Bauer Willi
Kommentare 403

Bauern – die echten Grünen

Es gibt da eine Partei in NRW, die im Vorfeld der Kommunalwahl im September komische Plakate klebt. Und dann merkt, dass die mißverständlich sind.

Ok, kann passieren. Einfach demnächst vorher einen Bauern fragen…

Bild könnte enthalten: im Freien, Text „GRÜN IST Landwirtschaft mit Haltung.“

Wobei ich mich über dieses Plakat hier links irgendwie nicht wirklich aufregen kann…

Sag ich doch auch, nur mit anderen Worten und vielleicht etwas netter… 🙂

 

 

Hier unten im Link die Erläuterung, warum Glyphosat und Kartoffeln nicht so richtig zusammenpassen.

Übrigens: was ist ein Ackergift? Ist das ein Gift, das auf dem Acker entsteht? Ist das ein Gift, dass vom Acker kommt? Erklärt mir das doch bitte mal…

(so wie mit dem Kobold in der Autobatterie…)

Eine politische Kampagne lebt von Zuspitzung und Wortspiel

 

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403 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Herr Klotz,
    in den 1970er Jahren hat die Band „Schmetterlinge“ eine „Proletenpassion“ geschrieben. Darin heißt es über die Zeit der Leibeigenschaft:
    „Der Bauer trägt das ganze Land auf dem gebeugten Rücken, muss sich stets tiefer bücken für Fürst und Pfaffenstand. Je mehr die Herren sich schmücken, je härter drückt ihre Hand“
    Ich glaube, Sie merken nicht, dass heute mehr als 90% der Bevölkerung dem „Fürst- und Pfaffenstand“ angehören, und dass als „schmücken“ auch der Sport gesehen werden kann.

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    • Reinhard Seevers sagt

      So ist es Elisabeth….wie sagte hier noch jemand: Die Landwirtschaft ist zu erfolgreich! Deshalb hat die satte Bevölkerung Spielraum sich zu schmücken, und den Rücken der Bauern zu drücken!

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      • Inga sagt

        Klar, sie ist ein Feiler unserer Volkswirtschaft.
        Das wissen die meisten nur nicht!
        Ich habe neulich einem Mitarbeiter aus der Fleischabteilung REWE in der Großstadt Dortmund erkläret,

        das jedes Fleischstück mit dem er es dort zu tun hat, mal als Tier im Stall stand.

        als langjähriger Mitarbeiter dort, hat er ein Vermögen und Eigenheim verdient.
        Mit Tieren die im Stall auf dem Dorf standen.

        Gerade wo er doch mit den rückständigen u. katholischen Leuten im Sauerland, wo sich Hund und Katz gute Nacht sagen, nichts mehr zu tun haben will.

        Die Ökologie funktioniert auch da, wo sich Hund und Katz gute Nacht sagen.
        Und muß in unserer Kulturlandschaft von Land- und Forstwirten verwaltet werden.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Ich glaube, Sie merken nicht, dass heute mehr als 90% der Bevölkerung dem „Fürst- und Pfaffenstand“ angehören, und dass als „schmücken“ auch der Sport gesehen werden kann.“

      Da muss ich ihnen Widersprechen,
      es meinen vielleicht 90 % der Bevölkerung, dass sie zu der Elite gehören.

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      • Inga sagt

        Naturlich, Ehemaliger,

        Das reicht doch, trotzdem sind sie Kunden und haben Rechte,
        Auch das Recht alles laut auszusprechen und eine Meinung zu bilden.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          mit Kunden hat das mal gar nichts zu tun.

          Selbstverständlich kann sich jeder als eine Einstein fühlen, nur um die Anderen davon zu überzeugen, benötigt das mehr, als es selbst zu glauben.

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          • Inga sagt

            Wir leben in einer Demokratie und jeder hat Rechte und Pflichten, nicht nur die Verbraucher, aber die auch.

            90% unserer Bevölkerung haben vielleicht nur Rechte, weil sie die Pflichten nicht sehn, deswegen fühlen sie sich im „Fürst- und Pfaffenstand“!

            Die nehmen sich auch das Recht und wagen sich sogar gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren!

            Ich kenne einen, der in den 90igern, während der großen Arbeitslosigkeit gemeint hat, das liegt am System,

            jeder will Häuptling werden, aber keiner Indianer!
            Also sind jetzt 90% unserer Bevölkerung Häuptlinge!

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  2. Ferkelhebamme sagt

    „Zeit wird es, dass den Erzeugern für hochwertige Lebensmittel angemessene Preise bezahlt werden.“„Wenn man vom Bauern Umweltschutz erwartet, muss man dafür bezahlen, ganze einfach.“
    Ja, so einfach wäre es- und so einfach scheitert es. Die Realität: Minister Laumann, der lautstark die Arbeitsverhältnisse in der Fleischindustrie verurteilt, fordert gleichzeitig, dass Fleisch nicht teurer wird. Zitat aktuelles Netto-Werbeprospekt: „Weil wir mehr Tierwohl nur auf eine Art erreichen. Gemeinsam. – Bis zu 80 Tierwohl-Produkte. Einer für alles, alles für günstig.“ Und das zieht. Deutschland ist das Land der Schnacker, nicht der Macher. Leider.

    Wir können Naturschutz und Tierwoh! Für 1,47 €/kg Schwein können wir überleben, aber nicht noch Luxus-Träume anderer erfüllen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wie viele Mastplätze braucht man, um zu überleben?

      In der Nähe hat einer aufgegeben mit der Begründung, für 1,47€ je Kg, kann er keinen Lohn erwirtschaften.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Uuuuhaaa, das ist aber ein ziemlich schwurbeliger Text mit nem Haufen „die anderen sind blöd“ – Gelaber.
      Evtl. sollte man mal die Sozialpsychologie bemühen, und das falsche Leben im falschen Leben ttematisieren?
      Die Motivation scheint unbändige Angst zu sein, Angst vor der eigenen Courage, ….und aus dieser Angst heraus fühlt man sich bevormundet und falsch geführt, wie es scheint.

      Aus dem Klappentext zu Maaz: „Das falsche Leben“
      …“Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft – bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am „System“ abzureagieren. „

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      • firedragon sagt

        Herr Seevers,
        auf einer anderen Plattform hatte ich vor einiger Zeit einen schönen, sehr treffenden Spruch gefunden, der in etwa so lautet:

        Warum ist man mit einer anderen Meinung gleich ein Feind und nicht einfach nur jemand mit einer anderen Meinung…

        Und Brötchen, danke für den Text. Sind auch Stellen drin, die mich schmunzeln lassen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wenn Houellebecq zitiert wird, dann muss man aufpassen, ob nicht Meinung als etwas anderes daher kommt. Auch meine Meinung ist eine Meinung….

          Zitat aus der Zeit zum neuen Buch von Houellebecq:
          Das trifft es sehr genau. Houellebecq ist kein Spieler, kein Provokateur, kein Clown. Er schreibt, was er denkt. Und er sagt, was er meint. Und was geschieht, wenn man ihn, gewiss zu seinem Vergnügen, aus Opportunismus gegen den Strich liest, ist leider sehr simpel, und man traut es sich wegen der Floskelhaftigkeit kaum auszusprechen: Man macht rechtes, antiliberales Gedankengut salonfähig.“

          Jedem sein ideologischer Überbau! Mir machen Leute Angst, die meinen sie dürften nicht ihre Meinung sagen und diese dann ständig laut herausposaunen….oder Ängste schüren, die auf eigenen beruhen ohne sich selbst zu hinterfragen….

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          • firedragon sagt

            Herr Seevers, den genannten Autor kenne ich nicht, bin auch nicht in irgendeine Richtung ideologisch geprägt.
            Man kann sich seine eigene Meinung bilden, wenn man viele verschiedene Informationen zu einem Thema bekommt.
            Zu Beispiel „unser“ Herr Klotz, da hat Brötchen schon recht, er wird nicht konkret. Da gibt es nichts, was mir behilflich ist, sein Denken nachzuvollziehen und es zu verstehen. Da war das bei „Hugo“ schon einfacher für mich.
            Wenn man etwas versteht, kann man darüber diskutieren. Wenn man etwas nicht versteht, kann man es sich erklären lassen. Daraus entsteht dann eine eigene Meinung und prallt dann auf andere, mal mehr, mal weniger heftig.
            Und zur Zeit ist es tatsächlich so, dass man sich bei manchen Themen auf dünnem Eis bewegt, was sogar innerhalb der weitläufigen Verwandtschaft zu Spannungen führt, was man nie für möglich gehalten hat.
            Kleine Anmerkung am Rande – dann stehste da zwischendrin und verstehst die Welt nicht mehr.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Das sehe ich ähnlich Feuerdrache…..die Zeiten sind hitzig, und ich wette, sie werden noch unbequemer werden.
              Noch weniger Wasser, noch mehr Quarantäne, noch mehr Einschränkungen und immer weniger persönliche Zerstreuungsmöglichkeiten könnten unsere Gesellschaft an einen Punkt bringen, da der Kessel zu brodeln beginnt….ich habe ein ungutes Gefühl.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Die älteren haben noch andere Zeiten miterlebt, wir sind mit wenig aufgewachsen, die ab den 70iger Jahren können nicht einmal zurückstecken, weil sie es nicht gewohnt sind.
                Das sieht man an den Demos und an der Unvernunft in Urlaubsgebieten.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Der Herr Klotz ist ein Krakeeler, der seine Meinung, die er sich aus einem Schmierenblatt einer NGO gebildet hat, hier verbreitet,ein Mann der keine Ahnung von Landwirtschaft hat, aber meint, dass er es dem Bauern mal Zeigen muss.

              Hugo, der meinte mitreden zu müssen, hatte außer der Anbindehaltung nichts auf der Pfanne.

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              • firedragon sagt

                Ehemaliger Landwirt,
                „Hugo“ hat aber was ganz Konkretes angesprochen und das mit den 70ern habe ich jetzt mal überlesen 😉.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Wir gehörten zum Grenzland und waren ein armes Gebiet, im Gegensatz zum Schwabenland. Aber zu diesem Zeitpunkt kam der wirtschaftliche Aufschwung und die Menschen bekamen Geld in die Kasse.
                  Meine erste Traubengeldabrechnung von 1971 sagt aus, dass damals umgerechnet 30 bis 35 Cent mehr je Kg ausbezahlt wurde, wie jetzt, ohne Mengenbegrenzung.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Naja, überheblich ist er schon, aber es gibt Schlimmere, die noch nicht einmal in einer SoLaWi gearbeitet haben.

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            • Paulus sagt

              @ firedragon
              „Man kann sich seine eigene Meinung bilden, wenn man viele verschiedene Informationen zu einem Thema bekommt.“ Das ist zweifelsfrei wichtig, stimmt aufgrund meiner Erfahrung aber nur bedingt.
              Ich bin immer besser mit Immanuel Kant gefahren, „habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Das setzt allerdings eine gewisse Bildung bzw. Wissen voraus – und ja, tatsächlich auch Mut.
              Noch ein Schwank aus meinem beruflichen Leben gefällig? Sobald es kritisch wird, ziehen sich all die Klugscheißer mit ihren Informationen und Meinungen ganz schnell zurück. Dann stehst du plötzlich verdammt einsam da. Dürfte in der LW nicht viel anders sein.

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              • firedragon sagt

                Paulus, gebe ich Dir recht und der Satz von Kant ist gut. Mit einer Meinung allein da stehen kommt mir bekannt vor.
                Aber eins noch, Bildung schützt vor Fehlern nicht, vielleicht dann eher doch Erfahrung und der Mut Erfahrung zu sammeln, das wiederum setzt Interesse voraus.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Also, der Kantsche Satz ist doch aus dem Kontext gerissen und nicht anwendbar auf die Meinungsfreiheit….wenn ich Trump wäre, würde ich ihn mir ans Revers heften…der stimmt für jeden, der meint er würde seinen Verstand nutzen und dieser sei auch noch ein hoher.

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  mir ist egal, ob der Satz von Kant stammt oder ob er möglicherweise aus dem Kontext gerissen ist.
                  Ich interpretiere es für mich so (ganz allgemein), dass Verstand auch etwas mit Werten zu tun hat. Etwas, was einem vorgelebt wurde, einem Denkanstöße gereicht wurden und man gelernt hat nachzufragen und zu denken und nicht zu Allem ja und amen sagt. Dazu fällt mir ein, ich hatte meine Freunde einmal in die Kirche zum Kirchenunterricht begleitet, um mir anzuhören, was die da so erzählen (hatte mich wirklich interessiert). Ich bin vom Pfarrer aus der Kirche geworfen worden, weil ich die Geschichte mit der Eva und dem Adam stark bezweifelt habe, okay ich hab mich scheckiggelacht und der Pfarrer konnte so jemand wie mich, nicht im Unterricht gebrauchen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Tja Feuerdrache, Agnostiker und Gläubige bringt man eben schwer auf einen Nenner…..hat aber auch nichts mit Meinung oder Haltung zu tun, sondern mit Glauben oder Nichtglauben.🙄

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers, es ging mir nicht um Glauben. Es ging um’s Verstehen und das war ein Beispiel bzgl. Interesse, was, wie ich finde, zuerst da sein sollte.
                  Gibt es kein Interesse an einem Thema, gibt es kein Verständnis und auch keine Meinung – so sehe ich’s jedenfalls.

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      • brötchen sagt

        @Reinhard: Maaz war mal mein “ Guru“ zur Wendezeit.

        Jetzt eher nicht mehr so, ich lesen zwar ab und an, was er so macht usw.
        Ich denke, er lag z.b. mit der „narzisstischen und infantilen“ Gesellschaft ganz richtig, nur ist das eben nicht alles, was zu dem Zustand in der Gesellschaft heute führt.

        Ich lese den Text eher als Denkanregung, nicht als: “ alle andere sind blöd“ und deshalb geht es mir so schlecht.

        Es kommt immer darauf an, aus welchem „psychologischen “ Ausgangszustand man etwas „inhaliert/liest“.
        Der Autor ist ja eher angelsächsischer Herkunft, die ticken sowieso noch etwas anders.

        Seine Argumente:

        – zuviel „Wissenschaftlichkeit“ bzw. benutzen der Wissenschaft für politische Ziele
        – Aushebelung der demokratischen Prinzipien usw.
        ….

        sind schon nicht von der Hand zu weisen.

        Kann man alles wegwischen, muss man auch nicht als relevant ansehen.

        ich kann seine Denkansätze durchaus nachvollziehen. Jedenfalls kann man die auch weiterspinnen, muss man aber nicht.

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  3. Reinhard Seevers sagt

    “ Der Übergang vom Landwirt zum Naturpfleger kann zumindest in der Bundesrepublik Deutschland in den nächsten Jahren gelingen. Ein zunehmendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung unterstützt den einzelnen Bauern bei der Entscheidung, seine Landwirtschaft von den Zwängen der Agrarpolitik abzukoppeln, um fortan ökologievertragliche Naturpfleger in Verbindung mit einer gesicherten Existenz zu betreiben. Der daraus resultierende Rückgang der EG-Überproduktion sowie eine Öffnung gegenüber dem Weltmarkt gibt den Entwicklungsländern eine Chance, am weltweiten Wohlstand zu partizipieren.“
    Auszug aus „Ein Planet wird gerettet“ Friedbert Pflüger, 1992
    So, ihr Bauern habt es also auch zu verantworten, dass die Armen dieser Welt hier aufschlagen!
    Das hätte verhindert werden können, wenn man dem Ratschlag von Friedbert Pflüger bereits 1992 gefolgt wäre….

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      • Reinhard Seevers sagt

        Steht in meinem Bücherregal…..hab ich immer im Auge, wenn ich auf dem Balkon sitze und nach drinnen schaue……hab mir gedacht, Guck Mal, was der damals so geschrieben hat.

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        • firedragon sagt

          Herr Seevers, steht in Ihrem schlauen Buch auch, wie die „gesicherte Existenz“ aussieht, wird das darin konkret beschrieben?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Steht in dem Buch auch, dass täglich 20.000 Kinder verhungern und wie die angedachten neuen Ernährer Westeuropas das eigene Hungerproblem in den Griff bekommen?

      Dieser Furz schwirrt auch in vielen Politikerköpfen rum, würde dies Wirklichkeit werden, dann stehen Millionen von Migranten vor unserer Haustüre. Diese kaufen keine Maschinen, weil sie bei einem Herrn Harz angestellt werden.

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      • Dieter Klotz sagt

        Lesen sie Mal das Buch factfulness von Rossling, das klärt über vieles auf, das für sie jetzt noch unglaubwürdig klingt. Außer Sie wünschen in einer Blase aus Falschinformationen zu bleiben.

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        • Obstbäuerin sagt

          Da muss ich gar keine Bücher lesen, Herr Klotz, da brauch ich nur hinzusehen, was wo und wie wächst. Wir haben das in der Praxis zum Vergleich vor Augen:
          konventionelle Landwirtschaft, Bio, Bio-vegan und Permakultur. Leider haben die Grünen und der Nabu verhindert, dass die Ertragszahlen, die Pflanzenschutzmaßnahmen und der Flächenverbrauch durch ein Projekt erfasst werden und das sehr wohl aus Angst vor dem Ergebnis. Unsere Blase steht allen offen, die sich von ihren Falschinformationen lösen wollen.

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          • Brötchen sagt

            Sehe ich auch so Obstbäuerin!
            Man muss sich nur umsehen, es ist natürlich so, die Wiesen im Alpenvorland waren wirklich artenarm, vielleicht zwei drei Grassorten und ein wenig Klee. Sowas gibt es in BB hat nicht. Und auch die dunklen dreckigen Ställe, wie von dem Hugo immer angemahnt , findet man nur dort.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Die kleinen Ställe sind angesagt, nicht die Großen, wie bei euch.
              Wollt ihr immer zu den Gestrigen gehören.😉

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          • Schmeckt gut sagt

            Liebe Obstbäuerin, die Realität – im Falle der verschiedenen Anbauverfahren, die bei euch live und in Farbe bewertbar sind – interessiert den Herrn Klotz nicht die Bohne. Er lebt lieber in seiner eigenen, realitätsfernen Blase. Warum ich das so ketzerisch sage? Weil er keine praktischen Verweise bringt. Nur theoretisches Geschwafel.

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            • Brötchen sagt

              Schmeckt gut ich kenne das Klientel da unten sehr gut, ich musste mich im Urlaub einer höchstrichterlichen Inquisition unterziehen und es kamen die gleichen argumente, wie ……das ist eben der Lauf der Welt, alles muss sich ändern usw.
              Die leben da wie die Maden im Speck und begreifen nicht wirklich, wie das andere Leben funktioniert.

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            • Obstbäuerin sagt

              Das Schlimme ist doch, Schmeckt gut, dass diese Form der Wahrnehmung – möglichst weit weg von der Praxis – zur Zeit die politischen Entscheidungen bestimmt. Es ist schon bezeichnend, dass der Herr Klotz sich zu meinen Argumenten nicht äußert.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Obstbäuerin, die Politik hält die Fähnchen in den Wind, ein Typisches Beispiel war, als Frau Klöckner verkündete, das Volk will ein Verbot von Glyphosat, folglich muss man es verbieten.

              Das ganze Speil geht so lange, bis Regale leer bleiben, oder die Preise in das Astronomische gehen.

              Bis dahin haben die meisten Betreibe aufgegeben.

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              • Obstbäuerin sagt

                Ich glaube nicht, Ehemaliger, dass die Regale leer bleiben. Sie werden nur mit globalen Erzeugnissen gefüllt. Meine Erfahrung der letzten 4 Marktjahre zeigt, dass gerade junge Leute auf Fehlinformationen reinfallen oder auf regionale Ware null (0) Wert legen. Viel Unverständnis haben wir in diesem Jahr (seit die Erdbeeren zu Ende sind) erfahren, weil wir nur ein eingeschränktes Angebot haben (Kirschen, Pflaumen, Äpfel, Mirabellen, Tomaten und Gurken im Zukauf). Da wir nur 10% Zukauf haben dürfen, sind wir dem Markthändler mit breiter Palette (über 50 verschiedene Obst- und Gemüsesorten einschließlich Südfrüchte) total unterlegen. Aber das ist jetzt auch egal, weil wir unseren Platz verlieren und als Direktvermarkter aufgeben.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Nicht jetzt, auch nicht in den nächsten Jahren, aber mit der Zunahme der weltweiten Bevölkerung, wird der Bedarf an Lebensmittel zunehmen. Und wenn wir den Ländern in Afrika das Essen wegkaufen, machen Millionen sich auf die Socken und kommen in das gelobte Land.Im Endeffekt werden wir so arm, wie die Menschen in Nairobi.
                  Habe es gestern, oder auch am Montag geschrieben, dass der Umsatz in einem Hofladen bei der Mehrwertsteuersenkung regelrecht eingebrochen ist, mir war immer klar, dass der Run auf die Hofläden nur von kurzer Dauer ist.

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                • Paulus sagt

                  @Ehemaliger, da du ja immer nur nach New York, Florida usw. geflogen bist kannst du natürlich nicht wissen wie es in Nairobi aussieht.
                  Schon vor 30 Jahren sah es da nicht viel anders aus als Köln oder D‘-dorf oder Paris.
                  Weit außerhalb von Nairobi war etwas anders aus. Und dann erklärte mir ein Mitarbeiter der DEG aus welchen Gründen ein Afrikaner lieber 40 bis auf die Knochen abgemagerte Rindviecher hält, statt sich mit weniger zu begnügen, die man ernähren könnte. Nach mehr als 60 Jahren gut gemeinter Entwicklungshilfe, mit dem Resultat, dass afrikanische Clans mit eigenen Boeings zum einkaufen durch die Gegend fliegen, machen die Chinesen jetzt Nägel mit Köppen. Während sich ein deutscher Minister immer noch wie zu Zeiten der Missionare verhält.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Herr Klotz, es gibt einen einzigen Weg in eine besser Zukunft, und der lautet Verzicht. So lange Sie „Planet of the Humans“ nicht angeschaut haben, werden Sie sich darum herum schleichen mit Ihren schönen Utopien.
          Die Fähigkeit zum Verzicht aus Einsicht ist die einzige Fähigkeit, die uns von Tieren unterscheidet, wenn wir uns denn entschließen, davon Gebrauch zu machen. Dazu empfehle ich Ihnen noch einen Link: https://www.youtube.com/watch?v=Tc8qP1YSzdM
          Da spricht kein Lehrer oder Philosoph, sondern ein erfolgreicher Unternehmer

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          • Reinhard Seevers sagt

            Naja, der Staudinger redet auch ähnlich wie unsere Alt 68er….sehe da nun wirklich keine Wende im Handeln. Er ist aber auch jemand der u.a. Flüchtlinge unterstützt, weil er die Menschen in Ihnen erkennt ….das wird unserer Angela als Desater vorgeworfen…….evtl. ist Menschlichkeit und Verzicht eine Allianz, die es nur zu leisten gilt.
            Aber das passt nun mal nicht jedem.
            Die Aussage, er sei ein erfolgreicher Unternehmer wäre ja gar nicht nötig gewesen, Anerkennung sollte ohne Status möglich sein….das sind eben noch die alten Zöpfe einer Leistungsorientierung oder Elisabeth?:-)

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Es sind doch Sie, der Staudinger als 68er bezeichnet und damit offenbar Leistungsfeindlichkeit verbindet. Mich fasziniert, dass er einen guten Kern des Geistes der damaligen Zeit durchgetragen hat und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich ist. Ich habe nichts gegen Leistung.

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          • Dieter Klotz sagt

            Ups, das ist ja eine Menge. Den Staudinger hab ich schon live erlebt, bei einem Vortrag, hab auch gleich ein paar Ausgaben seines Magazines mitgenommen. Der ist sehr unterhaltsam und macht auch Mut zur Veränderung. Vor allem verbreitet er Optimismus und den brauchen wir. Michael Moore dagegen ist ein reiner Geschäfte Macher. Der ist nicht an Fakten interessiert sondern an Effekten. Er macht Filme die aufregen sollen und nicht informieren. ich werde mir den Film in nächster Zeit ansehen. Will ja mitreden können
            Witzig finde ich, dass er sich selbst als ökoanhanger bezeichnet. Also noch ein Grüner.
            Verzicht ist natürlich momentan nicht angesehen. Sobald sich ethisches handeln (z.B. Umweltschutz) wie Verzicht anfühlt, sind schnell ausreden gefunden, warum das gerade nicht geht. Ich für meinen Teil verzichte der Umwelt zu liebe auf gar nichts. Alles was ich mache tue ich mir zuliebe. Z.B. finde ich reisen nur mit den Fahrrad interessant. Ich treibe viel Sport und ernähre mich mit wenig Fleisch, weil das wenig belastet. Ich versuche mir wenig Gegenstände zuzulegen, weil auch die belasten. Wir müssen nicht auf Luxus verzichten, wir dürfen lernen uns auf das zu begrenzen, was uns gut tut.

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              • Dieter Klotz sagt

                Grundsätzlich mache ich sehr gern auch etwas nützliches, wenn ich schon irgendwo unterwegs bin. Aber mein Bedürfnis die Welt zu erkunden ist sehr zurück gegangen. Mein Sport besteht momentan hauptsächlich aus zwei Volleyballteams, die ich betreue. Wenn ich dann noch Bewegung brauche gehe ich zum Garteln bei einer Gartenanlage mit Behinderten. Ich am besten verändert man die Welt zu Hause. Aber für Menschen, die noch die Welt kennen lernen wollen, finde ich das super. Danke für den Hinweis, ich werde mal meine Nichten und Neffen versuchen dazu zu motivieren.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Michael Moore mag überspitzen. Tatsache ist, dass „Ökostrom“ um nichts umweltfreundlicher ist als solcher aus fossilen Brennstoffen: Windräder töten unzählige Insekten und Vögel (was dann wieder der Landwirtschaft in die Schuhe geschoben wird), Wasserkraftwerke zerstören Landschaften (jedenfalls diejenigen, welche bisher aus gutem Grund nicht ausgebaut worden sind), Photovoltaik wird langsam zum Müllproblem, und Biomasse verheizen ist sowieso pervers. Das könnte einem auch ohne Michael Moore auffallen, wenn man ehrlich drüber nachdenkt.
              Ökologisch ist nur die menschliche Muskelkraft.

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              • Dieter Klotz sagt

                „Ökologisch ist nur die menschliche Muskelkraft.“
                Ich bin tatsächlich der Meinung, wir haben hier großes ungenutztes oder falsch genutztes Potential. Man müsste eben die Leute, die ins Fitness oder zu Extremsportarten gehen dazu bringen was sinnvolles zu tun. Ich versuch hier im Ort immer wieder die Spaziergänger dazu zu bringen, das Jakobs-Kreuzkraut mitzunehmen. Bin da leider nicht recht erfolgreich. Aber grundsätzlich denke ich schon, dass es möglich ist, Technik zu nutzen und trotzdem die Lebensgrundlagen nicht zu ruinieren. Ich setze da sehr viel Hoffnung auf die Brennstoffzelle. Hab auch schon eine als Heizung in meinem Keller eingebaut.

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                • firedragon sagt

                  Herr Klotz, Sie sehen mich vor Lachen nach Luft schnappen…. herrlich.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Für die Brennstoffzelle brauchen sie auch Gas.
                  Für mich ist das noch nicht ausgereift.

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                • firedragon sagt

                  Wieso ich lache Frau Ertl, das hat gleich mehrere Gründe.
                  Vorweg, ich lache niemanden aus.
                  Leute gehen aus bestimmten Gründen in ein Fitnessstudio und es sind hauptsächlich Personen, die eine Arbeit haben. Extremsportarten haben auch mit LW nichts zu tun, weshalb da wohl niemand tauscht, nur des guten Gefühls wegen.
                  Die Bewegungsabläufe im Bereich Sport und LW unterscheiden sich sehr, dürfen Sie mir glauben, ich habe eine Zeit lang Leistungssport betrieben. Im Sport gibt es bspw. Intervallübungen, in der LW, das wissen Sie, habe ich über längere Zeit ein und die gleiche Bewegung.
                  Ich hoffe sehr, dass Herr Klotz, wenn er Passanten dazu „ermuntert“ ein giftiges Blümelein auszurupfen (nach Möglichkeit mit Wurzel), er dazu sagt, dass es giftig ist und es besser ist, Handschuhe zu tragen. Spaziergänger tragen im Winter vielleicht Handschuhe, da wächst aber nichts, was man ausrupfen müsste. Es bringt auch nichts, die „Blume“ zu pflücken und auf die Fläche zu werfen, die muß entsorgt werden und nicht im Biomüll ! Und diese Aufforderung, der Dame des Hauses einen „schönen“ gelben Blumenstrauß zu pflücken, wie es bei uns im Gemeindeblatt mal stand, also bitte – was sagt das über einen Mann aus, der seiner Frau Giftpflanzen auf den Küchentisch stellt ?

