Bauer Willi
Kommentare 50

Der Nobelpreis und die Reaktionen

Am 7.10.2020 wurde der Nobelpreis für Chemie an die beiden Damen vergeben, die die Genschere CRISPR/Cas9 entdeckt bzw. entwickelt haben. Frau Charpentier forscht in Deutschland.

Dass diese Technik umstritten ist, dürfte allgemein bekannt sein. Ich habe mich gestern,  7.10.2020 gegen 21:00 Uhr auf die Suche gemacht, ob und wie diese Entscheidung kommentiert wurde. (HP steht für Homepage, FB steht für Facebook)

  • Greenpeace           –> kommentiert die EU-Klimaziele (HP),
  • WWF                     –> kommentiert die EU-Klimaziele (FB)
  • BUND                     –> kommentiert die französische Entscheidung pro Neonics (FB)
  • NABU                    –> kommentiert die EU-Klimaziele (FB)

 

  • Bündnis 90/Grüne –> kommentiert die EU Klimaziele (FB)
  • Die Linke              –> Milliardäre werden immer reicher (FB)
  • AFD                       –> Merkel hat versagt, unterstützen sie uns mit einer Spende (FB)
  • SPD                       –> neue Unternehmensmodelle (FB)
  • FDP                        –>  Homeoffice vereinfachen (FB)
  • CDU                       –> Corona, Gesundheitssystem (FB)

 

  • Julia Klöckner       –> gratuliert E. Charpentier u. J. Doudna zum Nobelpreis (FB)
  • BMEL (Twitter)    –> Julia Klöckner gratuliert E. Charpentier u. J. Doudna zum Nobelpreis
  • Svenja Schulze       –> letzter Eintrag FB am 6.10.2020
  • Bundesumweltministerium –> Weltnaturerbe Wattenmeer (FB)
  • Bundesministerium für Forschung  -> gratuliert E. Charpentier u. J. Doudna zum Nobelpreis (FB)
  • DBV                        –> Pressemeldung Nobelpreis „Chance für Landwirtschaft“ (HP)
  • DRV                        –> gratuliert E. Charpentier und J. Doudna zum Nobelpreis (HP)

 

  • FAZ, Spiegel, Süddeutsche,Zeit, Bild, Handelsblatt, NZZ und viele andere    –> „Chemie-Nobelpreis geht an E. Charpentier u. J. Doudna“
  • TAZ   –> keine Meldung zum Nobelpreis (FB)

 

Ich meine, dass es zum guten Ton gehört, den Nobelpreisträgerinnen zu gratulieren. Auch dann, wenn es einem nicht „in den Kram passt“.

 

(Aufrufe 2.448 gesamt, 1 heute)
+7

50 Kommentare

  1. Paulus sagt

    Friedrich, ich entnehme diesem Blog eher, dass vielmehr manche Bauern etwas konservieren möchten. Und genau ein Teil derer merkt nicht, dass die Welt sich weiter dreht. Darüber, welchen Zeitpunkt man für die Konservierung zugrunde legen sollte ist man sich schon gar nicht einig.
    Ich sehe manche gesellschaftliche Entwicklungen auch skeptisch, um nicht zu sagen mit Entsetzen, aus dem Blickwinkel eines älteren Mannes. Das war aber schon vor Generationen nicht anders.
    Ich könnte mir vorstellen, nein ich bin davon überzeugt, dass die jungen Leute gravierende Wohlstandsverluste nicht hinnehmen werden. Man sehe sich nur mal an den Unis um. Die Studis sind, bis auf die Versager in Sachen Genderwissenschaften und ähnlich schwach Bemittelter, an einem excellenten Abschluss interessiert, der ihnen eine erfolgreiche Karriere und Wohlstand verspricht. Glaub doch mal nicht, dass die Elite sich die Butter vom Brot ziehen lässt.

    0
  2. Friedrich sagt

    Mit dem vergebenen Nobelpreis sitzen unsere Bessermenschen und Medien nun in der Falle. Über Jahre hat man alles schlecht gemacht und nun das !!! Diese Leute wollen alles konservieren , merken aber nicht , daß sich die Welt weiter dreht und das wird uns teuer zu stehen kommen. Schlimm ist aber besonders , daß unsere Regierung diese moralisch-ideologische Politik zum eigenen Machterhalt mit macht. Mit dieser Politik wird hier alles , was uns den Wohlstand gebracht hat , abgewrackt. Schlimm auch , daß schon unsere Schüler mit den FFF-Demos verführt werden . Gerade diese jungen Leute werden mit dieser Politik die Spätfolgen tragen müßen. Die riesigen Schuldenberge , abgewrackte Industrie , Infrastruktur usw. werden die jungen Leute mit Konsumverzicht und sehr hohen Lasten tragen müßen.

    +6
    • Reinhard Seevers sagt

      Wieso sollte der Nobelpreis Kritiker von einer Ablehnung abhalten? Das ist wohl eher ein feuchter Traum….

      0
  3. Bauer Fritz sagt

    Herr Suhr, bei dem was sie vorbringen kann man wirklich nur froh sein, daß es noch keinen Nobelpreis gab als Messer und Gabel erfunden wurden. Denn das mit der Tisch- und Esskultur und war damals ohnehin nur etwa für die Reichen. Und hätte es damals schon NGO´s gegeben, wären weder Messer noch Gabeln nach dem Vorsichtsprinzip zugelassen worden. Denken sie an die Abermillionen tatsächlichen Selbst- und Fremdverletzungen und noch Schlimmeres. Und es war sicher nur das Kapitalinteresse, daß uns allen diese unsäglichen Dinger aufgezwungen hat.
    Ich meine, wozu hat man den 10 Finger. Alle kann man sowieso nicht zum Nasenbohren nutzen.

