Bauer Willi
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Lebensmittelversorgung – Aktion Grüne Hände

Noch ist die Versorgung mit Lebensmittel gesichert. Deshalb macht es keinen Sinn, diese jetzt zu „hamstern“. Die Aussagen der Politiker und der Supermärkte, dass die Läger gut gefüllt sind, stimmen. Sie stimmen noch. Doch das könnte sich ändern.

Was Politiker und Supermärkte derzeit kaum auf dem Radar haben, ist die Personalsituation. Zu Beginn des Frühjahrs kommen jedes Jahr zahlreiche Saisonarbeiter aus dem Ausland, um vor allem in Sonderkulturen wie Gemüse, Kräuter, Salat, Spargel, Erdbeeren die notwendige Pflege- und Erntearbeit zu erledigen. Aber auch Frühjahrsarbeiten in Obst- und Weinanlagen sind jetzt notwendig. Die aktuelle Situation zeigt, dass viele ausländischen Mitarbeiter nicht kommen können oder nicht kommen wollen. Sie wissen derzeit nicht, ob und wann sie wieder zurückkehren können. Diese Personalsituation ist aber auch in den Ländern, die normalerweise Gemüse und Obst liefern, nicht anders. Auch in Spanien oder den Niederlanden könnte es mit Saisonarbeitern bald eng werden und dann könnten Importe ausbleiben. Und was jetzt nicht gesät und gepflanzt wird, kann im Sommer nicht geerntet werden.

 

Ein Weg: Selbsternte

Keiner weiß, wie lange die Situation so bleibt, wie sie derzeit ist. Spätestens im April geht aber die Arbeit im Feld los, dann soll Gemüse und Salat gepflanzt werden, Erdbeeren gepflückt und Spargel gestochen werden.  Bei Erdbeeren kann man die Felder zur Selbsternte öffnen. Das ist bei Spargel nicht möglich, weil dazu geübte Hände benötigt werden. Die kann man anlernen. Da derzeit bundesweit alle Schulen und Universitäten geschlossen wurden, wäre das eine Arbeit, die z.B. von Lehrer*innen, Schülern oder Studenten übernommen werden könnte. Abrechnen kann man das auch mit Naturalien! Wenn ihr also Interesse habt, fragt bei einem Bauern nach, ob er eure Hilfe gebrauchen kann.

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Die perfekte Lösung: Lebensmittel selbst anbauen

Wer sicher sein will, dass er im Sommer und Herbst genügend frisches Gemüse, Kräuter und Salat für sich und seine Lieben hat, dem stellen wir Bauern gerne unsere Flächen zur Verfügung. Da können dann euer Lebensmittel wachsen. Wir Bauern bereiten den Acker saatfertig vor, machen auch eine Grunddüngung und ihr sät oder pflanzt es mit den Kulturen ein, die ihr gerne essen wollt. Wir Bauern bekommen dafür eine Pacht, zum Beispiel 0,50 € pro Quadratmeter/Jahr. Für 100 qm sind das 50 € und da wächst das Jahr über ganz schön viel Gemüse. Ob das Bio oder Konventionell ist, entscheidet ihr selbst. Es ist ja dann euer Acker. Und wenn ihr Fragen habt: wir wissen, wie es geht.

Liebe Mitbürger: Sprecht mit eurem Landwirt, ob ihr helfen könnt oder ob er euch eine Fläche für den eigenen Anbau überlässt.

Liebe Berufskollegen: Macht diese Idee publik. Per Mail, per digitale Medien, einer Anzeige in der Zeitung oder sonst wie.

Aktion Grüne Hände – was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele

Euer Bauer Willi

 

 

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146 Kommentare

  1. knuffel61 sagt

    Hallo
    ich habe nur ein paar der Beiträge gelesen, ich vermisse eines total, welche Entlohnung wird denn geboten von dem Erzeugern.??
    Bei Dritte Welt Ländern wird rumgemeckert über Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen etc.. Ist es hier soviel besser? Oder sind die deutschen Arbeitslosen nur zu faul, oder pingelig um Arbeiten auf dem Acker zu verrichten?
    Das in einer ZDF Sendung ausgestrahlte Interviev hat mich doch ein sehr nachdenklich gestimmt. O-Ton: Die meisten der Arbeitslosen können nicht 8 Stunden am Tag arbeiten. Dann schmerzt der Rücken zu sehr.
    Keine Frage die Erzeuger sind stark gebeutelt von den diktierten Preisen der Supermarkt Ketten.

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  2. Thomas Apfel sagt

    Wie gerade die Krise dazu beiträgt, dass der LEH noch mehr Marktanteile und Macht bekommt, ist mir gerade an einem Schreiben meines Verbandes an die Einzelhandelsgärtnereien klargeworden. Während diese Gartenbaubetriebe, wenn sie nicht überwiegend Gemüse, Obst oder Gemüse- und Obst-Jungpflanzen erzeugen, schließen müssen, geht der Verkauf der Frühjahrsblüher, Sämereien und Jungpflanzen/Zierpflanzen aller Art in Ketten und Baumärkten munter weiter. Das Gleiche gilt ja übrigens auch für z.B. Bücher, die bei Real oder Andren munter weiterverkauft werden, während die Fachgeschäfte schließen müssen. Am Ende wird der LEH seine Machtposition auf ganzer Breite ausgebaut haben. Die Hoffnung auf mehr Aufmerksamkeit für regionale Lieferketten wird nur für die Zeit der Krise Bestätigung erhalten. Der Einzelne Betrieb kann sich jetzt gewiss eine Nische erarbeiten, insgesamt werden aber die kleineren Handels- und Dienstleistungsstrukturen baden gehen und damit die für Direktvermarktung wichtigen funktionierenden Innenstädte.

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    • Schmeckt gut sagt

      Warum wohl, sollen die Warenströme an der Grenze nicht behindert werden? Wir werden so noch abhängiger von Importen. Hier läuft etwas gehörig schief.

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  3. Hallo an alle, die das lesen!
    Ich berichte kurz von unserer Situation: Wir bewirtschaften einen wirklich großen Sonderkulturbetrieb im „Niederbayrischen“ bei Straubing. Mit sämtlichen „Problemstellungen“, von denen Bauer Willi berichtet bzw. über die er sich Gedanken gemacht hat und die Anlass für seine Aktion waren, finden wir uns auf unserem Betrieb auch konfrontiert. Die Haupt-Spargelernte steht bevor, daneben das Pflanzen von Strauchbeeren (v. a. Himbeeren) und Erdbeeren und natürlich auch die Ernte unserer Beerenfrüchte!
    Wenn es tatsächlich jemanden gibt, der uns helfen möchte, der mag sich gern an uns wenden, Arbeit gibt es immer! 😉 Mirjam Schröter von der Baumann-Truppe

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    • Mark sagt

      Ganz ehrlich: von diesem Drosten halte ich nichts! Der wurde von den Coronaviren in die Medien gespült und treibt dort sein „karriereförderliches“ Unwesen.

      Mehr halte ich von einer Professorin, die keine Karrierepläne mehr hat! https://www.radioeins.de/programm/sendungen/die_profis/archivierte_sendungen/beitraege/corona-virus-kein-killervirus.html
      Der Hammer ist ja, dass sich der öffentlich- rechtliche brandenburgische Radiosender für dieses Interview entschuldigen musste!!

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      • Brötchen sagt

        Mark ich hatte das auch gehört. man kann von dem drosten halten was man will, er erklärt etwas zu Entstehung der Immunität und zu den entsprechenden Tests. Fand ich ganz informativ.

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      • Thomas Apfel sagt

        Hallo Mark,
        deshalb meine These „Schockstrategie“. Es geht entweder um einen Test, in wieweit man geschürte Panik zum Durchsetzen restriktiver Maßnahmen nutzen kann. Das wäre noch der mildeste Fall. Die andere Variante wäre das Durchsetzen von „Bail in“-Maßnahmen zur Rettung der Finanzindustrie, auch um Schlimmeres zu verhindern und Zeit zu gewinnen. Die schlimmste Variante wären ausufernde Kriege, immer mit der Chance der Totalzerstörung der Lebensgrundlagen. Wenn das verhindert werden kann, ist mir fast jede Maßnahme recht.

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  4. Obstbäuerin sagt

    Mit Sorge nehme ich zur Kenntnis, dass die Versorgung der Bevölkerung auf ein Logistik- und Sicherheitsproblem reduziert wird. Alles ist zur Zeit wichtiger als die Produktion von Lebensmitteln. Noch fahren die LKW über die Grenzen aber auch das wird irgendwann problematischer. Schon jetzt stehen sie mehrere Stunden an den Grenzen in der Kontrolle. Diese Krise scheint tatsächlich prädestiniert dafür zu sein, den Menschen in der Stadt vor Augen zu führen, dass Essen nicht im Supermarkt wächst.

