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Der glückliche Bauer Franz

Franz Kinker ist Bauer, eben Bauer Franz.  Genauer noch: Bio-Bauer im Allgäu, mit Blick auf Schloss  Neuschwanstein. Aber er ist kein gewöhnlicher Bauer sondern er bloggt auch. Jetzt hat er, wenn er nicht gerade im Kuhstall war, ein Buch geschrieben mit dem schönen Titel „Glücksgefühl to roll on“.  (ISBN 978-3-7843-5516-0) Ich habe es „in einem Rutsch“ gelesen, die 120 Seiten zeigen viele Bilder vom Hof, von den Kühen, der Landschaft und der Familie. Die vielen Geschichten und Anekdoten sind amüsant aber auch nachdenklich. Von Kälbern die Zähne putzen bis zu den großen Fragen, wohin die Landwirtschaft 4.0 führt. Mein Fazit: ein Buch nicht nur für Bauern sondern auch für alle, die von der bäuerlichen Landwirtschaft schwärmen. Euer Bauer Willi  

Bauern-Morde…

Nein, keine wirklichen Morde, sondern die, die in dem Krimi von Friedo Petig passieren. Ich habe es in zwei Abenden regelrecht verschlungen, weil es zum einen sehr packend geschrieben ist, zum anderen unglaublich viele Details der westfälisch-lippischen Landwirtschaft beschreibt, die aber auch anders wo genau so zu finden sind. Der Titel „6 aus 49“ führt den Leser erst einmal in die Irre, denn mit Lotto hat das Buch nichts zu tun. Warum der Titel so heißt, erschließt sich dem Leser erst, nachdem er rund die Hälfte des Buches gelesen hat. Ich habe viele Personen, besser noch Menschen-Typen sofort wieder erkannt. Den Vollgaslandwirt, die fleißige Bäuerin, den Bio-Bauern und die in die Jahre gekommene Revoluzzerin der 68iger Jahre. Es ist von Trecker-Marken die Rede, vom Großmaststall und den Widerständen und auch die Biogas-Anlage spielt eine wichtige Rolle. Und auch der ganz normale Bürger mit seiner Sicht auf die Landwirtschaft bekommt eine Stimme. Für alle, die ein passendes Geschenk für einen Bauern suchen, hier ist es. http://www.lippe-krimi.de/index.php/krimis/petig-krimi Aber auch für Nicht-Landwirte (also ganz normale Menschen) wirklich toll zu …

Buchbesprechung: Kopf schlägt Kapital

Das Buch „Kopf schlägt Kapital“ ist fast schon ein Klassiker. Mächtige Konzerne mit viel Kapital kochen auch nur mit Wasser. Und Wasser kochen können auch Landwirte und Verbraucher. Ein Buch, das den Horizont weitet und Lust auf mehr macht. Der Hochschullehrer Günter Faltin zeigt in diesem Buch wie die „Teekampagne“ entstand und wie diese Idee umgesetzt wurde, dass die daraus folgende „Teekampagne-GmbH“ zum größten Importeur von Darjeeling-Tee weltweit aufstieg. Es zeigt auch auf, dass man niemals das Rad komplett neu erfinden muss. Sondern dass die Ideen und Möglichkeiten schon vielfach da sind. Ein Durchbruch kann gelingen, wenn Bestehendes intelligent kombiniert wird. Man muss gar nicht die geniale Idee haben. Mit dem realen Beispiel der Teekampagne wird gezeigt, wie durch klare Vereinfachungen der Import und der Verkauf von Tee zum erfolgreichen Geschäft wird. Ohne dass viel Kapital gebraucht wurde. Dieses Buch ist gerade für Bauern sehr interessant, die ja oft der Meinung sind, nichts gegen den allmächtigen Lebensmitteleinzelhandel machen zu können. Es ist kein fades Theoriebuch, sondern es brilliert sehr mit praktischen Beispielen und Anleitungen. Euer …

Die Zuckerlüge

Diese Rezension schickte mir Franz, ein ehemaliger Kollege. Er freut sich, dass es noch Bücher gibt, die gegen den allgemeinen Mainstream anschreiben. Hier seine Bewertung: Ein neu erschienenes Buch von Detlef Brendel und Sven-David Müller „Die Zucker-Lüge“ (Link zu Amazon) beschäftigt sich mit der Frage, ob Zucker wirklich krank oder, genauer gesagt, zuckerkrank macht. Führt der Genuss zum Herztod oder ist Zucker eine Droge ähnlich Kokain? Diese und weitere Vorurteile werden im Buch aufgegriffen und wiederlegt. Mit solchen Vorurteilen räumt das aktuelles Buch auf. Gezielte Medienkampagnen gegen Zucker versuchen seit Jahren, dem Verbraucher ein schlechtes Gewissen einzuhauchen. Besonders bemerkenswert ist, wie durch diese Medienkampagnen die „allgemeine“ Auffassung systematisch verändert wird, was letztlich durch die Politik aufgegriffen wird und paternalistische Reaktionen hervorruft: Der Staat soll die Aufgabe übernehmen, seine Bürger zu schützen. Nicht die Aussage „Zucker tötet“ wird wissenschaftlich hinterfragt, sondern der Staat wird aufgefordert, gegen das vermeintliche stille „Töten“ vorzugehen. Auch hier zeigt sich wieder: Es ist besser, immer mal wieder über den Tellerrand zu schauen. Euer Franz   Interessant auch ein Interview der „Wirtschafts-Woche“ …