Bauer Willi
Kommentare 149

Die Verrohung unserer Gesellschaft

Am Samstag (12.9.2020) gegen 15:00 Uhr meldete „Tagesschau“ auf Facebook, dass China ein Importverbot für Schweinefleisch ausgesprochen hat.

Hier eine Auswahl der Kommentare unter dem Beitrag:

  • Das sind gute Nachrichten. Keine Billigfleischproduktion mehr für China mit Massentierhaltung, Tierquälerei, Überdüngung unserer Böden und Zerstörung unserer Umwelt und unseres Klimas in Deutschland.
  • Eine gute Gelegenheit, diese Art der Tierhaltung sofort und dauerhaft abzuschaffen. Angeblich „verdienen“ die Landwirte sowieso nur ein paar Euro pro Tier, weswegen sie immer mehr Tiere mästen müssen und die Überproduktion damit selbst anheizen, anstatt komplett umzudenken.
  • Tönnies kann bald zu machen, wenn sie das Billigfleisch nicht mehr in Asien verkaufen können
  • Freut mich, vielleicht geht dann endlich die Fleischmafia den Berg runter, insbesondere Tönnies, der ja ohnehin immer einen „Bonus“ genießt, auch wenn er Menschen ausbeutet und Tiere morden lässt,
  • Hoffentlich gehen jetzt endlich mal ein paar Tierquäler insolvent
  • Hoffentlich geht diese widerliche Industrie pleite.
  • Endlich geht dieser Industriezweig zu Grunde. Die Schweineindustrie versaut unser Trinkwasser mit Nitraten und Antibiotika. Die Tiere werden wie Dreck behandelt…
  • Schluß mit Tierhaltung und Fleischkonsum! Jeder Schritt dahin ist gut.
  • Danke China. Gute Chance die deutsche Massentierhaltung abzubauen und auf Qualität und mehr Tierwohl zu setzen.
  • Jetzt ist Schluss mit dieser Politik auf dem Rücken der Menschen und der Umwelt!
    Die Zeit ist reif für grundlegende Veränderungen .
  • Kein Problem. Da man sich von Politikseite nicht zu einer halbwegs zivilisationswürdigen Haltungsweise durchringen kann (Kastensauenstand) und der Verbraucher nicht auf sein Billigschnitzel verzichten will regelts halt die Natur. Hoffe nachhaltig. Schade um die Arbeitsplätze.
  • Das blöde ist nur, dass diese Schweinepest ja in erster Linie die Bio Bauern trifft und die Stall- und Massentierhaltung begünstigt.

 

Hier mein Kommentar dazu: (auch auf Facebook)

  • Warum nur freuen sich nur so viele Menschen, wenn die Schweinehalter einen Schaden haben? Ist unsere Gesellschaft schon so verroht? Oder sind die Kommentatoren nur ein kleiner, aber nicht repräsentativer Ausschnitt? Sind es die urbanen Eliten? Ist es das satte, gehobene Bürgertum? Oder sind es nur die „ganz normalen“ Facebook-Kommentatoren, die ohne weiteres Überlegen dem Mainstream hinterherlaufen? Soll ich jetzt jedem bescheuerten Kommentator seine morgige Arbeitslosigkeit wünschen? Auge um Auge, Zahn um Zahn? Ich mache es nicht. Ich möchte nur bitten, einmal darüber nachzudenken, wie es euch gehen würde, wenn ihr unverschuldet in eine existenzbedrohende Lage kommt. Und dann gehässige Kommentare lest. Danke!

Wie seht ihr das? Da kann man sich doch jede Zukunftskommission, jeden „Gesellschaftsvertrag“ sparen.

Und dann noch ein paar Fragen: wer hat die Saat für diese extremen Meinungen gesät? Wer bietet solchen Stimmungen Einhalt? Ist das wirklich „Volkes Meinung“? Dann würde mir wirklich Angst…

 

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149 Kommentare

  1. Thomas Apfel sagt

    Rumms, da isser wieder, der „Dialog“ !!! Panikmache und Weltuntergangsbeschwörung von Leuten, die ihr schönes Leben weitgehend hinter sich haben. Immer wieder die Erkenntnis, gegen Religions -ähnliche Strukturen kann man nicht anargumentieren. Die Kinder und Enkel derart in Angst versetzen zu wollen, ist vorsichtig formuliert unanständig, vor allem aus der Position Ihres Alters heraus Frau Heitmann.
    Die Welt wird weiter existieren und sich ganz sicher verändern. Die Menschen werden weiter mit und von Tieren leben und auch Ihren und unseren Enkeln wird das Leben und Lieben Freude bringen. Weltuntergangspropheten haben noch nie Recht gehabt. Auf den sachlichen Müll bezüglich Gesundheit, Tierhaltung usw. will ich gar nicht eingehen. Hier sind die Fronten verhärtet. Lösungen für die immer mal wieder auftauchenden, scheinbar existenziellen Probleme unserer Entwicklung kamen bislang von vorwärts denkenden Menschen und aus der Wissenschaft, das wird auch weiter so bleiben. Die einzig wirkliche Gefahr sind Atomwaffen, Aufrüstung und Rote Knöpfe, die Kriege auslösen können.

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      • Thomas Apfel sagt

        Vollkommen richtig, nur sollte Trollo eben nicht dauerhaft als erster lesbarer Kommentar hinter dem Beitrag stehen. Das versuche ich soweit es geht zu verhindern,
        weil es genau die Absicht dieser Statements ist, sich am Ende der Diskussion oben ran zu setzen. Bei Rückblenden in vergangene Beiträge werden sie sonst immer als erste gelesen.

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  2. Birgit Heitmann sagt

    Massentierhaltung ist grausame Tierquälerei! Schaut Euch Videos an von Jan Peifer vom Deutschen Tierschutzbüro! Dann vergeht Euch der Appetit. Damit die Tiere nicht vor dem Schlachttag sterben, werden sie mit Medikamenten vollgestopft, auch mit Antibiotika. Sie werden brutal gemästet, um möglichst schnell fett und schlachtreif zu werden. Fleischesser essen kranke Tiere und werden selbst auch krank. In Krankenhäusern sterben Menschen an Antibiotika-Resistenz, weil sie Fleisch essen. Für die Massentierhaltung werden riesige Landflächen benötigt und riesige Wassermengen. Die Gülle der Milliarden Tiere verseucht 45 % Landmasse und schafft Seuchen. Die nächste ist schon im Anmarsch. Alles wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Nach Covid 19 geht`s weiter mit der nächsten Seuche. Nur vegane Ernährung hilft uns, ein gesundes Leben zu führen, ohne Gülleverseuchung und kranke Tiere und nitratbelastetes Wasser. Als ich vor 53 Jahren den ersten Zeitungsbericht über Tiertransporte las, habe ich sofort aufgehört, Fleisch zu essen, um mich an den Grausamkeiten nicht zu beteiligen. Als ich später erfuhr, wie schlecht es den Milchkühen geht, hörte ich auch auf mit Milchprodukten, zum Glück, denn in Milch sind Wachstumshormone, die Krebs fördern. Milch ist nicht für Erwachsene geeignet. Und die armen Kühe und Kälber müssen leiden, weil sie gnadenlos ausgebeutet und gequält werden. Die Kuhmütter rufen noch wochenlang nach ihren Kälbchen, die ihnen nach der Geburt abgenommen werden. Die Kleinen stehen dann allein im engen Kasten und werden gemästet für die Schlachtung. Alle Tiere müssen leiden, weil rücksichtslose + unkluge Menschen sie ausbeuten, obwohl es Menschen gesünder leben würden ohne Tierprodukte. Außerdem können Menschen nur gesund leben auf einer gesunden Erde. Also darf die Erde nicht mit Gülle und mit Pestizide verseucht werden. Die Menschen zerstören riesige Erdoberflächen und roden riesige Waldflächen überall auf der Welt, obwohl Bäume uns Sauerstoff geben und ein Klima schaffen, in dem wir leben können. Für Geld zerstören die großen Konzerne unsere Lebensgrundlage. Bin froh, daß ich schon 75 Jahre bin und viele Jahr in einem guten Klima leben konnte. Nun werden die Sommer immer heißer, das Klima immer schlechter. Schade, daß nicht die Konzerne, sondern unsere Kinder die Sünden ausbaden müssen.

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    • Brötchen sagt

      Frau Heitmann ich bin jeden Tag im Stall und reiße mir den Ar…..auf, dafür das andere Menschen ein schönes Leben führen können.

      Auch im Märchenwald gibt es den bösen Wolf oder den bösen Zwerg!

      Gerade einen Hahn umgesperrt, der die anderen ständig nervt.

      Und auch eine Henne beerdigt, die 14 schöne Küken aufgezogen hat.

      So ist das Leben, ich hoffe sie sind öfter auf Beerdigungen, ich bin es.

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    • Smarti sagt

      Guten Morgen Frau Heitmann, sicher kaufen Sie auch kein Bio-Gemüse, weil das vielleicht mit Blutmehl und Knochen gedüngt wurde. Oder zumindest mit Mist von „Ihren“ armen, ausgebeuteten Tieren, denn sonst wächst nicht mehr viel… Bauen Sie doch bitte selber Gemüse, Obst, Kartoffeln und Getreide an, ganz ohne irgendwelche Spritzmittel, Schneckengift und Mausefallen. Denn dann würde es Ihnen gesundheitlich schlagartig besser gehen und vor allem hätten Sie eher keine Zeit mehr, andere Leute zu belehren, wahrscheinlich ohne jemals selbst mit Tieren gearbeitet zu haben. Freundliche Grüsse von jemandem, der noch Tiere hält – denn sonst gäbe es sie nicht mehr.

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    • Obstbäuerin sagt

      Frau Heitmann, in letzter Zeit bekomme ich sehr viele Nachrichten über Rückrufe pflanzlicher Bio-Produkte wegen krebserregender Kontaminierungen (z.B. Biotee Anis-Fenchel-Kümmel). Das Leben ist voller Gefahren und trotzdem werden wir immer älter. Es wäre schön, wenn sie Ihre sehr persönlichen Lebenseinstellungen im Stillen bewahren. Danke.

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  3. Barnd Gellhaar sagt

    Sehr geehrter Herr Suhr,

    ich danke Ihnen für Ihren konstruktiven Ansatz.

    Meiner Ansicht nach, sind die aktuellen Forderungen an die Landwirtschaft allesamt populistisches Stammtischgeschwätz, dass ein ehrbarer Politiker nicht anfassen sollte. Dem steht aber entgegen, dass jeder einzelne als Wähler der Souverän dieses Landes ist. Und jeder Einzelne hat das Recht auf eine falsche Entscheidung, solange er bereit ist die Konsequenzen davon zu tragen. Und dort sehe ich den einzigen sinnvollen Ansatz.

    Aktuell dominieren die Themen Kastenstand und Geschlechtsbestimmung im Ei die Debatten. Und sicherlich die Tierhaltung im Allgemeinen (in Verbindung mit Corona und ASP). In der jungen Vergangenheit musste sich mit Glyphosat (als Platzhalter für PSM im Allgemeinen) und den Nährstoffeintrag in Oberflächen- und Grundwasser auseinandergesetzt werden.

    Die Lösungen, die von den lauten Rufern vorgeschlagen werden, zielen sämtlich in die gleiche Richtung. Man muss das Produktionsverfahren verbieten (Anwendung PSM, betäubungslose Kastration, Begrenzung der Ausbringmenge N aus organischen Düngern, etc., etc.). Dann ist der wütende Furor erstmal besänftigt und kann sich auf die Sau konzentrieren die für die nächste Hatz durchs Dorf ausgewählt werden soll.

    Meiner Ansicht nach ist hier der Hebel anzusetzen. Möchte man Produktionsverfahren aus ethisch/moralischen Gründen reglementieren, so muss zwingenderweise auch der Verkauf von Produkten aus diesen Produktionssystemen reguliert werden. Als mögliches Beispiel wäre anzuführen, dass in Deutschland nur Fleisch von betäubt kastrierten Schweinen verkauft werden darf. Kann der Importeur das nicht nachweisen, muss eine Tierwohlabgabe gezahlt werden, die für die weitere Entwicklung der Landwirtschaft genutzt werden kann. Das gleiche eben mit Eiern, Getreide und anderen (auch verarbeiteten) Produkten.

    Als mahnendes Gegenbeispiel lässt sich das Verbot der Käfighaltung anführen. Nachdem in Deutschland die Käfighaltung verboten wurde, wurden die Stalleinrichtungen zur Käfighaltung in unseren Nachbarländern eingebaut um dort Eier legen zu lassen, die dann im Anschluss nach Deutschland importiert wurden bzw. werden.