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Firedragon, ich weiß aus eigener Erfahrung, was der Unterschied ist zwischen Sport und lw. Betätigung. Ich mach zusätzlich Ausgleichsgymnastik, da ist aber der Effekt dann schon ziemlich der gleiche. Hüteaufgaben in den Alpen haben sehr wohl etwas mit Extremsport gemeinsam,
                  Und ganz so absurd ist Herrn Klotz` Idee nicht, Leute für lw. Aufgaben einzuspannen. Das Land Steiermark ist da mit einem Projekt sogar sehr erfolgreich. Einmal im Jahr wird zum Almputzen eingeladen. Da macht die Bevölkerung gern mit, sogar Touristen beteiligen sich. https://www.almwirtschaft.com/Almwirtschaft-Steiermark/almwirtschaft-in-der-steiermark.html

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                • firedragon sagt

                  Frau Ertl,
                  ich bin Flachländer, da wird’s schwer mit „Extremsport“.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Einfach mal Barrique Fässchen stemmen, für den Anfang reicht mal ein leeres. 😉

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                • firedragon sagt

                  So Frau Ertl,
                  ich habe heute etwa fünf Stunden Kniebeuge bei einer Arbeit im Freien bei schwüler Hitze und stechender Sonne verrichtet. Das war mein Fitness für heute. Ergebnis, ich merke jetzt Stellen in den Oberschenkeln, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt und habe Rücken. Ich würde mich jetzt auf einer Masageliege sauwohl fühlen.
                  Nun gibt es Mensche, die haben starke Rückenbeschwerden und gehen deshalb in ein Studio, um das alles wieder gangbar zu machen. Jetzt stelle ich mir vor, Herr Klotz und Sie kommen in einen solchen Raum und bitten Anwesende, doch lieber etwas Sinnvolles draußen in der Natur zu tätigen – ich würde als Reaktion, wahrscheinlich einen Gummiball nach solchen Leuten werfen. (;-))

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Holz ist zum Heizen und bauen da; Mais als Futter und Essen

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                • Ostbauer sagt

                  @Elisabeth
                  Genau sowas hab ich mir schon gedacht. Hm
                  Wir haben eine 250 kW Biogasanlage.
                  Die wird zu 80 % mit Festmist und Gülle unserer Milchkühe gefüttert. 20 % sind Grassilage vom letzten Schnitt vor dem Winter. Kein Gramm Mais.
                  Jetzt erklär mir mal warum das pervers ist?!

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Frau Ertl,
                ich war einige Male schon unter Windrädern, Tote Vögel habe ich noch keine gesehen.

                Die Module bei PV halten bis 50 Jahre, wenn sie nicht grade in einem chinesischen Hinterhof zusammengebastelt würden. Problematisch sind die Dünnschichtplatten, die enthalten giftige Stoffe.

                Ihr Einwand bei Biomasse verstehe ich nicht ganz, soll man das Holz im Wald verrotten lassen?

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Holz direkt zum Heizen und als Baumaterial nehmen?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Holz das als Baumaterial eignet, wird auch in Österreich nicht verfeuert werden.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Man benötigt übrigens kein Gas zur Wasserstofferzeugung, man benötigt Energie, man kann Gas nutzen, man muss es aber nicht.
                  Strom aus Windenergie geht auch:
                  https://www.gp-joule.de/

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ehemaliger, ich hatte das Zitat eigentlich gebracht, weil Pflüger CDU- Mann ist.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Na, die Kommentare sprechen doch Bände…..Die Schweizer sind noch ökofaschistischer, als unsere Ökos….mehr Wohlstand, mehr Subventionen, dafür Bio…was wollt ihr Umweltsäue denn noch?

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      • Brötchen sagt

        Ja die Kommentare sollte man lieber nicht lesen 😉 Ist sicher auch nicht repräsentativ.

        Aber ansonsten die gleichen Probleme.

        Wenn man mal drüber nachdenkt, die haben nun schon die ganze Tierhaltung so umgebaut, wie wir es vielleicht in 10 Jahren haben und stehen vor den gleichen Problemen.
        Ansonsten schätze ich die Kollegen sehr! Habe da auch gute Kontakte.

        Der Kollege hatte auch noch ganz andere Aspekte im Kopf, rein strategisch.

        Bezogen auf Corona hatte ich mal eine Zahl zu deren Gesundheitssystem gelesen, die geben da gigantisch viel Geld aus und hatten auch keine Masken.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Oberhalb der Kommentare könnte auch Spiegel Online, oder Zeit Online stehen, die Kommentare sind die selben.

          An der Schweizer Grenze gab es eine Katastrophe während des Lockdown.
          Den deutschen Einzelhändler blieben die Kunden weg und die Schweizer konnten keine billige Lebensmittel aus konventionellem Anbau in Deutschland kaufen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Manche Händler an der Schweizer Grenze machen 80% des Umsatzes mit Schweizer Kunden, nicht nur Lebensmittel.
              Bei Lebensmittel ist Fleisch der Renner.

              Da die Schweiz nicht der EU angehört, können sich die Bewohner des Landes die Mehrwertsteuer erstatten lassen, die sie im europäischen Ausland zahlen. Dazu müssen sich die Schweizer Käufer bei einem Einkauf in Deutschland zusammen mit der Quittung an der Kasse einen Ausfuhrschein aushändigen lassen. Der ausgefüllte Ausfuhrschein muss zusammen mit der Rechnung für die gekaufte Ware am deutschen Zollschalter an der Grenze abgestempelt werden. Dazu muss der Käufer seinen Ausweis vorlegen, da nur Personen mit einem festen Wohnsitz in der Schweiz die ausländische Umsatzsteuer erstattet bekommen. Liegt der Warenwert bei 300 CHF oder darüber, müssen Schweizer Käufer die Schweizer Mehrwertsteuer bezahlen, die ist geringer.

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  4. Ostbauer sagt

    Wie Verdun 1916.
    Alle graben sich ein und alle wollen den ultimativen Sieg!
    Dabei läuft es auf der unteren Ebene(Face to Face) doch eigendlich ganz gut. (Jedenfalls bei uns)
    Ich konnte heute leider immer nur mit einem Auge auf die Kommentare schauen und hab auch lange überlegt, ob ich da auch noch meinen Senf zugeben soll?( Haben wir schon so oft durchgekaut) Aber ich mach`s einfach mal; mit meinen eigenen einfachen Worten als Bauer. Ich kenne keinen Landwirt, der seine Produktionsgrundlage mutwillig zerstört.
    Wer so was behauptet, ist bösartig.
    Allein wenn man sieht, welch enorme Neuerungen und Verbesserungen in allen Bereichen der Landwirtschaft entstanden sind; und die Wissenschaft schläft nicht.
    Thema Umweltschutz(Natur gibt`s in Europa nicht mehr) :
    Nach den Kommentaren von Herrn Klotz hab ich schon fast ein schlechtes Gewissen.
    Wieso sind auf meinem konventionell bewirtschafteten Hof 100 Schwalbennester, wieso hat sich die Hasenpopulation in den letzten 30 Jahren verdreifacht, wieso brüten die ganzen Kiebitze ausgerechnet auf meinem „artenarmen“ Grünland,(wo doch der schöne Nationalpark nur ein paar Meter weg ist) was machen die ganzen Mauerbienen in meinem Kälberstall, warum wollen so viele Imker ihre Bienen an meine Sonnenblumen stellen? Ich bin doch ein Bauer, der nach gängiger Meinung out ist.
    Ich bin auch kein Freund von „wachsen oder weichen“, hab ich hier auch schon kund getan. Heißt dann aber auch,wie schon angesprochen : Systemwechsel!
    Ich stell mir das immer wie ein großes Mikado vor; da muss man ganz behutsam Stäbchen für Stäbchen rausnehmen. Ansonsten: Game over!!

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  5. Renke hempen sagt

    Guten Tag Herr Klotz!
    Sie haben recht wir nutzen Teile der Natur um in erster Linie Nahrungsmittel zu produzieren . Aber genau da liegt der Knackpunkt! Wir arbeiten mit und in der Natur.mit allen wiedrichkeiten und Schönheiten die sie für uns bereit hält ! und haben daher auch das gröste Interesse diese zu erhalten ! Nur ein gesunder Boden liefert gute Erträge und ist damit für uns sicherlich auch rentabel !.
    Des Weiteren wollen wir unsere Flächen an folgende Generationen gesund und ertragreich weitergeben . Denn wir denken in Generationen.
    Zu dem Thema Parteien .
    Da bin ich nur immerwieder entsetzt mit wie vie Aktionismus da gearbeitet wird um Stimmen zu ergattern ,und wie wenig mit fachlichen sachlichen wissenschaftlichem Hintergrund.
    Das beziehe ich auf fast alle Gebiete der Politik.
    Zb. Ich kann mich erinnern das vor Jahren es hieß. Bauern könnten mit der Energie planze mais zur öko bzw bio energiegewinnungbeitragen (biogas)
    Heute sind sie Schuld an der vermaisung und bauen Monokulturen an . Das alles in ein bis zwei wahlperioden . Da komme ich nicht mit.

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  6. Dieter Klotz sagt

    Liebe Landwirte, Ihr habt euch ein sehr bedeutendes Berufsfeld ausgesucht oder seid auf irgendeine Weise dort gelandet. Landwirtschaft ist per Definition die wirtschaftliche Nutzung von Land. Ihr erzeugt also Nahrungsmittel, Energie und Grundstoffe für die Industrie durch Nutzung von Naturressourcen. Ihr seid also keine Naturschützer sondern Naturnutzer. Insofern ist es normal, dass Ihr mit einer Naturschutzpartei gelegentlich in Konflikt geratet und mit einer Unternehmerpartei liebäugelt.

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    • Thomas Apfel sagt

      Wir produzieren für EUCH, die eigentlichen „Naturnutzer“. Landwirtschaft ist kein Selbstzweck. Was „Natur“ ist, sollte erst einmal einvernehmlich definiert werden.
      Wenn etwas ein Euphemismus ist, dann der Begriff „Naturschutz“. Was genau wollen wir da eigentlich wovor schützen, in einer Landschaft und Artenvielfalt, die überwiegend durch menschliche Aktivitäten gestaltet ist ??

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      • Dieter Klotz sagt

        Na, ein bisschen produziert IHR schon auch für euch SELBST. Sie brauchen mir nicht erzählen, dass Sie so ein Kuhkuschler sind, wie man sie gerne auf Milchpackungen abbildet. Aber ansonsten bin ich ganz bei Ihnen. Naturbelassene Landschaften gibt es in Deutschland fast nirgends mehr und es hätte auch keinen Sinn, große Landstriche einfach sich selbst zu überlassen. Sie dürfen gerne den Begriff Naturschutz durch gezielte Umeltgestaltung ersetzen (ist halt bisschen sperrig). Und wenn ich jetzt auf eine Wiese gehe und sehe, dass es keinen einzigen Bärenklau mehr gibt, dann weiß ich, dass WIR (und da gehöre ich als Konsument auch dazu) die Artenvielfalt der Produktionsoptimierung geopfert haben. Würden Sie abwechslungrreichere Wiesen nicht als Ziel von gezielter Umweltgestaltung sehen?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Also, was sollte Bärenklau auf einer Wiese zur landw. Nutzung zu suchen haben?
          Landwirtschaft ist der Erzeugung von Nahrung unter den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen und nicht unter den Wünschen einiger Naturfreunde, nur weil ihnen in ihrer eigenen Umgebung die Natur abhanden gekommen ist. Artenvielfalt scheint das neue Schlagwort zu sein, mit dem man alles übertünchen darf, was einem nicht in den Kram passt. Am Besten gehen alle, die Artenvielfalt wünschen, in den Urwald, und versuchen dort zu „Überleben“….viel Spaß!
          Das Zeil ist eben nicht die Artenreiche Wiese, das Ziel ist die Energiereiche, schmackhafte und möglichst wiederholbar hochqualitative Grundfuttererzeugung.

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          • Dieter Klotz sagt

            Dann ist doch alles klar, es geht Ihnen also darum viel Futter für Ihre Kühe zu bekommen um noch mehr Milch zu produzieren, die dann möglichst billig auf den Markt geworfen werden kann. Habe ich sie richtig verstanden, dass Artenvielfalt für Sie unnütz ist? Dann brauchen Sie sich doch nicht wundern, wenn Umeltschützer gegen Sie sind. Ihre Partei ist die FDP. Die denken so wie Sie.

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            • Brötchen sagt

              Nein ich will auch nicht unbedingt mehr Milch produzieren, ich muss meine Kosten decken.
              Wiese walzen, neu ansäen usw. die Kühe stehen auch da und wollen fressen. Die Melkanlage muss in Schuss gehalten werden usw.

              Sie haben gewisse Grundkosten, die in D. sehr hoch sind!

              Die müssen Sie erstmal decken, ehe ich von ganz viel produzieren reden kann.

              Im Getreideanbau sind das glaube ich ungefähr so 50- 60 dt / ha Ertrag, dann sind erst die Kosten gedeckt.

              Wenn Sie eine reine Kräuterwiese haben, lohnt sich nicht mal die Mahd, weil der Traktor im Unterhalt und Betrieb recht teuer ist!
              Artenvielfalt ist in gewissen Grenzen nur möglich!

              Sie weisen einer reinen Produktionsfläche eine Nutzung zu, die diese nur bedingt erfüllen kann.

              Ist das so schwer zu verstehen?

              Eine Kuh ist ein Großtier und braucht um sich überhaupt erhalten zu können, einen gewissen Grundumsatz, je mehr Leistung sich auf diesen sehr hohen Grundumsatz verteilt, desto günstiger wird das Aufwand /Nutzensverhältnis. Deshalb brauche ich eine gewisse Leistung.

              Nun gibt es immer die Bsp. mit den drei glücklichen Kühen auf der Kräuterwiese, die von Hand gemolken werden und ein paar Liter Milch geben. Da redet niemand von Einkommen und prekären Lebensverhältnissen und der Ausbeutung von Praktikanten usw…
              Finde ich auch alles ganz toll, ist eben bloss eine sehr entbehrungreiche Lebensweise, die sich nur gerade so über Wasser halten kann und niemals ein Wirtschaftsfaktor darstellen kann.

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              • Inga sagt

                Ist Bärenklau nicht giftig für die Kühe? Das darf dann nicht ins Silo oder Heu kommen, damit es nicht in die Milch kommt. Also nicht die Bauern sind alleine Schuld an Kräuterlosen Wiesen, aber sie erwähnten ja schon, das wir Konsumenten die gleiche Verantwortung dafür tragen.

                Nur die Bauern können es verwalten und verantworten, wegen Fachwissen und anderen know how. Sie haben ja jährlich und täglich damit zu tun.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Mir denkt es noch, wie die Kleintierhalter den Bärenklau für die Hasen abgerupft haben und jetzt wundert man sich, dass es kaum welchen mehr gibt.

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            • Schorsch Summerer sagt

              Was ist das doch für ein Unsinn den sie hier zum Besten geben.
              Ein Baggerunternehmen kauft sich einen Bagger und nutzt den nur zwei mal im Jahr? Dann ist er im nächsten Jahr pleite. Ansich geht es uns genau so. Wir haben Kosten und die müssen gedeckt werden. Das geht nun mal nur mit Produktion mit möglichst wenig finanziellem Aufwand pro erzeugte Einheit. Im meinem Fall ist es der Aufwand je Liter Milch. Klar, ich könnte auf Bio machen, greife das doppelte an Subventionen (um bei Ihrem Sprachgebrauch zu bleiben) pro ha ab, habe einen etwas höheren Milchpreis und habe dann vielleicht etwas mehr Geld in der Tasche. Aber auch nur dann wenn der Aufwuchs optimal ist und möglichst viel Milch je ha erzeugt werden kann. Mit einer Kräuterwiese geht das gar nicht, auch nicht bei Bio. lassen Sie sich da keinen Bären aufbinden. Wir sind wirtschaftende Betriebe, keine Gnadenhöfe die von erbettelten Spenden leben. Der einzelne Bauer hat im übrigen auf den Verkaufspreis nicht den geringsten Einfluss. So ist das leider und verhandlungsstarke Erzeugergemeinschaften werden uns durch das Kartellrecht verboten. Aber das haben wir glaube ich schon bis zum Erbrechen durchgekaut.

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              • Dieter Klotz sagt

                Der Bauer ist also kein Naturschützer sondern Wirtschaftlicher Produzent. Mehr behaupte ich nicht. Wenn man vom Bauern Umweltschutz erwartet, muss man dafür bezahlen, ganze einfach. Aber der Bauer braucht sich dann auch nicht selbst als Umweltschützer beweihräuchern, sondern geht einfach seinem Geschäft nach.

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                • Schorsch Summerer sagt

                  Warum sollte ich mich beweihräuchern? Ich bin Naturnutzer wie Schützer. Von einer kaputten Natur habe ich nichts. Wobei, eine intakte Natur, Was ist das? Am Ende gar ohne Menschen? Machen Sie den Vortritt? Hoffentlich nicht. Ich kann das was ich bin aber nur sein wenn ich damit Geld verdiene, also wirtschafte. Wenn ich das nicht mache bin ich pleite. Verdienen sie mit Ihrer SOLAWIE Geld? Aber der der Ihnen seine Flächen zur Verfügung stellt tut es, oder er ist Pleite. Oder aber er verdient sein Ein- und Auskommen mit einer anderen Tätigkeit. So kurz , so einfach.

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                • Brötchen sagt

                  Herr Klotz!

                  Sie müssen erstmal ersteres begriffen/akzeptiert haben, dann kann man über Umweltschutz diskutieren.

                  Ich finde die Diskussion insofern spannend, weil die Punkte zu Tage kommen, die nicht verstanden bzw. wo Unklarheiten bestehen.

                  Landwirtschaft kann in engen Grenzen viel für Umweltschutz usw. tun, man muss aber erstmal die Grenzen kennen, um das überhaupt einschätzen zu können,

                  Deshalb G. Summerer wäre es gut, wenn mal ein paar Zahlen ins Spiel kämen, ganz grob.

                  Das die Relationen klarer werden, weil das ist wichtig.

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                • Inga sagt

                  Ganz richtig, der Bauer kann alles, es muß nur bezahlt werden, und der Städter, der keine Flächen hat und deswegen keinen aktiven Umweltschutz betreiben kann, muß er sich eben in anderer Weise daran beteiligen, eben durch Zahlungen.

                  Wenn wir die Lebendmittelpreise im LEH nicht nach des wahren Wertes des Lebensmittels anpassen können, dann muß es irgendwie durch Steuergelder gehen.

                  Warum soll er sich dann nicht als Umweltschützer beweihräuchern lassen?
                  Soll er der Diener der Nation bleiben?
                  Warum legen sie da so einen großen Wert drauf?
                  Sind sie etwas besseres?
                  Es arbeiten doch viele im Umweltschutz?
                  Die legen auch keinen Wert drauf sich deswegen beweihräuchern zu lassen und legen keinen Wert drauf.
                  Wer beruflich ausgefüllt ist, braucht keine Beweihräucherung.

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                • Paulus sagt

                  Herr Klotz, dass sie etwas unterrichten oder unterrichtet haben mussten sie nicht betonen, es war von vornherein klar. Man erkennt die Angehörigen ihre Zunft sofort, wenn sie verstehen was ich meine.
                  Ich habe auch schon mal versucht jungen Menschen etwas beizubringen, aber sozusagen auf oder nach Berufung, neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit. Allerdings habe ich nicht unterrichtet sondern gelehrt – OK, manche Köpfe habe ich wahrscheinlich auch geleert.
                  Ihr rotgrün lackiertes Lehrergesocks werdet zunehmend unerträglich. Und jetzt denken sie mal so 10 Min. darüber nach – keine Angst das schaffen sie schon.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Wissen Sie, wenn die Leute unbedingt diese neumodischen Museumsgrünflächen und Freiluftzoos wollen, die sie halt Naturschutz nennen, und wo sie ganz ohne jegliche Verantwortung ihre Freizeit gestalten wollen, dann sollen sie dafür bezahlen. Das ist aber nur eine Mode, die genau so lang dauert, wie sie in den Medien entsprechend vorgebetet wird. Dann wird wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Landwirtschaft macht seit Jahrtausenden das Gleiche: in einer täglichen fest gebundenen Beziehung zur Natur, zu welcher Zuneigung genauso gehört wie Konflikt, die eigene Rolle im Ökosystem finden, zwecks eigenem Überleben und mit einem Ergebnis, das man dann Kulturlandschaft nennt.

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            • Inga sagt

              Ja Heer Klotz,
              das ist die notwendige intensive Landwirtschaft.
              Die würde früher seit 1950 gefördert.
              ‚wie war damals die Ernährungslage hier zu Lande?
              Was hat man damals von ha geholt?
              Noch nicht darüber informiert?
              Die Umweltschützer auch nicht?

              Wir können uns deswegen keinen Bärenklau auf den intensiv genutzten Flächen mehr leisten!

              Ja klar verstehe ich das:
              „Dann brauchen Sie sich doch nicht wundern, wenn Umweltschützer gegen Sie sind“

              Die sollen sich erstmal informieren, warum das so ist!

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              • Dieter Klotz sagt

                Lesen Sie einfach mal den Weltagrarbericht. Dann sind Sie auch informiert.
                Ich habe auch schon Kohlearbeiter gesehen, die in Hungestreik waren um für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen. Das Beharrungsvermögen an Strategien, die niemandem nützen ist beeindruckend. Die wollten wenigstens für ihre Uneinsichtigkeit nicht auch noch Umweltschützer genannt werden.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Wer stellt eigentlich die ökologischen Normen auf? Der WWF, der in Ostafrika Jagdfarmen betreibt, deren Wildtiere den Bauern die Äcker zerstören und zu Hunger führen; und deren ehemaliger Präsident Prince Philipp als tödlicher Virus wiedergeboren werden will, um die Menschheit zu dezimieren (aber natürlich nicht seine eigenen 4 Kinder)?
                  Die städtischen Urlauber, die einen vollen Supermarkt vorfinden, aber in der Freizeit Wildnisurlaub machen und ihre Angstlust dem Wolf gegenüber ausleben wollen?
                  Oder die Natur, die gerade dabei ist, mit jeder Menge Neophyten und Neozoa im Sinne einer nie endenden Evolution völlig neue Ökosysteme zu schaffen, die dem NABU mit seiner musealen Naturauffassung aber ein Dorn im Auge sind?
                  Oder die Bauern, denen es nur darum geht, dass die Ökosysteme nachhaltig zum Zweck der Versorgung funktionieren, egal mit welcher Anzahl und Art von Lebewesen?

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                • Schorsch Summerer sagt

                  Meinen Sie den Weltagrarbericht der warnt dass die Zahl der Hungernden wieder zunimmt nachdem viele Jahre das Gegenteil der Fall war? Den Agrarbericht der für die Bauern in den Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu modernen Anbaumethoden, Technik, Saatgut und Dünger anmahnt? Sie müssen schon alles lesen und vor allem verstehen und nicht nur dass was Ihnen gefällt.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sicherlich haben sie aus dem Fenster geschaut, was sehen sie da, Straße, Parkplätze und ein Gleis der Straßenbahn, also Natur pur. 😢

          Und die selben mosern herum, wenn sie keinen Bärenklau auf der Wiese sehen.

          Was bitte, macht der urbane Bürger für die Natur?
          Ein paar Zeilen im Block von Bauer Willi und dann klopft man Stolz auf die Brust und schreit heraus, was bin ich für ein toller Umweltschützer.

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          • Dieter Klotz sagt

            Jeder kann nur an dem Platz agieren, an dem er ist. Ich kann nur meinen Garten so naturnah gestalten, wie möglich und auf meinen Einkauf achten.
            Wir können uns jetzt gegenseitig ans Schienbein treten oder uns Gedanken darüber machen, wie die Situation besser wird. Mag sein, dass Sie sich von vielen Seiten getreten fühlen. Aber das bin nicht ich. Sie prügeln auf den falschen ein.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ihre Entschuldigung ist auch bei anderen obligatorisch.

              Ach ich bewirtschafte neinen Garten so naturnah wie es geht, wenn der Mehltau meine Gurken dahinrafft, dass gehe ich auch zu Aldi und kaufe mir dort die Gurken, der Erzeuger, der die Gurken an Aldi liefert, muss seine Pflanzen schützen.

              Es gibt genug Höfe zu kaufen, oder zu pachten.
              Machen sie dies, zeigen sie den Bauern wie es besser geht.

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              • Dieter Klotz sagt

                Es verblüfft mich wie viele Bauern selbst im Aldi einkaufen und damit den Kostendruck, den diese Großdiscounter ausüben unterstützen. Ich habe nicht vor irgendwelchen Bauern etwas zu zeigen. Ich arbeite mitlerweile in einer Anderen Branche, da gibt es genausoviel Ignoranz und Beharrungsvermögen an Strategien, die schon lange nicht mehr funktionieren. Wir alle müssen unser gesamtes Lebenskonzept ändern, und wenn Sie wissen wollen, wie eine Zukunftsfähige Landwirtschaft, die die ganze Erdbevölkerung ernähren kann aussehen muss: Lesen Sie einfach den Weltagrarbericht.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sie verstehen nicht, habe eine Gurkenschwemme in meinem eigenen Garten, dank Kaliumhydrogencarbonat, mit dem ich die Gurken behandelt habe.

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        • Schorsch Summerer sagt

          Wir können die niedrigen Erträge von Bio, die Nichterträge von versiegelten und renaturierten Flächen in Kauf nehmen wenn wir gleichzeitig akzeptieren dass woanders ein vielfaches der Fläche abgerodet wird um Menschen wie Sie zu ernähren. Wir sind trotz der Naturkapriolen der letzten Jahre ein Land mit stabil hohen Erträgen. Das ist etwas was andere Länder nicht von sich behaupten können. Willis Superernteertrag (Gratulation) haben Sie hoffentlich mitbekommen. Im Vergleich: Great Plains 30dt, Afrika Brasilien Kaukasus 10- 15 dt.
          Das bedeutet nichts anderes dass in diesen neu gerodeten Flächen oft nur 10% des Ertrags geerntet werden kann. Zu allem Überfluss auch noch sehr stark schwankend. Deutschland ist ein Nettoimportland bei Nahrungsmitteln. Auch wenn Sie auf importierte Lebensmittel verzichten, dann muss sie ein anderer kaufen weil er sonst nicht bekommt.

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          • Dieter Klotz sagt

            „Den Agrarbericht der für die Bauern in den Entwicklungsländern einen besseren Zugang zu modernen Anbaumethoden, Technik, Saatgut und Dünger anmahnt?“
            Es gibt nur einen Weltagrarbericht, der wurde vom Weltagrarrat veröffentlicht. Da steht genau das nicht drin, was Sie beschreiben. Bitte machen Sie sich die Mühe selbst nachzulesen, bevor Sie wild um sich schlagen. Es lohnt sich.

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        • Smarti sagt

          Hallo Herr Klotz, alle Milchbetriebe unter 80 Milchkühen ( und das ist die Mehrheit der Betriebe ) stecken jeden Tag gutes Geld in die Herde. Der Zweig Milchvieh ist nichts weiter als ein sehr teures, sehr arbeitsintensives Hobby für „Kuhkuschler“. Nicht umsonst hat jeder Betrieb bald mehr Betriebszweige als Kühe :).
          Sollten wir mal etwas mehr „nur noch für uns selbst“ produzieren, hättet IHR als erstes ein Problem… nur leider werden diejenigen zuerst verhungern, die weit weg sind und sich nicht wehren können – ist ja jetzt schon so 🙁 !!
          Wir reichen essen den Armen den Teller leer, verpesten die Umwelt für unsere Mobilität und klauen deren Wasser…

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          • Dieter Klotz sagt

            So so, Sie produzieren also Milch und müssen dazu noch Geld in den Betrieb stecken und das machen Sie obwohl Sie wissen, dass Sie damit die Umwelt verpesten, die Märkte ihrer Kollegen in Entwicklungsländern ruinieren und das Grundwasser bei uns gleich mit (siehe EU-Klage). Außerdem müssen Sie sich noch das Gemeckere der Ökofuzzis ertragen.
            Und warum machen Sie das dann?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Oh, der wahre Klotz kommt zum Vorschein…
              aber er fordert von anderen dies:
              „Ja ich bin jemand der es auf sich nimmt, mit ihnen zu diskutieren und auch bereit ist, etwas von sich preis zu geben. Merken Sie was? Leider verhalten Sie sich selbst genau so wie Sie selbst nicht behandelt werden wollen. Da erübrigt sich jede Diskussion“

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              • Dieter Klotz sagt

                Ja Sie greifen mich persönlich an ohne auf Argumente einzugehen. Ich nehme das zur Kenntnis und wenn Sie ein Beispiel finden, wo ich das gemacht habe, dann bringen Sie dies bitte.
                Dass Smarti einen schweren Job hat, glaube ich, Da stellt sich doch wirklich die Frage warum er das macht.
                Erklären Sie mir bitte was Sie an mir auszusetzen haben.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  In einer Landwirtschaft stecken vielfach hohe Kredite, die man noch bedienen muss, da kann man nicht einfach aufhören.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Warum machen Sie diesen Job nicht mehr? Warum hat man seinerzeit Bauern in die Leibeigenschaft gezwungen? Weil man wusste, dass von ihnen alles andere abhängt, aber selber ein feineres Leben führen wollte.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie meinen auch, den Manschen im Libanon keine Lebensmittel zu liefern, man will den Bauern im Libanon nicht die Märkte kaputt machen, gell.