    +8
    • Paulus sagt

      Bauer Fritz, scherzeshalber empfehle ich mal einen Besuch im Neanderthalmuseum, das ist hier ganz in der Nähe von D‘-dorf. Gegenüber dem heute grassierenden Fingerfood-Kult waren die durchaus zivilisiert und kannten tatsächlich schon so etwas wie ein Essbesteck.
      Aber wie das halt so ist. Manche Zeitgenossen leben wieder auf den Bäumen und bewerfen Eindringlinge mit Kot, wie z.B. im Hambi, und andere essen wieder mit den Fingern. Ach so, diese Rapper (heute als Sprechgesangskünstler bezeichnet) gab es damals wohl auch schon. Bei denen haben sich die Gene der Neanderthaler in extremer Form erhalten.
      Da verstehe noch einer die Evolution. 🙂

      +4
        • Paulus sagt

          Jou, die etwas unfreundlich wirkende Frau im Museum ist tätowiert. Der Mann kommt, auch nach Austausch der Wachsfiguren, immer noch deutlich sympatischer rüber. Waren wohl mal wieder Emanzen am Werk

          0
  4. fingerphilosoph sagt

    Wenn mir jemand zum Geburtstag gratuliert, den ich nicht leiden kann und der mich nicht leiden kann, bloß weil das angeblich zum guten Ton gehört, ist mir das höchst unangenehm. Auf solche Glückwünsche verzichte ich gerne. Ich verstehe nicht, was diese Rüge soll. Schelten um des Scheltens willen?

    +2
    • Bauer Fritz sagt

      Das versteht jeder. Nur hier ist der wesentlichen Unterschied, daß es (hoffentlich) um keine persönlichen Animositäten geht, sondern um die Anerkennung einer außerordentlichen wissenschaftlichen Leistung. In dem Fall geht es wohl viel mehr darum, daß jene, denen es nun völlig die Sprache verschlagen haben, nun wohl sehen, daß ihre Spenden-Cashcow „Gentechnik“ sich doch erheblich in Luft aufzulösen beginnt. Noch dazu wo die Nobelpreisträgerin im Land der „german Angst“ sogar arbeitet.

      +2
      • fingerphilosoph sagt

        Ja, wenn es angeblich bloß um die Anerkennung einer außerordentlichen wissenschaftlichen Leistung geht, dann frage ich mich, warum sich Bauer Willi nicht kundig gemacht hat, welche NGOs und Ministerien zum diesjährigen Nobelpreis in Physik gratuliert hat und welche nicht. Zumal einer der Preisträger ja als deutscher Astrophysiker in Garching forscht.

        Es geht in diesem Artikel eben gerade nicht um wissenschaftliche Leistung, sondern bloß um schnöde Polemik und eine gewisse Häme dahingehend, dass es gewissen NGOs unter den Nichtgratulierern „völlig die Sprache verschlagen haben soll“. Was garantiert nicht stimmt. Die Wissenschaftsgemeinde ist sich schon seit Jahren einig, dass die Genschere mit einem Nobelpreis belohnt wird, er konnte nur noch nicht früher verliehen werden, weil irgendwelche Patentrechte nicht geklärt waren.

        +2
        • Bauer Willi sagt

          Warum bei diesem Nobelpreis? Weil es mich und vermutlich auch viele andere sehr erstaunt hat, dass das Kommitee diese, zumindest in Deutschland umstrittene, Technologie für einen Fortschritt für die Menschheit hält. Denn solche Erkenntnisse wollte Alfred Nobel auszeichnen, weshalb es auch keinen Nobelpreis für Mathematik gibt 🙂

          Schnöde Polemik? Häme? Danke dafür…

          +3
    • Thomas Apfel sagt

      Eine gewisse Rolle spielt es schon, ob „Kasper Chris“ als Gentechnik gekennzeichnet werden muss, oder eben nicht. Die Nicht-Erkennbarkeit der Veränderung kann in den richtigen Händen durchaus Alleinstellungsmerkmale und Marktmacht generieren, und das nicht zwingend zu Gunsten der Bauern. Sorten, die Resistenzeigenschaften haben sind von der selben Sorte ohne das implementierte Resistenzgen nicht zu unterscheiden. Wer also z.B. über einen Schorfresistenten Apfel (z.B. „Elstar“) exclusiv verfügt, muss das nicht kenntlich machen, sondern produziert dann einfach z.B. Rückstands- frei und billiger. Oder aber Sorten mit besonderen Resistenz-, Geschmacks- oder sonst was für Eigenschaften, sind nur noch für Clubmitglieder verfügbar, oder vertikal organisierte Unternehmenskonstrukte wie z.B. „Driskolls“ (Beeren) dominieren dann Züchtung und Anbau.

      0
      • Schmeckt gut sagt

        Die Vermutung liegt nahe, dass außerhalb der EU schon mit den neuen Technologien von finanzstarken Zuchtunternehmen gearbeitet wird. Es ist sonst fast nicht möglich und erklärbar, dass in sprachlos machender Weise und Anzahl, neue und selbstverständlich streng geschützte Sorten heraus gebracht werden (u.a. Clubsorten). Selbstverständlich alle mit bahnbrechend verbesserten Eigenschaften. Die Anwendung der Genschere ist nicht nachweisbar und der „Quantensprung“ in der Verbessrung der Sorteneigenschaften kann das Unternehmen locker mit seiner Finanzstärke erklären. Verdrängung von Mitbewerbern und Monopolbildung sind anscheinend politisch gewollt und werden in Kauf genommen. Das Kartellamt könnte jetzt einmal Stärke demonstrieren, wird aber an der kurzen Leine gehalten. Warum kommt auch von „Grün“ nichts, oder von bekannten NGOs? Merkwürdig.

        0
      • fingerphilosoph sagt

        Aus den Kommentaren sehe ich, dass die Bauern annähernd unisono für die Genschere sind und sich mit Gratulationswünschen an die Entwicklerinnen am liebsten überschlagen würden. Tja, wer „hurra“ schreit, darf sich dann hinterher nicht beschweren.

        0
        • Bauer Willi sagt

          Landwirte sind unisono für Weiterentwicklung. Wir reden über Züchtung und davon verstehen wir was. Züchtung hat bisher immer auch Fortschritt gebracht. Und ob das nun mit den alten oder neuen Methoden gemacht wird? Aber dafür muss man sich in den Feinheiten auskennen.

