Bauer Willi
Kommentare 50

13 Hundehalsbänder für 10.000 qm Zuckerrüben

Was soll das denn nun wieder? Zum Hintergrund: Imidacloprid ist in Zuckerrüben (insektizide Beize, Neonic) seit zwei Jahren verboten. In Hundehalsbändern gegen Zecken und Flöhe ist es erlaubt. Die Halsbänder sind frei verkäuflich. Sie wirken bis zu 8 Monaten. Der Wirkstoff wird über die Haut aufgenommen und verteilt sich so über den ganzen Körper.

Ein Hundehalsband enthält 4,5 g Imidacloprid. (für Katzen 1,25 g) Für den Schutz von 10.000 qm Zuckerrüben wurden 60 g benötigt. Folglich braucht es rund 13 Hundehalsbänder, um einen Hektar Zuckerrüben vor der Übertragung des Vergilbungsvirus durch Blattläuse zu schützen.

Im nachfolgenden Video wird der Einsatz des Halsbandes erläutert. Es werden unter anderem zwei Sicherheitshinweise gegeben:

  • Hunde nicht mit ins Bett nehmen
  • Kinder nicht am Halsband kauen lassen

Absurder kann man die Doppelmoral unserer Gesellschaft nicht schildern.

Für Zahlenfreunde: In Deutschland leben rund 9,4 Mio. Hunde und 14,8 Mio Katzen. Wenn jedes Tier pro Jahr ein Halsband tragen würde, wären es 60,8 t Wirkstoff, die man dafür benötigen würde. Für 380.000 Hektar Zuckerrüben (ca. Anbaufläche Deutschland) benötigt man (bei 60 g/ha) 22,8 t Wirkstoff.

Für unsere Haustiere also mehr als das Zweieinhalbfache…

 

(Aufrufe 12.744 gesamt, 1 heute)
+13

50 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Mit dem Verbot der Neonics will sich die Regierung eine Eintrittskarte mit den Grünen für die nächste Bundesagswahl verschaffen. Auch die NGOs wollen befriedigt werden. Der Regierung sind die Bauern egal , hauptsache man wird widergewählt. Dieser Schuß wird aber für die CDU , als Inhaber des Landwirtschaftsministeriums , in die Falle führen . Die Ministerin Klöckner könnte ohne Not die Sonderzulassung betreiben , denn das Umweltministerium muß da überhaupt nicht gefragt werden !!! Genauso hat das ihr Vorgänger
    mit Glyphosat gemacht. Aber als Kofferträgerin der Kanzlerin verbietet sich das natürlich. Neulich war der CDU-Fraktionsvorsitzende in unserer Stadt.Wir haben ihm versucht beizubringen , daß er auch mal an die Mitglieder denken sollte , denn rd. 20% unseres Stadtverbandes sind Bauern. Die ersten haben aus Protest für die bauernfeindliche Politik die Partei schon verlassen und das wird immer mehr. Daran kann man sehen , daß Berlin überhaupt keine Politik für die Bürger mehr macht , sondern nur noch sich selbst verpflichtet ist. Sazusagen eine abgehobene , dem Bürgersinn weit entfernte Führungsschicht. Solche Leute sind abzuwählen. Diese Leute haben sich den Staat zur Beute gemacht , denn im Grundgesetz steht , daß die Parteien bei der Willensbildung des Volkes mitwirken. Das haben die auf den Kopf gestellt und arbeiten nur für sich , sonst hätten wir eine andere Politik, z.B. mit mehr direkter Demokratie , aber unsere Demokratie ist unter Merkel einmal mehr geschreddert.

    +5
  2. Ostbauer sagt

    In Frankreich hat die Ausnahmegenehmigung für Neonics die parlamentarische Hürde genommen. Noch ein Sargnagel für die deutsche Zuckerrübe. Oder glaubt hier einer, dass Deutschland nachzieht?