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            • Smarti sagt

              Lieber Oekofuzzi, vor 18 Jahren haben wir gedacht, dass wir mit einem neuen, artgerechten Laufstall für 120 Kühe irgendwann Gewinn/wenigstens einen nennenwerten Lohn erzielen… . Vielleicht war auch der Gedanke, dass der stattliche Hof einst „mit der Milch“ in Generationen aufgebeut wurde.
              Da wir mit unseren anderen Betriebszweigen den Hof halten können, haben wir tatsächlich eine ganze ( aber natürlicherweise langsam immer kleiner werdende ) Kuhherde als Hobby. So wie andere Leute Pferde züchten oder Ferraris sammeln.
              Viele Oekofuzzis, Milchindustriegegner und Tierschützer… helfen uns dabei, indem sie eine Patenschaft für eine Gnadenbrotkuh oder ein Kalb übernehmen. Wir haben eine Kuhpension und eine Solawi – nicht weil wir damit eine goldene Nase verdiehen, sondern um mit Leuten wie Dir ins Gespräch zu kommen. Darum machen wir das.
              Und in 15 Jahren haben wir entweder ein deutlich höherer Milchpreis oder eine Kuhpension oder fast alle unsere Kühe sind altershalber geschlachtet. Auf jeden Fall können wir uns selber versorgen – denn wir haben das gelernt. Könnte gut sein, dass Deine Milch dann aus China kommt.

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              • Dieter Klotz sagt

                Danke für die Beschreibung Smarti. Schön, dass Sie erkennen, dass Ökofuzzis auch für was gut sein können. Die sind natürlich auch nicht alle gleich. Es ist wohl Zeit für ein generelles Umdenken in der Landwirtschaft. Bei uns im Allgäu hat Carl Hirnbein vor 150 Jahren, eine generelle Neubesinnung der ländlichen Produktion angeregt. So lange ist das gar nicht her. Ich denke, es ist tatsächlich wieder Zeit für einen Umbruch. Der wird weitreichender als viele jetzt noch glauben, denn auch die industrielle Produktion kann so nicht mit diesem Ressourcenverbrauch weitermachen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Einen Umbruch in der Landwirtschaft wird es geben, es wird anders ausfallen wie die Bürger und die Politik es gerne hätten, die jetzt noch familiären Betriebe werden genervt aufgeben, die größeren Bertriebe werden noch größer.

                  Dazu schrieb Herwig Scholz mal in diesem Forum:

                  Die ständigen Forderungen „die Landwirtschaft müsse sich ändern“ führt tatsächlich zur Veränderung, aber um 180 Grad gedreht anstatt in die beabsichtigte Richtung.
                  Die kleineren Betriebe geben auf, so wie sie es seit über 50 Jahren schon tun und die verbleibenden werden zum Wachen gezwungen. Siehe hierzu den Mansholt-Plan von 1968 über das „Wachsen oder Weichen“. Er wurde zwar seinerzeit offiziell abgelehnt, aber in der Sache seit über 50 Jahren bis heute strukturell Zug um Zug umgesetzt.
                  Selbst als Öko-Bauer bin ich davon überzeugt, dass der Ruf nach dem ökologischen Landbau da auch nicht gravierend weiterhelfen wird. Der Ökolandbau gerät auch heute schon immer mehr in den Fokus des weitgehend kommerzorientierten Lebensmitteleinzelhandels (LEH). Geiz scheint in Deutschland nun mal eben geil zu bleiben. Der konzentrierte LEH ruft wie immer nach einheitlichen großen Chargen makelloser Ware möglichst mit Ökosiegel. Das kann der ökologische Landbau auch nur mit immer größer werdenden Betriebsstrukturen leisten. Der Weg ist vorgezeichnet. Kleinere Betriebe stören da nur und würden langfristig gnadenlos über den Weg der Reklamationen wegen Kleinigkeiten oder nicht mehr Kosten deckenden Preisen an den Existenzrand gedrückt und zur Aufgabe gezwungen, es sei denn es finden sich regional/lokal an bisherigen Strukturen vorbei andere solidarische Wege. Und ohne Insektizide oder Fungizide geht „makellos“ auch nicht. Nur das die Wirkstoffe aus der Natur selber stammen und nicht aus der chemischen Retorte. Auch im Ökolandbau lassen sich einheitliche große makellose Chargen nur in größeren Monokulturen und meist auch nur mit dem Einsatz von Öko-Pflanzenschutzmitteln produzieren auch wenn man dort mehr in Kreislaufsystemen denkt und versucht sehr bewusst Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen. Viel Platz wird in den meisten Systemen des Ökolandbaus für Insekten auch nicht bleiben – wenn, dann nur durch Nützlinge kontrolliert auf niedrigem Niveau. Und gelingt es dort das biologische Gleichgewicht zwischen Beute und Räuber herzustellen, dann bleibt, wie oben beschrieben, nicht viel Insektenbiomasse übrig.
                  Ich bin davon überzeugt, nicht die Insektizide sind das Problem der heute wahrgenommenen gravierenden Veränderungen in der Insektenwelt, auch wenn einzelne Insektizide über ihre Zielflächen und Zielorganismen hinausgehende Wirkungen entfaltet haben wie z.B. einige neonicotinoide Wirkstoffe.
                  Die von unserer Gesellschaft schleichend hingenommene Aufgabe der kleinbäuerlichen Strukturen und die ständige Steigerung der Forderungen, Gebote und Verbote ist das tatsächliche Problem.

                  https://www.bauerwilli.com/weniger-insektenmasse-aber-mehr-vielfalt-gut-so/

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Klotz: “ Es ist wohl Zeit für ein generelles Umdenken in der Landwirtschaft.“

                  Immerschon wussten andere, wie Landwirtchaft zu sein habe…gebildeter, effizienter, ökonomischer, regionaler, umweltfreundlicher, tierfreundlicher, selbstbewusster, kommunikativer, duldsamer, unterwürfiger….
                  und nun muss sie auch noch nachhaltiger, ökologischer, gerechter, Artenschützender, veganer, usw. werden…..alle wussten und wissen es immer besser. Die Landwirtschaft ist und bleibt Spielball und Gewissen all derjenigen, die sich nicht die Hände schmutzig machen möchten, aber alle Ansprüche geltend machen….das macht wütend und/oder deprimierend.

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                • Inga sagt

                  Bis dahin haben sie dann ja ohren Garten für Selbstversorgung rensturiert, oder?
                  Sie wissen ja wie es geht, sie brauchen sch ja vpn der Landwirtschaft nicht abhängig zu machen, oder?

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                • Inga sagt

                  Ja, zurück zur Natur, am besten vor die Zeit des Ackerbaues.
                  Und die einfachen Bauern dürfen da keine Mitsprache haben.
                  Die sollen was tun in der Zeit…

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Inga, die Begeisterung am eigenen Garten findet ein jähes Ende, wenn die ersten Tomaten braun, statt rot werden.

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            • Inga sagt

              Vielleicht wegen dem
              Hof
              dazu gehörigen Grünland.
              Vielleicht noch im letzten Jahr, denn man kann eine lebende funktionierende Kette nicht so leicht und plötzlich aufgeben, wie ein Laufband in einer Autofabrik.
              Aber mal sehen, was er selbst dazu schreibt.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Mein Gott, Sie plappern doch einfach nur eine Ideologie nach, mit der sie bei der Mehrheit der Bevölkerung salonfähig sind.
              Wissen Sie, warum der Bauer nicht aufhört? Warum Bauern, die aufgehört haben, selbstmordgefährdet sind?
              Weil man als Bauer weiß, dass man die Basis schafft für alles andere in der Gesellschaft, und dass man, wenn man aufhört, am Ast sägt, auf dem die ganze Bevölkerung und somit auch man selber sitzt. Es ist ein äußerst schales Gefühl, in einer hungernden Welt plötzlich eine leichtere Arbeit zu machen und die, welche sie einem ermöglichen müssen, im Stich gelassen hat.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Ich gebe Ihnen so weit recht, dass es in den 70er bis 90er Jahren nicht unbedingt die moralisch integersten Bauern waren, die mit Ellenbogentechnik und der Hilfe der Politik die anständigen KollegInnen aus dem Feld gedrängt haben. Aber das ist mindestens 30 Jahre her, die Protagonisten sind teilweise schon tot, und jetzt sitzen alle in der Tinte.
          1) Ich bewirtschafte eine Fläche, die so aussieht, wie Sie sie sich wahrscheinlich wünschen, aber ich buttere mehr Geld hinein als ich jemals verdienen kann. Ich mache es halt aus Idealismus.
          2) Elektrizität aus fossilen Quellen ist out. Aber anstatt Strom zu sparen wo es nur geht, wollen jetzt alle, die etwas auf ihr grünes Image halten, Ökostromverträge. Wasserkraft ist weitgehend ausgebaut und kann nur auf Kosten der Natur weiter ausgeweitet werden. Außerdem führen die Flüsse im Winter, zur Zeit des höchsten Verbrauches, Niedrigwasser. Windräder töten Myriaden von Insekten und Millionen Vögel, deren Verschwinden dann der Landwirtschaft in die Schuhe geschoben wird. Wind fällt außerdem sehr unregelmäßig an. Photovoltaik wirft langsam ein Recyclingproblem auf und ist außerdem in der Nacht gar nicht und im Winter sehr eingeschränkt verfügbar. Um eine fortlaufende Versorgung sicher zu stellen, braucht man als Ausgleich kalorische Kraftwerke für Biomasse. Biomasse, das ist entweder Holz oder Mais. Gerade Maisfelder aber sind Leuten wie Ihnen besonders unerwünscht.
          3) Plastikabfall versaut den Planeten. Aber anstatt Plastikbehälter in haltbarer Form zu produzieren und wieder zu verwenden, wofür sich kein Material besser eignen würde wie eben Plastik, fordern grün gesinnte Menschen nachwachsende Rohstoffe, also wiederum Holz und Mais: Maisstärkesackerl, vegetabile Gerbung mit Mais, selbst die Griffe der Särge werden aus Mais gemacht. Aber die Bauern sollen aufhören, so viel Mais zu pflanzen.
          4) Zusammenleben im Familienverband ist out. Die meisten wünschen sich Single-Wohnungen. Das ist einer der gründe für den Verbau immer mehr landwirtschaftlicher Fläche.
          5) Viele EU – Staaten sind ernährungsmäßig bereits nicht mehr autark.

          Es gibt keinen Platz mehr für den Bärenklau, Herr Klotz!

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            • Brötchen sagt

              Reinhard eine artenreiche Weide ist schon für den passionierten Grünlandbewirtschaften etwas Schönes.

              Ich bin zwar nur Grünlandbewirtschafter im Miniformat und Hobbymäßig. Wenn ich mal ein schönes Rotklee- oder Luzernefeld sehe, dann erfreut mich das auch, weil ich weiß, was man damit machen kann und das sowas auch nicht ganz simple ist so hinzubekommen. Weil die Tiere liegen einem auch am Herzen.
              Und gutes Futter bedeutet auch, schöne Tiere.

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              • Brötchen sagt

                nur mal so eingeworfen:::::

                „Man findet die Wiesen-Bärenklau verbreitet in Fettwiesen und Staudenfluren, an Ufern und Gräben, in Auenwäldern und deren Säumen und in Hochstaudenfluren. Sie wächst bevorzugt auf lockerem, feuchtem Boden. Nach Ellenberg ist sie eine Halblichtpflanze, ein Mäßigwärmezeiger mit ozeanischer Kontinentalitätszahl, ein Frischezeiger, ein ausgesprochener Stickstoffzeiger!!! und eine Ordnungscharakterart gedüngter Frischwiesen und -weiden!!!!“

                Ist dann auch eher nicht die Pflanze die mitten auf einer Wiese wächst

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                • firedragon sagt

                  Nein, Brötchen – Bärenklau wächst nicht mitten auf sonnenbeschienenen Wiesen.
                  Wir haben Wiesen, die waren bisher eher feucht, an einer schattigen Stelle am Rande stand bisher eine Ansammlung von Riesenbärenklau (dem sollte man nicht zu nahe kommen). Der Bestand ist stark rückläufig, liegt nicht an uns, dass wir den bekämpft hätten, die Wiesen sind an dieser Stelle immer mehr ausgetrocknet.

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                • Brötchen sagt

                  Drachen ich wollte da nur drauf hinaus, das die Pflanze eher mit einer bewirtschaften Wiese zusammenhängt und eher nicht, auf das worauf der Herr Klotz hinaus will. Hat auch eher mit dem Biotop zu tun und eigentlich nicht direkt mit dem Problem, was ihm auf dem Herzen liegt.
                  Riesenbärenklau lassen wir mal aussen vor, da ist bei uns in einem Gebiet ein „Schwerpunktthema“.

                  Ich kann mir schon vorstellen, was er im Auge hat.

                  Ich habe nahe dem Lech (Radweg) Grünlandflächen gesehen, die waren wirklich extrem artenarm und werden sehr intensiv bewirtschaftet (nahe Füssen). Sowas gibt es bei uns überhaupt nicht.
                  Er geht von dem Eindruck aus und ich von meinem Standort, das sind Welten.

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                • firedragon sagt

                  Brötchen, wir kommen ja in einige Ecken von Deutschland. In jeder Ecke sieht es anders aus und auch innerhalb einer Ecke. Das macht das Land sehr reizvoll und eigentlich muss doch jedem klar, dass es nicht überall gleich sein kann.
                  Am Wochenende sind wir bspw auf dem Heimweg einen Teil durch’s Mittelrheintal gefahren. Erst waren wir oben und hatten eine wahnsinns Sicht über alles – landschaftliche Vielfalt und dann unten mit Blick auf die Steillagen und viele verwaiste Weinbergsflächen.
                  Ich glaube, viele „Naturschützer“ sind blind, so mein persönlicher Eindruck.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Also der Milchprofi aus Neuseeland oder Holland, aus dem Nassen Dreieck oder den USA sehen das komischerweise gänzlich anders. Je weniger Nebenkräuter, desto besser, für die Kuh in der Laktation. Sie sind dann wohl weniger passionierte Grünlandbewirtschafter, als passionierte Milcherzeuger. 🙂
                Die Schönheit der Tiere ist wirklich nicht von den Kräutern der Wiese abhängig, echt jetzt.

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                • Brötchen sagt

                  Ja deren Philosophie muss ich jetzt nicht anhängen?
                  Macht mal in NS was ihr für richtig haltet, ich bin da anders geprägt und habe das im Studium anders gelernt.

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          • Dieter Klotz sagt

            „sehen Sie sich bitte den Film „Planet der Menschen“ an, bevor sie die Kohlearbeiter verurteilen:
            Warum sehen Sie in jeder Erwähnung irgendeines Menschen immer eine Verurteilung? Ich habe erwähnt, dass ich Kohlearbeiter damals in Berlin bei einem Hungerstreikprotest erlebt habe. Darin liegt keine Verurteilung. Diese Menschen hatten eine bestimmte Arbeitsvorstellung, damit verbunden war eine Kultur. Die Grundlage für diese Arbeit und Kultur ist weggefallen. Mich hat die Entschlossenheit beeindruckt, mit der sich diese Menschen an diesem Modell festgehalten haben. Genützt hat es nichts. Diese Kohlegruben sind längst stillgelegt und die Leute haben andere Arbeitsplätze gefunden und würden jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr zu den alten Zeiten zurück wollen. In einer ähnlichen Situation sehe ich die bäuerlichen Betriebe heutzutage. Ich habe in meiner Verwandtschaft noch einige Bauern, die meisten aber haben schon aufgegeben. Darunter waren auch sehr stolze Menschen, für die das sehr schwer war. Manche kommen auch nicht damit klar und frönen jetzt dem Alkohl. Ich kenne zumindest ein Beispiel, da hat sich ein Verwandter mit mehreren zusammengeschlossen und sie betreiben jetzt eine sehr moderne Genossenschaft, bei der jeder nur noch angestellt ist. Ob das eine Lösung insgesamt ist, weiß ich nicht.
            Habe ich jetzt ihrer Meinung nach irgendwen verurteilt?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Es gibt einen klitzekleinen Unterschied gegenüber ihrer Gleichbewertung von Landwirtschaft und Kohle. Kohle ist ein Energieträger dessen Daseinsberechtigung abgelaufen ist. Die mit ihr verbundenen Menschen müssen nun etwas anders machen, nicht weil es einen Strukturwandel oder ein bashing oder eine Auflagenflut oder eine Ideologie gegen ihr Handeln gab….Landwirtschaft wird es immer geben müssen, weil es sonst schlicht nix zu beißen gibt. Ob die Anzahl der Erzeuger so hoch sein muss und sein wird, das entscheiden die oben genannten Bedingungen. Landwirtschaft hat sich immer angepasst, in die eine wie die andere Richtung, Ideologien, Feudalherrschaft, Kirchen, Kriege, Hunger, Dauerbashing….es ist nie aus ihr heraus enstanden.

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              • Dieter Klotz sagt

                Natürlich gibt es einen Unterschied, den gibt es immer.
                Aber lesen Sie einfach mal die Zusammenfassung des Weltagrarberichtes. Vielleicht erkennen Sie dann, dass Sie gar nicht so viel gebasht werden, wie es Ihnen vorkommt.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Steht bei mir im Regal….hat aber für unsere Landwirtschaft nur wenige Bezüge. Haben Sie „Welternährung- welche Verantwortung hat Europa?“ gelesen? Zitat, Seite 32, Kapitel „Wie gelingt die weltweite Ernährungssicherung?“

                  „Das unterstreicht, dass die Landwirtschaft in den industrieländern für die globale Versorgungslage mit Grundnahrungsmitteln eine zentrale Rolle spielt, aus der auch eine wichtige internationale Verantwortung erwächst….“

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Sie weichen mir aus! Die Kohlegruben sind stillgelegt, und was ist dadurch besser geworden? An welchen Fortschritt haben wir uns da gewöhnt? Haben Sie den Film „Planet of the Earth“ wirklich angeschaut? Ich denke nicht, sonst würden Sie das nicht schreiben. Sie bedienen unreflektierte Klischees, Herr Klotz!

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Und im übrigen: Sowohl „Planet of the Earth“ als auch der Vortrag von Werner Kunz, den Sie auch noch immer nicht gesehen haben, sind wesentlich aktueller als der ständig von Ihnen ins Treffen geführte Weltagrarbericht, der in den Mainstreammedien zur Genüge wiedergekäut wurde.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Sorry, natürlich „Planet of the Humans“

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        • Lady sagt

          „Sie dürfen gerne den Begriff Naturschutz durch gezielte Umeltgestaltung ersetzen (ist halt bisschen sperrig). “

          Und genau das passiert in der Landwirtschaft, Herr Klotz. Eine gezielte Gestaltung der Umwelt , der “ Natur“, allerdings mit dem Hauptzweck der Nahrungsmittelerzeugung . Ich sehe da jetzt keine Widerspruch zu der These , dass Landwirtschaft auch Naturschutz/Umweltschutz ist und war. Dass Landwirte tatsächlich die wahren „Grünen“ sind. Wer denn sonst befasst sich mit dem Thema so intensiv, praktisch und theoretisch?
          Irgendwelche steilen Thesen aufzustellen kann jeder, „schönes Wetter für alle“. Kann man damit was anfangen??
          Ich bin auch nur Hobbylandwirtin, habe aber darüberhinaus etliche Hektar Land geerbt. Und ich möchte gerne, dass auch in Zukunft auf diesen Flächen Nahrungs(Futter)mittel produziert werden. Meinen Sie, dass auch die nächste Generation meinen Wunsch teilt? Da werde ich noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen… Das kann übrigens der Immobilieninvestor im Zweifel besser. Und dann hat garantiert die Natur das Nachsehen.

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    • Ulfrid sagt

      Lieber Herr Klotz,

      wie sie richtig sagen, ist Landwirtschaft ein „bedeutendes Berufsfeld“. Es ist auch abwechlungsreich und interessant. Auch finde Ich Ihre Argumentation nicht unbedingt falsch.
      Aber meinen Sie nicht, das derjenige der von der Natur lebt, ein Eigeninteresse an dem Erhalt und Schutz seiner „Einkommens-Grundlage“ hat?
      Ist die Sicht von Naturschutz, die wir praktizieren sollen, nicht doch oft zu einseitig?
      Leider geht Landwirten in den letzten Jahren etwas die Motivation für den Berufszweig deutlich verloren.
      Ähnlich wie beim Fußball, dort sind es auch oft 80 Mio. Trainer die alles besser können, gibt es auch in der Landwirtschaft zu viele „Wissende“, die Wunschdenken mit der fachlichen Realität verwechseln.
      In den letzten dreißig Jahren sind 1,5 Mio. Hektar landwirtschaftliche Fläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche dauerhaft versiegelt worden. Auch heute noch beläuft sich diese Fläche auf 65 Hektar täglich!!! Das entspricht fast 100 Fußballfeldern. In einem Jahr verliert die Landwirtschaft Flächen, die der Rebfläche Rheinhessens entspricht.
      1,5 Mio Hektar die der Landwirtschaft und dem Naturschutz!!! nach dreißig Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen.
      Klingt das da nicht wie Hohn, wenn Frau Klöckner effektiveres Wirtschaften auf der Fläche propagiert, gleichzeitig mehr Naturschutz fordert und sich weiter an landwirtschaftlichen Flächen bedient wird?
      Ich habe von vielen Betriebsaufgaben bäuerlicher Betriebe gehört, kenne aber keinen, der mit „breiter grüner Brust“ einen solchen Betrieb übernommen hat, um uns zu zeigen, wie`s „richtig gemacht wird“.
      (Der NABU hat es in Teilen versucht, musste sich aber auch der Realität stellen.)
      Ich möchte hier nicht als „jammernder Bauer“ eingestuft werden.
      Wir Landwirte möchten aber endlich Planungssicheheit und einen ehrlichen und vor allen fairen Umgang mit unserem Berufszweig. Wenn diese Vorgaben für uns gelten, ist es doch nur fair, dass dies auch für Importe gelten muss, Oder? Landwirtschaft ist sehr arbeitsintensiv bei stetig sinkenden Einkommen.
      In Zeiten vom globalen Handel wäre es nach meiner Meinung unmoralisch, wenn nicht sogar diskriminierend, im eigenen Land höhere Standards, auf immer weniger Fläche!!!, zu verlangen, die dann am globalen Markt keine Chancen haben.
      Denn genau dies ist die Realität und genau das, was uns bewegt.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Herr Klotz, weiter unten habe ich Fragen gestellt, wer eigentlich die ökologischen Normen setzen darf: die Natur, die NGOs , die Urlauber oder die Bauern? Ich bin immer im Zweifel für die Wissenschaft. Und da scheint mir, dass Sie auf dem Wissensstand der 1970er Jahre stehen geblieben sind. Um eine vernünftige Diskussionsgrundlage zu schaffen, empfehle ich Ihnen folgenden Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=w95uEJ0xriM&t=237s
      Eine Stunde Vortrag, die sich wirklich lohnt!

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      • Dieter Klotz sagt

        Alles klar, das klingt vernünftig. Wobei ich glaube, dass Sie mich wieder mal unterschätzen. Ich sehe auch, dass ein Verbot von Insektiziden nicht die Lösung ist. Aber ich werde mir die Zeit für den Vortrag nehmen allerdings nicht heute. Inzwischen können Sie sich ja schlau machen was der Weltagrarbericht 2008 festgestellt hat.

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        • firedragon sagt

          Schon wieder was zum Lesen… wie viele Seiten hat das Teil und warum ist der so alt, gibt es nichts aktuelles?

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          • Dieter Klotz sagt

            Schauen Sie einfach bei Wikipedia, da gibt es eine Zusammenfassung. Das geht wesentlich schneller als hier zehn Posts zu veröffentlichen.

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      • Dieter Klotz sagt

        Ok, ich habe mir die Zeit genommen, den Vortrag anzuhören und finde ihn sehr gut. Habe auch einiges gehört, was ich vorher nicht wusste. Wobei ich weiß, dass auch in unserer Gemeinde Ausgleichsflächen einmal im Jahr gemäht werden müssen, um als Biotop zu funktionieren. Das ändert aber nichts an meiner These, dass Bauern nicht durch ihren Beruf zu naturschützern werden. Das zeigt auch der Vortrag sehr deutlich, Für den Landwirt ein Geschäftsfeld Biotopwirt zu schaffen ist sicher eine gute Idee.
        Vielen Dank für den bereichernden Hinweis
        Haben Sie sich inzwischen über den Weltagrarbericht informiert?

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Herr Klotz,
          die Inhalte des Weltagrarberichtes wurden doch in den letzten 12 Jahren in allen Mainstreammedien bis zum Erbrechen wiedergekäut, die kennt jeder. Nur sind sie leider längst überholt.
          Wir werden ohne Gentechnik nicht weiterkommen (nämlich zwecks Pflanzenzüchtungen für bessere Temperatur- und Schädlingsbeständigkeit, die anders nicht schnell genug gehen werden), wir müssen diese Technik dringend reglementieren, um Missbräuche zu verhindern. Sie können ja nachträglich gar nicht feststellen, ob ein Organismus durch herkömmliche Züchtung oder durch Gentechnik entstanden ist: Das Tor zur „Hinterhof-Gentechnik“ steht sperrangelweit offen.
          Ich bin eine Kleinbäurin, Herr Klotz, ich bewirtschafte einschließlich Pacht 5 ha. Ich kann es mir von der Pension leisten und vom Gehalt meines Mannes. Und wissen Sie, warum ich auf jegliche Förderung pfeife: weil mich die paar hundert Euro pro Jahr nur versklaven würden: ich wäre nicht einmal mehr Herrin auf unserem eigenen Grund, und man würde mich zu Maßnahmen zwingen, die viel weniger ökologisch sind als das, was ich jetzt mache. Daran hat der Weltagrarbericht gar nichts geändert.
          Wenn Sie sich lauter Kleinbauern wünschen in Deutschland oder in Österreich, wo wollen Sie die vielen Leute hernehmen, wenn es schon für die Großbauern zu wenige Nachfolger gibt? Diese Frage ist ernst gemeint, und ich bin gespannt auf Ihre Lösungsvorschläge.
          Ich hoffe, Sie haben auf Wikipedia auch die Kontroverse gelesen.
          Ich weiß nicht, was Sie mit dieser ständig wiederholten Bemerkung bezwecken, dass Bauern durch ihre Tätigkeit nicht zu Naturschützern werden. Haben Sie noch immer nicht verstanden, dass die Begriffe Naturschutz, Umweltschutz und Artenschutz, so wie sie landläufig gebraucht werden, mittlerweile völlig obsolet sind? Und dass die Aufgabe eines Bauern grundsätzlich darin besteht, Nahrungsmittel zu produzieren, ist eine Binsenweisheit. Glauben Sie wirklich, dass die Bauern früherer Jahrhunderte deshalb so gewirtschaftet haben, damit sie irgendwann mit einer überhaupt nicht nachhaltigen Landwirtschaft jene Artenvielfalt schaffen, die der NABU dann später mit seiner rein musealen Weltanschauung zu erhalten versuchen kann – in einer Welt, in welcher die Evolution trotzdem nicht stehen bleibt, und die er daher auch nicht aufhalten wird? Landwirtschaft hat nie etwas anderes getan als Menschen mit Nahrung zu versorgen. Und als die artenreiche Landwirtschaft vor 200 Jahren an ihre Nachhaltigkeitsgrenzen stieß, wurde eben der Kunstdünger erfunden. Die viel zu grüne Landschaft, die Prof. Kunz ihrer Artenarmut wegen beklagt, hat den Vorteil hoher CO2 – Bindung, was in Zeiten des Klimawandels von großem Vorteil ist. Auf meinen Wiesen wachsen über 100 Pflanzenarten, und darüber fliegen 40 Vogelarten. Ob da auch Neophyten dabei sind oder nicht, ist mir völlig egal, so lange die Schafe sie fressen. Und Neozoa stören mich nur, wenn sie mir etwas wegfressen. Die Evolution wird aus diesen völlig neuen Kombinationen von Neophyten und Neozoa neue artenreiche Ökosysteme kreieren, und sie wird sich zu diesem Zweck auch der menschlichen Gentechnik bedienen. Glauben Sie, dass irgendein Mensch einer bestimmten Bläulingsart nachweinen wird, wenn er nichts mehr zu essen hat?

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          • Dieter Klotz sagt

            Hallo Frau Ertl, es hat ein bisschen gebraucht, aber mittlerweile sehe ich, dass wir vom denken her recht nah beieinander sind. Meine penetrante Bemerkung wiederhole ich, damit geklärt ist worüber wir uns eigentlich unterhalten.
            Für viele klingt der Weltagrarbericht unrealistisch, weil die Paradigmen unverrückbar wirken. Aber wissen sie, die Kohlearbeiter könnten sich keine Welt ohne Kohleabbau vorstellen. Vor 20 Jahren konnte sich keiner die Veränderung durch das Internet vorstellen. Letztes Jahr konnte sich keiner vorstellen, dass es einen Grund geben könnte Flugzeuge am Boden zu lassen. Wir werden uns wundern, was sich in den nächsten 5 Jahren ändern wird, mit dem keiner gerechnet hat.
            Es braucht keine Lösungsvorschläge von mir, es braucht nur Vertrauen, dass das Leben den richtigen Weg finden wird. Arbeitskräfte sind doch kein Problem, wenn die Menschen nur einen Bruchteil der Zeit, die sie in Fitness Centern oder vor dem Fernseher vergeuden für Sinnvolles einsetzen würden. Und das wird passieren, Vertrauen sie darauf. Auch die menschliche Gesellschaft folgt einer Evolution. Es wird noch ein paar Schwierigkeiten geben, aber die Welt, die kommen wird, wird so sein, dass wir nicht mehr zurück zur jetzigen wollen. Und es wird leichter werden wenn sie das glauben und es wird schwer werden für die, die sich dagegen wehren.

