Bauer Willi, Bücher
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Die Zuckerlüge

Diese Rezension schickte mir Franz, ein ehemaliger Kollege. Er freut sich, dass es noch Bücher gibt, die gegen den allgemeinen Mainstream anschreiben. Hier seine Bewertung:

Ein neu erschienenes Buch von Detlef Brendel und Sven-David Müller „Die Zucker-Lüge“ (Link zu Amazon) beschäftigt sich mit der Frage, ob Zucker wirklich krank oder, genauer gesagt, zuckerkrank macht. Führt der Genuss zum Herztod oder ist Zucker eine Droge ähnlich Kokain?

Diese und weitere Vorurteile werden im Buch aufgegriffen und wiederlegt. Mit solchen Vorurteilen räumt das aktuelles Buch auf. Gezielte Medienkampagnen gegen Zucker versuchen seit Jahren, dem Verbraucher ein schlechtes Gewissen einzuhauchen.

Besonders bemerkenswert ist, wie durch diese Medienkampagnen die „allgemeine“ Auffassung systematisch verändert wird, was letztlich durch die Politik aufgegriffen wird und paternalistische Reaktionen hervorruft: Der Staat soll die Aufgabe übernehmen, seine Bürger zu schützen. Nicht die Aussage „Zucker tötet“ wird wissenschaftlich hinterfragt, sondern der Staat wird aufgefordert, gegen das vermeintliche stille „Töten“ vorzugehen.

Auch hier zeigt sich wieder: Es ist besser, immer mal wieder über den Tellerrand zu schauen.

Euer Franz

 

Interessant auch ein Interview der „Wirtschafts-Woche“ mit den Autoren, in dem der Redakteur ihnen durch die Art der Fragestellung unterschwellig Lobbyismus vorwirft.

http://www.wiwo.de/technologie/forschung/die-zucker-luege-zucker-ist-nicht-schuld/12848454-2.html

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 2.000 gesamt, 1 heute)

62 Kommentare

  1. Lili sagt

    Ich wundere mich gerade sehr über diesen Artikel, da ich in den Medien nämlich genau das Gegenteil wahrnehme und vermisse, daß man Kohlenhydrate, (nicht alle, sondern die, die in verarbeiteten, nicht naturbelassenen Lebensmitteln stecken .. inbesondere den Haushaltszucker) auch mal kritisch beleuchtet. Fette wiederum, werden in den Medien geradezu verteufelt. Sieht man Shows, in denen Leute abnehmen sollen, ..da gibt es so einige, zum Teil Shows, wo die Ernährung ganzer Familien unter die Lupe genommen wird.., dann wird in der Ernährung dieser Leute, IMMER der Fettkonsum angeprangert. Über die Tonnen von Süssigkeiten, sieht man meist drüber hinweg oder es wird nur mal sporadisch ‚alibihaft‘ erwähnt. Und neue repräsentative Forschungen haben ergeben, daß Fette .. und da auch nicht die ungesättigten, sondern die GESÄTTIGTEN, sehr vorteilhaft für die Gesunderhaltung ist .. sprich Cholesterinwert, etc..Kohlenhydrate sind defintiv schlecht (diejenigen, die ich oben schon erwähnte). Ich rede hier nicht über Kohlenhydrate aus unverarbeitetem Gemüse oder Obst. Aber Weissmehl und generell die, die in den industriell hergestellten ‚Nahrungsmitteln‘ stecken, sind GIFT. Und auch der Haushaltszucker ist GIFT und MACHT SÜCHTIG. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, da ich selbst jemand war, der unheimlich gerne und häufig Gebäck gegessen hat, auch gerne mal Weingummis (über 70g Kohlenhydrate auf 100g..WAHNSINN!!!) und Teigware wie Nudeln, Börek, Pizza..etc. ! Zum Schluss sagte mir mein Arzt, daß ich bald eine Diabetes II-Patientin sein werde,meineBlutwerte so schlecht waren, daß man mir nicht mal mehr eine Narkose zutraute und ich nicht operiert werden konnte und ich auch noch 35kg Übergewicht hatte. Ich habe meine Ernährung nun auf ketogen umgestellt (also höchstens 20g Kohlenhydrate/Tag) und habe in 9 Wochen 40kg abgenommen ohne zu hungern. Die ständig purzelnden Kilos haben mich das 1.Mal und immernoch durchhalten lassen. Mittlerweile esse ich nicht mehr ketogen sondern Low Carb. Also bis zu 75g Kohlenhydrate/Tag und 1x in der Woche Cheatday, wo ich über die Stränge schlagen darf und halte mein Gewicht nun seit 18 Monaten .. und vermisse nichts. Ich esse kein Weingummi und keine Weißmehl-Produkte mehr und verzichte komplett auf Zucker. (Außer am Cheatday..obwohl ich sogar noch an dem drauf achte, daß es nicht zu viel ist.) Ich empfinde dass in den Medien Zucker nicht genug in Frage gestellt wird. Wenn überhaupt nur vereinzelt mal. Dafür wird Fett angeprangert, was eben totaler Schwachsinn ist. Meine Gesundheit ist wieder gegeben und ich sehe aus wie neu geboren, manche Menschen sagten zu mir, sie hätten mich ohne meine Tochter an meiner Seite, nicht wieder erkannt. (Nämlich nur anhand meiner Tochter, haben sie auf mich geschlossen.) Ich esse viel Fett und Protein und bewege mich auch viel mehr als vorher. Vor allem macht das Bewegen jetzt Spaß und ist keine Tortur mehr. Was Sie hier schreiben ist der reinste Mumpitz. (Fett ist wenn überhaupt nur schädlich in Kombination mit Kohlenhydraten, und es dürfen auch keine Transfette sein, natürlich.)

