Bauer Willi
Kommentare 227

Bioland und Gentechnik

Die gesetzlichen Regelungen für neue Züchtungsmethoden sollen in der EU gelockert werden. Das hält der Bioland-Chef nicht für richtig:

https://www.topagrar.com/acker/news/bioland-chef-warnt-vor-gentechnik-die-abhaengigkeiten-werden-wachsen-13354090.html?

Anders sieht das unsere Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger:

https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/neue-zuechtungstechniken-stark-watzinger-will-gruenes-licht-107320

Was erstaunlich ist: der ehemalige Direkter des FIBL, Urs Niggli, sieht in der Genschere CRISPR/Cas Chancen für den Biolandbau

https://www.deutschlandfunk.de/landwirtschaft-gentechnik-als-neue-option-fuer-den-100.html

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227 Kommentare

  1. Inga sagt

    Gleich bei MEX im hr:

    Bio als Normalfall – wie die Discounter weiter Gas geben
    Aldi startet mit einer neuen Bio-Marke, baut das Sortiment massiv aus – und erhöht nach eigenen Angaben dabei sogar die Kriterien. Kann das sein? Erst Bioland bei Lidl – jetzt Naturland bei Aldi. Das Unternehmen ist sich sicher: „So eine Marke hat es im Discount noch nie gegeben.“ Bio soll durch und bei Aldi zum Standard werden, so der groß angekündigte Plan des Lebensmittelriesen. Wir schauen auf die neue Marke und zeigen die Hintergründe.

    https://www.ardmediathek.de/video/mex/mex-das-marktmagazin-vom-12-07-2023/hr-fernsehen/YzIxY2NkNjUtOWIxNS00NGFmLTk1NGYtZGZkNmQxYjFmNWIy

  2. Hannah sagt

    Ich bin auch täglich genau wie Du in einer sehr realen Gegenwart. Manchmal ist es deprimierend, wie stark wir mit Klimawandel und gesellschaftspolitischen Fragen und sehr kapitalistischen Interessen in der Landwirtschaft konfrontiert werden. Auch hat die BRD längst ihre einstige politische Macht in der Welt verloren. Für mich ist die Freiheit als Bauern natürlich mind. auf EU Ebene zu verteidigen. Und Weltweit sind wir viel zu wenig vernetzt. Das letzte schöne Bsp. in bzg. auf Gentechnik gab es übrigens bei den letzten EU-Gesetzgebungen zu dieser Thematik. Da ist die Bevölkerung plötzlich wach geworden als sie dachten sie könnten in den Kleingärten kein Saatgut mehr über den Gartenzaun tauschen. Es gibt eine ganze Reihe kleiner Erfolge. Leider noch viel zu wenig, aber genug dass es nicht bloß Wunschdenken ist und zuviele um den Kopf in den Sand zu stecken. Revolutionen sind oft Chaos und Tod – es gibt sie aber auch gewaltlos (s. Ghandi), und rückblickend sind nicht alle gescheitert, sondern waren Anstoß zu notwendigen Veränderungen. Unser eigenes Land gäbe es z.B. in der Form sonst nicht.

    • Brötchen sagt

      Hannah, da wird in China mit Gentechnik experimentiert, dessen Resultate die ganze Welt ins Chaos stürzen und niemand!!!!!!!! stellt irgendwelche Schadensersatzansprüche und Du glaubst ein Konzern könnte von einer Art das gesamte Saatgut patentieren und das auch durchsetzen?!

      Glaub ich nicht.
      Selbst Russland bekommt jetzt alles, was es will über Drittstaaten.

        • Reinhard Seevers sagt

          Renate sagt:”
          “80 Prozent der Landwirte auf der Welt seien Kleinbauern.”

          Das ist bemerkenswert, hat nicht eben Hannah 80% der Kleinbauern in Indien seien Kleinbauern aufgeschlagen? Was für ein Zufall……achja, wir müssen also daran arbeiten, dass diese auch Kleinbauern bleiben, selbstredend. Dann kann man sie weiterhin “klein”halten, wie perfide ist das denn?

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          • Inga sagt

            Ist doch richtig,
            Und 20% der Kleinbauern um Rest der Welt.

            Aber zusammengerechnet sind sie 80% der gesamten landw. Betriebe der Welt.

          • Hannah sagt

            Perfide ist die Situation der Kleinbauern in Indien in der Tat. Wer seinen Kredit für Saatgut und PSM nicht zahlen kann, verliert sein Land und seine Lebensgrundlage. Und Kredite werden jedes Jahr teurer und betroffen sind viele. Die werden nicht plötzlich zum Großbauern und davon befreit. Diese Menschen leben hinterher im Slum nahe den Großstädten – mehr oder weniger im Müll. Wenn sie noch leben.

            • Reinhard Seevers sagt

              Hannah, was geht uns die Problematik der Indischen Gesellschaft an und warum wird daraus ständig eine Handlungsempfehlung für uns abgeleitet. Ein Volk mit 1,4 Milliarden Menschen, das den Anspruch hat den Weltraum zu erobern, das Kastenwesen immer noch nicht abgeschafft hat und wo Frauen am helllichten Tag in öffentlichen Verkehrsmitteln vergewaltigt werden ist für mich ein Vorbild für gar nichts….das ist deren Problem. Indien ist übrigens der größte Rindfleischexporteur der Welt.
              Ich kann diesen Unsinn über die armen indischen Bauern nicht mehr hören. Die Kreditvergabe könnte ja Mal von staatlicher Seite geregelt werden. Wenn dem Staat seine Bauern aber egal sind, wie auch bei uns, dann ist es mir erst Recht egal. Deutsche Frauen kümmern sich um ausländische Straßenhunde und indische Bauern, mehr als um die eigenen, so scheint es mir immer wieder.🤔

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              • Hannah sagt

                @Reinhard: ja
                “was geht uns die Problematik der Indischen Gesellschaft an” ?
                …natürlich ist das weit weg und doch tragen wir alle die Kleidung, die aus dieser Baumwolle hergestellt wird.
                Genauso könnte man (bes. vor dem Kaufrausch von Mandeln im Winter) fragen: was geht uns das Schicksal der Mandelbauern in Californien an oder das der Avocado- und Orangenbauern in Peru? Warum sollte mich interessieren wie Blaubeeren in Peru und wie Kaffee in Äthiopien und Tomaten in Spanien und China produziert werden? Was geht es uns an, wenn Orang Utans für unser Palmöl ihren Lebensraum verlieren und warum sollte es mich interessieren wie Tunfisch gefangen wird. All das wird mit sozioökonomischen Folgen entweder auf dem Rücken von Kleinbauern und kleinen Leuten produziert oder verbraucht Wasser wo es nicht (mehr) ist, oder rottet Arten aus. Das Nahrungsmittelproduktion sozioökonomische Folgen hat und das die Gentechnik dabei ihre ganz spezielle Rolle spielt und weiter spielen wird unterscheidet und Bauern weltweit nicht. Es wird nicht jeder so konsequent bestimmte Produkte vom eigenen Speiseplan streichen wie ich. Es wird auch nicht jeder sich hauptsächlich bioregional ernähren. Das ist anspruchsvoll anstrengend und dafür habe ich auch Verständnis. Aber zu fragen “was geht es mich an”? das ist menschlich eine Offenbarung.

                • Reinhard Seevers sagt

                  “Aber zu fragen “was geht es mich an”? das ist menschlich eine Offenbarung.”
                  Ich hatte geschrieben:

                  …”was geht uns die Problematik der Indischen Gesellschaft an” ?”

                  Du bist falsch abgebogen und argumentierst wie alle Ökos. Deutschland produziert ausschließlich mit fremden Gütern und Ressourcen, und es ist die Grundlage unseres Wohlstands. Gerne kannst du auch die in gleicher Weise anführen…..dann musst du aber auch den Mindestlohn verteidigen und die hohen Lohnkosten gutheißen ….

            • Limes sagt

              aber gerade Indien ist ein sehr gutes Bsp für die Vorteile der Gentechnik. Mittlerweile sind mehr als 90% der Baumwollpflanzen auf Basis Gentechnik mit z.B BT zur Vermeidung von Schäden durch Schädlinge. Davor waren mehrmals jährlich Anwendungen von Insektiziden erforderlich und Baumwolle eine der Pflanzen weltweit mit den höchsten Insektizid Behandlungen.
              Die geschilderte Situation der Kleinbauern kann man nicht auf die Technik schieben und ist ja nicht neu. Auch in D hatten wir diese Zustände in der Vergangenheit. In Realteilungsgebieten wurde die Fläche solange aufgeteilt bis keiner mehr wirklich davon leben konnte. Wer durchs Raster fiel musste auswandern man denke nur an die Auswanderungswelle in die USA. Nach dem 2 WK fanden die Kleinbauern/innen durch das “Wirtschaftswunder” Jobs ausserhalb der Landwirtschaft.

          • Hannah sagt

            “Das ist bemerkenswert, hat nicht eben Hannah 80% der Kleinbauern in Indien seien Kleinbauern aufgeschlagen”

            Ja, von der Gesamtzahl der indischen Bauern sind 80% Kleinbauern.

            Kleinbauern ernähren (noch) die Welt. Willi ist rel. gesehen übrigens auch noch fast einer. Bei ca. 40 ha (wenn ich es richtig in Erinnerung habe)

            • Brötchen sagt

              Sehr geehrte Frau Hannah!

              Es ist immer alles eine Frage der Relationen.
              Im Vergleich zur Ukraine ist ein ostdt. Betrieb mit 2000 ha ein Kleinbauer.
              Im Osten ist ein Familienbetrieb mit 300 ha und 20 Angestellten ein Familienbetrieb.
              Solange Sie darin verhangen bleiben, in dem Denkschema, klein (weils doch so putzig und niedlich) ist gut und groß ist pfui und Oh Konzern Schwefel und Belzebub, werden sie selber das gleiche Schicksal wie der indische Kleinbauer teilen.

              Übrigens ich verfolge bei den Indern ihre spezielle Milchbüffelzucht und da macht das keinen “dahinsiechenden” Eindruck….ist ja auch logo, die haben nicht die Kosten auf sinnlosen Auflagen wie hier, die wir wem zu verdanken haben…? Preisfrage…..

              Natürlich den Nazis, und den bösen Konzernen , wem denn sonst…

              etwas provokativ, aber konstruktiv gemeint…

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              • Hannah sagt

                @Brötchen: hab ich doch geschrieben… das “rel.” ist Dir wohl entgangen, oder?

          • Josef Schmid sagt

            Das sagt nicht nur Renate, sondern auch mehr als 500 Wissenschftler, die vor Jahren den Weltagrarbericht im Auftrag von UNO und Weltbank erstellt haben. Wer gelegentlich einen Blick über den Tellerrand wagt hat schon davon gehört.

    • Reinhard Seevers sagt

      “Revolutionen sind oft Chaos und Tod – es gibt sie aber auch gewaltlos (s. Ghandi), und rückblickend sind nicht alle gescheitert, sondern waren Anstoß zu notwendigen Veränderungen. Unser eigenes Land gäbe es z.B. in der Form sonst nicht.”

      Na, das ist doch ein Hoffnungsschimmer! Dann können wir ja auch auf einen Atomschlag hoffen, der alles zum Besseren verhilft. (Fatalismus ist eigentlich mein Fachgebiet Hannah):-)
      Übrigens Indien ist heute immer noch ein Staat mit unseeligen Ungerechtigkeiten und Gewalt, die sich gerade noch forciert….aber seis drum.

      • Hannah sagt

        Indien sieht sich selbst auf dem Weg zu einer führenden Nation der Biotechnologie (vs. China vmtl.) und dabei vergessen werden die ganzen Kleinbauern (<80%), die in Indien BT-Baumwolle anbauen und sich seither von einem schlechten Kredit zum anderen hangeln. Oder gat ihr Land verlieren. Das sind die gesellschaftlichen Folgen von Gentechnik. Mit der Revolution von damals hat das natürlich nichts mehr zu tun, und auch nicht damit, dass sie natürlich damals notwendig war.

        • Brötchen sagt

          ” sich seither von einem schlechten Kredit zum anderen hangeln. ” die können anhand der Kostenstruktur niemals wirtschaftlich arbeiten, so wie der afrikanische Kleinbauer mit 30 Hühnern niemals für 5 Euro (fiktiver Preis) das kg ein Hähnchen anbieten kann. Das ist allein von dem Futterverbrauch pro kg unmöglich!
          Sie wie auch ein öko Hühnerhalter mind. 280 bis 300 Eier pro Henne und Jahr braucht, sonst rechnet sich das niemals, weil ja schon das gute Bio Futter das doppelte kostet. Ne ganz einfache Milchmädchen/ oder Jungsrechnung…

  3. Hannah sagt

    So gut gemeint hier ein Kommentar vielleicht sein mag… wir sollten rote und grüne Gentechnik voneinander thematisch trennen. Mensch und Pflanze sind einfach zu verschieden in ihrer Fortpflanzung. Zuviel wird sonst unsachlich vermischt.

  4. Andrey sagt

    “Schmeckt gut, er will uns in Richtung Polyamorie, Vielweiberei etc. schieben….dafür bin ich zu alt…..und unsere Frauen werden sich das auch nicht wirklich gefallen lassen, denke ich.”

    Reinhard, es geht lediglich in die Richtung, dass man nicht in die eigene Ethnie heiratet, dadurch haben die Kinder bessere Gene. Habe ich schon erklärt, aber wie gesagt, du hast selektive Wahrnehmung.

  5. Andrey sagt

    “Blitzt da gerade eine Ideologie durch die Lücke, die wir vor über 75 Jahren überwunden glaubten”

    ich bin mir nicht sicher was du meinst, etwa Sozialismus?

    • Schmeckt gut sagt

      Jetzt bin ich erleuchtet. Es fehlt das National vor dem Sozialismus. Danke Andrey für die “Verdeutlichung”. Hiermit bin ich raus aus der Diskussion.

  6. Andreas sagt

    In Zukunft werden alle Pflanzen und Tiere, egal ob sie natürlich oder durch herkömmliche Züchtung entstanden sind von Bayer oder von Syngenta/ChemChina patentiert werden.
    Den, sie könnten ja auch durch CRISPR/Cas entstanden sein.

    Dr. agrar. Willi, wollen sie das den Bauern das wirklich antun ?

