Bauer Willi
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Das Jenke-Experiment – nachgeprüft…

Der Schauspieler  Jenke von Wilmsdorff tritt an, um eine „Vergiftung“ durch konventionelle Lebensmittel nachzuweisen. Die Sendung wurde am 1.11.2021 um 20:15 Uhr von Pro7 ausgestrahlt. https://www.prosieben.de/tv/jenke/news/jenke-das-food-experiment-heute-abend-auf-prosieben-107472

Ein guter Bekannter hat die ganze Sendung analysiert und auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht. Das deshalb, weil ich nach der Hälfte der Sendung umgeschaltet habe. Denn spätestens dann war klar, was die Botschaft sein sollte.

Er werde sich selbst vergiften. Mit dieser reißerischen Ankündigung warb der Fernsehmacher Jenke von Wilmsdorff für seine Show “Das Jenke-Experiment”. An Allerheiligen wollte er so auf Pro7 nachweisen, dass konventionelle Lebensmittel die Menschen letztlich vergiften. In Sachen Quote war das Rezept erfolgreich – verdorben war indes die journalistische Qualität. Aber ein Garant für gute Quoten. Im Schnitt wollten die Schauergeschichte über zwei Millionen Zuschauer sehen. Wobei sich von Wilmsdorff in der Sprache eher an der „Alm“ orientiert als an den journalistischen Kollegen: Den “Tag fünf meiner Vergiftung” verkündet er, spricht vom “schadstofftechnischen GAU” oder tönt: “Ich fühle mich wie eine Sondermülldeponie”.

In das “Jenke-Experiment” werden Freund- und Feindbilder diffus zusammengerührt. Mit seriösen Happen täuscht Jenke über den Manipulations-Brei hinweg, den er da anrührt. So verkündet sein Experte Professor Bernard Laubscher in der Sendung: Neonikotinoide “könnten für Missbildungen und Fehlbildungen verantwortlich sein”. Sie könnten. Möglicherweise. So genau weiß man das nicht. Ein Muster, das sich durch die ganze Sendung zieht. Viel Geraune und Vermutung, wenig Fakten. Auf diese Weise lässt sich jede Theorie verkaufen. Soll erstmal jemand was anderes beweisen. Nachweise für die Theorie des Experten gibt es nicht.

Wie auch. Die Redaktion hat die “Experten” so ausgewählt, dass sie genau in die gewünschte Richtung stoßen. Wobei sich von Wilmsdorff reichlich müht, die Herkunft der Zutaten seiner Show zu verschweigen: Frank Waskow etwa. Er ist ein Mitarbeiter der Verbraucherzentrale, erfährt der Zuschauer. Verschwiegen wird ihm, dass er ein ehemaliger Mitarbeiter der Grünen ist. Lars Neumeister ist ein Pestizidexperte verspricht von Wilmsdorff seinem Publikum. Dass der aber weder Chemiker noch Toxikologe ist, müsste der Zuschauer selbst recherchieren. Oder Frank Braßel. Ein Historiker. Zum Ernährungsexperten wird er für von Wilmsdorff, weil Braßel für Oxfam die Kampagne “Fairness Eintüten” leitet. Am Ende ist er also ein professioneller Spendensammler.

Lauter Versprechen, die Welt zu retten und stiller Eigennutz. Damit ist Braßel letztlich der perfekte Experte für das “Jenke-Experiment”. Denn die gesamte Show ist konzipiert, um zwei recht eigennützige Ziele zu erreichen: Spektakel machen, um Publikum zu locken. Und einem Werbeumfeld zu schmeicheln, das selbst mit diffusen Weltrettungsversprechen Waren verkauft.

Letztlich ist die gesamte Folge des “Jenke-Experiment” aufgebaut, um eine einfache Botschaft zu verkaufen. Und die hat die Redaktion bereits im Vorfeld designt: Konventionelle Lebensmittel sind böse, nur Bio kann die Welt retten. So vergleicht von Wilmsdorff Ungleiches miteinander. Die Bio-Lebensmittel kommen weitgehend aus regionalem Anbau und werden saisonal angeboten. Die als “konventionell” angepriesenen Lebensmittel stammen nicht aus Deutschland, werden hier nicht einmal angebaut: tropische Früchte, Gemüse und Kräuter aus Asien oder Südamerika oder Trendlebensmittel wie Chia- oder Quinoa-Saaten. Auch Flüssigrührei aus dem Tetra-Pack steht auf dem wilmsdorffischen Speiseplan.

Apropos Dinge essen, die ein vernünftiger Mensch ohnehin nicht anrührt. Der Moderator isst die Rohware ungewaschen. Und ungeschält. Seine Ergebnisse sind daher vor allem für die Zuschauer relevant, die ihre Bananen und Zitronen mit Schale essen. Am Ende geht es ausschließlich darum, die Ausgangsthese zu bestätigen. So behauptet der Showmacher, er habe nach einem Mahl aus weißrussischen Pfifferlingen schlecht geschlafen und der Magen habe rumort. Eine sorgfältige ausgesuchte Expertin bestätigt, dass das Andere vom Einen kommen “kann”. Und schon hat der Pro7-Zuschauer den Zusammenhang geschluckt. Auch dass Glyphosat im Alkohol Krebs verursachen könne, verkündet von Wilmsdorff – ohne jedoch auf die ungleich höhere Krebsgefahr hinzuweisen, die vom Alkohol selbst ausgeht.

Letztlich betreibt von Wilmsdorff in seiner Show Stimmungmache. Dabei fühlt er sich nicht nur dem journalistischen Prinzip nicht verpflichtet – sondern nicht einmal der eigenen Redlichkeit: So behauptet von Wilmsdorff die Kontrolle der Pestizideinsätze koste in Deutschland jährlich 17 Millionen Euro an Steuern. Doch für diese Untersuchungen zahlen die Unternehmen kostendeckende Gebühren. Als Konsument übernimmt der Deutsche  diese Gebühren, als Steuerzahler nicht.