    Die Produzenten, die sich auf ein neues Produktionssystem einstellen, werden auf diese Weise bestraft. Sie haben einen finanziellen Wettbewerbsnachteil (und einen ethischen Wettbewerbsvorteil, den keiner belohnt). Die lauten Schreier aus den Kommentarbereichen und deren Rattenfänger aus der Politik können im Regal einfach zur günstigen Alternative aus dem Ausland greifen.

    Würde nicht die Produktionsweise, sondern (auch) das auf diese Weise erzeugte Produkt verboten, so muss der Wandel der Landwirtschaft von der gesamten Bevölkerung getragen werden, weil sie keine Möglichkeiten hat eine Alternative zu kaufen (nur mit entsprechendem Tierwohl-Aufschlag). So würden auf der einen Seite die Landwirte nicht im Regen stehen gelassen, sondern auch die lauten Rufe nach ständiger Verschärfung der Gesetze und Regelwerke mit der Zeit sich immer leiser bzw. überlegter.

    Viele konstruktive Grüße

    Barnd Gellhaar

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    • Bauer Willi sagt

      Genau das ist der richtige Weg. Ein Beispiel: Wer keine Gentechnik in Deutschland möchte, darf auch keine Produkte angeboten bekommen, die mittels Gentechnik hergestellt wurde. Wenn man das bis zu Ende durchdenkt….
      Kein Soja aus Südamerika, kein Mais aus Nordamerika….

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    • fingerphilosoph sagt

      Ja, super! Tolle Idee! So machen wir es! Und im nächsten Schritt wird, um der Lebensmittelverschwendung Einhalt zu gebieten, jedem Bürger exakt vorgeschrieben, wie viele Kalorien er täglich zu sich nehmen darf. Um weil der Staat seine Bürger ja auch gesund ernähren will, folgen dann darauf die Vorschriften, wie die Zusammensetzung der Nahrung ganz genau auszusehen hat. Precision farming wird durch precision consuming ergänzt.
      Und am Ende dieses Prozesses kriegt dann jeder Bürger von der Wiege bis zur Bahre sein tägliches Fläschchen von Mutti Staat mit allen notwendigen Nährstoffen drin. Auf die Infantilisierung der Gesellschaft folgt die Verbabyisierung. Dann können wir uns alle gegenseitig mit „hey, babe!“ anreden. Wunderbar!

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      • Brötchen sagt

        FP das jeder seinen persönlichen Preis für die Ware angezeigt und berechnet bekommt, ist auch nicht weit entfernt!

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        • firedragon sagt

          Brötchen, wie meinst Du das?
          Ein dicker Mensch könnte in der Zukunft für fetthaltige Nahrung mehr zahlen, als ein dünner und ein Diabetiker zahlt mehr bei Naschzeug drauf?
          Wäre dann ein Überwachungsstaat unter dem Deckmantel der Gesundheit, der dann über alles gelegt würde.

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          • Thomas Apfel sagt

            Habe gerade eine Einladung zum „Werkstattgespräch Brandenburger Ernährungsrat“ erhalten. Prof. Grethe hält das Impulsreferat. Mal schaun, was die so für Vorstellungen hinsichtlich der „Bürgersteuerung“ haben.

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          • Stadtmensch sagt

            Nein, das ist kein Überwachungsstaat. Es sei denn, er löhnt für die Infos, die private Anbieter gesammelt haben
            Die Damen und Herren Online-Händler und Suchmaschinenbetreiber z.B. basteln an immer besseren Verbraucherprofilen. Ihrer Zuträger sind zahllose Tracking-Dienstleister, deren Skripte fast auf jeder Seite laufen. Zur Identifikation reicht ein schnödes Bildchen, dass dein Browser mit seinen ganz spezifischen Einstellungen darstellt. Eine Art Checksumme über alle Einstellungen ist dann deine „Online-ID“. Du bist als mittlerweile ziemlich eindeutig identifizierbarer Verbraucher demaßen transparent, dass dir auch genau der Preis angezeigt werden könnte, der zu dir passt. Hauptsache du kaufst. Verkaufen ist allerdings nachrangig. Viel interessanter ist, was du sonst noch so treibst im Netzt: Nach Symptomen für Krankheiten suchen, nach Immobilien, nach Reisen, welche Nachrichten dich interessiern. Die kennen dich besser als du dich selbst.

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            • firedragon sagt

              Stadtmensch, warum ist verkaufen im Netz nicht so wichtig. Warum würden meine Daten, wenn ich nach Krankheit/Nachrichten Ausschau hielte, als wichtiger betrachtet? (aus der Sicht eines IT’lers)

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              • Stadtmensch sagt

                Die Ware kann man nur einmal verkaufen. Die Informationen kann man sammeln und daraus zusätzliche Informationen ableiten und das dann verkaufen oder für andere Zwecke (na was wohl: Einfluss vergrößern) nutzen. Hier, kannste mal reinhören: „Dlf, Das Feature, Die Lobby“. Die Facebook-Leute sind bestens informiert und wissen, wie man einen Abgeordneten einwickelt. NGO-Vertreter machen alles falsch, weil sie erstmal nur meckern…

                Aber mach dir nix draus. Ich hab davon keine Ahnung und SO ein ITler bin ich auch nicht.

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                • firedragon sagt

                  Danke für die Info Stadtmensch, werde ich mir raussuchen und anhören.

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            • Paulus sagt

              Stadtmensch, das ist doch schon uralter Adel und die KI verheißt erst recht nichts Gutes. Das Dumme ist nur, du kannst dich diesem Unwesen kaum noch entziehen, selbst wenn du weitgehend analog unterwegs bist. In den Fängen irgendeiner Datenkrake landest du nahezu immer. Es ist auch erschreckend wie offensichtlich manche Branchen, z.B. die Versicherer damit umgehen. Die machen gar keinen Hehl mehr daraus, dass sie alles über dich wissen.

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      • Reinhard Seevers sagt
      • Smarti sagt

        Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Haschisch für Menschen gefährlich ist und deshalb hat unsere Regierung Anbau und Verkauf in Deutschland verboten. Soweit so gut. Und jetzt haben andere Wissenschaftler nachgewiesen, dass bestimmte Herbizide und Insektizide ebenfalls für Menschen gefährlich sind uns deshalb sind oder werden sie in Deutschland (von der gleichen Regierung) ebenfalls verboten. Trotzdem soll die Einfuhr und der Verzehr erlaubt bleiben ? Das verstehe ich nicht… entweder ist etwas giftig oder nicht …auf Deine Begründung, fingerphilosoph, bin ich gespannt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Gibt auch Länder, die den Haschischanbau anders sehen……die deutsche Brille kann auch Mal geputzt werden, oder einfach neue Gläser rein?

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          • Smarti sagt

            Hasch habe ich nur als Beispiel genommen, weil es manche Leute( genau wie auch Pflanzenschutzmittel ) ungefährlich und andere deutlich krebserregend befinden. Anderes wie zum Beispiel Alkohol, Tabak oder Treibstoff sind für Mensch und Umwelt anscheinend nur ein bisschen gefährlich und sind erlaubt, aber besteuert. Klar ist das eine Bevormundung der Bevölkerung, doch der Grossteil ist wohl damit einverstanden. Wenn in Zukunft betäubungslose Ferkelkastration verboten ist, warum ist dann die Einfuhr von nicht betäubt kastrierten Tieren erlaubt ( oder wird zumindest besteuert ) ? Entweder ist etwas in D erwünscht oder nicht, ist Glyphosat giftig oder nicht… das ist zwar eine Bevormundung aller Verbraucher wäre aber meiner Meinung nach nur gleiches Recht für alle…
            Mir ist auch klar, dass dies nie durchsetzbar wäre – Geld regiert die Welt. Aber warum ist dieser Ansatz, philosophisch betrachtet so falsch dass wir dann alle Babysiert werden ?

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            • Brötchen sagt

              Smarti,
              „warum ist dann die Einfuhr von nicht betäubt kastrierten Tieren erlaubt“

              Jedes Land hat ein Tierschutzgesetz und dann gibt es noch ein übergeordnetes EU Gesetz.

              Beide Länder halten sich an das Eu Gesetz,
              ein Land legt das EU Gesetz in seinem Land über sein Gesetz anders aus.

              In beiden Ländern ist die Handlungsweise rechtlich gedeckt, das Produkt nach EU Recht erzeugt, also muss das dann in dem anderen EU Land absetzbar sein.

              Es gilt Rechtssicherheit.
              So ungefähr die Begründung.

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              • Smarti sagt

                Brötchen, danke für die Erklärung, so kann ich das verstehen. Ja, das werden ein paar Bauern niemals ändern, auch wenn sie gefühlt im Recht sind.

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                • Brötchen sagt

                  Smarti, Du kannst das nur ändern, indem Du ihm die Tiere nicht abkaufst. Er darf sie Dir anbieten!
                  Das ist rechtl. korrekt.

                  Der Staat (D) darf ihm das nicht verbieten.

                  (jedenfalls nach meinem Wissensstand)

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              • Barnd Gellhaar sagt

                Hallo Brötchen,

                das ist ein sehr guter Einwand und Rechtssicherheit ist etwas, dass sich alle wünschen. Und natürlich darüber hinaus einen freien Handel ohne protektionistische Barrieren innerhalb der EU. Nur wenn alle Teilnehmer auf den europäischen Märkten gleich behandelt werden, ist ein freier Handel überhaupt möglich.

                Und genau da sehe ich das Problem. Hier findet keine Gleichbehandlung statt. Wenn in Deutschland bestimmt wird, dass, über die Anforderungen der europäischen Tierschutzstandards hinaus, Anforderungen bestehen, kann diese Anforderung eben auf alle einzuführenden Produkte beschlossen werden. Und so wieder eine Gleichheit erreicht werden. Im Gegenzug sind hier hergestellte Produkte auf fremden Märkten immernoch im Wettbewerbsnachteil.

                Das steht nicht im Widerspruch gegen EU-Recht. Es findet keine Ungleichbehandlung statt. Alle Markteilnehmer (in- und ausländische) müssen beim Kastrieren und Kupieren betäuben (um bei dem Beispiel zu bleiben).

                Welche Möglichkeiten siehst Du denn, um den planwirtschaftlichen Wünschen der Populisten Einhalt zu gebieten? In meinen Augen dürfen gerne „falsche“ Entscheidungen von Politikern getroffen werden. Aber dann bitte nur, wenn schlussendlich auch die Konsequenzen getragen werden.

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                • Brötchen sagt

                  Hallo Barnd!

                  Das EU Gesetz legt Mindestanforderungen fest.
                  Die muss der Exporteur nur einhalten. Du kannst das nicht, mit einem Abwehrgesetz blocken.

                  In dem Fall geht es nur um ein zwei Begriffe und deren Auslegung.

                  So macht es ja Schweden die haben sich selbst aus dem eu Markt und dem aussereuropäischen geschossen.

                  Kann man machen, hat aber dann die Konsequenzen.

                  Es ginge nur, indem man die Mindeststandards der EU anhebt.

                  Jede Fördermassnahme muss z.b. von der EU im entsprechenden nationalen gesetz notifiziert werden.

                  Selbst wenn der Staat genug Geld hätte und fördern wollte, darf er das nur in engen Grenzen.
                  Deswegen sind die Briten ja raus, so sind sie theoretisch viel flexibler und müssen nur ihr Parlament fragen und niemand anders, um ihr Geld ausgeben zu können oder Entwicklungen zu steuern.

                  Hat alles vor- und Nachteile.

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  4. TurmbauerHans sagt

    Liebe Leute, wie einer hier schrieb wird es erst ein Umdenken bei diesen Menschen geben….sollte das Essen knapp werden! Im Bekanntenkreis habe ich eine Veganerin…..und Radikale Tierschützerin….die ist sehr lieb als Mensch….aber wehe es geht um dieses Thema…..Sie rastet dann so aus….Gnade uns Gott das solche nie an die Macht kommen. Das alles Dank unserer „Qualitätsmedien“…..und Sie ist eine Bauerstochter!!! Ich Rate jedem Landwirt der es noch kann die „Flinte ins Korn “ zu werfen!! Es wird die nächsten Jahr noch schlechter für unseren Berufsstand!! Die Leute müssen wieder erfahren wie es ist Hunger zu haben!!! Meine Eltern erzählen mir immer noch von der Nachkriegszeit als die armen Stadleute aufs Land kamen….und um ein paar Krautköpfe oder Kartoffeln gebettelt haben……heutzutage würde bei einer solchen Situation die Menschen die Bauern totschlagen wenn Sie nichts bekommen würden….also macht Euch darüber mal Gedanken!!! Trotzdem eine gute Woche noch!