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  5. Andreas sagt

    Wie sich die Länder in der Coronakrise unterscheiden:
    In Frankreich werden Präservative gehortet,
    in Italien sind die Rotweinregale leergeräumt.
    In Holland wird Marihuana gehamstert und in Deutschland
    sind die Regale mit Nudeln und Toilettenpapier ausverkauft !

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Wie sich die Länder in der Coronakrise unterscheiden:
      In Frankreich werden Präservative gehortet,“

      Na ja, ich beschränke mich auf meine Frau. 😉

      „in Italien sind die Rotweinregale leergeräumt.“

      Ist mir egal, habe mir vor einer Woche 5.000 Liter zugelegt.

      „In Holland wird Marihuana gehamstert und in Deutschland
      sind die Regale mit Nudeln und Toilettenpapier ausverkauft !“

      Nudeln im Landhandel kein Problem, aber Toilettenpapier, habe mir gestern noch eine Packung unter den Nagel gerissen, Marke Recycling-Schmirgelpapier. 🙂

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    • firedragon sagt

      Ausser dem Latexzeug, stellt die Selbstversorgung in den anderen Kategorien kein Problem dar 😇

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      • Ferkelhebamme sagt

        Das scheint regional sehr unterschiedlich zu sein, hier gibt’s noch jede Menge Toast, dafür ist Klopapier wieder leer. Und Nudeln und Milchprodukte waren geräubert heute morgen. War übrigens schön ruhig im Supermarkt, nur die Verkäuferinnen haben im Schweiße ihres Angesichts nachgeräumt. Vielen Dank an diese fleißigen Lieschen! Bio ist übrigens auch wieder stehen geblieben: hamstern die Gutmenschen nicht? Oder kommen wir gerade in der Realität an?

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        • firedragon sagt

          Ferkelhebamme,
          von Hugo drauf aufmerksam gemacht, habe ich heute einen Beutel Heumilch mitgenommen, halt Dich fest – reduziert auf 85 Cent von 1,70€.
          Die Milch ist okay, mir schmeckt unsere Milch besser.

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        • Inga sagt

          Bei uns im Rewe gab es noch nicht mal
          Trockene Bohnen, Erbsen und Linsen. Zwiebeln kommen auch morgen erst.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Gestern gab es bei uns in jedem Laden noch Toastbrot.

        Gestern hatte ich einen Arzttermin und meine Frau bat mich 2 päckchen Mehl mitzubringen, nebst Hefe.

        Im örtlichen Lidl, kein Klopapier, keine H-Milch, keine Nudeln, keine Hefe und kein Mehl. Eine Bekannte bot mir an, mir mit einem Kilo Mehl aus zu helfen, sagte ihr, lass mal, ich bekomme das Mehl irgendwo her.

        Da ich für meine Hühnerfarm eh 25 Kg Hühnerfutter brauchte, fuhr ich dort hin, 2 Paletten Mehl meinte die Frau des Inhabers, könnte die mir verkaufen. 2,5 Kg kaufte ich, aber Hefe hatte ich immer noch nicht. Anschließend ging es in das Edeka und kaufte einen Kasten Bier, wenn schon da, dann schaue ich mal nach Hefe, nicht da, aber Nudeln und 2 Packungen Klopapier der Marke Recycling-Schmirgelpapier, wovon ich eine Packung kaufte.
        Jetzt fehlte noch die Hefe, daher ging ich in das ALDI, dort sah es noch trostloser aus, keine Milch, kein Mehl, keine Nudel, kein Klopapier, die Truhen mit dem gefrosteten Gemüse, leer, aber das schlimme war, Hefe war auch nicht da und gerade die braucht ich.
        In der Nähe war noch mal ein LIDL, sah genau so aus, aber was sah ich da, Hefe. 🙂
        Glücklich setzte ich mich in mein Auto und fuhr nach Hause.

        Übrigens, beim Arzt war ich auch noch, nicht wegen dem Virus, sondern wegen meinen Ohren.

        0
  6. Paulus sagt

    Ich habe das Bedürfnis mal mitzuteilen welche Nachricht sich in unserem Briefkasten befand.
    Sinngemäß: „Liebe Nachbarn, da wir z.Zt. nicht zur Schule gehen können, möchten wir die freie Zeit nutzen um ihnen behilflich zu sein. Wenn sie das Haus nicht verlassen möchten oder können, erledigen wir gerne Einkäufe oder Botengänge und bringen uns auch sonst ein …, für dringend notwendige Fahrten steht auch ab 14:00 Uhr ein Pkw zur Verfügung. Wir freuen uns wenn … usw. Diverse Namen und Tel.-nummern.
    Ich finde das klasse und damit scheint das Geschwafel, die Jugend seit Aristoteles betreffend eindeutig widerlegt.
    Wir spendieren den Kids nach Corona garantiert eine ordentliche Fete.

    +7
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das ist eine tolle Sache von den Schülern, da können die etwas zurecht rücken, was die FFF Bewegung an älteren Menschen verbrochen hat, die Aussage, die älteren Menschen versauen den Jungen die Zukunft.

      Es gibt aber ein Haar in der Suppe, die halten dich für einen alten Menschen, es ist nur die Frage, ob Du ein Krufti, oder bereits ein Verwesi bist. 😉 🙂

      +3
      • Paulus sagt

        Ehemaliger, mit Ende 64 muss man mich nicht für einen alten Menschen “halten“, ich bin es; und lt. Sterbetafel habe ich vielleicht noch so ca. 10 Jahre ± ein paar Jährchen vor mir.
        Bis jetzt gelte ich hier ja als ewiger Nörgler, Klugscheißer und Haar-in-der-Suppe-Finder. Nun fängst du auch noch damit an. 🙂
        Ich glaube nicht, dass die Kids etwas gut zu machen haben, es ist nun mal vorübergehend ihre Welt mit der sie fertig werden- und die sie gestalten müssen. An den, zugegeben etwas unschön ausgedrückt Altlasten, haben sie noch genug zu tragen.

        Hier noch das Neueste von der Einkaufsfront: Wir haben beschlossen, dass bei uns nur einer die Einkäufe tätigt. Todesmutig wie ich bin habe ich das schwere Los auf mich genommen. Am Freitag und Samstag habe ich es angesichts der Schlangen vor den Kassen erst gar nicht versucht. Für gestern, also Montag, hatte ich mir Entspannung erhofft. Weit gefehlt! Vormittags und am späten Nachmittag das gleiche Bild, und alle mit vollgepackten Einkaufswagen.
        Der Geheimtipp für Hygienepapier, Nudeln, diverse Konserven usw. scheinen mir die Tankstellen und Kioske zu sein. Ist zwar deutlich teurer aber dort gibt es alles was zum Überleben so notwendig ist. Die Tanken von Aral sind eh nur getarnte Rewe-Filialen. Ansonsten empfehle ich zwecks entspannten Einkaufs nach wie vor die Hofläden. Dort kann man auch die berühmte Armlänge Abstand halten.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Do Opferst Dich und erledigst die Einkäufe.

          Ich glaube Du liebst deine Frau immer noch heiß und innig. 🙂

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          • Paulus sagt

            Ehemaliger, wie man so schön sagt findet ein blindes Huhn ja auch mal ein Korn und selbst ein gemeiner Schlosser wie ich hat mitunter etwas Glück. Was soll ich sagen? Ich liebe und verehre sie! Das geht in diesem Blog aber nun wirklich zu weit. 🙂

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nachher gehe ich in einen Hofladen um Brot zu kaufen, wehe die haben kein Klopapier. 🙁

          Dann gehe ich an die Tanke, die haben alles mögliche, aber Toilettenpapier?

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    • Inga sagt

      Wenn das mal nicht missbraucht wird.
      Vielleicht bekommen die dann vom Lehrer auch Schulaufgabenfrei!?!

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  7. firedragon sagt

    Frau Klöckner schlägt vor, so habe ich es verstanden, den AK’s der Gastronomie Beschäftigung in der LW anzubieten…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Habe heute eine Mail von der Geschäftsstelle des Bauernverbandes bezüglich der Erntehelfer bekommen, es sieht nicht gut aus.