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              • Dieter Klotz sagt

                Interessante Frage. Zum einen find ich es unterhaltsam und spannend. Zum anderen lerne ich tatsächlich einiges dazu.
                Ich plädiere dafür nicht Gegner zu suchen, sondern Verbündete. Auch die so gescholtenen Grünen sind eigentlich nicht ihre Gegner sondern haben berechtigte Anliegen, die sie sich durchaus zunutze machen können.
                Und es nervt mich mitzubekommen wie sich privilegierte Menschen selbst bemitleiden. Alle Bauern haben etwas ,was viele Menschen nicht haben. Eine sinnstiftende Arbeit. Warum würden die das denn sonst machen. Also kämpfe ich für mehr Optimismus und Zufriedenheit und vertrauen in die Zukunft.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Dass ich und mein Mann das Geld anderswo verdienen müssen, um sich eine Kleinlandwirtschaft überhaupt leisten zu können, das haben Sie geflissentlich überlesen, nicht wahr? Ich würde gerne öfter nach Wien fahren zu meinem Sohn, aber das ist nicht möglich, und irgendeine längere Reise schon gar nicht. Ich halte Tiere. Wir machen es, um das Erbe der Großelterngeneration zu würdigen, und weil Eigentum verpflichtet.
                  Und wenn die „privilegierten“ Bauern um ihre sinnstiftende Arbeit so sehr zu beneiden sind, warum war es dann während des Corona-Shutdowns trotz Arbeitslosigkeit unmöglich, genug Menschen zu finden, die bereit, fähig und vor allem ausdauernd genug sind, die schwere Erntearbeit zu machen?
                  Und warum trachten die meisten Bauernsöhne und -töchter danach, alles andere zu machen, nur nicht Landwirtschaft? Die Tatsache, dass Bauern ihre Sache weitermachen, als Beweis dafür zu betrachten, dass Optimismus, Zufriedenheit und Vertrauen angebracht sind, ist zynisch, Herr Klotz!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Herr Klotz, Sie befinden sich in sicheren Gewässern, Sie haben ihr Erwerbsleben hinter sich und genießen die wohlverdiente Rente. Aus der Perspektive ist alles gut, weil die materielle Versorgung mit Blick auf das Ende einen beruhigen….
                  Viele müssen noch arbeiten und einige leben von der Versorgung von anderen. Mein Bruder ist mal eben so 4ha Pachtland losgeworden, weil die Gemeinde diese Flächen gekauft und zu Bauland gemacht hat…..diese Fläche fehlt ihm zum Erwerb und der Menschheit zur Nahrungserzeugung, unwiederbringlich. Da hilft kein Beten oder Hoffen Herr Klotz.

                  Und ihre Worte: „Es wird noch ein paar Schwierigkeiten geben, aber die Welt, die kommen wird, wird so sein, dass wir nicht mehr zurück zur jetzigen wollen. Und es wird leichter werden wenn sie das glauben und es wird schwer werden für die, die sich dagegen wehren.“….die klingen wie die eines Sektengurus zur Beruhigung seiner Jünger vor dem gemeinsamen Suizid.
                  Die Wirklichkeit findet draußen statt….einfach mal rausgehen.

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              • Dieter Klotz sagt

                Hallo Frau Ertl. Das finde ich schade, dass Sie meinen Aufruf zu Optimismus zynisch finden. Ich hatte den Eindruck, dass Sie eine stolze Landwirtin sind, die engagiert das macht, was ihr wichtig ist. Ich dachte Sie haben Freude an der Entwicklung ihrer Tiere und haben Land dazugepachtet, weil diese Arbeit für sie Bedeutung hat und ihnen Erfüllung gibt . Ich dachte nicht, dass sie sich dazu verpflichtet fühlen durch vorherige Generationen und dass Sie ihre Arbeit als Bürde wahrnehmen, der Sie nicht entkommen können. Wenn das zutrifft, dann wundert es mich nicht, dass Sie so aufgebracht sind über jeden Einwand, den Sie als weitere Gängelung empfinden. Es tut mir leid, dass das unseren Austausch so ruppig macht.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Glauben Sie, dass es den Haupterwerbslandwirten besser geht?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Heute gelesen, Cola in Dosen wird wieder stärker nachgefragt. Hat man nicht ein Dosenpfand eingeführt, in der Meinung, der Verbraucher ändert sich auf Mehrweg?

              Und jetzt ist Jemand der Meinung:

              „“Es wird noch ein paar Schwierigkeiten geben, aber die Welt, die kommen wird, wird so sein, dass wir nicht mehr zurück zur jetzigen wollen. Und es wird leichter werden wenn sie das glauben und es wird schwer werden für die, die sich dagegen wehren.““

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              • Dieter Klotz sagt

                Haben Sie vertrauen und lesen sie weniger Internetnachrichten. Dass Sie um diese Zeit Kommentare bearbeiten statt ruhig zu schlafen finde ich bedenklich. Für mich gilt natürlich das gleiche :-). Schlafen sie gut, das ist das Beste was sie für die Zukunft der Welt tun können.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wiesen werden nicht zu einem Biotop, wenn man sie nur einmal im Jahr mäht.
          Einmal im Jahr zu mähen geht nur bei Magerwiesen. Ist das bei ihnen der Fall, dann hat ein cleverer Bauer seine nutzlose Weise verhökert.

          Eine Frage habe ich noch, tun sie mehr für für die Umwelt in ihrem Betonbunker als ein Bauer, oder meinen sie es nur?

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          • Dieter Klotz sagt

            Sehr geehrter ehemaliger Landwirt. Ihre Entschlossenheit, mir bestimmte Merkmale anzudichten, die in Ihrer Vorstellung zu Menschen gehört, die nicht ihre Meinung teilen, ist enorm.
            Sie glauben also, dass ich in einem Betonbunker wohne und sie glauben dass ich mir einbilde viel für die Umwelt zu tun. Sie lagen schon falsch damit, ich könnte keine Hacke bedienen und dabei mache ich nicht nur das, sondern mähe auch Wiesen fahre gelegentlich Gülle und steche Jakobs Kreuzkraut aus. Es macht gar keinen Sinn ihnen zu beschreiben, wie sehr sie sich in meiner Wohnsituation irren. Aber das ist auch alles völlig unwichtig. Selbst die Frage ob ich mich für vorbildlich halte, was Umwelt angeht ist nicht relevant.
            Frau Ertl weiter oben hat dagegen sehr vernünftige Dinge geschrieben und hat dafür auch eine ausführliche Antwort von mir bekommen.
            Lesen sie das ruhig, dann können sie mir wieder neue Merkmale andichten, z.b. dass ich einen Psychoknaks habe oder Drogen nehme. Solange Sie nicht wieder behaupten ich würde Sie anlügen, ist mir das alles egal. Wir können uns aber auch gern über das Thema unterhalten, wie die Zukunft der Landwirtschaft aussehen könnte, wenn sie nicht die Grundlagen unseres Lebens ruiniert und die Landwirte nicht mehr die Prügel für eine Agrarsituation erhalten, die sie gar nicht allein ändern können.

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  7. Obstbäuerin sagt

    Warum setzen sich denn die Grünen nicht mal mit den Giften auseinander, die im ökologischen Anbau eingesetzt werden. Mein Favorit wäre Pyrethrum, ein „…Kontaktgift, welches in die Insektenkörper eindringt und als Nervengift wirkt. Symptome: starke Erregung, gefolgt von Koordinationsstörungen, Lähmung u. schließlich Tod…“. Es wird aus aus Chrysanthemen gewonnen, die in Afrika konventionell (mit chemisch-synthetischem Pflanzenschutz oder Ackergiften) produziert werden. https://oekologischerlandbau.julius-kuehn.de/index.php?menuid=50
    Ein origineller Spruch für ein Plakat fällt mir nicht so richtig ein: Grün ist, wenn Insekten mit Blumen beseitigt werden vielleicht?

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    • sonnenblume sagt

      Das werden sie tunlichst unterlassen. Bio und Pflanzenschutz, wenn auch biologisch, verträgt sich nicht sonderlich gut. Man meidet das Thema, um den Verbraucher nicht zu verunsichern. Es wäre das letzte, was die Grünen in der Öffentlichkeit diskutieren würden.

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      • Schmeckt gut sagt

        Und genau diese inkonsequente Vorgehensweise fällt den Akteuren noch vor die Füße. Genau die mangelnde Kommunikation und fehlende Infos zu unserer Produktionstechnik wird uns doch immer vorgeworfen. Ist es in Ökobereich anders? Nur immer den Ball flach halten, um keine Auseinandersetzung in Gang zu setzen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Beim Stimmensammlung zum Volksantrag war eine Frau entsetzt, dass BIO auch PSM abwendet. Die war der Meinung, bei BIO braucht man dies nicht.

          Ein pensionierter Lehrer hat in 2 Leserbriefen behauptet, dass vor 50 Jahre ohne PSM Landwirtschaft betrieben wurde.
          Ich frage mich, was hat der den Schülern beigebracht. Das Positive war, er hat nur Sonderschüler unterrichtet, da war der Schaden nicht so groß.

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    • firedragon sagt

      Grün ist, Schädlinge in allerhöchste Erregung zu versetzen und sie dadurch in die ewig blühende Parallelwelt zu entlassen.
      Obstbäuerin, Du musst das mit positiven Emotionen verbinden. Tod und Verderben dürfen nicht offensichtlich erkennbar sein.
      Dann hab‘ ich noch ’ne andere Frage – warum regt Ihr Euch eigentlich alle über die Inhalte diese Partei auf? Ist doch klar, für was sie steht, ist nichts neues. Der Wähler kann sich zudem darauf verlassen, dass den Inhalten oder auch Zielen weitestgehend treu geblieben wird. Stellt Euch vor, diese Partei äußert sich positiv zu G., dann ist ja auf gar nichts mehr verlass.

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    • Inga sagt

      Warum erkundigten die sich nicht beim Pflanzenschutzberater?

      Die wissen doch, dass man das kann!
      Wenn die das nicht tun, dann wirken sie unglaubwürdig, oder?

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  8. Gephard sagt

    Ein Ackergift ist ein Gift, dass auf dem Acker eingesetzt wird. Im landwirtschaftlichen Euphemismus auch Pflanzenschutzmittel genannt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die einen sagen Ökofaschos und die Euphemisten nennen sie einfach Ökos….so ist das, wenn man sich nicht gegenseitig wertschätzt…..und wie sagte Sascha Lobo über den Bildchef und seine Rethorik: Er sagt immer, der Krieg fing an, als mein Gegner zurückschlug!

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      • Dieter Klotz sagt

        Hallo Herr Severs, Sie haben Recht, meine berufliche Situation ist sehr gesichert. Aber nicht weil ich im Ruhestand bin. Tatsächlich bin ich auf einer Landwirtschaft aufgewachsen und helfe dort immernoch gelegentlich auf den Wiesen und im. Stall Ich arbeite in meiner Freizeit außerdem in einer Gartengemeinschaft mit einer Gruppe behinderter Menschen mit. Ich habe also einen Bezug zur Landwirtschaft, bin aber beruflich vollständig unabhängig davon. Sie haben völlig Recht, dass ich theoretisch leicht daher reden kann, in der Praxis aber nichts beweisen muss./kann. Ich sehe, dass der Ressource Boden und den Menschen, die ihn bearbeiten viel zu wenig Achtung entgegen gebracht wird.

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        • fingerphilosoph sagt

          @ Dieter Klotz
          Beim Lesen Ihrer Beiträge ging mir durch den Sinn, wie schade es doch ist, wenn Menschen den Wert von Menschen (offenbar auch von sich selbst) nur danach bemessen, ob sie viel Sport treiben, sich gesund ernähren, wenig Fleisch essen, in einer Solawi mitarbeiten, freudig Verzicht lernen, dem Boden Achtung entgegenbringen, Optimismus verbreiten. Das ist eine so unglaubliche Reduktion des Menschen auf eine Handvoll Eigenschaften, auf eine so wahnsinnig fest gefahrene Vorstellung.

          Ich möchte gewiss nicht in einer Welt leben, wo ALLE Menschen nur noch diese paar wenigen Eigenschaften leben.

          Ich will lieber in einer Welt leben, wo es neben ein paar solchen wie Sie auch noch andere gibt, solche die sich 16 Schlösser kaufen, die Motoren aufheulen lassen oder in einem alten LKW auf der Suche nach Gold durch die Wüste gurken, die meinetwegen auch Atome spalten und Berge versetzen. Wenn diese Welt bloß Menschen aushält, die die von Ihnen genannten Eigenschaften verkörpern, ist diese Welt doch keinen Pfifferling wert und kann von mir aus von denen, die nun halt mal nicht so sind, gegen die Wand gefahren werden.

          Ich meine, es ist schön, dass es Sie gibt, warum auch nicht, Sie bereichern das Bild vom Menschen um eine Facette, aber mehr halt nicht. Einer, der keinen Sport treibt, Fleisch isst, bis es ihm zu den Ohren rauskommt oder Fast Food und Pommes in sich reinstopft, den Tag vorm Computer verbringt statt im Garten zu arbeiten, ist mir gerade so recht wie Sie. Und so wie Sie sich gut fühlen mit dem, was Sie tun, können Sie diesem Anderen zugestehen, dass der sich auch gut fühlt mit dem, was er tut.

          Und wer will schon mit Gewissheit sagen, ob nun Sie oder dieser Andere eines Tages die Welt retten werden, so sie denn tatsächlich gerettet werden muss.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Fingerfilosoph,……ähnliches wollte ich gerade auch schreiben.
            Ich diskutiere seit Jahren in solchen Foren/blogs und es tauchen immer wieder die gleichen Menschen auf, die einem ihre Selbstoptimierung, gepaart mit einem Anflug an Altruismus und der sicheren Gewissheit, dass ihr Handeln den Weg ins Paradies weist.
            Sie kennen die gesamte Problematik agrarischer Bereiche und haben einen gewissen Bezug zur Landwirtschaft der „guten alten Zeit“.
            Ich frage mich dann immer, wer von den 82 Millionen ist intellektuell in der Lage und Willens, diesen Menschen zu folgen….oder anders, wie wird die Transformation in die Köpfe der Menschen gehämmert, dass sie sich nach ihren Gesichtspunkten ändern. Denn Freiwilligkeit ist ja nach allen Unkenrufen der politischen Klasse nicht die Lösung, Gesetze müssen her, oder gar Gewalt?

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          • firedragon sagt

            16 Schlösser… wenn man das Geld hat und die erhalten kann, super. Besser, als wenn sie verfielen.
            Ich bin ja dafür, dass es jedem zusteht, so zu leben, wie er es für richtig hält. Und wenn mir jemand erzählt, wie er sein Leben gestaltet, dann höre ich mir das an.
            Es geht doch im Wesentlichen darum, niemandem vorzuschreiben, es einem gleich zu tun.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Zitat Feuerdrache:“Es geht doch im Wesentlichen darum, niemandem vorzuschreiben, es einem gleich zu tun.“

              Das ist eben der größte Unterschied zu anderen Gesellschaftssystemen. Will man ihre Einstellung aufrechterhalten, oder soll es gar eine andere Form gesellschaftlichen Zusammenlebens geben? Vor der Grundfrage stehen wir. Seit Corona steht sie mehr denn je auf dem Prüfstand. Individualismus versus Solidargemeinschaft.

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              • firedragon sagt

                Wenn man sich solidarisch jemanden oder etwas gegenüber zeigt, so geschieht dies freiwillig und nicht, weil man dazu genötigt oder gar gezwungen wird.
                Solidarität unterliegt dem Prinzip der Freiwilligkeit.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Na, wenn Sie da mal nicht falsch liegst in der Zukunft…..
                  Wenn dem so wäre, würden wir nicht mit Leuten zu tun haben, die keine Masken tragen wollen.
                  Die Solidargemeinschaft (Steuerzahler) trägt im Moment die Freuden des Individuums (Reisebranche und Fluggesellschaften werden mit Milliarden am Leben gehalten).

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                • fingerphilosoph sagt

                  Bei diesem neu aufdämmernden Totalitarismus geht es doch darum, den Menschen nicht nur zu diktieren, was sie zu tun haben, sie sollen es auch noch freiwillig und gern tun. Es geht nicht nur um die Kontrolle der messbaren Leistung wie früher, als es die Sklavenhaltung gab, es geht zusätzlich um die Kontrolle deiner Innenwelt, um die Kontrolle deiner inneren Haltung, mit der du die von dir geforderte Leistung und das von dir geforderte Verhalten erbringst. Du sollst den Zwang eben gar nicht mehr als Zwang empfinden, und wenn du das trotzdem tust, dann musst du eben umerzogen oder medizinisch behandelt werden.

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  ich habe geschrieben, was Solidarität eigentlich bedeutet.
                  Das andere ist Gesellschaft. Wenn Individualität vergesellschaftet wird, werden Regeln aufgestellt.

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                • Brötchen sagt

                  @ FP

                  “ es geht zusätzlich um die Kontrolle deiner Innenwelt, um die Kontrolle deiner inneren Haltung, mit der du die von dir geforderte Leistung und das von dir geforderte Verhalten erbringst. “

                  Das ist Sozialismus und ist gescheitert, weil der Mensch eben die Summe von Lastern ist und man damit jede Kreativität und Motivation erstickt.

                  In China funktioniert das gerade noch, aber die bauen auch potemkinsche Dörfer auf und schmarotzen ja bei den anderen. Ab einem bestimmten Entwicklungspunkt, fliegt die ganze Sch… denen da auch um die Ohren, weil die kein Korrektiv haben……quasi ein selbstlernendes System

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ok Feuerdrache, dann sollten wir den Begriff Solidarität wohl erstmal definieren, damit wir diskutieren können.
                  In der öffentlichen Diskussion wird es eher ethisch-politisch benutzt, weniger individuell.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Es stimmt schon, dass Kreativität und Motivation wohl nur in Kombination mit sog. „Lastern“ zu haben sind und mit den Lastern zugleich auch die Kreativität abgeschafft wird. In einer nachhaltigen Welt im Gleichgewicht, wie sie von den Ökos angestrebt wird, wird es nichts Neues mehr geben. Diese Welt ist das Ende der Evolution.

                  Brötchen, du hast schon recht damit, wenn du anzweifelst, ob das tatsächlich so umzusetzen ist, aber man kann auch weitergehen und sich fragen, ob man diese Welt denn überhaupt will. Ich stelle es mir grässlich vor, umweltfreundlich und nachhaltig in einer Welt im Gleichgewicht zu leben und höchstens noch sinnfreie Pseudo-Entscheidungen zu treffen, beispielsweise ob ich mir nun eine Maske mit Blümchen aufsetze oder eine mit Teddybären drauf.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Fingerfilosoph, ich denke, dass wir hier ein vorwiegend deutsches Problem mit der deutschen Denke diskutieren…der Rest der Welt wird es evtl differenzierter sehen…:-‚)
                  Und da wir keine Möglichkeiten mehr haben, die Welt militärisch zu unserem Glück zwingen zu können, deshalb habe ich auch keine Angst, dass die Evolution zu Ende sein könnte.
                  Evtl. zwingen uns ganz andere Dinge, etwas zu ändern, in welche Richtung auch immer….Gefahren und Probleme gibt es zur Genüge.
                  Am Ende ist es aus meiner Sicht wichtig, weiter entschlossen und nachdrücklich die Fehler der Politik in Bezug auf die deutsche Landwirtschaft anzuprangern, damit nicht noch mehr Volldeppen die Finger im Spiel haben:
                  https://www.topagrar.com/schwein/news/schulze-mehr-tierwohl-in-deutschen-staellen-12135017.html

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                • Brötchen sagt

                  @FP Du hast ja bei so einem Diktatorischen Ansatz das Problem, das eine Überinstanz festlegt, was „GUT“ ist, da es dann keine Korrektive mehr gibt, kann das ganze System schnell in die verkehrte Richtung fahren.

                  Das westl. System ist bisher ja selbstregulierend, zwar mit Reibungsverlusten, aber es hat bis jetzt immer funktioniert.

                  Trumpi spiegelt das ja gut wieder, er ist zwar ne Psychopathische Dumpfbacke, aber er stellt schon ab und an die richtigen Fragen, wogegen die Tugendwächter sich im BLM und ä. sich langsam irgendwie festfahren werden.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Reinhard, die Zerstörung der Energie- und Landwirtschaft aus ideologischen Gründen ist nicht nur ein typisch deutsches Problem, obwohl ich mit dir übereinstimme, dass der Wahn, die Welt retten zu müssen, bei den Deutschen besonders ausgeprägt ist.

                  Meiner Ansicht nach verbirgt sich hinter der grünen Ideologie jedoch ein knallharter Verteilungskampf um die knapper werdende Ressource Land, und das kann man derzeit am besten den Landwirten wegnehmen, weil die am meisten davon haben.
                  Die Menschheit soll ihre Ernährungsweise umstellen, Vegetarier oder Insektenesser werden, damit die Gutverdienenden unter den Stadtbewohnern Mountainbiker, Hobbyimker, Insektenzähler oder Wolfsmanager werden und Ferien auf dem Bauernhof machen können.

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                • sonnenblume sagt

                  @R. Seevers, der Besuch war ganz sicher eine Top Nummer für Frau Schulze. Ich frage mich, ob es da im Hintergrund noch jemanden gibt, der die Brötchen verdient?

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Naja, Fingerphilosoph. Dieser Herr vertritt halt seine eigene Einstellung, und die ist mir immer noch sympathischer als die derjenigen, die jetzt in den Alpen durch Mähwiesen trampeln, die Almzäune durchschneiden, weil sie ihnen auf ihrer individuellen Mountainbike-Route im Weg sind und gegen Bauern handgreiflich werden, wenn sie gemaßregelt werden.
            Man wird ja bescheiden.

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            • fingerphilosoph sagt

              Zum Problem wird es nur, wenn Sie Ihre Sympathie verabsolutieren und daraus eine allgemeingültige Moral zu konstruieren versuchen.

              Die Mountainbiker und die Grünen haben vieles gemeinsam: es sind Stadtbewohner, denen es nicht mehr genügt, nur in der Stadt zu wohnen. Sie erheben Anspruch auf das ganze Land, das sie nun in eine Art Freizeitpark für ihr persönliches Vergnügen verwandeln wollen. Und da ist die Landwirtschaft eben im Weg, sowohl für die Mountainbiker wie für die Grünen.

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              • sonnenblume sagt

                Das trifft es. Egal, ob man mit dem Auto, oder mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen unterwegs ist. Straßen und Wege sind nur noch für Freizeitbeschäftigung da. Reiter und Radfahrer.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Die Frage ist nur, ob Herr Klotz schon zu dieser Spezies gehört.

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                • Dieter Klotz sagt

                  Ich bin immernoch entsetzt, über die Verschiebung der Verantwortung für Unfälle mit Spaziergängern auf den Landwirt. Das kann ja überhaupt nicht im Sinn des Staates oder des Tourismus sein, wie man sieht. Ich verstehe nicht warum der Österreichische Staat da keine andere Rechtsgrundlage schafft. Hier in Bayern gibt es ja ein Grundrecht auf Naturgenuss, da steht aber auch explizit drin, dass das auf eigene Gefahr geschieht.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Wer nur ein bissel Verstand hat, der latscht nicht durch eine Wiese während der Vegetation, offensichtlich sind damit einige schon Überfordert.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Jetzt haben sie die Eigenverantwortung eh ins Gesetz geschrieben. Aber das bleibt natürlich Auslegungssache, weil natürlich der Bauer auch für seine Tiere haftet und man nie genau weiß, wie sich die Versicherung dann herauswindet.
                  Und dieses eine Urteil hat natürlich die Büchse der Pandora geöffnet. Wenn ein Bauer jetzt versucht einen Touristen zu maßregeln, erreicht er nichts mehr.

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          • Dieter Klotz sagt

            Lieber Fingerphilosoph, der allerwichtigste Unterschied zwischen Ihrer Beschreibung und mir ist, ich verzichte auf nichts, ich tue das was mir gut tut und ich möchte auch jeden dazu auffordern es auch so zu halten, was auch immer dabei rauskommt. Ich denke auch, dass die Abwechslung unsere Welt bereichert. An irgendeiner Stelle muss aber auch jeder Verantwortung für das übernehmen, was er tut und die Gesellschaft muss Grenzen setzen. Wenn jemand z.B. besonders gerne Schusswaffen benutzt oder es lustig findet Kühe auf der Weide zu erschrecken. Ich denke das viele Menschen nur deshalb den ganzen Tag vor dem Computer verbringen, weil sie nichts anderes kennengelernt haben und das ist tragisch. Ich habe auch den Eindruck, dass die Menschen, die sich in einem ungeliebten Job kaputtarbeiten, um sich Kreuzfahrtreisen oder dicke Autos leisten zu können, gar nicht tun, was ihnen gut tut, sondern was sie für Wichtig halten um irgendein Defizit auszugleichen.
            Das bedeutet, dieser Firlefanz wird gar nicht gebraucht und wenn ich richtig liege, wird das von ganz allein weniger werden, wenn sich jeder von uns seiner Bedürfnisse besser bewusst wird.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Herr Klotz, Sie glauben also, dass es einem Automatismus weg vom Materialismus und vom unbändigen Konsum gibt? Da muss ich aber schmunzeln. Was sollte denn die Alternative zur Befriedigungskultur durch Konsum sein?

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Naja, man wird ja noch träumen dürfen. Aber ich glaube auch eher, dass alles so weitergehen wird, so lange es genug zu essen gibt. Tragisch.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Das Essen und deren Einkauf wird sich ganz schnell wieder Normalisieren, wie vor Carona und wer sich es leisten kann, wird weiter auf Kreuzfahrt gegen.

                  Nur das dicke Auto wie Herr Klotz beschreibt, werde ich mir nicht zulegen. bei einem landwirtschaftlichen Rentner weiß jeder um meine Kapitalkraft, da kann ich nicht mit einem Daimler den Nachbar schocken. 🤣

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              • Inga sagt

                Vielleicht einem interssanten und nützlichen Thema folgen und es Zeitgeist erklären!.?!

                Aber keiner soll sich als etwas Besseres sehen, weder Bauer noch Lehrer.
                Der Bauer kann den Lehrer und andere Lohn- u. Gehaltsempfäger fuhig etwas beneiden, weil die ihr Lebensunterhalt leichter verdienen,
                Aber keiner darf sich als Besserwissi ausspielen, denn dann blamiert er sich vor einem vielseitig begabten Unternehmensleiter Bauer oder Landwirt, der mit der Natur arbeiten muss. Voraussetzung, ihre Tücken incl. Wetter und Klima kennen.

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              • Smarti sagt

                Alternativen zum Gelangweilt – Konsum sind für mich:
                Brennen für etwas ; ein toller Sport, ein Beruf der Spass macht
                Sich um andere kümmern ; Menschen, Tiere, Pflanzen …
                Immer wieder neues entdecken, erlernen, sich weiterbilden und dies vielleicht auch weitervermitteln dürfen
                Liebe, Freunde, ein bisschen Quatsch machen ….

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              • Dieter Klotz sagt

                Was sollte denn die Alternative zur Befriedigungskultur durch Konsum sein?
                Wir Menschen haben sehr viele Bedürfnisse. Einige sind leichter zu befriedigen andere schwieriger. Das mit dem materiellen Konsum ist momentan eine einfache Sache und billig zu haben. Wenn Sie das Fernsehprogramm und die Themen der Illustrierten genau betrachten, können Sie feststellen, dass bei ganz vielen Menschen ein unbändiger Mangel an Beachtung, menschlicher Nähe und Lebenssinn herrscht. Das ist viel schwieriger zu bekommen, na ja und unsere Kirchen haben auch nur Antworten, die seit 2000 Jahren schon fragwürdig sind. Sie können natürlich davon ausgehen, dass alles immer schlimmer wird, aber dann haben Sie erst recht keinen Lebenssinn. Sie selbst sind ein Beispiel dafür, dass es klappen kann, denn Sie schreiben ja nicht um Geld damit zu verdienen.

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            • Ostbauer sagt

              Mit dem „jeder nach seinen Bedürfnissen“ kenn ich mich aus. Haben wir damals in der Schule rauf und runter beten müssen. Nannte sich Kommunismus. Ende ist bekannt!!!

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Unser ältester Sohn meinte mal in der Schule:
                Kommunismus wäre Gleichverteilung von Armut.