    Verschiedene «Patentanträge von Syngenta/ChemChina beanspruchen die Nutzung von
    tausenden Genvarianten (auch ‚single nucleotid polymorphism‘ genannt, SNPs) u. a. von
    Ackerpflanzen wie Soja und Mais, die natürlicherweise vorkommen und die zum Beispiel die
    Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber Krankheiten stä rken können (WO2021000878,
    WO202103391, WO2021154632, WO2021198186, WO2021260673). In den meisten Fä llen
    wurden die jeweiligen Genvarianten in wilden Verwandten der gezüchteten Sorten entdeckt und auf diese per Kreuzung und Selektion übertragen. Der Konzern beansprucht alle züchterischen Verwendungen der beschriebenen Genvarianten und alle Pflanzen mit diesen Genen, die aus züchterischen Aktivitä ten hervorgehen. Im Patent erwä hnt werden gentechnische Verfahren (wie der Einsatz der Gen-Schere CRISPR/Cas) genauso wie traditionelle züchterische Verfahren wie die Selektion nach interessanten Genvarianten und die weitere Kreuzung. Beansprucht werden alle resultierenden Pflanzen, deren Saatgut und die Ernte. Im Ergebnis werden andere Züchter durch erhebliche rechtliche Unsicherheiten abgeschreckt. Zum Beispiel dürfte es fast unmöglich sein, herauszufinden, ob eine bestimmte Sojapflanze, die eine erhöhte Resistenz gegenüber dem asiatischen Soja-Rost zeigt, einige der rund 5.000 Genvarianten in ihrem Erbgut trägt, die in der Patentanmeldung WO2021154632 aufgelistet sind. Daher können ZüchterInnen nicht mehr länger alle Sorten für die weitere Züchtung verwenden. Sie können nicht einmal auf wilde verwandte Arten der Soja für ihre Züchtung ausweichen, weil jegliche züchterische Verwendung der betreffenden Gene durch die Patente abgedeckt sind. Im Ergebnis werden diese Patente sozu einem undurchdringlichen Dschungel für alle anderen Züchter.»
    Quelle: http://www.bundestag.de/resource/blob/922214/8bf270a603c1c33b105ec953f7f2cdaf/04-Stellungnahme-Dr-Eva-Gelinsky-data.pdf

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    • Stadtmensch sagt

      Tja, alles was die kleinen Malocher über Jahrtausende erzüchtet haben, wird jetzt in Privateigentum überführt. Der ganze Genpool der Nutzpflanzen- und Tiere. Nachdem die natürlichen Rohstoffvorkommen von Wenigen gewinnbringend angeeignet und verfrühstückt wurden und auch bei Big-Pharma die Bäume nicht in den Himmel wachsen, konzentriert man sich aufs Wesentliche: Gegessen wird schließlich immer!

      Der Übergang in die Tributökonomie, in der eine “Priesterkaste” Zugang zu Lebenschancen gewährt, vollzieht sich langsam und stetig an der “Scheindemokratie” vorbei. Braucht man nur dienende PolitikerInnen. Stichwort SMS + von der Leyen.

      Sollen sie doch ersticken an ihren “Rechtstiteln”. Malocher müssen nur aufpassen, dass sie sich selbst organisieren können, falls mal jemand den Stecker zieht (Hobbyzüchter, open source Entwickler, Handwerk, diese Richtung…)

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      • Reinhard Seevers sagt

        Eckhard Brandt sammelt seit 30Jahren alte Obstsorten und hat bisher 800 alte Apfelsorten gefunden und gepflanzt…es sind div. Boomgarden- Projekte entstanden im Land entstanden. Und, wie viele unterschiedliche Apfel findet ihr im LEH? 3-6 maximal……jede Absicht des Guten muss sich in der Realität beweisen, sonst ist es lediglich ein schönes Hobby, aber keine Veränderung.

        • Stadtmensch sagt

          “Eckhard Brandt sammelt seit 30Jahren alte Obstsorten und hat bisher 800 alte Apfelsorten gefunden und gepflanzt”

          Der werte Herr Bröcker macht es so ähnlich, wie ich mich selbst überzeugen durfte.

          Wollte eigentlich nur nochmal darauf hin schwurbeln, dass patentiertes Leben ganz neuen Schwung in die Debatte um das Recht, andere auszugrenzen, bringen sollte und dass es durchaus Folgen hat, wenn 80% der Menschen in den entwickelten Ländern in Städten wohnen, vollkommen entrückt von den natürlichen Lebensgrundlagen. Die schieben den ganzen Tag Bits und Bytes und träumen von hängenden Gärten, Geld heckendem Geld, Kapitalismus und sonstigen Transformationen.

          • Peter sagt

            Nee, nee du bist schon ganz richtig…ein paar Wenige wollen die richtigen (oder faschen… ?) Schalter in der Hand haben und ein paar schlaue (?) Superreiche wollen bestimmen, in welche Richtung geschaltet wird. …das wird (nicht!!!) lustig 🥴

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      • Andreas sagt

        @Andreas, wo haben Sie das herauskopiert?

        Lesen Sie bitte den Text bis zum Ende, da habe ich,
        wie immer, die Quelle angegeben

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        • Hannah sagt

          Die ich auch schon geteilt hatte. Eine wichtige Quelle. Heute war ich bei einer Podiumsdiskussion mit Politikern der CDU, SPD, Grüne und FDP. Die haben es alle verstanden – nur die Dame von der FDP kam ins Straucheln. Denn die Positionen der FDP deckten sich nicht so ganz mit ihren eigenen als konv. Landwirtin. Auch sie musste schließlich zugeben dass wir ein fettes Problem haben. Wer Lust auf Podcast hat dem sei darüber hinaus der hier vom Gen-ethischen Netzwerk zur Risikobewertung empfohlen: https://open.spotify.com/episode/4Y9cBAcLNBFiqlS2TBvCgG

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      • Reinhard Seevers sagt

        Auszug:”Zuerst mit Hybridsaatgut, dann mit Patenten auf Saatgut, die sie daran hindern, ihr landwirtschaftlich gewonnenes Saatgut wiederzuverwenden und auszutauschen. Dabei sind es die Bäuerinnen und Bauern, die durch diese Praktiken und über die Jahrtausende hinweg die landwirtschaftliche Biodiversität entwickelt haben.”

        Lobpreisung und gleichzeitige Ruinierung, wie dies Schreiberlinge so einen Mist in einen Absatz zusammenkritzeln können ist krass.

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        • Hannah sagt

          @Reinhard: ich teile mal einen anderen Auszug, den ich für bedeutsamer halte:
          “Der globale Saatgutmarkt wird inzwischen von drei Agrochemie-Riesen dominiert: Bayer (der 2018 Monsanto übernommen hat), Corteva und Syngenta. Allein diese drei Unternehmen kontrollieren mehr als 50% des auf 45 bis 50 Milliarden geschätzten Weltmarktes. Im Jahr 2017 erzielte Syngenta einen Umsatz von fast 3 Milliarden Franken.

          Dieses Oligopol ist das Ergebnis zahlreicher Übernahmen und Fusionen. In den 1980er Jahren lag der Marktanteil der 10 größten Unternehmen noch unter 15%. Auf dem Saatgutmarkt war noch eine Vielzahl von kleinen und mittleren Unternehmen tätig. Heute kontrollieren die 10 größten Unternehmen 70% des Marktes.

          Der europäische Markt
          Ein Bericht, von der Fraktion der Grünen im Europäischen Parlament im Jahr 2014 in Auftrag gegeben, zeigt, dass in der EU die fünf größten Unternehmen 95% des Gemüsesaatgutmarktes kontrollieren. Monsanto (2018 von Bayer übernommen) kontrolliert allein 25% des Gemüsesaatgutmarktes in der EU. Bei Mais werden 75% der Marktanteile von den fünf größten Unternehmen gehalten.

          Im Juni 2012 ergab eine Studie von Public Eye und zehn weiteren Nichtregierungs­organisationen, dass der US-Multi Monsanto (2018 von Bayer übernommen) und der Basler Agroriese Syngenta mehr als die Hälfte des europäischen Saatgutmarktes für bestimmte Gemüsesorten halten: 56% der Paprikasorten, 62% der Tomatensorten und sogar 71% der Blumenkohlsorten.”

          Wer nicht wie ich jährlich alles Gemüsesaatgut selbst kauft und ANGs für konv. ungebeiztes Saatgut erst bei OrgXSeeds einträgt und dann vor dem Säen nochmals prüft ob es nicht doch zwischendurch Öko-Verfügbar geworden ist – der bekommt das einfach nicht so direkt mit und spürt auch keine Folgen im täglichen Betriebsablauf. Nebenbei bemerkt: Ich persönlich habe im Gemüsebau kein Problem mit Hybridsaatgut. Da sprechen wir von dem Heterosiseffekt in der 1ten Filialgeneration. Die Erzeugung ist Ökokonform, Elternlinien können wiederholt genutzt werden und ich finde auch das der Erfolg des Züchters natürlich honoriert werden muss. Aber: auch dieselben Sorten können zukünftig durch Crispr/CAS auch erzeugt werden und 1. den ursprünglichen Züchtern patentrechtlich abgenommen werden, sollte nur das Produkt zur Risikobewertung relevant sein, und nicht der Entstehungsprozess und 2. wäre der Entstehungsprozess dann nicht mehr Ökokonform. Übrigens steht in der EU-eigenen Öko-Gesetzgebung das gentechnisch verändertes Saatgut nicht zugelassen ist. Die EU muss also nachschärfen, damit sie sich nicht selbst widerspricht. Darüber kann man als konv. Bauer eine gewisse Schadenfreude entwickeln, aber ich hoffe sehr, das zumindest von allen Bauern auch ganz klar die Risiken des Verlustes an altem Kultursaatgut nicht unterschätzt werden. Nicht umsonst werden Teile davon in Samenbanken eingefroren und für die kommenden Generationen konserviert. Und zu den drohenden oder bereits eingetretenen Abhängigkeiten von Saatgutkonzernen hab ich ja zitiert.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Nachdem das Oligopol der Saatgutunternehmen aufgebrochen ist..
            ..irgendwann, durch irgendwen…..wird das Oligopol des LEH aufgebrochen, gelle?
            Schon Mal nachgefragt in der Bevölkerung oder der Politik, wer dem Ansinnen folgen will oder wird?
            Wer nicht weiß, wo sein Essen herkommt, dem ist es auch egal woher der Bauer sein Saatgut bekommt. Bill Gates wird’s schon richten Hannah.

            • Hannah sagt

              Klingt fast so als wäre es Dir egal Reinhard. Ist es so einfach? Oder ist es das Gefühl gegen diese Übermacht nichts ausrichten zu können? Ist es Resignation? Wie geht es Dir wirklich mit diesem Wissen?

              • Reinhard Seevers sagt

                Ich sehe das Leben als Realität des täglichen, nicht als Wunsch an die Zukunft. Ich sehe auch nicht, dass sich je irgendetwas durch Initiativen gegen Machtstrukturen aus Demokratie und Kapitalismus geändert hätte. Hast du Beispiele?
                Nur wer Einfluss in Form von Geld hat, ändert etwas. Revolutionen führen ins Chaos und in den Tod. Nicht einmal die deutsche Regierung ist in der Lage die Erde in eine andere Drehrichtung zu bringen, im Gegenteil, die Mehrheit der Menschheit dreht entgegengesetzt.

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  7. Andrey sagt

    Die neue Gentechnik mittels Genschere wird als naturidentisch beworben. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir es frei nach eigenen Gutdünken benutzen können.
    Die Antibiotika sind auch natürliche Stoffe die Pilze benutzen um die Bakterien zu dezimieren. und die Resistenzbildung ist auch ein natürlicher Prozess. Durch die Antibiotika haben wir die Evolution von Bakterien hundertfach beschleunigt.
    Wir müssen uns fragen, welche Auswirkungen auf System könnten die unzählige Gen-Änderungen haben die bald auf uns zukommen.
    Denn trotz ihrer “Natürlichkeit”, werden beim CRYSPR viele Tausende Jahre Evolution übersprungen, weil die Änderungen nicht zufällig sind und der Hauptsicherheitsmerkmal der Evolution – ihre Langsamkeit – wird ausgehebelt.

    • Reinhard Seevers sagt

      Tja, Andrey…die Menschen machen, was ihnen möglich ist. Sie züchten demnächst Menschen nach einem Idealbild, sie werden es tun…und du und ich werden es nicht verhindern, wetten?!

        • Jörg sagt

          1.Frage: Was sind bessere Menschen?
          2. Frage: Welche einfachen (realistischen) Ziele gibt es, sie zu “erschaffen”?

          • Andrey sagt

            Jörg,

            bessere Menschen im Sinne genetischen Vielfalt. Die Menschheit ist durch einige historische Ereignisse sehr verarmt. Ich hoffe du kennst Begriffe wie X-Chromosom-Adam und Mitochondrien-Eva. Vor 72 tausend Jahren sind wir fast ausgestorben (genetischer Flaschenhals) durch Ausbruch von Toba Vulkan. Deswegen sind wir alle miteinander mehr oder weniger verwandt. Außerdem lange Zeit haben wir in gleichen Klan geheiratet. Besonders viele männliche Linien sind verschwunden wegen der Kriege, denn Männer blieben meistens in gleicher Sippe und Frauen gingen in eine andere.
            Mit Auslöschung der Sippe durch Krieg verschwand auch die ganze männliche Linie.
            Deswegen sind unsere Abwehrkräfte so schwach, dass wir geimpft werden müssen.
            Die vollständige Theorie ist zu groß um sie hier vorzutragen. Wartet bis das Buch rauskommt. ich suche gerade einen Verleger.

            • Reinhard Seevers sagt

              Das Buch kann gleich wieder eingestampft werden, die Vorboten sind schon erkennbar Jehova-lastig. 🥴 Mit solchen Diskussionen rettet Andrey sicher niemanden und nichts, sondern befeuert die Schwurbelindustrie und die Esoterikfreunde, die Weltuntergangspropheten und Menschenfänger.

              • Andrey sagt

                du musst wohl so was wie ein Hellseher sein, denn anscheinend kannst du ohne das Buch zu lesen dir deine Meinung darüber bilden.
                Aber hey, dieses Buch ist nicht für Hellseher gedacht, deswegen reg dich bitte nicht auf.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich rege mich gar nicht auf, ich amüsiere mich eher. Der Kopp Verlag wird es bestimmt in sein Portfolio aufnehmen, da bin ich sicher.😉

              • Andrey sagt

                Reinhard, du amüsierst dich wohl gerne auf Kosten der anderen, oder?

                Du hast entweder kein gutes Gedächtnis oder eine selektive Wahrnehmung, denn ich habe dir bereits erklärt, dass ich eher aus atheistischen Lager komme und nichts am Hut mit Zeugen Jehovas habe.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Wäre es dir lieber, ich rege mich auf? Nee, ich finde, du unterhälst ganz gut. 👍

              • Andrey sagt

                hä, nicht dein Ernst. es geht lediglich darum die Gesellschaftliche Gebräuche zu brechen damit Menschen sich endlich frei heiraten können.
                Die werden gerade so wie so gerade Durcheinander gebracht. Die ganze Migration usw.

                • Schmeckt gut sagt

                  Blitzt da gerade eine Ideologie durch die Lücke, die wir vor über 75 Jahren überwunden glaubten 😉

                • Reinhard Seevers sagt

                  Schmeckt gut, er will uns in Richtung Polyamorie, Vielweiberei etc. schieben….dafür bin ich zu alt…..und unsere Frauen werden sich das auch nicht wirklich gefallen lassen, denke ich.🤗

    • Reinhard Seevers sagt

      „Transposons und Viren kann man sich als Schmelztiegel der Natur vorstellen. Ihre Verbindung kann unvorhersehbare Auswirkungen haben und zu Genom-Innovationen führen“, erklärt Burga.”