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  2. AdT sagt

    „Er freut sich, dass es noch Bücher gibt, die gegen den allgemeinen Mainstream anschreiben.“ Oha!

    1. Behauptet jemand ernsthaft oder jemand Ernstzunehmender, dass Zucker alleine der Dick- oder Krankmacher ist?

    2. Bezweifelt jemand, dass der übermäßige Verzehr energiedichter Nahrungsmittel Fettleibigkeit und Folgeerkrankungen begünstigt?

    3. Sollen Obst und Gemüse der Gesundheit zuliebe nun durch Saccharose ersetzt und Extraportionen Saccharose gegessen werden? Das behaupten selbst die Autoren des Buches nicht. Für sie ist Zucker lediglich keine Droge und kein Gift. Diese Erkenntnis ist ihnen ein ganzes Buch wert.

    Worin aber besteht die „Zuckerlüge“, und wo stecken die „Zuckerlügner“? Vielleicht in Esoterikzirkeln und einigen Heilpraktikerzimmern, aber da werden gefährlichere Irrlehren verkauft als Saccharoseverzicht.

    Also wieder nur ein Buch zu einer Phantomdebatte und Exaltiertheiten einiger weniger Naivlinge. Auch für den Buchabsatz müssen eben Anlässe erst erfunden werden. Da verhalten sich Verlag und Autoren dieses Buches nicht anders als Hersteller irgendwelcher Wundermittel. Sie profitieren voneinander.

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    • Ich seh das so sagt

      Zu ihrem Punkt 3 „Für sie ist Zucker lediglich keine Droge und kein Gift. Diese Erkenntnis ist ihnen ein ganzes Buch wert.“ sei angemerkt, daß es doch (auch) so ein Buch braucht, da es „Experten“ gibt, die etwa erst im März dieses Jahres im Rahmen eines Themenschwerpunktes Zucker im ORF (österr. öffentlich rechtliches und mit Zwangsbeiträgen finanziertes Fernsehen – angeblich mit Bildungsauftrag) undiskutiert und unwidersprochen behaupten dürfen, daß Zucker eine Droge sei Heroin oder Alkohol.