Wofür der Bürger zahlt, ist die Infrastruktur, die der Staat bereitstellt, um Lebensmittel zu kontrollieren. Nur: Was wäre die Konsequenz, wenn von Wilmsdorff aus seiner Suggestion eine Forderung ableiten würde? Soll Deutschland seine Lebensmittelkontrolle einstellen? Logik ist nicht der Freund von von Wilmsdorff – Suggestion und Emotion schon eher. Bis hin zu Aussagen wie: Kartoffeln würden bis zu 50 mal im Jahr besprüht. Dabei sind es -in schlechten, feuchten Jahren, wenn die kartoffelfäule auf den Äckern grassiert – bis zwölf mal.

Was bleibt, ist ein krawallige Show. Und ein wenig tragfähiges Ergebnis: von Wilmsdorff spricht zwar davon, dass Pestizide gefunden wurden, aber nicht in welcher Konzentration. Was aber für eine objektive Einordnung wichtig wäre. Denn selbst in unbearbeiteten Pflanzen wie etwa Bio-Kartoffeln oder Chicoree finden sich pflanzeneigene Giftstoffe, um Schädlinge abzuwehren. Allerdings kommen auch sie in Mengen vor, die für den Menschen nicht giftig sind. Doch so einfach gibt sich von Wilmsdorff Logik und Wahrheit nicht geschlagen. Die Vielfalt der Pestizide sei das Gefährliche. Das ist aber nicht bewiesen, wie selbst Verbraucherschützer Waskow einräumen muss. Der Experte, der von den Grünen kam, sagt: “Seit zehn Jahren wird da intensiv zu geforscht, aber wir haben keine Antwort bis heute.” Das Eingeständnis verhallt unkommentiert im Raum.

Am Ende taugt von Wilmsdorffs Körper ohnehin nicht, um irgendwas in Sachen Gefährlichkeit von Pestiziden wissenschaftlich zu beweisen. Als das Show-Feuerwerk bereits fast vollständig abfackelt ist, gesteht das lebende Experiment, während des Selbstversuchs wieder mit dem Rauchen angefangen zu haben. Dass dies in seinem Körper in der Tat Giftstoffe hinterlassen hat, dazu gäbe es dann sogar objektive Studien – doch die sind ganz offenbar nicht so von Wilmsdorffs Ding.

Nachtrag:

Sie kennen Jenke von Wilmsdorff nicht? Doch, aus dem Fernsehen, wo er Werbung macht: https://www.thermacare.de/aktuelles/keine-experimente-mehr

 

 

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64 Kommentare

  1. Arne Röttcher sagt

    Scheinbar haben alle Angst nicht alt genug zu werden. Welch ein arrogantes Geplärre, wenn ich sehe wieviel Medikamenten Rückstände durch Humanmedizin in Gewässern sind, wieviel schädliche Energy Drinks es zu kaufen gibt. Die Liste ist so lang das ich sie hier nicht weiter ausführen möchte. Wenn Jenke sich 8 Wochen in Madagaskar von Blättern und Lehm ernährt hätte, und den Menschen dort erklärt hätte was für schlechte Lebensmittel wir doch in Deutschland haben, hätte er meinen vollen Respekt. Es wird eine Zeit kommen da werden wir auch in Deutschland froh über alles sein was im Kühlschrank ist. Ich werde nächstes Jahr daran erinnern! Falls ich bis dahin nicht am H2O im Wasser gestorben bin;-)

    • H2O
      Allein beim Flaschen aufmachen sterben jährlich xxxxxxx Leute, ganz schlimm!
      Wann hört das auf? Lol🤣

      Sry, mal ernst, sich über so Kleinigkeiten aufzuregen zeigt wieder mal wie die Gesellschaft denkt!
      Egoismus, nur klein und kurz um die Ecke denken, sich vom TV Flaschen lassen und im Mainstream versinken, ist einfach und angenehm, nur nicht schlau!

      Ach ja, und wenn wir so weiter machen, keine Sorge, ihr sterbt alle nicht am Gift im Essen!

  2. Leider ist eine Diskussion über Bio oder nicht, völlig sinnlos!
    Was in heutigen
    Lebensmitteln (Fertigprodukte) drin steckt, übersteigt vermutlich alles “Gift”, das man uns im TV vorgaukeln will!

    Probleme:
    Natur, Klima, Hunger, Armut, Krieg, usw, usw…

    Die einzige Lösung für alles,
    Ist nicht 42
    sondern:

    Schafft das Geld ab!!!

    Solange Geld bestimmt was wie läuft in der Welt, richten sich Menschen zu Grunde und nehmen alles mit!

    Und an alle die, die dem Fernseh alles abkaufen, sich als erstes fragen:
    “Wer hat einen Finanziellen Vorteil davon?”
    Ich hoffe ja nicht, daß jemand glaubt, daß der Produzenten solcher Sendungen, an euer Wohl interessiert ist. Das ist sein Job

  3. Claudia Frau Willner sagt

    Vielleicht war die Aufmachung etwas überspitzt aber Sie wollen doch nicht behaupten, dass die konventionellen Produkte bedenkenlos wären und hier nur Werbung für die Bio-Branche gemacht wurde?
    Es geht darum, nicht länger wegzuschauen, der eigenen Gesundheit zuliebe und für diejenigen, die den Pestiziden direkt ausgesetzt sind.

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    • Bauer Willi sagt

      Doch, genau das will der Artikel aussagen. Die in Deutschland produzierten Lebensmittel können Sie ohne Bedenken essen. Für Produkte aus Asien und Südamerika würde ich das nicht sagen, aber das wissen Sie selbst.

      Wer ist den Pestiziden direkt ausgesetzt? Wir Landwirte. Die häufigste Berufskrankheit bei Landwirten sind Gelenkschäden durch die harte körperliche Belastung.

      Die Medien machen laufend und ganz bewusst kostenlose Werbung für die Bio-Branche. Diese Spaltung macht den konventionellen Landwirten auch psychisch zu schaffen.