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    • Weil heutzutage die Menschen aggressiver sind?

      Wir haben aber keine Krautköpfe im Keller mehr liegen, weil er zu warm ist, früher bei den alten Häusern ging das.
      Früher waren mehr Gemischtbetriebe, die alles hatten da. Da ging das.
      Heutzutage müssen wir uns vor den Dieben schämen, wir haben nichts, ausser Frucht auf dem Boden und im Silo.
      Naja ob in der Speisekammer noch mehr steht als im Kühlschrank?

      Ob die Städter dann noch aggressiver werden, weil wir Bauern nicht mehr denen entsprechen, die ihre Oma in der Not früher aufgesucht hat?

      Es gibt auch viele Omas, die mich schimpfen, weil wir Bauern sie nicht bequem genug untergebracht hatten, oder weil sie für ein Glas Milch den Hof kehren müssen, das soll ich mir mal vorstellen. „Als Kind mit 8 Jahren musste ich denen ihr Hof kehren“

      Als ich ihr antwortete, dass ich das in dem Alter jeden Samstag musste, hat sie weggeschaut.

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    • Paulus sagt

      „Die Leute müssen wieder erfahren wie es ist Hunger zu haben!!!“ und dann kommt mal wieder die abgesungene Arie von der Nachkriegszeit. Fehlt nur noch die Story von dem SUV vor dem Aldi-Markt, dem Smartphone und der Urlaubsreise. Angesichts dessen, was mir gewisse Sympathieträger der LW so alles entgegen bringen oder wünschen, bin ich als Verbraucher sehr froh, dass es noch Bezugsquellen im außereuropäischen Ausland gibt.
      Liebe Bauern, wir schätzen euch als Erzeuger unserer Nahrungsmittel, aber diese Art der Kommunikation geht garantiert nach hinten los. Begreift doch endlich mal, bis auf Ausnahmen, als Teilnehmer eines globalen Wirtschaftssystems.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Paulus, du sprichst von dir in der Dritten Person?
        Die Kommunikationsform der Mehrheit Kommunizierender ist von Anfang an unsachlich, polemisch und mit Lügen durchsetzt. Welche Form sollte man ihr wohl entgegensetzen?
        Es ist immer noch richtig, dass der Erzeuger der Agrarrohstoffe einzigartig ist und die Leistung mehrheitlich nicht erkannt wird. Wenn Wissen und Erfahrung irgendwann nicht mehr in ausreichendem Umfang vorhanden sein sollte, weil die Kundigen ausgestiegen sind, dann möchte ich das Gejammer auch nicht hören. Das hat nichts mit Globalisierung zu tun, nur mit Vertrauen und Respekt. …..und mit Dekadenz einer Wohlfühlgesellschaft, wie bei kleinen Kindern eben.

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  5. Elisabeth Ertl sagt

    Ich hab einmal Risikokapital eingesetzt und einen kurzen Artikel zu Wolf und Weidetierhaltung auf OTS platziert. Kostenpunkt über 400 Euro. Gebracht hat ihn kein einziges Medium, denn was soll man mit dem Wissen einer kleinen Schafbäurin anfangen? Als Lehrgeld hat sich die Summe allemal ausgezahlt: Wer Volkes Meinung dominieren will, braucht sehr viel Geld, langen Atem und einen Namen, der immer besser klingt, je öfter er in der Zeitung steht. Ein solcher Name ist in Österreich z. B. der „Verein gegen Tierfabriken“ Und dort wird genau das gepredigt, was sich in den obigen Meinungen widerspiegelt. https://vgt.at/hinweise/Neu-Aktivist_innenTreffen/index.php?gclid=Cj0KCQjwhvf6BRCkARIsAGl1GGg8NSi_cGHDDklnp_AMB150STOtEqAXzp0rJ6gCdPKkCkrf5MuppUsaAtqlEALw_wcB

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    • Thomas Apfel sagt

      Hallo Frau Ertl,
      ich habe gerade mal in die Tierschutzzeitung „Tierschutz konsequent“, die Sie mit verlinkt haben reingelesen. Das ist genau der gleiche Sprech wie bei uns. An der Corona Pandemie ist zu 100 % die intensive Tierhaltung schuld. Da diese Zeitschriften schon ihre Leser finden und ja auch für die Kinder-Tierschutz-Erziehung ausgewiesen sind, muss man sich über die sich von unten her lautlos und latent ausbreitende Stimmung im Volke nicht wundern. Da wird im schönsten Veganer Sprech alles durcheinander gemurmelt.
      Gegenargumentation sinnlos ? – Ich denke nein, nur haben wir das was da via Internet hochkommt wohl gewaltig unterschätzt und sind viel zu spät zur Gegenwehr übergegangen !!

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Ja richtig, weil die Bauern lange Zeit über den naiven Blödsinn der Städter nur arrogent gegrinst haben, sich umgedreht, sich das Ihre gedacht, und dann wieder ab auf den Traktor. Papa und Mama Interessensvertreter werden es schon politisch richten.
        Ganz von ungefähr kommt aber die Kritik auch nicht. Ich bin auch gegen diese nicht flächengebundene Tierhaltung mit den Futterimporten aus Übersee. Die Bauern haben zu lange Entwicklungen mitgemacht, die offensichtlich in die falsche Richtung führten. Ärgerlich ist nur, wenn die Kritik ausgerechnet von den Nutznießern dieses Systems kommt, die genau zu den Produkten greifen, deren Produzenten sie jetzt schmähen.

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        • Brötchen sagt

          D. war schon immer Futtermittelimporteur! Autarkie Bestrebungen um die Zeit des 1. und 2.Wk sind gescheitert und da gab es noch die Kornkammern!

          Ansonsten vermutet man das die Wildschweine teilweise schon resistent sind gegen die ASP, Warzenschweine in Afrika sind das wohl auch.

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        • Thomas Apfel sagt

          Hallo Frau Ertl,
          Die flächengebundene Tierhaltung wird meines Erachtens nicht wiederkommen. Erstens, weil die Reserven hinsichtlich der Flächen im Osten Deutschlands liegen, die Tierhaltung sich wieder dorthin verlagern müsste.
          Versuche sich mit großen Anlagen wieder im Osten zu etablieren scheitern meist am Widerstand der Stadt- und auch Landbevölkerung. Zudem sind die technischen Strukturen (Mästen, Schlachten, Zerlegen) logischerweise alle dort angesiedelt wo die Tierhaltung konzentriert IST.
          Zweitens, weil Mast ein schon weitgehend von der Fläche entkoppelter Prozess ist, insbesondere Schweine- und Geflügelmast. M.E. ist es auch sinnvoller die Probleme mit den Kreisläufen hinsichtlich Futter und Mist/Gülle technisch zu lösen, zumal wir aufs Ganze betrachtet keineswegs einen Überschuss an organischen Düngern haben. Die Entwicklung wird wohl eher in eine Minderung der Inlandserzeugung zu Gunsten von Importen münden. Damit steigt weder die Wertschöpfung je Flächeneinheit (was im Osten dringend wäre) noch ist die Flächenbindung eine Lösung für die Vieh starken Gebiete, weil sich die Preise dann schon verdoppeln müssten um bei den kleinen und mittleren Mastbetrieben noch genügend Einkommen zu generieren. Da genau das nicht passieren wird, werden diese Betriebe einfach verschwinden !

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          • Brötchen sagt

            Thomas stimme Dir voll zu!
            Bis auf, mir ist unklar, was mit den Bergen von Roggen, Mais usw. werden soll, wenn hier im Osten Totenstille herrscht, was Tierhaltung betrifft.

            Wir hatten mal dreimal soviel.

            Der Kollege da mit den Mangalitzakreuzungen, wird schon die Welt umschubsen bzw. kann sicher seinen Tiroler Speck, den es bei uns in jedem Supermarkt gibt auch ohne D. absetzen können!

            An seiner Stelle würde ich mal nach Ungarn oder Rumänien gucken, das ist näher als Guben oder Forst und da sind keine Berge zwischen.

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            • Thomas Apfel sagt

              Ich denke, der Osten wird 10, 20 und zur Not auch 30 % Stillegung bzw. Umwandlung in Ökologische Vorrangflächen umsetzen, und die Berge an Roggen und Mais so verkleinern. Wenn im Durchschnitt bundesweit 40 % der Einkommen in der Landwirtschaft Fördermittel sind, so ist die grobe Verteilung 20 % oder weniger in den Vieh starken Regionen des Westens und 60 – 70 % in den Tier armen Anbauregionen im Osten, die ja auch oft noch trockener und sandiger sind als andere Regionen. Eine Kappung wäre der Tod dieser Betriebe und kann auch nicht gewollt sein, denn kleine neue Betriebe werden nicht entstehen.
              Also der Osten wird die Forderungen der NGOs umsetzen (sofern dadurch die Kappung vermieden werden kann) und der Westen wird das nicht können. Deshalb muss man m.E. gerade in den intensiven Gebieten mit hoher Wertschöpfung die Lösung von Umweltproblemen in technischen Entwicklungen suchen und die Intensivierung in den Produktionsflächen vehement verteidigen.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Habt ihr nicht genau dort, wo die Tierhaltung konzentriert ist, das tatsächliche Nitratproblem, das jetzt alle ausbaden sollen? Und die technische Lösung des Gülleproblems kann ja nur bedeuten: noch mehr Schwertransporte in einer Zeit, wo alle vom Energiesparen reden wegen des Klimas. Bevor die Leute verhungern, werden sie die Ställe schon wieder dulden.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Gülle wird in seine Bestandteile aufgespalten/separiert und ist dann transportwürdig. Außerdem müssen Ackerbauregionen zukünftig auch mehr organisch düngen. Elisabeth, mach dir um die Intensivregionen keine Sorgen, es sind die anderen, die es schwer haben werden.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard Thomas schrieb es ja schon, wenn bei uns die 1. Säule wegplatzt, dann geht hier flächendeckend einiges den Bach runter.

                  Die das entscheiden, sind alle nicht von hier!

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                • Thomas Apfel sagt

                  Die sogenannten „Roten Gebiete“ sind nur zu 40 % dort wo hohe Viehdichten sind. Es gibt Messprobleme, geologische Ursachen und jede Menge Flächen mit hohen Viehbeständen ohne Nitratprobleme. Das Thema ist, wie schon oft diskutiert komplex und der behauptete grundsätzliche Anstieg der Werte im Grund- und Oberflächenwasser so nicht gegeben (das haben wir glaube ich schon des Langen und des Breiten im Forum diskutiert). Es geht auch nicht darum Wasser und dünne Gülle Tausend tonnenweise durch die Gegend zu karren, sonder vor Ort durch Separation, Trocknung, Kompostierung hochwertige transportwürdige organische Dünger herzustellen. Milchmädchenrechnungen bezüglich Transport und Verteilung sind realitätsfern, einfach deshalb, dass kein Lieber Gott, Volkstribun oder Parteigänger der Grünen die Viecher wie mit dem Malerpinsel neu in der Landschaft verteilen kann. Planwirtschaft kann so etwas, Marktwirtschaft nicht.

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                • Könnte man nicht da, wo zu viel Gülle für die Fläche anfällt, sie alle durch Biogasanlagen jagen und bevor sie anschliessend dennnoch ausgefahren werden, sie dann noch mit einer Technik von N befreien?

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Die Preise WERDEN sich verdoppeln – aus dem einen oder aus dem anderen Grund: https://www.oesterreich-isst-informiert.at/herstellung/agrarrohstoffe-vieles-muss-importiert-werden/
            „Auch aufgrund klimatischer Bedingungen, zur Auslastung der Produktionsstandorte und um international wettbewerbsfähig zu sein, werden agrarische Rohstoffe aus anderen Märkten bezogen. Die Lebensmittelunternehmen hängen dabei auch von internationalen Entwicklungen ab. So führen die wachsende Weltbevölkerung und die höhere Kaufkraft insbesondere in Schwellenländern zu einer steigenden Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln. Das macht die Verfügbarkeit und die Preise auf der Angebotsseite sehr volatil. Kurzfristig beeinflussen auch Ernteschwankungen das Angebot an Agrarrohstoffen.“

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  6. Fratzebook und Kommentarfunktionen verschiedenster Medien dienen auch dazu, dass diverse „soziale Gruppen“ Frust und Aggression abbauen können. Gerne dürfen diese da reinschreiben was sie wollen, wenn´s ihnen hilft. Entscheident ist dass Mehrheit der Vernüftigen und Klardenkenden das Geschwafel ignoriert und damit ins Leere laufen lässt und nicht versucht diese ernst zu nehmen und es damit aufwertet. Leider ist die politische Kaste mittlerweile soweit, das Fratzebookgeschwafel zur Grundlage ihres poltischen Handelns zu machen, und dies ist das wirkliche Problem an der Geschichte. Auch deswegen, aber auch aus anderen Gründen halte ich eine Zukunftskommission und einen Gesellschaftsvertrag für Quatsch!!