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                • Ostbauer sagt

                  Wenn Du die Bedürfnisse so weit runterschraubst; ist das wohl so. 🙂

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            • fingerphilosoph sagt

              @ Dieter Klotz
              Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Menschen, die sich in einem ungeliebten Job kaputtarbeiten, um sich Kreuzfahrtreisen oder dicke Autos leisten zu können, gar nicht tun, was ihnen gut tut, sondern Defizite ausgleichen müssen, dann möchte ich von Ihnen gerne wissen, ob diese Leute Ihnen das tatsächlich so erzählt haben? Und weiter, ob Sie diese Leute überhaupt gefragt haben oder ob Sie über deren Köpfe hinweg einfach aus Ihren Projektionen heraus Urteile fällen?

              Es ist doch genauso möglich, dass manche Menschen tatsächlich Spaß an Kreuzfahrten und dicken Autos haben und aus diesem Grund einen ungeliebten Job in Kauf nehmen.

              Ich gestehe Ihnen gerne zu, dass Sie wissen, was gut für Sie ist, aber ich glaube nicht, dass Sie wissen, was gut für Andere ist, es sei denn die Anderen haben Ihnen das erzählt und Sie um Ihren Rat gefragt.

              Sie erzählen mir, dass Sie davon überzeugt sind, sich Ihrer Bedürfnisse bewusster zu sein als ihre Mitmenschen. Heißt das nicht, dass Sie im Grunde glauben, dass jeder bewusste Mensch geradeso wie Sie handelt? Und wer nicht so handelt wie Sie, also beispielsweise eine Kreuzfahrt bucht oder ein dickes Auto kauft, tut das nur deshalb, weil er sich selbst weniger kennt als Sie ihn kennen?

              Das ist eben gerade nicht, was ich unter Vielfalt verstehe, sondern das Gegenteil davon.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich maße mir zwar nicht an, zu wissen, was Menschen antreibt etwas zu tun. Dennoch stelle ich in Frage, ob die Erfüllung jedweden Konsums das Ziel menschlichen Daseins ist oder sein sollte. Auf jeden Fall ist die Konsumistische Bedürfnisbefriedigung ein Grundproblem für den Zustand unseres Planeten.

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                • Stadtmensch sagt

                  „Ich maße mir zwar nicht an, zu wissen, was Menschen antreibt etwas zu tun.“

                  Der Herr Immanuel Kant, auf den hier immer so fröhlich Bezug genommen wird, hat sich doch auch eine Theorie zur Vernunft angemaßt, obwohl er aus Königsberg quasi nie rausgekommen ist. Er hat einfach seine Zeitgenossen studiert und ein Muster erkannt.

                  Ich hatte gerade reichlich Gelegenheit meine Zeitgenossen auf vielen Zeltplätzen zu studieren: Der Materialismus kennt keine Grenzen: Zeltplätze gleichen mittlerweile Parkplätzen von Einkaufszentren. Beispielsweise weil Papa mit dem Wohnmobil anreist und Mama mit der Familienkutsche hinterher kommt (damit man vor Ort flexibler ist). Da ist der zum Wohnmobil umgebaute Feuerwehr-LKW noch harmlos. Permanent heulen Motoren und klappen Türen. Die Szenerie ist durchzogen vom Qualm der vielen Grills, daran die beleibten tätowierten Wohlstandsmenschen ihre Nahrung zubereiten. An einer solchen Vielfalt kann sich nur erfreuen, wer auch ein Krebsgeschwür für eine interessante Spielart der Natur hält und es einfach nur verzückt betrachtet, statt nach Gründen zu fragen

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                • Smarti sagt

                  Jedes Jahr das neueste Smartphone für jedes Familienmitglied, alle paar Jahre für die Ehefrau den SUV-Porsche als Stadtfahrzeug zum einkaufen, nach zwei Jahren ein neues Wohnzimmer weil die Farbe der Möbel nicht mehr gefiel – mir wäre das einfach nur peinlich 🙂 – vor allem das Auto.
                  Ich habe manchmal auch ein wenig Mitleid mit solchen Leuten, andererseits sind sie oft die ersten, die auch grosszügig etwas abgeben können ( bei uns z.B. spenden für den Tierschutz ).

                  Nein, wir reden nicht über solche Themen, es würde auch nichts nützen ausser schlechter Laune oder ein „du bist ja nur eifersüchtig“. Aber ein klein wenig die Augen verdrehen muss sein :). Wenn wir über andere Themen sprechen ( Garten, Pferde, Umwelt) verstehen wir uns übrigens prima.

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                • firedragon sagt

                  Ich lese, Du hast Deinen Urlaub genossen 😉Biste durch mit „das kalte Herz“?

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                • Ostbauer sagt

                  @Stadtmensch
                  Ja Stadtie, du hattest die Wahl! Beschwer dich also nicht. 🙂

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                • fingerphilosoph sagt

                  Nun ja, der Herr Immanuel Kant war, wie ich das einschätze, wesentlich menschenfreundlicher als ein gewisser Stadtmensch, der tätowierte Grillfans mit einem Krebsgeschwür vergleicht. Der Herr Immanuel Kant war ziemlich großzügig und hat abends regelmäßig ein buntes Völkchen an seinen Tisch geladen, weil er die Menschen trotz all ihrer Fehler, wenn es denn Fehler waren, so sonderbar es klingt, wohl irgendwie geliebt haben muss. Deshalb hat der Herr Immanuel Kant auch nicht über die Menschen gelästert, sondern in doch eher abstrakter Weise über die Vernunft und deren Grenzen sinniert.
                  So sollen seine letzten Worte auf dem Sterbebett denn auch gewesen sein: „Es ist gut“. Den Mann kann man sich also schon als Vorbild nehmen.

                  Schön, dass du wieder zurück bist, um hier das eine oder andere Wortgefecht zu bestreiten.

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                • Stadtmensch sagt

                  @Ostbauer: ich bereue nichts! Sehr zu empfehlen eine Fahrradnatour durch unser Nachbarland. Ist ja schon meine zweite. War auch in Verdun (auch im „Beinhaus“, nur weil du weiter oben den Vergleich angestellt hast).
                  Viel Landwirtschaft mit Tierhaltung. Futter muss auf die Weide gefahren werden. Wasser kommt über Brunnen, die mit kleinen Windrädern fördern.

                  @Fingerphilosoph: ich habe nichts gegen Menschen – nur gegen Bräsigkeit. Als Autohasser zolle ich jedem Respekt, der aus eigener Kraft und aus Idealismus z.B. einen „Manta-Club“ aufzieht und eine Subkultur schafft. Verachtung bekommt der Schnösel, der sich ein Auspuff-Kit einbauen lässt und mit Lärm und Raserei seine Mitmenschen terrorisiert.

                  @Drachen: Hälfte. Sehr interessant. gerade was die Vorbehalte einer sog. bürgerlichen Klasse gegen Massenkonsum angeht. S. 214. Hat eine lange Tradition in Europa.

                  @Elisabeth: ich komme drauf zurück, wenn du mal wieder Mountenbiker, Para-Glider und sonstige „Landnutzer“ in deiner Hood beschreibst.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Statdtmensch, auf Seite 214 steht geschrieben, dass die Ablehnung der amerikanischen Form des sich entwickelnden Kapitalismus abgelehnt wurde….“Alles Negative, was der Kapitalismus zu verkörpern scheint, zeigt sich zunächst und vor allem in Nordamerika. Und auch die Wahrnehmung dessen, wozu „entfesselte Wirtschaft“ fähig ist, wurde zu einer Art Selbstbestätigung, denn für die Gestaltung der europäischen Kapitalismen wurde das (abschreckende) Beispiel der USA überaus einflussreich.“

                  Der Ursprung lag aber in Europa und besonders in GB.

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                • fingerphilosoph sagt

                  @ Stadtmensch
                  Warum soll ein Manta-Club eine Subkultur sein, das Treffen beleibter und tätowierter Grillfans auf Zeltplätzen jedoch nicht? Ich war in Kanada schon auf Zeltplätzen, da haben die Camper künstlichen Rasen vor ihren Wohnmobilen ausgebreitet, um darauf Gartenzwerge zu arrangieren. Die Wohnmobile waren von einer Größe, die hier in F unter „convoi exceptionnel“ rangieren und seitlich konnten außerdem noch Zusatzräume ausgefahren werden. Aber eine Subkultur ist diese Lebensweise allemal. Manche lebten die Hälfte des Jahres auf Campingplätzen.

                  Das Wort bräsig kenne ich übrigens gar nicht. Ist es das Gegenteil von selbstoptimiert?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  FF, jeder hat eben seine eigene Vorstellung von Menschen, wie sie in seinen Augen „richtig oder falsch“ agieren….evtl. findet man Unterstützer seiner eigenen Sichtweise, so dass man seine Blase vergrößert und darin verharren kann…:-)
                  Ist irgendwie menschlich,oder?

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              • Stadtmensch sagt

                @Fingerphilosoph: bräsig als Gegenteil von selbstoptimiert hast du gut erkannt. Man könnte auch die richtig guten Kulturpessimisten loslassen mit ihrem bösen Blick auf den „Massenmensch“, statt einfach nur mit „bräsig“ abzukürzen: https://literaturkritik.de/id/20974

                @Reinhard, ja wenn du etwas vorblätterst wird Carl Duisbergs Sicht auf das boomende Amerika beschreiben. Selbst dieser „Macher“ ekelte sich gewissermaßen vor dieser sinnlosen Völlerei und wusste, dass Glück und Zufriedenheit nur hinlatschen, wo es keine Marmorfassaden und Bronzebeschläge gibt 😉

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                • fingerphilosoph sagt

                  „Mangelndes Profil, fehlende Courage und geduckte Persönlichkeit, durchtypisierter Massenmensch“ : Worte, um Menschen vorzuwerfen, dass sie keine Individuen sind.

                  Gleichermaßen wie die Kritik am Massenmenschen kommt aus dieser Ecke aber auch das Gejammer über den schrecklichen Individualismus unserer Tage. Ja, was denn nun? Ist man ein Individuum, ist es nicht recht. Ist man kein Individuum, ist es auch nicht recht.

                  Der Mensch ist halt nun mal das einzige Säugetier, das sich ähnlich Insekten in Staaten organisiert. Insekten zeichnen sich auch nicht durch Profil, Courage und Persönlichkeit aus, warum verlangt man das also von staatenbildenden Menschen? Staatenbildung einerseits und Profil, Courage und Persönlichkeit andererseits schließen sich aus.

                  Kulturpessimisten verzweifeln nicht an der Kultur, sondern daran, dass sie alles gleichzeitig wollen: Staaten und couragierte Persönlichkeiten, Freiheit und Sicherheit, Natur und Zivilisation. Hinter dem Kulturpessimismus verbirgt sich also bei näherer Betrachtung Maßlosigkeit und Gier. Also das, was sie den Anderen vorwerfen.

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                • Stadtmensch sagt

                  „Ist man ein Individuum, ist es nicht recht. Ist man kein Individuum, ist es auch nicht recht.“

                  Also dein großes Vorbild Immanuel Kant hat bei diesem Widerspruch (Wollen vs. Sollen) nicht so schnell die Flinte ins Korn geworfen und postuliert, dass wir nicht auf der Welt sind um uns das Leben so angenehm wie möglich zu machen, sondern um irgendeine Pflicht zu erfüllen, die wir mit entsprechenden geistigen Anstrengungen dann auch wollen können.

                  Der Staat, das soziale System, die Ordnung, das evolutionäre Gebilde geht kaputt bei zu viel Wollen und bei zu viel Sollen. Im ersten Fall, weil es seine Existenzgrundlage durch Übernutzung verliert im zweiten Fall, weil die Gefahr groß ist, Fehler zu machen bzw. falsch zu sollen.

                  …noch mehr OT:
                  Ich versuche gerade, in diesem kulturpessimistischen Hobbygärtner einen gierigen Ökodiktator zu erkennen, lese aber nur von „Zorn ohne Eifer und Hoffnung ohne Glauben“:
                  http://daskulturellegedaechtnis.de/work/dahl/

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                • Lady sagt

                  fiphi schreibt:
                  „. Hinter dem Kulturpessimismus verbirgt sich also bei näherer Betrachtung Maßlosigkeit und Gier. Also das, was sie den Anderen vorwerfen. “
                  Das ist die richtige Richtung. Ob ich nun Maßlosigkeit und Gier in den Vordergrund stellen würde, weiß ich nicht genau.
                  Zumindest ist der Blick auf sich selbst total verzerrt ,und die Fähigkeit, das „Gute“ in anderen Menschen zu suchen und zu finden , ist verkümmert. Nicht Vielfalt sondern Einfalt.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Immanuel Kant hat in der Nachfolge von Sokrates und Nikolaus von Kues einen weiteren hehren Versuch gemacht, die Grenzen des Geistes aufzuzeigen, zugegeben auf der sehr abstrakten Ebene von Zeit und Raum. Sigmund Freud mit seiner Feststellung, dass wir nicht Herr im eigenen (psychischen) Haus sind, war da schon konkreter. Beide Herren haben allerdings an den „Geist“ als die herausragende Errungenschaft des Menschseins geglaubt und damit auch an den „Staat“ als Produkt dieses „Geistes“, was seit den beiden Weltkriegen leider keinen Sinn mehr macht.

                  Jaja. Die Pflichterfüllung, die wir mit geistigen Anstrengungen auch wollen können. Die Liebe, die wir mit geistigen Anstrengungen für jeden x-beliebigen Menschen oder auch für abstrakte Werte wie den Nationalstaat empfinden können. Das Geschmackserlebnis, das wir uns mit geistigen Anstrengungen auch beim Tofu-Bratling einreden können. Die Opfer, die wir mit geistigen Anstrengungen auch noch gern erbringen können, wenn wir nur wollen.

                  Wie kann ich nach den beiden Weltkriegen und Hiroshima noch annehmen, dass all diese enormen geistigen Anstrengungen mich in den Himmel bzw. ins Öko-Paradies 2.0 führen werden? Die Wahrscheinlichkeit, dass all diese geistigen Anstrengungen mit Wollen und Sollen mich geradewegs in die Hölle führen, ist größer. Das Internet führt uns überdies neuerdings doch täglich vor, wie dieser „Geist“ samt seiner „Vernunft“ in Wirklichkeit beschaffen ist und wie „vernünftig“ diese von ihm hervorgebrachten Staatsgebilde doch stets handeln.

                  Der „Geist“ ist doch ganz offensichtlich nicht das, wofür er sich selber so gern hält. Und genau an dieser Bruchstelle setzen Kritik und Fragen an. Wem nützt es, dass ich mich ständig geistig anstrengen soll, um Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht tun will und Gefühle zu haben, die nicht meine eigenen sind?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  FF, Harari hat für sich formuliert, dass er die größte Genugtuung und Befreiung darin findet, nichts einer Wertung zu unterziehen….das finde ich nachvollziehbar.

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              • Dieter Klotz sagt

                …dann möchte ich von Ihnen gerne wissen, ob diese Leute Ihnen das tatsächlich so erzählt haben?
                Sie haben mich natürlich durchschaut, Es ist Teil meiner Tehorie, dass Menschen, die Ihren Lebenssinn im Konsum sehen, Angst vor dem tieferen Erleben ihres eigenen Ichs haben. Also hab ich nur die Antworten derer, die das ganze durschaut haben und bereit sind einen anderen Weg zu gehen. z.B.
                https://t3n.de/news/muell-sammeln-statt-managerposten-matthias-boeing-1230792/2/
                Hier liegt eben die Chance für unsere Welt, es fehlt nur an Selbstwahrnehmung. Alles ander kommt von selbst.
                Wenn ich recht habe, lässt sich die Welt sehr einfach retten. Wenn ich unrecht habe, dann ist eh alles schon zu spät.
                Wollen Sie gegen mich wetten?

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    • Berthold Lauer sagt

      Genau!! Und wenn das selbe Gift auf Bahngleisen oder kommunalen Flächen oder Gehwegen oder in privaten Gärten eingesetzt wird, dann ist es eben ein Bahngift oder ein Grünflächengift oder ein Gehweggift oder ein Gartengift! Im nichtlandwirtschaftlichen Euphemismus seltsamerweise auch Pflanzenschutzmittel genannt!
      So einfach ist das!

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      • Gephard sagt

        Es geht ja um die aktuell auf Feldern eingesetzten und erlaubten Gifte. Bereits verbotene Gifte zählen nicht mehr zu den Ackergiften, auch wenn Sie zum Beispiel in Fassadenfarben noch erlaubt sind. Das ist wie beim Autozubehör. Da findest du destilliertes Wasser, das natürlich auch anderswo eingesetzt wird und auch nicht immer beim Autozubehör einsortiert ist. Ich verstehe die Aufregung um den Begriff allerdings nicht. Was habt ihr für eine Problem damit? Was wäre besser, wenn man nur von Giften sprechen würde?

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        • Thomas Apfel sagt

          Das ist ganz einfach, der Begriff Gift beinhaltet (bewußt verwendet) den Begriff „vergiften“. Die Landwirte sind also die „Vergifter“. Das ist genau der Begriff, das Dogma das unter die Leute gebracht werden soll – und das ist kompletter Unsinn – und Sie wissen das auch – @ Gephard.
          „Alles ist Gift, die Dosis macht die Wirkung“ – dieser Satz dürfte auch Ihnen bekannt vorkommen. Die „euphemistischen“ Pflanzenschutzmittel gehören nach den Regeln der Toxikologie i.d.R. keiner Giftklasse mehr an. Das ist eine ENTWICKLUNG und kein Stillstand. Die meisten dieser Substanzen (Pflanzenschutzmittel) sind inzwischen aus der Beobachtung der „Gift“-basierten Regulationsmechanismen der Natur entlehnt !! Die Acker- Wald- und Wiesengifte der Natur sind allgegenwärtig. Das was um uns stattfindet ist keineswegs ein „giftfreies friedliches kooperatives Miteinander“ wie wir es in unseren künstliche Moral- und Ethik-Vorstellungen konstruieren. Genau das was wir mit Bodenbearbeitung, Düngung und Pflanzenschutz tun, tut „die Natur“ auch. Nämlich der/den eigenen (bevorzugten) Art/Arten Entwicklungsvorteile und Gesundheitsschutz gewähren. Das ist nicht falsch oder verwerflich sondern (für unsere Art) lebensnotwendig. Alles andere ist sentimentales Geschwätz Aussenstehender.

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          • Gephard sagt

            Natürlich mach die Dosis das Gift. Wer bezweifelt das? Damit ein Wirkstoff bei Schädlingen wirkt, müssen diese ja irgendwie soweit geschädigt werden, dass sie sich entweder nicht weiter vermehren oder eben eingehen. Der Wirkstoff wirkt also giftig auf die entsprechenden Organismen, oder mit Wikipedias Worten: »Als Gift (mittelhochdeutsch Schadstoff, althochdeutsch Gabe) oder auch Giftstoff bezeichnet man einen Stoff, der Lebewesen über ihre Stoffwechselvorgänge, durch Eindringen in den Organismus ab einer bestimmten, geringen Dosis einen Schaden zufügen kann«

            Natürlich ist damit nicht gesagt, dass die Konzentration für den Menschen irgendwie relevant ist. Dennoch ist es zutreffend zu sagen, dass Landwirte massenhaft Lebensformen mit isolierten Wirkstoffen vergiften, um sich zum Beispiel das weiter unten erwähnte mühevolle Absammeln von Kartoffelkäfern zu ersparen.

            Bei der Kritik an den Pflanzenschutzmitteln geht es doch nicht darum, dass das Leben und die Natur durch den Verzicht plötzlich giftfrei wird. Es ist auch klar, dass nicht vernichtete Beikräuter ggf. giftiger sind als das passende Vernichtungsmittel.

            Die Kritik bezieht sich darauf, dass gewisse Mittel verzichtbar wären, würde man anders Landwirtschaft betreiben. Viele Mittel sind ja systembedingt nötig, weil die extensive Bewirtschaftung die Felder eben anfällig für Schädlinge macht. Was anderswo ein Zeichen für ein Ungleichgewicht darstellt, ist in den konventionellen LW System. Sie ist auf Effizienz und höchsten Ertrag ausgelegt und Symptome werden bekämpft, statt Ursachen zu beheben. Lösungsansätze wie Mischkulturen gibt es viele. Es ist auch klar, dass diese mit dem derzeitigen Wirtschaften schlecht vereinbar sind. Genau deshalb wird ja ein Systemwandel gefordert.

            Die Giftdebatte ist nur ein Nebenschauplatz auf den sich einige versteifen. Es geht um den generellen Umgang mit der Natur. Ertrag und Gewinn kommen vor Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Das ist auch verständlich, möchte jemand langfristig sein Brot damit verdienen. Da muss der Laden laufen und jegliche Störfaktoren müssen vermieden werden, mit welchem Mittel auch immer. Kein Landwirt hat Finanzpolster, um mehrere Ernteausfälle oder Ertragsminderungen locker abzufangen.

            Sie sprichen davon, dass ihr es der Natur gleich macht mit Bodenbearbeitung, Düngung und Pflanzenschutz. Ja, ihr habt euch Mechanismen abgeschaut, wie soll es auch anders sein, wenn man mit der Natur arbeitet. Allerdings wirtschaftet ihr eher wie im Reagenzglas, als dass ihr die Natur im Ganzen nachahmen würdet. Diese kennt zum Beispiel keine sterilen Felder mit nur einer Frucht (von einigen Wüsten mal abgesehen). Über dieses Ungleichgewicht freuen sich dann halt die Schädlinge … oder eben Bayer und Co..

            Wir als denaturierte Verbraucher sind natürlich auch Teil des Problems, wenn wir makellose Ware wünschen, am besten sogar ohne Erdreste. Und dass viele auf den Preis schauen (müssen), bedingt ja auch die immer größere Effizienzbestrebungen seitens der Landwirtschaft oder eben Billigimporte. Aber muss es deshalb so weitergehen? Leider zeichnet sich nicht ab, dass LW oder Konsumenten gemeinsam in eine Richtung gehen, sondern es wird nur ständig auf den jeweils anderen gezeigt und keiner unternimmt etwas.

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            • fingerphilosoph sagt

              @ Gephard
              Die „Natur im Ganzen“ kann der Mensch nur dann nachahmen, wenn er diese als vollständig von sich abgetrenntes Objekt betrachtet. Ein Kind kann den Affen im Zoo nur deshalb nachahmen, weil es eben nicht dieser Affe ist. In dem Moment, in dem ein Mensch die „Natur als Ganzes“ nachahmt, empfindet er sich nicht mehr als Teil der Natur. Sich selbst kann man nicht nachahmen, auch nicht das übergeordnete System, in das man eingebettet ist. Wenn das Herz oder die Leber den Körper als Ganzes nachahmen statt ihre jeweilige Aufgabe im Organismus zu erfüllen, bricht dieser Organismus zusammen und stirbt. Die Forderung nach der Nachahmung der „Natur als Ganzes“ ist tödlich.

              Die Forderung nach einer „giftfreien“ Landwirtschaft ist entweder durch neue Technologien zu bewerkstelligen, also mit Hilfe von Robotern, die Kartoffelkäfer absammeln, oder durch Zwangsarbeit, also dass man Menschen per Gesetz, Nahrungsentzug etc. zum Kartoffelkäfersammeln zwingt, oder durch Gehirnwäsche, also dass man Menschen einredet, Kartoffelkäfersammeln würde Spaß machen. Die Frage ist, ob die sogenannten „Ackergifte“ von allen diesen Übeln nicht doch das kleinste sind.

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              • Brötchen sagt

                @FP etwas abseits vom Thema

                Ich denke es wird eine Kombination geben, wie es vielfach von der Politik als Schlagwort angepriesen wird…Präzisionslandwirtschaft.

                Kleine Roboter könnten gezielt Unkrautnester oder Schädlinge bekämpfen. Monitoringhilfen, wie Drohnen geben schnell einen Überblick, Bewässerungssysteme könnten gezielt Wassermengen abgeben usw. Alles klein mit Steuerungsmodulen.

                Solche Systeme am Laufen zu halten, braucht auch eine Menge Manpower, dass sollte man nicht unterschätzen.

                Arbeit wird genug bleiben.

                Das Leute in Scharen körperliche Arbeiten verrichten glaube ich eher nicht, zumal gibt es diese nicht mehr und zum anderen gibt es die Kosten- und Erlösstruktur nicht her, wüßte auch nicht, wie sich das ändern sollte.

                Hat jetzt mit Deiner Antwort nicht direkt was zu tun, ist meine Erfahrung, was ich so sehe, wie sich Sachen entwickeln.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Brötchen, dein Kommentar passt schon. Selbstverständlich laufen die Forderungen der Ökos auf eine computergesteuerte Präzisionslandwirtschaft hinaus. Das sehe ich genauso wie du. Aber dabei wird es nicht bleiben. Man kann an der Landwirtschaft ablesen, in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickeln wird. Damit die Menschheit überlebt und die Welt gerettet wird, muss jeder Mensch genauso präzise überwacht und gesteuert werden wie der Getreidehalm auf dem Acker. Das läuft nicht nur in der Landwirtschaft auf die Totalüberwachung und Totalsteuerung hinaus.

                  Der größte Teil der Jobs sind heute schon Bullshit-Jobs. Durch noch mehr Technologie wird die Arbeit nicht sinnvoller. In Zukunft werden noch mehr Menschen Bullshit-Jobs verrichten. Oder aber es gibt das Grundeinkommen, das man aber nicht bedingungslos erhält, sondern entsprechend den gesammelten Sozialpunkten, wenn man also in einer Solawi mitgearbeitet, ein paar Juchtenkäfer geschützt, seine alten Eltern besucht, kein Fleisch gegessen, Verzicht geübt und Optimismus verbreitet hat. China macht ja schon vor, wie das geht.

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                • Brötchen sagt

                  @FP

                  Totalüberwachung( der Produktion) in der LW ist vielleicht gewünscht, aber davon sind wir weit entfernt. Bin auch skeptisch, ob das überhaupt mal funktioniert.

                  Ich sehe nicht, das es zu wenig Arbeit gibt, meines Erachtens sind „Bullshit“jobs ein Verteilungsproblem.

                  z.B. Elektriker , Dachdecker, Lüftungsmonteur usw. zu bekommen, ist nur ganz schwierig.

                  Ich habe gerade 14 Tage gebraucht, um einen Futterautomaten zum zuverlässigen Laufen zu bekommen, weil keine vernünftige Anleitung dabei war. Der Vertreter musste erst bei der Herstellerfirma jemand auftreiben, aber das hat 4 Wochen gedauert.

                  Glaube eher das Problem ist doch eher, das das Leistungsprinzip ausser Kraft gesetzt wird, sei es über Preise oder bestimmte Paritätsregeln usw.

                  Gerade bei Bewerbungsgesprächen erlebt, es gibt schon ne Menge „Luftpumpen“ und bei Bildungsabschlüssen, wo man es nicht vermutet.

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                • fingerphilosoph sagt

                  Brötchen, in den Industrieländern arbeiten noch 2% in der Landwirtschaft und weniger als 25% in der Produktion. In den 75% der restlichen Jobs gibt es jede Menge Bullshit Jobs.

                  Es gibt in Deutschland ungefähr 330 Ausbildungsberufe, aber 20.000 verschiedene Studiengänge. Schwer vorstellbar, dass es so wenig in Berufen zu lernen, aber soviel zu studieren gibt.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Wenn die Hälfte der Schüler von Gymnasien das Abitur schafft, dann können die Anforderungen nicht so hoch sein.
                  Und dann wunder man sich, dass nur 20% der Studierenden im Fach Physik den Abschluss schaffen?

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                • Brötchen sagt

                  Ja FP ist ja richtig, aber die Altersstruktur ist so, das es eng wird.

                  Zusätzlich haben wir ja über die Migration noch einen anderen Problemkreis hinzubekommen.

                  Das mit den Studiengängen ist auch richtig, aber wie gesagt, das ist meines Erachtens ein Verteilungs- bzw. Steuerungsproblem. Arbeit ist genug da.
                  Z.b. Leute die Steuerungen austüfteln.

                  Du hast die ganzen „Künstler und Komiker“ vergessen, die jetzt rumjaulen, das sie kein Einkommen haben.

                  Ich sag da, einfach mal mit arbeiten versuchen.

                  Ich hätte Arbeit genug und auch Geld (nicht genug ;)).

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wenn solche Schlagzeilen veröffentlicht werden, dann ist das auch kein Wunder: “ Diese zehn Länder sind die Gewinner des aktuellen OECD-Bildungsberichts und haben die höchste Akademikerquote – Deutschland gehört nicht dazu.“

                  Es war und ist noch immer erklärtes Ziel, die Akademikerquote zu erhöhen, weil man meint, statistisch erklären zu können, dass damit die Erwerbssicherheit steigen würde. Schweden macht bereits Erfahrung damit, dass das schief gehen kann.

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                • firedragon sagt

                  Ich will möglichen Akademikern hier nicht auf die Füße treten – kenne allerdings einige, die praktisch eher unbeholfen sind und manchmal einfach zu kompliziert denken, obwohl es manchmal auch ganz einfach sein kann.