    • Thomas Apfel sagt

      Wissen Sie, es ist wie mit der Schulmedizin. Auch in der Phytomedizin gibt es eine ständige Weiterentwicklung. Die entscheidende Frage ist doch, ob ich aus Angst vor Nebenwirkungen nur noch auf Naturheilkunde und/oder Homöopathie setze und die Schulmedizin abschaffe, obwohl sie einer der wesentlichen Faktoren für unseren (insgesamt guten) Gesundheitszustand und die ständig steigende Lebenserwartung ist.
      Ich halte es für einen blauäugigen Leichtsinn und sägen an dem Ast auf dem wir sitzen, wenn die moderne chemisch-synthetisch basierte Phytomedizin in Bausch und Bogen verdammt wird. Und ganz sicher ist es wichtig, Nebenwirkungen abzuschätzen und die Entwicklung und Zulassung anzupassen. Das geschieht aber, im Gegensatz zu dem Eindruck den die “Angstindustrie” generiert, kontinuierlich nach klaren Spielregeln und öffentlich finanziert. Ich halte Vorträge zu Pflanzenschutzgeschichte, kenne mich also in der Materie einigermaßen aus. Risikoabschätzung ist bei allen neuen Technologien das gebotene Mittel Fehlentwicklungen gegenzusteuern, nicht aber “Maschinenstürmerei”.

    • Reinhard Seevers sagt

      Bei solchen Beiträgen, wie dem von Frau Willner, ist es wirklich sehr schwer nicht in einen Hasssprech zu verfallen. Wir haben eine Demokratie mit Meinungsfreiheit, das muss man respektieren…fragt sich nur, wie lange die Betroffenen es noch aushalten, sich in Dauerschleife rechtfertigen zu müssen, damit ein Volk satt wird.

      • Beiträge wie der von Fr.Willner zeigen, wie extrem Teile der Bevölkerung bereits manipuliert sind. Typen wie Wilmsdorff tragen in erheblichem Maße dazu bei. Dagegen hilft nur Aufklärung, was natürlich erheblichen Aufwand bedeutet. Darüber hinaus muss man ernsthaft prüfen, ob man gegen sowas nicht juristisch (z.B. §130 StGB) vorgeht. Dieser Beitrag von Willmsdorf ist m.E. durch die journalistische “Narrenfreitheit” nicht mehr gedeckt.

        • Yes, aber dann musst du gegen fast alle Sender in unserem VerdummungsTV klagen!
          News auf RTL und Pro7 zeigt die kürzesten
          Liebes-horror-komödiendrama Sendungen ever!
          Aber auch bei den ÖR Sendern weiss man auch sofort in welche Richtung die mich haben wollen!

          TV ist komplett Fake

          Und deswegen habe ich bei Trump und Fake news nie gelacht!

    • Elisabeth Ertl sagt

      Frau Willner, es gibt eben auch unter Männern Prinzessinnen auf der Erbse, z.B. den Herrn Jenke. Man muss lange herumreisen, um jemanden zu finden, dem solches Essen ernsthafte Probleme macht.
      Ich gelte in diesem Forum ja als Bio-Hardlinerin, warum auch immer. Ich esse aber neben Bio trotzdem auch bedenkenlos heimische konventionelle Produkte.

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  4. Smarti sagt

    Ein bekennender Kettenraucher, der es nicht mal schafft, von seiner Sucht wegzukommen als Angstpeitsche für Fernsehzuschauer :). Es ist soo ver-rückt.
    Bin ich froh, dass die Ampel ( die auf der Pizzaverpackung… ) es richtet :).
    Immer häufiger denke ich, dass ein Teil der Menschen ihr Hirn von der Ampel auf den Kreisel umgebaut haben und den Fuss nicht mehr vom Gas nehmen können.

  5. Thomas Apfel sagt

    Erstaunlich, und zugleich frustrierend, finde ich, dass das schon so lange geht und wir mit allen Protesten und “Richtigstellungen nichts erreicht haben.:

    “Täglich müssen die Käufer zwischen zwei Übeln wählen. Sollen sie sich mit den Pestiziden des Bauern von nebenan vergiften und so eine Mitschuld an der verseuchten Natur tragen ? Oder sollen sie den Bioapfel aus Übersee kaufen und so den Klimawandel beschleunigen ?”
    (aus: “Bioäpfel vom Ende der Welt – eine Ökosauerei”” Spiegel 11.06. 2007)

    ” Oberflächlichkeit ist die neue Tiefe. Nur so können wir die Menschen erreichen.”
    (Marketingmanager David Robinson “Einfach die Welt verändern” London 2007)

    “Pflanzenschutz ist Phytomedizin und sichert das Überleben der Menschheit”
    Diesen Kernsatz haben wir versäumt zu kommunizieren.
    (Andreas von Tiedemann 2012)

  6. Arnold Krämer sagt

    Das größte Gesundheitsproblem für die Menschen sind (neben der Dummheit) die Gifte, die von Schimmelpilzen gebildet werden und unabhängig von bio oder konvi durch unsachgemäße Lagerung, Verarbeitung, u.U. auch durch die Produktionsweise entstehen. Teilweise sind sie praktisch unvermeidbar, wie z. B. das Ochratoxin bei Kaffeebohnen. Wer mehr wissen will hier:
    https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/09_InfektionenIntoxikationen/09_Schimmelpilzgifte/lm_Pilzgifte_Bakterien_node.html

  7. Jürgen Donhauser sagt

    Diese Aussage von Willi: “Denn selbst in unbearbeiteten Pflanzen wie etwa Bio-Kartoffeln oder Chicoree finden sich pflanzeneigene Giftstoffe, um Schädlinge abzuwehren.” findet bisher zu wenig Beachtung in der Diskussion.
    2008 war ich Gast bei Wieland Backes in der Sendung Nachtcafé, und traf dabei auf den Journalisten Michael Miersch. Er hatte damals das Buch Biokost und Ökokult geschrieben (sehr zum empfehlen). Darin recherchierte er auch über den Mythos, dass Bioprodukte gesünder wären und wie gefährlich evtl. PS-Mittelrückstände sind. Was mir bis dato nicht bekannt war, dass eigentlich alle Kohlarten und auch viele andere Pflanzen eigene “Insektizide” produzieren um Schadinsekten abzuwehren. Bei Versuchen an Ratten im Labor stellte man dabei fest, dass die “natürlichen” Insektizide teilweise um Faktor 10 krebserregender waren, als wie bei den zugelassenen Vorsorgegrenzen bei PS-Mittel. Hier wird also mit unterschiedlichen Maß gemessen und Ängste geschürt. Vor allem, weil in den meisten Fällen ja nur ein Nachweis von PS-Mittelrückstände gelungen ist, aber bei weitem noch nicht der Vorsorgewert geschweige denn ein gesundheitsschädlicher Wert erreicht wurden.