    0
  3. Paulus sagt

    Ich halte diese Wunderhalsbänder aufgrund eigener Erfahrung für Schwachsinn, ebenso wie viele Insektenschutzmittelchen für unsere Outdoorfreaks. Ich selbst habe mich nun wirklich oft genug in der Natur bewegt und auch schon mal ein Repellent benutzt. Die Viecher, egal ob Zecken oder Mücken mochten mich trotzdem. Ich habe es überlebt.
    Als unser Troll, eine Brandlbracke noch lebte, haben wir ihm in der Zeckensaison auch mal so ein Ding für einige Tage verpasst. Nachdem ich ihn bei der Jagd einmal durchs Unterholz und Farnkraut geschickt hatte brachte er genau so viele Zecken mit wie zuvor.
    Ordentlich durchgebürstet wurde er eh jeden Tag, und wenn er draußen war wurde er nach Zecken und sonstigem Getier abgesucht. Es erfordert eben Zeit und Mühe und bei einem Kurzhaar ist es natürlich einfacher als bei einem langhaarigen Zottel. Diese Dinger sind wahrscheinlich der Bequemlichkeit und dank der Werbung dem Glauben an ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geschuldet.
    Was die Zuckerrüben betrifft, bilde ich mir ein auf diesem Blog gelernt zu haben, dass das Verbot der Neonics in die falsche Richtung geht. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass die Wirksamkeit einer Saatgutkapsel auf dem Acker anders zu bewerten ist als die eines Halsbandes für ein Hunde- oder Katzenfell. Mit meinem unmaßgeblichen laienhaften Verständnis wohlgemerkt.

    +5
    • Inga sagt

      Und es war im vergangenem Jahr so schlimm, dagegen Stimmung zu machen, die ja zum Verbot führte, weil ja das grosse Bienensterben angesagt war.

      +1
  4. Smarti sagt

    Sali Willi, du denkst, dass hier mal wieder mit zweierlei Mass gerechnet wird ? Da muss ich Dir widersprechen, Deutschland IST das Mass aller Dinge :).
    Das wird den gleichen Grund haben wie bei allen EU- Importen : solange „das Gift“ nicht EU-weit verboten ist, kann der Import nach Deutschland vom Staat nicht verboten werden.
    Also sind alle ( und noch mehr ) dieser „verbotenen Substanzen“ im importierten Gemüse, Obst und den Hundehalsbändern weiterhin vorhanden und erlaubt. Denn wäre der Einsatz solcher Substanzen verboten, müsste meiner Logik nach auch das kompostieren von gekauften Küchenabfällen verboten sein.
    Eine solche Vorreiterrolle können wir uns ja auch locker leisten…. – vor allem, weil es nur einige wenige ( Bauern ) bezahlen.

    +3
  5. Eddi B. sagt

    Da hat jemand nicht so recht verstanden, dass es bei diesen Wirkstoffen im Pflanzenbau ungezielt und alle Insekten trifft und der Rest ins Grundwasser gepült wird (falls es mal wieder regnet. Wenn nicht, erledigt sich der Rübenanbau ja eh 😉 ) . Am Hund hingegen wird das Gift lokal genutzt und tötet nicht wahllos alle Insekten auf einer Fläche.
    Deswegen ist der Einsatz auch am Haustier nicht ohne Abwägung gut. Aber immerhin ist hier der Einsatz deutlich weniger von Umweltnebenwirkungen betroffen.

    +4
    • Bauer Willi sagt

      Da hat jemand nicht so recht verstanden, dass der Wirkstoff nur am einzelnen Saatkorn sitzt und eben, ganz spezifisch, nur diese eine Pflanze schützt und das auch nur für eine zeitlich befristete Phase. Wirksam ist es auch nur für diejenige Insekten, die die Pflanze angreifen, also vor allem Blattläuse. Dass, was die Bauern jetzt, ohne diese Einzelpflanzenbehandlung machen müssen (!), das tötet Insekten auf der ganzen Fläche. Das will kein Landwirt!

      Beim Haustier kommt der Mensch direkt mit dem Wirkstoff in Berührung. Das soll gesund sein?

      +17
      • Reinhard Seevers sagt

        …ganz gefährlich wirds, wenn man den Hund isst….dafür gibt es aber keinen Warnhinweis auf der Packung oder? Grübel….