      Tja, wenn schon die Natur so krass ist, was kann dann erst der unnatürliche Mensch noch alles vollbringen….uuuhhaaa….die Natur macht mir Angst. 😎

      • Andrey sagt

        Reinhard, ich verstehe dein Skepsis. Aber man sollte sich fragen, ob da nicht bestimmte Grenzen gibt die man nicht überschreiten sollte. So wie beim radioaktiven Materialien die bis zu einem gewissen Grad ungefährlich sind, können aber auch zu Kettenreaktion führen.

        • Reinhard Seevers sagt

          Jaaaa, in Gottes Namen. Aber wir werden es nicht verhindern, so wie wir auch die Atombombe nicht verhindert haben. Wissenschaft findet weltweit statt, ohne unseren Einfluss. Wer das nicht verstehen will, der muss es ja auch nicht, es wird dennoch geschehen.
          Hast du die Unruhen in Frankreich verhindert, oder den Ukrainekrieg? Nein, wäre erheblich einfacher, als die Wissenschaft einzufangen, glaub mir.

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          • Andrey sagt

            ja ich weiß, Wissenschaft ist die Pandora’s Büchse. ich muss die Wissenschaft nicht aufhalten, das ist die Aufgabe der Politik.

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          • Gabriele Neumann sagt

            Totschlagargumente aus anderen Zusammenhängen (Ukrainekrieg und die Unruhen in Frankreich) sind in einer Diskussion über Gentechnik nicht hilfreich. Dass es viele weitere schlimme Situationen in der Welt gab oder gibt, ist kein Argument, um ein besonnenes Nachdenken über den verantwortungsvollen Umgang mit Gentechnik ad absurdum zu führen. Auch der bedauerliche Gebrauch der Atombombe bedeutet nicht, dass man den verantwortlichen Umgang mit Forschungsergebnissen deswegen komplett aufgeben muss, im Gegenteil. Wir sind aufgerufen, unseren Verstand zu gebrauchen und es gilt, die sachliche Diskussion darüber zu fördern, nicht mit pessimistischen Äußerungen mundtot zu machen.

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            • Bauer Willi sagt

              Es ist sinnlos. Andrey will uns alle bekehren. Nur wir wollen nmicht verstehen, dass er die einzige Wahrheit kennt. Vermutlich, weil er so viel googelt und dann ganz tolle Dinge entdeckt.

              Ich werde nicht mehr auf ihn reagieren. Verlorene Zeit.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Wir sind aufgerufen, unseren Verstand zu gebrauchen und es gilt, die sachliche Diskussion darüber zu fördern, nicht mit pessimistischen Äußerungen mundtot zu machen.”

              Im Gegenteil, jeder darf seine Meinung äußern. Wir haben über den Einfluss des Einzelnen auf die Wissenschaft gesprochen und da habe ich den Ukrainekrieg und die Unruhen in Frankreich als Beispiel individueller Machtlosigkeit, der angeblichen Einflussnahme gegenüber der Wissenschaft, angeführt.
              Ich glaube auch nicht, dass man sich in einem blogg sachlich über Wissenschaft austauschen kann….am Ende geht es immer um Gefühle, individuelle Risiko- und Gefahreneinschätzung….und ich sehe es als unbeeinflussbare Sache an.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Aus dem Beitrag:
      “Für die Landwirtschaft wäre das in vielerlei Hinsicht ein Gewinn. So war es für EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans ein einfacher Deal: Die Landwirte akzeptieren, dass die Kommission mit der Reform der Pestizidrichtlinie dafür sorgt, dass der Pestizideinsatz bis zum Jahr 2030 halbiert wird. Zugleich macht sie den Weg für die Zulassung von Saatgut frei, das mit der Gen-Schere oder vergleichbaren Verfahren verändert wurde.”

      DAS wäre dann ja wohl der ultimative Beweis, dass Timmermans von der zukünftigen Gentechnik-Lobby und den kapitalstarken Stakeholdern gekauft wurde…jetzt wird auch ein Schuh draus!!

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      • Bauer Willi sagt

        Timmermanns sieht seine Felle schwimmen und versucht jetzt einen Kuhhandel. Damit entlarvt er sich selbst.

        Die EVP ist ja nicht alleine, sondern hat auch die Liberalen und die Freien Wähler mit an Bord gegen den Green Deal. Es ist halt nur verdammt knapp…

        Bei der nächsten Europa-Wahl müssen wir alle zur Wahl gehen. Wer nicht wählt, stärkt die Rot-Grün-Linke-Fraktion in Brüssel.

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    • Andrey sagt

      Ein kleines Denkanstoß…
      Dank Darwin wissen wir, dass alle Wesen sich anpassen. inzwischen haben sich sogar Elefanten angepasst und es werden immer mehr männliche Tiere ohne Stoẞzähne geboren.
      da sollte man sich doch fragen, warum passiert es nicht mit Kultur-Pflanzen im Landwirtschaft.

  8. Marian E. Finger sagt

    In diesem Thread kann man das eigentliche Problem, das der Mensch hat, sehr schön erkennen.

    Die einen wollen die Gesellschaft grundlegend verändern und zu einem Leben in der Symbiose mit der Natur hinführen, die sie dann angeblich mit einem paradiesischen Leben belohnt.

    Die anderen wollen die Welt grundlegend verändern, mit Gentechnik beispielsweise. Hier ist es die Technologie, die den Menschen dann angeblich ein paradiesisches Leben ermöglicht.

    Die beiden sich gegenseitig bekämpfenden Gruppen gehören zusammen wie die zwei Seiten derselben Medaille. Gemeinsam ist beiden Gruppen, dass sie von einem wie auch immer gearteten Paradies träumen. Gemeinsam ist beiden Gruppen, dass sie nie in der Gegenwart leben, sondern sich mit ihrem Geist ständig in der Zukunft befinden, die wahlweise zwischen Weltuntergang und Paradies changiert.
    Gemeinsam ist auch beiden Gruppen, dass sie mit dem Erreichten nie zufrieden sind, sondern die Welt geradezu zwanghaft ständig verändern müssen. Gemeinsam ist beiden, dass weder das Paradies der einen noch der anderen Gruppe wirklich lebenswert ist. Gemeinsam ist beiden Gruppen auch, dass sie glauben, sie haben mit der jeweils anderen Gruppe nichts gemeinsam, worin sich beide Gruppen gewaltig irren.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Naja, Marian, ich will nur weiter billig und nach Malle…..so wie die Mehrheit auch.🤗🙊

    • Hannah sagt

      Gemeinsam ist bei beiden, dass sie im Fokus von globalen wirtschaftlichen Interessen, der Öffentlichen Meinung und von Politikern und Unternehmen versuchen müssen in einer immer extremeren Wirklichkeit – die man vor der eigenen Haustür wahrnehmen kann – versuchen die Bevölkerung und schließlich auch die eigene Familie zu ernähren und den Betrieb für die kommenden Generationen zu sichern und diese Zukunft lebenswert zu gestalten. Die äußeren Einflüsse und der Druck auf Bauern sind jetzt schon gewaltig. Wir müssen Selbstbestimmt bleiben und dazu gehört (weitere) Patente auf Saatgut zu verhindern.

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      • Reinhard Seevers sagt

        …..bevor man gegen Saatgutpatente ist, muss man ökonomisch überlebt haben.

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      • Brötchen sagt

        Hannah die Probleme, die sie beim Saatgut ansprechen, fussen doch darauf, dass Züchtung und auch der Zulassungsprozess sehr teuer ist, sodass sich nur noch eine internationale Vermarktung lohnt.
        Im System der gesamten Geldströme, die ja mal anders waren, vor der Mauer und vor der Globalisierung.
        Die Grünen jaulen ja auch nur und machen nur in kleinem Umfang selber Zucht! Auch aus den obigen Gründen.
        Das bestimmte alte Sorten und Rassen nun soviel besser sind, wenn sie denn überhaupt besser sind, ist denke doch auch ne Lebenslüge, die sich so schön anhört und die auch Journalisten gerne aufgreifen.

        Aber es gibt z.b. beim Soja und auch beim Mais ein extremes Sortenspektrum, für ein weites Anwendungsfeld!

        Das da irgendwas verengt ist, kann ich nicht sehen.
        Und es wird eben nur das bearbeitet, was auch Kunden brauchen.

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        • Hannah sagt

          @Brötchen: “Aber es gibt z.b. beim Soja und auch beim Mais ein extremes Sortenspektrum, für ein weites Anwendungsfeld!” – ja noch gibt es die… lass der Entwicklung ihren Lauf und alle kleinen genossenschaftlichen oder familiengeführten Saatgutunternehmen sind platt. Auch Enza Zaden, Rijk Zwaan, Raiffeisen etc. Denn die können sich die Patente, die es auf jede mögliche Veränderung gibt einfach nicht mehr leisten. Das ist schon jetzt ein anstrengender Prozess für die Züchter sich im Patentdschungel zurecht zu finden und wird bald unmöglich. Dann hast Du die Wahl zwischen 3 Mais- oder Sojasorten und das Patent liegt in China.

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          • Brötchen sagt

            Ach diese Angstmache lese ich schon seit Jahren, ach seit Jahrzehnten!

            Es gibt beim Soja in Dt. mind. 10 Sorten wenn nicht mehr usw. Mais sicher 20.
            In den Biolandbau geht soviel Geld und das wird überall unterstützt, alle Zeitungen sind voll von dem Zeugs……also dann züchtet doch selber!!!!
            Zudem könntest Du dann bei Deinem Angstszenario auf die nicht patentierten Sorten zugreifen und selber züchten. Zudem tangiert ja Bio Mais und Soja nicht, weil ganz ganz böse….Schwefel und so.

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          • Bauer Willi sagt

            Ich verstehe nicht, warum immer wieder “die Abhängigkeit von den Saatgut-Konzernen” als schlimmes Szenario an die Wand gemalt wird. Allen voran die “Wir haben es satt-Fraktion”.

            Ich habe es in meinen Bücher schon geschrieben: Ich bekomme so viele Prospekte von so vielen Züchtern ins Haus geschickt und kann frei auswählen. Seit Jahrzehnten. Und all diese Züchter (auch kleine) arbeiten bereits mit den neuen Züchtungsmethoden. Halt nicht in Deutschland.

            Kann es sein, dass die NGO diese Angstmacherei bewusst pflegen?

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    • evo.... sagt

      Ich denke der BÖLW will Verbraucher entmündigen. Wenn 80% der Verbraucher verhetzt sind, sollten die anderen 20% sich für gesundes Essen entscheiden können.

      Empirisch:

      Amerikanische Sportler sehen durchwegs gesünder aus als deutsche. Monsanto bietet Qualitäts-Food im Gegensatz zu unseren Pflanzen, die nach Methode Tschernobyl gezüchtet wurden.

      • Hannah sagt

        @evo: lass uns doch in einem Forum für konv. / integriert wirtschaftende Landwirte beim Thema Patente bleiben und die Diskussion nicht gezielt in eine Richtung lenken in der mit uns Ökos sowieso kein gemeinsamer Nenner zu finden ist. Über wertgebende Inhaltsstoffe oder PSM haben wir in anderen Chats hier auch schon reichlich und erschöpfend gesprochen. Aber: Unsere Lebensgrundlagen werden grade an Syngenta/ChemChina und andere Saatgut-Konzerne verkauft. Aber die werden es ja sicherlich immer gut mit uns meinen. Da kann man sich so wie bei Medikamenten stehts drauf verlassen, nicht war?

        ansonsten:
        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/883381/umfrage/nationen-mit-meisten-dopingverstoessen-sport-weltweit/

        Amerikaner dopen mehr… und nutzen fürs Beauty-erscheinungsbild auch mehr Bräunungscreme als wir Deutschen. Der vgl. mit der Gesundheit von Sportlern ist aus meiner Sicht ein überflüssiger Beitrag wenn es um die Sicherung von Nahrungsmittelgrundlagen für alle geht.

  9. Hannah sagt

    https://taz.de/Neue-Gentechnik/!5938287/

    Speziell das Thema Patentrecht + Saatgut zeigt, dass es in keinem Interesse irgendeines Bauern sein kann *zum jetzigen Zeitpunkt* dieses Gesetz in der EU unwiedersprochen zu verabschieden. Das eint uns Bauern eigentlich – egal ob Öko oder nicht. Nur das es manche nicht glauben wollen und nicht sehen wollen welche Geldgier und welch Eigennutz im Namen der vermeintlichen Weltrettung uns da vorgeführt werden. Ich glaube nicht an “giftige” Gene. Ich habe tatsächlich “nur” berechtigte Sorge vor dem Saatgut-Oligopol. Das kann ein böses Erwachen geben. Ich habe schon in den letzten 2 Jahren erlebt, das große Saatgutkonzerne die kleinen schlucken. Das kleinere Unternehmen von diesem Gesetz profitieren könnten, daran glaube ich nicht. Es wird damit Enden, dass die Landwirte es auf zwei Seiten mit Oligopolen zu tun haben: dem Saatgut und PSM-Händler und dem Supermarkt auf der anderen Seite. Für uns wird dadurch nichts besser, denn die Konzerne sind letztendlich ihren Aktionären Rechenschaft über ihre Gewinne schuldig. Das ziehen sie schon immer aus der Erde, die der Bauer bewirtschaftet. Und dessen Abhängigkeit wird nur größer mit diesem Gesetz. Wacht auf, es ist nicht in unserem Interesse!

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    • Bauer Willi sagt

      Oh Hannah, das durfte jetzt nicht kommen. Die TAZ und Jost Maurin. Schau mal, was der sonst so schreibt: https://taz.de/Bauer-als-Chemie-Lobbyist/!5631848/

      Ich hatte übrigens am nächsten Tag meinen zweiten Herzinfarkt.

      Und bitte keine Formulierungen wie “Wacht auf”… Es sei denn, Du bist bei den Zeugen Jehovas, dann ist es natürlich akzeptiert. 🙂

      Und nochmals: Urs Niggli ist doch auch nicht blöd. Warum findet er als Bio-Papst die neuen Züchtungmethoden akzeptabel?

  10. Andrey sagt

    @Ludger Weß

    “Und wenn Sie alles Restrisiko ausschließen wollen, dann sollten Sie weder an die Sonne gehen (Krebsgefahr), noch Alkohol trinken (Krebsgefahr) noch das Haus verlassen (Verkehrsunfälle)”

    Sie verstehen es falsch, es geht hierbei nicht um einzelne Personen, sondern um die Gefahr für die Menschheit. Es geht um den großen Filter. Laut Theorie, scheitern die Zivilisationen möglicherweise an Technologien die sehr erfolgsversprechend sind, aber ungeahnte gefahren in sich verbergen. So eine Technologie könnte die Gentechnik sein. Nicht unbedingt weil die Pflanzen allesamt giftig werden, aber vielleicht weil ein Virus aus dem Labor entwischt. Der Pockenvirus wurde eliminiert, so dass die Impfungen nicht mehr notwendig sind und werden auch nicht durchgeführt. Aber in Laboren existiert er immer noch und Forschung läuft weiter. was wenn ein “verbessertes” Pockenvirus aus einem Labor entkommt und niemand ist geimpft?
    Da sitzen wir alle auf einem Pulverfass.
    2019 entkam COVID-19 aus Wuhan. was kommt als nächstes?