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  7. Astorianer sagt

    Höchste Anerkennung und Lob gilt allen Bauern Weltweit, die in swieriger Zeit, geprägt von Corona, Trockenheit und Wetterextremen mit unermüdlichem Einsatz uns allen die Ernährung sicherstellen, obwohl sie so massiv von vielen Menschen und Organisationen, Kritisiert und an den Pranger gestellt werden Kein anderer Berufszweig ist so vielen Risikos und massiver und unberechtigter Kritik ausgesetzt als die Bauern, die mit Erzeugerpreisen leben müssen, die oftmals keine andere Möglichkeit zuläßt als ihren Betrieb aufzugeben. Aber was ich besonders verwerflich finde, das es in dieser heutigen Spaß und Freizeitgesellschaft, in der für Urlaub, Sport, Hobby und Freizeit nichts zu teuer ist, doch für Nahrungsmittel immer weniger ausgegeben wird und es niemand stört, wenn Jahr für Jahr tausende Bauernhöfe ihre Hoftore für immer Schließen.
    Dieses Bauernlob habe ich bei FB gepostet und auch mehrmals geteit weil ich sehen wollte wie oft das von anderen Leuten geteilt wird. Naturlich war die Enttäuschung groß, denn es wurde nur 3 mal geteilt. Das zeigt doch wie die Bauern als unwichtig angesehen werden.

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  8. Astrid Kranefeld sagt

    Nochmal: wir brauchen unsere Bauern! Oder wollt ihr euch Abhängig machen von China und Co???? Dann habt ihr gar keine Kenntnisse über die Herstellung der Grundlebensmittel. Ich will keine Abhängigkeit. Unsere Bauern müssen uns immer ernähren können. Aber ihre Familien müssen auch von der harten Arbeit leben können, das ist doch zu verstehen. Ich finde die ewigen Meckereien unerträglich. Vorallem von Menschen, die nur die Theorie kennen. Haltet EUCH mit Ratschlägen zurück. Die Bauern können verantworten was sie tun?

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  9. Martin Linger sagt

    Wenn man diese Kommentare liest, ist es umso unerträglicher zu hören, dass die Landwirte sich radikalisiert haben sollen. Und das auch noch vom eigenen Verband oder ehemals vertrauten Partei CDU.
    Die Gehirnwäsche der Grünen und NGOS zeigen ganz klare Wirkung.
    Es wird erst ein umdenken erfolgen wenn das Essen mal knapp werden sollte.

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  10. Ferkelhebamme sagt

    Die Kommentarfunktionen werden genutzt, um schlichtgestrickten Gemütern zu einer vorgefertigten Meinung zu verhelfen. Und diese Propaganda zeigt Wirkung.

    Es ist zermürbend! Die Sorgen ums Familieneinkommen, nicht umsetzbare politische Verordnungen (die auf dieser Propaganda gründen), gesellschaftliches Dauerfeuer, selbst auf dem Land bekommt man inzwischen beim Ackern den Vogel gezeigt?! Corona, Schweinepest. Nichts, aber auch garnichts Positives. Zurück bleibt Wut, Zukunftsangst, Hoffnungslosigkeit.
    Ich weiß schon wieder von zwei Sauenhaltern, die den Ausweg nur im Strick gesehen haben. Bei der Kammer mehren sich die Bitten des Vet-Amtes, doch mal da und dort vorbeizufahren. Der Bauer schafft es nicht mehr, wenn wir ein Haltungsverbot aussprechen, wird er zum Strick greifen…
    Eine fettgefressene Gesellschaft, die ihre „systemrelevante“ Basis in den Freitod treibt. So sieht’s aus
    Oh, merkt man, dass ich Frust schiebe…?

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    • Bestimmt weil die heutige Normalbevölkerung alles für umsonst gegeben sieht, Kindergarteniveau,
      ohne etwas von der Reaktion der Umwelt zu verstehen,
      Haben sie ja nie gelernt und auch nie gebraucht…
      Das könnten ja die Bauern machen, die sind ja so wie so für alles verantwortlich.

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    • Paulus sagt

      Ferkelhebamme, wie mir scheint ist es mit einem Dujadin nicht mehr getan. 🙂
      Vielleicht hilft dir ja die Meinung eines Außenstehenden – zumindest ein wenig. Ich halte die von Bauer Willi aufgezeigten Kommentare für unqualifiziert, ebenso wie die meisten Kommentare im Spiegel oder in der Zeit, etc. Damit dürfte ich auch als Außenstehender nicht allein dastehen. Diese Menschen „schlicht gestrickte Gemüter“ haben wahrscheinlich noch nie Verantwortung getragen und sind die erbärmlichsten unter uns. In den sozialen Medien können sie alle groß kotzen, schließlich hat es keine Folgen. Das ist bei vielen, um nicht zu sagen bei den ganz Kleinen, die einzige Möglichkeit sich irgendwie darzustellen.
      Wenn ich mich vom Gequassel der Facebooker oder Sonstewelchen, oder von welchen Schwachköpfen auch immer, in meinem Job hätte beeindrucken lassen, wäre ich schon längst in der Psychiatrie gelandet. Insofern – Kopf hoch Mädel!

      PS. Diese scheiß ASP betrifft ja auch den Export, nach meinem Kenntnisstand so ca. ein Drittel des in D erzeugten Schweinefleisches. Damit würde ich diesen Wirtschaftszweig durchaus als exportstark bezeichnen. Vielleicht denken jetzt doch mal einige Bauern über ihre Forderung nach Außenschutz nach. Nur mal so am Rande.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das Problem ist, auch die Kinder der Bauern lesen sie, nachdem sie zuvor in der Schule gemobbt wurden. Welche jungen Frauen, wollen in einen Betrieb einheiraten, wo der Verdienst klein ist, dafür als Tierquäler beschimpft werden.

        Auch wenn es bei dem Kommentatoren es sich um Idioten handelt, folgenlos bleibt es nicht.

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        • Die uns als Tierquäler beschimpfen sind saudumm, denn sie wissen nicht, je mehr sich das Tier in einer Mastanlage wohlfühlt, je besser Quälität an Fleisch, Eier oder Milch bringt es und das wird ja bei unseren vielen Kontrollen auch finanziell belohnt. Keiner lebt vom draufegen?

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      • Ferkelhebamme sagt

        Ich denke inzwischen, dass es ein schwerer Fehler der „Normalos“ ist, diese digitale Parallelwelt nicht ernst zu nehmen. Ich sehe jeden Tag, wie sie mehr und mehr in die Realität Einzug hält. Sei es die Politik mit ihren unfachlichen Verordnungen, Schwager und Schwägerin, die auf dem Hof aufgewachsen sind und sich trotzdem auch solcher Phrasen bedienen, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen, die schon die Kids indoktrinieren, oder der Spaziergänger, der einem den Vogel zeigt. Auch wenn noch der Großteil der Leute hier freundlich winkt, wenn man vorbeikommt, macht mir dieser eine große Sorgen.
        Und ich wette mit dir, dass sich in dieser Parallelwelt eine radikale Hohlfritte finden würde, die das ASP-Virus absichtlich nach D trägt, wenn sie davon überzeugt wird, die ausbeuterische Tierquälerei hier damit beenden zu können.

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        • Obstbäuerin sagt

          Das sehe ich auch so Ferkelhebamme. Gestern bei unserer Sortengartenführung wurde ich gefragt, nachdem ich die Krefeldstudie in Frage gestellt hatte, ob ich unsere Ministerien der Lüge bezichtigen will. Irgendwann wird es strafbar, eine andere Meinung zu vertreten.

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        • Paulus sagt

          Ferkelhebamme, und ich halte es als „Normalo“ für einen schweren Fehler, diese digitale Parallelwelt ernst zu nehmen. Entscheidungen treffen immer noch Betriebs- oder Unternehmensverantwortliche. Bis auf wenige (mir bekannte) Ausnahmen sind diese immer noch auf Vernunft basierend und nicht von Ideologie gesteuert. Wer sich ins Bockshorn jagen lässt oder gar versucht einen auf everybody’s Darling zu machen hat garantiert verloren. Kann allerdings sein, dass ich zu sehr in der Wirtschaft verhaftet bin.
          Was die Indoktrination der Kinder betrifft gebe ich dir Recht. Im Falle unserer Tochter halfen allerdings zwei klare Ansagen meiner Frau und eine Beschwerde bei der Schulaufsicht. Ich denke nicht, dass unser Kind deshalb benachteiligt wurde. Der Ehrlichkeit halber muss ich sagen, es betraf nur die Grundschule, am Gymnasium hatten wir den Eindruck nicht.

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        • Ja,
          die werden ja dann auf diese Weise betrogen.

          https://www.ardmediathek.de/swr/video/betrifft/frisch-die-wahrheit-ueber-restaurants/swr-fernsehen/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzMDI0NTU/

          Auch gute Restaurant haben keine zeit mehr die Naturalie4n kunstvoll zu verarbeiten.
          Kochlehrlinge sind sehr traurig, dass sie die Kunst,

          eine Soße sämig zu beikommen,

          nicht mehr lernen.

          Eigentlich haben sie den Beruf gelernt, um sich z.B. mit solcher Kunst identifizieren zu können.

          Geht das in unserer Gesellschaft auch verlören?

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  11. Bauer Fritz sagt

    Lieber Bauer Willi
    Deutschland muß doch ohnehin ganz anders werden.
    Du weißt doch, daß Deutschland mit seinen Exporten (egal welchen) die Welt zerstört. Also weg mit den Exporten.
    Du weißt doch auch, daß Unternehmen grundsätzlich Konzerne sind und daher böse. Daher weg mit den Konzernen.
    Du weißt doch auch, daß Selbstständige die andere Menschen anstellen, Ausbeuter sind. Als weg damit.

    Nur so kann wieder mal am neuen deutschen Wesen die Welt genesen. Deutschland muß Vorreiter in der Welt sein.
    Also: Keine Atomenergie, keine Kohleenergie, keine chemische Industrie, keine Stahlindustrie, keine Autoindustrie, keine Agrarindustrie sowieso.
    Denk doch mal nach: wenn endlich all das weg ist, gibt es freie Natur, die Menschen können dann als Schafhirten, Kuhhirten durch Wiesen und Wälder streifen, Blumen pflücken und den Bienen zusehen. Und damit auch alle weiterhin alles im Internet bei Alibaba (China) oder Amazon (USA) einkaufen können was sie wollen, gibt es vom Staat ein bedingungsloses Grundeinkommen von mindestens einigen 1000 Euro im Monat.

    Du meinst, da ist ein Denkfehler drinnen ?
    Du bist aber auch sowas von kleinlich …..
    Ironie ??? off ???

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  12. Christian Bothe sagt

    Dumm,dümmer,am dümmsten…Mehr kann man und sollte man zu diesem unterirdischen Geplapper vom Plebs nicht sagen!

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    • Christian Bothe sagt

      @Bauer Willi ,zu dem Fragen: Zukunftskommission,Gesellschaftsvertrag,Agrarwende etc. sind unnötig und Schlagworte der Grünen und deren Ableger!Leider hat die schwache Regierung unter Merkel in Berlin sich dieses zu eigen gemacht(Wahlen?), begleitet durch unsinnige Regularien der EU!Die extremen Meinungen von „80 Mill.Landwirten“werden durch die Journaille als dritte Macht im Staate befeuert und machen so den Bauern in Ost+West das Leben schwer.So lebt es sich eben in einer bürgerlichen Demokratie,und ich wünschte mir etwas mehr Autokratie als diesen Laissez-faire Stil von Merkel und Co…

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  13. Thea S sagt

    Es besteht kein Zweifel, daß viele FB-Kommentare zu (gesellschafts)politischen Themen mehr als unterirdisch sind. Aber für einige der zitierten Kommentare habe ich ein gewisses Verständnis (nein, ich bin keine Veganerin, ich liebe Fleisch und bin nicht gegen die moderne Tierhaltung).
    Aber wenn ich überzeugte Gegnerin von (Massen)Tierhaltung WÄRE und ich das Tierwohl zumindest auf die gleiche Stufe stellte wie Menschenwohl, muß es mich nicht dann freuen, wenn den Tierhaltern Steine in den Weg gelegt werden? Zumindest die zitierten Kommentare erscheinen mir noch kein Ausdruck einer gesellschaftlichen Verrohung (aber davon gibt es sicher zuhauf).