      Das dies auch keine Phantomdebatte ist (womit man das Thema ja irgendwann auch mal abhaken könnte), mag ihnen die Tatsache zeigen, daß etwa seit dem Jahre 2000 auch in Deutschland in regelmäßigen Abständen solche Personen mit „Zucker = Droge auftauchen. So ist in einem Artikel des „Tagesspiegels“ aus dem Jahre 2013 unter anderem zu lesen: „Dem Zucker fehlen Merkmale einer Droge. Es existiert kein Verlust der Selbstkontrolle, wie er etwa für Alkoholkranke typisch ist. Alkoholiker trinken oft, bis sie buchstäblich unter dem Tisch liegen. Die meisten Naschkatzen dagegen haben nach spätestens zwei Stück Linzer Torte oder einer Tafel Schokolade mehr als genug. Es gibt auch kein Abstumpfen der „Wirkung“, wie es bei Drogen charakteristisch ist. Ebenso ist nicht bekannt, dass Menschen für Gummibärchen oder Vanilleeis Beruf, Partnerschaft, die eigene Gesundheit oder die anderer aufs Spiel setzten, was für Drogen kennzeichnend ist. Und schließlich gibt’s auch keine Entzugserscheinungen. Es sei denn, man würde Hunger so deuten. Was doch ein wenig zynisch wäre.“ (http://www.tagesspiegel.de/wissen/gesunde-ernaehrung-die-unwahre-geschichte-von-der-droge-zucker/9236672.html).

      Ich persönliche meine, daß solche Verunglimpfungen auch zynisch sind, angesichts steigender Zahlen von wirklichen Drogen (Alkohol, Partydrogen und anderem) und auch versteckter Drogen (Anabolika im Breitensport und Fitness-Center).

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      • AdT sagt

        Der arme Zucker, er hat’s schwer – schlechter Ruf, aber kaum einer kann von ihm lassen. Als wäre man von ihm angefixt. 😉

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  3. Ich seh das so sagt

    Frage 1) Ist Bio-Zucker eigentlich auch genauso schädlich ?
    Frage 2) Es ist wohl ein klein wenig hysterisch, wenn z.B. beim Weltschlagergesöff „Red Bull“ der enthaltene Zucker so wahnsinnig schädlich ist, aber die darin enthaltene 2-Aminoethansulfonsäure (= Taurin) völlig unbedenklich ist. Aber immerhin eine LD50 wie Glyphosat hat.
    Fragen sie mal jemanden was er lieber trinken will:
    a) in Wasser aufgelösten Zucker,
    b) in Wasser aufgelöste Aminoethansulfonsäure,
    c) in Wasser aufgelöstes Glyphosat

    1+
    • rebecca sagt

      Ist das ernst gemeint? Oder soll es ein Witz sein dessen Sinn ich allerdings nicht verstehe?

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      • Ich seh das so sagt

        Tja, man weiß wirklich oft nicht mehr, was man ernst nehmen kann.
        Wie man gesehen hat, läßt sich bei „richtiger“ Präsentation selbst Wasser als das Schlimmste vom Schlimmen oder das Beste vom Besten darstellen (https://www.bauerwilli.com/verunsicherung/).

        Da muß man sich doch fragen, warum sich Leute freiwillig, (mehrmals) täglich und in Massen z.B. Red Bull oder Cola oder dergleichen reinschütten ? Ist es weil der Zucker so giftig ist oder weil das das Taurin / das Coffein so gesund ist, daß es den „giftigen“ Zucker ohnehin wettmacht ?

        Man hat auch den Eindruck, daß irgendwie ohnehin alles was aus landwirtschaftlichen Produkten erzeugt wird, sowieso nur schädlich sein kann (egal ob Bio oder nicht): Äpfel, Kartoffel, Weizen, Rübenzucker, …
        Aber wenn uns dann in den Drogerien und Supermärkten, die Must-Haves-Segnungen der „neuesten Forschungen“ entgegenschlagen, muß man doch zuschlagen – der Gesundheit wegen ? Wie etwa bei (völlig überflüssigen) Vitaminpillen für die schon rund 23 Milliarden Euro ausgegeben werden (Doku: Die Tricks der Gesundheitsbranche).

        Wo da der Witz ist oder der Sinn ist verstehe ich allerdings nicht.

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        • AdT sagt

          „Man hat auch den Eindruck, daß irgendwie ohnehin alles was aus landwirtschaftlichen Produkten erzeugt wird, sowieso nur schädlich sein kann.“ Klingt etwas paranoid, zumindest weinerlich. Aber vielleicht stimmt es. Deswegen beschaffen sich so viele Menschen das Essen im Supermarkt. Irgendetwas essen müssen sie ja, wenn sie nicht vor lauter Warnungen und Gefahren in den Hungerstreik treten.