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  8. Peter sagt

    Wer so einen Beitrag verfasst, dem hat die lange Zeit des Wohlstands das Hirn vernebelt, oder er ist vom System angehalten, genau so einen Testballon steigen zu lassen; mit dem Bewusstsein, dass einige „Entscheider“ hier mitlesen und man so mal die Stimmung testen kann. Wenn die Versorgung nicht mehr gewährleistet ist, treten eine Vielzahl von Mechanismen in Kraft, welche sich einige Schreiberlinge hier irgendwie gewünscht haben. Doch Vorsicht, vor dem, was man sich wünscht! Die kleinen landwirtschaftl. Betriebe werden den größeren zugeordnet und das Ganze wird unter Zwangsverwaltung gestellt. Was angebaut, wie verarbeitet und erst recht wie verteilt wird, entscheiden dann andere. Wir dürfen arbeiten, solange es die eigene Gesundheit erlaubt. Grün und schwarz vermummte Einheiten sichern das Ganze. Die fette Plaudertasche hat es doch am Freitag, sicher versehentlich, angekündigt! Warum sollen Ackerflächen für uneffektive Anbauversuche verpachtet werden? Einfach anfangen, die Golfplätze der Republick umzugraben. Und die Fussballstadien der Städte sind super geeignet, um nach kurzer Umbauphase als Gewächshäuser zu funktionieren, vielleicht sogar von Städtern unter Anleitung bewirtschaftet. Aufwachen Leute!; dass ist hier alles kein Spaß mehr!

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    • Thomas Apfel sagt

      Man wundert sich ja die ganze Zeit wegen der gefühlten Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Der Volkswirt Prof. Henrik Müller hat es heute Früh bei Spiegel online Sinngemäß so in Worte gefasst: „Wir werden unweigerlich in eine länger andauernde Rezession rutschen, von der noch Niemand weiß, wie lange sie dauern wird, und welche Banken und Firmen am Ende noch da sein werden“
      Bislang ist jede Krise, jedes Schock-Ereignis dazu genutzt worden die Welt neu unter den westlichen Mächten aufzuteilen. Der „Schock“ einer „Pandemie“ ist geeignet, das öffentliche Leben so weit einzuschränken, dass Gegenreaktionen der Gesellschaft gegen das eigentliche Problem, nämlich eine weltweite Krise des Finanzsystems effektiv unterbunden werden können. Das Grundproblem unseres Wirtschaftssystems ist das von der sonstigen Wirtschaftstätigkeit abgekoppelte Börsensystem, das im Laufe der Zeit zyklisch wiederkehrend alle Gelder, die gedruckt werden wie ein „Schwarzes Loch“ verschlingt um sie dann gemeinsam mit realen „Werten“ dann zu dann zu vernichten.
      Die Geschichte der Bürgerlichen Gesellschaft ist eine Geschichte des ständigen Plattmachens und Wiederaufbauens „BLANK IS BEAUTIFUL“. Wir geraten gerade in eine massive Phase des Plattmachens, weil die Folgen der jetzigen Finanzkrise mit den normalen gesetzlichen Mitteln einer Demokratie nicht mehr lösbar sind. Wenn alle jetzigen Aktionen und Bemühungen den auf solche Finanz- und Wirtschaftskrisen sonst in der Vergangenheit unmittelbar folgenden globalen Krieg verhindern können, dann sei es so. Eine Rezession wird den Druck auf die Preise erhöhen und auch die Funktionsfähigkeit einer privatwirtschaftlichen bäuerlichen Landwirtschaft in Frage stellen.
      Das Ganze erinnert an die von Helffrich 1923 eingeführte Rentenmark (auch als „Roggenmark“ bekannt) als Reaktion auf die Hyperinflation und letztlich auch die Lieferverweigerung der Bauern. Die Absicherung der Rentenmark waren übrigens Zwangshypotheken auf SÄMTLICHE Grundstücke. Diese Hypotheken bestimmten von 1923 bis 1948 die Absicherung der deutschen Währung.
      Alle Zwangsmaßnahmen, die jetzt wegen Corona etabliert werden, sind auch hervorragend geeignet gesellschaftlichen Widerstand gegen ähnliche Maßnahmen wie 1923 zu verhindern. Und praktischerweise wird der Blick von der Finanzindustrie abgelenkt.

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      • firedragon sagt

        Danke Herr Apfel für die geschichtliche Einlage, das erklärt eine derzeit laufende staatlich angeordnete „Aktion“, deren Sinn sich mir bisher verschlossen hat.

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    • Thomas Apfel sagt

      Korrekturfunktion wäre schön, weil man beim Sätze umbasteln Fehler übersieht. Ich hoffe, es ist trotzdem verständlich.

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      • Brötchen sagt

        Thomas die aktuelle Todesrate liegt in Italien bei über 7 %.

        Die Toten auf die pos. Tests bezogen. getestet in Italien 120 Tsd Personen.

        Je nach dem was ich rechne verringert sich das dann.

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            • Mark sagt

              Bitte Brötchen, verbreite doch nicht so grottenfalsche Zahlen!! Schau Dir den nochmal an, der erklärts richtig und verständlich: https://www.wodarg.com Ich halte es für total verantwortungslos, was da an Panikmache gerade abläuft.

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              • Brötchen sagt

                Mark wir wissen in 14 Tagen mehr. Alles andere ist Spekulation.

                Übrigens hatte ich in der Praxis auch immer so 10 % Todesfälle wenn bei uns was grassierte. Das letzte mal im November.
                Bei meinen Küken brüte ich gerade und die Temp. stimmte wohl nicht so ganz. Da habe ich umgedreht, 10 % Tiere die das abkönnen und nicht „behindert“ sind. Übertemp. löst Verkrüppelungen am Fuss aus usw.

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              • Mark sagt

                Nochmal in Worten:
                Da nicht flächendeckend und nicht nach dem Zufallsprinzip getestet wird, haben wir es bei der Datengrundlage mit einer deutlich verzerrten Stichprobe zu tun Es werden überwiegend Menschen getestet, die zu einer Risikogruppe gehören, wie schwer Kranke, Patienten mit chronischen oder akuten Lungenerkrankungen, Patienten, die Immunsuppressiva nehmen usw., für die jeder andere grippale Infekt ebenfalls lebensbedrohlich ist. Stirbt ein Positiver, wird dann ganz selbstverständlich das Virus für den Tod verantwortlich gemacht, und er geht als „Coronatoter“ in die Statistik ein. Abgesehen davon ist anzunehmen, dass wir zunächst einmal die Ausbreitung des Tests messen und nicht unbedingt des Virus. Das liegt in der Natur der Sache. Auch wissen wir nicht, wie die Ergebnisse ausgefallen wären, hätten wir den Test massenhaft bereits vor ein oder zwei Jahren durchgeführt, da es den Test ja noch nicht lange gibt und man das Virus nur mit dessen Hilfe feststellen kann. Möglicherweise wären die Ergebnisse gleich gewesen. Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass offizielle Zahlen grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind. Das gilt nicht nur fürs Klima, Buschfeuer etc., das gilt auch und gerade für tatsächliche oder vermeintliche Pandemien, wie überhaupt für alles, was man nicht selbst überprüfen kann. . Die Vogelgrippe hat sich trotzder schrillen Katastrophen-Vorhersagen in Luft aufgelöst. Und auf die Millionen BSE-Toten, die auf dem Höhepunkt der Rinderwahnsinn-Hysterie von „Experten“ vorhergesagt wurden, warten wir bis heute vergeblich.

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              • Schorsch Summerer sagt

                Die geschätzte Todesrate miteingerechnet der nicht erkrankten Infizierten liegt bei unter 1%. Allerdings, vergleicht man die mortalität mit der der Influenza, bei dieser liegt sie irgendwo bei 0,03%. Gestern erst gelesen. Vorerkrankte sind wohl stark gefährdet. Auch kein Trost. Aber irgendwie wird das auch wieder alles vorbeigehen.

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            • fingerphilosoph sagt

              @ Brötchen
              In der NZZ war am Wochenende ein Artikel, worin das Durchschnittsalter der in Italien an Corona verstorbenen Personen angegeben worden war: Männer 80,3 Jahre, Frauen 84,3 Jahre. Ich halte die NZZ für seriös genug, dass diese Zahlen stimmen.

              Zum Vergleich: Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt in Italien in normalen Zeiten: Männer 81 Jahre, Frauen 85 Jahre

              Zum Vergleich: Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt in Deutschland in normalen Zeiten: Männer 78,6 Jahre, Frauen 83,5 Jahre.

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              • Brötchen sagt

                Ja Fingerphilosoph, es gibt aber auch Altersverteilungen, das sind auch junge dabei.
                Ich kenne mich sehr gut mit Statistik aus, das ist mein tägliches Brot. Du musst immer die Standardabweichung und Minimum und Maximum mit angeben. Besser ist Du hast noch eine Punktewolke der Werte und die Stichprobe ist möglichst genau beschrieben.
                Sonst kannst Du Mittelwerte wunderbar „fälschen“

                Es ist wie mit dem Spruch….jeder stirbt für sich allein…

                Selbst wenn es eine Wahrscheinlichkeit gibt, sagen wir von 1% dann ist es für das Einzelschicksal nicht tröstlich, wenn man sagt…..ja Du hattest Pech, Du bist unter den 1 %.