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    • firedragon sagt

      Thea S, das (sinnlose) Keulen eines ganzen Tierbestands, unabhängig von Tierzahl und Bewirtschaftung, innerhalb einer Kernzone im Seuchenfall, würden Sie als „Steine in den Weg legen“ bezeichnen … schöner Stein!

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    • Ferkelhebamme sagt

      Gesellschaftliche Verblödung trifft es eher.
      „Steine in den Weg“, d.h. nicht kostendeckende Preise auf unabsehbare Zeit, die zu Betriebsaufgaben führt. Juchhuu, die Tierquäler sind weg!? Unglaubliche Logik.
      Bestimmt nicht die großen Gesellschaften, die Insolvenz anmelden und unter anderem Namen weitergeführt werden. Es sind die Familienbetriebe, die kein Einkommen mehr generieren können. Außerdem haben wir jetzt schon in D nicht genügend Schweine, um den Edelteile-Bedarf der Deutschen zu decken. Und nu? Tierwohl importieren? Oder Verzicht? Wofür die Deutschen so bekannt sind…

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    • Bauer Willi sagt

      @Thea
      Für mich ist es Verrohung, wenn der Schaden eines Anderen Freude auslöst. Egal, um wenn oder was es sich handelt.
      Einverstanden?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Werte Thea S.
      Mir denken noch Zeiten, wo Bauern so 5 bis 6 Schwein hielte, 2 fü der Eigenverbrauch, der Rest wurde verkauft. Dann kam die Holländische Züchtung mit 2 Rippenpaare mehr und wesentlich weniger Fett. Die Bauern bekamen abzüge am Preis und gaben den Verkauf auf, kurz danach auch die Selbstversorgung. Ein Bauer baute einen neuen Stall und ein örtlicher Metzger sprach davon, dass Qualität erzeugt wird. Wie der Stall aussah und die Fenster, schreibe ich mal nicht. Ein Schulkamerad (Fachschule) hat den Kuhstall leer gemacht und mästete ca 100 Schweine, das hielt auch nicht lange, weil auch die heimischen Metzger den Preisdruck zu spüren bekamen.
      Wir alle haben da mitgemacht, erklärte ein Bauer, dass er mit seinen wenigen Schweinen nicht mithalten kann, bekam er immer die Antwort, ihr Bauern jammert immer.
      Mit der Zeit entstanden Betriebe, die das Fleisch zu den erwünschten Preisen liefern konnten.
      Man solle nicht glauben, dass man kleinere Betriebe aus dem Boden stampfen kann, es wird keine Quereinsteiger geben und die Landwirtssöhne, die sich vom Acker gemacht haben, werde nicht zurückkommen.

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  14. Schorsch Summerer sagt

    Eigentlich wollte ich schreiben, vergesst diese Kommentare, diesen geistigen Dünnschiss und lasst sie nicht an euch rannkommen. Aber nein, vergessen sollten wir nicht. Diese Gesellschaft lebt weit über ihre Verhältnisse. Wirtschaftlich, finanziell und ökologisch. Corona hat ihnen den ersten Dämpfer gegeben und es werden leider weitere folgen (müssen). Wurden 2015 Warnungen über den ungebremsten Flüchtligsstrom ernstgenommen? Dass eine Selektion zwischen Bedürftigen und Ausnutzern der Hilfsbereitschaft notwendig ist um die Stimmung in der Bevölkerung nicht ins Kippen zu bringen? Nein, wurde nicht und die Stimmung schlug ins andere Extrem um.
    Hier ist es genauso. Noch freuen sich einige wenige, und mehr sind es nicht, dass die Schweinehalter bankrott gehen. Doch die Stimmung wird sehr schnell umschlagen sollte das Schnitzel oder der Schweinebraten mangels eigenproduzierter Ware teuer werden. Seht euch die grünen Bioentusiasten an. Wollen die Biolandwirtschaft von 10% auf 30% steigern und jammern aber gleichzeitig weil der Urwald abgeholzt wird. Da kannst du in den Foren noch so viel vorrechnen über die Folgen, z.B. dass Brasilien 10 Jahre lang den waldbrand fördern müsste um den Ertragsverlust auszugleichen, du wirst mit Häme überschüttet. Sollten die selben Schreiberlinge aber am eigenen Leib erfahren dass ich recht hatte werden die nicht einsichtig, sondern sie hetzen in die andere Richtung.
    Es ist vermutlich ein besonderer Typus Menschen die in Foren so extrem schreiben. Mal in die eine, dann in die andere Richtung. Eine extrem laute Minderheit, vielleicht sogar mit Minderwertigkeitskomplexen? Ein Fall für den Psychiater? Ich weiss es nicht. Doch solange diese Typen den Staat nicht übernehmen ist auch nichts verloren ausser viel Zeit in der man handeln hätte können. Mit Vernunft und abwägend über die Folgen.
    Aber frustrierend und nervend ist die Dummheit und Arroganz dieser Schreiberlinge manchmal schon.

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    • Bauer Willi sagt

      Trotzdem dürfen wir nicht nachlassen, den Mitbürgern zu erzählen, wie die Fakten sind. Bringe demnächst die Sortenversuchsergebnisse von Bio-Weizen…

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      • Schorsch Summerer sagt

        Natürlich werde ich mir nicht den Mund von diesen Leuten verbieten lassen. Ist es doch auch immer wieder so dass die eine oder andere Kommentarspalte nach harten Gegenargumenten von den Hetzern gemieden wird weil sie sich gnadenlos blamiert haben.
        Eines ist mir neulich aufgefallen. Am Wochenende der Anticoronademo in Berlin war das Schreibervölkchen spurlos verschwunden. Habt ihr das auch bemerkt? Waren die am Ende in Berlin? Diese durchgeknallten Aluhutträger die nichts davon gemerkt haben wollen dass sie vom braunen Gesocks unterwandert wurden. Die Corona für eine Erfindung von bösen Mächten halten. Wie weit sind die wohl weg von denen die Juden für alles verantwortlich machen?

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  15. Moin!

    Da ich selbst mitkommentiert habe: Es gab auch andere Kommentare!

    Die erste Frage hier ist jedoch:
    Baut es Brücken, indem man hier all das an Hatespeech etc. nochmal an den Pranger stellt und nur die eine Seite der Medaille zeigt?

    Die zweite Frage könnte eine dieser hier sein:
    Wie oft sind es auch ohne Beweise Tierschützer gewesen, wenn ein Stall abbrennt?
    Wie oft werden Vegetarier und Veganer gedisst?
    Wie oft wird die Schuld dem Verbraucher allein aufgebürdet, wenn es heißt, dieser würde an der Kasse entscheiden?
    Wie oft geht es gegen NGOs, die nur Geld sammeln würden, Ökos usw.?

    Auch da gibt es schnell dämliche Kommentare, zum Beispiel wenn ein Stall abbrennt. Der Veganer, der meint, mit Gemüse wäre so was nicht passiert. Schlimmer jedoch der Fleischliebhaber, der nur frotzelt, es rieche bestimmt lecker nach Grill/BBQ (auch auf Facebook).

    Nicht zu vergessen, daß gerade bei Facebook jeder seine Meinung rausgöbelt. 90% der Kommentare sind eh Müll, basieren nicht auf fundiertem Wissen, zeigen nur eine Seite der Medaille oder wollen einen persönlich angreifen und diskreditieren (ad hominem Rhetorik), um die kritische Aussage selbst zu entwerten. Passiert mir regelmäßig auf Seiten vom Bauernverband Schleswig-Holstein, wo sich dann nach etwas Recherche herausstellt, daß es meist von Menschen kommt, die selbst nicht mal „Vollblut“-Landwirte sind, sondern nur irgendwie damit verflochten, nicht selten mit einem Fuß in der Agrarindustrie oder Parteipolitik, die nur eine Agenda verfolgt, Lobbyarbeit.

    Ich denke, es hilft nicht, wenn man sich immer nach unten orientiert, das Schlechte rauspickt und Feindbilder aufbaut. Dadurch bekommen Landwirte nicht mehr Geld und Wertschätzung. Es braucht Vorbilder!

    Vorstellbar wäre ein anderer Ansatz vielleicht:
    Selbstkritisch und transparent sein. Wie viele Tiere glaubt man denn, kann man allein optimal betreuen, ohne körperlich allein schon im Ar*** zu sein, ist immer mehr wirklich eine Lösung für den Einzelnen? Wie sieht die finanzielle Situation aus, wie geht es einem persönlich? Was würde man lieber wollen? Warum nicht halber Tierbestand für doppelt so viel Geld, für LEH und Erzeuger würde sich am Umsatz ja nichts ändern? … nur irgendwer fängt auch immer an, sich billig zu machen … Und ich denke, kommunikativ kann man so erreichen, daß diejenigen, die aggressiv sind, so keine Chance mehr hätten, Bäuerinnen und Bauern als Feindbild hinzustellen.

    Mein Eindruck: Landwirtschaft wird von manchen Verbrauchern angefeindet für eine Wirtschaftsweise, die sie eigentlich großteils selbst nicht will, zu der sie jedoch ökonomisch gezwungen wird. Und weil man keinen anderen Weg sieht, diesen Zwang aufzubrechen, tritt man schnell lieber nach unten auf die Kritiker als sich mit dem System anzulegen. Also bleibt es bei Strukturwandel und ewigem Wachstum im Unterbietungswettkampf auf dem freien Weltmarkt, Schuld sind dann Umweltauflagen, die erst kommen sollen, für eine Misere, die schon lange besteht. Siehe auch Wolfdiskussion, ist ja nicht so, daß Schäfer vorher schon am Ar*** waren wirtschaftlich und Hunde nicht jetzt schon viele Tiere zu Tode hetzen oder beißen.

    Landwirtschaft muß offensiv, selbstbewußt und geschlossen sein gegen Politik und Handel; oder glaubt jemand, nach all den Jahrzehnten würden CDU und Co. es gut mit einem meinen (die parallel auch noch Mercosur fordern fürs Auto)? Gegenüber Verbrauchern und Mitmenschen muß eine Vertrauensbasis her!

    Sonst eskaliert es immer weiter. Und dabei verliert die Seite, die leiser ist. Und es wäre eine Katastrophe, wenn wir unsere Landwirtschaft zerstören, bis jeder degradiert wurde zum Landarbeiter von ALDI etc.

    Noch anders gesagt: Als die Landwirtschaft noch 5% der Wähler dargestellt hat, mußte die Politik auf sie hören, da wär der Weg des Lobbyismus mit Bauernverband und Co. sicherlich taktisch gedacht richtig. Nur die Politik hat es geschafft, diese Machtbasis zu stutzen, jetzt kann sich sogar die CDU leisten, Euch zu ignorieren.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Mein Eindruck: Landwirtschaft wird von manchen Verbrauchern angefeindet für eine Wirtschaftsweise, die sie eigentlich großteils selbst nicht will, zu der sie jedoch ökonomisch gezwungen wird. “

      Man brauch nur auf die Autos auf den Parkplätzen zu schauen, dann erfährt man, dass die neue Armut nicht weit verbreitet ist.
      Wer billige Lebensmittel kauft, dann sollte man mal überlegen, aus welchem Grund er die derzeitige Landwirtschaft angreifen soll.

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      • Ich würde es so sagen: Armut im Geiste ist schon sehr weit verbreitet. Unser Schulsystem sorgt vielleicht für Ausbildung, jedoch nicht für Bildung.

        Wie massiv der Einfluß des Marktes auf den Verbraucher ist, zeigt sich an sowas hier:
        „Bewußt einkaufen“ heißt viel und billig. (Dann reichen auch 3 Euro Verpflegungssatz für Kinder in Hartz IV Haushalten, Bio ist’s dann aber nicht …)
        Geiz ist geil.
        Statussymbol Fleisch (ab den Wirtschaftswunderjahren) mit über 1kg Verzehr die Woche pro Kopf.
        Statussymbol Auto, von wegen Auto = Freiheit.
        Immer das neueste Smartphone.
        Usw.

        Der Markt fördert das Emotionale, nicht das Logische! Der Dealer hat seine Konsumenten.