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          • Ich seh das so sagt

            Als Anwalt sollte man doch vorsichtig sein, wenn man taxfrei in andere Fakultäten dilettiert. Zugegeben, im Bereich Agrarwissenschaften macht das ohnehin schon jeder der eine Kuh von einer Zuckerrübe unterscheiden kann. Im Bereich Medizin vertraut man hinsichtlich einer Diagnose aber doch noch häufiger seinem Hausarzt als Dr. Google. Daher darf ich ihnen sagen, daß Paranoia (noch) nicht bei mir diagnostiziert wurde. Dennoch ist mir oft zum Heulen, angesichts der „Erfolge“ der Angstindustrie (und diese nicht nur im Landwirtschaftsbereich).

            Ich registriere ihre Unsicherheit bei ihrer eigenen Ferndiagnose, wenn sie schreiben, vielleicht stimmt es. Und ich teile ihre Meinung in den Folgesätzen.

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            • AdT sagt

              Ein Anwalt ist gezwungen, ständig in anderen Fakultäten zu „dilettieten“. Denn Recht betrifft auch immer die anderen Fakultäten, die einem dann die Ehre geben. Mit gutem Vorstellungsvermögen und Logik erschlägt man aber schon so einiges. Oft genug reicht es völlig aus, Widersprüche, Lücken, Fehl-/Zirkelschlüsse, ambivalente Tatsachen etc. zu erkennen, ohne zu wissen, wie es richtig geht. 😉 Für letzteres muss man dann „nur“ die richtigen Vor- und Rückfragen den anderen Fakultäten stellen. Manchmal auch jemanden provozieren oder Angst machen (bei Anwälten aber noch Handarbeit, außer vielleicht im Abmahn- und Inkassowesen). Vieles ist einfach nicht relevant, kann dahinstehen, offen bleiben, auf sich beruhen, nächstes Thema.

              Berichte über Ernährungserkenntnisse (auch über Rechtsthemen, Agrarthemen) enthalten so manche Widersprüche, Lücken – oder auch nur den Hinweis: „Zwischenergebnis, weitere Beobachtung/Erforschung erforderlich, könnte auch x und y als Ursache haben oder zufällige Korrelation sein“ – in seriösen Medien. Wer das vor lauter Angst schon nicht mehr liest, ist selber schuld. Aber mal ehrlich, das mit der „Angstindustrie“ ist doch billige Polemik.

              Wollte Ihnen nicht zu nahe treten. Beobachte nur, dass einige Landwirte gern die Opferrolle spielen und im Lamento baden und dafür so ziemlich jeden Anlass aufgreifen. Das ist doch mindenstens genau so nervig wie ein erklärter Veganer. 😉

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            • Thomas Müller sagt

              Angstindustrie – natürlich gibt es Branchen, die von Risikovorsorge leben.
              Angst aber haben Menschen um ihre Kinder, vor Arbeitsplatzverlust. Aber bestimmt nicht vor falscher Ernährung. Nicht einmal vor Pestiziden. Es geht da eher um Optimierung.

              Leute für Zuckerkomsum zu bestärken, ist lächerlich. Ein mündiger Bürger hat keinen Zuspruch nötig, damit er sein Gewissen entlaste. Ein solcher Zuspruch ist nichts anderes als Warnung und Alarmismus unter umgekehrten Vorzeichen, genau das, was die Autoren lt. obigem Beitrag ablehnen.

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  4. rebecca sagt

    Die Warnungen vor übermäßigen Zuckerkonsum sind alles Lüge. Das hat bereits eine Studie in den USA klar bewiesen. (Sicherheitshalber von der Zuckerindustrie entsprechend beeinflusst damit passend gemacht wird was nicht passt.)

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/zuckerkonsum-zuckerindustrie-hat-jahrzehntelang-forschung-beeinflusst-1.3159512#redirectedFromLandingpage

    „Nett“ sind auch die Renzensionen des Buches und der rechtswiedrig nicht gekennzeichnete Affiliate Link oben im Artikel.

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    • Zuckerkranker sagt

      Ich selber Diabetiker und nah dran am Thema. Grundsätzlich muss man zwischt Typ 1 und Typ 2 Diabetiker unterscheiden. Letztere haben sich die Krankheit an gegessen und können sie oft durch gesunder Ernährung und Bewegung oft wieder los werden.