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                • Paulus sagt

                  @Ehemaliger, an meinem ehem. Gymnasium erreichten bestimmt 95% oder sogar mehr der Schüler das Abi. Nach deiner Theorie konnten die Anforderungen also nicht allzu hoch sein. 🙂
                  Die Quote der Abbrecher in meinem Studienfach (Maschinenbau) lag immer so um die 65-70%.
                  Ohne unsere asiatischen Kommilitonen, die waren alle topfit, wäre die Quote übrigens noch höher gewesen.
                  Und dann war ich für einige Zeit nebenberuflich Lehrender. Die einzige Vorlesung die ich gehalten habe war die Probevorlesung, in einem kleinen und schwach besetzten Hörsaal. Danach fanden meine Lehrveranstaltungen in der Form statt, dass ich mit den Studis gemeinsam an zwei oder drei zusammengerückten Tischen saß. Zugegeben, es war ein eher unbeliebtes Fach und nur für bestimmte Vertiefungsrichtungen relevant.
                  In Sachen Bildung haben wir ein ganz anderes Problem, das beginnt in der Grundschule, zumindest was NRW betrifft.

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                • Brötchen sagt

                  Ja Reinhard, die Schlüsseltechnologie ist ja so eine kleine Kiste, die die Reihen und Unkräuter erkennt.
                  Wie letztendlich die Bekämpfung erfolgt ist ja eher sekundär.
                  Die Kiste kann rund um die Uhr arbeiten.
                  Manche Unkräuter wachsen so schnell, da wird wohl auch die Schlagkraft eine Rolle spielen, ja und so ein Ding können dann die Polen prima zum Rasenroboter umbauen ;)……
                  Da wird man dann wohl ganze Kompanien zur Bewachung brauchen, so als neue bullshitbranche…

                  Laser wird ne Menge Energie brauchen, weiß jetzt nicht wie das Verhältnis ist zum Tank mit Chemie oben drauf.

                  Im Grunde ist ja Ackerbau ein reines Transport – und Logistikgeschäft mit ein bisschen Gärtnern…

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        • Inga sagt

          Pflanzenschutzmittel hört sich so positiv an,
          aber wer Bauernbashing machen will, muß einen negativen Begriff dafür einsetzen.

          Wenn die GRÜNEN ehrlich wären, dann würden sie sich mal um die Historie kümmern und wie das Wort entstanden ist.
          Warum es dazu sogar ein Amt braucht!

          Die sollten mal beim Ehemaligen in der Lehre gehen, der kann ihnen Rüben vereinzeln, im Garten Unkraut jäten und Kartoffelkäfer ablesen erklären,
          Aber den ganzen Tag lang eine Woche und jeden Tag Rückenschmerzen haben.

          Und wissen warum man das alles machen muß
          und dann
          am Abend erklären wie es einfacher geht!

          Dan wird der Name Pflanzenschutz in ihren Augen anders gesehen.

          Man kann als GRÜNER auch gegen diese Mittel sein, aber dann bitte offiziell eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Pflanzenschutz einrichten,
          es geht auch ohne aber dann im Namen des Naturschutzes alle bücken.

          Das wäre konsequent.

          Dann müssen auch wieder Getreidehacken hergestellt werden.

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          • Dieter Klotz sagt

            Jeder soll seinen Teil beitragen, Ich glaube Ihnen wäre nicht geholfen, wenn Ihnen Bürokraten oder Langzeitarbeitslose beim Unkrauthacken helfen.
            Was Sie brauchen sind angemessene Preise für hochwertige Lebensmittel.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Zitat Klotz: „Was Sie brauchen sind angemessene Preise für hochwertige Lebensmittel.“

              Super erkannt. Nur wird das zum einen vom Weltmarkt beeinflusst und zum anderen von hiesigen Naturfreunden und Weltrettern untergraben….
              Es stehen sowohl das „System“ im Wege, als auch die Ideologien. Ergo wird man aus dem Schlamassel auch nicht rauskommen.

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              • Brötchen sagt

                Ist richtig so….

                bei den Ideologen könnte man noch „Ahnungslosigkeit“ davor schreiben.

                Dann müßte man noch „hochwertig“ definieren. Manche weisen Lebensmittel einen reinen ideell entstandenen Wert zu, der objektiv nicht zu messen ist.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Genau Brötchen, die fragen auch nicht mehr nach messbaren Parametern, denen reicht es, wenn man ihnen versichert, dass das Schwein glücklich war, egal wer oder was das gemessen haben könnte….
                  Frei nach dem Cartoon: Frau fragt Fleischereiverkäuferin: „Ist das Fleisch von glücklichen Tieren?: Antwort Verkäuferin: „Aber sicher gute Frau, wir haben sie auf Drogen gesetzt und dann beim ficken erschossen!“

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard manchmal fühle ich mich 30 Jahre zurück versetzt, der Unterschied ist, die meisten haben an die Propaganda damals nicht mehr geglaubt, heute glaube die das alle wirklich! Bis auf ein paar ganz clevere, die damit ihre Geschäftchen machen.

                  Es kommen immer die gleichen nicht hinterfragten Schlagworte.

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              • Dieter Klotz sagt

                Und weil man den Weltmarkt nicht am Kragen packen kann, prügeln Sie auf Naturfreunde ein.
                Wenn Sie glauben, dass es keinen Weg aus dieser Lage gibt, dann werden Sie auch keinen finden.

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                • Brötchen sagt

                  Herr Klotz, sie kommen mit esoterischen Sprüchen!
                  Meines Erachtens prügelt er nicht ein!

                  Sie weisen ihm das über Framing zu, so wie es unsere allseits beliebten Ideologen auch tun!

                  Wissen Sie, es kann ja den profitgierigen Lw. nicht jucken, wenn der Weltmarkt und das schröckliche System ihr böses Werk sowieso tun.

                  Es ist auch die Sorge, die Sie umtreibt, das hier was aus dem Ruder läuft, den Landwirt treibt seine persönliche Erfahrung im Umgang mit der Natur um.

                  Gleiche Sorge bloss anders gespeisst.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Aber sie können ebenfalls auch keinen fordern…denn es gibt niemanden, der ihnen den ohne den eigenen Anteil an Verantwortung überantwortet. Suffizienz oder Effizienz Herr Klotz. Was ist der Weg? Darüber streiten die Gelehrten schon lange. Den Streit sollten aber nicht die Ernährer austragen….denn ohne Landwirtschaft wird es den wenigsten möglich sein, zu überleben.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Ist es nicht vielleicht umgekehrt, dass die „Naturfreunde“ auf uns einprügeln (verfolgen Sie mal die momentane einseitige Medienpräsenz) ??? – und „der Krieg“ hat tatsächlich begonnen, als wir begannen uns zu wehren, weil der einseitige Dauerbeschuss nicht mehr zu ertragen war.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Es würde ungemein helfen, wenn Bürokraten beim Unkrauthacken helfen würden, ein Tag lang für jeden, dann würde die Kritik wegen den Herbiziden völlig verstummen.

              Dann wären die sogar bereit, höhere Preise zu akzeptieren.

              Aber in ihrer Post lese ich heraus, dass sie eine Mithilfe mit einer Handhacke in Voraus ablehnen.

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              • Dieter Klotz sagt

                Ich habe schon sehr viel auf Äckern gehackt. Und Unmengen an Ampfern und neuerdings Jakobs-Kreuzkraut aus Wiesen gestochen. In meiner Kindheit hat ein Cousin von mir schon vor 40 Jahren auf Bio umgestellt. Wir haben ihn so gut es ging mit Arbeitskraft unterstützt. Mitlerweile arbeite ich neben meinem eigenen kleinen Garten zwischendurch auf einer SoLaWis mit. Der Weg aus der momentanen Misere besteht eben nicht daraus sich gegenseitig Unwissenheit vorzuwerfen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ihre Haltung in Ehren….die Argumentation ist genauso wie die desjenigen, der zwei Autos fährt aber nachweisen kann, dass er kein Fleisch isst, und dem deshalb schon ein Ablass zusteht. Sie müssen weder von der Erzeugung von Nahrungsmitteln leben, noch erzeugen sie Nahrung für Menschen, richtig?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Nehmen sie sich beim Durchlesen mehr zeit, dann könnte sie erkennen, dass ich in Mehrzahl geschrieben habe.

                  Außerdem, für den Fall dass sie es nicht wissen, ich bin ein Verwander vom Kaiser von China.
                  Sie glauben das nicht?
                  so ergeht es mit bei ihrer Post auch.🤣

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              • Inga sagt

                Ich habe doch gelesen, das er bei seinem Cousin geholfen hat, stimmt das nicht?

                Na ja,
                einen Hof mit allen Konsequenzen zu leiten ist was anderes als mal bei hacken mit zu helfen.

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                • Dieter Klotz sagt

                  Sie unterschätzen mich immer noch, Inga. Sie wissen bei weitem noch nicht alles von mir. Das gehört anscheinend zu ihrer Weltsicht, dass Menschen die andere Ansichten haben per Definition keine Ahnung haben können. Schade, dass so leider keine Diskussion möglich ist. Weil nur blöd anmachen lass ich mich auch nicht.

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                • firedragon sagt

                  Herr Klotz,
                  Inga macht niemanden blöd an.
                  Ich wollte mich noch bei Ihnen für Ihre Antwort auf meine Frage bedanken.
                  Es ist immer gut zu wissen, ob jemand ein bisschen Ahnung von LW hat oder ob man ganz von vorne anfangen muss zu erklären.
                  Aus wie vielen helfenden Menschen besteht die SoLaWi und wie groß ist diese?

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              • Dieter Klotz sagt

                Da Sie mich der Lüge bezichtigen, brauchen wir nicht weiter diskutieren. Bleiben Sie in Ihrer einfachen Welt.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Wie gehabt, wenn man nicht mehr weiter weiß,
                  dann wird der Gegner als Depp hingestellt.

                  Einbildung ist auch Bildung.

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                • Inga sagt

                  Herr Klotz, was sind sie denn von Beruf? wenn ich fragen darf
                  Jeder hat doch ein Fachwissen heutzutage, wo andere keine Ahnung von haben!

                  Hat er auch mit der Natur zu tun?

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            • Inga sagt

              Es ging doch nur um die beiden Worte

              Ackergifte und Pflanzenschutzmitteln

              Wer in einem ernsthaften politischen Diskurs die
              Pflanzenschutzmittel ( Phytomedikamente) mit Ackergiften bezeichnet,
              der hat nun mal keine Ahnung und ist deswegen nicht erst zu nehmen.

              Eine ernst zunehmende Partei kann sich das nicht leisten!

              Und das der Pflanzenschutz aus unseren intensiven Anbaukulturen nicht wegzudenken ist, müssen auch Büroarbeiter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung verstehen, um mitreden zu können.
              Nur deswegen habe ich das oben geschrieben.

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              • Dieter Klotz sagt

                „Herr Klotz, was sind sie denn von Beruf? “
                Ich habe Elektrotechnik und Chemie für berufliche Schulen studiert und habe einige Jahre Umweltberufe (Fachkräfte für Wasserversorgung, Abwasser und Abfallkreislaufwirtschaft) an Berufsschule und Technikerschule unterrichtet.
                Und Sie?

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Haben Sie die Elektrotechnik wenigstens auch in einem Wirtschaftsberuf angewandt, bevor Sie Lehrer geworden sind, oder unterrichten Sie das auch nur theoretisch?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Herr Klotz,
                  ich verstehe auch was vom Unterricht in der Schule, ich bin auch zur Schule gegangen, auch in die Berufschule, sogar in die Fachschule. Käme aber nie auf die Idee, ihnen sagen zu müssen, wie sie ihre Arbeit zu verrichten haben.
                  Dies, genau dies tun sie den Landwirten gegenüber mit der Erfahrung in einem SoLaWi Gartens.

                  Die Verachtung schon als Jugendlicher habe ich 14 Tage nach der Schulentlassung erfahren, als ein ehemaliger Mitschüler meinte sagen zu müssen, ich wäre ein dummer Bauer.
                  Der hatte 5 x mal mangelhaft im Zeugnis stehen, ich 5 x sehr Gut.

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          • Gephard sagt

            Nun, da kann man reiflich diskutieren. Ich empfinde „Pflanzenschutzmittel“ als Verharmlosung. Gift trifft die Wirkweise der Stoffe deutlich besser. Ein Schutzmittel würde nach meinem Sprachverständnis dafür sorgen, dass die Pflanze weniger anfällig ist. Das Mittel schützt ja nicht, sondern Schutz entsteht ja nur indirekt. Ein feinmaschiges Netz kann man als Schutz bezeichnen.

            Hier in den Kommentaren wird den Konv.-LW-Kritikern Indoktrination und Gehirnwäsche unterstellt. Diese Karte könnte ich beim Begriff Pflanzenschutzmittel für Bekämpfungsmittel ebenso ausspielen.

            Ich verstehe nicht, warum es so schwer ist, Dinge beim Namen zu nennen. Wenn ihr Unkrautvernichtungsmittel verwendet oder verwenden müsst, dann ist das halt so. Kein Grund, da etwas zu beschönigen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ein Belag von PSM schützt vor Krankheiten, bei manchen tierischen Schädlinge wie Blattläuse kommt es auf die Schadschwelle an, dann kann man anschießend behandeln, bei Wicklerarten muss der Belag bei der Eiablage vorhanden sein, da helfen Wortspielereien nicht weiter.

              Wenn durch ein Herbizid andere Pflanzen wie Getreide, Zuckerüben usw. durch Unkräuter, oder Beikräuter geschützt werden ist das im gewissen Sinne auch ein Pflanzenschutzmittel.

              Es gibt nur 2 Möglichkeiten, entweder man verwendet PSM, oder man schließt den Betrieb.

              Hier noch die Liste, für den angeblichen PSM freien Ökolandbau:

              https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/psm_oekoliste-DE.pdf?__blob=publicationFile&v=10

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              • Dieter Klotz sagt

                „ein ehemaliger Mitschüler meinte sagen zu müssen, ich wäre ein dummer Bauer.“
                Das finde ich jetzt lustig. Als ich nach dem Hauptschulabschluss meine Ausbildung zum Elektroniker began, bekam ich einen Arbeitsplatz neben einem Gymnasiumsabbrecher. Ich als Bauernsohn von einem Bauernweiler und er als Sohn eines Ingenieurs in der Stadt. Da musste ich mich auch öfter als dummer oder stinkender Bauer beschimpfen lassen. Ich muss heute noch schmunzeln, wenn ich daran denke, wie fremd es für ihn war, wenn ich vom Viehaustrieb erzählte und welche irren Vorstellungen er davon hatte. Natürlich hat er sich viel über mich lustig gemacht. Wir haben aber trotzdem später auch viel in der Freizeit zusammen unternommen und sind auch gute Freunde geworden. Unsere Denkweise ist nach wie vor total unterschiedlich.
                „Käme aber nie auf die Idee, ihnen sagen zu müssen, wie sie ihre Arbeit zu verrichten haben.“
                Da sind Sie einer der wenigen. Wenn jemand hört, dass ich Lehrer bin bekomme ich sehr oft erklärt, wie das in der Schule eigentlich laufen müsste, manche schimpfen auch auf die verwahrloste Jugend und meinen ich müsste da endlich was unternehmen und natürlich wie gut ich es beim Staat doch habe. Meine Standartantwort lautet dann, meine Schule sucht händeringend nach Lehrkräften, wenn du glaubst, das sei ein super Job, dann mach ihn doch auch.
                Tatsächlich würde ich gerne vieles in meiner Arbeit anders machen, muss mich aber an Vorgaben halten, deren Sinn ich oft bezweifle.
                Darum würde ich Bauern auch nie Ratschläge geben, wie „stell doch auf Bio um“ oder „versuch es mal mit diesen oder jenen Pflanzen“. Gerade aus meiner Erfahrung in der Schule weiß ich, die Einstellung ist viel wichtiger als die Methode.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Herr Klotz, ich gebe Ihnen einen Daumen hoch!
                  Kommt mir alles sehr vertraut vor.

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            • Inga sagt

              Warum schützt das Mittel nicht? Warum entsteht der Schutz nur indirekt?
              Wozu das feinmaschige Netz?
              Virenschutz ist doch auch ein Schutz wie der Schutz gegen Pilzkrankheiten.
              Wie die Wirkungsweise ist, das wissen nur Insider.

              Das kann doch sein, dass Konv.-LW-Kritikern Gehirnwäsche unterlaufen sind, aber da bin ich überfragt.
              Vielleicht weil sie den Bioanbau zu sehr favorisieren, oder?
              Oder weil sie gerade Streit mit der Ehefrau oder -mann haben, dann müssen sie den Bauern auf die Nerven gehen. So reagieren sie sich ab, die Leute,die vor den Bauern keinen Respekt haben. Wer hier sachlich mitreden will, muß Fachkenntnisse haben, sonst kann er nur Fragen stellen.

              Das ist eine Fachsprache, das wir die Fungi-, Insektizide und die Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) alle unter einen Namen Pflanzenschutzmittel nehmen, weil man damit die Kulturpflanzen schützt.

              Damit die geschützt zum Hochertrag wachsen können.
              Unter diesen Begriff fällt mehr als nur die Unkrautbekämpfung mit einem Herbizid.
              Und es ist für den Laien, der nur Gift darunter versteht einfacher zu erklären.
              Der weiß auch nicht, dass nur so wenig wie möglich und so viel wie nötig ausgebracht wird.
              Er ist ja nur Laie, der denkt viel hilft viel.
              Deswegen hat er Angst und beschreibt alles als gefährlich und giftig.
              Um das beurteilen zu können muß man mindestens den Spitzenschein (Ausbringungslizenz) haben, denn das darf ja nicht jeder! Oder etwas von Phytopathologie verstehen. Das kann auch nicht jeder! Ist alles in der Ausbildung des staatlich geprüften Landwirtes enthalten!
              Ich habe auch keine Ahnung vom Autobau und mache die Autobauer dafür verantwortlich!
              Die Landwirtschaft ist so umfangreich, da kann sich nicht jeder einfache Zeitgenosse mit auskennen. Der weiß etwas anderes besser, was er in seiner Berufsausbildung gelernt hat.
              Aber da quatscht ein wohlerzogener Mensch nicht einfach rein, er fragt höchstens!

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              • Reinhard Seevers sagt

                Das Grundproblem ist das fehlende Vertrauen in Kombination mit ubiquitär vorhandenen Falsch- und Fehlinformationen im www und daraus resultierenden Ideologien……reden nützt da wenig. Am Besten hilft Hunger.

                0
      • Inga sagt

        Meint das einer, der von Pflanzenschitz keine Ahnung hat? On der Landwirtschaft dürfen nur Fachkundige Leute mit Pflanzenschutz umgehen. Bei der Bahn auch? Im privaten Bereich auch?

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  9. Ostbauer sagt

    Eigendlich handeln „Die Grünen“ nur logisch.
    Was will man auch machen, wenn einem ein Thema nach dem anderen abgeräumt wird oder sich zum verminten Gelände entwickelt?!
    Atomausstieg- abgeräumt
    Autoindustrie- vermintes Gelände (da passt Winfried schon auf, das es nicht zu arg wird)
    Bildungswesen- in eigener Verantwortung grandios gescheitert (siehe ua. NRW)
    Also bleibt doch nur noch die Landwirtschaft. Da kann man so schön draufhauen,sind ja nicht mehr so viele und vor allem kaum Grünenwähler. Weil das Thema sehr komplex ist und fast keiner der nicht in der Materie steht da durchsieht lässt es sich so wunderbar mit Floskeln und Halbwahrheiten und manchmal eben auch mit Unwahrheiten argumentieren.
    Das Schönste jedoch ist für die Grünen: Dieses Pferd kann man noch lange reiten!!
    Also wie gesagt; aus Sicht der Grünen eine nachvollziehbare Kampagne.

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    • sonnenblume sagt

      _ das Thema so komplex ist und keiner durchsieht. – Ihre Argumente und Aussagen zum Landwirtschaft bleiben Jahr für Jahr die Gleichen. Man hat einmal ein Konzept zusammen geschrieben und das wird seit Urzeiten immer von Neuem herunter gebetet. Gelegentlich kommt etwas dazu – z.B. Cororna und Massentierhaltung,- aber sonst nichts Neues.
      Ich wunder mich immer wieder, dass der doch so gebildetete Bürger nicht mal selber denkt und kritisch nach fragt. Man stellt doch im täglichen Leben überall alles in Frage. Aber beim Thema Landwirtschaft laufen sie der Partei wie die Lemminge hinterher.

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      • Dieter Klotz sagt

        „… Laufen sie der Partei, wie die Lemminge hinterher.“
        Meinen Sie hier zufällig die christliche Partei, die seltsamerweise immernoch von vielen Landwirten gewählt wird, obwohl sie hauptsächlich die Kleinbetriebe zerstörendea Agrarpolitik zu verantworten hat und jegliche Änderung aus Rücksicht auf Großbetriebe blockiert?

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          • Dieter Klotz sagt

            Der Kontext lautet doch „die Bauern sind die Echent Grünen“ Richtig Herr Seevers? Das sind sie aber nicht. Denn die Partei die Grünen sieht sich als Naturschutzpartei. Landwirtschaft ist kein Naturschutz sondern im besten Falle Kultivierung der Natur. Im schlechtesten Falle ist sie die Ausnutzung der Natur um maximalen Ertrag zu erhalten. Leider geht die Art des Wirtschaftens immer mehr Richtung Letzteres. Da ist es ganz normal, dass eine Naturschutzpartei wie die Grünen, etwas dagegen hat und versucht Wege zu finden, beim Kultivieren mehr Natur übrig zu lassen. Leider erkennen viele Landwirte diese Chance nicht und bleiben bei den Doktrien, mit immer noch mehr Investitionsaufwand immer noch höhere Erträge aus der natürlichen Ressource zu pressen. Dass diese Strategie neben der Katastrophalen Wirkung auf unsere Lebensgrundlage auch zum wirtschaftlichen Ruin von immer mehr Kleinbauern führt ignorieren Sie und himmeln weiter der rückwärtsgewandten Politik nach. Ist der Zusammenhang so verständlich?

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            • fingerphilosoph sagt

              Der sogenannten Naturschutzpartei geht es auch nicht um den Naturschutz, sondern um die weitere Ausdehnung der Kontrolle über die Natur, um sie menschlichen Vorstellungen gemäß zu gestalten, also zu kultivieren. Die sogenannte Naturschutzpartei will die Natur ja nicht sich selber überlassen, sondern der Natur die Zahl der Arten und Insekten vorschreiben, Feldhamster und Fledermäuse dort ansiedeln, wo sie gar nicht sein wollen und auch sonst jede Menge Gewalt auf die bislang sich selbst überlassenen Bereiche von Natur ausüben.

              Ausgewiesene „Naturschutzgebiete“ mit Nistkästen, Insektenhotels, Wanderwegen und Lehrpfaden sind kultivierte Räume, die der Erholung der Stadtbewohner, aber nicht der Natur dienen, ähnlich wie Stadtparks. Auch wo der Mensch die Natur angeblich schützt, schafft er sie in Wirklichkeit ab, das heißt, er benutzt sie zu seinen Zwecken. Und nur hierin, in den Zwecken, unterscheiden sich Landwirtschaft und Naturschutz. Landwirtschaft dient der Physis und erzeugt deshalb Nahrungsmittel. Naturschutz dient der Psyche und erzeugt deshalb Idylle mit Blümchen und Bienchen.

              Leider erkennen viele Grüne das nicht und bleiben bei ihren Dogmen, um vor allem junge Wähler zu indoktrinieren. Dass diese Strategie neben der katastrophalen Wirkung auf unsere Ernährungssicherheit auch zum wirtschaftlichen Ruin von immer mehr Kleinbauern und zu Importabhängigkeit führt, wird vollkommen ignoriert.

              Es ist schon mehr als peinlich, den Planeten mit 8 Milliarden Menschen und 30 Billionen Tonnen Technosphäre zu überschwemmen, was heißt, dass auf jeden einzelnen Quadratmeter Land 50 kg menschengemachte Produkte kommen, und dabei pausenlos von Naturschutz mit Blümchen und Bienchen zu faseln.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Wenn man David Blackbourns „Die Eroberung der Natur“ gelesen hat, versteht man den Zusammenhang deutscher Natur und deutschem Naturverständnis besser. Die Dialektik deutschen Naturverständnisses ist auch nach 200 Jahren die gleiche. Technologischer Fortschritt und Wohlstandssteigerung versus Romantik und Heimattümelei mit der Rechtfertigung der Rettung der Natur. Hätten unsere Vorväter nicht hunderte von Speicherseen und Stauseen errichtet, gäbe es beides heute nicht……(ist nur ein Beispiel von vielen).

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              • Obstbäuerin sagt

                Leider kann ich fingerphilosoph keinen Punkt geben, ohne ihm einen wegzunehmen. Deshalb gebe ich ihm für seinen Beitrag drei Äpfel. Das entspricht einer Punktzahl von 10. 🍏🍏🍏

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            • firedragon sagt

              Herr Klotz,
              kein Landwirt hat etwas gegen Natur und Naturräume, die geschaffen werden. Es gibt genügend Gemeinden, die haben Land. Von mir aus können gemeindeeigene Flächen für Naturräume herhalten, wenn es sich die Gemeinden leisten können auf Pachtflächen zu verzichten.
              Landwirt eigene Flächen, die der Ernährung dienen, per Gesetz verunkrauten zu lassen ist grob fahrlässig und das aus mehreren Gründen. Zum einen entwickeln sich dort Krankheitsherde, die auf die Kulturpflanze übertragen werden. Es werden sich Schädlinge herangezüchtet, die in Schach zu halten, immer schwieriger wird. Und es findet Aussamung statt und gerade diese gilt es zu verhindern, wegen der vorgenannten Gründe.
              Natürlich kann man mechanische Unkrautbekämpfung betreiben, wenn optimale Bedingungen für die jeweilige Anwendung herrschen, funktioniert es auch. Bedenken Sie aber, es gibt seit drei Jahren kaum noch ein Optimal.
              Immer mehr PSM zu verbieten ist nicht hilfreich. Ich erkläre Ihnen gerne warum. Je weniger zur Verfügung steht, desto weniger kann unter den Mitteln gewechselt werden und Schädlinge, wie auch Krankheitserreger bilden Resistenzen, wenn ein und dasselbe Mittel verwendet wird.
              Ich gebe Ihnen noch ein weiteres Beispiel, welches sehr aktuell ist: Zuckerrüben
              Die Neonix in der Beize wurden verboten. Der Keimling nimmt den Wirkschutz auf und ist gegen Schädlinge geschützt, ähnlich einer Impfung. Diese „Impfung“ steht nun nicht mehr zur Verfügung. Schädlinge, wie Blattlaus und Erdfloh freuen sich sehr darüber. Dieses Jahr massive Aufkommen, da der Winter mild war und Blattläuse in Unkrautsäumen ideale Überwinterungsmöglichkeiten vorfanden.
              Gegen beide Schädlinge kann großflächig gespritzt werden – muss man natürlich mehr als einmal. Ist das wirklich besser? Nein, ist es nicht.
              Zum Schluss noch was, um das Ganze auf den Menschen zu übertragen. Viele hätten gerne eine Impfung gegen C. so schnell wie möglich, da wird die Fähigkeit des Schutzes gefordert, aber Pflanzen dürfen von dieser Fähigkeit nicht mehr profitieren. Sollte man mal mit Verstand drüber nachdenken.

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        • Philipp Voelkel sagt

          Die Kleinbetriebe, sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Schlachtbranche, sind hauptsächlich dem Weltmarkt und der Regelungswut von Frau Künast und Frau Höhn zum Opfer gefallen

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      • Inga sagt

        Gerade nach unserer Geschichte, anfangs des letzten Jahrhunderts!

        So etwas können wir uns nicht leisten!
        Und unsere Politiker schon 2 mal nicht!

        Das müssen sich auch die GRÜNEN hinter die Ohren schreiben, wenn sie Verantwortung übernehmen wollen!

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    • Einfacher Bürger sagt

      Welcher dieser Weltverbesserer wird denn zum essen dieser ach sovergifteten Nahrungsmitteln gezwungen ? Das einfachste ist doch immer noch auf das Essen, Trinken und Atmen zu verzichten. Dann ist hoffentlich nicht die Landwirtschaft Schuld am Tod.

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      • Dieter Klotz sagt

        Man kann ja auch Lebensmittel kaufen die ohne Gifte erzeugt wurden kaufen. Kostet halt bisschen mehr. Man kann ja mittlerweile auch in jedem Restaurant essen ohne mit Nikotin vergiftet zu werden. Man hat lange geglaubt es ginge nicht. Ein Verbot hat geholfen.

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        • Bauer Willi sagt

          Ja, kann man. Der Marktanteil von z.B. Bio-Schweinefleisch liegt bei 1,1%. Im Umkehrschluss kaufen 98,9% konventionelles Schweinefleisch.

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          • Dieter Klotz sagt

            Sehen Sie, der Markt versagt hier und zwingt die Bauern zu immer noch größeren Ställen und noch billigerem Futter und zu unsäglichen Haltungsmethoden. Deshalb brauchen wir nicht immer noch mehr Subventionen für immer noch größere Massentierhaltung sondern Maßnahmen, die das eindämmen z.B. können Verbote hier helfen. Wie Sie am Beispiel des Tabakkonsums sehen können, hat man sich erst mal daran gewöhnt, will man es nicht mehr wie vorher haben.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Herr Klotz, ich übertrage ihre merkwürdige Sicht auf das herrschende Wirtschaftssystem einmal auf die Wohnungssituation in diesem Land: Wer in Berlin keine Wohnung findet, der sollte gezwungen werden nach Chemnitz zu ziehen, wo Wohnraum frei ist! DAS wäre die adäquate Konsequenz ….OK, das Volk würde rebellieren, aber wenn das bei Bauern funktioniert, dann kann. man das doch auch von anderen Bürgern verlangen oder nicht?

