch ein neuer Stein in den Weg gelegt. Er darf seine Existenz weiter mit weniger Einnahmen und höheren Auflagen Fristen, während andere billigeres Brot fordern. Merkst selber oder?

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Die GDL hat Klaus Weselsky,einen ausserordentlich starken TYP und wen hat der DBV!!

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        • Jochen Böhrer sagt

          Wenn sich Unternehmer mit Arbeitnehmern vergleichen und verlangen, dass sie der Verband zum Streiken zwingt, ist man endgültig auf BDM-Niveau abgesunken.
          Preisverhandlungen muss man entweder selber führen oder in Erzeugergemeinschaften bündeln.
          Bei den Pachtgeboten verzichtet man doch auch auf jemand, der einen am Händchen führt und vor Dummheit abhält.

          Wenn ein Arbeitnehmer einen Tag streikt, zahlt die Gewerkschaft 2/3 des Lohns. Wenn ein Bauer seinen mit vielen Vorkosten erzeugten Weizen oder seine Milch vernichtet, sind das ganz andere Werte. Und es dient ganz gewiss nicht der Glaubwürdigkeit, wenn man sich einerseits gegen Stilllegung und Produktionseinschränkungen wehrt und andererseits mit Produktionsstopp droht.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Es ist immer dasselbe uralte Spiel, aber nur deshalb, weil wir Bauern “Brot und Spiele” perfekt zu befeuern wissen.

      Warum ist dem so!?
      In wessen Händen ruht die Ausbildung der gemeinen Bauern!?
      Wie definieren sich unsere Märkte innerhalb freiheitlich demokratischer Gesellschaften:
      Bedienen die Bauernlemminge planwirtschaftlich via Schreibtischdiktat aufgenötigte Feudalherrschaften oder, wie gerne und oft kommuniziert, freie offene Märkte als “freie Unternehmer (hust…)!?

      Vater Staat hat uns zu rückgratlosen Empfehlsempfängern erzogen, zu demütigen Hampelmänner/-frauen erzogen – kaum jemand muckt, leistet Widerstand.

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      • Obstbäuerin sagt

        Das ist ja auch nicht so einfach, wenn Protest oder nicht regelkonformes Handeln mit Ordnungsrecht verhindert wird. Lokführer können den Bahnverkehr lahmlegen und alle oder viele haben Verständnis und keiner haftet persönlich für den Schaden. Wenn aber Bauern mit ihren Traktoren aus Protest die Autobahn blockieren, hagelt es saftige Ordnungsstrafen, die jeder einzelne bezahlen muss. Genauso könnte man ja die Belieferung einer Kette mit zu niedrigen Erzeugerpreise einfach einstellen aber dann bleibt man auf der Ware sitzen und wird vielleicht ganz ausgelistet. das kann sich heute niemand mehr leisten. Ein Dilemma.

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        • Schorsch Summerer sagt

          Als Erkenntnis aus dem Milchstreik wissen wir dass eine ORGANISIERTE Nichtbelieferung durch Landwirte ein Boykott wäre und deshalb verboten ist. Wurde damals geändert oder präzisiert.

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          • Smarti sagt

            Herr Summerer, wie wäre es wohl, wenn die Arbeiter der Molkereien, die Lageristen und Fahrer der Verkaufsware streiken würden ? Zwar im Namen der Milchlieferanten aber doch als Angestellte der Molkereien ( die ja teils den Landwirten gehören ). Man könnte dann vielleicht sogar einen “Notbetrieb” fahren, damit keine Milch verworfen werden muss.
            Warum sollen Bahnarbeiter streiken dürfen und Molkereiarbeiter nicht ?
            Oder müssten wir Landwirte uns erst von der Molkerei anstellen lassen ? So mit Kurzarbeit und aufstocken … ?

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            • Schorsch Summerer sagt

              Mir gefällt das auch nicht, doch so ist es nun mal in einem Rechtsstaat. Angestellte dürfen organisiert streiken. Lieferanten dürfen das organisiert NICHT! Für den Interessenausgleich darf nur die Politik sorgen, doch die haben wir nicht auf unserer Seite.