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  11. Andrey sagt

    “ohne Pestizide, Herbizide, Massentierhaltung, ja sogar ohne den falschen Weg Ackerbau auskommt, können Sie 50 Millionen Menschen ernähren, aber keine acht Milliarden”

    Marian, erstens, es passiert ja nicht von heute auf morgen,
    Außerdem es ist sehr wohl möglich die Bevölkerung zu reduzieren. China hat gezeigt, dass und wie es geht. ich weiß, dass die Umsetzung von one child Politik ziemlich holprig war, aber mit einigen Anpassungen liegt es in Bereich des möglichen.
    und ich denke, dass man mit meiner Methode viel mehr als 50 Millionen ernähren kann. vermutlich bis zu 2 Milliarden.
    Eins ist sicher – die intensive Landwirtschaft führt zu vielerlei unlösbaren Problemen.
    Ich empfehle Ihnen der Film “Kiss the ground” auf Netflix anzuschauen.

    • Reinhard Seevers sagt

      Andrey, es gab schon Mal einen Deutschen allerdings mit österreichischem Migrationshintergrund, der wollte auch die Welt umkrempeln zu seinen/unseren Vorteilen. formen. Auch der hatte nicht auf dem Schirm, dass die Mehrheit der Menschheit das nicht wollte. Warum sollte Ihre Idee besser funktionieren.

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      • Andrey sagt

        meine Idee stammt aus anderen Quellen. eigentlich es ist gar nicht meine Idee. ich habe es nur entdeckt.
        denken Sie nicht, dass die braune Karte in dieser Diskussion zu spielen etwas überzogen wirkt?
        Sie könnten möglicherweise aus meinem Vornamen ableiten aus welchem Land ich komme und nichts liegt mir ferner als national Sozialismus.

        • Reinhard Seevers sagt

          Der Bezug zum Gröfaz steht für den Anspruch die Welt nach einem Ziel ausrichten zu wollen….man kann auch die Religion nehmen, hat auch nicht geklappt mit der Missionierung.

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          • Andrey sagt

            Reinhard, die Welt ist bereits nach einem Ziel ausgerichtet (Profit). Ich sehe nichts Verwerfliches darin eine bessere Ausrichtung zu finden, denn heutige Ausrichtung ist echt sch***e: Umweltverschmutzung, Artensterben, ständige Kriege, Menschenhandel und Ausbeutung, noch schlimmer geht es kaum.

            • Reinhard Seevers sagt

              Du hast einfach zu viel Angst und bist anscheinend noch zu jung…..es gab nie in den letzten 2000 Jahren weniger Kriege, nie mehr Menschen, und doch viel mehr Ausbeutung. Irgendwie ist Ihr Geschichtswissen rudimentär.

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              • Andrey sagt

                Reinhard, da kann ich nur lachen.
                Erstens, ich bin mit höher Wahrscheinlichkeit älter als Sie.
                Zweitens, die blutigste Krieg waren mit Sicherheit die beiden Weltkriege.

                Laut Wikipedia hat Zbigniew Brzeziński die Anzahl der getöteten Kriegsopfer für das 20. Jahrhundert auf 187 Millionen geschätzt.

                Die Anzahl der Kriege nach 1945: 218.

          • Andrey sagt

            Reinhard, das mit Religionen hat eigentlich ziemlich gut geklappt. 84% der Weltbevölkerung gehören einer Religion an (Tendenz steigend) und den Rest glaubt an Geld. Deutschland ist gerade im Abwärtstrend, aber es muss nicht unbedingt immer so bleiben.

    • schmeckt gut sagt

      Jetzt wird es aber “cranck”. 8 Mrd Menschen mit neuen (dann mittelalterlichen) Methoden ernähren wollen. Bei einem Anteil von gut einem Prozent Landwirte in D. Zugegeben in z.B. Osteuropa gibt es einen höheren Anteil, wobei diese Landarbeiter aber auch weniger körperlich arbeiten wollen und auch sollten. Andrey, erkennen sie nicht, dass es nicht mehr genug Landarbeiter geben wird, für ihren “Plan”. Und schreiben sie jetzt bitte nichts über KI etc. Diese funktioniert nur sehr eingeschränkt und ist unbezahlbar.

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    • Marian E. Finger sagt

      @ Andrey

      Wenn es nicht von heute auf morgen passiert, welchen Zeitraum veranschlagen Sie dann für die Reduktion der Menschheit von acht auf zwei Milliarden? Wenn Sie zu den Klimapanikern gehören, müssen Sie doch davon ausgehen, dass die Sache mit der Reduktion noch in diesem Jahrhundert über die Bühne gehen muss. Für einen, der an den Weltuntergang glaubt, ist es sonst doch eh zu spät.

      Es macht übrigens einen Unterschied, ob man das Bevölkerungswachstum verlangsamt, wie die Chinesen, die inzwischen ja von der 1-Kind zur 3-Kind-Politik gewechselt haben, das eine Zeitlang gemacht haben oder ob man die Menschheit reduzieren will. Wollen Sie sich für aktive Sterbehilfe für 40jährige einsetzen? Die Medizin abschaffen? Kinder einem Überlebenskampf aussetzen? Lose verteilen und wer eine Niete zieht, kriegt kein Essen mehr? Oder wie stellen Sie sich das konkret vor?
      Wer entscheidet in Ihrem Modell, welche Menschen sich noch fortpflanzen dürfen und welche nicht? Sie?

      Tatsache ist doch, dass wir acht Milliarden Menschen sind, da nützt es nichts, Modelle zu entwerfen, in denen lediglich zwei Milliarden Menschen leben können. So ein Modell kann ich leider nicht ernst nehmen, weil es nicht auf die gegebene Situation passt. Sorry!

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      • Andrey sagt

        also beim 1 Kind Politik reduziert man die Menschheit ziemlich schnell. ist relativ einfach, aus 2 mach 1. Die Folgen sind Überalterung der Bevölkerung. es muss aber nicht für immer so bleiben. denn irgendwann geht man zu 2 Kind Politik über.

        Ganz ehrlich, ich weiß nicht, wieviel Menschen kann man mit meiner Methode ernähren. man muss halt erstmal versuch starten und sehen was daraus wird. Es wäre möglich, dass wenn man statt einen Krieg gegen die Natur zu führen in Symbiose mit ihr lebt, wird man mit Überfluss belohnt. aber wie gesagt, man muss es versuchen

        die Frage, wer sich fortpflanzen darf, scheint mir fehlgeleitet zu sein, denn jedes Paar darf sich fortpflanzen, darf aber nur ein Kind haben. in China haben sie ein großes Fehler gemacht. da dürfte man keinen zweiten Kind bekommen falls das erste starb oder entführt wurde. das hat zu vielen Problemen geführt, vor allem zu Kinderhandel. aber dieses Problem kann man vernünftig lösen.

        Aktive Sterbehilfe war im Film “Green Soylent”. Aber so was würde ich niemals befürworten.

        Irgendwann muss man sich mit der Überbevölkerung auseinander setzen, sonst werden wir 50 Milliarden und was dann?

        • Mark sagt

          “Aktive Sterbehilfe war im Film “Green Soylent”. Aber so was würde ich niemals befürworten.” Na Gott sei Dank, ich hatte schon befürchtet…..

            • evo.... sagt

              Organisationen wie die Grünen oder NaBu oder Bund, oder……..könnten sich doch mit der evangelischen Kirche zusammen tun und den Leuten ein freiwilliges vorzeitiges Ableben schmackhaft machen. Ein toter Mensch ist nun mal der umweltfreundlichste Mensch.

        • Reinhard Seevers sagt

          …”sonst werden wir 50 Milliarden und was dann?”

          Na und, du verhindert das nicht und erlebst es auch nicht. Du bist einfach naiv.

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          • Andrey sagt

            Ich bin sprachlos, Reinhard.
            Du willst alles so weiter laufen lassen. Ist dir alles etwa gleichgültig? Nach mir die Sintflut? Hast du keine Kinder?
            Es ist zum Fremdschämen.

            • Reinhard Seevers sagt

              Ich hab sogar drei Kinder, die sind aber nicht so welt- und lebensfremd wie du. Rette die Welt…..einige der 8 Milliarden werden dir folgen, da wette ich drauf.
              Es ist zum Fremdschämen und zum Brüllen, wie viele Naive in diesem Land rumlaufen.

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              • Andrey sagt

                na dann frag dich, welche Zukunft deine Kinder erwartet und ob es dir so egal ist.
                Und Frag dich warum du denkst, dass du nichts ändern kannst.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Du kannst nichts ändern, auch wenn du das glaubst ….aber glaube weiter an deine Religion.

        • Andreas sagt

          Andrey,
          Tatsache ist doch, dass in allen Kontinenten, ausser in Afrika
          die Bevolkerung mehr oder weniger stark schrumpft.
          Gerade in Afrika gibt es sehr viel Ackerland das zur Zeit brach
          liegt und nicht bewirtschaftet wird.
          Dass bei uns im Ökolandbau nur die Hälfte des Ertrages der
          intensiven Landwirtschaft geerntet wird ist richtig.
          Das ist aber nur in Europa so, In anderen Kontinenten ist ein
          Weizenertrag von 40 dt/ha schon viel höher als der
          durchschnittliche konvenionelle Ertrag .
          Viele Beispiele zeigen, dass mit biologischen Methoden diese
          Weizenerträge fast überall auf fruchtbaren Böden zu erreichen sind.
          Ich würde auch sofort den Export von Hühnerfüßen nach Afrika
          einstellen.
          Hühnerfüße gelten bekanntlich in Afrika als potenzsteigernd.

          • evo.... sagt

            Andreas hat geschrieben:

            Ich würde auch sofort den Export von Hühnerfüßen nach Afrika
            einstellen.
            Hühnerfüße gelten bekanntlich in Afrika als potenzsteigernd.

            Meine Frage:

            Hat der Andreas wohl selber Probleme mit der Potenz?

        • Marian E. Finger sagt

          @Andrey
          “Es wäre möglich, dass wenn man statt einen Krieg gegen die Natur zu führen in Symbiose mit ihr lebt, wird man mit Überfluss belohnt. aber wie gesagt, man muss es versuchen.”

          Wenn dieser Satz richtig wäre, hätten die Steinzeitmenschen im Überfluss gelebt. Stattdessen haben sie sich gegenseitig aufgegessen, und die Erklärung dafür ist, dass sie Hunger hatten, nicht aus religiösen Gründen. Der Toten- und Begräbniskult als erste religiöse Äußerung der Frühmenschen kam erst später.

          Wenn dieser Satz richtig wäre, hätte es im Mittelalter keine Hungersnöte gegeben, denn da haben die Menschen noch weit mehr in Symbiose mit der Natur gelebt als heute. Es gab aber zahlreiche Hungersnöte, und längst nicht alle waren durch Kriege bedingt. Und das, obwohl die Menschheit damals weit unter einer Milliarde Mitglieder hatte.

          Wenn dieser Satz richtig wäre, wären Naturvölker, sofern es heute überhaupt noch echte Naturvölker gibt, überaus friedliche Gesellen. Sind sie aber nicht. Im Schnitt bringen Naturvölker 15% ihrer Mitmenschen um die Ecke. Im Amazonas lebt das blutrünstigste Naturvolk, die Warani, die bringen es auf eine Mordrate von 60%. Die haben natürlich kein Problem mit Überbevölkerung.

          Wenn dieser Satz richtig wäre, würden alle Wildtiere glücklich im Überfluss leben. Tun sie aber nicht. Die Wildtiere erfahren in ihrem Leben mehr Tierleid als die Stalltiere und die Natur belohnt sie nicht mit Überfluss, sondern mit Hunger, Durst, Kälte, Parasiten, Todesangst, Verletzungen, frühem Ableben usw.

          Bevor eine These in die Welt gestellt wird, sollte man diese auf Ihre Richtigkeit hin überprüfen. Haben Sie das getan, mit Ihrer Methode bspw. 10 Jahre lang in der Symbiose mit der Natur in diesem Überfluss gelebt? Was heißen würde, dass sie in dieser Zeit in keinen Laden gegangen sind, keinen Arzt aufgesucht haben, kein Auto/Bus/Bahn/Flugzeug/Fahrrad benutzt haben, weder Plastikmüll noch einen CO2-Abdruck verursacht haben usw.
          Für die Aufstellung einer These reicht es nicht, Bücher von Wolf Störl oder wie diese Permakultur-Leute und Symbiose-Fanatiker alle heißen, zu lesen. Man muss seine Hypothese experimentell überprüfen.

          Falls Sie ein solches Experiment nicht durchgeführt haben, liegt das an Ihnen und nicht an der geldgierigen Gesellschaft oder wen immer Sie dafür verantwortlich machen wollen.

          Fazit: Ich persönlich bin nicht bereit, bei Ihrem Menschheits-Experiment mitzumachen.

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          • Andrey sagt

            es geht nicht um die Naturvölker und nicht um Tiere, sondern um uns, zivilisierte Menschen.
            Die Naturvölker hatten das nötige Wissen nicht.
            Das Wissen stammt übrigens nicht von mir. ich bin nur der Überbringer. Also hört bitte auf mich anzugreifen. Habt Geduld, es wird ein Buch rauskommen in den nächsten 6 Monaten. ich kann euch jetzt keine weiteren Details nennen.