                NZZ usw. gucke ich eigentlich alles durch, denke das ich gut informiert bin.

                Wie gesagt, Du hast jetzt einen Schuss frei, entweder machst du strenge Maßnahmen oder nicht. Schlauer ist man erst hinterher.

                Übrigens bei den Tiere sterben bei mir die männlichen auch zuerst und dann die Reinzuchttiere.

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                • Brötchen sagt

                  das ist das was ich detailiert gefunden habe…

                  „Zitat“
                  Italien
                  9.172 bestätige Infektionen
                  463 Todesfälle
                  CFR: 5,05 Prozent
                  Über 75 Prozent der Fälle in Italien stammen derzeit aus der Altersgruppe über 51 Jahre; 39,2 Prozent aller Fälle sind über 70 Jahre [11]. Ältere Menschen mit Begleiterkrankungen haben ein höheres Sterberisiko, was sich auch schon in China gezeigt hat [8]. Es ist daher wahrscheinlich, dass die milden Fälle in jüngeren Altersklassen noch unterrepräsentiert sind und die CFR daher überschätzt wird.
                  Die Situation in Italien scheint derzeit Vergleich mit dem frühen Ausbruchsgeschehen in Hubei, China [11]. Es ist unklar, wie viele Tests dort durchgeführt werden. Die Regierung greift aktuell zu drastischen social distancing Maßnahmen und forderte die gesamte Bevölkerung auf, die Häuser nicht zu verlassen [12].
                  Quelle.https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/fact-sheet/details/news/wie-toedlich-wird-das-coronavirus-1/

                  Die Zeit ist weitergegangen, wir haben jetzt 1800 Todesfälle..von 120 Tsd getesteten, aus welchen Gründen auch immer die getestet wurden und welches Alter die hatten und ob die vorher schon halbtod waren.

                  Die Zahlen aus China sind auf alle Fälle getürkt, damit muss man mit hoher Wahrscheinlichkeit rechnen

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                • fingerphilosoph sagt

                  @Brötchen

                  Im Jahr 2018 sind in Deutschland 954.874 Menschen gestorben, das macht pro Monat 79.573 Tote. Ganz ohne Corona. Im Frühjahr und Herbst sterben zudem deutlich mehr Menschen als in den Sommermonaten. Wenn viele Vorerkrankungen vorhanden sind, kommt sehr häufig abschließend eine Lungenentzündung dazu, das war auch vor Corona immer der Fall.

                  Die unterschiedlichen Zahlen in Deutschland und Italien lassen sich nur so erklären, dass in Deutschland anders gezählt wird als in Italien. Die Zahlen sind deshalb generell kritisch zu beurteilen.

                  JWenn man verschiedene Statistiken vergleicht, läuft es auf die ungefähr 3% raus, das ist schon deutlich höher als bei einer Grippe. Jeder soll sich schützen, wie er es für richtig hält. Diese Überreaktionen allerorten sind aber mindestens genauso gefährlich, wenn nicht gefährlicher. Das kann in der Tat zu einem Systemkollaps führen. Aber der wurde von Wirtschaftsweisen ja auch schon seit längerer Zeit vorhergesagt.

                  +4
        • firedragon sagt

          Brötchen,
          Italien hat Mode-und Stoffindustrie (gerade Mailand), da leben mehr oder weniger legal Chinesen… es wundert nicht.

          0
          • Brötchen sagt

            Drachen, bei uns ist das auch nicht soviel besser.

            Warten wir 14 Tage ab, wenn es sich dann beruhigt, dann haben wir Glück gehabt.

            +1
          • Reinhard Seevers sagt

            Nordstream II wird von etlichen italienischen Firmen gebaut.
            Ich finde diese Phobie gegen andere Nationalitäten schon ein wenig befremdlich…genauso wie Aussage, dass die eigene Nationalität bei der Einreise in ein Land ein Kriterium sein soll. Als wenn der Virus weiß, wen es anspringen soll oder nicht…..

            +1
            • Brötchen sagt

              Reinhard in Norditalien arbeiten wohl auch Chinesen legal und Illegal, wegen des Made in Italy, weil das wohl auch einen guten Ruf in China hat und die gern Sachen mit Status kaufen.
              So erklärt sich die Infektionskette….von da in die Skigebiete und nach Österreich und von da nach uns und über ganz Europa.

              Bei dem Kriterium geht es um eine Wahrscheinlichkeit, das jemand ein Überträger sein könnte.

              +2
              • Reinhard Seevers sagt

                Das ist mir klar Brötchen….aber wenn Island bereits am 1. März einen hotspot in Ischgl ausgemacht hat und Hamburg seine Ferien am 3.März begonnen hat, dann wundert mich nicht, warum es ein Problem gibt.
                Mein Sohn ist am Donnerstag aus Saalbach zurück gekommen, ohne Probleme durch Kontrollen oder ähnliches. Er ist nun 2 Wochen im homeoffice, weil sein Arbeitgeber es für sich entschieden hat, sonst kann er sich frei bewegen. Niemand weiß, ob er Träger oder gar infiziert ist.
                https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87525436/coronavirus-ischgl-war-virus-drehscheibe-in-europa.html

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                • Brötchen sagt

                  Ja Reinhard, danke für den Link, ist interessant!

                  Du kannst auch nur wissen, ob er Träger ist, wenn Du immer mal wieder testet….PCR.
                  Ob es einen Antikörpertest gibt, weiß ich nicht.

                  Antikörper heißt aber nur man hatte mit dem Virus Kontakt, ob Du ausscheidest weiß man glaube ich nur über PCR.

                  +1
            • firedragon sagt

              Herr Seevers,
              das ist keine „Phobie“ meinerseits – es erklärt die Zahlen.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Feuerdrache, der erste Fall in Deutschland war ein Mitarbeiter von Webasto, der in China gewesen war. Die Chinesen, die in Italien sind, müssen ja gar nicht hin un her geflogen sein, es könnte auch ein Italiener aus China mitgebracht haben…..das meine ich. Du gehst automatisch davon aus, dass viele Chinesen in einem Land eine Korrelation zur Kausalität führen. Ich behaupte, dass die Freizeitgesellschaft durch ihr durch die Welt gondeln der Grund ist….unabhängig davon wer wer ist.

                0
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  ich hatte schon geschrieben, dass das Weltentingeln für ein Virus von Vorteil ist.
                  Auch Chinesen reisen, das ist ganz normal.
                  Wann war das chinesische Neujahrsfest?
                  Zitat :… am 25. Januar ist das chinesische Neujahrsfest. Millionen Menschen weltweit feiern dies…

                  +2
    • Elisabeth Ertl sagt

      Hier die vorläufige Realität:
      „AKTUALISIERT am 13. März 2020, 10.26 Uhr. Verfügbarkeit von Arbeitskräften aus Nachbarstaaten, aktuelle Situation an den Grenzen zu Ungarn und Slowenien.
      Gemäß Information des Referates für Europa und Internationales des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung wird beim Übertritt an der ungarischen Grenze seit heute 7 Uhr früh kontrolliert. Der Übertritt ist allerdings für alle Reisenden, die keine Symptome zeigen möglich. An drei kleineren Grenzübergängen werden nur österreichische und ungarische Staatsbürger abgefertigt. Andere Nationalitäten dürfen die Grenze dort nicht übertreten. An der Grenze zu Slowenien gibt es derzeit noch keine Kontrollen. Slowenien hat lediglich Beschränkungen an seiner Grenze zu Italien verfügt. Es haben sich bereits viele Betriebe bei uns gemeldet und davon berichtet, dass es Probleme bei der Anreise von Erntehelfern aus östlichen und südlichen Nachbarstaaten gibt. Wir haben mit den Behörden auf Landes- und Bundesebene Kontakt und arbeiten mit Nachdruck daran, dass jedenfalls für die Lebensmittelproduktion und Verarbeitung weiterhin der Grenzübertritt, für in dieser Branche Beschäftigte, ermöglicht werden muss. Die Informationen beziehen sich auf den derzeitigen Stand (Freitag, 13. März 2020, 10 Uhr) und können sich stündlich ändern. Wir werden sie laufend aktualisieren.“
      https://stmk.lko.at/breaking-news-coronavirus-und-landwirtschaft+2500+3176525

      0
    • Bauer Willi sagt

      @Peter

      ich hoffe nur, dass Sie die Verschwörungstheorien, die Sie hier verbreiten, nicht selbst glauben. Ist wohl nur ein Testballon, um zu sehen, wie die Leute reagieren.