        Hier sieht man jedoch, daß es nicht so sein muß, sondern der Handel solch ein Verhalten erst triggert:
        „Aldi wird in Australien für immer mehr Verbraucher zum Teil ihres Alltags. Mit seinem Konzept, gute Ware billig anzubieten, verändert das Unternehmen das Kaufverhalten der Kunden. Die Konkurrenz muss nachziehen.“
        https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/discounter-in-australien-wie-aldi-einen-kontinent-umkrempelt/12880730.html

        Aber auch Armut wird mehr, Löhne und Sozialhilfe fallen, Miet- und Energiekosten steigen, Innenstadtsterben hat dramatische Ausmaße angenommen, weil dafür kein Geld mehr da ist. Während hier sogar Anwohner für den Erhalt eines Discounters demonstrieren statt Luxus-Shopping:
        https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/09/interview-betreiber-markthalle-neun-aldi-protest-anwohner.html

        Man muß sich das auch politisch bewußt machen. Auch die CDU ist es, die kein Problem mit dem Verkauf unter Einstandspreis hat von wegen freier Markt, Mercosur und Verbot von Containern mit horrenden Strafen.

        Handel und aktuelle Politik wollen die Verbraucher so erziehen, wie es der Nachhaltigkeit – auch in der Landwirtschaft – nur schadet.

        Meine Meinung:
        Lebensmittel sind nie billig, irgendwer muß immer dafür bluten. Politik und Handel forcieren jedoch eine aus den Augen, aus dem Sinn Politik. Wenn Organisationen wie Attac etc. finanziell ausgetrocknet werden sollen durch Aberkennung der Gemeinnützigkeit, während die Privatwirtschaft mit Bertelsmann und Co. Stiftungen als Lobby- und Steuersparmodelle aufbauen können.

        Das ist alles nicht rosig.

        Dem Verbraucher kann ich nicht vorwerfen, daß er bei vermeintlich gleicher Qualität zum Billigen greift. Dumping-Mist darf diesem eigentlich gar nicht erst angeboten werden, sonst wird das nichts.

        Und daß das Auto oder der Weber-Grill wichtiger sind als das Essen, ist auch anerzogen. Wie viele Menschen kaufen sich ’nen Geländewagen für die Stadt?! 🙁

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      • Christian Suhr sagt

        P.S.: Das Thema Armut muß man getrennt betrachten. Deutschland ist vor allem ein Land der Mieter, wo vermeintlich ärmere Länder eine viel höhere Eigenheimquote haben. Wer sich auf Pump ein Auto kauft, um was darzustellen, ist deswegen dennoch nicht reich. Und nicht zu vergessen: Die wirklich Armen sieht man kaum, es sind oft eher normales Bürgertum und Co., die um jeden Cent feilschen, sich toll finden, wenn sie für ihr Geld den maximalen Benefit rausgeholt haben. Hinzu kommt die Doofheit, was darstellen zu wollen.

        Volker Pispers: „Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um damit Menschen zu beeindrucken, die wir nicht leiden können.“

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es gibt sicherlich Arme, die jeden Cent umdrehen müssen, andere haben verlernt, oder gar nicht gelernt, dass man nur das ausgeben kann, was man vorher verdient hat.
          Heute in einer Frauenzeitschrift gelesen, wo sich eine Sportheilpraktikerin bitterböse über die mangelnde Unterstützung beklagt hat. Ihre ganze Altersversorgung ist futsch,weil sie das Geld die letzen Monate zum überleben brauchte.

          Ist da die Schule Schuld, oder hatte die viele Fehltage?

          Ich verrate ihnen war, auch ich würde gerne einen schicken BMW fahren, aber als Landwirt ist dies Gesellschaftlich verpönt, aber im Endeffekt muss ich mir auch überlegen, ob ich das brauche.

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      • „Wer billige Lebensmittel kauft, dann sollte man mal überlegen, aus welchem Grund er die derzeitige Landwirtschaft angreifen soll.“

        Wo habe ich hier gelesen, dass die etablierten Parteien ihre Meinungen den modernen GRÜNEN anpassen, nur um den Wählern zu gefallen!
        Umweltschutz ist eben Mode geworden.
        Wen macht man am meisten dafür verantwortlich?
        Eben!

        Wegen eines teurem SUV wird man heutzutage nicht mehr bewundert.
        Also hat er nichts davon, aber worum wird man bewundert, wenn an dazugehören will,
        wenn man beim Mainstream mitlaufen kann.

        also das ist eben Bauernbashing
        das ist echt modern,
        das muß auch ein Ehemaliger Bauer vom Dorf verstehen?

        So wird Meinung gemacht!
        Journalisten helfen dabei
        Keiner will sich mit einem Bauern vom Dorf vergleichen, dann läuft er da lieber mit um sich wichtig zu machen!

        Auch wenn er sich sein teures Auto nur leisten kann, weil die Lebensmittel so billig sind!

        Nur weil er etwas Anerkennung will, ist das der Grund?
        Ist diese Anerkennung wichtiger als Nahrung aus Tier und Pflanze und die Mühe und Arbeit da drum?

        0
  16. Ehemaliger Landwirt sagt

    Bauer Willi,
    sie können auch bei Spiegel Online, oder Zeit Online reinschauen, eigentlich brauchen sie das nicht, weil die Beiträge den selben Inhalt haben.

    Oftmals glauben welche, dass die kleinen Erzeuger schadlos davonkommen. Dass in den letzten 15 Jahren, 75% der Schweinemäster aufgegeben haben wird ignoriert.
    Aber wen wundert dies, wenn selbst Politiker von lauter kleinen Betrieben schwadronieren.

    Die Verrohung unserer Gesellschaft ist schon länger im Gange. Bei einer Schlägerei wurde früher längstens aufgehört, wenn der Gegner am Boden lag, heutzutage wird dem Unterlegenen mit den Schuhen in das Gesicht getreten.

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  17. Friedrich sagt

    Unsere Gesellschaft teilt sich in vier Wölfe und ein Schaf auf. Die Wölfe sind die Transferempfänger und die Schafe die Systemrelevanten , die den Laden, also unseren Wohlstand ökonomisch aufrecht erhalten. Das konnte man gut während des Lockdowns im Frühjahr erleben. Heute , wo sich die Lage wieder mehr beruhigt hat , kann man auf die Schafe wieder verzichten. Dieser Trugschloß wird die Wölfe aber teuer zu stehen bekommen, denn wenn die öffentlichen Kassen alles leer sind , dann läßt sich die Umverteilung nicht mehr aufrecht erhalten und die Wölfe müßen dann mal selber arbeiten gehen , um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Das wird eine harte Schule werden , aber auch die Schafe sollten sich mal wehren. Nur für kleines Geld arbeiten und dafür noch ständig gemaßregelt zu werden , ist doch nicht mehr hinnehmbar. Unsere Regierenden powern unseren Beamtenbereich mit hohen Pensionen , um als Bollwerk gegen die Schafe zu kämpfen. Dies ist der Weg in die Wohlstandsvernichtung.

    2
    • Will denn die Regierung zulassen,
      dass es in unserer Gesellschaft überhaupt „schwarze Schafe“ gibt?

      Ich dachte wir sind ein demokratischer Sozialstadt, oder nicht?

      Was meint denn die Bundeskanzlerin dazu?

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  18. fingerphilosoph sagt

    Meiner Ansicht nach handelt es sich nicht um Verrohung, sondern um das Gegenteil davon: um Verrührseligung, Überbemitleidung, Übergefühligkeit mit all dem dazugehörenden Schwelgen in Tränenseligkeit, Betroffenheitskitsch und Betroffenheitsempörung. Nach der Verrohung der letzten Weltkriege schlägt das Pendel nun halt in der anderen Richtung aus, allerdings mit teilweise ähnlichen Ergebnissen, was den „Sündenbock“, in diesem Falle die Schweinehalter, angeht.

    Den romantisierenden, gefühligen Tierliebhabern scheint noch gar nicht aufgefallen zu sein, dass die Artenvielfalt eben gerade auf das evolutionäre Konzept von Fressen und Gefressenwerden zurückgeht. Es wurde erstmals vor 540 Millionen Jahren umgesetzt und das Ergebnis war die sog. „kambrische Artenexplosion“. Wo bleibt die Empörung gegen die Evolution, gegen das Leben und gegen die Natur?

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    • Paulus sagt

      Fi-phil, leider nicht ganz zu Ende gedacht! Genau die von dir Aufgezählten neigen m.E. zur Verrohung. Sonst würden sie sich einer anderen Sprache bedienen.

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      • fingerphilosoph sagt

        Das eigentlich Erschreckende an den von Willi geposteten Kommentaren ist m.E. nicht der Tonfall, sondern die dahinterstehende Weltsicht, dahingehend, dass die Leute alles, was ihnen optisch und gefühlig nicht gefällt, kurzerhand abschaffen wollen: die Landwirtschaft, die Atomkraftwerke, den Kohlestrom, die Stahlschmelzen, die Autoindustrie, die Grenzen, die Arbeit usw. Sie halten das alles für unnötig. Gleichzeitig glauben die Leute jedoch, dass sich an ihrem Lebensstil deshalb kaum etwas ändern wird, vielleicht mal abgesehen davon, dass sie sich ein, zwei Jahre lang mal vegan ernähren. Das ist nicht verroht, das ist infantil. Was in den Kommentaren sichtbar wird, ist eher infantile Grausamkeit. Das ist nicht dasselbe Bedeutungsfeld wie „Verrohung“. Mit „Verrohung“ verbinde ich das Gesetz der Straße, physische Gewalt, aber vor allem bringe ich den Begriff mit Erwachsenen in Verbindung.

        Die Infantilisierung der Gesellschaft zeigt sich auch darin, dass irrationale Ängste massiv zunehmen. Kinder fürchten sich vor eingebildeten Krokodilen unterm Bett, weil sie Fantasie und Realität nicht auseinanderhalten können. In unserer medialen Welt lassen sich Fantasie und Realität auch nicht mehr auseinanderhalten. Das Problem ist nicht die Verrohung, sondern dass LW, Energiewirtschaft, Industrie etc zum Krokodil unterm Bett stilisiert werden. Ein Kind, das aus Angst vor dem Krokodil unterm Bett die Katze auf den Kopf haut, ist deshalb aber nicht verroht.

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        • firedragon sagt

          fingerphilosoph, ich glaube, als Kind hätte ich keine Angst vor einem Krokodil unter dem Bett gehabt. Ich hätte mich gefreut, so einen Beschützer in der Nacht zu haben, weil ich gewusst hätte, wie es aussieht.
          Ich hatte etwas „Angst“, vor dem nicht definierbaren Monster unter dem Bett. Mit Anlauf von der Tür zum Bett gespurtet und reingesprungen. Mit fünf dann dermaßen den Kopf auf der Bettkante aufgeschlagen, dass meine Mutter damals nur meinte, ich sähe schrecklicher aus, als jedes Monster. Mein Vater hatte mich dann nachts im Khs ohne Eisspray oder sowas genäht, danach konnte mir kein Monster mehr was.
          Wenn also jemand genaue und vor allem reale Vorstellungen von etwas hat, dann wird sich dieser Jemand nicht fürchten, bzw nicht gleich jeden Mist für bare Münze nehmen, sondern sich erklären lassen und Zusammenhänge besser verstehen.
          Werbung verherrlicht und (was verwunderlich ist) die gleichen (oder zumindest verwandte) Medien schüren durch Berichterstattung einzelner Punkte, Ängste. Und die Politik ploppt mal dahin oder dorthin. Gutes Beispiel: Frau Schulze. Erst ist das Wasser durch Nitrat belastet, dann sagt sie, wir haben das beste Wasser und sollen gerne das Hauswasser trinken. So und wie soll nun ein eher ängstlicher Mensch, der vielleicht noch immer Angst vor dem Monster unter seinem Bett hat, das für sich werten und handeln?

          .

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          • fingerphilosoph sagt

            Das undefinierbare Monster flößt mehr Angst ein als das Krokodil, darin gebe ich dir völlig Recht. Und eins der großen Probleme besteht darin, dass die Medien keine realen Bilder vermitteln, weil sie damit keine Quote machen können. Die Medien stehen in Wechselwirkung mit Sensationsgelüsten, Ängsten, Wunschträumen, wobei es dann natürlich zu Rückkopplungseffekten kommt.

            Dass Leute sich selbst ständig widersprechen, ohne es überhaupt zu merken, fällt mir auch immer häufiger auf. Es kommt drauf an, mit welchen Begriffen welche Bilder in den Köpfen getriggert werden. „Badesee“ triggert bspw. „das Wasser in Deutschland ist sauber“. „Nitrat triggert „das Wasser in Deutschland ist vergiftet“. Frau Schulze ist nicht in der Lage, zwischen dem, was sie über Nitrat gelesen hat, und dem, was sie übers Trinkwasser aus dem Wasserhahn gelesen hat, die Verbindung herzustellen.