            • Reinhard Seevers sagt

              …..eine neue Bibel? Mit der ultimativen Wahrheitsbotschaft? Da bin ich aber gespannt.🙄

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  12. Andreas sagt

    Gen-Schere verursacht Chaos im Erbgut von Pflanzen
    Aktuelle Publikationen zeigen, dass der Einsatz der Gen-Schere CRISPR/Cas bei Pflanzen mit einem wesentlich höheren Risiko für tiefgreifende Störungen des Genoms verbunden ist als bisher angenommen wurde. Davon können große Regionen im Erbgut betroffen sein.
    Dabei spielt die sogenannte ‚Chromothripsis‘ eine wichtige Rolle. Mit Chromothripsis wird ein Phänomen bezeichnet, bei dem sich in einem ‚katastrophischen’ Ereignis Hundert von genetischen Veränderungen auf einmal ereignen können. Dabei können viele Abschnitte des Erbguts vertauscht, verdreht, neu kombiniert oder auch verloren gehen. Bei Zellen von Säugetieren (und Menschen) war bereits bekannt, dass diese Effekte durch den Einsatz der Gen-Schere CRISPR/Cas ausgelöst werden können. Jetzt wurden erstmals auch chromothripsisartige Effekte bei Pflanzen nachgewiesen, deren Erbgut mit CRISPR/Cas verändert wurde.
    Quelle: http://www.testbiotech.org/node/3074

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    • Dr. Weß Ludger sagt

      Das ist der Versuch, Laien mit Worten wie „katastrophales Ereignis“ und so weiter Angst vor einer Technologie einzujagen. Chromothripsis ist ein sehr seltenes Ereignis, dass aber genauso gut bei der Mutationszüchtung mit Bestrahlung und Chemikalien auftreten kann. Tatsächlich benutzen Forscher im Labor genau diese Techniken, um Chromothripsis bei Pflanzen auszulösen. Im übrigen könnte man solche Pflanzen ohne Bedenken essen, denn sie werden dadurch nicht giftig. Im übrigen machen sich solche Ereignisse dann auch oft an den äußeren Erscheinungsmerkmalen der Pflanze bemerkbar, so dass sie jedem Züchter auffallen würden. Was Testbiotech, ein Verein, der davon lebt, Gentechnik schlecht zu machen, mit solchen Artikeln bezweckt, dürfte ziemlich klar sein.

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    • Christian Bothe sagt

      Soviel Unsinn auf einem Haufen… Ist genauso wie die Verdammung von grüner Gentechnik durch irgendwelche ewig Gestrigen! Wenn es die rote Gentechnik nicht gaebe? Was würden unsere 2 Blogger ( Andreas + Andrey) da wohl machen ( im Bedarfsfalle, was ich Ihnen nicht wünsche).

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      • Andreas sagt

        Herr Bothe, Hat hier irgend jemand was gegen die Rote Gentechnik gesagt ?
        Was wurde vor 30 Jahren bei der Roten Gentechnik alles versprochen:
        Krebs wäre in höchstens 20 Jahren kein Problem mehr.
        Organe können im Labor für jeden passend aus den eigenen genveränderten
        Zellen gezüchtet und eingesetzt werden.
        Zuckerkrankheit könnte geheilt werden, Insulin spritzen sollte schon
        längst nicht mehr notwendig sein.
        Was wurde erreicht ? Nichts vom dem !!!
        Das kann man leider auch nicht Green Peace in die Schuhe schieben
        Statt noch mehr Pflanzen gegen Herbizide resistent zu machen
        und die Bauern über Patente zu enteignen, sollte endlich mehr
        bei der Roten Gentechnik erreicht werden.

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        • evo.... sagt

          Mit roter Gentechnik hat man immerhin Bakterien soweit verändert, dass sie Insulin produzieren. Jetzt braucht man nimmer die Bauchspeicheldrüsen von Schweinen und Rindern zu Medizin verarbeiten.

          Keine Chance mehr für Bio-Bauern auf Skandale wie BSE.

          • Jörg sagt

            Mit durch Gentechnologie veränderten Hamster Nierenzellen ist es gelungen,den für Bluter lebensnotwendigen Gerinnungsfaktor VIII zu produzieren.Seitdem muss er nicht mehr aus Spenderblut isoliert werden.Durch Spenderblut das mit HIV infiziert war,sind in den 90er Jahren viele Menschen gestorben.

  13. Georg Johann Brand sagt

    Alleine im letzten Jahr (also nur in 2022 !!!) wurde Regenwald in der Größe der Schweiz (rd. 4 Mio. Hektar) abgeholzt. Regenwaldvernichtung kann man mit 700 bis 1000 to. CO2 je Hektar gleichsetzen, also 3 bis 4 Mrd. to. CO2, was etwa 40 bis 50 to. je Bundesbürger entspricht. Deutschland dürfte also 4 bis 5 Jahre nichts emittieren, um das auszugleichen.
    Hintergrund dieser Entwicklung ist der zunehmende Verzehr von Lebensmitteln (u.a. Avocado, Maracuja und andere) die bei uns nicht wachsen, v.a. aber die zunehmend um sich greifende “Ökologisierungs- und Extensivierungsideologie” der Grünen, getrieben von diversen NGO’s.
    Deutschland hat bei Nahrungsmitteln nur noch eine Selbstversorgung von etwa 85%, laut Website des Landwirtschaftsministeriums. Nennenswerte Überschüsse, gibt es nur bei Schweinefleisch (rapide sinkend), Kartoffeln und Zucker. Bei Kartoffeln ist ein Rückgang durch Flächenverluste aufgrund der nationalen Moorschutzstrategie (v. a. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern) zu befürchten, die Zuckerproduktion könnte durch SUR gefährdet sein und die ohnehin gravierende Unterversorgung bei Obst und Gemüse aus dem gleichen Grund.
    Die Differenz zum Bedarf importieren wir, was einer Fläche von 3 – 4 Millionen Hektar entspricht. In der EU liegen die Flächenäquivalente, die wir importieren, bei fast 35 Mio. Hektar. Richard Fuchs, vom Karlsruhe Institut für Technologie, stellt dies in einer sehr lesenswerten Stellungnahme für den Agrarausschuß des Bundestages, in direkten Zusammenhang mit der Regenwaldabholzung.
    Diesen Zusammenhang sehe ich auch, seit Jahren – und die Gefahr, dass sich das weiter beschleunigt (SUR Planung der EU, Ökostrategie der Ampel, „Flächenverbrauch“, Wiedervernässung von Mooräckern usw.).
    Erfreulicherweise haben Manfred Weber und die EVP im EU Parlament, durch das Abstimmungspatt, das erst einmal gestoppt – und sie haben die Weichen gestellt für die Sicherung der Erzeugung auch im Klimawandel (durch die Entscheidung zu Crispr/Cas).
    Zu Letzterem sind die Gegner allerdings schon wieder unterwegs um Ängste in der (unaufgeklärten) Bevölkerung zu schüren. Angst davor ist aber unbegründet, Angst vor dem Klimawandel dagegen schon !.

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    • Andrey sagt

      wenn man ein Fehler gemacht hat, ist es kein Grund um noch schlimmere Fehler zu begehen. CRYSPR ist mitnichten harmlos bzw. natürlich.
      Diese Thema ist viel zu kompliziert um hier ausführlich zu erläutern.
      https://www.irbbarcelona.org/en/news/scientific/gene-editing-crisprcas9-can-lead-cell-toxicity-and-genome-instability
      weiterhin existieren Effekte die bereits Antibiotika zum Fall gebracht haben wie horizontale gentransfer. nun horizontale gentransfer gibt es nicht nur zwischen Bakterien, sondern auch zwischen großen Organismen.
      https://www.spiegel.de/wissenschaft/resistenz-in-wandergenen-a-566779f7-0002-0001-0000-000013693232
      eine neue Studie hat gezeigt dass die krebserregende Wirkung von angebrannten Essen durch die zerstörte Gene verursacht wird, denn offensichtlich werden die Gene aus Lebensmittel vom Körper direkt übernommen.
      das heißt, dass wenn wir genmanipulierte Getreide essen, dann sind wir ein paar Jahre später auch genmanipuliert.
      https://www.news-medical.net/news/20230613/Heat-damaged-DNA-in-food-may-contribute-to-genetic-risks.aspx

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      • Bauer Willi sagt

        Sie mögen verzeihen, wenn ich Ihre Einlassungen als groben Unfug bezeichne. Ich darf das so sagen, denn ich bin Dr. agr. und habe auch Pflanzenzüchtung gelernt. Der Satz “dass wenn wir genmanipulierte Getreide essen, dann sind wir ein paar Jahre später auch genmanipuliert” belegt den Unfug endgültig. Wir essen seit Jahrhunderten genetisch verändertes Getreide. Und nicht nur Getreide. Viele Gemüsearten gäbe es überhaupt nicht, wenn sie nicht gezüchtet und die Gene der Ausgangspflanze verändert (“manipuliert”) worden wäre.

        https://www.plantura.garden/gemuese/kohl/urkohl

        Ich weiß, dass Sie mir diese Beurteilung nicht abnehmen werden. Und das ist eigentlich die größte Gefahr in unserer Gesellschaft: Wissenschaft wird für die eigene Ideologie mißbraucht. Es ist erst ein paar Jahrzehnte her, dass das schon einmal so war…

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        • Andrey sagt

          sie haben zwar viel gelernt, aber anscheinend nicht das Lesen und auch kein logisches Denken. ich habe eine Studie angegeben, die zum Schluss kam, dass die Gene aus Essen direkt im Körper benutzt werden können. Deswegen ist angebranntes Essen krebserregend.
          Bitte denken sie darüber noch mal nach.
          außerdem kann CRYSPR zu gen-instabilität und Zell -Toxizität führen.
          und Wandergene sollen wir auch nicht vergessen.

          viele Dinge in der Natur funktionieren obwohl sie eigentlich unmöglich sind. zum Beispiel die Fusion in den Sternen sollte eigentlich erst bei 100 Millionen Grad starten. aber sie tut es viel früher – schon bei 15 Millionen Grad. und zwar durch Tunneleffekt. die Wahrscheinlichkeit dafür ist verschwindend klein und doch sehen wir unzählige Sterne im Himmel.

          benutzen sie ihr Denkorgan und lernen sie aus Antibiotika Geschichte.

          • Bauer Willi sagt

            Ihre Einlassungen zeigen, dass Sie die Grundzüge der Biologie nicht kennen. Von daher macht es wenig Sinn, weiter miteinander zu reden. Aber vermutlich werden Sie mir jetzt wieder unterstellen, dass ich keine Ahnung habe.

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          • Jörg sagt

            Vielleicht sollten Sie sich erst einmal informieren, wieso angebranntes Essen krebserregend sein könnte. Beim zu starkem Erhitzen von Nahrungsmitteln können durch chemische Reaktionen Stoffe wie z.B. Acrylamid oder polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe entstehen, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein.
            Mit den Genen hat das nichts zu tun.

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            • Andrey sagt

              Hallo Jörg,
              danke dass du vernünftige Argumente bringst.
              Dass die chemische Reaktionen beim anbrennen krebserregende Stoffe hervorbringen ist mir bekannt. jedoch habe ich eine Studie gefunden, die eine andere Theorie verfolgt. ich denke, dass man diese These nicht ignorieren sollte.

          • Jörg sagt

            @Andrey
            Seien Sie froh, dass Sie nicht vor der Erfindung der ersten breit wirksamen Antibiotika geboren wurden. Ihr Chance, an einer Lungenentzündung zu sterben, hätte bei 30 % gelegen. Dass Mikroorganismen mit der Zeit Resistenzen entwickeln, ist eine natürliche Überlebensstrategie. Durch unsachgemässen Gebrauch von Antibiotika wird das noch beschleunigt.
            Wieso Sie CRISPR/Cas mit Antibiotika Resistenten vermischen erschliesst sich mir nicht.

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            • Andrey sagt

              Jörg,
              ich vermische es nicht wirklich, ich sage lediglich, dass man aus der Geschichte lernen sollte. Mit Genetik hat es nur so viel zu tun, dass durch Genetik wir jetzt wissen wie genau die Anpassung funktioniert und vor allem, dass die Bakterien die Resistenzen durch horizontale gentransfer weitergeben. Was auch wichtig ist, dass horizontale gentransfer nicht nur zwischen Bakterien funktioniert, sondern auch zwischen großen Organismen.
              was ich sagen will, dass wir noch nicht alles wissen. ich lese fast jeden Tag über neue Entdeckungen und Erkenntnisse in Gentechnik. deswegen sollten wir sehr vorsichtig sein, weil ein Fehler zu fatalen Folgen führen kann und wir haben nur diese eine Planet.

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          • Dr. Weß Ludger sagt

            Das Missverständnis liegt ganz auf Ihrer Seite. Es werden keine genetischen Informationen aus der Nahrung ins menschliche Genom eingebaut. Nahrungsmittel, die reich an DNA sind, sind deswegen riskant, sagen die Autoren, weil einzelne Nukleotide durch die chemische Reaktion beim Braten und Grillen in Nukleotid-Derivate umgewandelt werden, die beim Einbau in die DNA des Konsumenten unter Umständen Mutationen auslösen können – falls sie nicht im Magen abgebaut werden. Das könnte erklären, warum zum Beispiel der Konsum von viel rotem Fleisch das Risiko erhöht, an Krebs zu erkranken. Das ist ein spannendes Feld, aber das bedeutet überhaupt nicht, dass hier irgendwelche Gene aus der Nahrung in das menschliche Genom eingebaut werden.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Danke auch von mir! Solche Themen sind aber auch wirklich schwierig zu diskutieren in einem solchen Format. Wenn sich nicht einmal die Wissenschaft einig und sicher ist, ist eine Risiko-Gefahranalyse lediglich eine Bauchgefühl -Diskussion, die im Chaos und Streit endet.

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                • Andrey sagt

                  genau das ist der Punkt, nicht mal die Wissenschaft ist bezüglich Gefahren von Gentechnik einig, aber Lobbyisten haben bereits EU dazu bewegt die Gesetze zu lockern. Finden Sie es in Ordnung?

                • Reinhard Seevers sagt

                  Lobbyisten sind alle, fragt sich immer nur wer wen als guten oder schlechten für sich definiert.

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            • Marian E. Finger sagt

              @ Ludger Weß

              Wenn Sie sagen, dass Nahrungsmittel, die reich an DNA sind, riskant sind, weil Nukleotide in Nukleotid-Derivate umgewandelt werden können, die beim Einbau in die DNA des Konsumenten unter Umständen Mutationen auslösen”, dann bestätigen Sie damit doch die Behauptung vom Kommentator Andrey, der sagt, dass “Gene aus dem Essen vom Körper direkt benutzt werden”

              Sicher muss man unterscheiden, ob die Mutationen lediglich irgendwelche Körperzellen betreffen, die dann entarten und zu Krebszellen werden, oder ob die Mutation ins menschliche Erbgut einwandert und an die Nachkommen weitergegeben wird, aber die Aussicht auf einen Krebs, der dann zusammen mit mir stirbt, ist ja auch nicht so besonders lustig.

              Ich habe den Kommentar Andrey so verstanden, dass er genau das behauptet, was Sie jetzt bestätigen. Wo also soll da ein Missverständnis sein?

              • Dr. Ludger Weß sagt

                Nein, es werden keine Gene benutzt und es wandern auch keine genetischen Informationen von der Nahrung ins Genom. Nukleotidanaloga sind etwas vollkommen anderes als “Gene”. Es sind Substanzen, die irrtümlich in die DNA eingebaut werden. Sie entstehe offensichtlich, wenn man Nahrung röstet. Das ist ähnlich wie die krebserregenden Acrylamide bzw. die daraus entstehenden Glycidamide, die ebenfalls eine Verbindung mit Nukleotiden eingehen, so dass auch hier die chemisch modifizierten Nukleotide irrtümlich in die DNA eingebaut werden.