      Das mit dem „vernebelten Hirn“ des Verfassers…s.o.

      +1
      • Bauer Willi sagt

        Stimmt. Vor 5 Jahren, als ich für mein Buch recherchiert habe, waren es rund 120. Die Idee ist klasse, der Erfolg mäßig.

        0
        • Thomas Apfel sagt

          Nur wenige große funktionieren tatsächlich über längere Zeit. Anfänglich ist der Enthusiasmus groß. Meist wird bald klar, dass keiner der Beteiligten soviel Einkommen erwirtschaftet, dass er davon auch eine Familie ernähren kann.
          Es ist auch keinesfalls Jedermanns Sache so direkt und persönlich einer Gruppe Menschen gegenüberzustehen, die in Vorleistung gegangen wird. Wenn da was richtig schief geht im Anbau, wirds schnell ungemütlich. Der „Welpenschutz“ ist nach 1-2 Jahren auch weg.

          +8
          • bauerhans sagt

            „Der „Welpenschutz“ ist nach 1-2 Jahren auch weg.“

            ich hatte hier zwei projekte in der nachbarschaft beobachten können,die ca. alle zwei,drei jahre wieder neue leute mit kleinkrediten (2000-5000DM) „aufgerissen“ hatten und sich so 20 bis 30 jahre halten konnten.
            ein betrieb hatte von der lebensgefährtin,mit der er 3 kinder hat, 100000DM im grundbuch eintragen lassen und musste diese halsüberkopf zurück zahlen,was in die pleite führte,weil er sein land verkaufen musste.
            die andere gemeinschaft bestand 30 jahre aus wechselnden wohngemeinschaften,die immer wieder investierten,nur der betreiber blieb derselbe,ein kotzbrocken,der mit allen psychischen tricks arbeitete.
            der schaffte es,dem theologiestudenten omas erbschaft abzuquatschen,oma hatte allerdings dafür gesorgt,dass das geld monatlich zurück gezahlt werden musste.
            als das nicht mehr klappte,wurde an eine parteinahe organisation vermietet.
            grundlage der mietzahlungen waren sämtliche schulden,die vorhanden waren und die bis zum laufzeitende dann auf null gingen.
            das objekt musste aber vertragsgemäss zurück gegeben werden,was nochmal ein kraftakt war,aber aufgrund des notariellen vertrags klappte.

            0
  9. Direktvermarkter aus R-M-Gebiet sagt

    Ich glaube nicht, dass sich Schüler und Studenten, sowie deren Lehrer für Ernte- oder Pflegemaßnahmen auf dem Acker heranziehen lassen. Schüler unter 14 Jahren fallen unters Jugendschutzgesetz. Eine Arbeit auf dem Spargelacker ist ihnen auch nicht zu zu muten. Hier denke ich hauptsächlich an den noch nicht endgültig gefestigten Körperbau ( Knochenwachstum, evtl. Haltungsschäden). Bei den bis 16 Jährigen fehlt es den meisten wohl am Willen ( Findungsphase in der Pupertät). Die Gruppe der 16 (15) bis 19 jährigen stehen in der Abschlussprüfungen und müssten eigentlich dafür lernen und sind sich hoffentlich bewusst, dass diese Prüfungen für ihre spätere Ausbildung von großer Relevanz sind. Außerdem, soviel ich weiß, bekommen die Schüler online ihr Unterrichtsmaterial und Hausaufgaben zugesant, denn das Lernen muss weitergehen und kann nicht ein viertel Jahr oder länger ausgesetzt werden.
    Bei den Studenten sieht es ähnlich aus. Es gibt nur wenige Kurse/Fächer bei denen Anwesenheitspflicht gibt. Ähnlich wie bei Fernstudium, können viele Unterrichtsinhalte online abgerufen werden bzw müssen selbst erarbeitet werden.
    Lehrer und Profesoren sollen weiterhin an den Unis und Schulen tätig sein, um bei online-Fragen zur Verfügung zu stehen.
    Ich sehe eher potentielle Arbeitskräfte bei Personen, die aus dem Gastrogewerbe kommen. Denn Ausflugslokale müssen teilweise schließen. Diese Personengruppe ist es außerdem gewohnt, auch an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten. Allerdings wird es auch hier nur sehr wenige Personen geben, für die eine Arbeit auf dem Feld interessant wäre. Denn über Kurzarbeitergeld sind diese zumindest etwas finanziell abgesichert.
    Insgesamt wird die anfallende Arbeit, die bisher von Erntehelfern- meist aus Osteuropa- verrichtet wurde, liegen bleiben. Sollten die fehlenden Helfer durch 10% inländischer Personen verrichtet werden können, können sich die Bauern glücklich schätzen.
    – So meine Meinung-

    ein Direktvermarkter aus dem Rhein-Main-Gebiet

    0
  10. Paulus sagt

    So wie es aussieht ist es wohl an der Zeit einen brauchbaren Ernteroboter für den Spargel zu entwickeln. Die Maschine die schon existiert scheint ja eher suboptimal zu sein. Wäre eine schöne Stegreifaufgabe für Ing-studenten; drei Tage Zeit um sich ein grundlegendes Prinzip einfallen zu lassen. Als vorbereitende Übung und zwecks Motivation ist eine eintägige Unterweisung im Spargelstechen angesagt, so etwa von 05:00 – 20:00 Uhr, selbstverständlich unter Teilnahme des Profs und der HiWis. Der Bruchspargel muss eigenhändig geschält werden und geht an die Mensa, soviel Erziehung muss sein. Im Finale müssen die Ergüsse einer Jury aus Spargelbauern unter Moderation von Bauer Willi vorgestellt werden, da darf es knallhart nur Daumen hoch oder runter geben. Damit wäre der Lehrauftrag in praxisgerechter Sicht mind. 3-fach erfüllt! Wenn mir als Spargelbauer droht, dass die SAK ausgehen, würde ich das ganz schnell anregen statt zu jammern. So etwas wird an den techn. Unis immer dankbar aufgenommen, da muss man die eigene Fakultät halt mal verlassen.
    Und was macht Willi? Er schwafelt mangels osteuropäischer Billig-SAK irgendetwas von helfenden Händen und so. Das ist überholtes Denken, fast im Sinne der Sklavenhaltung. In der Almeria scheint es mit denen noch zu funktionieren, hat in den Südstaaten der USA mit den Niggern ja auch eine Zeit lang geklappt.
    Zum Glück weiß Willi meine Beiträge richtig einzuschätzen, sonst hätte er mich schon längst gesperrt. 🙂

    Im Ernst: Soziale Kontakte, welcher Art auch immer, sollen und müssen weitgehend vermieden werden, daran besteht doch kein Zweifel. Welcher Bauer ist so naiv und holt sich für ein paar Kröten freiwillig eine größere Anzahl möglicherweise Infizierter auf den Hof? Ich halte das Modell zumindest z.Zt. für unglücklich, um nicht zu sagen für völlig daneben.

    +1
    • firedragon sagt

      Hallo Paulus,
      man kann den Menschen sicherlich in sehr vielen Bereichen ersetzen, auch oder gerade in der LW. Durch die viele Robotertechnik schafft sich der Mensch selber ab. Keine Ahnung wann er das merkt.
      Fakt ist aber auch, würden wesentlich mehr Menschen einer mehr oder weniger anstrengenden körperlichen Arbeit nachgehen, wäre der Einzelne ausgepowert und hätte möglicherweise nicht so viel Freizeit, die gestaltet werden müsste, damit der Mensch Ruhe gibt.
      Der Gedanke von „Bauer Willi“ ist nicht der schlechteste. Die Menschen werden dazu verdonnert rumzusitzen, natürlich könnten die auf den Äckern aushelfen, warum nicht ?
      Da kommen sie nicht auf dumme Gedanken, lernen vielleicht auch wieder, wo das Essen herkommt – ich bin aber skeptisch, ob der einzelne Landwirt mit diesen „AK’s“ die Ernte sicher einfahren kann. Die Landwirte könnnen es versuchen, wenn die Grenzen tatsächlich dicht bleiben.

      0
      • Paulus sagt

        Firedragon, das Fatale ist, das sich aufgrund der Technisierung kein Mensch abschafft, es bleibt nur eine gewisse Anzahl derer übrig für die man keine Verwendung mehr findet.
        Die Ferkelhebamme hat das hier schon mal zum Ausdruck gebracht indem sie sinngemäß sagte „für einen der nur einen Sandhaufen von links nach rechts schüppen kann, ist mir der Mindestlohn zu hoch.“
        Und jetzt frag mal den Stadtmensch, der versteht soweit ich weiß etwas von Automatisierung und deren Folgen. Diese linke Bazille scheint mir unverdächtig und ehrlich zu sein. Da kann ich mir meine Ergüsse als erfahrener Industrieheini gut sparen.
        Die grundsätzliche Frage die sich stellt ist doch die, ob ich einen (vermeintlich überflüssigen) Teil unserer Mitmenschen mit weitgehend sinnbefreiten Aktivitäten a la DDR beschäftige um ihnen zumindest eine begrenzte Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen, oder ihnen gleich H4 und das Sofa angedeihen lasse.