      Grundsätzlich besteht das Problem des versteckten Zuckers in Fertigprodukten. Dies macht uns krank und Kinder sind besonders gefährdet.

      Ein Nachbar hat ein Typ 1 Kleinkind und kämpft täglich einen ganz harten Kampf und da kommt so ein Willi daher mit diesem Bullshit um seine bloeden Zuckerrüben besser zu verkaufen.

      Ich empfinde Ekel vor dem Menschen Willi bei 20000 Amputationen bei Diabetikern

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      • bauerhans sagt

        diabetis ist genetisch bedingt und wer sich nicht diszipliniert ernährt,muss mit den folgen leben.

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        • Thomas Müller sagt

          Genetisch bedingt ja, sonst gäbe es wohl keine Personen, die alle Risikofaktoren aufweisen (großer Bauchumfang, wenig Bewegung, fleischhaltige/ferritinreiche Ernährung), aber trotzdem ohne Altersdiabetes altern. Die genannten Risikofaktoren sind und bleiben aber Risikofaktoren. Wenn man von seiner genetische Veranlagung erfährt, ist es zu spät, ggf. irreversibel. Aber sterben tun wir ja sowieso, da kann man ja ab 50 keuchen und Insulin spritzen.

          Wenn Lobbyisten und und solche, die es sein könnten, anerkannte Risiken in Zweifel ziehen, macht es das für Menschen, die ohnehin gern essen oder schnell zunehmen, nicht unbedingt einfacher, sich „diszipliniert zu ernähren“. „Disziplin“ zu üben, ist übrigens auch für Lobbyisten etc. nicht verboten, Disziplin zur Aufrichtigkeit.

          Und wenn das nicht funktioniert, sind auch paternalistische Maßnahmen einem freiheitlichen Staat nicht grundsätzlich verboten.

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      • Bauer Willi sagt

        Es steht Ihnen frei, sich vor mir als Person zu ekeln. Den Vorwurf, ich hätte die Rezension eines Dritten nur gebracht, um meine blöden Zuckerrüben zu verkaufen hingegen trifft mich persönlich.

        Vielleicht können wir Einigung erzielen, dass Diabetes eine Erkrankung ist, die oft mit dem Wohlstand eines Landes einhergeht. In Ländern mit Mangelernährung ist Diabetes äußerst selten.
        Bauer Willi

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wer Diabetes TYP 2 hat, der kann bei konsequenter Lebensweise gut mit Diabetes leben, er darf sich halt nicht mit Schokolade, oder Cola Klassik, oder ähnliches vollstopfen.

        Anessen kann man diese Krankheit nicht, sie ist genetisch bedingt, allerdings wer Übergewicht hat, bekommt sie bereits im jugendlichen Alter.

        Es ist wie beim Alkohol, wer zu viel säuft, kann die Schuld nicht dem Schnapsbrenner geben.

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      • Andreas Müller sagt

        Willi ist und bleibt neoliberaler Gentechnik- und Zuckerrübenlobbyist

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      • Lieselotte Muh sagt

        Mein zehnjähriger Sohn ist auch Typ 1 Diabetiker, d.h. er hat eine Autoimmunerkrankung, die nicht durch sein bisheriges Essverhalten entstanden ist. Fakt ist auch, dass er im Vergleich zu gesunden Kindern mit Einschränkungen und zusätzlichem Aufwand wie Insulin spritzen, Blutzucker messen und Kohlenhydrate berechnen leben muss. Stark zuckerhaltige Lebensmittel sind natürlich tabu, da sie den Blutzuckerwert durch die schnelle Verfügbarkeit sofort in die Höhe schießen lassen, es gibt aber genug Alternativen, durch die der darin enthaltenen Zucker wesentlich langsamer verstoffwechselt wird und die ein Leben mit Diabetes für ein Kind auch noch lebenswert machen.
        Was der obige Artikel und speziell die Zuckerrüben von Bauer Willi mit Entstehung und Behandlung von Diabetes zu tun haben verstehe ich jetzt nicht. Jeder halbwegs gebildete Erwachsene weiß um den Gehalt von Zucker in Cola, Limo und Süßigkeiten… und kann sich damit bewusst für oder gegen den Konsum entscheiden. Bei der Entstehung von Typ2 Diabetes spielt auch nicht so sehr der vorherige Zuckerkonsum, sonder vielmehr Übergewicht eine Rolle. Ich kenne aber auch schlanke Menschen mit gesunder Ernährung, die an Typ 2 Diabetes erkrankt sind.
        Mit Zucker verhält es sich meiner Meinung nach wie mit vielen Lebens-und Genussmitteln: Es kommt auf die Menge des Konsums an.
        Übrigens erinnere ich mich, dass wir als Kinder in den 70gern des letzten Jahrhunderts von der Oma einer Freundin immer Zuckerbrote dick mit Butter bestrichen und mit Zucker bestreut erhielten. Das wäre heute ein absolutes Nogo!