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                • Marian E. Finger sagt

                  @ Ludger Weß
                  Ich habe jetzt extra noch mal in der Wikipedia nachgeguckt, was ein “Nukleotid” ist, und da steht: Ein Nukleotid ist der Grundbaustein der DNA/RNA, bestehend aus einer Base (also Adenin, Guanin, Thymin, Cytosin, Uracil), einem Einfachzucker und Phosphat. Also besteht ein einzelnes Gen doch aus vielen Nukleotiden, d.h. ein Gen ist nicht “etwas vollkommen anderes” als ein Nukleotid, sondern die Summe aus vielen Nukleotiden.
                  Die Information, die ein Gen trägt, liegt in der Anordnung der Nukleotide. Nicht alle Nukleotide sind informationstragend, das ist richtig, aber das ist hier doch gar nicht der wesentliche Punkt.

                  Der wesentliche Punkt ist doch, dass durch Braten ein einzelnes Nukleotid so verändert werden kann, dass es durch den Einbau in ein Gen bzw. durch den Einbau in die DNA eine gesunde Körperzelle in eine Krebszelle verwandeln kann.

                  Eigentlich geht es hier ja nicht um das Braten/Schmoren, wobei Proteine und Zucker in krebserregende Melanoidine umgewandelt werden, die wir durch genetische Anpassung bereits viel besser vertragen als Tiere, sondern darum, was passiert, wenn man sich verschiedene Gensequenzen per Katalog schicken lassen und im Heimlabor zusammenbauen kann, ein Verfahren, das durch die Genschere noch deutlich vereinfacht wird.

                  Wenn ich mich recht erinnere, gibt es doch gerade von Ihnen zu diesem Thema den einen oder anderen Furcht erregenden Thriller, worin Sie zeigen, dass sich ein Missbrauch der Gentechnik wohl gar nicht verhindern lässt. Und dann?

                  Das kann man auch noch weiterdenken: Je nachdem, welches Regime an die Macht kommt, kann der Missbrauch, wie Sie ihn in Ihren Thrillern schildern, plötzlich auch legal werden. Und das, was Sie in Ihren Thrillern schreiben, spielt jetzt hier auf einmal gar keine Rolle, oder wie soll ich das verstehen?

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                • Dr. Ludger Weß sagt

                  @Marian E. Finger Nochmal – wenn ich die DNA durch Hitze zerstöre, in ihre Bausteine zerlege und einige dieser Bausteine chemisch verändere, so dass sie der DNA desjenigen schaden, der sie verzehrt, dann wird dabei keinerlei genetische Informationen übertragen. Die chemisch veränderten Nukleotide verhalten sich genauso wie andere mutagene/krebserregende Substanzen, die die DNA verändern und z.B. beim Grillen oder Braten entstehen können. Deswegen kann man aber nicht sagen: “offensichtlich werden die Gene aus Lebensmittel vom Körper direkt übernommen.
                  das heißt, dass wenn wir genmanipulierte Getreide essen, dann sind wir ein paar Jahre später auch genmanipuliert.” Denn das ist grober Unfug, weil es keine “genmanipulierten” Nukleotide gibt.
                  Zu meinen Thrillern: Natürlich kann Gentechnik wie jede andere Technologie missbraucht werden. Ich habe die Bücher geschrieben, weil ich auf die realen Gefahren aufmerksam machen wollte. Das sind nämlich andere als die, vor denen Lobbygruppen wie Testbiotech etc. immer warnen. Der Verzehr von Pflanzen, die mithilfe von Gentechnik gezüchtet wurden, ist völlig unbedenklich, das zeigen die Erfahrungen seit drei Jahrzehnten und hunderte von Studien. Und nach allem, was wir über Stoffwechsel, Inhaltsstoffe usw. wissen, ist es höchst unplausibel, dass ein Mensch durch Verzehr von Produkten aus gentechnisch veränderten Pflanzen “genmanipuliert” wird oder nach 20 Jahren plötzlich eine schreckliche Krankheit bekommt, unfruchtbar wird oder Allergien entwickelt. Sobald ich allerdings höre “ja, aber niemand kann ausschließen, dass…” weiß ich, dass die Diskussion spätestens hier aufhören sollte. Wissenschaft kann grundsätzlich natürlich nichts ausschließen, nicht mal, dass ein finsteres Monster sich hinter dem Mond versteckt und bald die Erde heimsucht. Aber wer das behauptet, muss darlegen, warum das seiner Meinung nach wahrscheinlich ist und erklären, wie das Monster dorthin gekommen sein könnte, wovon es sich ernährt und warum es sich auf die Erde stürzen sollte. Es ist also aus wissenschaftlicher Perspektive tatsächlich nicht auszuschließen, aber in sehr hohem Maße unwahrscheinlich. Und wenn Sie alles Restrisiko ausschließen wollen, dann sollten Sie weder an die Sonne gehen (Krebsgefahr), noch Alkohol trinken (Krebsgefahr) noch das Haus verlassen (Verkehrsunfälle).

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                • Reinhard Seevers sagt

                  “Und wenn Sie alles Restrisiko ausschließen wollen, dann sollten Sie weder an die Sonne gehen (Krebsgefahr), …”

                  Och menno, die Sonne wollte ich gerade bringen….😩

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                • Marian E. Finger sagt

                  @ Ludger Weß

                  Sorry, ich habe nicht behauptet, dass durch den Verzehr von Nahrungsmitteln direkt genetische Informationen übertragen werden. Sonst würden ja alle, die Schweinefleisch essen, im Laufe der Zeit zu Schweinen werden. Und alle, die Bananen essen, zu Bananen. Dass das nicht der Fall ist, wissen wir.
                  Was ich behauptet habe, ist, dass durch in Gene/DNA eingebaute Nukleotid-Derivate der Informationsgehalt eines Gens ge- oder zerstört werden kann, sodass es nicht mehr lesbar ist oder etwas anderes als ursprünglich vorgesehen codiert. Das ist der Mechanismus, der aus einer gesunden Zelle u. U. eine Krebszelle macht, so wie ich das verstanden habe. Ja, tatsächlich verhält sich ein solches Nukleotid-Derivat wie eine x-beliebige kanzerogene Substanz, Alkohol zum Beispiel.

                  Von meinem Hintergrund her weiß ich, dass sich ein Krebsgeschehen im Körper bis zu 10 Jahre Zeit lässt, bis es dann endlich manifest, also diagnostisch erfassbar wird. Ich weiß auch, dass man nur bei einer sehr geringen Anzahl von Fällen ein Krebsgeschehen auf eine eindeutige Ursache zurückführen kann. Dieses eindeutige Ursache-Wirkungs-Verhältnis können auch Studien nicht erbringen, sobald sie an Menschen durchgeführt werden.

                  Die Frage ist, ob durch genetische Manipulationen mehr kanzerogene Nukleotid-Derivate erzeugt werden als ohne. D.h. ob insgesamt mehr Gensequenzen unlesbar werden oder was anderes codieren.

                  Das halte ich für möglich, zumal man ja nicht wirklich weiß, was da eigentlich codiert wird. Es ist ja nicht so, dass jeder Eigenschaft im Phänotyp eindeutig eine bestimmte Gensequenz zugeordnet ist. Und soweit ich weiß, gibt es ja immer noch das Problem, das früher mal als Junk-DNA bezeichnet ist, d.h. man weiß nicht, wozu diese DNA eigentlich gut ist oder ob sie Evolutionsmüll ist. Einige Sequenzen haben auch andere Aufgaben als Information zu codieren.

                  30 Jahre Erfahrung in Sachen Gentechnik sind recht wenig, wenn man weiß, dass bestimmte Erbkrankheiten nicht in jeder nachfolgenden Generation auftreten, sondern erst in jeder zweiten oder nur sporadisch.

                  Und außerdem können wir hier auch gern mal über die “realen Gefahren” der Gentechnik sprechen, die sie in Ihren Büchern thematisieren. Ich bin sicher, dass da so manch einer, der hier als großer Befürworter von Gentechnik auftritt, seine Meinung nochmal überdenken wird. Ich habe Ihre Bücher gelesen. Also nur zu.

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      • Limes sagt

        “eine neue Studie hat gezeigt dass die krebserregende Wirkung von angebrannten Essen durch die zerstörte Gene verursacht wird”
        haben sie die Studie gelesen und verstanden was dort steht bzw haben sie verstanden was “may contribute” bedeutet. Denke nein.
        Einfach mal in Ruhe lesen und verstehen wollen was dort geschrieben steht und ausserhalb der eigenen Blase reflektieren.

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        • Andrey sagt

          ich weiß was “May contribute” bedeutet.
          es ist eine Studie, und “May contribute” bedeutet dass sie es vorsichtig ausdrücken, aber es gibt ernsthafte Hinweise dass es so funktioniert.
          und ganz ehrlich, sogar wenn die Wahrscheinlichkeit dafür weniger als 1 % wäre, sollte man davon absehen die Bevölkerung als Versuchskaninchen zu benutzen und zuerst weitere Studien Durchführen um Sachverhalt zu klären. schließlich schreiben wir möglicherweise unser eigenes Code um.

          • Limes sagt

            sie bewegen sich in die richtige Richtung weg von “hat gezeigt dass …. verursacht wird” aber sind immer noch nicht aus ihrer Blase heraus. Denken sie nochmal genau nach was es bedeutet und was dort steht.

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            • Bauer Willi sagt

              „Gene aus dem Essen werden in unseren Körper eingebaut“! Großartig! Ich war gerade auf der Toilette und habe die Gene weggespült. Die werden jetzt den Klärschlamm genetisch umprogrammieren.
              Mannomann, wie Menschen nur so etwas glauben können?!

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                • zmp_nachfahre sagt

                  Spiegel.de zusammen mit Wissenschaft ist ein Widerspruch in sich!

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                • Bauer Willi sagt

                  Klar, ich bin ein Idiot und Sie ein Genie…
                  Schönes Wochenende.
                  Ende der Durchsage.

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                • Dr. Weß Ludger sagt

                  Auch hier wieder ein krasses Missverständnis. Dass Bakterien Gene miteinander austauschen, ist ein lange bekanntes Phänomen. Hier wird beschrieben, dass Antibiotika – Resistenzgene von Bodenbakterien von Darmbakterien aufgenommen werden können. Da steht nichts davon, dass sich diese Resistenzgene anschließend im menschlichen Genom befinden. Wenn Sie möglichst wenig Bodenbakterien mit Antibiotika-Resistenzgenen aufnehmen möchten, müssen Sie übrigens auf Bio-Lebensmittel verzichten. Denn das Kupfer, das im Bioland Bar regelmäßig ausgebracht wird, reichert sich im Boden an und selektiert antibiotikaresistente Bakterien.

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              • Wolfsfeind sagt

                in allen lebenden Zellen sind Gene und viele sind mir nicht wohlgesonnen, das wird schlimm enden.
                Ich rechne fest mit meinem Tod aber ich muss mich noch mit Essen stärken nicht das ich vor vollen Tellern des Hungers sterbe!
                Spaß muss sein 😀

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            • Andrey sagt

              wie gesagt, es geht um die Wahrscheinlichkeiten. wenn es nur die kleinste Wahrscheinlichkeit besteht, dass so was passieren kann, sollten wir das ganze noch Mal überdenken, abwarten und weitere Studien anstreben bevor wir die endgültige Entscheidung treffen.
              vergessen Sie nicht, vieles was für uns heute normal erscheint, war vor wenigen Jahrzehnten undenkbar.

              • Limes sagt

                “vergessen Sie nicht, vieles was für uns heute normal erscheint, war vor wenigen Jahrzehnten undenkbar.”
                stimmt vor Jahrzehnten war es undenkbar innerhalb von kurzer Zeit einen Impfstoff gegen einen Virus auf Basis RNA Technik zu haben. Diese Technik wird weiter entwickelt und man sucht noch Möglichkeiten um das Leben von Menschen mit seltenen Krankheiten zu verbesssern.

                • zmp_nachfahre sagt

                  Nur leider – nach neueren Erkenntnissen fördert der “Impfstoff” die Krankheit, abgesehen von den sonstigen Nebenwirkungen.
                  Hier wird nun wirklich direkt in der Zellgenetik herumgespielt – wenn Crispr/Cas gefährlich sein soll, wo wäre dann modRNA auf der Risikoskala angesiedelt?

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                • Andrey sagt

                  Hallo Limes,
                  es scheint, dass sie zuviel öffentlich rechtliche Fernseher sehen. der größte und kriminelle Experiment an ganzen Menschheit mit einer unerprobten Technologie ohne richtigen Zulassung halten Sie für Progress.
                  schönen Tag noch

              • Inga sagt

                Also kennen sie nicht so viele Studien, wie die Praktischen Bauern, oder ?
                Und sie wissen auch nicht, wie die Landwirtschaft in die Volkswirtschaft eingebaut ist?
                Um dieses Nichtwissen zu kaschieren reagieren sie mit Respektlosigkeit, typisch!

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              • Limes sagt

                “Hallo Limes,
                es scheint, dass sie zuviel öffentlich rechtliche Fernseher sehen. der größte und kriminelle Experiment an ganzen Menschheit mit einer unerprobten Technologie ohne richtigen Zulassung halten Sie für Progress.
                schönen Tag noch”
                @Audrey Naja meine Fernsehpräferenzen kennen sie wohl nicht versteh auch nicht was dieser Kommentar soll
                Warum werden sie ausfallend und beleidigend wenn ihnen die Sach Argumente ausgehen!

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                • Andrey sagt

                  Hallo Limes,
                  es war nicht mein Absicht Sie zu beleidigen.
                  Ich empfehle ihnen sich in verschiedenen Quellen zu informieren. die westlichen Medien neigen dazu vorgegebenen narrativen zu folgen.

                  wussten Sie z.B., dass NY Times Ursula von der Leyen verklagt hat, damit sie die SMS zum Kauf von COVID Impfstoffen offenlegt? oder dass Biontech Rekord für Strafzahlungen hält?
                  da geht es nicht mit rechten Dingen zu.

      • Reinhard Seevers sagt

        “eine neue Studie hat gezeigt dass die krebserregende Wirkung von angebrannten Essen durch die zerstörte Gene verursacht wird, denn offensichtlich werden die Gene aus Lebensmittel vom Körper direkt übernommen.”

        Jaaaaa, seit der Entdeckung des Feuers hat sich die Menschheit hin zu 8 Milliarden entwickelt…inkl. aller verkohlten Wildschweinkeulen…..Schieb dir die Studien in den Anus.😘

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        • Andrey sagt

          ja, auch Idioten können sich fleißig fortpflanzen.
          hast du eine Ahnung wieviel davon sind durch Krebs gestorben? und wie sich das anfühlt wenn deine Verwandten durch Krebs sterben?

          • Reinhard Seevers sagt

            Na, OK, du bist ein Idiot oder tot? Wo kommst du her aus Ansurdistan?