    • evo.... sagt

      Ich schau viel Wissenschaftssendungen wie “nano”, Planet Wissen”……! Mein Eindruck ist, dass die Bio-Euphorie weg ist.

      Ich habe dem Fernsehteam, das bei mir war, komplette Ernährungsberatung gegeben. Davon hat er nichts gesendet, nur über meine Pflanzen.
      Aber ich hab heuer einen der 3 Männer zufällig wiedergesehen und der hat diesmal viel gesünder ausgesehen. Er baut auch meine Pflanzen in seinem Gemüsegarten.

    • evo.... sagt

      Jetzt ist eine Panne passiert, wollte eigentlich auf die natürlichen Pestizide eingehen:

      Je gesünder wir die Pflanzen züchten, desto mehr so ein Zeugs züchten wir hinein.
      Dass die Bio-Bauern besonders gesunde Sorten züchten und anbauen um nicht spritzen zu müssen bedeutet -trivial ausgedrückt- dass man das Gift gleich in die Pflanzen hinein züchtet. Und das völlig ungeprüft. Deshalb:

      Wer Mais oder Soja konsumiert sollte auf Monsanto-Produkte setzen. Die sind sorgfältiger geprüft.

      • Andreas sagt

        evo, da hast du was verwechselt. Monsanto hat doch seinen Gentech-Mais so maipuliert, dass er in allen seinen Zellen das Gift gegen den Maiszünsler produziert
        Jede Raupe des Schmetterlings, die am Mais knappert stirbt daran.
        Beim Biomais ist mir das nicht bekannt.

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        • evo.... sagt

          Soweit hast Du Recht. Aber Monsanto prüft – im Gegensatz zu Bio- auch die Bekömmlichkeit für die Menschen.

        • ja, hat den Mais gentechnisch so weit gebracht, dass er sich mit eigenen Abwehrmitteln, die toxisch für5 den Zünsler sind, und si vor ihm wehren kann.

          Was für den Maiszünsler giftig ist, ist es für uns Menschen und andere Tierarten, besonders Insekten auch!

          Habe ich das so richtig verständen, Jürgen Donhauser ?

    • Deswegen sind ja auch viele Lebensmittel nur gekocht geniessbar,
      Deswegen mögen Kinder kein Spinat.
      Dewegen zwicken mir manche Äpfel je nach Sorte im Bauch, Apfelsaft auch.

      Jede Diätsassistentin sagt dazu, jede Pflanze hat andere Strategien, sich vor Frassfeinden zu schützen.

    • Günter D. sagt

      Meine Empfehlung wäre, dass Thema Ernährung nicht anhand von Journalistenaussagen – sei es Jenke oder Miersch – zu diskutieren, sondern sich eher mit den Äußerungen von Fachleuten zu beschäftigen. Und wenn es dann wieder gegen den Ökolandbau geht, möchte ich gerne auf Veröffentlichungen hinweisen, die in diesem Zusammenhang – aus meiner Sicht – beachtenswert sind.
      Im durchaus renommierten British Journal of Nutrition wird das Ergebnis einer Auswertung von mehr als dreihundert Studien zu Unterschieden in den Inhaltsstoffen von konventionell oder organisch (organic) erzeugten Nahrungsmittel vorgestellt. In letzteren finden sich statistisch abgesichert höhere Gehalte an ernährungsphysiologisch positiv zu bewertenden Fettsäuren und Antioxidantien und weniger an PSM und Cadmium.

      Weiterhin sollte man sich mit den Publikationen von Prof. Dr. Dr. Martin Grassberger (Mediziner, Biologe, Wissenschaftler, Hochschullehrer, Landwirt) beschäftigen. Er weist in seinen Büchern und Vorträgen u.a. auf die gesundheitsbeeinträchtigende Wirkung sog. endokriner Disruptoren hin, die in einer Vielzahl von synthetischen Produkten wie Kunststoffflaschen, Lösemittel, aber auch in Pflanzenschutzmittel vorkommen. Bei der Zulassung dieser Stoffe wird mit Blick auf diese Wirkung keine Unbedenklichkeitsprüfung durchgeführt, der hier angesprochen Vorsorgewert ist also nur eine eingeschränkte Bewertung der Wirkung auf den menschlichen Körper.

      Darüber hinaus führt Grassberger noch die Zusammenhänge zwischen dem Mikrobiom eines biologisch aktiven Bodens und dem Mikrobiom im menschlichen Verdauungstrakt hin. Er fordert – auch als praktizierende (Nebenerwerbs-) Landwirt – daraus abgeleitet, den völligen Verzicht auf PSM und die Steigerung der biologischen Aktivität der Böden auf denen unsere Lebensmittel wachsen.