          +2
          • fingerphilosoph sagt

            Echt jetzt? Habt ihr Landwirte die Züchtung nicht schon so gut wie ganz aus der Hand gegeben? Vielleicht wäre es mal einen Artikel wert, wo und wie der Landwirt heute tatsächlich überhaupt noch züchterisch tätig wird. Indem er Samen für Tier und Pflanze aus Katalogen bestellt?
            Ist der Landwirt nicht bereits vom Produzenten züchterischer Leistungen zum Konsumenten derselben mutiert? Zahlt ihr nicht bereits jetzt diverse Lizenzgebühren, wenn ihr Äpfel anbaut oder Schweine mästet?

            Andererseits können schlaue Schüler/innen mit Leistungskurs Bio zu Hause im Keller heute schon ihre eigenen Schnupfenviren zusammenbasteln, theoretisch zumindest. Offiziell ist es aus guten Gründen freilich verboten. Die dafür notwendigen Gensequenzen kann man bei entsprechenden Labors kaufen und das Zubehör bei E-Bay ersteigern. Mit der Genschere schaffen das wahrscheinlich demnächst auch die mittelmäßigen Schüler/innen.

            Beim unisono gesungenen Loblied auf den Fortschritt muss jedem Sänger allerdings klar sein, dass wir mit dem Herumschrauben an Genen die etwa drei Milliarden Jahre währende Geschichte der Evolution auflösen und damit den Kontext, in den Leben überhaupt eingebettet ist.

            +1
            • firedragon sagt

              fingerphilosoph, mal angenommen Du baust Getreide an. Egal bio oder konvi, zur Gesundhaltung Deines Bestandes, verwendest Du Pflanzenmedizin, weil sonst Dein Bestand droht unter Pilzbefall zusammenzubrechen und Du das Getreide noch nicht einmal an Dein Vieh verfüttern kannst.
              Jetzt tritt eine Verordnung ein und alle getesteten Wirkstoffe werden verboten und stehen Deinem Getreide zur Gesundhaltung nicht mehr zur Verfügung.
              Was machst Du? (Bedenke, Du hast Familie und Vieh zu ernähren.) Ach und noch etwas, die alten standortüblichen Sorten sind sehr schwer aufzutreiben, manchmal gar nicht und durch die Klimaverschiebung, dann eigentlich doch nicht mehr so angepasst.

              +2
            • „Echt jetzt? Habt ihr Landwirte die Züchtung nicht schon so gut wie ganz aus der Hand gegeben?“
              Aber Herr Städter, weiß du das denn nicht?
              Was denkst du, was bei uns auf den Feldern wachsen würde, wenn wir den Samen so tauschen würden wie meine Oma früher den Gartensamen mit der Nachbarin getauscht hat, damit es keine Inzucht im Garten gibt. Die Omas haben aber auch auf andere Kriterien geschaut und sich gegenseitig Tips gegeben.
              Die Saatzucht ist viel Anspruchsvoller!
              Die Saat fürs Feld wird beim Landhandel gekauft, der Bauer sucht die Sorte nach ihren Kriterien aus
              und die männlichen Samen für die Tierzucht wird nach Kriterien der Vererbung (Zuchtziel) in Besamungsstationen bestellt. Das Besamen muß man lernen oder von einem Techniker machen lassen. Der Bauer sucht den Samen aus.

              Bei der Saat für den Acker , den wir als zertifiziertes Saatgut von Landhändler kaufen, ist die Lizenzgebühr drin.
              Wen wir davon aber nochmal Nachkommen säen wollen, dann müssen wir der Firma noch nochmal Nachbaugegühren als Lizenz bezahlen, was früher nicht nötig war.
              Besonders Nachteilhaft ist es für die Entwicklungsländer.

              Der Landwirt ist auch ein Kaufmann, er kauft Saatgut, Dünger, PSM, Maschinen Stallgebäude mit Einrichtung usw.
              Verkauft
              Schlachttiere, auch Zuchttiere, Milch, Eier, Rüben Kartoffel, Getreide und Gemüse

              (Deswegen ist von Städtern seh dumm, wenn sie neidisch auf des Bauern Traktor sind. Besonders die, die ihren Lebenserhalt mit LKW-Fahren verdienen)

              Ja, in der Landwirtschaft hat der Fortschritt in der Jungsteinzeit schon angefangen,
              da züchteten Frauen aus Gras Getreide, das mußte angebaut werden, also wußten sie etwas von Vererbung oder Genetik,
              dann erfand man den Holzpflug, dann den Eisenpflug, dann das Stützrad dazu, damit der Pflug leichter zu ziehen war.

              Was kann man mit dem Rad alles antreiben und machen?

              Und wenn die Frauen nach Größer und dicker der Samen das Getreide gezüchtet haben, dann haben gesehen das Zuchtziel erreichen geht, haben es mit anderen Pflanzen auch gemacht und bei Tieren funktionierte das auch, und je höher der Fortschritt war, desto feiner und komplizierter funktionierte es.
              Bis zur Mechaik, Elektrik, Elektronik, Chemie Biochemie und Genetik.
              Was man in Feld, Stall und Hof alles braucht.

              Mit jeder neuen Technik kann man Gutes und Böses machen, denk an das Messer.
              So auch mit der Gentechnik!

              Deswegen muß man sehr verantwortungsvoll damit umgehen.
              Sonst könnten wir die 3 Milliarde Jahre alte Evolution auflösen. Deswegen dürfen da nur studierte Experten dran.
              Das wäre sehr schlecht für unsere Ökologie, und für uns bedeutete das nicht mehr überlebensfähig zu sein.

              Das Wissen die Umweltschützer schon über 50 Jahre,wenn nicht nach länger!

              Ja, wir leben nicht mehr in der Steinzeit, Fingerphilosoph,

              die Bauern lassen züchten von Pflanzenzüchter wie KWS, Bayer, BASF oder was es sonst noch so gibt.
              Jeder Züchter züchtet Sorten mit neuen Vorteilen, denen wird ein Namen gegeben, nach der Wertprüfung dann im Bundesaortenamt in Braunschweig angemeldet, dann noch auf Standortfestigkeit geprüft und von den Vermehren vermehrt, staatlich geprüft und als Saatgut im Landhandel verkauft.
              Und da sucht der Bauer sich dann seine Sorte aus, die er säen will, am Sinnvollsten für seinen Standort ist, natürlich schaut er auf die besonderen Eigenschaften, die die Sorte hat.