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    • Andreas sagt

      Komplizirter WW in welchen Jahrhundert leben sie den ?
      Ökolandwirtschaft funktioniert heute so:
      http://www.youtube.com/watch?v=lhQ_kTcKpDA

      Was hilft einem Biobauern eine genmanipulierte Pflanze,
      die durch die Gentechnik 20 mal mehr Herbizide verträgt,
      wenn man gar keine Herbizide einsetzen muß (darf)

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        • Limes sagt

          “vor allem wenn Unkraut auch langsam resistent wird”
          dann sollte man versuchen mit modernen Technologien neue Wirkstoffe zu finden
          so hat man es Jahrzehnte in Deutschland und Europa gehandhabt und war Technologieführer. Dies haben jetzt andere Länder/Kontinente übernommen.
          Analog die Entwicklung neuer Medikamente und Produktion von Medikamenten. Ehemals Apotheke der Welt d.h 3 deutsche Firmen mit Produktion im Inland in TOP 5 weltweit, heute keines unter Top 15. Die Ampel schwadroniert jetzt von Unabhängigkeit und Produktion von Medikamenten in D bzw. Europa. Naja träumen darf man ja mal.

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          • Andrey sagt

            das ist nichts weiter als Krieg gegen die Natur. was deiner Meinung nach wird passieren, wenn wir dieses Krieg gewinnen?
            (Hinweis: wir werden sterben)

        • Inga sagt

          Unkraut wird in Zukunft mit Hilfe von KI vernichtet!
          Das brauchen wir kaum noch Herbizide!

          • Andrey sagt

            es gibt keine Unkraut.
            alles was existiert hat ihre dasein Berechtigung. nicht nur Pflanzen für die wir keine Verwendung haben, sondern auch nervige Insekten, und böse Bakterien und Viren.

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie können es auch Beikraut nennen, wenn das besser passt!

              Ein Tipp:
              Pflanzen sie ihr Gemüse selbst an und lassen sie die Pflanzen stehen, die von alleine aufgehen.

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      • Thomas Bröcker sagt

        Es geht wohl mehr um Resistenzen gegen Pilze, Viren und Phytoplasmen. Mein Gott, ist die Denke bei euch Bio´s festgefahren. So wie bei Donald Duck immer die Dollarzeichen in den Augen aufflackern, flackert bei euch bei jedem Gedanken an die moderne Landwirtschaft das Totenkopfzeichen der Arsenpräparate von vor 150 Jahren
        auf. Einfach mal den Kopf freimachen und die Marktabgrenzungsblase verlassen !!!

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  14. feizelmeier sagt

    Für Herrn Plagge mit seinem Biolandverband wird es sicherlich schwieriger werden, sich abzugrenzen und den Leuten zu erklären, was so schlimm an dieser weichen Gentechnik ist. Bisher wurde von Leuten wie Plagge generell alles verteufelt was mit Gentechnik in Zusammenhang gebracht wurde. Dieser sanfte Weg hin zur Gentechnik wird aber nicht aufzuhalten sein. Fragen wir einmal Herrn Plagge und Mitstreiter wie sie zur Gentechnik in der Medizin stehen. Dort ist ihnen jedes Mittel recht, nur um wieder gesund zu werden. Herr Plagge ist ein Heuchler und sieht die Felle seines Bioverbandes dahinschwinden.

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    • Thomas Bröcker sagt

      In der aktuellen AgrarHeute trompeten die beiden Bio-Grazien aus Bayern unter der Rubrik “Kopfdünger” mit allen Erzählungen (Biodiversität, Boden, Wasser) der Branchenbegleitung für Preisaufschläge für die Produkte der modernen Landwirtschaft. Da ist nix von “wir sind doch alle Bauern und haben die gleichen Probleme”. Da ist klare Kampfansage und Marktabgrenzung angesagt. Und die Unterschriften der Vertreter der modernen Landwirtschaft unter das Papier der Zukunftskommission haben ja letztlich über 5.000,- € jährlichen Schaden je ha normal bewirtschafteter Fläche bestätigt. Da kannste nur noch kotzen.

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    • Andrey sagt

      Halbwissen ist schlimmer als nichts zu wissen.
      ich finde wir haben viel zu schnell die Antibiotika Pleite vergessen und vor allem nichts daraus gelernt.
      ich empfehle im Internet nach begriffen wie horizontale gentransfer und Wandergene zu suchen. außerdem eine neue Studie hat gezeigt, dass Gene aus Essen direkt vom Körper übernommen werden. so dass wenn man fröhlich genmanipulierte Getreide isst, hat man nach ein paar Jahren so viel veränderte Gene im Körper, dass man mit Sicherheit krank wird.
      https://www.news-medical.net/news/20230613/Heat-damaged-DNA-in-food-may-contribute-to-genetic-risks.aspx

      • Bauer Willi sagt

        Hören Sie bitte auf, so einen Unfug zu verbreiten! Es gibt in Europa kein gen”manipuliertes” Getreide. Es ist, bis auf eine Maissorte in Spanien, verboten.

        Aber Sie haben recht: Halbwissen ist schlimmer als nichts wissen.

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      • feizelmeier sagt

        Sie dürften ein schräger Vogel sein, der hier im Forum nur Wirbel macht. Ernst zu nehmen sind Sie mit Ihren Verschwörungstheorien ohnehin nicht. Aber bitte, beschuldigen Sie andere nicht, dass sie lesen könnten. Vielleicht würde Ihnen Nachdenken über sich selbst ein bisschen weiterhelfen.

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        • Andrey sagt

          dass man persönlich angegriffen wird, ist ein Zeichen dafür, dass dem Gegner Argumente ausgehen.
          in dem Sinne schönes Wochenende noch.

      • Dr. Weß Ludger sagt

        „Das Halbwissen ist siegreicher, als das Ganzwissen: Es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender.“ (Friedrich Nietzsche). Der muss einen Andrey gekannt haben.

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        • Andrey sagt

          lieber Dr.Weß Ludger,
          ich habe nie behauptet alles zu wissen.
          Andererseits es ist nicht so, dass die Wissenschaft schon alles weiß.
          das größte Problem ist, dass Wissenschaft durch Kapital gelenkt wird, was dazu führt, dass man voreilig handelt. Außerdem wird einiges weißgewaschen und einiges verschwiegen. alles Profit zuliebe. PFAS Geschichte ist der beste Beispiel dafür. Deswegen bin ich dafür, dass wir vorsichtig agieren was die neue Technologien angeht. Denn obwohl ich natürlich weniger weiß als Leute die das gelernt haben, niemand weiß alles. der Punkt ist, dass die heute Landwirtschaft gegen die Natur ist, deswegen das was seit geraumer Zeit passiert ist nichts anderes als Krieg gegen die Natur und Gentechnik markiert eine neue Wendung in der Kriegsspirale. die Frage ist, ob es überhaupt möglich ist so ein Krieg zu gewinnen und ob wir nicht aussterben nach dem wir gewonnen haben.

          • Reinhard Seevers sagt

            ….”der Punkt ist, dass die heute Landwirtschaft gegen die Natur ist, deswegen das was seit geraumer Zeit passiert ist nichts anderes als Krieg gegen die Natur….”
            🥱🍺…Chips, Cola!

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          • Marian E. Finger sagt

            Landwirtschaft ist doch immer ein Wirtschaften “gegen die Natur”. Die heutigen Kulturlandschaften sind das Ergebnis des menschlichen Kampfes gegen die Natur. Mancherorts sehen die Kulturlandschaften idyllisch aus, andernorts überwiegt der industrielle Aspekt, aber “menschengemacht” ist das Eine wie das Andere.

            Ich stimme zu, dass die Gentechnik eine neue Wendung in der “Kriegsspirale” ist.
            Da niemand in die Zukunft sehen kann, weiß auch niemand, ob diese neue Wendung das Überleben unserer Spezies sichert oder zu ihrem Aussterben führt.
            Das ist ja auch der Denkfehler, den Hans Jonas in “Prinzip Verantwortung” gemacht hat. Er postuliert, dass jede neue Technologie ihre Ungefährlichkeit beweisen muss, bevor sie zur Anwendung kommen darf. Wenn eine mögliche Gefahr erkannt wird, ist die Anwendung der neuen Technologie zu unterlassen, so Jonas. Diese Haltung bedeutet aber das Ende jeder Forschung/neuen Technologie, denn absolute Risikofreiheit gibt es nicht, da niemand wirklich ALLE Folgen einer neuen Technologie abschätzen kann. Also kommt man mit dieser Art von Argumentation nicht wirklich weiter.

            Ich bin kein Befürworter von Gentechnik, weil absehbar ist, wie der Einsatz von Gentechnik unser menschliches Miteinander grundlegend verändern wird, bspw. Eltern-Kind-Beziehungen zerstören wird. Wenn der Mensch gelernt hat, Pflanzen, Tiere und Bakterien ausschließlich nach seinen Bedürfnissen gentechnisch herzustellen, wird er diese Technologie unter einem pseudo-humanen Deckmantel wie der Eliminierung von Erbkrankheiten selbstverständlich auch beim menschlichen Genom anwenden und seinen Nachwuchs designen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Ich bin kein Befürworter von Gentechnik, weil absehbar ist, wie der Einsatz von Gentechnik unser menschliches Miteinander grundlegend verändern wird, bspw. Eltern-Kind-Beziehungen zerstören wird. Wenn der Mensch gelernt hat, Pflanzen, Tiere und Bakterien ausschließlich nach seinen Bedürfnissen gentechnisch herzustellen, wird er diese Technologie unter einem pseudo-humanen Deckmantel wie der Eliminierung von Erbkrankheiten selbstverständlich auch beim menschlichen Genom anwenden und seinen Nachwuchs designen.”

              Aus diesem Blickwinkel bin ich genauso gegen Gentechnik!

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              • Andrey sagt

                genau deswegen müssen wir es früher aufhalten.
                Gentechnik ist eine Einmischung in die Natur. Dass die Selektion durch Kreuzung genauso funktioniert ist kein Argument, denn Ackerbau ist an sich der falsche Weg – weil sie genau dieses Krieg verursacht.
                es gibt eine bessere Lösung, die ohne Pestizide, Herbizide und andere Gifte auskommt; auch ohne Massentierhaltung und ohne dass 100 Milliarden Tiere jedes Jahr geschlachtet werden müssen um uns zu ernähren.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Jetzt wird schwurbelig…wie viel Nahrung haben Sie persönlich für wie viel Menschen bereits erzeugt und womit?

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                • Marian E. Finger sagt

                  Mit der angeblich “besseren Lösung”, die ohne Pestizide, Herbizide, Massentierhaltung, ja sogar ohne den falschen Weg Ackerbau auskommt, können Sie 50 Millionen Menschen ernähren, aber keine acht Milliarden. Was machen Sie dann mit den restlichen 7.950 Millionen Menschen?

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              • Andrey sagt

                Hallo Reinhard,
                da hast du vollkommen Recht!
                leider entscheidet sich die Gesellschaft nicht immer richtig.
                Hiroshima und Nagasaki ist der beste Beispiel dafür.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Und dennoch entscheidet die japanische Gesellschaft anders, als unsere angstbesetzte…..irgendetwas muss also in den Köpfen der Menschen in verschiedenen Gesellschaften auch anders unterwegs sein. Wieso ist unsere derart ängstlich geworden, obwohl sie doch eigentlich wissen müsste, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung evtl. ganz anders tickt?

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          • Schmeckt gut sagt

            Danke für diesen “Einwurf”. Denn mit den Spendengeldern (und staatlichen Geldmitteln), die den Kritikern der “Genschere”, der modernen LW, des PS, … und den Transformierern der Öffis, der kohlenstoffbasierten Energieerzeugung und Transportlogistik… wird genau das gemacht, was sie kritisieren. Wissenschaft kostet nunmal sehr viel Geld und ist damit auch kapitalgelenkt. Es ist sehr schwer, neutrale und für die Zielerreichung einer Verbesserung der Ressourceneffizienz förderliche Wissenschaft zu identifizieren. Denn diese Identifizierung der Ziele wird durch das eingebrachte Kapital tatsächlich oft vorgegeben. Leider ist es aber so, dass die “selbsternannten Umwelt-, Klima-, Welten-, was-auch-immer-Retter” an vorderster Front mitkämpfen und viele “wissenschaftliche” Studienergebnisse ein vorgefasstes Ergebnis haben. Studien, die trotz Vorgaben zu einem nicht “genehmen” Fazit kommen, werden nicht veröffentlicht. Andrey, es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Zur Wahrheitsfindung ist Offenheit gegenüber Argumenten, Toleranz und wissenschaftlicher Diskurs immens wichtig. Die Gruppe der PFAS hier als Argument zu bringen, hilft uns in der (landwirtschaftlichen) Diskussion nicht weiter. Die von uns eingesetzten Stoffe und Methoden wollen sie doch wohl nicht mit den PFAS gleichsetzen? Das Gefährdungspotenzial hat ein ganz anderes Level – oder ist dies Absicht? Und by the way: die PFAS werden weltweit weiterhin in Unmengen produziert, u.a. weil diese Stoffgruppe im Wettbewerb große Vorteile bringt (billige Produktion). Insofern bleibt es spannend, ob die deutsche Industrie (in allen Bereichen) mittelfristig ähnliche Probleme, wie die Landwirtschaft bekommt. Wird es monetär anerkannt, die Umwelt zu schützen, oder steht an erster Stelle die billige Produktion? Die nächsten Jahren werden spannend und ich habe da große Bedenken, wenn ich die “zusammengeschusterten” Freihandelzonen sehe.

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            • Andrey sagt

              Danke Schmeckt gut,

              PFAS habe ich lediglich als Beispiel dafür gebracht, wie die Tatsachen verschleiert werden.
              und dass PFAS immer noch tonnenweise hergestellt werden, trotz ihren Gefahrenpotential, zeigt, dass Menschen wenn es um Profit geht, nicht klar im Kopf sind. was echt schade ist.

  15. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Ohne Gentechnik wird man in Bälde nicht mehr hinreichend erzeugen können.

    Gerade der BIO-Landbau mit seinen umfangreich sinnbefreiten Wasservernichtungsstrategien im jeweiligen Vegetationsverlauf wird dann in Erweiterung des eigenen Portfolios in schöner Regelmäßigkeit beschwörende „Wassertänzchen“ aufführen müssen.

    Solange wir derart übersatt sind wie gegenwärtig, stellen sich eben diese Fragen noch nicht zwingend, zumindest für einige, denen es an einem soliden Grundwissen erheblich zu mangeln scheint. Schießt allerdings ein Wassermangel noch weiter ins Kraut, wird in vorderster Priorität das unflexible System des BIO-Landbaus auf den Prüfstand kommen MÜSSEN!!!Was geschieht im übrigen, wenn für BIO die generösen Fördermittelchen schon vorher ausgehen. Wovon leben, wenn nicht sterben!?

    Ob wir mit unseren Ressourcen BODEN/WASSER forthin so fahrlässig umgehen können, wie die herrschsüchtigen NGOs es uns Bauern aufzuoktroyieren wissen, sei zunächst einmal generell in Frage gestellt. Unser Hitzehotspot in der Mitte Deutschlands fordert bereits jetzt schleunigst Maßnahmen, wo die von Bioland kommunizierten Hemmnisse allenfalls als Wegbereiter einer vor unseren Toren stehenden weit heftigeren Krise enttarnt werden müssen.