        +4
        • Bauer Willi sagt

          Muss ich noch mal nachlesen. Jedenfalls darf man Hunde nicht in den Wäschetrockner stecken. Steht in den USA auf der Gebrauchsanweisung…

          +3
      • Eddi B. sagt

        In der Tat habe ich übersehen ,dass es hier um Beizgifte geht und nicht um Sprühgift. Da fällt der Vergleich natürlich weniger deutlich aus. Dennoch landen die Neonikotinoide im Boden und anderen bodenlebenden Insekten und Co.
        Und beim Ausbringen der Saat wird kontaminierter Staub verteilt.
        Es bleibt sinnvoll, diese extrem bienenschädliche Substanz aus der Umwelt zu halten.
        Wer weiß, möglicherweise lassen Studien auch eines Tages die Verwendung als Hundehalsband nicht mehr zu. Dann wäre das wohl eher ebenfalls ein Gewinn für die Umwelt.
        Aber das Jammern über Zulassungsentzug in der Landwirtschafthilft da auch nichts. Von einem Verbot als Halsband kommt die auch nicht zurück oder wird es leichter, andere Wege zu finden.
        Und nein, deswegen sind nicht automatisch Ersatzwirkstoffe besser. Vielleicht der Zeitpunkt für Ersatzmethoden.

        0
        • Bauer Willi sagt

          Nein, beim Ausbringen der Saat wird kein Staub verteilt. Das Saatgut wird gecoatet, also mit einer festen Schicht umgeben.
          https://sternmaid.de/coaten/

          Pflanzenschutzmittel haben die Eigenschaft, Pflanzen zu schützen.

          Und nein, Neonicotinoide sind bei ordnungsgemäßem Einsatz nicht bienengefährlich. Eben weil sie im Boden sind und noch aus vielen anderen Gründen. Aber das wäre ein Artikel für sich.

          Ich jammere auch nicht, sondern will darstellen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Es gibt derzeit keine Ersatzmethoden. Wenn Sie welche kennen, schreiben Sie es gerne hier in die Kommentare. 😉

          +9
          • Thomas Apfel sagt

            Selbst das Institut für Bienenschutz in Braunschweig hält zum Beispiel Thiacloprid für absolut Bienen-ungefährlich. Wenn Sie, Eddi B., zum Beispiel eine Idee hätten, wie wir ohne Mospilan und Calypso Fruchtfliegen (Sanddornfliege, Kirschfruchtfliege (inzwischen 2 Arten mit unterschiedlicher Lebensweise) und Kirschessigfliege) in wirtschaftlich erträglichen Grenzen halten können, dann heraus damit, wir suchen dringend nach Alternativen. Zur Zeit heisst die Alternative wie im Bio-Anbau einfach keinen Sanddorn, keine Pflaumen, keine Kirschen und kein Beerenobst mehr anbauen. Oder halt Alles unter „Vollschutz“ (Folie), kann man sich in Spanien und anderswo ansehen, ist nicht lustig !!!

            +5
        • Reinhard Seevers sagt

          Beim Hundehalsband wartet Eddi noch auf eine Studie, bei der Zuckerrübe kennt er alle gefährlichen und pseudogefährlichen Voraussetzungen der Anwendung. Er muss ein NGO’ler sein, er weiß mehr als alle anderen.

          +6
        • Schorsch Summerer sagt

          Eddi, dein Wissen beruht auf dem Bienensterben aufgrund falsch angebrachter Beize bei Maissaatgut. Die Beizfirma hat wohl Zeit sparen wollen und die Beiztrommel nicht lange genug laufen lassen. Dazu kamen Sähgeräte die die Beize abrieben und den Staub in die Luft geblasen hatten. diese Technik ist mittlerweile verboten bzw. mit einem Luftfilter nachgerüstet.

          +5
    • Berthold Lauer sagt

      Ja, da hat wirklich jemand nicht viel verstanden, aber vllt lernt er ja was dazu!