              Warum sollen denn Bauern alles können, Herr Städter?
              Es gibt schon lange keine Gemischtbetriebe mehr, weil der Bauer für spezielle Arbeit, je nach ökologischer Lage seines Betriebes mehr und billiger leisten kann. So hat er (bestimmt mit staatlichen Druck) sich spezialisiert. Deswegen kann er gut und billig (vom Staat gewollt, damit der Rubel rollt) herstellen, das es für alle reicht.

              Und das Saatgut herzustellen braucht ja noch besondere Kenntnisse

              KWS ist 160 Jahre alt..
              Der reiche Zuckerfabrikant in Kleinwanzleben bei Magdeburg stellte seinem Schwiegersohn einem studierten Biologen ein Saatzuchtlabor dahin, damit er Saatgut für Leistungsfähigerer, bzw. dickere u. zuckerhaltigere Zuckerrübensorten herstellen soll, die er dann den Bauern verkaufen kann und die dann diese leistungsfähigeren Zuckerrüben in seine Fabrik liefern und er da eine größere Ausbeute erzielen kann. Dann lohnten sich auch seine Maschinen besser.
              Nach dem Krieg sind die nach Einbeck Niedersachsen und arbeiten von da aus weltweit auch mit anderen Pflanzenarten. Es gibt noch mehr solche Firmen. Monsanto in Amerika auch!

              Der Bauer ist auch spezialisiert, er erledigt seine spezialisierte Arbeit auch rationell. Damit er alles mit seinen Maschinen schafft.
              Deswegen sind die Bauernhöfe auch so unterschiedlich,
              Das gemeinsame ist der Traktor und der Hofhund.
              Schau die einen Bergbauernhof, Bauer Willis Bauernhof, einen Obstbauernhof, einen Gemüseerzeuger, einen Selbstvermarkter und einen Milchbauernhof bei Husum oder sonst wo an.

              Die Vielfalt von einem Gemischt-betrieb, wie es früher einmal war, ist geteilt!

              0
        • Schmeckt gut sagt

          Nochmal deutlicher. Die Genschere wird meiner Meinung nach schon in großem Stil angewandt. Die vielen Beteuerungen das diese Methoden viel zu teuer, zu aufwendig, nicht verfügbar /anwendbar, was auch immer, kann ich nicht glauben. Zu viele neue, bahnbrechende Sorten aus Nicht-Eu-ländern geben mir zu denken. Besonders die Schlagzahl. Als Sorte hier eventuell sogar zugelassen, auf jeden Fall als Frucht importiert. Nachweisbar ist es nicht. Auch nicht in näherer Zukunft.

          0
  5. Inga sagt

    Wer sind die Öffis? Die öffentlich Rechtlichen Medien?
    Die haben keine Meinung zu dem ersten Thema zu neu und zu erst für das Publikum, sie müssen deswegen neutral darüber berichten.

    Also Biokunden kaufen konventionelles Schweinefleisch?

    0
  6. brouss sagt

    Ich sehe jede Züchtung-auch Sativa,Bingenheimer,.._ als Gentechnik. Auch mit den bisherigen Züchtungsmethoden haben wir unsere Lebensmittel bereits soweit verändert, dass viele Menschen die neuen Sorten nicht mehr vertragen.
    Bereits vor 10..12 Jahren hat mir ein Bauer hier erzählt er würde gekaufte Äpfel nicht vertragen. Bei „nano“ gab es einen Beitrag dazu. Vor paar Monaten hat mir eine Frau erzählt, sie würde nur Boskop vertragen.
    Ich weiß von Problemen mit modernen Tomaten.
    Ähnlich wie in dem Buch „Weizenwampe“ beschrieben, habe ich selbst zwei negative Erfahrungen mit Weizenprodukten (Nudeln,Fertigpizza).
    Wenn im Bio-Landbau besonders gesunde Sorten angebaut werden, heißt das doch -trivial formuliert- nur, dass man das Gift gleich in die Pflanzen hineinzüchtet.
    Ich stehe ja der Gentechnik positiv gegenüber, aber mit den neuen Methoden werden wir wohl unsre Sorten noch schneller unbekömmlich züchten, wenn wir die Produkte daraus nicht auf Bekömmlichkeit testen.
    Andererseits könnten es uns die modernen Methoden ermöglichen schnell bisherige Fehlentwicklungen zu korrigieren.

    Ich fordere deshalb die Entwicklung von Testsystemen zur Bekömmlickeit.

    Off Topic:
    Unsere veränderten Kulturpflanzen könnten auch mit Ursache des Insektensterbens sein, denn wenn Menschen den modernen Weizen nicht vertragen, könnte es beispielsweise auch bei Vögeln passieren.

    0
    • Inga sagt

      oder den Bienen, die von deren Honig leben müssen?

      Dazu habe ich gestern folgendes gesehen:
      https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/das-saatgut-kartell-108.html

      über alte Pflanzensorten, am Beispiel Tomate.

      Natürlich werden Geschmack und wichtige Inhaltstoffe weg gezüchtet, um Haltbarkeit und Farbe, die für den Handel von Vorteil sind herbeigezüchtet, deswegen schmeckt (daran sind wichtige Inhaltstoffe gekoppelt) Omas alte Tomatensorte von früher aus ihrem Bauerngarten besser, aber dafür verdirbt sie auch schneller.

      Das gilt auch für konventionelle Züchtung, deswegen werden ja arme Leute in Indien dafür ausgenutzt, sie arbeiten umgerechnet für 3,50€ am Tag.
      Sogar die Züchtung wird in Billiglohnländer ausgelagert.

      Mir hat mal vor langem jemand erzählt, dass die Urgerste in Afrika, ich glaube Sudan sehr viel Inhaltstoffe für die Gesundheit hat und die Omas da für ihre Enkelkinder daraus Tee kochen, wenn diese krank sind.

      Aber wir haben ihr einen größeren Mehlkörper angezüchtet, damit wir mehr für den Schweinetrog haben.
      Ist nur ein Beispiel.