        0
        • firedragon sagt

          Guten Abend Paulus,
          Dein letzter halber Satz ab dem Komma wohnt in direkter Nachbarschaft, so was ist nicht gut für eine Gesellschaft, von der man verlangt, dass sie funktionieren soll.

          0
    • Ferkelhebamme sagt

      Paulus, dein letzter Absatz war auch das Erste, was mir in den Kopf kam. Gerade als Schweinehalter sind wir in puncto Seuchenschutz geübt, wir persönlich meiden schon seit letzter Woche unnötige Sozialkontakte, die Kinder sind jetzt zu Hause und verabreden sich nicht, der Mini-Jobber, hauptberuflich in einer großen Firma tätig, braucht auch nicht kommen. Mehr Arbeit, aber das sind wir gewohnt. Größter Risikofaktor ist der Pflegedienst, der täglich kommt. Da der hygienetechnisch aber sehr versiert ist, mache ich mir da weniger Sorgen.

      Ich werde mir bestimmt keine Hugos, Astrids, etc auf den Hof, bzw. den Acker holen und den Kindergarten am besten noch betreuen. Die haben alle keine Ahnung, würden Saatgut und Setzlinge hamstern und versaubeuteln. Mann, die kaufen kiloweise Mehl, aber die Hefe liegt noch im Regal!
      Dem Obst- und Gartenbauverein z. B. wiederum würde ich gern eine Ecke zur freien Verfügung stellen.

      Die Regierung muss Ausnahmegenehmigungen für SAK machen, da führt kein Weg daran vorbei, und zwar schleunigst. Die Betriebe ihrerseits müssen Einsatzteams bilden, die sich nicht „durchmischen“ und so einsatzfähig bleiben, wenn wahrscheinlich auch eingeschränkt. Engpässe wird es geben und es wird in diesem Jahr auch mehr Selbstpflücker-Möglichkeiten geben. Und wenn sich dann für die Verkaufshütten keine Verkäufer finden, werden diese Möglichkeiten auch gut besucht, wenn der bequeme Verbraucher merkt, dass für Geld nicht mehr alles an jeder Ecke zu haben ist.

      Wir müssen jetzt die Chance nutzen und die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie uns brauchen. Ich überlege noch wie, ohne dabei jemanden auf die Zehen zu treten.

      +8
      • Ferkelhebamme sagt

        Ich habe gerade eine Möglichkeit gefunden: die Radio-Sender freuen sich über beruhigende Nachrichten. Ich habe unserem Lokalsender geschrieben, dass wir für euch da sind, Tag und Nacht, 7 Tage die Woche arbeiten, um die Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Eure Landwirte aus der Nachbarschaft 🙂

        +4
        • Ferkelhebamme sagt

          Wurde gerade gesendet, direkt nach den Lokal-Nachrichten. Mit einem Extra-Dankeschön des Moderators. 🙂🙂

          +1
    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      ist ja als penetranter Nörgler bekannt.. 🙂 .
      Das mit der Sklavenhaltung ist natürlich Absicht, ich möchte das bei dieser Gelegenheit wieder einführen. (Ironie)

      Paulus sollte auch mal Spargelstechen. Das kann so organisiert werden, dass die Leute sich nicht in die Quere kommen. Einziges Problem ist die Unterbringung.

      So wie ich das sehe, sind ja jetzt nahezu alle Grenzen zu Deutschland gesperrt. Dann kommen die SAK, die hier sind, ja auch wohl nicht mehr raus…

      Das mit dem Spargelroboter: Blödsinn, da redet ein Inschenör…

      0
      • Thomas Apfel sagt

        Sehe ich auch so! Trotzdem kannste der Panik kaum ausweichen. Am besten Glotze, Radio und Internet ruhen lassen. Habe heute Nachmittag in meiner Mostobstwiese gearbeitet. Schönes Wetter und der ganze Müll ist weit weg und die Laune wird wieder besser. Meine polnischen Arbeiter versuchen morgen über die Grenze zu kommen. Aber auch dort weiß Keiner was genau noch möglich ist und was nicht. Ansonsten bleibt die Familie und die Kinder müssen dann mal auf den Hof kommen und aushelfen.

        +1
        • Mark sagt

          Das mit der Mostobstwiese oder dem Spargelstechen hat sicherlich positive „therapeutische“ Effekte, das ist aber auch schon das einzig, richtig positive an dem Vorschlag von Willi. Alles andere ist Illusion. Aber zurück zur Panik. Ich habe vorhin mal reingeschaut auf die Kommentarseite von Anne Will bezügl. der Sendung heute abend und bin schockiert. Grob geschätzt die Hälfte der Kommentatoren hat gesteigerte Panik. Der Dauerbeschuss von wegen Weltuntergang (Klima. Artensterben …etc.pp) hat große Teile der Bevölkerung bedenklich Dünnhäutig gemacht. Da wird teilweise bereits extrem aggressiv argumentiert abseits jeglichem vernunftbasierten Realitätsbezug. Man glaubt es kaum, aber einige wenige durchgeknallte Wissenschaftler wie dieser Dorsten oder Kekule oder Schellnhuber schaffen es tatsächlich, eine Nation zum Durchdrehen zu bringen.

          +2
        • firedragon sagt

          Herr Apfel,
          ich muss Ihnen zustimmen, war ein sehr schöner Tag heute. Medien verbannt und die Welt war eine Weile ganz ruhig, tat gut.

          +1
        • bauerhans sagt

          „Familie und die Kinder müssen dann mal auf den Hof kommen und aushelfen.“

          unsere grosse familie musste früher immer mithelfen,weils nix kostete,das kann ich heute nicht mehr erwarten.

          +2
  11. Friedrich sagt

    Willi , tolle Idee , aber die Leute haben jetzt kräftig Urlaub gebucht. Die ganze Nord- und Ostseeküste ist lt. WAMS schlagartig ausgebucht. Ist wohl noch nicht so weit , daß sich die
    Leute über die Versorgung Gedanken machen. Klopapier haben die doch alle gekauft , weil alle das kaufen , aber wer soll die Mengen denn alle verbrauchen ? Können die Leute denn alles das , was da gehamstert wird , auch alles selbst verarbeitet auf den Tisch bringen ? Unsere demonstrierenden Schüler werden alles machen , aber körperliche Arbeit ist doch für die Doofen da ! Freizeit und Urlaub sind doch jetzt wichtiger und die Wenigen , die sich Gedanken machen , werden vielleicht sogar noch ausgelacht. Ich denke , daß unsere Politik es noch nicht geschafft hat , die Leute auf die wirkliche Lage vorzubereiten.

    +13
    • Bauer Willi sagt

      Da bin ich anderer Meinung. Gerade junge Leute sind hilfsbereit (kam gerade im Presseclub) und an Urlaub denken wohl derzeit die wenigsten.

      Im Übrigen können die Hamsterer demnächst einen Klopapier-Nudel-Auflauf machen. Das sind ja die gefragtesten Artikel.. 🙂

      +1
      • Paulus sagt

        Mit ordentlich Knoblauch, Tomatenmark, Maggi usw. bekommt man selbst an Klopapier mit Nudeln Geschmack. Allerdings nur wenn das Klopapier FSC-zertifiziert ist, sonst scheint es mir doch etwas fade zu sein. Mir fällt spontan, allerdings nur auf Französisch sogar eine gastronomie- und gourmetgerechte Bezeichnung ein. Nach Corona und Absturz der Wirtschaft dürfte das Rezept durchaus gefragt sein. Wie soll man auch sonst den ganzen gehorteten Kram verwerten.