            0
            • firedragon sagt

              fingerphilosoph, Dein „die Medien keine realen Bilder vermitteln“. Stimmt nicht und stimmt doch. Der Biohof ist genauso real, wie der Konvihof. Größe und Bewirtschaftung sind real. Tiere, Maschinen, Menschen – alles real.
              Die Beurteilung durch Text ist dann eher nicht mehr real.
              Wenn Erklärungen weggelassen werden, die zu einer bestimmten Aussage geführt haben und diese dann alleine dasteht, hat jeder im fachfremden Gebiet seine Schwierigkeiten, Aussagen, die einem um die Ohren gehauen werden, sinngemäß bewerten zu können.

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        • firedragon sagt

          fingerphilosoph, ich habe bei Wiki/Infantilismus Spannendes unter Kultur-, Sozial- und Politikwissenschaften gelesen.
          Ist dann nicht jeder irgendwo ein bisschen infantil, also kindlich?

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          • Brötchen sagt

            Drachen ja sicher.

            Es ist ja nicht generell so.

            Erwachsen sein bedeutet für mich, bereit sein Kompromisse einzugehen, die einem auch etwas abverlangen, Verantwortung zu übernehmen.
            Dinge machen zu müssen, die unangenehm sind, sich aber nicht vermeiden lassen.
            Bei allen Dingen eine differenzierte Betrachtungsweise anzustreben.

            0
            • firedragon sagt

              Brötchen, wenn Du Erwachsensein so einem Kind erklären würdest, ich nehme mal an, die wenigsten würden erwachsen werden wollen.
              Ich weiß schon, was Du meinst, bin ja schon erwachsen (mancheinmal wenigstens 🙃).

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              • Brötchen sagt

                Drachen der „Qualitätssprung“ ist es ja gerade, das sich selbst einzugestehen. Ein Kind versteht das nicht, kann das auch nicht verstehen, weil es nur schwarz und weiß verstehen kann bzw. kann die Verantwortung ja abgeben/schieben.

                Das ist ja gerade das schwierige daran.

                Manche schaffen das sehr früh, andere spät, andere nie.
                Durch Lebensumstände, Erziehung usw….

                Ich beobachte das oft in meinem Umfeld, das kommt aber erst mit zunehmendem Alter.

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                • Brötchen sagt

                  Der andere Aspekt ist der, andere Menschen brauchen Halt bei anderen Menschen.

                  Man „muss“ denen vorspielen, man weiß genau, wie die Dinge funktionieren. So in der Art…

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                • firedragon sagt

                  Brötchen, zu der Erziehung. Was ich da bei Wiki gelesen hatte unter *Einflüsse der Pädagogik und des Wohlfahrtsstaates
                  – Ein anderer Aspekt des Infantilismus sei die feste kulturelle Verankerung der erlernten Hilflosigkeit in Strukturen des Wohlfahrtsstaates…. –
                  Ich guck mir den Satz nur an und denke „oho, hoffentlich nicht alle.“ Passt aber dazu, wenn Du schriebst, dass Menschen bei Menschen Halt suchen.
                  Wobei mich das „Vorspielenmüssen“, dann doch stört. Wenn man nicht weiter weiß, kann man’s doch sagen, irgendwo ist jemand, der weiß es bestimmt – so in etwa…

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                • Brötchen sagt

                  DRachen das „vorspielen müssen“ ist vielleicht der falsche Begriff.

                  Es bedeutet man übernimmt klar die Verantwortung und strahlt das auch aus und rennt nicht rum und streut überall seine Zweifel.

                  Ich begegne jetzt immer wieder Menschen, die mir in Zusammenhang mit meinem Vater sagen, das er Ihnen eben damals gesagt hat, Du musst das dann übernehmen und machen, sonst macht es kein anderer.

                  Denk mal drüber nach und beobachte das in Deinem Umfeld gezielt.

                  Es hängt wohl auch mit einem bestimmten Typus Mensch ab:

                  Wenn man Menschen „führt“ darf man nicht so sehr von der Bestätigung von Außen abhängen, weil man das in der Position selten bekommt. Man bekommt da eher Undank oder Neid zu spüren.

                  Z.B. typische gute Unternehmer besitzen diese Eigenschaften.

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                • firedragon sagt

                  Brötchen, ich muss gerade grinsen und ist jetzt wohl auch etwas vom Thema weg. Wegen „rennt nicht rum“, hatten wir ein denkwürdiges Erlebnis bei einem Ausschank in einem Hof mit Brunchangebot. Die Chefs waren nicht da, nur das Personal. Start der Aktion war 9Uhr, aber erste Gäste standen schon ’ne halbe Stunde früher da, eine Angestellte rannte schreiend zu Tür „Hilfe, Leute kommen“ und schloss die Tür ab. Man hatte ja schließlich noch Tische einzudecken…von dem Schauspiel war ich total geplättet, nun gut, ist ja nicht mein Laden. Etwas später kame die „Leute“ durch den Hintereingang, es war kalt draußen. Wir haben uns dann um die gekümmert und mit Kaffee versorgt, was uns böse Blicke der Angestellten eingebrachte. Der Rest des Tages lief nicht wirklich besser.
                  Am Abend kamen die Chefs des Hauses, haben wir erzählt, wie’s war. Ja, das würde sie nicht wundern, sie kennen ihre Angestellten und deswegen sind wir Chef und andere eben nicht.
                  Das ist schon ein paar Jahre her, aber lässt mich immer noch kopfschütteln, wenn ich daran denke.

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                • Brötchen sagt

                  Drachen ja ist so in etwa,
                  es gibt da auch große Schauspieler, es gehört natürlich eine gewisse Kompetenz dazu.

                  Zum Glück gibt es davon noch sehr viele gute Leute, die nicht so in der Öffentlichkeit stehen!

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                • Und im Sozialismus ist es wohl auch so, dass nicht alle volle Verantwortung für den Arbeitsablauf übernehmen können oder wollen.

                  Vor einiger Zeit erzählte ich einer 75 jährigen Grossstädterin, wieviel Arbeit, auch für Kinder und Verantwortung es früher in der Lanfwirtschaft gab und noch gibt. Darauf antwortete sie, nein, das wollte sie nicht und könnte sie auch nicht, dann wollte sie lieber auf den Mercedes verzichten.
                  Denkt die denn alle Bauern hätten einen Mercedes?

                  Na ja, war früher Prestigeobjekt.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Inga

                  Den Porsche und den Maybach hat die Gute vergessen.🤣

                  0
        • @f..ph
          „Die Infantilisierung der Gesellschaft zeigt sich auch darin“ freut mich dass Du die Infantilisierung der Gesellschaft jetzt ebenfalls erkennst. Ich habe dies vor ganz langer Zeit hier mal geschrieben (Infanilisierung durch Disneysierung), ich meine damals hast Du mir widersprochen. (oder wars AdT?).

          0
          • Brötchen sagt

            Stimmt Mark, das haben wir vor ewigen Zeiten hier schon diskutiert.

            Dazu kommt noch ein gewisser Narzissmus der Gesellschaft.

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  19. Dörte sagt

    Mein Entsetzen wächst auch mit der Verrohung vieler Menschen. Allerdings ist es (ohne es entschuldigen zu wollen) meiner Ansicht nach Ausdruck der Rücksichtslosigkeit dieser unfairen eingleisig auf Mammon ausgelegten Politik und Welt, die die Schere zwischen Arm und Reich immer absurder auseinander klaffen lässt auf Kosten dieser Erde und kommender Generationen . Change by Design or by Desaster. „By design: Da scheint die Politik wichtige Änderungen regelmäßig zu verschlafen oder auch zu ignorieren letztlich zum Vorteil einiger weniger, was uns Menschen als kognitive Wesen nicht würdig ist. Aber da steht wohl Angst und Gier zu sehr im Vordergrund und nach wie vor ein unerschütterlicher Glaube an den Segen der neoliberalen Wirtschaftsideologie. Die Wirtschaft muss wieder den Menschen und dem Gemeinwohl dienen nicht nur vordergründig und indirekt sondern konsequent, mit langfristiger Perspektive und direkt.
    Phänomene des Klimawandels, Pandemien und noch nie dagewesene Migrationen werden uns die Versäumnisse unseres Irrglaubens und der Trägheit immer deutlicher vor Augen führen. Und das in einem eigentlich wohlhabenen Land mit hervorragend ausgebildeten klugen Köpfen auch in Sachen klarer Warnungen und Vorschläge für Lösungen zu einer möglichst humanen gesellschaftl. Transformation, mit einem vergleichsweise gutem Sozial- und Rechtssystem, klimatischer Gunstregion, etc.. Ein echtes Armutsszeugnis! Die Ohnmachtsgefühle und Ängste wachsen mit der Trägheit und Ignoranz in Politik und Wirtschaft und damit oft leider eben auch die Verrohung. 🤷‍♀️
    Wir brauchen den Mut dieses Wirtschaftssystem wirklich grundlegend zu verändern und zu takten und auf Werte auszu richten, die bisher nirgends eingepreist wurden. Die eigentlichen Lösungen liegen damit weit ausserhalb der Land- und Ernährungsbranche. Wenn etwas auf dem Kopf steht, nützt es nicht viel, die Frisur retten zu wollen.

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    • „Wir brauchen den Mut dieses Wirtschaftssystem wirklich grundlegend zu verändern und zu takten und auf Werte auszu richten, die bisher nirgends eingepreist wurden.“
      Ok, ich habe den Mut. Was soll ich tun?

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  20. Eva Rüger sagt

    Firedragon, die Aufklärung hat Nadine Henke über ihre Seite Brokser Sauen angefangen. Dort hat sie einen allgemein verständlichen Beitrag rund um ASP und die ersten Maßnahmen veröffentlicht.
    Schau da mal vorbei.

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  21. Walter Böß sagt

    Ich hatte gestern einen sehr erhellenden („friedlichen“) Disput mit einem demonstrierenden Veganer.
    Meine Erkenntnis:
    Diese Leute fühlen sich in der moralisch richtigeren (besseren) Position. Dadurch müssen sie keinen Diskurs auf Augenhöhe führen.
    Als Beispiel hat der gute Mann angeführt, wenn jemand einen Sklaven halten würde, würde man das auch verurteilen und keinen Diskurs darüber auf Augenhöhe führen.

    Ich will hier nicht das ganze Gespräch widergeben, aber die Leute sind dialektisch so geschickt unterwegs, dass ihnen nicht leicht beizukommen ist.
    Sie haben über die Medien, deren Handelnde mit den gleichen Ansichten unterwegs sind, die Deutungshoheit gewonnen und die genannten Kommentare sind dann das Ergebnis dieses Prozesses.
    Das Beispiel ist auf mehrere Konfliktbereiche in unserer Gesellschaft übertragbar.

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    • Mausschubser sagt

      Das ist längst auf andere Bereiche übertragbar. Unsere Gesellschaft wird immer extremer, bzw die Extreme haben einen maximalen Grad an Sicht- und Hörbarkeit erlangt.

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      • Thomas Apfel sagt

        Ich denke Letzteres ist der Fall. 15 – 20 % der Bevölkerung haben die Hoheit über die Medien und damit die Deutungshoheit. Die dort gesetzten Frames tun ihre Wirkung in der Breite. Ich war Gestern beim Erntefest unserer Veganer – Genossenschaft. Da hatte ich ein kurzes Gespräch mit einem unserer Aktiven aus der NABU Ortsgruppe (nicht Führungspersonal sondern wirklich praktisch aktiv) der fasste seine Meinung zu Landwirtschaft wie folgt zusammen: „Die Preise für Lebensmittel müssten doppelt so hoch sein, dann müsste nicht soviel exportiert werden, würde nicht über die Hälfte der Lebensmittel weggeworfen werden, die Landschaft nicht mit Mais und Gülle überflutet werden und die Produktion könnte auf den deutschen Bedarf heruntergefahren werden. Aber die Bauern sind ja mehr oder weniger gezwungen Profit- orientiert zu arbeiten“. Wie weit willst du da als Antwortender ausholen ? Die jahrelange Dauerbefeuerung der Bevölkerung mit den Ansichten Derer, die die mediale Macht haben, hat ihre Wirkung getan und deren Ansichten latent in den Köpfen von 60 – 80 % der Menschen verankert. Meine Frau bekam in der Diskussion über die Krefeld-Studie an den Kopf geworfen: „Dann behauptest du also, alle Universitäten und Wissenschaftler lügen, und nur du nicht ?“
        Ich denke, man kann nur noch mit konkreten Projekten vor Ort und entsprechendem Zahlenwerk, die Situation vor Ort im kleinen Umfeld untersuchen und darstellen. Der große Mainstream ist für die nächsten 10 bis 20 Jahre gesetzt und in der Mehrzahl der Köpfe fest verankert.