      Und dann kommt man diesem Zusammenhang unweigerlich auf alte Veröffentlichung zu diesem Themenkomplex von einem gewissen Dr. Hans-Peter Rusch. Und dieser Mediziner hat zusammen mit Dr. Hans Müller den organisch-biologischen Landbau (Bioland) begründet. Somit schließt sich der Kreis
      .
      Warum schreibe ich das alles? Die Kritiker des ökologischen Landbaus sollten endlich aufhören, diesen als „Ideologie“ oder „ohne wissenschaftliche Evidenz“ hinzustellen. Der ökologische Landbau ist sicher nicht die Ultima Ratio, er muss sich in vielen Bereichen noch deutlich weiterentwickeln, aber er ist eine wissenschaftlich fundierte Realität. Und er könnte gerade im Anblick der aktuellen Versorgungskrise an Produktionsmitteln für die Landwirtschaft eine zukunftsweisende Lösung sein. Meine Meinung.

      https://deref-web.de/mail/client/KGO9aMqmBg4/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.cambridge.org%2Fcore%2Fjournals%2Fbritish-journal-of-nutrition%2Farticle%2Fhigher-antioxidant-and-lower-cadmium-concentrations-and-lower-incidence-of-pesticide-residues-in-organically-grown-crops-a-systematic-literature-review-and-metaanalyses%2F33F09637EAE6C4ED119E0C4BFFE2D5B1

      Univ. – Prof. Mag. Dr. Dr. med. univ. Martin Grassberger | Sigmund Freud PrivatUniversität (sfu.ac.at)

      Endokrine Disruptoren – Wikipedia

      Hans Peter Rusch – Wikipedia

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Und er könnte gerade im Anblick der aktuellen Versorgungskrise an Produktionsmitteln für die Landwirtschaft eine zukunftsweisende Lösung sein.”

        Und DAS eben nicht! Weniger ist nicht mehr.
        Darauf einen Energiedrink, eine Zigarette und einen Schnaps! Damit sich der Kreis der Ernährung wirklich schließt.😎

      • Bauer Willi sagt

        In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Buch von Urs Niggli hinweisen.
        https://www.bauerwilli.com/alle-satt-von-urs-niggli-buchbesprechung/

        Passt ganz gut, weil er unverdächtig ist.

        Den vollständigen Verzicht auf PSM fordern nicht einmal Bio-Bauern. Sie waren in Baden -Württemberg diejenigen, die sich dagegen ausgesprochen haben. Jetzt wird immer der Zusatz “chemisch-synthetisch hergestellt” verwendet, damit die Bio-Bauern weiter Pflanzenschutz betreiben können.

        Ich bin nicht der Meinung, dass hier jemand der Meinung ist, dass der ökologische Landbau eine reine Ideologie wäre oder ohne wissenschaftliche Evidenz. Ich persönlich habe mich nie so geäußert.
        Einige Regeln von Rudolf Steiner, über den ich mal eine wissenschaftliche Ausarbeitung gemacht habe, sind allerdings wissenschaftlich kaum haltbar.

      • Thomas Apfel sagt

        Das Leben endet mit dem Tod und alle werden sterben ! Aber nur heutzutage deutlich später, auf Grund der guten und gesicherten Ernährungsgrundlagen und definitiv nicht auf Grund von Rudolf Steiner und Bio-Landbau. Unser Körper ist sehr wohl in der Lage mit Giftstoffen klarzukommen und selbige haben immer einen Einfluss aufs Microbiom. Es ist ja eher so, dass wegen durchgreifender Hygiene in allen Bereichen und geringer Keimbelastung der Lebensmittel, eher zu wenig Reaktion auf “Störungen” trainiert werden. Man weiß bisher nicht annähernd genug über das komplexe Ökosystem im Darm, um zum Beispiel aus einer Analyse desselben hilfreiche Schlüsse ziehen zu können. Da ist Spekulationen mit hätte, würde, könnte Tür und Tor geöffnet.
        Und ich bleibe dabei, der ökologische Landbau baut seine Marktabgrenzung aus bei Strafe des eigenen Untergangs “nicht revidierbaren” Dogmen auf. Das betrifft sowohl die Aussagen zur Biodiversität, wie auch die zur mineralischen Stickstoffdüngung und zum Pflanzenschutz. Das entwertet in Teilen die wirklich guten wissenschaftlichen Arbeiten aus dem Ökobereich zum Beispiel zum besseren Verständnis des Bodenbioms. Grundsätzlich gilt: “ALLES ist in Frage zu stellen” (Karl Marx)

  8. Bauer Fritz sagt

    Der Schauspieler wollte sich doch mit konventionellen Lebensmitteln vergiften.
    Nur mal so als Frage: Wird der Erfolg nun so bewertet, daß der Schauspieler “in Echt” über den Jordan ist – was ja anscheinend nicht geklappt hat.

    Das heißt dann wohl, man kann konventionelle Lebensmittel ruhig weiter konsumieren, weil man eben nicht damit vergiftet wird.

    Selbst wenn man ein dermaßen schauspielender Hohlkopf ist, daß man Lebensmittel ungewaschen, roh, mit Schale, vielleicht noch vom Fußboden und ohne Besteck, mit der Verpackung und sonstwie noch fern der Realität zu sich nimmt.

    Ich geh mal davon aus, daß der Schauspieler im Hintergrund einen Vertrag mit Thomapyrin abgeschlossen hat. Weil bei so einer Sendung kann man nachher nur Kopfweh haben.

  9. Obstbäuerin sagt

    Wirklich interessant sind die Kommentare auf facebook zu dieser Sendung. Von “ab morgen kaufe ich nur noch Bio” bis “ihr wollt uns doch alle verar……” ist alles vertreten. Er trifft vorwiegend den Nerv junger Frauen, die eh schon zu vegan und Bio tendieren. Wenn nach einer unbestimmten Zeit das Geld nur noch für Essen und Heizen reicht, werden an der einen oder anderen Stelle garantiert Abstriche gemacht. Da gibt es den bösen Spruch “Keiner soll hungern ohne zu frieren!!!”

    • evo.... sagt

      Es werden auch viele junge Frauen krank. Hab mir wieder ein Buch (Ernährung) gekauft , da ist die Autorin mit 25 an Colitis Ulcerosa erkrankt.

