Bauer Willi
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Was haben Aspartam und Glyphosat gemeinsam?

Aspartam ist ein Süßstoff, der in vielen Lebensmitteln, vor allem Getränken, als Ersatz für natürlichen Zucker herangezogen wird.

Jetzt hat die IARC diesen Stoff neu bewertet. Er gilt jetzt als “wahrscheinlich krebserregend”

https://kurier.at/wissen/gesundheit/who-suessstoff-aspartam-wahrscheinlich-krebserregend/402504474

Aber es besteht kein Grund zur Panik, denn weiter heißt es:

“In die Kategorie “wahrscheinlich krebserregend” stuft die IARC auch rotes Fleisch, heiße Getränke über 65 Grad ein oder etwa Nachtarbeit. Die Folgen einer solchen Einstufung bekam etwa der deutsche Bayer-Konzern schwer zu spüren, der den Glyphosat-Entwicklung Monsanto übernahm und sich damit eine Klagewelle in den USA einhandelte. Behörden weltweit haben den Unkrautvernichter als nicht krebserregend eingestuft. Allein IARC bewertete ihn 2015 als “wahrscheinlich krebserregend”. 

Es ist also alles zu hinterfragen.

Rewe sollte seine Wissensseite aber vielleicht doch noch mal überarbeiten. So ganz auf dem neuesten Stand ist man dort nicht…

https://www.rewe.de/ernaehrung/wissen/aspartam/

Und dann gibt es noch die üblichen Katastrophenüberschriften:

https://www.dasding.de/newszone/suessstoff-aspartam-who-wahrscheinlich-krebserregend-reuters-coca-cola-coke-zero-100.html

https://www.morgenpost.de/ratgeber/article238823719/Krebsrisiko-WHO-will-beliebten-Suessstoff-wohl-neu-einstufen.html

https://www.nordkurier.de/panorama/who-cola-zero-kann-krebs-verursachen-1726288

Und wie zu erwarten gibt es auch Stimmen, die sagen “Alles nicht so schlimm” Aber da sollte man darauf schauen, wer es sagt…

Überprüfung von Aspartam durch die IARC

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29 Kommentare

  1. Bergamasca sagt

    Schon gemerkt, wie milde (im Vergleich zum Glyphosat) die öffentliche Reaktion auf die Risikoeinstufung von Aspartam ausfällt?
    Heute (14.07.23) in der NZZ: “Süssstoff Aspartam könnte Krebs erzeugen – moderater Konsum jedoch harmlos – Wie sicher ist der Süssstoff Aspartam? Krebsforscher haben eine erste Einschätzung vorgenommen. Sie klingt erst einmal beunruhigend, Ernährungsexperten reagieren aber ziemlich gelassen.”
    Also, um mit Udo Pollmer zu sprechen: Macht mal halblang! Wenn es beim Glyphosat auch so wäre …

  2. Der Kurierartikel wurde korrigiert… zu spât… Im deutschen Sprachraum blühen die Falschmeldungen.

    “Hinweis: Artikel wurde korrigiert. Die Einstufung “wahrscheinlich krebserregend” wurde auf “möglicherweise krebserregend” geändert.”

    Es muss in der Tat “möglicherweise” heissen.

  3. Jörg sagt

    Leider leiden viele Menschen an einem massiven Analphabetismus, was Zahlen, Statistiken, Mengen, Konzentrationen und die Unterscheidung von Gefahr und Risiko angeht. Das was Paracelsus schon im 16. Jahrhundert wusste “Alle Dinge sind Gift , und nichts ist ohne Gift,allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei”, ist bis heute nicht in das öffentliche Bewusstsein gelangt..
    Mit Prozenten können ja die meisten Menschen noch was anfangen, aber bei ppm, ppb, ppt herrscht blankes Unwissen.
    Das IARC stuft Alkohol in die Kategorie 1 als sicher krebserregend beim Menschen ein, Glyphosat neben rotem Fleisch, dem Friseurberuf und zu heissen Getränken als wahrscheinlich krebserregend in die Kategorie 2 .
    In einem Liter Wein sind ca. 13 Prozent Alkohol, Glyphosat als Rückstand in Trinkwasser, Milch und Nahrungsmitteln bewegt sich im ppb Bereich. Auch der Anwender von Glyphosat dürfte bei sachgemässem Gebrauch nur mit Spurenmengen in Berührung kommen.
    Die Glyphosat Klagen in den USA sind eine Gelddruckmaschine vor allem für die Anwälte.
    Das Leid von Krebskranken kann man so gut instrumentalisieren.