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  5. Friedrich sagt

    Mit Zucker verhält sich das so , wie mit anderen Nahrungsmitteln. Wenn ich mehr Nährstoffe zu mir nehme als ich verbrauche , nehme ich zu . Umgekehrt dasselbe. Entscheidend ist es , angepasst an den Verbrauch zu Essen. In der Bevölkerung gibt es wenig Wissen über unser Essen. In den Schulen wurde es vor langer Zeit abgeschafft darüber zu informieren. Jetzt hat man es kapiert , aber es wird lange dauern bis sich das Wissen wieder in der Bevölkerung verfestigt hat. Auch hat die Bequemlichkeit einzug gehalten , denn es ist einfacher irgendeinen Riegel den Kindern als Frühstück mit zu geben , als ein geschmiertes Brot mit einem Apfel. Meine Frau , ehemalige Ernährungsberaterin, schüttelt immer nur mit dem Kopf , was da so alles in den Medien für blödsinn verbreitet wird. Auch findet bei vielen Familien das gemeinsame Essen garnicht mehr statt. Jeder holt sich was aus dem Schrank und gut. Hauptsache satt. Daher rühren auch viele ernährungsbedingte Krankheiten.

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  6. Michael Zielinski sagt

    Der Artikel http://www.wiwo.de/technologie/forschung/die-zucker-luege-zucker-ist-nicht-schuld/12848454-2.html zeigt doch gleich den Fehler des Buches:
    Zitat: Tatsächlich hat der Zuckerverbrauch in Deutschland seit dreißig Jahren ja gar nicht zugenommen. Das ist belegt

    Nun – wenn man danach sucht, findet man tatsächlich, dass die Zeitreihen im Statistischen Jahrbuch des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zwischen 1980-2014 kaum Steigerungen beim Weißzuckerwert angibt.
    Es geht also bei diesen Werten nur um das Endprodukt Kristallzucker. Schade, dass die Zutatenlisten auch Glukosesirup und andere Zuckerformen angeben, die NICHT Kristallzucker sind.
    Und der Verbrauch dieser anderen Zuckersorten ist eben doch angestiegen….

    8+
  7. Axel sagt

    Zuerst die Butter, dann die Eier, jetzt Zucker und rotes Fleisch.
    Ich denke eigentlich sollte man die Geburt verbieten. Den das ist immer der Anfang vom sterben.
    Mein Senf zu den Ernährungstipps. . ?

    4+
  8. Christian sagt

    Willi, ohne das Buch gelesen zu haben:
    ich bin der Meinung, die Dosis macht das Gift. Wir konsumieren heute sicher zu viel und machen zu wenig Bewegung.
    Zucker ist leider auch versteckt enthalten, wo man es garn nicht vermutet bzw. unbewußt konsumiert – auch wenn es rechtskonform klein am Etikett steht.
    Jeder extremismus – kein Zucker, zu viel Zucker, kein Fleisch, Low carb, Superfood etc. ist meiner Meinung nach nur eine getriebene Angstmache von der Industrie um Umsatz zu machen.

    Hausverstand einschalten, dann essen wir gesünder, werfen weniger weg, die Bauern können nachhaltiger wirtschaften bei besseren Preisen, wenn wir gesünder sind, braucht der Staat weniger für Gesundheitskosten ausgeben etc…….. aber die Hoffnung stirbt zum Schluss.

    3+
    • Andreas Müller sagt

      Eine Schande solch ein Buch anzupreisen, Bauer Willi. Ich würde mich schämen als Zuckerlobbyist zu agieren.