    Es werden die erbosten Stimmen einer Vielzahl von Verbrauchern sein, die sich gegen künftig immer größer werdende Lücken in unseren Discounterregalen zu Wort melden, kaufen wir nicht schmerzbefreit dem Hunger der Welt die ohnedies raren Nahrungsmittel unter deren Nasen weg. Geld kann eben nicht immer alles. Özdemir mit seiner grünen Heilsarmee, einer großen Heerschar von politischen Traumtänzern, wird den Mangel medial hoffentlich eindrucksvoll zu managen wissen. – Heute macht er ja schließlich als grünes Leuchttürmchen ganz dicke Arme.

    Sind mittels brachialer Gewalt extrem irrlichtern erst einmal die Bodenstrukturen, der dortige Biomechanismus, nahezu komplett zerstört, gibt‘s in der Not kein Gasgeben von heute auf morgen. Solche Prozesse fordern Jahre ein – viel Zeit, die wir nicht mehr haben werden.

    Ich frage mich, was läuft schief, komplett aus dem Ruder, wenn man als Bauer direkt vor der Ernte unter die Nase gerieben bekommt, dass die zwei vorherigen DINKEL-Ernten noch immer nicht vermarktet werden konnten. Ein grandioser Systemfehler für meine Begriffe, von unseren maßgeblichen Entscheidern in dieser Art und Weise forciert!? Wenn ja, wären das fatale Weichenstellungen zugunsten unserer Hinterzimmerfraktionen, die einfach niemals den eigenen Rachen voll genug gestopft bekommen können. Vor einem solchen Hintergrund kann Özdemir natürlich die koventionelle Landwirtschaft unter medialem Dauerbeschuss belassen; wie lange aber noch, stellt sich hier die berechtigte Frage. Gehen Lauterbach vielleicht die Trostpflästerchen aus!?

    Am deutschen Reichstag steht der Leitspruch „DEM WOHLE DES DEUTSCHEN VOLKES“, in der Länge von 16 Metern, in 60 Zentimeter großen Lettern. Wie oft passiert Mann/Frau die dortigen Eingangspforten, ohne sich eben diesem Wahlauftrag realiter auch bewusst, verpflichtet zu sein!?

    Özdemir macht aktuell jene Stimmen ohne wachsweiches Rückgrat mundtot, die sich seinem grünen Diktat, deren ThinkTanks unter Plagge, Flasbarth, Messner & Co., entziehen. In Bälde werden es aber so viele aufbegehrende Stimmen sein, die einer solchen Schwätzologie nicht mehr lemminghaft treudoof folgen. Übernimmt er dann persönlich die Haftung für die Tragweite seiner heute fehlgeleiteten Untätigkeiten in Summe!?…

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    • Bergamasca sagt

      “Solange wir derart übersatt sind wie gegenwärtig, stellen sich eben diese Fragen noch nicht zwingend”
      Auch ich denke, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft mit Szenarien konfrontiert sein werden, in denen auch der Teufel gerne Fliegen frisst. Man denke nur, was wir in den letzten eineinhalb Jahren nicht schon alles an realo-grüner Akrobatik gesehen haben. Erst das Fressen, dann die Moral.

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    • Andreas sagt

      Komplizierter Wurzelwicht: “Ich frage mich, was läuft schief, komplett aus dem Ruder, wenn man als Bauer direkt vor der Ernte unter die Nase gerieben bekommt, dass die zwei vorherigen DINKEL-Ernten noch immer nicht vermarktet werden konnten. ”

      Ist doch super, wenn wir noch 2 Bio-Ernten in der Hinterhand haben,
      wenn im nächste Jahr von ihnen immer wieder vorhergesagte Hungersnot kommt.

      Ökolandbau + Gentechnik + Stickstoff aus der Retorte (Haber-Bosch)
      und der Konventionelle Landbau ist sowas von tot.
      Da hat Urs Niggli schon recht !

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          In der Not verzichtet Andreas im Bedarfsfalle persönlich sicherlich gerne. – Man ist ja Philanthrop…

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Ist doch prima, dass Sie, werter Andreas, als BIO-Landwirt so super aufgestellt sind.

        Kontaktieren Sie gleich eingangs der kommenden KW Ihren Busenfreund Özdemir und lassen diesen wissen, dass Sie ab sofort auf Ihr fettes Prämenpolster komplett verzichten können.

        Gleichheit für alle – wir konventionellen Bauern gehen diesen Weg sicherlich gerne mit. Stellen wir uns als Unternehmer dem freien Markt.

        Augenscheinlich sind Sie ja ein Top-Biomanager auf Ihrer Scholle, als sofort auf zu neuen Ufern….;-)

        (Nur große Töne spucken zu wollen, verfängt nicht mehr!!! – Worten müssen Taten folgen.)

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      • Thomas Bröcker sagt

        Das ist dann kein Ökolandbau mehr, Andreas, was unterscheidet Sie dann noch vom Betrieb der modernen Landwirtschaft. Bin gespannt, wie ihr das an euer Klientel bringen wollt …. viel Spaß dabei .

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      • Limes sagt

        falls man dann doch aus wirtschaftlichen Gründen den Bio Dinkel Vorrat verkaufen muß da die staatlichen Zuschüsse nicht reichen kann man der Strategie der Bio Milcherzeuger folgen.
        Diese Woche Rewe: Milch 0,98€/l auf Paletten am Kopfende von Regal mit Milch und “Möchtegern Milch Produkten”.
        Möchtegern Milch Produkte deutlich über 2€/l mit Ausnahme Sonderangebot 1,49
        Bio Milch Herkunft AT (Österreich) für 1,05 €/l ins Regal gequetscht zwischen bekannte Milchmarken und Angebote mit niedlichen Bildern von weidenden Kühen, Heimatmilch, Laktosefrei….. zu Preisen von 1,49 bis 2,25 Bio MinusL.
        Die Palette für unter 1€/l war schnell leer und die Regale inkl dem Bio Schnäppchen gut gefüllt.

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      • Christian Bothe sagt

        Na ja, auch diese rückwärts gewandte Biolandwirtschaft wird sich wieder verabschieden! Nichts weiter wie eine LW mit Erträgen/ha die wir nach dem 2.Welt- Krieg hatten! Brauche mir bloß den Umsatz in den Bioläden anschauen, da weiß man wo die Reise hingeht! Industrielle LW ist die Zukunft mit Crispr/CAS und grüner Gentechnik als WTF wird‘s uns gelingen auch bei Klimaveränderungen die Menschen kontinuierlich mit Nahrungsgütern zu versorgen! Funktioniert allerdings nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen! Bio ist und bleibt eine Nische!

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    • Andrey sagt

      der größte Fehler ist die Gentechnik.
      alles andere ist klein Kram. es ist so als würde eine Spielfigur im Spiel sein eigenes Code überschreiben – wohlgemerkt ohne wirklich zu verstehen wie das Spiel funktioniert.

      • Dr . Ludger Weß sagt

        Nein, Gentechnik ist der größte Segen, in der Medizin ebenso wie in der Landwirtschaft, bei der Abfallbeseitigung, in der Chemieindustrie und in vielen anderen Bereichen. Ich habe oben mehrfach erläutert, dass Ihre Einlassungen und Schlussfolgerungen nicht stimmen. Es ist offensichtlich, dass Sie elementare Fakten aus der Molekularbiologie nicht kennen. Bitte hören Sie auf, so zu tun, als verstünden Sie, was Sie sich da aus dem Internet zusammengoogeln.

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        • Andrey sagt

          Ludwig,

          seien Sie bitte nicht so voreilig mit ihren Heilversprechen. Vor 150 Jahren waren Antibiotika auch ein Segen, heute sieht es ganz anders aus. Und wenn man aus Geschichte nicht lernt, dann wiederholt sie sich.
          Und Ihre Hochnäsigkeit dürfen sie gerne bei sich behalten.
          schönen Tag noch

          • Dr. Weß Ludger sagt

            Erstens gibt es Antibiotika noch nicht einmal 100 Jahre lang, zweitens sind nicht die Antibiotika das Problem, sondern der schlechte Umgang mit ihnen. Die Resistenzen sind u.a. deswegen entstanden, weil sie zu häufig und oft falsch eingesetzt wurden und weil die Behandlung nicht durchgehalten wurde. Auch bei Unkäutern entstehen Resistenzen, und das nicht nur bei chemischen Pflanzenschutzmitteln. Es gibt in Asien z.B. ein Unkraut, das sich so sehr an Reispflanzen angepasst hat, dass es beim manuellen Jäten sehr häufig übersehen wird. Und was die „Hochnäsigkeit“ angeht, die Sie mir unterstellen: Da würde ich Ihnen empfehlen, Ihre eigenen Posts selbstkritisch durchzulesen, in denen Sie anderen Lese– und Lernfähigkeit absprechen.

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            • Andrey sagt

              ich habe mich leider vertippt, Antibiotika sind bald 100.
              Sie haben einige sehr interessante Tatsachen aufgeführt, die ich bisher nicht kannte, die belegen, dass der Krieg gegen die Natur zum scheitern verurteilt ist.
              Falls ich jemanden mit meinen Worten verletzt habe, bitte ich um Entschuldigung. Es war nicht mein Absicht.

  16. Frikadellen piet 44 sagt

    moin ich bin mal sehr gespannt was da entschieden wird denn mit Gentechnik und Bio kann man zusammen viel erreichen
    man muss nur wollen und darf nicht Gehtechnik per se anschlimmern sehen es ist eine riesen Chance

    • Thomas Bröcker sagt

      Gentechnik kann sicherlich die Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit von Pflanzen und Tieren verbessern. Dadurch kann möglicherweise tatsächlich Pflanzenschutz einfacher werden. Was das jetzt mit BIO zu tun hat , kann ich nicht erkennen. Die Systeme BIO- und moderne LW werden sich dadurch eher vermischen. Was dann die Bio-Branche zu neuen Marktabgrenzungserzählungen zwingt … das wird nicht lustig !!

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      • Andrey sagt

        diese Behauptung ist schlicht falsch. Tier- und Pflanzenwelt passt sich schon sein hunderten Millionen Jahren. Problem liegt darin, dass Ackerbau an sich gegen die Gesetze der Natur ist. deswegen bekommt man einen kräftigen Gegenwind und je mehr wir uns wehren, desto schlimmer wird es.

    • Andrey sagt

      mit Gentechnik erreichen wir nur die Selbstauslöschung.

      Wir sind gerade dabei am Großen Filter zu scheitern. ich hoffe dieses Begriff ist ihnen nicht unbekannt.

      • Limes sagt

        “mit Gentechnik erreichen wir nur die Selbstauslöschung.”
        Nö ich bin optimistisch denn nachdem ich alle verfügbaren Informationen durch den “großen Filter” gesiebt habe bin ich überzeugt wenn der Mensch wie bisher neue Technologien einsetzt wird er heute und in Zukunft ein gutes erfülltes Leben geniesen.
        Es steht ihnen natürlich frei diese nicht zu nutzen – your choice.

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        • Andrey sagt

          ja, ich sehe schon wie “erfolgreich” die Antibiotika waren. viel Erfolg weiterhin auf diesem Weg.

          • Limes sagt

            “wie “erfolgreich” die Antibiotika waren”
            Niemand zwingt sie Antibiotika zu nehmen um auch in Notlagen sicher zu sein Vermerk für den behandelten Arzt z.B Tätowierung auf dem Arm.
            Fakt ist Millionen Menschen und Tieren haben Antibiotika das Leben gerettet man denke nur an das Kindbettfieber

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            • Reinhard Seevers sagt

              Er braucht keine Antibiotika, ihm helfen nur Psychopharmaka…..😀

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              • Andrey sagt

                ich glaube dass sie ihre Pillen vergessen haben, denn sie sprechen gerade über sich selbst in dritten Person.

            • Andrey sagt

              stimmt genau, Antibiotika haben Millionen Leben gerettet, und bei richtiger Anwendung würden sie es auch noch viele Jahrhunderte machen können. aber durch die Massentierhaltung kamen immer mehr Resistenzen.
              deswegen geht es heute nicht darum ob ich es will mit Antibiotika behandelt werden, sondern darum, ob die Behandlung was bringt.

              • Reinhard Seevers sagt

                Schwachsinn. Die exessive Verwendung ohne Indikation von Antibiotika z.B. in Ländern wie Griechenland oder der Türkei, in Indien oder China sind ursächlich. Außerdem hat die Pharmaindustrie Jahrzehnte keine neuen Forschungen im Bereich der Antibiotika getätigt, es rechnete sich schlicht nicht. Die Dümmlichkeit der Schuldzuweisung in die Richtung der Tierhaltung ist ökofaschistoider Bullschit.

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                • Thomas Bröcker sagt

                  70 % der Erstbesucher Indiens kommen mit einem multiresistenten Keim nach Hause. Nicht wegen der Massentierhaltung, sondern wegen der “Massenmenschenhaltung”. Antibiotika sind in Indien frei verkäuflich und werden entsprechend massiv eingenommen .
                  Dazu kommt, dass viele Antibiotika in Indien produziert werden. Gab mal einen Bericht, da hatte der Bach, in den die Fabrikabwässer geleitet wurden ANWENDUNGSKONZENTRATION.

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                • Andrey sagt

                  verstehe ich es richtig, dass 735 Tonnen Antibiotika die jährlich in der industriellen Massentierhaltung in Deutschland verfüttert werden, zählen ihrer Meinung nach nicht?

                • Reinhard Seevers sagt

                  Andrey, lesen Sie die umfangreichen Texte von Georg Keckl dazu und wir werden uns über falsche Statistiken und Rückschlüsse unterhalten und drehen ins weiterhin im Kreis des Halbwissens, der Vermutungen und der Vorverurteilungen…👍
                  Hat keinen Zweck, wenn man in einer angstbesetzten Eigenwelt verhaftet ist.

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              • Limes sagt

                natürlich entwickeln sich Resistenzen umso aufgeschlossener sollten sie ja gegenüber neuen Technologien inkl Gentechnik sein um bessere Wirkstoffe zu entwickeln.
                Keine Antibiotika Behandlung ist doch keine Lösung weder für den Menschen noch für das Tier (Tierwohl). Es ist doch nicht erstrebenswert zurück ins Mittelalter zu gehen und Pesthäuser o.ä. zu etablieren sondern pro aktiv Kalamitäten zu reduzieren, ganz eliminieren wird wohl nicht möglich sein.

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                • Andrey sagt

                  Limes,
                  die Frage ist wohin das führen wird, denn es sollte inzwischen klar sein, dass irgendwann werden die Bakterien sich an alles anpassen.
                  ich denke, es ist die höchste Zeit zu akzeptieren, dass Antibiotika ein Fehlschlag waren und anfangen andere Wege zu suchen.

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