      Die Autorin von ” Darm mit Charme” ist auch schon während des Studiums erkrankt.
      Die werden dann leicht aggressiv, weil sie sich vergiftet fühlen. Die Lösung ist dann Bio. Ich kenne auch ein paar Bauern, die auf Bio umgestellt haben, weil in der Familie jemand chronisch krank wurde. Oder ein paar paar Bauern haben umgestellt , weil sie selber Angst vor der Arbeit mit den “Giften” hatten.
      Im Endeffekt bekommen wir eine Gesellschaft die von Angst und Wut geprägt ist. Gestern Abend hat eine Frau erzählt, dass die Leute in der Stadt immer unfreundlicher werden. Das gehört dann zu den Folgen.

      • Arnold Krämer sagt

        ……”german angst” eben, ein mittlerweile weltweit bekannter und genutzter Begriff, so wie z. B. “Kindergarten”. Passt ja auch irgendwie gut zusammen.

    • Genau, die Krankenkassen übernehmen auch den Zahnersatz für Senioren nicht mehr!
      Wer seine Heizung nicht bezahlen kann, der braucht auch keine Zähne zum klappern!

      nur ne kleine Aufheiterung!

  10. Jürgen Donhauser sagt

    Klasse Willi für diesen Artikel!👍🏻👏🏻
    Ich habe allerdings schon nach 5 Minuten umgeschalten nachdem in dieser kurzen Zeit so viel Halb-/Unwahrheiten über den Äther gingen. Beim angeblichen Nachweis von Glyphosat muß man wissen, dass im Labor nicht auf dem Wirkstoff selbst untersucht wird, sondern auf das „Abbauprodukt“. Die Analyse schlägt deshalb auch beim Reinigungsmittel an, dass bei den Abfüllanlagen verwendet wird. So war es schon beim Bier sonderbar positive Ergebnisse zu haben. Bei der Milch nicht mehr erklärbar.

    • Elisabeth Ertl sagt

      Das Glyphosat im Bier hat man bei uns so erklärt, dass es zu wenig heimische Braugerste gibt und man welche importiert hat aus Ländern, wo Glyphosat zum Abreifenlassen des Getreides noch erlaubt ist. Denn, so hat es geheißen, in heimischen Lebensmitteln ist kein Glyphosat nachweisbar.

    • Bei der Milch ist es sicherlich so!

      Die Rohrmelkanlage wird vielleicht mit dem selben Mittel gereinigt wie die Bierzapfanlege und auch die Anlagen in den Brauereien und Molkereien.

      Wer weiß wieviel Rückstande davon da drin bleiben, wenn unsachgemäß gehandelt wird!

      Wenn dann gerade die Milch oder Bier, das dann den Tag da durch geflossen ist?

      Da müßte man mal etwas genauer schauen, bevor man irgendwelche Behauptungen aufstellt.

      Es könnte ja dann auch von der Ausländischen Gerste sein.

      Dann möchte ich aber gerne wissen, wie das Glyphosat in die Gerste kommt.

      Wie lange ist es im Boden für Pflanzen verfügbar?

      Wenn vor Zu-rüben gespritzt wird

      wieviel ist dann in den Zuckerrüben noch drin,
      wieviel ist in darauffolgenden Weizen noch drin
      und
      wieviel in der da drauf folgenden Gerste?

      Oder wie sonst die Fruchtfolge aussieht.

      Ist das noch nicht untersucht worden?

  11. Peter sagt

    Moin,
    er versucht die Bevölkerung als unwissend zu verkaufen und die Bauern sind die Opfer. Er denkt wohl, dass DUMMHEIT keine Grenzen kennt. Aber immer mehr merken, dass er der DUMME ist.
    munter bleiben

    • Sry Peter,
      Leider auch nix verstanden!

      1.Der Bauer ist der Profi, seit Jahrhunderten!
      2.Bitte mal Inga’s thread lesen, Gift baut sich ab und ist im Verkauf nicht verfügbar
      3.Genau hinsehen, wenn die gleichenBio und normale Kartoffelsorten in einem Regal liegen!
      4.Wo kommen die vielen Biolebensmittel für alle auf einmal her, Deutschland?

      Ergibt das einen Sinn?
      Jeder kann soviel Geld für Lebensmittel ausgeben wie er will und kann!
      Für mich besteht hier eine Diskrepanz!
      Wo will man die Bio-L. Für die Welt anbauen, wenn wir jetzt schon nicht klarkommen?
      Alles lustige Ideen, aber kaum umsetzbar!

      • “.Bitte mal Inga’s thread lesen, Gift baut sich ab und ist im Verkauf nicht verfügbar”

        Die Menge von dem Wirkstoff macht das Gift

        • Würde hier schon angesprochen,
          Die Offizielle Version, 50x im Jahr spritzen, der Bauer sagt eher so 12x!

          Auch hier Fernsehmacherei, 50x hört sich krasser an!

          Hat schonmal einer Bio und normal in ein Labor gegeben(nicht am Fernseh)?

          Geld sammeln und Laborwerte selber organisieren! solange das von Offiziellen gemacht wird steht das Ergebnis vorher fest, leider!

          • Das könnte doch der Verbraucherschutz machen

            Und dann den LEH anklagen.

            Dann sind heimische Produkte wieder mehr gefragt.

            • Der Verbraucherschutz ist genauso sinnlos wie der Mieterschutzbund!
              Viel reden, viele Rechtliche Schreiben! Bringt nicht viel, ausser ein bisschen ruhiges Gewissen, weil rechtlicher Beistand da ist! Hab ich durch!
              Ich habe so viele Ideen wie man was machen kann, aber wo bekommt man eine Lobby?

  12. Bauherr sagt

    Nicht so negativ ran gehen. So blöd ist der Zuseher nicht und die Pro 7 Kunden haben nicht mal vor Corona Angst.
    Selbst der Kommunist Jost M. Von der TAZ ist die Sache zu blöd.