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      • Ich seh das so sagt

        Wenn sie es als eine Schande finden, ein Buch anzubieten, sollten sie sich mal fragen, ob sie nicht ein ganz klein wenig zu selektiver Wahrnehmung in ihrer Blasen-(Schein)-Welt neigen.

        Aber vielleicht haben sie auch wirklich direkten Kontakt zum „Wahrheitsministerium“ – dann bitte erleuchten sie uns mit der Weitergabe der Adresse. Und geben sie uns bitte bei der Gelegenheit auch bekannt, ob sie einen entsprechenden Lobbyisten-Vertrag mit diesem Ministy of truth haben.

        „Die Wahrheit (ist) eine Tochter der Zeit.“ sagten schon die Römer. Und wenn man sich in Erinnerung ruft, waren mal Eier total gesundheitsschädlich – bis sie es späteren Erkenntnissen zufolge doch nicht sind, dann waren es mal Kartoffel, dann war es Mehl, nun ist es Fleisch oder Zucker.
        Wogegen nach heutiger Wahrheit Vitaminpillen „lebenswichtig“ sind, Super-Food besser als Irgendwas, die angesagteste Diät des Monats in jedem Lifestyle-Magazin gewählt wird etc.

        3+
      • Bauer Willi sagt

        Vielen Dank für die Einschätzung meiner Person und den guten Rat. Und für die Toleranz, den Ihr Kommentar ausstrahlt.
        Bauer Willi

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        • Andreas Müller sagt

          Wer Jahrzehnte bei Pfeifer und Langen gearbeitet hat, kann nur solche Bücher mit Halbwahrheiten unterstützen…. was ist denn mit versteckten Zuckern in Lebensmitteln? Alles Einbildung?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            „was ist denn mit versteckten Zuckern in Lebensmitteln? Alles Einbildung?“

            Würde ein jeder bei der Auswahl von Convenience Food genau so sorgfältig vorgehen, wie beim Autokauf, dann wüsste man auch wo der versteckte Zucker drinn ist. Es ist halt einfacher dem Kind einen Schokoriegel mitzugeben, als ein Pausenbrot zu richten, deshalb interessiert es kaum jemand, was auf der Verpackung steht.

            Es ist halt auch einfacher, ein Glas Rotkraut aufzumachen, als ein frischer Kopf Rotkraut zubereiten. Dennoch empfehle ich, die Zutatenliste genauer durchzulesen.

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  9. AdT sagt

    Die Zuckertheorie ist doch so was von 90er. Eine dauerhaft hyperkalorische Ernährung mit einem hohen Anteil tierischer Proteine und Fette führt zum tödlichen Quartett. Low Carb ist die aktuelle Schwachsinnigkeit des Ernährungshype-Business. Süßes zu streng einzuschränken, verlangt unnötig viel Willenskraft und funktioniert ja bei den meisten eh nicht. Lieber bei anderen Nahrungsmitteln einschränken 😉 – wenn man aus eigenem Antrieb nicht verspecken möchte und nicht aus Kapitulation seine Dicklichkeit als Selbstbehauptung gegen die „Forderungen der Medien“ darstellt.

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      • AdT sagt

        Ja, der Körper ist sehr intelligent, aber auch, wie das bei manchen intelligenten Menschen der Fall ist, sehr zögerlich. Er zeigt mir immer erst am nächsten Morgen, dass ich zuviel gesoffen habe, manchmal auf rabiate Weise (was heutzutage nur noch selten vorkommt).

        Ich bin immer wieder verwundert, was für Websites Menschen hier anschleppen. Auf der Seite können Sie auch erfahren, dass Fleisch (böse) Emotionen speichert, und gleich zum Ausgleich 10 g basisches Salz für 39,85 Euro erwerben:
        https://www.zentrum-der-gesundheit.de/fleisch.html
        Jetzt ist bestimmt jeder, der das liest, total verunsichert und von Essstörungen bedroht. Hm, da könnte man ja ein Buch drüber schreiben.

        Natürlich macht Zucker fett, wenn Sie dauernd zwischendurch Schokolade essen. Das liegt dann aber an der Energiebilanz. Hinzu kommt, dass Zucker oft auch Fett bedeutet, bei Schokolade eben. Fett hat doppelt so viele Kalorien.