            • Jochen Böhrer sagt

              Wenn ein Arbeitnehmer streikt, der 4000€ an 20 Arbeitstagen verdient, so fehlen ihm an einem Streiktag 200€, wovon er wieder 133€ von der Gewerkschaft bekommt. Geld, das er vorher bezahlt hat (Schulden machen die auch nicht) .
              Wenn ein Bauer im Monat 4000€ mit Milcherzeugung verdient und schüttet die Milch einen Tag lang weg, so fehlen ihm nicht nur die 200€ Gewinn, sondern auch das, was er in die Produktion gesteckt hat. Bei 2000 Liter Milch/Tag sind das also insgesamt ca 900€.
              Sollte ihm dann der Verband 600€ geben?
              Das nur als Anmerkungen an die UNTERNEHMER, die meinen, sich mit Arbeitnehmern vergleichen zu müssen und vom Bauernverband gleiches Vorgehen wie von einer Gewerkschaft erwarten.

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              • Schorsch Summerer sagt

                Völlig korrekt bei den Auswirkungen für den Unternehmer Landwirt! Zudem ist die Ware jederzeit austauschbar und mit ein wenig mehr Geld auf dem Weltmarkt beschaffbar. Dass uns die ehemaligen Empfänger dieser Lebensmittel unter Umständen dann “besuchen”, wen interressiert das schon. Bislang jedenfalls.

  10. Smarti sagt

    Der Brötchenpreis beinhaltet ja auch einiges an Steuern, Maut, Diesel… so dass er recht undurchsichtig ist. Da wir selber backen und dafür das Mehl kaufen ( auf unserem Hof können wir kein Brotmehl erzeugen ) ist mir aufgefallen, dass der Mehlpreis kräftig gestiegen ist. Laut Index die letzten drei Jahre um 73 Prozent. Obwohl der Weizenpreis bei den Landwirten letztes Jahr ja kräftig gefallen ist, ist der hohe Mehlpreis stehen geblieben.
    Ich würde sagen, das ist der Beweis, dass der Handel ein mal steigender Preis nicht wieder runter lässt, obwohl er längst viel weniger im Einkauf zahlen muss. Ein Preis im Laden hat so gut wie nichts mit dem Erzeugerlohn zu tun.

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    • Bauer Willi sagt

      Und warum regt das niemanden auf? Warum wird darüber in den Medien nicht berichtet?
      SAUEREI!

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      • Eine schöne Schlagzeile für die Presse ist doch:

        Die Preise im LEH spiegeln den wahren Wert der Ware nicht wider!

        Oder ähnlich

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    • Hauke Jaacks sagt

      Bei der Butter ist es anders,weil jeder diesenPreis kennt und Aldi dieses auch sehr medienwirksam verbreitet.Also ist der Handel noch so klein er bringt mehr als Arbeit ein

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  11. Bergamasca sagt

    A propos Olivenöl: Wir verwenden ausschließlich Olivenöl und verzeichnen als Verbraucher einen Preisanstieg von sage und schreibe 50% im Vergleich zu vor Beginn des Ukrainekriegs.
    Geschätzt gut die Hälfte dieser 50% kam aber erst seit den letzten Sommermonaten dazu und ist bislang offenbar rein spekulativ (https://www.lanazione.it/economia/prezzo-olio-vvnoyea9). Die Olivenernte hat gerade erst begonnen, aber schon seit Monaten werden wir medial-mental darauf vorbereitet, dass sie wegen der Trockenheit mager ausfallen wird und dass auch die nordafrikanischen Länder aus eben diesem Grund ihre Exporte zurückfahren werden.

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  12. Martin Krist sagt

    Moin Willi, hast du keinen Weizen in ’22 für Ernte ’23 vorverkauft/einen Kontrakt gemacht? Im April ’22 gab es für Weizen Ernte ’23 über 300,-€/t+ und die Ware wird natürlich auch erst die letzte Zeit zu Mehl verarbeitet. Ich weiß natürlich nicht, wieviel Weizen der Ernte ’23 vorkontraktiert war, aber es wird kein kleiner Teil sein. Frag mal bei der örtlichen Genossenschaft nach. Natürlich haben alle Handelsstufen höhere Kosten und nehmen sich was geht Ukraine und Weltmarkt tuen ihr übriges für die niedrigen Erzeugerpreise im Moment.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      In der Ukraine läuft gerade nix,weil der Transport zu teuer und die Korruption allgegenwärtig ist.
      Gab gestern einen Bericht über Schweizer Bauern in der Nähe von Odessa in der TAZ.