      +2
    • firedragon sagt

      Eddi B., laut einer Studie, sollen wahllos Jungvögel verendet sein, deren Nester von Altvögeln mit kontaminierten Tierhaaren (Hund/Katze) ausgekleidet waren…
      Ist aber nicht so tragisch, weniger Vögel, desto mehr Insekten für den Fortbestand der Menschheit.

      +5
  6. Arnold Krämer sagt

    Die Widersprüche der Zulassungspraxis müssen den Fachbeamten in den Behörden eigentlich bekannt sein. Die Frage ist: Weisen sie die Vorgesetzten oder die politisch Verantwortlichen darauf hin oder lassen sie im Wege des voraus eilenden Gehorsams die Schere im Kopf wirken, weil es entsprechende politische Vorgaben gibt?
    Wenn Sie darauf hinweisen, mit welchen Argumenten werden sie politisch „überzeugt“, mögliche Bedenken zurück zu stellen, vielleicht weil zwischen „guten“ Insekten auf dem Acker und „bösen“ Insekten beim Tier unterschieden wird?

    +4
  7. Franz Müller sagt

    Vielen Dank für diese Information. Mir war diese Tatsache nicht berkannt.

    Als Résumé kann ich als Landwirt nur sagen – die Hobby Hunde/Katzenhaltung ist anscheinend wichtiger – als die Erzeugung von Nahrungsmitteln.

    +6
  8. Bauer Fritz sagt

    Hat nicht schon irgendein römischer Antiker mal so was ähnliches gesagt wie:
    Quod licet cani, non licet agricolis !
    (Was jedem Hund erlaubt ist, kann man doch nicht den Bauern erlauben). 🙂

    +9
  9. Inga sagt

    Jetzt soll auch noch die Vogelgrippe von Osteuropa her mit den Zugvögel kommen.

    Gibt es dagegen noch kein Mittel?

    0
    • Reinhard Seevers sagt

      Doch Inga,
      – im Haus bleiben
      – nur mit Schirm das Haus verlassen
      – Zugvogelrouten umleiten
      – Grenzen zu Osteuropa dicht machen
      – Vögel abschießen
      – Aluhüte verteilen
      – Vögel gegen Grippe impfen
      …usw.

      0
      • Inga sagt

        Meine Vögel oder Hühner haben aber keinen Regenschirm, wo gibt es den zu kaufen?

        Gibt es doch einen Impfstoff dagegen???

        0
  10. Inga sagt

    Die Hunde werden doch so wie so geimpft, könnte man sie nicht auch auf Insektentoleranz impfen? Gibt es dafür noch keinen Wirkstoff?

    Weiterhin solte man mal ausrechnen wie viele nützliche Insekten durch das Hundehalsband in Wald und Park beeinträchtigt sind
    Und wieviele vom Einsatz dieses Wirkstoffes auf Rübenfelder in der EU oder nur unserer Republik.

    0
  11. Berthold Lauer sagt

    Ich Laube nicht, dass man dieses Verhalten als Doppelmoral oder Bigotterie bezeichnen kann! Das ist ganz einfach Unkenntnis. Glaubt irgendjemand etwa, dass sich viele Menschen über Pflanzenschutzmittel und deren Wirkstoffe aufregen würde, dass jemand über Tierwohl und „Massentierhaltung diskutieren würde, dass jemand sich Gedanken über Klimawandel und Erwärmung machen würde, wenn diese Themen nicht tagtäglich medial kommuniziert und eingetrichtert würden? Wer liest den Beipackzettel oder das Etikett von Hundehalsbändern? Wer macht auf die Problematik aufmerksam?
    Für mich nur ein Beispiel mehr, wie leicht Menschen manipulierbar sind und in eine gewollte Richtung zu lenken sind!

    +13
    • Reinhard Seevers sagt

      Ich glaube nicht, dass es allein Unkenntnis ist. In meinen Augen sind die Menschen im Hinblick auf ihre „Lieblinge“ einfach emotional anders unterwegs. Nichts kann zu teuer, zu aufwendig sein, wenn es um das Leben ihres Lieblings geht. Es ist eine Form gesellschaftlicher Entfremdung des Menschen vom Menschen, hin zu einem Ersatz, dem Tier.
      Wenn es jetzt aber eine Kampagne gegen diese Halsbänder geben sollte, werden die Tierhalter schnell aufspringen und Alternativen finden und fordern. Denn am Ende zählt wieder der „Liebling“.