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        • bauerhans sagt

          der mensch ist durch und durch emotional,sein körper auch und das ist das problem!

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        • Stadtmensch sagt

          …stimmt schon: die Seite will ihre Mittelchen an den Konsumenten bringen.
          Aber an der Wirkung von Hormonen müssen wir doch nicht grundsätzlich rütteln oder? Die These, dass bei Schlachtestress Hormone produziert werden, die anschließend nicht mehr abgebaut werden und somit beim Fleischverzehr auf den Menschen übertragen werden, ist doch gar nicht so abwegig?
          http://www.halal.de/wuf_s02.htm
          Man siehts ja auch an deinen Kommentaren: was hab ich nicht alles versucht, dich Pflanzenesser auf die Palme zu bringen. Es klappt einfach nicht.
          😉

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          • AdT sagt

            Habe ich noch nicht gehört, dass die Hormone wirksam sein sollen – als bekennender Mainstreammedien-Rezipient.
            Als Veganer vertrete ich aber schon aus taktischen Gründen keine randständigen Ansichten gegen Fleischverzehr. Es gibt genug anerkannte Argumente gegen Verzehr von Fleisch und Milch etc., auch gesundheitliche (jedenfalls gegen die üblicherweise verzehrten Mengen).

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        • Stadtmensch sagt

          Ja danke. Die werden eben konkret und beziehen sich u.a. auf die Nurses’ Health-Studie. Von der habe ich auch in „How not to die“ von Michael Greger gelesen.
          Ich habe mich bisher nie um die „richtige Ernährung“ gekümmert, es ist aber auch verdammt interessant, sich dahingehend mal schlau zu machen. Es gibt schließlich jede Menge ernährungsbedingter Krankheiten, die erst im Alter so richtig ihre Wirkung entfalten.

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          • AdT sagt

            Das Buch „How not to die“ scheint zumindest eine pflanzliche oder stark pflanzenbetonte Kost zu befürworten. Insofern deckt es sich mit dem Forschungsstand, der im Kern seit Jahrzehnten unverändert ist. Wenn man seinen Medienkonsum nicht auf Focus und Intouch oder Produkttestsendungen mit den obligatorischen Befragungen in Fußgängerzonen beschränkt (Du nicht, lieber Stadtmensch), hat man auch nicht den Eindruck, dass „die (Mainstream-)Medien“ einem ständig Ernährungslügen auftischen wollen. 🙂

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      • Bauer Willi sagt

        Auweia, das „Zentrum der Gesundheit“ als Datenquelle. Geht es auch etwas anspruchsvoller?
        Bauer Willi

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  10. „Neu erschienenes Buch“? Laut Amazon erschien es am 16. Januar 2016…

    Die Rezensionen bei Amazon sind übrigens vernichtend. Ob das berechtigt ist, vermag ich auf die Schnelle nicht zu sagen. Schließlich ist auch beim Thema Zucker ein zunehmendes Schwarz-Weiß-Denken zu beobachten, bei dem ausgewogene Positionierungen („grau“) immer weniger Akzeptanz finden.
    Eine gesunde Skepsis ist aber durchaus angebracht. Auch wegen des alarmistischen Buchtitels.

    https://www.amazon.de/Die-Zucker-L%C3%BCge-Lebensmittel-Kartell-einredet-Essen/dp/345328075X/

    1+
  11. Andreas Müller sagt

    Selbst die Krankenkassen schreiben, dass Zucker Karies verursacht, alles Lüge alles scheinheilige Kartelle: https://www.tk.de/tk/vorsorge/zahngesunde-ernaehrung/zucker/24584?printstyle=true

    Danke an den Gutmenschen und Kollegen Franz von Pfeifer und Langen für die Richtigstellung!
    Hier noch eine interessante Info über das Engagement der Zuckerindustrie:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/nordzucker-suedzucker-pfeifer-und-langen-bittere-zeiten-fuer-das-zuckerkartell/12230084.html

    1+
    • Stadtmensch sagt

      Der Autor hat für Nestle und Coca Cola gearbeitet.
      Die haben Jean Ziegler nicht bei „ihren“ Salzburger Festspielen reden lassen…
      Da steht der Feind!
      😉

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