        +1
    • Berthold Lauer sagt

      Die ganz schlauen Hamsterer verticken das „Zeug“ schon zu überhöhten Preisen im Internet ( wurde mir berichtet)

      0
  12. Horst Seifert sagt

    Hallo Bauer Willi,
    Super Vorschlag und rechtzeitig. Da wir ein kleines Pachtgrundstück haben wird das Grundstück für weitere Interessenten zur Verfügung gestellt. und weiterhin für unsere wunderbaren Legehennen und einem Hahn.
    LG
    Horst

    +2
  13. Altbauer Jochen sagt

    Unsere Bedeutung in der Gesellschaft deutlich zu machen
    war, -ist und wird immer wichtig sein.
    Wir sollten aber eine eventuell entstehende Engpass Situation in der
    Versorgung von Lebensmitteln nicht mit einer Art „Schadenfreude“
    oder mit Hochmut begleiten.
    Wer etwas älter ist, weiß um unschöne Verhaltensweisen
    von manchen Bauern nach 1945 !
    Das will ich jetzt nicht mit damals vergleichen ,aber es ist Solidarität
    gefordert und das heißt in alle Richtungen denn wir Bauern
    werden auch nicht ohne Dellen davonkommen.
    Dort wo Fremdarbeitskräfte gebraucht werden sehe ich auch
    ein großes Problem. -Ist das jetzt ein Argument für den
    „Familienbetrieb ???“

    +4
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es wird meines Erachtens nicht zu einem Mangel an Lebensmittel kommen, der Spargel kommt dann nur noch aus Chile, viel leicht sind die Chinesen bis dahin weider fit.

      Es wird nicht lange dauern bis die Wohnungen mit Dosen und Klopapier vollgestopft sind, dann sind auch die Regale wieder voll.
      Sollte mal keine Mangos, oder Sternfrüchte mehr geliefert werden, überleben wir das auch.

      +1
        • Bauer Willi sagt

          So ist das. Und der Spargel wird auch geerntet und ich denke, das so manch eine(r) jetzt darüber nachdenkt, ob er nicht doch mehr regional kauft und die Produkte aus Chile liegen lässt. Die aus China mit Sicherheit, obwohl das wissenschaftlicher Blödsinn ist.

          Im Moment haben wir Landwirte einen Riesenchance. Die Leute merken das wir Bauern gebraucht werden. Und wer das noch nicht gemerkt hat, dem muss man das jetzt sagen. Wäre ja eine Aufgabe für den DBV….aber vermutlich macht er wieder das, was er am besten kann…

          +8
      • Obstbäuerin sagt

        Es wird mit Sicherheit Engpässe geben, Ehemaliger. Auch wenn die Grenzen jetzt noch für den Warenverkehr durchlässig sind, wird das mit den steigenden Krankheitsfällen immer fraglicher. Wir haben schon Informationen, dass Pflanzenschutzmittel nicht ausreichend geliefert werden können. Erst ganz am Ende steht das benötigte Nahrungsmittel, das dann nicht mehr in der gewohnten Überfülle zu haben ist. Deshalb finde ich den Vorschlag von Bauer Willi durchaus sinnvoll und wenn es nur zur Ergänzung des Angebots ist. Auf alle Fälle wird die Erkenntnis bei jenen, die das Wagnis des eigenen Anbaus eingehen, sehr schnell dazu führen, dass die zahlreichen Mitesser in Feld und Flur daran gehindert werden müssen, die Ernte zu reduzieren oder gar zu vernichten. Ganz zu schweigen von Pilz- und anderen Infektionen. Aber wir werden ihnen hilfreich zur Seite stehen, wenn es gewünscht ist ❗️ ❗️ ❗️

        +4
        • Brötchen sagt

          Obstbäuerin sehe ich auch so. Es ist nicht absehbar, was passiert, aber es könnte Engpässe geben.

          Willis Idee ist gut!

          Wenn ich in der Nähe wäre, würde ich euer Angebot annehmen.

          Man könnte jetzt Zuckererbsen, Zwiebeln und Möhren machen.

          +3
  14. Ehemaliger Landwirt sagt

    Diese Idee hat was, da könnten die verwöhnten Bürger mal erfahren, was der Anbau von Lebensmittel für Arbeit macht.

    Fürchte jedoch, dass vorher dem Gemüsebauer alle geklaut wird, bevor jemand die Hacke in die Hand nimmt.

    +10
  15. Schmeckt gut sagt

    Genau meine Gedanken. Unserer Ministerin (und anderen Politikern) fällt ja im Moment nichts besseres ein, als in die Kamera zu grinsen und auf die absolut sichere Lebensmittelversorgung hinzuweisen. Die Logistiker und die Lebensmittelverarbeiter werden es schon richten. So ein ausgemachter Bullshit (Entschuldigung für den Ausdruck – musste mal sein). Willi hat es wieder prima auf den Punkt gebracht. Was nicht gesät, gepflanzt, gepflegt und geerntet wird, kann auch nicht verarbeitet, „verlogistikt“ und verkauft werden. So einfach ist das liebe Politiker. Und diese logische Abfolge gilt für alle Länder weltweit. Vor der Corona-Krise gab es schon weltweite Engpässe mit Saisonarbeitern. Dies wird sich definitiv massiv verstärken. Das Angebot, Mitbürgern parzellenweise Land zu verpachten, wird uns mit Sicherheit große Sympatien einbringen. Wer es anbieten kann, sollte mit den regionalen Medien sprechen. Ist einen Versuch wert.

    +9
    • knuffel61 sagt

      Es gibt kein Mangel an Arbeitskräften, wir haben ca. 1,5 Millionen junge Migranten die sich mit allen möglichen Kram betätigen. Ansonsten hängen Sie ab und kommen auf kruse Gedanken.
      Die könnten doch einspringen, gegen Bezahlung natürlich, wenn sie nicht wollen, müssen sei ebenso kürzungen hinnehmen wie alle anderen auch.
      Noch besser wäre es wenn die Bewirtschaftung auf alle Einwohner aufgeteilt würde. Beim Ackerbau sind das pro Person ca. 1700 m², sollte eigentlich zur eigenversorung reichen.
      Es braucht keine Fabriken mehr usw.
      Die jetztigen Eigentümer werden über Pacht entschädigt. Natürlich sind wegen dem Klima keine Maschinen zugelassen. Pferde sind wieder als Arbeitstier und Fortbewegungsmittel gefragt. Das könnte ich jetzt weiterspinnen, dazu würden sich wohl nur ca. 8 -10% der Befölkerung bereiterklären.
      Auf die Antworten bin ich gespannt.

      +2
      • Schmeckt gut sagt

        Ach, und wir Bauern sollen neben der Ernte, der Pflege der Kulturen, der von den LW-Kritiker favorisierten. verstärkten Direktvermarktung, der innerbetrieblichen und ausserbetrieblichen Logistik, der Administration der Qualitätssicherung, Lohnabrechnung, des CrossCompliance… auch noch für die Sanktionierung von Arbeitsunwilligen zuständig sein? Letzteres haben wir vor 15-20 Jahren schon vom damaligen Arbeitsamt aufgedrückt bekommen. Verbunden mit viel Ärger, persönlichen Angriffen, viel Arbeit und null Erfolg. Lieber Knuffel, das wird nichts. Warum? Ganz einfach, weil wir dann den Laden dicht machen. Und um auf die anderen Anregungen einzugehen: Wie wärs, wenn sie selber in dieser Richtung tätig werden. „Bauer Willis“ Vorschlag werde ich morgen mit dem Chefredakteur unserer Regionalzeitung besprechen.

        +7
        • knuffel61 sagt

          Nein bewahre, das war einfach mal provokant gemeint. Da ich aus persönlicher und persöhnlichen Umfeld die selbe leidige Erfahrung gemacht habe. Halt in einem ganz anderen Zweig.
          Mit tätig werden ist was gemeint??
          Wenn du glaubst ich bin auf eine Selbstversorger Gesellschaft aus, irrst du gewaltig. Wenn Corona Virus durch ist in der Presse, wird als allgemeiner Sündenbock die Landwirtschaft rangezogen. Es müssen ja Schlagzeilen her. Wäre ich Landwirt, würde nur noch zwei Dinge tun, Biogasanlage, also Mais satt und Grünland für Hobbypferde. Angepöbelt wird man sowieso, also was solls. Tierhaltung für diese Erlöse, passt nicht mehr. Warum sich kaputt malochen??? Sorry, ich helfe ab zu in der Verwandschaft aus, da ist schon was gebacken in einem normalen Betrieb.

          +1
  16. Maddin sagt

    Existenzsicherung mal ganz pragmatisch- FFF-Fridays for Feldarbeit; auf geht’s liebe Studenten und Schüler. Gute Idee !

    +22
  17. Rainer Bradl sagt

    Wie ich vor Monaten schonmal gesagt hab: Eine größere Krise und die Deutschen stehen wieder in Massen auf den Äckern wie vor 100 Jahren.

    +2
    • Inga sagt

      und klauen?

      Oder helfen?
      Aber was machen dann die teuren Maschinen?
      Vielleicht hilft das auch der Umwelt?