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  4. Frikadellen piet 44 sagt

    Mahlzeit ja in vielen Punkten wird immer so getan als wenn das Schlimmste mal kommen könnte auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist
    CO2 als Beispiel kann das Klima um weniger Grad erhöhen aber es wird wärmer weil die Sonne aktiv ist das wird aber verschwiegen also ist nur CO2 schuld

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  5. Ludwig sagt

    Leider muß man heute sehr genau schauen wer diese Informationen verbreitet und wer dahinter stecken könnte. Die WHO wird von der Gatesstiftung gefördert und die Chinesen sind dort auch sehr bestimmend. Auch viele Pharmafirmen sind dort tätig. Jedenfalls ist die WHO nicht als neutral ein zu stufen. Da spielen immer wirtschaftliche Einflüsse eine Rolle. Genauso ist das bei der UNO-Umweltorganisation. Dort sitzen auch mehr Politiker als Fachleute am Tisch. Diese Organisationen geben sich oft nur durch ihre weltweite Verbreitung den Anschein der Neutralität.– Kann nur hoffen , daß unser Glyphosat in der EU nicht verboten wird , denn dann werden durch mehr Dieseleinsatz in der Landwirtschaft erhebliche Mengen an CO2 freigesetzt und die Landmulcherei ist dann auch vorbei. Der Pflug kommt dann wieder zum Einsatz. Ob das unsere Ideologen wohl bedacht haben und eine Folgenabschätzung vorgenommen haben ? Wohl kaum , denn dann hätten sie aus CO2-Vermeidung auch keine AKWs abstellen dürfen. Also doch sektenartige Ideologieentscheidungen !

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    • Thomas Bröcker sagt

      Auf dem Obstbautag in Sachsen-Anhalt hat der Hydrogeochemiker Prof. Tobias Licher (Rhur-UNI Bochum) dargestellt, dass die meisten Gewässerverunreinigungen nicht aus der Landwirtschaft kommen. Die meisten Rückstände kommen aus der Humanmedizin, aus künstlichen Süßstoffen und Gebäudefassaden. Aus Fassadenfarben kommen Wirkstoffe gegen Algen und Schimmel, die in der Landwirtschaft schon seit 90 Jahren verboten sind.

      Ähnliche Untersuchungen gibt es (VDLUFA) zu Oberflächengewässern im östlichen Harzvorland. oberhalb der größeren Siedlungseinleitungen tauchen ein Teil der auf den umgebenden Feldern ausgebrachten Wirkstoffe kurz nach der Anwendung in niedrigen Dosen auf und verschwinden wieder. Messungen unterhalb der Siedlungseinleitungen wiesen einen relativ konstanten Rückstandsgehalt von über 20 verschiedenen Wirkstoffen aus.

      Ist eben immer entscheidend, mit welcher Absicht solche Untersuchungen ausgewertet und verwendet werden … oder eben auch nicht.

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  6. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Etwas kräftigere Damen,nicht unattraktiv,nehmen Aspartam anstatt Zucker ins Getränk,greifen aber bei den Keksen,denen mit Creme und Schokolade herzhaft zu.
    Mein Einwand,doch Zucker zu nehmen und die Schokoladencreme etwas zu reduzieren,fruchtete gar nicht.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Der Körper lässt sich von uns halt nicht verscheissern. Wenn der süß kriegt und dann registriert, dass sich beim Zucker nichts ändert, lässt er uns von anderen Sachen mehr futtern. Deswegen haben diese Speisen mit Ersatzstoffen statt Zucker oft den gegenteiligen Effekt, wenn man dadurch abnehmen will.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Also mein Körper meldet sofort, ob es sich um Süßstoff oder echten Zucker handelt…..ich bekomme bei Süßstoff sofort eine merkwürdige Reaktion im hinteren Rachenraum. Ist wohl eine genetische Schutzfunktion.😎

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    • feizelmeier sagt

      Und Deutschland lässt sich von den Grünen vor sichhertreiben. Diese Grünen mit der derzeitigen Führung sind der grösste Schaden für unser Land. In der Verbissenheit in ihre eigene Ideologie merken die nur nichts davon.

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    • Christian Bothe sagt

      Habe ich auch gerade gehört! Wird bei den Grünen in Deutschland Schnappatmung verursachen und bei dieser von der Leyen sowieso! Eine sehr vernünftige Entscheidung zur Entwicklung der Volkswirtschaft und LW Schwedens! Vor allem das Weiterbetreiben und der Neubau von AKWs ist sinnvoll! Die BRD wird sich noch danach sehnen…

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      • Günter sagt

        Tschernobyl, Fukushima und andere Störfälle…..
        Genau dahin sehnen sich die Deutschen, glaubt man Christian Bothe

        • Christian Bothe sagt

          Was soll das? Schauen Sie sich die Ursachen mal an! Das hatte mit der Technik als solches überhaupt nichts zu tun! Warum investiert man in Größenordnungen in die emissionsfreie Atomenergie weltweit?