      0
      • Thomas Apfel sagt

        Wer etwas mit Tomaten zu tun hat, weiß, dass das was in dieser Sendung gezeigt wurde, auch schon wieder sehr tendenziös und nach vorfestgelegtem Frame produziert wurde. Da trügt die Erinnerung „Früher war Alles besser“. Die Zeiten, wo die Gewächshaustomaten nicht geschmeckt haben sind längst vorbei. Die neuen Sorten sind auf Geschmack, Zuckergehalt UND Haltbarkeit gezüchtet. Ich möchte die Blindverkostung sehen, in der alte Sorten, wie die geliebte „Harzfeuer“ in einem Vergleich mit modernen Sorten als Sieger hervorgehen. Es ist wie mit dem Angebot an BIO-Waren: Es ist Alles da (Romatomaten, Ochsenherzen, Sachertomaten, Süße Rispen- und Minirispentomaten), nur wird eher die billigere „Dauertomate“ gekauft.
        Wie der Prof. Rabbinovich schon sagte: … „mit Salz und Olivenöl gegessen ist der Geschmack nicht so wichtig“

        +7
        • Inga sagt

          Deswegen ist es ja für die Saatzüchter so erfolgreich!

          Was da alles dran hängt?

          Aber was ist der vor festgelegte Frame?
          Soll uns Verbrauchern was vertuscht werden?

          0
    • Thomas Stockert sagt

      Ich hab selten so viel Unsinn gelesen, wie das, was Sie hier schreiben. Da merkt man gleich, dass Sie aus der Stadt kommen und wenig Bezug zur Natur haben bzw. dass sie sich stark von den NGO’s und ihren Horrormärchen beeinflussen lassen.
      1.) Die klassische Züchtung, wo einfach zwei Sorten/Stämme miteinander gekreuzt werden, und wo man dann anschließend die interessantesten Pflanzen selektiert und weitervermehrt, hat nichts mit Gentechnik zu tun. Und ich glaub auch nicht, dass Bingenheimer selber neue Sorten züchtet. So viel ich weiß, betreiben die nur Erhaltungszüchtung und vermehren die alten Sorten.
      2.) Nein, im Bioanbau werden größtenteils die gleichen Sorten angebaut wie im konventionellen Anbau. Es wird vielmehr getestet, welche Sorten aus dem konventionellen Anbau sich für den Bioanbau eignen.
      3.) Wie gut Allergiker welche Sorten vertragen, hat nichts damit zu tun, ob es sich um alte Sorten oder um Neuzüchtungen handelt. In der Regel enthalten die Wildformen einer Kulturart deutlich mehr Allergene als moderne Sorten. Das macht sie zwar widerstandsfähiger gegenüber Insekten und anderen Schädlingen, aber nicht unbedingt bekömmlicher. Erst durch jahrhundertelanger Selektion und Kreuzung konnte man viele Wildpflanzen der menschlichen Ernährung zugänglich machen, weil sie zuvor einfach zu viel Gift- und Bitterstoffe enthielten. Und natürlich haben bei der Selektion nicht nur der Ertrag, sondern immer auch der Geschmack und die Bekömmlichkeit eine Rolle gespielt.
      4.) Es gibt kein durch die moderne Landwirtschaft ausgelöstes Insektensterben. Das ist ein Mythos. Aber natürlich begünstigt die Landwirtschaft mit dem, was sie produziert, immer eine Insektenart mehr als die andere. So wird man z.B. im Getreide wohl nur wenige bestäubende Insekten vorfinden, während der Raps oder auch die vielen Blühflächen halt einen gedeckten Tisch für so ziemlich alle Insektenarten darstellen (Käfer, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln).
      Natürlich muss der Landwirt – egal ob Bio oder konventionell -hin und wieder regulierend eingreifen und seine Kulturen vor einem zu hohen Schädlingsdruck schützen. Im Getreideanbau ist das zumeist nicht erforderlich, wohl aber beim Anbau von Mais, Raps, Zuckerrüben und Körnerleguminosen, wobei Insektizide nur ausgebracht werden, wenn eine bestimmte Schadschwelle überschritten ist.

      +3
      • Manuela Schielin sagt

        Beim Züchtungsbegriff muss man schon aufpassen. Ja, bestimmte Eigenschaften (z.B. Haltbarkeit) werden selektioniert. Manche Eigenschaften werden gezielt aussortiert oder „fallen hinten runter“. Andere verschwinden oder lassen sich mit Züchtungszielen nicht vereinbaren. Beispiel: Gerbstoffe sind gut „gesund“, schmecken aber nicht. Wer kauft schon Mostbirnensorten zum Naschen für die Kinder? Manchmal werden bestimmte Eigenschaften nur kombiniert verebt (wenn sie auf dem gleichen Gen sitzen). Man verfolgt halt bestimmte Eigenschaften und legt auf andere nicht so viel Wert. Züchtungsziele (wie auch Geschmäcker) verändern sich ja auch. Das ist ja nicht per se „böse“.

        Und auch das mit den Allergien wird immer so in den Raum geworfen. Bei bestimmten Apfelallergieformen wird oft behauptet, die „alten“ Sorten sind besser für Allergiker. Also von Hochstämmen/Streuobstwissen. Die haben kurze Saison und werden kaum gelagert – Lagerung führt aber zur zunehmenden Bildung eines allergenen Proteins. Die Lösung liegt also nicht im vermeintlich höheren Gesundheitswert von alten, „nicht überzüchteten“ Sorten, sondern dass diese nicht im Frühjahr/nach längerer Lagerung gegessen/probiert werden.
        Ausserdem: Die Feinbildapfelsorte Golden Delicious ist um/kurz vor 1900 selektiert worden – nicht gerade der neueste Schrei und sogar etwas älter als Brettacher und Jakob Fischer.

        Hab mal einen interessanten Vortrag gehört . Es ging dabei um die Urform der Möhre (also das beste für den Körper?) und dass sie soviele Stoffe enthält um sich gegenüber Fressfeinden (und anderen Stress) zu wehren, dass sie schwer bekömmlich für die menschliche Verdauung ist und man nicht allzu viel davon essen sollte. Die Züchtung hat (hier) den Nährwert also erheblich verbessert.