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              • Dieter Klotz sagt

                Ja Herr Seevers, genau das was Sie beschreiben passiert doch. Menschen, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, werden aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen immer weitere Wege zu ihren Arbeitsplätzen auf sich zu nehmen. Und Sie haben auch Recht, das Volk rebelliert, in Bayern ist ein Volksbegehren zum Mietenstop gescheitert in Berlin werden sogar Enteignungen gefordert.
                Meine These ist ja nicht, dass das Gut ist und es funktioniert leider eben nicht. Es würde auch nicht funktionieren, wenn man es dem Bürger und der Industri überlassen würde, welche Schadstoffe die Autos ausstoßen dürfen. Dann wäre der Sprit immernoch verbleit. Natürlich kann man darüber reden, welcher Eingriff in das Marktgeschehen sinnvoll sind Die momentan gängigen Marktregulierungen in der Landwirtschaft führen ja offensichtlich nicht zum gewünschten Erfolg oder sehen Sie das anders?

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                • Brötchen sagt

                  Wieso sind denn die Mieten so hoch ?

                  .Nachfrageschub durch Zuwanderung
                  .Nachfrageschub durch Landflucht
                  .Umweltauflagen
                  .Baukosten
                  .Geldanlage (international), weil normale Investments keine Rendite mehr bringen
                  .allgemeine Auflagen, die Baukosten steigern

                  0
                • Brötchen sagt

                  .gestiegene Ansprüche Ausstattung und Größe, Lage

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wenn man etwas kritisiert, das seinen Ursprung im „System“ hat, dann ist es die größte Dummheit, unten zu beginnen, etwas zu ändern. Am Kopf stimmt etwas nicht. Unsere Art zu Leben ist der Grund. Die Reisefreiheit einzuschränken, weil es gefährlich sein könnte hilft nicht einmal. Da wird sich der Bürger diese Umweltsauerei noch weniger einschränken lassen, wenn man die Umwelt als Bremse einfordern würde. Jeder, der sich im „System“ befindet und daran teilnimmt, in dem er es nutzt, ist Schuld am „System“.
                  Also muss man Menschen ändern, oder das „System“ ändern. Da sich Menschen nur bedingt dazu bewegen lassen, sich zu ändern, wird sich auch das „System“ nicht ändern….ist ein Teufelskreis. Was aber gar nicht funktioniert ist, den Ernährer als ersten an den Pranger des „Falschen“ zu stellen, und alles andere weiter zu betreiben, wie bisher…Das nenne ich Ablasshandel oder ganz einfach: Heuchelei!

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            • Bauer Willi sagt

              Meine Güte, was für eine Logik! Was heißt denn „Marktversagen“? Der Bürger kauft es nicht! Fragen Sie sich mal, warum!

              Es gibt auch keine Subventionen auf Fleisch, sondern nur auf Fläche, unabhängig von der Nutzung. Was soll also dieser Einschub?

              Und jetzt nennen Sie mir bitte die konkreten Maßnahmen und faseln nicht so unkonkret herum.

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              • Dieter Klotz sagt

                Sie haben natürlich Recht, der Markt versagt nicht, er erbringt halt Ergebnisse, die man haben will oder nicht. Wenn man die Erzeugung von massenhaft billigem Fleisch als Erfolg sieht und den Nebeneffekt dass wir z.B. unser eigenes Grundwasser ruinieren (sie wissen sicher, dass der Bundesregierung eine EU-Klage droht), dann bringt der Markt genau das gewollte Ergebnis. Prekäre Verhlältnisse bei der Fleischverarbeitung sind natürlich auch Teil der Marktentwicklung.
                Warum erwarten Sie eigentlich von mir Konkrete Maßnahmen, das ist doch nicht das Thema dieses Artikels? Eine haben Sie quasi schon selbst erwähnt. Die Abschaffung von Nutzungsunabhängigen Flächensubventionen, die ein Eingriff in den Freien Markt ist, der offensichtlich die Tendenz zu Großbetrieben nur noch beschleunigt.

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                • Brötchen sagt

                  Herr Klotz es ist schwierig mit Ihnen, die Flächensubventionen sind ein AUSGLEICH! für Nutzungseinschränkungen der Flächen bzw. für Standortnachteile!

                  Dieser Ausgleich ist nicht Nutzungsunabhängig, das ist Unsinn, es gibt da sehr genaue Vorschriften und die Nutzung müssen Sie für die Förderung genau angeben und das wird sehr genau kontrolliert!

                  Was den Markt betrifft müssen sie noch unterscheiden zwischen dem EU-Binnenmarkt und dem Weltmarkt!
                  Beide haben gewisse Effekte auf die Produktionsbedingungen.

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                • Brötchen sagt

                  „Prekäre Verhlältnisse bei der Fleischverarbeitung sind natürlich auch Teil der Marktentwicklung.“

                  Das ist auch nicht richtig, das sind auch Auswirkungen der allgemeinen Kostensteigerungen wie
                  .Energie
                  .Hygiene
                  .Tierwohl

                  Menschenwohl bei der Arbeit fordert bisher ausser vielleicht den Gewerkschaften niemand. Bei Tierwohlställen, steht auch nirgendwo was von verbesserten Arbeitsbedingungen (Staubbelastung durch Stroh z.B.)

                  Die Jobs in der Fleischverarbeitung das sind einfache ungelernte Tätigkeiten und mit so einer Ausbildung wird man in D. nirgendwo Millionär.
                  Körperliche Arbeit wird nirgendwo in D. hoch bezahlt!

                  Die bekommen dort 12 € die Stunde ungefähr, was in der LW. auch ganz normale Löhne sind.
                  Was die Wohnungen betrifft, der Arbeitgeber darf den Beschäftigten keine kostenlosen Wohnungen zur Verfügung stellen, das wäre Steuerhinterziehung, weil das ein geldwerter Vorteil wäre. Der dürfte denen nicht mal Fleisch kostenlos abgeben!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Die Verhältnisse in der Fleischindustrie so massiv anzuprangern ist doch lediglich ein weiterer Ablasshandel, der allen in die Hände spielt, die auch gegen Massentierhaltung, industrielle Landwirtschaft, Öko, Bio, Tierschutz etc. sind. Das passt denen so gut in den Kram, dass es ständig aufgewärmt wird. Der Spiegel schrieb unlängst, dass doch wohl nicht Tönnies der Ursprung des Coronaausbruchs war…aber im Text muss man natürlich so lange relativieren, bis am Ende der böse Tönnies Schuld haben muss. Die Schwarzabeit in Gastronomie und Bauwirtschaft boomt weiterhin, das ist aber weder prekär, noch Fleischbezogen, deshalb ist es nur eine Randnotiz wert. Dieses Land wird von einer Gruppe Menschen indoktriniert, die ihre Weltsicht allein auf ihren eigenen Ablass konzentriert.
                  https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-ausbruch-bei-toennies-virenkarussell-oder-wohnsituation-a-b9d4551e-aab5-46c7-a9f4-205dc7a6682c

                  https://www.welt.de/wirtschaft/plus212749171/Schwarzarbeit-boomt-und-das-ist-eine-gute-Nachricht-fuer-Deutschland.html

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                • Brötchen sagt

                  Ja Reinhard das sehe ich auch so. die sind reine weg verblendet.
                  Meine Verwandschaft hat mir das auch erklärt, wie schrecklich das alles sein usw.
                  Gegen den medialen Bullshitbeschuss kommt man nicht an!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Der Markt versagt bereits seit mindestens 60 Jahren, weil die Politik mit viel Geld die Marktorganismen auser Kraft gesetzt hat. Das billige Fressen war angesagt, ohne Rücksicht auf Verluste bäuerlicher Existenzen.

              Dieses Spiel haben alle mitgemacht, auch jetzt die Grünen, die jetzt auf Stimmenfang sind und den gutgläubigen Städtern von kleineren Ställen und Schlachtbetrieben erzählen.
              Die verkaufen euch eine pure Illusion und ihr glaubt das auch noch.
              In verschiedenen Foren ist zu lesen, mit welcher gehässigkeit die Subventionen kritisiert werden, aber die Menschheit ist so blöde, dass sie nicht einmal merken, dass ihr eigenes Essen dadurch verbilligt wird.

              Gestern waren wir mit Bekannten zusammen, die eine Hofladen führen.
              Am Anfang von Carona ist die Zahl der Kunden auf das doppelte hochgeschellt, seit der Steuersenkung kam ein erheblicher Einbruch, nicht nur bei ihnen, auch bei den anderen Hofläden.
              Sie sind der Meinung, dass nach Carona keine 10% der Neukunden bleiben.

              Das mit den Verboten sollten sie noch einmal überdenken, aber nicht nur aus ihrer Brille.

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        • Brötchen sagt

          Es kostet nicht ein bisschen mehr, es kostet im Durchschnitt ungefähr das doppelte.
          Selbst diese Preis ist unterbewertet, realistisch sind eher 2, 5 bis 3 facher Preis.

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          • Dieter Klotz sagt

            Zeit wird es, dass den Erzeugern für hochwertige Lebensmittel angemessene Preise bezahlt werden. In Deutschland fehlt vielen Menschen offensichtlich das Bewusstsein für den Werte eines Stückes Fleisch. In völligem Übermaß wird billiges Fleisch auf teure Grills geworfen.

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            • Inga sagt

              Ja die Deutschen brauchen ja fast 60 Jahre den wahren Preis für Nahrungsmittel nicht mehrt zu bezahlen.
              Da leidet auch die Natur drunter.

              Wie kann man von den jetzt hier lebenden erwarten die Kosten, die den wahren Wert der Lebensmittel widerspiegeln zu bezahlen.

              Liebe Bauern-Bashing!

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              • Dieter Klotz sagt

                Sie sollten vielleicht weniger die Günen Bashen, die sich genau wie Sie für faire Preise einsetzen und sollten vielleicht mal stattdessen dem allmächtigen Bauernverband in den Hintern treten, der im wesentlichen von den Interessen der industriellen Landwirtschaft vertritt.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Im Bauernverband sind große und kleine Betriebe Mitglieder, diese Interessen unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. Illusionen zu verbreiten auch nicht.

                  Um es deutlich zu sagen, der Bauernverband geht ihnen einen Sch…. an, weil sie kein Mitglied sind, deshalb sollten sie einfach die Klappe halten

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                • Brötchen sagt

                  Wieder so ein Schlagwort, definieren sie mal “ faire Preise“ und erläutern sie, wie sie das Zustandekommen über ein Gesetz ( weil anders geht das nicht) organisieren wollen.
                  Ich bin sehr gespannt.

                  Gibt es dann so ein Bundesamt für faire Preise ?

                  Ich sehe schon, wie sich Geschäftemacher, die ohne Arbeit reich werden wollen die Hände reiben!

                  Die freuen sich schon auf unsere fairen Preise.

                  Im osten hatten wir sehr faire Preise, was die Mieten anging. Entsprechend sahen, die Häuser aus, auch irgendwie fair finde ich.

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  10. Hat jemand schon mal politischen Wahlkampf gemacht. Wenn ja dann weiß Er das man 2% der Wähler damit erreicht. Jede Minute dafür Inergie zu verlieren ist vertane Zeit und gibt dem Gegner Politische Aufmerksamkeit die wir im nicht bieten wollen als Landwirte und Mündige Bürger, wir wollen was erreichen und nicht hinterher rennen. Denken wir mal um. Politik muss nach uns kommen.

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  11. Friedrich sagt

    Die Grünen verstehen nichts von Ökonomie und verstehen sich als Gutmenschenpartei. Ihre ideologische Sicht beschränkt sich nur auf bio. Eine Vereinbarung von Ökonomie und Ökologie wie wir Bauern das machen , sehen sie nicht. Hier gibt es nur „Schwarz und Weiß“.
    Diese Verhalten trägt gewaltig zur Spaltung der Gesellschaft bei. Auch deshalb , weil viele Grüne im Staatsdienst , Staatsabhängigkeit und der Gutmenschenmoral verhaftet sind. Ökonomische Abhängigkeiten kennen diese Leute nicht. Nur bei Spenden und Wählerstimmen sieht es dann schon wieder anders aus. — Ich, als Bauer, versuche mit meinen kleinen Möglichkeiten hier im Blog und mit Nutzung meiner Zaunwerbeflächen , die Leute zu informieren. Das hat mir schon im Dorf viel positives eingebracht. Das habe ich garnicht gewußt usw. heist es da. Auch kann man inzwischen genau erkennen , wer nur dem Öffi-Rundfunk und Fernsehen folgt. Erschreckend ist auch , daß hier nur weniger als 25% der Dorfhaushalte eine Tageszeitung lesen , denn in den Regionalteilen kommen auch immer wieder die Bauernmeinungen zu Wort. Das fehlt leider im Öffifunk und Fernsehen.

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    • Thomas Apfel sagt

      Bauernmeinungen kommen hier in den Tageszeitungen so gut wie gar nicht mehr zu Gehör.
      In unserer örtlichen Prawda (Märkische Oderzeitung) findet sich nur noch Mainstraemgebrabbel. Im alten Bundesgebiet gehörte/gehört es bei den Zeitungen zum guten Ton Leserbriefe weitgehend zu veröffentlichen. Hier bei uns wird insbesondere zu landwirtschaftsnahen und Natur-Themen alles abgebügelt, was nicht dem Mainstream folgt.
      Die Internetseite unserer Prawda hat nicht mal die Möglichkeit zu kommentieren.
      Ich meine, o.k., dass kommt mir aus der Zeit vor 1989 schon irgendwie bekannt vor. Nicht nachvollziehbar ist das Ganze aber schon deshalb, weil man der MOZ eigentlich CDU-Nähe zuschreibt.
      Für die konkreten Dinge, die wir hier in unserer Umgebung zur Aufklärung und Zusammenarbeit mit Anderen leisten, bekommen wir persönlich auch schon Zustimmung – von Einzelpersonen. Die Meisten lassen sich aber gar nicht mehr auf Diskussionen ein (denen sie meist auch nicht gewachsen sind) sondern wählen einen „Gesprächsumgehungskurs“ um dann unter sich und medial noch lauter zu zetern.
      Friedrich, ich bin da ehrlich gesagt momentan ziemlich desillusioniert. Ehrlicher Diskurs kommt erst wieder zu Stande, wenn der Karren an die Wand gefahren ist.
      Ökonomisches Denken würde ich den Grünen nicht absprechen. Allerdings ein sehr egozentrisches Denken für die kleine Gruppe der Bio-verliebten. Dass bei der Durchsetzung die Hälfte der Menschheit ins Gras beissen müsste, wird billigend in Kauf genommen (passiert ja auch wahrscheinlich anderswo auf der Welt und nicht im Dunstkreis des eigenen Wähler und Spender-Klientels).

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich würde nicht sagen, dass die Grünen nichts von Ökonomie verstehen….bei uns im Nachbarort macht ein BIO-Betrieb mit online-Handel u.a. am Schulobstprogramm des Landes mit…..allein daraus generiert er einen sechsstelligen Betrag. Für die Aufrechterhaltung der Prämien und des Status beackert er pseudomäßig Fläche….Prämienoptimierung eingeschlossen ist das sehr ökonomisch. Und das Volk bzw. die Politik ist so blöd, Geld für Dinge zu bezahlen, die sie erheblich billiger erhalten könnte.
      Dafür wird dann auch noch in regelmäßigen Abständen über den „guten“ Betrieb in der Regionalprawda berichtet….alles ist gut! 🙂

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      • Berthold Lauer sagt

        Und genau da liegt ein Teil unseres Problems: Wir meinen immer noch wir mussten mit harter ehrlicher Arbeit im Schweiße unseres Angesichts die Bevölkerung ernähren und wollen dafür auch noch gelobt werden!!

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        • Inga sagt

          Ja, so sind wir erzogen worden. In den Aufbaujahren war es auch richtig.
          Aber jetzt geht es nur um Geld verteilen!

          Und da muß man wissen wie es geht.
          Aber dann führen wir unsere Bauernhöfe in die Industrielle Landwirtschaft, wo der Staat dann mit Subventionen regelt. (DDR-Methoden?)
          Ich dachte, die wären nicht so leistungsfähig.
          In der Ökologie der Feldbewirtschaftung wohl auch nicht, oder?

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      • Inga sagt

        Die Grünen sind auch Personen mit unterschiedlichen Begabungen, also auch mit Geschäftstüchtigkeit, denn das braucht man bei Selbstvermarktung und auch bei Subventionen holen, wenn man weiß wofür es welche gibt. Dazu braucht man gute Zusammenarbeit mit den Ämtern.
        .
        Nur der Partei GRÜNE geht es weniger in ihrem Programm um Liquidität als um den Grundgedanken, die Welt ökologisch zu machen, gepaart mit Selbstdarstellung, denke ich.

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        • Dieter Klotz sagt

          Vielleicht sollten sie Mal ein paar grüne Parteimitglieder kennenlernen. Oder woher beziehen sie ihr Wissen über die?

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          • Inga sagt

            Die sind doch auch alle individuelle Persönlichkeiten, oder? Aber gemeinsam haben sie eine Zielrichtung, oder?

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          • bauerhans sagt

            der vorsitzende der hiesigen Grünen wohnt am rand eines meiner felder.
            im gespräch waren wir noch nie,obwohl ich den schon angeschrieben hatte.

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    • Gephard sagt

      Die Grünen pauschal als Gutmenschen darzustellen ist jetzt kein Schwarz-Weiß-Denken?

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      • Andreas sagt

        Viele hier wollen offenbar keine Gutmenschen sein.
        Sie sind viel lieber Unmenschen.
        Ich kann das nicht verstehen !

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        • Schmeckt gut sagt

          Gut, dass ich mich nicht angesprochen fühle 😉 wir haben den schönsten Beruf der Welt. Leider meinen zu viele Leute, mehr von Landwirtschaft zu verstehen, als die, die es von der Picke auf gelernt haben. Wir werden noch sehr viel deutlicher werden müssen.

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          • Dieter Klotz sagt

            Man kann ja auch Lebensmittel kaufen die ohne Gifte erzeugt wurden kaufen. Kostet halt bisschen mehr. Man kann ja mittlerweile auch in jedem Restaurant essen ohne mit Nikotin vergiftet zu werden. Man hat lange geglaubt es ginge nicht. Ein Verbot hat geholfen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wo gibt es die?

              Wenn ich jetzt Kupfer, Schwefel, Kaliumhydrogencarbonat mit BIO Wetcit und Spinnosat spritze, sind das keine PSM, oder Gifte, wie sie es ausdrücken.
              Wenn der konventionelle Betrieb Kupfer spritzt ist es auf einmal ein giftiges Schwermetall.
              Haben sie mal was von Phosphonate gehört, ein Fachmann wie sie wird das wissen, dann wissen sie auch dass dieses Mittel mal von den Guten verwendet wurde, bis die EU meine, dies wäre kein PSM für den BIO Anbau.

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          • Inga sagt

            Ja, so zeigt man uns die Respektlosigkeit!

            Das ist echt unsozial und und inhuman!

            Eigentlich traut das keiner den Grünen zu, besonders wenn sie Gutmenschen sein wollen.

            Und wenn sie reaktionär in der Sache sein wollen, dann stellen sie dieses Phänomen so gut es geht ab!

            Denn dann haben sie Respekt vor unserer Arbet und vor dem was wir der Natur dank unserer modernen Technik abringen.

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  12. Elisabeth Ertl sagt

    Ich dachte immer, als weitgehend bio arbeitende Hobbybäuerin mit einer kleinen Schafherde sei ich gegen Angriffe von Städtern gefeit. Weit gefehlt: Heute wurde ich von einem älteren Herrn aus der Wiener Oberschicht beschimpft, der sich schon vor einigen Jahren in der Pension hier angesiedelt hat. Schon der Begriff „Nutztier“ sei für ihn ein Reizwort, er könne überhaupt nicht verstehen, wie man es zusammenbringt, solche Tiere zu schlachten. Ich habe entgegnet, dass 40% der Agrarfläche der Welt sich ausschließlich für Viehzucht eignet, und wir bald 8 Milliarden Menschen zu versorgen haben. Auich Österreichs Agrarfläche bestehe zu einem Drittel aus Almen und zu einem weiteren Drittel aus Dauergrünland. Das nahm er zähneknirschend zur Kenntnis. Ja, aber dann muss der Staat endlich für eine Ausbildung sorgen, wie man als Bauer Tiere richtig zu halten hat, denn so wie es geschieht, sei es ein Skandal, sagte er. „Denn das sag ich Ihnen jetzt ins Gesicht: es gibt zwei Wirtschaftszweige, die durch und durch kriminell sind: das Immobilienwesen und die Landwirtschaft. Schauen Sie sich an, was diese Großbauern an Förderungen kassieren. Alles Kriminelle“ Ich gab ihm recht, dass die Förderungen ungerecht verteilt werden. Dann fragte ich ihn, ob er wisse, dass Österreich mittlerweile landwirtschaftlich nicht mehr autark ist. „Das kommt davon, dass die gierigen Bauern die Bewirtschaftung aufgeben, sobald eine Fläche nicht bequem zu bewirtschaften ist“, meinte er. Ich wies ihn darauf hin, dass ich zu unzähligen Klein- und Hobbybauern dieser Gegend gehöre, welche diese Flächen sehr wohl noch bewirtschaften; dass das Durchschnittseinkommen aller Bauern Österreichs zusammen trotz der reichen Großbauern unter dem Medianeinkommen liegt; dass ich mehr Ausgaben als Einnahmen habe, die tägliche Arbeit nicht mitgerechnet; und dass die Selbstversorgung Österreichs noch viel geringer wäre, wenn unsereiner nicht noch aus Idealismus weitermachen würde. „Ja weil es so viel Gesindel gibt in diesem Land, welches alles billig haben will“, sagte der Reiche, „Und noch schlimmer als die Bauern sind die Jäger, die betrachte ich mittlerweile wie nicht existent, alles vertrottelte Analphabeten.“ Wir waren uns einig, dass Jagd und Jagdtourismus als reine vergnügliche Freizeitbeschäftigung ohne Verantwortung etwas Perverses haben. „Aber wovon soll der Jäger leben, der Verantwortung trägt für sein Revier, Abschusspläne erfüllen, und für Wildschäden aufkommen muss, aber für Wildfleisch nichts bekommt? Können Sie verstehen, dass man da auf die Idee kommt, mit den Jagdgästen Geld zu verdienen?“ fragte ich. „Für die Jagdpächter ist das doch ein Hobby, wenn sie das Geld nicht haben, sollen sie es bleiben lassen.“ „Und wer soll dann die Verantwortung tragen, Abschusspläne erfüllen und Wildschäden hintanhalten?“, fragte ich. „Der Wolf!“ war die erwartete Antwort. Ob er wisse, dass der WWF eine Vereinigung ehemaliger Großwildjäger ist und den Wolf doch auch vor allem zu Jagdzwecken hier ansiedeln will? Da gab er mir gleich recht, und nahm den Wolf als Problemlöser wieder zurück. Wir brauchen ein Planquadrat aus Revieren, und für jedes Revier einen staatlich ausgebildeten und angestellten Jäger und Förster, der zuerst einmal ordentlich ausgebildet wird, meinte er. Woher das Geld kommen soll? Von den Banken. Nun, ich bin auch gegen den Finanzkapitalismus. Aber was der Staat über die Banken mittlerweile alles finanzieren soll, das geht sich bestimmt nicht aus. Außerdem sei das Image von Bauern und Jägern so schlecht, dass es überhaupt nicht mehr genug junge Leute gebe, die bereit sind, diese Betriebe zu übernehmen. „Recht haben sie, die jungen Leute! Und wenn ich Ihnen jetzt noch alles sage, was ich da zu sagen habe, dann muss ich ausfällig werden“, sagte er, stieg ins Auto und fuhr nach Hause.
    Da blieb ich ziemlich waidwund zurück.

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    • bauerhans sagt

      schade Elisabeth,dass ich nicht dabei gewesen war,dem hätte ich was erzählt!

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    • Berthold Lauer sagt

      Danke, dass Sie diese Diskussion so sachlich „durchgestanden“ haben

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    • sonnenblume sagt

      Dieses Gespräch offenbart die Problematik dieser “ Weltanschauung“. Viele, viele Ideen und Ansichten, die bei näherer Betrachtung in sich nicht schlüssig sind. Und dann diese extreme Ablehnung, oder besser Abneigung. Das könnte man auch mit Radikalisierung gleich setzten. Der Mann ist sicher kein Einzelfall. Es stellt sich doch die Frage, was passieren muss, damit diese Blase einmal platzt? Es ist schon bewundernswert, wie souverän sie reagiert haben.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Die Oberfläche ist wirr, widersprüchlich und extremistisch. Interessant wird es, wenn man versucht, hinter die Oberfläche zu schauen. Die Politik hat jahrzehntelang über die Einsparung von menschlicher Arbeitskraft eine Effizienzsteigerung der Landwirtschaft erzwungen, um Geldmittel freizuspülen für die Steigerung des allgemeinen Wohlstandes – offensichtlich eine Grundvoraussetzung für das Funktionieren der Demokratie (Das war schon im alten Rom so). Die Sache hat aber einen gewaltigen Pferdefuß: Eine große Auswahl an unterschiedlichsten Luxusgütern vermittelt dem Bürger über den Konsum ein Gefühl von Freiheit und individualisierter Entfaltung. Beim Essen ist der Mensch aber nicht frei – aufs Essen ist er angewiesen. Und auf dieser Ebene von immer weniger Menschen abhängig zu sein, erzeugt ein kollektives Gefühl von Kontrollverlust. Und dieses unqualifizierte Mitreden ist der hilflose Versuch, die Kontrolle zurückzugewinnen.
        Es ist wohl dieselbe Motivation, welche seinerzeit die Lehensherrn veranlasste, die Bauern als Leibeigene zu halten. Sich aus der Landwirtschaft emanzipiert zu haben, ist ein berauschendes Gefühl von Menschwerdung auf einer „höheren“ Stufe an Kultiviertheit, welches man nicht wieder aufgeben will. Damit aber ist man dem Bauern ausgeliefert, fühlt sich in seiner Macht und will seine Macht brechen.
        Und wenn sich dieses Phänomen einmal konsequent Bahn gebrochen hat, nützt es einem irgendwann auch nichts mehr, ein romantischer Bullerbü-Hof zu sein. Mitgehangen, mitgefangen.
        Kürzlich war ich wieder einmal zwei Tage in Wien. Nach 11 Jahren Landleben erschienen mir die gepflegten (dieser Begriff gefällt mir besser als „selbstoptimierten“) Menschen auf den Straßen der Stadt wie lauter Prinzen und Prinzessinnen, wie jene „feinen Leute“, zu welchen Bauern zur Kaiserzeit aufgeschaut haben, deren Kultiviertheit sie bewunderten, und denen jetzt immer mehr Bauernsöhne und -töchter eben auch gerne angehören wollen.
        Es hat schon einen Grund, dass die großen Weisheitslehren, die Einweihungswege der Klöster unterschiedlichster Spiritualitäten immer die landwirtschaftliche Arbeit als einen Teil des Aufstiegs zur geistigen Höherentwicklung hin zur Erleuchtung angesehen haben. Ohne diese Verankerung und Erdung hebt der Mensch ab und verliert sich irgendwann. So gehen Zivilisationen zugrunde.

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        • sonnenblume sagt

          Zu welcher Erkenntnis wird die Gesellschaft in Deutschland und Österreich kommen, wenn es kaum mehr aktive Landwirtschaft gibt? Weltweit wird sich niemand an ihren Befindlichkeiten stören. Dann gibt es den tolen Kontrollverlust der nicht mehr rückgängig zu machen ist.
          Wenn es kaum mehr heimische Produktion gibt, dann muss man das nehmen, was man angeboten bekommt. Ist das die bessere Variante?

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Der folgende Artikel zählt auf, was alles nach Österreich importiert werden muss. Import übersteigt Export:
            https://www.oesterreich-isst-informiert.at/herstellung/agrarrohstoffe-vieles-muss-importiert-werden/
            Die letzten Sätze: „So führen die wachsende Weltbevölkerung und die höhere Kaufkraft insbesondere in Schwellenländern zu einer steigenden Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln. Das macht die Verfügbarkeit und die Preise auf der Angebotsseite sehr volatil. Kurzfristig beeinflussen auch Ernteschwankungen das Angebot an Agrarrohstoffen.“
            David Beasley vom UNO-Welternährungsprogramm warnt bereits vor einer Hunger-Pandemie.

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        • Inga sagt

          Ja das stimmt!

          Aber die Parteien dürfen das nicht tun, denn sonst schließen sie ja Menschen aus und das will sich doch keine sagen lassen?