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        • Pälzer Buh sagt

          “Tschernobyl, Fukushima und andere Störfälle…..
          Genau dahin sehnen”
          Bei Tschernobyl waren unerfahrene Ingenieure am Werk! In Fokushima ist nur ein Mensch tatsächlich durch den Unfall ums Leben gekommen!
          Die Welt baut AKW’s wie andere Wolkenkratzer.
          Man schaue doch nur in unser Nachbarland Frankreich und deren AKW Vorhaben.
          Wir reden aber von den modernsten AKW’s dieser Welt, auch was den(Rest) Müll angeht, vom Materialaufwand und durchgehend verfügbaren Energie abgesehen. 1 zu 25.000 sieht das Verhältnis aus, was das Material im Verhältnis zu 1 Gigawatt steht. 90% der Materialien für unsere (Woken) CO2 neutale erneuerbaren Energien Stammen von Kohlefabriken von China.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Der Deutsche hat schon die Hosen voll, wenn ein AFD – Landrat gewählt wird….da ist natürlich die Kernkraft ein No-Go.😀

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        • Wilfried Dannheim sagt

          @Günter Die Störfälle in Tschernobyl und Fukushima im Zusammenhang mit AKW’s zu bringen, die in Deutschland betrieben wurden, ist nicht redlich.
          Das hat auch Christian Bothe mit seiner Aussage zu Schweden und deren Umgang mit Atomkraft und dem Green Deal nicht gemeint.
          Es ist doch bemerkenswert, dass mit Schweden ein hoch akzeptables Mitglied der EU als erstes Land aus dem scheinbar so gesichertem Troß des Deals ausschert.
          Sie haben erkannt, dass ein Land sich nicht alleine mit der regenerativen Energie (Windkraft und Fotovoltaik), und das schon gar nicht als Industrienation, versorgen kann.
          Schweden möchte sich in Zukunft mit einem echten Energiemix, und dazu gehört bei ihnen natürlich auch die Atomkraft, versorgen.
          Mal sehen, was das auf die EU und ihrem Green Deal für Auswirkungen hat.
          In Deutschland wird diese Erkenntnis, wenn überhaupt, erst spät reifen.

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        • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

          Ich wohne an der A2,da gibts täglich besonders LKW Unfälle mit Verletzten und Toten,weil die Mittelleitplanke nicht für 40 Tonner gebaut wurde,interessiert keinen.

  7. Thomas Bröcker sagt

    Echt lustig, im Gegensatz zum Glyphosat wird Aspartam ja fast täglich in Potenzen höheren Mengen als Glyphosat aufgenommen. Man denke nur an die vielen Kalorien-reduzierten Getränke. Mal sehen, ob die NGO´s da jetzt auch dauernd mit Panikmache aufploppen.

    Schönes Beispiel um die Diskussion um Risiken und Panikmache grundsätzlich und beim Glyphosat nochmal zu starten. Sie machen schon wieder die Arbeit, die eigentlich die Berufsverbände machen müssten.
    Danke !

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    • Bauer Willi sagt

      Gerne. Entdeckt hat es aber Bauer Fritz, ihm ist zu danken.
      Bin mal gespannt, ob jetzt alle Light-Getränke vom Markt genommen werden… 🙂

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    • Bauer Fritz sagt

      Es ist wie sie richtig sagen, schon verblüffend, wie Medien plötzlich “relativieren” können.

      Plötzlich ist ihnen allen eingefallen, daß Gefahr und Risiko nicht das gleiche sind.

      Plötzlich stellen alle Medien (sofern sie überhaupt darüber berichten) fest, daß das bei dem was das IARC an Krebs-Einschätzungen so produziert, naja sagen wir mal die Suppe nicht so heiß gegessen werden muß, wie sie gekocht wurde.

      Plötzlich schreiben alle Medien unisono den Absatz, daß ein Erwachsener Tagesmengen von z.B. 12-36 Dosen Diätlimonade trinken müßte um gefährdet zu sein. Setzt man den Doseninhalt mit 0,33 bis 0.5 Liter an, so wären das zwischen 4 bis 18 Liter täglich für eine Gefährdung. Wenn wir uns erinnern, welche “Todesgefahren” von den gleichen Medien in von NGOs übernommenen Artikeln herbeigeschrieben wurden als es etwa um Glyphosat in Speiseeis ging. Dabei mußte man etwa 20.000 Liter Eis täglich zu sich nehmen um gefährdet zu sein.
      Somit wäre ja Aspartam rund 5.000 mal krebserregender.
      Man darf auch gespannt sein, ob etwa die SPAR-Kette (und Kollegen) nun alle Aspartam-Produkte mit der gleichen “moralischen” Verpflichtung aus den Regalen nimmt. Im Dienste der Kunde sollten damit ab Montag wohl unbedingt viele Regalmeter leer bleiben.

      Schließlich ist dieses “Gift” ja in unzähligen Erzeugnissen enthalten: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.who-listet-aspartam-als-wahrscheinlich-krebserregend-in-welchen-lebensmitteln-aspartam-enthalten-ist.4d1b91d2-0fc0-4b99-be98-8b77b469cb3e.html

      Und zudem ist es auch noch ein Nerven- und Hirn-Gift: https://medizin-transparent.at/aspartam-suesses-gift-oder-harmlos/

      Man darf also gespannt sein …..

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