        Zum Thema Weizenverträglichkeit. Weiss jmd ob das tatsächlich oft an veränderter Verarbeitung/Zubereitung liegt?

        Gibt eben jede Menge Facetten 🙂

        +1
        • Bauer Willi sagt

          Weizenunverträglichkeit: Ich habe mal einen Bäcker gehört, der die Verträglichkeit auf die Dauer des Gehens des Teiges zurückführt. Handwerksbrot kann oft mehrere Stunden gehen und dabei enzymatische Prozesse durchmachen, die beim „Industriebrot“ rein zeitlich nicht erfolgen können. Erscheint mir logisch. Übrigens hat der „gesunde“ Weizen namens Dinkel (!) einen sehr hohen Gluten-Gehalt. Wissen auch die Wenigsten.

          +2
          • Ja sicher,
            hat das nicht auch die Frau erklärt, die vorigen Herbst hier von Max und Moritz referierte?
            Von den beiden die zu faul zu studieren, deswegen hatten sie nur Schlechtigkeiten im Kopf.

            Hat sie nicht den Beweis gebracht, dass sich Faulheit in unserer Gesellschaft lohnt?
            Das Quantität besser ist als Qualität?
            Dafür müssen nur unserer Gesundheit und Ökologie leiden!

            Am Beispiel von diesen Schnellbackbrötchen (ohne lange Gehzeit), die die Verkäuferin so nebenher in den Ofen schiebt geht das. Das macht sie ganz nebenbei, hauptsächlich achtet dafür aber mehr auf Äußeres wie Deckchen und so!

            Ich denke immer, dass diese enzymatische Prozesse, die die Gluten beseitigen, den Duft des frisch gebackenen Brotes ausmachen.

            Ob dieses Aroma heutzutage noch künstlich zugeführt wird? Vielleicht durch chinesische Frauenhaare, wie ich vor langer Zeit mal gehört habe?
            Wenn Vollkornbrot von Natur aus dunkler ist, aber dafür gesünder, weil auch mehr vom Keim des Kornes drin ist,
            dann hat doch die Industrie die Frechheit und färbt sie eben künstlich Braun, vielleicht mit Rübensirup oder so.

            Das ist doch Schwindel, wie Max und Moritz es vormachen.

            0
        • fingerphilosoph sagt

          Diesen ganzen Diskussionen um „gesunde“ Ernährung“ liegt ein falsches Körperbild zugrunde. Es herrscht die Vorstellung vor, dass der menschliche Körper eine Art Maschine ist, die wie ein Benzinmotor nur mit dem richtigen „Gemisch“ von Treibstoff optimal läuft. Diese Vorstellung beinhaltet, dass wenn dem Körper das „richtige Gemisch“ zugeführt wird, man ohne jedes Zipperlein uralt werden kann. Also diskutiert man eifrig über Kohlehydrate, Zucker, Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Gluten, Allergene und dgl. mehr.

          Tatsächlich verfügt ein gesunder Körper, zumal der eines Allesfressers, wozu auch der Mensch gehört, über eine erstaunliche Flexibilität, was die Nahrung betrifft. Unsere Jäger- und Sammler-Vorfahren hatten Hunderte (!) von Wildpflanzen auf dem Speisezettel und Dutzende (!) von Tierarten. Und man kann davon ausgehen, dass diese Wildtiere und -pflanzen von allen möglichen Parasiten, Bakterien und Viren besiedelt waren, mit denen das menschliche Immunsystem jedoch so gut umzugehen wusste, dass die Jäger und Sammler gegenüber den frühen Ackerbauern über eine erstaunlich gute Gesundheit verfügten.

          In nur wenigen tausend Jahren hat unser Körper enorm viel von dieser Flexibilität eingebüßt. Stoffwechsel- und Immunsystem haben ihre ursprüngliche Leistungsfähigkeit verloren. Das liegt daran, dass mittels Züchtung permanent Sorten selektiert wurden, die leichter verdaulich, besser verträglich, süßer etc. sind. Was übersehen wurde, ist, dass der Körper natürlicherweise darauf reagiert und sich selbst entsprechend der Nahrung, die er aufnimmt, umbaut. Warum soll er Energie in ein schlagkräftiges Immunsystem stecken, wenn dieses nicht mehr herausgefordert wird?

          Was realiter passiert, ist, dass unser Körper aufgrund unseres falschen Körperbildes nun tatsächlich zur Maschine mutiert, die nur noch mit einem „speziellen Treibstoff“ funktioniert. Je „gesünder“ man diesen Treibstoff zu machen versucht, desto mehr verliert der Körper seine ursprüngliche Anpassungsfähigkeit an ein breites Spektrum von Nahrungsmitteln.

          Diesen Prozess der abnehmenden Flexibilität unseres Stoffwechsels vertuschen wir und täuschen heute eine Vielfalt vor, indem wir Nahrungsmittel aus allen Herren Länder konsumieren.
          Dabei vergessen wir jedoch, dass es aus allen Ländern immer nur die am besten verträglichen und leicht verdaulichen Nahrungsmittel sind, die wir verkosten, Avocado, Orangen, Chia-Samen und dgl. Oder wir züchten halt jede Menge neue Sorten, die aber alle eines gemeinsam haben: sie fordern unseren Körper immer weniger heraus, der deshalb immer mehr von seiner Widerstandskraft verliert.

          +2
          • Reinhard Seevers sagt

            Seh ich genauso Fingerfilosof. Hinzu kommt noch der Wahn ewig jung bleiben zu wollen, niemals krank zu werden, keine Gefahren erleben zu wollen…..deshalb werden bereits Risiken als Gefahren kommuniziert. Deshalb müssen sich Menschen auch den Adrenalin-Kick anderswo holen.
            Die Angst vor dem Tod verhindert das Leben.
            Die Werbung trägt maßgeblich dazu bei. Der Kapitalismus funktioniert hier bestens, in dem er mit dem Angstattribut und dem Hang zur Jugend und zum ewigen Leben seine Heilsprodukte vermarktet. Alles läuft immer wieder auf Kohle hinaus, auch wenn die Jünger es nicht merken.