      0
  18. Reinhard Seevers sagt

    Ganz andere Frage: Wie steht es mit den Hofläden, Automatenverkauf u.ä? Dort treffen sich täglich hunderte Menschen…..:-(

    +1
  19. Elisabeth Ertl sagt

    So lange Corona wütet, wird niemand genehmigen, dass Schüler und Studenten das Haus und die Stadt verlassen, um in neu zusammengewürfelten Arbeitsgruppen auf dem Acker zu arbeiten. Das würde doch die Ausbreitung des Virus weiter beschleunigen. Und wenn der Spuk vorbei ist, kommen wieder die Saisonarbeiter. Da können höchstens nachweislich Gesunde aus der Nachbarschaft aushelfen.

    0
    • Elisabeth Ertl sagt

      Dass NACH der Krise mehr Bedürfnis nach individueller und staatlicher Selbstversorgung herrschen wird, das mag schon sein. Aber Feldarbeit statt Schule, das kann man vorerst vergessen.

      0
      • Bauer Willi sagt

        Bei Feldarbeit sehe ich kein Infektionsrisiko. Jeder Erdbeerpflücker bekommt seine eigene Reihe mit 1,5 m Abstand.
        Wenn man jetzt keine unkonventionellen Ideen hat, wird man mit den Folgen leben müssen. Und wenn sich die Schüler ausserhalb der Schule treffen? Was ist da anders?

        +7
        • Elisabeth Ertl sagt

          Bei uns dürfen sie sich derzeit nicht außerhalb der Schule treffen. Es herrscht weitgehende Ausgangssperre: Verlassen des Hauses nur für unaufschiebbare Arbeit, notwendige Besorgungen und Hilfe für andere. Eventuell könnte man die Aushilfe in der Landwirtschaft als unaufschiebbar einfordern und als Hilfe für andere.

          0
  20. Reinhard Seevers sagt

    Es geht wohl eher um die Existenz der Anbauer, als um die Versorgung der Bevölkerung mit Spargel oder Erdbeeren = Luxusfrüchte. Frühkartoffeln haben nur einen geringen Mengenanteil und Lagerware ist bis Juni vorh. Wenn es so nass bleibt, ist die Pflanzung sowieso in Frage gestellt.
    Eingelegter Weißkohl hält noch ne Weile, und Fleisch geht immer……:-)
    Brot mit Butter und Auflage kann das Überleben auch einen gewissen Zeitraum sichern. Ich denke, dass es zuerst um die Landwirte gehen wird.

    +1
    • Bauer Willi sagt

      Nein, es geht nicht um die Existenz der Anbauer!!! Die Tierhalter wird es übrigens viel stärker treffen. Wer ersetzt die Arbeit im Stall, wenn die bisherigen Kräfte ausfallen? Darüber schon mal nachgedacht? Was ist, wenn Schlachthöfe schließen? Oder Molkereien? Das ist kein Szenario, das kann morgen passieren.
      Sie sind schon etwas sorglos….

      +5
      • firedragon sagt

        Guten Morgen,

        sind Sie sicher, dass es nicht um die Existenz der LW geht?
        Wer ist seit September „ungehorsam“ und wie kann man jemanden davon abbringen – man „beschäftigt“ ihn (LW mit möglichem SAK – Problem).
        Herr Seevers, Sie sehen da jetzt wieder eine V-Theorie – aber wir machen uns unsere Gedanken und es passt alles gerade so „wunderbar“. Und noch was anderes : wir haben gestern 24 Stunden Radio gehört, verschiedene Sender, da durch verschiedene Bundesländer gefahren. Nur Musik und Corona – das macht mich persönlich sehr stutzig, sollte jeden stutzig machen.

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      • Brötchen sagt

        Willi ich würde mir um den Tierhaltungssektor keine grosse Sorgen machen!.

        Ich krauche jetzt schon auf dem Zahnfleisch, weil bei uns ein Kollege schon seit längerem krank ist. Ich mach sowieso schon fast alles allein mit einem Kollegen.

        Wir haben eigentlich wenig Kontakt mit anderen Leuten und sind aus Seuchenschutz Gründen sowieso recht abgeschottet. Gross rumscheissern haben wir auch keine Zeit.
        Im Schlachthaus ist Hygiene sowieso wichtig handschuhe sind fast überall Pflicht.

        Mundschutz haben die grossen Schlachthöfe auch.

        Wir sind es gewöhnt, Durststrecken zu überwinden. Wenn ich das Gejammer jetzt von den Kulturschaffenden usw.höre naja. Die haben den ganzen Sommer frei. Wir haben fast nie frei. Ein gutes hat es, am Freitag habe ich eine ak gewinnen können, deren normaler Job fällt erstmal flach.

        +4
    • Schmeckt gut sagt

      Beeren und Spargel sind eben keine Luxusfrüchte (mehr), der LEH hat uns mittlerweile so sehr im Würgegriff, dass wir in der Haupternte keine kostendeckenden Preise durchsetzen können. In der Haupternte (egal wo weltweit) sind die Preise so niedrig, dass sich jeder mal diese „Luxusfrüchte“ gönnen kann. Wenn die Corona-krise lange anhalten sollte, würden „Wohlfühlmahlzeiten“ sehr dazu beitragen, die zu erwartenden Einschränkungen zu ertragen. Das weiß auch die Politk. Herr Seevers liegt in seiner Argumentation heute ein wenig neben der Spur.

      +2
      • Reinhard Seevers sagt

        Ich habe es so gemeint, dass weder Spargel noch Erdbeeren zu den Grundnahrungsmitteln gehören und deshalb am Anfang die Landwirte das Problem haben, aber nicht die Bürger, die Hunger haben könnten.
        Ich glaube nicht, dass ich daneben liege, eher wohl Sie.

        0
  21. bauerhans sagt

    „….wäre das eine Arbeit, die z.B. von Lehrer*innen, Schülern oder Studenten übernommen werden könnte.“

    das glaube ich nicht!

    ich hatte den beitrag eines wissenschaftlers gelesen,weiss aber nicht mehr wo,der behauptete,dass die heutigen kinder,aufgrund ihrer erziehung,später nicht arbeitsfähig wären.

    +3
  22. Super Aktion! Vielleicht tut sich was bei den Leuten, die jetzt nur an unseren Spargelfeldern vorbei spazieren. Durchhalten wir davon leider niemanden 🙈 aber die Aktion ist toll, darf ich das Bild weiterverwenden z.b. für WhatsApp Status oder Instagram? Vielen Dank für dein vielfältiges Engagement! Grüße aus Südbaden

    0
  23. Bauer Leo sagt

    Hm.. Interessant. Aber wie funktioniert das praktisch? Soll jetzt der Stärkekartoffelanbauer 50 Leute finden die ne Ecke Speisekartoffeln machen? Wo kommt das Pflanzgut her? Denn wir brauchen mehr Speiseware wenn die Frühkartoffeln aus Ägypten ausbleiben.
    Und wieviel Frittenkartoffel braucht es? Wann gibt’s wieder Festivals, Bedamarkt und Co?
    Viele Unsicherheiten…

    +3
    • Bauer Willi sagt

      Ja, viele Unsicherheiten. Aber eines ist sicher: die Lebensmittel müssen irgendwo her kommen. Es wird Menschen geben, die jetzt ihre eigenen Kartoffeln, ihr eigenes Gemüse anbauen wollen. Die werden sich schon bei den Bauern melden.
      Vielleicht verzichten wir auch in diesem Jahr auf Frühkartoffeln aus Ägypten? Dann wird halt Lagerware aus Deutschland verkauft.
      Bauer Leo, werde doch einfach kreativ. Ein Haar in der Suppe finden ist natürlich einfacher… 🙂

      +10
    • Thomas Apfel sagt

      Ich hab da so ein bewässerbares 3 ha Stück „über“ (gehörte bisher zur Erdbeer- Rotation, Erdbeeren mache ich aber seit diesem Jahr nicht mehr). Ich denke, das probiere ich mal, die Medien müssten bei der Verbreitung dieser Idee ja willig aufspringen!? Da war aber voriges Jahr Silomais mit Gülledüngung drauf, Da ist bestimmt noch gut Nährstoff im Boden aber sonst ist das ja „Bäh“ und „Igitt igitt“. Aber einen Versuch ist es wert.

      +6
      • Bauer Willi sagt

        Genau: Die Medien müssen jetzt angesprochen werden. Wir haben hier eine gute Chance, unsere Bedeutung in der Gesellschaft deutlich zu machen.

        +3
        • Reinhard Seevers sagt

          Ich habe noch keinen Offiziellen gesehen oder gehört, der die Problematik der deutschen Landwirtschaft in Verbindung mit der derzeitigen Situation thematisiert hat. Evtl. soll Panik verhindert werden…..aber am Ende der Krise muss die Landwirtschaft wieder erklären, warum sie dann noch Hilfe benötigt, die sie vorher nicht angemahnt hat. Vielleicht sollte sich Mal jemand kümmern?

          +1

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