    • Bauer Willi sagt

      @Martin Krist
      Das soll die Erklärung sein? Ich war vierzehn Jahre lang Vorstandsmitglied unserer Genossenschaft (Buir-Bliesheimer) und weiß daher, dass die Vorkontrakte maximal 40% der Erntemenge ausgemacht haben.
      Und noch mal: die Brotpreise steigen, die Weizenpreise fallen.

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  13. Es liegt an der Marktstellung des Handels:

    Polypol – Oligoüpol – Polypol

    Der Handel als Oligopolist sieht sich sowohl auf der Anbieterseite als auch auf der Abnehmerseite Polypolisten gegenüber und kann die Überlegenheit des Oligopolisten gegenüber dem Polypolisten am Markt voll ausspielen. Ist eben ein marktwirtschaftliches Naturgesetz (Wirtschaftswissenschaft Markroökonomie 1. Semester)

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      • Reinhard Seevers sagt

        …”gesetzliche Verkaufsverbote unterhalb der durchschnittlichen Herstellungskosten von Agrarerzeugnissen zu etablieren…”

        Das ist auch aus meiner Sicht eine Art Sozialismus. Warum dann nicht gleich einen Festpreis für die Erzeugerpreise festlegen.
        Durchschnittliche Herstellungskosten beinhalten eben genug Hersteller, die unterhalb und oberhalb dieses Durchschnittes liegen. Und diese Unterschiede können durch unterschiedlichste Gründe ausgelöst werden. Es ist also nichts anderes, als ein Eingriff in den Markt mit den Folgen, dass die Wirkung des Marktes sich verschiebt, aber nur zeitlich, mehr nicht.
        Außerdem bedarf es einer einvernehmlichen Form der Feststellung der durchschnittlichen Herstellungskosten….kontrollierbar, verifizierbar, einvernehmlich akzeptiert.

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        • Ostbauer sagt

          Das ist doch die Frage, vor dessen Beantwortung wir uns scheuen.
          Entweder Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage und allen Kosequenzen, wie Globalisierung,Spekulation oder Oligopol etc, oder Planwirtschaft mit staatlichen Direktiven, welche wir ja bereits heute zur Genüge haben.
          Die meisten meiner Berufskollegen bevorzugen wohl die Marktwirtschaft, wahrscheinlich aus der Historie von vor über 30 Jahren.
          Damals gab es so einen Spruch: Was interessiert mich, ob in China ein Sack Reis umfällt. Heute sollte es jeden interessieren.
          Die wahre Situation heute ist doch, dass wir in der Landwirtschaft mehr Auflagen und Vorschriften haben, als zu Ostzeiten aber die Einflüsse durch den Markt komplett ausufern.
          Ernährungssicherheit und Selbstversorgungsgrad eines Landes sollten nicht unterbewertet werden in unserer heutigen unsicheren Zeit.
          Allerdings werden wir uns das bei den ganzen eingegangenen Verträgen im Zeichen der Globalisierung wohl abschminken können. Dazu wäre eine gewisse Abgrenzung nötig und hierzu ist kein Politiker bereit.
          Also bleibt alles beim alten. Alle regen sich über das Höfesterben der tragenden Familienbetriebe in der Landwirtschaft auf, welche ja angeblich alle so wollen.
          Die Weichenstellung der nationalen, europäischen und globalen Politik wird genau das Gegenteil bewirken.
          Es wird sicher auch einige geben, welche,entweder in der Niesche oder mit genug Kapital , das Leitbild des Familienbetriebes erfolgreich fortführen werden.
          Alle makroökonomischen Gesetzmäßigkeiten; bei jetzigen Bedingungen; weisen jedoch nur in eine Richtung – großflächigen Ackerbau und Tierproduktion in ostdeutschen Dimensionen.(wenn sie denn noch vorhanden ist)
          Man kann das verteufeln oder gutfinden, im System Marktwirtschaft unter den gleichen heutigen Bedingungen wird es so kommen. Meine Meinung.
          Übrigens; auch vor Bio wird das nicht halt machen.