          Und die jungen und modernen GRÜNEN schon gar nicht, oder?
          Die sind nicht so unsozial!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Auf dem Land gibt es halt Probleme, die man in der Stadt nicht hat, zb. die Versorgung mit Fachärzten.
      Dies sollte mit den ausreisewilligen Städtern besser kommunizieren, damit sie keine gesundheitlichen Schaden erleiden.

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  13. Obstbäuerin sagt

    „GRÜN IST, auch ohne Glyphosat die dicksten Kartoffeln zu haben….“ Im Klartext heißt das: Grün ist die Landwirtschaft nur dann, wenn ohne chemischen Pflanzenschutz die höchsten Erträge erreicht werden. Ein Blick in die Statistik zeigt: Gerade die ökologische Landwirtschaft ist so was von nicht Grün.

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  14. Reinhard Seevers sagt

    Vor Mauritius ist ein Tanker leckgeschlagen…das Öl bedroht natürlich die Natur, was eigentlich der einzige Bedrohungswert an sich darstellen sollte. In den Nachrichten wird gesagt, es bedroht die Existenz der rund 1,3Millionen Mauritier, weil diese mehrheitlich vom Tourismus leben….es geht nie um den Erhalt der Natur. Es geht immer um Geld…..wovon haben die Mauritier früher eigentlich gelebt?
    Gleiche Diskussion bei uns, Landwirtschaft versus Spaßindustrie…..es geht nie um den Erhalt der Natur.

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    • bauerhans sagt

      ist ein japanischer öltanker,der vor 14 tagen da gestrandet war,geschehen war nix!

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    • Dieter Klotz sagt

      Anscheinend setzen Sie Natur und Kulturlandschaft gleich. Glauben sie tatsächlich, dass eine Wiese, die 5x im Jahr mit einem Kreiselmäher bearbeitet wird noch etwas mit Natur zu tun hat?

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      • bauerhans sagt

        die wiese wird fünfmal gemäht,weil das gras dann sehr gute nährwerte hat und um die futterkosten niedrig zu halten,weil für milch und rindfleisch zu wenig bezahlt wird.

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      • Obstbäuerin sagt

        Die „Natur“, die uns umgibt, Dieter Klotz, besteht zu 98% aus Kulturlandschaft. Da arbeitet der Mensch schon über 2.000 Jahre dran. Und wenn Nutzvieh zur Nahrungsmittelversorgung der Menschen mit gutem Futter versorgt werden, dann gehört das zum ganz normalen Tierwohl, für das der Bauer sorgt. Was soll die Wiese denn aus Ihrer Sicht für eine Aufgabe haben?

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        • Brötchen sagt

          Herr Klotz, die Wiese z.b. im Voralpenland ist eine reine „Produktionsfläche“ die der Versorgung des Milchviehs dient.

          Kräuter haben nur einen diätischen Futterwert, damit können sie keine halbwegs kostendeckende Leistung der Milchkühe erzielen, zumal wenn Sie nur Grünland haben! Das verstehen viele nicht. Das ist in etwa so, wie wenn ich Ihr Familienauto nehmen würde und alle Sitze zurück klappe und damit Stroh oder Heu transportieren würde. Ganz anderer Nutzungszweck mit entsprechenden Auswirkungen, dann hätten sie im Auto auch eine große Artenvielfalt.

          Dazu kommt noch, wenn sie ein Grünland pflegen und Düngen und in Schuss haben, dann kostet das Geld und das Geld müssen sie ungefähr wieder einspielen und dafür brauchen Sie eine gewisse Grundleistung der Wiese/Grünland (Ertrag/ Menge und Nährstoffe) und dann auch der Veredelung, sonst ist das auch alles Hobby bzw. Geldvernichtung.

          Deshalb ist eine artenreiche Wiese sehr schön, habe ich auch und versuche ich auch herzustellen, bloss ist das reine Liebhaberei bzw. Hobby.

          Nun schliesst sich beides nicht völlig aus, soll heißen ein gewisser Artenreichtum und eine wirtschaftliche Nutzung, es hat nur seine Grenzen und die muss man immer im Auge haben!

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        • Dieter Klotz sagt

          Damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Sie stehen ganz offen dazu, dass ihrer Meinung nach die ganze Welt nur dazu da ist Futter für Ihre Kühe zu erbringen und dass alles was für Sie keinen Nutzen bringt ruhig verschwinden kann. Dieses Erfolgskonzept sollten wir wohl auf die ganze Welt anwenden, dann gäbe es nirgnds mehr Wildtiere, sondern nur noch Nutztiere. An dieser Stelle brauchen wir nicht weiterdiskutieren, Sie brauchen sich nicht wundern, wenn Artenschützer gegen Sie sind.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wie gesagt, wenn man Artenschutz diskutiert, ist die Diskussion auch schon zu Ende. Es ist DAS Tootschlagargument der Szene!
            Wie viel Arten benötigen Sie denn für ihre Ernährung Herr Klotz? Jetzt mal Butter bei die Fische! Bärenklau steht doch sicher nicht auf ihrem Speiseplan oder doch?

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            • Dieter Klotz sagt

              Die Diskussion ist nur dann zu ende, wenn für Sie nur Ihr eigenes Wohl und das Wohl ihrer Art oder Ihres Berufsstandes eine Bedeutung hat. Für mich gilt das nicht. Ich finde man sollte auch Arten erhalten, die keinen offensichtlichen Nutzen haben. Im übrigen hieß der Bärenklau in meiner Kindheit noch Hasenschettele, vielleicht wird das ja das Nutztier der Zukunft, wäre doch blöd wenn wir die dann aus Desinteresse ausgerottet haben.

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              • Brötchen sagt

                Ja dann beantworten Sie doch bitte die Frage, wieviel Arten und welche sollen auf der Wiese stehen?

                Bitte Verhältnis angeben!

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Kommt die Hasenzucht wie früher in die mehrstöckigen Kisten wie früher?

                Die waren das Paradies führ die Hasen, aber nur, weil die Hasen nicht von Landwirten gehalten wurden, oder?

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                • Dieter Klotz sagt

                  Ich habe es nicht nötig irgendetwas zu kompensieren oder mich für etwas zu entschuldigen. Sie wollten wissen ob ich eine Ahnung von dem habe welche Probleme Sie haben. Ja ich habe eine Ahnung. Schade, dass hier jeder nur darauf aus ist andere Meinungen zu verunglipfen und wir schon meilenweit vom Thema abgekommen sind. Das aus meiner Sich lautet, nein Landwirte sind nicht von Haus aus Natürschützer.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Nein,
                  sie können keine Ahnung von meinen Problemen haben, ich habe keine Probleme.

                  Und lesen sie mal meinen Link,
                  da steht Ehemaliger Landwirt.

                  Folglich gehöre ich nach ihrer Di­vi­na­ti­on zu den Naturschützern, ist das nicht herrlich.

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              • Inga sagt

                Gut dann erhalten wir alle Ar4eten die früher vor der intensiven Intensiven Landwirtschaft so lustig auf unseren Feldern als Unkraut geblüht haben. Die Geziefer freuen sich daran, die Ungeziefer auch!

                Was und wieviel ernten wir dann noch vom Acker, können wir damit die Discounter füllen?
                Geben unsere Kühe dann noch soviel Milch, das wir fast täglich in den Eisdielen einen Obstbecher mit Milcheis und Schlagsahne haben können?

                Dann wird eben unser Speiseplan spärlicher, aber wir haben ein intakte Natur dafür.
                Geht doch, oder?

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                • Dieter Klotz sagt

                  Sie habens erkannt, wir sind völlig übersättigt und können nichts mehr schätzen, was uns so billig vor die Füße geschmissen wird.
                  Da Sie noch Begriffe wie Unkraut und Ungeziefer benutzen, zeigt dass Sie trotzdem noch viel lernen müssen.

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          • firedragon sagt

            Herr Klotz,
            ich amüsiere mich gerade sehr über diese „Gespräche“ und was Sie machen hier an den Kopf werfen.
            Mich interessiert langsam, was machen Sie beruflich oder was haben Sie gemacht und kennen Sie konventionelle Landwirte, hatten Sie schon einmal das Vergnügen, sich ausführlich mit einem zu unterhalten und sich Zusammenhänge erklären zu lassen.
            Wobei Brötchen das echt gut kann, nur verstehen Sie Brötchen nicht.

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            • Brötchen sagt

              Lass mal Drachen, das ist jetzt echt psychologisch interessant, es ist nämlich viel schlimmer als ich dachte!

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            • Dieter Klotz sagt

              Ich bin auf einem konventionellen MilchBauernhof aufgewachsen und habe dort irgendwann angefangen den Ampfer von Hand auszustechen, weil ich der Chemie misstraut habe. Ein Cousin von mir hat vor 40 Jahren auf Bio umgestellt und ist dabei zugrunde gegangen, weil es damals noch keine Vermarktungsstrukturen gab. Mitlerweile habe ich Elektrotechnik und Chemie studiert und habe lange Umwelttechnik unterrichtet. Ich habe einen kleinen Garten und arbeite gelegentlich an einer SoLaWis. Ich unterhalte mich gerne und viel mit Landwirten und ich verstehe auch die Beweggründe. Nur habe ich den Eindruck, dass viele Landwirte sich gerne selbst etwas vormachen.

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              • Brötchen sagt

                Okay, inwiefern machen sich Landwirte was vor?
                Anmerkung:
                Sehe ich auch so, aber nur bei den hofierten Familienbetrieben ist das zum Teil anzutreffen.

                Was hat der Cousin damals gemacht?

                Ich habe selbst auch im Biobereich zu tun, deshalb kenne ich da die Probleme und die Kostenstrukturen.

                Die Vermarktungstrukturen sind heute im Biobereich mit den Konv. vergleichbar und teilweise nicht unbedingt angenehmer, weil man vertraglich gebunden ist und nirgendwo anders hin kann.

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                • Dieter Klotz sagt

                  Die Landwirte glauben, weil Sie mit Pflanzen und Tieren umgehen, seien sie Umweltschützer oder Tierversteher. Tatsächlich gibt es bei vielen (nicht bei allen) große Betriebsblindheit und sie erkennen ihre Rolle bei der Grundwasserproblematik und Artenschwund einfach nicht an. Natürlich stehen sie selbst unter Druck und können, wenn sie die alten Strukturen beibehalten wollen nicht anders. Die alten Strukturen werden aber so oder so verschwinden. Der bäuerliche Betrieb wird durch Kostendruck und Marktmacht immer mehr an die Wand gedrückt. Das System wird sich ändern, egal wie viele grüne Kreuze Sie aufstellen. Jetzt muss ich aber zu meiner SoLaWis, wir pflanzen Endivien. 😉

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Ein gewisser Herr Klotz ist offensichtlich davon überzeugt, wenn er ein Salatstock bei einer SoLaWi pflanzt und im Block von Bauer Willi schreibt, dass er mehr für die Umwelt tut, als ein Bauer.

                  Wenn sie jede Menge Hornspäne, oder Hühnerkacke an den Salat knallen, tun sie genau so viel schlechtes für das Grundwasser, als bei einer Überdüngung durch Mineraldünger.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Cousin war wohl unfähig wirtschaftlich zu denken oder? Ich betreue einen Biobetrieb, der 1955 gegründet wurde….es musste also gehen.

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                • Dieter Klotz sagt

                  Verunglimpfen Sie bitte meine Verwandtschaft nicht Herr Severs, ohne wirklich zu wissen worum es geht. Ja ich bin jemand der es auf sich nimmt, mit ihnen zu diskutieren und auch bereit ist, etwas von sich preis zu geben. Merken Sie was? Leider verhalten Sie sich selbst genau so wie Sie selbst nicht behandelt werden wollen. Da erübrigt sich jede Diskussion.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Klotz: „Ein Cousin von mir hat vor 40 Jahren auf Bio umgestellt und ist dabei zugrunde gegangen, weil es damals noch keine Vermarktungsstrukturen gab.“

                  Es auf die Vermarktungstrukturen zu schieben ist dann doch sehr simpel….auch wenn es die Verwandschaft ist.
                  Ich habe mich in diesem blog schon weiter aus dem Fenster gelegt, als Sie, das können Sie nachlesen. Schaumschlagen kann ich auch.

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          • Brötchen sagt

            Das stimmt doch nicht, es geht um Nutzflächen, die sich im Eigentum des Bauern befinden! Und nicht um die Welt!
            Dafür gibt es ein Grundbuch und ein Nutzungsrecht.
            Ich kann keinen Wald und kann auch kein Grünland usw. umnutzen. Selbst die Nutzung des Ackerlandes ist gebunden, ich kann da z.B. jetzt kein Haus drauf bauen, nichtmal eine kleine Schafhütte und auch keinen Boden abtragen und ich kann und will den Boden in seiner Bodenfruchtbarkeit mehren!

            Es geht um die Nutzung von vorhandenen Flächen für eine wirtschaftliche Tätigkeit. Das bedeutet, ich mache auf den Flächen was, stecke da Geld rein und hole welches raus. Alles sehr langfristig gedacht.
            Z.B. wenn ich kalke ist das für mehrere Jahre. Ansonsten ist das Hobby bzw. Geldvernichtung! Dann kann ich das so lange machen, wie mein Geldvermögen reicht und dann macht es ein anderer.

            Das ist das Grundprinzip und nun sind Sie dran!

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            • Dieter Klotz sagt

              Auch die Flächen, die Ihnen gehören sind Teil der Welt. Wenn Sie da Atommüll lagern, geht das den Rest der Welt sehr wohl was an. Die Fläche unserer Welt ist begrenzt und Eigentum verpflichtet. Ich habe nicht von Ihnen verlangt, dass Sie Ihre Flächen verlottern lassen. Es geht mir immer wieder um denselben Satz. Es soll für hochwertige Produkte ein hochwertiger Preis gezahlt werden, damit Nachhaltig produziert werden kann.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Oh, jetzt kommt noch mein Lieblingsschlagwort aufs Tableau: Nachhaltigkeit.
                Ich kenne keinen Wirtschaftszweig in dieser Republik, der nachhaltiger ist, als die Landwirtschaft, Sie?

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                • Dieter Klotz sagt

                  Per Definition kann ein Kohlekraftwerk nicht nachhaltig sein, weil die Kohle ja nicht nachwächst. Bei einem Solardach und einem Windkraftwerk ist das was anderes. Bevor Sie mir jetzt mit Rohstoffen für die Herstellung kommen, denken Sie mal lieber über die Herstellung von ihren Traktor nach und was der verfährt. Zur Nachhaltigkeit gehört natürlich auch das Grundwasser. Da schneidet die konventionelle Landwirtschaft wiederum nicht so gut ab. Aber es gibt ja auch Biobetriebe.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sie haben PV auf dem Dach, das ist löblich. Bei mir sind es 32,5 KW auf dem Dach.
                  Loben sie mich jetzt mal.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Eigentum verpflichtet, wird immer aus der Schublade geholt, wenn es nur das Eigentum des anderen betrifft.

                Art 14 GG
                (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
                (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
                (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

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                • Dieter Klotz sagt

                  Sie ziehen immer wieder Fehlschlüsse. Erstens ich habe nicht behauptet Photovolaik auf dem Dach zu haben. Ich habe auch nicht behauptet, dass Landwirte grundsätzlich umweltschädlich seien, sondern nur, dass sie nicht durch ihren Beruf zu Umweltschützern werden.
                  Das ist meiner Meinung nach das Thema dieses Artikels und deshalb ist es mir auch egal ob Sie ihren Betrieb noch führen oder nicht.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sie haben kein PV auf dem Dach, wie konnte ich das so interpretieren, dann hängt ihr Umweltschutz nur an paar Zeilen und an ihren Garten, den sie natürlich weder Düngen, noch Pestizide verwenden, sehr Mager ihr Beitrag zum Umweltschutz.

                  Eines finde ich Merkwürdig, wenn Städter, die vor und hinter ihrer Wohnung nur Makadam und Beton sehen, Bauern den Umweltschutz absprechen. Selbst eine abgemulchte Wiese hat mehr Biodiversität.

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                • firedragon sagt

                  Ehemaliger Landwirt, er praktiziert SoLaWi.
                  In welchem Umfang hat er mir nicht beantwortet.

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                • Dieter Klotz sagt

                  „Sie haben kein PV auf dem Dach, wie konnte ich das so interpretieren, dann hängt ihr Umweltschutz nur an paar Zeilen und an ihren Garten, den sie natürlich weder Düngen, noch Pestizide verwenden, sehr Mager ihr Beitrag zum Umweltschutz.“
                  Ich habe nicht behauptet Umweltschützer zu sein. Ich behaupte nur, dass ich durchaus weiß wovon ich rede, wenn ich Umweltschutz oder Naturschutz meine und dass ich eine Ahnung von Landwirtschaft habe. Wenn ich keine Ahnung hätte, könnten Sie meine These ganz einfach mit guten Argumenten entkräften. Stattdessen versuchen Sie nur meine Person anzugreifen.
                  Ich kann ihnen aber trotzdem etwas von meinem Energiekonzept erzählen, auch wenn es nichts zur Sache tut. Ich habe mich entschieden eine Brennstoffzelle zur Stromerzeugung anzuschaffen und die wird zu einem (momentan noch geringen) Teil mit erneuerbarem Windgas betrieben. Eine PV wollte ich auf meinem Dach nicht installieren, weil ich dazu einen schönen großen Baum fällen hätte müssen. Das macht mich nicht zu einem Umweltschützer, zeigt aber, dass ich mir Gedanken mache über ein nachhaltiges Energiekonzept.
                  Ich versuche mich geehrt zu fühlen, dass Sie so starkes Interesse an mir haben, es würde aber unsere Diskussion weniger bissig machen machen, wenn Sie weniger mit Vorurteilen arbeiten würden und stattdessen einfach nachfragen, wenn Sie etwas über mich wissen wollen.

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              • Brötchen sagt

                Ok

                das ist Ihr Problem was zu lösen ist:

                “ Es soll für hochwertige Produkte ein hochwertiger Preis gezahlt werden, damit Nachhaltig produziert werden kann.“

                Da müßten Sie hochwertig noch definieren vorher.

                Und Nachhaltig auch noch.

                Am besten an einem konkreten Bsp.

                Sagen wir Maisbruderhähnchen kann auch Ökoriesling sein, da könnte der Drachen mit helfen ! 😉

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                • firedragon sagt

                  😀Brötchen Du Fuchs… mache ich sehr gerne, wenn Fragen dazu kommen. Kann nur sein, dass ich mit der Beantwortung hinterher hinke, da ich gerade ’ne Junganlage hochbinde.

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                • Brötchen sagt

                  Konkreten Dingen weicht er aus, stört nur die Glückseeligkeit. Kann man ja verstehen.

                  Glaube nicht, das er da noch weiter macht.

                  Ging doch eher um das gute Gefühl mit Solawi usw…..eine ganz „perfide Form“ der Kundenbindung.

                  In meinen Augen, aber jeder wie er möchte.

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                • firedragon sagt

                  Wartens wir ab, ob er Spaß dran hat zu diskutieren.

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                • Dieter Klotz sagt

                  Wir essen eh alle zu viel Fleisch und nehmen zu viele Genussmittel zu uns. Lesen sie den Weltagrarbericht, da steht es mehrmals wissenschaftlich geprüft drin. Ich für meinen Teil kaufe mein Gemüse einfach im Rapunzel-Laden und wenn ich doch mal was zum Grillen brauch habe ich die Bauernmetzgerei um die Ecke. Da zahl ich gerne einen Fairen Preis. Klar die Möglichkeit hat auch nicht jeder.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Die solawi Landwirtschaft muss nicht so erträglich sein, wenn sie das Gemüse bei Rapunzel kaufen?

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          • bauerhans sagt

            „….wenn Artenschützer gegen Sie sind.“

            für den artenschutz hab ich ne Kiebitzschutzfläche,die wird honoriert.
            blühflächen hab ich auch,die gehen auf meine kappe.
            greening mach ich,das wird auch honoriert.
            von den drei biobauern in der nachbarschaft ist einer übrig geblieben,ders im griff hat.

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          • Obstbäuerin sagt

            Da ich Obstbäuerin bin, habe ich natürlich keine Kühe aber viel Verständnis für meine Kollegen. Genau das wird passieren, wenn wir Bauern nicht mehr in der Kulturlandschaft arbeiten – die Arten werden verschwinden, denen wir erst einen Lebensraum ermöglicht haben. Damit meine ich viele Wildtiere, die unsere offenen landwirtschaftlich genutzten Flächen brauchen. Sind wir weg, wird alles versteppen und wieder verwalden. Das ist für sehr viele Arten kein geeigneter Lebensraum. Dagegen haben wir eine sehr hohe Biodiversität in unseren Obstanlagen, die natürlich mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Es besteht aber vor allem bei den Grünen (die ich mehrmals in unser Schmetterlingsparadies eingeladen habe) eine hohe Scheu sich davon mit eigenen Augen zu überzeugen.

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            • Obstbäuerin sagt

              „…Sie stehen ganz offen dazu, dass ihrer Meinung nach die ganze Welt nur dazu da ist Futter für Ihre Kühe zu erbringen und dass alles was für Sie keinen Nutzen bringt ruhig verschwinden kann….“ Das ist meine Antwort auf den Beitrag von Herrn Klotz ganz weit oben.

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  15. Astorianer sagt

    Die Grünen müssten sich in Antigrünen umbenennen, denn sie verhalten sich feindlich gegenüber den wahren Grünen, den Bauern.

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  16. Bäuerin sagt

    Ist doch überall das gleiche ….die , die was zu sagen haben , haben von nichts eine Ahnung …die , die das Wissen haben , dürfen es nicht anwenden …

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  17. Thomas Apfel sagt

    Solange wir (die IP-Landwirtschaft) keine angemessene Kontra-Strategie entwickeln, wird sich nichts ändern. Die Verbände befinden sich (weil sie ja auch Bio-Betriebe als Mitglieder haben) auf Kuschelkurs mit NABU, BUND; Greenpeace und den „Bienenrettern“.
    Wenn die lt. d. Grünen umzuwandelnde Landwirtschaft deren Betriebe (die nach wie vor 96 % der Erzeugung hinter sich vereinen) hier nicht eine einheitliche gut ausgestattete Abwehr mit klarer Kante entwickelt, muss sich Keiner von uns wundern, dass die Dinge derzeit so laufen, wie sie laufen.
    Vor 2 Tagen bei „Odysso“: Luftbild einer Biodiversitätsinsel von einem weißbärtigen Biologen mitten in die böse Agrarlandschaft gestellt. Wenn das stimmt, was da an Artenvielfalt in dieser Insel gezeigt wurde, führt das die ganze Krefeld- Landwirtschaftsschuld-Debatte ad absurdum. In den meisten Fällen sind falsche Naturschutzkonzepte von NABU und Konsorten, die auf falschen Annahmen über Kausalketten beruhen, die Ursache. Aber das fällt Niemandem mehr auf, weil wir es leid sind uns des allgegenwärtigen Gelabers noch ernsthaft zu erwehren.
    Das von unseren Berufsverbänden vielfach beschworene Miteinander wird von der Öko-Seite zu 100 % konterkariert. DBV und ZVG haben sich der angeblichen Notwendigkeit einer „Agrarwende“ längst unterworfen.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      So lange es genug zu essen gibt, wird diese Entwicklung weiter gehen. Und wenn es zu wenig zu essen gibt, werden wieder die Bauern beschuldigt werden.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Das hat mir der Wiener ja jetzt schon gesagt. Dass Österreich nicht mehr autark ist, kommt daher, dass die Bauern zu faul sind, schwierigeres Gelände und weniger ertragreiche Böden zu bewirtschaften.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der hat schon Recht, es ist schon eine Frachheit, wenn der Bauer nach der 70 Stundenwoche, am Sonntag nur noch die Tiere versorgt,wäre ein Arbeitslager besser für die Bauern, oder wäre die Psychiatrie für diesen Mann besser?
          Fragen über Fragen?

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  18. bauerhans sagt

    hört und seht euch die aussagen von R.Künast,F.Ostendorff und A.Hofreiter über Landwirtschaft an.
    defätistisch!

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  19. Schmeckt gut sagt

    Ja. Die Grünen haben kaum noch ein anderes Zugpferd, als die Nicht-Bio-Landwirtschaft als ganz bösen „Industriezweig“ darzustellen. Klimawandel findet statt, weil weltweit durch die vielen Krisen und insbesondere Corona kein flüssiges Geld mehr vorhanden ist, alternative Energiequellen zu erforschen, weiterzuentwickeln und zu nutzen. Sozial- und gesellschaftspolitisch sind die Grünen ein Kindergarten, wo jeder Laut geben kann und eine Kakophonie ohne gleichen stattfindet. Bleibt die LW. Das Thema hält die „grüne Idee“ am leben. Bewußt grenzwertig formulierte Plakate helfen sicherlich, Wähler zu mobilisieren, aber kosten Glaubwürdigkeit. Denn es wird immer offensichtlicher, dass grüne Denke eben nicht automatisch dicke Katoffeln ermöglicht. Sie kostet zunächst einmal eine Menge zusätzlichen Diesel pro ha. Und zwingt alle Betriebe dazu, zusätzliches Personal einzustellen, um die Arbeit schaffen zu können. Wo sollen aber die Arbeiter für die monotone Unkrautbekämpfung (und mechanische, thermische Sikkation bei Kartoffeln) herkommen. Ich befürchte, es gibt einige Strategen bei den Grünen, die genau diese Komplexität der Landwirtschaft und auch Angriffspunkte (hiervon gibt es genug) für Machtspiele zu nutzen wissen. Genau hier liegt auch unsere Schwierigkeit, gegen zuhalten. Uns fehlt Geld und Zeit. Das Plakat mit den Kartoffeln zeigt es überdeutlich. Kein Bauer würde auf die Idee kommen, eine notwendige Krautabtötung mit Glyphosat durchzuführen, die Grünen suggerieren aber, dass ein solches (zum Totalausfall führendes) Verfahren, Standard ist. Nochmal an die Kollegen, die biologische LW betreiben. Wenn der „grüne Weg“ für die konventionelle LW vollzogen ist, geht es mit den fragwürdigen Verfahren im Ökoanbau weiter. Auch hier gibt es genügend Ansatzpunkt für „Verschlimmbesserungen“ aus Sicht der städtisch, grünen Stammwähler.

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  20. Heinrich Steggemann sagt

    Ich möchte an dieser Stelle auf zwei Praktiker verweisen, die sich intensiv mit Direktsaat beschäftigen und ihre Erfahrungen auf Youtube verbreiten (Alexander Klümper / Hartwig Callsen).
    Die Grünen beschreiben einen internationalen Ackerbau mit gentechnisch veränderten Pflanzen, der so hier in Deutschland nicht zugelassen ist.
    Die beiden Praktiker betreiben Ackerbau mit unter anderem vielfältigen Zwischenfruchtanbau (fördert die Bodenbiologie und die Insektenvielfalt/ gleichzeitig werden die Überwinterungsquartiere für Insekten durch die fehlende Bodenbearbeitung zur nächsten Hauptkultur geschont) . Das ganze mit einem Bruchteil der international eingesetzten Menge an Glyphosat pro Hektar und Jahr.
    Ich mache mal einen Vergleich: Alkohol ist krebserregend. Trotzdem trinken wir alkoholhaltige Getränke. Den regelmässigen Vollrausch ( Glyphosat + gentechnisch veränderte Pflanzen) stelle ich mal dem Feierabendbier oder dem Glas Rotwein (Glyphosat als kleines Puzzelteil für weniger mechanische Insekten und Bodenlebenabtötung) als Teil unserer Lebenskultur gegenüber.

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    • sonnenblume sagt

      Diese Art Ackerbau ist 1. zu kompliziert für die Klientel und 2. passt er nicht ins Denkmuster. Es gibt nur Schwarz – Weiß. Mehr kann, oder will man nicht denken.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Es ist doch bekannt, das es nichts bewirkt mit Sachargumenten gegen Emotionen anzudiskutieren. Plakate kann man nicht ansprechen. Gegendarstellungen werden nicht gedruckt und würden auch nicht gelesen…..

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      • Inga sagt

        Genau,
        unsere Vorfahren haben die Welt so organisiert, damit wir uns körperlich nicht mehr so viel abarbeiten müssen, dass uns Abends die Knochen weh tun.
        Und wir mehr Lebensqualität und Zeit für Inovationen haben.
        Aber sie haben nichts vom weniger Denken gesagt.

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      • Inga sagt

        Die sollen sich beraten lassen und/oder auf Bauernhöfe gehen,
        und mal endlich begreifen,
        dass wir hier nicht die selbe Landwirtschaft machen, wie sonst wo auf der Welt, aber öfter im Fernsehen gezeigt wird.
        Wenn das mal Lieschen Müller macht…
        aber Politiker und Journalisten doch nicht!

        Wir haben dafür ganz andere Gesetze.

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  21. Reinhard Seevers sagt

    Lohnt es sich wirklich darüber aufzuregen? Haben wir doch bereits vorwärts und rückwärts durchdiskutiert…..die Grünen haben kein anderes wirkliches Zugpferd für ihre Wahl.

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    • Dieter Klotz sagt

      Die Grünen sehen sich als Naturschutzpartei, Landwirte sind von Haus aus Naturnutzer und wie der Name schon sagt wirtschafter. Vielleicht sollten Sie sich eher an die FDP halten.

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