            0
  7. Reinhard Seevers sagt

    Die Frage ist, ist es wichtiger für die Gesellschaft, dass der Nobelpreis an Frauen gegangen ist, oder dass diverse Gruppen sich nicht zu dem Thema äußern? -noch nicht, denn der Algorithmus wird Willi die Tage überrennen mit Mitteilungen zu dem Thema, wetten?
    Ich finde es etwas „simpel“, sich nach noch nicht einmal 24 Std. des Veröffentlichens, ein Meinungsbild zu basteln.

    +1
    • Obstbäuerin sagt

      Ein bisschen hat es schon was mit der prompten Reaktion zu tun, Reinhard, noch dazu in diesen Twitter- und Facebookzeiten. Bei den „richtigen“ Sachverhalten möchte doch jeder der erste sein, vor allem von denjenigen, die sich jetzt dezent in Schweigen hüllen.

      +1
    • Inga sagt

      Ich hoffe doch, der Nobelpreis wird für das Eigentliche vergeben und nicht wegen einem Idealismus.

      Er beweist lediglich, dass Frauen das Selbe drauf haben wie die Männer, diese Vorurteil ist damit widerlegt!

      0
  8. Moin,

    naja, man muß nicht jedem gratulieren, wie war das noch mit dem guten Ton bei der Wahl von Herrn Kemmerich in Thüringen?! Wobei das Beispiel extrem ist. Aber auch da haben sich manche das Maul zerrissen, daß es ja gar nicht ginge, jemandem einen Blumenstrauß vor die Füße zu werfen. Ist ja nicht so, daß da jemand die Unterstützung von Faschisten wissentlich in Kauf genommen hat … später sogar vor Corona-Leugnern aufgetreten ist. Der gute Ton wäre es gewesen, einfach zu gratulieren … dann wäre der wohl immer noch im Amt als Wegbereiter der Nazis und selbige hätten jetzt bundesweit andere Ergebnisse statt sich zu zerlegen. Was eine Gratulation oder Nicht-Gratulation so alles ausmachen kann.

    Zum Nobelpreis:
    Hat jeder den Friedensnobelpreis auch wirklich verdient?
    Nobelpreisträger Otto Hahn, Vordenker der Atombombe, fand es selbst nicht so lustig.
    Die massive Kritik am Literaturnobelpreisträger Peter Handke.
    Von Hayek hat den Raubtierkapitalismus salonfähig gemacht und wurde auch mit einem Nobelpreis ausgezeichnet.

    Erkenntnisgewinn ist immer wichtig, aber Glückwünsche kommen meist von denjenigen, die da auch schon eine, sagen wir, praktische Anwendung im Sinn haben und damit etwas legitimiert sehen … und dann sind Glückwünsche oder Nicht-Glückwünsche auch ein Statement … siehe Blumenstrauß.

    Anders gesagt: Wer entscheidet, was einen Preis verdient hat? Da steckt kein neutraler Computer dahinter, der schaut, was das Beste für die Zukunft der Menschheit und des Planeten wäre … meist ist es eher eine Frage des Kapitalinteresses.

    +1
    • Christian Bothe sagt

      @Suhr.Mit der Gratulation ist das so eine Sache.Was Thüringen(wohne in Gera)war das Benehmen der linken Vorzeigedame unterirdisch und man sollte ihr einen Knigge schenken! Wenn diese PDS Dame dann noch Chefin von den Linken wird,graut‘s einen.Zum Glück habe ich mit solchen Vereinen wie Linke + Grüne nichts an Hut!
      Zum Thema Nobelpreis für die 2 Damen habe ich mich ja schon gestern geäußert.Einfach toll und für unsere Landwirte ein riesiger Schritt in die richtige Richtung auch wenn man medial noch nicht viel hört.Viele müssen das erst einmal verdauen ohne Verstopfung! Noch einmal meinen Glückwunsch an das Nobel Komitee und dessen Entscheidung!

      +2
      • Inga sagt

        So, wie ich das mitbekommen habe,
        wird diese Technik nur im medizinischen Bereich (z.b. nur bei einem Organ) angewendet.
        Vielleicht auch bei den Alterskrankheiten wie Demenz oder so.

        Es wird nur da angewendet, was nicht weitervererbbar ist, damit es nicht in die Umwelt gelangt.

        Und in der Landwirtschaft die Pflanzen?

        0
  9. Thomas Apfel sagt

    Die Öffi´s haben Gestern relativ neutral reagiert. Betont wurde allerdings der Nutzen für die Medizin (Erbkrankheiten, Krebs) und nicht der für die Landwirtschaft. Die NGO´s werden tief Luft holen und weiter schießen, weil die Ablehnung jedweder Gentechnik ja eins der Hauptmerkmale der Markt-Abgrenzung für den Bio-Bereich ist.
    Gestern BR „Jetzt red i“ hat sich der Vertreter der Grünen nur für Bio engagiert und bezüglich Schweinefleisch Bio einen Haufen Müll erzählt. Die Grünen haben gar nicht realisiert, dass ihre Bio-Fakultät in Kassel-Witzenhausen selbst festgestellt hat, dass selbst ausgeprägte Bio-Kunden genau das Fleisch eben nicht Bio kaufen. Für die Belange und Äußerungen der Nicht-Bio Landwirte interessieren Die sich nicht im Ansatz. Frau Kanniber hat sich übrigens m.E. gut geschlagen.

    +7
    • Inga sagt

      Wer sind die Öffis? Die öffentlich Rechtlichen Medien?
      Die haben keine Meinung zu dem ersten Thema zu neu und zu erst für das Publikum, sie müssen deswegen neutral darüber berichten.

      Also Biokunden kaufen konventionelles Schweinefleisch?