      +2
      • Wolfgang sagt

        Und doch duldet man für sein Tier dann wissentlich Konzentrationen der Wirkstoffe, die verglichen mit der kürzlich präsentierten „Studie“ zum Vorkommen von Pestiziden in der Luft mehr als nur jenseits von Gut und Böse sind. Ich glaube, da stehen dogar Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel. Angesichts der schönen Bildchen von glücklichen Tieren auf der Packung wird das Restrisiko wohl das geringere Übel sein. Da will der Verbraucher das dann gar nicht so genau wissen.

        +1
    • Inga sagt

      Die Pharmafirma, die diesen Wirkstoff für das verbotene PSM auf Lager hat, muss ja sehen, dass sie es loswird.
      Darum nutz sie das Phänomen der Ahnungs- und Interssenlosigkeit der potentiellen Kunden.

      Sollten da die Bauern, die ja Insiderwissen haben protestieren?

      +1
  12. Moin,

    och, Bigotterie gibt es oft.

    Was setzt die Bahn ein, um die Schienen freizuhalten?

    An Hausfassaden wird munter noch Diuron oder ähnliches eingesetzt, in der Landwirtschaft unlängst verboten.
    https://www.bauerwilli.com/ein-skandal-von-dem-niemand-redet/

    In Hobbygärten zählt Nikotin noch zu einem probaten Pflanzenschutzmittel für viele Anwender, die so genannten Hausmittelchen.

    Blühstreifen hier, Schottergärten da.

    Weit mehr Schafe sterben durch Hunde als durch Wölfe, aber niemand fordert eine Quotierung des Hundebestands (dann gäbe es doch auch weniger Halsbänder, oder? *Sarkasmus aus).
    https://www.jagderleben.de/news/ueber-20-tote-schafe-hund-taeter-identifiziert
    https://www.pz-news.de/region_artikel,-Hund-toetet-Schaf-in-Moensheim-und-verletzt-mehrere-Tiere-schwer-_arid,1480288.html
    https://www.swp.de/suedwesten/hund-reisst-bei-moessingen-zehn-schafe-30251111.html
    usw.
    (Ob’s bei Hunderiß auch Schadensersatz gibt *grübel)

    Apropos Hund. Wenn man über Keime in der Tierhaltung spricht, wie steht’s eigentlich um Hund und Katze … so als Hobbygärtner, der keinen Bock hat, Katzenscheiße im Acker zu haben.
    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-04/hunde-haustier-haltung-gesundheit-keime-krankheiten

    Ja, wenn es immer nur so einfach wäre …

    +1
  13. Reinhard Seevers sagt

    Willi, vielleicht haben die das umgerechnet und pauschaliert? In Niedersachsen bekommt der Teilnehmer am Schulobstprogramm 3,10€/kg konventionellen Obst oder Gemüses…
    Für Bio 3,70€/kg.

    0
  14. firedragon sagt

    „Kinder nicht am Halsband kauen lassen“ 😅
    Okay, jetzt bin ich wach – überlege angestrengt, wer so blöde ist, seinem Kind, statt eines Kaurings, ein Ungezieferhalsband in die Hand zu drücken…
    Muss aber anscheinend schon vorgekommen sein, wie sonst kommt man auf so einen Warnhinweis.

    0
    • Inga sagt

      Ach wenn so ein Kleinkind den Hnd oder die Katze so richtig lieb hält?
      Da könnte es doch passieren, das es an dem Hundehalsband leckt oder kaut.

      Der Hersteller will sich ja nur wegen dem verbotenem Insektizid auf der sicheren Seite wägen, falls da Regressansprüche auf ihn auf ihn zukommen.