    Hinweisen kann man auf die Seite „Lebensmittelwarnung.de , wo überproportional Bio zurückgerufen wird wegen Pflanzengifte wie Pilzgifte oder Stechapfel…

    Bauern und Bauer Willi sollten sich über Rekordpreise beim Getreide freuen. So rückt die Frage, ob man was ist und nicht was man ist, in den Vordergrund. BIP ist bei dieser Versorgungslage Geschichte

    • Bauer Willi sagt

      Rekordpreise: dazu schreibe ich morgen etwas. So richtig freuen kann ich mich nämlich nicht….

    • Arnold Krämer sagt

      Die Rekordpreise bei Getreide und Raps bedeuten hohe Kosten für die Tierhalter. Und die steigenden Kosten werden von den Schlachtereien und Molkereien nicht oder nur völlig unzureichend überwälzt an den LEH bzw. Endverbraucher. Das was Endverbraucher und LEH trotzdem aktuell mehr bezahlen müssen, dient im Wesentlichen oder ausschließlich zur Deckung ebenfalls gestiegener Energie- und Personalkosten bei den Verarbeitern landw. Rohstoffe. Die Masse der westdeutschen Landwirte muss von der Tierhaltung leben, zumindest sind die Einkommenbeiträge bei westdeutschen Haupterwerbsbetrieben aus der Viehhaltung meist wesentlicher höher als die aus dem Ackerbau.

  13. evo.... sagt

    Ich halte mich an Bruce Ames:

    https://www.youtube.com/watch?v=3g1denSoAbc

    Eine Tasse Kaffee enthält mehr krebserregende Stoffe, als ein durchschnittlicher Verbraucher an Pestiziden aufnimmt.

    Gestern Abend habe ich mit einem Mann gesprochen, der Kollege ist von einer Frau, die mit mir an der TH war.Die soll sich politisch stark bei den Grünen engagieren. War sogar Bürgermeister- Kandidatin.
    Die hatte schon in der Zeit an der TH irgend ne komische Krankheit. Ich hatte damals gemeint es könnte Krebs.

    Das ist wieder so ein Beispiel, wo kranke Leute Heilung oder zumindest Besserung mit Bio-Essen suchen und dann bei den Grünen landen.

  14. Ferkelhebamme sagt

    Nach seinem Fleisch-Experiment mit seinem heroisch geretteten Schwein hatte er sich zum Vegetarier erklärt. Ist er das noch, oder hat er das auch schon aufgegeben und greift feige zum anonymen Stück Fleisch?

  15. Christian Bothe sagt

    Tut mir leid,aber diesen Typ und seine Machenschaften kann man doch nicht für voll nehmen! Jeder Kommentar dazu ist verschenkte Zeit…Ich staune, das B.Willi diesem “Geist” noch Zeit und Raum gibt, auch wenn’s gegen die LW und NGW geht!

    • sonnenblume sagt

      Seine Zuschauer nehmen ihn aber für voll. Sonst bekäme er doch keine Zustimmung.
      Wie soll man dem denn entgegentreten, wenn man die Themen nicht aufgreift und eine Gegendarstellung bringt.
      Wie R. Seevers unten bemerkt, uns fehlt ” echter ” Jornalismus an den richtigen Stellen.
      Fragt sich nur ob wir da jemals wieder hin kommen.
      Es wird immer über Debattenkultur, Pluralismus, usw. gesprochen, aber wer mit nicht Mainstreamkonformen Fakten um die Ecke kommt, wird einfach totgeschwiegen.
      Soviel zu dem eigentlichen Auftrag unserer Staatsmedien und der Presse.

      • Christian Bothe sagt

        Welche Zuschauer? Kenne keinen, der sich diesen Müll anschaut…Deshalb meine ich braucht man nicht allen”Fernsehjournalismus” ansehen…

        • Ja richtig, ich kenne auch keinen, alle Netflix o. ä.!
          Hier geht’s um die Nachwuchszielgruppe zw. 10-max 20, für ältere ist das TV nix mehr, so schlau sollte dann jeder sein, ausser man hat nix anderes, die tun mir echt sehr leid!
          Schon allein die Stars die Deutschland durch Filmpool hat, im Vergleich, USA, B. Willis, Cage, Hemsworht, Eastwood
          Da fremdschäme ich mich für uns!

  16. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    er ist einfach nur ein Egozentriker.
    nicht unsympathisch.
    Seine Zuschauer sind meiner Meinung nicht in der Lage,das zu verstehen,was er da sendet.

  17. Reinhard Seevers sagt

    Bin immer wieder überrascht mit welcher rhetorischen Zurückhaltung man dem Mann begegnet.
    Ich würde ihm entgegnen: Schwachkopf und Lügner!
    Die gleiche Rhetorik, deren er sich bedient.

  18. Thomas Apfel sagt

    Herr j. v. Wilmsdorff ist sehr geschäftstüchtig. Er ist ja der Spezi für solche “ich habe selbst erlebt …..” Sendungen in verschiedenen Formaten. Ziel ist immer Aufmerksamkeit und Einschaltquote. Der bewegt sich schon seine ganze Karriere lang in dem Spannungsfeld von HÄTTE, WÜRDE, KÖNNTE und IST (vielleicht). Ziel sind vor allem Medienpreise, die die Aufmerksamkeit von potentiellen Auftraggebern aufrecht erhalten. So hat er sich mit der Reihe “Jenke Experiment” (das sich an keiner Stelle oder Folge explizit vom Titel her mit Pflanzenschutzmitteln befasst) 2014 und 2016 erfolglos für den Fernsehpreis beworben, ihn dann bei erneuter Bewerbung 2019 auch erhalten.

    Da diese Art von “Journalismus” inzwischen so omnipräsent ist, ist es einfach ermüdend und auch kaum möglich dem gezielt Paroli zu bieten. Das ist auch alles so gestrickt, dass man keinen, die gesamte jeweilige Sendung betreffende, Ansätze für öffentliche Angreifbarkeit, findet. Das läuft doch alles unter dem Motto: ” Im großen und ganzen stimmt das doch – da sind WIR uns doch einig ! Vielleicht haben WIR an der einen oder anderen Stelle etwas übertrieben – das ädert aber nichts an der grundsätzlichen Richtigkeit UNSERER Aussagen.”