      0
    • Paulus sagt

      Thomas Apfel, in der Grillsaison 2018 waren bei uns mal kurzfristig zusätzliche Gäste angesagt. Meine Frau war zufällig in Köln und ich bat sie darum noch Grilladen einzukaufen. Im Rewe stand eine lange Schlange vor der Theke, obwohl kaum es noch was gab. Ein paar hundert Meter weiter gibt es eine Biometzgerei. Volle Auslagen und gähnende Leere im Geschäft. Den Preis für 1 kg Schweine-Nackensteaks habe ich noch im Kopf = 38,50 €. Da holen auch die bioaffinen Bewohner eines begüterten Stadtteils erst mal tief Luft und gehen dann doch lieber zu Rewe oder Edeka, da kostete es nur 7,95 €.
      Der Ehrlichkeit halber muss ich dazusagen, dass die Weine die an diesem Abend konsumiert wurden deutlich mehr ins Gewicht fielen. Das scheint aber eine völlig andere Kategorie zu sein.
      Winzern und Weinmachern verzeiht man nahezu alles, egal ob Monokulturen, Spritzmittel, oder Sonstwas. Ab einer Preisklasse so ab 20 oder 30 € geht es nach meiner Auffassung eh nicht mehr um Qualität, sondern mehr um Prestige. Die verfügen allerdings auch über Marketinginstrumente von denen andere Bauern nur träumen können.

      +4
      • Reinhard Seevers sagt

        Wein und Schwein sind zwei gesellschaftlich völlig konträre Produkte. Der Wein ist das Symbol der upper-class, Schweinefleisch ist die Nahrung des Proletariats……noch heute wird die Klassentrennung vollzogen. Durch Ernährung versuchen sich viele abzusetzen von der Masse. Masse ist schlecht, Massenproduktion ist die kapitalistische Ursuppe…..da muss man sich davon distanzieren, Wie sonst soll man sich heute individuell noch abgrenzen…..Wenn jemand das billige Schweinefleisch kauft und gleichzeitig den teuren Wein, dann ist er noch nicht konsequent angekommen in seiner Klasse…..er schwankt, wie auch der Flexitarier und andere Inkonsequente. 🙂

        +1
      • firedragon sagt

        Paulus, ich meine mich zu erinnern, Dir vor zwei Tagen was, bzgl. Spritzmittel erklärt zu haben…

        0
        • Paulus sagt

          Firedragon, jetzt lass mal Monokulturen und irgendwelche Spritzmittel beiseite, damit wollte ich euch auch nicht ans Bein pinkeln.
          Fest steht doch, dass für die Vermarktung von Weinen ganz andere Kriterien gelten als z.B. für die Vermarktung von Milch. Ich habe noch nicht erlebt, dass ein Milchsommelier die Vorzüge einer bestimmten Milch gepriesen hat.
          So mit Noten vom Pfirsich, einem Anklang reifer Papayas und dem deutlichen Hauch vollreifer Pfaumen aus dem Badischen; und im Abgang entfaltet sich ein Feuerwerk von wilden Beeren, leichten Tannins und Aromen aus tausend und einer Nacht, die allerdings in … zu verorten ist. Bla-bla-bla.
          Schließlich gibt es auch schon Wassersommeliers, die erzählen dir genau so das Blaue vom Himmel.
          Weine werden als Lifestyleprodukte dargestellt und gehandelt, das hat sich nun mal so etabliert.
          Nachdem diese unselige Ära der Parkerpunkte ein Ende gefunden hat, springen andere auf den gleichen Zug wieder auf. Ich kann dir sagen wo unsere hochpreisigen Weine geblieben sind. Wir haben sie entweder Gästen kredenzt oder schlicht ans Essen gekippt.

          Bei der Gelegenheit frage ich dich noch was ein wirklich guter Glühwein ist? Du weist schon, von wg. Wildgulasch mit Rübenkraut und Lebkuchen und so. 🙂

          +2
          • Brötchen sagt

            Es gibt Büffelmilch 8 %, Ziegenmilch, Bio milch 1.5 %, 3.8 %, heumlich, Rohmilch.

            Bei uns dann noch von speziellen regionalen Anbietern, was ich kaufen kann.

            Büffelmilch nehme ich für Tee.

            Man könnte bezüglich Milch auch Geschmackstest machen, ist aber nicht so hipp.
            Kommt sicher noch.

            0
              • Brötchen sagt

                Ja hatte ich mir auch überlegt…. Hafermilch, Mandelmilch, Latexmilch 😎

                Eselsmilch, Stutenmilch, Kamelmilch, Schafmilch, Yakmilch

                0
            • Inga sagt

              Jedes Milchgebende Tier hat individuell eine andere Zusammensetzung in Punkto Fett und Eiweiß bestimmt auch Zucker beinhaltet.
              Leider konnte ich noch keine Geschmacksprobe machen,
              denn mich hat immer interessiert, ob Milch von Schwarzbunten anderes schmeckt, als von Fleckvieh oder anderen Rassen!

              Auf 1,5 oder 3,5 wird entrahmt für Sahne und Butter!

              Ich habe mir mal sagen lassen, dass die Molkereien an die Trinkmilch ein Vanillearoma dran machen. Bestimmt weil sie nach nichts schmeckt.

              Bei der Butter von Weihenstephan kommt es mir auch so vor, als ab die auf Frische aromatisiert ist.

              für die gute Butter müßte genau so ein Reinheitsgebot stehen, wie für Bier!

              Büffeltee in Tee, ist bestimmt wegen des Wölkchens, oder?

              0
          • firedragon sagt

            Paulus, Du bist schon einer…Milch mit Anklang reifer Papaya – hat noch nicht mal ein Wein, hoffe ich zumindest.
            Einen wirklich guten Glühwein erhälts Du leider nicht im Supermarkt.
            Ich schätze Dich so ein, dass Du ein (neine, eher mehrere) Weingut an der Hand hast – frag da nach.

            0
      • Bauer Willi sagt

        1 kg Bio-Rinderbraten 59,- Euronen, 1 kg Bio-Putengeschnetzeltes für schlappe 25.- Euro. Im Bio-Supermarkt!!

        Bei Bio-Möhren, wo der Unterschied pro kg 30 Cent ausmacht, kann man dann fürs Prestige schon mal zugreifen. Und dann wochenlang davon reden.

        +3
        • Thomas Apfel sagt

          Erstaunt bin ich immer wieder, wie groß die Spannen im Bio-Sektor sind, zu mindestens bei Fleisch. Insbesondere bei Rindfleisch sind die Erzeugerpreise Öko- und Konvi gar nicht so weit auseinander, im Endverkauf sehr wohl.

          +1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.