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        • Aber der Herr aus dem NABU hat doch Recht,
          er macht sich Gedanken und dass diese Situation so festgefahren ist und
          dass die Bauern nicht mehr zurückkönnen,

          der hat was begriffen, oder?

          außer die Preisgestaltung wird so, dass sie nur noch die Hälfte Tiere (daraus resultiert auch die Hälfte Gülle usw.) im Stall haben.

          Das sind alles politische Forderungen, Thomas Apfel, oder?

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  22. Günter sagt

    Das ist die neue Sprache. In der Anonymität ist alles möglich.
    Schau ich mir oft die Kommentare unter Bauern der verschieden Richtungen oder auch hier im Blog an, herrscht oft eine Sprache die Angst macht und ich frage mich ob das
    Zukunft sein kann.
    Das ist aber in der momentanen Gesellschaft überall der Mainstream.
    Wenn ich mir die Corona Demos in Berlin anschaue und höre wie erwachsene Menschen nach Putin oder Trump schreien frage ich mich was los ist.
    Das geht bis in den privaten Bereich. Ich habe meinen Sohn ab diesem Schuljahr in eine
    Privatschule gegeben, weil es nicht möglich war in der Regelschule einen halbwegs normalen
    Unterricht für die Kinder zu gestalten.
    Die ist nicht nur in Deutschland so, sondern schon fast überall.
    Schönen Gruß aus Südtirol Günter

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  23. Ich habe es mir auch durchgelesen und möchte zu der anderen Seite gehören! Ich bin entsetzt über solche Kommentare und kann sie ebenfalls nicht verstehen. Diese Dinge werden viel zu schnell geschrieben, hätte man ein vernünftiges Gespräch würde hoffentlich vieles anderes gesagt. Die Kommentare sind meiner Meinung nach so heftig weil die Medien bis heute immernoch so falsch über die Arbeit der Bauern berichten. Bis heute bekommt 1 Skandal-Artikel mehr Beachtung als 10 vernünftige Bauern die ihren Hof zeigen wollen. Es wäre schön wenn sich endlich was ändert, wenn Medien richtig Bericht erstatten und nicht von vornherein nur auf die dreckigen Gummistiefel halten. Auf der anderen Seite muss die Bevölkerung Landwirtschaft hinterfragen und weil ja angeblich so viele so besorgt um die Produktion ihrer Lebensmittel sind, sollten all diese die Bauern hier vor Ort gerade genau deswegen besuchen und dort kaufen. Ich sage immer wieder, glaubt nicht alles bevor ihr es nicht selber gesehen habt! Und wenn es der Wandel der Zeit ist, dass man weniger Fleisch isst, dann ist das völlig okay! Aber dann kauft leckere Nahrungsmittel aus Deutschland. Das schlimmste was passieren kann (und wir sind auf dem Weg dahin) ist, dass wir hier so heftig auf unsere Landwirtschaft schimpfen, alles aber auch alles eingrenzen und am Ende quasi eine wirtschaftliche Landwirtschaft unmöglich machen. Viele Höfe haben schon heute keine Nachfolger, weil traurigerweise der schönste Job der Welt nicht mehr zumutbar ist. Ich sag dazu nur mobbing!

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    • “ Das schlimmste was passieren kann (und wir sind auf dem Weg dahin) ist, dass wir hier so heftig auf unsere Landwirtschaft schimpfen, alles aber auch alles eingrenzen und am Ende quasi eine wirtschaftliche Landwirtschaft unmöglich machen“.

      Macht doch nichts, dann kaufen wir eben im Ausland, denn da ist es ja billiger und ohne so teure Auflagen und Kontrollen hergestellt.
      Unsere Umwelt könnte verwalden, bis in die Dörfer und Städte wächst der verunkrautete Wald.

      Wäre das nicht schön?
      Es müßte teure Förster und Ranger geben, um diese zu verwalten und in Ordnung zu halten,
      ach und den Wolf hätten wir auch vor der Haustüre!!!
      Auf der Weide und im Stall wäre nichts mehr für ihn zu finden

      dann geht er eben an unsere Kinder und Omas!

      Wäre das nicht s…

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  24. Reinhard Seevers sagt

    Lest Mal die Kommentare über Themen wie Migration oder Politik ….die gleichen Hasserfüllten Kommentate. Jeder darf in dieser Republik seinen Müll öffentlich ausbreiten. Das ist eben das Ergebnis von Freiheit, Demokratie und dem www.
    Wir sollten gelassener werden.

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      • Es geht wohl eher um Anerkennung
        weil sie diese nichts wo anders her bekommen,
        müssen sie hasserfüllte und heftige Kommentare abgeben.
        Eben wegen mangelte Anerkennung und daraus resultierende Wichtigtuerei.

        Heute war DEMOKRATIE in Planet-Wissen in ARD-Alpha,
        da wurde auch davon gesprochen.

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    • Mausschubser sagt

      Ist ja auch gut so, dass man das, von wenigen Ausnahmen abgesehen, darf. Weil wer sollte denn entscheiden, was richtig oder falsch ist.

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  25. Der Brandenburgbauer sagt

    Es ist zwar nur eine Auswahl von Kommentaren die Willi hier aufführt aber es hat mich erschüttert wie Menschen so urteilen können.
    Da ich mehr wissen wollte habe ich mir viele Kommentare noch einmal genauer angeschaut.
    Das Entsetzen ist geblieben , die große Mehrheit wünscht uns die „Pest“ an den Kragen.
    Ganz vereinzelt einmal Verständnis für uns Landwirte . Die Frage von Willi,ist das wirklich
    “ Volkes Meinung“ stellt sich zurecht.
    Ein Zitat aus der Auswahl, was für sich spricht “ Schergen wie Tönnies“ wo soll das noch hinführen?

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  26. Vielleicht sollte man Ideen geben das ganze System zu ändern, statt immer nur auf Verbote zu pochen?

    Meine Idee zu der Massentierhaltung von Schweinen: jeder zusammenlebender Haushalt in Deutschland kriegt eine „Schweineaktie“. Es gab 2019 23,9 Millionen Haushalt in Deutschland und 25 Millionen Schweine zu halten. Bei der Schweineaktie kann jeder Haushalt entscheiden ob und an wen sie ihr Schwein geben. So kriegt das Volk die Macht der „Massentierhaltung“ selbst in die Hand und kann sich nicht bei den Landwirten beschweren… 🤔

    Natürlich gibt es da noch Probleme wie: Preis, Umgang mit Auslandsfleisch, mit EU-Fleisch, Subventionen bei gute Haltung und bei vielen Regionalitätsrabatten, wann darf man den „Betrieb wechseln“, wieviel Rabatt gibt es, wenn der Konsument das Fleisch beim „eigenen Betrieb“ einkauft, etc…

    Die Idee ist noch nicht ganz ausgereift, aber der Ansatz ist nicht schlecht… Was denkt ihr?

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    • bauerhans sagt

      es waren nur wenige,die damald die T-Aktie gekauft hatten,ohne jemals verstanden zu haben,dass sie nur auf massive werbung der regierung reagiert hatten,aber keine ahnung von aktien hatten.
      die deutschen mögen keine aktien,die lieben ihr sparbuch.

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    • Mausschubser sagt

      Wenn Sie solch komplizierte Regeln erfinden, sollten Sie sich erst einmal kundig machen, wie das System funktioniert. Erste Frage wäre schon mal, warum sollte ein Einzelhaushalt das gleiche Stimmrecht haben, wie eine 6 Personen Familie?

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    • Hilde Halidinger sagt

      Wir haben aber ein Sklaventum, wir sind unser eigener Sklave! Jeder braucht Luxus ohne Ende und Spass zum abwinken. Aber für gute Lebens-Mittel ist der Großteil zu geizig. Und von sich selber was kochen, davon reden wir gar nicht. Fleisch gehört zu einer guten Ernährung und es soll auch was kosten! Faire Bedingungen fur Landwirte!!!! Das Regal für Lebensmittel sollte einmal leer bleiben und nicht das für Klopapier!!!!!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Inder Nähe von Berlin gibt es ein Betrieb, da kann man sein eigenes Schwein auf der Weide aufziehen lassen. Die Besitzer können immer kommen und dem eigenen Schwein, Streicheleinheiten zu geben. Letztendlich wir ihr Schwein geschlachtet, portionsweise zerlegt. Kosten je Schwein, 1.500 Euro.

      Ob sich das durchsetzen wird?

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      • Auf solche Ideen sind schon viel Bauern gekommen aber schon vor 40 Jahren!

        Das ist eine echte Alternative…

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  27. firedragon sagt

    Die eingestellten Kommentare können in die Tonne, bis auf den letzten. Da mache ich mir aber wahrscheinlich andere Gedanken, als der Kommentierende.
    Von der Schweinegrippe sind krankheitsmäßig in erster Linie die Wildschweine betroffen.
    Ein Schweinehalter, egal ob konvi oder bio, der einen Schweinestall hat, wird seinen Bestand mit Schleusen schützen. Je größer der Betrieb, um so effektiver wird das umsetzbar sein, denke ich mir.
    So gerne ich persönlich Nutzschweine draußen in Freilandhaltung sehe, so mache ich mir natürlich auch Gedanken darüber, ob es bei dieser Haltungsform ebenfalls Schleusen gibt, um die eigenen Tiere vor einer Ansteckung zu schützen.
    So und das sind jetzt nur meine Gedanken zu der Grippe an sich.
    Den verheerenden Rattenschwanz, den ein Krankheitsausbruch für alle landwirtschaftlichen Betriebe, wg. Seuchenschutz, nach sich ziehen könnte, der wäre viel gravierender, als sich die Kommentierenden überhaupt denken können.
    Trotzdem, allen einen schönen Sonntag – soll mal wieder warm werden.

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    • Mark Rössler sagt

      Landwirtschaftliche Tätigkeiten (Ernte, Saat etc) haben in dem Sperrbezirk für 6 Monate zu unterbleiben.
      Die Bürger dürfen nicht mehr mit dem Hündchen in Flur und Wald.

      Deren gehässige „Freude“ ist ein Zeugnis für die Unwissenheit der Bevölkerung, die schlicht nur noch Hass und Parolen säen vermag. Angefeuert durch die Medien und Politik.

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      • firedragon sagt

        Ja Herr Rössler, ich hatte gerade vor zwei Tagen nochmals eine Zusammenfassung vom Verband erhalten, bzgl. Sperrzonen und damit verbundenen Verboten usw.
        Ich fände es besser, „Bauer Willi“ hätte darüber aufklären können, als sich künstlich über die Verrohung der Gesellschaft aufzuregen, daran kann eh nichts geändert werden.
        Über die Seuchenschutzmaßnahmen, Sperrzonen und mögliche, daraus resultierende Folgen aufzuklären, wäre besser – vielleicht kommen dann weniger solcher unqualifizierten Kommentare zu Tage…

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    • Mausschubser sagt

      Tja die eigentliche Betroffenheit ist wohl keinem der Kommentierenden klar. Dass die Schweine der betroffenen Betriebe gekeult werden und als Abfall entsorgt, ist dann wohl Kollateralschaden.
      Ich fand in diesem Zusammenhang den
      Bericht auf arte über Kartoffelbauern und Corona interessant, weil Tierhaltung ja auch Verwertung von für den menschlichen Genuss nicht geeigneter Nahrungsmittel ist. Leider war das in diesem Bericht nur eine Randbemerkung.

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      • Ja, die kommen alle in die Tierkörperbeseitigungsanlage!?!

        Und die muß den Erreger so weit abkochen, dass er nicht wieder durch das Tierfutter mit reinkommt!

        Nicht dass wieder so etwas passiert wie bei BSE!

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    • „Von der Schweinegrippe sind krankheitsmäßig in erster Linie die Wildschweine betroffen.“

      Aber die Wildschweine können auch das Stroh und andere Pflanzen auf dem Feld verseuchen.
      Diese dürfen dann auf keinen Fall in den Stall.

      Ob diese Erreger auch von Ratten und Mäusen übertragen werden können?
      Wie kann man die aus dem Stall fernhalten?
      Die dürfen auch nicht die Stallklamotten und -schuhe kontaminieren!

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      • firedragon sagt

        Inga, das weiß ich (bspw Stroh). Das meinte ich mit „Rattenschwanz“. In meinem ersten Kommentar ging es mir nur um die ASP als Krankheit.
        Wir hatten uns vor einiger Zeit mit dem Rattenschwanz beschäftigt und das Szenario für unseren Betrieb, im Falle einer ASP Bestätigung im näheren Umkreis, durchdacht. Mit der ASP war zu rechnen, kündigte sich ja schon ’ne Weile an. Aber C war schneller da… aller „guten“ Dinge sind drei …

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