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          • Arnold Krämer sagt

            Die Agrarpolitik gestaltet die Rahmenbedingungen in D und der EU zunehmend so, dass sie das Gegenteil von dem bewirkt, was angeblich gewollt ist. Und dieser Prozess beschleunigt sich, weil er auch für den nachgelagerten mittelständischen Sektor gilt. Dahinter steckt der Versuch, in einer grundsätztlich marktwirtschaftlichzen Ordnung mit allerlei planwirtschaftlichen und ordnungsrechtlichen Eingriffen das Klima, die Biodiversität zur retten, Gerechtigkeit und Sicherheit zu schaffen bei gleichzeitig hoher Moralität und da wo es dann “kneift”, mit Subventionen Ausgleich zu schaffen. Das größte, jetzt endgültig gescheiterte Vorhaben dieser Art ist die Umgestaltung der Tierhaltung in D mit jährlich hohen Milliardenbeträgen bei gleichzeiutig offenen EU- Märkten. Welche Hybris, welche Dummheit.
            Der Staat belügt die Bürger, aber die Bürger belügen auch mehr und mehr den Staat. Keine guten Aussichten.

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            • Schorsch Summerer sagt

              Ist es denn wirklich anders gewollt? Die Politik fährt doch super mit der jetztigen Konstellation. Die Nahrungsmittelrohstoffe bleiben billig und dank des Überlebenswillens der Hofbesitzer reichlich verfügbar, der Verbraucher mault nur ein bischen über die Preise und die Prügel für die angeblich so schlechten Produktionsbedingungen stecken die Bauern ein und nicht die Politik.

    • ” Ist eben ein marktwirtschaftliches Naturgesetz (Wirtschaftswissenschaft Markroökonomie 1. Semester) ”

      Nö, in der Volkswirtschaftslehre nennt sich das Mikroökonomie. Und im 1. Semester geht es ganz sicher nicht um Preisbildungsprozesse in oligopolistischen Märkten. Und es ist auch mitnichten egal, ob die wenigen Marktteilnehmer auf der Angebots- oder auf der Nachfrageseite stehen. Wir bewerten auch Marktergebnisse nach Cournot oder Bertrand ganz anders, nix Naturgesetz. Ganz so schlicht ist es dann doch nicht.

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  14. Peter sagt

    Hier noch mal einer kleiner Auszug aus meinem Beitrag von vorgestern: Also wir brauchen keine Mafia. Das „Zusammenspiel“ von Industrie, LEH und Politik ist völlig ausreichend, um die monetäre Umverteilung in einige auserwählte Geldspeicher zu organisieren.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      …Hmmmmh, sind das dann keine mafiösen Strukturen!?

      Leben wir in einer Bananenrepublik, ohne das wahrhaben zu wollen!?

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  15. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Sonntag morgen hast du auch die gestiegenen Transportkosten mit berücksichtigt da ja alles transportiert wird und der Diesel deutlich teurer ist

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    • Bauer Willi sagt

      Die Löhne sind auch gestiegen und die Energiekosten insgesamt auch. Aber das trifft ja für die Landwirtschaft in gleichem Maße zu. Und warum steigen die Produktpreise immer noch während die Rohstoffpreise sinken?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Anteil Weizen am Brötchen ist weniger als 1%, das wissen wir doch alle. Wenn die übrigen Anteile größer sind, wird natürlich auch ein Anstieg von Lohn und Energie dort anteilsmäßig anders durchschlagen.

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        • ReinerStoff sagt

          Wenn es wenigstens ehrlich kommentiert werden würde… aber meist ist einfach der Rohstoffproduzent schuld, weils einfacher ist so den schwarzen Peter weiter zu geben, anstatt auf die steigende Kostenspirale aus Steuern, Arbeitskosten, eig. Gewinnoptimierung etc. hinzuweisen.

          Das schwächste Glied in der Produktionskette darf sich dann anhören, immer jammern obwohl die Lebensmittel doch so “teuer” sind/werden aber nur neue riesige Schlepper fahren….

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      • Wir produzieren doch nur Rohstoffe und an jedem Rohstoff verdient man dran, wenn er in die Verarbeitung und Handel kommt.

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