    Die haben die Macht, und ist kein Kraut gegen gewachsen. Es wird auch von der Politik kein Kraut dagegen wachsen gelassen, weil es ihnen die Leute vom Halse hält. Die unterschätzen nur, dass das letztlich auch die Macht der Politiker einschränkt, wenn nicht gar zu übernehmen versucht. ALLES kann medial gesteuert werden und JEDEN können durch die Medien öffentlich vor sich her treiben.

    • Bauer Willi sagt

      „Man“ kann schon etwas unternehmen. In dem man die offensichtlichen Halb- und Unwahrheiten öffentlich macht.

      • Reinhard Seevers sagt

        Ist doch wie immer Willi,
        wer liest die Öffentlichmachung der Halb- und Unwahrheiten ? Was nützen Gegendarstellungen, die wieder im Nirwarna verschwinden?
        Ich würde mir eine tägliche öffentliche Diskussion über die Verantwortung der Medien lesen, sehen und hören. Würde gerne mal die unendliche Gier nach Geld diskutieren, die Medien aller Art durch ihre Dauerbeschallung verdienen, über deren Nachhaltigkeit, deren Systemrelevanz, deren CO2 – Fuß-Abdruck usw.
        Angefangen von der Regenbogenpresse bis hin zu Pseudowissensendungen…..evtl. wird dann ja deutlich, wer in diesem Land die Menschen steuert und beeinflusst.
        Der alleinige Sinn von Medien ist inzwischen Geld generieren, ohne Ausnahme.
        Die “Massenmedien” gehören abgeschafft, analog zur Tierhaltung.

        • sonnenblume sagt

          Dann stellt sich noch die Frage, wer treibt wen an? Wo liegt der Ausgangspunkt?
          Bei den NgOs, bei den Investoren der neuen Ernährungsschine, bei der Presse, bei der Politik?

      • Arnold Krämer sagt

        Es gibt ein mittlerweile auch wissenschaftlich anerkanntes “Gesetz”, welches besagt, dass es ein Mehrfaches an Energie bedarf, um eine in die Welt gesetzte Unwahrheit wieder zu korrigieren. Und die Landwirte sind so wenig und haben immer weniger Unterstützer. Vermutlich muss es erst den großen Knall (Hunger, Energiemangel u.a.) geben, bevor die Menschen (Nein, die meisten Meinungsbildner, denn die Masse ist zwar verunsichert aber noch nicht “übergelaufen”) wieder zu Verstand kommen.
        Umso ehrenhafter ist das Engagement von Bauer Willi!

        • Reinhard Seevers sagt

          Wie heißt es so schön:” Das Glück macht nicht so glücklich, wie das Unglück unglücklich macht!”
          Wir sind ein Volk, das vor halbvollen Gläsern sitzt. Und dann das Wetter, und morgen ist noch Volkstrauertag, und Corona…..ich glaub ich werde depressiv.😐

      • Thomas Apfel sagt

        Ehrlich danke dafür, dass Sie das so konsistent machen. Ich versuche das in meinem Umfeld auch umzusetzen, mit sehr viel geringerer Reichweite. In der Wirkung ist das gefühlt nahe Null. Ich will auch gar nichts madig machen, aber Wirkung kann nur über eine neue Medienpolitik bei den öffentlich rechtlichen Medien erzielt werden. Die haben, wie der Biber am Teich, aber jede Menge “Mittel” um Aktionen abzuwehren und konterkarieren, weil sie wie der Biber am Teich “unter Schutz stehen”.

        Wenn ich zum Beispiel, wie gestern Abend, den Ingo Zampertoni in seiner Arroganz und Überheblichkeit sehe, ist diese Haltung “Wir sind die Verwalter der Wahrheit und der Deutungshoheit” voll verinnerlicht. Die folgen ihrer eigenen Agenda und nicht dem Auftrag der neutralen Berichterstattung, das gehört unterbunden, zu mindestens in Nachrichtensendungen. Für deren eigene Meinungen gibt es Kolumnen und personalisierte Sendungen.
        Meine Hochachtung übrigens für die Souveränität, mit der Christian Lindner gestern dieser Arroganz entgegengetreten ist ! (und ich bin KEIN Fan der FDP)

        • sonnenblume sagt

          Momentan fehlt uns allen sicher jegliche Vorstellung, wie man und wer diesen Schutzdamm durchbrechen, oder aufweichen könnte.
          Es heißt ja, steter Tropfen höhlt den Stein. Aber haben wir und unser Land noch soviel Zeit?

        • Jürgen Donhauser sagt

          @Thomas Apfel, ich kann ihre Frustration gut nachempfinden. Ich versuche seit 30 Jahren durch Artikel, Vorträge und Fernsehbeiträgen gegen den Mainstream zu schwimmen und auch eine andere Sichtweise einzubringen. Bisher hatte ich immer das Gefühl wie Don Quijote im Kampf gegen die Windmühlen zu sein. Die gestreuten Ideologien sind bei vielen inzwischen zu “wissenschaftliche Fakten” geworden. Allerdings – und jetzt kommt das Positive – treffe ich inzwischen auch immer wieder auf Journalisten die interessiert an einer anderen Meinung sind. Ob ihre Engagement einfach darauf beruht mit einer anderen Meinung aus der Masse heraus zu stechen, oder ob es wirkliches Interesse ist, ist allerdings nicht immer ganz deutlich.

          • evo.... sagt

            Ich schau viel Wissenschaftssendungen wie “nano”, Planet Wissen”……! Mein Eindruck ist, dass die Bio-Euphorie weg ist.

            Ich habe dem Fernsehteam, das bei mir war, komplette Ernährungsberatung gegeben. Davon hat er nichts gesendet, nur über meine Pflanzen.
            Aber ich hab heuer einen der 3 Männer zufällig wiedergesehen und der hat diesmal viel gesünder ausgesehen. Er baut auch meine Pflanzen in seinem Gemüsegarten.

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