      0
  15. Lieschen Müller sagt

    Wenn ich entscheiden dürfte, und so und soviel Wirkstoff in der Umwelt tolerabel wären, würde ich die Zuckerrüben bevorzugen. Das Gewese um die vielen Haustiere in der Stadt finde ich abstoßend. Das ganze Futter, was die brauchen. Aber es ist eben eine ganzer Arbeitsmarkt drumherum entstanden: Futter, Tierarzt, Spielzeug, Leine, Decke, Hundepension, Tierspaziergeher……
    Hunde als Helfer wie Blindenhunde, Hütehunde, Polizeihunde finde ich toll, aber die Leute bei uns mit drei großen Viechern, das ist mir unverständlich. Und ich kann auch nicht verstehen, dass man seinem Hund in der Wohnung so ein giftiges Präparat umbindet. Unlogisch.

    +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn ich in manchen Zeitschriften und Foren so lese, bin ich ein schlimmer Sünder, weil ich Fleisch und Wurst esse. Dass 10 Millionen Hunde Fleisch fressen – nicht nur Teile, die der Deutsche nicht isst – interessiert niemand.

      Manchmal frage ich mich, bin ich derjenige, der neben der Kapp steht.

      +6
    • Inga sagt

      Die Hunde werden doch so wie so geimpft, könnte man sie nicht auch auf Insektentolleranz impfen?

      0
  16. bauerhans sagt

    zuckerrüben sind böse,weil zucker böse ist und die EU muss uns retten!
    aus genau diesem grund bekam der obstbauer hier mal wieder 4000€ pro ha,um schulkinder mit obst zu versorgen.
    wir hatten eine heftige diskussion!

    +1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zucker ist nicht böse, nein, der menschliche Körper braucht Zucker. Das Problem ist, dass zuviel davon verzehrt wird.
      Man braucht nur mal bei verarbeiteten Lebensmittel nachschauen, wie hoch der Zuckeranteil ist.
      Der Zuckerrübenanbauer möchte dies gerne anders sehen, der Winzer meint auch, ein Viertele mehr schadet auch nicht.

      0
      • firedragon sagt

        Ehemaliger Landwirt, unser Betrieb ist beides und in Beidem widerspreche ich Dir.

        +1
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Als ich noch aktiver Winzer war, hatte ich nichts gegen einen guten Absatz.

          Beim Zucker könntest es mal besser begründen.

          0
          • firedragon sagt

            Hat sich für mich so gelesen, als wollten Rübenanbauer und Winzer die Menschheit in Abhängigkeit von „Drogen“ stürzen, nur des Profits wegen 😉.

            +1
            • Inga sagt

              also sind beides, Zucker und Wein Drogen?

              Ich dachte schon der Ehemalige würd4e panschen 😉

              0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Beim Alkohol muss man auch noch als Schnapsbrenner darauf achten, wen die zu viel Saufen würden, fallen die auf Kurz oder Lang als Kunde weg.😉

              0
              • Inga sagt

                Ich habe mal ein Topinamburschnaps getrunken.
                Direkt aus der Destille,
                ach was habe ich gehustet.

                Später hatte unsere Gastwirtin hinterm Tresen auch noch ein braune Steingutflasche mit solchem Schnaps stehen,
                Den habe ich auch mal probiert,
                schmeckt eben wie Klarer!

                0
    • Obstbäuerin sagt

      Von wem ist das Geld denn gekommen, bauerhans? Das interessiert mich wirklich. Kann ja nur Bio-Obst sein – für uns kenne ich so ein Programm nicht.

      +1
    • Thomas Apfel sagt

      Beim Schulobstprogramm wird Ware bezahlt, nicht Fläche. Wir machen das über unsere Genossenschaft ebenfalls. Ist in der Summe „Kleinvieh“. Aber wie bekannt, macht das auch Mist. Wenn die 4.000 €/ha Erlös sein sollen, sei bemerkt, dass die durchschnittlichen Kosten (mit AFA) ohne Erntekosten beim Apfel z.B. schon mal bei rund 6.000 €/ha liegen. Für „kostendeckend“ sind 13.000,- €/ha Erlöse bei Apfel die Untergrenze (Tafelapfel IP).

      +1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.